Unser Partner Havesco macht jeden Wein zum Erlebnis. Das vorgestellte Vier-Flaschen-Paket ist bestellbar auf havesco.de. Zusammen mit über 9000 weiteren Weinen. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit uns und wir. Das ist einmal der Michi. Servus und Moin. Und neben mir sitzt auch der liebe Lars. Moin und Servus. Und wir haben heute einen besonderen Gast. Besonders deswegen, weil es ein Winzer ist, der mal zur Abwechslung nicht ein Weingut in 93. Generation führt, sondern der ganz ohne familiären Background selber gesagt hat, ich gründe mal ein Weingut. Genau. Und das dazu befähigt hat ihn eine Winzer-Ausbildung im Remstal und zwei Stationen bei biodynamischen Weingütern. Ich glaube bei Leiner warst du und bei Jochen Breuer. Beurer, genau. Beurer, genau.
Und so um 2017 herum musst du dann wahrscheinlich eine Bank überfallen haben, weil da hast du gesagt, ich mache jetzt mein eigenes Weingut auf. Und das Weingut heißt, so wie du, nämlich Leon Gold. Und dort, das ist, wo war das noch? In Weinstadt. In Weinstadt, genau. Im Remstal auch. Genau. Ja, genau. Und da bewirtschaftest du 18 Hektar, machst vor allem Riesling. Aber auch Spätburgunder und noch ein paar andere Rebsorten und, 150.000 Flaschen sind es inzwischen, die du jährlich produzierst. Und ja, ich glaube, dein Ansatz ist vor allem, die Weine so naturbelassen wie möglich zu lassen. Ja. Genau. Dazu musst du uns gleich noch mehr erzählen. Aber erstmal würde ich gerne wissen, 2017, als du dieses Weingut gegründet hast, was hat dich das an Courage gekostet damals? Es war noch ein Tick früher. Also tatsächlich war es 2013.
Dann habe ich das Ganze im Nebenerwerb gemacht. Ich hatte drei Weinberge oder zwei Weinberge besser gesagt, 2013 noch. Einer war damals brachgedegen, also war noch nicht bestockt. Einen hatte ich mit Riesling übernommen, also mit bestockter Rebfläche. Und 2013 ist meine Tochter auf die Welt gekommen. Und dann macht man halt, wie es glaube ich so üblich ist, so einen Wein fürs Kind, wo man dann einfach für Jahre hin weglegt. Und damit hat das Ganze quasi angefangen. Und dann habe ich 2013 sozusagen den ersten Wein ausgebaut, den ich allerdings erst 2015 dann in den Verkauf gebracht hatte. Oder einen Teil davon in den Verkauf. Wie hieß der Wein? Riesding Halbstück. Halbstück? Halbstück für die Fassgröße. Okay.
Und weil ich da quasi auch das erste Holzfass gekauft habe. Also ich habe nicht angefangen mit irgendwelchen Edelstahltanks, sondern tatsächlich war mein erstes Fass, Weinfass, ein Holzfass und kein Weinfass. Aber hast du das denn zu Hause im Keller gemacht? Also wo hast du das ausgebaut? Wir müssen glaube ich noch ein Stück früher anfangen. Also wir haben, ich komme ursprünglich aus dem Heilbronner Raum, also gar nicht direkt aus dem Remstal, war dann bis 2012 in der Pfalz tätig bei Sven Leiner. Und habe dann 2012, 2013 beim Jochen Beurer angefangen und habe nebenher quasi von meiner Frau, ihrem Opa, 15a Rebfläche übernommen, der es altersbedingt nicht mehr bewirtschaften konnte. Was ist A?
Altersbedingt? Nee, nee, also 15a. A, also ein Hektar. Ach so, das ist... Und die nächste kleinere Maßeinheit, also genau 1500 Quadratmeter. Okay, krass, das kann ich aber auch nicht. A habe ich zum ersten Mal gehört. In Nordhalschland redet man immer über Hektar, oder? Ja, Hektar Quadratmeter, aber A, das ist noch nie gehört. What? Oder? Noch nie gehört. Noch nie gehört. Und so hat es im Endeffekt angefangen. Und 2014 habe ich dann noch mal...
Rund 50a, also ein halbes Hektar Rebfläche dazu praten können, weil ein Betrieb aufgehört hatte, ein kleiner Nebenherr bewirtschafteter Betrieb, der das im Nebenerwerb gemacht hatte, hatte altersbedingt aufgehört. Und dann hatte ich die Chance, nochmal diese 50-Arribfläche dazuzunehmen. Und dann hatte ich schon so ein ganz kleines Sortiment. Also ich hatte dann vier Weine, die ich dann 2015 offiziell mal zeigen konnte und sagen konnte, hallo, hier bin ich. Und die Hauptrebsorte war natürlich zu dem Zeitpunkt absolut Riesling. Ja, und da war es aber noch bei Jochen Beurer. Genau, ich war bis 2017, habe ich das Ganze im Nebenerwerb gemacht. Und 2017 habe ich dann den Schritt in die komplette Selbstständigkeit gewagt, vollends unternommen, habe dann 2018 die eigenen Räumlichkeiten auch gebaut, weil ich einfach, ich hatte ja nichts, also ich hatte keine Traktoren, ich hatte keine kellerwirtschaftlichen Hilfsmittel, ich hatte keine Tanks, keine Pumpen, keine Schläuche, keine Presse und hatte das dann nach und nach einfach erworben. Und so ist das Ganze dann nach und nach entstanden. Man muss natürlich sagen, allein wenn man Leon Gold heißt, das schreit danach, das man... Nein, ich finde, es schreit danach.
Du denkst, das ist irgendwie ein Markenname. Es klingt doch Leon Gold. Das klingt doch so, dass er sagt, da musst du Weine machen. So ging es mir, als ich Leon das erste Mal getroffen habe. Das war im Frühjahr auf der Pro-Wein in Düsseldorf mit der Nele zusammen, die mich quasi auch um die Vermarktung dieser Weine kümmert. Ich hatte überhaupt keine Zeit und rannte wirklich nur. Und dann habe ich dieses Produkt, das ich euch jetzt schon mal eingeschenkt habe, ein alkoholfreier... Ich wollte gerade sagen, alkoholfreier. Man riecht es gleich. Ein alkoholfreier Sparkling, der heißt Luna Herbs.
Für mich ist es kein alkoholfreier Wein, für mich ist es ein Lifestyle-Getränk mit Bubbles, alkoholfrei, das ich aber mehr als anständig fand, das ein Zehner kostet. Und damit fangen wir gleich schon mal an. Leon, weil du natürlich als junger, dynamischer Typ gesagt hast, gleich alkoholfrei ist ganz wichtig. Oder wie bist du dazu gekommen?
Klar, das Thema Alkoholfrei beschäftigt uns natürlich absolut. Es geht natürlich einen gewissen Trend dorthin. Wir haben mit 2016 oder 2017 einen verperlten Traubensecco gemacht, relativ unspektakulär. Also einfach nur Traubensaft abgefüllt und mit Kohlensäure verperlt. Und das fand ich tatsächlich einfach irgendwann zu langweilig. Das ist gut, ne? Das ist gut. Das ist mega gut. Das ist mega gut. Ich will mich nicht unterbrechen, aber ich schenke mir das schon mal nach. Es ging mir genauso. Das ist gut. Sorry, wir haben unterbrechen nicht. Und ich habe dann einfach vor zwei Jahren so ein bisschen angefangen, irgendwie ist es dann doch zu langweilig, nur Traubensaft zu verperlen. Es muss einfach mehr sein. Und ich mag unheimlich gern Rosmarin, ich mag unheimlich gern Holunder und Lavende. Das sind einfach so drei Komponenten, wo ich einfach ganz, ganz... Und man schmeckt alles raus. Man schmeckt alles einzeln raus. Entschuldigung, ich bin begeistert. Tut mir leid. Man merkt das gar nicht. Du musst noch nicht schon sehr gut kennen. Kopfballast selten vor.
Ich hätte es beinahe gesagt. Leon, lass dich von denen nicht irritieren. Ich freue mich. Ja, ich auch. Schön. Auf jeden Fall haben wir dann verschiedene Auszüge gemacht vom Holunder, vom Lavendel und aber auch vom Rosmarin und haben das ein bisschen zusammenküvitiert. Und irgendwie hat man dann noch so ein bisschen Frische bzw. Ich finde es unheimlich spannend, wenn man in ganz normales Sprudelwasser eine Scheibe Zitrone reinmacht. Nicht, weil jetzt das Wasser nach Zitrone schmeckt oder die Säure davon kommt, sondern einfach von der Schale dieses leichte Zitrusaromatik und dann haben wir quasi noch einen Kaltauszug von der Zitrone gemacht. Und haben das Ganze dann zusammenküvetiert. Und bei früh gelesenen Trauben haben wir einfach auch noch eine unheimlich schöne Frische mit dabei. Eine Säurestruktur. Ist ja nicht auch noch Apfel dabei oder so? Gar nicht. Aber ich schmecke Apfel. Und das ist auch noch ein Bioprodukt. Genau, das ist auch noch ein Bioprodukt. Was heißt denn eigentlich ein Auszug machen? Ein Auszug. Also im Endeffekt setzt man die Zitronen auch mit Wasser beziehungsweise mit Saft in dem Fall, also mit Süßmost an und lässt es einfach ziehen. Okay, wobei es jetzt kein Ersatz ist für Wein, oder? Soll es auch nicht sein. Aber es ist halt ein mega gutes, das kannst du ja den ganzen Tag trinken. Es soll als Alternativprodukt darstellen oder da, ja, als Alternative.
