Ich bin heute so ein bisschen angeschlagen, also es ist wirklich wahr, ich habe gestern einen sehr guten Freund getroffen und wir haben viel, zumindest ein bisschen Alkohol getrunken und das war ein wunderbarer, wirklich ein ganz, ganz, ganz toller Abend. Und es war richtig schön, aber in der Nachbetrachtung, jetzt ist es halt... Leidest du? Ja, ich leide ein bisschen.
Und dann über Wein reden. Und dann über Wein reden, ja, aber das zeigt so ein bisschen diese beiden Seiten. Also Wein kann so toll sein und er kann so doof sein. Und heute haben wir zwei Gäste da, die sich daran gemacht haben, irgendwie best of both worlds zu finden und den Wein zu einem Produkt zu machen, den man genießen kann, aber am nächsten Tag sich nicht so fühlt, wie ich mich heute fühle. Und sie haben einen alkoholfreien Wein zusammen gemacht und dafür waren sie prädestiniert. Die beiden kennen sich seit Ewigkeiten, ich glaube seit 30 Jahren habe ich gerade gehört. Seid ihr Freunde? Der eine ist Spirituosenhändler und Sommier. Du hast Holger Düker. Und Weinhändler. Und Weinhändler, genau. Das bist du, Holger Düker. Du kommst eigentlich aus Hamburg. Ja. Hast hier die Enotheker gekauft und betrieben. Immer noch. Und immer noch. Und wohnst jetzt aber am Tegernsee. Und hast da den Tegernseer Spiritosen. Genau, Tegernseer Spiritosenmanufaktur. Vor mittlerweile auch schon acht Jahren gegründet und produziere dort in erster Linie meinen Gin Lago, den Gin vom Tegernsee. Genau, wer es bei YouTube sieht, der sieht, da steht jetzt ein Hoodie und da steht drauf Nia San Gin. Genau. Nia San Gin. Das zeigt schon einiges. So, der andere ist Nils Behrens. Und Nils, du bist Gesundheitsexperte.
Du bist Host eines Podcasts, Healthwise. Und du vertreibst, glaube ich, auch Nahrungsergänzungsmittel. Und du warst früher bei ... Wie hieß das? Lanzerhof. Genau, vom Lanzerhof, genau, und bist Dozent an der Fresenius. Und deine Themen sind ganzheitliche, also Gesundheit und Longevity. Und da habt ihr dann eure Interessen offenbar zusammengebracht. Nils, ich glaube, du bist auf Holger zugekommen und hast ihm den Floh ins Ohr gesetzt, äh, alkoholfreier Wein. Und du hast immer gedacht, das ist nix. Aber jetzt ist er da. Wir haben hier auf dem Tisch den Pinot Gris alkoholfrei. Und darüber wollen wir sprechen. Und wir sind natürlich zu viert, denn der liebe Michi, den ich leider vergessen habe bis jetzt, ist auch dabei. Nicht dabei ist der Lars. Aber der hätte hier auch gar nicht mehr so richtig rangepasst ins Studio. Und bevor ihr gleich eure Geschichte erzählt, sage ich für alle, die sagen, jetzt scheide ich euch wieder ab, weil ihr schon wieder nur Alkoholvermacht. Ich habe auch noch drei Beine mit Alkohol mitgebracht.
Da können wir ja gleich noch was da drauf geben. Es geht ein bisschen Programm, weil es gibt auch einige unserer Hörer, die gesagt haben, nach dem wirklich Dry January mit allen trockenen Vollfolgen und den Speedfolgen, so macht ihr bitte mal wieder Wein, weil das ist ja eigentlich ein Bein-Podcast. Also bitte bleibt dran, es lohnt sich auch, was danach noch kommt. Aber jetzt geht es natürlich erstmal um euch und eure Geschichte. Also auch von mir herzlich willkommen, wie schön, dass ihr da seid. Und man muss vielleicht noch dazusagen, weil du bist auch Buchautor und hast ein Buch geschrieben, das heißt Spaziergang zur Unsterblichkeit. Ganz genau. Wahnsinn. Toller Name erstmal. Herzlichen Glückwunsch. Seit wann gibt es dieses Buch? Seit dem 18. Februar. Okay, also das ist ja noch warm, frisch gedruckt.
Warum? Warum hast du dieses Buch geschrieben? Ach, ich bin tatsächlich, so wie Axel es eben gerade gesagt hat, jetzt schon relativ lange in dieser Gesundheitsbranche unterwegs und habe seit 2019 meinen ersten Podcast damals gemacht. Das war so lustig, da waren wir relativ zeitgleich, glaube ich. Also wie lange gibt es jetzt den? Sechs Jahre. Sechs Jahre, ja. Deswegen, es kommt fast hin sozusagen. Ich weiß noch genau, wie wir uns da in der Hanselounge unterhalten haben, Michael und ich, und sagen, dass wir jetzt beide Podcaster sind. Und dass sich dadurch natürlich ein völlig neues Feld aufgetan hat. Und durch diese ganzen Interviews, die ich gemacht habe, ich habe so wahrscheinlich schon über 350 Leute jetzt zu dem Thema Langlebigkeit interviewt, habe ich natürlich dann auch eine Menge Informationen, Wissen so zusammengesammelt. Irgendwie hatte ich das Gefühl gehabt, ich möchte das gerne einmal komprimiert teilen, weil es sollen sich ja nicht alle durch die 350 Folgen dann hören müssen. Und dadurch ist dieses Buch dann entstanden. Und es war mir auch so ein Herzensanliegen, muss ich an der Stelle sagen, weil ich finde diese ganze Longevity-Szene auch mittlerweile wirklich so ein bisschen anstrengend. Ich distanziere mich davon auch so ein bisschen. Ach, wie sympathisch.
Weil es wirklich so ein etwas, das ist fast so wie dieses Veganismus sozusagen. Früher hat man diesen Bits gemacht, woran erkennt man einen Veganer, er erzählt es dir. Und so ähnlich habe ich das Gefühl, diese ganze Longevity-Szene, die ist so extrem geworden, so dogmatisch und so, wo ich immer das Gefühl habe, dass viele von denen auch gar keine Freude mehr am Leben haben. Und dann denke ich mir, warum sollte ich das denn noch länger verlängern? Und ich nehme wirklich so, wie dieses Buch sagt, meine LeserInnen mit auf einen Spaziergang und gehe durch die verschiedenen Welten der Langlebigkeit. Also was ist relevant? Und dann schaffe ich es, glaube ich, ganz gut anhand von Bildern zu erklären, warum das wichtig ist, welche Wirkung das auf unser Körper hat. Und dann kann jeder für sich entscheiden, was in mein Leben passt und was ich auch bereit bin dann eben zu tun. Und da ist auch das Thema Alkohol an der Stelle drin. Und dann sage ich eben halt, es gibt immer wieder Leute, die sagen, ja, dieses eine Glas Rotwein, das ist schon irgendwie ganz gesund.
Stimmt das? Das stimmt nicht. Also alles, was man an Studien hat über Alkohol.
Da sind Stoffe drin, die gesund sind, aber das Ungesunde überwiegt halt immer. So, also ich kann es euch genauer sagen, das Rotwein-Thema, das werden wahrscheinlich die einen oder anderen von euren HörerInnen schon gelernt haben, da ist ja der Resveratrol als Stoff drin und deswegen, umso, ich sage immer, härter das Anbaugebiet ist, desto mehr Resveratrol ist da auch drin. Das heißt also, Resveratrol ist gut für die Langlebigkeit. Aber, um die Dosis zu erreichen, die überhaupt in Studien eine relevante Wirkung gezeigt hat, müsste man 75 Flaschen am Tag tragen. So, also selbst Gerard Departieu hat in seiner Glanzzeit nur 14 am Tag geschafft. Das heißt also 75. Das war schon nicht schlecht. Das war schon eine staffige Leistung. Aber es ist eigentlich interessant. Ich habe in dem letzten Podcast mit Chandra Kurt so ein bisschen drauf rumgehauen auf dieser Studie, die du mitgebracht hast. Und ich habe mich danach aber nochmal mit einem Freund auch über die Studie unterhalten. Das war keine Studie, das war aus der FAZ ein Bericht eines Internisten, der eben was anderes sagt. Was die Gefäße und Schlaganfallrisiken und so weiter, das auch in dieser WHO-Studie auch drinsteht, in der auch steht, jedes Glas Alkohol ist schädlich. In der steht es dann genauso drin. Das heißt, das, was ich mitgebracht habe, war nur ein Artikel mit einer Schweizer Journalistin, die 40 Weingüter befragt hat. Also das Interessante ist auch tatsächlich an der Stelle, ich muss auch sagen, ich habe ja in all meinen Folgen, wenn wir mal das Thema Alkohol angeschnitten haben, gab es nur einen einzigen, der gesagt hat, Alkohol hat eine positive Wirkung.
Und ihr werdet ja nicht glauben, wer es war. Der Neurologe. Okay. Das ist ausgerechnet der Arzt, der sich mit dem Gehirn beschäftigt, der eben tatsächlich sagt, es hat eine gewisse produktive Wirkung auf das Thema der Neurodegeneration. Das heißt also Alzheimer und Demenz. Und das heißt also, das ist im Grunde genommen, eigentlich das nennt sich in der Fachsprache Hormesis. Das heißt also, diesen Stressfaktor sozusagen, den man damit eben halt auslöst, der scheint eben halt positiv insgesamt eben halt für als Protektion für eben halt solche Erkrankungen zu sein. Also, aber nochmal, du kannst auch, das ist auch so, es gab mal eine Studie, die gesagt hat, Ketchup ist gut gegen Krebs. So, das liegt daran, dass da Tomaten drin sind. Das heißt also, da ist eben halt eine ganze geringe Dosis sozusagen der Tomaten, die eben halt einen schützenden Faktor für das Thema Krebs hat. Aber man muss ja immer gucken, was dann eben halt die anderen negativen Faktoren sind. Das heißt also, wenn man isoliert die eine positive Wirkung sich anschaut, wie jetzt eben halt in dem Fall das Thema Protektion der neurodegenerativen Erkrankung, dann muss man sich eben halt anschauen, was ist mit dem Rest passiert.
Einfach isoliert, positive Wirkung, findest du bei ganz vielen Sachen. Das ist auch beim Thema Bier, da sind ganz viele Vitamine drin und solche Sachen. Also von daher, du findest das immer alles. Aber man muss eben halt sich anschauen, wenn man sich beides auf die Waage legen würde, einmal die positiven Eigenschaften und die negativen Eigenschaften sind die negativen Eigenschaften immer um ein Vielfaches höher. Also wenn man jetzt lang leben möchte, dann würde man keinen Alkohol trinken, ist das richtig? Es kommt ja drauf an.
Nein, es gibt immer ein Aber. Ja, weil man muss ja wirklich sagen, das Buch besteht aus sechs Kapiteln und das unterschätzteste und wichtigste Kapitel und das ist auch das, wo die Journalisten jetzt alle am meisten draufgegangen sind, weil da wirklich noch keiner so viel drüber geschrieben hat wie ich, ist das Thema gute soziale Kontakte. Und das ist so interessant, dass das so wenig beachtet ist, weil Einsamkeit ist ungefähr so ungesund wie 15 Zigaretten am Tag zu rauchen. Das meine ich nicht nur metaphorisch, das kann man messen. Und auf der anderen Seite ist es eben halt so, dass die längste Longevity-Studie der Welt, die Harvard Grand Study, die läuft seit über 70 Jahren. Und sind 4500 bisher nur Männer, jetzt sind mittlerweile Frauen auch reingekommen, untersucht worden. Und da ist der einzige gemeinsame Faktor, den man eben feststellen kann, ist, dass die Qualität der sozialen Kontakte die beste ist. Und ich kann jetzt wiederum sagen, dass ich meinen Franz Holger vor über 30 Jahren auf einem Pfingstwochenende auf Sylt im Kampen kennengelernt habe und sein Bier umgeschmissen habe aus Versehen. Das heißt, ihr könnt euch vorstellen, da war auch Alkohol mit im Spiel.
