Hallo, schön, dass ihr bei uns seid. Normalerweise hört ihr hier neue Folgen von der Trump-Effekt. Diesmal haben wir aber etwas Besonderes für euch. Zum fünften Jahrestag des Abzugs der NATO-Truppen aus Afghanistan haben wir uns gefragt, was ist damals schiefgelaufen? Wie geht es Afghanistan Wie geht es der NATO heute? Und was hat Donald Trump damit zu tun? Dies ist Folge 2 unserer vierteiligen ZDF-Auslandsjournal-Podcast-Serie. Trump und die Akte Afghanistan. In diesem Podcast benutzen wir an manchen Stellen Töne aus der fiktionalen ZDF-Serie Kabul, Flucht aus der Hölle. Das sind dann keine Originaltöne. Folge 2 – Chaos. Am 29. Januar 2026 erscheint auf dem Instagram-Account von Friedrich Merz folgendes Video. 59 Bundeswehrsoldaten haben im Verlauf des fast 20-jährigen Einsatzes in Afghanistan ihr Leben verloren. Weit über 100 sind bei Kampfhandlungen und Anschlägen zum Teil schwer verletzt worden. Es ist ein Ausschnitt aus einer Regierungserklärung des Kanzlers. Wir lassen es nicht zu, dass dieser Einsatz, den wir auch im Interesse unseres Bündnispartners Vereinigte Staaten von Amerika geleistet haben, wir lassen es nicht zu, dass dieser Einsatz heute verächtlich gemacht wird und herabgewöhnt. Das sagt Merz in seiner Rede vor den Abgeordneten des Bundestags. An wen sich seine Botschaft hier richtet, ist dabei klar. Wenige Tage vorher hat US-Präsident Donald Trump den Truppen der NATO schwere Vorwürfe gemacht. Und die kamen auch in Deutschland gar nicht gut an. Also die Art und Weise, Verbündeten, die ihr Leben auch geopfert haben, oder das Leben ihrer Soldaten geopfert haben, quasi einfach mal zu Schwächlingen zu deklarieren. Man war natürlich angewiesen auf die Amerikaner, was den Transport und vor allen Dingen auch auf andere angewiesen. Aber man hat jeder seinen Teil geleistet und auch die Deutschen haben einen hohen Blutzoll dafür gezahlt, an der Seite Amerikas in Afghanistan zu stehen. Also was Donald Trump da gesagt hat, ist schlicht und ergreifend eine Lüge und Geschichtskletterung. In diesem Podcast geht es um eine Allianz, die vielleicht keine mehr ist. Es geht um den ersten Bündnisfall in der Geschichte der NATO, die Operation Enduring Freedom. Um den Einsatz in Afghanistan. Und um eine Mission, die am Flughafen Kabul ihr Ende findet. Im kompletten Chaos. Heute macht Trump mit der gescheiterten Mission Politik. Im eigenen Land wirft er seinen Gegnern vor, für die Schande von Kabul verantwortlich zu sein, Darum ging es in der ersten Folge dieses Podcasts. Auch international nutzt Trump die Mission für sich. Er benutzt Afghanistan im Nachhinein, um seine Grundsatzkritik an der NATO zu unterstreichen. Die Europäer, auch die Deutschen, fühlten sich im Grunde genommen von den USA im Stich gelassen. Sie sollten gefälligst selber gucken, wo sie bleiben. Aber Dinge brechen leichter, wenn es bereits Risse gab. In dieser Folge geht es um Chaos. Vor allem um das Chaos am Flughafen Kabul. Es geht um Listen, Zuständigkeiten und Sicherheitsprüfungen, die über das Leben und die Zukunft von Menschen entscheiden. Uns war aber schon klar, dass wir auf jeden Fall von den Amerikanern raus müssen, weil wir hätten das ja mit unserem Personalansatz nicht ansatzweise stemmen können. Es geht um das Chaos, das der Einsatz und sein unrühmliches Ende im Leben vieler Afghaninnen und Afghanen angerichtet hat. In einem Brutkasten darfst du ein Neugeborenes, das zu früh geboren ist, kannst du alleine reinlegen. Die legen die Neugeborenen zu viert da rein. Und dann überlebt