Unser Partner Havesco macht jeden Wein zum Erlebnis. Das vorgestellte Vier-Flaschen-Paket ist bestellbar auf havesco.de. Zusammen mit über 9000 weiteren Weinen. Herzlich willkommen zu einer Live-Folge. Wir senden heute aus dem Volksparkstadion und was soll ich sagen, wir sind ausverkauft.
Mega, mega, mega, danke, das hat schon mal gut funktioniert. Ja, es waren aber nicht ganz 57.000, also wir sind nicht wirklich im Innenraum der Arena, Aber wir sind im Medienraum. Da, wo normalerweise die Pressekonferenzen stattfinden, sitzen jetzt uns gegenüber etwa 80 Hörerinnen und Hörer, die heute mit uns mitverkosten. Und auf dem Podium sitzen der liebe Lars. Hallo, moin. Der magische Michi. Servus. Ich bin Axel und heute haben wir einen Gast, für den das Ganze hier sowieso ein Heimspiel ist, denn er arbeitet hier. Als er vor etwa eineinhalb Jahren nach Hamburg zog, kam, sah und siegte er. Mit ihm ist der HSV nach sieben Jahren endlich wieder in die erste Liga aufgestiegen. Und er sagte damals, das fühlt sich an, als sei eine Champagnerflasche sieben Jahre lang geschüttelt worden und dann wurde der Korken aufgemacht. Und diese Art zu denken gefällt uns, auch.
Weil sie zeigt, dass unser Gast nicht nur mit Fußball, sondern auch mit Wein groß geworden ist, zumindest hat er viele Jahre in Weinregionen gelebt, aufgewachsen im Saarland, hat er einige seiner größten Erfolge in der Pfalz gefeiert, beim FC Kaiserslautern und ich mache das jetzt nur mal stichpunktartig, weil sonst wird es zu lang dauern. Pokalsieger und deutscher Meister als Kapitän des FC Kaiserslautern. 25 Nationalspiele, 25 Länderspiele und 1996 Europameister. Er war dann 2017 und 2021 wieder Europameister, aber diesmal nicht als Spieler, sondern als Trainer der U21. Er war Torschützenkönig der Bundesliga und Fußballer des Jahres. Er war Nationaltrainer der Türkei und er ist Sportvorstand beim HSV. Lieber Stefan Kunz, vielen Dank, dass wir heute hier sein dürfen und dass du dir die Zeit nimmst. Ja, moin.
Stefan, sag doch mal, ich habe heute so ein bisschen gegoogelt und auch die letzten Tage natürlich schon. Es gibt ein Weingut Stefan Kunz mit denen, wo du aber augenscheinlich nichts zu tun hast. Schade eigentlich. Aber wie viel Wein hat dein Leben bestimmt? Also wie stehst du zum Wein? Gut, also wir haben ja, oder ihr habt mir gesagt, ich kann hier ruhig ein bisschen was Privates erzählen. Wer würde nicht morgen alles im Abendblatt stehen? Nein, übermorgen. Übermorgen, genau.
Erstmal danke für die Vorstellung, damit Sie wissen, was für ein Typ hier vor Ihnen sitzt, außer so, wie Sie mich halt vielleicht aus dem Fernsehen oder der Zeitung kennen. Das, was du alles aufgezählt hast mit den Titeln, das steht ja normalerweise auch auf deinen Autogrammkarten drauf. Und so in meinem letzten Jahr des Profitums habe ich meiner Oma diese Rückseite der Autogrammkarte gezeigt und habe gesagt, guck mal Oma, ist doch schon cool, ne? Dann hat sie gesagt, ja, mein Bub, aber damit kannst du später an der Kasse vom Aldi nicht bezahlen. Also was ich sagen will, die weibliche Seite meiner Familie, sowohl Oma, Omas und auch meine Mutter, die haben extrem aufgepasst. Deswegen muss ich ja erst was richtiges lernen. Also ich bin ja mit 17 Polizist geworden zuerst mal im Saarland und das war sicherlich immer alles gut. Wein, okay, dann bin ich jetzt auch ehrlich. Das fing erst an, als ich 20 war.
Weil damals, mein erstes Jahr beim VfL Bochum, wir gehen in die Sommerpause und mein damaliger Trainer Rolf Schafstahl sagt zu mir, hör mal, was machst du denn im Urlaub? Und dann sage ich, ja, ich fahre mit meiner Freundin dorthin, wo ich mit meinen Eltern öfter mal war, in den Schwarzwald. Wir haben da auf dem Bauernhof so Übernachtung mit Frühstück, 18 Mark. Dann hat er gesagt, willst du den mal heiraten? Und dann sage ich, im Moment sieht es eigentlich ganz gut aus und so. Sagt er, okay, pass auf, ich schreibe dir eine Adresse auf, da kommst du mal hin, da zeige ich dir mal, wo du mal mit deiner zukünftigen Frau hingehen sollst. Wir haben das natürlich gemacht, du hörst natürlich auf den Coach, ist ja klar. Und diese Adresse war die Traube in Thunbach, in Bayersbronn. Da hat er immer logiert. Und wir sind da hingekommen, aber ich habe mich nicht getraut, einen Schritt irgendwo rechts oder links neben dem ganz normalen Teppich da zu machen. Was ich sagen möchte, damals war sogar noch der Willi Finkbeiner noch der Chef. Heiner Finkbeiner war der Leiter des französischen Restaurants mit Harald Wohlfahrt. Und aus dieser Begegnung wirklich hat sich dann eine Freundschaft ergeben mit dem Heiner Finkbeiner auf der einen Seite, mit Herrn Wohlfahrt auf der anderen Seite. Und wir sind, das ist ja nicht so weit vom Saarland, zu erreichen. Wir sind da nachher sehr oft hin. Und ich bin Alkoholschwachmatiker, also ich vertrage nicht viel.
Wahrscheinlich auch ein bisschen meinem Beruf geschuldet, möchte ich auch nicht die Kontrolle verlieren.
Wobei ich mich dann mit jedem Glas da ein bisschen so annähere, deswegen bin ich da sehr vorsichtig und das wusste der Heiner Finkbeiner und er hat sich so praktisch wie so ein Pate um mich gekümmert, der hat dann abends so fünf, sechs Gäste nochmal irgendwo hinbestellt in der Traube und dann hat er Flaschen Wein geöffnet und dann war dann angefangen von einem deutschen Rotwein zum Beispiel über einen österreichischen, über einen französischen, über dann argentinischen oder Südafrika, waren dann verschiedene Flaschen, Sondern hat er angefangen, hat mir erstmal erklärt, was das Glas für den Wein bedeutet, warum das so und so aussehen sollte. Dann hat er mir erzählt, was die Schlieren bedeuten, wenn der Wein so runterläuft. Dann hat er mir versucht zu erklären, wie man am Rande des Weins erkennt, ob der schon ein bisschen älter ist oder nicht so alt ist. Und dadurch konnte ich natürlich dann auch verschiedene Weine testen. Am Anfang habe ich natürlich gesagt, schmeckt oder schmeckt nicht. Und dann so hat er versucht, so ein bisschen meinen Geschmackssinn ein bisschen für den Wein zu sensibilisieren, damit man so ein bisschen erkennt, was man mit welchem Adjektiv oder was auch immer umschreibt bei einem Weingeschmack und von da an habe ich dann so immer mal wieder so ein, zwei, drei Gläser zum Essen schaffe ich. Ist aber trotzdem für mich immer noch was ganz Besonderes. Ich habe so eine gewisse Nähe zu Markus Schneider durch die Pfalz, Deshalb, Sie können, wenn wir jetzt zu mir nach Hause fahren, kriegen wir auf jeden Fall einen Schluck Tauwabo. Das ist so ein bisschen mein Lieblingswein von ihm.
Komischerweise, ich weiß gar nicht, ob man das hier sagen kann, oder ich dann ausgefüffend werde. Kann man rausschneiden. Ich trinke den Wein wirklich ganz gerne aus dem Kühlschrank, auch den Rotwein. Nein, stopp, damit hast du gleich schon erster richtiger Punkt Kenner. Weil das Alte, was Michael uns ja immer allen beibringt, Die Deutschen trinken Weißwein zu kalt und Rotwein zu warm und wir raten immer allen, Rotweine in den Kühlschrank und aus dem Kühlschrank trinken. Michael, sag nochmal warum.
Ja, ja. Weil Stefan Kunst das so gesagt hat. Weil Stefan das so gesagt hat. Naja, das Problem ist natürlich, es ist vor allem der Alkohol. Also Rotwein hat generell ja ein Problem. Die Menschen trinken immer weniger Rotwein, mehr Weißwein, weil es leichter ist, weil es weniger Alkohol hat, weil man das Gefühl hat, man kann mehr davon trinken. Und durch das Global Warming sind die Weine immer opulenter geworden. Die waren früher vielleicht mit zwölf, zwölf und halb Alkohol und jetzt sind sie 14, 14, 15, 16 Primitivo, hurra. Also sehr hochprozentig. Und je wärmer der Wein wird, umso stechender wird der Alkohol. Sowohl in der Nase als auch am Gaumen wird er dann richtig brennig. Also brennt dann richtig am Gaumen und macht dann gar nicht so viel Freude. Und auch wenn die Flasche mal offen ist, der Kühlschrank ist also der Ort, wo es immer dunkel ist. Das ist für den Wein sehr, sehr gut, wenn der Eimer drin ist. Direkt aus dem Kühlschrank bei 5 Grad trinkt man ihn dann auch nicht. Das ist schon zu kalt, aber warm wird er von alleine. Allein das Einschenken macht in der Regel 1 Grad sofort durch die Glasoberfläche. Und deswegen ist es gescheiter, dass der Wein wärmer wird, weil wenn er zu warm ist, ihn zu kühlen ist schwierig und von daher ist das also von Grund auf wirklich sehr gescheit und vor allem so die leichten, Pinot Noirs, leichte Blaufränkische oder Zweig, die, Die sind eigentlich dafür gemacht, dass man sie kalt trinkt, also kühl. Bei dir habe ich auch gelernt, dass Zimmertemperatur heute eben nicht mehr das ist, was es früher war. Genau so ist es, was ihr alle schon gelernt habt.
Gibt es auch Weine heute? Also erstmal vielen Dank an den HSV logischerweise, weil es gab sogar ein Aperitif für unsere Gäste. Das wusste ich auch gar nicht, dass es schon was vorweg gab. Und ich habe mich so, also wenn ich immer in dieses Volksparkstadion komme, als Österreicher fühle ich mich immer so wahnsinnig empfangend, weil es war dann doch ein Österreicher, der die größten Erfolge gefeiert hat als Trainer und da merke ich schon, oft zwinkert man mir zu oder so denke ich so, ja.
Aber die Wahrheit ist, als Ernst Happel in Österreich Bundestrainer war, ich habe immer Angst gehabt vor dem. Wenn ich den im Fernsehen gehe, Der war so knorrig und so, der wirkte immer so. Also ich habe immer gedacht, das war wirklich jemand, von dem ich großen Respekt habe. Und hier höre ich aber von den Granten, die ich natürlich auch schon kennengelernt habe vom HSV, dass das einfach ein super Typ war. Eher wortkarg, ja, also so wie ich. Aber eben sehr geradeaus und sehr direkt. Und die Leute erinnern sich da schon auch noch gern an ihn zurück. Wusstest du von meiner österreichischen Vergangenheit? Jetzt erzähl. Wusstest du nicht, ne? Nein, mein Vater hat zwei Jahre bei Austria Wien gespielt. Von 68 bis 70 haben wir in Wien gelebt und ich bin dort auch in die erste Schulklasse gegangen. Und dann hast du dich nicht in diese Stadt verliebt, dass du dann irgendwann gesagt hast, nach Bochum vielleicht? Mit sieben.
Okay, okay. Ich kann dir noch sagen, wir waren in Simmering, haben wir gewohnt, in der Haufengasse 2. Das weiß ich noch von damals. Und ich durfte damals dann anfangen, Elfmeter zu schießen gegen... Das habe ich vergessen. Wie in der Sportclub, Vienna. Vienna war der Otschwerk, kann das sein? Kann sein, ich bin ja auch schon so lange in Deutschland, ich komme ja gar nicht mehr aus. Auf jeden Fall gibt es vier verschiedene Weine heute, das wollte ich schon mal sagen. Wonah hast du die ausgesucht? Weil du hast sie nach dem HSV angesucht, nach Stefan, wie hast du die Weine ausgesucht? Wenn er es nach mir ausgesucht hat, hat er gelogen. Das stimmt, ich habe Stefan nicht gefragt, sondern ich habe, also, wir starten mit einem französischen Schaumwein. Weil Jean-Luc Tompé, Ryan Philipp, William Mikkel-Brancis, Abo, Baka, Sumahuro und Sprechen Tuta, kommt aber von den Komoren Varmid Omari, quasi diesen Bezug bei dem Verein haben und dann dachte ich, das wäre eigentlich super spannend, da was zu haben. Dann gibt es einen Pfälzer Weißwein, weil dachte ich, also für die deutschen Spieler beim HSV, für deine Pfalz-Vergangenheit vom VDP Weingut Rings zum Weißburg und der Chardonnay, dann gibt es was aus Portugal, weil ihr, wie ich finde, Last Minute einen wahnsinnig starken Spieler geholt habt mit Vera und da gibt es aber auch noch, ich glaube, Herr Fernandes kommt auch aus Portugal und, euer junger Spieler.
Fabio Baldé, genau, hat U21 auch schon für Portugal, glaube ich, gespielt. Und dann enden wir mit Capaldo, der aus Salzburg kam, mit einem argentinischen Rotwein, also prickelnd Weißwein und dann zweimal rot werden. Das war der Grundgedanke. Und sie probieren einfach mit und wir probieren die Weine und verkosten die jetzt gemeinsam und dann erzählen wir und wollen natürlich noch wahnsinnig über dich erfahren und kennenlernen. Das ist die Idee. Cool. Und jetzt kommen die Weine irgendwo her? Ja, die kommen ja nicht nur irgendwo her, die werden von Zauberhand gebracht. Also wir starten mit einem Cremant von der Loire, vom Weingut Bouvet, der heißt Jubilä. Und ich dachte, es ist ja ein bisschen her, dass ihr aufgestiegen seid, aber man kann ja immer noch feiern. Stefan, was heißt, du wirst natürlich tausendmal schon gefragt worden, aber jetzt ist es schon cool, oder? Bundesligist zu sein? Sag mal, und was ist jetzt alles anders oder kanntest du sie eh schon? oder wie empfindest du jetzt gerade die Situation?
Letztenendlich, sagen wir mal unabhängig von der Qualität einer Person, war es deshalb, finde ich, eine gute Entscheidung vom Aufsichtsrat, jemanden zu holen, der nicht unbedingt so Seilschaften in Hamburg schon hat, der vielleicht auf den sehr viel Einfluss genommen wird oder der vielleicht auch aus der Vergangenheit schon verschiedene Geschichten hat. So konnte ich relativ frei sein in all meinen Entscheidungen, zumindest mal was mein Bauchgefühl angeht. Und ich glaube, das ist so eine Empfehlung, die ich auch jedem gebe. Im Grunde genommen sagt uns unser Bauch ganz, ganz oft, was die richtige Entscheidung ist. Wir trauen uns nur nicht immer darauf zu hören, weil manchmal die Faktenlage etwas anderes sagt oder vielleicht der eine oder andere noch beeinflusst wird von Leuten drumherum. Und so konnte ich relativ frei Entscheidungen treffen. Die waren am Anfang natürlich die Transferentscheidungen, so Davy Selge, das war, weil Steffen Baumgart ihn natürlich auch kannte aus der Kölner Zeit, ich kannte ihn von der U21. Die schwierigste Zeit war für mich im November, als es dann darum ging, uns für einen neuen Trainer auszusuchen und was man gar nicht so in der Öffentlichkeit so richtig weiß, es war natürlich dann auch so ein Scheidepunkt mit Klaus Koster, weil Klaus wurde, oder ist mit Jonas Bolt hierhergekommen und.
