Hallo zusammen zu einer neuen Speed-Tasting-Folge. Ja, ihr kennt das Spielchen wahrscheinlich schon. Wir sind ja im alkoholfreien Januar. Ja, der quasi schon fast vorbei ist. Der fast schon vorbei ist. Sagt man jetzt eigentlich noch frohes neues Jahr oder ist das der Zug abgefahren? Also irgendwann ist es vorbei. Wie in der deutschen Knickle-Gesellschaft sagen, eigentlich bis zum 15. Januar kann man das schon gut sagen. Man kann das im Prinzip das ganze Jahr sagen. Das ist eine Empfehlung. Ich finde es irgendwann auch anstrengend, wenn man Ende Januar noch, ich höre es trotzdem immer wieder und habe die Herausforderung, gerade bei mir in der Hanse-Lounge, kommen Leute rein, die ich noch nicht gesehen habe in dem Jahr und so, kann man ja noch sagen und so weiter. Klar kann man es noch sagen, aber ich schreibe da meistens proaktiv jedes Jahr wieder. Ab jetzt wünschen wir uns das nicht mehr, wir wünschen uns sowieso das ganze Jahr nur Gesundheit und alles Beste und dann spart man sich diese Floskel. Aber wenn jemand kommt, frohes Neues Jahr, dann wünsche ich ihm genau das Gleiche und sage, ja, genau. Und aber denkst du denn dir was dann dabei oder? Ich denke mir sehr oft was dabei, ehrlicherweise, beim Verhalten anderer Menschen, und wundere mich, aber ich würde das jetzt nicht bewerten. Also erst mal ist es gut gemeint und ich finde, was Nettes ist immer schöner als was nicht Nettes. Also von daher kann man das, finde ich dann. Und Knigge sagt bis zum 15. Jahr? Offiziell, ja. Und irgendwann reicht es dann auch. Ja, ja, ja. Also ich, genau, ich bin jetzt irgendwie schon, schon im.
Am 5., ich weiß nicht, also ein paar Tage nach Silvester bin ich schon so, dass ich denke, also ich finde gerade Anfang Januar war es dann schon so, per Mail musst du immer erstmal auch schreiben, erstmal wünsche ich noch ein Frohes, alle fürs Neue, und das hält dann auch auf, gerade wenn man viel Mail schreibt, aber es ist nett und es gehört auch ein Stück weit dazu, aber das haben wir hinter uns, was wir noch nicht hinter uns haben, ist der alkoholfreie Bereich. Ja, genau. Und wir haben ja die Top 10 alkoholfreien Weine, die sind jetzt gerade mittendrin quasi, 10 bis 5 oder 10 bis 6 haben wir schon durch und für diese Speed-Folge habe ich mir überlegt eben, das ist ein alkoholfreier Wein, anders zum Kombucha, den wir hatten.
Das war fermentierter Tee, genau, mit Säften und Kräutern und das ist jetzt von Jörg Geiger, den wir schon mal hier hatten mit der Champagner-Bratbirne, die weiß ich auch, den du ja total gerne mochtest. Das Produkt heißt... Wie Secco für Wein, San Alkohol, also prickelnder Wein. Und da steht auch noch drauf Sauvignon Blanc. Und es hat 41% Sauvignon Blanc, 41% Wein, 28% Traubensaft, 18% Apfelsaft, 9% Birnensaft und dann auch ein bisschen Pfirsichsaft. Und dann gibt es noch Gartenmelisse, Zitronenverbene, Holunder, Akazienblüte, Gewürze und natürliche Kohlsäure. Das ist jetzt insgesamt weniger als 100 Prozent gewesen? Nee, das waren insgesamt 100 Prozent, ganz genau. Und sieben Gramm Kohlenhydrate und davon Zucker, sieben Gramm, also sieben Gramm Zucker hat das Ding. Jörg Geiger sitzt im Schwabenland und ist eigentlich eine der Top-Adressen für alkoholfreie Sachen. Ich nenne es jetzt trotzdem alkoholfreier Wein, auch wenn weniger als 50 Prozent Wein drin ist, unter anderem ist es Saft. Genau, aber es ist Sauvignon Blanc, hast du gesagt, das ist drin? 41 Prozent, ja. Und dann war, wie viel Prozent? Wo war das? Das steht da ganz klein.
Ach, Schande. Ja, sehr klein. Wenn du die Prozente ausrichst, riech ich schon mal rein. Genau, riech ich mal rein. Also hat bestimmt ja auch nicht 0,0, weil es eben Wein ist, der entalkoholisiert wurde. Zumindest zum Teil. Der Rest, der Saft und so weiter, ist kein Problem. Ja. Ja, für mich ist lustigerweise die Birne schon einmal etwas, was ich als erstes habe in der Nase, wo gar nicht so viel drin ist, aber ich liebe auch Birne, ehrlicherweise. Ich liebe auch Birnensaft. Die sind immer im Supermarkt viel zu hart, immer. Und irgendwann sind sie viel zu weich. Das ist das Problem, das ist wie bei Avocado, es gibt ein sehr enges Fenster, wo du es dann perfekt haben kannst. Okay.
Ja, ich habe jetzt, es ist quasi Ende Januar und ich habe aber trotzdem so ein Gefühl von so ein bisschen Weihnachtsmarkt-Punsch-Apfel. Apfel habe ich dann auch auf der Zunge oder im Gaumen und so eine leichte weihnachtliche, weiß gar nicht, Zimtstange, Gewürznelke oder so. So eine, ja, wie so ein Apfel-Kompott auch, wo diese Dinge eben drin sind, gerade diese Gewürznelken, das ist das, was bei mir sehr am Gaumen bleibt. Ja. Ist da irgendwie was Zitroniges bei oder sowas? Ja, Zitrone und Verbene ist auch so, ja. Was heißt Verbene eigentlich? Verbene ist Eisenkraut. Ah. Das ist Verbene und das ist eben eine spezielle Verbene und so, diese Zitrone und Verbene. Aber...
