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Herzlich willkommen. Ich bin der Lars und neben mir sitzt der... Michi, servus. Und eine Pause. Und Axel ist auch da. Aber ein anderer Axel, zu dem kommen wir gleich. Man muss sagen, und Michael, das frage ich mich, der Axel hat offensichtlich schon wieder Pech. Pech hat er? Hat er Pech? Aber es ist immer so, man muss sagen, die meisten Folgen, in denen Axel nicht dabei war, weil er Urlaub hatte, waren Folgen, in denen wir beide uns hinterher jubelt in den Armen lagen, weil es so tolle Weine gab. Und wenn ich sehe, wir haben heute etwas dabei, was ganz selten dabei ist, nämlich eine Magnumflasche. Das heißt, eigentlich sind wir heute drei Flaschen und eine Magnumflasche. Jawohl. alles Rotweine und es sieht danach aus, als ob es ein großes Fest werden würde und du hast jemanden hier, der auch danach aussieht, als würde er sich, Würde er sich mit Weinen sehr gut auskennen. Ja, das tut er. Ich bin tatsächlich heute auch ein bisschen aufgeregt, weil es einer, finde ich, der bedeutendsten Menschen in der Weinbranche ist. Aber ich würde gerne das offiziell jetzt vorlesen, damit alle, die quasi uns jetzt zuhören, sofort auch wissen, mit wem es nicht zu putzen. Wir probieren nicht nur vier Flaschen, sondern eine davon ist eine absolute Weltneuheit. Den Wein gibt es noch gar nicht. Da wurde ja heute offiziell Journalisten und ein paar Sommiers vorgestellt.

Unser Gast heute ist Axel Heinz, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter aus Bordeaux. Und er ist ein international renommierter Weinmacher. Er wurde besonders bekannt durch seine langjährige Leitung des toskanischen Spitzenweingüters Ornelaya und Massetto, die unter ihm zu weltweiten Maßstäben für Super Tuscans wurden. Unter seiner Führung entstanden bedeutende Projekte wie die Einführung von Zweitwein-Massettino und die Erweiterung des Sortiments. 2023, und da wird es jetzt spannend, kehrte er nach Frankreich zurück und übernahm das Chateau Las Combes in Margot als Geschäftsführer und Weinmacher. Seine Philosophie verbindet Respekt mit dem Terroir, mit einer Balance aus Tradition und Innovation. Axel Heinz, ein Wein-Superstar, ist unser heutiger Gast. Servus. Servus.

Wie schön, dass du da bist. Chateau Lascamp aus dem Bordeaux. Lars, hast du das schon mal gehört? Ja. Nee, da wäre überhaupt nicht gerechnet. Ja. Kann ich dich nochmal fragen und kannst du Nein sagen? Nein, weil du hast es in der letzten Folge, hast du uns gesagt, dass es kommt. Chateau Lascamp. Ohne Leia natürlich, wie auch schon mal zu Gast. Lascamp, wo ist das genau verortet? Kannst du ein bisschen was uns zu dem Weingut sagen? Selbstverständlich. Also Chateau Lascamp ist ein altes Traditionsgut in Bordeaux natürlich, auf dem linken Ufer. Ich weiß ja, dass in Bordeaux die Weinbau, die Subregionen so ein bisschen aufgegliedert werden, je nachdem, ob sie am linken Ufer der Gironde-Mündung und der Garonne oder auf dem rechten Ufer sind. Wir sind im Medoc. Was ist da der Unterschied? In Hamburg kennt man das, wenn man an der Elbchaussee wohnt. Entweder auf der linken oder auf der rechten Seite. Die linke Seite ist die, wo du Elbblick hast. Die rechte Seite ist die, wo du auf die Straße guckst. Also ein Riesenunterschied. Ist der Unterschied im Bordeaux auch so groß? Ja, durchaus.

Nicht nur, je nachdem, was man für den Blick hat. Ist es tatsächlich auch so, dass die Bedingungen in dieser sehr groß ausgedehnten Region Bordeaux, die regionalen Unterschiede sehr, sehr, sehr, sehr groß und substanziell sind. Man kann, wenn man es ganz knapp zitiert sagen, das linke Gironde-Ufer umfasst die Regionen Medoc-Ufer, Graf-Bissac-Léon-Soutern. Was die Rotweine angeht, sind die Böden dort meistens von den Flüssen Garonne und Gironde über die Eiszeiten hingebrachte Kiesterrassen mit sehr durchlässigen, gut trainierten Kiesböden, die vor allem für den Anbau der Rebsorte de Cavernes-Souignons geeignet sind. Natürlich werden in Bordeaux überall mehrere Rebsorten gleichzeitig angebaut. Aber je nach Subregion ist natürlich die eine oder die andere etwas stärker gewichtet. Und am linken Ufer ist es in der Regel der Cabernet Sauvignon. Das heißt, du hast auch jetzt ganz viel Cabernet Sauvignon heute?

Dazu dann später mehr. Denn es gibt natürlich, wie bei allen Regeln, gibt es manchmal Ausnahmen. Das rechte Ufer ist etwas weiter im Landesinneren. Da gibt es Böden, die etwas anders sind. Und dort ist in der Regel die Rebsorte Merlot, die zweite Hauptrebsorte in Bordeaux, etwas stärker gewichtet. Wie gesagt, es kann natürlich bei solchen Geschichten dann ab und zu mal Ausnahmen geben. Und tatsächlich ist Chateau d'Ascôme gleichzeitig ein alteingesessenes Traditionsweingut, hat aber tatsächlich so ein paar Merkmale, die sich von dieser generellen Aufteilung Cabernet Sauvignon auf dem linken Ufer und Merlot auf dem rechten Ufer so ein bisschen abheben. Aber das sind die beiden Hauptrebsorten in Bordeaux? Ja. Was käme noch dazu? Gibt es noch was? Es gibt eine Reihe von Rebsorten, die in Bordeaux angebaut werden können, von denen man die meisten so ein bisschen vergessen hat. Und ganz ehrlicherweise gibt es zwei Hauptrebsorten, die wirklich den Großteil der Anbaufläche aufmachen. Das sind der Cabernet Sauvignon und der Merlot. Dann gibt es noch zwei Rebsorten, die relativ gewichtet sein können als sekundäre Rebsorten. Das ist der Caverné Franc. Und eine andere recht regionale Spezialität, die nennt sich Petit Verdot. Der kleine Grünling sozusagen wäre die Übersetzung. Es gibt auch so ein bisschen...

So ein bisschen Aufschluss auf den eventuellen Weinstil. Der allerdings ist eine Rebsorte, die etwas regionaler beschränkt ist. Also am linken Ufer ist fast das ausschließliche Territorium für den Petit Verdot. Und dann gibt es zwar in der Theorie noch eine ganze Reihe von anderen Rebsorten, die erlaubt werden, aber die eigentlich keine wirkliche Gewichtung haben. Aber es sind viel mehr. Wie viele sind erlaubt? Wie viele kann man im Bordeaux verwenden? Muss ich gestehen, wüsste ich jetzt auch genau gar nicht, müsste man nachschauen. Also in den etwas eingeschränkten Appellationen, es gibt natürlich ein ganzes Areal, das sich bedroht nennt, und dann gibt es dann verschiedene etwas eingeschränktere Gebietsmarkungen, wie zum Beispiel Margot, das ist die Appellation, die den Chateau de la Scôme hervorbringt. Da sind tatsächlich nur diese vier Rebsorten erlaubt bei dem Rotwein. Aber sonst Malbec ist noch mit relativ bekannt, eine der Rebsorten und das gibt unterschiedliche Versuche. Also nochmal ein bisschen, Margot ist jetzt, das ist ein Gebiet. Eine Region innerhalb des Margot. Und alle vier Weine, die wir haben, kommen aus dem Margot. Ja.

Und man muss sagen, Chateau Lascamp ist ein Deuxième Grand Cru. Ja. Genau, das heißt, das wurde in der 1855 in der Klassifikation festgelegt und in den 170 Jahren nie verändert. Das heißt, wir reden schon wirklich über den Top-Bereich. Entweder man übersetzt auf Deutschland, es sind alles große Gewächse, über die wir heute reden. Genau. Und das gleiche abzufrühstücken. Wir sind jetzt von Michi ja einiges gewöhnt, seit er ja mal eine Runde gemacht hat mit 700 Euro Rotwein. Aber wo liegen wir da preislich von bis heute?