Und hat, sagen wir mal, noch kein richtiges Profil, so habe ich es empfunden. Ich habe ja dem Aufsichtsrat gesagt, ich möchte gerne hierher alleine kommen. Ich komme nicht extra mit meinem Spezi und dem Bruder von meiner Schwester und noch dem Schwager oder sonst was. Das wäre das Gleiche, glaube ich. Ich bin nicht mit einem festen Team gekommen, sondern alleine, weil ich auch das Gefühl hatte, vor allem auch nach Gesprächen mit Erik Huber, meinem Vorstandskollegen, dass der HSV schon qualitativ gut besetzt ist in vielen Bereichen. Und ich finde, für mich ist Kompliment heutzutage ist nicht mehr das, was du jetzt eben so aufgezählt hast. Das ist schön, das ist aber meine Vergangenheit, da lebe ich auch nicht mehr drin. Ich bin zwar stolz auf das, aber das hat in meinem aktuellen Leben.
Findet das nicht mehr richtig statt, was da mal früher war. Und das hat angefangen als U21-Trainer, wir haben den ersten Titel gewonnen und eine Mama hat zu mir gesagt, wir werden nie vergessen, was sie für unseren Sohn gemacht haben. Und da habe ich gemerkt, das hat mich mehr mit innerer Freude erfüllt, als den Pokal hochzuhalten. Das war wirklich so. Und ich glaube, das kommt auch mit dem Alter oder sowas. Und deswegen habe ich mir so als Aufgabe gesetzt, viele Menschen, die hier beim HSV arbeiten, die auch Qualität haben, zu unterstützen, sie zu begleiten, hinter ihnen zu stehen. Und das war damals im November praktisch eine Doppelentscheidung, einmal für Merlin und sein Team und auch für Klaus, dass wir da nichts anderes mehr mit reinholen. Und das war eine Bauchentscheidung in hohem Maße und natürlich nicht beeinflusst von außen. Und so glaube ich, dass wir da... Eine ganz gute Entscheidung getroffen haben, auch was ich nochmal sagen möchte.
Klar, die Titel, für die bin ich zuständig mit meinem damaligen Fußballkollegen, aber das, was jetzt hier beim HSV geht, und das kann ich Ihnen zu 100% sagen, das geht nicht mit einem Mann, das ist nicht ein Mann, sondern der HSV hat grundsätzlich in der Direktorenebene, wir haben ganz viel sehr gute Mitarbeiter und es gilt nur, uns richtig auszutauschen miteinander, auf eine gute Ebene zu finden, Und das macht auch nicht immer Spaß, also es gibt auch Tage, da kann Erik mich nicht mehr sehen und ich ihn nicht. Aber was wir schaffen ist, dass wir zusammen immer an einer Lösung arbeiten und uns da auch gerne dagegen aufarbeiten. Und das ist das Coole hier, was ich ein bisschen vermisse. Deswegen bin ich eben schon mal so ein bisschen bei den Leuten rum, weil ich wollte wissen, ob die zu Hause auch mit Freunden Wein trinken. Also im Saarland ist es schon ein bisschen...
Herzlicher? Wärmer? Das ist mal nicht vom Wetter her. Aber du hast mir das ja mal erklärt. Das kommt. Ich frage mich, wann? Ja. Ich kann dir mal sagen, wie es ist. Wenn der Champions League spielt, dann hat er schon immer jeden Abend jemand. Ich bin jetzt ungefähr 14 Jahre Chefredakteur des Abendblatts und neulich hat mich ein Räder eingeladen in die Hanselounge zu einem Essen. Ein großer, bekannter Hamburger Räder. Und dann setzte er sich hin und sagte, Herr Haider, wissen Sie, ich habe gedacht, es ist jetzt doch mal an der Zeit, dass wir mal Mittagessen gehen. Und dann dachte ich so, ja, das stimmt. Wie lange sind Sie jetzt schon da beim Abendblatt? Sag ich ja, 14 Jahre. Sag ich ja.
Also ich glaube, du musst einfach, also die Herzlichkeit stellt sich so ab Jahr 5, 6 ein. Da kann es auch mal zu einer stürmischen Umarmung, ja stürmisch, ist übertrieben. Und ab 10, dann werden viele sagen, guck mal, der bleibt. Aber das ist so, da muss man sich nicht, und ich glaube, in den ersten, ich weiß nicht, wie es dir ging, Michael, als Österreicher, in den ersten zwei, drei Jahren, die Hamburger sind es so, dass sie denken, drei Jahre ist ja nichts, warten wir erst mal ab. Und dann fangen sie an, sich den Namen zu merken. Aber ist das denn möglich in diesem kurzweiligen Geschäft, Stefan, dass man lange, dass man Jahrzehnt ist bei einem Verein, auch in deiner Position, ist nicht immer sofort Unruhe, verlierst du zweimal, dann wird schon voll, wir nehmen uns mal mit, ist nicht dieser ständige Druck oder sagst du, ich bin schon so lange dabei, weißt du, ich kann trotzdem schlafen oder ist es dann doch nicht so?
Also für den Job an sich, das gilt aber für jeden, in jedem Bereich, eine Leidenschaft musst du haben. Ich kann nur, wenn ich mich für etwas interessiere, man muss ja sagen, ich habe jetzt die Berufsfelder schon öfter mal gewechselt, ich brauche eine Herausforderung. Und wenn diese Herausforderung, wenn ich die erkenne, dann mache ich das mit einer unglaublichen Leidenschaft und mit einer sehr hohen Emotionalität. Und dann wird es meistens ganz okay.
Und mir ist es total egal, wann mein Vertrag ausläuft, mir ist es wurscht, ob sich eigentlich schon jemand Gedanken darüber macht. Ich lebe immer im Hier und Heute und ich weiß das nur, jetzt kann ich ja das beeinflussen, was vielleicht in Zukunft kommt. Wenn du mich jetzt heute fragst, würdest du gerne in Hamburg bleiben, sage ich klipp und klar Ja. Ja, weil ich persönlich das Gefühl habe, dass hier diese Aufgabe noch nicht zu Ende ist, dass wir am Anfang von einem Weg stehen, den ich gerne mit begleiten würde, weil Hamburg so etwas hat, nicht nur als Stadt, ist natürlich für mich außergewöhnlich, wir haben im Saarland insgesamt eine Million Einwohner insgesamt, dann ist es hier schon ein bisschen was anderes, unabhängig jetzt dann natürlich von den ganzen Sehenswürdigkeiten und sowas. Aber die Stadt hat natürlich auch nicht nur drei Bundesligisten mit unseren Mädels und mit dem FC St. Pauli, sondern ich glaube, dass dann hier schneller etwas entstehen kann als vielleicht in anderen Städten. Und ich muss so sagen, ich persönlich, wenn du mich jetzt fragst, glaube, dass das mein letzter Verein ist.
Weil diese Energie und diese Leidenschaft, die kriegst du, oder ich in meinem Alter, die habe ich gemerkt bei dem Anruf, weil ich habe zu meiner Frau gesagt, wenn es wieder einer ist, der mich fragt, ob ich irgendwo Vorstand machen will in der Bundesliga, dann lege ich gleich auf. Und sie hat aber gemerkt bei dem Telefonat, boah. Das ist ein Zweitligist. Das ist halt das Zweitligist angerufen. Ja, ja. Das ist wirklich so. Also du hattest Angebote aus der Bundesliga und hast aber gesagt, mache ich nicht und dann hat der HSV angerufen. Genau, der hat angerufen und zuerst nur seinen Namen genannt. Und damit habe ich noch keinen Vereinsbezug hergestellt. Und da hat er gesagt, können Sie sich vorstellen, dass Sie nochmal als Vorstand im Fußballverein arbeiten? Und ich habe natürlich gesagt, nee, kann ich nicht, weil ich glaube, die zwei, drei Vereine, die mich in der Bundesliga reizen, die wollen mich nicht. Dann habe ich gesagt, für wen rufen Sie überhaupt an? Bayern München. Ah ja, okay, Moment, Moment. Ja, und dann sagt er, ja, für den HSV. Da habe ich gedacht, boah, scheiße, das ist gut. Meine Frau guckt dann so und sagt, Wer ist da?
Meine Frau, oh. Ich hatte ja fix und fertig für die EM, war ich ja TV-Experte, schon gebucht und war alles okay. War klar, die Kinder können weiter Butterbrot essen. und so, aber das war dann schon eine Überraschung. Aber deine Familie wohnt noch in Fuhrpach? Ja genau, also im Saarland, in diesem kleinen Ort wohnt meine Tochter mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern und mein Sohn mit seiner Frau und seinen zwei Kindern, das heißt also vier Enkelkinder, die wir haben. Meine Eltern wohnen noch da, mein Bruder wohnt noch da. Das ist so unsere Basis der Familie und meine Frau, brauche ich jetzt den bisschen älteren Damen hier nicht zu erzählen, die ist Oma, die ist Chefin von der Familie. Viermal Oma. Wenn die die eine Woche nicht gesehen hat, dann dreht die durch. Und die Enkelkinder auch. Und auch die Kinder, weil die sich natürlich freuen, dass Oma da ist. Logisch. So, und jetzt bin ich dann unter der Woche, wie gesagt, Strohwütter. Habe ich eben schon mal hier so ein bisschen kundgetan. Falls mal einer auf die Idee kommt, mich abends einzuladen zum Essen, bin ich immer gerne dazu bereit, weil ich mir da nichts kochen muss.
Ja, genau. Hat er eben allerdings auch gemacht, muss ich fairerweise sagen. Und ich muss sagen, für mich ist da natürlich ein tolles Arbeiten unter der Woche, jetzt zum Beispiel, wartet keiner daheim, ob ich jetzt hier vier Stunden sitze oder zwei oder ob ich... Hagedicht bin oder nicht. Zumindest mal kriege ich von zu Hause keinen auf den Deckel. Und das macht natürlich auch eine gewisse Freiheit im Arbeiten unter der Woche. Von daher gesehen ist es ideal, so wie es im Moment ist. Ich muss gerade daran denken.
Wenn du das so sagst mit der zweiten Liga, dann kann man sich gar nicht mehr erinnern an die Zeit.
Wie lange ist das her, oder? Das ist so typisch HSV, finde ich. Nachdem wir aufgestiegen sind, die ersten zwei Spieler, die mir empfohlen wurden, waren Modric und Thomas Müller. Da wusste ich schon, okay, die Latte liegt tot. War da was dran an Thomas Müller? Es klang jetzt nicht so ganz abwegig, als ihr das hörte. War da was dran an Thomas Müller, an diesem Gerücht, dass der... Ah, jetzt machen Punkt. Michael, was muss man jetzt... Du hast ja gesagt, man braucht kein spezielles Wein, kein spezielles Glas dafür. Man kann Wein aus allen Gläsern trinken. Woraus muss man achten? Man muss, wenn man einen sehr aromatischen Wein hat zwischendurch mal Vinyren. Genau, also das ist jetzt der erste Wein, der ist jetzt auch nicht so wahnsinnig aromatisch. Es ist ein Blanc de Blanc, also nur aus weißen Rebsorten. In dem Fall, die Loire ist relativ bekannt für Sauvignon Blanc, also Sancerre, Pouille Fumé und für den Chenin Blanc. Und das ist vor allem Chenin Blanc mit ein bisschen Chardonnay.
Und wenn auch das Glas für den prickelnden Wein ein bisschen größer ist, dann kriegt man einfach ein bisschen mehr in der Nase auch schon mit. Man schwenkt es jetzt aber nicht ständig, weil über quasi viele Monate versucht wurde, diese Bubbles in diese Flasche zu kriegen und wir nicht versuchen werden, in wenigen Sekunden das alles wieder zunichte zu machen. Aber man kann das schon ein bisschen machen, um eben die Oberfläche des Glases ein bisschen zu benetzen, um ein bisschen mehr mitzukriegen eben. Was ich daran mag, ist sehr, sehr fein. Es ist nicht ganz trocken. Also es ist trocken per Definition, aber es hat zwölf Gramm Restzucker. Es hat auch eine natürliche Säure. Das mit dem Restzucker, wir unterhalten uns ja manchmal im Podcast drüber, das ist so eine Zahl, da kann man ein bisschen angeben oder flexen, wenn man das weiß, aber es ist nicht wirklich relevant, man muss nur wissen, dass auch ein Rüna-Rosé oder ein Moet oder so, die haben auch 10 Gramm Restzucker und ein Bollinger, Jahrgangs Grand Ane für 250 Euro, da hat irgendwie so 4 Gramm und dann gibt es aber auch welche mit Zero-Dosage, ganz staubtrocken, das heißt, da wird kein zusätzlicher Zucker am Ende nochmal eingefügt, gemacht werden die alle gleich, erst am Ende entscheidet und das macht man, um es ein bisschen bekömmlicher, um es ein bisschen geländegängiger zu machen mit dem Zucker. Axel, Stefan, was riecht ihr? Darf man noch zwischendrohen? Ja, sie können auch alle mal riechen und sagen und das Gute ist, bei Michael weiß man immer, also wenn es nicht, wenn man voll daneben liegt, dann macht Michael so hmmm.
So und wenn man, also insofern, man kann eigentlich alles sagen. Stefan, was riechst du? Ich würde gerne mal die Kiste sehr gut, sehr gut. Ja.
Nachher heißt es, ich wäre geprieft gewesen. Und so können, finde ich, die Gäste mal ihr eigenes Empfinden. Zum Wohl. Also, ich glaube, man kann riechen und auch dann schon in den Mund nehmen und dann hat man so einen Gesamteindruck, der mir zum Beispiel... Ich höre grüner Apfel, habe ich nämlich auch. Grüner Apfel, würde ich sagen, ein Punkt. Grüner, ja. Grüner, vielleicht auch gelber Apfel. Da geht es schon los. Ganz so grün, also es ist schon eher reif. Vielleicht ein bisschen Birne, das wäre klassisch für den Chenin Blanc. Ich finde, wenn Sie das im Mund haben, im vorderen Bereich der Zunge habe ich so ein bisschen Ananas. Also auch wenn ich es runtergeschluckt habe und das im Mund so ein bisschen habe, dann kommt so ein bisschen so eine leichte Exotik Ananas. Wollen wir mal testen, wer hat auch Ananas? Michael, das hast du alleine. Nein, nein, da haben wir schon. Ein paar Experten gibt es schon hier. Die anderen, wir haben ja noch ein paar Stunden Zeit, uns anzunähern.
Und dann ist es eine sehr, sehr feine Pellage, also es ist jetzt nicht so extrem bubblig im Mund oder man denkt so, es schäumt dann hier alles raus. Und dann kommt hinten eben diese leichte Cremigkeit, die ein bisschen unterstützt wird immer vom Zucker. Und dadurch ist es nicht pappensüß, aber es ist eben auch so, dass man das so wegschlürmt. Aber Axel, ich finde es schon, ich finde es ist relativ trocken. Ja, genau. Der gibt so ein bisschen Struktur. Ja, sehr gut, sehr gut. Was hat Stefan gesagt? Dass der Chardonnay ein bisschen Struktur gibt, also 80 Chennin, 20. Oder nee? Nicht schlecht.
Das ist manchmal der Nachteil, wenn Sie in einem Beruf 40 Jahre tätig sind, dann stempeln die Leute sich auch ab, oh, ein doofer Fußballer oder irgend sowas. Nein. Nein, so war es nicht gemeint. Nein, nein, nein, nein. Aber ich fand das schon sehr fachlich. Also Chardonnay ist ja die Hauptripsorte in der Champagne auch und das sind natürlich Weine, die auch Säure geben vor allem, dass der Schenimblo nicht gerade so viel gibt und eine gewisse Struktur und eine Basis. Aber beim Versekten am Ende durch die Kohlensäure und den Zucker verwabert das alles. Also die ganz große Klarheit gibt es eigentlich nicht. Das kann man also gut verstecken mit dem Zucker und der Kohlensäure. Aber das ist ein Produkt, der kostet normalerweise 28 Euro. Das ist auch schon was Gescheites. Ist das für dich eine Alternative, Stichwort Champagnerflasche? Ist das für dich eine Alternative zum Champagner? Also was ich in Hamburg gelernt habe, ist schon, dass, also wenn man sagt, jetzt trinken wir ein Glas Champagner, dass es schon viele Leute gibt, die sagen, oh geht es uns so gut oder aha, läuft es so bei dir?
