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Schön, dass ihr wieder da seid. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit dem besten Weingut Spaniens. Anschnallen und mit mir verkosten zusammen der liebe Axel. Axel. Und der liebe Lars. Und warum springst du wie so ein Typ auf dem Kausselle? Einsteigen, zurückbleiben. Wer hat gerade gesagt, ich kann es zubegrüßen. Und da war ich jetzt noch nicht so vorbereitet. Deswegen bin ich jetzt ein bisschen aufgeregter als sonst. Aber das macht nichts. Da schaffst du was. Du schaffst es. Und wir haben einen fantastischen Gast. Einen jungen Mann, den ich schon seit vielen Jahren kenne und auch ein Stück bewundere, weil er umfassbar viel erreicht hat. Ich lese noch ein paar Sachen vor über zwei Seiten, was er alles schon gewonnen und gemacht hat. WSET Trust Advanced Sommelier-Zertifikat, staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt. Er ist Sommer des Jahres im Gomeo gewesen, Sommer des Jahres im Best of the Best Awards Chef. Sommer des Jahres in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Erster Platz der Sommelier-Trophy, bester Sommelier Deutschlands und und und. Es geht noch viel weiter und jetzt ist er unterwegs mit dem Weingut Vega, Sicilia und vielen anderen Sachen, aber die hat er uns heute mitgebracht und er ist extra dafür nach Hamburg gekommen. Thomas Sommer! Hallo!

Können wir das nochmal machen? Nein. Thomas Zummer. Ich hatte ja keine Ahnung. Ja. Du sagst, ich bin Thomas. Hast du noch einen Überblick darüber, wie viel dieser Titel du gewonnen hast? Anscheinend nicht. Es scheint zu viele zu sein. Doch, schon. Also da ist schon in der Vergangenheit, das ist quasi das erste Leben, das erste berufliche Leben. Den Überblick hat man schon noch, ja. Aber das ist halt auch schon alles sehr, sehr lange her. Ja, aber lieben Dank. Aber so alt bist du noch nicht. Wir haben gerade gesagt, du bist wahrscheinlich der Jüngste am Tisch. Welcher Jahrgang bist du?

Jahrgang 78. Ich wollte gerade die Brücke aufs Weingut bringen, weil ich letztens in den 78er probiert habe. Ja, ich bin auch Jahrgang 78. Jetzt ist die Frage, wann 78? 7. März. Oh. Ich erwarte große Flaschen. Ja, ich bin 21. März. Oh, das war knapp. Du bist doch Fisch, ich bin schon wieder. Das war knapp.

Das war knapp. Na gut, okay. Sehr schön, super. Vega Cecilia, Jungs, habt ihr das schon jemals gehört? Nee. Also, nee. Doch, eben gerade. Sagt euch Pincia, Allion, Unico, Unico Reserva Especial was? Also Unico hätte ich jetzt, ich weiß nicht, aber hätte ich jetzt nicht mit Wein assoziiert. Uniklo als Textilfirma aussehen. Uniklo, ja, vielleicht daher. Fast, okay. Ja, also in der Weinbranche sind das klingende Namen. Das ist wirklich Popnotch, das ist High End. Und das ist wirklich eine große Freude. Ich probiere die Weine auch nicht ständig. Aber ich begleite, ich verkoste sie auf jeden Fall schon seit zwei Jahrzehnten immer wieder mal. Und jetzt mal freue ich mich und es ist konstant immer auf allerhöchstem Niveau. Also magst du was dazu erzählen, generell zum... Könnte man das grobe Bild, das große Bild aufziehen, was Vega Cecilia angeht. Du hast es absolut richtig gesagt, es ist einer der Icon-Weingüter nicht nur Spaniens, sondern der gesamten Weinwelt. Uns begleitet dieses Weingut sicherlich alle seit vielen, vielen Jahren. Es ist ein Weingut, was es geschafft hat, über die Jahre vor allem auch Zeit zu greifbarer zu machen.

Zeitabstände ein klein wenig enger zusammenzufassen. Das werden wir dann später beim letzten Wein, den wir heute probieren, auch sehen. Was Vegas es hier ausmacht, ist, dass es immer um Zeit geht. Es geht immer um Präzision und Passion, um entspanntes Wein machen und kein gestresstes Winemaking. Wir probieren heute die aktuellen Jahrgänge. Wir haben so Jahrgänge wie 2016 dabei. Das kommt jetzt erst auf den Markt. Nach zehn Jahren. Ich glaube, wenn wir überlegen, wo wir uns heute befinden, In Zeiten, in der immer Weine sehr früh und sehr schnell getrunken werden, ist das so ein Gegenentwurf. Das heißt, wenn ihr einen Wein geerntet habt, wann kommt er frühestens auf den Markt?

Bei Unico jetzt. Zehn Jahre. Nach zehn Jahren bei dem Top-Wein. Das, was wir jetzt probieren, ist zunächst ein geschenktes Pintia. Da sind wir quasi erstmal noch nicht im Ribeira del Duero. Jetzt sprengen wir schon ein bisschen durch die Region. Der Ursprung von Vega-Sizia ist aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Da ist das Beingut in der Ribeira gegründet worden.

Übrigens, man vermutet nichts mit Sizilien zu tun. Genau, wieso heißt das so? Der eine oder andere, der das so denkt, aber es ist tatsächlich, geht es um eine Kapelle der heiligen Cecilia. Und dazu wird diese Namensanalogie geschaffen. Und dann gab es zwei Familiengenerationen, die im Vorfeld auf dem Weingut schon gearbeitet haben und auch quasi den Grundstein für den heutigen Erfolg gelegt haben. Das Weinmaking damals 1940, 50 rum. Ich habe sie angefangen, die Unico Reserves bisher, Unico selbst, auf den Markt zu bringen. Und das hat sich über die Jahre auch immer weiter entwickelt. Und jetzt 1982, meine ich, hat die Familie Alvarez, die heutigen Besitzer, das Weingut gekauft. David Alvarez hat dann dafür gesorgt, dass das Weingut quasi nochmal eine neue Ausrichtung, einen neuen Schliff auch bekommen hat. Und heute wirklich als eine der Icon-Brands auf der Weinwelt fußgekauft. So vergleichbar, ich war neulich eingeladen. Mit Opus One aus Kalifornien zum Beispiel. Ein schöner Übergang, ich war nämlich neulich eingeladen, das wollte ich euch erzählen, weil es auch wieder zeigt, wie bekannt Michael ist. Also man war so eingeladen, ich war so eingeladen bei jemanden, den ich noch nicht kannte und wir kamen so ins Gespräch und dann ging es um die Weine und dann sagte ein anderer Bekannter, ja der Lars, der ist ja auch in diesem Wein-Podcast, vier Flaschen, zusammen mit dem Michael Coutet. Und dann sah ich im Gesicht des Gastgebers.

Sie kennen Michael Coutet. Als nächstes bot er mir das Du an. Wow. Und dann sagt er, oh, wenn Sie Michael Coutet kennen, was trinken Sie denn? Und ich habe gesagt, ja, ganz weiß. Trinken Sie auch gern rot? Ja, natürlich. Und die anderen am Tisch, alle rot, rot, rot. Und dann holte er oder seine Frau aus dem Keller, ich weiß nicht, eine Flasche Opus One. Wow. Aus dem Jahr 2021. Sehr junger, okay. Ein junger, immerhin. Ja, ist immer toll. Immer ein paar hundert Euro schwer.

Und das Verrückte war, das habe ich dann ja offensichtlich dir zu verdanken, vielleicht war vorher was anderes geplant, das weiß ich nicht. Auf jeden Fall haben die dann vier Flaschen Opus One getrunken und ich möchte sagen, ich hatte ein Glas. Also auch alle anderen, die da waren, haben davon profitiert, dass ich Michael Coutet kenne. Ach, wie schön. War ich dich? Seit fünf Jahren eigentlich nicht kenne. Aber vielen Dank nochmal dafür. Du, es macht Türen auf. Es öffnet Türen. Und du gehst irgendwo hin und sagst, ah, und zack, kriegst du einen Wein für 4 Euro. Perfekt, ja. Aber im Restaurant kriegt ihr dann auch so eine Empfehlung, dann müsst ihr es auch bezahlen, wenn ihr sagt, nee, nee. Also dann glaubt jeder, ihr trinkt das natürlich jeden Tag, solche Weine. Nee, da würde ich mir sagen, das zahlt der Michael das nächste Mal. Genau, ja, ich stehe in die Rechnung. Also ich würde sagen, es ist, wie Opus One steht für Kalifornien und Petrus steht vielleicht für das Bordeaux und Claudio B. steht für Neuseeland. So steht Vega Sicilia eigentlich für den spanischen Wein. Wirklich, wenn man jetzt sagen würde, was ist das bekannteste Wein, Und tatsächlich jeder Wein für sich und oft wissen die Leute vielleicht gar nicht, dass das von Vega Sicilia ist, von dem Weingut, auch wenn die Flaschen ähnlich, auch wenn es klein unten drauf steht. Ist das Marta Alvarez, dieser Autogramm auf der Karte?

Also dann wäre es ja vielleicht sogar eine Frau bei unserem Tisch. Da steht auf jeden Fall überall drauf sogar so ein Autogramm. Und wir haben jetzt Pinzi auf jeden Fall, ein Wein aus dem Toro und das ist ein Tempranillo? Ja, das ist die Theorie Tempranillo. Jetzt kommt gleich wieder das Aber. Es ist Tempranillo, das ist richtig. Und in jeder Region Spanien hat sich Tempranillo als lokale Spielart dann Fuß gefunden und Toro heißt die Repsolat Tindadel Toro. Ist das jetzt sozusagen, wäre das jetzt der Einstieg bei euch? Kann man das sagen, Andy? Jein. Also innerhalb vom Toro, ja, ist das der Fall. Ich muss hier dazu sagen, das ist ein Projekt, was deutlich später dazu gekommen ist. Es ist ein eigenes Weingut, was dieselbe Familie beinhaltet, was natürlich genauso unter dem Label, unter dem Umbrella von Vegas, das hier steht. Aber komplett eigenständig, logischerweise die Weine auch vinifiziert und eigen anbaut. Ein bisschen eine eigene Philosophie aufgrund der Region auch mitbringt. Aber jetzt nicht wirklich ein Einstieg in der Weinwelt darstellt. Ich glaube, wenn wir gleich den Wein probieren werden, ist das mehr als nur Einstieg. Was Qualität angeht. Oha, da würde ich jetzt aber sagen, ist das noch unter 100 Euro? Gerade noch, ja. Tatsächlich? Das hätte ich jetzt nicht gedacht.