Glaubst du eine Schwiererei hinterher? Nein, nein. Aber ich will nur einfach sagen, deswegen, man muss ja immer so ein bisschen gucken, dass für viele Leute eben halt auch irgendwie so soziale Verbindungen häufig mit Alkohol einhergehen. Und deswegen würde ich jetzt nicht sagen, du kannst jetzt nicht einfach sagen, Alkohol ist kategorisch schlecht für die Langlebigkeit. Weil wenn sozusagen Alkohol für dich ein Vehikel ist, um geselliger zu sein. Dadurch sich neue Freundschaften ergeben, dann würde ich sagen, kann man ja sich überlegen, wie häufig man auch Alkohol trinkt, wie häufig man sozusagen dadurch dann neue Freundschaften schließt und dann in der Summe, wenn man es jetzt vergleicht, 15 Zigaretten am Tag oder vielleicht ein- oder zweimal im Monat Alkohol trinken, dann würde ich sagen, es ist besser nicht einsam zu sein. Wobei ich glaube, also das eine ist ja das Reine, was es den Körper macht, aber was ist denn mit der Seele, mit dem Seelenheil, mit der, wenn man ein Glas Wein, ein besonderer Wein, der einen sogar berührt, man kennt den Winzer, man fühlt quasi, man fühlt ein Glück, das man ohne das nicht macht. Hat das nicht auch einen Faktor?
Ja, es ist ja ein bisschen auch eine Frage der Konditionierung, muss man ja in fairer Weise auch so sagen. Also ich kann dir jetzt eben sagen, ich kann mich an viele Momente, insbesondere so Sonnenuntergänge erinnern, wo man dann saß, wo man dann eben hat ein gutes Glas Wein oder ein Bier oder ein anderes Getränk, Negroni, irgendwie sowas da vor sich hatte und dann einfach diesen Moment dadurch noch mehr zelebrierte, definitiv. Aber das ist ja natürlich alles nur eine Art von Konditionierung in dem Sinne. Das heißt also, wenn du sozusagen dein Leben lang nie Alkohol getrunken hast, dann bin ich mir ganz sicher, dass diese Menschen eben halt diesen Moment auch genauso ohne Alkohol zelebrieren können. Wenn man, ich kenne ganz viele Leute, die sich gar nicht vorstellen können, ein Abendessen, sag ich mal sowas, zum Abendessen was anderes als Wein zu trinken. Dass das mittlerweile so sehr drin ist und das einfach zu einem guten Essen dazugehört. Deswegen finde ich es eben halt so schön, kleiner Übergang zu dem, weswegen wir hier heute auch sind, dass man eben halt mittlerweile auch, Getränke anbieten kann, die eh nicht interessant sind. Eben halt in Form von alkoholfreien Wein, die dann idealerweise auch wirklich noch schmecken wie man. Der Michi zum Beispiel ist ja ein Sonderfall, weil ich glaube, du erlebst Glücksmomente, wenn du Wein trinkst und das muss wahrscheinlich alkoholischer Wein sein, damit du diese Glücksmomente erleben kannst. Ja, so einen richtig alkoholfreien Glücksmoment hatte ich noch nicht.
Aber vielleicht gibt es den jetzt gleich. Gibt es den jetzt gleich, aber Aber ich glaube eben, natürlich ist es die Dosis und das macht es so schwer zu sagen, was ist ein Glas Wein, wie groß bist du, wie schwer bist du, Mann, Frau, körperlich. Also deswegen kann man es eben nicht messen. Und ich glaube, dass es aber Trends gibt, dass die Weine leichter werden, dass sie weniger Alkohol haben, dass sie naturnah, weniger Schwefel, all diese Dinge, die vielleicht auch nicht gut sind für den Körper. Aber es bleibt am Ende immer noch Alkohol komplett verstanden und immer die Gefahr und ich kenne auch alkoholkranke Menschen und davon kenne ich einige, logisch, weil davon lebe ich eigentlich ein Stück weit. Und man weiß, was Alkohol anrichten kann, wie fies das ist und wie man da allein gar nicht mehr rauskommt. Ich will es auch gar nicht kleinreden.
Ich sehe es an meinen eigenen Kindern teilweise komplett spaßbefreit, dass meine Tochter mir sagt, jetzt trinkt es auf dir schon wieder, wenn ich mal eine Flasche Wein mit meiner Frau aufmache. Und ich sage, jetzt ist die erste Flasche in den letzten drei Wochen, ich weiß nicht, und wir wollen die gar nicht heute komplett austrinken. Aber man hat das Gefühl, ich muss mich da von meiner 18-jährigen Tochter rechtfertigen. Und dieses Verteufeln, das finde ich, ist mir zu schwer schwarz und weiß, auch wenn es vielleicht, diese WHO, das war das Hauptproblem. Und dann bin ich traurig, weil vor zwei Tagen hat das Weingut von Höfel an der Sage gesagt, wir hören auf, es lohnt sich nicht mehr für uns. Ein VDP-Weingut, das Weingut Dr. Wagner letztes Jahr im Sommer auch von der Saar. Das sind zwei VDP-Weingüter, die einfach gesagt haben, wir kriegen das nicht mehr hin und das ist vielleicht auch ein Grund. Nun kann man sagen, es ist Überproduktion und hat tausend andere Gründe, warum das nicht funktioniert und ist zu schwer und Mindestlohn und all das stimmt, aber ein Stück weit ist es auch Kulturweingüter, sind das Kulturweingüter, die seit hunderten von Jahren gibt, die Tradition von Familie zu Familie und irgendwann muss jemand sagen, es lohnt sich nicht mehr für uns Und das macht mich erst mal sehr, sehr traurig und auch emotional logischerweise an der Stelle. Aber damit uns jetzt nicht komplett die Laune verliert, ich habe wirklich noch zwei Weine mitgebracht, würde ich gerne, Holger, fragen, wie bist du herangegangen? Es gibt ja nun jetzt schon ganz schön viele alkoholfreie Weine. Wo hast du gesagt, wo hebt ihr euch ab jetzt mit eurem Longevino?
Im Prinzip der Name war eigentlich die Grundidee also Nils aus seiner Profession und letztendlich durch sein Tun habe ich halt immer mehr Einblick wollen wir vielleicht einfach mal reinriechen und mal den ersten Schluck probieren, Grauburgunder, das weißt du, weil du den Podcast nicht so hörst, wäre jetzt nicht nur meine favorisierte Rebsorte. Aber ich kann natürlich verstehen, warum es ein massentaugiges Produkt zu machen, nimmt man etwas, was die Massen auch trinken. Genau, das war eigentlich so die Grundidee, weil mein Grauburgunder, wo normalerweise so ein lustiges Etikett draufsteht, wie morgens, mittags, abends, let's drink together.
Das ist halt einfach die Basis, die ich genommen habe als der erfolgreichste Wein in meinem Sortiment. Wo ich gesagt habe, wenn ich etwas mache, dann nehme ich den Wein und versuche den zu entalkoholisieren. So, und genau, Nils hat diese Idee in mir gepflanzt, dass er irgendwann sagte, Mensch, dieses Thema Longevity, Holger, ich habe den richtigen Namen dafür, Longevino. Und mit dieser Idee bin ich dann halt die im Kopf haben, dann immer, wenn ich Termine mit meinen Freunden und Partnern hatte, dass ich mich auf den Weg gemacht habe, versucht habe, diesen Graubegrunder zu entalkoholisieren. So, und das ist mir am Anfang mehr oder weniger gar nicht geglückt. Ist das so das Interessante, weil das hat uns jetzt noch keiner erzählt, wie man sich da so annähert? Also im Prinzip das wohl verbreiteste Verfahren, letztendlich durch Verdampfen des Alkohols, durch eine Vakuum-Destillation den Alkohol dem Wein zu entziehen und, In allen Versuchen, die ich am Anfang gestartet habe, ist einfach am Ende des Tages ein Traubensaft übergeblieben.
Und das war nicht der Ansatz für mich zu sagen, ich mache jetzt einen alkoholfreien Wein, der wie ein Traubensaft schmeckt. Also dann produziere ich gleich einen Traubensaft. Also das Originalgespräch war, ich rief Holger ganz begeistert von meiner Idee, meiner Namensidee an und habe gesagt, Holger, wir müssen einen alkoholfreien Wein machen, ich habe schon einen Namen dafür. Und dann hat er dann erstmal den Witz von dem Namen noch nicht so ganz verstanden. Und dann hat er gesagt, dann hat er ihn, das ist schon immer schlimm, wenn man die Witz erklären muss.
Und dann hat er ja dann gesagt, okay, meint er ja, aber alkoholfreie Weine schmecken scheiße. Und dann, das ist wirklich vor anderthalb Jahren gewesen. Das ist schon wirklich relativ lange her, dass diese Idee im Raum ist. Und dann irgendwann im Sommer, Spätsommer, hast du mir gesagt, ich glaube, jetzt habe ich was. Also genau, Nils war gar nicht weiter involviert. Ich habe dann einfach mal angefangen. Du warst angefixt quasi. Also ich habe die Idee gehabt und ich habe dann auch damals, weil aus unserem Beruf, wir haben halt jeden Tag mit diesem Produkt zu tun. Und wir schaffen uns selber unsere Freiräume. Ich trinke zu Hause selten Alkohol. Also das ist einfach so grundsätzlich einfach, weil ich im Büro, im Job den ganzen Tag halt, für mich gibt es keine Unterschiede, ob es morgens 10 Uhr oder 12 Uhr ist, wenn der Kunde da ist oder möchte mit mir einen Wein aussuchen, probieren oder sonst was. Es ist nicht, dass man eine Flasche trinkt, aber man probiert trotzdem und da ist halt den ganzen Tag damit zu tun und ich habe selber vor anderthalb Jahren damals, kurze Zeit nachdem du mir diesen Floh ins Ohr gesetzt hast mit dem Namen, beschlossen, auch aus gesundheitlichen Gründen und wie auch immer, ich mache jetzt mal eine Zeit lang alkoholfrei.
Habe das drei Monate gemacht. Die ersten Wochen waren die komischsten oder schlechtesten oder wie auch immer. Ich bin abends um neun Uhr nach Hause gegangen, weil ich einfach gesagt habe, was ist das für ein komischer Abend? Also jeder hat Spaß, ich habe keinen. Das kann es doch nicht sein. Aber es ist immer das Gleiche, wie man sich mit einer Situation auseinandersetzt. Und es wurde spannend, es wurde interessanter. Ich habe neue Erkenntnisse für mich selber gewonnen dadurch. Und letztendlich aus drei Monaten wurden sechs Monate, dann die sechs Monate waren kurz vor Weihnachten vorbei. Ich so, ja, jetzt muss ich ja nicht direkt an Weihnachten wieder zwei Wochen, drei Wochen essen, trinken im Übermaß. Dann bin ich im Januar, Anfang Januar genau wieder da, wo ich vor einem halben Jahr gestartet bin. Also habe ich dann groß und mundest gesagt, naja, das halbe Jahr, so schlimm war es doch nicht, also machen wir noch ein halbes Jahr. So, im Januar, irgendwann kriege ich dann schon so ein bisschen schlechte Laune, also irgendwie ein schönes Glas Wein, jetzt abends mal zum Essen und wenn es nur ein Glas ist, hätte ich schon ganz gerne getrunken, aber Also wenn ich mir irgendwas vornehme, dann mache ich es auch. Aber in diesem Jahr letztendlich, dass ich dann alkoholfrei gemacht habe, habe ich halt natürlich alles, was alkoholfrei mir über den Weg lief, probiert.
Und ja, bei einem Wein hast du dann... Ich sag mal so, 10% von den Sachen, wo du probiert hast, habe ich gesagt, okay, geht in die richtige Richtung. Und so habe ich mich dann halt auch selber an dieses Thema gemacht und habe halt, wie gesagt, mit befreundeten Partnern halt immer versucht, meinen Graubögen dazu entalkolisieren und bin dann letztendlich über die Verfahren letztendlich zu einem Membranenverfahren gekommen, sodass halt im Prinzip ohne Erhitzung einfach der Alkohol vom Wein schonend getrennt wird. So und ich glaube wie ich glaube wir kennen alle noch von vor 30 jahren clausthaler alkoholfrei oder sowas hat sich nie wirklich durchgesetzt auf einmal kommt jemand wie augustina daher und.
