So, jetzt geht's los, die wilde Fahrt. Hab mich heute bewusst ein bisschen später gemeldet, denn das Trainingslager steht vor der Tür. Und auch sonst ist das Thema Nachfolge ja im Moment gerade in aller Munde und dass manches nicht so einfach ist. Davon möchte ich dir jetzt berichten. Zuerst sage ich mal herzlich willkommen, ich bin Michael Metzger. Du bist hier beim Podcast Firma Fußballfamilie. Deinem 15 Minuten Kick für mehr Mut, Klarheit und Energie in deinem Leben und heute würde ich sogar sagen mit ein bisschen mehr Lebenslust. Vielleicht hast du es mitbekommen. Gestern Artikel von einem Unternehmer aus Deutschland, der Textilien herstellt. Ein Familienunternehmen, Wolfgang Krupp, der im letzten Jahr die Firmenleitung übergeben hat an seine Kinder. Er selbst ist schon, ich weiß jetzt nicht, jetzt 83 und 84 und hat sich versucht, vor einer Woche das Leben zu nehmen, weil er, er sagt, Altersdepression vielleicht keinen Sinn mehr sieht.
Und ich habe gestern dazu schon einen LinkedIn-Post gemacht, wo ich mir natürlich überlegt habe, okay, mache ich das oder mache ich das nicht? Ist es hier wieder nur so Klicks haschen und Aufmerksamkeit? Oder ist es was, was mich nochmal sensibilisiert, einfach auch das Thema noch mehr in die Welt zu tragen, was einfach auch die menschliche Komponente anbetrifft im Unternehmerdasein. Und gerade was das Thema Nachfolge anbetrifft und Herausforderungen und Krisen und Neuausrichtungen und ja, alles wirtschaftliche Komponenten, Herausforderungen, Insolvenz. Persönliche Herausforderungen, familiäre Herausforderungen, habe ich nicht den heiligen Kral und habe doch viel Erfahrung in meinem Leben gesammelt, wo ich glaube, dass andere auch davon profitieren können. Und oft ist es wohl so dass erst etwas Außergewöhnliches passieren muss dass man da nochmal einen anderen Weg einschlägt.
Und so tragisch und so dramatisch das ist und dann weiß man ja manchmal nicht ohne da jetzt näher drauf eingehen zu wollen ist es jetzt gut, dass es dann so gekommen ist wie es ist und was würde man eigentlich den Hinterbliebenen für eine Bürde auflasten, und was muss erstmal passieren, dass es so weit kommt und klar, es gibt immer wieder Krisen und Herausforderungen und davor.
War ich nicht gefeilt und bin ich vielleicht für die Zukunft auch nicht gefeilt, immer zu gucken, ja wie geht es denn weiter und gibt es mal so eine Phasen, in denen man lebensmüde ist, wenn man das jetzt mal so einfach wörtlich nimmt, Und weil vielleicht der Sinn der.
Und den Wert, den man sich selbst gibt, über externe Faktoren gegeben sind. Und ich kann es ja nur dann aus meiner Familiengeschichte betrachten und sehe natürlich ein Stück weit Parallelen, muss ich ganz klar sagen, das habe ich vorher auch schon gesagt, ob es jetzt hier bei Trigema und Wolfgang Krupp ist, ist es löblich, dass jemand bis 80, 81, 82 die Firma lenkt und es dann an die Nachfolge weitergibt? Ist es löblich? Das ist eine gute Frage. Oder ist es eher das Problem, dass es den Leistungsdruck gibt und den Loslassschmerz und dass das vielleicht gar keine große Leistung ist, sondern das ist genau das Problem, weil es eben nur die Definition übers Außen, über die Arbeit gibt. Und da komme ich jetzt zu dem, wie ich es aus meiner Perspektive als Nachfolger sehe, was da meinen Vater anbetrifft. Das Thema dann loszulassen und da war es so, er hatte schon gesagt, mit 50, mit 55, er wollte da schon gar nicht mehr arbeiten. Ja, und dann war es dann nachher mit, wie alt war er denn, 50, 60, 40, 50.
