Herzlich Willkommen! Ich bin der Lars, das ist der Michael. Michael, sag mal was. Ho da lady! Und der Axel ist auch da. Hallo! So, wunderbar. Wir drei sind ja vier Flaschen. In diesem Podcast, in dieser Art des Podcasts, den wir jetzt gerade machen, gibt es die Zehnerregel. Früher mal die dreifache Zehnerregel genannt. Die Idee war, wir stellen eine Flasche Wein vor, die unter 10 Euro kostet, in maximal 10 Minuten und vergeben jeder 10 Punkte, wenn wir denn möchten. Das ist das Maximale. Absolut. Es geht auf null. Stimmt alles bis auf einen Faktor, der hat sich verändert. Der einen Faktor hat sich verändert, glaube ich, durch die Inflation können wir nicht mehr halten, dass die Weine unter 10 Euro kosten. Manchmal kosten sie auch leicht über 10 Euro. Genau. Ist das hier der Fall? Ja. Dann sag es gleich, dann ist das Thema abgeräumt. Kostet, ich habe ja so ein bisschen gestöbert, was ist gerade im Angebot auch. Kostet eigentlich 19,90, aktuell 14,90. 14,90. Und ist ein? Ein Rosé. Ein Rosé. Woher kommt er? Aus Irland. Nein. Er heißt Blushing Hills. Aus England. Ein klassischer Rheinhessen-Rosé. Echt oder Scheiß? Von Dirk Wirz, unserem Freund Dirk Wirz. Und der heißt Blushing Hills. Von Weinglund St. Anthony. Für den roten Hang, der rote Hang. Blushing Hills. Was heißt denn Blushing?

Und interessant ist das, hältst du die Flasche jetzt falsch rum, weil man hat das Gefühl, dass das große Etikett ist hinten und das kleine, nee. Und das aber lustig ist, dass für die, die das nicht sehen können, wenn man in die Flasche reinguckt von vorne, vorne ist ein kleines Etikett und man guckt durch und sieht eine Blume. Ja, genau, ja. Eine schöne Blume, das kann man auf YouTube vielleicht ein bisschen erahnen. Ja, Blushing heißt lebendig oder lebendiger Hügel, Blushing, vielleicht heißt es auch rot, aber es gibt einen normalen und es gibt einen Prestige. Der normale kostet 8 Euro und wir haben natürlich den Prestige eingeschenkt. Der ist denn doppelt so teuer, wenn er nicht im Angebot ist? Nein, statt 1990 kostet er 14,90 Euro, ist nicht ganz doppelt. Aber der normale? Ja, genau. Dann muss das schon was sehr, sehr Besonderes sein. Davon gehen wir aus. Warum interessiert mich das trotzdem? Weil es ist etwas Ungewöhnliches für Deutschland. Es ist ein Blaufränkisch-Rosé.

Und ich weiß nicht, ob Dirk mir das erzählt hat oder jemand anders mal. Er hat eine relativ große Lage, blau-fränkisch, da in Nierstein. Auch am roten Hang, in einer super Lage. Und das will der Markt nicht so richtig. Und das haben die Leute nicht so richtig gekauft. Aber er ist natürlich ein kreativer Kopf und hat gedacht, okay, wenn ich aber daraus einen schönen Rosé mache, wenn ich ihn in eine schöne Flasche packe, wenn ich einen tollen Namen gebe, kann es doch funktionieren, wenn der Wein auch schmeckt. Und das liegt jetzt an uns, das herauszufinden. Aber steht denn auf dem Wein drauf, dass die Rebsorte Blaufränkisch ist? Nein, ich glaube, das wäre nicht so förderlich. Aber ist Blaufränkisch nicht? Eine ziemlich autoktone österreichische Rebsorte, die quasi als Zwillingsbruder Lemberger auch... In Deutschland wächst. Dann ist sie ja eigentlich nicht autokton. Nein, nein, nein. Ich würde das Wort autoktonhaft dafür auch nicht sagen. Eine kurze Frage, die neulich von einem Hörer oder einer Hörerin kam. Das weiß ich nicht mehr. Weil ja gerade auch so die Rosé-Zeit ja immer noch ist. Haben eigentlich Rosés per se weniger Alkohol? Nein. Sind es immer um die 10, 12, 11 Prozent? Nein. Es gibt auch Rosés mit 14, 15 Prozent? Ja, 15 vielleicht nicht. 15 ist schon der Killer. Das ist, ja, 14 Jahre, 13,5, 14 Jahre, sehr viel. Auch diese Provence-Rosés, wir machen tatsächlich noch eine eigene Folge. Oder, keine Ahnung, wann das ausgezeichnet wird, haben wir schon gemacht. Wo wir uns nur mit Provence-Rosés beschäftigen.

