Unser Partner Havesco macht jeden Wein zum Erlebnis. Das vorgestellte Vier-Flaschen-Paket ist bestellbar auf havesco.de. Zusammen mit über 9000 weiteren Weinen. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit nur drei Menschen. Weil unser Axel fehlt. Leider. Hat Axel, hallo erstmal, aber hat Axel eigentlich mehr Urlaub als du und ich? Das kann nur sein Chef wissen. Das ist nämlich die Stimme von Lars. Das ist der Chef. Ja, was ist los? Ich weiß auch nicht. Ich glaube, er hat einfach, weil er schon älter ist, stehen ihm einfach mehr Urlaubstage zu. Ich kann es mir nicht anders erklären. Aber Michi, das war die Stimme von Michi. Ich glaube, und das ist so tragisch mit Axel, er ist immer dann nicht da, wenn die ganz großen Dinge passieren. Ich erinnere mich immer noch gern an das Gut Oggau. Viele können es schon nicht mehr hören. Und heute machen wir etwas, was wir... Ich sehe, wir haben viele Gläser auf dem Tisch und wenig Flaschen. Und ich glaube, da passiert was ganz Besonderes. Das tut es, weil wir haben einen hohen Besuch aus Bechtheim. Er ist einer der erfolgreichsten, sympathischsten, besten Winzer, die Deutschland hat. Und er war schon während Covid mal allerdings nur zugeschaltet bei uns. Und heute ist er live und in Farbe im Studio.

Herzlich willkommen, erst mal Jochen Dreißigacker. Vielen lieben Dank für die Einladung. Schön, dass du da bist, lieber Jochen. und heute machen wir nicht vier Flaschen, sondern heute nennen wir uns spontan um in vier Gläser. Weil es gibt nur einen Wein, einen besonderen Grauburgunder, den du mit unserem Partner Habesco gemacht hast und den verkosten wir aus vier verschiedenen Gläsern. Richtig. Genau. Jochen, weil der Hintergrund ist, du hast mit Schott Zwiesel ein eigenes Glas entwickelt. Mit Zwiesel? Mit Zwiesel, ah, okay. Würden Sie jetzt berichtigen? Den Fehler habe ich auch mal gemacht. Okay, perfekt. Da habe ich aus der Historie gehört, dass es mittlerweile eigenständig nur noch Zwiesel heißt. Genau, wir haben ein eigenes Glas gemacht. Wir haben tatsächlich eine ganz, ganz tolle Partnerschaft mittlerweile. Wer uns früher so verfolgt hat, hat einfach immer gesehen, dass wir immer mit einem Glas verkostet haben, was Zaldo hieß.

Und irgendwann kam Zwiesel auf uns zu, ein ganz, ganz tolles und sympathisches Team, und haben zu uns gesagt, lass uns doch was gemeinsam machen. Und dann haben wir ein großes Glas-Testing gemacht und haben festgestellt, dass vielleicht kein Glas wirklich, auch wenn es viele tolle Gläser waren, keins wirklich zu uns gepasst hat. Und dann haben wir gedacht, okay, das wird nichts und irgendwann haben wir das Angebot gemacht, okay, wenn du so penibel mit den Gläsern bist und sagst, das muss zu deinem Wein zu 100% passen, dann lass uns doch gemeinsam ein Projekt starten. Und das haben wir gemacht und das war eine super spannende Reise. Was heißt nicht zu euren Weinen passen, weil ihr macht ja unterschiedliche Weine. Wir haben ja gelernt auch in diesem Podcast schon, es gibt ein eigenes Wein für Grauburg und ein eigenes Wein für Sauvignon Blanc und kann es geben, das heißt, haben die erstmal versucht einen Wein zu machen, der zu 30 Ackerweinen grundsätzlich passt? Ein Glas? Ein Glas, Entschuldigung.

Tatsächlich ist das so ein bisschen, ich bin da auch sehr simpel gestrickt, weil wir wissen natürlich alle, ein großer Burgunder braucht ein Burgunderglas. Aber jetzt viele auch von unseren Weinen brauchen eigentlich nicht tausend verschiedene Gläser, sondern eins. Und ich finde es auch immer, es darf gern auch manchmal simpel sein, es muss aber trotzdem hochklassig sein. Und deswegen habe ich damals dieses Universalglas, was wir damals hatten, war eben ein Glas, wo ein Großteil unserer Weine extrem gut drin standen. Natürlich nicht alle. Also wie gesagt, wenn du jetzt sehr gereift, sehr kraftvoll oder sehr burgundisch trinkst, dann brauchst du ein größeres Glas, da kannst du gar nicht drum rum. Aber so finde ich es auch schön, wenn man für den Alltag einfach ein High-End-Glas hat, was man für viele Weine nehmen kann. Nicht immer bei jedem Glas drüber nachdenken muss, kann ich das jetzt nehmen oder nicht oder welches muss ich aus dem Schrank holen, sondern es ist genau wie beim Wein auch. Ich finde, es muss extrem gut sein, aber es darf auch einfach sein. Aber jetzt haben wir ja hier vier Gläser stehen. Das heißt, wir treffen heute die Entscheidung, was das Universalglas wird. Nein.

Wir haben vier Gläser und ich glaube, es ist ein super spannendes Portfolio, was wir jetzt hier haben, weil wir haben zwei maschinengefertigte Gläser und zwei handgemachte Gläser tatsächlich. Und ich glaube, es ist für viele gar nicht so bewusst, was das Glas auch wirklich ausmacht, wenn man Wein probiert oder wie ein Wein strahlen kann, wenn das Glas passt. Und ich finde elementar wichtig ist, persönlich, dass so ein Glas extrem dünn ist. und das kriegst du tatsächlich in den seltensten Fällen Maschinen gemacht hin, sondern du brauchst im Endeffekt, eigentlich machst du das von Hand. Was natürlich auch heißt, dass das Glas kostbarer ist und auch teurer in der Produktion, aber es macht so viel aus. Und ich glaube, heute haben wir einen schönen Test, dass wir von einem wirklichen Standardglas uns hoher arbeiten bis zu unserem Glas. Also, das heißt, wir wissen doch, das letzte Glas ist euer Glas, was wir für dich jetzt nicht sehen können. Wir haben so eine Reihe, okay, und jetzt gucken wir, wie das, warum, das geht uns ja auch immer, warum ist es so entscheidend, dass es dünn ist? Warum schmeckt Wein besser und das ist so, Wenn er aus einem dünnen Glas, als wenn er aus einem ganz dicken Glas geht. Ja, das ist ja die dickeren. Ich sage das auch immer spaßhaft in jeder Probe, wenn ihr zu Hause diese Kristallgläser habt, die so schön aussehen. Das sind super Blumenvasen.

Haben ältere Leute oft, ne? Nein, es gibt auch jüngere, weil es ein schönes Dekor ist. Ist egal. Aber es sieht manchmal hübsch aus. Aber ich finde halt, je dünner ein Glas ist, umso mehr schmeckst du von beiden, umso mehr riechst du aus. Das kennen wir ja immer. Die Flaschen dürfen gerne dicker sein. Aber gerade die Gläser, finde ich gerade, du hast halt kaum was zwischendrin. Also ich beziehe es immer, vielleicht kannst du nochmal was dazu sagen, ich beziehe es immer auf das Material, die Materialstärke, wo man einfach merkt, es geht einem beim Tee auch so, wenn du aus einem Teeglas trinkst, was ganz dünn ist oder trinkst du einen Kaffee aus einer dicken Tasse oder einer dünnen Tasse. Ich finde immer, je dünner das Material, umso mehr kriegst du vom Inhalt. Natürlich beim Kaffee, umso schneller kühlt es auch ab, aber das ist was, wo mir beim Glas immer wieder aufgefallen ist, wenn so ein Glas generell einfach dickwandig ist, hast du viel weniger vom Wein und wir Wir bemühen uns ja schon darum, viel in die Weine reinzulegen. Und da wünschen wir uns natürlich auch, dass jeder so viel wie möglich davon mitbekommt. Das ist die Sensorik. Und das andere, finde ich, ist auch das Gefühl, was es macht, wenn es quasi den Mund trifft, so ein dünnes Glas und wie es in der Hand liegt. Also wenn du jetzt so ein feines, leichtes Glas, wie schön, also das ist, finde ich, schon ein Genuss, das nur in der Hand zu haben, im Vergleich zu etwas anderem, was deutlich kleiner ist, aber schon schwerer.

