Unser Partner Havesco macht jeden Wein zum Erlebnis. Das vorgestellte Vier-Flaschen-Paket ist bestellbar auf havesco.de. Zusammen mit über 9000 weiteren Weinen. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit unserem lieben Axel. Hallo. Und unserem wundervollen Lars. Guten Tag. Und mein Name ist Michi und mein heute, unser heutiger Gast, nicht mein Gast, er ist unser Gast, ist quasi das Nompuls Ultra Hamburgs, vielleicht sogar Deutschlands, wenn es zum Thema Bordeaux geht. Er ist nämlich der Kommandeur, der Kommanderie de Bordeaux Hamburg. Er ist ein leidenschaftlicher Weinsammler und auch ein bisschen Händler. Er ist ein Social-Media-List mit, glaube ich, 14.000 Followern, mit seinem Account Best of Bordeaux. Und herzlich willkommen, sage ich, zu unserem heutigen Gast. Und das ist Urs Stephan Kinting. Servus! Hallo Michi, hallo Ludwig. Schön, dass ich hier sein darf. Freue ich mich sehr.

Und du musst einmal jetzt erklären, was ist es genau? Also das ist ja wieder... Das muss natürlich Urs erklären. Ja, aber wie heißt es genau? Das ist nochmal ganz langsam. Commanderie de Bordeaux. Kommanderie, das klingt, als ob du irgendwie so ein Hauptkommissar des Bordeaux wärst. Nein, so ist es eigentlich nicht. Also es gibt die Kommanderie de Bordeaux Hamburg. Das heißt, wir haben in Deutschland insgesamt acht Kommanderien. Weltweit gibt es 98. Und der Ursprung ist zurückliegend in den 50er Jahren. Das heißt, das Grand Conseil du Vente de Bordeaux, das ist ein Zusammenschluss der Weingüter, nicht alles, ist das gegründet worden, um die Repräsentanzen in die Welt hinaus zu tragen, um eigentlich den guten Ruf und den Geschmack des Bordeaux letztendlich nach außen zu tragen. Das heißt, du bist ein Botschafter des Bordeaux eher? Genau. Okay. Also das heißt, ich bin nicht der Kommandeur, ich bin der Maitre. Oh, der Maitre. Genau, also dass wir hier auch politisch korekt bleiben. Ich habe ein verstörendes Instagram-Video gesehen, wo zwei Leute, gewandelt in mittelalterlicher Kleidung, einer hat den anderen zum Ritter geschlagen.

Das ist aber schon sehr richtig, dann bist du bei uns. Das war dann, also dann bist du der Sumitre, oder? Also Michi ist der Wiesmetre. Wiesmetre, okay. Genau, wir haben auch einen Rat, der besteht insgesamt aus sechs Mitgliedern und wir sind in Deutschland die jüngste Kommanderie in Hamburg. Wie würde man Kommanderie übersetzen? Abteilung oder Vereinigung? Wie würde man das übersetzen? Vereinigung? Gesandtschaft oder sowas? Also ganz offiziell ist es so, wie du gesagt hast, sind wir Botschafter des Bordeaux und vertreten das Bordeaux hier in Hamburg nach außen. So ist unsere Satzung. Also es gibt auch eine Satzung. Das Ganze hat auch richtig Tradition. Deshalb hast du auch recht, dass du da die alten Kleider gesehen oder die Gewänder gesehen hast. Sind wir...

Neben der Repräsentanz vertreten wir nach außen hin das Bordeaux. Okay, aber diese Gewänder, also das sei ja wirklich, also erstmal war das wirklich ein Ritterschlag, der da stattgefunden hat? Jeder neue Kommandeur wird auch zum Kommandeur ernannt und das ist kein Schwert, was wir haben. Das ist eine Flasche dir. Nein, das ist auch keine Flasche, sondern das ist im Prinzip ein Messstab, der normalerweise für die Barrels letztendlich sind und da haben wir einen bekommen und mit diesem Messstab wird dann im Prinzip der Kommandeur offiziell ernannt. Und ein bordeauxfarbener Mantel. Du bist auch Kommandeur, Michael, du bist auch Kommandeur? Ja, ich bin auch Kommandeur, aber ich bin auch zusätzlich noch, er hat mich US quasi gefragt und ernannt zu seinem Stellvertreter. Das heißt, ihr beide seid die Botschaft, also ihr seid die Hamburger Botschafter des Bordeaux. Du bist der Botschafter und du bist dein Stellvertreter. Kann man das so? Ja, ich glaube, das kann man so sagen. Gibt es noch mehr Botschafter? Ja, es gibt acht Botschaften in Deutschland. Aber in Hamburg meine ich? Wir sind insgesamt 28 Kommandeure. Gibt es aber immer nur eine, logischerweise, vom Bordeaux. Okay, aber dann ist ja Sumaitre schon ganz schön. Also hier ist jetzt die Chefetage, man kann es nicht anders sagen.

Hier ist jetzt die höchste Repräsentanz der Kommandemie. Es gibt ja sowas wie die Honorarkonsulen zum Beispiel. Das sind ja Menschen in Hamburg, die Konsulen eines Landes sind. Aber das heißt nicht, weil sie Honorar kriegen, sondern weil sie es... Ehrenamtlich machen und weil sie sozusagen viel Geld reinstecken. Das heißt, ihr kriegt auch vom Bordeaux nichts. Ihr seid sozusagen nur aus Spaß an der Freude oder seid ihr verpflichtet, jedes Mal zu sagen, Rotwein, also musst du jetzt in der Hanse-Launch sagen, wenn sie einen Rotwein nehmen, dann nehmen sie bitte den aus dem Bordeaux. Muss ich nicht, aber das ist natürlich das Ziel, auch in der Kommanderie, die Bordeaux-Weine. Deswegen haben wir heute auch vier verschiedene Bordeaux mitgebracht. Alle rot, alle aus dem Jahrgang, aus dem großartigen Jahrgang 2022. Also das, was jetzt gerade aktuell auf dem Markt ist. und deswegen haben wir also gesagt, dass wir unterstützen wollen die Weine aus dem Bordeaux und die Winzer aus dem Bordeaux und das mache ich dann schon und, wir zusammen haben einen guten Draht ins Bordeaux, das heißt es ist immer wieder mal ein Winzer dann dabei, bei diesen dreimal im Jahr, viermal im Jahr treffen wir uns.

Aber ihr habt gar nichts davon, ihr kriegt nicht irgendwie jetzt jede Woche Bordeaux und die Möglichkeit heute bei den vier Flaschen drüber sprechen zu können. Aber du bist ja selber eine Flasche sozusagen. Genau, ja. Okay, verstanden. Nein, aber es liegt mir ehrlicherweise am Herzen. Ich finde Bordeaux... Ist zeitlos immer wirklich gut. Und ich finde, sie haben so ein bisschen in der Image gelitten, nicht sexy genug bei jungen Leuten, so keine Ahnung, teilweise sind sie einfach auch preislich so davon galoppiert, dass sich das junge Menschen auch gar nicht mehr leisten können und Ältere auch nicht mehr wollen. Und es sind aber auch tolle Menschen dort und es ist eine tolle Landschaft dort. Und es ist einfach so viel Historie. Und das ist aus meiner Sicht zeitlos und das ist immer aktuell und das ist immer in. Und deswegen haben wir heute zusammen mit Urs uns vier Weine ausgesucht, wo wir glauben, die sind im Preisbereich, ist keine über 40 Euro und macht richtig Spaß auf Rotwein. Bevor wir dazu kommen, noch eine letzte Frage dazu. Wenn ich jetzt sage, ich möchte unbedingt in diese Commonderie rein. Du willst ein bisschen. Du hast Interesse an diesem Kostüm. Ja, genau. Du verkleidest dich halt gern. Kann man sich da bewerben? Nein, man kann sich nicht da bewerben. Man wird im Prinzip angesprochen.

Man wird dann eingeladen. Man ist dann Gast in der Regel zwischen zwei und vier Mal. Das heißt, ihr trefft euch regelmäßig? Wir treffen uns regelmäßig. Wir haben auch ein Stammlokal, wo wir uns treffen. Ja, wo denn? Oh, das ist verraten. Ihr trefft euch tatsächlich im Hafenclub? Das wusste ich nicht. Wir treffen uns im Anglo-German-Klub. Also die Tür habe ich bisher noch nicht gefunden. Wir treffen uns in der Hanse-Lounge natürlich. Natürlich. Jetzt weiß man auch, warum Michael da so mit solchen Also man muss die richtigen Freunde haben, kann man das so sagen auch? Oder ist das...

Also das hat nichts mit Freunden zu tun. Also wir treffen uns viermal im Jahr, wir machen vier Veranstaltungen im Jahr. Wir haben immer Gäste dabei, die wir gerne dazu einladen. Und die meisten, die uns eigentlich dann immer ansprechen, sagen auch, Mensch, ich habe aber gar keine Ahnung von Wein und wie funktioniert das denn? Und sind hier lauter Profis und wenn ich mir euch beide so anschaue, dann sage ich, Moment, ich sage, es gibt zwei Grundregeln. Die erste Grundregel ist, dass du bei Tageslicht Rotwein von Weißwein unterscheiden solltest. Das schaffen die meisten. Und das zweite ist, dann wird es ein bisschen schwieriger, ist einfach die Entscheidung zu treffen, schmeckt oder schmeckt nicht.