Weiß ich nicht. In Frankreich trinken die Bauarbeiter ein Glas Champagner und essen ein tolles Menü mittags, weil die das einfach wertschätzen und geben vielleicht für andere Sachen nicht so viel Geld aus. Deswegen mag ich nicht den Menschen das danach bewerten. Es ist natürlich für 28 Euro, fängt es schon an, dass du in der Champagne auch was kriegst, was auch schon trinkbar ist. Ist das so tatsächlich, weil wir haben ja gemerkt, dass die Champagnerpreise in den vergangenen Jahren explodiert sind. Und wieder ein bisschen zurückrudern, weil sie sich auch schwer tun. Es gibt große Mengen und ja. Ich glaube, da wurde viel mal aufgekauft aus Amerika und China, auch die Bordeaux. Ich durfte mal nach Reims zu Boyer. Das Schloss war auch sehr dezent. Das war echt cool.
Meine Frau hat mir dann wirklich mit dem Herrn Finkbeiner zusammen, Und dem Fritz Keller hat sie mir zum 30. eine Reise geschenkt nach Bordeaux. Ich war mit den Zweien, zum Beispiel bei Chateau Latour. Und dann haben die den frischen Wein, ich weiß nicht, wie man das... Der Opprimeur, also quasi den ganzen jungen Wein, ja. Der schmeckt ja wie, also beschreibst du es vielleicht mit schönen Worten? Ja, schmeckt nicht. Und schön beschrieben. und die gehen furchtbar ich habe ein Stück Chateau Latour Premier Classique Wieso schmeckt der nicht?
Furchtbar das ist eine Fassprobe eines Weines der erst in zwei Jahren gefüllt wird und auf den Markt kommt und du musst es aber in diesem Stadium verkosten und auch schon kaufen als Händler und auch schon bezahlen Das ist der Hammer. Die probieren das und jetzt kann mir keiner sagen, das schmeckt, hast du es ja Gott sei Dank bestätigt. Und dann bestellt der Wein für 80, 90, 100.000 Euro. Ich habe gesagt, ja, aber du weißt, wenn der doch so steht, dann sagt er, nein, so schmeckt der nicht in zwei Jahren. Aber du willst nur wissen, wie der in zwei Jahren schmeckt. Dafür musst du das viele Jahre machen, da musst du jedes Jahr hinfahren und dann gibt es Jahrgänge, die sind in der Jugend auch schon zugänglich. So ganz warme Jahrgänge mit Frucht, die machen ein bisschen mehr Freude. 22, der jetzt gerade in die Flasche kommt, ist so ein Jahrgang, der in der Jugend auch schon, ich war in 23 in Porto und habe die da probiert. Das hat auch schon Spaß gemacht, aber es gibt so Jahrgänge, die quasi fast untrinkbar sind. Und das Tannini ist noch so hart und du hast, also du gehst ja von einem Chateau zum anderen und dann hast du also einen Pelz auf der Zunge, du hast blaue Zähne, blaue Lippen und du denkst so, das soll so geil sein? Genau, und dann habe ich so zu ihm gesagt, wann kannst du die denn trinken? So diese großen Beine und dann sagt er so, wenn die, was weiß ich, so zehn Jahre oder so, da geht es so ganz langsam los und da kannst du, da habe ich dann damals, habe ich Chateau Magot, Cheval Blanc. Du bist voll der Weinfreak, das erfahre ich jetzt hier. Du kennst ja die großen Namen. Gibt es heute alles nicht.
Jetzt pass auf, habe ich dann bestellt, weil der hat gesagt, das kann man machen. Da hat die Flasche 80 Mark gekostet. Und das war eine Hemmschwelle. Eine Flasche, ich trinke nicht gerne Wein zu dem Zeitpunkt. Und dann bestellst du, ja Mama, zwölf von den Dingern hier, die bestell ich heim und an Weihnachten, wenn ich dann so eine Flasche aufgemacht hab, komm wieder auf meine Mutter zurück die kann ich aber nur zitieren im Dialekt hast du schon wieder eine Flasche Weihauf gemacht, die 80 Euro kostet, und da hab ich gesagt, ja Mama und der Hammer, jetzt hab ich zu Hause.
82er Cheval Blanc, Chateau Latour und so weiter und die heute 1500, 1800 Euro kosten genau, genau und ähm, So, jetzt überlegst du, was machst du damit? Du hast doch meine Telefonnummer. Ich verstehe gar nicht, was du da lange überlegen musst. Jetzt? Genau. Aber toll, oder? Ist das nicht toll? Also trinkst du die hoffentlich auch? Pass auf, ich habe so zwei Spezies. Einer hat auch ein Lokal. Und da gehe ich ab und zu mal hin und sage, ich bringe heute Abend zwei Flaschen Wein mit. Und dann bringe ich so zwei. Der macht mir dann ähnlich wie du. Der hat ein unglaubliches Fachkenntnis über diesen Wein. Der erzählt mir alles, wie jede Beere heißt, die da drin ist und so weiter. Und dann probieren wir den dann zu einem Essen. Und da muss ich sagen, wenn ich dann ein Glas von diesem bekomme, ich muss sagen, mittlerweile hat sich der Cheval Blanc als mein Lieblingswein rauskristallisiert. Das ist ja Cabernet Franc, muss man sagen. Genau, und dann muss ich sagen, boah, das ist der Hammer. Das ist etwas Unglaubliches.
Aber wenn ich zu Hause zu meiner Frau sagen würde, Schatz, wir haben heute Abend einen Cheval Blanc auf, dann sagt die, ne, 1000 Euro, ich trinke doch Wein für 1000 Euro. Weil sie halt sagt, sie kann es auch nicht wertschätzen. Aber was Interessante ist, du hast ja nur 80 Mark dafür bezahlt. Das heißt, du trinkst ja eigentlich einen Wein für 40 Euro. Ach, richtig. Das ist ja total irre. Und ich wollte dich auch jetzt mal einladen zu so einem Abendessen. Und ich kann ruhig eine Flasche Wein mitbringen. Wenn du eine Flasche Wein mitbringen möchtest, gern. Jetzt erzähle ich euch eine Geschichte.
Die, die es wissen, ich habe ja auf der EM gegen England einen Elfmeter reingeschossen. Daran erinnern sich einige, glaube ich. Im Halbfinale. Und kurz danach sitzen wir, damals war Thomas Strunz noch, Bobic war alles mitten in der Traube in Thronbach. Und der Herr Heiner Finkbeiner ist ein sehr großer, schlanker Mann, sehr guter Tennisspieler. Und der hat abends, wie gesagt, danach so zwei, drei von den Gläsern, hat er so gesagt, hör mal Stefan, hier mit deinem Elfmeterschießen, wenn ich ins Tor gehe und es sind zehn Elfmeter, wie viel schießt du mir rein? Da habe ich gedacht, bist ein bisschen anständig und da habe ich gesagt, neun. Und da hat er gesagt, nie im Leben, wir machen eine Wette. Da habe ich gesagt, okay, was wetten wir? Es war klar, an dem Tag bin ich abgereist, aber es war auch schon klar, zwei Wochen später waren wir wieder da. Es war logisch, dass wir dann zwei Wochen später lösen wir die Wette ein. Und dann habe ich mal gelesen, der beste Wein wäre ein Chateau Petrus. Und da habe ich zu ihm gesagt, ja, dann wetten wir eine Flasche Chateau Petrus. Und dann sagt er, aber für einen Petrus musst du mir alle 10 reinschießen.
Ich natürlich hier, deswegen, wie gesagt, trinke ich nicht mehr so viel. Haha, klar, machen wir. Vier Tage später hat meine Frau mir schon mal Bescheid gesagt, den kriege ich gar nicht. Weil es war natürlich, den Jahrgang kann ich nicht mehr ganz genau sagen, war aber auch einer, der eher gut war. Und so war dann, auf dieser Hobbywette, war dann schon Druck auf dem Kessel. Weil Ehrenschulden, mit den Wettschulden. Man muss mal sagen, Michael, was kostet, also egal, was ist, Chateau Petrus ist irgendwie. Also jetzt, wenn wir über 82 reden, bist du wahrscheinlich so bei 4.500, 5.000 Euro für eine Flasche. Genau so ungefähr, das war damals noch ein bisschen weniger, aber mittlerweile ist das so. Ich bin jetzt ganz gespannt, ich hoffe wieder, dass du die, wenn du die 10 getroffen hast, dann könntest du diese Flasche zum Beispiel dann mitbringen. Wolltest du das dann sagen? Genau, fast. Also tendenziell bist du gut. Ich habe natürlich, also als Linksfuß muss man sagen, mir fiel es auf jeden Fall, war leichter, dann in die rechte Ecke zu schießen, ein bisschen diagonal. Und der Heiner ist zwar groß, aber war keine Sprungkraft mehr. Schlagsig, genau. Das heißt, ich habe einfach nur versucht, die Elfmeter in dieselbe Ecke zu legen. Dann musst du ein bisschen Menschenkenntnis, es gibt ja irgendwann einen Moment, wo der sagt, jetzt springe ich auf jeden Fall immer in diese Ecke, dann legst du ihn einmal in die andere.
Aber der Heiner Finkbeiner ist so ehrgeizig, So ehrgeizig, dass er auch gesprungen ist, um den Ball zu kriegen. Und jetzt, ich habe alle zehn reingemacht, um deine Hoffnung zu nehmen. Die haben, die Flasche haben wir natürlich abends getrunken dort, war ja auch klar. Und Heiner fing beinah, musste ab und zu aufstehen und musste die Hose von seiner Schürfwunde ein bisschen so wegmachen, weil er hat hier eine Schürfwunde gehabt. So bin ich mal an einen Schluck Chateau Petrus gekommen. Und wie fandst du den Wein? Nein, wir haben das auch mal getrunken und zwar war das so, darf man das eigentlich erzählen hier? Ist egal. Eines Tages rief uns Michael an und sagte, ich habe hier jemanden, der hat hier eine sehr teure Flasche Wein in der Anselange nicht ausgetrunken. Und der isst noch und da haben wir uns alle so einen kleinen Schluck, da kam es auch ein bisschen komisch vor. Und das war schon ein besonderer Moment damals. Der kostete damals glaube ich 2.000, 2.500 Euro in dem Bereich so. Aber ich glaube, das war kein Petrus. Nein, Lafitte war das. Ah, Lafitte. Aber die Geschichte fand ich trotzdem gut. Die Geschichte war gut. Wie hat es dir geschmeckt? Ich fand es schon außergewöhnlich. Also ganz außergewöhnlich. Weil für mich waren Geschmäcker in meinem Mund, da war es erstmal schon mal schwer zu beschreiben. Und es war auch so eine Mischung. Von Anfang bis zum Schluss hat er viermal den Geschmack gewechselt, so ein Gefühl. Aber ich kann es jetzt nicht anders so beschreiben. Er war schon der Hammer. Wenn du das natürlich weißt, trinkst du es auch nochmal mit einem anderen Ehrfurcht.
Aber wir haben 85 Petrus mal vor ein paar Jahren mit Mitgliedern auch quasi aufgemacht. Jeder nur einen Schluck und haben auch viele gesagt, sowas habe ich noch nie im Mund gehabt. Also da passiert schon auch was. Also auch Zwischenjahrung. Lustigerweise 82 gab es so viel Menge und es war so ein fantastischer Jahrgang. Da konnte man als Winzer in Bordeaux eigentlich gar nichts verkehrt machen. Und wenn du das damals gekauft hast, dann hast du eigentlich alles auch richtig gemacht. Aber ich sage den Leuten immer, auch wenn du dafür jetzt viel Geld kriegst, trink es doch. Genieß den Moment, dass du das für so kleines Geld gekauft hast. Hast du es ja auch viele Jahre jetzt bei dir lagern und dann probierst, wenn es dir schmeckt, wenn es dir nicht schmeckt, verkauf es und kauf dir irgendwas, was dir schmeckt, nur weil das teuer war und es dir nicht schmeckt, macht ja auch genau keinen Sinn. Denn apropos schmecken, ich hoffe, Ihnen hat der Start schon mal geschmeckt. Mit dem Lillet vorweg war eh schon relativ viel Süße auch. Deswegen kommt man jetzt dann eigentlich da schon ganz gut rein in dieses prickelnde, also diese ganze Cremant-Thematik. Ist natürlich vor allem in Deutschland oder in Italien, also überall dort, wo auch sonst sehr gute Sekte im heimischen Markt gemacht werden.
Tut man sich manchmal ein bisschen schwer. Und Champagner ist eben oft so ein Zeichen, dass es ein bisschen arrogant rüberkommt oder überheblich, wie ich finde. Und deswegen ist das eine gute Geschichte. Das sieht auch sehr, sehr wertig aus. Und ich glaube eben durch die Süße ist das etwas, was eigentlich ganz gut ankommt so in dem breiteren Volk. Aber wer von Ihnen hätte das jetzt lieber trockener gehabt?
Ja, aber es geht. Aber damit können wir leben. Aber können wir leben. Ja, perfekt.
Perfekt. Jean-Luc Dompet, Ryan-Philippe, Wilhelm Mikkel-Brancis, den würdest du am ehesten nicht verkaufen wollen?
Ich fange mal anders an. Mittlerweile nehme ich auch wieder Französischunterricht hier in Hamburg, weil ich bin ja im Saarland groß geworden. Da war es die zweite Fremdsprache. Ich stand ein bisschen auf Kriegsfuß mit Französisch, hat aber mehr mit dem Lehrer zu tun, wie mit allen anderen Lehrern auch. Und jetzt fange ich nochmal an, weil ich würde mich ganz gerne mit Ihnen unterhalten, also über das Bouchure-Savoir hinweg.
Man muss auch sagen, dass wir die Spieler bekommen, hat sehr viel mit Leuk Fave zu tun, mit so einem Co-Trainer. Der hat die Muttersprache französisch das spüren die Spieler und die fühlen sich dann, Franzosen finde ich auch eher noch ein bisschen eigener weil sie ja nicht so gerne was anderes lernen möchten, dass sie dann extremst gut sich ausdrücken können und fühlen sich sehr wohl, fühlen sich so angekommen, fühlen sich verstanden sie wissen, sie können auch schwierige Probleme mit Leuk besprechen weil er halt das als Muttersprache hat von daher gesehen ist das richtig cool ähm, Unverkäuflich wird es für deutsche Fußballvereine nicht geben, weil letztendlich irgendwann eine wirtschaftliche Entscheidung kommt, die dann unvernünftig wäre, wenn man sie ablehnt. Beziehungsweise es gibt dann schon viele Vereine, die noch wesentlich viel mehr Gehälter zahlen können als wir. Und wenn dann Spieler und der aufnehmende Verein Angebote haben oder machen, die wirtschaftlich dem HSV sehr gut tun, dann kannst du bei keinem Spieler wirklich sagen, der ist unverkäuflich. Ein Zitat wurde im Sommer auch gelesen, wo du gesagt hast, dieser Wahnsinn, der da in England passiert.