Alkoholfreies bier ist in aller munde und ich glaube genauso wird es beim weinen sein man entwickelt sich einfach weiter und natürlich ist das thema alkoholfrei heute wesentlich stärker in den köpfen verankert mit dem ganzen thema wie durch podcast wie von dir mit dem helz weiß die Die Leute setzen sich einfach mit dem Thema auseinander. Und ich glaube, das ist ein Weg, auch mit dem alkoholfreien Grauburgunder jetzt von uns. Wir sind am Anfang. Aber es ist zum ersten Mal, wo ich sage, es ist kein, natürlich, es ist ein alkoholfreier Wein, aber wir sind auf dem Weg. Und das schmeckt zum ersten Mal für mich, wo ich sage, wie ein leichter Wein. Also wie im Prinzip, als wenn ich mir eine Weinschorle mit stillem Wasser mache, so ein bisschen. So und da glaube ich einfach, deswegen halt dann auch zu Nils, ich glaube, jetzt bin ich einen Schritt weiter gekommen. So und da stehen wir heute und ich kann gutem Gewissen sagen, ich muss mich vor anderen alkoholfreien Weinen nicht verstecken. Es geht in die richtige Richtung und es ist einfach ein Prozess. Wir werden uns mit dem Wein und mit dem Produkt auch weiterentwickeln.
Also wenn ich jetzt so das Etikett sehe, ist es tatsächlich ein Markenwein, weil es steht weder ein Jahrgang drauf, noch eine Region, es steht nur Deutschland drauf, also dass es in Deutschland produziert worden ist zumindest. Richtig. Das ist ganz bewusst so. Nee, lustigerweise ist... Ich habe es schon ausgetragen. Ach so, das größte Kompliment hier. Wollte ich gerade sagen, so schlecht kann es ja nicht sein.
Also, da sind wir jetzt, also Thema deutsches Alkoholrecht, Alkoholgesetz, oder Weinrecht, Weingesetz. Es steht Pinot Gris drauf, ich hätte natürlich Grauburgunder drauf geschrieben, aber das deutsche Weingesetz sagt, ich darf nicht Grauburgunder drauf schreiben. Verstehe ich bis heute nicht, ich hatte mich eigentlich schon auf den Weg gemacht, mit denen denke ich mich auch noch an. Entschuldigung, wieso darf ich Pinot Gris, also Grauburgunder auf Französisch drauf schreiben, Wieso darf ich Pinot Grigio draufschreiben oder sowas? Was ist die Erklärung? Das deutsche Weinrecht sagt einfach, Grauburgunder darf nur draufstehen, wenn Alkohol drin ist. Okay. Das ist aber, ich meine, letztendlich, Pinot Gris, Pinot Gritsche, ist ja das Gleiche. Also wir wissen ja, wovon wir reden. Aber da sind wir wieder deutsch und wir haben uns festgelegt, also wenn Grauburgung da draufsteht, muss Alkohol drin sein. Also so ein bisschen wie Milch von der Kusa kommen muss oder.
Keine Ahnung, es gibt ja relativ viele Fälle jetzt, wo dann im Grunde diese Alternativstoffe sozusagen... Ja, wobei ich nach unserem Podcast auf der Queen Mary 2 bin ich ja ausgestiegen, sind ja ausgestiegen in Southampton und waren in einem Café und da habe ich gesagt, drei Cappuccino mit Christoph Rüffre, unseren neuen Drei-Sterne-Koch, meine Frau. Und er sagt, ja, welche Milch denn? Ich so, welche Milch? Kuhmilch? Ja, nee, das haben wir nicht hier. Wir haben aber alles andere, wir sind ein veganes Café. Also ich so, wow, krass, so normal ist es ja gar nicht mehr. Oder es gibt Orte, in denen es eher ungewöhnlich ist, dass man nachher... Ich hatte das in Berlin, jetzt gerade passt auch da wirklich ganz gut, da hatte ich dann für mich den Kaffee mit normaler Milch und dann eben halt für die Freundin von mir, die hatte ihn dann eben halt mit einer pflanzlichen Alternative. Und dann bestellt man so, dann macht der Barista das dann ja fertig und dann ruft er dann irgendwann ein, dass sie jetzt fertig sind. Dann war der eine viel schöner als der andere. Und dann meine ich so, oh, der ist ja schön geworden und so. Ja, ich wollte die pflanzliche Alternative ein bisschen belohnen. Das heißt also, der hat dann wirklich sozusagen ein schöneres Motiv auf den Kaffee gezaubert, weil es eben halt die Veganer Bei mir in Bordesholm habe ich neulich einen Kaffee getrunken beim Bäcker. Die hatten nur Kondensmilch. Auch Hügel. Das ist ein scheiß Penderberg nicht wie anders.
Auf dem Dörpen halt. Scheiße, das ist wirklich so richtig 80er. Du erzählst von einem Laden, wo es keine Kuhmilch mehr gibt. Ich erzähle das. Ja, genau. Axel, wie findest du den Wein? Ja, also pass auf.
Beim ersten Mal, also ich habe jetzt das zweite Glas, das erste Glas hat etwas langer gestanden und da habe ich nicht viel Wein geschmeckt. Sorry, also ich bin immer total ehrlich. Jetzt, wenn der Wein frisch im Glas war, dann kann ich nachvollziehen, was du sagst. Also ich könnte jetzt nicht sagen, ist das ein Wein mit Alkohol, der mit Wasser verlängert wurde? Also weil ich schon noch so ein bisschen Weinfliegen habe.
Und das ist, finde ich, jetzt nach den Weinen oder alkoholfreien Weinen, wie wir es bisher getrunken haben, waren jetzt schon einige, dass das so meine Benchmark ist. Kann ich sofort sagen, das ist ein alkoholfreier Wein, also ist kein Alkohol drin oder kann ich das nicht? Und wir hatten einen ganz besonders, der Metzger wie Vino, glaube ich. Sauvignon Blanc hat das. Ja, Sauvignon Blanc, der das geschafft hat. Wo ich nicht sagen könnte, okay, der ist alkoholfrei und der war aber alkoholfrei. Und wenn ich das jetzt so vergleiche, ist der da noch nicht ganz, aber geht in die Richtung, würde ich sagen. Und schmeckt, aber abgesehen davon jetzt, also wie er mir schmeckt, schmeckt er mir super. Also das, also als Getränk super. Genau, aber das ist genau das, was ich meine. Wir haben uns auf den Weg gemacht und ich am Anfang mit den ersten Verfahren, die ich ausprobiert habe, habe ich gesagt, also das ist nicht, wo ich für dich stehen würde oder sowas. Und das ist, ja, das ist ein Prozess. Und wir haben uns auf den Weg gemacht und ich glaube, er wird sich einfach mit uns einfach weiterentwickeln und auch mit der Entwicklung der Verfahren, dass es irgendwann in die Richtung geht. Und das ist ja nochmal auch das nächste Thema, wo du gerade gesagt hast.
Der Wein, den ihr dann so probiert habt, das war ein Sauvignon Blanc. Das ist ja auch immer eine Frage der Rebsorte, die sich einfach dann auch als Aromarebsorte besser entalkoholisieren lässt und besser als Wein wahrgenommen wird oder sowas. Und ich habe halt einfach gesagt, es ist ja genauso wie wenn du zum Beispiel ein Sparkling nimmst, man machst alkoholfrei, wo einfach die Kohlensäure nochmal einfach den ganzen Wein übertüncht, dann wieder überlegt vom geschmacklichen her und wenn du den dann kalt genug servierst dann hast du auch relativ schnell das gefühl also hättest du normalen schaumwein so und jetzt beim grauburgunder wo ich gesagt habe wenn dann mache ich es mit dem produkt was für mich einfach das wichtigste produkt ist in meiner ganzen range von allen weinen die ich mache mittlerweile.
Es ist halt, ja, wir sind in einem Prozess, der sich einfach auch mit der Technik auch einfach weiterentwickelt. Aber ich glaube, das wird doch bei dir auch so sein, dass wahrscheinlich, also ich habe immer das Gefühl, das ist Hamburger gleich Grauburgunder, oder? Ist das nicht so, schon das Dominier? Ja, es ist immer noch so, klar, weil es einem am wenigsten wehtut, weil du am wenigsten erklären musst. Nicht zu viel Frucht, nicht zu viel Säure, meistens kein Holz. Das ist ein No-Brainer. Und das war, glaube ich, früher auch Pinot Grigio. Ja, also und das musste irgendwo aus dem Friaul oder aus dem Beneteau sein und das ist eben jetzt schon anders. Also das ist bei euch nochmal anders, Holger, wenn du Richtung München bist, da ist man einfach, auch durch die geografische Nähe, fühlt man sich dem Gardasee viel näher verbunden. Ist auch nach wie vor ein Thema, also da bin ich ja eher mit dem Grauburgunder noch auf einer Mission gegen den Luganer. Ja, genau. Und das hat in Hamburg, glaube ich, jetzt nicht zum Beispiel, Luganer hat in Hamburg eher weniger Relevanz. Und so ist es schon sehr regional abhängig. Und wenn du jetzt in der Pfalz bist, dann trinken die ganz normalen Riesling-Shoppen. Und das würde in der Hamburger, trinkt dann eher vielleicht jetzt nicht so viel... Nur während der Schmargelzeit. Ja, also bei den alkoholfreien Weinen ist es so, um da zurückzukommen, ist es glaube ich schon so, dass diese Aromarebsorten, wie du richtigerweise sagst, Holger, natürlich ein bisschen mehr hergeben. Aber es gibt auch viele Leute, die kein Sauvignon Blanc mögen. Die mögen auch keinen entalkoholisierten Sauvignon Blanc, weil es einfach nervt. Dieses sehr aromatische, dieses laute, dieses parfümierte.
Aber wir, glaube ich, wir alle in der Branche müssen quasi das lernen als komplett neue Kategorie. Ich tue mir manchmal sogar auch schwer mit dem Wort weinen, weil... Ist es dann noch ein Wein? Das ist ja das Thema mit dem deutschen Weinrecht. Deswegen auch mit der, du darfst eigentlich auch nicht draufschreiben, also der kommt jetzt aus der Pfalz, die Trauben dafür und sowas, aber das deutsche Weinrecht, es ist eigentlich kein Wein in dem Sinne und deswegen halt auch dieses Thema, Graubugunder, Angabe, wo es herkommt und sowas, das ist halt alles deutsches Weinrecht. Und ein Stück weit auch gut, dass es so streng ist, weil die Leute immer Schmuh versuchen zu machen, wenn die Leute nicht dahinter sind. Und es gibt auch dieses Made in Germany Produktversprechen, dass gerade bei diesen Sachen oder bei Honig oder es gibt viele Dinge, die überall hingeschickt werden, weil die Menschen dann glauben und vertrauen, dass da wirklich nur das drin ist, was da draufsteht. Wie sieht es denn mit dem Zucker aus? Da war ich mir nicht so sicher, weil du hast eine relativ gute Säure, aber ein bisschen Zucker ist da schon auch drin, um es einigermaßen bei wie viel Gramm Zucker, weißt du das? Wir sind jetzt bei 4,5 Gramm. Ja, okay, aber das ist, was wir auch gelernt haben, dass es früher oft schon Richtung 10 war, dass es auch weniger geworden ist, dass die Leute es einfach nicht so wollen in diesem Prozess. Da hat der Markt das auch gemerkt.
