Schön, dass du da bist und wieder reinhörst. Willkommen zu Firma Fußball Familie. Deinem 15 Minuten Kick für mehr Klarheit, Mut und Teamgeist im Unternehmerleben. Ich bin Michael Metzger, der ruhige Trainer für starke Unternehmer und heute geht es um ein Thema, das mehr verändert als viele glauben und manchmal wichtiger ist als die beste Strategie und Taktik und zwar drei Buchstaben. M, U und Trommelwirbel, sehr gemein, man kennt ja die Podcastfolgenüberschrift oft schon und noch das T, MUT, Mut. Und aus meiner Sicht wird Mut oft missverstanden, denn was wird oft gedacht? Mut heißt laut zu sein. Mut heißt gegen alle und jedes anzukämpfen und Mut heißt auch keine Angst zu haben. Ich nehme immer das schöne Beispiel es geht jetzt hier nicht darum zu sagen, Mensch ich bin so mutig und ich springe aus einem Flugzeug ohne Fallschirm das ist Quatsch logisch, weil das wäre.

Übermut ich weiß gar nicht ob Übermut da reicht dafür nein und es muss auch nicht unbedingt heißen, dass Mut bedeutet, ich springe aus dem, Ich hätte fast gesagt, ich springe aus dem Fallschirm mit Flugzeug. Du weißt, wie ich es meine. Andersrum, ich springe aus dem Flugzeug mit Fallschirm. Ja, das kann vielleicht mutig sein, doch aus meiner Sicht wird darüber nicht Mut definiert, denn vielleicht ist es ja auch mutig, genau das nicht zu machen.

Denn aus meiner Erfahrung ist es eben so, dass Mut immer mit Menschlichkeit beginnt. Und was bedeutet das Menschliche, die Menschlichkeit? Naja, dass du für dich selbst guckst, beim Menschen, bei dir selbst. Was ist denn für dich Mut und was ist für dich jetzt wichtig? Und wenn das aus dem Fallschirm springt, sag mal, was habe ich denn heute? Dass das aus dem Flugzeugspringen mutig sein könnte, doch ist es vielleicht genauso mutig, das eben nicht zu tun, also manchmal auch Sachen nicht zu machen. Denn wenn ich manchmal so überlege, und jetzt mache ich mal den Schwenk, ob es auf dem Fußballplatz ist, in der Familie oder in der Firma, dass die, ich nenne es jetzt mal die lautesten Anführer, nicht die mutigsten sein müssen. Also ich sage jetzt mal ist wenn man zu hause in der kindererziehung rum schreit und da fasse ich mich jetzt bewusst an die eigene nase soll schon mal vorgekommen sein ob es der chef ist oder.

Da habe ich die eine oder andere Erfahrung mit meinem Vater. Und auf dem Fußballplatz, wenn es da eben mitspielende Trainer gibt. Die Fans lasse ich jetzt mal außen vor. Die stehen am Rand und spielen nicht mit. Die können auch unterstützen natürlich. Also dass da oft nicht die Mutigsten waren und sind, die laut sind, sondern die, die sich trauen und mutig sind, leise zu bleiben, wenn andere schreien. Und leise zu sein bedeutet ja nicht, sich ins Schneckenhäuschen zurückzuziehen, sondern eben mit Klarheit und Mut sich der Sache zu stellen und eben nicht durchschreien. Wie geht das schöne Sprichwort? Wer anfängt zu schreien, hat aufgehört zu denken. Das ist schon meine grundsätzliche Ausrichtung auch. Und ja, klar, jetzt nimm das nicht als Dogma, dass das nur immer so ist.

Manchmal könnte vielleicht auch der andere weg sinnvoll sein nur das sind dann aus meiner sicht jedenfalls die ausnahmen und genau das mutig und kritisch auch mal anzuschauen da geht es für mich los denn da spielen auch den doppelpass mit der menschlichkeit wer will sich schon gerne anschreien lassen und wie oft ist es so dass man selbst dann auch weiß mensch das war jetzt nicht so gut und da ist so ein anpfiff.

Für einen selbst nicht das Richtige. Und da den Mut zu zeigen, zu gucken, okay, wie reagiere ich da jetzt drauf mit Klarheit und Ruhe, wenn andere schreien, das finde ich da ganz wichtig. Und vielleicht ist es manchmal auch mutig, nicht was zu machen, sondern eben auch was nicht zu machen, um zum Beispiel auch zuzugeben, du, das weiß ich gerade auch nicht und es geht ja auch da nicht darum zu resignieren, sondern zu sagen, das weiß ich im Moment noch nicht. Ich kümmere mich drum.

