Vier Flaschen, der Wein-Podcast der Funke Mediengruppe. Unser Partner Havesco feiert 60-jähriges Jubiläum und macht jeden Wein zum Erlebnis. Das vorgestellte Vier-Flaschen-Paket ist versandkostenfrei bestellbar auf havesco.de. Herzlich willkommen zum Wein-Podcast eures Vertrauens. Mit unserem Wein-Alles-Wisser Michael Kutig. Und mit dem riesigen, verliebten Lars Haider. Hallo. Wie du das sagst so? Lars Haider. Lars Haider.
Ja, und mit mir, ich bin Axel. Und heute haben wir, glaube ich, ich weiß es gar nicht genau, aber ich glaube, wir haben eine Rebsorte im Glas, die wir noch nie im Glas hatten. Nee, doch haben wir. Das erzähle ich aber nicht, was du denkst wahrscheinlich. Aber wir haben, glaube ich, etwas, was wir noch nicht im Glas hatten. Was ist das?
Eine Rotweinrebsorte, die man in Deutschland als Trollinger kennt, aber die wir heute als Fernatsch verkosten. Das ist interessant, aber dann wirst du erklären müssen, warum wir nicht endlich mal das im Glas haben, was sich heute doch aufdrängt. Ja, das stimmt. Das ist eine andere Geschichte. Okay, also warum wir heute kein Gewürztraminer trinken, das wird zu klären sein, denn wir haben Besuch aus Tramin, aus Südtirol. All the way seid ihr gekommen von der Kantina Tramin hierher nach Hamburg. Wolfgang Klotz, der Vertriebsleiter der Kantina Tramin. Das ist eine Winzergenossenschaft in Tramin. Und Willi Sturz, der Kellermeister. Herzlich willkommen. Freue mich. Aber die Kantina hatten wir natürlich schon öfter in diesem Weim-Podcast, weil sonst wären wir ja banausen. Also wir haben schon Flaschen gehabt davon, oder? nicht. Oh, ich glaube nicht. Ja, woher kenne ich das dann? Ja, weil du bist ein allwissendes Wein, ein wandelndes Wein. Warum bin ich vor, warum bin ich vergangenes Jahr dahin gefragt? Weil ich gesagt habe, du musst hinfahren, weil es so schön ist. Nein, aber weil wir das natürlich schon, also das werden auch, schreibt uns nochmal, wir haben natürlich schon Weine von euch. Daran kann sich der Kollege Kutay aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nur nicht mehr erinnern. Stimmt. Aber ich bin mir hundertprozentig und ich freue mich deshalb umso mehr.
Sehr mehr. Die Kantina Tramil, wer erzählt, Wie kann man sich das vorstellen? Winzer Genossenschaft hat ja eher ein schlechtes Image in Deutschland und das, was ihr macht, sind Weltklasseweine. Wie passt das zusammen?
Ja, tolle Frage. Irgendwo wahrscheinlich aus der Not geboren. Grundsätzlich ist die Genossenschaft aus der Not geboren, vor über 100 Jahren, weil Traubenpreise sehr, sehr nieder und schlecht waren und dann als Genossenschaft, wie man es kennt. Aber in den 80er Jahren war das Genossenschaftsmodell mit offen Weinen nicht mehr tragbar. Und man hat sich neu erfunden. Junge Generationen von Kellermeistern wie Willi, noch jung, damals sehr jung, haben das Potenzial des Gebietes erkannt. Also Bergweinbau und frische, knackige Weißweine und leichte, trinkige Rotweine. Darauf aufbauend auf Qualität gesetzt und es hat funktioniert. Aber wer gründet denn so eine Winzergenossenschaft? Also macht das die Gemeinde oder ist das privat initiiert oder tun sich da Leute zusammen? Der Pfarrer war es. In unserem Fall war es tatsächlich der Pfarrer. Nein. Also der bereitet sich so, der bereitet sich Wochen vor auf jeden Fall. Wahnsinn. Okay. Weiß auch jeder Mensch.
Ja, das war der Pfarrer Christian Schrott, der hat eigentlich in dieser Notsituation die Sache in die Hand genommen und mit einigen Winzern zusammen diese Genossenschaft gegründet. Aus dieser Not heraus, wie vorhin auch Wolfgang erklärt hat, um einfach dem Weinbau eine Zukunft zu geben und den Weinbauern ein entsprechendes Einkommen zu bringen, damit man überleben kann, weil wir natürlich von der historischen Seite einfach einen sehr klein strukturierten Weinbau haben. Das heisst, kleine Parzellen sind sehr viel in den steilen Hängen, also mit sehr viel Handarbeit verbunden. Und deshalb ist es einfach so, entweder man ist imstande, entsprechend einen Traubenpreis oder einen Weinpreis zu generieren, ansonsten wird es einfach kein Überleben geben. Wie viele Weingüter sind denn da jetzt zusammengeschossen oder wie viele Winzer aktuell? Circa 160 Familien. Wow. Das ist als kleine Gruppe gestartet, also der Pfarrer damals wirklich als sozialen Gedanken. um, wie von Willi erwähnt, dem Weinbau und den Familien eine Zukunft zu geben.
Kommen mit dem Einkommen, wie man so schön sagt. Und heute im Besitz von 160 Familien. Die alle, das müsst ihr nochmal erklären, wo genau ihr in Südtirol sitzt. Die Deutschen kennen immer, was kennen die Deutschen in Südtirol vor allen Dingen? Bozen. Bozen oder den Kalterer See. Also wo der Kalterer See Richtung Süden aufhört, beginnen quasi die Weingüter der Kaleraitrami für circa 5 bis 10 Kilometer. Am Berghang zwischen 200 Höhenmeter bis acht Ausnahmefällen auch 900 Höhemeter. Und wieso haben Genossenschaften einen schlechten Ruf in Deutschland? Hast du schon mal einen guten deutschen Genossenschaftswein getrennt? Das weiß ich nicht, keine Ahnung. Es gibt eben in Südtirol einige. Aber wieso sollten Genossenschaften nicht in der Lage sein? Also aus meiner Sicht ist es oft, dass Genossenschaften wirklich im Einstiegsbereich nur arbeiten. Und wirklich sehr einfache Weine machen und Masse produzieren. Wir hatten bei uns schon die Domäne Wachau, ein schönes Beispiel aus Österreich, wo es anders ist, wo man einfach sagt, ich kann das Potenzial von diesen ganzen Familien nutzen und wirklich die besten Trauben mir raussuchen.
Ich frage mich jetzt bei Termin, wie könnt ihr das hinkriegen, dass die Leute quasi, das muss ja ein komplettes Umdenken geben, weil es ja gar nicht mehr um die Menge geht, um die Masse an Trauben, sondern um die Qualität. Ich meine, ihr macht mittlerweile, muss man sagen, Epokale war der erste 100 Parker-Punkte Weißwein Italiens, liegt aktuell so bei um die 400 Euro die Flasche. Für eine Winzer-Genossenschaft ist das ja etwas, es ist ja der Wahnsinn. Also ich kenne ja keine vergleichbare Erfolgsstory jetzt, zumindest mit diesem Wein, der, denke ich mal, das Aussage schiebt, des ganzen Weinguts ist.
Ja, also wenn es darum geht, die einzelnen Winzer zu motivieren, ist es schon eine längere Geschichte. Ich muss ganz offen sagen, also die ersten Jahre waren nicht ganz einfach, so Ende 80er, Anfang 90er Jahre, wo schon ein deutliches Umdenken hat stattfinden müssen, wo man einfach von dieser gewohnten Produktionsmengen orientierten Weinbausituation langsam rüberkommt. Gegangen ist, wirklich hohe Traubenqualitäten zu produzieren. Das heißt natürlich in den Anfängen auch einige Trauben zu reduzieren an den Weinstücken. Das war, so würde ich sagen, die erste Phase. Die hat natürlich einen sehr schnellen Sprung Richtung Qualität ausgelöst.
Und dann, wenn ich das jetzt vielleicht einen großen Sprung in die heutige Situation rein mache, Also die Motivation des Einzelnen über insgesamt Weinbergsbearbeitung, vor allem es geht um die Bodenschonung, es geht darum einfach sehr ausgeglichene Weinberge zu haben, um damit eben langfristig konstante, tiefgründige Weine erzeugen zu können. Und vor allen Dingen könnt ihr heute doch ganz andere Preise nehmen. Das ist ja sozusagen das, was man denkt, die Weine sind toll, aber günstig, also billig, wie man in Deutschland, Deutschland gibt es ja gern billig, sind sie nicht. Bewusst nicht. Gibt es nicht, ja.
Aus dem einfachen Grund, weil eben guter Weinbau und gut aufwendiger Weinbau auch Kosten mit sich bringt und glücklicherweise akzeptiert das unser kleiner Markt, der Abermarkt und können dadurch auch wieder das weitergeben an unsere Winzer und einen Kreislauf schaffen, der funktioniert. Aber so klein ist der Markt, wie viele Flaschen verkauft ihr im Jahr ungefähr?