Super Ausstattung. Ich finde es auch, das gibt es ja nicht bei unserem Partner Vesco, muss man auch so sagen. Den gibt es im Onlineshop bei dir, enotheker.de. Genau. Was kostet die Flasche? 12,95. Okay. Das ist auch so 10 gekostet. Bis 15 sind Leute so bereit mit einer relativ geringen Barrieren Schwelle da einzusteigen, alles was drüber ist. Stoss Johannesberg hat einen alkoholfreien Wein gemacht, wurde in den Topf Wein gereift, reingehauen und der hat dann irgendwie 50 Euro gekostet. Aber in achtmal Flaschen haben sie schnell verkauft, aber das ist nicht die Regel. Also die Leute sind einfach noch nicht so bereit, einfach für alkoholfreien Wein, viel mehr auszugeben als bis 15 Euro. Naja, ich habe neulich mal den Jochen Dreißig, der war ja auch schon mal hier bei euch, habe ich mich mit ihm unterhalten, wie der Durchschnittspreis der Deutschen eben halt auch so ist. Und ich glaube, der war bei 2 oder 3 Euro. Ja, 3 Euro und 9 Cent oder so sind die. Genau, also von daher muss man ja sagen, da sind wir ja sowieso far away von dem, was der Durchschnittsdeutsche eigentlich ausgeht. Aber ich bin mir sicher, dass die Hörer in dieses Podcast da eine andere Preisgrenze haben. Denke ich auch, aber Jochen Dreißig-Acker ist ja kein Freund von alkoholfreien Waren. Nee, gar nicht, gar nicht. Habe ich mit ihm schon oft drüber gesprochen. Eigentlich, ich sehe ihn meistens immer nur einmal im Jahr. Auf der OMR. Auf der OMR, ganz genau.
Und da reden wir eigentlich fast immer drüber, ob sich da jetzt mittlerweile mal was geändert hat. Und er sagt eben...
Er sieht eben halt, dass dieses Thema Zuckerzusatz und was man da eben halt macht und dieses Verfahren und allem drüber und dran, er findet da ist einfach keine gute, für ihn ist das bisher noch keine gute Alternative. Wobei, ich bin ganz gespannt, ich werde ihn ja im Mai wiedersehen bei der OMR und bin mal gespannt, wenn ich mit ihm mal das Thema Osmoseverfahren mal bespreche, weil ich finde schon, das kennt ja jeder, was so eine erhitzte Karotte schmeckt, nicht mehr wie vorher, wie eine frische Karotte, sage ich mal sowas. Und ich finde, das ist eben halt genau das, was die alkoholfreien Weine bisher auch immer alle so ausgezeichnet hat. Die haben immer dieses veränderten Geschmack und irgendwie so, ich finde auch so eine ganz unterschwellige Muffigkeit, nenne ich das immer so ein bisschen so. Ich meine, ihr habt euch das ja komplett durchgetestet. Und ich finde, das ist zumindest das, was mich jetzt hier überzeugt hatte, dass wir das nicht so haben, sondern dass wir wirklich so dieses, Holger hat es am besten gesagt, also wie eine Weißweinschorle ohne Kohlensäure. Also ich finde, das ist einfach eine leichtere Variante und ich finde, das ist das Schöne. Wie schmeckt dir denn eigentlich der Wein?
Ja, also ich finde, in der Nase ist es eben klar, Wein. Wir hatten auch viele Produkte, wo du sagst, weiß ich nicht, ist es Wein? Und wir hatten natürlich auch gerade im Sparkling-Bereich gibt es viele Sachen, die eben versetzt sind mit Tees, mit Zitrone, Limone, bla bla bla, die aus meiner Sicht mit Wein schon gar nichts mehr zu tun haben. Also das finde ich in der Nase schon, was am Gaumen ist, ist immer diese Vollbremsung. Also du erwartest irgendwas und dann ist sofort dann zu Ende. Dass der Kopf muss das umstellen und das ist bei diesem einen Wein, wo man sagen kann ich weiß nicht, ob das der Gradmesser ist, aber mir geht es wie dir, ich trinke quasi ein Glas und denke, ich mache ein Glas und dann denke ich mir so, aber irgendwas ist anders ich spüre ihn noch nicht also ich glaube, wenn man das hinkommt und ich glaube, wir sind ja in den letzten drei Jahren wirklich riesen Schritte gegangen in dem Bereich Genau, das ist das, was ich ja meine. Es ist ein Prozess. Und es ist ein Weg, auf den wir uns zusammen gemacht haben mit dem Produkt.
Wir kennen uns ja jetzt auch nicht seit gestern und kennen uns schon ein paar Tage. Ich habe eine Kompetenz in Alkohol, also Wein mit Alkohol. Und so ist ja letztendlich auch die Partnerschaft und das ganze Thema mit und durch Nils eigentlich auch entstanden. Deswegen machen wir es halt auch zusammen, weil Nils hat halt einfach die Kompetenz. Aber ich kann dir als Gastronom noch mal etwas dazu sagen. Ich habe ja den Wein jetzt auf meine Lesung zu meinem Buch immer mal ausgeschenkt. Und ich habe das jetzt hier mit Soraya Kühne, ich glaube, die kennst du auch, die hatten wir das dann organisiert und hatten wir dann insgesamt 15, eigentlich fast nur Frauen und zwei Männer, sage ich mal so, dann bei dieser Lesung da. Und da habe ich dann zwölf Flaschen Wein hingebracht und wir waren da zwei Stunden und die wurden alle ausgetrunken. Das heißt also, das Interessante ist, dass die Leute tatsächlich mehr davon trinken, weil sie eben halt, weil er leichter ist, weil man eben halt gut wegtrinken kann. Also gastronomisch gesehen kannst du viel mehr Gläser Wein verkochen. Das stimmt, ja. Aber ist das eigentlich dann gesünder? Also ich meine, man hat keinen Alkohol, aber hat vielleicht andere Dinge, die auch nicht gut sind?
Naja, Zucker ist einer der wichtigsten Entzündungsbringer sozusagen. sagen. Das heißt also, wir altern in erster Linie wegen Entzündung im Körper. Und Entzündung kann entweder durch Nahrung oder eben halt durch Stress produziert werden. Und von daher ist natürlich große Mengen an Zucker zu sich zu nehmen nicht gut. Deswegen finde ich es eben halt auch so gut, dass er so niedrig im Zucker ist. Aber wenn du grundsätzlich fragst, was ist besser, Wasser zu trinken oder Getränk, in dem auch Zucker enthalten ist, dann ist Wasser besser. Klar, aber gut, wenn man jetzt sagt, also dieser Wein, der hat ja mal Alkohol. Also wenn man den jetzt mit Alkohol trinken würde, ist er definitiv ungesünder als dieser Wein? Mit Alkohol ist er definitiv ungesünder, ja. Also er hat jetzt nicht irgendwie andere Stoffe oder? Nein, nein, der ist ja nicht verändert sonst.
Ist ja einfach nur durch dieses Membranensystem letztendlich durchgelaufen, was im Prinzip den Alkohol... Ja, aber trotzdem wird der Wein natürlich verändert. Der hat eine höhere CO2-Bilanz, weil er natürlich mehr Aufwand betrieben wird als im Ursprung. Das ist wieder ein anderes Thema. Das ist nochmal ein anderes Thema. Aber ich finde es spannend, ich finde es gut, dass ihr es macht. Das meine ich ganz ehrlich nicht, weil ihr gerade da seid, sondern weil ich glaube, dass das ein Ansatz sein kann.
Wir haben natürlich auch Etiketten gesehen und Namensfindungen in unserer Welt, Welt, wo wir auch gesagt haben, so wow, das ist vielleicht Produkt gar nicht so schlecht, aber das Packaging ist ziemlich mies und ich finde, das ist hier so, wo man sagt, das kann vielleicht auch so ein bisschen Lifestyle, das ist also jetzt dann gar nicht so, spießig, es wirkt jetzt aber auch nicht so ganz abgedroschen, das heißt jetzt auch nicht irgendwas mit Alkoholfrei oder irgendwas hatten wir mit Katze oder, Free Friday oder was war das noch? Das hatten wir auch, ja, aber wir hatten auch, das war gar nicht so schlecht mit so einem Kätzchen im Schoß oder so, keine Ahnung. Also Und das mag ich und ich finde es auch, wenn es eine Marke ist, dass man sagt, der Jahrgang ist dann wurscht, was habt ihr nicht mehr den 23er, der war doch so gut, so hoch bewertet, sondern man vertraut dann quasi dem Brand mehr als dem Inhalt, weil man weiß, das schmeckt mir, das holt mich ab, das wird so gemacht. Dann finde ich es auf jeden Fall ein sehr, sehr guter Ansatz. Und für mich ganz, ganz wichtig, die Überschrift, die Headline Eno TK and Friends.
Genuss von Freunden für Freunde. Und vielleicht nur Herkunft kann man ja drüber reden, oder? Also es ist nur, wie gesagt, das deutsche Weingesetz, das sagt, sonst hätte ich es da drauf geschrieben, es kommt aus der Pfalz. Genau. Jetzt habe ich trotzdem einfach mal, also ich wusste, dass du kommst, da habe ich Champagner eingeschenkt. Ich sage jetzt, weil wir uns kennen. Danke dafür. Aber dann ist es ja auch so, das ist vielleicht etwas, was du, oder wenn ich weiß, da kommt jetzt so ein versierter Mensch, freue ich mich, dir vielleicht etwas mitzubringen, was du vielleicht noch nicht so kennst. Und zum Beispiel hat das Champagnerhaus Gosset, die sind jetzt vielleicht auch nicht so bekannt, aber bekannt. Und die haben, und ich glaube, das sagt der Seja auch ein Wein, der nur für Havesco gemacht, wurde einen Rosé gemacht, der heißt.
Douze Onze de Caves a Minima, das heißt, mindestens zwölf Jahre gereift oder zwölf Jahre im Keller. Genau, also nicht zwingend auf der Hefe, aber im Keller. Reinseitiger Chardonnay und trotzdem ist es ein Rosé. Und den habe ich jetzt mal mitgebracht. Kostet ein bisschen mehr als 12,95 Euro. Jetzt bin ich aber gespannt, wo die Rosé-Färbung herkommt, wenn es zu 100% Chardonnay ist. Genau, also das darf ja dann auch beim Champagner. Okay, diese berühmten. Genau, ja, genau. Und es wird eben auch beim Champagner definitiv mit Rotwein, kommt diese Rosé-Farbe rein. Also wirklich, da wird der Rotwein eigens gemacht dafür. Meistens auch im Holz ausgebaut.
Und das... Also als Dosage hinten? Genau, die Dosage ist nochmal was anderes. Sondern das ist wirklich vor allem für die Farbgebung. Die gibt natürlich auch nochmal Charakter. Also das heißt, es ist von vornherein mit drin. Genau, ja, genau. Wonach riecht der für dich? Oder für euch? Hm? Wonach riecht der? Also ich finde, er hat einen... Er erinnert mich total an... Portwein in der Nase. Also ich finde, es riecht ein bisschen nach Holz. Als ob der Pinot Noir ein bisschen in dem Holz das auch gemacht hat. Aber hast du nicht? Ich finde, wenn ich da reinriechen würde, würde ich sagen, ich habe jetzt ein Portwein am Glas. 100 pro. Also das ist ja was Oxidatiges. Wenn du das so... Das hast du? Ja, total. Aber das kann ich nachvollziehen. Darf ich mal eine Zwischenfrage stellen? Axel, woher hast du deine Weinkompetenz? Ach so.
Sehr gute frage aber stimmt ich bin ja ich bin ja damals aber ich der techniker also mich und las wollten ein podcast machen las wollte ein podcast machen dann war eine hanselounge hat dich reden gehört und dachte das ist ja der wahnsinn den brauche ich den brauche ich dann kam mich zu uns und ich sollte die aufnahme machen und ihr habt irgendwie gesagt ihr braucht noch jemanden der nicht so mit diesem Thema so auf ganz, ja, so innig verbunden ist. Und das war dann ich, also jemand, der quasi die doofen Fragen stellen kann. Ein Mann vom Volk. Ein Mann vom Volk, genau. Ja, aber das hast du ja oft, dass man, dass genau diese Personen dann aber auch die richtigen Fragen stellen, was die Allgemeinheit interessiert, als wenn du nur so Fachidioten wie uns dann hast. Ja, ja, genau, genau. Also ich frage mich manchmal, ob das in diesem Format so wichtig ist, weil ich glaube schon, dass Leute, die einen Wein-Podcast hören, sowieso schon so tief im Rabbit Hole sind, dass die ganz basalen Fragen kennen die schon. Aber wenn wir manchmal Veranstaltungen machen, dann treffe ich auch Leute oder wir treffen dann Leute, die dann schon sagen, wo sich dann schon zeigt, dass die halt sehr viel Ahnung haben, aber so ein paar Dinge eben auch nicht nachvollziehen können. Naja, aber das ist so ein bisschen meine Rolle.