Wie gehst du denn in deiner Funktion damit um? weil es kann ja ein englischer Zweitligist dir deinen besten Spieler locker wegkaufen. Wir versuchen mit der Vertragsgestaltung halt immer... Und was ist das noch wert? Auch da hat man jetzt gesehen bei dem Liverpool-Stürmer und dann wollte er einfach nicht mehr und dann mussten die so viel für Woltemade bezahlen, weil sie keinen mehr hatten in Newcastle, weil der zu Liverpool ging. Genau, aber die Frage ist, hast du das Heft des Handelns in der Hand oder nicht? Und wenn er noch einen Vertrag hat, hast du zumindest mal ein erhebliches Mitspracherecht. Und dann geht es nachher, wenn der Spieler sich ganz stringent aufstellt und sagt, ich möchte weg vom HSV, ich möchte hier nicht mehr bleiben, ich will zu einem anderen, löst sich mir ein Reflex auf und dann denke ich mir, dann hau du ab, wenn du hier nicht bleiben willst. Aber dann muss der HSV, müssen wir davon profitieren und dann muss es sich zumindest mal wirtschaftlich lohnen. Ich habe keine Lust auf Spieler, die keinen Bock haben für den Verein hier zu spielen. Die werden auch dann nicht diese Leidenschaft bringen, über die wir am Anfang schon mal gesprochen haben. Und spielt Hamburg da eigentlich tatsächlich eine Rolle? Ist es ein Vorteil, dass es eine schöne Stadt ist mit einem tollen Stadion? Das fühlt sich ja schon an, als würde man hier in der europäischen Spitze spielen, wenn man das ganze drumherum sieht. Ja. Es ist aber auch manchmal hinderlich, weil dann Spieler auch nicht so einfach weggehen. Stimmt.
Stimmt, weil dann sagen sie natürlich, boah, hier ist alles so gut, so schön. Warum soll ich hier weggehen? Also es hat Vor- und hat Nachteile. War total lustig. Ich war ja ein bisschen überrascht über die Mietpreise hier im Vergleich zum Saarland. Und dann haben, das war bei euch, als wir uns mit den Gesellschaftern vom HSV getroffen haben. Und die haben dann alle so zu mir gesagt, relativ nett. Wenn du mal einen Tipp brauchst, dann kannst du uns gerne immer fragen. Und da habe ich gesagt, okay, 100 Quadratmeter in Alsterdorf für 2500 Euro. Dann hat jeder gesagt, ja, musst du machen.
Wollte ich gerade sagen. Das klingt günstig. Ich habe da mal gewohnt, wo ist das noch frei? Ich bin da drin. Nachdem alle gesagt haben, das wäre so günstig. Du wohnst in Alsterdorf. Wo denn da ungefähr? Sag ich den. Die Einladung ist bei dir. Die Alze-Dorf ist eine schöne Ecke. Bei uns im Saarland kriegst du dafür ein Schloss. 2.500 Euro kriegst du Schloss. So, jetzt hab ich gedacht, jetzt erzähl ich mal den neuen bisschen was von Hamburg, dem Viara. Habe ich das dann erzählt, darfst du nicht erschrocken sein, wenn du hier so die Mietpreise sagst. Und dann habe ich ihm die Geschichte erzählt. 100 square meters for 2.500, I paid 15.000 in London. Hab ich mir gedacht, ah, okay, gibt ja noch eine Steigerung, genau, du Eierkopf, der hat in London gewohnt, ne, war so eine lustige Geschichte. Meine Lieblingsgeschichte ist ja die gewesen, als der HSV vor dieser Phase jetzt in der ersten Liga spielte, hat der mal gegen Borussia Dortmund 0 zu 5 verloren.
Ich erzähl sie gerne nochmal. 0 zu 5 verloren und dann saß ich natürlich als HSV-Fan da ziemlich bedröbbelt und dann kam ein Hamburger Kaufmann auf mich zu und sagte, was ist denn mit Ihnen los? Und ich sag, ja das war ja furchtbar, der HSV hat ja gegen Dortmund 0 zu 5 verloren und wir hatten damals auch 0 zu 10 verlieren können. Und dann sagt er, ja und? Ich sag, wie war Untersuch? Überlegen Sie mal, die Dortmunder, die können sich jetzt eine Stunde oder auch eineinhalb Stunden freuen, dass sie gegen uns gewonnen haben. Und dann, ich sag was und dann, und dann müssen sie zurück nach Dortmund.
Und damit ist, ich hab schon so oft erzählt. Und das ist ja auch so, ich glaub damit ist auch vieles erzählt von dem Problem, was der HSV in den vergangenen sieben Jahren hatte. Dass man dachte irgendwie, ist ja egal, ob wir gewinnen oder verlieren, es ist ja hier trotzdem die schönste Stadt der Welt. Ja, Punkt. Schön, dass du in Alsterdorf nochmal genau ne. Ich klingel auch nicht.
Michael, was haben wir jetzt? Was hast du jetzt? Ein Weißburgunder. Hast du das gerochen? Nein, du hast es mir vorher aber auch gesagt. Aber ich hätte es, glaube ich, auch gerochen. Chardonnay und Weißburgunder. 2024 von den Brüdern Rings aus der Pfalz. Ein VDP-Weingut. 80% Chardonnay, 20% Weißburgunder. Stefan und Anni Rings haben das Weingut 2009 übernommen. Seit 2017 sind sie auch biologisch, biodynamisch.
Und ich fand den Wein ziemlich cool. Als jeden Tag Wein, der kostet 12 Euro. Dafür fand ich es ziemlich viel Wein. Und ich finde, vor allem wenn es dann quasi in die südlichere Pfalz geht, sind eben auch mit diesen teilweise kalklehmigen Böden, eher schwere Böden, eigentlich für die Burgunder Rebsorten sehr gut geeignet. Und weil ich weiß, dass oft, ihr wisst alle, dass das Mr. Riesling ist und dass es auch viele Rieslinge gibt bei uns im Podcast, aber ich finde eben gerade solche Weine haben absolut ihre Daseinsberechtigung. Das ist eigentlich keine Entdeckung, aber ich finde, das ist einer der besseren Weine für das Geld mit diesen Rebsorten und weil ich eben oft auch höre, ich weiß nicht Stefan, ob du da auch Ressortiments hast, aber dieses nur kein Chardonnay oder wenn die Leute das Wort Chardonnay lesen, dann kriegen sie schon irgendwie Gänsehaut und ich finde das ist ein bisschen schade, weil der Chardonnay diese wahnsinnige tolle Qualität hat, dass er eben gar nicht so viel Frucht produziert und deswegen nicht so laut und nicht so quietschig ist. Im Umkehrschluss oft auch vielleicht das Holz braucht, weil er sonst nach nichts schmeckt, aber in der Kombination mit dem Weißburgunder, dass es eben eine gewisse Finesse auch gibt. Du als Weinkenner, würde mich jetzt mal interessieren, ich finde, es gibt schon einen Unterschied zwischen dem Chardonnay, der in Deutschland wächst oder in unseren Regionen wächst, oder der in Frankreich wächst.
Speziell Sie, finde ich, machen so ein, das ist für mich so ein Klarer Job. Das ist zwar mit Leidenschaft, aber trotzdem auch so ein bisschen strukturiert und deswegen kommt immer eine gute Qualität raus. Wir haben ja im Saarland, wie der Name schon sagt, ist ja logischerweise die Saar unser Hauptfluss, der da durchgeht, der dann in Mosel kommt. Und der Mosel-Sar-Ruwe oder Mosel-Sar-Weine, die sind am Riesling ein bisschen weiter vorne. Und ich muss dann schon sagen, jetzt beim Riesling finde ich so einen Mineralboden überragend, weil der hat nochmal so eine besondere Note, die dann man so im Mund schmecken kann. Ich vertrage den auch sehr gut, muss ich sagen, als Riesling.
So Egon Müller oder Markus Molitor. Schon der Beste in Deutschland. Ja, auch Markus Molitor, die machen schon klasse Riesling. Ich bin... Ich bin auch kein so wahnsinniger Chardonnay-Fan, würde aber jetzt gerne von dir wissen, wie würdest du sagen, wie sind die Chardonnay-Trauben, wie sind die unterschiedlich? Hat es nichts mit Deutschland und Frankreich zu tun, sondern nur mit den Böden? Und wo sind wir dann tendenziell eher? Also es hat viel mit den Böden zu tun und Chardonnay aus der Burgunde ist quasi die Mutter des Chardonnay, muss man einfach so sagen. Und da ist aber sehr häufig eben relativ viel Holz auch dabei und das macht dann nochmal einen anderen Geschmack, auch wenn es gar nicht immer dieses neue Holz ist. aber dadurch ist die Frucht noch weniger. Das heißt, diese ganz klassischen Chardonnays, die man kennt aus der Burgund, sind sie fast unbezahlbar. Also alles, was so Chassani, Moraché, Püleni, Merceau, Coton, Chalemagne, Le Moraché, das sind viele hundert Euro.
Das ist genial. Du denkst aber nicht, das ist dieselbe Traube, oder? Das stimmt, aber das hat so eine Tiefe, das hat eine Energie, das ist ansteckend, das kann süchtig machen. Aber das ist dann auch nicht für jeden Tag. Und dann ist es so, dass man natürlich aus Südafrika, aus Kalifornien durchaus diese sehr opulenten, kraftvollen Chardonnays kennt. Dann haben die ein bisschen Imageproblem, weil in der Basis oder in den einfachen Weinern sehr oft mit Holzchips gearbeitet wurde. Da wurden jetzt nicht Holzchips reingeraspelt, sondern wie in so einem Teesieb quasi Sägespäne in diesen, Weingehalt, um diesen Geschmack zu imitieren, weil man sonst das gar nicht hinkriegt mit empfasst, weil das einfach viel zu teuer wäre und es zu lange dauert und dass der Markt dann eben nicht bezahlt. Das ist aber nur in Österreich jetzt gewesen, diese Methode? Nein. Nimm es nicht persönlich. Frage an die Technik. Ich nehme es überhaupt nicht persönlich. Wir haben andere Sachen in den Wein gemacht. Zum Glück nur ein paar wenige und das hat uns also heute geholfen. Nein, das ist etwas, wo das Holz überhaupt keine wichtige Rolle spielt in diesem Wein, oder? Axel, was sagst du jetzt? Ich meine, das ist auch trocken, aber... Ich muss mal so eine Wurst essen gehen. Bringst du eine mit? Axel, magst du den Wein? Ja, klar, habe ich probiert. Hast mir keinen mitgebracht.
Passt Wurst dazu? Was würdest du dazu essen? Ja, also Wurst passt auf jeden Fall dazu, weil die Pfalz ja auch eine Region ist, nicht nur mit dem Saumagen, der da sehr bekannt geworden ist, aber die haben ja viele Wurst-Spezialitäten und das passt natürlich dazu, der Wein. Aber der Wein ist auch, das ist ein Zechwein, aber das ist so ein Wein, da musst du jetzt auch nicht drei Stunden drüber philosophieren, sondern den schenkt man ein, da hat man Freude, da hat man nächsten Tag keinen Schädel und auch kein leeres Portemonnaie, weil es eben bezahlbar ist. Deswegen finde ich das schon ziemlich cool und ich glaube auch, das ist eben wichtig, nicht so viel Frucht, dass es nicht nervt, es nicht anstrengend. Also man kann wirklich ein zweites Glas oder eine zweite Flasche trinken. Und beim HSV habe ich mir aufgeschrieben, Noah Katterbach, Nikolai Remberg, Jonas Meffert, Bobby Glasser und ein paar andere, die offiziell Deutsche sind. Aber wird noch Deutsch gesprochen, wird Englisch gesprochen oder Französisch oder wie ist die Sprache bei euch in der Kabine? Zwei Drittel Englisch und ein Drittel Deutsch. Und Leuk sitzt bei den Spielern, die noch nicht so gut Deutsch sprechen von den Franzosen und übersetzt dann auch auf Französisch. Also muss man sich ein bisschen dran gewöhnen. Ist nicht mehr so, sag ich mal, wie zu meiner Zeit, wo du einfach nur Deutsch sprichst und jeder soll gucken, dass er es versteht. Das ist heute nicht mehr zeitgemerkt. Aber ist das so, dass dann jede Anweisung, dass jetzt auch vom Trainer irgendwie übersetzt werden muss? Ja.
Kann man dann eigentlich so richtig trainieren? Also man muss ja irgendwie ständig wahrscheinlich... Ja, man muss dazu sagen, ich meine, ich kenne, es ist ja wahrscheinlich niemand mit türkischem Hintergrund da, ähm... Ich kenne auch, die Fußballbegriffe, die gehen relativ schnell. So auch wie du dich untereinander unterhältst, das schon. Die Anweisungen, da brauchst du ein bisschen mehr. Aber mittlerweile, man muss ja auf faire Weise sagen, haben ja schon auch die meisten deutschen Spieler den Traum, irgendwann mal entweder im Ausland zu spielen, wo dann auch meistens Englisch gesprochen wird, oder nach England zu gehen. Also im Grunde genommen ist dieses Englische, das hat sich im Fußball schon eingebürgert. Es gibt viele, die verstehen super Fußballenglisch und können vielleicht dann, Normales Englisch nicht verstehen so, aber im Fußballenglisch sind sie gut drin. Gilt ja auch für unsere Presse, für unsere Medien, für die Social Medias, musst du es ja auch logischerweise übersetzen. Da brauchst du ja auch die ganzen Fachleute. Das hast du ja in der Türkei wahrscheinlich auch gehabt, ne? Ja, da war das Beste für mich, dass ich die türkischen Zeitungen nicht lesen konnte.
Und ich hatte mit Kenan Kocak einen Deutsch-Türken als Co-Trainer. Man muss dazu sagen, ein Drittel der türkischen Nationalmannschaft hat auch im Ausland gespielt, beziehungsweise hat deutsch einen Hintergrund. Mit dem kannst du normal Deutsch sprechen. Das andere Drittel ging mit Englisch. Und das letzte Drittel, die nur Türkisch konnten, hat halt Kenan dann geholfen. Aber war super, sensationell. Und du merkst auch so, wenn jetzt der eine Spieler dem anderen was übersetzen muss, das ist ja nochmal so, ich helfe dir, ich sage dir nochmal was. Und es bringt, ja, Teambuilding. Genau, das ist richtig, aber du musst auch kommunizieren. Du kannst das nicht mit deinem Handy schicken oder sowas, weißt du? Und so kommt dann noch ein bisschen was zusammen. Aber ist das mehr geworden, Stefan? Du ja auch als Trainer. War das früher auch schon so, dass da Zettel verteilt wurden und dass die Spieler auf dem Feld dann Zettel bekommen? Ändert man so radikal viel?
Erste Frage jetzt. Ja, toll. Also ich finde, eine coole Geschichte nochmal. Ich muss keine Werbung für Merlin machen und sein Team, weil er einfach gut ist. dass sein Team einfach gut ist. Wir hatten eine super Geschichte vor unserem ersten Spiel in Gladbach. Davor war mein Pirmasens. Pirmasens war ein bisschen eng geworden. Also wir haben es kurz vor Schluss hinten gelegen. Kurz vor Ende hat ein Verteidiger ein Tor geköpft, also Guy Ramos. Und dann sind wir in die Verlängerung gekommen und haben dann dort gewonnen. Und der Coach fragt auch immer, sagt, was fällt dir auf, was würdest du anders machen und so. Dann sag ich, schau.
Der körperliche Bereich wird ab, die werden ja alles gemessen, haben immer ihr Tracking-System hinten drunter, du weißt genau, der ist im Training so und so viel gelaufen, der müsste aber so und so viel laufen, machen die manchmal hinterher einfach nur noch Läufe, damit sie aber auf diese Ebene kommen, wo sie sein sollen. Taktisch wird alles gemacht, technisch wird alles gemacht und dann habe ich zu ihm gesagt, pass mal auf, aber es genügen elf Köpfe von Pirmasens, um uns an den Rande einer Niederlage zu bringen. Die Frage, wo ist die Gewichtung? Ich als Nationaltrainer, ich hatte ja keine Chance auf die körperliche Situation, die taktisch manchmal ein bisschen, aber technisch und sowas, du hast ja die Spieler nicht so oft im Jahr. Das heißt, ich konnte ja nur über den Kopfweg gehen. Und da muss ich sagen, da interessiert sich unser Trainerteam extremst, weil doch viel im Kopf stattfindet. Wie finde ich eine Tür? Welche Tür machst du mir auf oder sie mir auf? Oder sieh mir auch, das sind nochmal andere Türen. Der eine reagiert auf eine Umarmung, der dritte will nicht vollgelabert werden, der vierte möchte reden und diese Türen zu finden, das ist eigentlich die Kunst in der Psychologie bei einem Trainer-beziehungsweise beim Spieler-Trainer-Verhältnis. Und dazu brauchst du kein Handy. Was ich mache, das sage ich jetzt ehrlich, das wäre schön, wenn du das weglässt, in den Berichterstattungen. Das hört ja auch niemand sonst. Das ist das Gute, dass das ja alles mitgeschnitten wird.