Ja, je nach Ertrag und Jahrgang so zwischen 1,8 und 1,9, vielleicht auch mal 2 Millionen Flaschen. Das ist ja nicht so wenig jetzt, ne? Das ist jetzt nicht der kleine Händler um die Ecke. Ist jetzt nicht ganz klein, aber gerade für eine Genossenschaft sind wir klein. Also wenn man die Fläche nimmt, 270 Hektar, also was an den Genossenschaften viel passiert ist, es ging hin zur Effizienz, es ging hin zur Größe, je größer umso effizienter und natürlich geht dann das Detail ein bisschen verloren. Es ist auch schwierig, 10 Millionen Flaschen am Markt zu platzieren, alle im Hochpreissegment, da muss man zwingendermaßen dann wieder im Einstiegsbereich arbeiten und das geht dann als Kultur verloren für den Betrieb, für die Mitglieder. Also das Glück der Südtiroler Genossenschaften, einmal kein Leitramin, aber allgemein sind alle als Genossenschaften relativ klein und jeder kann wirklich dieses Qualitätsziel zu 100% verfolgen, ohne Ausnahme. Das heißt, es wird zur Unternehmenskultur, was Willi beschrieben hat zu Beginn vor 30 oder 40 Jahren, die Mengenreduzierung war ein riesen Wechsel von Lebensmittelproduktion hin zu Luxus, ging auch quasi als Schand im Glauben oder Religion, Tirol ist ja sehr.
Katholisch zu Beginn und das waren auch noch, Generationen dabei, die auch Kriege miterlebt haben und wo das Lebensmittel schon einen hohen Wert hatte. Aber das geht dann immer, Jahre und Mengenreduzierung ist heute kein Thema mehr. Das ist schon Kultur des Winzers, von jedem Winzer natürlich, dann bis zum Top hin. Aber wir haben die Logik, Masse zum günstigen Preis zu produzieren, das gibt es gar nicht. Und die Produzenten müssen hin zur Qualität und die große Basis an die Frage, wieso das an anderen Orten oft nicht so ist für Genossenschaften, man muss schon auch glaube ich sagen, dass wir in einer glücklichen Lage sind, dass uns die Natur auch das Potenzial gibt, daraus Wert zu schöpfen. Weil nur die niederen Erträge und nur Qualität zu setzen, wenn das Gebiet das nicht hergibt, ist dann auch umsonst. Wenn man in einem Gebiet ist, so wie in Südtirol, in den Talsohlen, wo kein Weinbau betrieben wird, nur Obstbau, wenn man nicht diese wunderbaren Hügellagen hat und das richtige Terroir, dann nützt es auch nichts, niedere Erträge zu fahren. Kann man auch weinen? Ich habe mein Glas schon gleich ausgetrunken. Ich bin so begeistert und will wissen, was ist die erste Flasche? Also da haben wir erstmal zwei weiße, zwei rot. Und ich habe bewusst ehrlicherweise bei dem Weißen auch, wenn du Einstiegs gefragt hast.
Weil ich immer wieder höre und ich weiß nicht, wie es euch geht, auch den Hörern zu Hause, dass Leute sagen so Weißburgunder, Grauburgunder, da trinke ich eigentlich nur Deutschland und das ist top und das ist auch gut. Weißburgunder vielleicht auch noch Österreich. Grauburgunder in Österreich gar nicht so populär. Aber ich habe einen Weiß- und einen Grauburgunder quasi mir ausgesucht vom Weingut, die ich... Sag nicht, dass es jetzt ein Grauburgunder ist. Nee, weil es ein Weißburgunder. Aber der Grauburgunder kommt danach. Kommt danach, aber das ist schon ein Premium-Grauburgunder, den wir haben. Das ist eher noch, Moritz ist eher noch Einstiegs-Weißburgunder. Ach so, mittel durch. Mittel durch, okay. Also nicht ganz Einstieg.
Wir wollen ja auch gleich probieren. Aber könnt ihr vielleicht generell sagen, oder was zeichnet jetzt, bevor wir jetzt loslegen, was zeichnet eure Weine aus im Vergleich jetzt zu Deutschland oder was macht euch so besonders? Was ist das Besondere an euren Weinern? Kann man es pauschal sagen? Ich glaube schon, es ist ein bisschen kulturell, klimatisch, zwischen 300 Sonnentage im Jahr. Das heißt, wir haben reife Weine, kräftige Weine, aber andererseits umgeben von den Alpen, umgeben von den Bergen, Weine mit viel Frischer, mit viel Eleganz, die Säure haben, aber immer eine, Weiche, zugängliche Säure und diese einzigartige Kombination, wie wir auch kulturell an der Sprachgrenze lebend, einfach zwei Komponenten mit reinbekommen. Habt ihr eigentlich heute einen Südtirol-Abend heute? Ja. Habt ihr denn auch Hamburgs berühmtesten Südtiroler da? Das ist Herr Lanz. Ja, kommt der? Nee, der ist nicht da. Habt ihr die nicht eingeladen? Der muss aufzeichnen. Da muss ich nochmal nachhaken. Der muss aufzeichnen. Stimmt, das ist heute doof, schlecht gelegen. Nee, aber hat der immer nur um 17 Uhr aufzeichnet. Aber weißt du, was so ein Problem bei Markus Lanz ist?
Trinkt keinen Wein. Und wenn er Wein trinkt, ein halbes Glas, hat er mal erzählt, dann läuft er am nächsten Tag noch eine Runde um die Alster, weil er so ein schlechtes Gewissen hat. Sagt er, der ein Buch über ihn geschrieben hat. Nein, aber das ist irgendwie irre, finde ich, weil das ja wahrscheinlich auch einer der bekanntesten Südtiroler im deutschsprachigen Raum ist, oder? Sicherlich, ja. Aber er ist auch nicht Kunde wahrscheinlich, weil er keinen Wein trinkt. Oder doch? Oh, guck mal. Privacy, Privacy. Ein Demen, die sieht anders aus. Markus Landstein, die Österreicher, die nicht so zugeknöpft ist. Die sind sehr verschwiegen. Aber eingeschränkt habe ich jetzt, lieber Willi, den Moritz Pino Bianco. Was ist Moritz? Also mit Z geschrieben, ohne TZ. 2023 jetzt von euch. Ja, der Moritz ist ein reiner Weißbergunder, wächst in den höheren Lagen oberhalb von Tramin. Also das sind so Höhenlagen zwischen 400 und fast 600 Metern Meereshöhe und ist ein Weißbergunder Stil, der für uns eigentlich das ausmacht, was Südtirol und Weißbergunder verbindet. Ist ja nicht eine aromatische Rebsorte, sondern ein sehr feines, etwas zurückhaltendes Aroma. Hat sehr viel Finesse sehr viel Eleganz und.
Gilt muss man sagen oder Herr Wolf kann man ruhig sagen unter den Südtirolern so als der Wein, den man jeden Tag gut genießen kann passt auch zu sehr vielen Speisen und die Namensgebung Moritz hängt mit dem Schutzpatron der Kirche in Söll also das ist eine Lage oberhalb von Tramin, wo der Wein wächst Der Schutzpatron der Kirche dort ist der heilige Mauritius und deshalb die Namensgebung ihm zum Moritz. Was ist dieses Nussige? Was ist das? Also es ist was Mandelartiger, aber ich habe so einen total, also ganz am Anfang noch stärker als bisher, so einen total nussigen Geschmack. Also jetzt Weinausbaumäßig spielt ein bisschen das Holzfass mit. Zwar nicht im großen Ausmaß, um die 20-25 Prozent, je nach Jahrgang. Und das bringt schon so ein bisschen eine etwas leicht würzige Komponente mit. Also würdest du sagen, eine Fruchtspeche auf Anhieb jetzt, also nichts steht auf jeden Fall nicht im Vordergrund, die Frucht, oder? Ja, stimmt. Also weniger Frucht, aber ich finde, er hat auch so eine leichte Cremigkeit. Ja. Ich musste am Anfang das gar nicht sagen. Am Anfang musste ich, obwohl, so stelle ich mir Nutella vor. Entschuldigung. Du auch? Nee, nee, nee. Aber ich mache das Fassen hier nochmal auf, was Cremigkeit nochmal war.
Hast du, dass es quasi im mittleren Gaumen ein bisschen breiter wird? Aber es ist doch schon cremig. Es ist so ein bisschen wie, wie heißt diese, wie heißt denn dieses Baileys? Das ist cremig. Und so einen leichten, cremigen Touch hat es. Dadurch ist es, glaube ich, auch etwas, schon für Leute, die sagen, ich tue mir ein bisschen schwerer mit der Säure. Weil der hat zwar die frische, die pH-Werte nicht, aber das wirkt so, als ob das sehr bekömmlich ist. In der ganzen Balance. Ich finde, das Problem ist sozusagen, das ist so ein Ding, du hörst nicht auf zu trinken. Das ist so ein Ding, wo du sagst, Wo ist das Problem, Frauen, die zwei Jungs? Wo ist das Problem? Während ihr redet, habe ich schon mein erstes Klasse und wollte eigentlich gar nicht. Und das ist, weil er hatte viel Alkohol? Hoffentlich nicht. Nein, hat er nicht. Ich würde sagen, hat weh. Also erstmal, jetzt würde ich sagen, so wie er schmeckt, würde ich sagen, der hat quasi keinen Alkohol. Aber so 12 Prozent oder so? Also schon höher.