Heute die Weine von Chateau-Lascom, sagen wir mal der Hauptwein. Wir haben da einen neuen Wein, den wir ein bisschen in eine andere Richtung orientieren möchten. Die Hauptweine liegen bei Endverbrauchern, Preisen so zwischen 70 und 85 Euro. Bei relativ jungen Jahrgängen, bei etwas gereifteren Jahrgängen kann es oftmals auch ein bisschen höher hinausgehen. Und was wir heute auch haben, ist zum Beispiel einen 210er Las Combes. Wunderbar, also 15 Jahre alt jetzt. Und wir haben eben einen ganz neuen Wein, der auch noch ein bisschen teurer sein wird, dann als der klassische Chateau Las Combes. Und eingeschränkt habe ich uns jetzt 2023. Auch das kann man noch nirgends kaufen, muss man sagen. Gibt es das schon? Nein, es ist natürlich ein Wein. Nein, dazu muss man vielleicht erwähnen, dass Bordeaux ein weltweit sehr eigenständiges Prozedere hat, wenn es um den Verkauf der Weine geht. Traditionell ist es der Fall, dass in Bordeaux die Weine sehr früh vorgestellt werden. Das heißt, es wird der Wein noch angeboten als Subskription, bevor der Wein auf die Flasche kommt. Und sozusagen sechs Monate nach der Lese, mehr oder weniger, werden die Weine den Weinhändlern weltweit vorgestellt. Sie kommen dann nach Bordeaux und probieren die Weine sozusagen aus dem Fass und dann werden sie zum Verkauf.

Dargeboten und in der Regel wird die meiste Menge dieser Weine über diesen Weg verkauft und dann erst später, wenn die Weine dann gereift sind, werden sie dann eventuell wieder angeboten. Aber es ist so, dass der 2023er seit diesem Sommer auf der Flasche ist. Also insofern ist er ein verfügbarer Wein und jetzt offiziell tatsächlich erhältlich. Lass uns nochmal verstehen, wir testen ein und denselben Wein. Dreimal, ja. Und dann einen ganz neuen Wein. Einen ganz neuen Wein. Auch vom gleichen Weingut. Und dann geht es also nur um die unterschiedlichen Jahrgänge. Ja, genau. Du warst doch auch mal da, du hast uns doch erzählt, du warst doch auch da im Bordeaux. Und das ist die Geschichte, man testet das und weiß aber am Ende natürlich nicht hundertprozentig, wie der Wein schmeckt.

Man sollte sich idealerweise schon ein gutes Bild davon machen können. Es ist natürlich schon eine Art des Probierens, die voraussetzt, dass man ein bisschen Erfahrung damit gesammelt hat. Denn man probiert tatsächlich die Weine in einem sehr frühen Stadium, die noch nicht vollständig ausgereift sind, also nicht in ihrem ersten Reifeprozess, dieser Reife im Fass. In der Regel dauert das in Bordeaux um die 15 bis 18 Monate, stellenweise bis zu zwei Jahre, bevor sie dann abgefüllt werden. Und dann hat natürlich Bordeaux als Wein diese Kapazität, in der Flasche noch manchmal jahrzehntelang sich weiterzuentwickeln. und oftmals schätzt man beim Bordeaux eben diesen gereiften Charakter der Weine. Aber in so einem Frühstadion ist es natürlich schon hilfreich, wenn man die Weine eines bestimmten Weinguts gut kennt, jedes Jahr zum Verkosten kommt und dann die Gelegenheit hat, die Weine dann im Nachhinein... Kriegt man nur Weine, wenn man kommt oder kann man auch einfach so blind bestellen? Oder müssen die Händler kommen? Nein, du musst nicht kommen, aber du brauchst einen Überblick für ein paar hundert Weine, die es dann gibt, wie das ungefähr so schmeckt. Du hast doch damals unfassbar viele Flaschen bestellt. Ja, wir haben aus dem 22er Jahrgang, den wir gleich probieren auch, haben wir deutlich fünfstellig Flaschen bestellt, weil wir auch total überzeugt waren und begeistert waren.

Deutlich fünfstellig? Über 10.000 Flaschen, ja. Aber was das Spannende ist, jetzt am 23., bevor wir uns ihm widmen und uns um den Wein geht, Axel, das ist der erste Jahrgang, den du quasi komplett dann gemacht hast, macht deinen Wechsel. Meine Frage ist, wie oder was muss passieren, dass man Ornelaya, eins der super Weingüter der Welt, Masetto, dass man das verlässt, um in ein, vielleicht sich im Dornröschenschlaf befinde ich jetzt oder zumindest nicht im Ansatz, so eine Strahlkraft zu haben und ins Bordeaux zu wechseln. Das interessiert mich. Ich denke, in der Berufslaufbahn gibt es natürlich verschiedene Elemente, die dazu führen, dass man seine gewissen Wahlen trifft. Und natürlich ist das Prestige ein Element, aber es sollte nicht das einzige Element sein. Man muss sicher gehen, dass man in, dem Weg, den man gewählt hat, immer Wege findet, dass man von neu auf sich in Frage stellen kann, stimuliert wird, einen Ansporn hat. Und wenn natürlich ein Weingut dann irgendwann in so eine Art Routine kommt.

Dann ist die Befürchtung da, dass eben dieser Ansporn dann irgendwann mal fehlt und dass man sich so ein bisschen auf den eigenen Lorbeeren sozusagen ausruht. Das heißt, du wolltest dich selber so ein bisschen herausfordern. Ja. Nochmal neu anfangen. Genau. Dann gibt es natürlich immer auch persönliche Gründe. Natürlich ist Bordeaux für mich auch ein bisschen die Heimat. Ich bin zwar nicht in Bordeaux geboren und aufgewachsen, ich bin gebürtiger Münchner und dort bin ich auch aufgewachsen. Allerdings mit einem Teil der Familie in Bordeaux. Durch Bordeaux bin ich an den Wein gekommen und in Bordeaux habe ich auch studiert. Das heißt sozusagen als Winzer, als Önologe, als Weinmacher bin ich sozusagen in Bordeaux groß geworden und ausgewachsen. Dementsprechend ist es weinmäßig für mich die Heimat. Und irgendwann war das schon vielleicht ein Thema.

Bevor ich in Rente gegangen wäre, dann in die Heimat wieder zurückzukommen. Eine Herausforderung anzunehmen. Weil das Chateau wurde verkauft, quasi kurz davor. Es gab also neue Besitzer und die haben dann gesagt, wenn wir so einen Kapazunder kriegen können wie Axel Heinz, dann machen wir das. Ja, es gibt manchmal Weingüter, wo man sich sagt, gut, auch da sieht man nicht unbedingt, wo die Herausforderung sein könnte, wenn das Weingut sozusagen nicht die Ambition hat, über das, was erreicht wurde, hinauszugehen, dann ist das vielleicht als Projekt nicht interessant. Der Besitzerwechsel von Lascombe hat tatsächlich dazu geführt, dass die neuen Besitzer natürlich anders an Chateau-Lascombe herangehen möchten, als das in der Vergangenheit der Fall war. Und vor allem ist Chateau-Lascombe ein Weingut gewesen, dass sich auf diesen Status des Deuxième Crü, was in der Hierarchie der Bordeläser Weine relativ hoch angesiedelt ist, sich so ein bisschen ausgeruht hat und ein bisschen vergessen hat.

Eben Jahr ein, Jahr aus zu beweisen, dass es diesen Status wirklich verdient. Es ist natürlich ein historischer Status, der irgendwann mal vor etwas mehr als 100 Jahren sozusagen in... Achso, dann wird auch nicht wieder weggenommen. Wird auch nicht wieder weggenommen. Aber es verpflichtet einen natürlich in gewisser Weise dazu. Und tatsächlich hat man es vielleicht in Chateau Lascôme verpasst, außer, sagen wir mal, verlässlichen und qualitativ mit Sicherheit hochwertigen Weinen sicherzugehen, dass man immer diesem Status des Sögon-Grüs, was eigentlich schon die Elite der Bordeaux-Weine darstellt. Es gibt in dieser Klassifizierung fünf Premiergrüße und dann 15 Züge und Grüße. Das heißt, man ist sozusagen in der Top 20 der Weingüter. Und das erfordert natürlich, dass man sich Jahr ein, Jahr aus der Konkurrenz misst und sicher geht, dass man die bestmöglichen Weine erzielt. Das war vielleicht in der Vergangenheit nicht der Fall. Die neuen Besitzer haben schnell und sehr überzeugend klargemacht, dass das ihre Ambition gewesen wäre. Und dementsprechend war in diesem Umfeld dieses Projekt dann für mich natürlich schon eine interessante Herausforderung. Alkoholgehalt ist immer irgendwas zwischen 14 und 15?