Aber quasi die Dicke des Glases, finde ich, ist gar nicht so entscheidend, sondern es ist schon wirklich die Form, was dann quasi sensorisch passiert, erst mal in der Nase. Und da habt ihr euch ja auch Gedanken gemacht. Ich sehe jetzt quasi, heißt das... 30 Aka Allround-Glas? Das heißt tatsächlich Zwiesel X30 Aka Allround-Glas. Also es ist ein Universal-Glas, wo wir sagen, du kannst auch, wir haben auch daraus wirklich schöne leichte Pinots schon getrunken. Da haben wir einen Wein, der heißt Vintages, Rot, das ist ein Blend aus Pinot und St. Glauwend. Und das ist super aus dem Glas, weil du da gar nicht die Tiefe brauchst, sondern einfach halt auch nimmst mehr das Arobenspektrum mit dem Schliff mit, auch beim leichteren Rotwein, da ist es toll. Oder halt eben für Weißburgunder, Grauburgunder, Wir haben tatsächlich den Test mit dem Glas und die Entwicklung war tatsächlich mit dem Vintages Weiß, unserem Multi-Vintage-Blend Riesling, den wir machen aus mittlerweile acht verschiedenen Jahrgängen. Da haben wir das immer wieder dieses, also es war nicht ein Entwurf, muss man dazu sagen, sondern es waren fast zehn, oder es waren zehn genau, zehn Entwürfe, die immer wieder gemacht wurden. Ich glaube, am Anfang hat Zwiesel, die haben sich schon gedacht, okay, wir machen das mal gemeinsam. Das ist ein schönes Projekt. Ich glaube, irgendwann zwischendrin haben sie wahrscheinlich, haben sie selbst gesagt, sind zu mal verzweifelt, wo sie gesagt haben. Wir wären mal zu Irgendmanns gegangen oder so.

Nein, also ich finde auch da, jeder Winsel hat natürlich seinen Anspruch, aber nochmal, ich bin damit gestartet, dass ich gesagt habe, wenn wir so ein Glas machen, dann muss es ein Upgrade auf unser bestehendes Glas sein und nicht einfach nur eine schöne Werbenummer, sondern dann muss es auch so sein, wir versuchen immer einen Mehrwert zu geben und wenn wir ein eigenes Glas machen, muss es auch einen absoluten Mehrwert sein. Und es ist kein Zufall, dass es das größte Glas ist. Das spielt schon eine Rolle.

Das hängt aber auch mit unseren Weinen zusammen, weil wir unser Weingutel in Bechtheim, in Rheinhessen, an der wärmsten Punkte im südlichen Rheinhessen. Und wir haben sehr warm und kraftvolle Weine schon immer. Wir versuchen immer den Schliff und die Eleganz auch drin zu haben, aber wir haben immer schon sehr viel kraftende Wein. Und da brauchst du einfach ein größeres Glas, was das auch einfangen kann. Und umso mehr kannst du mit dem größeren Glas, mit einer größeren Oberfläche auch so ein Wein fordern. Das heißt, der Wein braucht auch eine gewisse Struktur, Er braucht Kraft, er braucht Konzentration und Dichte, um so ein Glas auch standzuhalten. Was ich wiederum aber auch einen schönen Reiz für jeden Wein finde. Dass du halt auch sagst, du mutest dem auch was zu und machst es nicht zu einfach. Ich habe so ein bisschen diese Sorge, ich neige auch dazu, mir so eine tollen Gläser zu kaufen und die halten aber ungefähr so drei Monate vielleicht und dann sind sie kaputt, weil irgendeiner nicht aufpasst. Und wenn ich dieses Wein jetzt hochhebe, ist das ein Glas, was ihr bei euch in der Gastronomie einsetzen würdet oder ist das zu leicht? Es wirkt so zerbrechlich. Eine Bruchquote wäre wahrscheinlich. Es wirkt uns aber echt. Jochen, du hast vorhin mit dem Glas sogar auf den Tisch gehauen und hast gesagt, dass... Es ist wirklich so ein... Das war auch so ein Punkt bei uns, weil wir gesagt haben, wir wollen das Glas so dünn wie möglich haben, deswegen muss es handgemacht sein und dann hat.

Das Team von Zwiesel direkt zu uns gesagt, überhaupt kein Problem, wir haben unser spezielles Glas und das Glas ist so stabil, da kannst du auch ein ganz, ganz dünnes Glas machen. Das heißt, wenn ich das jetzt runterfallen lassen würde... Ich glaube, wenn es runterfallen lassen würde, würde es kaputt gehen, weil der Stiel bricht, weil der Stiel natürlich das dünnste ist. Das wird ja auch so wirklich von Hand gezogen. Aber wenn du das Glas nimmst mal auf die Tischkante und schau das jetzt schon relativ fest, da kannst du, das kannst du, also gerade hier ist das schon stabiler, als man denkt. Also ich habe das im Spaß mal versucht zu zerhauen, habe es nicht hinbekommen. Fairerweise muss ich aber auch sagen, ich habe mir auch damals mal die Produktion dort angeschaut, wenn du siehst, wie viel Mühe es kostet, so ein Glas zu produzieren. Du brauchst immer so ein Team aus fünf Leuten, da darf keiner krank sein, die müssen alle da sein, die müssen alle eingespielt sein. Das ist Wahnsinn, wenn man das sieht. Da geht man auch wirklich vorsichtig mit dem Glas um. Aber final, die sind tatsächlich stabiler, als man denkt. Das Problem ist halt um zwei Uhr nachts nach der vierten Flasche. Da geht es mir ja genauso. Dass man dann nicht mehr so ganz fragil unterwegs ist, dann tut es ein bisschen weh. Man muss dazusagen, und jetzt werden wir uns gleich in die Verkostung begeben, dass es natürlich ein unfassbarer Preisunterschied ist, was du eben gerade erklärt hast. Was ist Handarbeit und was ist eben maschinell erzeugt? Und das ist in Worten quasi, wir haben zwei Gläser, da kostet das Glas ein Zehner und wir haben zwei Gläser, da kostet das Glas 55 Euro. Ja, das ist also wirklich, wenn es kaputt geht, tut beides weh, aber das eine einfach fünfmal so sehr weh.

Und ich bin aber immer jemand, der sagt, du kannst nicht tolle, teure Weine kaufen und dann aus so einem Mistglas trinken, weil das schade ist, weil du nur einen Teil des Genusses mitnimmst. Wahrscheinlich ist es aber doch bei den Gläsern genauso wie beim Wein auch. Du hast die Weine, die sind, sagen wir mal, hier das Glas, das maschinell produzierte Glas, das ist sicherlich maschinell perfekt gemacht, mit gutem Prozess, genauso wie es sein soll, jede Grundregel eingehalten und du kriegst ein standardmäßig gutes Glas, das kannst du auch machen, da kannst du daraus trinken, aber es hat nie die Feinheit wie so ein handgemachtes Glas, wo du sicherlich mehr Eigenständigkeit hast, mehr Charakter im Glas, weil es auch nicht jedes Glas ist gleich, aber zum Schluss die Feinheit, wo du rauskriegst, ist einfach nochmal auf einer ganz anderen Höhe von der Manufaktion. Manufaktur, Manufakturgedanken eben was, wo du auch einen Mehrwert kriegst, den kriegst du bei dem anderen Klasse. Beim Wein ist es übrigens ganz genauso. Du kannst mittlerweile ja Weine trinken, die sind sehr, sehr ordentlich, die im großen Volumen produziert werden und das ist sicherlich alles ordentlicher Wein oder vieles davon ist ordentlicher Wein, dass in dem Themenfeld, in dem wir uns bewegen, wo es ja wirklich um Handarbeit, um Manufaktur, biodynamischen Anbau, viel Sachverstand geht, hast du halt zum Schluss einen Charakter, den du aus dem Wein rausholst, das eben nicht von der Stange ist und es gibt dir wahrscheinlich aber weitaus mehr als die Standardversion, also das genaustelbe. Und die Gläser, also wenn du sagst, zwei sind handgeblasen sozusagen, zwei sind maschinell gemacht, Hast du das mal gesehen? Das ist unfassbar. Ja, ich habe es mal gesehen. Handgeblasen.

Aber nur das eine, das letzte ist dann euer Glas und das, was davor ist. Das ist auch tatsächlich ein mundgeblasen, handgemachtes Glas von Zwiesel. Und das tatsächlich hatte mit einen kleinen Ursprung bei unserem Glas. Weil das war tatsächlich ein Glas in der Glasverkostung, was ich sehr spannend fand, weil es einen grundlegenden relativ geraden Boden hatte. Und den Wein, also wir hatten tatsächlich in unserer Verkostung eine Nummer größer, was eigentlich für Burgunder gedacht war. Und das fand ich aber für die Rieslinge total spannend, weil es dem Wein extrem viel abverlangt hat.

Nur mir haben ein paar Sachen gefehlt, deswegen haben wir das ein bisschen umgebaut. Okay, und das kleinere ist quasi ein, das heißt Moments Riesling von Spiesel. Das ist also wirklich speziell für Rieslinge. So ein kleines Glas für Riesling. Okay, weil wir erinnern uns damals, wo haben wir nochmal ein riesen Glas für Riesling gehabt. Was war das? Wir haben das ja mal getestet. Also ein Glas, wo du dachtest, ein Burgunderglas. Also wirklich wie so eine Blumenvase für 25 Euro von, ich hab's vergessen, maschinell hergestellt. Egal. Und du hast natürlich jetzt aber, um diese Weine zu testen, oder ist meine Nase völlig hin? Es ist kein Riesling. Das ist ein Grauburgunder. Ja, aber wir probieren ja quasi, das ist ja ein Allround-Glas, dass das Glas von Jochen ist. Da bringst du einen Grauburgunder mit. Da bringe ich einen Grauburgunder mit, der allerdings ein bisschen im großen Holz auch lag, so wie bei Jochen die Beine generell auch gemacht wird, ein bisschen länger auf der Hefe noch. Und der heißt SL500, ein Grauburgunder aus 2023, Jochen. Ja, das war ein superschönes oder ist ein superschönes Projekt, was wir gemeinsam mit Havesco gemacht haben. Die Idee kam irgendwann auf, Grauburgunder ist für uns nach Riesling die wichtigste Rebsorte, die wir produzieren.