Ebenso, dass mit Respekt, Menschlichkeit und echter Klarheit geführt wird. Und bitte, ich sage nicht, dass das einfach ist. Und ich sage auch nicht, dass ich das immer kann. Und ich sage auch nicht, dass ich ein Patentrezept dazu habe. Ich sage nur, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass es oft besser ist oder dass ich so reagiere. Und da hatten wir es ganz Anfang, es geht mit Menschen los, was passt für einen selbst, was passt für dich, was passt für mich. Ja, und klar kostet das manchmal auch Überwindung, weil sich menschlich zu zeigen, auch selbst, könnte ja auch was mit Verletzlichkeit und Schwäche zu tun haben und genau das sage ich, ist es nicht, sondern genau darin liegt einfach auch die wahre Stärke und das möchte ich gerne kombinieren. Der ruhige Trainer für starke Unternehmer. Und eben die Stärke, mutig auch mal hinzuschauen und Klarheit zu schaffen. Die liegt bei dir und dafür unterstütze ich natürlich gerne.

Denn was ist denn jetzt nochmal Mut? Habe ich jetzt gerade schon so ein bisschen beschrieben und es gibt natürlich viele Aspekte, Geschichten aus allen drei Spielfeldern, aus der Firma, aus dem Fußball, aus der Familie. Ein Beispiel habe ich auch schon mal, ich weiß nicht mehr genau, in welcher Podcast-Folge jetzt gebracht. Wenn es da dran geht, einen Elfmeter zu schießen, dann ist es zum einen mutig anzutreten und ich habe für mich erkannt, für mich ist es mutiger, Nein zu sagen, weil ich weiß, ich kann das nicht so gut, das ist das eine, also einmal erfordert es Mut, dem anderen das zuzutrauen und selbst zu sagen, okay, ist nicht meine Stärke, für den anderen erfordert es Mut anzutreten und dann auch zu schießen und dann ist es doch genauso, habe ich da beschrieben, wenn jemand den Elfmeter verschießt, warum soll ich den dann anschreien, ist doch niemand geholfen, sondern die wahre Stärke ist es dann eben dem Mut zu machen, zu sagen, komm, weiter geht's, wir erarbeiten uns die nächste Chance. Und dann eben auch ist es für mich mutig, genau in solchen Situationen oder auch in Krisensituationen, das Gefühl der Unsicherheit einfach auch auszuhalten. Nicht sofort darauf zu reagieren.

Und du kannst alles sofort beantworten, du musst nicht alles sofort beantworten. Denn es heißt ja auch immer so schön, Freiheit ist der Zeitpunkt zwischen, es gibt einen Auslöser und dann deine Reaktion, wie reagierst du darauf? Dazwischen gibt es einen Zeitraum. Du musst auf ein Ereignis nicht sofort reagieren. Die Freiheit ist es sich dann, ob es drei Sekunden, ob es zehn Sekunden sind, ob es eine Minute, ob es ein Tag ist, die Freiheit sich diesen Raum zu nehmen für deine Reaktion und eben auch mal für den Moment diese gewisse Unsicherheit auszuhalten und nicht sofort zu reagieren. Dasselbe natürlich auch, sich mal einen Fehler einzugestehen.

Es geht nicht darum, immer perfekt zu sein oder perfekt wirken zu wollen, sondern ehrlich zu sein. Das hat für mich auch wieder was mit Menschlichkeit zu tun. Perfektionismus weckt Aggression, habe ich mal irgendwo gehört. Und ich glaube, da gehört auch Mut dazu, eben zu sagen, Mensch, da habe ich nicht gut reagiert. Wie gesagt, so zu Fehler habe ich auch so eine ganz eigene Definition, aber ich würde jetzt einfach mal das als Fehler beschreiben, den einfach einzugestehen und dann es nicht so laufen zu lassen, sondern zu sagen, okay, komm, wie reagieren wir jetzt darauf? Was machen wir da draus? Das sehe ich so als zweiten neben der Unsicherheit, die Unsicherheit auszuhalten, den Fehler einzugestehen und dann würde ich auch noch sagen an dritter Stelle Mut ist es, andere groß zu machen. Erfolge zu teilen, Verantwortung zu übergeben und Vertrauen zu schenken. Ja, auch da gibt es den schönen Sprichwort, praktisch du musst dir mein Misstrauen erstmal verdienen. Also erstmal grundsätzlich Vertrauen zu schenken, vom Positiven aus zu gehen und das Misstrauen, wenn irgendwas nicht klappt, muss sich der andere erst verdienen.