Nein, traditionell ist Bordeaux eigentlich eher eine Weinregion, die für...

Zumindest Rotwein-Verhältnisse, für recht moderate Alkoholgradationen berühmt war.

Lange Zeit war eigentlich für Bordeaux so die Markung zwischen 12 und 12,5 Prozent Alkohol normal. Natürlich spielt da auch heutzutage der Klimawandel mit. Das Wetter wird etwas wärmer und wir sehen heute etwas häufiger, etwas hohe Alkoholgradationen. Nicht, dass das etwas ist, worauf man gezielt hinarbeitet. Aber es gibt sich oftmals aus der Jahrgangsdynamik her. Vor allem bei einem sehr sonnenverwöhnten Jahrgang wie 2022, der fast eigentlich so ein bisschen mediterran. Aber da sind wir jetzt, wo sind wir da jetzt? Ich kann es gar nicht erklären. 13,5. Bei allen. Nee, der hat der 23.

Dann nehmen wir mal los, oder? Ja, wir probieren den 23. Also dein neues Baby quasi, dein erster eigener Jahrgang. Was waren denn dann so Dinge, wenn du da... Nee, wir probieren erst den beiden. Beschreib ihn mal. Also wenn er es schon... Das wäre was für Axel gewesen. Das wäre was für Axel gewesen. Das ist das Schlimme, finde ich, weil er ist nicht so, weißt du, Axel mag es nicht, wenn es dann so ganz so scharf und so sehr spritzig, sehr alkoholisch ist und das ist es halt nicht. Das ist vielleicht genau eine Kirsche erstmal, die glaube ich relativ präsent ist. Der Wein ist jetzt auch schon ein bisschen auf, hat ein bisschen Luft gehabt schon. Eine gewisse Kirschfrucht bestimmt so ein bisschen dieses, eher so eine dunkle Beerenfrucht, aber sehr, sehr elegant und fein in der Nase, schön duftend, ohne dass irgendwas dominiert. Auch riecht es nicht süß, es riecht überhaupt nicht marmeladig oder eingekocht. 23 war was für ein Jahrgang Axel? War ein relativ kurioses Jahr in gewisser Weise, denn die Klimatologie war eigentlich über lange Strecken hinaus recht untypisch für Bordeaux. Es wurde stellenweise im Frühsommer und auch noch im späten Frühling sehr heiß.

Es war also sozusagen im Mai und im Juni so heiß, wie es eigentlich erst im Sommer sein sollte. Und kurioserweise war es dann im Juli und in der ersten August-Hälfte betont kühl, um dann wieder zur Ernte hin fast mediterran warm zu werden. Also dieser Jahrgang hat so ein bisschen diese Zwiespaltigkeit zwischen Sonnenverwöhnung, dann wieder klassisch bordolesisch. Und das schlägt sich, glaube ich, so ein bisschen in der Charakteristika der Weine nieder, die einige Merkmale haben, die sehr typisch für Bordeaux sind. Also eher dieses Mittelgewichtige, nicht zu reif, nicht zu opulent, nicht zu kraftvoll, aber dann auch doch recht fest strukturiert.

Bordeaux ist wirklich idealerweise ein Wein des Gleichgewichts, bei dem sozusagen alles im richtigen Verhältnis steht. Nicht unbedingt ein Wein der großen Dramaturgie, aber eher ein Wein des Gleichgewichts und der Balance und das ist, glaube ich, bei den 23ern generell der Fall. Es ist auch eine Stilrichtung, in der wir die Weine von Lascombe bringen möchten. Es ist natürlich immer schwierig, ganz genau zu wissen, welcher jetzt der richtige Weinstil für ein bestimmtes Weingut ist. Vieles entzieht sich natürlich auch ein bisschen unseren Einflusses, Denn der Ursprung des Weines ist natürlich im Großen und Ganzen auch für seinen Charakter verantwortlich. Wie entscheidend ist denn dafür, wie der Wein sich entwickelt? Das eine ist ja sozusagen, dass der Boden aus dem er kommt und das andere ist das Wetter. Wenn das Wetter jetzt so ist, wie du beschreibst, Wie groß ist der Einfluss des Wetters darauf im Vergleich? Weil der Boden ist ja immer gleich. Man muss sich aufs Wetter einstellen.

Und natürlich ist die Schwierigkeit immer so dieses Gleichgewicht zu finden zwischen einem charakteristischen Stil eines Gebiets oder eines Weinguts und dem Einfluss des Jahrgangs. Ich muss sagen, der Jahrgang hat immer die Tendenz, seinen Stempel aufzudrücken. Es geht immer darum zu verstehen und das hört sich natürlich einfach an, wenn man das sagt.

Das Beste aus einem Jahrgang herauszubringen und die eventuellen Mängel so gut zu managen wie möglich und sie möglichst auszuschalten, soweit es ihm geht. Dann gibt es natürlich Jahrgänge. Wenn der Jahrgang außerordentlich warm und heiß und mediterran und trocken ist, dann ist oftmals die Problematik zu verhindern, dass eben aus dem Bordeaux nicht mehr ein Wein des Gleichgewichts und der Balance wird, sondern dass aus dem Bordeaux dann ein überschwänglicher und zu kraftvoller und zu reifer Wein wird. Und natürlich dieses Maß der Balance und des Gleichgewichts in einem etwas weniger sonnenverwöhnten Jahrgang kann auch ab und zu dazu führen, dass der Wein karg ausfällt. Nicht gleichgewichtig, nicht moderat, nicht mittelgewichtig, sondern ganz einfach. Aber der ist doch jetzt sehr, oder? Ich finde, der ist jetzt, das war das, was ich meinte, sehr balanciert, sehr ausgeglichen, sehr, also so, ne? Er hat eine schöne Tanninstruktur, ich habe auch so ein bisschen fast so getrocknete Kräuter oder so, Erb der Provence oder so.

Er ist sehr fein und hat doch einen guten Spannungsbogen, so würde ich das jetzt beschreiben. In der Jugend? Jetzt schon. Ja, 2023 ist einer dieser Bordeaux-Jahrgänge, oftmals meint man immer und richtigerweise, Bordeaux ist ein Wein, der tatsächlich diese unglaubliche Kapazität hat, sich über die Jahre positiv weiterzuentwickeln. Und oftmals wird eben der Geschmack eines gereiften Bordeaux außerordentlich geschätzt. So aber manchmal dazu führen kann, dass man sich sagt, ja gut, Bordeaux muss man erst mal 15 Jahre in den Keller legen, bevor man überhaupt mal die erste Flasche öffnet. Und das ist Quatsch? Es ist Quatsch. Es ist natürlich, wenn man weiß, dass man diesen gereiften Charakter des Weines schätzt, dann sollte man das natürlich machen. Aber man sollte nicht davon ausgehen, dass man eine Flasche auch des größten Bordeaux absolut nicht anrühren darf, bevor sie 10 oder 15 Jahre alt ist. Man stellt öfters mal wieder fest, dass auch die Jungweine durchaus spannend und toll sein können. Also man sollte, die einzige Grundregel, die man haben sollte, ist, dass man eine Flasche Wein aufmacht, wenn man Lust drauf hat. Und sich nicht allzu viele Fragen darüber stellt, ob es jetzt der richtige Moment oder nicht ist.

Ja, also ich finde... Ja, aber jetzt bin ich mal gespannt im Vergleich. Genau, das ist natürlich das, was wir jetzt haben. Aber weil die Kürze jetzt mitgebracht haben, ist das ein 2022er und noch ein 2022er? Das ist der neue Wein. Ah, okay. Genau, der... Was ist dann der letzte... Ein 2010er. Okay, und das ist jetzt, natürlich wird der Abstand, der Unterschied zwischen den 2010er und den 2010er, Und dem 2028, ich würde sagen, steht bei dem es am längsten lagert. Genau so ist es. Ja, wir haben, glaube ich, hier drei Aspekte, die die Unterschiede zwischen diesen drei Weinen ausmachen werden. Das eine ist natürlich der Jahrgang.