Auch diese Melisse hat ja auch was so ein bisschen Zitrisches. Ich finde, es wirkt nicht so süß, weil eben dieser Saft auch eine natürliche Säure hat. Und diese Süße kommt einfach auch von den Fruchtsäften. Also da wird nicht nochmal mehr Zucker reingemacht, sondern diese Fruchtsäfte bringen einfach den Zucker mit. Für mich hat es trotzdem wenig mit Wein zu tun. Auch wenn die Basis quasi Sauvignon Blanc ist. Aber die Basis könnte auch was Kerner sein oder Silvana oder was auch immer. Man will ja denken, dass vom Sauvignon Blanc, dass man da schon ein bisschen Geschmack mitkriegt, weil das ja schon eine aromatische Rebsate ist. Genau, eine Aromarebsate ist, aber da habe ich nichts. Also ich habe weder grüne Paprika, die wir oft haben, dieses Pyrazin oder so eine Exotik, was im Pfirsich Ananas mal Pationsfrucht sein kann. Ich finde, da ist Apfel und Birne schon das, was dominant ist auch. Aber was hier auf jeden Fall, die Säure ist auf jeden Fall, jetzt im Vergleich zu dem Kambucha, also mehr Säure. Und das erinnert dann schon mehr an Wein. Also diese Dimension gibt es dann. Das stimmt. Aber es ist ja auch Wein drin. Das war im Kambucha ja eben gar nicht. Da war es Tee. Und jetzt ist es schon wirklich ein sehr Wein, also immer noch ein weinhaltiges Getränk. Ja.
Und das ist vor allem hinten raus über diese Säure, finde ich, dass du am ehesten, dass im Hirn dir irgendwie das sagt, okay, das muss irgendwas mit Wein zu tun haben. Aber so ein bisschen fast Zimt oder so auch noch, dass dann so eben am Gaumen bleibt, aber schon eine Frische. Also die Säure ist schon auch ein bisschen belebend. Ja, also das, genau, es hat, klar, es ist Wein und es geht eher in die Weinrichtung. Aber ja, was kostet das? 15 Euro. 15 Euro, ja.
Viehsäcco von der Manufaktur Jörg Geiger. Tja, A base du vin sans Alkohol, verfeinert mit Wiesen, Obst, Kräutern und Blüten, so steht das hier drauf. Wie findest du die Ausstattung? So mit allem drauf, was hier so drin ist, an Bildern mit Äpfeln und Co. Ja, also ich finde, es passt zum Inhalt. Also es sieht jetzt nicht aus wie eine ernsthafte Weinflasche, aber es ist ja auch nicht. Nö, aber er hat offensichtlich seine eigenen Flaschen, weil da steht auch drauf hier, Manufaktur Jörg Geiger, also das, glaube ich, der hat einfach jetzt aktuell im Markt eben, der hat ganz gut zu tun oder der entwickelt viele Produkte, weil er einfach mit dem Know-how auch schon weiter ist als andere, die sagen, wenn sich jetzt ein Winzer hinsetzt und sagt, wir müssen mal irgendwas mit Alkohol frei machen, ist das eben auch gar nicht aus Überzeugung, sondern nur vielleicht aus, weil der Markt oder weil die anderen sagen, Du musst das eben auch machen. Aber die Geigers machen das eben schon seit 25 Jahren oder so. Echt? So lange? Die sind schon länger dabei. Und den ganzen Betrieb gibt es schon deutlich länger, wo sie Obst anbauen. Aber dass sie da wirklich auch sehr hochwertig und auf der Hefe lagernd und so wie diese Champagnerbratbirne. Aber haben die denn vorher richtig Wein gemacht? Nee, das sind Obstbauern im Ursprung.
Das für mich, als wenn sie ankotzen, weißt du? dann kommt da dieser Obstbauer.
Schnappt ihr die Kunden weg? Ja, mit seinem Scheiß. Ja gut, aber früher war es der Bierbrauer und hat die Kunden weg. Und jetzt läuft auch der Bierbrauer die Kundschaft weg. Ja, aber sozusagen in deinem Segment. Ja, aber was ist das für ein Segment, wo nur 40 Prozent Wein ist und der Rest ist alles andere? Naja, ich meine, das zieht ja schon auf Weintrinker, die jetzt sagen, oder? Ja, oder Leute, die keinen Wein trinken und sagen, vielleicht nähere ich mich darüber an den Wein an. Also das kann ja auch sein. Wenn du siehst, dass die Weinhändler immer mehr alkoholenfreien Wein verkaufen, gut, das können alles Neukunden sein und die anderen trinken halt weniger. Oder die Weinträger kriegen von ihrem Arzt gesagt, sie müssen mal kürzer treten. Ja, klar, aber es ist natürlich ein stark wachsendes Segment, aber halt kommt auch von niedrigem Niveau. Ja, also okay. Wir müssen schon zur Bewertung gehen, ohne Lars heute leider auch, weil er immer noch im Schnee in den Pfannen steht.
Und deswegen sagen wir, seine Bewertung ist der Mittelwert aus unserer, jetzt fängst du an. Sieben. Ja, für mich auch sieben. Damit gibt Lars auch sieben und wir sind auch bei 21. Das heißt, das ist die gleiche Bewertung wie beim Kombucha. Ist ein Euro günstiger, ist auch aus Deutschland, kann man auch als positiv sehen. Und hat auch ein bisschen was mit Wein zu tun. Wunderbar, das war's schon. Schönen Tag noch. Servus.