Jetzt bin ich schon am überlegen, ob ich die Geschichte erzählen soll. Also meine Social Medias, die macht mein Sohn, weil er einfach Ahnung davon hat. Muss auch sagen, der arbeitet auch mit unserer Pressestelle gut zusammen und der kennt mich und der ist schon gut in dem Bereich. Und er liefert mir eigentlich, weil jetzt müsst ihr euch vorgehen, ich gehe in die Kabine, letzten Endes bin ich halt der Chef und dann sagst du, und wie geht's, alles in Ordnung? Und das sagt er auch, wenn es ihm scheiße geht. Weil der denkt, boah, nee, erstens will ich mich nicht unterhalten und dann noch mit dem Chef und deine Schwäche zeigen und so weiter. Guck mal hier, guck mal hier. Wow, vielen Dank. Das ist auch lange bei uns, bleibst du. Danke. Wäre bei uns zwei schon ein bisschen anders. Ich glaube schon, wenn du mich fragst, wie geht's dir, würde ich ja schon mal sagen, boah, durchwachsen oder sonst was. Und weil ich dann weiß, ich kann mich mit dir unterhalten, würde auf deine Meinung Wert legen und so weiter. Wenn ich jetzt aber zum Beispiel durch einen Post auf Social Media weiß, Nehmen wir mal jetzt an, du Hund ist gestorben.
Und dann gehe ich natürlich nicht mehr hin und sage, und? Weil dann wird er wieder sagen, gut. Dann kann ich schon mal hingehen und sagen, alles okay, ja. Bei uns auch, aber weißt du was? Wir hatten mal ein Haustier, der erst gestorben ist. Das war furchtbar für die ganze Familie. Und dann sagt er, ja, das ist vielleicht bei uns auch passiert, vorgestern oder vor drei Tagen. Du musst dir ein paar andere Gedanken darüber machen, wie du mit den ganz jungen überhaupt ins gespräch reinkommst wir haben echt tolle erlebnisse mit einem spieler und seinem papa bin ich essen gegangen das war in, Weißt du noch? Wilhelmsburg. Ich habe fünf Minuten gewartet so auf dem Marktplatz. Boah, ich habe... Alter, Schwede, ist das Hamburg?
Aber dann kriegst du ein Gefühl, wo der Junge groß geworden ist. Dann bin ich zufällig auch noch, wie sich später herausgestellt hat, an diesem Käfig vorbei, wo die Fußball gespielt haben früher. Das war wie ein Film aus der USA, wo die da immer Basketball spielen. Und du denkst, boah, hoffentlich komme ich da sauber durch. Aber dann kann ich fragen, dann sind wir in sein Lieblingsrestaurant gegangen, dann hast du so eine Basis, die im Privaten, Trivialen vielleicht manchmal liegt, aber der hat dann nachher nicht mehr so das ganz Gefühl, das ist mein Chef, sondern mit dem habe ich mich schon mal anders unterhalten. Und diese Mühe, das meine ich mit dieser Leidenschaft, mit der Emotionalität, die musst du dir machen, das muss es dir wert sein. Und genau so geht es mir mit meinen, zumindest mal mit meinen ganz engen Mitarbeitern. Aber so ist man dann halt auch. Also kannst du nicht quasi hierarchisch von oben nach unten die Ansagen, sondern versuchst sie mit ins Boot zu holen und sie zu verstehen und sie mitzunehmen. Sollen wir zwischendurch schon wieder neu einschenken? Ich will hier nicht unterbrechen. Wir sind so. Du hast ja die Zeit bei uns. Ich habe die Zeit im Blick, deshalb gucke ich nochmal. Wir müssen ja kurz vor Spielbeginn müssen wir fertig sein.
Kurze Frage, der Wein, wem hat dieser Wein gar nicht geschmeckt? Vielen Dank. Oh, das ist aber eine gute Quote. Du hast eine gute Quote. Ich habe mir gedacht, ich habe so ein bisschen was Rauchiges, auch in der Nase, am Gaumen, so eine leichte Aprikose, fast ein bisschen Pfirsich und eben eine Saftigkeit. Und ich finde auch schon echt so ein bisschen Anspruch. Also ich fand es sehr cool. Stefan, mochtest du ihn nicht, den Wein? Ich bin, Weißwein bin ich halt Riesling-Fan. Okay, zu Recht. Oder mit Barrick-Ausbau. Aber dann trockenlein. Aber hier, das ist ja schon, das war ja schon. Trocken oder? Ja, ja. Also wie gesagt, es gibt so aus Bad Kreuznach, aus der Ebene, gibt es gute Weine, habe ich im Fischereihafen-Restaurant getrunken.
Das Coole war, kann ich ja ruhig mal hier erzählen, habe ich mir gedacht, ich fotografiere das Ding ab und schaue mal im Internet, was der kostet. Da hat er 40 Euro gekostet. Da dachte ich, naja, für einen Riesling ist das ein guter Preis. Auch für ein großes Gewächs dann bezahlen, ja. Genau, ist es auch, genau, ein großes Gewächs. und dann habe ich zufällig einen bekannten Fernsehkoch getroffen, hier in Hamburg. Wir haben gegessen und blablabla und ich habe so erzählt, du übrigens, ich habe aus deiner Ecke, Rumpf ist es glaube ich, habe ich jetzt einen Wein getrunken, der war Weltklasse. Da habe ich gesagt, von wem habe ich einen Rumpf? Und dann sage ich, ja, das ist ein Nachbar. Ist kein Problem, wenn du da... Rumpf heißt die glaube ich sogar im Doppelnamen. Ja, okay. Wenn du was brauchst, sag mir Bescheid. Dann habe ich gesagt, brauche ich dir nicht Bescheid zu sagen, zwölf Flaschen. Sagt er, ja, alles klar, mach ich. Ich bekomme die zwölf Flaschen, ne? Was hättest du gedacht, wenn ein Fernsehkoch sagt, ja, das ist mein Nachbar, wenn du was brauchst, sag Bescheid. Sehr gut. Weißt du, was draufgestanden hat? 42 Euro pro Flasche. Ich Eierkopf hätte den besser im Internet bestellt. Die zwei Euro, die haben mich jetzt nicht arm gemacht, aber ist dann manchmal, wo du so denkst, in der Sektlaune oder in der Beinlaune. Johann Lafer besorgt die Weine. Ich habe keine Namen genannt. Ich habe keine Namen genannt.
Das wusste er. Johann Lafer war auch mal. Johann Lafer, Christian Rach, die waren alle auch in diesem Podcast. Christian Rachsaaländer, der kommt aus St. Ingbert, glaube ich. Fritz Keller auch, wo du vorhin erzählt hast. Fritz Keller. Das kann ich mir gut vorstellen, ihr beide. Unser Fritz Keller. Kommt aus dem Saarland? Nein, aber war hier im Podcast. Der war hier im Podcast, würde ich sagen.
Ja, ich würde jetzt quasi die Rotwein-Thematik schon mal anschieben, während hier unsere Gäste noch eingeschenkt bekommen. Daniel Heuer-Fernandes, Fabio Balde, Fabio Vieira und Gui Ramos, alle Portugiesen. Ist das auch eine eigene Community dann bei euch im Verein?
Also lustig ist, mein damaliger Co-Trainer Toni Di Salbo ist ja jetzt Cheftrainer der U21 und wir haben nach dem Pirmasens-Spiel über eine Nominierung von Fabio gesprochen und hat gesagt, er hat ihm in dem Spiel jetzt noch nicht so gut gefallen, er sieht mal von der Nominierung noch ab und eine Woche später ist er von der portugiesischen Nationalmannschaft U21 eingeladen worden. Also er kann noch wählen. Es ist auch jetzt in der U21 noch nicht endgültig entschieden. Das heißt, du musst dich danach entscheiden. Wenn du dann ein Pflichtspiel machst, bist du festgespielt. Wenn du ein Pflichtspiel quasi im Erwachsenen, im ANA-Bereich, dann ist das Ding durch. Und jetzt werben die Verbände um ihn oder sagt man, ist es noch nicht so relevant? Wir haben ja jetzt mit Osun von Frankfurt die Geschichte, im Moment, oder je mehr, sagen wir mal, das muss mir ein bisschen helfen, wenn ich mich fachlich nicht einwandfrei ausdrücke, sprachlich, also wir haben ja immer mehr Spieler mit Migrationshintergrund. Und die werden ja in Deutschland ausgebildet in den Vereinen. Ist aber ganz oft so, wenn es um die Entscheidung geht, Nationalmannschaft, ist schon die Verbundenheit zum Geburtsland manchmal größer, auch wenn es Deutschland ist. Geburtstand der Eltern. Geburtstand der Eltern, so ist richtig gesagt, ist dann doch manchmal ein bisschen größer. Und jetzt haben wir im Moment das Problem, wir bilden aus, aber letztlich nicht für unsere Nationalmannschaft.
Das ist jetzt so ein Punkt, wo man vielleicht auch überlegt, ob ab einer gewissen Ausbildungsdauer in einem Land... Ob man dadurch nicht die Wahlmöglichkeit ein bisschen einschränkt oder ab wann muss sich jemand dann entscheiden, tatsächlich für sein Land zu spielen. Michael, wir haben alle jetzt eingeschenkt, du hast die Zeit geschickt über Brück, na fast alle, hier vorne noch nicht, aber vielleicht kannst du ein bisschen was erzählen über den Wein, der jetzt in diesem Glas ist, außer dass er aus Portugal kommt. Portugal als Weinland, ist das...
Rotweinland? Ja, vor allem Rotweinland, aber es gibt auch Verdechos, die im Weißen sind. Aber Rotwein und Portwein, ich glaube Portwein ist das bekannteste für Portugal, also aufgespriteter Fortified-Wein. Aber ich habe jetzt einen Wein aus dem Alentecho, das Alentecho ist ziemlich südlich, also südlich ist nur noch die Algarve, dann ist das Alentecho. Und ich fand das also super spannend, auch wegen den Spielern, weil ich jetzt ehrlicherweise mal, was ich so die ersten Spiele gesehen habe, habe ich gedacht so, Wahnsinn, was ein Spieler, was dieser Vieira für einen Unterschied macht in einer Mannschaft. Und dann ist er gesperrt und er gewinnt 4-0 und da dachte ich, okay, vielleicht bin ich doch kein Fußball. Vielleicht bin ich doch kein Fußball-Experte, gebe ich auch ehrlich zu, aber das hat mich schon fasziniert und auch man hat so das Gefühl gehabt, der will unbedingt und der will zeigen und der macht alles und der schießt jede Ecke und darin über und schießt jeden Freistoß und macht Fallrückzieher und so weiter. Und die portugiesischen Rotweine haben so ein bisschen das Problem, dass sie, nicht das Problem, das Besondere an den portugiesischen Rotweinen, dass sie vor allem mit autochtonen Rebsorten arbeiten, mit Rebsorten, die nur dort wachsen. Und die sind für unseren Gaumen oft ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Das heißt, die sind ein bisschen raffer, dort ist es auch sehr heiß und die haben oft, sind sehr, mit sehr viel Gerbstoff und Und es sind keine, die dich umarmen im ersten Blick. Und es sind oft ganz so alte Rebstöcke. Ganz alte Rebstöcke, ganz verwurzelt und ganz niedrig.
Und das ist eine Rebsorte auch da drin, die Alicante Boucher, die eine dieser Rebsorten ist. Die wurde schon im Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt oder quasi gekreuzt, erfunden. Aber die wächst eigentlich vor allem dort. Und dann ist Thuriga National drin. Auch das ist bekannt, vor allem für die Region. Und dann ist noch ein bisschen Syrah drin. Das habe ich bewusst ausgesucht, um es ein bisschen geländegehängiger für Sie auch zu machen, dass Sie nicht gleich sagen, oh toll, also den ersten Rotwein, den hätte er schon alleine austrinken können. Was kann man da, ich habe ja hier was zu essen, was kann man da zu gut essen? Also von dem, was jetzt hier auf dem Tisch ist. Ja, ausprobieren, ihr könnt ja ausprobieren. Ist das eher Käse oder Fleisch? Ja, also es ist ja ein relativer Trugschluss, dass Rotwein und Käse gut zusammenpassen. Es ist nicht wirklich wahr. Also zwei Drittel der Käse gehen viel besser mit Weißwein als mit Rotwein. Oh, das ist interessant. Warum? Und warum denkt man immer oder isst man immer zum Rotwein Käse? Weil Rotwein in der Reihenfolge eines Essens immer am Ende kommt und Käse ja auch. Also Käse schließt den Magen. Probier mal, ist da Zimt dabei? Oh, ohne probieren weiß ich, dass du recht hast.
Aber wenn den Podcast meine Frau hört, dann denkt die, die hat einen falschen Mann geheiratet. Also erstmal ist sehr, sehr viel dabei, finde ich, wenn man da reinriecht. Also ich finde Zimt ja sowas leicht weihnachtliches, wenn wir in die Richtung gehen, Pflaumen. Ich finde Blaubeere ist viel, ich finde Vanille ist auch etwas, was einem sofort in die Nase. Ein bisschen Schokolade vielleicht, so ein bisschen Röstaromen. Aber ich finde auch, ich finde Zimt, Zimt ist dabei.
Und dann sind so rote Früchte auf der Zunge im Gaumen. Aber es ist cool, Michael, das ist ein richtig cooler Wein. Ja, also was er am Ende hat, ist, dass er so ein bisschen rough wird. Er wird dann schon, das ist eigentlich das Coole, dass er verlässt dieses, ich bin so everybody's darling, sondern am Ende kommt schon nochmal sowas bisschen Wildes und Ungestümes. Geht er nicht gut so wild? Auch gut zu Wild, auf jeden Fall. Also auch gut zu wirklich so geschmorten Wild, also Wild-Ragout oder so Überläufer kann man das auf jeden Fall auch gut machen. Ich glaube aber auch, dass das ein Wein ist, der gar nicht zwingend ein Essen braucht. Ich glaube auch, dass man den so trinken kann, ohne dass man denkt, da bräuchte ich jetzt aber ein Stück Fleisch oder Gemüse oder irgendwas dazu, sondern das passt auch. Was für einen Käse würde man dazu machen, ist gar nicht so einfach. Vielleicht ein, vielleicht ein, also der Käse darf immer nicht zu aromatisch sein für Rotwein. Das heißt, bei Weißwein ist es so, oder auch Champagner und Käse kann auch funktionieren. Gerade diese kristallinen Käse, also ein gereifter Comté, ein gereifter Parmesan, funktioniert eigentlich ganz gut mit Schaumwein. Und bei Weißwein auch sag ich mal ein ein Rot-Schmierkäse auch das braucht dann schon richtig Kraft und hier würde man eher etwas zurückhaltendes machen, vielleicht ein Gauder der nicht ganz so alt ist und so, das kann man vielleicht dazu machen aber sonst ist Käse immer gar nicht.
Bei Weißwein ist es dann kräftiger Käse durchaus da kannst du so ein Chardonnay mit Holz dann schon gut zum Käse auch echt machen. Das passt dann auch gut und auch Rieslinge, die nicht trocken sind. Auch das ist ziemlich genial. Also auch dann, wenn du in so einen, so eine leichte ein bisschen Blauschimmel schon dabei isst, ja, nicht unbedingt ganz, ganz süß, aber so ein Kabinett oder eine Spätlese, das passt super auch zusammen. Aber der hat doch auch jetzt schon eine gewisse Kraft, dieser Wein. Ja, aber gar nicht so viel Alkohol. Also hat keine 14 Alkohol. Das ist eigentlich erfrischend. Leicht, ist 23. Der Wein heißt Ikone.