Aber es ist ja Zen, das ist ja schon Zen. Das ist der erste Wein. Ich komme ja aus der Opus One Welt jetzt gerade. Aber das ist wirklich, und das kostet unter 100 Euro? Nämlich? 80. Okay. Junge, Junge. Ja, ich denke, mich freut es erstmal, dass das so positiv ankommt. Punkt eins. Punkt zwei ist es ein Wein, der unglaublich viel mitbringt an eigener Charakteristik. Wir haben ja dieses Bouquet an extrem viel dunklen Beeren, auch so Lakritz, Schokolade, viele Bitternoten auch dabei. Also es ist super, super stoffig dicht. Ich glaube, dem Genießer dieses Weines macht es vor allem Freude, die Nase da drin zu verlieren. Und am Gaumen hat er auch viel Strukturen. Trotzdem ist es ein Wein, der mit viel Eleganz und Frische auch daherkommt. Das ist kein Wein, der einen komplett in die Knie zwingt. Aber es ist durchaus ein Wein, der auch gerne etwas Kräftigeres im Gericht auch sucht, damit das auch eine Balance findet. Ich finde es schon so ähnlich. Du sagst jetzt, ich möchte jetzt nicht ein Opus One oder die anderen, die jetzt wahrscheinlich alle noch viel, viel teurer sind. Wenn du das auf... Zu Hause anbietest. Also Stichwort vier Flaschen Opus One oder vier Flaschen davon, kommst du deutlich günstiger weg. Aber ich finde, darf ich sagen, gar nicht so viel schlechter. Oder vielleicht genauso.

Da können wir jetzt Diskussionen aufmachen. Also wenn du Leute am Tisch hast, die nicht so wie ihr beide Super-Experten sind, sondern Leute am Tisch, die gerne mal ein Glas Wein trinken. Da freut sich ja jeder. Das ist trotzdem ja schon viel Geld. Ich wollte es nicht sagen. Aber ich glaube, Leute, die gerne ein Glas Wein trinken, Ich bin schon ganz besoffen. Ich wollte gerade sagen, dein Glas ist leer und der Spuckler weit weg. Nein, nein, nein.

Und die habe ich nicht drauf. Für Leute, die nur mal ein Glas Wein gern trinken, da kann das auch perl vor die Säure sein. Ich glaube, man muss sich schon ein bisschen auskennen, um das zu würdigen. Krasserweise habt ihr sofort gesagt, wow, was ist das denn? Ja, aber weil wir es ein bisschen wissen. aber ich würde jetzt denken, wenn ich das jetzt meiner Freundin ausschenke oder irgendjemandem von meinen Freunden, die halt jetzt überhaupt nicht so in diesem Weingame drin sind. Was macht was passieren? Die würde sagen, wow, was ist das denn? Nee, die würde das trinken und sagen, ja, lecker. Aber das würde ich bei der nämlich gerne fragen. Ich hatte das neulich mit einer Bekannten von mir, die wirklich viel Wein kennt, trinkt und auch sich so auskennt. So ein bisschen. Und die hatte Freundinnen da, die hat eine Bekannte, von denen sie glaubte, die haben wir überhaupt keine Ahnung und ist dann wirklich, hat ihren eigenen Vorrat da gelassen, wo er ist, ist in den Supermarkt gegangen und hat vier Flaschen Wein für jeweils 3,99 gekauft.

Und da habe ich auch darüber gesagt, was soll das, ich gebe dir doch nicht meine guten, das war so auf dem Manns- und Claudie-Bay-Niveau so, das gebe ich denen doch nicht. Und da habe ich mich gefragt, tatsächlich, was du jetzt eben gesagt hast, merkt das nicht auch jemand, der gar kein Wein trinkt, dass das ein besonderer Wein ist? Ich glaube ja. Thomas, was hast du? Ich glaube gerade die Reaktion die ihr am Anfang gezeigt habt, ist genau das, was es widerspiegelt. Es ist ein Wein, der so ein volles Bouquet und so viel mitbringt und jemand, der das das erste Mal probiert, das erste Mal wirklich der Effekt, den ihr gezeigt habt, ist genau das Wow, was ist denn da los? Ist es immer so? Erlebst du das oft? In dem Fall ja, bei Pinja ist es Tatsache der Fall, weil er so catchy ist, so opulent ist und da ist aber auch eine Gefahr dahinter, weil das ist ein Wein, der 80 Euro mit allem Respekt ist, nicht wirklich wenig gilt. Das ist schon absolut feinwein und ambitioniert. Und wir werden sehen, die nächsten Weine, die wir probieren, die sind nicht unbedingt laut. Also sie sind deutlich teilweise auch feiner und akzentuierter. Und diese Feinheiten herauszubekommen, das ist, glaube ich, eher die Herausforderung für den Genießer, dann zu sagen, okay, trinke ich diesen Mehrwert dem Wein noch ab. Und da ist dann, glaube ich, jeder unterschiedlich, wie er das dann für sich selbst bewertet. Das heißt aber, wenn man jetzt einen von diesen Weinen jemanden anbietet, der sich mit Wein nicht so gut auskennt, dann den. Weil das andere dann im Verhältnis, man eben dann die Feinheiten... Vielleicht ein bisschen komplizierter wird es dann schon. Aber das werden wir gleich selber beurteilen.

Ich finde aber, was mich überrascht, Thomas, dass der Wein so, also auch vom Tannin her, also ich weiß nicht, wann ihr den aufgemacht habt, du hast die Flaschen ja mitgebracht, dankenswerterweise, aber er wirkt schon so offen. Also er wirkt gar nicht so, dass dir das alles zusammenzieht. Weil er schon seit zwei, weil Thomas ihn schon vor zwei Wochen aufgemacht hat. Aufpassen, ich gebe euch jetzt die Information dazu, Das ist bei dem Wein wirklich wichtig. Ich habe die Weine alle heute Vormittag doppelt dekantiert. Das benötigen diese Weine auch, denn es sind Weine, die jetzt immer noch, auch wenn das jetzt 2021er Jahrgang ist, das sind Weine, die diese Reife im Glas benötigen, die auch gerne noch größeres Glas gebraucht hätten, um sich noch besser entfalten zu können. Daher ist dieser Lufteinfluss für den Wein essentiell, damit diese frische Kante, die dieser Wein beim Öffnen heute Morgen hatte, seichter wird. Was heißt dann doppelt dekantiert? Du hast ihn einmal raus und einmal wieder rein? Karaffe dekantiert und dann wieder in die Flasche vorsichtig zurück. Und dann nochmal wieder? Nee, das ist ja doppelt. Einmal rein, einmal raus. Einmal raus, einmal rein. Und normalerweise würde man ihn nur einmal dekantieren, aber mit vielen Karaffen herlaufen ist auch schwierig. Deshalb habe ich mich entschieden, das so zu machen. Und es tut dem Wein auch wirklich sehr gut, wie ich finde.

Und es gab auch gerade die neuen Packer-Bewertungen für diese ganze Kollektion. Und das war schon echt extrem hoch bewertet. Ich weiß nicht, 95, 96 Punkte sind wir da schon. Und dann lässt du beim ersten Mal dekantieren. Hast du es dann ein bisschen länger an der Karafe gelassen oder gleich wieder zurück? Nein, also more or less in der selben Minute wieder retour. Ja, und Bessis, Weingut Spaniens, das ist nach welchem Ranking oder wie ist das? Ja, das sind die Bewertungen. natürlich die Durchschnittsbewertungen der letzten fünf Jahrzehnte. Also du musst natürlich auch schon länger am Markt sein. Und das Renommee. Aber wer bewertet das? Unterschiedlichste Bewerter. Also Chancellor Robinson, Robert Parker. Also da gibt es ein Ranking sozusagen, wo das beste Weingut bewertet wird? Ich meine, es gibt ja... Es gibt ja verschiedene Rankings, wenn du jetzt Hotel-Rankings oder sowas hast. Dann hast du in dem Magazin das Ranking und in dem Magazin das Ranking oder gibt es ein Ranking, was sozusagen alle... Also es gibt ganz viele verschiedene Verkoster, die unterschiedliches Renommee auch haben. Noch kurz bei der sehr wichtigen, einflussreichen, globalen angesprochen. Und ich glaube, dass wenn du bei allen unter den Top 3 als Weingut bist, dann zählst du zu einem der Besten, definitiv. Und wenn du immer wieder Höchstbewertungen seit des Parga-Chances, die Kenta und Co. bekommst, dann.

Zorgt das für einen gewissen Nimbus, den du damit aufbaust als Weingut, weil es sehr selten ist, dass du mehrfach über 98, 99 Punkte bekommst. Das ist nicht Standard, sagen wir so. Aber jeder Verkoster, jeder Bewährte, jeder Kritiker am Ende des Tages hat einen anderen Verkostungsstil und eine andere Herangehensweise, was so das Optimum ist. Und für mich ist das eigentlich, für uns ist das das Schöne, dass wir über etwas sprechen, was nicht analytisch nach Zahlen wirklich greifbar gemacht werden kann. Und es ist natürlich ein Versuch immer nur.

Nach etwas von etwas Gustatorischem einen Faktor zu bilden. Und ich glaube, das kann eigentlich nicht funktionieren. Das ist immer nur ein Anspruch, weil du wirst einen anderen Verkostungsstil haben als ich und andere Sachen, bevorzugen oder weniger gut finden so und das hat jeder von uns je nachdem wir was ein hintergrund ist was ein stil ist findet man das gut oder weniger.