Aber ich könnte ja jetzt nicht für mich in Anspruch nehmen. Also ich bin jetzt nicht begabt, was das Thema anbelangt. Also ich bin jetzt sensorisch nicht so wahnsinnig auf der Höhe und habe mich also nicht dahin entwickelt, wohin ich mich hätte entwickeln können. Was wir zum Beispiel an, na, wie heißt sie noch? Haha, ich komme gerade nicht.
Du meinst unsere Hörerin aus Ingolstadt. Ja, genau. Ah, scheiße. Nina. Nina Mayer, ja. Wie gesagt, gestern viel getrunken. Nina Mayer, das war für mich sozusagen so ein Aha-Moment, der etwas, wo ich mir gesagt habe, okay, da hättest du sein können. Wenn sie halt unseren Podcast gehört, ist dann halt mit dem Wissen aus dem Podcast die vierte beim Deutschen Wein-Champion geworden. Sie hat unseren Podcast ja bei Dreimer gehört. Ja. Dann hat sie mitgeschrieben, dann hat sie die Weine nachgekauft, dann hat sie es mitprobiert, dann hat sie es nochmal dazu gehört. Das ist schon ziemlich, sehr strukturiert. Aber es ist ja, aber genauso wie du sagst, jetzt mit der Sensorik oder sowas, ihr macht das ja schon auch ein paar Tage. Ich erinnere mich noch so genau an meinen zweiten Tag vor 20 Jahren in der Sommelier-Schule oder knapp 20 Jahre her.
Thema Sensorik. Und auf einmal hast du halt 20, 30 schwarze Gläser vor dir, an denen du einfach nur riechst. Und so geht es mal los. Und ich weiß es noch wie gestern, irgendwann nach einer Viertelstunde, 20 Minuten am 15. Glas oder sowas, wo du dir 100% sicher bist, du kennst es, aber weil du halt einfach in diesem Moment nur dieses eine Sinnesorgan, das Riechen nutzt, kriegst du es vom Gehirn nicht adaptiert, was das ist. Und irgendwann beim, ich muss jetzt 15 16 17 glas was es war ich habe zehn minuten da reingerochen und war bin ja fast das gibt's doch gar nicht dass du jetzt nicht darauf kommt so kennst du hast das 100 mal gegessen aber mein gehirn hat es in dem moment nicht adaptiert bekommen nach zehn minuten habe ich in dieses glas reingeschaut und sehe diese erdbeere darin und ich habe, Ich kann dir ganz genau sagen, wenn irgendwo im Raum oder im Nachbarraum noch eine Erdbeere ist, ich rieche sie bis hierher. Also das ist so ein prägendes Ereignis. Und du weißt es selber, Michi, gerade wenn du zum Beispiel einen Fruchtausgebauten Rosé hast, meistens hat er eine Erdbeerprägung. So, und das ist etwas, also mittlerweile...
Aber dann bist du dann doch Somalie geworden. War sogar krassen Bester. Du hast keine Erdbeere riechen können, aber... Ich wollte damit sagen, das Gehirn adaptiert dann relativ schnell. Und deswegen einfach auch nur, wenn du sagst, so sensorisch vielleicht noch nicht auf der Höhe. Stell dir einfach, Michi soll dir einfach mal 20 Leser, was die klassischen ausprägenden Aromen sind, schwarze Leser hinstellen. Und das Gehirn adaptiert das so schnell. Aber Axel ist schon auch wirklich gut. Und wenn du einen der ersten Podcasts nimmst und heute auch dein ganzes Sprech und so weiter, das ist schon eine super Entwicklung. Das wissen auch die Hörer, weil uns viele auch dann irgendwann entdecken und dann zurückhören und uns das dann berichten. Also das ist schon so. Und am Ende des Tages verändert sich das auch ständig. Also wenn du jetzt den gleichen Wein, ich hatte so ein tolles Erlebnis, ich schenke schon mal den nächsten Wein ein. Ich war nämlich gerade auf der Wine Paris und dann war ich eingeladen an einem der Abende zu einem wahnsinnig tollen, sehr, sehr exklusiven Essen von Penfolds und dem Winemaker Peter Gago. Und wir sind an Rassadour, ich kenne ihn gut und so ziemlich alle an dem Tisch. Und dann gab es unter anderem, es gab sechs Jahrgänge Grange aus dem Vierzehnten, es gab Grange 2018.
Und zwei Tage später, das war Dienstagabend, Donnerstagabend, haben wir auch eine Verkostung gemacht mit so einer Gruppe und ich habe diesen Wein auch ausgesucht, 2018 Grange, und haben wir blind probiert mit einem Superblend Cabernet und Chiraz und noch einem Wein von Basse Felix, ein Cabernet mit Malbec, alles 2018er, blind probiert. Und ich hatte vor zwei Tagen genau diesen 2018er Grange und in dem einen war sehr viel Cabernet und in dem anderen war überhaupt kein Chiraz. Glaubst du, dass ich das erkannt habe? Nein, ich habe es nicht erkannt.
Ich stand vor so einem und die Kollegin, der hat sich gefeigst und gesagt, Chef, es ist lustig, wenn ich es vor zwei Tagen getrunken habe, dann muss ich es.
Also es gibt eben diese Momente auch, wo man denkt, eigentlich habe ich es auf der Platte. Ich weiß, ich kann mich so erinnern, weil mich der Wein auch berührt. Der Wein hat mich nachhaltig, habe ich den gefeiert und habe gedacht, den will ich jetzt zwei Tage später wieder trinken, weil es so geil war. Und weg. Die Weine waren mir viel zu ähnlich Und deswegen ist das eine Momentaufnahme, die wir machen, logischerweise. Es soll vor allem Freude machen und ich glaube, wenn wir eine Sprache finden, auch bei unserem Podcast oder generell in unserer Branche, wo wir die Leute nicht verlieren in unserem wahnsinnig tiefphilosophischen, sondern es nahbar machen und versuchen, die Leidenschaft, die eben beiden auch machen kann, dann, sonst verlieren wir noch mehr Leute und noch mehr Weinges. Ich wollte damit ja auch nur sagen, letztendlich, das ist so dieses Learning, was ich damals aus diesem Sensorik-Tag mitgenommen habe, dass das Gehirn doch wahnsinnig schnell adaptiert. Wenn du es dann wirklich einmal mitriechen und sehen, dann merkt sich dieses Gehirn. Und auf einmal nach diesem Tag, weil ich dachte, ich werde dieses Hommel-E-Prüfung ein Jahr später, die Abschlussprüfung nie schaffen, weil ich einfach.
Ein Rotwein schmeckt nach Beeren, ein Weißwein schmeckt nach irgendwelchen Zitrusaromen oder sowas. Das war es für mich vorher, ehrlich gesagt. so und aber dadurch dass ich dann dieses bewusste wahrnehmen und dann kannst du es abrufen und dann auf einmal riechst du rein und auf einmal riechst du es genau und das ist aber das geht so schnell dann lass mich doch mal als den erfahrensten podcaster die moderative brücke nutzen gerne was riechst du denn jetzt in dem neuen glas noch mal zum alten glas zu dem, zum Champagner von Gussi. Erstaunlich, wieder nicht.
Mochtest du nicht den Champagner? Okay, kostet 120 Euro. Macht's auch nicht besser. Gar nicht. Es ist ja nicht immer eine Frage des Geldes. Nee, aber für mich sozusagen genau das, was ich an Champagner nicht mag, so dieses muffige... Das hat der statische Brioche gehabt und diese Hefetöne. Aber schon Charakter stark. Ja, Charakter. Das ist ein richtiger Charakter. Mir ging's genauso, weil wir hatten gestern meinen Buchlaunch und haben dann auch noch einen ganz banalen, Böffel-Cou-Rosé angestoßen und von daher habe ich den noch so ein bisschen, und ich muss auch einfach wirklich sagen, auch wenn das nicht einer meiner Lieblingschampagner war, aber das war der einzige, der da war, der hat einfach mehr Frische irgendwie sowas für mich gehabt. So im Vergleich zu dem. Genau, aber genau das will er ja nicht, wenn er zwölf Jahre quasi ist da die Reife. Und dann kann man total sagen, ist die so. jetzt auch zum Beispiel so ein Champagner, wo ich sage, den kannst du halt... Wäre nicht so ganz verwiderlich. Wie bitte?
Nee, wäre jetzt zum Beispiel nicht meine Empfehlung zum Anstoßen vorweg, sondern den kannst du ja wirklich gut als Essensbegleitung benutzen. Und das ist vielleicht auch schon für Leute, die wirklich sagen, ich trinke nur Champagner an dem Abend. Und am Ende des Tages ist immer noch Geschmack und ob du mit Weinaffin bist oder nicht, dein Geschmack muss ja nicht der gleiche sein, wie auch immer. Also ich trinke auch persönlich lieber einen schönen Blanc de Blanc, einen schönen frischen Champagner, der einfach, ja, das Prickeln oder im Prinzip die Lust, also auch als Aperitif halt vorweg. Also ich glaube, was es auf jeden Fall ist, es ist ein bisschen verkopft. Dieser Champagner. Es ist jetzt nicht einfach mach auf, schenk ein und alle sind happy, sondern wir fragen auf.
Was macht nicht die Qualität dieses Champagnes aus? Was die Qualität ausmacht, ist, dass es mindestens zwölf Jahre alt ist. Das heißt.
Und das muss man auch bezahlen, weil das ist natürlich einfach, das liegt also zwölf Jahre im Keller. Das heißt, alles was drin ist, ist also mindestens 20, 13 oder älter. Ja, und das ist schon durch die Art und Weise, wie es gemacht wird, eben viel näher an einem Wein als an einem lebensfrohen, fröhlichen, prickeligen Getränk. Sondern es ist wirklich etwas, wo man sagt, ich habe dieses Salze, ich habe die Komplexität, ich habe ein bisschen das Brioche, aber nicht zu cremig, nicht zu breit, nicht zu opulent. Es ist von der Dosage mit sieben Gramm so in der Mitte, aber die Säure ist einfach gut immer beim Champagner. Also diese ganzen Wölfgegröße, die müssen bei neun, zehn Gramm eher, bis zwölf ist okay und das ist auch schockend. Von daher, die Flasche ist besonders, diese dicke Flasche haben sie schon ewig, diese sehr runde Flasche. Und dann ist es ein Rosé, der quasi von der Farbe ja auch eher sehr fast in dieses leicht kupferfarbene geht und nicht in dieses erdbeerfarbene. Also das zeigt es auch schon, die Farbe zeigt eigentlich schon an, was sich ein bisschen erwartet.
Ja. Ist es mein Lieblingschampagne? Nein. Aber es ist schon besonders und dafür sind wir eben auch da. Was besonders ist jetzt dieser Wein? Ich habe einen riesigen Eingeschenk von Dr. Birklin Wolf. Warum auch? Weil es einen neuen Besitzer oder einen neuen Chef gibt auf dem Weingut, der jetzt erstmals in der Öffentlichkeit auftrat in Paris und da habe ich ihn auch gleich getroffen. Philippo Zorres heißt der. Bettina von Birklin-Goraze hat nun selber keine Kinder und das ist ihr Neffe, also von ihrer Schwester der Sohn und der hat, sie haben also einen Prozess, der.
Für eine Wohltätigkeitsfirma gearbeitet und der hat also gesagt, er nimmt das gerne an und macht dieses Weingut weiter, das es gibt seit 15.00 Uhr. Irgendwas, frage ich mich nicht. Und er ist total sympathisch, hat sich komplett eingefuchst, kannte sich super aus, hat gereift das Sachen mit großem Meldet. Und tatsächlich hat Herr Vesco einen eigenen Riesling gemacht aus zwei unterschiedlichen Ortslagen, aus Wachenheim und aus Ruppertsberg, also einen Wein, den es so nicht gibt. Und den wollte ich euch einschenken, weil es auch schon ein bisschen gereift ist 2021, ganz bewusst, weil ich einfach Nicola Libelli, den Kellermeister, liebe. Ich war im April letzten Jahres dort, ich finde die Weine sind super. Und was mir auch wichtig war, ist auch beim anderen so eine Pioniere der Nachhaltigkeit. Ich sage jetzt mal, das ist doch etwas auch, was mich schon auch beschäftigt.