Und das schmeckt oder schmeckt nicht, wird schon teilweise ein bisschen schwierig, wenn man denen vielleicht vorher schon mal das Label zeigt. Dann assoziiert man irgendeinen Preis damit und im Zweifelsfall muss das ja schmecken, wenn da ein gewisser Preis dahinter steht. Und das ist eigentlich genau das, was wir nicht wollen. Das heißt, wir machen auch viele Blindverkostungen, die wir einstreuen. Wir erklären dazu, wir machen ein kleines Quiz und darüber entsteht eigentlich immer eine Dynamik. Wir sind auch kein Netzwerk-Club oder eine Business-Veranstaltung, sondern es stellt sich hier jeder vor und dann sagt er wirklich in einem Satz eigentlich, wer bin ich? Keine Ahnung, ich bin Chefredakteur, ich bin Verleger oder Polizist oder was auch immer. Und anschließend geht es eigentlich darum, was verbindet dich mit Wein und warum bist du hier? Und die einzige Regel ist, wir sind ein Freundeskreis, das heißt, wir duzen uns alle.

Das öffnet das, das macht das leichter und wir wollen über Wein reden. Das Wunderbare an Wein ist eigentlich, was da entsteht. Es sind auch ganz viele, die dann sagen, ich kenne da gar keinen und es sind 30 Leute und wie mache ich das denn?

Wenn du dich da ein bisschen integrierst und Wein ist einfach das wunderbarste, Element, das verbindet. Weil wenn du über, also eine Flasche Wein zu teilen und die Freude verdoppelt sich und du fängst an drüber zu reden. Ich finde, es gibt nichts armseligeres, als eine Flasche Wein alleine zu trinken und am besten rufe ich dann irgendeinen an und sage ihm, wie geil diese Flasche. Deshalb machen wir das ja zu viert. Das ist sozusagen, es vervierfacht sich. Genau. Sagt uns doch mal schnell noch mal in ganz kurzen Sätzen, Bordeaux Wenn man wirklich nur so ein Grundwissen über Bordeaux-Weine haben muss. Preislich, geschmacklich, Rebsorten, was muss man wissen? Also ich glaube, die Kerninfo ist erstmal, dass das Bordeaux, man unterscheidet in ein linkes Ufer und in ein rechtes Ufer, weil dazwischen zwei Flüsse sind, die das eben teilen. Das ist einmal etwas, was man eben quasi… Welche Flüsse nochmal? Die Garonne, die Dordogne, ich habe auch noch eine Karte mitgebracht für euch, um es zu sehen. Gerade für die Audio-Leute ist es total interessant, für die, die auf YouTube zu gehen.

Und man unterscheidet quasi, wenn du da drauf schaust, quasi alles, was von dieser Flussteilung auf der rechten Seite ist. Das ist eher Merlot-lastig und alles, was auf der linken Seite ist, eher Cabernet-Sauvinol-lastig. So kann man es grob eigentlich sagen. Preislich? Entschuldigung, gehen diese Flüsse eigentlich irgendwo ins Meer? Ja, das ist die Ruppen-Atlantik. Okay, das ist die Rhone oder was? Das ist die Gironde. Das ist die Gironde. Und sag mal, die Rhone ist südlicher. Das ist weiter südlicher. Die Rhone ist südlicher. Schatten Sie noch nicht gepaft. Okay, und findet dann unten Richtung Mace, Richtung Mittelmeer. Es gibt eine Klassifizierung von 1855. Da gab es ein paar Veränderungen in den letzten Jahrzehnten, aber sehr, sehr wenig. Und die macht da klassifiziert, dass eben in den meisten Regionen jetzt bis auf das Formarola, das Saint-Emilion, in fünf Grus-Classes. und die, Die quasi, je höher die Nummer, wir haben heute ein fünftes Cru, umso geringer ist der Preis. Die Premier Grand Cru, das sind die teuersten Weine und da gibt es eigentlich... Ah, das heißt also... Die Nummer eins quasi, das sind die teuersten, die Premier Grand Cru, gibt es nicht unter 400, 500 Euro. Wie viel haben wir davon heute? Eher weniger. Das machen wir mit einer Speedfolge. Wollen wir Weine bis 10 Euro machen, dann wollen wir die mal wieder zeigen.

Und das ist aber wirklich die Speerspitze und ein ganz kleiner Teil, das sind also eine Handvoll und auch die klassifizierten, die im Preisbereich zwischen 40 und 200, 250 liegen, das ist quasi das Top-Level aus dem Bereich Bordeaux und dann gibt es aber wahnsinnig, wahnsinnig viele Weingüter, die eben nicht klassifiziert sind oder die nur Saint-Émile-en-Grand-Grüßchen. Und das ist aber quasi die große Menge und denen es aktuell auch nicht so gut geht. Das heißt also mit anderen Worten, wenn man jetzt einen Bordeaux-Wein kauft... Das heißt nicht automatisch, dass es ein super Wein ist. Das kann alles sein. Das ist richtig. Aber das ist wie bei allem. Wie bei einem Riesling aus Rheinhessen. Kann das ein Klaus-Peter Keller sein, ein G-Max, der 800 oder 1000 Euro kostet. Oder es kann etwas sein, das du 1,49 bei Lidl findest. Und das heißt aber auch Riesling. Aber sind die Weingüter klassifiziert oder sind die Lagen auch? Im Prinzip sind ihre Weinberge klassifiziert, die rund um dieses Chateau eben sind. Aber alle haben dieselbe Klassifikation, weil in Deutschland gibt es eine große Lage. Und das ist in Bordeaux genauso. Das heißt, es können wirklich nebeneinander sein. Und das eine kann ein zweites und das andere kann ein drittes Krü sein.

Alkoholgehalt? Da ist aber auch, und das ist eigentlich ganz spannend, dass wenn dieses zweite Krü quasi eine Fläche von dem dritten Krü dazu kaufen würde, würde das auch zweites Krü werden, diese Fläche, obwohl sie davor drittes Krü war. Das heißt, wenn du das dann dazukaufst, zählt das, wo du quasi dein Chateau hast, in welchem Crü du eingeteilt bist.

Dann kannst du dich eben bemühen, dass du vielleicht sagst, meine Weine sind aber so viel besser als die anderen aus meinem dritten Crü. Ich würde gerne ein zweites Crü werden und dann kannst du dich bewerben und dann irgendwann sagt vielleicht jemand jawohl oder die sagen alle, nee, lass mal, das ist genau gut, so wie es ist. Aber dann, weißt du, wenn ich jetzt, also dann vielleicht doch nochmal die Frage, also ein, Chateau ist nicht automatisch komplett klassifiziert, sondern... Doch. Okay, also, weil in Deutschland ist es ja so, dass... Ja, das stimmt, dass die Lage dann, das ist eine große Gewächslage. Das stimmt, das ist anders, ja, völlig richtig. Okay, okay. Aber ihr könnt euch an unser Treffen mit Axel Heinz erinnern, Chateau Lasconde, Endosiem Cru, genau, der einen neuen Superwein gemacht hat, der überhaupt kein Cru ist, weil er ein reinsortiger Melot ist und er das einfach außerhalb der Klassifikation benannt hat. Und das ist zum Beispiel ein zweites Cru. Und Axel Heinz hat uns gesagt, dass sehr oft die Weine eben eigentlich nicht gut genug waren für ein zweites Cru. Und dass er das eben auch allein schon mal verändern möchte, um überhaupt quasi dem Nimbus gerecht zu werden und das verdient zu sein. Nicht, dass sie ihm das zweite Cru wegnehmen und sagen, du bist nur noch ein drittes für deine Weine. Die letzten 20 Jahre nicht gut genug waren, um Nummer zwei zu sein. Ich habe auch ein Geschenk. Chateau Citran 2022. Und da steht drauf, Bordeaux Superieur, also da steht gar keine Region drauf, sondern einfach nur Bordeaux Superieur. Das heißt...

Ich glaube, die Bezeichnung Superieur ist, glaube ich, an dem Alkohol gekettet. Ich glaube, ich muss mindestens zwölf Alkohol haben, also das heißt eigentlich quasi nichts. Früher war Chateau Citran eigentlich, glaube ich, Haute Medoc. Und jetzt ist es Bordeaux Superieur, das heißt offensichtlich, die sitzen immer noch im Haute Medoc, aber nutzen auch Trauben quasi, die außerhalb des Haute Medoc sind. Und dann darf es, und das ist in Deutschland das Gleiche, wenn du also Rheinhessen hast und dann nimmst du Pfalzweine dazu, dann bist du nur noch deutscher Wein und nicht mehr Rheinhessenwein. Und so ist es dann jetzt hier. Also die Appellation, normalerweise steht die Appellation auf dem Etikett und bei Citroen steht sie nicht mehr drauf, weil sie eben das Traubenmaterial auch außerhalb vom Oudmedoc dazu kaufen. Und das Oudmedoc, ist das denn Teil des Bordeaux? Das ist im linken Ufer, befindet sich im oberen Teil. Also Cabernet Sauvignon lässt dich in dem Fall jetzt. Richtig. Oder nicht? Perfekt aufgepasst. Sag mal, und insgesamt finde ich, das ist ja bei Alchipatenten hinten drauf geguckt und wenn man so reinriecht.

Ich hatte zwei Fragen. Erste Frage, weil das jetzt im Urlaub hatte. Wir waren im Urlaub in Griechenland und meine Frau bekam einen Wein eingeschenkt und der roch so, als ob er irgendwie eine Spirituose war. Und dann haben wir abgewartet und nach einer Zeit verflüchtigte sich das. Hilft es bei Weinen, die hohen Alkoholgehalt haben, den Augenblick atmen zu lassen? Also es ändert an dem Alkoholgehalt nichts. Nur es riecht dann anders oder es schmeckt dann anders. Also es schmeckte wirklich auch, also er roch zunächst ganz scharf, der Wein. Und man hatte keine Frucht, merkte keine Frucht. Und dann nur so nach fünf, zehn Minuten hat man tatsächlich so ein bisschen Frucht daraus geschmeckt. Krass. Ist das so oder war das super? Ich weiß nicht, was deine Erfahrung ist. Also es kommt immer darauf an, also wenn ein Wein jung ist, hat er eigentlich wenig bis gar keine Gelegenheit, sich in der Flasche nochmal zu entwickeln.