Und was wir halt nicht machen möchten, ist tatsächlich einen Wein entalgolisieren und den dann wiederum irgendwie, also wir geben ja nicht erst unheimlich viel Energie und Liebe und Leidenschaft in ein Produkt rein und nachher ziehen wir quasi das Ganze über eine technische Entalkoholisierung wieder den Alkohol raus. Um es dann nochmal zusammenzusetzen. Und dann setzen wir es wieder zusammen.
Macht in meinen Augen keinen Sinn, deswegen bleiben wir auf der Saftbasis. Wir haben jetzt dieses Jahr noch ein zweites Produkt, ein Rosé. Aus der Muskat-Drollinger-Traube, Muskat die Homburg, ist ja quasi eine sehr aromatische Rebsorte, wo dann noch ein bisschen verfeinert wird mit Rosenblüten. Aber auch da eher wieder dezenter von der Frucht her und ein bisschen mit Hibiskus gearbeitet und Zitronenmelisse. Und macht dir das ähnlich viel Spaß wie Wein machen oder ist das für dich eher so eine Ersatzgeschichte? Es macht schon auch unheimlich viel Spaß, das rumzuprobieren. Man hat halt jegliche Möglichkeiten und man kann tatsächlich im Vergleich zum Wein kann ich mehr ausprobieren und mehr experimentieren. Weil ich halt einfach diesen Saft einmal als, als Ausgangsprodukt habe und dann kann ich rumexperimentieren, in welche Richtung das gehen kann, soll. Beim Wein habe ich natürlich und vergäre ich und in die Gärung kann ich zwar, einschreiten, kann ich zwar mit beeinflussen, aber ich kann natürlich nicht.
Ein halbes Jahr später sagen, du fang nochmal von vorne an. Wo verkauft ihr? Steht der dann irgendwo in Weinlinie überhaupt oder steht der im Supermarkt bei Erfrischungsgetränken? Weil das ist ja, okay, es ist ein teures Erfrischungsgetränk, aber es ist halt ein erwachsenes Erfrischungsgetränk. Also insofern, wo steht da? Schon im Wein. Und das Etikett ist irre, weil Leon Gold würde man denken, boah, was für ein geiler Name und dann ist der hier so schräg an der Seite, dass man es kaum sehen kann. Bewusst, dezent. Aber trotzdem, das ist eigentlich an Babylon Berlin, diese Schrift irgendwie. Also es hat sowas 20-Jahre-Jahre-mäßiges. Ist es überall so? Ja, tatsächlich. Also bei den Orts- und Lagenwein ist es überall so, Bei den Gutsweinen haben wir es ein bisschen plakativer, weil wir haben im Prinzip mittlerweile schon die zweite Runde Etiketten. Vom Design her, wir sind ein bisschen seriöser geworden. Wir haben am Anfang einfach nur Gold draufstehen gehabt.
Und irgendwann hatten wir es tatsächlich nicht mit dem... Mit einer Person in Verbindung gebracht, die Marke Gold. Und deswegen hat man dann irgendwann noch gesagt, okay, wir wollen das etwas persönlicher auch, weil natürliche Schweine auch eine gewisse Persönlichkeit und wir machen hier ein persönliches Produkt oder von uns selber, vom Betrieb her. Und dann sollte dementsprechend natürlich auch nicht nur die Marke im Vordergrund stehen. Cool. 8,8 Gramm Zucker? Das ist im Vergleich zu Kohler wenig.
Aber durch die Säure, finde ich, wirkt es nicht wahnsinnig süß. Ich finde es eine mega Alternative, insbesondere so im Operativbereich oder überhaupt, wenn du sagst, ich mach nichts. Ich war neulich in einem großen Hamburger Hotel und dann gab es da Wein und ich wollte, weil ich noch Auto fahren musste, wollte nichts trinken. Sagt er, haben Sie denn irgendwas Alkoholfreies mit Wein oder so? Nichts? Das fand ich schlapp. Ja. Oder es war eigentlich ein Top-Hotel. Also nichts irgendwie gar nichts. Wir haben nichts davon. Okay. Finde ich ist ein bisschen an der Zeit vorbei. Oder? Hast du das auch? Hast du das im Angebot jetzt? Wir bieten es proaktiv an. Ich meine auch diesen? Ne, den habe ich noch nicht. Ich wollte ja mal eure Reaktion abfragen. Der ist super. Also auch vom Vergleich, wir hatten ja Spark. Wir hatten ja viele Spark. Mit einer der besten Sachen. Ich fand es auch. Also das war ja der Türöffner, dass wir uns kennengelernt haben. D-Meter steht noch drauf, was ich auch schön finde. Das ist für viele auch wichtig. Und dann steht hinten drauf bei Gold G-O-L und bei D steht Divers. Was heißt das?
Also G steht natürlich für Gutswein, das O für Ortsweine, SL für Lagenweine und wir haben alles, was irgendwo, wir probieren ja auch so ein bisschen mit Pet Nuts, mit unfiltrierten Geschichten. Alkoholfrei. Alkoholfrei oder Sachen aus der Amphore und um das Ganze auch irgendwo in den Rahmen, in die Kategorie einzupacken, haben wir einfach gesagt, okay, das ist unsere Diversität. Nicht nur im Weinberg, sondern einfach auch in der Flasche oder im Ausbau. Und dementsprechend ist das quasi in dieser Kategorie dran. Am besten natürlich, wenn du jetzt noch Golg geheißen hättest mit 2G am Ende.
Dann hätte man immer noch ein GG-großes Gewächs. Müsste aber ein VDP sein. Und Luna Herbst steht da drauf. Das ist ja... So heißt das Getränk. Genau, aber ist das auch Programm ein bisschen? Natürlich, wir sind ja ein biodynamisches Feingut. Wir arbeiten natürlich auch nach den Mondphasen. Natürlich ist es auch ein unheimlich schöner Name. Also er klingt einfach auch schön, das muss man natürlich auch ganz klar und offen zugeben, dass man einen Namen niemals einem Produkt geben würde, der sich nicht schön aussprechen lassen würde. Aber Herbst natürlich für die Kräuter und Luna natürlich, also die Kräuter sind jetzt nicht bei den verschiedenen Mondphasen geerntet worden, weil das einfach technisch in manchen Bereichen nicht funktioniert, aber schon auch aus Philosophiegründen. gründen. Vinieren, ne? Sagst du? Vinieren, weil das so aromatisch ist? Aber das mit den Mondphasen, das musst du nachher nochmal haben.
Und auch süß. Deswegen müssen wir es einmal kurz vinieren. Es ist auch so ein bisschen wie bei meiner, wenn ich immer zur Massage gehe, der rät das auch so. Ein unglaublich toller der Geruch allein ist schon schön. Was sagst du? Kosten 10er? Kosten 10er, ja. Guck mal, nicht mega. Aber das muss man sagen, das ist ein Es gibt ja so diese, also wenn du in meine Kinder älter, weil so dieses, was man so im Supermarkt kriegt, dieses Bubbles da oder so für drei, das ist so ein Müll als Getränk, wirklich, was es an den Kindern gibt. Aus Unwissenheit oder aus Bequemlichkeit. Ja, weil sie auch so diese Bubble Teas wollen, die wollen die immer haben, wenn wir am Bubble Teal vorbeigen, die Kinder, Bubble Tea, Bubble Tea, und denkst du, das ist ja wirklich widerlich. Aber gut, das sind halt Kinder auch. Also unsere Kinder lieben das. Den Luna Herbst, zwischen zwei und zwölf. Okay, das sind ein paar mehr, oder? Es sind vier. Okay, G-U-L-D. Also wir haben gepatcht, sozusagen. Ja, wunderbar. Da steht in der Gute. Wir kommen drauf. Viel schaffen wir. Hier können wir mithalten. Also auch wenn es keine Vorgängergeneration gibt, für die Nachfolger ist gesorgt, oder? Ja, natürlich.