Und ich glaube, auch da kann man schon unterscheiden, was man eben trinkt, wo man sagt, die haben Bienenhotels gehabt als Erste in Deutschland. Da haben die Leute drüber gelacht. Und dann haben sie gesagt, was soll denn ein Bienenhotel? Das würde mich verarschen. Und mittlerweile kennt man die Rolle der Biene, die Wichtigkeit und einen gesunden Boden zu haben, dass das die Basis ist, um überhaupt wirklich einen Wein zu machen, der dann möglichst wenig Chemie und Technik braucht, um trotzdem stabil zu sein und bekömmlich. Und das bei 12 Alkohol. Aber was riecht so, war die Ausgangsfrage an Holger, ne? Ja, ja. Lustigerweise, jetzt dreimal reingerochen, ich habe parallel zu unserem Alkoholfeind Pinocri. Tatsächlich? Ich weiß gar nicht so genau, Ich habe so irgendwie, du hast eben die Portman-Assoziation, ich hatte ganz kurz so eine leichte Gin-Assoziation, als ob da so eine Wacholderbeere drin wäre.
Aber, also auf jeden Fall, Beere hast du ja sowieso schon, nee, stimmt gar nicht. Du hast rotes Beere und weißes Citrus, aber ich habe tatsächlich, ich habe irgendwie das Gefühl, dass da irgendwie ein bisschen Wacholder wäre. Ich habe so ein bisschen Apfel, ich habe ein bisschen Quitte. Ja, ich war eher so ein roter Apfel. Also das, was du sagst, ist rotfruchtig, habe ich auch. Und dann aber auch so Pfirsich, also richtig saftig, Steinobst auch, gar nicht so karg. Und ich finde es eine sehr, sehr schöne Energie am Gaumen, also richtig Zug, richtig eine Kraft auch. Aber ich hatte ihn nie als Riesling erkannt. Wie toll, weil viele suchen eigentlich Weine, die so nicht so krass nach Rissing schmecken.
Obwohl das natürlich tolle Lagen sind da in Wachenheim und auch in Ruppertsberg, Hohenburg und Rechbechel, Goldbechel und Gerümpel und so weiter. Das sind tolle Prämiergrüße und auch die Basis ist bei Bürglin echt immer auch schon sehr gut. Kostet auch immer schon etwas, Wein kostet 20 Euro. Das ist also auch schon für ein relatives Einstiegslevel nicht wenig Geld. wenn man weiß, Durchschnittsflasche Wein. Genau, wie wir es vorhin hatten, er überspringt diese 15-Euro-Grenze. Aber in der Gesamte, also ich hätte damit sehr viel Freude, wenn mir das jemand einschenkt. Total, total. Und das ist aber auch vor allem, also warum, ich mag Riesling eigentlich genau ganz gerne, weil er eben halt so ein bisschen piekst, sage ich immer so. Also dieses, deswegen finde ich ihn also gerade bei so Spargelessen oder sowas, ist das eigentlich meine bevorzugte Wahl. Und das ist jetzt so ein Wein, den kann ich den ganzen Abend gut trinken, während ich diesen, ich sage jetzt mal, leicht pieksigen Riesling... Du hast Säure nicht im Vordergrund. Ja, genau. Den hast du eben halt wirklich gar nicht. Also den kannte man wirklich guten Gewissens den ganzen Abend trinken. Axel, was sagst du? Ja, mir schmeckt er auch gut. Ich kann gar nicht so genau sagen, warum, aber... Ach, er ist irgendwie so... Aber nochmal, ich habe so ein paar Noten wie von unserem Pinout. Also ich finde, er hat schon so eine Frische und dann merkt, dass er jetzt... Dass es jetzt kein super, super, super Topwein ist, aber er ist schon so ein bisschen eine runde Sache.
Meinst du, dass er so ein bisschen so eine Eleganz hat oder so ein bisschen eine Grandezza, so was Adeliges? Ja, es driftet nicht irgendwie auseinander, sondern es ist schon so alles so ein bisschen ineinander geflossen. Das geht, glaube ich, noch mehr, wenn das jetzt vielleicht noch älter wird.
Ich finde ihn gefällig und nicht trivial. Ja, völlig, dass das gut aussieht. Lassen wir genauso stehen. Und jetzt habe ich noch einen Wein mitgebracht aus meiner österreichischen Heimat. Einen Sauvignon Blanc von Weingut Thement. Die Monika war schon ja mal bei uns zugeschalten.
Die sind mittlerweile auch schon länger Demeter zertifiziert. Sind auch wirklich in Österreich eins der Weingüter. Das man kennt. Das man kennt und die eben auch in diesem Nachhaltigkeits-Bio-Demeter-Bereich unterwegs sind. In einer Region, wo es nicht ganz so einfach ist. Also in der Steinmark ist es relativ viel regnet und dann hast du einen ständigen Pilzdruck. Aber sie haben also relativ steile Lagen dann doch da den Tierrack hoch. Es ist immer ein bisschen Wind und dafür ist es dann prädestiniert. Dieser Wein, der hat irgendwann diese steirische Klassik, die wir noch quasi gelernt haben, abgelöst. Der heißt Kalk und Kreide, den gibt es seit ein paar Jahren. Sehr, sehr erfolgreich, auch der kostet knapp unter 20 Euro. Wollte ich mitbringen, um etwas Fruchtiges, Fröhliches nochmal zu haben. Ich wusste ja nicht, wie ernst das wird, auch mit dem Thema Nils bei dir. Wenn ich dich jetzt, werden wir da schon reinriechen. Was sind denn so, weil wir haben, Clemens Riedel zum Beispiel, der war bei uns schon öfter und sagt eben, weißt du, das Wichtigste ist Schlaf und erst dann kommt Ernährung und erst dann kommt Sport. Was ist denn deine Konklusion, nachdem du so viele Experten interviewt hast, was nicht ersetzt, dass du das Buch kaufst, aber... Nein, eine andere Reihenfolge. Ich würde tatsächlich eine andere Reihenfolge setzen. Und wir Deutschen lieben ja Versicherungen. Wir sind das Land mit den meisten Versicherungspulisten-Arten der Welt.
Ich glaube, die beste Versicherung für ein langes, gesundes Leben ist erstmal eine gute Muskulatur. Das heißt, das kann sich auch jeder erklären. Jetzt mal, wenn man die Biochemie einfach mal rauslässt, weiß man, dass wenn man sozusagen nicht mehr genügend Muskulatur hat, die einen alleine die Treppe hochbringt oder alleine sozusagen aus dem Bett kommen lässt, dann weiß man, dass das Ende irgendwie vorprogrammiert ist. Und das ist ja auch das, was man ganz häufig auch mit dem Begriff Altern zusammenbringt, ist ja Gebrechlichkeit. So, und es ist tatsächlich so, diese Zahl finde ich wirklich schockierend hoch, Auch wenn du über 65 Jahre alt bist und stürzt und dir was brichst, so diesen klassischen Oberschenkelhalsbruch oder irgendwie sowas, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dann stirbst innerhalb der nächsten zwölf Monate bei 33 Prozent. Das heißt also jeder Dritte über 65, der einen Sturz hat, stirbt und verstirbt. Krass. Ja, und das liegt eben halt daran, dass das ganz häufig diese Stürze damit einhergehen, dass schon eine gewisse Gebrechlichkeit da ist. Und wenn dann eben halt schon sowieso so wenig Muskulatur da ist, die dann durch diese Ruhe, die man dann hat, diese Bewegungsunfähigkeit, nochmal weiter forciert wird, dann geht es eben halt nochmal steiler weg ab. Deswegen, die beste Versicherung, die du haben kannst, ist eine gute Muskulatur. Der Hauptgrund, warum wir altern, sind Entzündungen, das hatte ich schon gesagt, Entzündungen können entweder durch die falsche Ernährung oder durch Stress entstehen. Das heißt also, das ist der Grund, warum wir altern.
Und der Grund, warum wir nicht altern wollen, ist eben halt in erster Linie, dass du eben halt Lust aufs Leben hast. Und deswegen sage ich immer, dass das Thema Neugier eigentlich einer der wichtigsten Schlüssel ist. Das heißt, solange du neugierig bleibst, Lust aufs Leben hast, offen für neue Themen hast, offen für neue Weine, vielleicht auch mal offen für alkoholfreie Weine, für alles. Alle Menschen, die Podcast hören, sind per se wissbegierig, sage ich mal sowas. Von daher kann man jetzt einfach schon mal sagen, dass alle die Hörer von diesem Podcast einfach da auch nochmal einen positiven Punkt haben. Das heißt also, Neugier ist das, was uns... Am Leben hält. Das ist schlecht. Schlecht. Ich bin echt nicht neigierig.
Also du hast dich nicht gefreut, dass wir heute hier kommen. Doch, doch, doch. Das ist jetzt ein bisschen auch zu hart ausgedrückt, aber ich merke an mir so, zunehmend vielleicht wird das auch nochmal besser, das hoffe ich, dass mich Dinge einfach auch nicht mehr so interessieren. Also, ja, das ist nicht gut. Aber es gibt so ein paar Dinge, wo ich so denke, Alter, Instagram, das geht mir so am Arsch vorbei. Also es ist so, Es wiederholt sich auch alles und genau die ganze Diskussion, die ja jetzt auch stattfindet mit Beschränkungen für Kinder und alles. Also ich meine, das Leben findet nicht im Internet statt. Ja, also ich meine für viele eben doch. Ja, eben, das ist ja das Problem.
Aber das wahre Leben findet halt draußen statt. Und das sind ja auch die Sachen, wie gesagt, Nils hat diese Idee von dem alkoholfreien Wein oder mit dem Namen Longevino, eine Anlehnung zu seinen Themen, halt bei mir gepflanzt und ich bin halt dadurch, es war halt irgendwie im Kopf verankert und ich habe mich an dieser Idee halt irgendwie langgehangelt und war dann wissbegierig, kriege ich das nicht auch hin und kriege ich es nicht besser hin. Und da geht es gar nicht um besser oder schlechter, weil das ist wie am Ende des Tages, Geschmack ist individuell und über Geschmack kannst du nicht streiten. Der eine hat den Geschmack, der andere hat den Geschmack. Du kannst halt einfach nur dich an dem Thema entlanghangeln, genauso wie jetzt beim Champagner oder sowas. Der ist halt mit einer gewissen Idee gemacht worden, zwölf Jahre alt und da steckt Arbeit dahinter, Kapitalbindung, alles mögliche. So und das war die Idee am Anfang. Der muss nicht jedem schmecken. Der wird auch nicht jedem schmecken. Und das ist das, hier versuche ich natürlich, haben wir uns auf einen Weg gemacht, etwas zu schaffen, was, wie du auch richtig sagtest, Wein oder wie auch immer, es ist ein Wein, es ist ein leichter Wein, wie ich ihn heute beschreiben würde, aber es ist ein Produkt, das auf dem Weg ist. Und das ist eigentlich die schönste Aussage dazu. Ja, und da hast du halt die Motivation gehabt und also hast dich da irgendwie, du hast was angestoßen und du hast gesagt so, bam, so, das ist wieder wahrscheinlich. Ja, und mein Thema von Freunden für Freunde, ich verbringe Zeit mit meinen Freunden und da sind wir wieder bei diesem Thema.