Von dem her würde ich immer solche Weine, wenn sie sprittig am Anfang riechen und der Alkohol eigentlich übertönt würde ich sie eigentlich dekantieren, um sie ein bisschen atmen zu lassen. Ich fand, das war jetzt hier der Fall ich fand, der roch jetzt zunächst sprittig und jetzt ist er so ein bisschen, jetzt ist er milder und jetzt habe ich eher so, jetzt kann ich was riechen wie Marzipan zum Beispiel. Also ich wäre vorsichtig wenn natürlich der Alkohol wenn du den jetzt 15 Minuten quasi öffnest und dekantierst und es dir nicht gelingt, in der Karaffe das Temperatur stabil zu halten, wird er automatisch wärmer und dann ist es eigentlich negativ für den Alkohol, weil der Alkohol da mehr noch rauskommt. Also deswegen, das muss man ein bisschen ausprobieren, wie man es lieber mag.

Aber also Luft, gerade bei jungen Weinen, kann in der Regel nicht schaden. Und weil ihr habt ja jedes, also ihr als Botschafters Bordeaux, habt ihr wahrscheinlich das Problem, dass ihr schon ein bisschen erklären müsst. Ihr habt es gesehen, 13,5, 14,5, 14,5. die sind ja schon, das ist jetzt keine Non-Alkoholik- Das geht in die obere Richtung. Ja, das stimmt. Aber die Botschafter des Amarones oder die Botschafter des Zinfandels, keine Ahnung, die haben natürlich ganz andere Probleme, weil die Weine mit 16, 16, halb, 17 daherkommen. Alkohol ist Teil der Geschichte. Das ist einfach so nicht wegzudenken. Aber im Prinzip ist Alkohol nur dann ein Problem, wenn es wirklich störend ist und nicht harmonisch in den Wein integriert. Und deswegen, also alles, wenn nicht 15 auf dem Etikett steht, muss man eigentlich nicht rechtfertigen. Okay. Ja, das ist so. Wobei der Alkoholgehalt in den Anfang der 2000er Jahre extrem hoch war. Also extrem hoch. Auch in Bordeaux haben wir über 15 geredet, teilweise sogar auch überschritten worden. Hängt natürlich auch mit den klimatischen Veränderungen zusammen. Wenn wir Bordeaux der 80er nehmen und davor reden wir von einem Alkoholgehalt von 12 Prozent.

Auch das hängt ein bisschen mit der Technik zusammen, hängt mit den klimatischen Veränderungen zusammen. Und in Bordeaux ist der Weg eigentlich im Moment ein bisschen wieder zurück, mehr zu den klassischeren Stilen. Auch weniger Alkohol, was zur Folge hat heute durch die klimatischen Veränderungen, dass die Ernte wesentlich früher ist als früher. Früher waren sie Richtung Ende September, Anfang, Mitte Oktober. Reden wir heute über Mitte, Ende August, je nachdem. Aber könnte man das so weiter fortsetzen, dass man sagt, okay, wir machen ganz wenig Alkohol, also dann ernten wir im Mai oder sowas? Also prinzipiell ist der Ansatz richtig. Du brauchst allerdings eine physiologische Reife der Traum. Ach so.

Das heißt, dass die Traube entwickelt sein muss. Weil sonst, dann hast du zwar einen niedrigen Öchsle-Gehalt, einen niedrigen Zuckergehalt, aber das schmeckt ganz grün. Der Gerbstoff ist ganz unreif. Dann hast du wenig Alkohol, hurra, aber der Rest ist Müll. Also die Traube ist nicht reif. Der Kern ist grün. Also ich hatte gestern den Rainer Müller von Max Müller 1, da waren wir glaube ich alleine, als wir mal einen Podcast mit ihm hatten. Und er, der erzählt das in Franken. Jetzt in diesem Jahr hatten sie ihren ersten Lesetag am 2. September. Das war circa drei bis vier Wochen früher. Und oft haben sie in den November hineingelesen, also über viele Wochen. Und in dem Jahr war es so crucial, dass sie innerhalb von zweieinhalb Wochen alles gelesen haben. Und sie haben angefangen, das hat er mir auch erzählt, auch das ist ein neues Denken. Aber das zielt ein bisschen darauf hin, dass sie angefangen haben am 2. September mit den Top-Lagen. Weil die gesagt haben, die Top-Sachen, die müssen wir mit wenig Alkohol in den perfekten Reifen haben. Früher hat man immer gesagt, die Top-Sachen müssen wir als letztes haben.

Die müssen ganz kraftvoll und hurra. Das will der Markt nicht und das will der Verbraucher nicht. Sondern der Verbraucher möchte gerne einen reifen Wein haben. Volle physiologische Reife der Trauben. Und wenn es geht, möglichst wenig Alkohol. Wir machen das südafrikanische Winzer in Sebastian Beaumont, der schon bei uns war. Die ernten Teile von ihrem Weingut schon etwas früher, um das bewusst in Kauf zu nehmen, auch dieses leichte Grünliche, dieses Unreife, aber um den Alkohol runterzubringen. Und da wissen Sie, da haben Sie Rebsorten, die sind vielleicht gar nicht so bekannt, die eben eine gute Säure in sich tragen und wenig Alkohol entwickeln. Und die ernten Sie bewusst, um sie dann reinzublenden, um Ihren Wein ein bisschen weiter runter im Alkohol zu kriegen, weil es aktuell, wer weiß, da trennt es sich ganz anders aus, Früher wollten alle ganz süß haben, dann wollten alle ganz trocken haben und jetzt sind wir irgendwo dazwischen.

Also ist vielleicht auch nur ein Trend. Früher wollte man die Weine, hat man die aufgezuckert, damit sie alkoholischer sind, weil das Wetter murksig war. Jetzt ist das Wetter viel zu heiß und man hat eher das Problem, dass man gar nicht möchte, dass die Weine so opulent sind. Und liest man sie dann, sobald diese physiologische Reife erreicht ist? Genau, ja, also kommt auf an, ob du genug Leute hast, wie lange das dauert, wie groß die Lage ist, Ob du sagst, okay, ich muss einen Tag vorher anfangen, bevor es perfekt ist, damit ich zwei Tage habe, wo es perfekt ist. Weil wenn es dann regnet, dann habe ich ein Problem und wenn da nicht mehr viel drauf ist, ist es wurscht. Also das ist ein bisschen ein Zocken auch, jede Ernte. Und du hast natürlich nur diese eine Chance. Wenn du hinterher sagst, hätten wir schon mal drei Tage vorher angefangen, ist leider zu spät. Du musst ein Jahr warten. Die Variablen, die man im Weinbauen hat, sind einfach so immens und so groß. Du kannst ein ganz tolles Jahr haben und da musst du eben trotzdem den richtigen Zeitpunkt abwarten, um die Ernte zu machen. Warum war 2022 jetzt in Bordeaux so guter Jahrgänge? Also im Vergleich mit, ist das einer der besten Jahrgänge der letzten 20, 30 Jahre? Das würde ich auf jeden Fall so sagen. Also für mich aus meiner Sicht, ich glaube 2022 ist einer der berühmten Jahrhundertjahrgänge. Und ich glaube, dass wir das nicht mehr erleben. Das ist aber jetzt auch persönliche Meinung. Ich würde den mit den großen Jahrgängen von 45, 47, 61 letztendlich vergleichen. 82.

82, 86 war Tanninreich. Warum? Weil wir erstmal eine Ausgeglichenheit der klimatischen Bedingungen zwischen linken und rechten Ufer hatten. Also das heißt, auch das ist selten. Es gibt Jahre, da ist das eine oder das andere Ufer ausgeprägt. Was krass ist, ne? Also quasi nur der Frust dazwischen, wenn man sagt, nur ein linkes Ufer, der Rest kannst du vergessen oder umgekehrt. Was wieder mit den Trauben zusammenhängt und was natürlich mit den Böden und mit den Höhenzügen letztendlich zu tun hat. Aber 2022 war ausgeglichen für beide und hat eigentlich die Charakteristik sowohl des linken Ufers, klassisch, konzentriert, frische, und auch das rechte Ufer mit seiner charmanten, verführerischen Art, weil es mehr Lotriffen ist, letztendlich rausgebracht.

Und die Weine sind super balanciert. Die haben einfach ein tolles Verhältnis zwischen Frucht, Säure und Tannine. Es ist jetzt schon sehr, sehr früh. Ich glaube, dass das auch Weine sind. Das war ja das, was wir schon besprochen haben. Ich glaube, dass die Weine, was im Bordeaux selten ist, früh trinkbar sind. Also auch schon früh genießbar. Das werden wir auch gleich hier bei denen sehen. Das Trinkfenster ist relativ früh. Ob sie dann in das berühmte Loch reinfallen, was vielleicht fünf Jahre ist. Also es gibt Weine, die nach zwei, drei Jahren, nachdem sie auf den Markt gekommen sind, in so ein Loch reinfallen. Und da muss man einfach warten, bis sie sich entwickeln. Also ich habe zum Beispiel Weine aus dem Bordeaux von 1986.

Die kann ich wahrscheinlich erst in 20 oder 30 Jahren wieder aufmachen, weil sie einfach noch nicht fertig sind. So, und wir reden von 1986. 40 Jahre, ne? Das klingt ein bisschen nach mir. Ja, das ist ja mein Haar, das sind 20. Okay, aber das heißt mit anderen Worten, jetzt 2022, Wenn man sich das jetzt kauft und hinlegt und so, da wird man auch in allen Bereichen große Freude haben. Auch wenn man es selber trinken will, wenn man es weiterverkaufen will, das wird alles... Aber es lag am Wetter sozusagen. Das ist das Wetter. Also was ist denn das perfekte Wetter?

