Du öffnest die tür kommst nach hause und denkst mensch schön jetzt den abend genießen und zack einmal nicht aufgepasst und schon stehst du kurz vor der katastrophe doppelter bänderis im rechten knöchel dabei auch noch blöd blöd oder unsanft mit dem kopf auf der fliese gelandet platzwunde und das alles nur, weil du Erwartungen hattest und die in der Familie nicht erfüllt wurden.

Ja, heute willkommen zur Firma Fußball Familie, deinem täglichen 15 Minuten Kick für mehr Klarheit, Mut und Energie. Und heute ist Freitag, Freitag der 13. Was für ein schöner Tag. Und wir machen jetzt heute den letzten Spielzug in der Erwartungswoche und schauen wir mal, wie es mit dem Bereich aussieht. Nach Firma und Fußball geht es heute um Familie. Und die Erwartungen, die uns dort begegnen, mal leise, mal laut, häufig unausgesprochen und doch immer irgendwie spürbar. Genauso spürbar wie das Szenario, was ich dir gerade erzählt habe.

Und es hätte natürlich nur in der Praxis so passieren können, dass die Tür aufgemacht wird, dass man sich einen doppelten Bänderriss holt und dass man unsanft mit dem Kopf auf den Fliesen bremst, weil mal wieder Schuhe mitten im Weg liegen. Und das von der jüngeren Generation. Weil Erwartungen, die die ältere Generation hat.

Und die jüngere Generation ganz anders sieht. Also weil Erwartungen nicht erfüllt wurden. Und dabei sind die doch im Grunde so einfach. Verdammt nochmal. Du kommst nach Hause, du ziehst deine Schuhe aus. Wow, das ist ja schon mal super. Und dann stellst du deine Schuhe ins extra dafür vorbereitete, wo der freie Platz ist, Schuhregal. So einfach. Schuhe ausziehen. Super. Drei Sekunden noch Zeit investieren. Schuhe ins Schuhregal stellen. Doppelt super. Iiiiit. Doch so funktioniert es nicht. Nein, es bleiben die Schuhe da stehen. Und dann versucht der schlaue Vater, den kann ich hier schon mal vorwegnehmen dem noch schlaueren Sohn zu erklären warum er die Schuhe ins Regal räumen soll und letztens war da eine schöne Szene er, also mein Sohn, spielt gerade Polizeikommissar draußen, und ich sage, Mensch, du bist Polizeikommissar, das ist ja super und weißt du, was ein Polizeikommissar auch immer macht.

Der räumt seine Schuhe weg, weil er für Ordnung sorgt. Da dachte ich, das ist richtig geil, was mir da eingefallen ist. Ich bin so schlau. Ja, und was war dann die Antwort? Papa, aber weißt du, wenn ich schnell los muss, dann ist es ja viel besser, wenn die Schuhe dastehen, weil dann kann ich schneller los zu einem Einsatz.

So sprachlos wie jetzt war ich da natürlich auch und musste dann auch grinsen und habe einfach anerkannt und die Niederlage mit Würde hingenommen und mich gefreut, wie schlauer es. Und dass einfach wieder meine Idee von der Erwartung und von der Vorstellung so nicht funktioniert. Also 1-0 für ihn. Ja und so ist es. Das Familienleben ist schön und manchmal ist es einfach auch nur ein Minenfeld und gerade ebenso auch ein Minenfeld voller Erwartungen. Anderes Beispiel. Ich will mich erholen und die Dame des Hauses will, dass ich das Bad putze. Und das ist ja noch das eine. Doch auf der anderen Seite ist es ja so, dass sie sagt, Mensch, das muss man doch sehen. Und nicht, nö, wird wieder was erwartet. Oder der Sohn soll den Rasen mähen, doch stattdessen spielt er lieber eine Playstation.

Oder dann will ich Rasen mähen, doch die Rasensprenger sind an und du stehst dann da. Denkst dir ein Klassiker, funktioniert ja wieder bestens.

