Herzlich Willkommen zu einem Speedtasting. Servus. Es ist das alte Spiel, der Michi ist hier. Genau. Das ist das alte Spiel, der Lars ist nicht da. Der Lars ist nicht da, denn er weilt noch im wohlverdienten Urlaub. Wahrscheinlich stößt er im Geiste mit uns an. Ja. Wir haben einen Wein, den wir in zehn Minuten bewerten. Jeder von uns kann zehn Punkte geben. Lars wird interpoliert und schauen wir mal, was am Ende bei rauskommt. ist rot, das gefällt mir, aber mehr weiß ich noch nicht. Michi, klär mich auf. Es ist ein Lagrein. Also wir sind im Südtirol, wir sind bei der Kellerei Schreckbichl in Eppan an der Weinstraße. Das haben wir schon ein paar Mal. Schreckbichl, oder? Hatten wir auf jeden Fall schon. Ich glaube auch Lagrein hatten wir schon, noch mal zur Erinnerung. Lagrein, eine Rebsorte, die eigentlich und vor allem in Südtirol wächst. Autochton aus Südtirol. Eine Kreuzung aus Spätburgunder und Vernatsch, also Trollinger. Die gibt es aber auch schon seit dem 14. Jahrhundert. Wieso heißt Vernatsch eigentlich auch Trollinger? Weil ja in Südtirol Vernatsch heißt. Aber eigentlich bei uns heißt er Trollinger. Aber Vernatsch irgendwie besser klingt, finde ich auch. Ja? Ja.
Also Vernatsch ist Südtirol. Also es gibt keinen Vernatsch aus Deutschland.
Aber auch in Deutschland gibt es gar nicht so viel Trollinger. Wobei, wenn ich vor kurzem mal einen... Kann sein. Also rein sollte eher seltener. Und ich habe lustigerweise, jetzt ist es Schreckbichel, auch eine Kantina. Ich habe gerade in Düsseldorf auf der Pro-Wein auch wieder die Jungs getroffen von der Kantina Terlan. Du erinnerst dich noch an die beiden, die übrigens unseren Podcast auch mit der Chandra Kurt gehört haben. Und das war richtig spannend. Das hat mir auch gefreut, wenn Winzer, also der Willi, der Kellermeister, der Wolfgang, der Verkaufsleiter, die noch beide bei uns waren, haben unseren Podcast gehört. Und kannst du dich erinnern, die haben damals erzählt über die Geschichte des Gewürztraminas, weil der auch da eine große Rolle spielt und die haben diesen Professor, jetzt waren die beim Essen und der sagt, er isst beim Steak auch, wenn er ein Steak isst, trinkt er immer ein Glas Lagrein dazu, weil er Südtirol ist, aber weil im Rotwein auch Antioxidanten sind, die dir helfen, das Fleisch quasi besser auszugleichen. Ah, okay. Und deswegen macht er das, weil es gesund ist. Als gesund ist, aber... Ob ich das sagen darf im Podcast reinnehmen, aber jetzt habe ich es schon gesagt. Was würde Nils Behrens dazu sagen? Was würde die WHO sagen?
Aber das hat der Professor gesagt. Ich glaube, man darf ihn auch nicht zitieren. Deswegen sage ich auch nicht, wie er heißt. Ah, okay. Ja gut, aber vielleicht hat er, manchmal haben wir ja auch solche Informationen, wenn man nur fest genug dran glaubt, ja auch nochmal so einen kleinen Erzählbuch. Ja, ich weiß, du bist da sehr kritisch, aber ich glaube da immer noch dran.
Das Spannendste überhaupt, Axel, finde ich. Und das stimmt. Also, du wirst 86, du wirst 89 und ich werde 86, weil ich viel mehr Wein trinke als du.
Und weil du viel gesünder und lebensverlängerner und so weiter. Das Problem ist aber, die drei Jahre, die du länger lebst, die kriegst du nicht jetzt mit Ende 40. Nein, die kriegst du am Ende deines Lebens. Mit 86 weiß ich nicht, ob ich noch was sehe, ob ich noch laufen kann, ob ich noch kleiner bin, ob ich inkontinent bin, who knows.