Warte, muss ich gerade rechnen. Lass mich mal kurz rechnen. 40, 50, 55. Ja, mit knapp 60 soweit. Ja, und was kam dann? Dann kam das Loch. Dann kam die Lücke. Und eine Lücke ist erstmal nicht gut, die muss irgendwie gefüllt werden. Und das Problem ist, wenn man nicht vorher schon angefangen hat, die zu füllen, sondern dann ist er vom Arbeitsalltag vorher von 150%, Hans Dampf in allen Gassen, morgens der erste, abends der letzte, in ein Loch gefallen. Und das, was man sich vorher davon versprochen hat, naja, ich kann ja nicht mehr, ich will nicht mehr, ich bin ja froh, wenn ich raus bin. Das ist die Theorie. Und näher will ich da gar nicht drauf eingehen, sondern ich frage mich dann auch immer, Mensch, wie ist es denn bei mir in 20 oder in 30 Jahren? Erwischt mich das gleiche Schicksal, das ich nicht loslassen kann, weil auch ich bin davor nicht gefeit. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, das Thema Fußball, da bin ich jetzt wieder auf dem Fußballplatz und was war da? Habe ich vor oder mit Corona aufgehört und habe dann zwei Jahre später doch auch wieder angefangen, Fußball zu spielen. Vielleicht hat es mit dem Loslassen doch nicht so geklappt. Und dann kam ein Kreuzbandriss und dann musste ich loslassen, sozusagen.
Ja, gar nicht so einfach und deshalb glaube ich, ist tatsächlich auch die Nachfolge, egal in welchem Bereich, natürlich ganz speziell im Unternehmen, eine ganz besondere Veränderung, die es anzugucken gilt und deshalb auch die menschliche Komponente, weil die betriebswirtschaftliche, die rechtliche, ja, die ist auch wichtig und die muss man auch machen. natürlich, was ist das vorher für eine Gesellschaftsform? Wie überträgt man das? Was ist steuerlich zu berücksichtigen? Was sind Haftungsrisiken? Macht man Asset-Deal? Macht man Share-Deal? Für was wird das Unternehmen bewertet?
Ja, alles wichtige Komponenten. Alles wichtig. Und die gilt es auch zu definieren. Und das haben wir im Unternehmen hätten auch noch besser machen können. Gar keine Frage. Und doch auch die menschliche Komponente. Einmal von dem, der übernimmt. Von den Menschen, die im Unternehmen sind. Von den Geschäftspartnern, also Menschen meine ich jetzt das Team, die Mitarbeiter und natürlich auch von der übergebenen Partei. Ja, das gut vorzubereiten und das vernünftig zu strukturieren und die menschliche Komponente zu berücksichtigen und da manchmal auch Tacheles zu sprechen. Und ich bin ganz begeistert, ich habe letzte Woche mit einem gesprochen, der sagte, Mensch, meine Eltern, die sind jetzt auch in dem Prozess, die bräuchten da auch mal Unterstützung. Ich sage, du, gerne, gib meine Nummer weiter und wenn Sie Interesse haben, dann sprechen wir einfach mal. So, und so machen wir nach meinem Urlaub im August einen Termin, um genau das Thema mal anzugehen. Und da hat mich das Ereignis gestern ja tatsächlich auch nochmal selbst sensibilisiert. Und es ist jetzt Mut, es ist jetzt Stärke, es ist Schwäche, dass die Person damit an die Öffentlichkeit geht. Jetzt wird es wieder als Stärke ausgelegt, was ja grundsätzlich erstmal gut ist, wenn man offen ist. Und immer wieder die Frage, und deshalb habe ich mich auch da jetzt mal selbst hinterfragt, wie lange will man immer warten? Muss immer irgendwas passieren? Und worauf will ich noch warten, um das einfach nochmal aktiver anzugehen?
