Herzlich Willkommen. Ich bin der Lars und der Michael ist natürlich auch da und der Axel ist natürlich auch da. Wir drei, wir werden wieder eine Flasche Wein in den nächsten zehn Minuten probieren. Der Trick ist ein, ich darf die nicht mehr als zehn Euro kosten, also ich darf nicht zu teuer sein. Ich glaube, der Michael ist mit dieser Flasche wieder weit drüber geblieben. Und am Ende ist er, das ist schon klar, aber okay, dann lassen wir das weg. Aber wir reden nicht länger als 10 Minuten. Und das letzte Mal jetzt 10, am Ende kann jeder von uns 10 Punkte vergeben. Das heißt, dieser Wein kann maximal 30 Punkte bekommen. Minimum 0. Da müsste aber jeder 0 geben. Und es hat tatsächlich einige Wein schon gegeben. Und ich muss lachen, weil ich glaube, Michael, du hast ihn gerade in das Glas von Axt reingeschenkt, wo aber noch Wein drin war von Axt ins Frühstück.

Und du schenkst dir großzügig ein, Was hast du denn heute mitgebracht? Habt ihr denn gehört, wie ich euch begrüßt habe? Begrüßt? Was hast du gesagt? Servus. Servus. Das hast du ja häufig, weil du ja Österreicher bist. Ja, häufig, aber jetzt habe ich es betont gesagt. Bründelmeier steht da. Bründelmeier. Bründelmeier. Kennt man. Ja, kennt man.

War schon bei uns? Das war ein Gott Bründelmeier. Nein. Doch. Ja? Ja, ja. Zusammen mit der Domene Wachau. Ah, okay. Ja, genau. Also, und die haben jetzt mit Havesco, unserem Partner, zusammen einen Wein gemacht, der in aller Bescheiden hat, wir Österreicher nicht unüblich und die Norddeutschen in der Kombination, heißt Meisterwerk. Wow. Aber hattest du da irgendwie deine Finger am Spiel? Gar nicht, gar nicht. Deswegen bin ich jetzt sehr, sehr gespannt. Also kann es ja nur, wenn es ein Meisterwerk ist, in dem ein Österreicher seine Finger hoffentlich nicht in dem Wein hatte, dann ist es natürlich ein grüner Veltliner. Und genauso ist es ein grüner Veltliner. Und über den Wein quasi weiß ich, dass er die sieben besten Lagen des Weinguts zusammen hat, dass ein Teil im Holz ausgebaut wurde, dass er aus dem Jahrgang 2023 kommt und aber auch nur 13 Alkohol hat. Ist Bründelmeier bei Wien? Nein, Bründelmeier ist im Kamptal. Also das ist eigentlich quasi ganz in der Nähe von Krems, also ganz in der Nähe von der Wachau. Aber Bründelmeier ist ein sehr bekanntes Weingut, eine Familie. Ja, aber es ist kein Ort, sondern eine Familie. Der Ort heißt Langenlois, wo die sitzen. Langenlois ist eine relativ bekannte Beinbarkeit.

Ich war ja neulich zum ersten Mal im Burgenland, ganz begeistert und war in dem unglaublich schönen Dörfchen Rust, Das ist ja offensichtlich durch den Weinanbau total bekannt geworden. Du hast das Gefühl, du fährst in so ein Dorf und bist plötzlich wieder im Mittelalter. Auf jedem Dach ein Storch und überall ganz nette Weinhändler. Da habe ich gedacht, vielleicht müssen wir mal mit Rust was machen. Hast du denn einen Rust-Ausbruch getrunken? Nein, den habe ich nicht getrunken. Ich habe gar nichts getrunken da, weil ich ja noch sehr viel Auto fahren musste und nur geguckt. Aber es war sehr, sehr schön. Das sind uns die liebsten deutschen Touristen, die hinfahren, nur gucken und wieder wegfahren. Die auch vorher für eine Übernachtung gerne mal 500, 600, 700 Euro bezahlt haben. Der österreichische Staat braucht schon Danke nochmal an dieser Stelle im Namen des Österreichs. Das ist nicht super, dieser Wein riecht super. Um den Hamburgern ein bisschen Kultur mitzugeben.