eben, wer überlebt. Und es geht um das Chaos, das Donald Trump bis heute immer wieder mit Verweis auf Afghanistan anzuzetteln droht. Ich bin Shakuntala Benerji und ihr hört Trump und die Akte Afghanistan. Das ist Folge 2. Chaos. Einmal im Jahr kommt in dem kleinen Alpenskidorf Davos für eine Woche die Elite der Weltpolitik und Weltwirtschaft zusammen. Das Kongresszentrum ist nur ein Teil des Geschehens. Viele wichtige Gespräche finden in Hotels oder bei privaten Abendveranstaltungen statt. Im Januar 2026 hält Donald Trump in Davos eine Rede, bei der man das Aufatmen im Raum wahrscheinlich hören kann. In den Tagen zuvor hatte er immer wieder gedroht, Grönland anzugreifen. Ich will nicht so machen. Okay? Now everyone is saying, oh Gott, that's probably the biggest statement I made, because people thought I would use force. I don't have to use force. I don't want to use force. I won't use force. Er werde Grönland nicht mit Gewalt an sich reißen, obwohl er es könne. Das sagt Trump hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos zum ersten Mal und zieht damit wieder einmal alle Aufmerksamkeit auf sich. Aber am Rande der Veranstaltung passiert noch etwas anderes. Trump gibt dem US-Sender Fox Business ein Interview. They, das sind die Truppen der NATO-Staaten, darunter auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Trump sagt, die NATO-Soldaten seien etwas abseits der Frontlinien geblieben. Er wirft ihnen mangelnde Kampfbereitschaft in Afghanistan vor. Ich kann sagen, dass alle Amerikanischen Soldaten, alle Amerikanischen Soldaten, die in Afghanistan mit Allies warst, und verabschiedet wurde, was Mr. Trump sagte. Das ist die Stimme von General Ben Hodges, der lange einer der höchstrangigen US-Militärs war. Auch in Afghanistan war er eingesetzt, 15 Monate lang, von 2009 bis 2010. Er sagt, jeder US-Soldat, der in Afghanistan mit den Alliierten gekämpft habe, habe sich für Trumps Aussage geschämt. Gemeinsam sei man in den Einsatz gegangen und so hätte man auch wieder rauskommen sollen. In Deutschland ist auch Verteidigungsminister Boris Pistorius verärgert. So über die Gefallenen der Verbündeten zu reden, ist einfach unanständig und respektlos. Alle standen an der Seite der USA. Heute etwas anderes zu behaupten, ist schlicht nicht wahr. Er sagt, wenn Trump sich entschuldigen würde. Das wäre ein Zeichen von Anstand und Respekt und auch von Einsicht. Und dann fügt er noch hinzu. Aber wir wissen alle, wie der amerikanische Präsident funktioniert. Tatsächlich fühlen sich auch die anderen NATO-Partner vor den Kopf gestoßen. Von Trump sind sie einiges gewohnt. Doch im Afghanistan-Einsatz zur Randnote erklärt zu werden, das will nach 20 Jahren gemeinsamer Militärmission keiner so stehen lassen. Vor dem Hintergrund all dessen, was aufgewendet worden ist an Geld, vor all den Opfern auch von Menschenleben, ging es wirklich um weit mehr als um die Frage, ob man jetzt irgendwie politische Ziele erreicht oder nicht. In Afghanistan hat die Bundeswehr ihren bisher größten Blutzoll gezahlt. 