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Herzlich willkommen, liebe Weintrinker und Weintrinkerinnen und herzlich willkommen, lieber Michi. Servus Axel. Der Lars steckt noch im Schnee. Im Schneetreiben. Er hat es heute nicht geschafft. Heute ist Schneetreiben in Hamburg, genau. Und Lars schafft es leider nicht, aber trotzdem will ich über ihn reden, denn er hat uns in einer der letzten Folgen mit Thomas Sommer die Geschichte erzählt, dass er eingeladen war bei einem vielleicht nicht ganz mittellosen Ehepaar. Und da wurden über den Abend dann doch vier Flaschen Opus One geköpft. Und wenn das das ist, wo wir herkommen, dann steht das in einem krassen Gegensatz zu dem, wo die Branche hingeht. Denn es wird weniger Wein getrunken. Darüber haben wir schon öfter gesprochen. Das hat diverse Gründe, unter anderem gesundheitliche. Es gibt ein neues Gesundheitsbewusstsein. Die WHO hat ja im letzten Jahr die Meldung rausgegeben, es gibt keine unbedenkliche Menge Alkohol. Aber es gibt noch weitere Faktoren, die die Weinbranche unter Druck setzen und darüber wollen wir heute sprechen und haben uns eine Expertin dafür eingeladen. Bei uns ist heute die Weinautorin Chandra Kurt aus der Schweiz. Und sie hat kürzlich mit 40 internationalen Winzerpersönlichkeiten gesprochen. Über die Herausforderung und über die Frage, wie sie die junge Weingeneration jetzt ansprechen wollen und wie sie dort sozusagen ihre Fälle sichern wollen.

Die Ergebnisse sind erschienen in dem Wein-Seller-Journal.

Was Chandra seit mehr als zehn Jahren, glaube ich, jetzt schon. Das war das zehnjährige Jubiläum. Das war das zehnjährige Jubiläum, genau. Für die, die uns auf YouTube anschauen, Axel hat das jetzt gerade in die Kamera gehalten. Ich habe es gerade in die Kamera gehalten, genau, genau. Wir müssen da jetzt nicht reinschauen, denn wir haben sie ja da. Sie hat sich auf den Weg gemacht. All the wave aus der Schweiz. Wir freuen uns sehr. Grüezi, Chandra. Schön, dass du da bist. Schön, dass du da bist, wirklich.

Ja, dazu sage ich nur ganz kurz, dass wir vier verschiedene Flaschen Wein auch trotzdem mitgebracht haben. Auch wenn wir natürlich heute vielleicht noch das, was du alles herausgefunden hast und auch das Thema Alkohol und Wein, Weinkultur, das ist eigentlich unser Hauptthema. Die Weine, die sind auch wichtig, darüber wollen wir auch kurz sprechen. Aber das sind alles auf jeden Fall Weine von Weingütern, die du auch befragt hast. Ich glaube, das ist, wie bist du auf diese 40 Weingüter gekommen? man? Weil es die Nummer 40 war. Also eigentlich ganz einfach. Wir machen vier Ausgaben im Jahr, eben vor zehn Jahren angefangen und die Nummer 40 dachte ich, das kann ich einfach gleich weitergehen. Ich muss auch wieder der Branche etwas zurückgeben, weil ich habe ja immer über sie, ich habe eigentlich sie porträtiert und habe sie besucht und jetzt sollen sie doch mal zu Wort kommen. Also ein bisschen umgekehrt und dann habe ich so 40 Exponenten der zehn Jahre einfach ich habe denen dieselben Fragen gestellt, so ein bisschen wie sehen sie die Zukunft? Was ist ein Lieblingswein von ihnen? was sind Schwierigkeiten, was sind positive Entwicklungen. Und aus dem habe ich dann jeweils pro Haus, pro Provinz ein Resümee geschrieben und so die wichtigsten Highlights rausgenommen und dann am Schluss eben noch ein Konzentrat gemacht. Und das war auch für mich sehr, sehr interessant zu sehen, dass eigentlich alle wirklich spüren, dass eine Krise da ist, also dass die Weinwelt ist im Umbruch und das hat, wie gesagt, verschiedene Urgründe.

Und es wird eine Korrektur geben. Und das Korrektur muss ja nicht schlecht sein, aber wir sind wirklich an einem sehr interessanten Punkt in der Weinwelt, die alles ein bisschen durchmischeln wird. Was sind die Gründe denn für den Absatzeinbruch? Ja, du hast das vorhin schon erwähnt. Das finde ich sehr verantwortungslos, dass die WHO sagt, Alkohol, sie sagen ja Alkohol, sie sagen ja nicht Wein, sie sagen Alkohol, jedes Glas ist zu viel. Und ich meine, das ist einfach nicht korrekt in meiner Wahrnehmung. Zuerst musst du auch mal sagen, das Alkohol hat auch einen höheren Alkoholgehalt, Wein hat weniger Alkoholgehalt. Und es geht auch darum, wie du das genießt, wie viel du genießt, was du isst, mit wem du das genießt. Und es ist nicht einfach so einfach zu sagen, Alkohol ist schlecht, wenn es nur so einfach wäre. Also weisst du, es ist eben nicht so einfach. Ja gut, aber die stützen sich ja.

Ach gut, ich meine, ich weiß nicht genau, worauf sie sich stützen, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es medizinisch gesehen eine korrekte Aussage sein wird. Nein, also weißt du, dann musst du es ja vielleicht im Vergleich stellen zu etwas anderem, dann könnten wir auch mal über den Zucker reden. Wie viel Zucker ist denn gesund oder nicht gesund? Und dafür trinken wir jetzt alkoholfreie Weine, die haben dafür viel Zucker drin. Also es öffnet einfach ein, wie eine Pandora-Box, dieses Thema. Also das ist ein Thema, das sich ja dazu beigetragen hat. Ein anderes ist natürlich diese Longevity-Welle, die jetzt über uns alle herrollt und mit dieser, wie heisst die Spritze? Die Oce, Oce? Ozenpik. Ozenpik, ich meine, das Abnehmenspritze, also das macht auch, da passt natürlich Alkohol nicht rein. Du hast generell dann weniger Hunger, das heisst, du gehst weniger ins Restaurant, du isst kleinere Portionen und natürlich trinkst du den Wein nicht. Also das ist so ein Rattenschwanz. Und dann hast du auch... Also ganz ehrlich, auch eine wirtschaftliche Situation, dass die Leute weniger Geld haben und die Lage wird nicht besser. Im Moment haben wir eine Hiobsbotschaft, jagt die andere. Und dann schaust du, wo du dein Geld ausgibst und der Wein ist vielleicht nicht die ganze Flasche, kaufst du dir vielleicht mal ein Glas. Also das drückt natürlich auch auf den ganzen Konsum.

Und dann hast du eine neue Generation, die nachzieht, die trinken anders. Also da war sicher die Naturweinbewegung, klar ist da auch Wein, aber das ist sehr minim. Und dann eben trinken die vielleicht nicht, oder alkoholfreien Wein oder andere Getränke, die keinen Alkohol haben. Also es sind so verschiedene Einflüsse, die zusammenkommen. Kann man das denn sozusagen als neues Gesundheitsbewusstsein sozusagen bezeichnen, kann man das vor allem bei der Jungzielgruppe verorten? Das sind Ältere, ich würde sagen, das sind ein paar Älteren, die nicht sterben wollen. Ja, okay, also das ist dann eher die Longevity. Ja, also dass man so nach 50 plötzlich denkt, oh mein Gott, ich werde ja wirklich älter und jetzt gebe ich nochmal Schub. Aber das können sich auch nicht alle leisten, weil das ist auch eine gewisse Art von Lebensstil, die du dann plötzlich lebst und dann machst du halt mehr Sport und einfach Alkohol passt da nicht rein. Ja, okay. Darf ich an der Stelle einmal, bevor wir, weil wir sind ja schon mittendrin im Thema, und zwar habe ich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, gab es am Freitag, den 23. Januar, einen Bericht, der lautet mit der Überschrift Ein Viertel Wein am Tag ist besser als gar kein Alkohol. Ein Interview mit dem Internisten Johannes Scholl.

Einfach nur, weil wir haben natürlich eine Verantwortung, auch im Podcast. Viele Menschen hören es und Alkohol ist ein Thema, das zur Sucht werden kann, logischerweise. Aber ich schreibe noch, warum er sagt... Wo ist Alkohol schädlich und wo ist er nicht schädlich? Ich zitiere ihn jetzt einmal, indem er sagt, es gibt sicher schädliche Effekte von Alkohol, die sich auf die Krebsentstehung beziehen. Statistisch signifikant ist dabei vor allem der Brustkrebs bei Frauen. Die relative Risikosteigerung beträgt etwa 10 Prozent, was bedeuten würde, dass statt 33 von 1000 abstinenten Frauen 36 von 1000 Frauen auf Lebenszeit am Brustkrebs sterben, wenn sie moderat Alkohol trinken. Und es gibt eine leichte Risikosteigerung beim Darmkrebs. Es gibt aber auf der anderen Seite auch einen klaren Nutzen von Alkohol mit Blick auf den Prozess der Arteriosklerose, also der Alterung der Schlagadern. Das ist seit den 90er Jahren in allen relevanten Studien herausgekommen und das steht tatsächlich auch in der Studie, die jetzt unter anderem von der WHO immer wieder zitiert wird, wenn sie postuliert, dass es keinen risikolosen Alkoholkonsum gäbe. Also das wird gar nicht. Aber wird das irgendwie ins Verhältnis gesetzt? Also wenn er sagt, dass es da irgendwie positive Effekte hat, dann kann er... Also ich will jetzt nicht den ganzen Artikel, jetzt haben wir ja schon jemanden, der sich damit beschäftigt. Ich will nur sagen, und wenn man sich das durchliest, ist quasi...