Spürt man aber nicht. Nee, man spürt es nicht, oder? Nee, genau. Noch eine Runde und sie heißt. Das ist aber krass, weil es natürlich auch gefährlich ist. Also das ist, man spürt es wirklich nicht, ne? Nein, würde ich jetzt auch sagen, weil so eine mineralische Komponente auch mitspielt, die den Wein einfach sehr gut, wir sagen oft, laufen lässt, ohne dass man sich davon verabschiedet, sondern ganz im Gegenteil, eigentlich wieder Lust bekommt, ein Glas nachzudrinken. Du hast dieses Gefühl weiter im Mund und sagst, nochmal und nochmal und nochmal und das ist irgendwie schon, kostet was? Genau, was kostet er? 15,90 Euro. Trinkt denn der Südtiroler auch Wein ohne Essen? Oder ist das immer quasi eins? Und was isst man dazu? Also der Südtiroler traditionell trinkt fast, also ganz wirklich traditionell und gerade in der Weinbaugegend, also weniger vielleicht in der Ecke von Markus, Herrn Lanz. Aber in der Weinbaugegend ist es also so später am Vormittag ein Glas Weißwein, das kommt dann pur Natur, also ohne gar nichts. Und wird auch... Also vorweg.
Vorweg. Wenn man das jetzt aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit sieht, wo der Tag schon eher früh beginnt und dann so gegen halb zwölf, war traditionell ein Glas Weißwein, bevor es dann zu Mittagessen ging. Hat den Namen dieser, ist es so ein Aparo-Wein oder gibt es den Namen? Citeola...
Kübeli? Nein, eigentlich nicht. Wie viel habt ihr denn heute schon getrunken? Ich weiß nicht, wir haben es halb fünf. Wenn du ganz früh anfängst, ist ja zwölf praktisch Abend. Ja, genau. Gehst du auch um vier ins Bett vielleicht oder um sechs. Ich wundere mich, dass ich noch stehen kann. Es ist natürlich schon weniger geworden durch die Umstellung und die Arbeitsweise und so weiter oder halt die Arbeitsplätze. Aber wenn man zum Beispiel in die Kaloraitramien kommt, dann kann man das auch noch miterleben. Wir haben glücklicherweise den Weinverkauf dort und Verkostungsraum, der aber auch von unseren Winzern und Niedgliedern genutzt wird und sich dort immer wieder gerne treffen und austauschen. Ohne Voranmeldung habe ich gelesen, kann man zu euch kommen? Ich war da, es war keine Voranmeldung, es ist wirklich sehr schön. Es ist ein traumhaftes Gebäude. Insgesamt ist Südtirol, das wird einem nicht bewusst, du hast es so im Nebensatz gesagt, 300 Tage Sonnentage ist halt was und man muss, das habe ich auch nicht so gewusst, wie gut das Essen in Südtirol ist. Also es ist wirklich, egal wo du hingest, selbst wenn du in so ein einfaches Restaurant gehst, ist das Essen deutlich besser als zum Beispiel in Österreich. Nein, also Schleswig-Holstein.
Und dann diese Kombination, gutes Essen, gute Weine, unglaublich gutes Wetter, nette Leute. Gute Luft. Aber kein mehr. Das ist halt echt schade. Das ist aber kein mehr. Wir haben den Calterosé direkt. Da geht es wieder. Axel ist Kaita. Sehr fach. Ja, und jetzt habe ich also jetzt den nächsten Wein. Und das ist, unsere Hörer wissen das, da muss schon was kommen, wenn ich quasi freiwillig einen Pinot Grigio einschenke. Der heißt Unterebner, kommt aus dem Jahrgang 2023, hat auch gleich eine andere Flasche. Das ist wahrscheinlich quasi eine schwarze Banderole und auch das Etikett ist ein bisschen schwarz. Das zeigt schon so die Top-Ausstattung der jeweiligen Rebsorte dann auch an. Das ist richtig. Willi Unterebner? Ja, Pinot Grigio würde ich sagen der besonderen Art. Pinot Grigio stammt, eigentlich ist es dieselbe Lage, wie wir vorhin bei Moritz hatten. sind unsere weltesten Anlagen an Pinot Grigio.
Sehr reife Trauben, wobei ich nicht von einer Überreife spreche, sondern wirklich einfach reife Trauben. Und dann in der Verarbeitung etwas spezieller. Da verarbeiten wir wie Champagnergrundweine, also Ganztraubenpressungen, sehr, sehr vorsichtiges Auspressen, damit wir diese Frische von den höheren Lagen wiederum eben 500, 600 Meter Meereshöhe bestens in den Wein rüberbringen, Wird vollständig im Holzfass ausgebaut, Großteil im großen Holzfass, das heißt 3.000, 4.000 Liter Fässer und ein kleinerer Anteil, circa ein Viertel, geht ins 500 und 350 Liter Eichenfass. Kann man das denn rausschmecken, weil das so wenig Kontakt mit dem Holz hat? Ja, doch. Kontakt ist schon über eine lange Zeit, also insgesamt ein Jahr auf der feinen Hefe in diesen Holzfässern drinnen. Und wird dann nachher auf die Flasche gefüllt. Aber sehr wichtig, glaube ich, bei diesem Wein einfach diese Zeit, die er braucht, um diese Komplexität mit dieser Rebsorte zu entwickeln. Natürlich sehr niedrige Erträge, die hier angestrebt werden. Und es ist die Auswahl unserer absolut besten Parzellen in dieser Lage, wo sich der Unterebner Hof befindet.
Und der Unterredner Hof ist geprägt, muss man sagen, von unserer typischen Bodenbeschaffenheit. Sehr viel Kalkboden, also Dolomitkalk, der hier die Hauptrolle spielt und wie bei vielen Burgunder Rebsorten einfach der Kalk einen wesentlichen Anteil auch mitliefert, der eine bestimmte Salzigkeit dann auch im Mund auslöst. Michael, was hat dieser Grauburgunder jetzt, was andere Grauburgunder, die du ja uns abtrainiert hast, abgewöhnt hast, nicht hat? Also erstmal glaube ich, dass Axel ihn auch mag, weil ich finde, er ist so richtig vollmundig. Also ich probiere mal, ja.
Und ich mag es, weil es quasi eigentlich gar nicht über die Frucht kommt. Also dieses sonst eher so Rotbeerige, das der Grauburgunder gerne hat, das hat der Wein dann gar nicht, sondern er hat, ich mag diese Energie, die quasi... Du hast das Holz, du hast die Frucht, die ist aber eher dezent und dann hast du so einen energetischen Strahl, der ziemlich geradlinig ist. Er wirkt nicht verschnörkelt, es wirkt auch nicht vom Holz her zu. Es hat überhaupt keine süße, röstige Aroma. Du hast was Kräutriges schon. Ist es etwas Minzartiges? Woher kommt diese Frische her? Für mich eine beachtliche Komplexität für diese Rebsorte, die es sonst eigentlich nicht gibt. Das finde ich eigentlich das Bemerkenswerteste daran. Ich finde, ich meine, du hast gerade gesagt, so eine schwierige Rebsorte, ich finde halt in Deutschland, und das ist auch der Grund.
Die Leute trinken eigentlich fast nur noch Grauburgunder, weil es halt nicht nach so besonders viel schmeckt, weil es nicht wehtut, nicht so viel Säure, aber halt das ist eine Kompromisslösung. Man weiß, ich stelle es auf den Tisch und alle sind happy, aber das ist jetzt ja schon ein Maulvollwein. Das hat ja mit einem einfachen Wein ja wirklich nichts mehr zu tun.
Magst du ihn, Axel? Ja, nee, nein. Er süß ist er nicht, das kann man auch sagen. Nö, aber er hat schon so ein bisschen karamellig, finde ich schon, merke ich fast, oder? Ist das Quatsch? Er hat auf jeden Fall, glaube ich, einen cremigen Abgang. Hängt auch damit zusammen, dass wir hier das Hefelager voll ausnützen. In den meisten Fällen sogar bleibt die Gärungshäfe Gärungshefe direkt am Fassboden liegen, also ähnlich wie man das auch bei Chardonnay zum Beispiel praktiziert, das ist aber auch diese Cremigkeit, die mit durch den Hefekontakt verstärkt wird. Und die Frage ist, wenn jetzt jemand, der Grauburgunder trinkt, so der typische deutsche Grauburgunder-Trinker, glaube ich, der wäre wahrscheinlich, sagen wir, hä?