Das andere ist das Alter der Weine. Hier ist es natürlich so, dass wir das Weingut nach der Ernte 2022 übernommen haben. Da kommt natürlich das dritte Element dazu, eine etwas andere Handschrift, die wir versuchen, den Weinen zu geben. Das heißt, alle drei Elemente sozusagen führen zu dem Unterschied, den wir zwischen diesen drei. Was ist der jetzt? Es wirkt es auch nicht dunkler als der eben? Tatsächlich, nach einem Jahr? Das ist keine Frage des Alters. Hier ist es wirklich eine Frage des Jahrgangs. Der 2023er ist ein eher klassisch proportionierter Bordeaux-Jahrgang. Der 2022er war ein weitaus wärmerer und trockener Jahrgang, in dem Weine entstanden sind, die viel dichter, viel konzentrierter sind als die 23er. Und das merkt man gleich sofort an der Farbe. Die Farbe ist in beiden Weinen sehr jugendlich, aber sie ist etwas dunkler und gibt schon einen gewissen Eindruck der Fülle und der Reichhaltigkeit, die der Jahrgang haben wird. Man muss sagen, 22 ist ein doch, ich nenne das Wort einfach mal gehypter Jahrgang oder einer der besten Jahrgänge in Bordeaux seit überhaupt, das, was man so sagt und auch was Bewerter so bewertet haben. Wir haben noch gar nicht darüber gesprochen. Wie ist denn jetzt nun das Verhältnis der Rebsorten in diesem Verein?

In diesen zwei Jahrgängen gibt es einen kleinen Kontrast zu dem, was wir in der Vergangenheit praktiziert haben bei Chateau d'Ascôme. Wie gesagt, wir haben darüber gesprochen, dass in den zwei Hauptgebieten am linken und am rechten Ufer die Gewichtung der Rebsorten etwas anders ist. Tatsächlich sind meistens im Bloc die Cabernet Sauvignon die Hauptrebe. die Hauptrebe. Bei Chateau de la Scôme ist es traditionell nicht unbedingt so, denn es ist ein Weingut, das wirklich die gleichen Anteile an Cabernet Sauvignon und Merlot in ihrem Rebbestand hat. Und das hat sich in der Vergangenheit auch in den Weinen selbst niedergeschlagen. Also in den 2010er, den wir dann später probieren werden, ist fast ein 50%, 50% Cuvée aus Cabernet Sauvignon mehr at all.

Und bei dem jetzt? Bei dem jetzt haben wir die Gewichtung wieder etwas verstärkt auf den Cabernet Sauignon gelegt. Ganz einfach, um den Wein Chateau Lascomp stärker in eine typisch Margot und linkes Ufer Charakteristik und Tradition wieder zu verankern, und ihn ein bisschen klassischer proportioniert zu machen, als das früher vielleicht der Fall war. Und er riecht schon gleich, Michael, ich verbessere mich da, aber er riecht schon anders. Und ich habe so ein bisschen, habe ich so Mandel oder was habe ich da? Irgend so was in die Richtung Mandel, Vanille? Ja, und dieser Mandel ist oft dann auch, was in der Nase mitkommt, auch durch ein bisschen diese Alkoholopulenz, diese Mandelaromatik. Ich finde, er wirkt einfach schon reicher und eher wie so ein Wintermantel, also wie etwas, was sich dann sofort gleich hinlegt, auch am Gaumen, hast du schon probiert, Lars? Nein, ich bin gelassen. Auch am Gaumen, ja danke. Bin ich ja vor, dass nur ein Axel heute da ist. Ich bin ja vor, zwei Axel. Wen man anspricht. Wenn man sagt Axel, dann würde ich sagen, was habt ihr denn? Also ich finde, auch am Gaumen ist es.

Wirkt die Säure ein bisschen milder, es wirkt ein bisschen weicher jetzt schon und du merkst auch ein bisschen den Alkohol, das merkst du so unter der Lippe und auch auf der Zunge. Ich mag ja dieses, wenn es so nach Mandel riecht, das ist natürlich so toll. Schmeckt es, ich habe es noch nicht probiert, schmeckt es nach Mandel? Es schmeckt auch nach Mandel, ja, aber es schmeckt vor allem nach einem Wein, der auch, der so ein richtig geschmortes Gericht verlangt, das da mithalten kann und einen kalten Wintertag, wo es draußen schneit und man sagt so, oh. Das ist ja genial. Weil ich finde es aber nicht, Der andere war ja wirklich fruchtig. Der ist jetzt nicht mehr so fruchtig. Der ist ja fast ein bisschen... Was ist das? Also diese Mischung mag ich total gerne. Ich finde, es schmeckt nicht nach Mandel.

Wie würdet ihr das beschreiben? Ja, die Frucht ist etwas frischer im 23er, vielleicht etwas jugendlicher. Natürlich ein Jahr Unterschied ist jetzt nicht unbedingt ein ganz großer Unterschied, aber tatsächlich der Wein der 23er wurde vor ein paar Monaten erst abgefüllt und hat noch wirklich diese ganz jugendliche Frucht und Frische erhalten. Und der 22er ist schon ein Jahr weiter und diese Frucht fängt langsam an sich zu entwickeln. Es ist vielleicht ein bisschen weniger frisch, geht schon leicht in die Richtung der etwas gedörrten Frucht. Das liegt auch an diesem wärmeren Jahrgang. Dieser Mandelton liegt vielleicht ein bisschen auch am Holzausbau, der sich niederschlägt. Denn der Holzausbau bringt so diese Vanille-gerösteten Noten, die natürlich den Wein nicht überlagern sollen, sondern ihn ein bisschen unterstützen sollen. Und das alles findet man in diesem Wein wieder. Und er bleibt auch länger schon. Kann man das sagen? Der andere hatte halt das Vorteil dieser Frische, aber der bleibt ja schon deutlich bei mir jetzt, bei dir nicht. Ja, ich finde, ich bin überrascht, dass ich finde das Tannin schon auch ziemlich... Erfordernd. Ich finde es nicht ganz so elegant. Ich finde es ein bisschen.

Rustikal. Ich beleidige dich nicht damit, wenn ich das sage. Es ist ja immer im Vergleich. Wenn du jetzt die Wahl hättest zwischen diesen beiden, würdest du eher zum 22er tendieren. Wie schön. Du würdest aber eher sagen, der 23er ist mir... Er würde eher meinem Geschmack entsprechen. Obwohl es eigentlich von der Papierform 22 der größere. Und man muss auch nicht erwarten, dass der 23er jetzt in einem Jahr so schmeckt wie der 22er? Nein. Er wird immer etwas anderes Profil haben als der 22er. Und jeder dieser Weine wird sich ein bisschen anders entwickeln, mehr oder weniger schnell. Natürlich der 22er wird über lange Jahre hinweg der kraftvollere und etwas forderndere Wein bleiben, weil, da einfach mehr Dichte, mehr Wucht dabei ist und der 23er wird immer der etwas feinwidrige Wein sein. Im hohen Alter.

Werden sich die Weine eventuell ein bisschen eher angleichen, weil dann wirklich die Spezifizität des Anbaugebiets der Lage dann im Vordergrund steht und dann können sich die Weine bis zu einem gewissen Maß ein bisschen angleichen. Auf jeden Fall stark und das Problem ist ja jetzt, darf man gar nicht vorher sagen, Axel, man ist natürlich jetzt total, und will jetzt diesen 2010er im Vergleich probieren, für den du ja nichts kannst. Du kannst ja sagen, der ist ja ganz... Du hast ihn schon probiert, ja, den 2010er. Ja, ja. Man ist ja total gespannt, wie... Ja, aber wir wollten jetzt eigentlich von der Reihenfolge quasi unseren Hörern quasi diese Weltneuheit präsentieren. Ist das im Vergleich da nicht schwierig? Wollen wir nicht erstmal vergleichen? Nee, du machst. In dem Fall ist es ja der gleiche Jahrgang. Es ist auch 2022. Aber es ist ein ganz neuer Wein, der da heißt? La Côte Lascôme. La Côte heißt sozusagen der Hang.

Es entspricht einer Lage, die wir innerhalb des Weinguts haben. Ich muss dazu erwähnen, dass in Bordeaux es eigentlich weniger eine Tradition gibt, die man gut aus Deutschland oder auch aus anderen Anbauregionen kennt, reine Lagen Weine abzufüllen. Denn traditionell sind Bordeaux küvetierte Weine, das heißt die Weingüter sind oftmals auch relativ ausgedehnt, haben viele verschiedene Weinbergslagen, verschiedene Rebsorten auch und der fertige Wein ist dann eine Zusammenstellung sozusagen aus den verschiedenen Rebsorten, aber auch aus den verschiedenen Rebparzellen.