Schön. Und Pincha ist jetzt ein Stil, der natürlich sehr augulent, sehr kraftvoll ist, auch oftmals sehr, sehr gerne positiv bewertet wird, eben weil es der gleiche Effekt, den wir gerade auch hatten, sehr, sehr einladend im Glas ist. Aber es gibt zum Beispiel vom Winespeck, da gibt es also die besten Weingüter der Welt, die nach unterschiedlichen Kriterien auch zusammenführen. Und da ist dann Vega Cecilia als erstes spanisches Weingut. Und das beste Weingut, keine Ahnung, was es da wird. Es gibt zum Beispiel auch von den vier Flaschen diese 30 Punkte. Das ist, glaube ich, auch in der Welt. Das ist nicht unwichtig. Da gucken wir drauf. die Punkte, die bekommen haben. Ich sage nur Butterfly von Dorit, die zählten. Aber es gibt nicht jetzt, dass man einem Weingut jetzt eine Punktzahl gibt als Weingut. Oder gibt es das auch? In der Regel nicht. Aber es gibt natürlich Geils, vielleicht die das auch machen. Aber zum Beispiel bei der Falschmecker gibt dann Fs her oder Falschmecker gibt Sterne her, wie viel das Weingut dann bekommt. Dann gibt es aber nicht nur eins mit fünf Sternen, sondern zehn mit fünf Sternen. Und dann sind die zehn die besten Weingüter dieses Landes. Ist ja auch völlig Wurst. Nee, aber Axel wollte es ja wissen. Mir ist ja auch völlig, wenn du so riechst, ich könnte jetzt den Rest dieser Sendung hier sitzen und nur da rein riechen. Okay, in Alion, was ich gerade eingeschenkt habe. Alion, 2022.

Also jetzt schon, und es wird ja noch besser, aber... Ja, besser, naja, es wird nicht günstiger, aber es ist besser. Und was du gesagt hast, dass es feiner ist, finde ich, riecht man jetzt schon. Es ist ein Touchkühler. Wir müssen jetzt ganz kurz aufpassen. Wir haben jetzt die Region gewechselt. Wir waren gerade noch im Toro, also alles auch zentral Spanien, Nähe des Dueros, Portugal Duero genannt, längster Fluss der eberischen Halbinsel. Und wir sind jetzt hier quasi in dem Nachbargebiet, in der Ribeira del Duero. Da haben wir wieder zwei Weingüter von Vega-Ceciera, einmal Vega-Ceciera selbst, was wir nachverkosten. Und jetzt die Bodega Allian, ein Weingut, was ich meine auch im Bereich bei Vega seit den 90er Jahren ist. Eines der sicherlich einflussreichsten und auch wichtigsten Weingüter, unabhängig von Vega-Ceciera, schon im Land. Und was auch dafür gesorgt hat, dass Ribeira auch noch schneller bekannt geworden ist. Also Unico war und Vegas ist hier, war schon sehr, sehr bekannt. Aber damals auch schon preislich in einer Situation, dass es jetzt nicht mehr in der breiten Zielkundschaft quasi Fuß fassen konnte. Es war schon immer sehr, sehr limitiert. Und bei Alleyungen hat man nochmal quasi eine Runde, wenn ich das sage, da weiter unten angefangen. Für unter der Woche. Neue Liebhaber gefunden, ja, so für den Champions League Mittwoch. Also auch unter 100 Euro vom Preis her? Ja, 99, also deutlich unter 100.

Und ist ein Jahr jünger jetzt nach Spinsian, 22, ähm, Aber ich finde, was Thomas sagt, es ist genau richtig, dass die Nase nicht so laut ist. Die ist ein bisschen dezenter, ein bisschen feiner, ein bisschen eleganter vielleicht auch.

Es wirkt in sich gedrungener von der Nase. Es hat mehr diese Kräuternoten, auch mehr frische Kräuter dabei. Was für Kräuter schmeckst du da? Mehr vom Geruch. Ich habe tatsächlich jetzt bislang nur reingerochen. Das sind mehr so Salbei, Kresse, Aromatik auch. Das ist deutlich ätherischer geprägt, wenn ich das so ausdrücken darf. Und das wirkt in sich halt, wie gesagt, kühler. Wir sind ja auch auf einem Hochplateau und ohne diese Höhe hätten wir auch nicht die Kühle im Wein. Dann hätten wir auch deutlich mehr Alkohol zu verarbeiten und die Weine wären dann halt auch wieder deutlich breitschuldiger und hätten mehr diese deutlich dunklere Frucht. Und das ist hier dann, glaube ich, eher auch in der Rotfruchtigkeit als in der dunklen Schwarzfrucht. Ich finde, man riecht schon und schmeckt schon Kirsche. Ja, absolut. Also Kirsche ist schon, aber eben nicht so plump, sondern sehr...

Und ich finde halt, das bleibt halt so lange im Mund. Das geht irgendwie gar nicht weg. Aber eben nicht, dass es so astringiert und zusammenzieht, sondern dass es wirklich einfach sich wie so eine Wolldecke in diesem kalten Wintertag so drüber legt, so auf die Zunge, auf den ganzen Gaumen. Du hast das Gefühl, der Kamin ist schon an. Also du musst einen Kamin dazu haben. Du musst auch den Kamin dazu haben. Den brauchst du im Winter da auch. Und dann bist du da und denkst und riechst das so hart. Du brauchst auch nicht mehr als dieses eine Glas, finde ich. Das Glas kann man sich den ganzen Abend daran erfreuen. Wie schön für euch.

Grundsätzlich, wenn die Flasche offen ist, dann sollte man sie schon miteinander genießen. Aber lustig, weil du sagst, wir hatten mal einen Winzer aus dem Ribera, da war gerade so eine Schneekatastrophe. Und da ist alles eingestürzt.

Das haben wir tatsächlich quasi kurz danach. Wie ist der Winter jetzt in der Region da? Ist es richtig kalt? Es ist grundsätzlich kontinentales Klima. Du hast sehr heiße, trockene Sommer und sehr kühle, auch harte Winter dabei, also mit deutlich Minustemperaturen. Und was man ja von Spanien so erstmal nicht glaubt, weil wir denken ja Spanien eher an Balearen und Urlaub. Aber das ist hier in der Hochebene definitiv der Fall, dass wir es hier deutlich kontinental geprägt, demzufolge auch sehr kühl hatten. Also jetzt im Vergleich zu dem ersten Wein, also jetzt im Geschmack. Ich würde es dem ersten Wein sozusagen dem Vorzug geben, weil ich, das ist also auf jeden Fall zurückgenommener Geschmack, aber ich könnte jetzt nicht sagen, was jetzt der Vorteil dieses Weins im Vergleich zum ersten Wein ist. Also außer, dass ich einfach weniger schmecke. Das wird an mir liegen, aber vielleicht habt ihr darauf eine Antwort. Ich finde es viel schichtiger. Ich finde es durchdringend, hast du, glaube ich, gesagt. Das mag ich eigentlich, das Wort.

Komplexer. Der erste ist natürlich, der ist ein bisschen mehr holter-die-polter. Ein bisschen lauter, ja. Hier bin ich und der ist so, ich bin auch da, aber es ist mehr so der Gentleman. Aber was macht die Komplexität aus? Also was schmeckst du da? Ich finde, dass es viel schichtiger ist. Auf der Zunge, in der Nase. Du hast viel mehr Aromen, wir haben viel mehr über Kräuter, Kirsche und eine größere Komplexität in der Nase gesprochen.

Und ich finde, er bleibt wesentlich länger und er ist ein Jahr jünger und trotzdem wirkt er nicht so brachial wie der andere. Wenn der andere auch ein Jahr jünger wäre, dann wäre er noch viel mehr Wumms. Aber das ist ein persönlicher Gusto. Und es ist ja natürlich toll, dass du sagst, den 20, den spare ich mir einfach mal, weil 80 oder 100, mit 20 fallen mir auch andere Dinge ein, weil ich das lieber habe. Und deswegen machen wir auch diesen Podcast, dass wir das probieren und dann, dass man dann herausfindet, oder ich habe jetzt gerade auf einer Weinmesse am Wochenende ausgeschenkt und da haben Leute auch gesagt, und oft höre ich dann euch, oder ihr probiert gerade irgendwas, was ihr euch im Keller habt, und dann hole ich eine Flasche auf und probiere das dazu und wir wissen, wie ihr das so einschätzt. Wie das sagen Leute zu dir auf so einer Weinmesse? Die sagen zu dir, die kommen dann zu dir und sagen Michi.

Nicht schlecht. Vielleicht brauchen wir Autogrammkarten für mich immer. Wir drei zusammen. Vielleicht sollten wir Thomas Magob auch draufkommen, damit wir so einen richtig schicken Mann dann auch noch auf dem Plakat haben. Vielleicht noch ein Gedanken zu den Unterschieden zwischen Pintia und Nalium.

Wenn du das verkostest und auch bei den nächsten Weinen, achte mal vor allem auf die Tanninstruktur am Gaumen und wie die Haptik dieses Weines ist. Pintia, das hat schon ein spürbares Zanin, auch ein sehr kraftvolles Zanin. Aber wenn du Aldion daneben probierst, dann wirkt das deutlich, deutlich seitiger. Das ist jetzt bestimmt noch nicht das absolute Seitentuch, aber das ist schon deutlich weicher und deutlich feiner gewoben, das Zanin empfinden. Wenn man dann wieder zurückverkostet, das empfehle ich gern, dass man auch, wenn man den ersten Eindruck hatte, später nochmal zu den ersten Mal zurückgeht, um sich nochmal zu hinterfragen, was der erste Eindruck tatsächlich war, dann wird man das feststellen, dass die Tanninstruktur deutlich anders ist. Das ist diese Feinheit für mich, worauf es meiner Meinung nach dann schon gilt auch zu achten, um diese Unterschiede, am Ende auch gleich die monetären oder auch die Lagerfähigkeitsunterschiede dieser Weine auch mit einschätzen zu können. Wie ist es denn Lagerung? Wie heißt der erste und der zweite? Also ich glaube, wir sind einig, dass das beides Weine sind, die jetzt noch in einem Baby-Stadium sind. Das sind alles Weine, die mal locker fünf bis zehn Jahre Reifung bedürfen. Und nochmal, ich habe sie dekantiert, ohne dem wären sie noch deutlich fester und auch härter am Gaumen.