Und dann manchmal ist es so und dann nehme ich wirklich das ja, ich habe dir ja gestern gesagt heute wird es ein bisschen hinter die Kulissen, ich finde es einfach auch auf der einen Seite so spannend und faszinierend und auf der anderen Seite natürlich manchmal auch ärgerlich ist ja gar keine Frage, denn manchmal ist es auch wirklich die Frage Mensch, wer hat da eigentlich was ausgesprochen, und vielleicht sagen wir es wirklich in zu wenigen Fällen einfach auch klar, wir denken es uns nur Mensch, das ist doch logisch oder das weiß man doch, und wenn es dann nicht passiert, dann sind wir enttäuscht, dann sind wir genervt oder wir schieben stille Vorwürfe, und das hat ja nichts mit Kommunikation zu tun, sondern es erinnert eher an Selbstsabotage und, manchmal ist es ja so einfach anderen schlaue Sachen zu sagen und sich selbst dann dran zu halten. Naja, das klappt dann manchmal nur halb so gut. Erinnere ich mich gerade wieder an eine Passage aus meinem Buch, Mut schlägt Krise, da gibt es auch den Bereich Kommunikation und da heißt es Kommunaktion. Also das mit den unausgesprochenen Erwartungen, das ist das Beispiel mit dem Bad.

Sagt meine Frau, Mensch, das Bad muss mal wieder geputzt werden. Ich sage, mhm. Na, dann sag es doch. Nee, das muss man sehen. Da brauche ich nichts sagen. Ja, also, da haben wir ein schönes Beispiel. Oder anders, das Thema Bad hatten wir jetzt, Schuhe hatten wir jetzt. Jetzt komme ich nochmal ein bisschen ausführlicher zum Rasenmähen. Also, ich mähe gerne Rasen. Ich finde es schön, eine aktive Betätigung. Man sieht hinterher klar, was man gemacht hat oder was man vielleicht auch noch nicht geschafft hat. Und manchmal ist die Zeit nicht so da. Dann wäre es natürlich auch schön, wenn das der Sohn macht. Das ist das eine.

Und dann wäre es natürlich auch richtig schön, wenn ich mir vorgenommen habe, Rasen zu mähen, dass da nicht vorher die Rasensprenger angemacht werden. Weil ich ja Rasen mähen möchte. Und wenn die Sprenge an sind und dann das Gras nass ist, das heißt entweder eine Verzögerung bei mir, weil ich warten muss, bis es trocknet, Verärgerung, die ist sowieso da, und eine Erschwernis dahingehend, weil wenn das Gras nass ist, ist es natürlich nicht so schön, weil sich der Rasenmäher schwerer tut und ich auch. So und dann könnte das Leben so einfach sein, wenn das alles nicht wäre wenn der Ärger nicht wäre und ja, vielleicht auch manchmal sich einfach immer mal wieder kurz innezuhalten und sich zu fragen, Mensch, was habe ich denn erwartet, was war denn meine Erwartung. Warum bin ich jetzt enttäuscht? Warum wurde das nicht erfüllt? Und eben die Frage, Mensch, habe ich das überhaupt gesagt oder habe ich es nur gehofft? Ich glaube, wenn du das schon merkst, gesagt oder gehofft?

Das verändert schon alles. Gesagt oder gehofft? Habe ich es gehofft, dass die Schuhe weggeräumt werden? Habe ich gehofft dass der sohn des rasen mit hat meine frau gehofft dass ich das bad sauber mache.

Oder habe ich es gesagt? Und das würde doch alles verändern. Ja, vielleicht reicht es dann sogar einfach zu sagen, ich wünsche mir, dass du heute das Bad machst. Ich wünsche mir, dass du heute das Bad machst. Kann ich so einen Wunsch abschlagen? Oder wenn ich zu meinem Sohn sage, ich hätte gerne, dass du den Rasen übernimmst. Klingt doch schon mal ganz anders. klingt simpel, ich glaube ein Stück weit ist es auch das, aber du musst es sagen und dabei fasse ich mich jetzt natürlich wieder an die eigene Nase und da passt wieder das mit zur Kommunikation, Kommunaktion.