Aber bei dem ist es jetzt anders? Bei dem ist es jetzt anders und... Also man würde sagen, es wäre auch ein großes Gewächs. Oder ist es eher vergleichbar mit einem Lagenwein? Mit einem Lagenwein. Also das große Gewächs ist sehr stark kodifiziert in so einer Traditionsregion wie Bordeaux. Das darf nur ein Wein sein. Der Hauptwein des Weinguts ist in dem Fall Chateau Lascombe. Das große Gewächs ist auch der einzige Wein, der den Begriff Chateau in seinem Etikett haben darf. Deshalb fehlt er hier. Denn alle anderen Weine, die man auf dem Weingut produziert, dürfen zwar schon den Beinamen Lascombe haben, aber dürfen nicht den Titel Chateau in Anspruch nehmen.

Lascom ist ein so ausgedehntes Weingut mit sehr vielen verschiedenen Charakteristikern der Lagen. Und es ist auch wahr, dass wir, als wir neu angekommen sind, fühlten, wenn man gerade sozusagen neu wieder startet und ein Weingut übernimmt, dann ist das der Moment, wo man vielleicht eine kleine Neuerung einführen kann, weil es so das Fenster hat. Für die Innovation. Wenn sich dann alles gefestigt hat, gut, dann wird es ein bisschen problematischer, sowas einzuführen. Hat man auch Welpenschutz vielleicht am Anfang quasi? Ja, der Welpenschutz ist nicht unbedingt das, was uns dazu veranlasst. Aber einfach zu sagen, ja gut, um ein neues Zeichen zu setzen, wenn man in ein Traditionsgut kommt, das ist ja eine schwierige Sache. Das sind ja Weingüter, die haben weit vor uns existiert. Chateau-Lascom wurde im 17. Jahrhundert, im frühen 17. Jahrhundert gegründet. Gut, dann ist man nur das eine kleine Glied und man hat nicht so viel Gelegenheit, irgendeine Spur zu hinterlassen. Aber man kann sich dann sagen, ja gut, dann wollen wir eben diesen Neuanfang.

So deutlich machen wie möglich und dementsprechend diesen Lagenwein dazu einführen, der auch so ein bisschen die allgemeinen Wahrheiten oder Traditionen so ein bisschen über den Haufen wirft. Das heißt, wie gesagt, in einer Region, die sehr stark von Cabernet Sauvignon beeinflusst ist und bei der man in der Regel küvetierte Weine macht, haben wir uns dafür entschieden, diesen Wein reinsortig aus Merlof und einer einzigen Weinbergslage herzustellen.

Was für die Region, für Bordeaux generell recht untypisch ist, ein bisschen eine Innovation ist. Aber gut, wie gesagt, wenn man ganz neu da ist, dann ist es da eben der Moment, neue Zeichen zu setzen. Und man braucht natürlich eine Weinbergslage, mindestens eine Weinbergslage, von der man überzeugt ist, dass der Wein... Einen spezifischen Eigencharakter hat und was Erneuendes zu sagen hat, denn einfach nur einen Wein abzufüllen, der von einer Lage kommt und vermeintlich kommt dann Wein dabei heraus, der sich nicht grundlegend von den anderen Weinen, die man auf dem Weingut produziert, unterscheidet. Macht nicht unbedingt viel Sinn. Ist das denn dann ein Einstiegswein eher? Nein, eher nicht. Eher umgekehrt. Also ist es eher auch noch teurer? Eher auch noch teurer. Es ist für uns auch ein bisschen ein Zeichen zu setzen. Ja, jetzt sind wir dabei.

Chateau d'Ascôme wieder zur Elite hinaufzubringen. Bei den italienischen Weinen braucht sowas noch ein bisschen Zeit. Aber dieser neue Wein, der im Grunde genommen auch keinen Vergleichspunkt hat, erlaubt es uns zu sagen, so, wir setzen jetzt erstmal ein Zeichen, da geht es hin mit Chateau d'Ascôme. Und dieser Wein jetzt in der ersten frühen Phase versinnbildt in gewisser Weise die generelle Ambition des Weines. Aber es ist natürlich auch, sage ich mal, das werden schon sehr, sehr viele probieren, weil Axel, du stehst wirklich wie eigentlich fast niemand auf der Welt für die Rebsorte Merlot. Und dann bringst du ganz neu in dem ersten Jahrgang, wo du dort überhaupt bist, gleich einen... Ich nenne es trotzdem jetzt I Can Wine, einfach raus, einen neuen Top-Wine, der Top-Wine, der 100% aus Merlot besteht. Da gibt es ja, ob du es willst oder nicht, trotzdem eine Erwartungshaltung von den Menschen. Ja gut, damit muss man leben und das weiß man auch, wenn man sich entscheidet, so einen Wein zu machen. Vor allem, wenn man so aus den üblichen Schemen heraustritt, dann weiß man, dass erst einmal alle für den mutigen Schritt applaudieren und dann sich erst einmal sozusagen ans Fenster stellen und sagen, jetzt schauen wir mal, was draus wird. Und wenn es dann ein Erfolg wird, dann applaudieren alle weiter. Und wenn es dann keiner wird, dann sagen natürlich, dann haben sie alle gewusst.

Genau so ist es. Das ist natürlich klar und dessen waren wir uns schon bewusst, als wir entschieden haben, ja, wir stellen diesen Wein jetzt vor. Aber manchmal muss man eben sein eigenes Schicksal in die Hand nehmen und auch ein bisschen Risiko eingehen, um etwas zu bewirken. Und was dann daraus wird, das werden wir natürlich sehen. Das ist ja ganz interessant. Wir haben hier einer von uns beiden, ein großer Weinexperte. Michael, ich bin mal gespannt. Trinkst du ihn zum ersten Mal oder hast du ihn schon getrunken? Ich habe ihn heute Mittag schon verkostet. Also kannst du was sagen? Was sagst du? Ja.

Das ist ja wahrscheinlich, Axel, auch die Ansprüche, die haben ja nicht nur andere an dich, die hast du ja wahrscheinlich auch selber an dich. Bestimmt, der selber der größte Kritiker. Und wir kennen uns tatsächlich auch schon länger und ich finde, deswegen gibt es zumindest von meiner in deiner Richtung so eine irrsinnige Sympathie, weil eben auch wenn dein vorheriger Arbeitgeber natürlich auch ein sehr gutes Marketing gemacht hat und dann bekannt ist, finde ich, ist bemerkenswert. Bei allem, was du machst, so habe ich das kennengelernt, zumindest in den letzten zwei Jahrzehnten, ist immer vor allem aber der Wein im Mittelpunkt und vielleicht ist Marketing auch noch zehn Prozent der Geschichte und das finde ich dann auch okay, aber der Wein ist so das absolut, das Entscheidende und das, was quasi am allerwichtigsten ist und ich finde, manche verlieren so ein bisschen den Fokus, weil alles andere wichtiger ist und die Geschichte und so weiter und die Emotion. Und das verstehe ich auch, Emotion ist auch wichtig, weil es gibt so viele tolle Weine und da muss man Emotion reinkriegen. Die Flasche wird unter 70, 180 Euro kosten. Ist es nicht immer eine Magnumflasche, es ist Zufall eine Magnumflasche? Es ist Zufall, die Magnum wird dann das Doppelte plus 10 Prozent kosten, also die wird dann schon 400 kosten, aber es ist Zufall, dass wir heute eine Magnum haben, weil ich wusste, dass Axel nicht da ist, kann ich auch eine große Flasche bringen. Also unser Axel. Ich habe mich.

Ein bisschen in diesem Wein auch verliebt, ist vielleicht zu viel, aber ich habe mich ein bisschen verguckt schon in diesem Wein. Er gefällt mir wahnsinnig gut. Ich mag eigentlich alles an dem Wein. Ich finde, er hat, also zum einen höre ich oft auch von jüngeren Menschen so, oh, Bordeaux und das alte Verstaubte, man wird auch kein Mensch. Und ich finde, das ist schon Bordeaux, aber ich finde, A, ist er schon sehr zugänglich. Er ist sehr offen. Er hat eine ganz tolle Kraft, ohne irgendwann überbordend zu sein. Es wirkt auch nicht gewollt kompakt oder hineingepresst, die ganze Kraft, sondern es hat eine gewisse Natürlichkeit dabei. Ich finde ihn jetzt schon sehr, sehr gut trinkbar. Ich finde, die Balance ist sehr, sehr, sehr gut. Es ist wirklich ausgewogen. Ich mag ihn am Gaumen. Bleibt er lange haften. Ich finde, das Zannin ist feiner. Aber das liegt natürlich auch an Rainer Merlot zu Cabernet. Ich versuche es nur zu beschreiben. Und deswegen habe ich heute Mittag das einfach schon getrunken. Also habe ich gar nicht gespuckt.