Und dann wäre es schlimmer, nicht sterbe, aber dass ich sterben werde, ist ja klar. Also diese drei Jahre, die ich dann noch lebe, weiß ich nicht, mit wie viel Lebensfreude ich sie habe, wenn ich aber davor die anderen 86 Jahre einfach Freude hatte und Spaß hatte und rein mit tollen Menschen und so weiter. Und das ist das Problem in dieser ganzen Diskussion. Aber jetzt... Ja, aber nee, es ist gut, aber gehe ich total mit. Ich finde das auch irgendwie total sympathisch. Also Leute, die halt so ein bisschen, im Genuss Menschen sind und das Leben in vollen Zügen irgendwie auskosten und sich da nicht jetzt irgendwie... Man ist ja schon bedacht, diese ganze Diskussion hat ja schon geholfen. Wir sagen ja nun oft, trinkt weniger, trinkt dafür was Gescheites. Und wir stehen ja auch dafür, für solche Weine. Wir wollen im Podcast ja jetzt nicht die Zeit verschwenden mit irgendeinem Mist. Und ihr solltet zu Hause auch nicht so ein Mist trinken, weil das Leben zu kurz ist. Oder wurscht, ob 86 oder 89 oder 73 und dann kriegst du übermorgen eine Diagnose aus dem Weinkeller voll und das saufen dann die Erben und dann ist es auch weg. Also von daher trinken wir jetzt diesen Lack rein. Warum? Ich habe ihn ein bisschen gekühlt, eine coole Temperatur. Das kann man sehr, sehr gut machen. 13 Alkohol. Wie viel Grad ist er jetzt? Was willst du sagen? Ich denke, warte mal, lass mich probieren.
Ich denke, der ist bei 14 Grad. Also ist schon relativ kühl, aber ich mag es. Du hast ein bisschen Beeren und dann aber auch ein bisschen Zimt. Zimtstange. Okay. Vanille. Ja, Vanille würde ich auch sagen. Also fast ein bisschen. Aber ziemlich viel Alkohol. Kirsche. Ja, 13. 13? sind. Er schmeckt brennig, finde ich. Ja. Irgendwie ja. Also ich finde ihn sehr, sehr fleischig, saftig. Ich glaube, er ist gar nicht im Holz. Ich glaube, er ist nur im Edelstahltank. Holz hat, glaube ich, gar keinen großen Impact. Er ist ja ein junger Wein. 24 lag rein. Kostet 13,90 Euro. Das sage ich auch schon gleich mal.
Hat sie ein bisschen Grip oder so, also irgendwie, sind das die Tanniner, die, ja, hat ein bisschen dieses Herbe, diesen Gerbstoff das ist eher von den Traubenschalen eben nicht vom Holz, kann ja gar nicht sein was aber auch gut ist, gibt Spannung aber, ist jetzt unkompliziert finde ich, aber jetzt auch nicht ganz anspruchslos. Ist relativ hell von der Farbe, da haben wir, glaube ich, Leute schon ein bisschen das Problem mit Lacrain auch, wie sie es auch mit dem Spätburgunder haben, wenn die Farbe eben zu hell ist, aber, Was ist denn das Schlimme daran, wenn die Farbe zu hell ist? Ja, viele, also ich weiß nicht, ob das noch so ein Oldschool-Denken ist, aber ich höre es schon immer wieder, der kann ja nichts sein, wenn der so hell ist. Ach so, okay. Da ist es noch in den Köpfen der Menschen. Vielleicht ist es auch eine Generationenumfrage. Ich glaube.
