Herzlich Willkommen. Eine Speedtasting-Folge steht uns allen ins Haus mit einem Chardonnay. Ja, mit einem Chardonnay aufbauend auf einen Chardonnay, den wir nämlich schon hatten, vor gar nicht allzu langer Zeit. Der hieß LaFour und war von der Kantina Schreckpichl. Und wir haben den eigentlich ziemlich gut... Der sieht aber... Pass auf, der... Ui, der sieht aber... Der sieht grün aus. Und jetzt liegt er ein bisschen an der... Ja, aber so ein bisschen, ja. Aber den haben wir ganz gut bewertet. Und der war, glaube ich, so 25 oder 30 Euro. Und das ist auch Schreckbichel? Das ist auch Schreckbichel, also eine Winzergenossenschaft, die quasi in den 1980er-Jahren gegründet wurde, in Südtirol, in Epan. Und das ist Chardonnay Altkirch 2023. Und das ist tatsächlich der Einstiegslevel Chardonnay.
Und Lars hat einen Gesichtsausdruck, der die Südtiroler Berge zum Wanken bringt. Du hast diesen Eindruck, du willst ein Chardonnay trinken, was an mir oft so geht. Und du hast das Gefühl, es kommt dieses cremige, dieser Holzgeschmack. Aber wir haben deswegen extra die Renaissance des Chardonnays gemacht, um zu zeigen, wie viel Schicht ist. Der ist gar nicht im Holz. Und der andere war so. Wie nicht schlecht. Aber Holz schmeckt man ja nicht. Wenn du jetzt nach gefühlt 400 Folgen mit Michael, Holz nicht rausschmecken würdest. Ja, kommt drauf an, aber zumindest Barrique. Holz ist ja nicht gleich Holz und das ist auch wichtig, aber Barrique, also das kleine Holz fast, 225 Liter, in der Erstbelegung, da reichen 10%, 5%, dass du es wirklich auch schmeckst. Auch riechst schon und schmecken sowieso. Aber wenn ein Wein jemals cremig war, dann ist das der hier, finde ich. Finde ich total. Ich finde, die Viskosität ... Fachwort.
Ach, tatsächlich? Wir haben es gar nicht aufgefallen. Ein Wort, das wir täglich verwenden. It's a constant learning to sit with you. Ja, aber nimm mal einen Schluck. Ich bin erst mal beim Riechen, weil ich etwas gefunden habe, was wir jetzt auch nicht ständig haben in der Nase. Und ich finde es wirklich Melone. Ja, krass. Stimmt, ne? Ich war auch ganz happy. Aber krass, aber richtig krass Melone. Okay. Und muss sagen, der erste Schluck war eben, weil, glaube ich, die Erwartung eine falsche war. Und der zweite Schluck, ich liebe ja Meloneneis zum Beispiel. Also diese Weißmelone. Oh, ist das Melone. Das ist immer abgefahrener. Ich freue mich auch selber drüber. Das ist richtig geil. Richtig schön gerade. Das soll ich eigentlich alleine lassen, weil ich schmecke, also ich... Nein, doch, hab das. Nimm noch mal mehr Schluck. Im Geschmack auch Melone? Ja, nein, im Geschmack Melone. Echt? Im Geschmack. Und auf der Zunge vorne, bei den Lippen. Kennst du so eine Wassermelone, wenn du so abscharfst? Honigmelone. Ja, Honigmelone. Die gelbe. Ja, die weiß. Nein, die gelbe von außen. Ja, von außen gelb, das stimmt.
Übrigens, neulich, ich habe neulich mal wieder eine Flasche, ich kann es nicht vergessen. Hast du nicht Melone? Magst du keine Melone? Doch, schon. aber ich schmecke das nicht. Aber ist auch nicht schlimm. Das heißt nicht, dass es nicht da ist. Also ich glaube sehr, dass es da ist. Nachgeschmack habe ich so ein bisschen.