Und das sind Weine, die locker zehn Jahre Reifen dürfen. Nicht zwangsweise müssen. Das ist nämlich immer das Thema, was wir dann auch in der Gastronomie haben. Wir müssen ja mit den Wein leben, die wir jetzt haben. Die wenigsten haben wirklich einen Zugang zu gereiften Kellern, wo die Weine 20, 30 Jahre alt sind.

Und wir müssen dann oftmals auch schon mit 5, 6 Jahren alten Wein arbeiten. Aber wir haben vor kurzem noch irgendwo herbekommen eine Charge 2004-Pinz. Sehr schön. Und das war super. Also das war fantastisch. Und die Leute haben uns wirklich aus der Hand gerissen. Das heißt, ihr habt das auch komplett auf der Karte? Wir haben die Weine auch auf der Karte. Genau. Wie war 2.4? Ich frage das jetzt aus persönlichem Interesse, weil ich auch noch im Keller eine 2.4 seit einigen Jahren schlummeln habe. Also ich fand sie jetzt mit der Reife wahnsinnig elegant, sehr, sehr fein und also ich glaube auch noch nicht am Ende. Also da kannst du auch noch entspannt sein.

Und es war so saftig, es war so balanciert, es war jetzt einfach schon, also ich war froh, dass wir noch die Möglichkeit hatten, das mal zu zeigen, um auch die Leute zu sagen, kauf das und leg das hin. Wenn du es kannst, das hat natürlich auch, muss man ehrlicherweise sagen, auch noch viel weniger gekostet noch vor 15 Jahren. Das ist ja schon auch immer so ein Faktor. Das heißt, da ist jetzt richtig, also das heißt, wenn ihr es jetzt verkauft, ist es jetzt zu den Preisen von heute. Ja, aber jetzt müssen wir das ja machen. Wir versuchen trotzdem natürlich ein bisschen, vielleicht zwei, drei Jahrgänge, also bei dem nächsten Weilen sind wir jetzt, da haben wir jetzt 2,13. Wir probieren jetzt 2,16. Ich weiß gar nicht, ob der immer gemacht wurde.

Wird er vielleicht auch gar nicht gemacht, aber das weißt du besser. Und das hilft dann schon einfach ein bisschen diese diese reife und am ende muss dir natürlich der gast auch vertrauen dass das viele leihen auch dazu so habt ihr nichts frischeres so dass es besser sein soll auch beim weißwein das ist eben nicht die zwingend immer besser und beim roten ist nur alter auch nicht zwingend immer, unbedingt besser. Also manchmal ist dann halt auch gar nicht mehr so gut. Wovon hängt das denn eigentlich ab, ob ich jetzt den Wein gut lagern kann oder nicht? Hängt das von der Tanninstruktur auch ab? Ja, es ist im Prinzip das Konglomerat an den Sachen, die du im Wein benötigst, die für eine lange Reife notwendig sind. Tannin zum einen, Extrakt. Also wenn ich jetzt eine feine Tanninstruktur habe, dann begünstigt das eher, dass ich es lange lagern kann? Nein, nicht automatisch. Also ein hartes, grobes, sprötes Tannin, zum Beispiel ein straffes Holztannin, das wird über Jahre nicht reif werden. Genau, nach 100 Jahren ist das auch nicht. Also ein grünes Holz in der Jungfahrphase, kannst du 200 Jahre warten, das wird nicht harmonisch werden. Ich meine, das ist dann sauer, aber nie fein. Okay. Das ist das Schwierige. Aber du brauchst den Extrakt, das ist glaube ich fast noch entscheidender. Zucker?

Das ist hier nicht der Fall. Alkohol ist noch ein wichtiger Punkt für eine lange Reifung. Fragt man natürlich gleich, wie kann es dann sein, dass die Moselweine 30, 40 Jahre alt werden, obwohl sie nur 7 Volumenprozent haben? Ja, dafür habe ich den Zucker. Und vor allem Säure in dem Fall. Und Säure natürlich auch ein super Quotient dafür. Und das ist sicherlich in Weinkategorien wie Portwein natürlich auch genau das Thema, wo es darum geht. Und Alkohol reden wir jetzt von, ist alles um die 14, 15, 15? Aber zum Beispiel Extrakt kommt eben auch vom Alter der Rebstöcke. Also je älter die Rebstöcke sind, umso wahrscheinlicher ist die Lagerfähigkeit länger beim Wein, als wenn das eine ganz junge Rebanlage sind. Weil die einfach tiefer sind, eine andere Energie reinbringen in den Wein. Dichter. Und das brauchst du natürlich auch ein bisschen Erfahrung. Man muss ein bisschen reinlesen, was das sich überhaupt lohnt. Und vor allem sollte man immer erstmal eine Flasche aufmachen, wenn man den Wein noch nicht gegangen hat. Vielleicht mag ich ihn auch jetzt gerade sehr gerne. Da kann man ja auch schon gut trinken. Kann man das beurteilen? Das wollte ich auch noch sagen.

Nur weil man ein Wein, eventuell, weil der Experte sagt, er ist 20, 30 Jahre lagefähig, heißt das lange nicht, dass wir das machen müssen. Bekleidet die Weine, warum nicht, eine Zwölferkiste und dann machst du jedes Jahr eine Flasche auf. Weil es liegen so viele Weine in den Kellern, die längst durch sind, weil man es nicht gemacht hat, weil man es vergessen hat, weil man nicht drauf geachtet hat oder vielleicht auch mal falsch beraten wurde. Aber ich glaube, es ist schon wichtig, dass man immer wieder mal einen Wein mitbegleitet. Weil es gibt auch Jahrgänge, sehr warme Jahrgänge, die reifen deutlich schneller als kühle Jahrgänge und da sollte man schon ein bisschen Track mithalten, wenn man denn die Lagerfähigkeiten optimal auch dafür im Keller hat. Das Schwierige finde ich bei Wein und vielleicht auch bei Aktien, wenn man immer denkt, jetzt halte ich sie noch länger oder jetzt lasse ich ihn noch länger zu und werde es vielleicht noch besser.

Und dann stehst du da und deshalb ist, glaube ich, wahrscheinlich gibt es so viel Weine in Kellern, die, gar nicht mehr schmecken, die vielleicht auch nie aufgemacht werden. Vielleicht hat man sie sogar auch vergessen. Und dann kommen die hinterher, kommt immer die nächste Kiste obendrauf und irgendwann ist so weit unten und dann denkst du, muss alles runterräumen und das machst du dann einfach nicht. Ich glaube, es ist uns allen schon mal passiert, dass wir meine Flasche überlagert haben. Ich stelle mir das so schwierig vor, also wenn ich jetzt einen Wein trinke, also ich habe keine Kiste im Keller, aber wenn ich jetzt eine hätte, ich sage mal, mit sechs Wein, und dann würde ich jedes Jahr probieren.

Ich weiß doch nicht, wie der vor einem Jahr geschmeckt hat. Du weißt doch, ob er dir sehr gut geschmeckt hat. Ja, wahrscheinlich hat er mir gut geschmeckt, dann schmeckt er mir wieder gut. Nächstes Jahr schmeckt er mir wieder gut. Ich kenne das ja bei den Manns fast 50 Wein. Ich mache ja jedes Jahr eine Flasche von diesem Manns fast 50 Wein auf, die ihr mir damals geschenkt habt. Und da merkt ihr, da gab es Jahre, da waren die gar nicht so doll und dann gab es Jahre, die waren wunderbar. Aber das kann doch auch an der Tagesform anliegen. Aber ich habe jetzt auf der Weinmesse einen 24er Riesling Kabinett aus der Trittnheim Apotheke von Alexander Lörsch ausgestattet. Unser eigener Wein, Jubilum Kabinett. Wir hatten den Wein auch schon. Und ich schenke einen. Der hat 9,5 Alkohol, wir haben 95 Fallstaffpunkte, kostet 18 Euro, ein super Ding. Ich schenke ein, die Leute, die gucken so komisch, riechen rein, gucken so komisch. Und dann schenke ich mir auch ein und rieche rein. Und dann hat der Wein so nach Zwiebel geruchten. So nach Perlzwiebel. Und ich sage nichts. Und die so, der riecht nach Zwiebel. Und die so, ich habe mir das auch gerade gedacht, wie krass. Sag ich, na hoffentlich schmeckt er nicht nach Zwiebel, weil das hier ja nun keine haben. Ein Süßwein von der Mosel, das war eben in diesem Moment, Da ist auch ein Schraubverschluss, da ist bestimmt auch der Schwefel und dann ist es die Hefe.

Die haben den Wein geliebt, als sie den getrunken haben. Aber dieser Zwiebelgeruch, das war schon echt intensiv. Und so verändern sich eben die Weine. Das fand ich jetzt ein extremes Beispiel. Junge Chardonnay ist oft nach Banane, wenn die aus der Hefe, auch wenn du sie im Keller probierst, wo du denkst, wie kommt da Banane hin? Das passt mir so gar nicht rein. Aber es ist noch ein nachvollziehbares Aroma. Ich frage mich, wie die Zwiebel da reinkommt. Aber er hat nicht nach Zwiebel geschmeckt. Er hat nicht nach Zwiebel geschmeckt. Was habt ihr dazu gegessen? Nee, war auf so einer Weinmesse. Da gab es nur Brot dazu. Thomas, beschreib doch noch mal, was ist so wunderbar, beschreib doch noch mal jetzt, wie dieser Wein, was schmeckst du bei diesem Wein, wie unterscheidet sich dieser Wein? Was ist dieser Wein? Jetzt habe ich eingeschenkt für alle Weinfreaks unter unseren Hörern, davon gibt es einige. Vega Cecilia Unico 2016, aktueller Jahrgang. Ich nehme schon mal vorweg, ich habe die Bewertung schon gesehen, Robert Parker, 99 Punkte.