Das zu sagen und nicht nur die stillen Erwartungen zu haben die unausgesprochen sind, und wenn die dann nachher nicht erfüllt werden und sind, dass es dann Vorwürfe gibt. Vor allem und insbesondere natürlich auch gerade in dem Bereich, über den wir heute sprechen, über den Familienbereich, weil es da natürlich eine ganz andere Beziehungsebene nochmal gibt, als im Firmenbereich, mit dem Beispiel, was wir da hatten, wenn es um so eine Bewerbersituation geht. Als natürlich auch im Fußball mit Training, mit Trainer, mit Spiel, mit Spielern, mit Mannschaft und hier jetzt in dem Familienbereich, wo es eben eine ganz andere Konstellation geben kann, ob es mit Partnern ist, ob es auch gegenüber den Eltern ist, als natürlich auch dann mit den Kindern.

Und was könnte es da manches vereinfachen? Ich wünsche mir, dass du heute das Bad machst. Ich hätte gerne, dass du den Rasen übernimmst. Ich bin dir sehr dankbar wenn du deine Schuhe.

Gleich wegräumst, obwohl da ist schon wieder so ein Wenn-Dann dabei ob das schon wieder ist wenn man wieder sagt ich wünsche mir, dass du die Schuhe wegräumst, Oder sogar noch nicht nur wegräumst, sondern ins Regal räumst, in dein Fach räumst. Das wäre vielleicht sogar das Präziseste. Also auch da siehst du Kommunikation, ist nicht gleich Kommunikation. Sensibilisiert mich jetzt auch gleich, da nochmal wieder mehr drauf zu achten, und eben zu schauen, wie kann ich auch manche Sachen formulieren und nicht nur erwarten. Und klar ist natürlich auf der einen Seite auch also die Erwartungen müssen nicht immer der Realität entsprechen das hatten wir jetzt gerade schon jetzt ist ja natürlich die Frage, sind Erwartungen schlecht? Würde ich jetzt so auch nicht sehen sondern ich glaube, sie geben so ein bisschen Klarheiten und natürlich Orientierung, und gleichzeitig ist es wichtig, darauf zu achten und die auch zu kommunizieren denn sonst ist es auch nicht gut für die Beziehungen, in der Familie und natürlich auch mit dir selbst.

Und wie immer, und das ist bei allen Bereichen so, es ist nicht immer nur ein Projektplan und natürlich auch bei der Familie, sondern auch da ein Spielfeld mit Menschen. Und das macht es auch so faszinierend, manchmal auch zum Haare raufen und zum Verrücktwerden und gleichzeitig so spannend und faszinierend. Einfach mit Menschen und manchmal denke ich mir dann selbst auch, was habe ich mir jetzt wieder gedacht oder was denken sich die anderen. Und ich glaube, wenn du wirklich willst, dass das Zusammenspiel klappt, dann reicht es eben nicht nur darüber zu denken, sondern auch darüber zu reden.

Und weil wir ja hier auch beim Reden sind, habe ich mir gedacht, mache ich morgen die Erwartungswoche voll und wir ziehen mal ein kleines Fazit. Mal gucken, ob wir da so eine Portion natürlich nochmal Energie, Humor mit reinkriegen, damit wir mal so einen kleinen Rückblick machen für die Woche, was das so mit den Erwartungen denn los war und ist.

Und vielleicht hast du ja auch so ein Gefühl Mensch, ob es in deiner Rolle im Unternehmen ist für dich in deiner Freizeit, also im Bereich Fußball, und oder in der Familie ständig Erwartungen erfüllen dass du Erwartungen erfüllen musst, die aber nicht deine eigenen sind oder dass andere Erwartungen erfüllen müssen die nicht ihre eigenen sind und willst du das gerne mal besprechen, dann melde dich doch gerne mal zum kostenlosen 7-Tage-Probetraining im Kabinengespräch an. Da können wir genau darüber sprechen und sei nicht verwundert. Das ist natürlich auch tatsächlich jetzt, was die Themen, alle drei, also auch der Familienbereich, der jetzt schon in den Kabinengesprächen mit starken Unternehmern hier auch zur Sprache kommen, weil das eben auch zum Leben dazugehört. Und deshalb heißt ja nicht umsonst dieser Podcast hier auch Firma Fußball Familie. Und wir gewinnen gemeinsam, denn dann macht es allen Spaß. Liebe Grüße, bleib mutig, dein Michael.