59 deutsche Einsatzkräfte verloren im Laufe der Mission ihr Leben. Manche bei Unfällen, andere bei Angriffen. Omid Nouripour war als Mitglied des Bundestags für die Grünen oft in Afghanistan. Er sagt, in seiner Funktion als Abgeordneter war er viel zu oft auf Trauerfeiern für in Afghanistan gefallene deutsche Soldaten. Und er frage sich manchmal, war es das wert? Am Freitag, den 13. August, erhält die deutsche Soldatin Jule abends einen Anruf. Es sind noch zwei Tage, bis die Taliban die Stadt einnehmen werden. Ich lag freitags abends auf der Couch und dann hat mein Spieß angerufen. Ihr Spieß, das ist ihr Kompaniefeldwebel bei der Bundeswehr. Er ist der ranghöchste Unteroffizier und Ansprechpartner für alle Soldatinnen und Soldaten. Er sagt, wir sind jetzt in Alarmbereitschaft. Jule ist bei der Bundeswehr, seit sie 20 ist. Wir nennen Jule bei ihrem Spitznamen, weil sie mit uns als Privatperson über ihre Erinnerungen spricht und nicht als Soldatin. Jule ist Feldjägerin. Im Prinzip ist das schon so wie die Polizei für alle anderen, halt nur für die Bundeswehr. Jule bildet andere Soldaten und Soldatinnen aus. Und sie ist immer wieder auch bei Auslandseinsätzen dabei. Zweimal ist sie in Mali. Auch nach Sudan wird sie beordert. Und eben nach Kabul. Aber an diesem Tag, da glaubt Jule ihrem Kameraden erst mal nicht. Also ruft sie ihren Vorgesetzten an. Ich habe den gefragt, ob der das jetzt ernst meint. Und da sagt er, nee, das ist richtig so. Der bestätigt, Jule muss sich für einen Einsatz bereit machen. Samstags, auch relativ spät, kam dann, okay, wir müssen jetzt in die Kaserne. Und ehrlicherweise auch da glaubt man noch nicht, dass es wirklich losgeht. Aber Jule verfolgt auch die Nachrichten. Und sie weiß, dass sich die Lage in Afghanistan immer weiter zuspitzt. Es ist jetzt noch einen Tag, bis die Taliban Kabul einnehmen werden. Niemand ist so richtig auf den spontanen Einsatz vorbereitet. Also da war nichts mit Ausrüstung, weil normalerweise fliegt man ja dann in so ein Land in Sandfarben. Aber es muss so schnell gehen, dass Jule nur ihre grüne Uniform einpacken kann. Waldfarben. Dann wurde auf dem Flur die Ausrüstung vorbereitet. Und wir sind ja zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass wir 72 Stunden schnell rein, schnell raus und dementsprechend wurde auch gepackt. Ja, und in dem Moment. Wenn man dann seine Eltern anruft, das ist schon... Nichts davon fällt Jule in diesem Moment leicht. Und dabei ahnt sie noch nicht, welche Szenen sie erwarten werden. Denn am Sonntag, den 15. August 2021, passiert es. Die Taliban nehmen Kabul ein. Und das Chaos bricht los. Es sind die Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen. Menschen drängen zum Flughafen, rennen auf das Rollfeld, klammern sich wieder besseres Wissen an startende Flugzeuge. Jules Flieger in Richtung Afghanistan hebt am Montag, den 16. August ab. Ganz früh morgens. Sie fliegt mit einem Transportflugzeug A400M. Das sind die, die ihr vielleicht von den Bildern aus Kabul kennt, wo hinten die Klappe aufgeht und die Menschen direkt in den Bauch des Flugzeugs einsteigen. Und dann geht diese Klappe auf und die Hitze ballert einen entgegen. Es stinkt, es ist laut, es ist sandig. Der Bereich des Flughafens, in dem Jule landet, ist heruntergekommen. Die Truppen, die vor ihnen hier waren, haben es so hinterlassen, wie das abziehende Militär es den Taliban überlassen würde, sagt Jule. Wir haben ja auch, als wir dann nachher letztendlich geflogen sind, haben ja auch alles Mögliche, was noch zurück dabei musste, kaputt gemacht. Jule steht ab dann jeden Tag in einer alten Fahrzeugschleuse. Neben ihr sind die US-Amerikaner. Sie haben Glück. Es gibt ein Sonnensegel. Und sie räumen erst mal auf. Ich glaube, das ist auch so ein deutsches Ding. Wir haben halt wirklich versucht. Das Beste aus dieser Schleuse zu machen. Da stand eine Couch, da stand eine Bank, da stand ein Kühlschrank, da stand eine Kaffeemaschine. Und bei den Amerikanern, die Schleuse, die