Ein missionarischer Auftrag. Das ist übrigens, da habe ich auch mit einem österreichischen Gastronomen gesprochen und dann sagte ich, der war so toll und dann habe ich gesagt, warum kommen Sie nicht nach Deutschland? Und dann hat er gesagt, ihr könnt es nicht, ihr Deutschen. Ihr könnt einfach Gastfreundschaft nicht. Da habe ich lange drüber nachgedacht und da denke ich bis heute. Und ich glaube, es ist auch der Grund, warum wir dich alle so lieben, Michael. Weil du etwas mitbringst, was es ja bei vielen deutschen Gastronomen so in dieser Form, in dieser ausgeprägten Form nicht gibt. Dieses, weißt du, dieses nicht irgendwie, wenn man an den Tisch kommt, also ich hätte gern das und das, muss ich in den Küchen nochmal nachfragen. Der Koch sagt, geht nicht. In Österreich die absurdesten Wünsche. Ja, natürlich. Selbstverständlich, selbstverständlich, kommt gleich. Wo ist das denn das Problem? Wie Sie wollen die Füße auf den Tisch legen, machen Sie doch. Man kann ja auch innerliche Augen rollen, das ist ja möglich. Das ist ja in der Zeit des Trainings. Ja, aber das tust du doch nicht. Aber ich glaube, das tun die da nicht mal. Na gut, also jetzt sieben Lagen. Ja, sieben Top-Lagen im Kammteil. Ihr habt schon reingerochen? Ja, wir haben reingerochen. Und? Banane. Würdest du sagen, ja, stimmt.

Es wäre nicht das Erste. Ich habe es auch gleich probiert und mich hat der Geschmack so geflasht, dass ich die Nase wieder vergessen habe. Aber das ist wirklich, also da muss man sagen, da muss ich jetzt gar nicht lange drüber nachdenken, das sind wahrscheinlich 10 Punkte. Das sind wahrscheinlich 10 Punkte, weil das ist wirklich, es ist perfekt. Also es ist so harmonisch und so. Und ich habe aber nicht dieses grüner Felliner, ist normalerweise immer so ein bisschen Pfeffer. Aber das hast du auch. Das habe ich nicht so stark. Finde ich schon. Aber du hast, ich hoffe, dass die Leute, die das ab und zu mit uns mittrinken, auch das verstehen. Ich finde, er hat sowas Energetisches, so eine Energie, so einen Zug am Gaumen. Wirklich, wo du sagst so, und dabei wirkt es aber auch unaufgeregt. Es wirkt nicht gewollt, sondern es hat so eine natürliche Energie. Aber was schmeckst du, was schmeckst du? Das ist gar nicht so einfach. Also so Banane wäre ich jetzt eher so, immer so klare Früchte, saftige Früchte habe ich Ja, aber was, guck mal, selbst Michael. Ich schlucke einmal runter jetzt auch. Ich schlucke einmal runter jetzt auch. Zum ersten Mal in diesem Podcast, oder?

Das ist schon gut. Gelber Apfel. Gelber Apfel. Bananen ist ja auch gelb, aber die habe ich auch nicht so sehr im Geschmack. Hatte ich nur in der Nase. Aber erzähl weiter. Ja. Banane ist ja sehr häufig bei Chardonnays oder in sehr jungen Gäraroman-Stadium und das ist jetzt 23, das ist aber jetzt schon zwei Jahre alt. Ich finde, du hast auch so eine leichte Bitterkeit am Ende wieder, die auch vielleicht aber eher so eine Grapefrutschale ist als eine Mandelblüte. Das ist super. Grapefrut. Und wenn du dir einen Trinkmann schluckst und da machen wir mit der Zunge über die Lippe, da hast du dieses Grapefrutige, also dieses leicht saure. Aber du hast es auch zum Teil im Holz ausgebaut. Ich finde, das schmeckt man gar nicht. Nein, aber du musst auch sagen, man muss auch wirklich sagen, großes Holz ist auch nicht geschmacksgebend. Das sind Fässer, die vielleicht 40, 50 Jahre alt sind. Aber der Wein schmeckt dann trotzdem anders aus so einem Holzhaus. Du hast recht, dieses Grapefutige, dieses etwas, ich finde es nicht bitter, sondern so ein bisschen dieses saure. Ja, es zielt, es zielt. Es ist wirklich, ich finde es auch für alle, die sagen, grüner, wie sprichst du es aus? Grüner Feldlinie. Grüner Weltliner. Weltliner. Ja. Warum sagt man nicht Feldlinier? Es klingt ja, als ob es mit W schreiben würde. Grüner Weltlinier. Ja, es ist schwer, die österreichische Sprache. Viele sagen auch, ich war schon mal in Villach. Meinen aber Villach. Man spricht mal mit F und grüner, was sagt grüner? Man sagt aber Weltlinier. Also man spricht es aus wie ein W.

