Ein frohes neues Jahr again, Michi. Wir nehmen jetzt zum zweiten Mal auf, weil beim ersten Mal die Aufnahme nicht richtig geklappt hat. Wir haben schon ein bisschen getrunken, aber deswegen sind wir nur umso mehr Experten für dieses Getränk. Und noch nüchtern. Und noch nüchtern. Und wie kommt das denn? Ja, es ist unser, tatsächlich bei der Analyse unseres letzten Jahres mit den vier Flaschen haben wir festgestellt, dass die meistgehörteste Folge eine reine alkoholfreie Folge war. Und die schon im Januar ausgestrahlt wurde. Oh krass. Und das hat uns dazu bewogen zu sagen, lass uns doch den Januar, ob das jetzt ein Trend ist oder nicht, meine Herren. Und wir machen den Januar nur alkoholfrei. Wir probieren uns quasi quer durch das Sortiment unseres Partners Avesco und machen die Top Ten alkoholfreien Weine, die wir jetzt quasi empfinden. Aus deren wir probieren über 30 Weine und dann holen wir die Top Ten raus und machen in den zwei Speed-Folgen. so wie heute am 9. Januar, und heute ist der 8., wir zeichnen also einen Tag vorher auf, gerade bei irgstem Schneetreiben in Hamburg, und deswegen ist auch Lars nicht dabei, gibt es quasi einen prickelnden.
Alkoholfreien, ich sage jetzt mal Wein, aber es ist kein Wein, es ist nämlich ein Kombucha oder Kombucha. Wie spricht man es aus? Ich würde sagen Kombucha, aber vielleicht bin ich auch, weil mein Cousin da wohnt, in Kombotscha und vielleicht bin ich irgendwie dadurch gefärbt. Also Kombucha oder Kombucha ist ein fermentiertes, leicht sprudelndes Teegetränk, das durch die Fermentation von gesüßtem Tee, meist schwarz oder grüntee, mit einer Kultur aus Hefen und Bakterien, dem sogenannten SCOBY, Cyambotic Culture of Bacteria and Yeast, hergestellt wird. Dieser Prozess wandelt Zucker in Säuren, Vitamine und geringe Mengen Alkohol um, wodurch ein leicht süß-sauer-schmeckendes, prickelndes Getränk mit probiotischen Eigenschaften entsteht. Es steht aber 0,0 drauf.
Aber trotzdem ist Alkohol drin. Wahrscheinlich gehe ich mal davon aus, dass es bis 0,5 auch drin ist. In der offiziellen, also das ist dieses Kopenhagen Kombucha Hitchcock Blue, Hitchcock Blue schon mal gehört? Hitchcock Blue ist eine Lavendelsorte. Also Lavendel ist einer der dominanten Aromaten in diesem Produkt. Deswegen steht es auch drauf, es ist so organik. Und in der offiziellen Erklärung heißt es, der leicht prickelnde Aperitif wird aus Tees, Fruchtsäften und Kräutern fermentiert. Also nicht nur Tee, sondern auch Fruchtsäfte und Kräuter heißt es, dass wahrscheinlich noch weniger oder wirklich gar kein Alkohol produziert ist. Aber die Hand dafür würde ich mir jetzt nicht ins Feuer legen.