war halt, also man hat wirklich gesehen, wie die jeden Tag voller ist. Und da standen die nachher Zentimeter hoch in dem eigenen Dreck. Das hat es halt bei uns nicht gegeben. Vor der Schleuse ist ein großes, rotes Tor. Da stehen Jules Kameraden und kontrollieren die Dokumente der Menschen, die ausgeflogen werden sollen. Mitgenommen werden deutsche und EU-Staatsangehörige, NATO-Mitglieder und Afghaninnen und Afghanen, die nachweisen können, dass sie als Ortskräfte für die Bundeswehr oder für eine NGO gearbeitet haben. Der Ton, den ihr gerade gehört habt, kommt aus der ZDF-Serie Kabul – Flucht aus der Hölle. Die will ich euch sehr empfehlen. Ihr findet sie im ZDF-Streaming, wenn ihr mögt. Die Serie ist inspiriert von dem, was die Menschen in Kabul erlebt haben, während die Taliban vorrücken. Und das letzte ausländische Personal von Botschaften oder Militär im Eiltempo versucht zu entscheiden, wer mit ihnen das Land verlassen darf und wer nicht. So wie in der Szene gerade, dürfte es auch für Jule gewesen sein. Den Überblick zu behalten ist für Jule und ihre Kollegen in diesen Tagen ziemlich schwierig. Viele Listen sind im Umlauf. Sie werden ständig aktualisiert. Alle auf Papier. Manchmal ist auch unklar, wer schon weg ist und wer nicht. Oder es fehlen Angehörige, die sich noch nicht in den Flughafen durchkämpfen konnten. Wer schon kontrolliert worden ist, kommt in einen Wartebereich und landet anschließend bei Jule. Sie muss alles erneut kontrollieren und schließlich die Namen auf finale Ausreiselisten schreiben. Erst dann sind die, die es bis hier geschafft haben, eingecheckt. Jule und ihre Kameraden arbeiten in 6-Stunden-Schichten. Eigentlich. Denn die Panik ist extrem. Jule weiß bald nicht mehr, welcher Tag eigentlich ist. Wir hatten Leute bei uns in der Schleuse, die kamen mit einem Koffer. Es gab aber auch Leute, die hatten nicht mal mehr Schuhe an, weil sie alles draußen in diesem Gewusel verloren hatten. Dann haben wir wirklich jede Möglichkeit genommen und versucht, die Leute, dass man sieht, die gehören zusammen, die sind jetzt auch berechtigt, dann mit auszufliegen. Hochzeitsfotos, Videos, weil natürlich. Ich meine, die Leute sind total verzweifelt. Und da muss man halt gucken, okay, was ist jetzt hier wirklich ein echtes Dokument? Welches ist vielleicht vorher einfach 300 Mal kopiert worden? Vor den Toren warten tausende Menschen. Bis in den Horizont, sagt Jule. Sie alle versuchen, sich auf das Flughafengelände durchzukämpfen. Viele müssen noch geprüft werden. Und schnell wird klar, dass das nicht machbar ist in der kurzen Zeit. Man hat die ganze Zeit die Schüsse gehört von vorne. und ein riesiger Tumult und Frauen, die schreien und weinen und Kinder, die weinen und schreien. Im Prinzip will ich da keine Unterschiede machen, aber gerade bei den Frauen, und jungen Frauen, wo man ganz gut noch weiß, deren Leben wird sich jetzt schlagartig ändern, das fällt einem besonders schwer. Doch ein paar Mal kommt es vor, dass Jule jemanden wirklich retten kann. Sie sind an mir vorbeigelaufen und haben bitterlich geweint und ich habe gesagt, nee, Moment, stopp, komm nochmal zu mir, ich gucke mir das nochmal genau an. Und da habe ich mir auch Bilder und Videos am Handy gezeigt und die konnten auch ganz gut Deutsch. Und dann war für mich auch klar, die müssen wir mitnehmen, die gehören hier auf jeden Fall hin. Und dann habe ich die registriert und noch eingepackt. Und in dem Moment sagte mein Kamerad zu mir, du hast denen, glaube ich, gerade das Leben