Es schmeckt ja gar nicht wie Grauburgunder. Es schmeckt einfach nicht so wie Grauburgunder, oder? Er hat natürlich mehr Alkohol als das, was man in der Regel damit verbindet. Du merkst auch diese Wärme in den Wein, finde ich, merkst du das. Keine Überreife, aber eine Reifetraube, was du eben sagst. Und ich finde, durch den Holzeinsatz hat es einfach auch eine durchaus internationale Stilistik. Also das geht für mich schon Burgunderrebsorte eher in diese burgundische Richtung, als in das, was man sonst so eben kennt. Also was heißt das? Es heißt dieses salzige, es heißt dieses, ich finde es wirkt fast eher karg. Also das heißt nicht diese aufgeladene Frucht, sondern eher dieses schlichte und versuchende. Hast du überhaupt irgendeine Frucht? Nein, aber das was du sagst, dieses Kräuterige habe ich eher, aber diese Komplexität gibt vielleicht, aber eher so ein bisschen eher Zitrus vielleicht. Oder es hat schon auch so eine Frische hinten raus, die es nicht schwer macht, obwohl es mit dem Alkohol ist. Wobei wir jetzt bei jedem Mal über Alkohol reden, was mich eigentlich nervt. Aber eigentlich ist es kein Thema, weil er trotzdem so eine Frische behält. Aber das ist jetzt keiner, wo ich jetzt immer dranbleiben würde. Das ist schon, da würde ich jetzt ein Glas trinken und dann ist es was Besonderes, und würde ich mich morgen wahrscheinlich noch erinnern, aber ich würde jetzt, glaube ich, zwei, drei Gläser wie bei dem ersten, den du so wegsüffelst, dafür ist es auch nicht gemacht wahrscheinlich. Dafür ist es auch zu teuer, oder? Das ist ja quasi doppelt.
Das ist knapp unter 30. Und das wird ja wahrscheinlich auch wieder kein deutscher zahlen. Wenn du im Deutschen sagst, du zahlst ja 30. Das gibt es natürlich schon.
Die kosten auch schon noch mehr oder auch die guten Sachen von Heger und von Keller, die kosten auch noch mehr, aber Grauburina ist schon primär behaftet mit Basis und einfach und unkondensiert. und das ist nicht. Wie wird denn so ein Wein reif? Also ihr steht ja auch quasi für das, dass man eure Weine auch wirklich gereift auch gut trinken kann, aber wie schmeckt denn ein zehn Jahre alter Unterebner?
Nachdem es ja, kann man sagen, nach unserem Gewürzverminer Nussbaumer im Jahr 1991 dann der erste Weißwein war, den wir in unsere Selektion aufgenommen haben, haben wir doch über die Jahre beobachten können, dass diese Rebsorte wahnsinnig gute Reife, Also in diesem Fall positiv gesehen, dass er sehr langsam reift und sehr viel an Komplexität mit der Zeit zulegt und deshalb gerade in meinen Augen als Essensbegleiter hochinteressant wird. Und wie lange kannst du den dann lagen? Also beim Unterebner, um einfach einige Zahlen hinzuschmeißen, also haben wir sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht, 10, 15 Jahre, wo es, würde ich sagen, richtig interessant wird. Gibt es den 91er noch? Vom 91er nicht. Ich muss auch sagen, damals haben wir in den ersten Jahren, glaube ich, waren es 30 Flaschen, die wir auf die Seite gelegt hatten und die sind natürlich im Laufe der Jahrzehnte jetzt alle.
Verdampft ins Nichts aufgegangen aber so mit den, 2000er Jahrgängen, 2004 2005 haben wir dann angefangen nachdem wir bemerkt hatten, dass sich da was tut in Richtung gutes Reifeverhalten, haben wir dann mehr auf die Seite gelegt und verwenden die Flaschen gerade für interne Verkostungen oder die eine und die andere Masterclass Verkostung wo wir dann gereifte Jahrgänge auch mit aufnehmen stark. Wie ist es denn jetzt bei euch, also wie wichtig ist denn der italienische Markt, wie wichtig sind denn vielleicht diese ganzen Familien, die auch quasi sagen, das sind auch meine Trauben, die da drin sind, also wo verkauft ihr eure Weine hin? Wolfgang, für dich vielleicht. Ja, einmal stark, sicher regional, also in Südtirol ist sicher ein wichtiger Markt.
Ist auch touristisch geprägt und von daher für uns interessant, einmal als Markt vor Ort, aber auch für die Leute, um das Produkt kennenzulernen und vielleicht zu Hause sich daran gut zu erinnern. Italien war, wenn wir jetzt zurückkommen auf diese Entwicklung als Genossenschaftsbetrieb, essentiell und wichtig, wo Südtirol wirklich zu einem der wichtigen und großen Weißweinlieferanten, wenn man es so sagen darf, für Italien geworden ist. Also diese fruchtige, knackige Art der Weißweine hat den Italienern von Beginn an überzeugt. Für Südtirol gab es den italienischen Markt noch nicht und wo dieser Wechsel Richtung Qualität kam und Richtung Weißwein, Rückbesinnung Richtung Weißwein, weil man im Mittelalter schon vor allem Weißwein hatte, hat der italienische Markt diese Qualitäten mit offenen Armen, kann man so sagen, aufgenommen. Und die direkte ökonomische Antwort zu den Minzern, er macht das richtiger. Das heißt, der Betrieb konnte das dann auch den einzelnen Familien ökonomisch ausgleichen oder bekräftigen, diesen Weg zu gehen, weil auch sofort was zurückkam. Und deshalb Italien nach wie vor eigentlich der wichtigste Markt. Also wenn ich jetzt Italien von Südtirol abkapseln darf, weil es schon unterschiedliche Märkte sind. Einmal ist es einfach der Lokale und der Rest Italien. Und dann von den Exportmärkten ist Deutschland der wichtigste Markt.
Wobei wir schon auch touristisch bezogen mehr Süddeutschland, weil die einfach Südtirol mehr bereisen aufgrund der Nähe, ist halt für ein Wochenendtrieb Südtirol immer eine gute Wahl und von daher ist es historisch. Zahlst du schon mal YouTube, Axel? Nein, zahlen die Italien eigentlich mehr als die Deutschen jetzt für Wein? Also sind die da, also die Deutschen zahlen, was weiß ich, 3 Euro pro Flasche? 3,19 Euro. Ist das irgendwie in Italien zu bemerken, dass die sozusagen den Wein mehr würdigen und auch mehr bereit sind, den Preis zu zahlen? Ich glaube, man muss jeder seinen Markt finden, natürlich, wenn wir jetzt rein von der Statistik uns umschauen würden, dann müsste man sagen, ist unser Modell eigentlich nicht erfolgsversprechend. Gut, das wäre so, wenn es Forscher gucken würde, wie viele Leute kaufen eigentlich einen Porsche und dann feststellen, es sind vielleicht nur 0,5 Prozent, aber reicht halt. Ja, so ungefähr. Und Italien hat schon wahrscheinlich eine andere.
Lebensmittelessenskultur. Es ist einfach verankert, nicht so polarisierend, was aber leider auch immer mehr werden die trattoria wurde sehr und die nonne die totellini so nach feierabend gemacht hat und die dann für 47 euro super fleischsuppe brader serviert wurden sind auch vorbei und dann wird es halt auch nicht mehr so selbstverständlich dass man einfach in die.
Ins Gasthaus gehen kann. Wo früher noch die LKW-Fahrer, also es hat ja so geheißen, wo viele LKWs stehen, isst man gut. Hat es in Italien auch leider verändert. Wobei ich finde, wenn du dann über den Brenner fährst und dann zur ersten Autobahn-Raststätte und dann einen Espresso trinkst für 1,20 oder 1,50 und der schmeckt so viel besser als alles andere, dann ist... Warum ist das eigentlich so?
Ich war ja eine Woche in Rom und ich habe den besten Espresso in Rom. Da standen wir, haben auf die Straßenbahn gewartet und da war so ein ganz kleiner Laden und ich hatte so das instinktive Gefühl, das ist gut da drin, weil da ging es auch richtig her und dann bin ich schnell in Dresden und habe schnell noch, ich hatte drei Minuten und habe schnell noch so einen Stil und der war so gut, dieser Espresso. Der hatte nicht so viel Säure, der hat seine Cremigkeit gehabt und so weiter und ich habe mich so gefreut für eins, keine Ahnung, ich habe natürlich großartig zwei Euro, gab es auch ein Glas Wasser dazu und noch irgendein Cantuccino oder so. Und das kriegst du hier einfach nicht. Aber es müsste auch möglich sein. Man kann auch diese Bohnen nehmen und dann hierher bringen. Ja, das Wasser hat viel damit zu tun, auch wirklich das Wasser zu bearbeiten. Es gibt, Duske in Hamburg macht zum Beispiel einen sehr guten Espresso hier in der Innenstadt und da ist auch bekannt dafür, weil das Wasser auch so einstellt und so. Also es ist nicht so einfach. Und man braucht eine gewisse Leidenschaft auch und einen leichten Splin auch, sich so damit zu beschäftigen, wirklich einen guten Kaffee zu machen. Und das Problem ist, dass der Deutsche eher ein fitter Kaffeemensch ist und leider auch oft mit sehr wenig Qualität auch zufrieden ist, was den Kaffee betrifft. Schade.