Man muss jetzt einfach sehen, was welche interessen wer hat es muss niemand also ich glaube es wird keiner der ein weingut irgendwo betreibt sagen die nächste generation muss weil ich glaube jemand muss sollte es aus leidenschaft machen und aus eigenem wille dann macht das auch gut und wenn jemand was machen muss dann ist meistens verzwungen und irgendwo dann auch, nicht erfolgreich oder irgendwo dann auch zum Scheitern. Und hast du, Leon, quasi unter den Kollegen, haben die dann Ressortiments, weil du jetzt ja nicht schon der Fahrer hast und der Großfahrer hast und der Urgroßfahrer hast, sondern du quasi alles von alleine aufgebaut hast? Oder bist du einer von denen und spürst da keinen Unterschied? Oder hast du vielleicht sogar einen Vorteil, weil du ja quasi ohne einen Rucksack von historischen, war immer schon so, Sachen da quasi auf einem weißen Blatt Papier das Neue skizzieren konntest? Also ich glaube, es hat sowohl einen Vorteil als auch einen Nachteil. Also der Vorteil überwiegt, denke ich schon, dass man einfach machen kann.
Man muss niemandem Rechenschaft abgeben. Zumindest am Anfang, wenn man jetzt irgendwie ein neues Produkt, einen Weinberg macht. Man braucht jetzt nicht irgendwelchen alten Geschichten, irgendwelche Traditionen hinterherrennen, weil man sie schon immer so gemacht hat und aber gar nicht davon überzeugt ist. Man muss keine Kämpfe irgendwie mit Vätern oder Müttern oder sonst was ausdiskutieren. Der Nachteil ist natürlich auch da, man kann auch keine Generation fragen, um Rat fragen, weil manchmal ist es natürlich auch wichtig, das Wissen, welcher Weinberg, wie, wo, was, die Erfahrung muss man natürlich selber machen oder dann auch natürlich auch mit Kollegen. Wir haben ein unheimlich gutes Kollegium in Weinstadt, in der direkten Nachbarschaft auch. Es macht echt Spaß und da tauscht man sich natürlich auch dementsprechend aus. Und es dauert natürlich eine gewisse Zeit, bis man dann auch irgendwann mal angekommen ist. Oder bis man dann in diesem, ich muss nicht sagen in dem Kreis, aber einfach in dem, bis man sich ja auch vielleicht gewiss weit behauptet hat. Aber unsere Qualitäten sind ja jetzt nicht...
Schlecht, also sie können sich ja auch zeigen, wir machen jetzt kein Krusch, sage ich jetzt einfach mal, sondern wir versuchen ja einfach seriöse Herkunftsweine zu keltern und.
Haben uns dann glaube ich schon auch gewisserweise bewiesen, was wir machen. Sag mal genau, das war eigentlich meine Eingangsfrage, man kann ja nicht einfach Weingut gründen, beziehungsweise die meisten fehlt dazu wahrscheinlich, also muss doch wahnsinnig teuer sein, oder? Wenn man grundsätzlich darüber nachdenkt, auf jeden Fall. Also es ist nicht so, dass ich jetzt irgendwo aus einer reichen Familie komme, wo jetzt irgendwo mal ein paar hunderttausend geschoben worden sind oder sonst irgendwas, sondern ich habe tatsächlich einfach mit nichts angefangen. Also ich habe wirklich nicht mal eine Rebschere gehabt. Das geht noch vom Investment. Das ist noch das kleinste Investment, aber das ist auch ein Investment. Und ich habe relativ früh halt angefangen, immer das, was ich irgendwo erwirtschaftet habe, gleich wieder zu investieren in den Betrieb. Also ich habe eigentlich bis 2017 auch nie was aus dem Betrieb oder bis 2018 nie was aus dem Betrieb rausgenommen, sondern ich habe eigentlich alles, was im Betrieb erwirtschaftet wurde, im Betrieb gelassen. Und damit quasi das Nächste wieder immer erstmal säen, bevor man ernten kann. Das war eigentlich immer so ein bisschen das Credo, dass man, natürlich, ich brauche jetzt glaube ich niemandem sagen, wenn man sich irgendwo was aufbaut, muss man halt mehr wie acht Stunden am Tag bringen.
Dann sind es halt mal 14 oder 16 Stunden und dann halt nicht nur fünf Tage, sondern vielleicht auch sechs oder sieben Tage. Aber das hat sozusagen gereicht? Das hat tatsächlich gereicht. Also ich glaube, wenn man es tatsächlich auf Papier bringen würde, Und man würde zur Bank hingehen. Die Bank würde sagen, ja, schöner spleen, kann sie wieder gehen. Das heißt, du brauchtest nie eine Bank, was du bei seinem Geklagd hast. Bis 2018, bis ich dann quasi unser Betriebsgebäude gebaut habe, habe ich keine Bank gebraucht.
Und du hast jetzt etwas auch geschafft in diesem Podcast, was in diesem Jahr sehr ungewöhnlich ist, weil wir haben was im Glas? Axel? Grauer Burgunder. Ein Grauburgunder. Dazu musst du natürlich die Vorgeschichte wissen. Einer von uns hat die anderen beiden sehr stark beeinflussen. Und hat gesagt, es gibt keine gute... Nee, das stimmt nicht ganz. Es gibt nur wenige gute Grauburgunder. Und wenn du dann einen mitbringst, Michael, dann ist er sehr gut. Dann finde ich ja. Dann hat er mich überzeugt. Und da bin ich auch immer dann ehrlich und freue mich drüber, das mit euch zu teilen. Aus vielerlei Gründen. Also das 24er Grauburgunder Gutswein. Also es steht beim G, steht dann Gutswein. dabei, wo es hier beim D divers dabei stand. Zwölf Alkohol, Demeter. Ja, und man sieht auch von der Farbe schon, finde ich ihn doch eine etwas kräftigere Farbe, das heißt längere Maischestandzeit oder ist das einfach, weil die vollreifen Grauburgundertrauben per se einfach dunkler sind? Deswegen ja auch Grauburgunder.
Also grundsätzlich aber beim Grauburgunder ist natürlich, schon auch eine wichtige Rebsorte, also generell die Burgunder-Familie ist bei uns im Weingut nach dem Riesling extrem wichtig geworden in den letzten Jahren. Wir haben mit dem 2018er Jahrgang Grauburgunder beziehungsweise auch Chardonnay mit ins Portfolio bekommen, weil wir einfach bestockte Rebfläche übernehmen konnten. Zum Ausbau hier, Hier haben wir 90 Prozent in großen Holzfässern ausgebaut, also in Doppelstück, Stück, aber auch Toneufässern. Was heißt das? Also die Maßeinheit von den Holzfässern. Was ist Doppelstück und Stück? Ein Stück sind 1200 Liter. Also im Endeffekt, jede Region hatte früher eine Maßeinheit eines Holzfasses. Bisparik ist ja auch im Endeffekt eine Maßeinheit. Oder das Fuder in der Mose. Da gab es das Halbstück. Das Stück waren 600 Liter, das Stück sind dann 1200 Liter und das Doppelstück dann 2400 Liter. Okay.
Und mir gefällt es einfach unheimlich gut, wenn ein Grauburgunder so ein bisschen Holzeinfluss hat. Allerdings gar nicht spürbar im Geschmack groß, sondern einfach nur leicht unterstützend. Ein bisschen schon, oder? Ja, aber nur ganz dezent. Normalerweise ein Grauburgunder nicht im Holz. Wir haben nur ein Grauburgunder. Also normalerweise die Basis, quasi die Gutsweinqualitäten eher wenig quasi in einem Holz, das irgendwo im Ansatz spürbar ist, vielleicht in einem großen Holz. Und hier ist es spürbar und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich es auch mag. Weil ich finde, es hat dann dadurch sofort eine Ernsthaftigkeit. Und ich habe neben dem Holz eben so eine Salinität. Ich habe eine Energie auch in diesem Wein gefunden für 11 Euro, die ich bemerkenswert fand. Und deswegen habe ich ihn mitgebracht. Ein bisschen Zitronen habe ich auch, oder was ist das? Ja, gar nicht so viel diese roten Früchte, die oft im Grauburgunder dann auch da sind, finde ich, ist gar nicht so. Die Frucht ist sowieso nicht sehr opulent jetzt. Das mag auch dem Holz geschuldet sein.
Aber du sagst, ihr habt den auch gemacht, weil die Leute es nachfragen, weil tatsächlich die Leute... Grundsätzlich natürlich ohne Grauburgunder. Grauburgunder ist natürlich eine Rebsorte, eine kühle, frische, leichte Rebsorte, die auch natürlich auch irgendwo der Markt möchte. Nicht, dass wir jetzt immer einen Markt hinterherrennen möchten, aber ich finde es einfach eine... Ein schöner, leichter Grauburgunder gefällt mir unheimlich gut. Trinke ich auch mal selber ganz gern. Wenn ich natürlich jetzt die Wahl hätte, bei uns aus meinem eigenen Portfolio zwischen einem Riesling oder einem Chardonnay und einem Grauburgunder zu wählen, wäre ich eher beim Riesling oder beim Chardonnay oder beim Weißburgunder wie jetzt beim Grauburgunder.
