Es gibt wieder ein Speedtasting mit dem lieben Michi. Servus, grüß Gott. Und dem lieben Lars. Nur der HSV. Ich bin der Axel und mir ist Fußball egal, aber es geht vor allem auch um Wein. Wir haben ein Wein und zehn Minuten Zeit, diesen Wein zu verkosten und unser Urteil zu fällen, das in Form von Punkten geschieht. Jeder kann 10 Punkte vergeben, aber auch 0. Michi, darf ich einmal sagen, warum ich nur der HSV gesagt habe? Das hat einen Hintergrund. Das ist natürlich etwas, was uns alle sehr freut. Denn wir drei machen was und ihr könnt alle dabei sein. Wir sind am 16. Oktober im Hamburger Volksparkstadion und zeichnen da eine lange Folge dieses Podcasts auf. Live. Live mit Stefan Kunst, dem Vorstand des HSV, der sich auch, weil er aus einer Weinregion, also weil er in einer Weinregion groß geworden ist, fußballerisch, sich mit Wein sehr, sehr gut auskennt. Und ich glaube, das wird eines der größten Dinge, die wir je gemacht haben, weil wir sitzen dort, wo sonst immer die Pressekonferenzen sind. Im Pressekonferenzraum des HSV sitzen wir... Ich dachte, wir sitzen in der Rauten. Nein, nein, nein, noch besser. Im Pressekonferenzraum des HSV. Das weiß ich. hundertprozentig sicher.
Und alle, die kommen und wir dann auch, kriegen noch eine Führung durchs Stadion. Und das ist am 16. Oktober, geht los um 18 Uhr und Karten, da muss man sagen, da haben es ja viele geschrieben, Leute, was ist mit Karten für euren Auftritt beim Krimi-Festival? Die waren total schnell weg. Karten gibt es unter abendblatt.de slash laser-events. Hoffentlich auch noch, wenn diese Folge jetzt hier ausgestattet wird. Das hoffe ich sehr, deshalb sage ich. Und wir sagen, es kostet 64 Euro, Aber Leute, ist ja klar, da drin sind die Weine. Und du hast Weine ausgesucht, Michael, die einerseits zu Stefan Kunz passen und andererseits zum HSV. Genau. Und was passt zum HSV? Es kommen aus verschiedenen Ländern. Nur zweitklassige Weine. Oh, das ist ja böse, weil der Michael ist ja St. Pauli-Fan. Nein, ich freue mich auch für den HSV und ich mag Stefan Kunz wirklich gerne. Von daher freue ich mich extrem und ich weiß von unserem Hörer Erich, der extra aus Aachen kommt nur für diesen Live-Podcast, um uns kennenzulernen. Um uns zu sehen. Ja, mega. Also Leute, bitte nutzt die Gelegenheit und lasst uns da auch nicht alleine hängen, weil Volksparkstadion, da passt ordentlich was rein. Wir spielen vor 57.000, das ist ja cool. Also die machen nur für uns auf das Stadion, richtig? So ist es. Ja. Das ist stark. Ja, wann ist Deutschland das letzte Mal Weltmeister geworden? In welchem Land war die, wo Deutschland Weltmeister geworden ist? In Brasilien. In Brasilien. Und wo war die WM davor? 2010? Ja.