Das habe ich dir gerade als Beispiel beim Elfmeter gegeben. Was fällt mir bei der Familie ein? Ja, ein Stück weit dem Kind die Freiheit zu lassen oder die Verantwortung zu übergeben, mit welchen Klamotten willst rausgehen. Brauche es eine dicke Jacke? Brauche es Mütze und Handschuhe? Nicht ich als Elternteil entscheide das, sondern schaue, wie kann ich andere groß machen? Ich kann ihn ja erstmal rauslassen und er kann für sich, Erst habe ich vom Kind gesprochen, jetzt sage ich vom Er, dann weißt du schon, dass es mein mittlerer Sohn ist. Ihn einfach mal machen lassen. Ich will ja nicht, dass er in der Antarktis barfuß und nur in Shorts rausgeht, sondern hier bei uns zu Hause, er kann es ja mal testen für eine Minute, für zwei und dann sieht er ja, dass er immer noch die Möglichkeit hat, eben Selbstverantwortung zu übernehmen und sich dann eine Mütze und eine Jacke zu holen, und einfach da das Vertrauen zu schenken, dass er auch für sich die richtige Entscheidung trifft.

Das Beispiel gibt es natürlich auch in einer Firma, dass ich nicht alles selbst machen muss und immer meine, ich muss auf dem Spielfeld noch alles machen. Das hatte ich in einer anderen Podcast-Folge auch schon mal genannt. Sondern da natürlich auch die Verantwortung zu übergeben und wenn es dann natürlich auch zu Erfolgen kommt, Es ist nie, Erfolg entsteht nie im Einzelnen, sondern immer im Team. Und deshalb heißt ja auch das Motto, wir gewinnen gemeinsam. Ja, und da gehört für mich einfach auch dazu, andere groß zu machen. Und das finde ich einfach toll und ist mir wichtig. Das habe ich schon jetzt erst auch wieder bewusst für mich aufgenommen, dass mir das wichtig ist, weil ich das beim Fußball einfach auch so gerne gemacht habe, dass die Mitspieler sich weiterentwickeln, dass die groß werden Und so kommen ja genau auch die Parallelen zustande zwischen Fußballfirma und Familie. Auf dem Fußballplatz, da habe ich als Kapitän die Mannschaft weitergespracht und gerade auch versucht, immer in schwierigen Momenten, wenn es um mich herum ein bisschen lauter wurde, da die Ruhe zu bewahren, die Unsicherheit auszuhalten und zu schauen, wie kann ich da die anderen begleiten befähigen unterstützen helfen und ich glaube das gilt im unternehmen.

Auf dem Sportplatz als auch in der Familie, dass einem die Menschen folgen. Nicht, weil ich da eine besondere Position habe. Klar, ist man in einer Chefrolle, ist man in einer Kapitänrolle, ist man in einer Vaterrolle. Sondern, dass es eben mit der Haltung und mit der Menschlichkeit losgeht. Und das Gleiche gilt eben auch in der Familie. Ja, brauchen die Kinder die Superhelden, Superhelden-Eltern oder brauchen sie einfach echte Vorbilder, die auch mal Mut zeigen, indem sie menschlich sind, verletzlich und das dann als Stärke einfach gesehen wird. Und deshalb lass mich dir so ein Stück weit zum Abschluss sagen, vielleicht ist eben heute der größte Mut nicht einfach so weiter zu kämpfen wie jetzt, sondern dir mal den Raum zu nehmen für die Unsicherheit und daraus kann dann die Klarheit entstehen.

Die Ruhe oder die Klarheit bringt Ruhe irgendwie habe ich da auch was in meinem Buch wie auch immer Also da einfach für den Moment dann präsent zu bleiben, ehrlich dir selbst gegenüber zu bleiben und dann eben auch klar zu führen, klar dich selbst zu führen und damit überträgt sich das eben auch auf andere. Und wenn du jetzt jemanden brauchst, der dich auf diesem Weg begleitet, ich bin da. Gerne im nächsten Kabinengespräch 15 Minuten, die dir Mut machen. Danke für heute, dass du dabei bist bei Firma, Fußball, Familie. Wir gewinnen gemeinsam. Freue ich mich drauf. Bis dahin, bleib mutig. Liebe Grüße, dein Michael.