Also es gibt nicht das perfekte Wetter, sondern das perfekte Wetter hängt immer mit der Region zusammen und hängt immer mit den Böden zusammen. Und das perfekte Wetter besteht aus einer Balance zwischen Wegen, Also Kälte am Anfang, die Wasserzufuhr, Kälte, Hitze, das Traubenmaterial, die Gelegenheit hat, sich optimal letztendlich zu entwickeln. Also mit allen Charaktereigenschaften, die dazu gehören. Also zu heiß hat zur Folge, dass die Trauben zu schnell reifen. Zu kühl heißt, dass die Säure wahrscheinlich überhand nimmt, weil die Traube sehr, sehr viel langsamer ist. Und dann ist die Frage, wann ernte ich das Ding dann? Zu viel Wasser macht die Traube einfach wässrig. Das heißt, über die Wurzel kommt einfach zu viel Wasser hin. Das heißt, der Charakter eigentlich und alles, was in die Traube reingeht, wird einfach zu dünn. Also das merkt man dann auch.

Da haben wir regenreiche Jahre, man schmeckt das, die Beine sind dünn, die haben wenig Struktur, die haben wenig Körper. Und der Abgang ist in der Regel, du hast den Mund, Vielleicht ist die Nase noch gut, aber dann war es das eigentlich. Und man muss sagen, das Mitentscheidende ist auch, dass es ein trockener Herbst dann ist. Also wenn es zur Lese hingeht, im September, Oktober ist es wichtig. Wenn es dann ständig regnet, kann alles davor perfekt gewesen sein. Du kriegst es nicht mehr trocken, dann hast du einen Pilzdruck durch die Feuchtigkeit und durch Nebel. Und dann gammelt dir das quasi unter den Händen davon und du kannst nichts mehr machen. Also von daher ist das auch ein entscheidender Teil. Ein Gewächshaus, also wir müssen auch mal trinken, aber Gewächshaus wäre ja eigentlich die logische Konsequenz, sowas spielt auch keine Rolle, oder? Ja, die Größenordnungen und das sind ja dann, wenn ein deutscher Winzer sagt, er hat irgendwie, weiß ich nicht, Leon Gold hat irgendwie fünf Hektar oder so oder sieben oder vielleicht zwölf, der Rainer Müller hat 25, dann haben die ja oft dann 150, 180, 200 Hektar. Aber als Experiment so? Ja, du willst ja schon das Nette haben und eigentlich willst du ja auch, dass... Und es hat ja geklappt jetzt 2022. Hat es zum Beispiel. Aber du sagst, in den nächsten 100 Jahren, glaubst du, wird es so einen Jahrgang nicht mehr geben? Also ich glaube, dass ich so einen Jahrgang lebend nicht mehr erlebe. Sie fragen sich nicht, wie alt du jetzt bist.

Das ist ja ein junger Typ noch. Das hat mit der gar nichts zu tun. Es gibt zum Beispiel 1982 in Bodo war ein Jahrgang. Da gab es wahnsinnig viel Mängel und alles war super. Und du konntest es eigentlich nicht versemmeln. Du konntest, egal, blind, einäugig, einarmig, hast du immer noch einen guten Bein gemacht. Das ist doch magisch. Das ist doch toll. Also du musst es weder reduzieren, sondern alles, was kam, war einfach perfekt. Und 22 ist vermutlich ein ähnlicher Jahrgang. Dann gibt es ein paar Winzer, die das ein bisschen ausgereizt haben, wo die Weine vielleicht noch ein bisschen extrahierter, opulenter, noch ein bisschen höher sind im Alkohol. Kalonsregier würde mir jetzt einfallen zum Beispiel, wo dann auch 15 draufsteht, obwohl es relativ nördlich ist. Aber ansonsten ist es durch die Bank eben nicht so viel Alkohol. Es hat Kraft, es hat Frucht, aber von allem nicht so viel. wie genau richtig dosiert, einen extremen Charme und eben das Geniale, dass es in der Jugend eben auch schon Spaß macht. 82 konntest du am Anfang nicht, war ungenießbar die ersten mindestens zehn Jahre. 86 ist es heute oft noch, was du sagst. Und dann sagt man irgendwann, vielleicht kommt es auch gar nicht mehr. Vielleicht wird es gar nie harmonisch, weil der Gerbstoff zu hart ist und du sagst, ich fahr nochmal 100 Jahre, aber dann müsste es irgendwie anders trinken. Deswegen, ja. Aber jetzt, also was haben wir denn? Jetzt habe ich wieder sofort Kirsche. was ich schmecke, schmecke.

Rieche, gerochen habe ich Marzipan, das aber weg ist. Was habt ihr so? Also ich finde wir haben hier dunkle Früchte, mehr als rote Früchte. Also ich bin hier eher bei schwarzer Johannisbeere, ich bin bei den vielleicht ist da ein bisschen Brombeere mit dabei. Ich habe aber auch, Ich habe aber auch eine schöne kräuterige Note da drin. Ich habe so ein bisschen Olive drin. Und ich finde, es sind so auch, habe ich sowohl in der Nase, ich finde die trotzdem schon sehr, sehr gut. Die Oliven ist cool auch. Denk mal drüber nach, wie das schmeckt. Wenn du sie jetzt in der Zunge hast, ist es gut. Aber hätte ich nie rausgeschmeckt. Nee, nee, aber jetzt. Und ich glaube, wenn du ihn so... Aber Kirsche hast du doch auch, oder nicht? Schon ein bisschen Kirsche. Also dieses Eingemeischte, so eine saftige Kirsche.

Aber dann bin ich bei einer saftigen, reifen, schwarzen. Also für mich ist eine rote Kirsche... Mh-mh. Wenn wir über die schwarze Kirsche, die ein bisschen fleischig ist, dann bin ich mit dabei. Aber jetzt, wo er sagt, mit Olive, das passt. Es ist relativ häufig, ehrlicherweise, dass man auch Olive hat. Bei Bordeaux-Weinen? Bei Weinen überhaupt oder bei relativ Cabernet Sauvignon-lastingen Weinen. Der Wein kostet 14,90 Euro. Es ist ein sehr bekannter Name und früher war es eben quasi eine Einsteigerung. Es ist Bordeaux-Superhör. Und ist so ein bisschen so etwas, wo du sagen würdest, Leute, Einsteiger, für die, die noch nie so Bordeaux gemacht haben, damit könnt ihr 14,90, denkst du ja auch nicht lange drüber nach. Das Problem ist, dass der zweite Weine finde ich schon richtig gut. Da kostet nicht mal ein Zehner mehr. Da würde ich dann immer sagen, den Zehner investieren wir jetzt. Und trinken wir lieber weniger. Wer sind diese wir jetzt? Wir vier investieren jetzt.

Chateau was? Das ist Chateau d'Alemme 2022. Aus Berlin. Aus dem Fronsac. Urs, das Fronsac. Fronsac auf der rechten Seite. Also wir waren eben auf der Linkseite, jetzt sind wir auf der Rechte. Rechts wie Merlot. Genau, wir sind Merlot-lastig. Rechts wie Merlot, so wie Steuerbord. Und rechts? Und nicht wie Cabernet, sondern auch. Links, wie macht man das? Nee, das ist doof, ja. Das musst du dann wissen.

Ja, also wir sind, also ich finde ein wunderschöner Vertreter. Ich finde, Dalem hat jetzt schon eine Reife, ohne schwer zu sein. Ich finde ihn ein bisschen opulent, ich finde ihn würzig, tiefgründig. Was heißt ein bisschen opulent? Das klingt dann gleich so ein bisschen, wenn einer zu mir kommt und sagt, du bist ja ein bisschen opulent, das ist ja eher eine Kritik an mir. Oder ist es schön, dass es ein bisschen opulent ist? Also ich finde, ich verbinde opulent mit etwas Positiven. Also was ist der Unterschied?

Der Zitron, hier hast du sehr, sehr ausgeprägte würzige Noten, die schwarze Olive gehabt. Das hast du hier nicht, weil du natürlich hier auch die Merlotraube hast. Die Merlotraube bringt mehr Alkohol rein, bringt mehr Volumen rein, macht den ganzen Wein ein bisschen weicher. Du hast die Süße drin. Das würde ich als Opulenz letztendlich bezeichnen, wo ich aber auch finde, der ist nicht schwer. Also der hat eine Opulenz, aber er ist nicht schwer. Ich finde, der hat einen enormen Trinkfluss. Das ist so ein ganz gefährliches Herbrechen, wenn du den anfängst zu trinken. Aber er hat überhaupt nicht so stark diese schwarzen Früchte jetzt, oder? Er hat auch gar keinen Cabernet Sauvignon, sondern nur Merlot zu 85 Prozent. Und dann der Rest ist Cabernet Franc. Das heißt, dieses Harte des Cabernet Sauvignons hat er eigentlich nicht. Der Cabernet Franc bringt eher dieses etwas florale, kräuterige mit, was du auch beschrieben hast. Paprika. Und es ist eigentlich Merlot, ich mag Merlot halt sehr gerne. Ich habe immer das Gefühl, Merlot ist trinkfreudiger als zum Beispiel Karmanis.

Ich war in der Jugend meistens einfach zugänglicher, umarmender. Also Merlot ist immer etwas runder, etwas voluminöser, etwas voller. Man war oft auch langweilig, aber das ist es eben nicht. Ich bin kein Merlot-Fan. Aber was schmeckt ihr denn? Was schmeckt, also wenn man das um was zu beschreiben, wenn wir sagen schwarze Liebe, kann sich jeder gut vorstellen. Ich würde sagen, so ein bisschen rote Gritze oder so. Also Bären, wirklich Bärenkompott. Ich finde aber auch, du hast hier Kakaonoten, du hast Fallchennoten hier leichter drin und du hast etwas raus drin. Also ich finde schon auch, dass du hier ein... Ein paar schöne, dezente Holznoten hast, wenn du in der Nase drin bist. Eichen wäre ja meistens, oder ist oft auch Cabernet Franc dann, der das mitbringt ein bisschen, aber muss nur 15 Prozent sein. Aber du würdest sagen, Michael, wenn du jetzt die Wahl zwischen den beiden würdest, würdest du den nehmen?