Und generell ist es so, dass wir immer, oder ich liebe es, immer jeden Weinberg, jeden Leseschritt getrennt voneinander zu ernten, auszubauen, dass man ganz, ganz viele Facetten hat. Und dann spielen wir immer mit zwei Werkstoffen oder meistens mit großem Holzfass oder dem 500 Liter Eichenholzfass und dem Edelstahltank. Und gerade das Eichenholzfass, also SL steht übrigens für Söli, also für das lange Hefelager. Und die 500 steht für das 500 Liter Tonneau, für das 500 Liter Eichenholzfass, was ich gerade für die Rebsorte Grauburgunder wie Weißburgunder extrem spannend finde, weil man hat etwas mehr Wein im Verhältnis zum Holz, also zum Holzmantel. Das heißt, du hast die Feinde Oxidation durch die Poren, wirst aber nicht vom Holz erschlagen. Und es geht mir auch nie grundlegend um den Holzgeschmack im Wein, sondern es geht mir immer um die Oxidation, also die Mikrooxidation, wenn man das ja hat, diese andere Art der Reife, andere Art der Vergärung schon, um mehr Tief und mehr Struktur in den Wein reinzubekommen. Ich finde immer bei unseren Weinen, gerade weil sie die Fülle haben, brauchst du auch die Tiefe. Und was ich sehr, sehr gerne eben mache, seitdem wir, wir haben 2018.

Oder mit dem 17er Jahrgang sind wir ein neues Weingut gezogen, was wir damals schon mit der Idee gebaut haben, doppelt so groß zu bauen, wie wir es ursprünglich waren. Dass wir aber unsere Weine länger auf der Hefe liegen lassen können. Und seit der Zeit liegen eben teilweise Weine, speziell die Rieslinge, mindestens zwei Jahre auf der Hefe, bevor wir sie aber auf der Flaschen abfüllen. Und der Grauburgunder war es eben genauso. Aber das hilft ja beim Grauburgunder auch nicht. Ich finde, wenn es im Grauburgunder ausgebaut ist. Ich war neulich essen in einem Restaurant und dann sprach mich dann der Kellner, ich weiß nicht, ob es der Kellner oder Inhaber war, sind Sie nicht einer von diesen vier Flaschen? Und ich sage, ja, ja, gut.

Und dann war ein tolles Essen und dann kam es zur Weinempfehlung und er sagte, guckte mich dann so an und sagte dann zu den anderen am Tisch, ich muss es jetzt sagen, ich würde ihn zu diesem Wein, auch wenn der Lars gleich sagen wird, lass das nach, einen Grauburgunder empfehlen. Da haben wir schon ein Image. Da haben wir ein Image. Und da habe ich gesagt, ja, ich hörte es ja und sagte, ja, aber es ist aber ein Grauburgunder von Erik Manz. Und da habe ich gesagt, okay, also so, aber ich werde jetzt nicht der große, aber tatsächlich war das auch hier einer, der im Holz ausgebaut war und tatsächlich irgendwie auf den ersten Blick eher roch wie ein Chardonnay. Und dann kam er und sagte, ja, Burgunder für mich und so, aber ich fand das Tat dem Wein dann, Gut, das war jetzt nicht so der klassische lapidare Grauburgunder. Also ich finde auch, dass es im Wein immer was, also generell, ich liebe es gerade auch für den Burgundern von der Basis bis zum Topwein mit dem Holz was zu arbeiten, weil du einfach, wie gesagt, du kriegst eine andere Tiefe und in Verbindung mit einem langen Hefelager hast du eine andere Struktur im Wein. Aber jetzt muss ich mal einen Schluck trinken. Ja genau, jetzt habe ich, und zwar heißt dieses Glas jetzt, Q oder Vivid? Ne, das ist das, Vivid. Vivid, Vivid heißt dieses Glas. Interessant ist, finde ich, wenn man jetzt schon trinkt, der hat man schon fest, es gibt eine Begrenzung an der Nase. Also bei meiner Nase.

Ich kenne ja den Wein ganz gut. Wenn ich jetzt reinriche, finde ich bei dem Glas hast du weit aus mir die Frucht von dem Wein im Vollerbund. Also wir reden ja über einen Grauburgunder aus dem Jahrgang 2023. Also der hat ganz bewusst eben ein Jahr länger noch auf der Hefe die Zeit gehabt, um heranzureifen. Und ich finde, wenn du reinriefst, hat er jetzt wenig von Reife in dem Glas, sondern sehr viel Frische. Und du wirst aber auch gleich sehen, werden wir, genau, das ist super spannend, was du jetzt machst, wenn wir die Gläser nebeneinander probieren, werden sich die ganzen Nasen, werden sich komplett verändern. Und ich bin überzeugt davon, dass beim letzten Glas die burgundische Textur von dem Wein weitaus mehr im Vordergrund ist, als bei dem ersten jetzt hier. Hier hast du einfach Brucht. Bruch hinken wahrscheinlich. Ich bin gespannt, genau. Interessant. Apfel hast du auch, ne? Apfel. Apfel, das finde ich sehr intensiv. Dieser Wein hat nur zwölf Alkohol, Jochen. Hat auch der Alkohol quasi einen Stellenwert jetzt bei den Gläsern aus deiner Sicht? Weil natürlich, sag ich jetzt mal, früher hat man gesagt, diese ganz bauchigen Gläser, aber man weiß mittlerweile, es potenziert sich der Alkohol zentral, wenn es sich dann sehr verjüngt, wieder das Glas oben. Das tut es bei denen eigentlich generell nicht. Und bei diesem Vivid-Glas geht es quasi ziemlich senkrecht nach oben. Also das ist eine relativ, eine kultische Form, ja.

Also natürlich hat der Alkohol auch immer einen Einfluss oder einen Einflussfaktor beim Wein. Wir generell sind ja so, also zwölf ist für uns schon niedrig. Normalerweise haben wir so zwölf, zwölf und halb, so fängt es bei uns an. Und auch teilweise die hochwertigeren oder die noch kraftvolleren Weine, die liegen halt dann schon auch bei mal 13, 13,5, weil wir halt aber auch immer sehr trocken ausbauen. Also ich mag nie, dass die Weine durch Zucker strahlen. Der Zuckergehalt im Wein, der oftmals die Frucht vor oder sehr schmeicheln kann. Ich möchte immer, dass der Wein von der Struktur her lebt. Also wenn ihr den Wein auch probiert, der ist sehr ernsthaft von der Struktur auch. Das heißt, auch selbst in dem Glas, finde ich, merkst du das schon, da hat was am Gaumen. Das ist jetzt einfach nur eine Stoffigkeit. Genau, wir gehen beim Graubugunter immerhin bei einigen Parzellen und halbieren die Trauben. Das heißt, wir verzichten ganz bewusst auf ein bisschen mehr als 50 Prozent vom Ertrag. Das heißt, jede Traube wird in der Hälfte durchgeschnitten, gibt uns die Möglichkeit, dass wir die Trauben eben länger am Stock ausreifen lassen können.

Dieses Jahr im Jahr war das nicht nötig, weil alles so schnell so reif war und wir mussten einfach Gas geben, um schnell zu anden. Aber im normalen Jahr musst du ja schon auch mit der Reife oder in kühleren Jahren zum Beispiel auch schon auch da ein bisschen zocken, um den Trauben einfach die Reife zu geben, die sie brauchen oder vor allem, dass sie gesund ranreifen können. Deswegen halbieren wir gern. Was dann aber auch dazu führt, dass der Wein auch eine gewisse Stoffigkeit hat. Aber Holz habe ich jetzt gar nicht in diesem Null. Du wirst es wahrscheinlich beim letzten Glas etwas spüren, aber nochmal auch da, es ist nicht das Holz, was prägend sein soll, es ist eher die Struktur, was das Holz gibt, die Tiefe. Ich finde, Lars, schon, dass du merkst, dass es kein Grauburgunder nur aus dem Edelstahltank ist, weil die haben dann nochmal eine andere, die Säure ist ein bisschen aggressiver oder ein bisschen intensiver und das wirkt so. Ich finde schon, dass man merkt, dass es Holz ist. Es schmeckt aber nicht nach Holz. Aber wir sollten jetzt, glaube ich, einmal schon gleich durch die ganzen vier Gläser gehen. Ich habe das schon mal vorsichtig.