gerettet. Der Einsatz ist nicht nach 72 Stunden vorbei, wie sie am Anfang erwartet hatte. Jule bleibt zehn Tage in Kabul. Also man wollte ja anfangs nicht einen gewissen Tag nennen, weil man auch natürlich Angst hatte, dass das nach außen geht, diese Information und dann noch mehr Panik und dann noch mehr Chaos entsteht. Wir haben irgendwann die Schleuse eingezogen und uns weiter in den Flughafen, versetzt und dann nochmal die wirklich, also wir haben bis zum Schluss, bis zur letzten Stunde haben wir registriert und dann war irgendwann okay, gut, jetzt müsst ihr packen und dann geht's gleich los. Zwischen dem 16. und dem 26. August 2021 fliegt die Bundeswehr 5.347 Menschen aus. Kanzlerin Merkel geht am 25. August im Bundestag auf die Lage ein. Seit Montag letzter Woche steht die Luftdrücke. Sie ist bereits jetzt die größte Evakuierungsoperation in der Geschichte der Bundeswehr. Ich möchte auf ein Dilemma bei Entscheidungen dieser Art hinweisen. Denn stellen wir uns für einen Moment vor, Deutschland hätte im Frühjahr nicht nur mit dem Abzug der Bundeswehr begonnen, sondern gleich auch mit dem Abzug von Mitarbeitern und Ortskräften deutscher Hilfsorganisationen. Manche hätten dies sicher als vorausschauende Vorsicht gewürdigt, andere dagegen als eine Haltung abgelehnt, mit der die Menschen in Afghanistan im Stich gelassen und ihrem Schicksal überlassen werden. Einen Tag später soll Jule Afghanistan verlassen. Zehn Tage war sie im Chaos von Kabul. Die Maschine, mit der Jule ausfliegen soll, ist im Landeanflug. Und genau in diesem Moment detoniert die Bombe. Ein Selbstmordattentäter des IS zündet seinen Sprengsatz mitten in der Menschenmenge am Abbeygate. Fast 200 Menschen werden dabei getötet. Jules Flugzeug setzt gar nicht erst auf. Es startet sofort wieder durch. Wir waren halt auch so darauf konzentriert, dann irgendwie auf dieses Flugzeug zu kommen, dass das dann erst im Nachhinein uns wirklich bewusst geworden ist, was da gerade passiert ist. Am selben Tag beendet die Bundeswehr die Flüge, mit denen sie Menschen aus Kabul rausbringt. Wer jetzt noch hier weg will, muss sich andere Fluchtwege suchen. In den Tagen, in denen Jule und ihre Kameraden in der Schleuse über Leben und Tod entscheiden, sitzt der deutsche Spitzendiplomat Markus Potzel in einem Hotel in Katar. Ihr kennt ihn aus Folge 1. Potzel war für Deutschland beim Doha-Abkommen dabei. Und er war dabei, als Deutschland danach versuchte, mit den Taliban eine politische Lösung für Afghanistan auszuhandeln. Vielleicht sogar eine Machtteilung. Ich habe die Taliban immer wieder gefragt, was habt ihr eigentlich vor? Was, angenommen ihr übernehmt die Macht, was ist euer Plan? Wir haben sich immer bedeckt gehalten. Es gibt beide Theorien, die einen sagen, die wussten ganz genau, was sie taten und haben auf diesen militärischen Erfolg hingearbeitet. Andere sagen, sie wurden selber überrascht von der Geschwindigkeit ihres Erfolgs und haben dann ab einem bestimmten Punkt die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung dann einfach verworfen. Im August 2021 ist klar, die Taliban wollen nicht Teil einer Lösung sein. Sie wollen die ganze Macht. Und genau davor wollen sich nicht nur Afghaninnen und Afghanen in Sicherheit bringen, sondern auch deutsche und andere ausländische Kräfte. Markus Potzel hat jetzt eine neue Aufgabe. In Doha, wo er so oft mit den Taliban verhandelt hat, soll er die sichere Ausreise für so viele Menschen wie möglich aushandeln. Potzel kennt sich aus. Er war schon deutscher