Oh, das weiß ich schon gar nicht mehr. Südafrika. Südafrika. Aha, oh, eine elegante Überleitung zum heutigen Wein. Sieht anders aus. Ach so, okay. Ich fand, die Überleitung war 3, 2, 1, 3. Sehr schön. Und zwar habe ich euch mitgebracht aus Stellenbosch, aus Südafrika, aus dem Herzen des Weinbaus dort. Eigentlich die bekannteste rote Rebsorte, die da ist, ein Pinotage. Wieso heißt das eigentlich Stellenbosch? Das klingt ja mehr Deutsch als... Ja, eher holländisch auch. Oder eher Haar. Genau, aus der Zeit auch sind auch viele holländische Namen. Das Weingut heißt La Venire und Die Boum Pinotage heißt der Wein. Die Boum Pinotage? Die Boum Pinotage, so heißt der Wein. Das Weingut heißt La Venire. Die Boum Pinotage. At the highest point of the state stands Die Boum. A lone enduring tree planted centuries ago by Governor Simon von der Steele. Also holländische. Das ist quasi dieser Baum. Kannst du holländisches Klang? So ein bisschen fast Dialekt. Nein, ich bin an Sprachen-Chameleon, aber ich kann auch eigentlich noch dachten, wenn ich habe, dann kann ich nicht so gut. Also, aber Pinotage ist ja, wisst ihr schon, könnt ihr euch erinnern, Pinotage vom Ursprung her, Rebsorte? Ja, Axel, vergangenes Mal habe ich ja geantwortet mit Faudot und ich glaube, jetzt bist du mal dran mit Pinotage. Ist eine Rebsorte, eine autochtone Rebsorte?
Eine Rebsorte, die vor allem in Südafrika wächst und die vor allem aus Südafrika kommt. Weil sie 1924 vom Rebenzüchter Abraham Isaac an der Universität in Stellenbosch erfunden wurde. Und zwar eine Kreuzung aus Pinot Noir und Saint-Saëns. Saint-Saëns, eine französische Rebsorte, die im Rohnental, im Languedoc, im Südfrankreich wächst. Und quasi zum einen Pinot Noir, die feine, elegante Rebsorte. Und Saint-Saëns, die kraftvolle, fruchtige, dunkelbeerige Rebsorte. Wie kreuzt man sowas? Ja, indem man die beiden zusammenschneidet. Zusammenschneidet und sagt, dass sie so mal irgendwann zusammenwachsen und man sagt, okay, dann kommt da raus quasi. Okay, also die... Das geht so einfach? Die wachsen einfach miteinander? Das ist einfach nicht. Das haben natürlich schon andere auch probiert. Ich meine, das ist jetzt 101 Jahre her, dass er das gemacht hat. Das geht nicht so einfach. Professor Zweigelt hat ja auch zum Beispiel Zweigelt. Er kreuzt sich. Und so ist es auch bei der Pinotage-Rebsorte gewesen. Und das geht nicht so einfach, aber man kann es machen. Das heißt, wer weiß, welche Züchtungen noch auf uns zukommen in den nächsten Jahren.
Und das Spannende ist, so ist eigentlich Rebsorten rein eher nicht so bekannt, weil die Weine sehr alkoholisch sind und eher vordergründig. Aber in Südafrika hat sich das ja gerade ein bisschen verändert, weil so die nächste junge Generation haben teilweise ältere Zensots gefunden in den Kellern und haben festgestellt, dass die wahnsinnig gut reifen. Dass also Zensot, wenn es qualitativ hochwertig, also niedriger Ertrag, Handlese und, und, und gemacht wird, dass das schon richtig auch Spaß machen kann. Und diese Zensotraube, die hat man früher in Südafrika Hermitage genannt. Weil sie aus Südfrankreich, aus dieser Region kommt, aus dem Hermitage. Und sie riecht intensiv. Und jetzt probiert sie den. Er riecht nicht gut, muss man sagen. Nee, das hatte ich auch eben das Erste. Wenn man dachte, er riecht so ein bisschen muffelig am Anfang. Ich finde das ein bisschen drehen, ein bisschen wenden, dann wird es besser. Aber er roch ein bisschen muffelig am Anfang. Also für Pinotage ist es unüblich, und das ist eine meiner ersten Assoziationen, wenn ich rein rieche, ist immer so ein bisschen Kaffee, Mokka. Ja, Mokka. Dieser Duft auch von so... Das ist aber so ein bisschen säuerlich, finde ich. Ja, das ist oft so ein Kirsch-Sauerkirsch-Aroma, das auch da mitkommt.