Weil sonst kriegt er zu viel Temperatur und dann ist es schon wieder nicht das Gleiche. Und jetzt haben wir ein Glas, das heißt Pure. Da würde ich sagen, das ist quasi eher so ein klassischeres Weinglas. So wirkt es auf die... Kann man doch sagen, so ein klassisches Gastro-Glas. Ich sehe das so oft in der Gastronomie aus. Was ist das Erste? Ist das so ein klassisches Allround-Glas für zu Hause? Was ist das Erste?

Das Erste weiß ich gar nicht. Das wirkt schon sehr, ein bisschen spezieller, würde ich sagen. Es ist nicht so ganz Allroundig, sondern eher, weiß ich nicht, für was, Vivid vielleicht. Aber das ist so zurückhaltende, sanfte, dezente Weine, die sehr filigran sind. Ein bisschen filigranere Weine, habe ich gesagt. Aber hier, das ist so ein Glas, mit dem man eigentlich, muss man ja auch mal sagen, erst mal nichts falsch machen kann, glaube ich. Dieses Glas. Das ist wirklich absolut. Das hätte ich auch gesagt. Das muss man auch sagen. Auch das hat natürlich mehr Dick, aber das ist trotzdem ein gutes Weinglas. Also ich finde ja auch da, wir kommen ja auch, muss man auch sagen, der Anspruch an Gläsern hat sich ja gerade in den letzten Jahren extrem hoch geschraubt. Und das wäre wahrscheinlich noch vor 15 Jahren ein hervorragendes, ausnahmslos gutes Weinglas gewesen, wo du fast in den meisten Weingütern gefunden hättest. Oder auch international siehst du das hier immer noch. Da finde ich ihn jetzt am Gaumen sofort, feiner, fein ziselierter, eleganter. Ich fand er im ersten Glas, in dem Vivid-Glas, war er mir deutlich eindimensionaler als in dem Glas. Ich finde, er wirkt hier schon sehr komplexer und vielschichtiger. Die Nase ist vielleicht beim ersten sogar ein bisschen fruchtiger als bei dem jetzt. Die Frucht so ein bisschen, also ich würde jetzt nicht, weniger Frucht, oder? Er hat weniger Frucht, wenn auch im ersten hast du mehr Frucht, im zweiten hast du jetzt mehr Struktur, mehr Tiefe. Aber am Gaumen mag ich es gerne. Es wirkt offener.

Man kann es ja gar nicht glauben, es ist wirklich schon ein Unterschied. Obwohl es so riesig sind die Unterschiede in den Gläsern jetzt nicht. Okay, es muss jetzt schnell gehen. Aber jetzt geht es natürlich, dieses Moments Riesling Glas, Achtung, es kostet jetzt das Fünffache.

Das erste ist Velvet, das erste ist Vivid und das zweite ist Pure. Und das heißt jetzt Moments Riesling. Muss man nochmal beschreiben, für die, die das nur hören, man sollte sich diese Folge vielleicht angucken, ist etwa so groß wie das erste Glas, aber eben feiner. Oben die Öffnung ist deutlich schmaler. Es verjüngst sich, aber am Ende geht es wieder gerade nach oben. Genau, es hat so einen leichten Schwenk nach außen. Es würde Uli Wickert gut gefallen, der mag ja gern so kleinere Gliese. Und es ist natürlich wirklich, wenn man es anhebt, wie viel leichter es ist. Aber es liegt vor allen Dingen an dem Stil, weil der Stil ist ja viel, viel dünner ne also es ist halt generell einfach ein wesentlich dünneres glas als das vorher es ist auch ein bisschen kleiner aber ist unfassbar leicht für ja ja.

In dem Glas hast du deutlich mehr Würzung. Ja. Das ist ja ganz spannend. Jedes Glas hat jetzt irgendwie so eine Komponente rausgeholt. Du hast beim ersten die Frucht, beim zweiten hast du mehr so die Tiefenstruktur. Und hier bekommt ihr aber beim ersten Mal zum Glas so einen leichten, so einen frischen Schlenk, weißt du, so ein leichtes Fisch, so ein schönes Finish. Ja, wobei ich fast so ein bisschen so eine Bittermandel oder so. Also fast, man merkt so ein bisschen so eine Tanninstruktur oder so ein Gerbstoff ein bisschen. Also, um es jetzt mal wirklich negativ zu sagen, ist, dass ich glaube, ich finde, dass es den Wein so stark einengt, dass du eher die Struktur, wie bei meinem anderen Glas vorher, so angenehm war, hier so verengt ist, dass es fast ein bisschen zu konzentriert ist, also das Glas zu konzentriert ist für den Wein. Wein braucht mehr Luft.

Genau, also ich weiß gar nicht, besser schmeckt es mir nicht in dem Glas. Ja, das kann ich nicht sagen, aber es schmeckt anders. Ich finde, es schmeckt frischer. Es schmeckt frischer als im ersten jetzt und tatsächlich aber auch würziger, Aber es ist wieder so ein bisschen, ich will nicht sagen eindimensional, aber es betont halt diese Würzigkeit extrem. Dieser Schwenk, den du da oben hast, der transportiert natürlich den Wein, weil er so einen kleinen Umweg macht, auf einen anderen Teil deiner Zunge. Was automatisch den Bereich auch anspricht, wo du tatsächlich mehr auf dieses Thema Bitterkeit und aber auch so frische Säurestrukturen hast. Deswegen befördert das auch nochmal dazu. Das heißt, es nimmt eigentlich das Positive, was der Grauburgunder normal hat, immer mit seinem Schmelz, mit seiner Cremigkeit, nimmt es weg und gibt ihm eher halt so ein bisschen diese Bitterheit. Deswegen, ich würde auch für den Wein ganz klar sagen, das Glas ist definitiv, obwohl es, du siehst aber, wie es fordert, weil es so ein dünnes Glas ist, wäre aber auch für den Wein nichts. Würdest du sagen, von allen vier Gläsern ist es das am wenigsten geeignet? Das vierte muss man jetzt erst probieren. Okay, aber du kennst es ja schon. Immer für den Anlass.

Und jetzt probieren wir quasi das Allround-Glas. Deutlich Größeres. Ich finde, so in der Nase sind die Unterschiede gar nicht so groß wie am Gaumen. Oder ist das für euch? Also ich habe auch wieder so ein bisschen Apfel, ich habe aber auch dieses Rotbeerige. Ich finde beide Dinge, die ich in den ersten beiden Gläsern habe, hier vereint.

Was man immer bei dem Glas beachten muss, das sage ich auch jedem, wenn ich ein Glas in die Hand kriege, ich schwenke das immer zwei, drei Mal, bevor ich überhaupt reinriege. Und das war tatsächlich was, was wir bei dem Glas haben. Das musst du bei diesem Glas auch machen. Das muss mit Wein benetzt sein und dann fängt es an zu wirken. Wenn du einfach nur reingießt, dann würdest du am Anfang bei dem Glas sehr wenig riechen, bis zum ersten Mal, wo du es probierst. Aber wenn du es dann geschwenkt hast und probiert hast, dann kommt noch ein bisschen was. Und im Mund ist es für mich so komplett anders wie davor. So, aber für mich ist es halt so unglaublich, da ist so viel dann. Also es ist nicht irgendwie, der zieht jetzt nicht ein Zahn raus, sondern du denkst wirklich, es ist anderer Wein. Also diese Bitterkeit ist weg, die Säure ist in der Gitter. Ich finde, er hat eine andere Energie. Ich finde, der wirkt wahnsinnig energetisch. Ich meine, da sieht das, was man zu Gaubach untersagt. Das ist schon echt wirklich was Besonderes. Aber ich finde, das ist fast schon elektrisierend, was am Gaumen passiert. Und er hat so eine Klarheit dann raus. Und da finde ich, ist das Holz überhaupt kein Faktor mehr. Aber man spürt es am meisten, ne? Ja, man spürt es am meisten, aber es hat trotzdem so diese klare, frische... Ich finde, es hat so ein positives Tannin, was ihm so ein bisschen eine schöne Halbheit gibt. Aber das ist nur ganz am Ende, dass es so ein bisschen packt, dass du denkst, so krass, das ist jetzt nicht Schlürfischlürf, sondern das hat doch eine gewisse Ernsthaftigkeit. Aber das ist keine Werbeschow für dein Glas, aber das ist schon ab. Das finde ich, wenn du jetzt noch mal einen direkten Vergleich noch mal die anderen, da muss man sich ja wirklich die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, in Gläser zu investieren als in Weine.