Also ein guter Montagnachmittag Wein, bitte. Ja, aber was riechst du? Die perfekte Aromatik für minus sieben Grad, ja. Also, wir gehen hier rein. Ich glaube, wir haben einen deutlichen Stilwandel. Wir waren jetzt bei dem ersten weiten Wein noch sehr auf der Frucht. Dann gehen wir jetzt deutlich mehr Richtung Boden. Viel mehr in die Unterholzaromatik rein. Wir haben hier mehr dieses Wurzel-, Waldboden-, Trüffel-Thema dabei.

Unterholzaromatik ist auch so ein Begriff, den ich noch nie gehört habe und jetzt schon liebe, muss ich sagen. Okay. Sehr gut. Trüffel? Man könnte auch bodennah. Ich glaube, ich habe auch Boden-Nahmeer gesagt. Nee, aber Unterholzaromatik, sensationell. Alles, was auf dem Waldboden ist. Laub, Moos, abgestorbenes Holz. Und das ist null negativ, ganz im Gegenteil. Das ist etwas, was für mich etwas sehr wohl beschriebenes in einem Wein ist. Das bringt Tradition mit. Das bringt am Ende auch Know-how, was Holz angeht, mit. Weil das super integriert von der Nase ist. Es stört nämlich nicht. Man denkt nicht an Holz, wenn man hier reinricht. Überhaupt nicht. Und dennoch war dieser Wein fast eine Dekade mit Holz im Kontakt. Eine halbe Dekade mindestens. Und man merkt das nicht, weil es so super schön integriert ist. Und der Wein aber auch eine Dichte in der Nase mitbringt, der all diese Aromen auch zulässt. Und nichts drängt sich wirklich in den Vordergrund. Aber im Unterschied, wir waren gerade bei dem ersten Wein mehr an der Frucht im oberen Teil der Rebe. Und jetzt gehen wir viel mehr Richtung des Bodens. Aber als ich zuerst reingerochen habe, dachte ich, der riecht jetzt deutlich nach Kirsche. Also jetzt habe ich das nicht mehr so. Okay, interessant. Gut.

Ich wünsche mir jetzt ein weiteres Glas, dann wird man den Allian noch mal daneben haben und ich glaube, dann hätten wir die Kirsche noch mal einen Touch lauter. Glaube ich. Ich glaube, ja. Wir haben hier viel Tertia-Aromatik dabei, die eben durch diese sehr sanfte, lange Reifung dieses Unicos ihren Ursprung hat. Und der hat auch ein bisschen andere Farbe, oder? Er ist ja zehn Jahre alt. Ist ein bisschen heller jetzt, läuft am Rand auch etwas mehr aus. Schön, Es sieht aus, als ob er von außen nach innen dunkler wird oder von innen nach außen heller und so. Ich finde, es sieht mega schön aus. Also wir haben keine wirklichen braunen Reflexionen. Das ist aber so ein sehr gesetztes Rot. Das wird nicht mehr, bei den Weinen davor, im Vergleich, wäre das noch deutlich mehr in das Violett mit reingegangen, etwas leuchtender auch. Hier ist die Farbe gesetzt, das ist nicht mehr ganz so diese Brillanz dabei, was sicherlich natürlich mit der Reife in erster Instanz zu tun hat. Wir werden das bei dem nächsten Wein dann noch sehen, da geht das noch mehr in diesen leicht rostbraunen Reihen rein, aber ganz dezent nur, das sind die ersten Anklänge der Reife. Und ist aber, was ist jetzt, 119 Euro, sage ich. Ja, wie hat man 80, 100 und jetzt? 119. Nee, reicht nicht. Ich muss mal schmecken, dann kann ich es dir gerne auch sagen. Dann sagst du mir auf die Cent-Stelle. Aber der Preis ist ja gar nicht so wichtig. Ja, aber auch wichtig. Aber er ist nicht unwesentlich.

Viel teurer. Also bei Unico, bei diesen Wein, dieser Kategorie, sprechen wir nicht mehr über Preis. Sprechen wir über Gefühle, über Emotionen, über Empfindungen dessen, was diese Weine auslösen. Deswegen sage ich aufs Englisch. 500. Sorry, jetzt kann er weiterreden.

Ich sag doch mal. Aber es ist die Emotion. Das ist aber charmant. Das ist ja sehr charmant, wenn man sagt, wenn du ein Haus kaufst, bei diesem Haus sprechen wir nicht über den Preis. Wir sprechen über die Emotion. Wenn du mit deiner Frau Handtaschen oder Schuhe kaufen gehst, ist es doch eine ähnliche Situation, oder? Nee. Bei meiner auch nicht. Bei meiner zum Glück gar nicht. Ja, man muss mal nochmal, so. Okay, krass. Ja, und es steht sogar drauf, was gemacht wird. Aber wir haben jetzt nur über die Nase gesprochen bisher, ne? Wir haben gesprochen nur über die Nase, auch wenn alle schon das Glas leer getrunken haben. Aber wir haben ja die ganze Flasche dabei, von daher geht's. Aber ich finde, vom Geschmack her ist genau das, was du sagst. Also man hat jetzt den Eindruck, den halben Wald zu schmecken.

Großartig. Also gar nicht mehr. Ich habe zum Beispiel dieses Kirsch. Ich habe gar keine Frucht mehr. Ich schmecke quasi, Vielleicht ein ganz bisschen noch, aber eigentlich nicht. Sehr weich jetzt dann schon auch. Ich habe die Ereignisse, die Moos schmecke. Aber das ist wahrscheinlich, weil du es gesagt hast. Oh, das so gestern, ja. Ja, aber... Ja, ich glaube, mich würde interessieren, wie ihr das Tannin wahrnehmt, wie ihr die, ob eine Art der Balance sich da einstellt. Und für mich da natürlich, ihr fragt so nach dem Preis, was natürlich komplett gerechtfertigt ist, absolut richtig. Ist dieser Sprung für euch spürbar? Ist das etwas, was ihr da nachempfinden könnt? Oder ist das so out of the world? Der Axel war der 80-100-Sprung schon quasi nicht. Da war ich schon in Outer Space. Es ist natürlich immer interessant.

Wie ist das jetzt mal 5? Wieso ist es nicht mal 2 oder mal 3? Was ja auch ein riesiger Sprung wäre. Warum ist es mal 5? Wenn du mir sagen würdest, der Pinzja, der kostet 500 und der hier kostet 80, dann würde ich es auch glauben. Also ich kann das nicht beurteilen. Also ich glaube, wir haben hier Weine, die natürlich nah einer, wie auch immer, mit der Art Perfektion auf dem Tisch stehen.

Und wir reden jetzt hier über Weine, die von 90 Prozent, werden alle sagen, das sind großartige Weine. Aber diese Feinheit, diese letzten 10 Prozent, holen diese Weine raus. Und das ist natürlich dann das, wo die Preisschwelle dann, genauso wie in der Fotografie natürlich als Beispiel, dann auch sehr, sehr schnell eskaliert. Und das geht für mich in diese Richtung mit rein, was dann schwer nachvollziehbar auch wird. Genau, aber kriegt das doch hin, dass ich das jetzt nachvollziehen kann. Also wenn wir jetzt über den Geschmack sprechen, was passiert da? Ja gut, das fragen sich ja sehr viele Weintrinker. auch schon beim, also wir hatten jetzt Weine mit jetzt, weil es gerade jetzt ganz frisch ist vom letzten Wochenende, weil der teuerste Wein war irgendwie 40 Euro. Und da haben Leute gesagt so, what? Also, sorry, aber das schmecke ich da nicht jetzt. Also, ne? Und rundherum waren viele deutsche Winzer vor allem, ein paar Franzosen. Das waren so 95, 36, 57. Und vieles auch nicht trocken. Rotwein, so lieblich.

Damit fangen die dann nichts an mit sowas. Null. Und wenn die sagen, dem wird es nicht mehr schmecken. Aber er kostet 500, er schmeckt mir trotzdem nicht. Also von daher, das ist etwas, glaube ich, da muss man, also jemand, der keine Erfahrung hat, kauft ja eh keine Flasche für 500, sondern das macht ja sowieso jemand, der vielleicht schon andere Weine, und man nähert sich da ja auch an. Oder, das habe ich auch jetzt nochmal gedacht, oder Menschen, für die 500 halt, die für andere 50 sind. Und das gibt ja gar nicht so. Als wir jetzt in Österreich waren, im Winterurlaub, da gab es doch dieses Hotel, habe ich schon mal erzählt, wo ich dann mit jemandem gesprochen habe, der in einem Hotel wohnte, also Nachbarort sozusagen, und dann sage ich, was zahlt ihr denn da in dem Hotel? Dann sagt er, ja, ist jetzt ein bisschen angestiegen, Wir zahlen für zwei Wochen und für vier Leute 40.000 Euro.