Aber ich habe ausgesucht. Genau, ich habe ausgesucht. Es ist auch wieder so ein Wein, der speckt wahrscheinlich neun von zehn Leuten. Da machst du gar nichts mit falsch. Aber ich glaube, wenn jemand sich mit Wein auskennt, sagt er auch, okay, gehe ich mit. Das meinst du, glaube ich. Das ist bei vielen nicht so. Und ich glaube, dass er auch, ich finde es schon sexy, wenn der Wein nur zwölf Alkohol hat und trotzdem eine Kraft, dass du das Gefühl hast, da kann ich auch irgendwie Pilze à la Creme oder irgendwas dazu essen, das auch eine gewisse Schwere hat vom Gericht, auch was Sahniges hat und trotzdem steht der Wein daneben. Also ich freue mich jetzt auch darüber. Ich meine, das ist ja ein paar Monate her. Lustigerweise, als ich an dem Stand war und das natürlich laut war, ich musste schon wieder weiter und dann habe ich gesagt, na den musst du noch probieren, den musst du noch probieren und den musst du noch probieren und das musst du noch probieren und auf meinen Zettel war schon überhaupt kein Platz mehr, weil ich wollte einigermaßen Notizen noch mitschreiben und das finde ich dann schon.
Ja, ich finde das ist sehr, sehr gut gemacht und ernsthaft und wenn mir das jemand einschenkt, würde ich sagen, da trinke ich gerne mit. Da würde ich nicht sagen, das nervt mich jetzt schon gleich. Ich hätte das Gefühl, der ist jetzt auch noch sehr kalt, aber ich hätte das Gefühl, das nervt mich jetzt nicht sehr schnell. Das wird auch nicht so sein, das ist nicht so, dass man noch in vier Tagen darüber spricht, aber es ist ja bei Grauburgundern oft so. Genau wie du sagst, geht es ja auch so, wenn wir die Wahl hätten zwischen einem Grauburgunder und einem Riesling, würden wir in der Runde wahrscheinlich immer den Riesling nehmen, aber viele andere Menschen würden halt immer den Grauburgunder nehmen, weil sie sagen, oh der Riesling, der bekommt mir nicht, ich kriege Säure. Aber die wahren Weinkenner würden natürlich sich an uns halten und würden sagen, was ich immer schon mal trinken wollte, ist ein... Krollinger. Oder wie Leon so schön sagt, im französischen Slank. Dologé.
Aber das sagten die nicht. Aber jetzt geht es ja, stopp, stopp. Leon sagt, seine Hauptrebsorte ist Riesling. Und wir trinken jetzt einen Rotwein. Richtig. Weil der Riesling so stark ist. Es kommt noch einer, aber der ist nicht trocken. Den haben wir für Axel mitgenommen. Okay. Wie viele verschiedene Rieslinge hast du? Vier. Fünf. Fünf. Okay. Das ist wie bei den Kindern. Vier, fünf. Keine Ahnung. Nein, wir haben tatsächlich in jeder Kategorie. Klar. Der Riesling ist eigentlich auch die einzigste Rebsorte, die wirklich vom Gutswein bis zum Lagenwein bzw. Bis zu den Diversweinen geht. Der Riesling ist auch der einzigste, der nicht trocken ausgebaut ist. Alle anderen Weine sind bei uns tatsächlich einfach komplett trocken ausgebaut.
Und ja, Riesling ist natürlich die Hauptrebsorte. Riesling ist die Königin der Rebsorten, nicht nur in Württemberg, sondern in ganz Deutschland. Und auch international gesehen ist es natürlich unheimlich spannend, Riesling auch nach außen zu bringen und gerade durch auch unseren relativ großen Exportanteil. Wie groß ist der? Über 30 Prozent eigentlich. Wie hast du das gemacht, also so als völlig neues Weingut international bekannt zu werden? Das stelle ich mir nicht so vor. Hi, I'm Leon Gold. Hi. Nice. Gold, Leon Gold.
Manchmal frage ich mich das tatsächlich auch selber, aber es ist unheimlich viel Netzwerken natürlich auch. Es ist einfach wirklich, ich glaube, du musst immer...
Ja, Netzwerken, nach vorne schauen, musst irgendwo im richtigen Moment, am richtigen Platz vielleicht auch sein. Ich habe auch ganz arg viel Glück gehabt natürlich. Gibt es irgendwie eine Begebenheit, wo du sagst, das hat mich echt nach vorne gebracht? Corona hat dir wahrscheinlich auch damals ein bisschen geholfen, oder? Weil die Leute auf einmal ja viel mehr Wein getrunken haben. Natürlich, Corona war, darf man ja eigentlich nicht laut sagen, aber Corona war es für uns am Anfang, War erstmal okay. Und nun, genau, wie bei uns allen. Aber dann so nachdem der erste Lockdown quasi durch war und die Leute natürlich deutlich mehr Wein getrunken haben und wir Online-Weinproben gemacht haben, noch und nöcher. Und es war eigentlich relativ entspannt. Und auch das Jahr danach wurde wirklich viel Wein getrunken, gekauft. Und dann ging es natürlich rapide nach unten. Ich glaube, das haben wir alle gemerkt.
Und während Corona war es einfach so, dass wir eigentlich immer, dass irgendein Markt war immer offen. Also wir exportieren uns ein bisschen in die USA, nach Kanada, auch ein bisschen nach Irland, nach Holland, einfach in verschiedenste Länder. Und wenn in Deutschland quasi zu war, dann war vielleicht in den USA gerade offen. Dann haben sie quasi gerade den Wein konsumiert oder getrunken. Dort wurde ja auch mehr Wein getrunken in der Zeit, nicht nur bei uns.
Und so hat sich das im Endeffekt schon auch gefestigt, das Ganze. Und bis eigentlich Corona waren wir nur im Aufbau. Wir waren immer nur im Aufbau, immer nur im Wachstum, Wachstum, Wachstum, Wachstum. Und mittlerweile sage ich, okay, unsere Infrastruktur ist so, dass wir... So alles gut bewältigen können. Wir haben ein gutes Team zu Hause. Wir haben gute Mitarbeiter einfach. Und wir wollen jetzt gar nicht mehr groß wachsen, sondern wir wollen einfach in der Qualität uns verbessern. Wir wollen die Qualität nach oben steigern. Wir wollen die einzelnen Lagen, die einzelnen Rebsorten noch besser schmeckbar machen. Und da auch so ein bisschen, das kommt mir jetzt beim Trollinger auch so vor, auch immer darauf zu achten, dass es nicht so viel Alkohol hat. Weil auch der Trollinger, ich weiß jetzt, ich habe es noch nicht gesehen, Aber das schmeckt jetzt nicht, als hätte er viel Alkohol. Also grundsätzlich muss man ja mal ein bisschen, wo wir auch sind, wo wir zu Hause sind. Wir sind hier im Remstal. Remstal ist östlich von Stuttgart. Also wir sind eigentlich in 15 Minuten in Stuttgart im Hauptbahnhof. Also relativ. Stuttgart 21. Genau, Stuttgart 21.
Das Remstal ist so ein kleines Seitental mit gerade 1200 Hektar Rebfläche. Also relativ klein, umgeben von Wald und Wiesen, viel Wald, relativ hohe Lagen, die eigentlich bis zu 400 Meter Höhe hochgehen und natürlich kühlere Lagen sind. Vor 20, 30, 40 Jahren waren das natürlich nicht die Top-Lagen in Württemberg oder nicht die Top-Rotwein-Lagen, so muss man es gleich sagen. Württemberg hat man ja immer mit Rotwein in Verbindung gebracht. Aber im Weißweinbereich war eigentlich das Remstal schon immer relativ weit vorne dabei. Und es macht natürlich auch Spaß, diese Weine aus diesen höheren Lagen, aus diesen kühlen Lagen zu verkosten.
Egal welche Kollegen wir da haben, auch namenhafte Kollegen, VDP-Kollegen, die es schon seit mehreren Jahrzehnten gibt, die machen ganz hervorragende Rieslinge. Oder auch Burgunder oder Sauvignon Blancs, die einfach aus den höheren Lagen kommen, aus den kühleren Lagen und das Ganze mit relativ geringem Alkohol gehalten. Und das ist eigentlich das Spannende bei uns in der Region, was uns auch so ein bisschen unterscheidet, vielleicht vom restlichen Württemberg. Was hat der jetzt, wie viel Alkohol hat der jetzt? Zwölf. Zwölf. Und ich finde, er schmeckt, wenn du das schmeckst, ist er. Aber wenn du riechst, ne? Das ist schon ein spezieller Geruch. Nein, der Geruch ist speziell. Was ist das? Was ist so ein bisschen, was du sagen willst, ist er ein bisschen faulig. Ein bisschen schräflig, so, oder? Erst ein bisschen Bittermandel vielleicht. Ja, genau. Aber schmeckt es und dann hast du... Faulig, echt? Ja, so ein bisschen faulig ist es.
Aber wenn du es trinkst, ist es gar nicht. Da hast du wirklich nur diesen ganz puren, da bist du schnell fast zum allerersten Mal, was ich sagen würde, so ein guter Traubensaft. Das mache ich jetzt positiv, aber mit Kirschgeschmack, nicht mit Traubengeschmack. Und das ist halt so ein klarer Kirschgeschmack, also so ein richtiger, natürlicher Kirschgeschmack, finde ich schon bemerkenswert. Du denkst bei Rotwein immer, und den kannst du, glaube ich, so wegtrinken, ohne dass du großartig was spürst. Du hast trotzdem hinten raus ein bisschen Grip. Der ist der Lieblings-Achs mag das Wort Grip total gerne und der nutzt das auch immer perfekt. Und deswegen freue ich mich, dass du es sagst. Er nutzt es auch privat. Okay.