Das Hauptproblem, warum man das nicht sagen kann, weil es keine klare Messbarkeit gibt. Es hängt davon Mann, Frau, Gewicht, Alter, Verträglichkeit, andere Dinge, die man noch nebenbei hat. Und deswegen kann man nicht sagen. Er sagt aber, und das ist ja schon eine laute These, ein Viertel Wein am Tag ist besser als gar kein Alkohol. Matthias Riedl würde was anderes sagen. Ja, aber weißt du, das klingt wie so ein Ölkonzern-Lobbyist, der sagt irgendwie so, ja, also Klimawandel und das.

Mit Benzin hat das nichts zu tun, glaube ich. Weißt du, irgendwie, es liegt, also für mich, das ist jetzt nur meine Meinung, das ist überhaupt nicht verlegt, aber für mich liegt es auf der Hand, natürlich ist Alkohol schädlich, so Punkt, gibt es doch zu, ist ja auch nicht schlimm, wir machen auch andere Dinge, die schädlich sind, muss man sich dann halt aussuchen, aber so dieses Wegdiskutieren von diesem Punkt, finde ich irgendwie komisch. Ja gut, wenn es aber Statistiken gibt, die einfach ganz klar sagen, Deine Arterien, die Angst vor einem Herzinfarkt, vor einem Schlaganfall, ist statistisch gemessen geringer. Ja. Dann ist das ja nicht von der Hand zu weisen. Nein, das ist ja ein Faktum. Ja, aber wie gesagt, das ist wieder nur meine Meinung. Das kann ich nicht belegen. Aber ich würde das sozusagen als Randeffekt betrachten. Also in diesem Fall kann Alkohol dann gut sein. Aber es gibt dem gegenüber wahrscheinlich eine viel größere Menge an potenziellen Risiken, die dem gegenüberstehen. Also Sucht und was er da beschreibt mit Krebs und was weiß ich. Also ich glaube so in der Summe gesehen, kann man wahrscheinlich schon sagen, Alkohol ist nicht so gut.

Ja, also das würde ich jetzt eben nicht unterschreiben. Okay, ja, gut. Weil, also finde ich immer, es zwingt einem niemand Alkohol. Und ich spreche von Wein, wenn ich von Alkohol spreche. Also es zwingt einem niemand, Wein zu trinken. Und das, denke ich, ist immer diese Angst, ah, der Alkohol, ja, sie müssen ja nichts trinken. Also auch wenn sie mit Freunden ausgehen, klar gibt es dann zwei Gruppen, die die trinken und die, die nichts trinken. Die werden unterschiedlich lustig sein. Ich sage nicht, dass die mit Alkohol lustiger sind. Aber es gibt einfach, die trennen sich dann vielleicht ein bisschen. Aber es gibt ja keinen Konsumzwang. Also es ist ja wirklich, es ist ja freiwillig. Und ich schaue halt Wein auch immer als Kulturgut an, das eine Geschichte hat, das eine Herkunft hat, das eine Tradition hat. Und wenn das alles mit in den Genuss einfließt und man das bewusst erkennen kann, dann habe ich das Gefühl, dann passiert auch im Körper was ganz anderes, auch im Geist, weil man nimmt das ganz anders wahr. Und sie tun ja auch nicht fünf Flaschen trinken. Also man geniesst, ich spreche jetzt von mir, man geniesst mit Freunden oder zum Essen. Und zwischendurch ist es mal zu viel, aber in der Regel nicht. Und wie gesagt, ich sehe jetzt auch, was das in mir auslöst. Ich finde das auch in der Regel sehr entspannend und es gibt gute Gespräche. Und ich behaupte auch, seit es die Menschen gibt, gibt es ja doch den Alkohol. Also irgendeinen Grund, irgendeine Beziehung müssen wir zueinander haben, sonst wäre der schon lang ausgestorben. Aber das schließt sich ja gar nicht aus.

Auf der einen Seite gibt es ja nur sozusagen die medizinische Aussage. Also, wo ich jetzt sage, so medizinisch gesehen ist Alkohol wahrscheinlich schädlich, so Punkt.

Aber worüber du sprichst, ist ja viel mehr als diese medizinische Ebene, sondern eben auch so die psychische Ebene und gesellschaftliche Ebene, wo es dann halt insgesamt sicherlich auch, durchaus positive Effekte haben kann. Also ich sehe das ja genauso. Ich trinke ja auch Alkohol und gehe dieses Risiko ein, ohne dass ich jetzt denke, dass es mir großartig schadet. Eben genau deswegen, weil es mir ein gutes Gefühl macht und weil man sich auch mal was Gutes tun will und entspannen will und solche Podcasts aufnehmen will und so weiter. Ich glaube, beides kann wahr sein. Und man muss sich dann als Konsument einfach nur entscheiden, ja, was ist das für mich? Da hast du recht, aber ich glaube, das Problem ist ja hauptsächlich, Chandra, dass eben das jetzt aber verteufelt wird. Ja, eben, und siehst du, und da finde ich zum Beispiel, das finde ich sehr ungerecht, dass wir jetzt den Alkohol verteufeln, aber zum Beispiel, denn ich sage jetzt diesen Handy-Konsum oder den TikTok-Konsum oder das, das wird schon ein bisschen thematisiert, aber nicht so stark wie der Alkohol. Also der Alkohol ist jetzt schon wirklich, dass wir sterben. Und ich finde, es gibt ja so viele andere Themen, die eigentlich viel wichtiger werden, über die man diskutieren sollte aber auf den Alkohol wird jetzt wirklich reingedroschen also wie eigentlich glaube ich noch gar nicht so streng, also bei uns auf jeden Fall.

Ich habe jetzt einmal schon mal einen Wein eingeschenkt, weil immerhin heißen wir auch vier Flaschen und wollen auch vier Weine probieren. Und das ist jetzt aus dem Durotal von Dirk von Nieport oder der Familie von Nieport. Ich habe auch die Söhne schon kennengelernt. Im Prinzip ist das ein gemischter Satz. Ganz alte Rebstöcke. Ich fand es fantastisch, als ich es das letzte Mal probiert habe, weil wenig Alkohol, trotzdem voller Extrakt, eine schöne Mineralität. Die Rebsorten, ich sage es, das habe ich in dem Moment vergessen, wo ich es durchgelesen habe, Arinto, Codega, Blanc, Don Celino, Branco, Rabi, Gatto, Visoni, Viosinio, das sind alles vor allem Autostone, Rebswarten, die dort wachsen, werden wir schon mal reinrichten und probieren. Was hat jetzt zum Beispiel Niport gesagt oder was sind denn die Aussagen? Mich würde also generell interessieren und dann im Speziellen, wie diese Aussage der WHO, oh, das ist ein Teil, aber eben auch ein nicht unwesentlicher Teil, dass auf einmal die ganze Branche richtig in Schieflage gerät. Also vielleicht zum Beispiel ein bisschen Vorholen.

Wir müssen auch sagen, es hat zu viel Wein. Also wir haben in den letzten Jahren, wurde immer mehr Wein produziert. Von überall kam der Wein und in allen Preislagen, immer mit allen Designen. Also ich würde schon sagen, der Markt ist recht voll.

Und klar haben wir in Europa einen großen Konsum, aber der geht ein bisschen zurück. Alle hoffen natürlich, dass die Chinesen mehr trinken oder dann jetzt an die Inder. Oder in Thailand ist jetzt da auch die Import-Taxe gefallen. Also man hofft natürlich, dass man es irgendwie auf die Märkte schieben kann. Aber durch diese Unruhen, die jetzt halt auch passiert in den letzten Jahren und mit diesen Zollgeschichten, da kommen plötzlich in diese Grossmengen von Wein so Bremskräfte. Blöcke rein und die passieren jetzt irgendwie regelmässig. Also das bringt darum die ganze Branche durcheinander. Aber es ist tatsächlich so, dass mehr produziert wird als früher? Heute haben wir, also wenn wir nach ganz zurückgehen, gab es natürlich in Europa mehr Wein als heute, aber wir haben andere Länder, wo jetzt auch angepflanzt wird. Also wir haben schon sehr viel Wein.

Und es ist nicht, dass gleichzeitig die Anzahl Leute gewachsen ist, wie das Trink. Aber es ist jetzt nicht unbedingt das Problem, dass es weniger auf der Konsumentenseite gibt, sondern vielleicht ist das Problem, dass es mehr auf der Produzentenseite gibt? Es gibt, es ist, wie soll ich sagen, zum Beispiel die Schweiz, wir sind überschwemmt von Wein. Du kriegst ja von überall Wein, wir waren immer ein offener Markt. Also du hast, du kannst alles haben, alles in allen Preislagen, die ähnlich schmecken. Man weiß ja heute, wie man Wein macht. Die Unterschiede sind nicht mehr so groß, also bei auch günstigen Weinen. Und da finde ich es gar nicht schlecht, dass es eine Korrektur gibt. Weißt du, weil ich bin zum Beispiel überzeugt, also Dirk ist einer meiner Ur-Wein-Bekanntschaften, also über ihn habe ich sehr viel über Wein gelernt und über Weinleute und die Söhne jetzt auch und ich finde, die haben so dieses.

Weindenken am richtigen Ort, weil auch sehr viel kreative Kraft immer dahinter steckt, zum Boden, Kooperation mit anderen Winzern und halt immer Streben nach dem Hören. Und ich finde, das soll eigentlich Wein auch sein. Ich bin, obwohl ich die Weine auch verkoste, aber diese ganz günstigen Weine, ich weiss nicht, ob es die wirklich braucht, ob wir solche Schwemmen von diesen haben sollten. Aber gut, solange Weinkultur und die Geschichte des Bodens und der Region ist, finde ich, da wird er auch eine Zukunft haben. Da zweifle ich jetzt gar nicht. Und ich sehe jetzt gerade auch den Preis, der ist nicht übertrieben. 18,90 Euro hast du da redomachen. Also ich komme aus der Schweiz. Für die Schweiz ist das okay. Und das ist ein solider Wein seit vielen Jahren. Ich finde es schön, dass wir den hier haben.