Der erste ist klassischer, also wenn jemand sagt, wie schmeckt Bordeaux, würde ich Zitron 22 einstecken und sagen, so schmeckt Bordeaux. Wenn du das gar nicht magst, dann ist das Ding nicht für dich, weil der hat den Gerbstoff, der hat die Frische, der hat eine Eleganz, der hat eine Feinheit und kostet 15 Euro. Aber das ist jetzt schon ... Ich glaube, das spricht mehr Leute an, weil es einfach nicht diese Opulenz, das checkst du gleich. Also wenn du das im Glas hast, dann sagst du sofort, oh ja, so stelle ich mir das vor, so einen kraftvollen Wein. Ich finde, der Dahlem ist ein ganz typischer Vertreter, Satellitenwein vom rechten Ufer, wo du die Eleganz und die Opulenz früh zugänglich eigentlich schon drin hast. und es ist ein Wein, ich weiß nicht, Michi, wie lange sind die Flaschen? Wir haben die heute Vormittag aufgemacht, einmal dekantiert. So, und das finde ich ist einfach toll. Das ist ein Wein und deshalb bin ich auch so begeistert von dem 22, du machst ihn auf, du kannst ihn trinken und er ist vier Stunden, ist er einfach fertig und er ist da und der macht Spaß und der macht Freude. Kostet 23,90 und wahrscheinlich kannst du ihn ja auch in 30 Jahren noch wunderbar trinken. Okay, cool. Also wäre das jetzt ein Anlagetipp?

Also grundsätzlich würde ich sagen, Wer Bordeaux mal testen möchte und keine Ahnung hat, kann, so wie Michi das eigentlich vorher gesagt hat, relativ bedenkenlos den Jahrgang 22 kaufen und dann seinem Geldbeutel anpassen. Also wer 15 Euro für den Wein ausgeben will, 15 Euro für den Wein ausgeben, ich glaube, da machst du nicht allzu viel falsch. Natürlich würde ich mich immer ein bisschen nach der Region und nach den Domains ändern, aber wir haben ja auch hier eine tolle Bandbreite, so wie du eben gesagt hast, zwischen 15 und 40 Euro. Der Bordeaux nicht kennt mit dem Jahrgang 22, würde ich sagen, du machst wenig falsch und du hast einfach die Möglichkeit, hier mal zu testen. Und du kannst ihn sofort aufmachen und trinken oder du hebst ihn noch die nächsten 10, 20 Jahre auf, so wie es dir gefällt. Also wird das mehr Geld wert werden? Also wenn 22 so ein Jahrhundertjahrgang ist, dann würde ich ja denken...

Kaum werden. Trotzdem steht die Branche auch in einer gewissen großen Herausforderung. Das heißt, es gab da bis jetzt noch keine wahnsinnig tolle Wertentwicklung. Also wenn du den Wein, als du die erste Möglichkeit hattest. Wann war die denn, die erste Möglichkeit? Die erste Möglichkeit ist quasi ein Jahr nach der Ernte oder ein halbes Jahr nach der Ernte, im April, Mai, kommen die Beine dann, werden die zur Subskription en primeur angeboten. Das heißt, du kaufst Fassware, der erst zwei Jahre später dann rauskommt. Was wir ja besprochen haben, was Stefan Kunst, der realisiert ja gar nicht, was er das krediert hat, wo du gar nicht genau weißt nicht, wie es schmeckt. Und du weißt auch nicht, ob das, was am Ende in der Flasche ist, auch das so ist, wie das, was du da jetzt gerade aus dem Fass probiert hast, weil gerade ein ganz tolles Fass war und der Rest eben nicht so gut.

Aber das heißt, du konntest das im Mai 2023 kaufen, musstest es auch schon bezahlen. Jetzt sind wir im November 2025, es gibt noch keine Wertentwicklung und du hast jetzt zwei Jahre Geld gespart, indem du es noch immer hast oder aufgebaut hast. Du würdest aber keinen Wein für 23,90 Euro als Wertanlage kaufen. Dann kaufst du eine 12er Kiste für 300 Euro. Das ist schon viel Geld. Ja, das ist auch so. Dann musst du die irgendwo lagern, ordnungsgemäß. Und dann hast du in zehn Jahren, kostet sie vielleicht das Doppelte.

Aber ist das selbst bei solchen Weinen, gehen Weine als Wertanlage nicht erst los ab einem bestimmten Preis? weil sonst könnte man ja sagen, ich kaufe mir jetzt ganz viele für 15 Euro in der Hoffnung, dass sie in zehn Jahren 30 Euro wert sind. Das ist ja eine Verdoppelung, das ist ja ein tolles Investment. Aber wer kauft, oder? Machen wir doch mal ein Beispiel. Sagen wir einfach mal, wir kaufen eine Sechser-Holzkiste und wir kaufen einen Wein für 20 Euro. Also reden wir über 120 Euro. Und jetzt legen wir den, 15, 20 Jahre im Keller und dann verdoppelt sich der Preis vielleicht und dann kriegst du 240 Euro dafür.

Wenn wir das jetzt über Wertanlage machen, vielleicht haben wir ja ein paar Investmentbanker, die zuhören, dann würde ich sagen, die fallen jetzt vor Lachen hinten mit dem Stuhl um, weil sie sagen, Jungs, über was unterhaltet ihr euch eigentlich? Meine Empfehlung wäre grundsätzlich... Trinken. Ja, und ich habe noch eine andere Empfehlung, weil so mache ich das immer. Wenn ich Wein kaufe, dafür bin ich viel zu sehr Betriebswirt, Ich werte jeden Wein betriebswirtschaftlich, wenn er bei mir in den Keller geht, auf 1 Euro ab. Dann kostet der nur noch 1 Euro. Jetzt könnte er natürlich sagen, okay, dann bescheißt du dich selber. Geiles Prinzip aber eigentlich. Es befreit unheimlich. Weil wenn ich dann in den Keller gehe und Freunde einlade und sage, was wollt ihr trinken? Und die sagen dann, ich hätte jetzt Bock auf diese 3 Flaschen. Dann sage ich, nimm mit. Und dann erschrecken sie sich vielleicht immer, wenn sie das Etikett sehen. Dann sage ich, nee, macht euch keine Sorgen. 3 Flaschen, 3 Euro. Und wenn der Wein eben schlecht ist, dann kippe ich ihn auch weg, weil ich kippe 1 Euro weg. Das heißt, das befreit. Und dann komme ich nämlich hin, dass ich nicht Etikett trinke oder Label trinke, sondern ich trinke den Wein und konzentriere mich auf das, was da drin ist. Michael, das ist nicht auch mal so ein Prinzip für die Hanselounge, dass man sagt, alle Weine ein Euro. Das ist, glaube ich, gar nicht erlaubt.

Die Kunden, die bei Michi sind, müssten das machen. Weil in dem Moment, wo sie bei Michi die Flasche Wein auf den Tisch kriegen und bezahlen, ist der Wein abgewertet für das, was auf dem Tisch steht, auf ein Euro. Bei Michi ist ein Geschäftsmodell dahinter. Das funktioniert nicht. Wir haben gerade darüber gesprochen, wo wir sagen... Aber das finde ich eine schöne Herangehensweise, weil natürlich, wenn du dann denkst und dann hast du es da liegen und ich weiß wie, ich kenne auch schon ein, zwei Leute, die dann zu Hause die Sachen liegen haben und dann immer denken, wie viel sind die jetzt wert? Und dann musst du irgendwann, verkaufst du sie dann doch oder trinkst du sie doch und wenn du sie dann selber trinkst, denkst du, so viel schönes Geld, das ist ja alles Quatsch. Michael Stich hat uns das mal erzählt, dass du eine Kiste betriffst oder so. Also ich kenne auch Leute und das habe ich selber versucht auch zu machen, zu sagen, ich kaufe drei Kisten. Eine Kiste trinke ich jedes Jahr eine Flasche und weiß, wie er gerade schmeckt. Und die zweite trinke ich dann, wenn es das perfekte Trinkfenster ist. Und die dritte verkaufe ich genau dann. Und in der Hoffnung habe ich quasi eine Wertentwicklung von Faktor 3, dass die eine, die ich verkaufe, mir die anderen zwei, die ich getrunken habe, refinanziert. Das ist das Ein-Euro-Prinzip, mehr oder weniger. Aber wie ist das, wenn ihr jetzt so eine tolle Flasche habt und die wollt ihr mit euren Freunden trinken und ihr merkt, die kommt nicht so richtig an.

Da entwickelt sich doch eine innerliche Spannung, oder? Dann holst du eine neue Flasche, oder? Verdammt nochmal, den soll das schmecken. Ich bin schon genervt, wenn ich eine Flasche aufmache, die ich für 50 Euro, eine 12er Kiste für 600 Euro gekauft habe. Dann bin ich schon genervt, weil ich denke, das gibt es doch nicht. Aber nur, wenn sie dir auch nicht schmeckt? Ja, wenn sie mir auch nicht schmeckt.