Ja, soziale Kontakte, Austausch, wir haben Spaß daran, wir tauschen uns darüber aus. Und ich nehme natürlich durch Nils auch wahnsinnig viel, jetzt auch mit dem Buch, wir haben unser eigenes Kapitel für unseren Longevino, ja, wir haben uns ja gemeinsam auf den Weg gemacht und ich nehme halt so viel auch von Nils mit und auch meine Erfahrungen durch ein Jahr mal alkoholfrei zu sein und sowas, ja. Es macht was mit dir. Ja, das ist geil. Also ich habe am Anfang von meinem gestrigen Trinkerlebnis erzählt und da sind auch viele Denkanstöße gekommen. Beim Wein, also beim alkoholischen Wein und in so Freundschaften. Also das ist, glaube ich, cool. Also so ein Austausch kann mich wieder zurück ins Leben führen, was das Interesse anbelangt. Die Wissbegierigkeit. Die Wissbegierigkeit. Nisi, ich weiß gar nicht, ob das eine philosophische Frage ist, aber ich sage jetzt mal, in meinem Beruf, und du warst ja, als du vorher noch in Hamburg gelebt hast, oder auch Mitglied der Hanse-Lounge, deswegen kennen wir uns auch schon lange. Und ich sehe jetzt... Ich habe 15 Jahre mit dir. Ja, wunderbar.
Also ich sehe halt quasi, oder wir werden, die wir dort arbeiten, auch mit unseren Mitgliedern zusammen alt. Und viele sind einfach auch schon älter. Und ich sehe dann auch, wie viele so alt werden. Und sehe eben Demenz und sehe körperliche Schwierigkeiten und Inkontinenz und alles, was dazukommt, was auch nicht schön ist, aber jetzt bist du so ein... Und ich frage mich dann manchmal, erst ehrlich, wenn ich jetzt, weiß ich, irgendwann habe ich gelesen, meine Kinder sind 2,7 und 2,9 geboren, beides Mädels, wenn die in dem Alter quasi oder in diesen Jahren geboren sind, da wird jedes zweite, jede zweite Frau wird im Schnitt 100, also das gab es da mal, ich habe das gelesen, aber jetzt frage ich mich, wenn ich sagen würde, ich werde vielleicht 85, ja, und aber durch einen nicht gesunden Lebensstil, weil ich Wein trinke, weil ich zu wenig Sport mache, weil ich fette Dinge esse, keine Ahnung, weil es zu viel Zucker ist. Sagt mir jemand, da wirst du nur 82. Dann weiß ich nicht, was ich vielleicht lieber werden würde. Vielleicht 82 in einem Lebensstil, wo ich sage, ich habe mein Leben schön gelebt mit vielen schönen Momenten oder 85 oder 87 und die letzten sechs Jahre. Und das erlebe ich auch, dass Menschen zu mir sagen.
Ein sehr harter Satz. Wäre ich doch schon gestorben. Meine ganzen Freunde sind nicht mehr da. Ich fühle mich manchmal einsam. Ich komme noch oder ich habe, alles tut mir weh quasi. Ich sehe nicht mehr gut. Ich bin aber noch klar in der Birne, aber alles andere funktioniert nicht mehr. Also wo ist denn diese ganz große Motivation oder was kann denn passieren? Oder warum ist das auf einmal so gehypt, dass man sagt, ich will unbedingt an diesem Leben festhalten? Haben wir Angst vorm Sterben? Mehr ist das ein Grund? Nein, nein, nein. Das sind ganz viele Fragen, die du da auflösen. Ganz viele Punkte, die du da machst. Da könnten wir wahrscheinlich die ganzen Podcasts noch mit füllen. Aber um es dir vielleicht eine schnelle Antwort zu geben. Ich bin hundertprozentig bei dir. Das heißt also, der erste Satz in meinem Buch ist, ich hasse Longevity.
Und warum? Weil ich finde, das Leben muss sich immer noch nach Leben anfühlen. Und ich möchte kein Leben verlängern, das sich nicht mehr so nach Leben anfühlt. Und deswegen finde ich, ist dieses Wort Langlebigkeit einfach schon mal das ganz falsche Wort. Deswegen, ich habe ja schon quasi jetzt eine neue Marke angemeldet, die heißt NowJavity. Weil alles, was wir haben, ist der jetzige Moment. Und wenn wir den jetzigen Moment so zelebrieren wollen, wie es für uns richtig sich richtig anfühlt und gut ist, dann sollten wir das auch tun. Und darüber schreibe ich eben halt auch genauso. Deswegen sage ich auch immer, dieses Buch ist frei von Dogmen. Und das, was du jetzt gerade eben halt sagst, du bist bei so vielen klassischen Dingen, was die Leute mal glauben, was sie tun müssen, um ein längeres, gesundes Leben zu führen. Aber vielleicht tust du einfach auch schon ganz viele Dinge, die für dich einfach gut und richtig sind. Und da kommen wir wieder zu dem sechsten Kapitel, gute soziale Kontakte. Ich glaube nicht, dass du einen Mangel oder dass du ein Problem der Einsamkeit hast. Darüber hinaus ist es eben auch so, dass ich auch wirklich explizit davon spreche, dass man sagt, okay, sei immer offen für die drei Fs, Freunde, Familie und Fremde. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit, dass die ersten beiden Fs mit der Zeit sich tatsächlich reduzieren, ist relativ hoch. Deswegen finde ich es immer auch schön, Freunde alle Altersgruppen zu haben. Und deswegen einfach wieder die Neugier. Neugier auf andere Menschen, Neugier auf andere Personen. Weil dadurch, also ich bin jetzt nach Berlin ja gezogen und die meisten meiner Freunde sind alle Mitte 30.
Die habe ich mir jetzt nicht nach Alter ausgesucht, aber es ist eben halt so, weil sie irgendwie ganz gut zu mir und meinem Mindset passen.
Und deswegen glaube ich eben halt, dafür offen zu sein. Das, was ich aber finde, was viel wichtiger ist, ist, dass man sieht, dass jeder von uns... Dinge machen kann, die keinen großen Aufwand bedeuten und trotzdem einen großen Einfluss auf die Langlebigkeit haben. Und da hat Lars Haider ja zum Beispiel in dem Interview, der heute leider nicht dabei ist, das auch aufgenommen, dieses, was ich immer sage, mach einen Liegestütz am Tag. Du sagtest eben gerade, du machst nicht genügend Sport.
Aber dieser Satz, if you don't use it, you lose it, Entschuldigung, ich verfalle immer ein bisschen ins Denglische, Aber es hört sich im Deutschen nicht so gut an. Das heißt also, alles, was du nicht benutzt, verlierst du irgendwann. Das kennen wir alle von den Fremdsprachen, die wir vielleicht mal irgendwann in der Schule gelernt haben. Das heißt also, wenn du sie nicht mehr anwendest, verlierst du sie. Wissen, was du nicht mehr anwendest, verlierst du sie. Muskulatur, die du nicht nutzt, verlierst du. Aber mit einer Liegestütze. Ja, und jetzt kommt eben halt der Punkt. Wenn du sagst, eine Liegestütze mache ich von heute an, wo du diesen Podcast hörst, jeden Tag, morgens als erstes. Wenn jetzt die Sportwissenschaftler aufschreien und sagen, nein, nicht unaufgewärmt. Die Leute sagen, nein, wenn du krank bist, auf gar keinen Fall Sport machen. All diese Sachen. Da kann ich dir sagen, wenn du eine Liegestütze in Ruhe ausführst, wird dir weder irgendwelche Schmerzen damit produziert werden, noch hast du irgendwelche kardialurischen Vorfälle, noch sonst irgendwas. Diese eine Liegestütze gibt keinen Grund, warum die du nicht jeden Morgen machen könntest. So, und jetzt kommt der Punkt. Sagst du, diese eine Liegestütze wird das jetzt irgendwie nicht ändern. Nein, tut es auch nicht. Aber es ist erstens ein Signal an deinen Körper, dass du sagst Hallo Muskulatur, ich brauche dich noch. Zweitens sind die wenigsten Leute, die dann schon mal unten auf dem Boden liegen, machen nur eine. Und ich kann dir ganz ehrlich sagen, es gibt Tage... Dann mache ich zehn. Das ist für mich die wahrscheinlich unterste Grenze. Es gibt Tage, da läuft es irgendwie richtig gut, dann mache ich 60.
Aber ich mache es jeden Tag, selbst wenn ich erkältet bin, selbst wenn es mir schlecht geht. Ich mache diese eine Liegestütze, ist nicht verhandelbar. Und das ist so das, wo ich sage, das ist so niedrig von der Schwelle, dass es eigentlich jeder machen kann. Und es macht einen Riesenunterschied. Ich habe damals, als ich angefangen habe, für den Landshof zu arbeiten, habe ich schon dieses Ritual der Liegestütze morgens gehabt und die haben mit mir ein Check-up gemacht und ich war damals nur Ausdauersportler plus morgendliche Liegestützmacher. Und die waren beeindruckt, wie gut meine Muskulatur eigentlich dafür ausgeprägt ist, dass ich eigentlich nichts anderes mache, außer Ausdauersport und dieser eine Liegestütz. Also nie eine war. Aber verstehst du, was ich meine? Und so gibt es eben halt ganz viele Dinge, die sehr niedrigschwellig eigentlich erstmal so sind. Oder schreibe ich eben halt auch in dem Buch darüber, dass du einfach wirklich guckst, was sind die, im Englischen heißt es immer so schön low hanging fruits. Das heißt also was sind die die die früchte am apfelbaum für die du dich nicht so strecken muss sondern die eigentlich so locker aus dem stand pflücken kannst ja.
Davon gibt es eine ganze Menge. Und davon gibt es eine ganze Menge, die wir alle sozusagen, also ich glaube, es gibt niemanden, mit dem ich mich im Augenblick unterhalten könnte, für den es nicht low-hanging fruits gibt, die relativ schnell zu pflücken sind. Und auch in jedem Alter, oder? Und auch in jedem Alter. Und das, finde ich, ist eben die größte Motivation. Es ist nie zu spät. Es gibt diese dänische Lisa-Studie, heißt die tatsächlich, da haben sie Männer und Frauen in diesem Fall im Seniorenalter mal ein halbes Jahr lang intensiv Muskelarbeit machen lassen. Also richtig intensiv trainieren lassen. Halbes Jahr. Und der Effekt, danach haben die aufgehört. Dieser Effekt, haben sie auch in einer Vergleichsgruppe gehabt, war vier Jahre später noch messbar. Das heißt also mal ein halbes Jahr lang richtig im Gym Gas geben, hast du für vier Jahre theoretisch einen positiven Effekt. Aber ich finde das sehr positiv. Das halbe Jahr macht mir Angst. Das macht mir gar nichts Angst. Ich versuche Dinge zu hinterfragen. Ich weiß gar nicht, macht es noch Sinn, Nachrichten zu hören oder zieht mich das so runter, dass mein Seelenheil darunter leidet und ich kann es eh nicht ändern oder muss ich es machen, um mitreden zu können. Es gibt viele Sachen, die mich dann auch beschäftigen, aber ich wollte dich gar nicht unter... Ich habe eine ganz banale Frage. Javity, was heißt das?
Das weiß ich gar nicht. Lustig. Also Longevity heißt Langlebigkeit. Ob es das Wort Longevity einzeln gibt, habe ich noch nie drüber nachgedacht. Vielleicht Lebigkeit. Lebigkeit, ja. Wollte ich gerade sagen. Lange lassen wir das Lack weg eigentlich. Ja, aber ich glaube nicht. Ich habe mich schon öfter gefragt, woher kommt das? Also was? Aber egal. Aber guck mal, was ist passiert? Du bist auf einmal neugierig. Ja, ich bin auf einmal neugierig.
Ich bin schon noch neugierig. Das will ich nicht sagen, aber ich merke, dass mich Dinge... Ja, weil du so reflektiert bist, ist ja schon Wahnsinn. Aber ich finde aber gerade das Thema gerade zum Beispiel mit diesem einen Liegestütze und das finde ich jetzt aber auch also Freundschaft, dieser freundschaftliche Austausch über unseren Longevino und ich kriege ja immer wieder diese Inputs von Nils. So und ich setze mich damit auseinander und ich finde das einfach spannend. Halt auch genau diese eine liegestützung genau wie du es richtig sagst du gehst nicht morgens auf den boden machst nur eine kommen zehn schaffe ich schon oder sowas und das ist halt irgendwie und das macht aber es gibt ja auch also meine freundschaft jetzt auch eine aber es ist ja.