Und ist es so, dass wir in Europa vielleicht auch mit einer sehr, sehr alten Kultur als Weinkonsum gar nicht mehr so wichtig sind, sondern jetzt erst feststellen, nachdem der Export vielleicht auch durch die globalen Herausforderungen schwächelt, schwächelt, dass einfach, dass wir damit das Hauptproblem haben, die europäischen Winzer, dass die Chinesen, die Amerikaner und so weiter, dass dort einfach nicht mehr so viel Wein hinverkauft wird und man jetzt den Binnenmarkt mehr braucht und der einfach überschwemmt ist, weil von außen... Ja, es hat einfach schon sehr viel Wein. Und da musst du mir eben auch erklären, wieso soll ich jetzt diese Flasche nehmen und nicht diese Flasche, also wenn das Label vom einen schöner ist als das andere und der kostet ein bisschen weniger. Also es ist, Es ist eigentlich wirklich ein guter Punkt, wo eine Neuordnung ein bisschen stattfindet. Also es wird neu orientiert.

Mich findet das wirklich gar nicht schlecht. Aber was meinst du mit neu orientiert? Dass sich die Konsumenten neu orientieren? Alles. Wir haben ein anderes Verhalten jetzt auch. Wir überlegen mehr. Weil wir müssen vielleicht auch wirtschaftlich schauen, können wir das immer? Können wir immer auch noch Wein haben?

Und man hat jetzt auch gesehen, was in Bordeaux passiert ist mit das ist ja total, dass das flaut zurück, also diese Vorkäufe, das findet nicht mehr wirklich statt, also man wartet, bis der Wein dann wirklich... Es gibt auch eine Preisentwicklung, eher einen Preisverfall, also selbst mit 22. Es ist aber, der ist ja so nach oben, geschossen in den vergangenen Jahren. Und dann ist es ja gut, dass es eine Korrektur gibt. Also gut, die Orientierung sind sicher wir auch, aber auch die Weinhäuser, die sich vielleicht überlegen müssen, muss ich 20 frierende Weine anbieten oder vielleicht konzentriere ich mich wirklich auf meine Geschichte. Und dann ist es halt ein bisschen weniger. Oder nur noch der historische Wein oder der erste und der zweite Wein. Aber zum Beispiel bei dem Weinbord, wo jetzt die Söhne das so ein bisschen übernehmen, die nächste Generation, die Jüngeren, die vielleicht ja näher dran sind an dieser Klientel, die jetzt sagt, nee, das brauche ich nicht. Also meine Tochter wird jetzt 19, die Große, und wenn ich mit meiner Frau eine Flasche Wein aufmache, dann sagt sie, trink dir schon wieder was. Also wir müssen uns schlecht fühlen, wir müssen uns schlecht fertigen. Was sagen denn die jungen Leute dann, oder jetzt die Nipports? Gut, die sind ja eh wild, also das finde ich auch so schön. Und was die ja zum Beispiel auch machen, vielleicht kennst du diese Linie, diese Net-Cool-Linie, das sind diese Literflaschen, Also die gehen ja zurück wie der Großvater, Literflasche.

Kornkorkern und das sind leichte Rotweine zum Beispiel. Also die Art, was wir trinken, das habe ich vielleicht nicht erwähnt, das hat sich ja auch verändert. Also wir trinken, es müssen nicht immer diese schweren, dicken Rotweine sein, sondern Weisswein nimmt zu, Schaumwein nimmt zu und leichte Rotweine nimmt zu. Also alles ein bisschen, das Klima ändert sich, Essgewohnheiten ändern sich. Also die Stilistik des Weins passt sich an. Und die Söhne, was die machen, ist wirklich fantastisch. Die führen weiter, was der Vater angefangen hat und tun mit ihm aber auch zusammen und jetzt auch selber neue Sachen kreieren, die jung, wild, frech, anders. Also nicht konform sind und das hat halt auch Platz im Wein. Also das finde ich eben auch, diese Evolution darf stattfinden. Und ich habe vorher die Naturweine erwähnt, das fasziniert mich wahnsinnig, was da für eine Schwämme an Neukreationen auf den Markt kommt zum Beispiel, wo die Traumzollte nicht eine grosse Rolle spielt, weil der Geschmack spielt nicht so eine wichtige Rolle, der Jahrgang spielt keine Rolle, das Terroir spielt wirklich keine Rolle. Es geht um eine Überzeugung, wie der Wein gemacht ist. Also es ist mehr so ein politisches Denken. Weil der Wein so gemacht ist, ist er gut. Auch wenn er nicht gut schmeckt, aber es ist gleich. Aber was heisst nochmal Naturwein? Ja, eben, das ist auch so ein falscher Begriff.

Ja, es ist ja nicht ein geschützter Begriff. Also eigentlich sind das auch, das haben wir da, also sicher die ersten zwei sind auch Naturweine, die wir jetzt auf dem Tisch haben. Es ist diese, wie soll ich sagen, diese radikal junge Bewegung, die ihre Weine, Naturweine nimmt, Und weil sie keine, wie sagt man dem, keine Intervention erlebt haben bei der Produktion. Also eigentlich sich selbst überlassen. Ganz kurz zusammengefasst. Also keine Hefe? Nein, das schon gar nicht. Und dann auch im Weinberg nichts hinzugefügt. Also man überlässt die Rebe eigentlich ihrem Schicksal. Und dann auch beim Wein machen, die Gärung, das passiert eigentlich automatisch. Je nachdem, wenn dann die Luft und die Hefe und alles, was losgeht. Und dann füllt man das irgendwie ab. Und ob es gut ist oder nicht, ist ja gleich. Und ich sage jetzt mal, von zehn Weinen sind acht nicht so gut. Okay, und die sind dann nicht gefiltert? Nein, das auch nicht. Das kann man schon aussehen. Zum Teil ist es gefiltert. Aber auch wenn etwas Schlechtes schon im Fass ist, wenn es gefiltert wird, wird es nicht viel besser. Ich glaube, es ist ja auch, manche vergoren auch die Weißweine. Das ist die Orange-Weine. Aber, Tana, glaubst du, dass...

Also ich habe ein bisschen das Gefühl, dass das ein bisschen abflacht, diese Hipster-Natural-Weine, die nach Sauerkraut und was weiß ich was riechen und Leute feiern das trotzdem ab und man sagt selber so. Aber ich weiß gar nicht, was du genau richtig sagst. Ich habe keine Chance zu erkennen, woher kommt das, was ist das, sondern es geht wirklich nur darum, um die Machart, aber nicht nur den Inhalt. Ja, und das ist so. Mir hat Hugh Johnson mal, ich habe ihn mal auf das angesprochen, als ich das noch gar nicht verstanden habe. Und da hat er gesagt, weisst du, du musst jeder Generation den Raum lassen, dass sie was anderes machen können. Und ihren Stempel aufdrücken. Okay, das ist vielleicht eine, man kann das auch so sagen. Aber in den Städten ist es halt schon noch, also ich sehe das auch in Zürich oder in anderen Städten, die Weinbars, die gewissen Weinbars, die haben einfach zum Teil nur solche Weine. Klar, sie öffnen es dann und sagen, wir haben biodynamische, das sind ja die ganz tolle Weine biodynamisch, die können dann vielleicht auch noch rein ins Sortiment. Aber alles, was so ein bisschen nach Konsum tönt und halt Industrie, und die können ja auch natürlich sein oder auch biodynamisch, das ist dann Suspekt, weil man darf ja, die Wirtschaftlichkeit ist ja dann nicht so gewollt. Und wie ist das jetzt mit dem alkoholfreien Wein? Ja, Hilfe. Was spielt das jetzt für eine Rolle bei den Bühnen? Wir haben uns die ganzen Jahre nur mit alkoholfreien Wein beschäftigt, weil das letzte Jahr, wie meist gehört, das der Folge war.

Und warum müssen denn die Weine heissen? Ja, wir haben auch Sachen probiert, die mit Weinen nichts zu tun hatten. Das waren einfach alkoholfreie Lifestyle-Getränke. Also ich habe halt immer meine zwei Seelen in der Brust. Ich verstehe gewisse Weingüter, wenn wir jetzt zum Beispiel nicht mehr so viel Weine mit Alkohol verkaufen, dass wir einen neuen Weg gehen und sagen, ich könnte ja das probieren. Und wenn das jetzt gefragt ist, dann machen wir das. Was ich nicht gut finde, ist, dass für mich halt Alkohol gehört zum Wein, weil es ein Resultat der Fermentation ist, der Gärung ist. Und wenn man das produziert und dann entzieht man dann das wieder diesem herrlichen Getränk…, Zucker und Säure rein, dann will ich das eigentlich gar nicht wirklich trinken. Aber ich habe jetzt ein neues Beispiel verkostet von Katena. Eigentlich sind die in Argentinien, aber die haben in Spanien das gemacht. Die haben Traubensaft.

Belassen und ihn mit Erdbeeren ergänzt und dann gibt das so einen alkoholfreien, das ist ja noch nicht Wein, aber es ist einfach Traubensaft. Und dann finde ich, warum dann nicht das? Also wieso muss es zuerst gären und dann... Die Firma Lewin in Russia macht das auch. Die haben so eine Hefekultur entwickelt, wie so ein Sauerteigbrot, die vor dem Start der Vergärung zusammen mit Aromaheven, die keinen Alkohol produzieren. Das weiß man, dass es das gibt. Das wissen die Wiens auch.