Michael, lass uns zum Roten. Wir haben jetzt zwei Rote. Nur noch einmal kurz die Frage, weil im Würztraminer magst du das nicht? Nee, wir machen keinen Bogen drum. Wir hatten auch schon, ja genau. Also ich habe mir das eigentlich quasi vorgenommen, aber man muss eben auch sagen, jetzt für unsere Hörer, was ist der super Premium-Bereich und ich war ja dabei, als ich am Weingut das erste Mal dieser 29er dann geborgen wurde, der wird in einem Bergwerkstollen auf 2000 Meter Höhe, liegt da Jahre dann drin dort oben und lagert, also reift vor sich hin. Es war ein irrsinniges Erlebnis und dann haben wir in seinem Restaurant gegessen, wo es keinen Strom gibt, alles am offenen Feuer gekocht von so einer Sterneköche. Es war irre gut. Ich kann mich so gut an den Abend erinnern, weil wir da gehackt wurden in der Hanse-Lounge und wirklich ein Totalausfall des Systems wurde und wir also quasi.
Funke Mediengruppe auch, was das so ist, das ist nicht so schön. Und da war ich eben vor der Tür lang und telefoniert und das war so besonders nur dieser Epokale, so heißt dieser Gewürztraminer, von dem ich auch quasi manchmal nachts träume. Du träumst von einem Gebürztramin? Ja, das ist so krass. Weil der liegt aber mittlerweile im Verkaufsbereich, Wolfgang, ich gehe mich, unter 400 Euro gibt es den eigentlich gar nicht mehr.
Ja, es ist so eine eigene Dynamik. Es sind leider wenig Flaschen, die wir hier produzieren können. Und dann entwickelt sich hier am Zweitmarkt sehr schnell ein sehr hoher Preis, leider. Genau. Und das Problem ist jetzt, wenn wir den trinken, nämlich Axel, und wir liegen uns hier in den Armen und haben Tränen und unsere Hörer sagen, toll, aber gibt es den gar nicht zu kaufen? Oder es kostet so viel, Ich kann es nur jedem raten, wenn ihr mal einen guten Tag hattet oder ein wirtschaftlich gutes Jahr oder mit dem Urlaubsgeld nicht wusste, was zu tun ist, dann brennt euch so eine Flasche Epokale. Ihr werdet an uns denken. Und deswegen habe ich dann gedacht, weil das viele auch gar nicht auf dem Zettel haben, dass wir zwei kühle Rotweine machen aus der Region. Eben diesen Vernatsch, der ja sehr typisch ist auch für Südtirol. Würden wir mit dem starten oder erst mit dem Pinot? Wir schon erst den Vernatsch. Den Vernatsch, genau. Weil man das einfach gar nicht so kennt und ich glaube, also auch unsere Verantwortung, das ist Gebüttzerminat hatten wir schon, ich glaube wir hatten noch nie einen.
Trollinger Doch, hatten wir auch schon Ja, nach wie vielen Jahren, vier Jahre fünf Jahre, da ist auch mal ein Trollinger dabei Was macht den? Ich weiß nicht, ich glaube auch nicht Und der heißt Hexenbichler, Fernatsch aus 2024 Das ist der jüngste Wein, also der ist jünger noch als die Weißen Welchen Stellenwert hat der Fernatsch in Südtirol? Welchen hat der für euch?
Also insgesamt ist die Rebsorte oder wird die Rebsorte ja als einheimische, autochtone Rebsorte gesehen und bis vor 30 Jahren war es mit Abstand die wichtigste Rebsorte. Und wenn ich wahrscheinlich noch 10 Jahre dazu nehme, dann war der Anteil um die 70 Prozent schätze ich jetzt mal so ganz schnell. In Südtirol oder.
Von daher hat die Rebsorte einen sehr hohen Stellenwert, hat sich dann auf den Märkten allerdings nicht überall durchgesetzt, bis in die heutige Zeit, damals sehr wohl. Deshalb hat es auch diese großen Anteile gegeben. Ist aber ein Rotwein, der sehr speziell einfach ist und man glaube ich spürt das auch schnell. Also hat irgendwie mit Rotwein, ja, zu tun. Klar ist es Rotwein, aber trotzdem etwas anderes. Es ist sehr, würde ich jetzt sagen, leichtfüßig, sehr alltagstauglich. Springt dann gleich an aus dem Glas aus. Wenn du reinriechst, denkst du, hast du sofort Kirsche zum Beispiel, oder? Ja. Er riecht schon fast leicht, wenn man das sagen kann. Er sieht doch leicht aus. Er sieht doch leicht aus. Genau. Wahrscheinlich wieder 15 Prozent Alkohol oder so. Nein, nein. Vielen Dank. Aber auch so einer, so ein, wie sagst du mal, Crowdpleaser. Also ich glaube einer... Ja, und ehrlicherweise, der Wein kostet 11,90. Ich probiere auch viel, was jetzt nicht irgendeine eingekochte Massenflöre ist. Gibt wenig, finde ich, was so viel bringt für das Geld. Ja, das ist ja... Ist halt unvorstellbar leicht, finde ich.
Oder du denkst irgendwie, wie Rotwein, Quatsch, irgendwie ist kein Rotwein. Wenn du die Augen zumachst, könntest du auch an Rosé denken. aber toll. Ist ja auch leicht gekühlt, jetzt für den Sommer, wunderbar. Musst du aber auch kühlen, oder? Ja, würde ich schon empfehlen. Also ich würde sagen, knapp Weißweintemperatur ist eigentlich im Sommer ideal, weil natürlich erwärmt sich der Wein auch schnell im Glas. Und ich glaube, seine richtige Eigenart zeigt er dann, wenn er kühl getrunken wird. Einfach leicht physisch und angenehm. Er hat einen Wie viel Alkohol man hat? 12,5. Oh, gut.
Findest du viel? So wenig meinst du? Nee, also ich hätte gedacht, der hätte weniger. Also der kommt wie so ein, ich meine jetzt, Aperol Spritz ist ja ein blöder Vergleich sozusagen, aber so die Trinksituation, in der ich einen Aperol Spritz trinken könnte, könnte ich auch so etwas trinken. Aber das Ding jetzt, also Sommertag auf der Terrasse zur Begrüßung, Aperitif oder auch sonst wie, idealerweise. Und ich meine, ehrlich gesagt, sieht auch toll aus. Ja. Trinkt man in Südtirol eigentlich auch gespritzten Roten? Trinkt man das auch mit Soda? Oder eher nicht so? War große Tradition und war klassisches Getränk auch für die Landwirtschaft und so. Mittlerweile sieht man es kaum. Man sieht hin und wieder mal gerade die ältere Generation oft, die das trotzdem so nützt. Bei meinen Eltern im Restaurant war das noch gang und gäbe. Aber wenn man hier jetzt so... Eine Orangenscheibe. Achso. So ein Sangria quasi. Ja, so Sommer... Ja, klar, natürlich. Aber wenn man so einen Sommerdrink draus machen würde, das wäre man dann nicht so gern gesehen. Bei euch wahrscheinlich.
Wird es dann einfach ganz normal mit Mineralwasser. Und wie viel Anteil ist Rotwein bei euch, also jetzt von eurer Gesamtproduktion? Betrieb um die 30 Prozent Rotwein. Und Vernatsch davon? Vernatsch mittlerweile, also wenn es jetzt um die Fläche geht, liegen wir unter 10 Prozent, glaube ich aktuell um die 8 Prozent. Also hat sich gewaltig reduziert zugunsten anderer Rotwein-Ribs, insgesamt muss ich sagen zugunsten Weißwein, aber innerhalb der Rotweingruppe auch zugunsten der zweiten einheimischen Ribsorte, zugunsten des Lagerweins, der allerdings bestimmte Lagen braucht auch, um entsprechende Qualitäten zu bieten. Ist eine Rebsorte, die sehr viel Wärme braucht.
Beim Vernatsch ist es von der Seite her schon etwas komplizierter. Vernatsch braucht zwar Wärme, aber ähnlich wie Gewürztaminer braucht er auch eine bestimmte Abkühlung, weil sonst tendiert es einfach etwas zu breit, zu verkocht zu werden. Deshalb muss man dort ein bisschen die Lagen kennen auch und die Besonnung, Abkühlung doch mit ins Kalkül ziehen. Aber stark. Wirklich, also wie gesagt, das ist ein Rotwein, der kein Rotwein ist. Das ist ein sehr geringer Trinkwiderstand auf jeden Fall. Dann kann man sich aber auch fragen, warum findet man das gut? Das ist ja eine Frage des Geschmacks. Es passt in die Situation jetzt. Wenn jetzt hier Dezember wäre, weiß ich nicht, würde mir wahrscheinlich auch schmecken, aber die Vorstellung jetzt bei diesem wunderbaren Wetter da draußen, sowas zu trinken, was ja auch nur zwölfeinhalb Alkohol hat.
Also er hat ja weniger Alkohol als die beiden Weißen. Das muss man einfach sagen. Also verhältnismäßig ist es dann schon weniger. Und dann für 11 Euro? Ja, also auf jeden Fall eine Entdeckung, weil es total besonders ist. Aber Hexenbichler, ist das auch ein Hof? In dem Fall ist es eine Lage, obwohl es nicht als Lage deklariert wird, aber es ist ein Teil innerhalb der Repp-Landschaft in Tramin. Es gibt dort den Hexenbichl und der Name rührt von diesem Umstand her. Also das ist ein Hügel, wo dann auch unten, also auf der untere Seite Weinbau existiert und der obere Teil geht dann langsam in den Wald über. Wir haben ja dann eine besondere Situation in Tramin, dass oberhalb dieser höchsten Weinberge, die dann auf 750, knapp 800 draufgehen, der Berg dann direkt ansteigt auf über 2000 Meter Höhe, also eine direkte Verbindung zu den höheren Gipfeln hat. Und das löst uns auch diesen vorhin angesprochenen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht aus, Zumindest gibt es eine Verstärkung dorthin, weil einfach die kühle Bergluft dann abt über die Hänge runter.