Botschafter in Afghanistan und danach Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan. Eigentlich hätte er auch jetzt in Kabul sein sollen und zwar wieder als Botschafter für Deutschland. Dann hatten wir uns geeinigt auf das Abflugdatum 15. August 2021. Ich war gebucht auf einen Turkish Airlines Flug nach Istanbul und sollte am Morgen danach in Kabul einfliegen. Und als ich dann mittags hörte, Kabul wurde eingenommen von den Taliban, habe ich den Staatssekretär angerufen und gefragt, soll ich jetzt noch fliegen? Und dann sagt er, nein, bleiben Sie mal, wo Sie sind, wir sind in Berlin und wir evakuieren gerade. Stattdessen fliegt Markus Potzel am nächsten Tag nach Doha. Er soll mit den Taliban aushandeln, dass unsere Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen der Botschaft sowie auch die Ortskräfte von der Bundeswehr, von der GEZ, von der Botschaft, dass die sicheres Geleit kriegen, dass die vor allen Dingen das Land verlassen konnten. Das war bizarr. Ich saß in meinem Hotel in Doham. Da war so eine Badelandschaft, da planschten die Kinder und ich saß da und kriegte ständig Anrufe von Afghanen, die verzweifelt waren und aus dem Land raus folgten. Auch die Tage vor dem Terroranschlag verfolgt Potzel live mit. Ich musste Leuten sagen, auch Hilfsorganisationen, die es gut gemeint hatten, geht da jetzt nicht hin, schickt da keine Leute hin. Und dann wurde man mit dem Vorwurf konfrontiert, wir wollten diese Rettungsaktionen irgendwie sabotieren. Also das war eine höchst angespannte Situation. Chaos und Überforderungen sind das eine. Aber Sabotage, also Menschen mit Absicht ihrem Schicksal überlassen zu haben, das ist ein schwerer Vorwurf. Nach dem Ende der Mission fordert das Parlament in Deutschland Aufklärung. Was ist am Flughafen wirklich passiert? Welche Rolle hat die deutsche Regierung dabei gespielt? Welche Verantwortung tragen wir für das Scheitern der Mission? Der Bundestag will das herausfinden und nutzt dafür seine schärfste Waffe. Ein Untersuchungsausschuss wird eingerichtet. Das Parlament kann Akten anfordern und Zeugen vernehmen. Einer der Zeugen vor dem Untersuchungsausschuss ist Markus Potzel. Hat auch Deutschland dazu beigetragen, dass die Taliban wieder so stark werden konnten? Zum Beispiel dadurch, dass es mit den Taliban über die Zukunft des Landes verhandelt hat? Es war auf alle Fälle richtig, dass wir es versucht haben. Dass es letzten Endes nicht von Erfolg gekrönt war, er hatte viele Ursachen, aber die waren so auch nicht vorhersehbar. Insofern würde ich es auch heute wieder versuchen. Potzel sagt, aus seiner Perspektive habe die Bundesregierung bis zum Schluss gehofft, es könnte eine friedliche Lösung geben. Eine diplomatische. Aber alle Versuche, mit den Taliban zu verhandeln, scheitern. Und so bleibt ihm nur, im August 2021 erneut mit den Taliban zu sprechen. Diesmal darüber, wie die Menschen aus Kabul vor ihnen fliehen können. Zu den Taliban kommen wir in der nächsten Folge nochmal. Hier nur so viel. Ich glaube, dass man einfach verstehen muss, dass wir es mit der Terrorgruppe weiterhin zu tun haben. Eine Terrorgruppe, die ein Staat regiert, ist immer noch eine Terrorgruppe. Und dann muss man natürlich überlegen, mit wem man redet. Die Frage, die Omid Nouripour stellt, ist eine Frage, die schon früher die deutsche Politik bewegt und die heute noch dringlicher wird. Wie gehen wir mit den Taliban um? Vor allem, wenn sie heute das Land regieren. Alles, was in Richtung der Anerkennung einer Terrorgruppe als staatliche