Weil der CO2-Fußabdruck von Alkoholvereinen ist eine Katastrophe. Weil wird ja zweimal gemacht, wenn man den Wein einmal macht und dann erhitzt und Vakuum verdampft und dann wieder zusammensetzt, quasi ohne den Faktor Alkohol. Darüber spricht man ja zu wenig. Und trotzdem sagt der Markt, mehr als 10 Euro ist nicht drin. Das heißt, dann kommt oben meistens ziemlich das Schlechteste rein, damit man trotzdem noch eine Marge erwirtschaften kann, die okay ist. Und deswegen glaube ich auch, dass der alkoholfreie Wein vielleicht jetzt gerade so ein bisschen in diese Zeit hineinpasst. Aber ob sich das so langfristig durchsitzen wird, auch wenn man darüber nachdenkt, wie wenig nachhaltig das ist, daran kann man auf jeden Fall zu erfüllen. Und dann würde ich halt wirklich, es muss ja dann nicht Wein sein, es kann ja dann wirklich Tee sein, wieso tun wir dann nicht uns auf Tee fokussieren oder was anderes, also nicht dieses, Wieso dann Wein? Aber erst mal, ob Wein oder nur eine Weinalternative, also welche Rolle spielt das bei den Winzern, mit denen du jetzt gesprochen hast? Also alkoholfrei war nicht so ein grosses Thema. Es gab, ich weiss, JCB, also Jean-Charles Boisset, der in Burgund, Kalifornien, er ist eh so ein Verrückter, macht immer neue Sachen und ein grosser Fokus auch auf Packaging, der hat gesagt, wir müssen neue Formen des Weins finden. Und ich glaube, die machen jetzt auch so Sachen in Kalifornien, einfach das Umwandeln des Weins, das Entziehen des Alkohols.

Ich glaube nicht, dass es das große Thema ist. Aber was würdest du sagen, waren die größten Themen für die Weingüter? Ja, also zuerst mal die Erkennung, dass sie sagen, es läuft nicht mehr so weiter wie bis anhin. Und wir haben eine neue Weingeneration, die auf uns zukommt. Und wir müssen ganz anders mit denen kommunizieren. Also zum Beispiel Wein darf nicht so kompliziert sein, obwohl es ist ein grosses Thema. Aber wir dürfen nicht so kompliziert darüber reden. Wir müssen ihn greifbar machen. Also zum Beispiel, was ich ganz schön finde, und das passiert jetzt mehr und mehr, dieser ganze Önotourismus, also die Weingüter rüsten ein bisschen um, machen vielleicht ein Besucherzentrum oder dass man auf dem Weingut schlafen kann, dass man in den Reben arbeiten kann, dass man mal sieht, was da für Arbeit ist. Oder so eine Steinlage eben da, den Haider, den wir haben, da von Wisperterminen.

Da geht es auch 1100 Meter hoch und ich musste auch schon diesen Rettberg hochgehen. Ich meine, da ist man fertig oben und dass man spürt, woher kommen diese Trauben her. Also dieses ganze Greifbarmachen, was ist Wein überhaupt? Es ist nicht einfach eine Flasche im Supermarkt oder in einem Weingestell. Da hat es so viel Arbeit dahinter. Es ist eben auch nicht drum mit dem Alkohol. Es ist nicht eine Spiritose, die ich im Labor mehr oder weniger machen kann. Wein ist viel komplexer, es ist viel komplizierter. Aber wenn du sagst, wir dürfen nicht so kompliziert darüber reden. Ja, aber darum zeigen wir es. Und die Weingüter, wenn sie da hingehen. Also ich bin ja jetzt... Mehr als 30 Jahre in dieser Welt zu Hause. Und ein Grund sind sicher die interessanten Leute, die dieses Produkt produzieren. Und dann die Orte, weil wenn Sie sehen, wo Wein gemacht wird, das ist ja.

95 Prozent sind das schöne Terroirs, schöne Häuser, interessante auch Industrien. Es ist einfach interessant zu sehen, wo das produziert wird. Es ist eine Kulturlandschaft. Und dass man das jetzt öffnet und merkt, aha, wenn ich vielleicht, weil das kennt ja niemand, die sehen einfach eine Flasche Wein, aber wenn ich das ein bisschen öffne und man kann mich besuchen kommen, das ist ein grosser Trend, der jetzt eigentlich beginnt und das finde ich sehr begrüßenswert. Aber war das früher anders? Ja, es war schon, es gab immer ein paar, aber jetzt, zum Beispiel auch in Bordeaux, das war immer sehr, bis man da empfangen wurde und das Chateau die Türe öffnete und dann, ja, darf man probieren, ja, nicht wirklich und weiss ich was. Also das lockert sich jetzt schon ein bisschen. Unter dem Druck auch des Verkaufen-Müssens? Ja, dass man einfach noch sichtbar ist und dass man nicht dann auch dieses Elitäre ein bisschen verliert. Aber ich meine, so an der Mosel-Weinstrasse oder solche Sachen, dass man da dann zum Winzer kann und dass es da Probierstuben gibt oder so, das gibt es ja schon seit vielen Jahren, oder? Aber es geht ja über die Probierstube hinaus, dass man sagt, vielleicht buche ich mal das in dem Herbst, ich helfe mal bei der Ernte mit oder ich kann den Keller wirklich besuchen oder ich übernachte da die, in der Schweiz gibt es jetzt auch endlich mehr, dass man da kann man essen gehen und übernachtet auf dem Weingut, wacht in den Reben auf und fühlt dieses Land auch.

Meinst du, dass da wirklich viele Gebrauch von machen? Ich würde mir zuerst, Die Frage stellen, sind das dann nicht nur Leute, die ich sowieso schon als Konsumenten begeistern kann? Nicht zwingend. Also ich denke, wenn du so halt überlegst, die Zeit, seit auch Covid und so, was hat zugenommen, etwas Reisen. Also die Leute sind immer mehr unterwegs. Also ich sehe das am Flughafen Zürich, der ist ja immer voll. Also es wird viel mehr gereist und Sachen besucht. Und ich denke, wenn jetzt auch die Weinszene halt sich ein bisschen mehr auf das einrichtet, dass man eben die besuchen geht, dann denke ich schon, dass du neue Kunden findest, die vielleicht nicht nur in der Stadt bleiben oder Städtebesuche machen, sondern auch in den Weinszenen vom Weingut zu Weingut ziehen. Ja, okay. Die Schweiz ist eigentlich ein gutes Thema jetzt, um auf den zweiten Wein zu kommen. Ganz kurz, Axel, wie findest du den Redoma? Super. Also es ist sehr frisch.

Und jetzt, also ich habe noch nicht viel gegessen, so ein bisschen. Naja, er hat ja wenig Frucht, Er ist ja nicht sehr laut. Er hat eine gewisse Tiefe, finde ich eine Präzision, eine Klarheit, also überhaupt nicht verschnörkelt. Ja, also und ich glaube, das ist einfach eine sehr, sehr gute, eine natürliche Säure, ein sehr guter Essensbegleiter eben zu allem Fisch, Seafood und so weiter. Und ich liebe es eben, diese zwölf Alkohol, weil diese Leichtigkeit, die schmeckst du auch, dass der eben sehr, sehr fein ist. Und eben für 18,90 Euro, nicht nur quasi für Schweizer, sondern auch hierzulande, finde ich, ist es sehr viel Wein für das Geld. Damit wollen wir es auch schon belassen. Warum? Weil unser Gast hat uns einen Wein mitgebracht. Deswegen ist es doppelt schade, dass Lars nicht da ist mit der Rebsorte Haida. Die schreibt man zwar mit A, aber es ist wahrscheinlich für dich auch, Axel, dein erster Haida. Und ein Grand Cru sogar.

Wisperterminen aus dem Wallis. Warum hast du uns den Wallis mitgebracht? Ja, also habe ich dort oben einen Ehrenreppstock, der meinen Namen trägt. Da bin ich sehr stolz, aber ich muss dann immer wieder mal hochklettern. Und die St. Jodern-Kellerei ist eine Genossenschaftskellerei und die war lange der höchste Rappberg in Europa. Inzwischen gibt es Hörer. der Rieben auf 1150 Meter. Das ist der Heider, der Rebberg da oben. Und die machen diesen Wein. Und es ist wirklich, wenn man da oben steht und so ins Tal schaut, ganz weit hinten ist dann das Matterhorn, Und dann diese Trauben spürt und dann den Wein trinkt. Also für mich ist das einer der schönsten Schweizer Weinbotschafter, den ich mitbringen kann, weil ich lade auch alle gerne hin. Es gibt einen Haida-Wanderweg, es gibt ein Haida-Dorf und man kann wirklich da hochgehen. Post Auto fährt auch sonst auch, nicht bis ganz oben. Und es ist einfach ein sehr schöner Schweizer Wein. Und Haida ist ja die Sorte, also Savagnin kennt man, also im Jura wird das ja ganz anders dann ausgebaut. hat. Für uns im Wallis ist es eine der autochtonen Sorten und eben, wie gesagt, sie, die Sanktioten, die haben den höchsten Reptiretparzellen. Finde ich sehr gelbfruchtig in der Nase auch schon, vielleicht auch am Gaumen, auch so ein bisschen gelbe Paprika vielleicht.

Aber eine gewisse Cremigkeit auch, auch eine Opulenz. Schau, den Alkoholgehalt, das ist ein bisschen anders. Okay, also 14,4. Ja, Aber ich will nichts vorwegnehmen, aber ich könnte mir vorstellen, Axel, da wirst du zum Schweizer Wein-Fan. Ja, aber er ist ja gar nicht süß. Wieso glaubst du? Nein, weil er eben auch durch den Alkohol einfach auch eine Kraft hat. Und auch die Säure wirkt ein bisschen abgepuffert, vielleicht zu anderen Weinern oder zu vielen anderen Weinern, die wir in der Vergangenheit gehabt haben. Und auch dieses Weingut hast du besucht und befragt, wie geht es denn jetzt den Schweizern ich meine, dann würde ich sagen, ihr seid ein kleines Land auch mit nicht ganz so großen Weingütern, vielleicht eher Boutique und auch jetzt nicht so ganz im Preiseinstieg ist es nicht für diese, Weingüter leichter in dieser Zeit? Nein, also die Schweiz war ja immer so ein Ausnahmezustand in Sachen Wein, ich will es nicht anders erwähnen einfach in Sachen Wein, weil wir ja kaum exportieren, also die Schweiz hat so glaube ich 2% Export. Dann produzieren sie die Hälfte von dem, was sie konsumieren. Also wir importieren dann nochmal so viel. Und zwar eben der offene Weinmarkt. Weine von überall, Italien vor allem.