Und der wächst auch so Schiefer und Granitgestein. Das heißt, der hat schon auch einen Spannungsbogen und das merkst du auch. Also für das kostet 14 Euro. Sag mal, und jetzt haben wir das Thema, was Stefan vorhin angesprochen hat. Der ist mir jetzt, kann das sein, fast ein bisschen zu warm schon. Ich würde ihn gerne, also ich hätte, wenn er ein bisschen kühler trinken würde. Ja, gehe ich mit, kann man machen. Aber zu warm ist, also ich finde es gut so. Kann aber auch kühler sein, klar. Aber zum Beispiel jetzt, bei dem Wein ist Alkohol jetzt nicht das Thema. Es ist nicht heiß, es ist nicht am Gaumen, dass es scharf wird. Und nach scharf kommt dann sehr schnell auch bitter. Das ist dann so richtig, wo man sagt, so richtig Lust drauf habe ich nicht. Und das ist auch der Grund, warum man oft dann auch keinen Rotwein mag. Aber wenn man sowas hat und auch in der richtigen Temperatur, dann glaube ich schon, es ist gesünder und es hat auch weniger Kalorien als Weißweiden. Ist das bei Rotwein immer so? Ja, das ist so. In der Regel ist das so. Also deutlich weniger? Nein, nicht deutlich. Aber es klingt so toll, finde ich. Es klingt so toll. Stefan, mich würde interessieren, wir haben in einer der ersten Folgen, in der ersten Folge ist übertrieben, aber am Anfang hatten wir Günther Jauch und der hat mal zu uns gesagt, weil wir am Anfang waren, passt mal auf.
Man trinkt sich nach oben bei Weinen. Das heißt dann so viel, wenn man erstmal, und du hast ja jetzt offensichtlich viele gute Weine schon probiert, ist es bei dir dann auch so, dass du dann irgendwie sagst, dass du erstens merkst, das ist kein guter Wein, das ist ein billiger Wein, von dem wir vielleicht morgen Kopfschmerzen, aber dass dir einfach die Weine nicht mehr schmecken, weil du andere Weine schon probiert hast? Zum Beispiel Chateau Petrus?
Nee, gar nicht. Für mich so ein, wenn dann überhaupt, dann so ein Anlasstrinker. Also kommt auf einen Anlass an, was es auch dazu zu essen gibt. Oder gibt es vielleicht einfach nur abends mal ein Glas Wein mit deiner Frau zum, was weiß ich, ist ein paar Cracker mit dazu oder sonst irgendwas. Da habe ich so für verschiedene Situationen verschiedene Weine. Diese ganz hohe Nummer, die finde ich geht nur mit Kollegen oder mit Freunden, die dann auch was dazu sagen können. Und das ist dann schon eher so ein Festtag. Also wir waren dann immer willkommen bei Herrn Wohlfahrt. Aber... Trotzdem haben wir uns das aufgehoben, dass wir das maximal zwei, drei, vier Mal im Jahr gemacht haben, weil sonst, finde ich, verliert es so ein bisschen seinen Glanz. Und wenn du jeden Tag, auch wenn du es finanziell dir erlauben kannst, wenn du jeden Tag ein Chateau-Bedrus trinkst, dann ist es ja nichts mehr Besonderes. Und deswegen habe ich so für verschiedene, auch für verschiedene Stimmungen, muss ich ehrlich sagen, habe ich da so verschiedene Weine. Und, was man nicht ganz vergessen darf, es gibt auch manchmal so den einen oder anderen Anlass, wo etwas geklappt hat oder nicht geklappt hat, wo dieser Wein dann serviert wurde oder getrunken wurde, was dann nochmal so ein bisschen Erinnerungen zurückholt durch den Geschmack. Was hast du denn dann getrunken am Tag, nachdem der HSV aufgestiegen ist? Wasser.
Still. Stilles Wasser. Still auch noch. Sitzt man sich da nicht abends so mal hin und sagt so ein bisschen, weil das war so, das alles zu verarbeiten... Du warst der Einzige in Hamburg, der Wasser getrunken hat an dem Abend, glaube ich. Nein, schau, in der Funktion musst du ja am besten, wenn es geht, alle Gefühle einigermaßen unter Kontrolle haben, weil es wird ja alles übertragen, jeder kann dich sehen und so weiter. Und deswegen muss ich sagen, ist so ein Spieltag speziell mit diesem Ergebnis danach. Ich war froh, dass wir uns mehr oder weniger eine halbe Stunde darauf vorbereiten konnten, weil es schon deutlich vom Ergebnis war. Aber auch in uns finden ja unglaubliche Emotionen statt. Und die wollen, rein theoretisch würden die gerne raus, aber du kannst natürlich nicht die Sau rauslassen, so wie du es ganz gerne machen würdest. Und dann gehst du zum Fernsehen und dann freust du dich mit dem Spieler und dann freust du dich mit dem Trainer und dann ist die Familie da und dann ist deine Frau da und dann sind Freunde da.
Aber so richtig geht es noch nicht. Was hättest du denn gern gemacht? Ja, ich komme gleich dazu. Dann geht es dann los und dann kommt wieder die Nachricht, ja, es ist Platzsturm. Dann kommt die Nachricht, ja, es sind zwei Verletzte. Du wieder, boah, alter Scheiße, zwei Verletzte, jetzt müssen wir mal gucken, was denn passiert. Dann kommt wieder die Nachricht nach einer halben Stunde, ja, der eine... Hat echt einen im Tee gehabt und der andere haben ein paar Drogen gefunden. Und dann sagst du Gott sei Dank, jetzt nicht etwas, was vielleicht auf uns zurückkommt, nix, wo du hin musst. Also du bist immer noch am Arbeiten, würdest aber ganz gerne einfach nur Arschgeleck Bonanza, ich will loslegen. Und das kommt dann so irgendwann zu einem Moment, wo es spät ist, ich hab dann Gin Tonic getrunken, aber dann auch wieder so ein bisschen empfindlich, Ich weiß, ein Tonne geht, das andere Tonne geht nicht. Super, es ist extrem wichtig. Ein Chin geht, einer geht nicht.
Und dann kommt der Moment, wo du loslassen kannst und dann lässt aber dein ganzer Körper los und du bist einfach nur noch müde und willst ins Bett gehen. Wir sind auf dem Heimweg, ohne Quatsch, mit meiner Familie. Die Kinder waren mit dabei. Was wir noch gemacht haben, wir sind echt noch im McDonalds vorbei. Um vier Uhr oder irgend sowas und haben dann noch um halb fünf Cheek-McNuggets und Pommes gegessen. Aber die haben an dem Tag extrem gut geschmeckt. Das war echt gut. Und das ist das, was ich vermisse. Als Spieler kannst du losrennen. Ich erzähle euch eine Geschichte, die ist geil.
Platzsturm inklusive Beschädigung oder Entwenden einiger Gegenstände im Stadion. Ich glaube, wir haben 350.000 Euro. War der Schaden. Und dann gehst du natürlich auch mal zu deiner Versicherung und sagst, ey, hör mal. Und dann sagt die, ja klar, aber du musst Anzeige, weil wir sagen, wir wissen ja nicht, wie die Leute heißen. Ja, musst Anzeige gegen Unbekannt machen. Okay, und dann siehst du die Bilder, wo zwei von deinen Spielern auf der Trainerbank stehen. Und dann kannst du natürlich nicht sagen, ich erstelle mal Anzeige, weil die Versicherung kommt als allererst und sagt, hör mal, wir haben da, stand ja noch dein Name hinten drauf. Ja.
Dann gehe ich zu meinem Kollegen Erik Huber und sage, du Erik, musst du halt mal sagen, lass gut sein. Aber was ich sagen muss, der Rasen ist bei uns zu Hause sehr gut angewachsen. Da muss ich sagen, es ist offensichtlich wirklich ein sehr guter Rasen. Mein Sohn hat so ein Stück mitgebracht. Übrigens am Tag danach. Am Tag danach war der hier eingeladen zum Kindergeburtstag. Und ich war der glücklichste Mensch der Welt. Als er wiederkam, konnte er das Ding kaum tragen. Ein riesiges, und wir haben so ein Schild gebastelt und so eingezäunt und das könnt ihr gerne. Seid alle eingeladen, mal ein Selfie zu machen. Das finde ich ja cool. Da muss ich ehrlich sagen, das kann ich verstehen, das ist ja auch eine wahnsinnige Liebe zu so einem Verein. Man kann doch die Linie sehen. Ich hab mir gesagt, das ist die Torlinie. Am besten finde ich die, die das Ding rausnehmen und am nächsten Tag in Ebay das zu kaufen. Das ist doof. Ich fand den Weltklasse, irgendeiner hat die Latte mit in die Straßenbahn oder irgendwo in die Bahn mit reingenommen. Ist mit einer Latte. Ich will jetzt nicht sagen, was willst du zu Hause mit einer Latte? Das hört sich komisch an. Aber was möchtest du mit einer Torlatte zu Hause? Du kannst doch nicht sagen, lege ich mir ins Wohnzimmer, sieht toll aus. Aber dann siehst du wieder, wie gut du es hast, weil du bist in einem Job, wo Emotionen extremst erzeugt werden. Besser positiv als negativ. Aber das ist halt dann schon der Vorteil. Das musst du halt dann mit einpreisen. Ich meine, wir haben ja sieben Jahre gespart.
Das ist so wahr. Stefan, wer aus deinem aktuellen Kader ist denn der größte Weintrinker und Kenner von deinen Spielern? Die dürfen doch gar nicht, oder? Ja, also dürfen, tun die schon. Es ist schon so, dass so ein bisschen, klar, bei Fabio Vera, ich will nicht sagen, dass die gewohnt sind, mittags schon ein Glas Wein zu trinken, aber es sind andere Kulturen, wo schon mal eher was mit dabei ist. Ich glaube aber, ich bin derjenige, dem es als letztes verraten und es ist so mehr die Zeit der Mix-Getränke, oder? Blätschi, hast du da noch eine andere Idee? Ja, okay. Also es hat sich mir gegenüber noch keiner als Weinkenner so richtig kennengegeben, vielleicht jetzt nach dem Podcast. Aber dafür sind sie ja auch zu jung wahrscheinlich noch, ehrlich gesagt, oder? Wie gesagt, du hast früher angefangen mit 20, durch Rolf Scharfschall und Herrn Finkbeiner, genau. Würdest du so einen Tipp heute auch an die Spieler weitergeben? Sagen, geh doch mal hier zu Christoph Rüfer oder geh doch mal in The Table von Kevin Fehling. Also ich glaube generell ist das Leben mir persönlich zu oberflächlich. Ich glaube, dass im Vergleich zu, ich sag jetzt mal zu unserer, ihr seid ja ein bisschen jünger, zu meiner Generation, das Selbstwertgefühl ist niedriger. Aber, weil ganz viele Entscheidungen schon abgenommen werden, die Mutter kümmert sich, ob sie in der Schule läuft, der Vater guckt, dass der Sohn spielt und wenn er nicht spielt, wird Theater gemacht und umgekehrt auch. Ich stand um mittlere Reife, ich hatte schon den Job bei der Polizei, musste aber mittlere Reife logischerweise haben.
Latein, das war zwecklos, da hatte ich eine 5 und dann in Französisch stand ich zwischen 4 und 5 und da habe ich zu meiner Mutter gesagt, aber wenn du doch hingehst und sagst, unser Sohn hat eine Arbeitsstelle, einen Arbeitsplatz, sie können ihm doch nicht die Zukunft. Da hat meine Mutter gesagt, kannst du ihm auch sagen? Und du musstest dann da hin.
Rede und Antwort stehen. Es war kurz vor meiner Konfirmation. Ich war so mehr Klassenclown und Klassensprecher. Und da haben wir einen Sitzenbleiber gehabt. Der hat uns ein bisschen aufgeregt. Der war jetzt aus einer vielleicht ein bisschen sozial schwächeren Familie. Und da haben die alle gesagt, Stefan, du musst es regeln. Dann bin ich dahin nach dem Schulunterricht und habe gesagt, Ede, du gehst uns alle auf den Sack. Dann hat er gesagt, mir doch scheißegal. Dann habe ich gesagt, das kannst du aber nicht machen. Dann habe ich den so geschubst. Bup, hat es gemacht. Da habe ich so ein Auge von dem, weil der hat dann gedacht, was soll ich noch reden? Das Thema erledige ich im Faustschlag.
Ich habe dann mit Abdeckcreme von meiner Mutter habe ich vom Facher gestanden bei der Konfirmation. Du hast halt Erfahrungen gemacht. Du musst verschiedene Sachen anders angehen. Wenn das jetzt so oberflächlich ist, du siehst es ja dann auch oft, ich schäme mich ein bisschen für das Bild, da hat man mich erwischt, weil ich bin normal kein Uhrenfreak. Das sieht man jetzt heute Abend auch. Das ist ganz normal so eine iPhone-Watch. Ich bin kein Autofreak.
Aber das spielt heutzutage auch, wenn ich manchmal so das Aussehen bei der U21, mittlerweile sage ich ja Gott sei Dank, nur mit einem Friseurbesuch zu tun habe. Wo du sagst, mir ist scheißegal, ob mir das Haar jetzt vorne hoch steht oder runter hängt. Für die Spieler ist es wichtig. Okay, lässt den Friseur zu. Alles klar. Machst vier Fäuste in der Tasche. Aber du musst sie natürlich auch verstehen und musst sie ja auch so akzeptieren, wie sie sind. Ich finde, die Mädels, die versuchen, sich alle so gleich aussehen zu machen. Manche sind eigentlich schön, so eine eigene Schönheit. Ich finde, dass man das gar nicht mehr so richtig erkennt oder erkennen möchte. Und deswegen würde ich schon ganz gerne jetzt zum Beispiel die mit dir zusammenbringen, die etwas zu so einem Wein erklären können, dass die mal in die Tiefe gehen, nicht an der Oberfläche. Das hier ist mein Auto, das hier ist meine Freundin und das hier ist meine Uhr. Das hier sind meine Klamotten, kannst du sehen, von wem die sind hier. Und das ist dann gut. Nee, dann doch lieber mit ein bisschen anderem Inhalt füllen. Aber, Es ist schwer. Ich finde, wir sollten diese Aufgabe nicht aufhören, das zu vermitteln, aber wir müssen auf der anderen Seite auch akzeptieren, was möchten die Jungen denn, weil wenn du denen auf den Sack gehst, dann macht es auch nichts. Inhalt füllen ist ein gutes Stichwort. Wir müssen die Gläser füllen, weil ich bin ja derjenige, der auf die Zeit achten muss und wir wollen uns ja noch das Volksparkstadion angucken. Wir schütten das alles hier in den Europapokal der Landesmeister, die Reste. Ähm, nein.
Michael, was kommt zum Schluss? Ein Mal back aus Mendoza, aus Argentinien vom Weingut, Catena Zapata also in dem Fall das Weingut heißt Catena die haben insgesamt vier oder fünf Weingüter das Zapata ist ein sehr bekanntes Weingut, eins der besten auch in Argentinien ich war in der Ecke vor vier Jahren, Frankfurt, Buenos Aires ist glaube ich der weiteste Flug den man von Deutschland machen kann. Und von Buenos Aires sind es nach Mendoza noch mal, glaube ich, zwei Stunden oder so Flugzeit. Also das ist schon wirklich am Fuße der Anden. Und die Weine haben aber dadurch eine, also die sind nicht nur fett, die haben eine gewisse Frische durch diese Kühle, die von den Anden runterkommt. Und Malbec ist dort, ist eine französische Rebsorte, aber ist eigentlich am wichtigsten auf der Welt in Argentinien. Ja, Malbec, es ist ein Malbec, ein reinsortiger Malbec aus Argentinien. Und der Wein heißt Eterno, die Ewigkeit. Sehr viel Pathos. Aber ja, ich habe mich gefreut, als ich gesehen habe, dass Capaldo hier unterschrieben hat. Wobei so ganz, also ganz so eingeschlagen ist er nicht, oder? Oder ist er es? Also vom Typ her ist er es total. Ja.