Nein, ich... Ich bin genauso davor wie du jetzt. Drollinger ist ja schon auch so ein bisschen, ich finde es schön, dass wir den Wein heute dabei haben und dass wir auch darüber sprechen können. Drollinger ist ja so eine Rebsorte, die... Ein Reputationsproblem. Ja, absolut, weil sie einfach auch die letzten Jahre oder die letzten Jahrzehnte nicht wirklich gut... Ausgebaut wurde, würde ich sagen. Also wo man einfach keine klassische, traditionelle Maischegärung gemacht hatte, sondern man hat sie quasi erhitzt, um einfach die Farbe aus den Beernschalen rauszubekommen. Dadurch hat man so ein Kocharoma, also wie so etwas Marmeladiges gehabt. Es hat immer so ein bisschen nach Erdbeere. Wie Marmelade eigentlich hat es geschmeckt. Und dann meistens noch mit Restsüße versetzt. Und das war einfach so der klassische Trollinger, wie man über Jahre hinweg aus Württemberg kannte. Und erst so in den letzten zehn Jahren hat man Trollinger ein bisschen seriöser oder ist man dann die Sache seriöser hingegangen. Natürlich auch aufgrund dessen, dass es mehr Selbstvermarkter gab, die keine Kurzzeithochherhitzung hatten, also keine diese technische Anlage, sondern früher gab es halt viele Genossenschaften in Württemberg. Und.
Wir haben ja so diese Technik überhaupt nicht, wollen sie aber auch gar nicht haben, sondern wir wollen einfach einen Trollinger, wo ein bisschen Struktur, ein bisschen Kripp hat. Und deswegen hat man quasi auch diese klassische, traditionelle Maischegärung für den Ausbau angewandt. Und über dieses Stilgeröst, das natürlich dementsprechend auch reif sein muss, also die Trauben werden nicht abgebildet, das sind ganze Trauben, kriege ich halt einfach auch so eine schöne Struktur mit rein. Und zumindest ein bisschen was Ernsthaftes, wie ich finde, in dem Wein, was du eben auch sagst, hinten raus, ein bisschen dieser Gerbstoff da, aber nicht anstrengend, auch nicht zu astringierend. Aber du hast auch Kirsche im Wesentlichen? Kirsche, das finde ich auch, ist wirklich eine dominante... Und was noch?
Also ich finde auch, wir haben es glaube ich auf der Messe auch und hier gesagt, ist auch wichtig, dass in einer gewissen Kühle serviert wird. Also für mich ist das wirklich so ein Vesperwein, so ein Jausenwein, um zu sagen, ich habe hier so ein bisschen Cold-Card-Salami, Schinken und so weiter und bring dann so einen Rotwein dazu, der a. nicht so viel Alkohol hat und b. Dem auch gut also manchmal denke ich auch so ein bisschen rote Paprika oder so eingelegte Sachen kannst du da auch wirklich gut machen und der Wein hält dann eben mit ohne dass er dich zu sehr anstrengt und auch zu sehr quasi in den Schädel geht. Sagen wir mal ganz kurz neulich ich tatsächlich mit einer Nachbarin die auch begeisterte Hörerin dieses Podcasts ist gesprochen. Dann liebe Grüße. Schöne Grüße an dieser Stelle, Ingen. Aber die hat nochmal gesagt, erklärt mir das nochmal. Ihr mit euren Rotwein im Kühlschrank.
Gilt das für alle Rotweine? Gilt das nur für bestimmte Rotweine? Muss man sie dann rechtzeitig raus? Ich habe erst mal gesagt, naja, warm wird das Ding ja von alleine. Das stimmt auch sehr schnell. Aber ist die Frage, alle Rotweine, bevor man sie serviert, in den Kühlschrank? Also es kommt darauf an, was die Alternative ist. In welcher Temperatur man die Alternative hat. Ob man im Keller eine gewisse Kühle hat oder ob das die Alternative ist. Die meisten haben in der Küche stehen, genau. Die Küche liegen bei 24 Grad, dann würde ich sagen, ja, in den Kühlschrank.
Also wir hatten jetzt gerade am Wochenende mit meiner Frau auch einen Bordeaux aufgemacht, am Samstagabend aber wirklich nur einen Schluck. Und dann hat sie auch automatisch das in den Kühlschrank gepackt. Und dann haben wir am nächsten Abend Trivial Pursuit mit der Family gespielt. Wir haben auch mit so einem kleinen Schluck, bevor wir den, da bringt man den auch noch. Und dann haben wir gesagt, der ist jetzt aber viel zu kalt, wenn der aus dem Kühlschrank kommt. Und das war er auch. und trotzdem mochte ich ihn lieber, als wenn er quasi gar nicht im Kühlschrank gewesen wäre. Auch als du ihn kalt getrunken hast? Du hast ihn nicht warm werden lassen? Ja, ich habe ihn schon, also es war jetzt nur ein Glas und du musst dir überlegen, allein durchs Einschenken gewinnt er schon mal ein Grad, weil die Oberfläche des Glases. Und ich finde, oder ich würde nur jedem raten, das mal auszuprobieren. Wenn ich einfach ein bisschen in eine kleine Karaffe oder eine kleine Flasche und im Kühlschrank lasse und dann warm und dann zwei Gläser nebeneinander einschenke und sage, was mag ich denn lieber? Und das ist die Wahrheit. Die einzige Wahrheit ist, was man selber lieber mag. Weil alle natürlich immer gelernt haben, Rotwein trinkt man bei Zimmertemperatur. Welche Zimmertemperatur war damals? Damals war eigentlich Zimmertemperatur 18 Grad und keine 24. Ja, aber habt ihr mehr als 18, 19 Grad jetzt? Ich glaube schon, dass wir so 20 Grad haben. Aber 24 Grad hat man nicht. Das haben ganz alte Leute 24 Grad. Ich glaube schon, dass wir 22 Grad haben. Das glaube ich schon.
Es ist schon Heizung ausgefallen. Aber ist auch nicht schlimm. Bis die Wohnung erstmal ausgekühlt ist, dauert es ein bisschen, oder? Bei uns geht es relativ schnell. Wir haben uns dann bei Ebay kleiner Zeit für 30 Euro in diese Elektroheizung geholt. So eine alte, der Typ steht ja seit Ewigkeiten schon rum. Das Ding war wirklich schwer. Und hat bestimmt keinen Strom. Nein. Ich weiß es auch nicht. So ziehst du sofort wieder raus. Diese Dinger, die ziehen Strom. Wir haben sowas auch mal gemacht. Ohne Scheiß, da waren wir von 22, 24 Kilowattstunden pro Tag. Ja, das ist krass. Weißt du, wie geht's noch wieder? Inzwischen geht's ja. Dann ist es gut.
So, Lolli. Riesling, Riesling, Riesling. Das ist doch ein schöner Trollinger, oder? Ein toller Trollinger. Ja. Aber trotzdem, wir haben bisher keinen Trollinger getroffen, oder? Ich glaube auch noch nicht, dass wir uns damit beschäftigen. Einmal hatten wir es, glaube ich. Da steht sogar alte Reben drauf, lebt bei dir. Das heißt, wie alt sind die Reben? Wie heißen sie? Warum hast du es draufgeschrieben? Weil wir tatsächlich noch einen einfacheren Trollinger haben. Der kostet 9,50 Euro. Sind deine Weine nicht viel zu günstig? Wir finden es noch über 10, waren wir noch nicht. Der kaufen wir noch bei 11. Aber das ist ja irre günstig alles. Gut, wir sind im Einstiegsbereich. Aber es gibt noch einen drunter. Es gibt noch einen drunter. Wir haben tatsächlich noch einen... Im Ausstiegsbereich. Aber es ist ja stark. Das ist ja auch so eine Sache. Das Paket kostet 41 Euro. Das ist wirklich mal zum Nachprobieren. Ja, wirklich. Das kann man sagen. Das ist stark. Wie 41? Das heißt, der letzte Riesling kostet auch einen Zehner. Der kostet 11,50 Euro. 11,50 Euro. Ist das bewusst so? Weil du könntest ja wahrscheinlich auch für die Qualität, würde ich jetzt mal sagen, könntest du auch 3, 4, 5 Euro mehr nehmen. Die Schwaben schauen ja genau, wo sich das Geld auskommt. Die Frage war dann an die auch gerichtet. Natürlich kann man das irgendwo gewissermaßen machen. Allerdings...