Und das ist schon mal, glaube ich... Das ist ja schon mal ein Ritterschlag von meiner Seite. Sag mal, Axel, auch da sagst du, kann man jetzt gut trinken. Aber würde man auch eher zehn Jahre liegen lassen? Was ja schade wäre, weil dann würde man ja erst in zehn Jahren, im Jahr 2035, das zum ersten Mal probieren. Naja, das Geheimnis ist ja, dass man dann eben nicht nur eine Flasche hat, sondern mindestens zwei. Man kann ja eine sofort trinken und die andere liegen lassen. Da muss man aber schon sehr diszipliniert sein, wenn man die dann nicht... Das Problem ist oftmals, also ich halte es in meinem eigenen Keller so, der einzige Weg, den es gibt, die Weine wirklich reifen zu lassen, ist, die verschlossene Kiste in den Keller zu legen und dann daraus zu spekulieren, dass die eigene Faulheit dann dazu führt, dass man die Kiste nicht öfter... So ein bisschen wie mit Aktien, ne? Einfach Geld anlegen und dann vergessen. Die Gefahr ist ja, wenn man sich freuen und sagen, das habe ich noch. Lars, ich erzähle dir die Gefahr aus dem Leben, die ist nämlich, wenn man mit Freunden zusammensieht, zur Familie, und man hat schon drei, fünf, sieben Mann, wie ist er getrunken und dann stolpert man dann in den Keller und hat eigentlich Bock noch was und dann machst du dich nicht hier mit Hammer und Meißel dran, die Holzkiste nicht so knacken, sondern dann nimmst du irgendwas. Also man schützt sich vor allem selber.

Du weißt ja auch immer, es gibt ja auch immer das Risiko, dass dann irgendwie der Partner, die Partnerin lädt dann Gäste ein und dann auch, ich hole mal schnell eine Flasche. Die ist gerade offen, ja. Eine Holzkiste hat einen gewissen Widerstand, dass man das gleich macht. Genau. Was ich mag an Lakot ist, ich finde es ein bisschen eine hellere rote Frucht, also nicht ganz dieses dunkle. Auch das ist bestimmt auch an der Rebsorte.

Liegt der Ursprung an der Rebsorte. Und ich finde es sehr schick, La Côte, Las Combes, das ist ein sehr weißes Etikett, das Wappen des Chateaus ist so ein bisschen quasi Ton in Ton in dem weißen Etikett eben drin und es steht eben quasi nur La Côte, Las Combes, Magot und der Jahrgang 22 drauf.

Unter 200, also um die 180. Das ist ja auch nochmal eine Ansage dann, also mit einem neuen Wein zu kommen. Aber vielleicht ist es auch natürlich geschickt zu sagen. Ja, aber was Axel erklärt hat, das ist vielleicht jetzt nochmal auch für unsere Hörer und für meinen Freund Lars. Erst wann hast du entschieden, dass ihr den auch macht? Ja, wir haben uns schon ein bisschen Zeit gelassen. Wir hatten also schon die Idee, einen neuen Wein einzuführen in das Sortiment der Weine von Chateaulasse Gomb. Dann gibt es natürlich so eine Phase, wo man so ein bisschen die verschiedenen Optionen ausloten muss. Und relativ schnell sind wir dann zu dem Projekt Lagenwein gekommen und haben auch die Lage uns ausgesucht. Aufgrund der Weine, die wir bei Chateau d'Ascrum vorfanden, die waren natürlich alle noch im Fass, aber nicht zusammengestellt. Und da haben wir tatsächlich gesehen, ja, bei dieser Parzelle, bei dieser Lage, bei diesem Wein ist tatsächlich was Besonderes dabei. Nur ist es dann natürlich immer so, wenn Wein so neu ist, man weiß nie so genau, ist der Wein jetzt so besonders...

Weil die Lage so besonders ist, ist es einfach nur Glück gewesen.

Ist es so, dass in einem großartigen Jahrgang wie 2022 die gesamte Bandbreite der Weine eines Weinguts so gut sind, dass man das Gefühl hat, man könnte alles aussuchen und daraus einen tollen Wein machen. Also wir fühlten schon, dass vor allem.

Weil wir eine relativ präzise Idee davon hatten, wie wir diesen Wein positionieren wollten, dass wir dann natürlich schon ganz auf Nummer sicher, kann man bei so einem Projekt natürlich nicht gehen, aber dass wir so ein bisschen Erfahrung sammeln und dass wir sehen, ja, lassen wir uns noch ein oder zwei andere Jahrgänge Zeit, um zu verstehen, ob tatsächlich diese Besonderheit, die wir vermeintlich in dieser Weinbergslage erfasst haben, sich auch in verschiedenen und ganz anders gestalteten Jahrgängen bestätigt. Und als es dann nach der Ernte 2024 der Fall war, haben wir gesagt, ja, da geht was. Haben uns entschieden, den 2022er abzufüllen und ihn jetzt zu präsentieren, was ja auch für Domastäbe eigentlich relativ spät ist. Dann ist es kein Wein, der eben in der Subskription sehr früh angeboten wurde, sondern jetzt erst ein Jahr nach der Abfüllung wird er zum ersten Mal vorgestellt. Und das interesse ist groß das interesse ist groß muss ich sagen so ein interesse muss man natürlich selbst auch so ein bisschen wie soll ich sagen anfeuern wir haben natürlich als wir uns sicher waren dass wir diesen weinen vorgestellt haben haben wir versucht so ganz.

Subtil so ein bisschen Teasing herauszubringen, ab und zu, wenn jemand zum Weingut, vorbeikam, haben wir gesagt, ach, wir haben da was. Schon gehört, genau. Schon gehört nicht, aber probier mal, wir machen was Neues und so weiter. Ihr habt es schon gehört, wir haben da was. Ja, genau. Und haben es geschafft, tatsächlich so ein bisschen die Gerüchteküche zum Brodeln zu bringen. Zum Brodeln zu bringen. Und als wir dann festgestellt haben, dass viele Leute spontan zum Weingut kamen, gleich von vornherein gefragt, was ist denn mit diesem neuen Wein da? Ist das jetzt was oder ist das nichts? Da haben wir gesagt, ja gut, das funktioniert jetzt ganz gut. Man weiß natürlich erst Bescheid, wenn man den Wein dann tatsächlich vorgestellt hat und er sich dann verkauft hat. Das heißt, in ein paar Wochen sind wir dann ein Stück schlauer und werden sehen, wie groß das reale Interesse ist. Wir sind natürlich auch fleißig dabei, den Wein vorzustellen, gehen so ein bisschen auf Reisen, obwohl jetzt Erntezeit ist, das heißt, ich bin so ein bisschen, einen Tag Lacourte zu präsentieren, den anderen Tag auf dem Weingut und zu sehen, ob bei der Ernte alles gut funktioniert. Und ja, wir sind guter Dinge, dass das jetzt erstmal ganz gut funktioniert. Und Bordeaux liebt auch in, sagen wir mal.

Gut dosiertem Maß die Erneuerungen. Also Bordeaux ist natürlich ein Traditions, Bollwerk in gewisser Weise, aber Bordeaux ist auch immer glücklich, wenn ab und zu mal jemand mit was Neuem kommt, was dann alle so ein bisschen, begeistern kann. Wir sind ja auch Experten drin. Ich habe heute gerade gehört, wir sind ja am 7. November beim Krimi-Festival mit kriminell guten Wein. Ich habe gehört, da gibt es kaum noch Karten. Ich habe gehört, es ist ausverkauft. Ja, das wollte ich jetzt noch nicht sagen. Ich wollte nur sagen, es ist ausverkauft. Du hast eine schöne blaue Szene. Ja, weil ich den ganzen Tag schon verproste. Ich habe vergessen, 16. Oktober, Volksparkstadion. Da gibt es die Karten noch gar nicht. Nein, aber ich habe die Reine heute definiert. Und dann geht es los. Also dann wird es demnächst auf abend.de gibt es die Karten. Aber tatsächlich waren die Karten fürs Krimi-Festival irre schnell weg. Und das war dann gar nicht so wenig. Das sind glaube ich 150 oder so. Machen Sie. Da freuen wir uns sehr. Toll. Ich muss noch einen Satz zu Lacut für quasi die Freaks. Oder ich weiß, dass wir auch ein paar Winzer hören. Das ist nämlich das Besondere, das hast du vorhin erklärt, ist der Boden oder diese Unterböden ganz am Rand quasi, warum dieser Wein so besonders oder warum da Merlot so gut wächst.