Wenn ich sie mag, aber die anderen mögen sie nicht. Genau, die Flasche kostet 300 Euro. Vier Leute, aber drei Leute, die eigentlich gar kein Wein und so weiter und du machst sie auf. Der muss ja dann trotzdem schmecken. Ja, aber die suppeln den so weg. Und unterhalten sich dabei über Gott und die Welt, aber nicht über den Wein. Wäre das schlimm? Schlimm ist doch nur, wenn du das Gefühl hast, dass ich auch zwei, drei Mal gehabt bin und merkst du selber, es schmeckt einem selber nicht. Und ich finde, da musst du doch sagen, dann nehme ich den Wein noch weg, dann sage ich, Leute, der Wein ist nix, wir holen eine neue Flasche. Aber über was reden wir jetzt? Also ich sag mal, wenn jemand, also nehmen wir mal an, wir machen jetzt hier eine Flasche Wein für 300 Euro. Nee, nicht für 300 Euro. Haben wir schon gemacht, aber hier.

Lass uns doch mal da bleiben. So, dann hat das ja auch so. Und eigentlich machen wir jetzt den Wein auf, obwohl jeder von euch eigentlich viel, viel lieber Bier trinkt oder Cocktails trinkt und eigentlich keinen Zugang zu Wein hat. So, das hat ja dann mit Wertschätzung nichts mehr zu tun. Nein, nein, nein, genau. Also das heißt, wenn ich eine hochwertige Flasche Wein öffne, möchte ich auch... Und ich teile die gerne. Da möchte ich auch Freunde haben am Tisch, die diesen Genuss mit mir teilen. Aber das ist interessant, weil da, das habe ich jetzt zuletzt immer, also wenn man dann Freunde hat, ist es bei euch so, dass ihr sagt, okay, das sind Freunde, die wissen, das wertzuschätzen. Da mache ich dann andere Weine auf, als bei welchen, wo du denkst, ja, die trinken vor allen Dingen, genau, du sagst Bier oder Cocktails. Dann machst du auch bewusst eine andere Art von... Finde ich, ja, ich mache das so. Weil ich finde auch, dass die Freunde sonst verunsichert sind, weil die das Gefühl haben, Gott, jetzt macht er irgendwas auf und ich check's gar nicht und ich muss das aber abfeiern, aber mir schmeck's gar nicht so besonders. Das ist auch nicht nett. Also es ist wirklich nett, eher zu sagen, ich hab etwas, was dir schmeckt, was kostet, ist es wurscht. Wir reden nicht über den Preis. Magst du's? Super. Magst du's nicht, machen wir's anders auf. Ja, aber wenn diese Flasche 300 Euro kostet. Und dann, du hast die Flasche nochmal aufgemacht und denkst, dass deine Freunde vielleicht das wertgeschäftigt sind. Und dann interessiert sie das nicht. Oder die sind so ins Gespräch vertieft, dass die ziehen das so weg und du guckst dem so zu und die merken gar nicht, was sie da trinken. Und das ist doch nicht schlimm, oder?

Wenn ich nicht so viel habe und mir das so besonders gut schmeckt und den anderen das ziemlich Wumpe ist, was sie trinken, finde ich es jetzt nicht schlimm, aber nicht so cool. Aber du würdest auch dann auch sagen, guck mal Leute, ich habe hier ein ganz... Ich würde sagen, findet ihr den so besonders oder geht es so okay? Ich feiere den gerade so ab. Wäre es okay, ich trinke die Flasche alleine aus und ich mache für euch was anderes auf. Das würde ich machen.

Oder auch wieder weggehen und sagen, Nein, nee, das nicht, sei mir nicht böse, aber irgendwie mich berührt das so emotional gerade und keine Ahnung was. Oder ich habe mir das, das ist die erste Flasche Wein, die ich gekauft habe oder das habe ich von dem Erbe meines Opas mir gekauft und der hat gesagt, kauf dir was Schönes außer der Reihe oder so. Aber das kann man machen, also weil das, ich würde immer denken so, dann ist da irgendwie so die gute Erziehung auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite so, oh was. Ich sag mal, unglücklich ist es natürlich. Also unglücklich ist es. Schöner ist es ja, dich dann anzutesten. Aber ich würde zum Beispiel nichts hinstellen, wo, wenn die Leute wissen, du beschäftigst dich doch mit Wein. Wenn ich dich jetzt vielleicht nicht so gut kenne, du beschäftigst dich doch mit Wein und das ist, was du uns einschenkst?

Sorry, ich bin selber auch jemand, der das gerne mag oder so. Da wäre ich auch sehr traurig, dass ich das so falsch eingeschätzt habe. Aber den Preis würde ich immer am wenigsten erwähnen. Weil der Preis ist, den hat irgendjemand sich ausgedacht. Der Preis wird Angebot und Nachfrage bestimmt. Also ich bin immer noch dabei, wo ich sage, werte das Ding ab auf einen Euro, das befreit dich. Ja, das glaube ich. Ja, das ist aber auch psychologischer Effekt, weil dann bist du bei, schmeckt es dir oder schmeckt es dir nicht? Das würde ja auch nicht, wenn du ein Wein zu Hause, ich wüsste gar nicht mehr, was die Weine gekostet haben. Aber natürlich habe ich, also wenn du Freunde hast, die sich mit Wein ein bisschen beschäftigen, und man sagt, lass doch zusammen im Weinkeller gehen und lass uns doch was aussuchen. Und wir wissen natürlich ganz genau, was das kostet. Da kannst du schon sagen, Urs, du schützt dich mit der Ein-Euro-Strategie. Aber wenn ich mit dir in den Keller gehe und sehe, 86er Motor, kostet ja nur einen Euro. Aber ich würde dann nicht die Cochones haben zu sagen, den könnt ihr doch mal aufmachen. Aber die muss nicht oft bestehen. Nein, aber dann, der muss ganz viel Luft haben und so weiter. Aber ich würde dann eher zurückhaltender sein. Und dann ist es nett als Gastgeber zu sagen, sag mal, du kennst dich doch aus. Hast du nicht Lust, mal den hier aufzuziehen? Auch wenn ich weiß, der kostet 500, dann würde ich sagen, recht hast du. Und das ist ja nett, aber sehr großzügig. Und dann machst du ihn auf und das ist mir auch schon passiert. Und dann waren wir eigentlich beide enttäuscht. Und dann hat jetzt viel gekostet und wir wissen beide, hätten wir ihn besser verkauft oder ein andermal getrunken oder...

Was haben wir in der dritten Flasche? Das ist jetzt der quasi unser einziger, also ein cinquième Cru, also die höchste quasi, es gibt kein sixième Cru, es gibt nur noch ein fünftes Cru, das heißt also danach ist es dann Cru Bourgeois oder Grand Vin oder wie auch immer und das heißt Chateau Cantemerel kommt aus dem Oud Medoc.

Und ist auch. Wir sehen uns wieder auf der linken Seite. Ja, also wieder Cabernet Cabernet Sauvignon, aber nicht circa zwei Drittel. Zwei Drittel Cabernet, aber wir haben auch Merlot drin, wir haben Cabernet Franc drin, wir haben Petit Verdot drin. Also das ist so die richtig klassisch-typische Bordeaux-Mischung. Und der aber gar nicht, der ist nicht so, ich will jetzt sagen, der ist sehr weich und gar nicht so seidig. Seidig, wunderbar. Also ganz anders als der erste, aber einfach auch eine andere Qualitätsstufe. Ja, genau. Hat eine wunderbare Struktur, schon hat einen langen Nachhall. Also allein finde ich den Duft in der Nase, der ist schon betüren. Du hast hier, finde ich, dominante Früchte. Du hast ein bisschen Waldboden. Ich hatte so ein bisschen Waldmeistergefühl. Ist das Quatsch? Ich hatte so ein leicht, ganz, ganz dezentes Waldmeistergefühl. Wobei ich auch liebe Waldmeister. Aber das ist dann Waldboden eher. Ich glaube, das kommt durch das Seidige, was du vielleicht meinst. Weil er noch jung ist, er ist fruchtbetont. Er ist seitig weich. Ich vermisse so ein bisschen die Säure und die Tannine dadurch. Er ist sehr fruchtig. Wenn ich das sage, eine Fruchtbombe wäre jetzt gemein, aber er ist schon sehr fruchtig. Ja, er ist nicht kitschig fruchtig, aber er ist schon sehr fruchtig. Was für Früchte habt ihr da? Das ist so eine quer durch den Garten fast.

Du schmeckst jetzt nicht speziell was draus, oder? Ja, das ist ein... Also das ist ein Fruchtpotpourri. Ja, genau. Fruchtpotpourri und da können wir uns jetzt von mir aus eine Stunde drüber unterhalten. Sind sie roten oder sind sie schwarzen Früchte? Ich glaube, du hast es mir hier gesagt. Es ist so ein bisschen wie so rote Kotze, ohne dass es angesetzt ist. Es ist ein echtes marmeladiges Fruchtpotpourri. Aber es ist schon so unfassbar fertig im Prinzip. Also das ist schon so jetzt so wegzusüffeln. Du hast glaube ich gesagt, es bleibt so unglaublich. Also du hast das Gefühl, dieser Geschmack geht gar nicht weg. Nein, das ist ein langer Nachhalt. Du hast ihn immer noch drauf. Das heißt, du spürst die Säure an der Zunge. Du hast einen unheimlich langen Nachhalt. Du merkst eigentlich, wir haben ausgetrunken und trotzdem hast du immer noch die Früchte im Mund. Dieses Seidige, das ist wirklich... Aber wahrscheinlich gibt es bei diesem Wein einen Nachteil. Der kostet nicht 1 Euro. 40 Euro kostet... Weißt du die Parker-Bewertung von dem Wein? Aber das ist ja in der Regel auch ein Wein, der schon 93, 94 von 100 Punkten hat. Also der auch schon ziemlich hoch bewertet ist. Also Korn Merl hat eine sehr, sehr hohe Bewertung. Ich weiß jetzt nicht. Du weißt, ich bin ja ein Freund von der Parker-Bewertung. Ich weiß ja. Du machst ja eigene Punkte. Es gibt ja die EOB. Ich mache meine Bob-Punkte. Genau. Aber ich würde Korn Merl, erstmal ist es ein ganz, ganz... Typischer klassischer Vertreter. Ich finde, er ist sensationell. Ich finde, er ist großartig.