Echt? Wo hatten wir das nicht schon mal? Ja, aber das ist immer so fürchterlich trocken. Das weißt du doch jetzt noch nicht. Doch, das ist immer total trocken. Nein. Doch, Provence-Rosés sind total trocken. Ja, aber die meisten Weine sind eher trocken. Ja, aber außer Provence sind sie alle trocken. Ja, eher trocken, ja. Wahrscheinlich, ja. Wir bringen für dich eine Fanda mit an dem Tag. Aber die Leute wollen hier neun Jahre und kurieren.

Und wieder, ich finde, das ist ja das interessante bei Rosés, diese unglaubliche Unterschiedlichkeit. Also, das liegt natürlich daran, dass man einmal diesen Oberbegriff Rosé hat, aber ich weiß noch, am Anfang dieses Podcasts habe ich gedacht, ein Rosé schmeckt immer irgendwie nach Erdbeere.

Und das ist jetzt auch wieder ein ganz klein bisschen so. Und ganz, ganz am Ende ist es dieses, wenn du eine Schale mit Erdbeeren hast und hast die Erdbeeren gegessen. Und dann gehe ich immer hin und am Ende ist da so ein kleiner Sub drin. Und den löffle ich dann immer so aus. Da sind auch so ein paar Knupsis noch mit drin. Wie heißen diese kleinen schwarzen Punkte? Und so ist es. Aber ansonsten ist das ja nicht so ein Rosé, aber richtig toller Rosé. Ja, mir schmeckt er auch gut. Also diese Eisen-Mineralstoff-haltigen Böden in diesem roten Hang wächst vor allem Riesling. Wir hatten so einen Petenthal, glaube ich, von Erik Manns auch schon mal aus dem roten Hang. Dann Gunderloch, Johannes Hasselbach, einer der bekannten Winzer, auch am roten Hang. Kühling Giotte, Caroline war schon bei uns und so weiter. Da haben wir alles Wein aus dem roten Hang. Und das ist eher ungewöhnlich, einen Rotwein aus diesem roten Hang zu machen. Aber er hat dadurch eben auch dieses Vibrierende. Und er hat nur zwölf Alkohol. Und das ist auch cool, weil das ist eigentlich meine Erwartungshaltung an einen Rosé. Wenn ich Rosé trinken muss schon, würde ich sagen, wenn ich eine Flasche Rosé am Nachmittag trinke und um 20 Uhr schlafen gehen muss, dann finde ich das eigentlich nicht in Ordnung. Also, wenn ich die alleine trinke, dann schon, aber wenn ich die... Aber du sagst es immer, mit dem Rosé trinken muss und ich war ja auch nicht kein großer Rosé-Fan, bin es aber unter anderem durch die vier Flaschen und durch diese Vielfältigkeit geworden. Weil man muss ja sagen, wenn man gute Rosés trinkt.

Dann kann das schon nett sein. Gerade, weißt du, wenn du draußen bist, ich finde schon allein schon, wenn draußen die Sonne scheint. Du sitzt auf der Terrasse und du kommst halt mit so einem Glas raus, wo richtig schöne Farbe ist und so. Das ist ja auch, das Auge trinkt ja auch mit. Total. Aber hier siehst du an, die Farbe ist ja ganz zart. Das ist ja so ein ganz zartes Rosé. Und was ich auch mag, und da muss man einfach auch großen Respekt vor Dirk Wirtztoll, der Wein hat drei Gramm Zucker.