Weil es tatsächlich, natürlich gibt es im Milok diese durch die Eiszeiten von den Pyrenäen hingeschwemmten Kies-Terrassen, die wirklich das ausmachen, was die Böden im Milok charakterisiert. Und oftmals ist eben das, was darunter liegt, sozusagen vergraben zwischen einer irrsinnig tiefen Schicht von diesem reinen Kies- und Sandboden. Es ist natürlich auch so, dass am Rand dieser Kies-Terrassen durch die Erosion dann irgendwann diese Kies-Schicht dünner und dünner wird und irgendwann verschwindet und dann taucht dann auf einmal der Untergrund auf. Und das ist in diesem Fall ein Boden, der eher von Lehm und Kalkstein geprägt ist.

Was für Smidok untypisch ist, aber was natürlich genau der Bodentyp ist, der für die Rebsorte Merlot am besten passt. Und dementsprechend macht das für uns auch alles Sinn. Denn es ist nicht so, dass wir einfach nur.

Irgendeine Parzelle mit Merlot bepflanzt ausgesucht haben, sondern eine, die tatsächlich den Bodentypus hat, der vermeintlich für diese Rebsorte am besten angepasst ist. Mit diesem blauen Ton auch. Mit diesem blauen Ton. Ich liebe es auch. Ich bin auch ein bisschen verliebt. Und ich denke jetzt aber so, können wir das jetzt noch toppen? Weil an sich trinken wir ja immer zum Schluss den besten Wein. Ja, ich weiß es gar nicht. Es ist gar nicht vergleichbar wahrscheinlich. Ich weiß es gar nicht. Weil das ist jetzt wieder ein Cabernet Sauvignon vor allen Dingen? Also in Bordeaux umgeht man diese Problematik des besten Weins am Schluss einfach dadurch, dass man sagt, der älteste Wein kommt immer am Ende. Und per Definition in gewisser Weise ist per Konvention der älteste Wein immer der beste.

Bei uns ist es ja nicht so, die älteste Flasche ist nicht die beste, sondern bei uns ist es ja die jüngste Flasche. Unser kleiner, unser Benjamin. Ja, so fühle ich mich auch. Wir hatten heute am Mittagstisch noch 70 und 85, 1970 und 1985 auch zu verkosten. 1985 aus einer 5 oder 6 Liter Flasche sogar, das war wirklich spektakulär. Und 2010 eben auch und das hat mir so extrem gut gefallen, weil es einfach auch ein sehr, sehr guter Jahrgang in Bordeaux ist. Das weiß man. Nach 2009, der eher ein sehr, sehr heißer, fruchtdominanter Jahrgang war, ist 2010 einfach ein bisschen eher klassisch Bordeaux, wie man es auch kennt, auch wenn es auch warm war. Und das ist jetzt einfach mal... Wir haben so Kaminrot oder so, das ist ja so, ne? Die Farbe, muss man sagen, von der Farbe ist es der schönste. Gut, das liegt immer in der Natur. Wenn du so guckst, wenn du so gegen das Licht und so, ist es toll.

Und der Duft ist natürlich auch jetzt dann nicht mehr diese ganz große Primäraromatik mit diesen Bärenfrüchten, sondern einfach schon reifer erst mal. Ich meine, ich habe fast so ein bisschen was Pflaumiges, aber das ist jetzt Quatsch nicht. Ja, die Frucht ist eben weniger diese relativ jugendliche Bärenfrucht. Also als hätte man so frisch zerquetschte Beeren, Rombären oder Kirschen oder Johannisbeeren, sondern die Frucht ändert sich schon in etwas gereifteres, so ein bisschen um eine Parallel. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es genau das Gleiche ist, aber so wie wenn man Früchte zum Rumtopf einlegt, wenn man dann den Rumtopf nimmt, dann haben sich diese Früchte, die sind sozusagen fast so ein bisschen komportiert. Und haben sich... Genau, das war das erste Eindruck, weil so diese Farbe ist auf dem Rumtopf nicht unähnlich. Und er riecht so ein bisschen, ich rieche so Tabak, aber das ist... Ja, das ist ganz charakteristisch. Das ist wirklich die typische Alterungsnote für die Rebsorte Cabernet Sauvignon. Wenn die Weine so langsam in diese Phase umschlagen, wo sie nicht mehr nach jugendlichem Wein, sondern nach gereiften Wein riechen und dann auch schmecken, dann kommen oftmals diese klassischen Tabaksnoten.

Oftmals wird es überschrieben sein. Wie gut ist es dann eigentlich dazu, das tun ja viele in einem schönen Bordeaux und rauchen dazu eine Zigarre, passt das dann gerade oder ist das so ein bisschen... Ich finde, man kann schon. Nun ist der Zigarrentabak schon was sehr Überwältigendes und die meisten Leute würden dann vielleicht auch einen dementsprechend wirklich gehaltvollen Wein, also einen Portwein vielleicht eher oder einfach eine edle Spirituose, vielleicht ein bisschen Cognac oder sowas. Weil der feingwierig gereifte Wein, das kann manchmal schon funktionieren, aber manchmal hat dann schon der Zigarrentabak so ein bisschen die Überhang. Und er hat schon ganz schön Tabak, auch auf Geschmack. Ja, er hat einen wirklich noch guten Gerbstoff, er hat wirklich auch eine gute Säure. Also er hat auch eine frische wirklich noch. Ich finde auch ein bisschen Lorbeerblatt, habe ich so auch am Grauenland. Mit der Zigarre, da ich nun selber sehr gerne Zigarre rauche. Im Wine-Pairing ist es ja nicht so, dass du einen Wein hast, der riecht nach Feige und dann sagst du, da machen wir ein Feigendessert dazu. Es ist natürlich viel cooler, der Wein riecht nach Passionsfrucht und du sagst, ich mache Pfirsich dazu und Joghurt.

Im Mund ist das dann alles zusammen noch so viel cooler als alles alleine. Und mit der Zigarre ist es so, das ist schon sehr, sehr dominant auch vom Tabak. Das heißt, du brauchst sehr, sehr viel Frucht, du brauchst Alkohol, um Kraft zu haben. Süße ist nie schädlich. Der Wein wirkt jetzt nun gar nicht süß. Das ist eher das Problem, dass es dann irgendwann sehr hart am Mund wird. Da reichst du jetzt raus. Also Axel, Axel. Ich weiß sie gar nicht. Wie sind jetzt deine Einschätzungen? Aber ich finde es immer noch, das finde ich erstaunlich, es ist immer noch so ausgewogen. Es ist immer noch so balanciert. Das Gleichgemeet ist noch da. Und ich finde...

Ich habe mir überlegt, dass der locker 10 Jahre, 12 Jahre, 15 Jahre, 15, richtig? Nein, zu den anderen Jahrgängen, meine ich. Je nachdem, ich finde nicht, man hat das Gefühl, der kann noch 20 Jahre so leben. Ja, es ist eines der Privilegien von Bordeaux. Wie gesagt, wir haben heute Mittag ein ganzes Stück weit zurückgegangen. Wir haben, muss man natürlich gestehen, auch aus großformatigen Flaschen getrunken, die die Alterung begünstigen und auch etwas verlangsamen. Aber nichtsdestotrotz, Bordeaux hat wirklich bewiesen, dass diese Weine im richtigen Jahrgang mit der richtigen Lagerung natürlich, das ist natürlich ein wichtiger Aspekt.

Unglaublich lang altern können. Natürlich, im hohen Alter wird das Risiko dann immer höher, dass so kleine Schwankungen auftreten, denn nicht alles hat man unter Kontrolle. Weine werden nach wie vor heute hauptsächlich mit Naturkorken verschlossen und der Naturkork ist nicht unbedingt ein endlos haltbares Material und ab einem gewissen Alter machen sich dann vielleicht die Unterschiede zwischen der einen Flasche oder der anderen noch stärker bemerkbar. Aber sagen wir mal, ein Bordeaux von hoher Qualität braucht vielleicht eben diese 10, 15 Jahren, bevor er zur vollen Reife kommt. Und dann hält er sich problemlos noch weitere 10 bis 15 Jahre auf einem, würde ich sagen, verlässlichen Qualitätsniveau. Und dann fängt dann irgendwann eine bei Bordeaux besonders langsame Abbaukurve an, die manchmal dazu führen kann, dass selbst ein Wein im sehr hohen Alter, wie ein über 50-jähriger 1970er.