Großartig. Großartig, oder? Und dann steht noch Vernac Schiava, das ist das italienische Wort für? Ja, Vernac. Vernac ist auch ein toller Name, finde ich. Also Vernac, im Gegensatz zu Trollinger, hol mal einen Vernac. Schenk mal nochmal den Vernac nach. Man kann auch sagen, Trollanger.
Machen das einige? Hast du einen Vernatsch bei dir auf der Karte? Nein, auch keine Trolliger. Aber den musst du auf die Karte nehmen, oder? Ich finde den Wein wirklich gut. Oder ist er dir zu günstig? Du sagst, Misty, kann ich nur für 30 Euro verkaufen? Nein, kann ich trotzdem mehr nehmen als 30.
Aber ist es so? Du hast einen Wein, der 11 Euro kostet. Die Rechnung ist immer so zweieinhalb bis dreimal. Nee, kann man so nicht. Kann man sagen? Das geht gar nicht mehr. Also man kann eine Deckungsbeitragsrechnung aufsetzen. Am Ende ist es eine Mischung. Aber wenn der Wein jetzt, also unter 35 gibt es ja eigentlich bei uns nichts.
Aber dann lohnt sich das ja, du hast über dem Wein einen größeren Deckungsbeitrag als bei einem Wein, der vielleicht 20 kostet, den du vielleicht aber auch nur für 40 verkaufen kannst. Ja, aber wenn ich einen Wein für 300 einkaufe und ihn für 400 verkaufe, verdiene ich 100 Euro an der Flasche. Das stimmt. Wenn ich einen für 11 oder ich kaufe, vielleicht für 8, einen für 35 verkaufe, brauche ich trotzdem einen Gläser und einen Kühler und keine Ahnung was und verdiene also nur 25 Euro oder 27 Euro. Aber was ich mag, ist, dass die Leute sowas nicht auf dem Zettel haben. Aber es gibt die Nachfrage nach einfach einem leichten Rotwein, der unkompliziert ist und eben nicht so viel Alkohol hat und trotzdem aber noch Geschmack. Weil der schmeckt ja nach was. Lars hat Kirsche gesagt. Erdbeeren oder sowas. Ja, so ne. Alles dabei, also ist schon, aber eben auch nicht kitschig dabei, sondern irgendwie, das ist ja schon, wenn du sagst, du hast einen Rotwein für knapp 11 Euro oder 12 Euro, dann, Ja, und jetzt haben wir da noch, damit wir den Reigen voll machen, einen Spätburgunder. Tatsächlich schreiben uns schon auch viele Hörer, dass wir sehr wenig Spätburgunder bei uns ausschenken. Das liegt daran, dass ich finde, gute Spätburgunder leider schon immer sehr viel Geld kosten.
Und das heißt, der Kassel-Klepp-Wend jetzt? Nein, verhältnismäßig nicht, deswegen habe ich mir auch den von dem Weingut ausgesucht, aber es ist einfach so, dass du meistens in deiner Trinker-Karriere, in deiner Trinker-Laufbahn Können wir nicht sagen, in der Genießer-Laufbahn? Ja, kann man natürlich sagen. Vielleicht schöner. Dass du irgendwo beim Rotwein, auch beim Pinot Noir aufhörst, weil er der komplexeste, der vielschichtigste und auch der Wein ist, der dich am meisten fordert in der ganzen Organoleptik und deswegen ist das für viele schon etwas quasi was überfordert wenn man erst am Anfang ist, sich mit Wein zu beschäftigen und das ist ein bisschen das Problem und du kannst im Grunde auch locker 100 Euro zahlen für einen Wein am Ende, der einfach gar nicht schmeckt.
Das ist dann gar nicht so witzig und auch da muss ich wirklich immer alles probieren, also ich verlasse mich nie, da die Jahrgänge sind so verschieden, was mich eigentlich auch zu einer Frage führt, wie unterschiedlich sind denn bei euch, also wie wichtig ist denn jetzt die Natur der Jahrgang oder sagt man, wir sind so eingekesselt, wir haben diesen hohen Gipfel, also bei uns ist eigentlich, Ziemlich stabil, die Jahre sind gar nicht so... Nein, es gibt schon beträchtliche Unterschiede, vor allem im Rotweinbereich und vor allem bei den spätreifenden Rotweinsorten. Weil dort wir natürlich auch an die Grenzen stoßen, wenn es um Ausreifung geht. Wenn es beispielsweise mehr Regen gibt im Oktober, als uns lieb ist, dann kann es mit der Reife schon knapp werden, denkend an einen Cabernet Sowingen zum Beispiel oder an Merlot etwas weniger, der reift dann trotzdem relativ gut aus. Bei den Weißwein-Rebsorten würde ich jetzt sagen, kennt man die Unterschiede, ob wir etwas kühleren Jahrgang haben oder wärmeren Jahrgang haben. Aber trotzdem würde ich jetzt sagen, für den Konsumenten ist dieser Unterschied im Normalfall, also wenn man mal ein Glas Weißbrunner vom 22er bekommt, das ein sehr warmes Jahr war, oder vom 23er, ist der Unterschied also nicht auf Anhieb, wo man sagt, ach schnell, das war ein warmes Jahr.
Entsprechend sind die Jahrgangsunterschiede etwas feiner aufgestellt. Ähnlich sieht es beim Blauporgon aus, dort ist es eigentlich ähnlich wie beim Weißborgon, oder insgesamt bei den Weißwein-Reedsorten, zählen wir ja fast immer eigentlich schon als Weißwein, Weißwein, als der Rotwein, der zu den Weißweinen gehört.
Insgesamt ist es sicher so, dass wir aufgrund auch der früheren Reifezeiten, die sicher heute um 10, 14 Tage früher sind, als es noch in den 80er Jahren war, hat es in bestimmten Lagen auch Vorteile gegeben, dass die Ausreifung entsprechend auch jedes Jahr stattfinden kann. Plus haben wir einen Effekt, dass wir uns aufgrund der Höhenlage doch mit den einzelnen Rebsorten sehr gut abstimmen können. Beispielsweise Blauprobunder. Noch in meiner Anfangszeit, also Anfang der 90er Jahre, hatten wir bis auf 300 oder 250 Meter, Meereshöhe runter Blauprobunder im Anbau stehen und das haben wir dann, ohne auf den Klimawandel zu denken, sukzessive weiter nach oben geschoben. Und heute steht Blauprobunder bis auf 850 Meter Meereshöhe. Und unter, würde ich jetzt mal sagen, so schnell, unter 400 Meter gibt es keinen, Blauprobunder oder Spätbewunder mehr. Interessant ist ja jetzt bei dem im direkten vergleicht, das ist halt, du merkst halt, wie vielschichtiger und komplexer dieser Wein ist im Vergleich zu dem, das soll jetzt kein Vorwurf sein, gegen die anderen, das ist ein gut zu verstehender Wein, der ist irgendwie, der ist auch ein Wein für Kenner, oder? Ja, das habe ich versucht vorher zu formulieren, wenn ich den Wein probiere, weiß ich nicht.
Habe ich die ganze Zeit das Gefühl, ich will das jetzt wieder probieren oder versuche, was schmecke ich jetzt, das ist, es ist einfach mehr los, in der Nase ist mehr los, am Gaumen ist mehr los. Beschreib doch mal, was es dann ist, weil ich finde auch, dass jetzt irgendwie man immer wieder trinken müsste, dass die Leute da zu Hause auch verstehen können, wonach schmeckt der? Also erstmal finde ich, dass es ein sehr frischer Spätburgunder ist. Ich bin überrascht, wie ich ja gerade gesagt habe, dass er ein sehr warmer Jahrgang war, ja auch 22. Und ich finde, das ist euch super gelungen, weil der Wein nichts Scharfes, nichts Üppiges hat. Ich finde, er hat ganz im Gegenteil eher fast sowas.
Kräutrig, so eine grüne Frische auch schon in der Nase. Und am Gaumann ein ganz seitiges Tannin, nie eine Schärfe. Und dann habe ich eben, ja weiß nicht, ein bisschen Wacholder. Also für mich ist es sehr, sehr komplex und auch gar nicht so über die Frucht. Also da finde ich den Vernatsch fruchtiger, da finde ich diese Kirsche dominanter, als das jetzt beim Spätburgunder ist. Aber wieder was Kräuteriges, ich habe aber dann irgendwie an Erbsen gedacht oder so, also was Gemüsiges sogar, und ich weiß, wir trinken das jetzt aus diesem Multifunktionsglas, dass es aus dem Pinotglas noch mehr Feinheit bringen würde jetzt, aber und das muss man sagen, der Wein kostet 20,90 Euro also das ist immer noch für, würde ich sagen, Spätburgunder für mich schon ein Tipp und ich würde es als Benchmark sehen schon, wenn Leute sagen ich stelle dir noch einen besseren Spätburgunder hin für das Geld, das gibt es jetzt nicht ständig würde ich sagen.