Was kostet der Wein? Der kostet eigentlich 20 und jetzt kostet er gerade 15, glaube ich. Überleg mal, der Wein kostet ungefähr ein Drittel, ein Viertel des Glases. Aber wenn man diesem Wein jetzt aus dem günstigeren Glas trinkt, schmeckt er, würde ich sagen, mir würde er nicht mal halb so gut schmecken gerade. Also ich glaube, du wirst jeden Wein upgraden können mit einem guten Glas, das definitiv. Ob das dann jeden Wein zum perfekten Genuss macht, Ich glaube, ich würde schon in beides investieren. Das ist schon auch wichtig. Aber wirklich nochmal zurück zu dem Glas. Wir haben das Glas, was wir vorher hatten, hat jeden Wein extrem schön gemacht. Und wenn ich es aber kritisch gesehen habe, habe ich manchmal gedacht, mir macht es das fast schon zu harmonisch und zu weich und schön. Weich gespült. Und gerade bei uns, wo wir die Komplexität haben, war es mir so, dass es mir wichtig war, dass ich auch den Wein, was du das energetisch hast, hat mich total gefreut, dass du es sagst. Weil genau das wollte ich auch irgendwie bei dem Glas rausarbeiten. Dass die Weine das bekommen. Und das kriegen die, indem die, seht ihr, wie viel Oberfläche das hat in Verbindung zu dem Wein, der hier unten drin ist. Das hört sich, also ich habe mittels Sprachnachrichten per WhatsApp, habe ich mit der Glasdesignerin permanent gesagt, zieh das bitte nochmal einen Millimeter, zwei nach unten, dass wir ein bisschen mehr Wein im Kelch haben, genau.

Dann war es zu viel und dann haben sie gesagt, bitte einen Millimeter zurück. Also es war wirklich im Haar klein und wir haben es aber zum Schluss, wir haben versucht, die Form zu beschreiben, die den Geschmack kreiert, Aber zum Schluss war es so, dass wir immer die Gläser nebeneinander gestellt haben, bis wir gesagt haben, jetzt trifft es das perfekt. Und vorher hätten wir es nicht gemacht. Er bleibt ja auch viel länger. Also ich finde ja, das Holzige jetzt schon, gerade im Vergleich zum Ersten.

Aber das lässt natürlich noch mal alles überdenken, was man so mit Wein hat. Du ziehst den Wein auseinander hier unten und bündelst den oben, weil das ist ja schon auch ein sehr großes Glas oder sehr langgezogener Kelch. Und es geht immer zart zusammen und dann kommst du oben. Zum Schluss kommt das alles wieder. Und den Effekt hast du aber jetzt nicht nur bei den Burgundersorten, sondern auch beim Riesling natürlich. Hast du vor allem beim Riesling. Also muss ich sagen, wir haben es wirklich tatsächlich mit Riesling getestet, weil Riesling von Aromenspektrum halt die Rebsorte ist, die dir am meisten gibt. Und es ist aber umso schöner, wenn du jetzt siehst, auch, wie aromenreich der Grauburgunder hier ist, siehst du auch, was das Glas auch zum Schluss auch bringt, ne?

Das ist schon erstaunlich, wie so ein Glas so ein Wein pimpen kann. Aber das haben wir ja schon mal erlebt mit verschiedenen Sorten. Aber hier finde ich das nochmal im direkten Vergleich.

Und was ich das Schöne an dem Wein finde, das ist jetzt nicht ein Wein, das ist ja auch schon was, wo wir sagen, es ist ein hochwertiger Wein, aber ein hochwertiger Wein nicht, weil er immer Alkohol sich dominanter zeigt oder sehr üppig ist, sondern einfach über das Thema der Reife, der Zeit. Das ist ja für mich ein Faktor, den ich am wertvollsten finde beim Wein, der so oft leider vergessen wird in unserer schnelllebigen Zeit, weil wir immer denken, es muss alles immer schneller, höher weitergehen, sondern dass du halt, wir brauchen ja oftmals so lange, wir brauchst einen Weinberg, wenn du heute Pflanzbauer 15 Jahre, bis er so weit ist, dass du das erste Mal tolle Trauben erntest und dann produzierst du einen Wein und drei Monate nach der Ernte füllst du den Flaschen ab und wunderst dich, warum er nicht gut reift. Sondern wir gehen ja ganz stark mit dem Weingut auch in die Richtung zurück, dass wir dem Wein die Zeit geben wollen. Und das machen wir vorrangig natürlich mit Riesling, aber ich finde es so schön, dass du auch beim Grauburg unter den Mehrwert siehst, jetzt hier in dem Wein, wo du das Gefühl hast, Der ist deutlich, ich finde es ausgewogener, es ist extrem entspannt. Du hast aber einen schönen Wein, den machst du auf, dann trinkst du und dann gibt dir viel Freude. Und es ist ein Jahrgang 23, wo wahrscheinlich der klassische Weißweintrinker von früher gesagt hat, ist mir zu reif, ist mir zu alt, bitte weg. Und ich finde gerade jetzt hast du wahrscheinlich eine Aromenstrahlkraft, die hast du in einem jungen Wein, hast du die Primärfrucht. Aber hier geht es gar nicht um die Primärfrucht, sondern immer um das, was hinten dran steckt. Die Frage ist natürlich nur, ist man bereit für ein Glas Wein, Weinglas. Ein Weinglas. Ein Weinglas.

55 Euro auszugeben. Das ist ja so, für mich war immer so, ich fand das mal spannend, mir ein Weinglas zu kaufen für 25 Euro. In der Zwischenzeit ist es auch hin. Weil ist es nicht so, es hängt davon ab. Und wie viel brauchst du? Wie viel brauchst du? Du kannst ja nicht sagen, du hast dann Gäste zu Hause und dann sagst du, das hatte ich dann jetzt, als ich dieses ganz tolle Riesling-Glas hatte, ich habe gesagt, Leute, das ist nicht böse gemeint, aber ich trinke es aus diesem Glas. Und dann brauchst du ja mindestens sechs Gläser. Dann bist du bei 300, über 300 Euro, 350 Euro. Ich bin da voll bei dir. Ich hatte das am Anfang auch, also ich wusste immer, ich fand immer das mit den Gläsern, fand ich immer sehr sportlich, wo ich gedacht habe, boah Leute, das ist schon viel Geld für so ein Glas. Wenn du dann aber einmal in der Produktion bist und siehst, wie das abläuft. Und dann muss ich ehrlich sagen, ich bin da rausgegangen, als ich dort war, habe ich mir gesagt, wir kriegen das so billig hin. Also weil du weißt einfach auch heute, wir haben fünf Menschen, die an einem Tag 150 Gläser produzieren.

Und natürlich wahrscheinlich mit einer Mittagspause. Aber ansonsten produzieren die 150 Gläser, wo wahrscheinlich nochmal 10% von mindestens Bruch sind, weil beim Zusammensetzen der Gläser irgendwas schief geht oder irgendwie dann doch irgendwie eine kleine Macke drin ist. Ich finde, da wird einem oftmals so bewusst, wenn du handwerklich was ganz Tolles kriegst, dass es vielleicht auf umso mehr Wert ist, darauf zu achten, uns eben nicht inflationär zu sehen, sondern ich würde immer seit der Zeit auch in so ein Glas investieren und würde es aber hügen wie ein Augapfel, ganz klar. Aber ich bin bei dir. Und das ist das Thema jetzt beispielsweise in der Gastronomie, da geht es halt einfach wahrscheinlich nicht. Du musst das ja über den Wein dann verdienen und dann ist der Wein so teuer, dann sagen die alle, aber der Wein kostet im Netz ja nur so, aber wenn du das sagst, aber schau mal Glas und so weiter. Also nicht nur, dass wir das quasi in der Spülmaschine oder vom Tablett oder so runterschmeißen, ja auch Gäste machen es kaputt. Wie viele Gläser gehen kaputt bei euch so pro Jahr? Das ist nicht unwesentlich. Es sind bestimmt über 300 Gläser.

Und das kann ich auch nicht zum Gast sagen, mein Freund, haben wir mal draufgesetzt, 55 Euro. Genau, das kannst du auch nicht machen. Als ich in L.A. gearbeitet habe, da haben wir bei Weinen über 1.000 Dollar diese Riedl-Sommelier-Serie, wo das quasi 100 Euro kostet und so weiter. Aber das wurde dann so zelebriert. Und das finde ich dann auch schon wieder schwierig, wenn du irgendwo, Bei 980 noch nicht, aber bei 1020 dann ja oder so. Und dann sagen André, ich hätte aber auch gern das Glas. Das sieht natürlich toll aus und es trinkt sich auch gut draus. Also es ist in der Gastronomie schwierig und privat ist es so. Ich liebe auch dieses Zaltoglas, was ja so ein bisschen wahrscheinlich auch die Benchmark ist. Was auch ein tolles Glas ist. Was auch ein tolles Glas ist, was jetzt auch nicht weniger kostet, sage ich jetzt mal.

Aber wenn man das hat, ich trinke tatsächlich auch wirklich so ziemlich alles. Dann da raus. Also es ist wirklich ein Allround-Glas und das macht es so ein bisschen leichter, weil auch meine Frau oft sagt, hast du mit deinen Gläsern immer Nimm das und bist du immer auf der sicheren Seite. Und es gibt manchmal aber, wo ich sage, probiere es mal aus dem anderen und dann sage mal, ist gar nicht so cool oder ist doch nochmal besser. Bei Pinot finde ich es. Wobei es geht natürlich auch, wenn du jetzt sagst, okay, ich möchte zu Hause wenn du anfängst, verschiedene Gläser zu kaufen, dann ist natürlich, geht die Rechnung wieder auf. Wenn du jetzt vier Gläser oder fünf Gläser für 10 Euro kaufst oder eins für 55 ist das, dann passt es wieder. So kann es aussehen. Aber wie gesagt, du wirst wahrscheinlich trotzdem nochmal ein Glas für einen kräftigen Burgunder oder sowas brauchen. Aber ganz ehrlich, das geht dir wahrscheinlich genauso. Du nimmst wahrscheinlich das Universal auch für zum Schluss, wenn du zu Hause einen Champagner trinkst oder einen Sparkling trinkst. Bei mir wirklich zu Hause ist es so, dass es dieses eine Glas, nur wenn es an die ganz kraftvollen Sachen geht, kommt halt nochmal ein Burgunder raus.