Als ob einer eine Zigarre angemacht hätte und ich hätte den Rauch kurz eingeatmet. Aber es kann natürlich jetzt auch einfach leihen, weil ihr eine solche Bezüge gehabt habt. Im Fahrstuhl bei einer hat er geraucht. Der kam vom Rauchen in den Fahrstuhl und das ist dann schon immer eine Belästigung. Ich dachte, du warst das. Aber ich weiß, was du meinst. Lars, tatsächlich weiß ich, was du meinst. Ich suche aber natürlich eher die Frucht als den kalten Rauch. Und das würde ich eher sagen, es ist so... Die Frucht ist im Vordergrund natürlich. Wenn du dir belohne und dann ist vielleicht so ein bisschen.
Diese grüne Birne, vielleicht ein bisschen Grapefruit. Aber du wolltest eine Geschichte erzählen. Ich wollte eigentlich nur sagen, nochmal, und ich nerv, glaube ich, dich jetzt am meisten damit, gut Oggau. Ja, dann lasst mich nicht damit. Aber ich habe ja, nee, weil ich sofort... Ich trage das T-Shirt, das sie uns geschenkt haben. Und ich habe jetzt wieder neu zwei Flaschen mit echt Freunden, die sich sehr gut auskennen mit Wein. Und es war so ein Fest. Es war so ein Fest. Leute, wirklich, wenn ihr Good Orgau-Weinig kriegt, probiert sie aus. Alle, die sich schon mal was... Weil es so ganz anders ist. Und wir haben es so gefeiert. Aber hier, ich finde, das kann man auch feiern und ist wahrscheinlich bei Weitem nicht so teuer wie Good Orgau. Good Agao kostet 40 Euro die Flasche ungefähr. Aber ganz billig ist es auch nicht, ne? Kostet ein Zehner. Stark, ne? 9,95. Stark. Sieht top aus. Ja, also wenn du natürlich... Chardonnay, Altkirch. Also es ist deutlich näher einem Weißburgunder, sag ich jetzt mal, als einem klassischen Chardonnay-Bassier. Weil kein Holz, keine Batonnage, also wird nicht umgerührt, um diese Hefe cremiger zu machen. Aber was sagst du zu dieser Cremigkeit? Ich finde, das ist nicht zu ignorieren. Ich finde, das ist gar keine Cremigkeit. Es ist nichts Karamelliges, gar nicht. Nee, Karamellig finde ich auch nicht. Wenn du mal Silvana von Mai aus Franken hast, dann hat der tatsächlich keine Cremigkeit. Dann ist der dagegen schon cremig.
Du findest immer irgendetwas... Obwohl, weißt du, so ein bisschen, können wir uns auf leicht schmelzig einigen. Ja, also ich meine diese Dickflüssigkeit. Also diese Viskosität. Ja, genau. Was heißt nochmal Viskosität? Es ist Schmelzigkeit. Nee, einfach die Dickflüssigkeit des Weines. Also Wasser hat quasi null Viskosit, also es ist komplett flüssig. Aber findet ihr ihn dickflüssig? Nein, ich nicht. Aber ich hatte vor kurzem einen Vionier aus Rom von Omina Romana, wo ich dachte, das ist Öl. Also es ist wie so ein Honig, wie so zähflüssig fast, wenn er reinrutscht. Im Mund hat, das hat sich, den muss ich mal mitbringen, das fühlt sich komplett krass im Mund an. Dann würde ich sagen, wow, was ist das für eine Viskosität. Da verstehe ich ein bisschen, was du meinst, aber nicht wirklich. Aber dieses Melonen, da hast du recht. Und das ist wirklich ja sehr, sehr selten. Und wenn man Melone mag, und ich mag Melone, man mag natürlich immer nur, weil es so schwierig ist, das zu schälen oder so. Weil du oft nicht den richtigen Zeitpunkt hast. Weil wenn es zu jung ist, schmeckt es nach nichts. Und wenn es zu reif ist, schmeckt es überhaupt nicht. Man kauft sich halt immer, ich kaufe vor allem Wassermelone, dann hast du immer so einen riesen Wassermelone. Ja, Wassermelone ist schwierig. Auch nicht, ne? Und übrigens, das war nur kalt eigentlich gut. Ich weiß noch, dass ich auf dem Markt war und wollte so eine Wassermelone kaufen und dann sagt sie ja 35 Euro.