Wo du denkst, okay, und dann reden wir, verstehst du, das ist aber so, wahrscheinlich ist für die 40.000 Euro wie für mich die 5.000 Euro, die wir für 10 Tage für viele Leute bezahlt haben. Also und dann gibt es irgendwie Leute, die, für die ist 500 Euro für eine Flasche einfach nicht viel Geld, oder? Also anders ist es ja nicht zu erklären, weil der normale Durchschnittsmensch kann sich halt so eine Flasche vielleicht einmal im Jahr kaufen. Das ist ja auch nicht der Durchschnitt, das ist genau das Thema, ich muss gerade mal schauen, weil die Produktionsmenge sind halt auch, also für die Weinwelt im Gesamten sehr gering. Und dann sind die Anführungsstrichen ein paar Kisten, die es für den Markt in Deutschland dafür gibt, dann auch relativ schnell verdampft. Ich glaube nicht, dass das nur was damit zu tun hat, dass man es sich leisten kann, sondern dass es auch eine Art der Weinkategorie ist, die alle, die sich mit dem Thema Wein auseinandersetzen wollen, auch mal getrunken haben wollen. Das heißt, es gibt welche, die dann gar nie in den Genuss kommen, weil es so wenig gibt. Es gibt nicht so viel. Und du sagst, es ist auf jeden Fall fünf Jahre im Holz ausgebaut. Ich hatte es mir mal aufgeschrieben, ja. Und zwar zehn Jahre gereift, fünf Jahre im Holz, und fünf Jahre in der Flasche. Allein das ist ja, natürlich, Axel, fünf Jahre im Holz und dann nochmal fünf Jahre in der Flasche. Allein das Kapital, das da liegt.

Wo nichts passiert. Zehn Jahre lang. Allein wenn du die Verzinsung berechnest, weil du es schon vorher hättest verkaufen können, aber es nun bei dir liegt und einfach kostet und weniger wird ja gerade im Fass verdampft. Weiß man eigentlich in diesen zehn Jahren, um wie viel das weniger wird? Das kommt sehr auf das Holz selbst an. Es gibt unterschiedliche Porung und auch je nachdem wie die Luftfeuchtigkeit in dem Raum ist. Und die Temperatur ist die Evaporation, also die Verdampf, die Veratmung des Weines auch dementsprechend höher oder geringer. Also zwei bis drei Prozent kann man schon rechnen.

Oder pro Jahr. Pro Jahr. Das heißt, in zehn Jahren verschwindet es um ein Drittel. Aber er ist ja nur fünf Jahre. Er geht auf die Flasche. Aber wir machen demnächst ein Event mit Portwein. Und da öffnen wir einen Portwein aus 1896. Da kannst du mal ausrechnen, wie viel da schon verdampft ist. Ich meine, eine sehr schöne Grafik gesehen, wie viel Wein verloren geht über die Jahre. Und das war extrem starr ansteigend. Die Menge des Volumens war es in diesem Fassbundgang. Das gilt ja auch für Flaschen, ne? Geschlossene Flaschen, geht der Wein da auch verloren oder nicht? Es wird, naja, es wird auch, der Füllstand wird auch weniger, ja, klar. Aber da brauchst du schon ein paar Jahrzehnte, dass du es wirklich auch sehen kannst. Aber es ist natürlich wirklich... Heißt das auch Angel Share beim Wein? Ja, nicht nur beim Whisky, ne. Das ist auch so. Aber wenn wir jetzt noch mal kurz über den Geschmack sprechen, weil, dass ich das irgendwie nachvollziehen kann, also was passiert auf der geschmacklichen Ebene? Ich glaube, das ist gar nicht so.

Am Ende geht es doch darum, was schmeckt dir am besten. Selbst wenn jetzt einer zu mir sagt, diese Gänsestopflieber ist das Beste auf der ganzen Welt und ich muss nur ein Dings essen und fangen an zu würgen, dann nützt es ja nichts. Und so ist es doch, oder? Am Ende geht es ja um deinen Geschmack, oder? Okay, ja. Schwieriger Vergleich, ja. Aber immer wenn man sagt, das ist ganz toll. Oder jemand sagt, guck mal, dieses Bild oder dieses Sofa ist ganz toll und du findest es nicht toll. Ja, aber wenn ich jetzt in der Kunsthalle bin, dann ist da irgendwie der Kurator und der kann mir sagen, ach guck mal hier und dieser Pinselstrich und diese Farbe oder diese Technik. Also kann mir das irgendwie erklären.

Das ist ja nicht eine Frage des Verstandes, glaube ich, weil dann wäre es mal 500 Euro zu sagen, was soll das? Es ist eigentlich eine Frage, was hast du gesagt? Wir reden nicht über den Preis, wir reden über die Emotionen. Und das ist eine emotionale Frage, glaube ich. Ob du auch bereit bist dann so für diese Emotionen, genau wie Leute, die sagen, diesen Urlaub lasse ich mich jetzt 40.000 Euro kosten, weil das ist es mir wert. Und andere sagen, habt ihr sie noch? Das ist ja nicht zu erklären. Ja, total. Du hast es mit Kameras gesagt. Es gibt vielleicht Mikrofone, die 5.000 kosten. Das kannst du alles erklären.

Das kannst du wirklich messen. Ja, das kannst du beim Wein eben nicht. Du kannst nicht sagen, wir können schon mal über die Farbe diskutieren und müssen nicht der gleiche Meinung sein. Ja, aber der Weg dahin. Das ist ja auch der Weg dahin. Das ist die Weinbergsanlage selbst. Das ist der Boden. Der Ertrag, der sehr gering ist. Das sind ja schon mal die Grundlagen. Wenn ich jetzt einen jungen Weinberg habe und 100 aus dem Weinberg rausholte, werde ich aus einer Weinlage wie hier, 50 Jahre alte Reben hat, bekomme ich maximal noch 60 Prozent dessen, was ein Original hätte. Also eine junge Anlage mit 10 Jahren Rebalter. Aber ich habe ein vielfaches mehr, was mich vorhin auch sagte, ein tiefer an diesem Wein, ein Extrakt an Komplexität, dank der alten Reben und des geringeren Ertrags. Und das wird ja monetär auch irgendwo einen Einfluss spielen. Und dann geht es im Keller natürlich weiter. Ich muss euch nicht erzählen, dass das alles, was wir von Pintia bis hoch alles logischerweise handlässt ist, dass die Trauben bei Annahme alle einzeln selektionieren werden, manuell wie optische Kontrolle erfahren und dann natürlich entsprechend schonend auch weiterverarbeitet werden. Und diese ganzen technischen Sachen, die wir am Ende auch gar nicht wissen wollen, weil das so emotionslos ist, also aus meiner Sicht, weil es mich auch nicht wirklich reizt, groß darüber zu sprechen, weil mir geht es darum, dass dieser Wein die Dichte.

Die Komplexität auch mitbringt und mich quasi für einen Moment so, wenn ich die Augen zumachen würde, eine andere... Die Dimension ist jetzt übertrieben, aber in anderen Situationen reinbeben kann. Und das schaffen diese Weine für mich. Und das muss jeder für sich selbst beurteilen. Schafft es dieser Wein? Schafft es der Unico? Wenn ich ihm das erste Mal habe, die Augen zumache, dass ich da von diesem Wein emotional abgeholt werde. Und wenn er das schafft, unabhängig jeglicher Bewertung, unabhängig jeglichen Preises, dann ist das ein großer Wein. Aber wenn ihr den trinkt, dann kommt ihr in diese andere Sphäre, sage ich mal. Also ich meine, ihr trinkt ja den Wein und dann ihr wisst sofort, okay, das ist jetzt was anderes als dieser Pinzja. Ja, trotzdem kann ich sagen, natürlich, wenn du mich selber fragst, was wirst du machen mit deinen 500 Euro, könnte ich sagen, ich kaufe vielleicht lieber eine Kiste Pinzja. Ja. Es sei denn, ich sage, mich macht das so an und ich weiß, wie das schmeckt, einen 1970er jetzt zu trinken, weil ich das schon mal gemacht habe, dass ich sage, und die Flasche lasse ich jetzt einfach... Aber du kannst das nicht erklären, also ich meine, ich frage dich dann, was ist der Unterschied bei diesem Bein im Vergleich zu dem Pinzja? Und du sagst nur, das ist irgendwie jetzt eine Emotion, aber ich kann das nicht erklären? Doch, wir können es erklären. Wir haben es ja versucht zu erklären, warum es so teuer ist. Ja, in der Nase sozusagen. Nee, von dem Ertrag haben wir es erklärt, von der Reife.

Den Limitationen. Das sind wirtschaftliche Faktoren, warum das viel teuer ist. Ja, aber das ist doch Hintergrundwissen. Also ihr trinkt doch den Wein und wisst sofort, also ihr braucht doch gar keinen Background zu diesem Wein, wo der herkommt oder so. Ihr braucht nur den Geschmack und wisst eigentlich... Das ist was anderes. Ja, aber trotzdem kann mir, wenn ich den besten Geschmack der Welt habe, kann ich trotzdem den anderen lieber finden, den lieber mögen. Ja, das ist was anderes. Oder ich kann sagen, ich mag überhaupt keine Tempranillos, weil das ist einfach nicht mein Stil. Ich bin totaler Pinot Noir-Trinker, weil mir das alles zu opulent ist. Das kann mir genauso passieren. Wenn mir jetzt gerade ein befreundeter Somalier die letzte Woche erzählt ist, das wusste ich auch nicht, 2015 Müsini von Domaine Leroy aus der Bummen ist aktueller Jahrgang der teuerste Wein der Welt. eine Einzelflasche 200.000 Euro. Was? Wann trinken wir die denn mal hier? Ja, ich wollte es nochmal, also ich habe gesagt, kann das sein? Magnum. Okay, pass auf, wir versuchen das bei diesen Beinen nochmal. Aber genau das ist ja das Schwierige. Dass wir, haben wir ja vorhin versucht, drüber zu sprechen. Ich finde das ja gut, das ist ja genau das, was wir, wir am Gast oder auch in der Kommunikation tagtäglich haben, versuchen zu erklären, warum dieser Wein welche Preispositionierung hat. Und deshalb, ich kann immer wieder nur dazu einladen, solche Weine blind zu probieren, nebeneinander innerhalb anderer Weine in ihrer Kategorie und das ist bei Pinot machbar, das ist bei Cabernet machbar, überall.