Stark. Ich bin gespannt jetzt, ich bin gespannt jetzt, ich bin gespannt jetzt, wir machen ja mal am Ende so eine Schlussrunde, es ist diesmal total schwierig, welcher Wein muss sein, derjenige bei uns heute am besten geschmeckt hat. Ihr dürft nicht sagen, Weine sind wie Kinder, wir mögen alle gern, sondern ihr müsst jetzt in diesem... Wir können ja in diesem Moment und ich finde es unglaublich schwer, es ist auf jeden Fall eine unglaublich schöne Reise gewesen. Michael, Ich ahne, was dein Lieblingswein ist. Ich habe jetzt noch... Entschuldigung, ich habe nicht gesagt, der Wein heißt Marjun. Erzähl mir noch mal kurz, was das ist. Das ist auch ein... Also, das sind drei Anbau... Kleine Zonen, die nebeneinander liegen, auf der gegenüberliegenden Seite von Tramin. Also das sind mehr oder weniger Westlagen, leicht oft nach Süden geneigt. Und ein Teil kommt aus Mazon, aus Glen und aus Pinzon, also nebeneinander liegend. Und oberhalb davon haben wir einen Waldgürtel mit der Namensgebung Marion. Und der beeinflusst eigentlich die darunterliegenden Weinberge. Entsprechend. Mit diesem kleinen Klima.
Okay, Lars hat mir eine Frage gestellt. Bevor ich auf diese Frage antworte, habe ich noch eine andere Frage. Ist denn Südtirol oder ist Tramin, seid ihr denn Profiteure von dem Klimawandel? Ist denn das eine Region, der es gut tut, dass es vielleicht jetzt zwei Grad wärmer ist als vor 15 Jahren?
Das ist nichts Schönes, aber einfach, ich will jetzt ein bisschen... Es gibt immens viele negative Auswirkungen von diesen ganzen extremen Wetterereignissen, im konkreten Fall für den Weinbau auch Hagel, aber Trockenperioden, dann wieder Gewitter, extreme Niederschläge. Also das Summa Summa ist negativ und müssen wir versuchen so gut wie möglich und so schnell wie möglich einzubremsen. Wenn wir jetzt rein auf die Temperatur niederbrechen würden und könnten was aber wie gesagt schon ein falscher Ansatz ist aber, grundsätzlich sind die Weiner wahrscheinlich heute von dem her gelungener als vor 20 Jahren wohl bemerkt, dass nicht alles am gleichen Ort steht, also es ist schon und um Blaupurgunder zuvor ein genanntes Beispiel einmal durch die Temperatur den Anstieg in die Höhe ging, aber auch durch die Anbaumethode. Damals waren auch noch Erträge höher und in kühleren Terroirs mit hohen Erträgen ist die Reife schwierig zu erzielen. Wenn heute die Rechnung mit wenig Ertrag aufgeht, dann kann man dann auch in, Terroirs gehen, die kühler sind, aber dann natürlich trotzdem Reife drauf mit sich bringen und komplexe Weine ins Glas, bekommen, aber noch Frische haben durch die Höhe.
Wie viele von den 170 Familien? Ja, 160. Wie viele machen das hauptberuflich? Also wie viele leben davon? Ein klassischer landwirtschaftlicher Betrieb ist zwischen Weinbau, Obstbau, übrigerweise Weinbau, Die größere Fläche an Obstbau, weil die Talsohle eigentlich größer ist. Und meist am Hof, also am Bauernhof, sehr oft oder meist auch etwas an Zimmervermietung, also touristisch genutzt, mit Frühstück oder so Bad and Breakfast. Oder auf dem Bauernhof und das halt oft auch vorkommt, dass dann zwischen zwei, drei Geschwister oder Brüder oder Verwandtschaft vielleicht eine Familie wirklich das hauptberuflich macht. So wie eben erwähnt, und vielleicht auch, dass das Weingut vom Bruder oder Cousin mitarbeitet und der Cousin dann sehr wohl in der Handarbeit aushilft, so sind, die klassischen, aber schon sehr viele, die das hauptberuflich machen, in dieser Form. Mit den anderen Künften auch noch. Michi, Lieblingswein. Oder willst du als letzter sagen, dran kannst du noch nachdenken. Ich ähm.
Ich sage als zweiter. Wer sagt als Erster? Willi, sagst du als Erster hast du einen Lieblingswagen? Für mich schon, ja. Da bin ich schon unter eben noch. Okay. Wolfgang? Ja, muss ich mich auch anschließen oder wiederholen. Ist auch in seiner Art einzigartig und neben den Erwartungen, über den Erwartungen und von daher auch für uns toll, immer wieder am Tisch zu haben, weil man einfach was hat, was nicht so erwartet. Und wir haben ganz viele Kunden, die den auch als Lieblingswein der Kalerei nennen. Wenn sie die Kalerei besser kennen, sonst kennt man sowas ja nicht. Schätzt man es auch nicht. Rein vom Namen. Für mich ist es der Wein, den man immer trinken kann. Den Südtiroler den ganzen Tag trinken können, den könnte ich auch den ganzen Tag trinken. Also den ersten. Wobei Samus, die große Entdeckung ist für mich der Rotwein. Also der Rotwein, der kein Rotwein ist. Also zapp. Genau. Das wäre auch mein Lieblingswein jetzt tatsächlich, weil es wirklich eine Entdeckung ist. Also der Wein wird irgendwie hängenbleiben. Den will man weiter empfehlen, hast du schon gehört, probier mal und so. Ja, genau, genau, weil es wirklich was Besonderes ist und allein deswegen sollten unsere Hörer dieses Paket kaufen, um das mal zu trinken. Kann man natürlich auch einzig kaufen. Vielleicht ist es kitschig, weil wir das dann abgedeckt haben, aber ich würde da mit dem Pinot Noir gehen.
Ja, weil ich lieb's einfach. Pinot Noir ist für mich, das ist einfach, Ich kann mich mit einer Flasche Pinot Noir unter dem großen Burgunterglas hinsetzen für drei Stunden und wirklich alles um mich vergessen und wirklich... Ja, das ist natürlich das Größte, wo man alles um sich herum vergessen kann. Ja, für mich ja, weil ich auch immer Stress habe und so weiter. Und das ist ein Wein, der mich inspiriert. Und das finde ich schon cool und auf großen Respekt, dass man das hinkriegt, vor allem, wenn man sagt, in einem warmen Jahrgang so einen frischen Spätburgunder oder Blauburgunder, wie ihr sagt, zu machen. Das Paket kostet 74,90.
Und ich habe noch eine Abschlussfrage. Gibt es in Tremi noch außer euch noch irgendwer in der Weinsorgung? Oder ist man automatisch, wenn man im Tramin ist, ist man Teil von der Cantina Tramin oder gibt es auch noch Winzer und akquiriert ihr noch quasi, sucht ihr noch oder wenn jemand sagt, willst du nicht zu uns kommen und wie kann man sich das vorstellen jetzt wirklich in der Praxis, so eine Winzergenossenschaft weil ich finde, man weiß ein Stück weit zu wenig und dann habe ich noch eine Anschlussfrage und dann höre ich auch auf, ich weiß der, der diese Top-Lage hat, quasi, kriegt der mehr auf den Hektar, weil er das einfach diese Top-Lage ist und das Beste drauf wächst und als der, der unten eher Richtung Talsohle, also wie teilt man das auf? Ja, zunächst mal zur letzten Frage. Die Unterschiede sind zum Teil auch sehr, sehr groß. Das war auch von Anfang an unser Ziel, dass wir gerade diesen Unterschied auch messbar machen.
Mit Auszahlungspreisen, um auch alles zu fördern, was gemacht werden muss, um höchste Qualität anzustreben. Gibt es eine Transparenz da? Also wissen das die Leute, ah, wenn du die Lage hast, das kriege ich gar nicht von meinem Concerning. Ja, absolut. Und das geht, also wir wählen in diesem Fall Parzellen aus, wo wir sagen, okay, hier wissen wir.
Lage gut, der Rehberg bringt es mit und auch der Winzer ist top und dann wird ein eigener Vertrag mit diesen Rehbergen abgeschlossen. Und das ist schon wichtig und würde insgesamt sagen, also das ist die Voraussetzung oder war auch die Voraussetzung in den 90er Jahren, dass man diese Unterschiede einführt, wo man wirklich den belohnt, der gutes Traubenmaterial bringen kann. Die Genossenschaft, darf die eigentlich Gewinne erwirtschaften oder ist das eigentlich nicht, oder? Dürfte sie schon, ja. Aber indirekt wird eigentlich der Gewinn über den Traubenauszahlungspreis an den Winzer weitergegeben. Ja, okay. Aber ich glaube, bei uns in Deutschland ist das Genossenschaftsmodell so, dass jedenfalls Gewinne nicht irgendwie abgeschöpft werden dürfen, sondern Resultate müssen. Ja, das ist uns auch so. Und theoretisch, wenn morgen alle austreten würden, dürfte man, also die Genossenschaft, die Struktur hat auch keinen Wert. Dürfte man auch nicht verkaufen oder veräußern. Und.