Aber auch nicht zwei. Aber nicht, es ist nicht viele, die schaffen keine. Naja, entschuldige bitte, du musst ja auch definieren, wo fängst du an. Das heißt also, ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich dann das erste Mal damit anfing, habe ich das auf den Knien noch gemacht. Das heißt also, da reden wir nicht über eine komplette Liegestütze, sondern dann fängt man erst mal an, auf den Knien sozusagen sich dem Thema zu nähern. Das heißt, es gibt immer Möglichkeiten sozusagen, das nochmal leichter zu machen. Und wenn das Thema Liegestütze zum Beispiel nicht deine Kategorie ist, ich habe... Kniebeugen. Ja, Kniebeugen. Kniebeugen aktiviert zwar die größten Muskel, aber nicht ganz so ganz Körper, sozusagen Spannung. Aber was mein neuer Favorit einfach tatsächlich ist und das Witzige ist, das hat meine Großmutter schon gemacht. Das ist einfach so eine Rolle mit zwei Griffen rechts, links und dass du dann einfach, da kniet man dann tatsächlich am Anfang auch und dann fährst du einfach sozusagen, du kniest auf dem Boden, hast diese Rolle zwischen den Händen und dann fährt man einfach so weit wie möglich von den Knien weg. Genau, da kannst du aber ganz schnell in eine Situation geraten, wo du nicht mehr zurückkommst. Ganz genau, aber das Schöne ist, ganz andersrum auch sehr niedrigschwellig starten. Das heißt also bei mir, ich würde sagen, meine erste Rollbewegung ist vielleicht 40 Zentimeter lang und ich versuche dann natürlich irgendwann in die komplette Strecke zu kommen. Aber das kann man so schön sich langsam rantasten und es ist wahrscheinlich das effizienteste Core-Training plus eben halt Gesamtstabilisationstraining, was ich kenne.
Das ist halt nicht ganz so eingängig, also musst du halt ein bisschen mehr erklären. Also ein Liegestütz am Tag ist ein bisschen einfacher zu erklären. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem Liegestütz oder dieser Rolle, finde ich die Rolle momentan wirklich viel, viel attraktiver, weil sie eben halt gerade die Core-Stabilität, also das alles, was sozusagen im Rumpfbereich dir diese Alltagstauglichkeit gibt, finde ich sie eben halt teuerstens mal besser. Und ehrlich gesagt, das kann man beim Online-Händler seines Vertrauens für 15 Euro so eine Rolle kaufen. Und ihr werdet wirklich gar nichts mehr ausprobiert haben. Ihr werdet überrascht sein, wie schnell man dann doch tatsächlich in so eine Sixpack-Richtung dann kommen kann. Ich habe jetzt leider noch eine Frage, weil wir überziehen jetzt völlig. Aber was ist denn mit dieser Abnehmenspritze? Werden wir Menschen automatisch älter, weil sie dann weniger Gewicht haben? Oder weiß man überhaupt, was alles das macht?
Schreibe ich auch in dem Kapitel drüber. Also es ist grundsätzlich so, dass diese Abnehm-Spritze wirklich sehr viele scheinbar positive Wirkung auf auch weitere Organe hat. Das heißt also nicht nur, weil wir abnehmen, sondern weil eben halt gewisse Rezeptoren dadurch angesprochen werden. Das heißt also erstmal...
Würde man jetzt im Augenblick sagen, die Euphorie darüber, es gibt eben halt den, ich sag mal, renommiertesten Longevity-Kongress ist in Kopenhagen am Jahr, das ist der ARDD, der Aging Research Drug Development Congress und da haben sie sich tatsächlich jetzt so hinreißen lassen, dass das wahrscheinlich die erste Longevity-Medikament der Welt ist. Und von daher, es gibt viele positive Eigenschaften, die natürlich erstmal damit anfangen, dass es irgendwie gut ist, wenn du kein Übergewicht mehr hast und kein Diabetes Typ 2 mehr hast. Aber darüber hinaus gibt es eben auch noch verschiedene andere positive Aspekte für die Organe. Sollte es deswegen einfach jeder so machen als Lifestyle-Droge? Nein. Aber ich glaube, das, was eben so spannend ist, das ist eben dieses ganze Thema der Beeinflussung von GLP-1, diese ganze Forschung, die dadurch losgetreten wurde, die ist eben halt sehr, sehr spannend. Und deswegen schreibe ich in dem Buch eben halt auch über diese verschiedenen Longevity-Drugs, dass das eben halt schon eine sehr hohe Relevanz hat. Und es ist einfach, also bei all den Sachen, die man immer negativ sieht, wenn du vorher übergewichtig warst, dank der Spritze nicht mehr übergewichtig bist, dann ist das erstmal gut. Das, was eben halt das Negative ausmacht, ist, dass die meisten Menschen, die übergewichtig sind, eine schlechte Ernährung vorher hatten und von dieser schlechten Ernährung jetzt einfach weniger essen. Und dadurch die Versorgung und die Mikronährstoffe eben halt deutlich schlechter nochmal werden. Die war vorher schon schlecht, aber da hat es die Menge irgendwie gemacht, dass nur noch genügend Magnesium, Vitamine, Proteine. Oder Rotwein.
Resveratol. Nein, aber das ist eben das Problem. Das heißt also einfach nur, dass du dann von der schlechten Ernährung weniger isst, dank der Spritze, führt eben halt zu einer massiven Unterversorgung. Das heißt also, das zeigen auch die Studien, dass wenn du normalerweise eine Diät machst, dann brauchst du eben halt Muskulatur ab. Und ich habe euch ja gesagt, Muskulatur ist die beste Versicherung. Du verbaust ungefähr das Doppelte an Muskulatur ab, wenn du eben diese GLP-1-Spritze nimmst.
Das liegt aber nicht daran, dass die Spritze das auslöst, sondern es liegt einfach daran, dass eben halt bei einer normalen Diät es meistens so gemacht wird, dass eben halt deine Ernährung umgestellt wird, so dass du dann eben besser satt wirst. Und besser satt bedeutet meistens eine proteinreiche Ernährung. Das heißt, das sind die Baustoffe, um deine Muskulatur zu erhalten. Dadurch, dass man bei GLP1 einfach nur weniger isst, ist es in der Regel so, dass du dann diesen Effekt nicht hast. Und deswegen ist zu wenig Bausubstans da und deswegen baust du zu viel Muskulatur ab. Und dann ist natürlich wieder dieser Jojo-Effekt da, weil Muskulatur bedeutet ja, dass du in Ruhe dann auch mehr verbrennst. Das heißt also, wenn du dann zwar ganz toll abgenommen hast, aber auch ganz viel Muskeln verloren hast und dann wieder anfängst, halbwegs normal zu essen, heißt das, dass dein Grundumsatz auch gefallen ist. Das heißt, du kannst gar nicht mehr in das alte Essverhalten so zurückgehen, weil damit würdest du dann eben überproportional wieder zunehmen.
Und werden Vegetarier und Veganer älter als Leute, die das nicht sind? Interessanterweise, es gibt den Stephen Horvath, das ist lustigerweise der in Wirklichkeit ein Deutscher, der Stefan heißt, aber es ist international nicht ganz so renommiert. Und auf jeden Fall, der ist der Mensch, der das sogenannte biologische Alter, sage ich mal so, das Testverfahren erfunden hat. Ein sehr renommierter Forscher. Und der wurde auch mal von dem Spiegel-Redakteur Stefan Schulze gefragt, was ist die größte Überraschung, die du gesehen hast bei all diesen Messungen des epigenetischen Alters. Und er hat gesagt, er wunderte sich, wie positiv der Einfluss von pflanzlicher Ernährung ist. Jetzt kommt die Frage, ist der so positiv, weil die Leute eben halt sich kein Fleisch mäßen? Oder liegt es einfach daran, dass die Vielfalt an Pflanzenstoffen höher ist bei Vegetariern? Das heißt also, die Theorie scheint so ein bisschen dahin zu gehen, dass es nicht unbedingt, dass du länger dadurch lebst, dass du eben halt vegan oder vegetarisch bist, sondern du lebst einfach dadurch besser und länger, weil du mehr Pflanzenstoffe zu dir nimmst.
Wie findet ihr den Wein? Das ist meine letzte Frage. Keiko und Keide 2024 von Themen. Also ich muss sagen, ich finde halt, das ist so die einzige Art von Sauvignon Blanc, mit der ich was anfangen kann. Weil sie kommt aus der Tiefe des Bodens und nicht über die Frucht. Du hast da ein bisschen die Stachelbeere, du hast ein bisschen das Kräuterige. Ich habe sogar so ein bisschen Fenchel, also was leicht Vegetables auch. Aber es ist nie kitschig. Es ist immer klar und es ist trotzdem saftig. Und deswegen, wie geht es euch? Hättest du mir vorher gesagt, wir trinken auch ein Riesling heute, dann hätte ich gedacht, das ist der Riesling. Weil ich finde, er hat eben genau diese Säure, aber ich finde ihn sehr schön, also ich fand witzigerweise, was du sagtest, also du meinst Weißwein hat meistens Zitrusfrucht, also ich finde das Zitrussegel hat er gleich in der Nase von Anfang an gehabt. Und ich finde den Namen, der passt total gut. Wenn du einen Wein hast, der kalt und Kreide heißt, dann finde ich, schmeckt er genau so. Schmeckt er danach, nach so einem Tafelschwamm. Nein, das meine ich eigentlich, ich meine das ist positiv. Ich nenne es so dieses Pixige.
Du riechst, also ich finde, du hast diese Säure schon in der Nase, diese klassische, steirische Klassik und ich finde es toll. Aber bei mir ist es dann so mittlerweile ein Glas. Und dann ist es aber mit der Sorge bei mir, wo ich dann sagen muss, reicht mir dann auch. Aber so toller Wein, spannend, genau wie du sagst, Kalk und Kreide. Ein toller Repräsentant für seine Gattung, für seine Region. Und ein schöner Wein, wie gesagt. Und das alles andere ist dann wieder... Geschmacksaar, ja. Genau, Geschmacksaar. Und du nixst Axel, aber der hat nur zwei Gramm Restzucker. Also der ist wirklich ziemlich trocken. und Axel steht eigentlich auf Weine, die mehr Zucker haben. Ja, aber ich werde hier, das wird mir abtrainiert hier.
Für ein längeres Leben. Für ein längeres Leben. Zucker ist nicht gut. Ich kriege da einfach den Stoff nicht mehr. Es gab eine Zeit, das ist gar nicht so lange her, da gab es immer mal... Da habe ich noch mehr auf dich geschaut. Genau, aber es ist gut. Also mir gefällt der irgendwie, weil er... Ich kann das auch wieder nicht beschreiben, aber es ist für mich schon dann als Somium Blanc zu erkennen... Aber es hat halt nicht so dieses laute, dieses fruchtige, verspielte, quietschige. Aber trotzdem die Frucht, deswegen magst du es wahrscheinlich auch, weil die als Aromenrebsorte der Sowjetunion die Frucht wieder mitnimmt und deswegen deine Zuckerverwöhnung. Ja, ja, genau, da kommt ihr mir entgegen, aber eben auf der anderen Seite merke ich halt deutlich, dass es was Ernsthaftes hat und was sehr da passiert, ist aber sehr zupackend vielleicht, würdest du sagen. Genau, das bleibt sowas, das kostet auch 20 Euro, das kostet also ziemlich gleich. Spaziergang zu Unsterblichkeit, Longevino. Vielen Dank, Holger, vielen Dank, Nils, dass ihr unsere Gäste wart habt. Ja, vielen Dank, das war schön. Das war wirklich schön. Ich habe mich vorher gefragt, Gott oh Gott, worüber reden wir jetzt eigentlich in der Dreiviertelstunde und wir haben ein bisschen überzogen. Ja, ja. Ja, und für mich auch Premiere, also mein erster Podcast. Hat gar nicht so wehgetan. Nee, hat gar nicht so wehgetan, hat sogar sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank, dass wir eingeladen waren. Dass wir zusammen unseren Wein probieren konnten. Perfekt. Aufs Leben sagen wir am Ende. Aufs Leben.