Dank der verwendeten Lavendelblüten zeigt der Hitchcock-Blue neben Apfelnoten und Anklängen vom Pfirsich und Ingwer auch blumige Lavendelaromen. Das ist das, was uns erwartet. Das schenke ich erstmal schon mal ein. Ja, also genau, ich hatte ja gesagt, bevor wir die Flasche geöffnet haben, dass das irgendwie so appetitlich aussieht wie kalter schwarzer Tee und es ist kalter schwarzer Tee. Ja, tatsächlich. So ist es. Es hat also mit Wein tatsächlich wenig zu tun, aber diese ganze Branche erfindet sich gerade und man hat dafür noch gar keine großen Begrifflichkeiten. Ich erinnere mich an diesen sehr guten Lunar Herbs von Leon Gold, den wir letztes Jahr hatten und das war im Prinzip ein Fruchtsaft, den er versektet hat mit unterschiedlichen Kräutern, Zitrone und trotzdem heißt es dann irgendwo noch alkoholfreier Wein. Was soll das auch sonst heißen? Aber kann Ihnen das Spaß machen? Also wenn du jetzt Winzer bist und eigentlich seit Generationen halt richtigen Wein produzierst und auf einmal wollen die Leute etwas, was eigentlich ja auch in der Produktion mit Weinbau wenig zu tun hat. Ja, also ich tue mir nach wie vor schwer, wenn man wirklich Wein produziert und danach den Alkohol entzieht und wieder zusammensetzt ohne den Faktor Alkohol und es eben mit Zucker und Aromen versetzt, um das Gap irgendwie aufzufüllen, weil es...
Auch gar nicht nachhaltig ist, weil du also zweimal diesen Produktions-Auch, ein wahnsinniges, schlechtes CO2-Bilanz, alkoholfreier Wein, kann gar nicht anders sein. Und noch dazu müsste er viel mehr kosten, weil du viel mehr Aufwand hast damit, aber der Markt das noch gar nicht hergibt, weil die Leute gar nicht bereit sind, für alkoholfreien Wein so viel zu bezahlen. Du bist ja quasi in der Lage, was richtig Geiles zu machen. Also eigentlich bist du in der Lage, irgendwie ein Ferrari zu bauen, aber die Leute wollen halt lieber irgendwie ein E-Car mit zwei PS oder so. Ja, genau. Ich glaube auch bisher ist sehr häufig quasi ein Trabi entalkoholisiert worden. Und so schmeckt es dann auch. Und es gibt aber schon Versuche, Schloss Johannesberg, weiß ich, hat das letztes Jahr gemacht, die haben einen Top-Wein entalkoholisiert, der kostet dann, weiß ich nicht, 40 Euro. Und der war, glaube ich, auch richtig gut. ja, also, ich habe ihn nicht probiert, es war auch sehr limitiert und war sofort ausverkauft, Freund Gerd Retter, dem wir auch schon mal im Podcast hatten, der hat darüber berichtet und ich glaube schon, dass also wir sind erst am Anfang, keine Ahnung, was da noch alles kommen mag, deswegen schaue ich schon hin und verkoste auch viel.
Aber ob die Leute das nur trinken, das weiß ich nicht oder ob nicht quasi die Medien und die Händler alle das mit so ein bisschen schüren, dass es das der real shit ist oder ob wirklich, Also ich kenne auch viele, die sagen, hör mir auf, ich trinke Wasser, wenn ich nichts trinke und ich trinke ein Glas Wein oder ich trinke vielleicht ein bisschen weniger oder dosierter im Januar, ja. Aber ich muss dieses ganze Alkohol freigegeben. Also, ja, ich will es jetzt nicht tot drehen, bevor wir es probiert haben. Okay, ja, nee, nee, genau. Aber genau, aber das Ding hat nie ein Weinberg gesehen, ne? Doch, da ist auch, also nee, das hat keinen, das ist nur Tee, also das hat mit Wein gar nichts zu tun. Aber riecht so ein bisschen wie so ein Lavendelkissen, weißt du? Ja, aber ich finde trotzdem, dass du diesen schwarzen Tee erstmal auch schon in der Nase hast. Dann ist Lavendel, ja, dann Apfel ist schon in der Nase auch stark.