Einfach mit dem Thema rauszugehen und das Thema Nachfolge und die menschliche Komponente insgesamt geht gar nicht nur um das Thema Nachfolge, sondern einfach im Unternehmertum.
Wie sollte damit umgegangen werden? Wie will ich damit umgehen? Und wie gehe ich damit um mit meinem Firma, Fußball, Familie? Ist das viel zu komplex? Ist das nicht spitz genug? Ist das keine Nische? Es ist, wie es ist. So ist das Leben. Das passt zu mir. Ich will das einfach insgesamt alles haben, weil ich das merke. Und ich möchte es einfach auch hier so wiederholen in den Kabinengesprächen, auch heute wieder auf dem Weg in den drei Monaten, wie viel da schon passiert ist und wie viel Klarheit da jetzt reinkommt. Ja, natürlich auch mit ein bisschen Schmerz und zu gucken, den Weg zu gehen, welches ist der richtige Weg und wie kommen wir dann da gemeinsam auch schneller voran, um einfach Herausforderungen, die es gibt im Leben, auf die richtige Art und Weise zu lösen. Und das ist nicht einfach immer und alleine manchmal schon gar nicht sondern mit unterstützung mit dem blick von außen wie es einfach auch auf dem fußballplatz ist das ist das eine und dann komme ich jetzt noch mal zum fußball oder zum hobby allgemein da habe ich mir wirklich heute nacht heute morgen auch gedanken drüber gemacht.
Darf das ganze Leben nur aus Arbeit bestehen? Und ja, man wird dann dafür gefeiert als Vorzeigeunternehmer, aber was hat man nachher davon? Und ich überspitze es jetzt auch da, weil ich die Person eben auch verfolgt habe, jetzt über die letzten Jahre. Ja, jetzt hast du deinen eigenen Hubschrauber. Aber was hast du davon?
Und die Arbeit darf Spaß machen und das Business und dann ist es keine Arbeit. Super, ja. Und doch gibt es vielleicht mal noch was, was man noch was anderes braucht, ein Hobby. Fußball, Tennis, Häkeln, Stricken, Backen, Garten, Briefmarken sammeln, wenn es es heutzutage noch gibt, Pokémons fangen, was auch immer. Vielleicht einfach mal was anderes, was dann auch ganz wichtig ist und dazugehört. Und nicht immer alles nur im Business-Kontext, im Business-Kontext. Und befinde ich mich gerade in der Falle, habe ich dann überlegt. Wenn ich jetzt sage, Firma, Fußball, Familie und mein hier alles so managen zu können, wie ein Unternehmen oder einfach sollte man das eine oder andere auch mal, einfach Hobby und Spaß sein lassen und das so annehmen und das so leben und nicht immer zu meinen, ich muss überall noch besser und noch mehr performen und ja, da noch und da noch und höher, schneller und ist das wirklich so? Höher, schneller. Wirklich? Fragezeichen.
Aber das hat mich wirklich beschäftigt auch und, die menschliche Komponente die menschliche Komponente einfach insgesamt und natürlich bei mir selbst angefangen und ich bin ja auch nicht davor gefeit na klar, mache ich auch mal gute Miene zum bösen Spiel wenn es mir nicht gut geht, dann lächelt man noch mehr dann lächle ich noch mehr, nicht Mann, dann lächle ich noch mehr naja, alles gut und innerlich denkst du, was für eine Scheiße hab keinen Bock, irgendwie habe ich das Gefühl, ich drehe mich nur im kreis und der strudel geht nur nach unten.