Also beim Trollinger ist es einfach so, dass wir da einfach auch ein bisschen Aufbauarbeit machen wollten, dass wir sagen, okay, dass man die Hemmspelle nicht ganz so hoch ansetzt, dass man tatsächlich auch mal den Trollinger dann einfach auch kauft und dementsprechend bei 89 oder 59 wird er halt eher gekauft, wie wenn er jetzt 12,50 kostet. Aber könntet ihr da auch Spätburgunder anbauen, wo ihr das jetzt in den Fällen anbaut? Ja, tun wir auch. Ja, aber warum baut ihr Trollinger an? Das ist tatsächlich Trollinger...
Es ist eine Rebsorte, die es ja außerhalb von Württemberg eigentlich, gut in Österreich bzw. Südtirol noch gibt. Aber international gesehen ist es ja einfach eine unheimlich leichte Rebsorte, die tatsächlich auch oft kühl getrunken wird. Wir verkaufen mehr Trollinger international wie in Württemberg. Bei den Leuten international wollen sie wenig Alkohol? Wenig Alkohol, wollen leichte Weine haben.
Wenn wir gerade die Märkte anschauen, wie jetzt Kanada, USA, wo eher schwerere, kräftigere Weine sonst getrunken werden und man kommt dann mit einem leichten, gekühlten Trollinger daher, der ist absolut einfach ein Trinkwein. Das ist ein unkomplizierter Trinkwein und aus Traditionsgründen machen wir natürlich auch Trollinger, weil das einfach auch da ist und das ist natürlich auch irgendwo in der Genetik bei uns allen mit dabei, bei uns Weingütern und dementsprechend ist das natürlich auch eine wichtige Rebsorte für uns. Man wird niemals aus dem Trollinger irgendwie einen Langstreckenläufer machen können. Es wird immer ein einfacher, schöner Trinkwein sein, sag ich. In den ersten drei Jahren. In den ersten drei Jahren. Er wird seine Höhen und Tiefen haben. Wenn man ihn einschenkt, wird er vielleicht erstmal ein bisschen Reduktivität haben. Man schwenkt ihn, man gibt ihm ein bisschen Luft, dann kommt plötzlich die Kirsche durch. Macht unheimlich Spaß zum Trinken und vor allem auch gekühlt zum Trinken. Und genau diese Art von Trollinger macht mir persönlich auch Spaß.
Und die Exportmärkte haben natürlich jetzt nicht ein negatives Image von Trollinger, sondern die sagen, German Trollinger from Leon Gold. Trollinger. Trollinger. Nein, aber das funktioniert einfach und das ist einfach, was halt sonst wenige Regionen haben oder bieten können. Ich kann schon auch einen Spätburgunder mit 12, 12,5 Volumenprozent machen, aber da habe ich oft nicht diese Struktur drin wie jetzt in dem Trollinger. Okay. Und jetzt zum grönenden Abschluss gibt es den Rieslingkabinett 2024 Großheppbach, ein Ortswein. Lange keinen Riesling gesehen, der so hell ist. Der ist ja ziemlich, ja. Liegt das daran, weil er so frisch ist, weil er so jung ist oder? Was wird uns der Wienster sagen? Also Oder täusche ich mich da? Das ist doch wirklich sehr hell, nicht? Schon sehr hell, ja. Der Most ist einfach extrem klar gewesen zur Vergärung. Wir vergären ja alle unsere Weine spontan. Das heißt einfach mit Weinbergseigenen Häfen. Und beim Rieschenkabinett ist der so entstanden, dass ich gesagt hatte, okay, ich möchte.
Ich trinke selber einfach gern Rieschenkabinett. Und habe dann 2018 sind damit angefangen. Ich habe einen Weinberg dazu gepachtet, der in einer sehr kühlen Lage eigentlich ist. Sehr vom Mostgewicht her auch eher etwas.
Ja, niedriger ist, also der hat meistens irgendwie um die 80, aber trotzdem schon relativ reife Früchte, also von der reife Aromatik. Und wir lassen dann den Most, also nach dem Pressen, durch Sedimentation einfach vorklären und dadurch ist er sehr, sehr klar. Und sehr, sehr, super sauer. Und einfach sehr gradlinig. Ich mag dieses, also ich habe so ein bisschen grüner Apfel auch, aber ich habe natürlich... Ich habe so ganz viel Mandarine. Ja, aber hat er nicht dieses ganz saure, dieses fast schon, das einen richtig wach macht? Hast du es nicht? Ja, also ich würde es auch genauso wegschlabbern können, weil ich finde, die Süße mit der Säure sind so in einer perfekten Balance. Aber du hast das Saure nicht. Du antwortest ja, Herr Scholz, die Antwort auf meine Frage nicht. Du hast also das Saure nicht. Daran kann ich mich nicht erinnern.
Also er hat auch nur 800 Alkohol. Genau, das ist cool. Ja, also finde ich echt, Das ist genial. Also das finde ich wirklich, ich finde es auch nicht zu sauer. Ich finde es nicht zu sauer, aber es ist belebend. Das macht dich wach. Es ist jetzt irgendwie schon, wie soll man sagen, es ist energiegeladen, aber es ist jetzt ein ganz bisschen so sauer, als wenn man auf so einen sauren Drops lutscht oder so. Gut, die Säure und Süße, die musst du einfach schon, also der Wein hat, ich meine, 9,5 Gramm Säure, Also der hat schon viel Säure, aber er hat auch viel Zucker. Und er harmoniert eigentlich auch nur deswegen so gut, weil er halt von beiden relativ viel hat. Also er hat auch über 40 Gramm Restzucker.
Und Säure und Süße müssen einfach in der Balance stehen. Und das Ganze bei 8,5 Volumenprozent. Ich finde, das ist einfach ein Wein, den kannst du... Natürlich, das merkst du. Du hast Mandarine, aber Apfel hast du gar nicht. Ich finde, ich habe gar keine Mandarine gerade. Das ist wirklich krass. Am Anfang hatte ich nur Mandarine auf der Zunge. Axel, hast du schon was gehabt, Axel? Oder es ist schon aus? Ich habe es schon ausgetrunken. Schmeckt dir also ganz gut? Ja, schmeckt mir hervorragend. Also 11,50 Euro kostet. Ist auf jeden Fall kantig, würde ich sagen. Also weil eben diese beiden Extremen. Leonie in Württemberg, wann trinkt ihr so ein Kabi? Oder was esst ihr dazu? Oder esst ihr was dazu? Oder trinkst du einfach so? Das ist der Mittagsmein. Echt? Das ist ein Mittagsmein. Das ist der Mittagsmein.
Oder nach einer Weinprobe mal kurz so ein bisschen nach der Rotweinrunde. Zum Nüchtern machen. Ist das so ein Wein, der tatsächlich... Stimmt das, dass wenn du sowas trinkst, dass der dich... Also nüchtern macht er nicht. Oder ist es sowas? Ja, es ist... Ich glaube, es klärt den Gaumen schon auf. Also es macht ihn klar. Das tut es auf jeden Fall. Und es ist... Also es hat auch, ich finde, das kannst du wirklich so, ohne groß drüber nachzudenken, einfach so wegschlürfen. Und trotzdem, finde ich, gibt es große Unterschiede auch in den Kabis. Also man muss da schon schauen, was man selber eben mag. Und ich kann verstehen, wenn jemand sagt, boah, das ist mir zu viel Säure, weil die Säure ist ja da. Auch wenn ich natürlich mehr Zucker nehme, aber die Säure ist ja da. Das heißt, wenn man dann sagt, ich habe da eine große Sensibilität, ist es vielleicht schwieriger. Aber wenn da jemand ist, ich mag lieber süße Weine. Ja, weil du zum Beispiel und ich sage, ich aber nicht so gerne, aber sowas vielleicht finden wir da einen gemeinsamen Nenner. Zu süß ist er sicherlich nicht, auch wenn er 40-Kam-Rest-Zucker hat. Immer warst du ein bisschen, um dich mit Axel zu versöhnen.
Nur noch ausgesucht, was könnte Axel schmecken. Hoffentlich schmeckt es Axel. Hoffentlich schmeckt es Axel. Du hast dich ja angeklicken lassen. Nein, aber weil dir schmeckt ja auch so vieles. Nein, nein. Es geht immer so darum. Es darf nicht zu trocken werden. Oft haben wir nichts Süßes gehabt. Ja, weil Axte nicht da war. Nee, nee, nee. Aber ich muss sagen, inzwischen ertappe ich mich auch schon bei trockenen Weinen, die ich dann auch immer mag. Aber findest du den jetzt gut? Oder findest du den jetzt... Ja.
Was wäre jetzt dein Lieblingswein? Jetzt haben wir alle vier einmal verkostet. Warte, warte, warte. Also, ich meine, das hier ist natürlich... Ich muss das Erste jetzt nochmal danach trinken. Ich muss einmal sagen, diese alkoholfreie Alternative, wenn ich jetzt nicht als Wirkungstrinker unterwegs bin. Was du ja lange schon nicht mehr bist, oder? Ich glaube, ich habe schon den Hang dazu. Aber wenn ich jetzt irgendwo auf einer Party bin, dann hat das halt auch eine gewisse Lockerungsfunktion, Alkohol. Dann muss ich sagen, dass sowas halt jetzt rein geschmacklich irgendwie schon ein Hammer ist. Finde ich absolut. Aber von dem Wein würde ich schon sagen, dass der Riesling mich jetzt am meisten abhört. Aber du hast vorhin gesagt, habt ihr auch Rieslinge, die ihr trocken ausbaut? Ja, natürlich. Die wurden ja nur nicht mitgebracht. Damit es dir auch schmeckt. Und damit wir mal was anderes machen. Da hat man schon mal Tollinger. Nein, du brauchst jetzt gar nicht beleidigt sein. Bin ich beleidigt? Ich spüre das schon. Ich merke schon, dass du keine Kritik abkommst.