Und am Ende ist die Wahrheit im Glas und nicht auf dem Etikett. Und die preisliche Situation ist immer nachgelagert. Es ist doch völlig klar, dass es ganz, ganz viele Weingüter auf dieser Welt gibt, die großartige Weine machen, die aber nicht diesen Bekanntheitsgrad haben und trotzdem sehr, sehr starke Weine machen, die dann aber auch günstiger sind. Das ist ja die Aufgabe des guten Sommys, genau diese Weine auch zu finden. Und dann gibt es diese Weine, die natürlich einen hohen Bekanntheitsgrad haben, hohe Nachfrage generieren, globale Nachfrage und demzufolge ist der Preis auch in einer anderen Situation. Das ist ein Stück weit, bewegen wir uns immer zwischen diesen Extremen, dieser Weißen. Und wenn wir das mal blind probieren, bin mir ziemlich sicher, dass sie immer wieder vorne dabei sein werden und ihre absolute Berechtigung haben, da auch diesen Preis mit abzufragen. Und wahrscheinlich wäre es ja so, wenn es jetzt nicht um den Preis ging und man würde dann testen, dann würde einem das schmecken, was einem am besten schmeckt. In dem Moment, wo man den Preis weiß, scheidet ja bei vielen Leuten schon das aus. Sagt, das probiere ich gar nicht erst oder so. Also das ist ja so ein bisschen der Nachteil. Was habt ihr jetzt in der vierten Flasche? Habe ich vorhin noch eine 5. Flasche gesehen oder habe ich das geträumt? Nein, nein, du geträumt. Ist das bei der Flasche, ist das jünger oder älter?

Nur von der Nase. Wir machen ja im Prinzip fast eine Blindprobe jetzt. Es riecht spritiger ein bisschen, finde ich, wenn ich das sagen darf. Also spritig im Sinne von... Als hätte es mehr Alkohol. Hat es aber wahrscheinlich nicht. Ungefähr alles gleich. Ich wollte sagen, es ist etwas lauter in der Nase als das, was wir eben hatten. Das würde ja vielleicht darauf hindeuten, dass es jünger ist, oder? Oder ist das Quatsch?

Ich würde sagen... Alex, mach es bei dem Frewe, du gießt das aus, Crassoire Ontario wie die Franzosen, du gießt es wirklich aus und du nimmst den nochmal Unico. Okay. Bitte, mach das. Und dann achtest du nochmal auf die Intensität... Doch, doch, dann gieß es bei mir rein. Wir achten nochmal auf die Intensität der Aromatik. Ich würde sagen, es ist älter. Ich würde sagen, es ist älter. Dass es wirklich lauter ist. Ja, es ist insofern spannend, weil es was ganz... Wie ist es denn jetzt, älter oder jünger? Nee, es ist was ganz Besonderes. Nämlich? Es ist aus der Zukunft.

Nee, aber das ist etwas, das erste Mal meines Lebens habe ich das von diesem Weingut probiert. Es gab es auch aus Australien von Penfolds, noch nicht vor langer Zeit, auch nachgemacht. Es sind verschiedene Jahrgänge. Es sind verschiedene Jahrgänge, sehr genau, ganz genau. Und zwar ist das jetzt die Edition 2026, das steht auch drauf und das ist aus den Jahrgängen 2011, 2012 und 2014. Zu gleichen Anteilen? Meines Wissens, ja. Es sind 64 Bariks, die da produziert wurden, 18.000 Flaschen.

Aber auf jeden Fall ist es alles älter. Es ist alles älter und es geht hier im Prinzip darum, dass man Jahrgangsunterschiede auf mehr oder weniger nivelliert und einen Überstil macht. Dass man quasi einmal die Struktur des Weines mit der Komplexität aus verschiedenen Jahrgängen zusammenbringt. Weil jeder Jahrgang hat seine eigene Charakteristik. ein kühler Jahrgang, ein warmer Jahrgang und dieses dann zusammenzubringen sorgt dafür, dass der Wein eine ganz andere Ausdruck und Intensität auch nochmal mitbringt als nur der, Anführungsstrichen, solitär eines einzelnen Jahrgangs. Ihr kennt das in der Champagne wird das auch gemacht, dass verschiedene Jahrgänge zusammengebracht werden, nicht zum Nachteil des Weines, sondern im Regelfall zum Vorteil und hier ist es aber was Besonderes, weil es das so als Wein dieser Art natürlich... Warum heißt die Flasche so So ein mattes Glas. Um sie wirklich zu unterscheiden. Dass du im Keller nicht auswärts in die Unico greifst, wenn du Reserve S.B. Oder andersrum haben möchtest. Genau, Unico Reserve S.B. und die hat dann quasi immer eine Jahrgangsedition, wann sie auf den Markt kommt. Und dann muss man eben wissen und steht auch auf der Flasche, welche Jahrgänge sich dann dahinter verbehren.

Es wird zum Glück auf dem Etikett kommuniziert, sonst wäre es wirklich Chaos im Mund. Und was sagst du jetzt, Axel? Ich kann noch nichts sagen, weil ich habe den noch nicht zurückprobiert.

Du bist ja nur am Hinziprobieren, Axel. Einen hinter die Rüstung kippen, den man so schön sagt. Also sag mal, wir haben doch jetzt eben den Unico 2016 gehabt. Und davor haben wir den Allion und davor haben wir den Pinter Toro. Genau, ja. Und der ist der Unico Reserve und der ist dann especial auch drei Jahrgänge. Und ist es dann günstiger als der Antlein? Du hast noch einen Versuch. Es sind auch weniger Flaschen, deshalb haben wir es günstiger gemacht. In der Hoffnung, dass es schnell wegkommt. Also sind es 690, 630 Euro. 630 Euro. Aber das ist natürlich auch wirklich, das ist schon genial, muss ich sagen. Das ist genial. Also der preisliche Sprung zwischen Unico und Reserve ist bisher nicht mehr groß. Ich denke, das ist auch, kommt auch rüber. Und die, ich möchte jetzt nicht vorwegnehmen, euren Eindruck bitte für euch selbst wahrnehmen. Aber diese Dichte, diese Vierschichtigkeit in der Reserva Spezial ist für mich so eklatant hoch, dass ich sage, dass dann dieser Abstand wieder eigentlich schmal ist, auch wenn es 150 Euro ist. Für mich wirkt er, ist das jetzt Quatsch, aber für mich wirkt er leichter. Er wirkt nicht, ich habe ja eben gesagt, er riecht spritiger. Er ist feiner. Aber ich finde, er wirkt viel leichter, eleganter, irgendwie so. Also er hat jetzt gar nicht so diese Kaminatmosphäre, sondern so ...

Ja, aber das ist schon... Mehr Kandetzer, mehr was... Aber zum Beispiel auch jetzt von der Bewertung, jetzt bei Parker war das so, dass es, glaube ich, einen Punkt weniger gegeben hat, als den, also, glaube ich, den hat der 98 Punkte. Ist auch wurscht, nur es zeigt auch, dass es quasi, dass auch der, der das bewertet hat, dann für sich sagt, preisunabhängig, ich finde das, und die anderen zwei gibt er 95 oder 96 und da sind dann nochmal drei, vier Punkte dazwischen. Auch das ist immer subjektiv, aber das ist quasi, das, was jemand sagt, der das den ganzen Tag macht. Das ist ja auch das Schwere in dieser Bewertung zwischen Qualität, Preis, Anspruch an den einzelnen Stil. Wir verkosten ja im Prinzip vom lautesten, vom imposantesten Wein zu einem zwar immer noch krachtvollen, aber sehr zarten, sehr eleganten, fast schon puristischen Wein. Und so wie puristischer der Wein wird, desto teurer wird er. Wo wir ja eigentlich immer sagen, okay, je mehr wie der Wein mitbringt, je lauter der Wein ist, würde der Laie sagen, desto teurer ist der Wein. Das ist eigentlich reverse. Ich möchte einen Wein, der besonders fein, besonders elegant und puristisch ist, ist selten der lautere. Das ist der feinere, der tiefgründigere. Aber weißt du, was mir, was ich jetzt so denke, wenn ich das an den ersten denke, ich fand den ersten schon so gut, dass man sich überlegt, so, brauche ich denn den? Ihr probiert den ersten. Probiert den jetzt mal. Brauche ich denn die anders? Das ist ja schon, da macht ihr euch ja schon selber so ein bisschen, wie gesagt, das Geschäftskapuzer. Wow, das ist ja schon so stark.

Und, na gut, aber wahrscheinlich ist es auch, da habt ihr kaum Flaschen vor und das ist dann für die wenigen wirklich Top-Genießer, für die Super-Host, für die Super-Trinker. Ja gut, also die Wahrscheinlichkeit, dass wir viele Kisten Unico Reserve in einer Beinbegleitung ins Restaurant bringen, ist unabhängig. Das ist schon nicht möglich, weil es die Menge nicht gibt. Aber ich bin sehr, ich freue mich andersrum, ich freue mich sehr, dass euch Pincha und Allianz so sehr positiv gefallen hat, kann ich komplett nachvollziehen, Weil es am Ende auch die Weine sind, die wir natürlich in der Gastronomie viel, viel mehr sehen werden oder auch sehen bereits.

Und dass es auch die Weine sind, die wir auch in die Weinbegleitung gerne mit einbauen. Wo der Sommer mir sagt, Mensch, da habe ich Lust drauf, das gerne auch mal gereift zu zeigen. Du hast über 2,4 gesprochen. Hinter gibt es jetzt auch eine Late Release vom Weingut direkt, wo 2016 am Markt ist. Was natürlich eine super Möglichkeit dann ist, das Ganze in der Weinbegleitung zu zeigen. Was wir eben mit Unico und das selber ist bisher so leider nicht generieren können. was einfach preislich da nicht mehr kalkulierbar ist. Aber wir machen zum Beispiel 2013 Unico jetzt mit Coravin glasweise. Also heute Abend haben wir noch eine Verkostung gemeinsam und hinterher in der Bar kann jemand sagen, okay, jetzt probiere ich dann auch noch drei Jahre reifer, dann ein 0,1er Glas. Und jetzt sind die ja offen, das heißt, die nehmen die natürlich noch mit und da kann man heute Abend auch nochmal ausschenken. Heute Abend haben wir eine Probe, ja, genau. Eine kleine Pfeilbrot. Mein erster Jahrgang Unico war aus der Magnum 74, weil du vorhin darüber sprachst, du warst in den 70er Jahren. Und bei dir die Frage aufgekommen ist, wie reifen solche Geschichten? Und als ich das vor einigen Jahren probierte, das war so im Moment kurz Stopp, mitten im Service, aufgemacht. Da war ich so jung, da wusste ich noch nicht mal solchen dekantieren. Ja, nein, dann rieche ich in diesen Wein an und der war im Glas perfekt. Absolut perfekt, bloß keine Luft. So in dieses Glas, nicht zu groß. Perfekt eingeschenkt. Das war grandios, absolute Offenbarung. Und ein Wein, der zu dem Zeitpunkt dann knapp 30 Jahre gereift. Ich sage, okay, super, das macht dann auch Sinn, dass das...