Aber es wird auch weniger getrunken. Auch ein Schweizer Wein wird weniger getrunken. Es ist nicht, dass sie keinen Stress haben. Wir spüren das auch, dass der Konsum zurückgegangen ist. Aber ich sage jetzt, solche Weine wie ein Haida, das ist ja sehr limitiert. Auch von der Rebfläche, Die haben weniger Sorgen. Wir haben ja sonst noch Schassler, was ja unsere Hauptweissweinsorte ist. Ihr macht da, also gut Edel, ist das für euch mehr eine Tafeltraube. Wir machen unseren traditionreichsten Wein. Und der hat auch eine Krise. Ich denke auch unter Stilistik müsste er sich ein bisschen an neuen Geschmacksgewohnheiten anpassen.

Aber wir spüren das auch. Obwohl, ich würde jetzt sagen, was wir nicht haben, ist dieser Exportstress, dass plötzlich die Zölle doppelt sind oder weiss ich was. Es ist im Land das Problem. Aber du hast vorhin gesagt, leichte Weine, jetzt bringst du einen Wein mit, der 14,4 Alkohol hat. Und weil trotzdem bei aller Leichtigkeit, wenn das nicht vollreif ist, dann schmeckt das ja nicht. Nein, dann hast du ein bisschen mehr Säure. Aber Haida hat, wir haben ja die Petit Arvini auch als autochtone, Walliser Sorte und Haida, die geniessen wirklich ein Wohlwollen, vor allem in der Deutschschweiz. Also was in der Schweiz, was immer wichtig zu bedenken ist, wir haben ja diese drei Sprachen, Französisch, Italienisch und Deutsch. Ich glaube, das Romance gibt es auch noch, aber punkto Trinkgewohnheiten. Also die Deutschschweizer, wo ich wohne, wir trinken ganz anders als die Westschweizer, wo Französisch gesprochen wird. Da tust du am Mittagessen, trinkst du deinen Wein, deinen Schossler oder und bei uns ist das alles ein bisschen strenger und verschiebt sich so aufs Wochenende. Also das kommt dann in dem Land auch noch ein bisschen zusammen. Das ist hammer, hammer kraftvoll, dieser Wein. Total. Es bleibt wirklich sehr lange. Absolut. Ich finde es auch eine Entdeckung. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, oder ich sehe so gewisse Parallelen vielleicht zum Weißburg und gerade diese Gelbfruchtigkeit und das mich da so ein bisschen daran erinnert.

Ich sage jetzt mal ungefähr, den gibt es bei unserem Partner Vesco nun mal nicht, glaube ich zumindest. Was kostet zum Beispiel ein Regal in der Schweiz? Das habe ich jetzt gar nicht nachgeschaut, aber ich glaube jetzt so plus minus 20 Franken. Das ist auch nicht so wahnsinnig. Auch nicht so wahnsinnig teuer. Was heißt das? Ja, 20 Euro. Wir stehen so ungefähr.

Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass ich über die Schweiz im Zusammenhang mit Wein bisher eigentlich wenig gehört habe. Ja, eben, weil sie tun das so für sich behalten. Das ist eigentlich schade. Bei Stefan Reinhardt, muss man sagen, gibt es ja noch einen Verkoster für Robert Parker, der eben auch die Schweizer Weine ein bisschen in den Fokus rückt und sie auch sehr hoch bepunktet und bewertet. Das wird dann schon helfen, oder? Also er hat, glaube ich, diesem sogar 94 oder 93 Punkte gegeben. Also wir tun natürlich, also ich tue gerne mit ihm auch verkosten, kann dann stundenlang über diesen Wein philosophieren. Das kann ich nicht, das ist ein Talent, wirklich. Und nein, also da bin ich sehr froh.

Du sagtest ja, das Packaging wäre auch so ein Thema. Was haben denn die Weingüter dazu gesagt oder was sind die Ideen? Das ist halt auch so. Du musst jetzt denken, wenn du jetzt heute in ein Restaurant gehst und junge Leute, also junge, ich bin halt schon älter, schaust, was machen die die ganze Zeit? Fotos. Und es gibt halt doch viele Weinetiketten, die sind nicht fotogen. Also die willst du gar nicht fotografieren oder du siehst nichts oder du würdest es nicht aufnehmen und deinen Freunden schicken. Obwohl ja das Etikett eigentlich nichts über den Wein sagt und es eigentlich unfair ist, täuscht das Auge uns. Und wir dürfen das jetzt auch für neue Weingenießer nicht unterschätzen, wenn der Wein nicht so einen Namen hat, dass er eh von Experten getrunken wird. Also weisst du, wenn du was Neues bringst und irgend so, ich sage jetzt mal, das Mosaik deiner Frau auf das Etikett tust, dann kommt das vielleicht nicht immer so gut.

Aber so ein Etikett kann ja auch, ich sag mal, wenn ich jetzt, ich meine, ich bin wirklich jung, aber wenn ich jetzt irgendwie in den Laden gehe und da dann irgendwie so ein quietschbuntes Etikett, was weiß ich, mit einem Happy Hip, was weiß ich, also mit irgendeinem Insta-Shit drauf ist, wertet das den Wein für mich qualitativ ab, weil ich denke, da kann ja nichts ordentliches drin sein. Wenn das so ein staubiges, altbackenes Etikett ist, dann denke ich eher, dass es gut ist. Aber jetzt klingt das ja so, als ob man dann doch eher etwas mehr catchy sein muss beim Design, um junge Zielgruppen zu erreichen. Also sind die dann der Meinung, also denken die nicht, dass das Grund ist? Ja, interessieren die sich nicht so fest über Wein wie wir. Die müssen ja irgendwas schnell auswählen.

Und wenn ein Wein halt neu lanciert wird, und es kommt halt darauf an, für wen er lanciert wird oder neu, dann überlegt man sich halt Sachen zum Etikett. Aber eigentlich dürfen wir gar nicht darauf schauen. Wir müssten eigentlich einfach alles abdecken, probieren, und dann wählen wir aus. Das sind ja die bekannten Blindverkostungen, wenn du wirklich wissen willst, was du da trinkst. Aber weil halt das Auge wirklich der erste Kaufschritt ist, wird halt da sehr viel investiert. Und da siehst du auch Kellereien, die Geld haben für Marketing, oder das machen können andere, die das nicht so haben. Aber geht das, in welche Richtung geht das? Also werden da mehr Bilder jetzt? Allerhand, da hast du jetzt allerhand. Es gibt, die Farbe ist sehr wichtig. Also ich glaube, farbige Elemente sind sehr wichtig geworden, weil das halt schön auf dem Foto ausschaut. Und also weg von diesen historischen... Wird es auch haben, es hat halt beides. Weil, wie du sagst, zum Beispiel, ich sage jetzt mal Discounter, also Discounter wird sicher bei den Bordeaux-Weinen, die ganz günstig sind, historisch waren, weil das suggeriert, dass es etwas Wertvolles ist. Aber es kann ja gar nicht so günstig sein und gut, also es geht dann gar nicht. Aber es kommt halt immer darauf an, wo du den Wein verkostest und wo du ihn kaufst. Drum ist das Thema ein bisschen auch kompliziert. Lustigerweise habe ich jetzt eingeschränkt von einem Weingut, das seit 1720 unterwegs ist und das Etikett wahrscheinlich auch noch nicht so viel jünger. Und ein Wein, der uns aber auch schon seit vielen Jahren begleitet.

Und deswegen habe ich ihn auch ausgesucht, weil es auch das Weingut, das du besucht hast. Und der Stefan Doktor war auch schon bei uns oder damals zugeschaltet zu Zeiten.

Schloss Johannesberg, Gelb Lack trocken? Ja, der war immer schon trocken, aber nie staubtrocken. Also immer relativ an der Grenze zum Nicht-Trocknen. Aber war das denn der Grünlack, der irgendwie... Ja, da gibt es ja einige Lackfarben, die sehr süß sind. Aber eigentlich traditionell ist der Gelblack immer quasi der Gutswein, der eben trocken ist. Und wir haben jetzt 2024 Gelblack eingeschickt vom Schloss Johannesberg, der laut Aussage 8,7 Gramm Restzucker hat. Also ja, und wir haben den irgendwann mal probiert, ich glaube den 19er oder den 20er hier. Und ich habe den, dass ich auch für den Pfalzdorf damals verkoste, war total begeistert von dem Wein. und den haben wir da auch richtig abgefeiert. Und immer wieder freue ich mich, den eigentlich zu probieren. Und was sagt denn so ein Schloss Johannesberg? Das müsste mir fast nachschauen gehen. Okay. Sollen wir das nachschauen gehen? Wir haben ja alles da. Also Deutschland. Diesen Bericht. Den gibt es für die, die interessiert sind. Gibt es den in Deutschland auch? Muss man sowas bestellen oder kann man das in Deutschland auch kaufen? Man kann es über den Verlag bestellen und die schicken das. Weinzeller Journal. Unfassbar. unfassbar dieser Wein. Also richtig, richtig. Du bist schon beim Wein. Ich bin noch gerade beim Wein-Cellar Journal. Also, was haben wir da?

Ich beschreibe kurz den Wein, der an Thomas sich orientiert. Der Duft ist erst mal was. Weiß ich nicht. Du feierst das voll ab? Ja, ich mag das total.

Weil es überhaupt nicht trocken schmeckt, finde ich. Es hat echt so eine Fruchtigkeit und irgendwie dadurch auch vielleicht so eine, Gewisse Süße. Auch 7,4 Gramm Säure, also auch eine gute Säure, die hilft immer, den Zucker abzupuffern. Und was es ihnen eben gelingt, ist, dass am Ende was sehr, sehr Harmonisches rauskommt. Ich finde, ein Riesling, der auch das Potenzial hat, denen zu schmecken, die sagen, Riesling mag ich gar nicht so gerne. Weil ich finde, dass eben das häufig an der Säure liegt oder an der Kargheit. Und der hat doch eine gewisse Großzügigkeit. Was eher Ausladendes, dieser Rieschen weiß gar nicht, was er vom Alkohol hat, der hat 12,5 und nichts Bitteres hinten raus, eine leichte tropische, aber sonst auch was eher gelbfruchtiges, Steinobst aber auch, Aprikose, Marille, Weinbergspirsich und was sehr Saftiges. Und am Ende dann doch die Salzigkeit, die Mineralität, die auch über das Alter der Rebstöcke, über die Kraft, die die auch mitbringen und natürlich im Gaumen dann immer auch Spannung gibt. Wenn das nicht wäre, wäre es sehr schnell langweilig und eben würde man das zweite Glas schon nicht mehr trinken wollen. Aber was hat der Stefan Doktor? Er sagt, Einzigartigkeit ist ein Schwerpunkt für die Zukunft. Und dann sagt er, aber hier, wo ist es?