Also menschlich ist er total gut reingekommen, ist ja auch einer von unseren drei Kapitänen und das, was ihn wertvoll macht, ist, der Junge hat ja Geld gekostet, hat einen gewissen Status und hat jetzt drei Wochen nicht gespielt und dann sagt der Trainer, ich brauche rechts einen Verteidiger, das ist nicht unbedingt deine Position und das allererste, was er sagt, ist mir scheißegal, wo ich spiele, wenn es der Mannschaft hilft, hilft der Mannschaft und dann macht er hier ein Spiel gegen Mainz, als hätte er noch nie eine andere Position gespielt. Das sind dann wieder so Stichpunkte oder so Punkte, wo man sagt, das hat einen Impact auf die Mannschaft. Halt lieber die Klappe, gib Vollgas und wenn du gebraucht wirst, dann bist du da. Und das ist heutzutage ein bisschen anders. Das sind nicht mehr die elf Stammspieler, sondern das sind die 15, 16 Stammspieler, wo natürlich auch die Schwierigkeit drin besteht, dass der eine oder andere Stammspieler dann nicht akzeptieren möchte, dass er ab und zu, je nach Gegner und je nach Taktik, dann vielleicht mal auf der Bank sitzt. Die meisten verstehen es, deswegen sage ich, Caproldo ist super. Um jetzt bei dieser Geschichte von eben zu bleiben, er kam hierher mit seiner Lebensgefährtin.
Fantastisch. Die Frau, die war natürlich, die hat erzählt, die kommen wirklich beide aus La Pampa und haben dann ihre Geschichte erzählt. Das war so, ich musste nie überlegen, was frage ich noch oder was erzähle ich noch, sondern die haben von sich aus erzählt. Und da hast du schon direkt so ein gutes Gefühl gehabt, wo du denkst, ich glaube, der tut unserer Mannschaft einfach auch von dieser Struktur her einfach richtig gut. Das finde ich ja cool, dass du den ausgesucht hast. Aber Stefan, wie wichtig ist das? Also wie wichtig ist das Zwischenmenschliche oder doch die Art und Weise, wie der ein Außenriss-Bass spielen kann, auch wenn der vielleicht nicht so der tollste Mensch ist oder der hat so einen Schuss oder der hat so einen... Oder wie fügt man so eine Mannschaft zusammen, weil du kannst ja nicht nur Zehner haben und nicht nur Knipser. Genau, also ich habe aber die Leute versucht mitzunehmen. Wir haben erstmal Daten und Fakten nach der letzten Saison. Laufdaten, Sprintdaten, hohe intensive Läufe haben wir analysiert. Und damit waren wir weit hinter dem 18. in der Bundesliga. Also das war klar, wir müssen in diesem Bereich etwas verändern.
Dann war auch klar, nach diesen sechs Jahren oder sieben Jahren 2. Liga, es ist ja nicht so, wenn eine Mannschaft absteigt, dann bleibt ja zumindest mal vielleicht zwei Drittel, die schon Bundesliga gespielt haben. Aber nach so langer Zeit hatten wir auch nicht viele Spieler dabei, die überhaupt Bundesliga gespielt haben. Das heißt also, wir brauchen einen größeren Wechsel. Ein größerer Wechsel heißt, du machst eine Hierarchie dann dementsprechend natürlich ein bisschen kaputt oder musst auch daran denken.
Dann kommt der Trainer und macht für jede Position eine Beschreibung, was er dort gerne hätte. Dann geben wir diese Beschreibung unserem Chefscout. Der Chef-Scout hat in seiner Datenanalyse, kann der anhand von diesen Daten oder den gewünschten Daten erstellt eine Liste.
Unsere Scouts sehen ungefähr 1600 bis 2000 Spiele im Jahr. Das heißt aber auch per Video- oder Live-Sichtung. Wenn aus den Videosichtungen, wenn da sich was rauskristallisiert, dann geht man zur Live-Sichtung. Wenn sich dort nochmal was bestätigt, macht man über Kreuz-Scouting. Das heißt, einer von unseren anderen Scouts guckt sich denselben an, damit man nachher möglichst viele Unterschiede oder unterschiedliche Meinungen hat zu einem Spieler. Stellen wir fest, dass das alles passt, wird dieser Kreis automatisch eingegrenzt auf zwei oder drei Spieler. Darüber macht man dann ein Präsentationsvideo, mit dem man dann mit dem Trainer drüber spricht. Entscheiden wir uns dann alle für eine Reihenfolge. Das ist der erste, das ist der zweite. Es ist meistens so, dass Klaus Kosta mit Sebastian den ersten Kontakt herstellt und den HSV vorstellt. Stärken und Schwächen erfragt. Ist das Interesse dann weiterhin da? geht es in den Call mit dem Trainerteam, wo der Spieler im besten Fall natürlich wissen will, was hat der Trainer überhaupt mit mir vor.
Danach gibt es dann oft noch einen abschließenden Call, wo auch ich manchmal mit dabei bin, aber zeitgleich nutzen der Chef-Scout sein Netzwerk bei den Scouts, Klaus Kosta, ich sage jetzt mal auf der jüngeren Sportdirektoren-Ebene sein Netzwerk, ich mit dem 40 Jahren Fußballerfahrung mein Netzwerk, um möglichst viele Informationen über diesen Spieler dann zu bekommen. Und dann kommen wir zum Schluss zusammen. Aktuell muss ich sagen, dass wir bei dieser Vorstellung des HSV, der Coach mit seinem Team, Klaus mit seiner Vorstellung.
Was ist der HSV und dann dementsprechend das Angebot zu verbreiten, dass wir echt ein paar Mal arge Konkurrenten ausgestochen haben durch die Art und Weise. Und da sage ich nochmal, Leuc Faveh, in dem Moment, wo der natürlich dann von der Muttersprache her Französisch anfängt zu sprechen, hast du natürlich die Türen weiter offen, wie wenn du dann dich mit einem Englisch rumquälst, was der andere gar nicht so versteht. Eine Geschichte war auch dabei. Wo wir jetzt Vamed verpflichtet haben. Bei dem Call hatte Klaus und der Trainer hatten noch ein Gespräch. Und Sebastian sagt zu mir, Stefan, kannst du mitgehen in den ersten Call? Und er sagt, ja, okay, mach ich, kein Problem. Und da war von Vamed, war der Berater da und dessen Sohn und noch ein Dritter. Und der Dritte, der war so wie ich, wenn ich die Gläser alle getrunken hätte, der war dattelvoll.
Der Ich war am Erklären. Auf einmal, this is the best player you can get. Womit, he will play national team. Ja, okay, ist ja alles in Ordnung. Ich bin ja doch ein direkter Mensch. Du hast auch gesehen, Womit, der ist immer kleiner geworden. Und ich hab dann gesagt, everything okay with you or do you need something? No, everything okay. Bub, das Handy wieder runtergefallen, das Handy wieder hochgeholt. Als man das zweite Mal das Handy runtergefallen ist und der raus war aus dem Call, habe ich zu Sebastian gesagt, lass ihn bitte nicht mehr rein. Und dann haben wir uns angefangen und haben uns zu erzählen. Aber der erste Moment ist natürlich, dass du für dich, ich bin nach draußen und habe gedacht, den verpflichten wir nicht. Und wenn man jetzt ehrlich ist, das ist ja mit der, die ruhigste und war bis zu seiner Verletzung eigentlich fast schon eine Sensationsverpflichtung. Und das sind so, weil du das gefragt hast, da sind so viele Informationen hinten dran. Dann geht Leuk noch hin und fragt in Frankreich nach. Dann haben wir mit dem Basil ein Performance-Manager, der früher auch in Lille war. Dann hast du auf einmal ein französisches Netzwerk. Ich, im Saarland, wohne ja auch nicht so weit von Frankreich weg. Hast du auch noch ein paar Jungs, die du fragen kannst. Und so ergibt es dann irgendwann ein rundes Bild. Und da hast du dann relativ Informationen und kaufst eigentlich nicht. Michael, bevor du jetzt die nächste Frage stellst, ich will nicht drängeln, die Zeit ist nämlich schon um. Aber kannst du noch ein, zwei Sachen über den Wein sagen? Nein, jetzt nicht. Ich habe nur eine ganz wichtige Frage.
Das ist ja das beim... Alle, die in den Pott... Nein, nein. Du bist der große HSV-Fan eigentlich. Ja, das gehört, ja. Welche Farbe hat er an? Welche Farbe hat er an?
Also ich bin ein Fußballfan und ich freue mich auch für den HSV, aber für andere vielleicht mehr. Aber meine Frage ist, was du erzählt hast jetzt. Das klingt alles super, aber man hat das Gefühl, ihr habt am letzten Tag so viele Spieler verpflichtet, auch hochkarätige. Da war sicher nicht die Zeit für fünf Calls und nochmal Fragen und nochmal ein Netzwerk anzupfen. Geile Frage. Wie passt das zusammen? Besser als die meisten Sportreporter. Wir wussten, wir wussten, wir brauchen wir wussten, wir brauchen einen defensiven, zentralen Abwehrspieler. Wir wussten, natürlich auch ich habe natürlich als allererst die Wuskovic-Geschichte gehört und natürlich ist das eine Romantik-Story, aber wie oft gibt es Romantik? Und Wuskovic unten in der Mixzone, wo er gleich durchläuft, da hat er mitgefeiert und seinen Aufstieg, Also Luca, Mario logischerweise auch. Und da warst du irgendwann zusammen irgendwo beim Pipi-Machen gestanden und oh, was ist ein Notquelt? Ja, gut hier. Willst du nicht hier spielen? Ja, klar, will ich hier spielen. Alles klar, gucken wir mal. Dann fängst du an. Auf dem Klo habt ihr das klar gemacht? Ja, nein, du hast gefragt. Du hast gefragt. Das ist ja auch eine wichtige Information.
Und dann sagst du Tottenham, möchtet ihr den nochmal verleihen? Er wurde ja zweimal verliehen. Einmal Polen, einmal Belgien. Und dann sagt Tottenham grundsätzlich schon, aber der ist jetzt 18, das heißt, der kann bei uns spielen, wir möchten den mal in unserem Trikot sehen, möchten den mal Vorbereitungen mitmachen. Ja, okay, wann könnt ihr denn anrufen? Ja, mach mal eine Woche oder zwei Wochen. Wird dann gewartet? Ja, wir machen noch eine Asienreise, da soll er mit. Wir fiebern dann natürlich zu Hause. Hat er gespielt? Hat er nicht gespielt? Hat er gut gespielt oder sonst irgendwas? Ja, hat nicht so viel gespielt, okay. Ja, wann können wir jetzt dann mitrechnen? Kann der nach der Asienreise direkt schon zu uns kommen? Nein, wir fahren erst nochmal nach England. Okay, dann wieder ein paar Tage später und du weißt die ganze Zeit, ich brauche diesen zentralen Abwehrspieler. du machst Kontakt mit dem, Ich will nicht sagen B-Lösung. Das sind schon auch gute, aber anders halt. Der sagt auf einmal auch, ja, ich habe Interesse, könnte klappen. Dann verziehst du mal so ein bisschen, machst das Angebot einen Tag später. Wie sieht es denn aus? Ja, Tottenham hätte jetzt gerne, dass er innerhalb von England verliehen wird.
Und dann schlafen wir auch nicht gut. Also es hört sich manchmal hier so ein bisschen easy an, aber das ist der Moment, da schläfst du nicht mehr richtig gut. Bis zu dem Moment, wo dann auch Luca sich extremst immer eingesetzt hat, dann war ganz zum Schluss, war er so verärgert, dass er gesagt hat, so, ich lasse jetzt alles platzen, ich bleibe da und die können gucken, was sie mit mir wollen. Dann fängst du natürlich von einer anderen Seite an, jetzt musst du auf einmal mit Luca nochmal reden. Aber das war dann alles auf einem guten Niveau. Wir hatten, wir wollten ja den Rieder haben, der nach Augsburg gegangen ist, weil wir klar gemacht haben, entweder wir brauchen einer, der die Doppelsex spielen kann oder auch eins vorne dran. Und der Rieder hätte aus unserer Sicht beides gekonnt. Hat sich aber für Augsburg entschieden. Hat auch neun Millionen gekostet. Ja, genau. Und dann war die ganze Zeit ein Scouting-Spieler, war komplett Lokonga. Das heißt, über den wussten wir alles, der spielte ein Doppel-6 vom Feinsten. Hatte Glück mit der U21, habe ich zweimal gegen Belgien gespielt, da hat er auch gespielt. Und gegen Viara haben wir im Finale mit der U21 damals gewonnen, gegen Portugal. Das ist auch immer so erste Gesprächsthemen, die du mit den Jungs nochmal kurz aufarbeitest.
Und dann haben wir gemerkt, bei Lokonga, die Tür geht auf, er wollte weg, Arsenal war nicht so interessiert und hin und her. Und dann kommt ein Tag vorher. Und das muss ich fairerweise auch mal sagen, meinen Aufsichtsrat loben, weil die müssen ja ab einer gewissen Summe zustimmen. Die haben wir auch bei den Verpflichtungen logischerweise übertroffen. Und ich habe zu ihnen gesagt, es werden hektische zwei letzte Tage. Ihr müsst zur Verfügung stehen, weil die müssen ja die Entscheidung treffen. Und das haben sie auch echt super gemacht. Und dann haben wir morgens am letzten Tag.
Lokonga war schon soweit ausverhandelt und bei Vieira waren wir noch nicht ganz am Ende. Und dann haben die morgens wollten sie wissen, warum, weshalb und wie das alles aussieht und haben dann morgens zu uns gesagt, ihr könnt beide Deals durchbringen. Und dann war es der Vorteil, Lokonga war schon von Arsenal, Vieira auch, wir kannten den vorherigen Vertrag, der wurde schon geprüft. An den letzten beiden Tagen haben unsere Anwälte haben 20 Stunden gearbeitet, weil die müssen, du machst vorne den Deal und dann sagst du, ja, prüft ihr mal den einen Vertrag.
Bei Schonlau war der Vertrag gar nicht mit dem Verein, sondern mit der MLS. Ganz andere AGBs, wie man so schön sagt. England nicht mehr in der EU. Auch nochmal was ganz anderes, wie wenn du halt aus Österreich oder sonst einholst. Und diese letzten Tage, das kann man sich nicht so richtig vorstellen, ist so eine Mischung zwischen bleibe ich ruhig, strahle ich Vertrauen aus, selber innen drin denkst du, boah, Alter, wenn das schief geht, dann haben wir hier eine schöne Halbserie vor uns. Und das ist dann aber alles aufgegangen, weil alle dieses Vertrauen hatten und ich auch zu ihnen gesagt habe, ich weiß, zum Schluss gehen Türen auf, die gehen sonst nicht auf. Und das war jetzt in unserem Fall, war es gut. Ich hoffe, dass das so sich weiterentwickelt, dass die Spieler das erfüllen, aber du schläfst nicht gut und das hört sich auch alles jetzt viel einfacher an, als es in der Zeit ist. Das ist schon Nervenaufreibung. Und wie schmeckt euch der Wein?
Also es ist ja immer noch ein Wein-Podcast, ne? Das muss man dazu sagen. Herzlich willkommen bei den vier Flaschen. Aber es war sehr, man hat gern zugehört. Du weißt ja nur, es ist immer undankbar, auf die Zeit achten zu müssen. Ja, das hast du recht. Ja, also es ist, ich wusste auch nicht die Reihenfolge, deswegen habe ich die Weine vorher nochmal probiert und habe mich dann für die Reihenfolge entschieden, wie wir sie auch jetzt eingeschenkt haben. Die Nase ist zurückhaltender erstmal. Da war der davor lauter. Der war, besser will ich immer nicht sagen. Man neigt natürlich dazu, wenn man nachher anprobiert, dass man sagt, besser oder schlechter. Man kann aber immer gut sagen, mag ich lieber oder ich mag das lieber, aber es ist auf jeden Fall die Nase, kann ich schon mal sagen, zurückhaltender. Ein bisschen habe ich mehr so dieses Kirschige, diese Schattenmorellen. Er ist nicht so vielfältig wie der davor. Oder? Und im Abgang ist er schon?