Und dann ist es ja für mich jetzt spannend, wir haben trotzdem dieses Moments Riesling Glas, das genauso toll ist und du sagst aber... Wie heißt das letzte nochmal, wie heißt das? Das heißt Allzweck. Das letzte Allround. Allround. Das heißt es ja gar nicht. Also tatsächlich haben wir uns da drauf verdrehen.

Aber das heißt aber, du sagst, eigentlich sagst du ja, dass man dieses Moments Riesling Glas gar nicht so braucht, weil du auch vor allem mit deinen Rieslingen, mit deinem Allround Glas das ausprobiert hast. Wir haben ja das Glas auch probiert für unsere Weine und haben gemerkt, unsere Weine sind zu kraftvoll dafür. Ich glaube, wenn du einen sehr kühl gereiften, finessereichen Riesling hast, ist das Glas ganz toll. Aber für uns, wir sind ja schon eher so ein bisschen burgundischer Rieslingstil, glaube ich, die Weine waren einfach zu kraftvoll für das Glas. Und wie du sagst, dann kommen die negativen Komponenten eher raus als das positive. Aber das ist natürlich für den normalen Konsumenten sehr komplex zu wissen, ist das jetzt eher ein kühlerer Riesling oder ist das eher aus einer wärmeren Region, kann ich gar nicht vom Alkohol ablesen, sondern muss ich ja wissen, wie der Winzer damit umgeht, weil man sagt, das ist bestimmt ein kühlerer Grauburgunder. Ist er ja nicht, aber trotzdem hat er nur zwölf Alkohol, aber ist sehr reif, du konzentrierst das, du halbierst die Trauben. Das heißt, du hast sehr viel Wumms in dem Grauburgon, obwohl er nur zwölf Alkohol hat. Also da wird es dann irgendwann, glaube ich, da steigt der Normale aus und sagt dann, keine Ahnung was. Also jetzt 17 Gläser habe von fünf verschiedenen Produzenten und da muss ich auch noch, kann ich nicht mal sagen, das ist für Riesling. Nee, das ist ja nur für Riesling, die filigraner und feiner und kühler sind. Oder vielleicht sagt man, das ist nur für die kühlen Jahrgänge, 8, 14, keine Ahnung was.

Und das ist dann eher für die opulenten, warmen, heißen. Also das wird dann schon... Also weißt du, final muss es erstmal schmecken. Das ist ganz entscheidend. Nur, wenn du als Winzer gefragt wirst, du hast die Möglichkeit, ein Glas oder deine Weine im Glas zu präsentieren. Das Glas ist für mich das Schaufenster, was den Wein eben genauso darstellt, wie ich es gerne hätte oder vielleicht auch in der falschen Richtung. Und ich fände es nur, weil zum Beispiel ein Glas im Design hübsch aussieht, dann meinen Verkostungsraum mit Gläsern zu bestücken, die aber vielleicht gar nicht zu meinen passen, fände ich als Winzer persönlich fatal. Und ich selbst muss mich ja mit den Weinen so tief beschäftigen oder auch mit dem Glas, dass ich zum Schluss sage, wenn ich einen Wein bei mir eingieße im Glas, dann habe ich die perfekte Kombination aus dem. Deswegen, das muss für jeden Winzer, finde ich, der Anspruch sein, weil darum geht es ja zum Schluss, dass es natürlich für jeden Kunden schwierig greifbar ist. Auch klar, nur du hättest die Möglichkeit zu finden, wenn du die optimale Kombination hast. Was ist denn jetzt hier mit, also wenn andere Winzer, ich meine, andere Winzer werden dieses Glas wahrscheinlich nicht empfehlen, weil ja unten drauf steht 30 Acker. Fairerweise muss man auch sagen, das haben wir ja auch intern besprochen, das ist auch in der Gastronomie, würdest du den Namen nicht drauf finden. Wenn du jetzt als Endkunde das Glas kaufst, steht auch der 30er mit drauf.

Aber wir haben das natürlich, weil ich es ganz toll fände, wenn das auch Kollegen verwenden, weil wir haben es ja schon ein paar Gedanken dazu gemacht und ich würde mich total freuen, wenn es der eine oder andere, da steht es natürlich nicht drauf, da steht nur Zwiesel drauf. Ketzerische Frage. Bei so einem Glas kann man sich doch einfach einen Wein für 4 Euro kaufen, den dann reinschütten, weil er dann ja wahrscheinlich besser schmecken wird oder, Muss der Wein ein Minimum an Qualitätsansprüchen? Der Wein wird... Unterfrage, finde ich gar nicht ketzerisch. Finde ich auch gar nicht ketzerisch. Also erstens mal, das Glas an sich wird einen zu dünnen Wein zerreißen. Dann wird es wahrscheinlich nicht funktionieren. Aber ich bin überzeugt davon, dass du, wenn du einen Wein hast, der einigermaßen die Grundstruktur hat, sich sicherlich ganz gut zeigen wird da drin. Oder vielleicht auch schöner zeigen wird als ein Standardglas oder mit Sicherheit sogar. Aber das meine ich ja bei dem Glas, das ist schon so, das haben wir auch getestet, wenn die Weine zu leicht und filigran sind. Wir haben auch mal ein paar Befreunde von befreundeten Weingütern aus kühleren Regionen die Weine probiert. Das hat nicht funktioniert.

Weil Zwiesel natürlich auch gesagt hat am Anfang, wir haben so viel Glasauswahl. Wie kommst du jetzt gerade darauf, dass du denkst, gerade für deine Weine haben wir kein Glas? Und das konnten wir ganz gut darlegen. Weil bei anderen Weinen, die wir probiert haben, hat es extrem gut gepasst, nur bei unseren einfach nicht. Das ist interessant, weil das ja auch nochmal sagt, okay, dann kaufe ich mir schöne Gläser und dann war ich bei denen. Dann geht die Rechnung auch aus. Es wird ja allerdings wahrscheinlich nicht den Kopf am nächsten Tag verbessern. Ich bin ja auch ganz klar da in dem Camp, dass ich sage, ich würde lieber einmal eine Flasche weniger trinken, dafür eine besser. Weil wenn wir was trinken, dann soll es, so geht es ja auch, das ist die Grund-DNA von uns, wir wollen gern so tief wie es geht einen Einblick geben in das, was wir tun, damit man versteht, was hinten dran steckt und dass du ein gutes Gefühl hast, wenn du es trinkst. Und das ist auch vielleicht auch gerade der Grundstock, ich will auch gar nichts verteufeln, was ist jetzt wie gemacht, sondern du musst ja immer für die Sache auch stehen, die du selbst machst. Und ich finde, da geht es bei uns um das Thema Handwerk gar nicht vorbei, was du auch sicherlich dann auch nicht günstig haben kannst. Es gibt aber auch mehr Freude. Du musst nochmal sagen, wo du jetzt mal in Hamburg bist, du hast eine relativ große Bindung zu Hamburg. Ja.

Insbesondere, das haben wir ja festgestellt, als wir auf dem OMR-Festival waren, da bist du sozusagen, OMR-Festival, für die, die das nicht kennen, größte Digitalmesse Europas mit 75.000 Besuchern pro Jahr. Und da bist du exklusiver Weinlieferant. Das heißt, da gibt es nur 30 Acker. Das stimmt. Aus welchen Gläsern? Natürlich aus unseren. Aber gibt es da auch richtige, oder gibt es da kein Plastik? Nein, es gibt tatsächlich, das ist ja auch immer so ein großes Thema mit Gläsern auf einer Messe. Und glücklicherweise, dank des OMR-Team rund um Jasper, den du auch kennst.

Sind da genauso qualitätsorientiert. Also sagen, wenn jemand sich zusammenstellt zum Glas Wein, das trinken will, dann macht man sicherlich nicht aus dem Plastikbecher. Also wir brauchen hier irgendwie eine Sondersperrzone, wo wir Gläser benutzen können. Fairerweise auch da, wir verkosten aus unseren Gläsern. das Standardglas zum Trinken. Dort ist schon auch ein bisschen dickwandiger, weil wir auch ansonsten ein bisschen viel Bruch hätten. Aber ganz klar, du kannst aus echten Gläsern guten Gläsern. Und man kann, das habe ich neulich gemerkt, man kann auch den Wein aus der Flasche trinken. Denn tatsächlich ist dieser Wein neulich getrunken worden. Die Hamburger Goldkirchen, dieser Männerchor, der nicht singen kann, hat doch einen Vorverkauf gemacht für das Volksbeestadion. Hier tritt die am Volksbeestadion auf. Und als so viele Sitzplätze verkauft waren, wie sie brauchten, um die Kosten zu decken, was enorm ist, muss man sagen. Da haben sie jetzt stoßen wir an und ich dachte, womit stoßen die denn an? Du denkst ja an Champagner und da hatten sie einen 30-Acker-Riesling und die so mangels ...