Dieses Kapital in Anführungsstrichen bindet. Ja, cool. Was ich jetzt sagen kann, ich habe das nochmal rückwärts probiert, dass der Pinz ja nicht mehr so toll ist.

Es ist ja super schön, dass wir bei euch hier über diese Weine reden. Mist, Axel, hast du die Illusion kaputt gemacht? Ja, jetzt habe ich es mir kaputt gemacht. Nee, erzähl mal weiter. Ich mache das oft, dass ich das mache, probiere und das funktioniert häufig so. Also wenn du damit anfängst, denkst du, Alter, was soll denn da noch kommen? Und dann hast du das so im Hirn, weil das ja auch der erste Wein war und das vom Geschmacksbild und so weiter. Und dann probierst du zurück und dann denkst du, ganz so geil finde ich es dann doch nicht mehr. Leider muss da auch was dran sein, aber es ist komplex. Das war wie bei dieser Redigaffie-Verkostung, weißt du? Da hatten wir das ja auch, dass wir dann erst einen anderen Rotwein hatten und dann Redigaffie getrunken haben. Und dann, der Redigaffie war natürlich toll, aber warum kostet der jetzt 300 Euro oder so? Und dann wieder rückwärts probiert haben und den ersten, den wir ja eigentlich gut fanden. Das war so ein Brunello. Genau, dass der nicht mehr so toll war. Aber denk mal, da haben wir doch auch den, was haben wir da auch, den Chateau, ich sag mal, Lafitte. Und den fanden wir dann interessanterweise Der hat es dann schwer gehabt. Der hat es dann schwer gehabt, aber es war auch nur so ein ganz kleiner Fützchen. Aber, also das heißt, was wir jetzt, Axel, wo wir am Ende sind, dein Lieblingswein?

Ja, das ist total schwer zu sagen. Normalerweise hätte ich gesagt, dieser Pinzja, den fand ich super vom Fleck weg und die anderen Beine, also was du gesagt hast, dass man eigentlich von dem Lautesten dann zu den Feineren geht. Ich glaube, da muss man wirklich mitkommen und da komme ich glaube ich nicht mit, weil ich da einfach nicht sensorisch gut genug bin, um das wirklich zu würdigen. Aber wenn ich dann wieder rückwärts trinke, also ich glaube, wenn man so isst, wie ich, dann trinkt man den Pinz ja und bleibt da und fertig. Und dann ist alles super, darf aber nicht zu den anderen Weinen gehen. Aber du hast ja quasi das Learning jetzt gerade gemacht, indem du wieder zurückgegangen bist und dann halt erkennst, was die Feinheiten in den anderen Weinen sind. Um das dann auch schätzen zu wissen, was dann der Unterschied ist. Ja, genau. Ich kann es immer noch nicht so richtig benennen, aber ich merke daran, okay, also die anderen Weine haben etwas, was auf jeden Fall über den Pinzier ist. Wo ich zurückgehe und sage, oh, der Pinzier ist jetzt nicht mehr so toll, wie er vorher war, aber ich kann es einfach nicht benennen und dann kann ich es irgendwie nicht so richtig realisieren. Das ist Tempranillo, glaube ich, auch eine Rebse, die wir alle nicht jeden Tag probieren. Wir zum Glück öfters, aber nicht jederzeit und das ist natürlich auch ein eigener Stil, den man auch, ich glaube, auch ranverkosten darf, um das auch greifbar zu machen. Michi, was wäre deiner denn? Deiner wäre der 2016er?

Also bei mir ist es ganz schwierig zu sagen. Ich glaube, ich finde das letzte Experiment sozusagen für mich, finde ich schon die Idee zu sagen, man sucht mal die Gesamtstruktur, indem man drei verschiedene Jahre zusammennimmt, finde ich schon klasse. Ich finde alle toll, aber da hole ich mir vielleicht mal zwei. Das ist jetzt schon was Besonderes, weil es gibt es ja so am Markt.

Aber ansonsten ist das so eigentlich nicht bekannt. Man schaut immer auf einen einzelnen Jahrgang und dieses Unico-Thema mit der Reserve ist bisher schon echt herausragend. Wo kriegt man die Weine denn? Also gibt es sie bei Havesco? Ich glaube ja. Ja? Natürlich. Teilweise ein bisschen älter, ein bisschen reifer. Aber das sind jetzt wirklich geile Jahrgänge, die gerade rausgekommen sind. Da gibt es kein Paket, weil wir uns gesagt haben, bei bestimmten Weinen ist es auch cool, sich mal eine Flasche zu kaufen. Ja, wenn es viel ständig geht. Aber vielleicht wird da jemand jetzt schon sagen, die 80 Euro, die gönne ich mir mal. Für diesen Pins hier. Um reinzukommen. Dann wird man ja auch neugierig. Oh, wie schmeckt denn jetzt die nächste Stufe? Das höre ich auch immer wieder. Oder auf der WM ist auch so, die sind dafür verantwortlich, dass mir so viel Geld ausgeben. Aber dieser Pinsel, weißt du, wenn wir jetzt, du hast ja da von Penfuls gesprochen und so, das würde ich auf jeden Fall vergleichen. So ein Penfuls kostet, weiß ich nicht, 500 Euro oder sowas. Range, jetzt meinst du? Ja, genau.

Also für 80 Euro, was ja super, super viel Geld für mich ist, aber würde ich sagen, wenn man mal so richtig super toll Wein haben will, dann ist der schon dabei. Michael, was ist dein Lieblingswein davon? Jetzt nicht immer von den Preisen weg, es ist nur die Emotionen. Also für mich ist es dann heute schon Unico 2016, weil ich das einfach, mich packt dieser Wein, diese Finesse, diese Eleganz, diese Vielschichtigkeit, es macht mich an, die Nase, das wirkt schon ein bisschen reifer, fast ein bisschen leicht oxidativ und trotzdem ist das die nächsten 30, 40, 50 Jahre eben genial. Und jeder Tag, wo ich sowas probieren darf, ist für mich ein Feiertag. Also ich danke Thomas, dass du das mitgebracht hast. Das ist schon echt richtig abgefahren.

Und ich denke manchmal, du, Das sind so Weine der Welt, die man mal getrunken haben muss, wenn man sich mit Wein beschäftigt. Wenn es so eine Bucketlist gibt, steht Vega Cecilia auch drauf. Und dann Unico. Vielleicht steht noch Reserva Spezial. Das ist aber die Bucketlist XXL.

Und die anderen Sachen sind auch gut. Und die findest du vielleicht in einem Restaurant mal für 130, 150, 180 Euro. Ist auch schon viel Geld, aber dann weißt du schon, das wird ein super Abend. Aber das findest du halt unter 600 eigentlich nirgends mehr auf irgendeiner Karte. Also Pintia und Alleyung, das ist ganz klar, das ist schön, dass du das noch mit reinbringst. Das ist im Prinzip so dieser absolute sichere Pick auf einer Weinkarte. Also da hast du keine Ausfälle dabei. Es ist eher dann die Situation, was suche ich jetzt? Habe ich jetzt das kurz gebratene dicke Flanksteak, dann ist natürlich ein Pintia perfekt dafür, weil es dieses fleischige richtig schön aufnimmt. habe ich dann das Gericht mit etwas mehr vegetabieren, anklänken, das Allian großartig. Und Reservier ist bisher schon... Ich finde das schön, weil ich im Prinzip dreimal Unico bekomme. Ich habe drei Unico-Jahrgänge in einer Flasche. Das ist doch quasi... Also du hast ja ein Wein mitgebracht, das hat Last of Us angespielt, der ist Volguena Thinko. Das ist ein Wein, der kostet bei uns auf der Karte knapp unter 300 Euro. Und der wird relativ viel getrunken. Aber wirklich dann immer, wenn Leute sagen so... Das gönnen wir uns heute. Aber ist das so eine Grenze, 300? Ja, das kann man vielleicht noch machen, auch in der Firma rechtfertigen, wenn man ein gutes Jahr hatte oder Richtung Weihnachten. Aber 600 ist dann eher schon so, das auf eine separate Rechnung. Das zahle ich dann selber, weil das ist dann schon zu viel. Das kriegst du kaum nicht selten durch. Und leider ist es so.

Das Gute ist das bessere Feind. Also wenn wir hier drei Weine für 10 Euro und du stellst einen Pinzja hin und sagst, Pinzja ist der beste Wein der Welt. Das ist so. Weil es alles andere wird nach nichts. Pulverisiert. Ich freue mich auch, dass wir gleich noch ein Speedtasting aufnehmen nach diesem wunderbaren Wein. Thomas, vielen Dank. Viel Spaß noch an Abonnenten. Hast du einen Lieblingswein, Thomas? Ja. Ich bin eher auf die Situation, was suche ich zu welchem. Jetzt heute, wenn du zum Beispiel mit drei anderen Typen zusammen verkostest. Dann schnappe ich mir die Flasche Unico Reserve ist bisher. Das ist die Flasche. Leute, aufs Leben, bis zur nächsten Woche. Aufs Leben. Vielen Dank. Schön, dass ich da sein durfte.