Ja, also er hat ein bisschen mehr Alkohol, erst mal vom Label, vom Etikett, nicht viel, aber ein bisschen kräftiger. Das kann schon ein Indikator sein, dass das von der Reihenfolge die Richtung ist, die ich kommentiere keine Gesichtsentgleisung. Du musst mal die Zähnägel sehen, die sind...
Das ist jetzt ein Wein, der ja, diese Kirsche setzt sich fort, es ist fast wie so ein Kirschkompott am Gaumen auch. Aber Sauerkirsche. Ja, also findest du, zieht es dir die Gesichtszüge tatsächlich zusammen? Ich wollte eigentlich den Gag machen, passt zu Copaldo, aber da tue ich dem Jungen Unrecht. Nein, also hat er eine Säure, die präsenter ist, hat er dadurch auch eine Klarheit, ist bestimmt viel mehr als der andere Rotwein ein Wein zum Essen, der mit dem Essen besser, leichter kombiniert ist. Dafür ist Säure immer extrem wichtig. Wichtig ist, dass Essen dann auch Säure hat dazu. Aber die matchen sich auf einer Ebene. Also man könnte auch den zuerst, weil er vielleicht nicht so aromatisch ist. Aber du merkst schon, wenn du den runtergeschluckt hast, dass er am Gaumen schon auch eine gute Länge hat. Also er bleibt dann schon da. Der andere war vielleicht Holter die Polter erst mal in der Nase und auch am Gaumen. Aber dann hat er sich auch schon schnell wieder durch die Hintertür verabschiedet. Da ist der einfach präsenter, kostet auch ein paar Euro mehr, ist ein Indikator nicht zwingend. Was kostet der denn das? 20 Euro.
Aber wenn ich mich so umgucke... Ich glaube, vielen fanden den Vorletzten besser. Naja, du hilfst, du befeuerst, Stefan. Das kriege ich doch mit. Nein, nein, nein. Die junge Dame hat mir schon einen Daumen hoch geschickt. Der Wein ist ja auch sehr warm geworden in den letzten 20 Minuten. Ich habe noch so viele Fragen. Ich finde das so wahnsinnig spannend, Stefan. Und ich denke immer so, weißt du, im Erfolg hast du tausend Menschen, die dir auf die Schulter klopfen. Und wenn es dann nicht so läuft und du kannst genauso, also du kannst für alles was, aber du kannst eben nichts, wenn der in der zweiten Minute wen umsetzt, die rote Karte, ihr verliert, wenn der Spieler mit der Hand hingeht, wo er nie hätte hingehen sollen und das ist ein Elfmeter. Und du bist so ohnmächtig an der Außenlinie als Funktionär, der das nicht beeinflussen kannst. Und dann wirst du aber quasi von den Medien und von den Fans... Oh nun, Vorsicht! Ich finde, man muss so viel aushalten in deiner Funktion. Und man hat immer das Gefühl, ein Fan ist halt Fan sein ganzes Leben lang und der Trainer macht die größten Erfolge, steigt auf und dann läuft es ein paar Spiele nicht und dann muss der einfach gehen, weil du kannst ihn halt viel leichter auswechseln als die ganze Mannschaft und ich finde das immer so traurig. Aber man muss ja was machen, man kann ja nicht dem zuschauen und weil der Druck ja auch so groß ist. Fandest du es eigentlich auch traurig, dass der HSV gegen St. Pauli 2 zu 0 verloren hat?
Michi, was hast du das für dich? Also rückblickend muss ich sagen, dass es dem HSV sehr geholfen hat, diese ganz eindeutige Derby-Niederlage. Das ist ja wirklich so, das muss man objektiv sagen, das war schon ein klasse Unterschied an dem Abend, dass man dann schon gemerkt hat, um konkurrenzfähig zu sein, müssen wir einfach nochmal was tun. Hätte anders laufen können, wenn Königsdörfer da nicht das Mühe im Abseits ist oder so, aber trotzdem war es am Ende eine relativ klare Niederlage und das tut dann auch weh im Derby, Egal, welche Seite du bist, wenn du das dann verlierst. Vor allem, weil es dann das erste Heimspiel ja war in der Bundesliga. Und deswegen glaube ich, dass ein Rückblick, das eigentlich ganz gut war, weil man dann vielleicht den Aufsichtsrat auch leichter dazu bekommen hat, zu sagen, okay, wir müssen noch echt was tun. Und das hat ja dann auch funktioniert. Aber ist das so? Hat das geholfen? Nee, nee. Man muss jetzt fairerweise dazusagen, also Erik und ich, wäre auch schlimmer, wenn wir zwei Vorstände nicht wüssten, wie das Budget aussieht. Wir wussten, dass wir noch handlungsfähig sind, dass wir auch noch was machen könnten, auch schon noch sehr dominant noch was machen könnten. Aber es ging einfach um diese letzten Tage. Da geht es eher so darum, weniger ums Geld, was da noch zur Verfügung steht, sondern um die Geduld, ob du die dann aufbringst.
Das Derby hat das nicht befeuert, hast du ja gesagt. Nein, da waren die Dinger auch schon eingestellt, zumindest mal, oder auf dem Weg. Michael, der Stefan hat eben gesagt, ihr testet 2.000 bis 3.000 Spieler ungefähr. Sich sichten. Wie viele Weine sichtest du im Jahr? Michael. Mehr, mehr. Tatsächlich? Ja, ja, ja. Wir haben es eben gesagt, ich war ja dahinter und Michael hat wirklich, du hast jede einzelne Flasche einmal probiert. Für meine Leute.
Großartig. Aber das heißt, wie viele, drei, vier, fünftausend verschiedene Weine probierst du? Mehr. Also ich probiere jeden Tag bestimmt im Schnitt 20, 25 Weine, ganz bestimmt. Aber ich trinke das nicht alles, aber vieles. Und du hast uns mal gesagt, eigentlich ist es am besten das morgens, also wenn man richtig Weine ausprobieren will, ist es am besten morgens das zu tun? Genau, man ist fokussierter, man ist hellwach und dass ein guter Zeitpunkt zu verkosten ist, ist der Vormittag. Aber wie viele Weine kannst du behalten?
Du musst ja das meiste vergessen, oder? Ja, also lustigerweise quasi in unserer Branche, hier sitzen ja auch ein paar Kollegen, die sich auch damit beschäftigen. Ich kann mir ganz viele Sachen nicht merken, aber das dann schon komisch. Ja, nicht alle, oder? Ja, also man merkt sich schon viel, aber man hat nie ausgelernt, das ist das Schöne beim Wein. Und wenn wir heute über die Weine sprechen, schmecken sie in zwei Wochen schon wieder anders. Und morgen würden sie anders schmecken und mit einer anderen Temperatur würden sie anders schmecken. Du bist nie fertig, aber je mehr du probierst, um so einen besseren Überblick hast du, was kriege ich für einen Zehner und was kriege ich für 20, wie ist das Jahr in der Pfalz, wie ist es an der Mosel oder an der Saar und daher ist es eben wichtig und dann gibt es eben Weine und das kann ich dir gar nicht, ich kann dir das so nicht erklären, aber ich probiere die und die, flashen mich, da kriege ich eine Gänsehaut da, die nehmen mich mit, die lösen in mir eine Emotion aus und dann vertraue ich ganz fest, wenn mir das so geht, dann muss es anderen auch so gehen. Hast du einen Lieblingswein? Kann man überhaupt sagen, es ist ein Lieblingswein? Oder kannst du nur eine Region sagen oder eine Traube sagen? Oder hast du den einen Lieblingswein? Das ist eine sehr gute Frage. Du solltest Foodjournalist werden.
Ich pausche mal vor. Für die Karriere danach. Nee, also es kann ich überhaupt nicht sagen. Es gibt den Moment und das Essen und die, ja, der Moment ist eigentlich Entscheidung, mit wem man es macht. Aber gibt es in diesem Jahr einen Wein, wo du sagst, wow, diesen Wein, Leute, der hat mich umgehauen. Da habe ich Gänsehaut bekommen. Wow, das ist eine schwere Frage. Also wenn ich so lange überlege, dann offensichtlich nicht, weil sonst würde ich sofort sagen, ich habe einen Wein probiert, der mit einem der Eikenweine vom Rohnetal und einem Eikenwein aus Australien jeweils zu gleichen Mengen zusammen küvetiert wurde. Hermitage, La Chapelle und Penfolds Grange. Der heißt Grange, La Chapelle, die Flasche kostet 2500. Als ich den probiert habe, habe ich schon gedacht. Hast du gesagt Painfolds Grange? Pan-Folz, Pan-Folz, ja, kein Pain-Folz. Habe ich das probiert und habe gedacht schon, das ist... Ich werde schon locker, merkt das.
Es wird ein schöner Abend, du hast gesagt, zu Hause wartet keiner. Perfekt.
Das hat mich schon umgehauen, aber wir waren mit meinen liebsten Freunden in Südafrika, waren da in Babanango auf Safari und dann gab es ein ganz einfaches, aber sehr, sehr gutes Essen und dann trinken wir so den einfachen Chenin Blanc von Beaumont und das ist einfach nur trotzdem genial in dem Moment mit den Menschen an diesem Ort. Und dann ist es wurscht, dass die Flasche vielleicht auch nur 20 Euro kostet, aber das war so besonders und das kannst du aber nicht so einfach reproduzieren. Aber das Geniale ist eben, und das mag ich, was du gesagt hast, Stefan, und ich finde, da müssen wir hin. Du machst also eine Flasche auf und das ist Alkohol, deswegen musst du aufpassen, deswegen lieber was Gescheites trinken. du machst etwas auf und dann ist das so cool, dass du dich daran erinnerst. Also das ist der Grund, der Grund ist, weil du Geburtstag hast oder der Grund ist, weil du aufgestiegen bist, sondern der Grund ist, weil du diese Flasche aufgemacht hast und deswegen ist dieser Donnerstag dann eben besonders und wenn wir da hinkommen, ich glaube, dann haben wir viel richtig. Aber auch das ist ein bisschen der Grund. Also ich meine, ich bin in diesem Wein-Podcast jetzt nicht der super Experte, aber diese Leidenschaft, mit der du das versprühst, ist schon krass. Bewundernswert. Michael. Und? Und das ist ja auch immer eine Sensation, er ist auch noch der Jüngste auf der Bühne. Ja. Das muss man aber erklären. Das war nicht schlecht. Einer hat gesagt, ganz erschöpft. Nee.
Das heißt, wir haben noch lange was von dir. Die letzte Runde ist immer die Frage, welcher Wein uns am besten geschmeckt hat. Da könnt ihr alle schon mal überlegen. Wir stimmen gleich ab. Stefan, eine alte Tradition ist, jeder auf der Bühne, jeder hier muss von jemandem raten, was wohl sein Lieblingswein heute Abend war. Also und du darfst dir, ich glaube du musst ihr beide wart so eng, ihr müsst euch gegenseitig raten, du musst raten, was ist der Lieblingswein von Michael heute gewesen was glaubst du.
Nee, ich habe gemerkt, indem er ihn gut reden wollte, hat mir die Überzeugung gefehlt. Er hat es gut gemacht von den Wörtern her, die er gewählt hat, aber ich habe es nicht gefühlt, wie man heutzutage sagt. Wir haben ein Bonding hier, wir haben ein Bonding. Und beim Chardonnay hatte ich den Eindruck, dass er ihn gut, nee, ich glaube, dass er der zweite ihm am besten geschmeckt hat. Okay, Michael? Ja, würde ich auch so nehmen. Wobei ich den Portugiesen auch besonders gut fand. Wenn ich jetzt dran bin bei Stefan, dann würde ich auch sagen, er mag ja eher Riesling oder Chardonnay mit Holz. Brickeln auch nicht so gerne. Glaube ich auch, dass es der Portugiese war für ihn. Gut, echt cool. Stimmt, war meiner aber von euch auch, oder? Eine dritte, oder? Wir gucken gleich mal. Achso. Achso. Ihr müsst auch kommen. Michael, wir mögen das. Dann Rat von Axel und von mir noch. Mal sehen. Du kennst uns jetzt so gut nach sechs Jahren. Also was soll ich jetzt? Ich habe es auch nicht verstanden. Michi soll raten. Michi soll sagen, was ist Axels Lieblingswein? Axel kann mich so schwer einschätzen. Er war immer nur süß und mittlerweile bin ich ganz überrascht, was er alles mag. Was ich nicht gedacht hätte, dass er mag, was toll ist. Aber ja, auch klar.
Ich sage jetzt, ich sage auch der Portugiese. Nee, der Sekt. Sekt, da hätte ich auch drauf gekippt. Aber dann sag noch eine Sache, dann hast du sie alle durch. Drei fehlen noch. Schon der Chardonnay, also der zweite würde ich sagen. Ja, Weißbrunner. Chardonnay, Weißbrunner, okay. Und jetzt muss ich Lars auch noch raten. Das ist jetzt einfach. Du hast dich ja zurückgehalten, was Wein betrifft. Du hast ja sonst viele Fragen gestellt, aber dass du so richtig euphorisch warst, war ja auch kein richtiges... Ich habe ja nur über Fußball geredet den ganzen Abend, es tut mir leid. Ich glaube... Gin Tonic von vorher.
Also ich glaube auch, der Weißwein oder der Portugiese. Richtig, der Chardonnay. Und jetzt sind wir gespannt, natürlich bei Ihnen, bei euch. Flasche Nummer 1, wer macht Flasche Nummer 1 am liebsten? Das Prickling, bitte nur eine einfache Handzeige. 1, 2, 3 4, Flasche Nummer 2 War der Chardonnay, Weißburgunder Oha, das müssen wir richtig Haben wir so einen Blick so Das ist die Mehrheit, nein Flasche Nummer 3 Portugal Oh, das ist ein mehr noch Und dann Flasche Nummer 4, War auch ein paar, ja. Und wer fand den ganzen Abend ziemlich blöd? Nein, gut, hat sich keiner gemeldet. Also, ich möchte mich einmal jetzt abschließend, bedanken bei dem grandiosen Stefan Kunz. Wir haben also viel gelacht, viel erfahren. Ich hab das Gefühl, da waren noch zwei, drei Schlagzeilen dabei, dummerweise. Dir geht's immer nur um das eine. Und das müssen aber andere entscheiden, in diesem Podcast dann sich ansehen oder anhören, es geht ja beides. Also erstmal vielen Dank an Stefan Kunz und den HSV, dass wir heute hier sein durften.
Es gibt eine Tradition bei uns, wenn es besonders gut war und das war es, dann bist du fürs nächste Jahr gleich wieder eingeladen. Das hat bisher nur Sascha geschafft. Stimmt das? Nee, Günther Jauch und Markus Schneider.
Axel, Michael, was kommt noch? Wir sind demnächst auf dem Krimi-Festival am 7. November, ist allerdings auch ausverkauft und dann sind wir in St. Peter-Ording demnächst. Also das noch verfolgen, auch live. Mit wem? Kann man das schon sagen? Weißt du das schon? Ich weiß es nicht. Johannes? Ja, ich dachte, es ist Johannes Oerding, der bei uns ist, aber vielleicht ist es auch jemand anders, aber ja. Aber es kann nicht besser werden als heute. Es kann anders werden, aber nicht besser. Ich dann noch ein Dankeschön an unsere Mitarbeiter, das habt ihr cool gemacht. Applaus Applaus Applaus Die Platte ist auch fast leer geworden. Du hast, glaube ich, gar nicht so viel davon gegessen. Also ich nochmal besonderen Dank. Und wir sagen nochmal, aufs Leben und dann endet der Podcast hier mit aufs Leben. Perfekt. Wenn es noch nicht alle ist. Ja.