Lange es Gläser, so von Mann zu Mann. Da habe ich gedacht... Aus der Flasche? Ich habe noch nie... Ich habe noch nie... Ich habe das noch nie gemacht. Wie schmeckt wohl Wein aus einer... Nach dem Motto, ein guter Wein schmeckt, da hast du aber... Aber das muss doch irgendwie... Das war gar nicht. Das probiert nicht. Das ist für den Spaß, aber so ein Glas hat ja genau das, dass du halt so ein Wein sich öffnen kannst. Das kann dann natürlich... Du wirst wahrscheinlich trotzdem retronasal irgendwie noch was riechen. Aber du denkst so irgendwie, Wein aus der Flasche, irgendwie, das war schon speziell, aber es war 30 Jahre. Ja, guck mal. Ja, mich interessiert, wenn ich jetzt, wenn du mal in Spanien, in Frankreich oder so oft, bist du dann in irgendwelchen dörflichen Restaurants, da gibt es auch teilweise gute Weine, auch günstiger als hier, tolle Sachen, die und dann kriegst du immer so ein Pipifax-Glas. Also diese Kulturen, denen ist das nicht so wichtig oder in Frankreich eigentlich auch so? Ja, ich komme davon, also ich rede jetzt nicht, wenn du in irgendwelchen Top-Sterne-Restaurants, sondern wenn du einfach so immer, also ich war mal in Burgund auch und da gab es Weine für über 1000 Euro, aber es gab keine, aus meiner Sicht vernünftigen Gläser und das und offensichtlich funktioniert es aber auch.

Aber das ist tatsächlich, das ist total spannend, weil mir ging das auch so, weißt du, in Frankreich ging es vor allem so und da bist du irgendwie in ganz tollen Restaurants, trinkst große Weine aus extrem dicken Gläsern und da denkst du dir erstmal, oder auch selbst in der Champagne war das teilweise so, wo du denkst, wieso sind eure Gläser so dick, dann kommen sie natürlich immer mit dem Aspekt.

Wir probieren so ein Glas, haben wir jahrelang gebraucht, bis wir das abgestimmt haben, auch wieder auf unseren Champagner. Ich glaube aber, es ist ein Trend, der sich entwickeln wird. Ich glaube tatsächlich, bei dem sind wir relativ früh dran, weil wir vielleicht aus der, wir haben auch Glasproduzenten, aber wir sind jetzt schon sehr, sehr nah dran. Österreich ist mit seinen Glasproduzenten ja auch schnell auf so dünnwandigen Gläsern gewesen, eben wie wir es gesagt haben, mit Salto oder Riedel und Zwiesel genauso, die sich halt viel, viel Mühe geben, versuchen das weiterzuentwickeln. Und ich sehe auch jetzt, ich war gerade vor kurzem in Madrid für ein Tasting, haben auch unsere Gläser mitgenommen. Aber selbst da hatten sie auch mittlerweile deutlich dünnbandigere und sind auch total aufgeschlossen dafür. Man kommt von diesem Dicken. Ich habe schon mehrfach erzählt bei meinen Schwiegereltern, die haben immer so ganz dicke Kristallgläser. Und als ich dann kam und sagte, das ist alles zu dick, das schmeckt doch alles nicht. Die waren richtig beleidigt, haben wir jetzt Jahrzehnte lang aus diesen Gläsern getrunken. Handwerklich war das wahrscheinlich früher in der Perfektion so gar nicht machbar. Oder man hat sich gar keine Gedanken drum gemacht und dann mit jedem dünnen Glanz merkst du halt, was da auch geht, wenn du ein Dünnes hast. Also ich war in Südafrika ja Anfang des Jahres und da haben die überall so feine Gläser, auch in den Restaurants, auf den Weingütern sowieso, finde ich schon, dass es, was du sagst, ist richtig. Manchmal war ich überrascht, ich war zum Beispiel bei der En Primeur in Bordeaux vor drei Jahren oder so in einem Restaurant, das Chateau Angelus auch betreibt.

Die sind ja sehr gastroaffin und dann hat der Gastgeber so einen tollen, wirklich einen tollen Burgunder besteht, der auch ein paar hundert Euro kostet. Und dann gab es kein Burgunderglas, dann gab es nur ein Bordeauxglas und dann habe ich gesagt, sorry, aber das schmeckt überhaupt nicht, also ein Pinot Noir, das war irgendwie in Schäfer-Schambach, da keiner weiß.

Und dann haben die gesagt, aber wir sind ja hier in Bordeaux. Ich sage, ja, das stimmt, aber ihr habt ja auch Begründung auf der Karte. Also das habe ich überhaupt nicht verstanden. Und die haben mich überhaupt nicht verstanden. Also die haben auch gedacht, was ist denn das für ein Willi wichtig? Und ich denke mir so, ich bezahle das nun gar nicht, diese Flasche, aber ich ärgere mich, weil das ist so stumpf. Und ein Pinot Noir aus einem Bordeaux-Glas ist einfach überhaupt keine Freude. Das ist so. Und je teurer es ist, umso filigraner werden die Weine, umso feiner werden die Weine und umso schlimmer wird es. Aber viel, geht es noch? Geht es noch? Nein, viel dünner geht es nicht mehr, oder? Also laut Zwiesel nein, weil ich gesagt habe, ich hätte es ganz so dünn wie möglich. Tatsächlich. Das ist das dünnste Glas. Also sagen Sie mir zumindest, dünner kriegen Sie es nicht hin. Und wir sind auch wirklich arg kritisch, weil wir am Anfang auch ein paar Gläser gekriegt haben, die waren zu dickwandig und haben gesagt, das kann nicht sein. Wir haben es dünner besprochen. Und da sind Sie aber auch sofort dabei und machen es einfach. Man merkt es auch richtig vom Gewicht. Genau, gerade das Maschinenglas. Du siehst, was da an Glas drin ist.

Es geht ja gar nicht um die Menge an Glas, sondern wirklich um den Prozess. Mhm. Und ist Zwiesel ein Ort? Zwiesel ist ein Ort, tatsächlich, im Bayerischen Wald. Okay. Wie gesagt, also der Ursprung der Hütte und woraus tatsächlich, glaube ich, das ist Europas größte Manufaktur-Glashütte. Und da passiert einiges. Und auch ein extrem junges, quirlisches Team, wenn man das aber kennt. Also gar nicht so groß, wie man denkt. Und da produzieren die Gläser und man ist toll. Haben wir aber, glaube ich, eine Dependance für das Schlag mich bitte nicht. In Ungarn, wo sie, glaube ich, auch noch mehr oder die Mundblasen, wie sagt man? Handgemachten Mundblasengläser. Da sind wir wieder. Es ist einfach toll. Wenn man sich ein so ein Glas, würde ich mir für sich selber auch irgendwie ein bisschen assi. Nein, das ist komplett assi. Also der Knigge würde sagen dann, du hast das bei fünf der Glase, die deine Gäste trinken. Nein, für sich selber. Aus den Kristallbechern. Das zweite Glas ist ja nicht Aber das ist das gleiche Problem wie mit dem guten Wein. Wenn du einmal aus so einem Glas getrunken hast, also ich kann dir versprechen, du wirst dann irgendwann sagen, du trinkst einfach nur aus der Art Gläser. Jetzt gar nicht, dass es das Modell nur sein muss, aber die Dünne und die Feinheit von den Gläsern, das ist einfach so, man trinkt sich ein. Also ich hatte am Anfang auch noch verschiedene Gläser bei mir zu Hause. Mittlerweile gibt es nicht mehr viele Gläser. Wie macht ihr das denn bei euch? Wie oft tauscht ihr diese Gläser aus?

Wie lange hält so ein Glas in der Gastronomie? Zu Hause denkt man ja, bis es kaputt geht. Hat ja keinen Verfallstaten. Ja, aber ich kenne dich irgendwann, dass es irgendwie dann nicht mehr schön aussieht. Nee, das passiert eigentlich nicht, weil wir gegen den Kalk schon Gerätschaften haben und so weiter. Das ist eher das Problem, dass du dann so Kalkrenner nicht mehr rauskriegst. Das haben wir nicht, bis es kaputt geht. Und ich versuche auch den Leuten immer zu sagen, also gestern Mittag hatten wir zum Beispiel so einen Tisch, die haben vorweg einen...

Pinot Noir getrunken aus dem Burgund und danach einen Pinot Noir aus Oregon. Und dann habe ich auch gesagt, wir lassen einfach das gleiche Glas, wenn sie damit fein sind. Und dann haben die gesagt, unbedingt. Das hätten wir sonst auch vorgeschlagen. Das heißt, wir nehmen da kein neues Glas, sondern das ist viniert. Das erklären wir auch immer, wenn wir irgendwo sind, dass wir gerne aus dem gleichen Glas das auch weiter trinken, wenn es irgendwo passt. Wenn man so ein Round-Glas oder bei der Rebsorte eben bleibt.