Ah, toll. Das Paket kostet 41,80 Euro. Aber sag mal, bei den Leuten, das ist die große Frage jetzt, bei den Leuten, die Riesling ablehnen, weil sie sagen, er hat mir zu viel Säure, kann ich da mit dem Wein kommen? Das ist einfach eine Erfahrung, Dion. Ja, natürlich schon. Weil die meisten einfach die Säure mit der Harmonie vom Zucker merken sie gar nicht.
Wie gesagt, wir haben 2018 damit angefangen. 2018 war ja ein sehr warmes Jahr, wo man eigentlich nicht unbedingt jetzt ein Kabinett hätte machen. War nicht so prädestiniert dafür, ja. Nee, aber wir haben es trotzdem gemacht und es war unheimlich cool. Und wenn man sowas noch reifen lässt, also wenn man das jetzt in drei, vier, fünf Jahren trinkt und das Ganze noch ein bisschen mehr Reife bekommt, macht das echt noch mehr Spaß. Also wenn man Aldi, also das ist Aldi, das gibt es ja nicht lange, Aber wenn wir jetzt ein 2018er Kabinett aufmachen, der macht richtig Spaß. Das kaufe ich ja. Aber der hatte natürlich nicht 10,1. Nee, der hat 8,5, weil es halt einfach eine kühle Lage ist. Selbst 2018, dann muss man halt dementsprechend früher auch holen, in Anführungszeichen. Und ich glaube, der hat auch nur 8 Volumenprozent gehabt dann. Das war einfach so der erste Versuch vom riesigen Kabinett. und ich habe immer gesagt, wenn ich ihn nicht verkauft bekomme, dann trinke ich ihn irgendwann eine Briare selber. Das ist eine gute Sache, wenn es mal nicht läuft, man hat immer noch genug zu trinken. Du sagst immer der Kavi, ist das so eine Abkürzung, mit der man sich so als Kenner zeigen kann, sagt man Kavi. Hast du nicht noch einen guten Kavi? Ich kenne ja Kavi. Kabi gibt es auch, oder nicht? Es gibt einen weißen Gavi, heißt der. Gavi? Ja, genau. Oder Gavi, die Gavi. Ja, das gibt es auch.
Ob man damit als Weinexperte durchgeht, wenn man Kabi sagt. Ja, weil du es jetzt zweimal gesagt hast, das fehlt mir auf und wir saugen ja alles. Ja, ich denke ja, dass es umgangssprachlich schon viel als Kabi läuft. Also wir haben den tatsächlich auch damals, 2018, nicht Rieslingkabinett, sondern haben den riesigen Kappi genannt, weil er nicht durch die Qualitätsweinprüfung durchgekommen ist. Weil er zu untypisch war für Württemberg, weil halt einfach man schon noch ein bisschen mehr Reduktion auch hatte. Also einfach von der Spontangehörung. Das heißt, du durftest ihn damals gar nicht? Ich durfte ihn gar nicht Kabinett nennen. Jetzt aber darfst du ihn so nennen. Jetzt darf ich ihn so nennen, jetzt ist er ein bisschen klarer. Und wir natürlich auch eine Ortsangabe verwenden. Dann bin ich natürlich ein, Wenn ich Landwein verwende, darf ich keine Ortsangabe dort dem Weinrecht draufschreiben. Das Weinrecht ist auch komplex. Genau, aber sag mal nochmal die Mondphasen, bevor das jetzt viel verloren geht. Die Luna. Das habe ich auch bei dir auf der Internetseite gesehen, dass ihr euch natürlich nach den Mondphasen richtet. Was hat das denn für einen Einfluss? Also natürlich nehmen wir die, wir arbeiten nach den Mondphasen.
Das beste Beispiel ist eigentlich immer der Rebschnitt. um einfach diese Ruhephase bei absteigendem Mond, also wenn der Mond quasi die drückenden Kräfte hat, dann schneiden wir sozusagen unsere Reben. Das ist immer eigentlich so ein Zwei-Wochen-Rhythmus. Und in den zwei Wochen wird dann quasi der Rebschnitt getätigt. Und in den nächsten zwei Wochen wird quasi das Holz ausgehoben aus dem Weinberg. Und um einfach den Weinstock, der dann seine sein Saftfluss etwas geringer hat, weil es einfach drückende Kräfte sind, etwas zu reduzieren. Okay, also wenn der Mond abnimmt, dann drückt es sozusagen auf die Erde? Die Erde, nein. Also nicht Vollmond und Neumond, sondern quasi die Entfernung des Mondes. Du musst es ja so machen, weil das ein entscheidendes Kriterium bei Demeter ist. Muss ich es nicht. Also das Entscheidende bei Demeter ist der Präparate-Einsatz, den man einsetzen sollte oder muss. Oder sollte man muss es einsetzen sonst kann man quasi nicht sonst arbeitet man nicht also im Prinzip die Feldspritzpräparate die müssen eingesetzt werden.
Das mit den Mondphasen ist eigentlich das ist freiwillig, das habe ich damals in meiner Zeit in der Pfalz ich war wie gesagt bevor ich das Weingut gegründet habe viele Jahre in der Pfalz tätig bei dem Sven Leiner davor war ich bei einem Österreich hier tätig auch in der Pfalz, der natürlich ganz anders gearbeitet aber dort habe ich dann einfach gemerkt okay so möchte ich vielleicht den wein nicht unbedingt machen das war ja so ein bisschen dieses breitere spektrum er so dieses mainstream und zwar gibt es auch mittlerweile nicht mehr und.
Habe dann für mich einfach festgestellt, dass das mich überzeugt auch und dass ich das auch bei mir in meinen eigenen Weinbergen anwenden möchte. Und das habe ich dann auch mit der Gründung des eigenen Weinbildes dann auch getan. Merkst du das, dass das dann auch tatsächlich so ist? Weil wenn ich das höre, ich habe gar keine Ahnung davon, denke ich so, ja okay, Artabstand, Mond, was soll denn da drücken? Ehrlich so, aber merkst du, dass das tatsächlich einen Auswirken hat? Also ich glaube, die Weinberge lernt man einfach in den Jahren kennen. Und es ist auch nicht unbedingt jetzt für jeden Weinberg immer das, gibt es ein Rezept. Sondern man muss natürlich auch seine Weinberge irgendwann kennenlernen. Das ist auch ein Prozess. Und es kann auch sein für einen wüchsigen Weinberg, der einfach zu wüchsig ist, also weil er einfach zu viel Energie hat, dem kann ich ja auch in dem Umkehrschluss auch Energie entnehmen. Also einfach Wachstum entziehen.
Ich kann das ja so und so rum anwenden. Und ich glaube schon, dass man da einen Unterschied merkt. Also unsere Weinberge sind einfach auch im Vergleich zu manchen anderen in den Stresssituationen, aber das liegt glaube ich in dem Gesamten. Also ich glaube, man muss das immer als Gesamtes auch sehen, mit der kompletten Versorgung auch, mit der Versorgung der Weinberge, beziehungsweise auch mit den Impulsgebern der Feldspritzpräparate, dass man hier einfach auch das ganze am Weinberg sieht Leon, du hast ja auf quasi den Magical Moment bist du gar nicht darauf eingegangen aber kommen wir vielleicht zum Abschluss nochmal gibt es vielleicht Leute, die das hören und sagen, oh Mensch, Ich mache auch mal einen Beigrundsatz. Erkrieg überlegen übrigens. Wir haben uns so ein bisschen hergeschrieben. Wir wollen das wahrscheinlich mit Hilfe eines Geldes auch machen. Das ist naheliegend. Wenn ich was dazu beibringen kann. Wir sind ja relativ... Das geht. Das ist mal eine Videostudio größer. Leon, was sind denn so die drei, oder kannst du sagen, so drei Fehler, die du gemacht hast, die du nicht mehr machen würdest mit dem Wissen von heute? Oder die drei Sachen, die ganz essentiell waren, um Leute zu bewahren? Die drei Fehler, das ist interessant. Was sind drei Fehler, die man nicht machen sollte?
Und wie viel Naivität braucht man? Sehr viel.
Ich finde das schön. Man muss schon, glaube ich, an die ganze Sache dran glauben. Das ist auf jeden Fall. Die drei Fehler, wo man nicht machen sollte, ist, glaube ich, es gab schon manchmal so Momente, wir sind ja schon auch extrem schnell gewachsen. Also man muss ja innerhalb von zehn Jahren, wenn man es jetzt in Prozent sieht, ist das ja brutal.