Ja, und dann musst du sagen, wir trinken hier, was hast du gesagt, Michi, kostet 40 Euro. Ich finde, für 40 Euro trinkst du hier auf einem sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis. 40 Euro ist nicht wenig, bin ich dabei. Aber wer sich mal was gönnen möchte und möchte sagen, so, jetzt steige ich mal vielleicht eine Kategorie höher ein. Durch den Jahrgang, ne? Also es ist praktisch ein Wein, der würde... Das schmeckt ein Jahr später oder zwei Jahre später ganz anders dann. Weil das ist dann wirklich nur die... Aber der kostet vielleicht dann auch im Jahrgang drauf nur ein Zehner weniger. Und wenn du dann im Netz dann googelst und denkst, oh Mensch, der stimmt, der kostet 40, das kostet nur 30 Jahre. Aber da muss man schon genau drauf schauen, was ist das für ein Jahrgang. Aber genau drauf schauen, da steht nichts drauf, irgendwie habe ich das Gefühl.

Das Weingut oder Jahrgang? Ja, das Weingut oder Jahrgang, aber nicht irgendwie... Welche Ripps haben? ihrem Cru und auch nicht irgendwelchen. Steht Frank-Hemm nicht drauf? Ja, steht, glaube ich, ja. Ich glaube, das müsste draufstehen. Das müsste hinten draufstehen. Grand Cru Classé? Ja, Grand Cru Classé von 1855 und das ist so fünftes Klassifizierung sein. Aber das fünfte steht nicht drauf. Nee, steht nur Grand Cru Classé drauf. Bei einigen steht es dann drauf, welche Nummer es ist. Okay, aber Grand Cru Classé heißt, dass es auf jeden Fall eine dieser fünf Stufen ist? Genau so ist es. Ah, okay. Das ist wirklich, ich finde, das ist wirklich... Aber genau, aber die Rebsorten stehen nicht drauf? Nein, das stimmt. Aber die ändern sich natürlich auch ständig, auch innerhalb des Weinguts, je nachdem, wie der Acker ist. Die Anteiligkeit. Genau, ja. Also die vier Rebsorten, die da drin sind, die stehen für das Weingut. Es ist immer Cabernet Sauvignon lastig. Aber nicht ausschließlich, aber die Mischung in der Zusammensetzung ändert sich eben von Jahr zu Jahr. Aber es sind immer diese vier, also man könnte ja die Rebsorten draufschreiben. Ich meine, es steht so viel Zeug drauf. Manche Winzer tun das, manche wissen in der Praxis gar nicht ganz genau, was jetzt ist. Die haben halt diesen Tank oder dieses Fass genommen und ist es dann 26,2 oder 27,8 oder so.

Aber die wissen, welche Rebsorten sind. Ja, das wissen Sie natürlich, aber so quasi... Also nochmal, ich schreibe in meiner eigenen Weinbewertung, Michi weiß das, auch immer die Anteiligkeit der Traubenrein. Aber ob es dann am Ende des Tages 48, 49, 50, so A, wer will das nachmessen und B, das ist das, was Michi gesagt hat, im Zweifelsfall vermischt es sich bei den Winzern auch, weil sie die genaue Anteiligkeit gar nicht haben. Ja, ja, aber darum geht es ja gar nicht. Aber es geht irgendwie darum, dass man weiß, welche Rebsorten überhaupt drin sind. Also man könnte...

Ja, aber es sind fünf Hauptrebsorten im Bordeaux überhaupt. Das sind die vier, die wir jetzt schon genannt haben. Plus Malbec kommt noch dazu. Das sind eigentlich die klassischen Bordeaux-Rebsorten. Und wenn man dann weiß, ob linkes oder rechtes Ufer, wenn man das eben weiß, dann hilft es einem schon, wo man sagt, das ist eher aber nicht lastig. Aber sag mal, das ist jetzt die dritte Flasche gewesen. Das heißt, ihr glaubt, es kommt jetzt noch eine Flasche, die noch besser ist?

Anders. Aber wir glauben kraftvoller, süßer, dass die Reihenfolge so richtig ist. Aber das könntet ihr Aber ich finde, diese Flasche für 40 Euro kam mich nicht an, dass wir so ein Rotwein in dieser Qualität für 40 Euro hier probiert haben. Das ist ein Medoc oder das ist ein Vertreter, das meine Frage stellt. Für 40 Euro? Achso, für 40 Euro? Nein, nein, nein, ich rede jetzt über 40 Euro. Nein, wir haben schon andere. Du kannst ja nicht mit einem 300 oder 2000 Euro Wein vergleichen, aber für 40... Also ich weiß nicht, Michael, verbessere mich. Haben wir für 40 Euro... Ich freue mich wirklich, dass du das sagst, weil mir geht es wirklich auch genauso, also auch vom Herzen, auch aus Überzeugung, dass du eben so viel schlechtere Weine kriegst, die gleich teuer sind oder teurer, als eben sowas. Aber das ist leider immer noch ein gewisses Image, keine Ahnung, ein Ressort, die Mons gibt, vor allem nicht. Und deswegen probieren wir die auch. Weil ich glaube, du wirst schwer etwas finden an diesem jetzt mehr als 22, was du kritisieren kannst. Schwierig, ja. Der hat aber sowieso Säure. Der hat aber zu viel Alkohol. Nein, hat er nicht. 13,5 Alkohol, hat nicht zu viel Gerbstoff, Kannst du jetzt schon trinken? Buh, buh.

Perfekt. Und jetzt habe ich Chateau Bonalque aus dem Pomerol 22 und habt ihr ja schon alle gelernt. Er hatte jetzt dementsprechend auch wieder 14,5 Alkohol. Und trotzdem hatte ja quasi Dallem ja auch 14,5 und wir haben aber Kant Mell dazwischen gemacht. Der hatte dann ein Grad Alkohol weniger und trotzdem hatte er die Kraft und die Power, dass man das in der Reihenfolge schon so hätte machen können. Und jetzt ist eben nochmal doch, weiß ich nicht, viel mehr Merlot wahrscheinlich. Wir sind über 90% Merlot, wir haben einen ganz geringen Anteil Cabernet Franc. Wir könnten ja so rein sortig Merlot sogar draufschreiben. Was sie nicht machen. Ja, wobei, dann kriegen sie den Alkohol nicht in Krüft. Aber die schreiben es zum Beispiel drauf hier. 90 Merlot, 10 Cabernet Franc. Ah ja, schreiben die dann drauf. Also ein extra für Axel. Die Merlot-Traube ist charakteristisch dafür, dass sie schnell reift. Und wenn sie schnell reift, zieht sie viel Zucker. Und wenn sie viel Zucker zieht, wird der umgewandelt in Alkohol. Ein Grund, warum die Cabernet-Front-Traube mit dazugemischt wird und damit der Alkohol dir bei der Melod-Traube nicht komplett abhaut. Okay.

Und gibt natürlich auch ein bisschen Charakter, gibt ein bisschen Struktur rein. Das heißt, auch hier finde ich, sind die Fruchtnoten wieder dominierend. Hier ist die Pflaume. Hier ist die Pflaume. Hier finde ich, hast du die Kirsche. Hier merkt man die Kirsche. Aber du hast auch, finde ich, so ein bisschen feine Blüten, du hast ein bisschen Tabak da drin, Tabakblätter. Aber auch stark. Das ist lustig, weil dieses rechts-links ist jetzt lustig, dass man sich ein bisschen ein... Ich finde, er ist ein bisschen lauter, er ist ein bisschen mehr Holter-die-Polter, der andere war ein bisschen feiner, mehr der Gentleman, das finde ich ist mehr so die mit der Tür ins Haus. Ein bisschen Brachkirche. Das ist schon so eine Fruchtbombe. Das ist nicht ganz so filigran, sondern es ist schon wirklich... In derselben Preisklasse auch? Kostet genau gleich viel. Und dann ist es Geschmackssache. Dann ist es Geschmackssache. Ich glaube, wahrscheinlich werden... Ich würde neun von zehn Leuten entscheiden, sich für den davor.

Oder? Der ist ja wirklich, boah. Aber insgesamt ist das so, würde ich sagen, wenn man das für uns beitritt, für Axel und mich, als nochmal so eine Wiederbelebung, Einführung in den Bordeaux. In das Bordeaux ist das schon...

Das ist schon cool, weil dieses rechte und linke Ufer, also könnt ihr das unterscheiden, wenn ihr jetzt eine Blindverkostung macht, was rechts und links ist? Also ich würde Sven über die Traube wahrscheinlich identifizieren. Also ich Ich finde, wenn du in der Blindverkostung bist und du weißt, es ist eine Blindverkostung bei Bordeaux, gibt es ganz klare Charaktereigenschaften, die wir jetzt hier auch ein Stück weit rausgearbeitet haben für Körbernelllastigkeit und für mehr Loblastigkeit. Danach würde ich dann mal sagen, kannst du es zumindest mal nach dem Ausschlussprinzip sagen, wo ist die Wahrscheinlichkeit größer? Aber das würdet ihr unterscheiden können an der Blindverkostung. Bei einer wahrscheinlich ganz ordentlichen Quote, dass da auch mal irgendwas nach hinten losgeht. Ja, oder, aber im Prinzip ja kann man, kriegt man das schon, es wird dann ja eher sogar, dass du sagst, okay, du kannst vielleicht einen Wein aus der Appellation Margot auch erkennen, weil die sehr für sich quasi, sehr eigenständig sind und aus einer kleinen Appellation ist, oder aus dem Pomerol, was wir jetzt eben hatten, weil das einfach auch jetzt die Appellation schlechthin ist für den Melon, auch eine sehr, sehr kleine Appellation, aber das kann man schon, aber drüber steht immer was mag ich? Also was schmeckt mir, wenn ich es könnte, wo würde ich mir noch mal einschenken?