Aber wir haben, wir kaufen also jedes Jahr mindestens 600 unser Allround-Gläser, die wir hier auch nutzen. Und auch buchhalterisch ist das quasi, haben wir das irgendwann quasi abgeschrieben auf irgendwie fünf Jahre oder so, darfst du nicht, sondern musst du sofort in die Kosten nehmen, weil das eben ein Verbrauchsgegenstand ist. Genau, absolut. Und das muss eben jemand aussehen, wenn der sagt, boah, die Weinpreise oder so weiter. Aber schau mal, ich habe einen Kühler, ich habe eine Eismaschine, die läuft da. Ich habe Gläser, den Service, ich habe eine Stoffserviette. Also es ist eben Das ganze Erlebnis. Bis du das wieder drin hast, musst du schon ordentlich Wein verkaufen. Das ist richtig. Aber du hast einen ganz wichtigen Punkt gesagt, den würde ich auf jeden Fall jedem mitgeben, dass so ein Weinglas, wenn es weingrün ist oder wenn es viniert ist, halt einfach ganz viel Sinn macht. Oftmals werden ja die Gläser getauscht, kriegst du eine neue Flasche Wein und dann werden die Gläser getauscht. Das ist eigentlich total fatal, weil du hast, wenn du ein Weinglas einmal eingetrunken hast beziehungsweise benetzt hast mit dem Wein, du hast jeden letzten Spülmaschinenrest oder sowas vom Spülmittelrest weg und dann hast du wirklich unverfälschten Wein. Also ich nehme auch immer das Glas so lang, Es geht. Und wenn es etwas gibt, was die Hörer dieses Podcasts, glaube ich, gelernt haben, ist es genau das. Ich glaube, hier würde kein Hörer mehr irgendwie hingehen. Es würde keiner mehr Eis und Wein tun. Es würde keiner mehr einen... Das musst du nochmal als Winzer sagen, weil das Micha ja immer sagt, Leute, die geben sich solche Mühe, um die Konzentration reinzukriegen.

Aber trotzdem sind es immer wieder welche, die das dann tun. Es gibt mittlerweile, habe ich mal gehört, es gibt so aus Metall Eiswürfeln, die nur kalt machen. Das ist ein Problem, nur wenn du ein dünnes Glas reinfallen lässt, geht meistens Glas. Sowieso, du musst aufpassen. Auch mit Eiswürfeln, gell, dann musst du aufpassen. Du musst aufpassen, in so einem dünnen Glas, das ist dann... Michael macht das ja nicht in seinem Restaurant. Also ich finde warmer Wein ist ja genauso schlimm, mindestens genauso schlimm. Aber wenn man es quasi jetzt nur für den Moment, um es zu frappieren, um den Wein runter zu kühlen und dann es abseit, dann finde ich, kann man das schon machen. aber das ist dann für maximal drei, vier Minuten und dann sollte auch die Temperatur haben. Lieber ein bisschen warten, bis der Wein entspricht. Aber es ist eben auch spannend, finde ich, um jetzt mein letzter Schluck, jetzt gerade aus deinem Glas von diesem Grauburgunder SL 500.

War für mich eigentlich fast der Beste, obwohl er jetzt schon relativ warm geworden ist. Und das ist ehrlicherweise ein großes Kompliment, dass dieser Wein einfach auch nicht so eiskalt sein muss. Und das muss man selber mal ausprobieren, weil man am meisten mitbekommt. Und das ist dann der Vorteil, wenn er wenig Alkohol hat. Das Hauptproblem am Wein, wenn er ein bisschen wärmer wird, ist, wenn der Alkohol dann brennig scharf und zu dominant wird am Graumen, dass es dann unsexy ist. Aber wenn du das in dieser Konstellation, wie du das jetzt gemacht hast, dann finde ich, ist das der Stück, der mir am meisten Freude bereitet hat. Und das ist ja wirklich ein Kompliment, weil normalerweise schlechter Wein, wenn der auch nur ein bisschen warm ist, dann war es das. Ja, also je einfacher und schlechter der Wein, umso kälter muss er sein, dass es überhaupt erträglich ist. Aber am nächsten Morgen hast du trotzdem meinen Schädel. Trotzdem haben wir gut gelernt, du machst den Wein schön kalt, du holst dir ein gutes Glas und dann kannst du auch einen Wein für 8 Euro holen. Nee, wahrscheinlich ist das nicht gut.

Für die Gäste. noch schlimmer. Nein, aber ich finde es, danke fürs Kompliment, weil ich freue mich immer, wenn ich es höre, weil es geht ja darum, wie sich der Wein entwickelt im Glas. Und das ist, finde ich auch, ein Wein entwickelt sich immer mit der Zeit und er öffnet sich und wenn er auch ein bisschen wärmer wird und wenn du dann noch das Gefühl hast, du riechst rein und kriegst dann das komplette Erlebnis, darum geht es ja eigentlich darum. Übrigens interessant, wie heißt das, worauf der Wein steht? Vivid.

Nee, wo auf der Wein steht. Du meinst, der ist der Spiegel. Der Spiegel, genau. Bei den ersten drei Gläsern sind die Spiegel gleich und bei eurem Glas ist es doppelt so groß. Das ist aber tatsächlich auch was, was wir uns gewünscht haben. Ich mag das total gern. Auch wenn du die Fläche vom Glas unterstattest, dass das irgendwie stimmig ist. Der Glasboden, genau. Ich bin jemand, der immer gern sehr geradlinig, sehr synchron denkt und dann ist das tatsächlich die optische Variante. Auch wenn du so ein Glas schwenkst, schwenk das mal. Hast du ein ganz anderes Gefühl, weil du so einen dünnen Boden hast oder so einen kleinen Boden. Ist das ein Boden? Weil der Glasboden wäre ja eher das hier. Wie heißt das? Teller. Teller. Der Teller. Beim Spiegel war ich. Du hast recht, natürlich. Das ist irgendwie schon so. Ich habe immer gern mit hier meinen Zuhren. Das hat sich das dann Gegengewicht. Genau. Das ist ein Gegengewicht. Du kannst ein Wein unheimlich gut schwenken. Ich finde, ein Wein muss man schwenken, dass er sich öffnet. Und deswegen, ja. Jochen, vielen Dank. Das war total interessant. Mir tut es ein bisschen wieder leid für Axel, wie gesagt, diese Sachen. Obwohl, er war schon mal bei einer Gläserprobe. Dabei. Wir können ja irgendwann mal eine Fortsetzung machen, umgedreht mit einem Glas und mehreren Flaschen. Genau, und dann bringen wir ganz viele süße, sehr viele süße Weine mit und so, weil Axel das ja sehr liebt. Süße Weine, okay.

Also darf ich noch eine letzte Frage stellen? Natürlich. Wie war der Jahrgang 25? Das werden natürlich viele ja schon wissen wollen jetzt. Der war wild, aber spannend. Also, wir ernten nie nach Zuckergehalt, sondern immer nach Geschmack. Und ich fange sehr früh an im Jahr, wenn quasi die Reifphase startet, die Beeren zu probieren. Und ich bin irgendwann ein bisschen ungläubig durch die Weinberge gelaufen, weil ich das Gefühl habe, boah, das schmeckt alles schon so gut und zwar nicht nur Graubuck und der Weißbuck sondern auch Riesling und die späten Sorten und dann haben wir mal so einen Spaß ein bisschen uns Mostgewichtsproben geholt, also Bären gesammelt, Säfte ausgepresst, Säfte probiert und dann auch mal ein Zuckergehalt bestimmt und haben dann festgestellt, dass wir.

Tatsächlich schon im August und zwar sehr frühzeitig schon enorm hohe Reifegrade hatten und dann hast du guckst du auf die physiologische Reife, guckst du auf die Kerne, auf die Schalen, und die waren auf einmal auch schon sehr weit. Und dann haben wir eigentlich gefühlt anderthalb Wochen, weitaus, mehr als zwei Wochen früher als normal. Also wir haben am 24. August angefangen zu ernten. Also 2018 gab es mal ein Jahr, wo wir auch früh dran waren, aber so früh nicht. Und dann war es aber so, dass über das Jahr hatten wir, oder in der Erntephase hatten wir Regenfälle, die alles nochmal beschleunigt hatten. Also wie so ein kleiner Toaster. Und wir waren am 19. September fertig. Gott sei Dank. Es war die kürzeste Reifeperiode oder Ernteperiode für uns überhaupt. Der früheste Start und ich habe noch nie überhaupt in meinen jetzt 24 Jahren, wo ich Wein produziere, im August Riesling geerntet und dieses Jahr war es das erste Jahr, aber die Ergebnisse sind ganz, ganz toll, die Mengen sind sehr klein, aber die Güte ist sehr hoch und da wird man viel Freude mit haben. Wilder Jahrgang ist auch schön, ein wilder Jahrgang. Es war wirklich dreieinhalb Wochen voller Fokus und dann war es vorbei. Super, schön, dass du da warst, lieber Johann. Vielen Dank und allen anderen aufs Leben.