Eine der großen Herausforderungen für die Zukunft wird es sein, dem Klimawandel mit klugen und nachhaltigen Konzepten zu begegnen. Und dann in Deutschland, wir sind eine der wenigen Weinproduzenten auf der Erde, die Weine mit verhältnismässig niedrigem Alkoholgehalt produzieren können. Das ist ein Schwerpunkt, den wir in der Zukunft weiter ausbauen werden. Allerdings, außerdem sind unsere Weine alles andere als Mainstream, sondern eben eine Einzigartigkeit. Also eben, das haben wir jetzt nicht erwähnt, aber das Dive der Global Warming, das hat natürlich grossen Einfluss auf die ganze Weinproduktion, die Weingebiete, die verschieben sich, die verändern sich. In gewissen Zonen ist es zu heiss, hat zu wenig Wasser. Andere, wir pflanzen immer mehr nach Norden, weil es da halt ein bisschen kühler ist, beziehungsweise wärmer geworden ist. Und was mich sehr interessiert für die Zukunft, der Geschmack zum Beispiel der Burgunderweine, weil es ist da doch langsam ein bisschen warm.

In der Champagne hat man jetzt das Klima, dass das Burgund früher hatte. Südengland zum Beispiel, die pflanzen ja auch sehr viel Pinot und Chardonnay und die Schaumweinproduktion nimmt dazu. Also es ist wirklich alles im Wandel. Aber gibt es Weingüter, die sich jetzt, ich weiss nicht, in Norwegen schon irgendwelche Flächen kaufen? Es ist ganz, es ist minim noch. In Dänemark habe ich ein bisschen geschaut, in Schweden. Das fängt jetzt langsam an, aber es sind ein paar hundert Hektar erst. Aber sie beginnen. Und was dort interessant ist, zum Überlegen, wir haben ja in Europa 100-jährige Weingeschichte. Und dort ist es wie jungfräulich. Also da war noch nie Rebe gepflanzt. Also es ist alles neu. Und die fangen jetzt an, oft mit diesen Piwi-Sorten, also diesen Pilzwiderstandsfähigen. Gibt andere Weinstilistiken, aber es ist eine neue Weinszene, die da...

Das sind dann Weingüter, die mehr im Süden sind und die dann sagen, ich hole mir Flächen im Norden und... Nein, also das neue Weingüter. Neue sind neue Weingüter, ja. Das ist interessant, in Südengland hat ja Tétangé vor einigen Jahren schon gepflanzt und dass ein Franzose nach England geht, pflanzt und der erste Wein ist, glaube ich, letztes Jahr, also der erste Schaumwein ist erschienen.

Das ist auch eine Veränderung. Wie ist der? Schauen wir mal. Aber gut. Wir machen relativ viel mit Gasbollen, mit Nighttimber. Das sind richtig tolle Sachen, die sind auch nicht preiswert. Aber die haben eben eine kühle und auch eine Leichtigkeit eher. Also du merkst einfach, dass vielleicht das Klima dort ist, wie es vor 60 Jahren in der Champagne war. Und davon profitieren die natürlich. Die Böden sind sehr authentisch, sehr kalkhaltige Böden. Aber auch da ist es so, es gibt einen starken englischen Markt, es gibt viele Engländer mit sehr viel Geld, Finanzplatz London, da geht gar nicht so viel raus in die Welt, sondern das trinken dann die halt dann selber. Es gibt ja schon einen gewissen Lokalkolorit. Ist dann das etwas, was du mehr feststellst, dass die Deutschen mehr Deutschen Wein trinken, die Österreicher mehr Österreicher und die Chilener mehr Chilenischen Wein?

Ja, also ich würde sagen, die Schweiz ist ein, also im Vergleich jetzt Deutschland, Österreich, Schweiz, würde ich sagen, wir haben, wir sind recht, also wir geben auch mehr aus für den Wein. Wir haben einfach, das ist alles ein bisschen teurer bei uns. Es ist auch alles teurer, aber es ist schon, ich würde sagen, Österreich ist mehr konzentriert auf Österreich und Deutschland schon auch. Wobei Italien ist ein großes Thema. Also Weine aus Italien. Aber die Leute sagen zu mir auch, wenn ich einen Wein aus Neuseeland empfehle, wir brauchen ja nichts, das um die neue Welt fährt und lieber was aus Deutschland. Das muss ich dann sagen, wenn ich aber was vom Bodensee einmal durch ganz Deutschland mit dem Lastwagen durchfahre oder ich habe ein Containerschiff, das im Hamburger Hafen landet, in einem voll beladenen Container, dann ist das spannend, wenn man die CO2-Bilanz nebeneinander legt. Dass das gar nicht so viel... Ich weiß, aber es funktioniert trotzdem nicht. Man wird trotzdem sagen, nein, und Seeland ist viel zu weit und wir haben ja das Gute um uns herum und ja, warum auch nicht? Also ich finde, ja. Aber trotzdem, was ich schade fände, ist eben, wenn man auch so Überzeugungen die Neugier verliert, Wein zu entdecken und Wein zu verkosten. Aber kann man nicht die Leute auch bestärken und sagen, wenn dir das schmeckt, ich meine, die Sonne Australiens in einem Scherast, kriegst du halt nicht hin im Ahrtal, das geht halt nicht. Nein. Dass man dann sagt, aber wenn dir das doch schmeckt dann bleib doch dabei und versuch die Welt dieser Weine mit dieser Stilistik für dich heraus zu finden und zu.

Erobern Ja, eigentlich ist Wein ein grenzenloses Thema, also ich finde man darf sich auch keine Grenzen setzen, sondern man soll es gibt so viele und sie entwickeln sich und es gibt so viele Regionen und da nehmen wir jetzt bei Nippur Beispiel Neue Generation der Zukunft, neue Weine macht Also es ist ein steter Wandel und das Schöne am Wein genießen und entdecken ist eigentlich, in dieser Reise nicht aufzuhören, einfach immer dabei zu sein.

Also ich habe mich vor anderthalb Jahren mit Eduardo Chetwick getroffen. In Berlin gab es eine große Verkostung. Da haben wir uns auch gesehen. Da haben wir uns auch gesehen. Und der hat zum Beispiel erzählt, auch die Regierung in Chile hat es also, Argentinien? Chile. In Chile hat also auch Alkohol ganz schlecht und so weiter, sodass auch innerhalb da in Südamerika der Markt es wahnsinnig schwer gehabt hat. Also das ist ja dann so, dass es irgendwo dann auch was Politisches ist.

Dass quasi der Wein einem Madig gemacht wird, dass die Politik das quasi vorliebt. Ich würde sagen, in Deutschland siehst du auch, wenn ein Politiker mit einer Flasche Wein zu sehen ist, in Frankreich vielleicht in Sternerestaurants kann man das fotografieren. In Deutschland ist das alles mit unseren Steuergeldern, mit unseren... Ja gut, aber das ist ein anderes Thema. Dann geht es um Geld ausgeben. Aber ich finde so, zum Beispiel, ich habe ja da meine Erfahrungen in den Staaten gemacht, weil ich glaube gerne mit einer Flasche Wein in der Hand rum, weil ich sehe da nichts Dramatisches dahinter. Aber in den Staaten darf man das ja nicht. Das muss ja eingepackt sein in eine Papiertüte. Sonst wird mir Gott irgendwie abgeschlägt. Ich glaube, man darf es aber zum Beispiel in Las Vegas oder so, da darf man das. Und dann machen das die Leute auch, dass sie mit einer Bierflasche im Gehsteigen rumlaufen und sich dabei fotografieren, wo sie eine Bierflasche da ankaufen. Weil es so besonders ist. Illegal eigentlich. Ich finde, es kommt ja darauf an, wo man den Wein genießt, wenn man jetzt am Winteressen ist und nicht einfach auf der Strassenbank und da die Flasche trinkt. Es ist.

Also bei uns wäre das nicht verboten. Aber ich glaube, es gab jetzt auch im Parlament etwas, das, glaube ich, eine grüne junge Politikerin gesagt hat, die eben die Westscheitzer, die französisch Sprechenden, die trinken schon in den Sitzungen ihren Schossler und das geht gar nicht. Also sie wollen das irgendwie verbieten. Aber gut. Gut, die Grünen haben auch in Deutschland gerade aktuell ein paar Sachen, ein paar Themen, die sie nicht gerade in der Beliebtheitsskala nach oben gebracht haben. Und ich würde gerne noch jetzt einen Runden auch noch mitgebracht. Ganz kurz zum Gelblatt noch, Axel, was sagst du? Strong buy. Dein Wein, 18 Euro.

Sonst dann, no brainer. Im Speedhase würde der von mir 10 Punkte kriegen. Ist das gut oder schlecht? Das ist gut. Aber siehst du, was ganz toll ist, du hast jetzt drei Weissweine oder wenn die jetzt so nebeneinander stehen, da weißt du eigentlich gar nicht, was du... Was würdest du optisch auswählen? Ist noch schwierig, oder? Total schwierig. Die kosten alle ähnlich. Die kosten alle ähnlich, kommen aus drei verschiedenen Ländern und schmecken total unterschiedlich. Und das macht es natürlich sehr kompliziert, aber es ist sehr faszinierend. Aber deswegen gibt es ja auch unseren Podcast, weil wir eben dann immer nur vier verschiedene Weine vorstellen und präsentieren und zeigen. Und der letzte Wein, den ich mitgebracht habe, ist ein sehr, sehr grosses Weingut in Sizilien, Dona Fugata. Hatten wir schon mal einzelne Weine, glaube ich, oder? Oder hatten wir die ganze Folge schon? Nein, nein. Vielleicht genau den. Also das ist eine Cuvée aus 70% Nero Davola und 30% Frappato aus dem Jahrgang 2022. Und der Wein heißt Flora Mundi.