Dass die jüngeren Menschen da jetzt nicht mehr so viel Wert drauf legen, weil wir ja auch seit 15 Jahren unfiltrierte Weine, naturtrübe Weine und so weiter auch reüssieren, wo man früher gesagt hat, ich habe Wein bestellt und keine Apfelschorle. Was haben Sie mir eingeschenkt? Und das hat sich ja auch geändert, so ein Stück weit. Aber diese Orange-Weine, die auch orange aussehen, polarisieren vielleicht immer noch auch, wenn das Auge gleich am Anfang. Oder ich hatte jetzt tatsächlich auch ein Rosé von Münzberg probiert, gerade kein Rosé, ein Grauburgunder, der auch so eine Farbintensität hat, einfach in dem Jahr. Und dann habe ich gefragt, wusste ich mir auch nicht, also sagt das Weingesetz oder die Weinkontrolle dann, dass es überhaupt ein Weißwein ist? Und er sagt, ja, ja, unabhängig von der Farbe, wenn er aus weißem Trauben ist, und das weiß man, dass der Grauburgunder einfach, wenn der ein bisschen eine Reife hat, dann eben in dieses sehr roséfarbe, kupferfarbe reingehen kann. Es ist ja erstaunlich, dass das Weingesetz regelt so vieles. Ja, aber das regelt ja auch. Wenn es vom weißem Trauben ist, ist es ein weißem, auch wenn er noch so dunkel ist, so ungefähr. Aber der lag rein. Aber so ein Blond de Noir, müsste dann ja eigentlich ein Rotwein sein, oder? Es muss ja dann Blond de Noir draufstehen. Es steht ja jetzt nicht Cabernet Weiß drauf. Ach so, ja, okay, gut.
Das ist einer der besseren Lackereien meines Lebens. Ja? Ja, ich finde das richtig gut. Sehr gut. Also für das, was es ist, für jeden Tag, für unkompliziert, für abends. Ich hau was auf den Grill, nimm so ein Glas und freue mich einfach. Ich habe den ganzen Tag nachgedacht schon, musste mir den ganzen Tag das Hirn zermatern. Und jetzt will ich mir nicht das Hirn aus dem Leben schießen, sondern einfach nur ein schönes Glas Wein trinken, gut gekühlt. Mit einer Frische, das mich nicht nervt, das mich nicht anstrengt, das mich nicht gleich besoffen macht.
Ich gebe ihm 9. 9? Wow, nicht schlecht. Ich wäre eher bei 6, ehrlich gesagt. Krass. Aber auch 7. Bei uns ist ja, wir haben ja nicht so eine große Bandbreite. Also unter 5 habe ich noch nie eine Bewertung gegeben. Also ich hoffe, dass ich nie einen Wein mitbringe, der unter 5 hat. Ja, das kann sein. Weil dafür bin ich ja da, dass ich sicherstelle, dass das gar nicht erst auf den Tisch kommt. Ja, das ist gut. I'm your private sommelier. Yeah, sehr gut. Das machst du wirklich hervorragend. Es ist einfach, glaube ich, nicht mein Stil. Also ich bin vielleicht nicht so bei Lagrein irgendwie zu Hause. Bleibt mehr für mich. Bleibt mehr für dich, genau. Ja, was würde Lars denn jetzt wohl sagen? Ja. Also 9 und 6 sind 15, ist er beinahe 7,5. Ich kann es schwer einschätzen. Ja, also dann sind wir so bei 23 vielleicht, oder? Ich glaube, ja.
Also ich glaube, es ist alles schon gesagt über diesen Wein. Ich bin da immer wieder begeistert, was die in Südtirol für Weine machen, diese Kellereien. Das ist schon spektakulär. Und Schreckbichl arbeite ich jetzt auch schon länger zusammen. Auch die weißen Sachen, die Top-Sachen, fantastisch. Tramin habe ich wieder probiert ich war bei Terlan und und und das ist schon echt, das ist schon sehr sehr gut, es ist nie ganz günstig, aber ich finde 14 Euro für eine wirklich, wirklich gute Flasche kann man sich echt drüber freuen nichts wo man seinen Enkelkindern drüber berichtet wird aber auf jeden Fall etwas wo man sagt da habe ich noch ein Glas im Kühlschrank, trinke ich morgen aus Sehr gut, aufs Leben Ciao.