Man darf nicht zu schnell wachsen. Also ich habe schon manchmal gedacht, okay, jetzt ist es gut. Jetzt musst du erstmal dein Wachstum irgendwie einfach auch verarbeiten, auch wenn der Markt. Und man darf auch nicht jedem Markt hinterher rennen. Und immer mein, man muss überall dabei sein. Es gibt manche Märkte, wo man einfach sagen muss, okay, so ein anderer bedienen. Also man muss nicht jeder Rebs oder jedem Trend irgendwo hinterher gehen. Ich glaube, den Fehler sollte man nicht tun. Wir haben das, glaube ich, immer ganz gut wiederum uns gefangen. Wir sind eigentlich, hoffe ich zumindest, keinen Trends irgendwo zu sehr hinterher gerannt. Sondern wir waren, wenn dann irgendwo, gerade wie auch mit unserem Luna Herbst, eher vorne mit dabei, weil wir das einfach auch toll fanden. Da wird mit Sicherheit in den nächsten Jahren noch viel hinterher kommen. Auch das Produkt, wenn sowas läuft, dann gibt es viele, wo sowas auch irgendwo... Kann man nicht schützen. Kann man nicht schützen. Was irgendwo immer schade ist in der Weinbranche, man muss sich eigentlich permanent neu erfinden.
Beziehungsweise wenn man eine gute Idee hat, dann wird die Idee relativ schnell, ich würde sagen kopiert, aber von anderen auch entdeckt. Das ist nett gesagt. Also kopiert. Ja, und... Das hat natürlich Vorteile. Auch ich lerne ja das Rad nicht irgendwie jetzt neu. Übrigens wie bei uns. Als wir vor sechs Jahren mit dem Wein-Podcast anfingen, gab es kaum Wein-Podcasts in Deutschland. Und heute? Gibt es noch einige. Gibt es einige. Die haben uns alle kopiert. Die Schweine. Leon, wie wichtig ist denn der Partner? Das weißt du doch gar nicht. Deine Frau irgendwo. Ich habe ja den Marc, es gab nicht viele. Oder gar nicht. Das ist ja doch ein Verein. Meine Frau. Darf ich die Frage nochmal... Axel, ich streite es gerade. Weil Axel behauptet, dass ich hier Fake News in die Welt habe. Nein, nein, nein. Ich dachte nur, dass das... Voll akkord. Merkt man gar nicht. Ich habe gefragt, wie wichtig der Partner oder die Partnerin ist. Denn wenn man sowas macht, wo man... Natürlich unheimlich wichtig, dass sie einem... Also es dreht sich natürlich unheimlich viel um den Betrieb.
Sie selber ist auch, also ist nicht voll und ganz im Betrieb mit tätig. Also sie hat noch eine eigene Firma. Wir haben im Prinzip fünf Kinder und zwei Firmen. Genau. Fünf Kinder, zwei Firmen, eine Stunde Schlaf. Und das 5-2-1-Dinge. Aber sie macht zum Beispiel die Exportbetreuung, läuft über sie und wir versuchen uns gegenseitig einfach in den Bereichen ich bei ihr, sie bei mir in den Bereichen zu unterstützen, wo wir es können, aber wir würden niemals sagen, wir setzen alles auf eine Karte, also entweder rechts oder alles links, weil es gibt, Es sind jetzt keine zwei Weingüter, sondern es ist einmal im Industriebereich und einmal ist tatsächlich die Landwirtschaft. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Und ich glaube, das ist ganz gut, wenn man so eine Mischung auch hat. Natürlich ist es auch so, wenn jemand selber aus der Selbstständigkeit rauskommt, wie wir beide, dann weiß man das umso mehr zu schätzen, was der andere auch tut, auch von der Zeit her. Es ist natürlich kein 9-to-5-Job und 6,5 Stunden und 30 Tage Urlaub. Es ist wirklich lustig, dass in dieser Runde immer oft zwei Selbstständige zwei Angestellten gegenüber sitzen, Axel. Also wir beide sind die Angestellten. Wir sind ja Angestellten. Von?
Also ich bin eigentlich der Arsch hier, weil ich dein Angestellter bin. Du wirst nicht, aber ich bin ja auch Angestellter. Du hast doch, guck mal, jeder andere würde sich freuen, wenn man sagt, komm mal hier, alle zwei Wochen sitzen wir uns in der Arbeitszeit, du kannst diesen Wein trinken. Ich freu mich ja. Du freust dich ja. Du sagst, du bist ein Arsch. Nein, ich bin ein Arsch hier, weil hier selbstständig, selbstständig. Ja, aber ich bin auch angestellt. Wird ihr manchmal gern angestellt? Ich wollte eigentlich, also ich kann mir das jetzt nicht mehr vorstellen, aber manchmal wünschte ich es mir, weil ich glaube ich mit weniger Sorgen einschlafen würde und auch durchschlafen würde, wenn mich Dinge beschäftigen. Das kann ich nur unterzeichnen. Also das ist glaube ich der Druck, den man als Selbstständiger hat, Den kann man schwer jemandem vermitteln, der das Gefühl nicht kennt. Weil das Gefühl kann man eigentlich gar nicht vermitteln. Was das bedeutet, die Verantwortung zu tragen für so und so viele Mitarbeiter, für so und so viele... Das würde mich mal interessieren, also bei euch beiden.
Könnt ihr uns noch erinnern, wie das war, als ihr vielleicht noch keine Mitarbeiter hattet? Also da habt ihr dann ja Existenzangst vielleicht, wenn es nicht läuft. Und ist das nochmal krasser, wenn ihr Mitarbeiter habt, dass ihr sagt, schlimm genug, wenn ich baden gehe, aber wenn die baden gehen, dann fühle ich mich richtig schlecht. Oder ist das im Vergleich nicht schlimmer? Also ich glaube schon, dass das beides schlimm ist. Wenn man natürlich noch Mitarbeiter hat, hat man die Verantwortung auch noch für die. Und das ist noch schlimmer. Also ich würde fast sagen, dass es noch schlimmer ist. Aber in der Aufbauphase denkt man sowas gar nicht. In der Aufbauphase denkst du nur nach vorne, du willst immer nach vorne, vorne, vorne, vorne. Und du bist so vom Adrenalin natürlich auch, glaube ich, gesteuert, dass dir das gar nicht bewusst ist. Sonst würdest du das wahrscheinlich auch gar nicht tun. Wenn du darüber nachdenken würdest und über die Risiken dir bewusst wärst, was alles passieren könnte, würdest du nie einen Betrieb, egal in welchem Bereich, aufmachen, wenn das irgendwo, wenn du immer erstmal dir überlegst, was könnte alles passieren. Aber der Druck ist schon enorm und das ist vielleicht auch ein Anfang, oder vorhin hattest du gefragt oder du hast glaube ich gefragt gehabt, welchen Fehler man vielleicht machen könnte.
Den Druck, mit dem muss man, glaube ich, tatsächlich lernen, umzugehen. Das kann man aber ja sehr gut, wenn man solche Weine produziert. Lieber Leon, vielen, vielen Dank, dass du extra für uns, na, weißt du, ob du extra für uns behauptest jetzt so, sag ich, weil John Bon Jovi auch behauptet, dass du extra für uns in Hamburg gekommen bist und bis heute. Ja, ist er nicht? Natürlich. Vielen, vielen Dank, viel Erfolg und jederzeit gern wieder. Und ein Hinweis für alle, die das wirklich vielleicht überlegen. Ich glaube, es ist, jede Zeit hat eben auch Chancen. Und ich glaube, aktuell ist es eine Zeit, wo man vielleicht, wo viele Winzer keine Nachfolger finden. Ich meine, deine Geschichte ist krass, dass du es wirklich von null an aufgebaut hast. Aber es gibt, glaube ich, ganz viele Familien, die sich wünschen würden, dass jemand das weiterführt und die Kinder machen aber was anderes oder gar nichts. Also man hätte vielleicht sogar ziemlich cool die Möglichkeit, und ich habe auch einen Winzer kennengelernt, der in Hannover lebt, aus Hannover kommt und ein Weingut an der Mosel hat. Und was kostet das so? Bitte? Was kostet das so? Das wird er uns vielleicht erzählt. Wir werden ihn vielleicht mal einladen. Okay. Oder man sagt einfach, da sind auch Bestände und man kann es abstottern und dann bist du irgendwann ein Gesellschafter und wir übergeben das, einfach weil es ewig schade wäre, dass der Name dann weg ist.
Spielst du mit dem Gedanken? Das klingt ein bisschen so gut aus. Das weiß ich nicht. Ich glaube, ich kann es nicht so gut. Ich könnte das nicht so gut. Aber ganz ausschließend würdest du es nicht? Ich glaube, es ist romantischer. Ich glaube, es klingt romantischer, als es ist. Ein Nein klingt anders. Das lassen wir so stehen. Die Chancen sind auf jeden Fall da. Wir gucken mal. Aufs Leben. Bis nächste Woche. Vielen Dank.