Und was ist dann? Was bin ich? Wer bin ich? Über was definiere ich mich? Ist es nur die Arbeit? Von was kann ich loslassen? Und jetzt ist es ja auch so, es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Ja, loslassen muss ja vielleicht auch gar nicht so einfach sein, weil das zeigt ja auch, dass es Spaß macht. Aber es gibt halt immer gewisse Grenzen und irgendwann wird die Grenze überschritten und dann wird es zu extrem. Und dann komme ich jetzt nochmal ganz einfach zurück zu meinem Trainingslager, von dem ich gestern berichtet habe. Und das geht jetzt heute Abend los, Freitagabend, heute am 18. Juli. Und deshalb habe ich bewusst die Folge ein bisschen später aufgenommen, damit du heute nochmal was hörst. Entweder jetzt in den Freitagabend damit gehst oder sonst damit ins Wochenende starten kannst, weil jetzt kommt auf jeden Fall morgen keine Folge. Und ich gehe mal davon aus, am Sonntag auch nicht, sondern dass ich jetzt plane, nächsten Montag wieder weiterzumachen. Dass du da schon mal Bescheid weißt. Und ich habe gestern erzählt, ich habe einen Plan gemacht für das Wochenende, wo sich jeder eintragen kann. Ja, Verantwortung delegieren und dann geht es auch so, dass das durchläuft, ohne dass die mich brauchen und ich vielleicht am Freitag dann nach dem Frühstück schon gehen kann, und dann nochmal die Familienkomponente für den Tag nutze, weil da gibt es natürlich auch gewisse Erwartungen, Ansprüche, die ich dann gerne erfüllen möchte und die ich natürlich auch selbst habe.
Und dann geht es schon los. Naja, ist alles geregelt? Kann ich das? Darf ich das denn? Darf ich mir das erlauben? Jaja, das Thema Loslassen hat immer verschiedene Komponenten und die Wertigkeit und den Sinn und die Leidenschaft.
Und weißt du, gibt es die Ideallösung? Nee. Hab ich die? Nee. Ich versuche die für mich zu finden und ich animiere dich einfach dazu, die richtige für dich zu finden. Vielleicht gebe ich dir den einen oder anderen Impuls, aber auf keinen Fall wird es so sein, was für mich passt, dass das für dich passen muss und auch passen wird. Sondern da das eigene zu finden und ja, verdammt nochmal, das dauert mal, das kostet Energie, das kostet Nerven. Denkst du, jetzt stehst du schon am Abgrund und dann geht es doch nochmal einen Schritt weiter. Also die Herausforderung, das hat mich wirklich jetzt nochmal sensibilisiert. Die Frage ist dann immer, wie kann es so weit kommen? Und warum hat man dann die Stärke ist hinterher und nicht schon vorher? Verdammt nochmal, braucht der Mensch einfach diesen Hallo-Wach-Effekt, diesen Schmerz?
Gehört das einfach ein Stück weit zum Leben dazu? Wie auch immer, ich glaube, zum Leben gehört auf jeden Fall auch was zu leisten, zu lieben, zu leben und zu lachen. Und mal gibt es von dem einen mehr und mal gibt es von dem anderen mehr. Doch nie darf irgendwas gar nicht mehr vorkommen. Denn sonst, glaube ich, verliert man die Lebenslust, den Lebensmut, wie es dann so schön heißt, und wird dann lebensmütig. Was hatte ich vorhin gesagt? Ich weiß es gerade schon gar nicht mehr. Lebensmüde. Ach doch, so habe ich es auch hier. Naja, das Thema Loslassen, Nachfolge, überhaupt Mensch sein, gar nicht so einfach. Wenn ich da jetzt gerade noch zum Abschluss, lass mich das noch sagen, um nochmal einen anderen Bereich aufzumachen, an unsere zwei kleinen Kätzchen denke. Die werden wohl solche Gedanken nicht haben. Die kriegen es fressen. Die werden gestreichelt, wenn sie wollen. Ansonsten pennen sie, spielen miteinander und das ist doch auch schön, ein schönes Vorbild. Und so sage ich wieder Danke für heute, du nimmst aus der Folge mit, was genau für dich in dem Moment das Passende ist. Ich sende dir ganz liebe Grüße, sag, bleib mutig, dein Michael.