35 Euro waren zu dem Zeitpunkt. Für den Marktstand. Für die Wassermelone. 35 Euro in einem schleswig-holsteinischen Vorort von Hamburg. Was? 35 Euro für eine Wassermelone? Ja, so ein Riesenteil, aber 35 Euro. Und hast du es gemacht oder sagst du dann so, nee, dann doch nicht. Ich habe mich umentschieden. Ich hätte gerne zwei Äpfel. Ich nehme gerne zwei Radieschen. 20 Euro bitte. Ich nehme bunt. Aber finde ich auch, finde ich gut und vor allen Dingen finde ich, der macht was her, aber vorsichtig, Leute, für die Leute, die einen klassischen Chardonnay erwarten, klassischer Chardonnay. Zero. Das ist nicht so leicht zu sagen.
Und da möchte ich echt zurückkommen, warum wir diesen Podcast machen und viele Weine probieren müssen. Weil, wenn du den Chardonnay Lafour und den Chardonnay Altkirch und beides von Schreckpichl nebeneinander setzt, ja, da muss man sagen, über den Preis könnte man eher ahnen, was kommt, aber nicht zwingend. Ansonsten weißt du nicht, weil es auch nicht draufsteht, hat der jetzt Holz gehabt oder nicht? Hat der andere Holz oder nicht? Das muss man eben entweder erlesen oder erkosten oder eben uns hören, um zu sagen, auch der klingt so, den würde ich einmal gern probieren wollen. Und wenn ich den schmecke und rieche und auch Wasser und auch Honigmelone rieche und schmecke, dann freue ich mich drüber. Aber das ist natürlich riskant, weil wenn du sagst, ich mag dieses Holz nicht und du weißt es nicht beim Chardonnay, dann kaufst du im Zweifel kein Chardonnay, weil die Gefahr groß ist, dass er irgendwie im Holz gelebt wird. Ja, aber es gibt natürlich auch Dinge, wie du das reduzieren kannst, diese Gefahr, indem du einfach sagst, ich kaufe einen Chardonnay zumeist aus Südafrika.
Aus Spanien, aus Italien und der kostet über 20, 25 Euro. Das ist die Wahrscheinlichkeit, dass er im Holz gelegen hat, deutlich höher als du kaufst einen Chardonnay aus Deutschland für 6,99 Euro, weil Holz einfach auch kostet und das wird sich meistens nicht ausgehen, dass das um diesen Preis dann angeboten wird. Jetzt bin ich gespannt auf die Bewertung. Null Punkte heißt halt, Kannst du gleich wegschütten und 10 Punkte heißt halt jibbi, jibbi, jay. Weil ich muss einmal noch kurz zum Holz zurückkommen. Was kostet ein Barrickfass? Ein leeres Holzfass? 700. Ja, zwischen 800 und 1000 mittlerweile. Oha, Inflation. Das heißt, 225 Liter sind da drin. Das heißt, 4 Euro bei einer Flasche ist nur das Holz, wenn du das haben möchtest, diesen Geschmack. Wenn du es einmal benutzt. Wenn du es einmal benutzt. Aber du benutzt es öfter, oder? Kommt drauf an. Es gibt Weine, Opus One, Grange oder so, die werden immer nur neues Holz. 100 Prozent. Okay.
Und der Wein kostet ein Zehner. Wenn es jetzt vier Euro kosten würde, nur das Holz und ohne irgendwas kann die Rechnung schon gar nicht aufgehen. Neun Punkte von mir. Neun Punkte. Ich gehe auf neun Punkte. Das ist echt auch Preis-Leistung. Ich war kurz vor zehn. Du bist aber echt in Geberlaune. Ist dir zu viel? Ja, neun ist mir schon zu viel. Aber ich gebe dem sieben. Okay, es sind 16. Ich gebe dem acht. 24, stark. Insgesamt ohne diese ganze Thematik. was und bla, aber ich finde, das ist ein leichter Wein, der gut runtergeht und der hat eine Wartensviskosität. Für manche von uns. Ich habe null Viskosität. Nein, null hat er auch nicht, aber ein bisschen. Aber er hat einen Schmelz und das hast du gut formuliert. Bis nächste Woche. Tschüss.