Immer noch absolut fantastisch zu trinken sein kann. Das hat richtig Spaß gemacht. Jetzt kommt ihr hin und es gibt gleich einen neuen Wein. Was ist denn jetzt noch zu erwarten bei euch? Gibt es einen weißen Lascan? Es ist schon eine Sache, über die wir nachdenken, auch weil das insgesamt in Bordeaux ein Thema ist. Es ist auch überall ein Thema. Wir merken schon, dass generell der Trend beim Konsum mehr und mehr zu Weißweinen hingeht. Was wäre das für eine Rebsorte bei euch? Das ist so die Frage, die noch so ein bisschen außen vorsteht. Generell im Bordeaux eigentlich Sauvignon Sémillon? Ja, ich denke, es wäre schon diese Paarung, vielleicht mit einer etwas stärkeren Gewichtung des Sémillons, der vielleicht nicht die ganz für die trockenen Weißweine, momentan gängigste Rebsorte ist, auch wenn sie so ein bisschen eine Renaissance erfährt. Und wiederum der Sauvignon, weil er so eine universalpopuläre Rebsorte ist, hat oftmals bei den weißen Bordeaux die Machtstellung ergriffen, aber auch bei den weißen Bordeaux gilt, dass die Tradition der bordeleser Weine eher das Kuvettieren von verschiedenen Rebsorten ist. Also wenn, dann wäre es so eine Richtung. Es gibt natürlich eine Schwierigkeit im Wein, sich an Trends anzupassen, denn es ist ja nicht so, wenn man den Weinberg anpflanzt, ist es ja nicht so, dass man das.

Ganz schnell kurzfristig wieder umwechseln kann. Es ist ja nicht sozusagen ein jährlicher Anbau, sondern wenn man eine Rebe pflanzt, dann hat man sie dann erstmal für 20, 30 oder 40 Jahre. Und wenn dann so ein Trend auftritt und man sich sagt, ja, jetzt wollen alle Leute Weißwein, dann könnte es natürlich sein, dass man haufenweise Weißweinreben pflanzt und nach zehn Jahren ist der Trend dann irgendwann vorbei und dann findet man, man hat auf einmal zu viel Weißwein. Also man muss das schon ein bisschen ausloten. Wir möchten auch natürlich ein bisschen was bewegen auf Chateau-la-Scombe, aber auch nicht überaktiv sein. Das heißt, alles muss so zum richtigen Zeitpunkt kommen. Das heißt, wir denken schon über Weißweine nach. Wir müssen natürlich auch dementsprechend die Weißweinberge auch erst anpflanzen. Das heißt, es dauert ein bisschen. Und wir möchten auch sicher sein, dass wir nicht zu viel auf einmal auf uns annehmen, Denn so ein Wein wie Lacote wird natürlich auch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

Bevor das sozusagen von allein funktioniert. Aber wir schließen nicht aus, dass in den nächsten Jahren vielleicht auch im Weißwein-Segment was kommt. Ich denke, könnte es sein, dass wir heute die besondere Situation haben, dass wir uns am Ende alle einig sind, was unser Lieblingswein ist in dieser Runde oder toll, dass sie finden.

Weil ich ahne, was deiner ist. Ich würde mich da anschließen, auch wenn es knapp ist, zum 22. 22er, den ich auch sehr gut fand. Also ich fand auch den Lakot und wahrscheinlich würdest du jetzt sagen, Axel, Alles andere, am besten ist der 2010er, weil das der einzige ist, mit dem ich nichts zu tun habe. Ja, es gibt schon, es ist natürlich schwierig, vor allem in so dieser Übergangsphase, wo ein Teil der Weine unter meiner Verantwortung entstanden sind, ein Teil eben nicht. Und man möchte auch nicht unbedingt sagen, er möchte natürlich sein eigenes Werk irgendwie nicht heruntermachen, aber andererseits auch nicht den Eindruck erwecken, zu sagen, ja gut, jetzt haben wir hier alles über den Haufen geworfen. Wir wissen Bescheid, wie man richtige Weine macht und das, was die anderen gemacht haben. Nee, das musst du ja auch nicht. Aber von diesen Vieren, du würdest ja immer, wenn du jetzt sagst, wer ist dein Lieblingswein, dann würdest du ja maximal auch zwei Weine, die du selber gemacht hast, zu sagen, sind nicht meine Lieblingsweine, kannst du das sagen? Ich bin schon, der Lacote, würde ich sagen, heute ist mein Lieblingswein, es ist auch so ein Übergangsjahrgang. Wir haben den Wein sozusagen isoliert, haben ihn ausgebaut und haben ihn abgefüllt. Aber der 23er wird auch für den Lacote sozusagen mein erster vollständiger Jahrgang sein. Das wird natürlich auch noch ein bisschen was dazu beitragen.

23 würde ich sagen, weil es so als erster Einstieg in das Weingut ein Wein ist, der ich finde uns schön gelungen ist. Und schön gelungen ist, weil er ziemlich dem entspricht, was wir uns vorgestellt haben. Und das ist ja immer das Schwierige beim Weinmachen.

Es erschließt sich einem der Wein erst, wenn er fertig ist. Und oftmals, wenn man es ganz genau nimmt, eben dann erst nach 15 oder 20 Jahren. Das heißt, bevor man sich wirklich vollständig sicher sein kann, dass man alles richtig gemacht hat, dann vergehen dann einige Jahre. Aber es gab keine Garantie für uns, mit einer anderen Angehensweise an diese Weine heranzugehen, dass das Endprodukt genau dem entsprochen hätte, was wir uns vorgestellt haben. Und vielleicht entspricht es dem noch nicht ganz zu 100 Prozent, aber es kommt dem schon nah. Und das ist immer was zugleich Befriedigendes und Beruhigendes, denn das zeigt tatsächlich, dass man selbst in der Anfangsphase so ein bisschen das Potenzial des Weinguts und die Möglichkeit, welche Weine darauf herzustellen, so ein bisschen erfasst hat. Wenn du nichts loswerden solltest davon, dann ruf uns an, wir nehmen das auf jeden Fall. Wir sagen großen Dank, Axel, großen Dank. Vielen Dank für die Gelegenheit. Wir grüßen den Axel, Axel. Ja, genau. Axel, wir haben dich vermisst, du hast wie immer was versäumt. Und an eure Hörer, Hörerinnen und Hörer, Zuschauer und Zuschauer sagen wir offensichtlich, 7. November schon ausverkauft, mach mich fertig. 16. Oktober. Da gibt es ja so noch den Schwarzmarkt, wo Kreise um das Vielfache.

Angebot werden. 16. Oktober, immer mal gucken. Also Michael hat die Weine, es müsste jetzt in diesen Tagen auf jeden Fall im Verkauf sein. Wahrscheinlich schon vorher, weil der Podcast ja später ausgeschabelt wird. Und ich wollte noch final vielleicht sagen, weil ich glaube, das ist eine spannende Geschichte, dass wir heute diese Möglichkeit haben. Axel, also auch danke natürlich, dass du und dass die Weine da sind, weil ich glaube, Aber Lacotte könnte schon das Potenzial auch vielleicht, dass Leute sagen, das ist ein Wein, den sammle ich. Weil es natürlich von Tag 1 an oder vom ersten Jahrgang man dann mitmachen kann. Als dass man jetzt noch alte Jahrgänge gesucht von Lascombe, kann man sagen, ich habe den damals gekauft im ersten Jahrgang. Und jetzt kaufe ich drei Flaschen, eine trinke ich einmal gleich, damit ich weiß, wie er schmeckt. Wenn man jetzt in dem Jahrgang ein Kind geboren hat, da kann man ja sicher sein, dass das, wenn das Kind 18 ist, ein toller Wein ist. dass der auf jeden Fall noch schmecken wird. Aufs Leben, ihr Lieblings, bis nächste Woche. Tschüss. Warte mal, ich muss noch etwas sagen. Bordeaux, toujours Bordeaux. Heißt was? Das heißt immer Bordeaux, weil ich bin in der Kommandarie de Bordeaux, der Vizekommandor, und deswegen stehe ich sehr für den Bordeaux. Ist es ein bisschen wie nur der HSV? Nein, es ist schon auf Champions League-Niveau. Tschüss. Servus.