Also ich glaube für viele... Leute sagen ja auch Feldlinier, aber eigentlich sagt man Weltlinier. Aber alle Leute, die grüner Weltlinier nicht mögen, also die sagen, oh ne... Wie kann man es nicht mögen, grüner Weltlinier? Das wäre gar kein Grund. Das ist einfach wirklich ein genialer Wein. Und ich befürchte aber, und das kennt man ja von Brünnelmeier auch manches Mal, und wenn es ein Meisterwerk ist und extra befürchte ich, dass es jetzt auch nicht 9,90 Euro kostet, wie es ja eigentlich mal abgemacht war für diesen Podcast. Aber ich weiß nicht, du zitierst das immer. Habe ich das jemals unterschrieben, Axel? Ja, so sind wir gestartet. Unter 10 Euro, unter 10 Minuten. Unter 10 Minuten, maximal 10 Punkte. Ja, dann machen wir in Zukunft 35 Minuten, maximal 35 Euro. Boah, kostet 34,90? Ja.

Aber ist schon krass, aber ist schon echt gut. Also auch so als Geschenk so, Meisterwerk, das ist stark. Das ist wirklich stark dabei. Also ich sage jetzt mal, wenn Havesko da Meisterwerk draufschreibt und Bründelmeier das mit denen macht, dann können die nicht irgendwas liefern, was ein Gesellenstück ist. Ja, okay, aber der hat auch so eine Salzigkeit, oder? Kann man das sagen? Was heißt, kann das sein, Axel? Nein, das ärgert mich, weil du kannst es nicht sagen. Immer nur kann es sein. Nein, es ist so auch. Du weißt es ja auch schon. Und streit Leute, deswegen ist es ärgert. Nein, streit sie ihn ja richtig an. Also Leute, es gibt 0 bis 10 Punkte. Und von mir gibt es Double Ten. Auf jeden Fall gibt es 10 Punkte. Da ist nichts zu meckern. Das ist ganz große... Nein, top. 10. Ich würde bei 9 Punkten. Das ist ja auch für dich nicht. Das ist für mich auch besonders viel. Das ist für dich für 10. Ja, das ist für mich quasi 10, ja. Aber ja, ich finde ihn auch toll. Ich gebe ihm auch 10. 9, 29 Punkte. Das Einzige, was mich ärgert, dass es nicht von mir ist, sondern von unserem Partner. Aber sonst ist der Weinverhältnis. Also es ist wirklich stark. Und ihr müsst mal probieren, eigentlich diese Weine ein bisschen hinlegen und ein bisschen reifen lassen. Grüne, Veltliner Reifen, wahnsinnig schön. Wirklich. Auch wahnsinnig schnell? Aber 10, 15 Jahre kein Problem. Käferberg ist eine Toplage auch. Das ist irre, irre gut. Gerade in solchen Jahrgängen auch.

Die nähern sich immer mehr einem Chablis an. Und für 35 Euro kriegst du im Chablis, im Premier-Crew-Bereich eigentlich fast schon nichts mehr. Aber wie verändert sich das geschmacklich? Also kannst du das beschreiben?

Wird ein bisschen breiter noch im ganzen Spektrum der Organoleptik. Organoleptik, also alles, was du riechst und schmeckst, wird intensiver, breiter, die Säure wird ein bisschen eingebundener, er kriegt noch ein bisschen mehr Cremigkeit, er wird ein bisschen breitschultriger, weil die Säure ein bisschen zurückgeht und verändert sich dann ständig auch und fordert dich mehr. Das ist eher so ein schmaler Korridor, was du riechst und schmeckst und das ist wirklich... Vielen Dank fürs Zuhören. Danke, Alter. 29 Punkte. Wow.