Und das, es ist nicht nur das Mokka-Aroma, es schmeckt auch mokkig. Mokka-Ich, Mokka-Sins. Also, es schmeckt ja überhaupt nicht, also ich finde es nicht besonders fruchtig. Nee. Also nicht besonders. Nicht besonders fruchtig, das stimmt. Ich fände es aber auch nicht schlecht, ehrlich gesagt, überraschend. Es ist anders und deswegen ist Pinotage auch bestimmt polarisierender als vieles andere. Das auf jeden Fall.
18 Monate im Holz, das merkst du ein bisschen, das Holz ist schon auch noch sehr dominant. Das ist jetzt hier Jahrgang 21, Jahrgang 24, also wirklich ganz jung. Wobei die haben auch schon 25 geerntet. Das heißt, der Wein ist auch schon jetzt zwei Jahre alt. Aber ist natürlich jetzt nicht ganz so geländegängig und ein bisschen anspruchsvoller. Und kann schon die Geister scheiden. Aber was er auf jeden Fall ist, er hat ihren Spannungsbogen, er hat eine gute Säure. und ich finde ihn... Also ich hatte schon Pinotage, ehrlicherweise dachte ich, ich habe was versehen, trinke ich aus der Kaffeetasse. Ja, genau. Und ich habe so viele Kaffeehändler oder so in der Hanse-Lounge und dann, die haben das gefeiert. Die waren so, das ist schon sehr speziell. Und die Teehändler zum Beispiel, die feiern so einen gelben Muscatella, weil dieses Muskat im Earl Grey auch viel drin ist. Und die freuen sich dann über das, was der Normale eher nicht so mag. Und so geht es auch. Also Pinotage ist jetzt quasi nicht immer das Allereinfachste zu verkaufen. Und das ist eben schon eine höherwertige Qualität. Und der kostet auch schon 20 Euro. Okay. Aber es ist etwas, wenn du, genau, wenn du Leute, die gerne Kaffee trinken, glaube ich, dem kannst du damit total überraschen. Weil du natürlich nicht, dass, du ahnst ja nicht, dass ein Wein nach Kaffee oder nach Mokka schmeckt.
Ja, man hat erst mal so eine Erwartung, wie jetzt ein Wein schmecken müsste. Und das wird durchbrochen. Und aber, finde ich, auffällig, auf eine Art und Weise durchbrochen, also er riecht, wie er schmeckt. Und schmeckt, wie er riecht. Das stimmt, das ist ja nicht jedes Mal so. Er riecht, wie er schmeckt und schmeckt, wie er riecht.
Ich fand schon, er hat nicht so gut gerochen und ich finde, er schmeckt auch nicht so gut. Zieht sich konsequent durch. Wobei, er wahrscheinlich so schmeckt, wie er schmecken soll. Er schmeckt, wie er schmecken soll, haben wir gelernt. Und ich probiere natürlich, weil es nicht ausbleibt, auch relativ viel Pindottage logischerweise in einem Weinjahr. Und ich finde das als Gesamtpaket doch ziemlich stimmig, muss ich sagen. Zum Beispiel Sebastian Beaumont macht einen super Pinotage. Der ist noch feiner, noch filigraner vielleicht. Aber ich finde, man muss die Rebsworte auch noch erkennen. Also wenn das, das ist nicht für jeder Mann oder jeder Frau, aber Leute, die das mögen, die wollen genau, die suchen das. Und wenn ich dann so einen völlig weichgespülten Pinotage habe, der so wischiwaschi schmeckt, weil damit ihn alle mögen, dann ist es eigentlich auch nicht gut. Wir haben 25 Sekunden Zeit. Ich sag sieben. Sechs. Ich bin auch bei sieben. Sieben und sieben sind 20 Punkte. 20 Euro, 20 Punkte. Das passt. 16. Oktober. Wir sehen uns. Wir sehen uns beim HSV. Wir sagen auch, weil es vor allem immer klingt, Pinotage. Pinotage. Leute, bis nächste Woche. Forza HSV. Auf sieben, ciao.