Bei mir, ich würde jetzt sagen, ich bin eher bei den Merlos.

Also beim rechten Ruhufer jetzt sozusagen. Du musst ja beim rechten Ruhufer. Genau. Das habe ich ja immer schon.

Aber das kann natürlich auch jetzt totaler Schwachsinn sein, weil ich jetzt noch nicht fertig geredet hatte. Aber es kann natürlich auch Blödsinn sein. Deswegen frage ich. Dein Geschmack ist kein Blödsinn. Nein, das ist kein Blödsinn. Aber deswegen frage ich, ob man sozusagen das wirklich rausschmecken kann, linkes oder rechtes. Du kannst auf jeden Fall für dich sagen, wenn du mehr quasi heute die Weine vom rechten Ufer lieber mochtest, dass du eher mit dem Melon mehr anfangen kannst und dass du eigentlich, wenn du drauf achtest und das eben weißt und dann eben siehst, aha, okay, das ist der Fluss, das ist das rechte. Dann suche ich mir eher aus dieser Ecke die Weine, wenn ich aus dem Bordeaux, da steht nichts drauf und so weiter. Ich habe dir jetzt nicht die Seite drauf geschrieben. Und dann kannst du für dich schon sagen, das ist eher mein Ding. Und alle anderen, die heute zuhören, auch. Sind wir uns heute einig über den Lieblingswein? Wahrscheinlich, oder? Also bei dreien bin ich mir hundertprozentig sicher. Du bist auf jeden Fall ja manipulativ. Nein, ist ja noch. Ich würde ja mal rückwärts verkosten. Das wollen wir jetzt auch mal da drin lassen. Das möchten die auch sicherlich ich will nur noch. Ja, ich will nur noch mal einen kleinen Schluck.

Also jetzt noch mal Kant mehr als zurück nach dem Pomerol, nach dem Nalk. Das ist natürlich im Prinzip wird das jetzt auch jetzt noch funktionieren. Bin ich mir sicher, obwohl der Wein zarter ist und feiner und weniger Alkohol hat, ist er einfach von seiner Kraft so, dass du ihn auch jetzt noch trinken kannst. Das ist großes. Die Frage ist nur, Axel, also bei euch beiden will ich mir jetzt 100% sicher, dass das euer Lieblingswein ist. Bei mir weiß ich es auch. Bei Axel weiß ich es nicht. Ich weiß es auch nicht so. Ich sehe schon, dass der letzte Wein natürlich, ja genau, wie er sagt, sehr laut ist und sehr viel Alkohol hat, sehr viel Frucht und ein bisschen eindimensionaler vielleicht ist. Ja, als der hier. Aber es ist auch gut. Ja, mir gefällt diese Fruchtigkeit, aber vielleicht ist es, also ich kann mir schon vorstellen. Also wenn ich mir was wünschen dürfte, würde ich sagen, lass uns dieselbe Probe in fünf und in zehn Jahren nochmal nachmachen und lass uns genau die Weine gegeneinander trinken. Und ich garantiere euch, es wird sich nochmal verändern, weil die Weine sich einfach in der Flasche, in der Zeit... Vor allem ist Michi dann endlich über 50.

Vielleicht haben wir uns ja auch weiterentwickelt. Ja, wir haben uns auf jeden Fall weiterentwickelt. Aber das gilt gerade für Pomerol. Also mir ist er zum Beispiel, ich finde ihn toll. Mir ist er im Moment etwas... Hier, finde ich, merkt man die Jugendlichkeit noch, die der Wein hat. der ist etwas ungestüm, der hat tolle Noten, der ist schon sehr, sehr weihig, ist sehr, sehr samtig, aber mir ist das noch... Die Primärnoten sind mir alle noch zu ausgeprägt. Ich würde hier echt noch ein bisschen warten, vielleicht zwei, drei Jahre, und würde ihn dann auch noch mal gerne, wir glauben, dass er dann ein bisschen mehr Charakter kriegt, dass dieses superfruchtige sich ein bisschen zurückzieht. Das wird nie gehen. Merlot ist einfach ganz, ganz klassisch. Glaube aber, dass er ein bisschen vielschichtiger wird. Das kann ich mir gut vorstellen. Das Paket kostet 118,60 Euro. Ich glaube, da hast du einen guten Einblick in das, was wir jetzt alles schon besprochen haben, ins Bordeaux und... Und man macht nichts falsch damit. Auch ein schönes Geschenk, finde ich übrigens. Also eins, du kannst... Ich will mich drüber voran. Du kannst dir vielleicht auch eins verschenken. Leute, aufs Leben, es war, wir haben es geschafft, in der Zeit zu bleiben. Echt? Das ist wichtig, ja. Das hätte ich am Anfang überhaupt nicht gedacht. Ich bin ja der Zeitdoktor und wir haben es geschafft. Also ich bin dafür sehr dankbar. Apropos Geschenk, ich wollte mich nochmal bei Erich bedanken, der uns Aachener Printen mitgebracht hat. Ja, Prost, Alter.

Ich habe die alle gegessen schon. Die waren mega. Kinder mochten das. Lars hat sie mir gestern vorbeigebracht. Auch mal danke an dich, Lars, weil ich habe sie mitbekommen und du hättest sie auch behalten können. Und der Hammer, kann ich nur jedem empfehlen, der eine Frau oder eine Freundin hat, ein Adventskalender zu machen. Und meine Freundin liebt Aachener Printen. Die dreht total ab. Ernsthaft, hast du die jetzt einzeln verpackt nochmal? Nee, nee, nee.

Ernsthaft, du kriegst, das sind doch sechs Stück gewesen oder so. Du sagst, so eine Print ist ein Türchen. Ja, ja, es ist ein Türchen. Wollt ihr Bonzen hat ins Kalender. Nein, nein, nein. Ein Kartierring. Tipp Nummer eins, wirklich. Wenn ihr einfach Punkte sammeln wollt bei den Frauen, ihr könnt gar nicht genug in diesen Adventskalender investieren. Das zahlt sich doppelt und dreifach aus. Und vor allem, wenn die Frau kein Adventskalender hat, das ist 24 mal moralische Überlegenheit. Der Dezember ist... Ich mache hier der Hanselauenischen Wein-Adventskalender für die Mitglieder. 1200 Euro für 24 Flaschen und der Reinhardt-Lös geht an Radio Hamburg Hörer helfen Kinder und im Schnitt machen wir so 20, 25 Adventskalender. Wow! Ich habe noch einen ganz tollen Tipp, wenn ihr schon bei Aachener Printen seid, ist meine Empfehlung, es gibt ja unterschiedliche Printen in Aachen, meine Empfehlung ist die Kräuterprinte zu nehmen, das ist nämlich die Printe pur und die mit diesem Weinpaket gemeinsam zu genießen, weil die Printe passt hervorragend, gerade zu den jungen Bordeaux, die kämpfen nämlich hin, ist eine Alternative zu Käse und Schokolade, die Aachener Printe zu diesen jungen Bordeaux-Weinen ist ein absolutes Genusserlebnis und verstärkt nochmal die Kühlschmerznerven. Nehmen wir mit. Axel, kriegst du denn einen Adventscheid? Nee, kriege ich nicht.

Hast du noch nie einen gekriegt von deiner... Nee, von meiner jetzigen habe ich noch nie einen gekriegt. Oh, von meiner jetzigen? Ja, ja. Früher war das anders. Aber... Ist das ein Geheimnis oder weiß sie das auch? Sie hört es ja nicht. Nee, aber sie weiß, dass sie einen kriegt und sie weiß natürlich, dass sie keinen macht für dich. Also es kommt jedes Jahr einer. Sie tut immer jedes Jahr so, als ob sie sehr überrascht ist. Aber sie rechnet damit auch schon. Wenn es einer jetzt nicht käme, wäre es schon... Dann ist die Trauer groß. Sie würde nicht nachfragen, aber vielleicht würde sie denken, letztes Jahr hatte ich einen so. Aber es ist wirklich, wie ich es sage, es ist so oft und einen Monat lang einfach... Der bessere bin. So weißt du, das habe ich. Das ist eigentlich nur 24 Tage, das ist kein ganzer Monat. Kann doch die letzten sechs fehlen. Also muss der Kalender für 24 Tage so gut sein, dass du die letzten sechs Tage noch... Okay, also dann gehen wir jetzt nochmal los, Michael, ich gehe nochmal zu Wempe. Ja, meine Frau macht für die Kinder, aber ich... Ernsthaft, noch für die Kinder? Ja, die Kinder liebens. Ja, aber mach das mal für die Kinder. Und Gesichtspackungen, die glaube ich auch, aber ich, ja, die wird dann ganz, die wäre fertig, weil sie ja nichts hat für mich. Ja, ihr Problem. Dann würde ich sie in Verlegenheit bringen. Ja, aber das ist ihr Problem, wirklich.

Da schickst du ein Ding los. Aber das ist doch auch nicht schön. Nein, wenn, dann muss ich das doch selber machen. Und die Aachener Printen von Erich habe ich schon weggefuttert. Lieber Urs, danke, dass du unser Gast warst. Was sagen wir, wenn wir Bordeaux trinken? Ach genau, es gibt einen Spruch zum Abschluss, der heißt Bordeaux, toujours Bordeaux. Ja, das machen wir jetzt nochmal. Wir stoßen an. Bando, toujours Bando. Bando, toujours Bando.