Das ist schon auch recht trocken. Und trotzdem hat es diese Saftigkeit. Ja, es hat ja so eine Frucht auch. Und das ist aber schon der Blaufränkisch, der es so ein bisschen besonderer macht. Vielleicht ist die Frucht gar nicht so, ich habe mir gerade gedacht, vielleicht habe ich so ein bisschen Pflaume auch oder so. Gar nicht so im ersten Moment, aber danach am Gaumen, wo man denkt, stimmt, vielleicht ist das wirklich so eine etwas frischere Zwetschge, wenn du die da aufmachst und auch diese Zwetschgenschale dann. Und das ist schon nicht so ganz crowdpleaserig, es ist so ein bisschen schon eigenwillig. Und deswegen hat es auch seine Daseinsberechtigung. Aber es bleibt auch, finde ich. Es ist nicht so, ich habe das jetzt lang und ich finde es total angenehm. Du hast recht, so ein bisschen Zwetschge, ein bisschen Erdbeere aber auch. Die Süße ist aber trotzdem da, obwohl da wenig Zucker drin ist. Es ist jetzt nicht so, das ist, also natürlich ist es nicht, nee, das kann man nicht sagen. Wenn jetzt jemand süße Rosés mag, wird das sagen, was erzählt der Heider da? Ja, also die gestern hätten, das würden wir hier auch sagen, ist mir zu trocken eigentlich. Ist mir nicht fruchtig genug. Ja, aber auf jeden Fall besser, also das ist ein, das kann man doch sagen, es ist ein anspruchsvoller Rosé. Oder würdest du selbst du sagen? Nein, es ist ein Rosé für Weintrinker. Also wenn ihr sagt, jetzt hier am Wochenende kommen, haben wir Besuch und die trinken nur Rosé, dann würde ich sagen, okay, dann suche ich sowas aus, weil da trinke ich auch mit. Also ohne, dass es mich langwohnt. Woher weißt du, dass Leute nur Rosé trinken? Na, es gibt ja Leute, also wir haben auch in unserem Freundeskreis Menschen, die, also der trinkt nur Rotwein. Wir haben Gäste in der Hanselounge, der trinkt nur Rotwein.

34 Grad bestellt irgendwie einen gemischten Salat und trinkt ein Glas Chiraz aus Südafrika. Der trinkt einfach nur Rotwein. Und dann haben die anderen, die trinken immer Rosé und welche, die trinken immer Sancer. Und wenn ich weiß, der kommt mich besuchen, dann wüsste ich ja... Aber es ist ja so wichtig, dann die Leute mal darauf zu bringen, zu sagen, probieren wir was anderes. Aber deswegen sind wir ja auch da.

Also ich muss sagen, ja. Also wir haben ja, wie gesagt, von 0 bis 10 Punkten haben wir alles dabei. Und ich würde mich schon wieder vorwachen, ich habe jetzt... Ich finde, kann man einem Rosé 10 Punkte geben? Ich mache es. Ich mache es einfach.

Für einen Rosé hat er 10 Punkte. Das ist wirklich toll, auch zu dem Preis. Tolle Flasche, tolles Produkt. Aber 20 wäre schon zu teuer, oder? 20 wäre der reguläre Preis. 15 ist schon nochmal anders. Ja, weiß ich nicht. Ja, aber es ist schon ein ernsthafter Wein. Das ist ja nicht immer eben so. Ja, das ist die Top-Lage. Der rote Hang, das hat sich so gemausert. Das war vor Jahren nicht so interessant. aber mittlerweile ist es eine der Top-Lagen in Deutschland. Also 20 Flaschen würde ich jetzt wahrscheinlich nicht kaufen und ausschenken. Das ist ja auch so eine blöde Zahl, also 12, 18, 24. Ja, weiß ich nicht, aber 10 gibst du ihn. Ich gebe 10, ich gebe schon wieder 10. Ich gebe auch für einen trockenen Rosé die Höchstwertung von 7.

Okay, da gebe ich 8. Da gibt es 8, ja. Also 25, das ist eine faire Bewertung. Ich bin positiv überrascht. Also du hast es nicht gedacht, weil du bist ja eigentlich, Mir nerven die meisten Rosés wirklich. Ja, genau. Vor allem diese trockenen aus der Provence. Aber wenn du so schön reinkommst. Aber wenn ich dir sage, der die präsentiert, das ist ein Österreicher. Ja, das ist der. Kann das dann besser machen? Ja, klar. Ja, ich meine, die Winzer machen das sowieso besser. Das, was du ja auch immer gesagt hast, wenn die Leute dazu kennenlernst und so, das ist einfach nochmal dann was ganz anderes. Aber dadurch wird der Wein ja nicht süßer. Ja, stimmt. Nee, dadurch wird er nicht süßer. Aber dadurch verbindet man was. Es gibt ja wenig süße Weine. Doch, es gibt ganz viele süße Weine. Aber nicht zu den Preisen, die wir hier haben. Und nicht in der Qualität, wie wir eigentlich denken, dass wir es eigentlich...

Der Qualitätsbegriff, den kann man ja definieren. Ja, das stimmt. Aber zum Beispiel, der war auch nicht ganz trocken von Diefenhardt. Ja, das war, glaube ich, ein 10er, oder? Ja, bei dir ja auf jeden Fall. Aber bei uns alle, weil wir überrascht haben für den Preis. Und das war einer, glaube ich, für 10 Euro. Siehst du? Leute, vielen Dank fürs Zuhören. Nächste Woche geht es weiter. Aufs Leben. Bis dahin. Aufs Leben. Tschüss.