Der Gewinn, also natürlich in der Balance stehen der Einkauf der Trauben als Kostenpunkt und der wird halt so hoch wie möglich angesetzt. Also unser Ziel ist es, die Trauben so hoch wie möglich zu entgelten. Das ist eigentlich unsere Aufgabe als Betrieb. Und akquiriert ihr quasi noch in der Umgebung und sagt, Mensch, Huberbauer, wie schaut es denn aus, kommst du nicht zu uns? Oder kommen Leute zu euch und bewerben sich und sagen, Mensch, ich würde gerne auch. und sagt dir dann, nee, passt nicht, oder wir müssen das schon erstmal verkaufen, 270 Hektar. Ja, es passiert eigentlich beides. Dass Anfragen kommen, ob man mit diesem Weingut zum Beispiel Mitglied werden kann.
Wo es Fälle gibt, wo man sagt, wenn die Lage gut ist, okay, das nehmen wir in unserem Weinbau auf. Aber es gibt auch Fälle, wo wir sagen, das ist uns jetzt eigentlich nicht gut genug oder es ist eine Lage, die einfach nur mittelmäßig ist oder eine mittelmäßige oder schwache Qualität liefert, dann sagen wir auch nein. Also das ist schon so jährlich, machen wir einmal eine Klausurtagung, wo wir gerade diese Anfragen behandeln und dann wird entschieden, von Jahr zu Jahr. Es kann auch sein, dass jemand vielleicht an einem Jahr nicht aufgenommen wird, in einem anderen Jahr schon. In der Regel ist es aber so, dass gerade diese Qualitätsdiskussion eigentlich vorherrscht und wo man dann sagt, okay, das… Aber Tendenz eher der letzten Jahre mehr Anfragen als Aufnahmen. Also das Betriebsziel ist jetzt nicht die Mengen und die Größe, als Ziel zu steigern. Ist das denn tatsächlich so ein Miteinander der Mitglieder oder ist da doch eine Konkurrenz, weil es eben diese Unterschiede auch gibt?
Weiß ich jetzt nicht, was ich sagen soll. Eigentlich auch beides. Generell würde ich sagen, ist es eine gesunde Konkurrenz. Aufgrund dieser sehr abgestuften Auszahlungspreise versucht dann schon jeder, möglichst viel auch an Einkommen zu generieren. Hin und wieder entstehen aber auch natürlich Konflikte, wo dann einer neben dem anderen das Weingut hat und eigentlich dieselben Voraussetzungen mitbringen würde, aber in unserem Fall dann doch nur für die klassische Produktion.
Sich qualifiziert hat und wir ihn nicht aufnehmen. Und er sieht das natürlich anders. Nein, das ist nichts anderes. So im Endeffekt ähnlich wie auch, wenn man zwei verschiedene Lagen hat oder einmal ist eine klassifizierte Lage, einmal nicht und man ist gerade der Nachbar, kann man auch diskutieren. Die Straße teilt jetzt, ist doch ein nebenanliegender Berg. Jetzt sind wir ja gerade so in einem Interviewgespräch, Willi. Als wenn du zum Beispiel, wie kommuniziert man denn dann mit 160? Gibt es eine WhatsApp-Gruppe? Sagst du hier alle Familien Müller, Meier, Schmidt, mit ihr erntet es morgen Vormittag? Wie viel Stress kann einer haben? Das passiert tatsächlich so ähnlich. Wir haben natürlich einen sehr wertvollen Mitarbeiter, der Daniel, der dann draußen von April bis September jeden Tag im Weinberg unterwegs ist und unsere Richtlinien auch vormacht, kontrolliert.
Und bei der Lese ist es dann so, dass wir sehr viel zusammen machen. Also Daniel ist dann nach wie vor jeden Tag draußen. Und wenn es dann Entscheidungen braucht, sollen wir es lesen oder nicht, dann gehe ich dann auch in den Weinberg raus, eigentlich mehr oder weniger jeden Tag. Und dann wird sehr kurzfristig entschieden. Und das ist, glaube ich, schon ein wesentlicher Punkt auch, der unser System unterscheidet von anderen Zonen, Zonen, dass wir sehr, sehr schnell entscheiden können und sehr flexibel bleiben können mit den Lesezeitpunkten, wo wir von einem Tag auf den anderen, entweder früher war es das Telefon zu Mittag, heute ist es die WhatsApp-Gruppe oder das SMS, wo wir schnell mitteilen können und.
Im Endeffekt muss ich sagen, heute unsere Winzer eigentlich nur darauf warten, bis sie das Okay wegbekommen, dass sie ernten dürfen. Man kann sagen, du machst das jetzt Freitagnachmittag und sagst, ich bin Tischler, ich muss das und das noch fertig machen und dann kann ich das gar nicht ernten und bin das Wochenende nicht da oder sind da einfach... Das passiert schon ganz selten. Man weiß, es ist ziemlich eingrenzt. In etwa kann man es abschätzen. Es wird die nächste Woche sein und da würde ich mal sagen, sind 90 Prozent, nach 95 Prozent der Winzer oder der Weinbauern eigentlich auf Abruf dann bereit. Und die bringen dir die Trauben und du bist am Weingut und kontrollierst das nochmal und da wird gewohnt? Ja, natürlich, das auch.
Aber im Prinzip, wir wissen eigentlich, wenn wir morgens anfangen, ist eigentlich alles schon klar, wer heute was bringt. Man kennt sich auch, natürlich, wir leben ja in einem relativ kleinen Umfeld, Wir kennen jeden Winzer persönlich und ihr könnt euch ja vorstellen, man kennt dann auch die Charaktere, man weiß, dass man beim einen das ganze Jahr nicht hinschauen müsste und er macht es besser, als wir uns das vorstellen und beim anderen weiß man, muss man doch fünfmal vorbeischauen, weil irgendwas wird halt ein bisschen vielleicht rampiger. Ja, so ist Menschlichkeit.
Cool. Ich finde es so spannend und auch so groß eben. Und das ist ja, ich würde sagen, auch in meinem Beruf ist das Menschliche eigentlich das Anspruchsvollste. Und das ist ja dann so potenziert, wenn ihr mit so vielen Familien und Stolz und keine Ahnung was zu tun habt. Nicht immer einfach. Deswegen überrascht mich gar nicht, dass ihr zwei sowas macht. Weil man muss euch eigentlich mögen, ehrlicherweise. Und trotzdem glaube ich auch, dass ihr sehr klare Ansagen macht. Und ich glaube, beides brauchst du, diese Kombination aus Menschlichkeit und Sympathie, aber eben auch zu sagen, das ist der einzige Weg, den wir gehen und der geht über die Qualität. Und ich meine, dass ihr dann solche Auszeichnungen, und ich habe jetzt gar nicht untereben, der auch Suckling-Punkte 93, dass ihr also quasi so euch etabliert habt, das ist ja vor allem dann schon der Verdienst von euch. Von Willi, der verantwortlich ist, dass der Wein gemacht wird und von Wolfgang, der durch die ganze Weltgeschichte reist, um diese Geschichte zu erzählen. Und die Winzer. Ja, auf jeden Fall. Perfekt. Keine weitere Frage.
Das, glaube ich, war einfach unser großer Schritt einfach in den Weinbau zu investieren. Und das hat sich bislang bezahlt gemacht. Wir müssen ja noch zum Ende kommen, Aber ist das, dieser Genossenschaftsgedanke, ist das etwas, was euch wirklich auch antreibt? Also wo ihr gesagt habt, wir wollen eine Genossenschaft oder wollten immer diese Genossenschaft machen, also weil das eben so ein Gemeinschaftsgefühl oder eine Gemeinschaftsarbeit ist mit ganz vielen oder ist das eher so gekommen?
Ich würde eher sogar sagen, wenn ich jetzt 30 Jahre, 40 zurückblende, würde ich sagen, hat man es eher als Hemmschuh empfunden. Weil natürlich, wie bereits gesagt wurde, doch mit verschiedenen Charakteren muss man zusammenarbeiten. Die Flächen sind klein. Und das hat sich im Laufe der Zeit als großer Vorteil herausgestellt. Und eigentlich sind wir mit dem mitgewachsen. Wir haben gesehen, dass man in vielen einzelnen Bereichen mit diesem System einfach sehr gutes Traum anbauen kann und deshalb die Basis dafür geschaffen wird. Ein bestimmtes Vertrauensverhältnis muss natürlich aufgebaut werden, und das funktioniert auch aktuell sehr gut, dass man sagt, hoffentlich wissen die oder die wissen, was sie tun, und ja, für uns hat es einfach auch sehr viel mit der Liebe zum Weinbau, zum Gebiet zu tun und versuchen das einfach auch an unsere Winzer weiterzugeben.
Schön, ja cool, ich habe deine Nachbarin getroffen ich habe gesehen, dass wir jetzt hören herzliche Grüße meine ehemalige Nachbarin die Herren, vielen Dank, dass ihr da wart große Freude vielen Dank euch.
Aufs Leben und zum Wohl.
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