Dann, oh, cool, dann kommt am Gaumen eigentlich oder im Rachen wirklich so eine Ingwer-Schärfe, so ein Spice. Vielleicht auch ein bisschen links und rechts an der Seite der Zunge so ein bisschen vielleicht so ein Pfirsich. Den hast du da eher, auf der Front der Zunge hast du es nicht, auch hinten auch nicht. Und du merkst, das hat 5,5 Gramm Zucker. Also das merkt man auch, dass ein bisschen Zucker da ist. Jetzt nicht störend, aber ich glaube, oder ich weiß, ich komme buche, meine Mutter hat das mal selber, wird so ein Pilz produziert und das stand dann im Kühlschrank und ich dachte, das wäre irgendeine Limme und habe davon einen großen Schluck und habe das wirklich fast wieder rausgespuckt, weil es wirklich sonst sehr, sehr trocken ist und, sehr viel Säure hat und das flutscht da nicht so richtig runter. Das ist, glaube ich, die gesündere Variante, aber das ist so ein bisschen das Mainstreamigere, so wie das gemacht wird. Sehr, sehr schicke Ausstattung, sieht wirklich sehr, sehr wertig aus und mit diesen nordischen Kräutern, die da auch drin sind und auch mit diesem Lavendel, ist es eben sehr, sehr authentisch. Kommt das denn aus Dänemark? Ich glaube, ja. Ja, ich glaube, ja. Den Kopf mal. Was kostet da Spaß?
16 Euro. 16 Euro. Gut, ich meine, das muss man sich dann schon überlegen. Also weil für 16 Euro kann man ja auch viele alkoholfreie Getränke kaufen. Die jetzt auch nicht ganz schlecht schmecken. Ja, klar. Das ist, klar, du kannst auch selber das ansetzen, macht vielleicht auch Bock und kannst ein bisschen Ingwer reinreiben und, und, und. Das ist immer die Frage. Also ich glaube, das gilt es jetzt herauszufinden. Auch jetzt in unseren anderen Folgen jetzt im Januar. Was kriegst du für Skate und wo ist der Markt oder was würde man bezahlen? Ich meine, wir haben ja mal diesen, war das nicht von Scavi und Re, so einen einfachen italienischen, nee, nee, danke. Letztes Jahr probiert, der auch echt gut war für sieben Euro oder so. Also wo man echt überrascht war von irgendeiner Riesenmarke interalkoholisiert. Diese Apfelbratbirne. Ja, genau. Champagnerbratbirne.
Geiger. Tatsächlich haben wir in unserer zweiten Speed-Folge im Januar auch ein Produkt von ihm nochmal. Das ist auch stark. Wobei die hat auch 28 Euro gekostet. Genau. Aber das war natürlich auch nochmal aufwendiger produziert. Ich weiß es nicht, also ich meine, wenn ich Geld ausgebe für Wein, dann muss ich auch Geld für alkoholfreien Wein ausgeben, wenn ich ein Genussmensch bin und das ist auf jeden Fall ein cooles Ding, auch wenn ich jetzt sage, aber so ein Weintrinker, der.
Mit Wein hat das auch nichts zu tun. Also wenn man, ich weiß nicht, als Weintrinker muss ja quasi fast ein Detektiv sein und da so dem Geschmack, das so richtig rausschmecken Und hier wird es ja so, da kann ja selbst ich sagen, was da drin ist. Das ist sehr plakativ. Ja gut, du hast dich auch gut schon entwickelt in den letzten fünf Jahren. Aber wenn du jetzt in ein Restaurant gehst, zum Beispiel kann man mir das gut zur asiatischen Küche vorstellen von diesem Aromenspektrum, das gerade da ist. Und dann bist du zu zweit und bestellst mit deiner Freundin eine Flasche, die kostet dann 40 Euro. Und dann ist die in fünf Minuten, wenn du nicht aufpasst, in fünf Minuten leer. Und du hast auch keinen Tee. Genau, genau. Die Wirkung ist auch gar nicht da. Richtig, das kommt auch hinzu. Oh, wir sind schon am Ende. Wie viele Punkte? Sechs. Acht. Okay. Mit Lars 7, 21. Okay, gut, gut. Tschüss. Ciao.