Jetzt ist Italien, du hast es vorher schon gesagt, auch sehr viel italienischer Wein wird in der Schweiz getrunken, sehr viel italienischer Wein wird in Deutschland getrunken, ich würde sagen, vor allem in München wird sehr viel italienischer Wein getrunken. Wir im Norden sind ja vielleicht traditionell einfach auch noch schon ein bisschen in Bordeaux unterwegs und vielleicht in Spanien. Wie geht es denn jetzt vom Weingut? Ich glaube, die haben 250, also ein sehr großes Weingut. Wie geht es denn jetzt zum Weingut? Was sagt denn jetzt so ein ganz großes Weingut? Soll ich es noch lesen? Ich finde es ganz, ganz spannend. Und vielleicht, du hast auch noch, was da noch für Weingüter auch noch generell befragt werden, dass ich das einfach mal vielleicht so mal ein bisschen sagen kann in die Runde hinein. Also wir haben Castello di Amma, ich auch so sehr, sehr, sehr gut kenne. Dona Fugata Gaia, Ricazoli, Tenuta San Leonardo ganz im Norden. Gut, Oggau, die schon bei uns waren. Ich habe es leider verblitzt. die Domäne Wachau, die schon bei uns waren. Nippert haben wir dann dieser JCB, den du gerade gemacht hast.

Die Familie Torres hast du besucht und in Frankreich noch die Familie Perrin, die unter anderem für Brad Pitt die Weine macht. Und jetzt in dieser Serie, wie heißt das, Drops of God, jetzt auf Apple TV, schaut ihr das? Diese Manga-Verfilmung, Das ist ja auf Bocastel gefilmt. Also ich glaube, ich habe die ersten zwei Folgen gesehen oder die ersten drei. Drops of God, hört sich super an. Wie ist das? Ja. Ist das gut? Ja. Also die erste Staffel war sehr gut, die zweite läuft jetzt. Also kann ich noch nicht viel sagen. Hans-Peter und Edel-Traut-Tier-Isa hast du besucht. Ja, die sind super. Die finde ich auch sehr gut. Zapata in Argentinien.

Also wirklich ein großer Querschnitt. Was sagen die in Sizilien? Also Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle. Die globale Weinindustrie präsentiert sich sehr komplex und steht vor grossen Herausforderungen, die ihre Innovationsfähigkeit, ihre Widerstandsfähigkeit und die Anpassungen an die sich wandelnden Verbrauchspräferenzen anpassen müssen. Konsumenten benötigen mehr Kommunikation, eine klare und integrative Sprache, die lokale Identität mit globaler Denkweise. Also sie schauen das schon sehr gross an, sie schauen das global an und mich würde zum Beispiel jetzt auch Wunder nehmen, die sind ja auch sehr in den, sie exportieren nach Amerika, also das, glaube ich, Italien ist generell 30 Prozent von ganz Italien geht in die Staaten, die haben jetzt schon ein bisschen Stress.

Und Sorge und Angst. Und Sorge, genau. Das sind ja so, muss ich vorstellen, Grossmusch, das läuft alles. Und plötzlich kommen da so Unterbrüche rein. Und beim Wein ist es ja so, dass jedes Jahr wird produziert. Also da kommt dann die neue Ernte und die neue. Also da hätte ich schon auch Sorgen. Aber was Donna Fogate ja auch zum Beispiel sehr interessant macht in der Zusammenarbeit mit Dolce & Chabana, das ist zum Beispiel gar nicht schlecht. Ich sage jetzt nicht, es ist für eine andere Zielgruppe, Also es ist jetzt vielleicht nicht für den Wein-Nerd. Mit super Packaging übrigens auch. Tolles Packaging, sieht gut aus auf jedem Tisch und spricht halt andere Weingenießer an. Also die gibt es ja schon seit ein paar Jahren. Also das heißt, die sind schon auch, offensichtlich haben die auch gemerkt schon, dass das durchaus hilft, um zu sagen, ich bringe den Wein auch aus dieser Wein-Nerd-Richtung raus hinein in ein Lifestyle-Produkt. Ja. Also weil es eben auch nicht unwichtig ist. Und ich gehe manchmal an den Tisch mit einer Flasche Wein, die bestellt wird. Und dann sagt jemand, also vom Aussehen her würde ich sie nicht mehr bestellen.

Das Auge trinkt mit. Und dann sage ich, ja, aber probieren Sie es erst mal. Und manchmal kokettiere ich auch. Ich hatte irgendwie so einen wirklich herausfordernden Müller-Turgau. Eh schon, die Rebsorte, schwierig, das Etikett so gelb, ganz, ganz schwierig aus Franken. Ich fand den Wein super. Und habe dann einmal gesagt, das ist wahrscheinlich das hässigste Etikett, das man sich so vorstellen kann, aber der Wein ist gut. Und allein deswegen wollten die Leute das schon probieren. Ja, also um es einfach so ein bisschen verkaufstechnisch aufzubauen. Hast du schon reingeworfen, rein probiert? Ja, Erdbeeren habe ich irgendwie in der Nase und, Geschmack. Aber ist auch nicht zu schwer. Also ist kein schwer. Nee, 13 Alkohol. Sehr, sehr trocken. Ja.

Und ich glaube, der Künstler, der sonst die Etiketten von Dona Fugata macht, ist auch ein Freund der Familie. Also der macht, der hat da die ganze Selektion. So ein buntes Etikett. Blau mit einer Frau, die ganz bunten Dinge. Der Wein hat, ich finde, die Temperatur ist auch gut. Wir haben es ein bisschen gekühlt. Dadurch hat er so eine Frische. Auch von der Farbe ist es ja relativ hell. Ja, da würden vielleicht ein paar Weinfreaks wieder sagen, ist mir viel zu hell. Und früher hätte man vielleicht gesagt, da müssen wir ein bisschen Cabernet oder so mit reinmachen. und das Geier auch gemacht hat. Und weil das Auge assoziiert eben, dass das nicht sehr kräftig sein kann. Und heute ist man gar nicht mehr böse, wenn es eben von der Farbe so ein bisschen heller ist.

Ich mag es, es hat einen guten Zug. Nerodabula kann oft sehr alkoholreich sein und auch vom Gerbstoff auch in der Jugend. Und ich finde das alles nicht, sondern ich finde es sehr fein vom Tannin, einen guten Spannungsbogen, saftig, Erdbeere, generelle Beerenfrucht, ein bisschen was Florales vielleicht.

Gefällt mir ja. Sind dann eigentlich so die jungen Leute heute noch bereit, so viel Geld für Wein auszugeben? Ja, also wir können gerade zum Beispiel ans Burgund denken, wo ja ganz fantastische, fast holistische Weine, limitierte Weine herkommen und das sehe ich schon, wenn man die Passion für Wein hat, dann will man das ja auch verkosten, weil das habe ich jetzt auch immer gesehen in all diesen Jahren, wenn Sie als Weinproduzent nicht selber die grossen Weine verkosten, werden Sie wahrscheinlich nie in der Lage sein, wirklich grosse Weine zu vinifizieren. Auch wenn Sie ganz andere Trauben haben, anderes Terror haben. Aber ich glaube, der Weinproduzent muss diese Dimension erleben, die ein Wein haben kann. Und diese Dimension, das kennen wir, die kann enorm sein und das geht in andere Sphären. Man muss natürlich bereit sein, für das. Ich mag mich erinnern, Als ich ganz jung war, hat mir.

Damals der Chef Beat Caduff eine Batterie von Domaine-le-Roy-Wein aufgemacht. Und ich war aber wirklich noch jung und er hat gesagt, du musst das probieren, das ist ganz was Spezielles. Und ich habe es nicht verstanden, ich war zu jung. Und ich fand, ja, aber es ist jetzt ein bisschen streng und die Tonine und weiss ich was. Ich verstehe gar nichts. Also ich war wirklich viel zu jung. Und dann Jahre vergehen, man lernt dazu, man wird reifer und dann habe ich dann diese Weine begriffen. Also es ist halt Literatur oder klassische Musik. Sie müssen sich da reinleben, sie müssen reif dafür werden. Und wenn man das dann erleben kann, dann ist man dann auch bereit, ich glaube, dann hat man die Werkzeuge zum wirklich groß arbeiten zu können. Mir hat jetzt gerade ein befreundeter Sommer hier erzählt, dass das Weingut Leroy 2015 am Messigny, was ist das teuerste, was Sie haben? Ich weiß es nicht.

Hat mir erzählt, ob das stimmt. Ich habe, bevor man arbeitet, eine Flasche des aktuellen Jahrgangs von Leroy, da gibt es auch natürlich wahnsinnig wenig, die unfassbare Summe von 200.000 Euro. Also ich mag mich reden, als ich Madame Laloubis besucht habe, auch schon einige Jahre. Du warst schon dort? Mein Gott, unvergessliches Erlebnis. Und wir haben dann im Keller verkostet und so. Und dann sagt sie, ah, je comprends pas, mais die toujours Madame trop cher. Trop cher? Trop cher, zu teuer. Ich bin die Madame. Ich weiss nicht, gut. Aber ich finde sie schon, als ich sage, solche Leute gibt es, ist grossartig. Und klar, es ist absurd, was das kostet, aber sie kann das, weil es limitiert ist und alle wollen. Und es ist schon grossartig. Aber 200.000 Euro, das ist ja schon sehr, sehr viel mehr als alles, was man vorher hat. Genau, für mich waren es so 45.000, 50.000. DHC kannte man, das war dann schon so 20.000, 21.000. Aber das ist... Ja, die Frage wäre so. Also haben wir jetzt heute leider nicht mit.

Und ich meine, wie entsteht ein Preis? Das ist ein Teil, das sind natürlich Produktionskosten und der Rest ist dann Fantasie. Nein, also wir können das ja auch mit der Kunst vergleichen. Es gibt ja gewisse Kunstwerke, also wenn wir das ganz einfach anschauen, das ist auch eine Leinwandfarbe, ein Künstler und kann die Zeit vielleicht noch, ist es von früher oder von heute. Aber es ist halt die Nachfrage. Ich würde sagen, Burgund hat schon eine Ausnahmestellung mit dem Terror, mit der Geschichte. Und ich bin überzeugt, dass gewisse Weine was Holistisches haben. Also da steckt was mehr drin. Aber klar, der Preis ist natürlich oft absurd, aber es ist wirklich die Nachfrage da.

Kannst du das in ein paar Sätzen zusammenfassen, was jetzt quasi so die Quintessenz ist aus dem, was du aus dem Wissen, das du erlangt hast mit diesen 40 Interviews, die du mit den Weingütern geführt hast? Also beim Skifahren oder locker bleiben? Nein, also ich glaube schon, es ist eine Rückbesinnung auf das, was wichtig ist, eigentlich auf seine Kernkompetenz auch und vielleicht auch eine Uniqueness herausfinden, für was ist mein Weingut eigentlich, was könnte es am besten machen und auch anders kommunizieren, also nicht so stur bleiben wie Wein darf nicht zu elitär sein. Also ich finde, das ist ganz wichtig. Wein soll zugänglich sein und es ist ein Kulturgut, das die Sprache der Herkunft spricht, also des Landes. Und das kann auch ins Essen hineingehen, also diese Kombination mit Essen. Einfach, dass man das in den Genuss rüberbringt. Aber was wäre ein Beispiel für eine Kommunikation, die nicht zu kompliziert ist? Zum Beispiel, ich sage jetzt an den Haider, da würde ich halt jetzt sagen, kommt nach oben, schaut euch das an, das vergessen Sie nie mehr und Sie werden das allen weitererzählen, weil Sie das Terror gesehen haben und die Landschaft.

Und ich finde halt eben, dass diese, klar sind Jahrgänge wichtig, aber Jahrgänge sind für uns wichtig, die täglich mit Wein zu tun haben und lernen müssen und vergleichen müssen. Aber für jemand, der zweimal die Woche ein Glas Wein trinkt, ist jetzt wirklich nicht so wichtig, ob es der 25er oder der 23er ist. Da dürfen wir das nicht so kompliziert machen. Die müssen sich wohlfühlen und nicht eingeengt, wenn sie Wein genießen. Ja, das ist gut. Also kann ich zum Beispiel total mitgehen, weil irgendwie so diese, Weinkenner-Szene, die macht einem ja quasi mehr Angst, weil man jetzt davor steht als alles andere, weil man sich ja irgendwie überhaupt nicht traut, irgendwas zu sagen, weil man weiß, das kann sowieso Also wenn, dann ist das auf jeden Fall unzureichend. Also ich finde es eben toll. Also wir haben ja Wochen in Hamburg bei dieser Wine Style auch ausgeschenkt mit meiner anderen Weinfirma. Und weil ich einfach gesagt habe, probieren Sie das doch. Man wird dann einen englischen Sekt, einen Blumenoir auch mit, Jahrgangssekt. Und das war so mein Ketchup zu sagen, haben Sie schon mal einen englischen Sekt probiert? Die meisten noch nicht. Und dann sage ich, probieren Sie mal, gibt es das überhaupt, schmeckt das? Dann sagen Sie es mir hinterher. Und die Flasche kostet mir 62 Euro. Und dann haben wir die Leute gesagt, wow. Oder nee, ich bin gar nicht so ein Experte, das wäre zu schade für mich, sage ich, das hat damit gar nichts zu tun, Sie müssen es mal probieren. Also, ob Sie das bezahlen müssen, weil wir nichts kaufen, ich wollte Ihnen das einfach mal zeigen und ich glaube, dass.

Da können wir jeden nur bestärken, egal quasi, wie viel Geld man ausgibt. Man sollte immer offen sein, Dinge zu probieren und für sich dann ehrlich mit sich selber zu sein. Mag ich das? Mag ich das für ein kleines Glas zu dem Essen? Mag ich das für eine ganze Flasche zu zweit am Kamin? Mag ich das nur dort vor Ort? Weil natürlich schmeckt, wenn ich in Sizilien und bei dem Sonnenuntergang habe ich eine andere Emotion, ist es anders aufgeladen, genau dieser Wein, als wenn ich ihn hier bei Schneetreiben und Minus 6 Grad in Hamburg probiere. Das ist so. Das ist auch erwiesen, dass Leute sich den Kofferraum voll knallen aus der Toskana und dann mit langen Gesichtern jede Flasche aufmachen und sagen, wie hat er dort besser geschmeckt. Es hat auch mit Emotion, mit wem trinke ich die Flasche? Weil ich finde, auch das ist in dieser ganzen Diskussion für mich, Diesen ganzen medizinischen Dingen. Und ich weiß, wir haben im Podcast und viele hören uns und das freut uns auch eine Verantwortung. Wir wollen hier nicht, dass wir Alkoholiker daraus machen aus unseren Hörern. Aber was das zwischenmenschlich mit der Seele, das Miteinander, der Erinnerung, eine tolle Flasche Wein oder ich weiß, es wird immer wieder zitiert, aber wir haben auch Hörer, die uns schreiben.

Noch nie habe ich so viel Geld für eine Flasche ausgegeben, aber ihr habt das so abgefeiert und ich habe mir eine Flasche Redigrafi gebeten. gekauft. Und wenn man die dann mal aufmacht und mit den Leuten trinkt, dann hat man eine Emotion, wie bin ich dazu gekommen, wann habe ich das gekauft und dann trinkt man das und man wird sich ewig daran erinnern, aber man erinnert sich nicht an den Abend, weißt du noch, als du den, Matetee gekocht hast oder den Kombucha selber angesetzt hast und so, das ist auch vielleicht, dann geht es aber um die Inhalte, aber so hat man einen Gesprächsaufhänger auch, finde ich, und etwas, was einen verbindet. Ich finde Weihnachten so etwas wahnsinnig Verbindendes.

Und auch zum Beispiel etwas, was ich immer empfehlen kann, wenn Gäste eingeladen sind zum Nachtessen, ich würde halt nie nur einen Wein aufmachen, sondern ein paar. Weil es kann sein, dass jemand lieber Weiß trinkt, jemand lieber Rot. Und das nimmt auch den Stress weg, dass man das dann trinken muss, weil das ja eingeschränkt wird. Sondern wirklich, man kann ja ein paar Weine oder die gleiche Traube, drei von drei Produzenten oder vom Winzer, das ist ein Teil des Sortiments. Und würdest du denn auch gleich bei einem alkoholfreien Wein auch hinstellen? Ja, kann man hinstellen. Warum auch nicht? Immer so ein Kübel ist auch gut, dass man es ausleeren kann.

Auch ich, nach all diesen Jahren, wann lerne ich am meisten über Wein? Wenn ich vergleiche. Sie vergleichen die Schaumweine, Sie vergleichen Alkohol, nicht Alkohol. Wenn man etwas Einzelnes vor sich hat, ist es ein bisschen strenger, das in ein System zu packen, als wenn Sie das vergleichen können. Und dann wirklich, wie du sagst, was habe ich gern und das trinke ich und das andere trinke ich nicht. Das ist eine mega Idee, finde ich. mehrere Weine aufzumachen. Also nicht, Also wenn man jetzt einen langen Abend hat und dann maximal würde ich wahrscheinlich drei Flaschen aufmachen, über den ganzen Abend verteilt, aber dann musst du über das trinken, was da gerade kommt und kannst dich nicht an das so richtig mehr erinnern, was vorhin war. Ich finde, man muss aber schauen, dass die Temperatur einigermaßen, weil dann irgendwie, also ohne dass man jetzt ständig den Weißwein immer wieder wegträgt, dann macht man vielleicht den Kühler oder so irgendwo hin oder so eine Manschette drüber, dass es auch stabil bleibt. Dann kann es auch am Tisch bleiben, weil sonst ist es dann irgendwann schon schwer, wenn es zu warm wird, finde ich jetzt als praktischer Ansatz. Abschließend hätte ich jetzt noch eine Frage und ich finde, du bist ein wahnsinnig toller Gast und das will ich Wenn du irgendwann wieder vor mich an.

Wenn du auf einer einsamen Insel bist und die Welt ist sowieso komplett verloren, weil wir alle seit Jahrzehnten kein Alkohol mehr trinken, dann dürftest du eine Flasche mitnehmen. Du glaubst es jetzt nicht, aber es wäre sicher ein Riesling, ein knochentrockener Riesling von der Nahe. Tatsächlich? Ja, wirklich. Ich weiss nicht, ob das das Alter ist, aber ich finde dieses präzise, geschliffene, das ist auch so etwas Elektrisierendes. Und es stimuliert und hält einen wach und ich finde das toll. Also es müsste natürlich gekühlt sein. Ja, das ist schon richtig. Ja, aber weißt du, ich glaube 99 von 100 hätten jetzt gesagt, oh ja, war ich nicht schwierig. Das ist cool, dass du so eine klare Antwort, eine klar geschritten Antwort darauf hast. Wine Cellar Journal von Chandra Kurt. Also wir verschicken gerne Probenummern, auch kostenlos, das habe ich jetzt gesagt. Perfekt, dann sollen nicht die Menschen an uns wenden. Wir geben den Kontakt weiter. Vielleicht können wir auch den Link in die Shownote packen. Hast du den Link? Ja, ich habe den Link. Danke für deinen Besuch. Danke euch. Wir gehen jetzt positiv aus der Nummer raus heute. Richtig? Ja, absolut. Es gab ja auch keinen alkoholfreien Wein. Warum denn nicht? Wein sollte etwas Positives sein. Aufs Leben damit. Damit verabschieden wir uns. Danke vielmals. Auf Wiedersehen. Zum Wohl.