Autorität geht, ist, glaube ich, keine gute Idee. Nicht im Sinne und Interesse Deutschlands, weil das natürlich für andere Terrorgruppen eine Blaupause ist, wie man uns erpressen kann. Seit die Taliban zurück sind, haben westliche Staaten und Hilfsorganisationen fast alle Zahlungen an Afghanistan gestoppt. Humanitäre Krisen und zunehmende Grundrechtseinschränkungen bestimmen seitdem den Alltag. Das Land hat jedes Jahr jetzt eine Hungersnot. Die von mir beschriebene landwirtschaftliche Lage ist ja nicht gebessert worden oder die Winterhilfe kommt nicht mehr. Also es ist dramatisch. Millionen von Menschen sind von Hunger betroffen. Keiner kann in die Zukunft sehen. Doch als Omid Nouripour, der viele Jahre die Entwicklungen in Afghanistan begleitet hat, im August 2021 aus der Ferne mit ansieht, was in Afghanistan passiert, ahnt er, was auf das Land zukommen wird. Und als die Taliban auf Kabul losmarschierten ohne Gegenwehr und das in großer Geschwindigkeit und dann die Regierung Ghani innerhalb von Stunden, muss man sagen, zusammenbrach, da brach auch, ich weiß gar nicht, wie ich es anders sage, mir bricht was. Das war einfach nur furchtbar. Es gibt etwas, das sich unter den Taliban verbessert hat. Seit sie wieder an der Macht sind, gibt es in Afghanistan weniger Kampfhandlungen und Anschläge. Der Preis? Ein Leben unter totaler Kontrolle. Meine Kollegin Katrin Eigendorf ist im Juni 2026 vor Ort, um eine Doku zu drehen. Die findet ihr übrigens auch schon im ZDF-Streaming. Sie trägt den Titel Frontlines. Kabul, die Rückkehr der Taliban. Ich spreche mit ihr am Morgen nach ihrer Rückreise. Katrin ist seit 2004 immer wieder in Afghanistan. Ihre letzte Reise ist nicht mal ein Jahr her. Also was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass die Armut nochmal dramatisch mehr geworden ist. Es ist natürlich auch im Sommer nochmal besonders hart, da fehlt Trinkwasser. Es sind deutlich weniger Frauen auf den Straßen. Das Vorgehen der Taliban gegenüber Frauen, die sich nicht entsprechend ihren Tugendvorstellungen bekleiden, das hat sich jetzt doch nochmal verändert und das sieht man auch dann direkt im Straßenbild. Und so muss man eigentlich jedes Mal, wenn man nach Afghanistan fährt, sich immer wieder darauf einlassen, wie hat sich die Situation verändert. Katrin ist als deutsche Journalistin vor Ort einigermaßen geschützt. Sie hat auch immer afghanische Kollegen an ihrer Seite, wenn sie in Kabul unterwegs ist. Dennoch. Wenn ich dann zum Beispiel irgendwo hingehe in ein Geschäft oder wir drehen irgendwo, dann habe ich immer unseren Mitarbeiter an der Seite. Und ich sage mal, in acht von zehn Fällen heißt es dann irgendwann Schluss, geh ins Auto. Das wird jetzt hier problematisch. Man merkt schon, das öffentliche Leben wird jetzt von einer Männerkultur bestimmt, in der du als Frau eigentlich keine Rechte mehr hast. Die Taliban verfolgen sie auf Schritt und Tritt. Als sie während ihrer Reise mit einer afghanischen Interviewpartnerin und einem Kamerateam unterwegs ist, kommt sofort eine Beschwerde beim ZDF an. Nun sind wir draußen über die Straße gelaufen und kurze Zeit später hatte mein afghanischer Kollege, der bei uns in Mainz sitzt, schon die Nachricht, was machen die da? Überall sind Überwachungskameras und das ist ja das Gesicht eines totalitären Staates. Du bist immer unter Kontrolle. In Folge 1 sprachen wir von einer Kette aus Dominosteinen. Trumps Deal mit den Taliban ist der erste Stein, der fällt. Dann kippen auch alle anderen. Und alles endet im Chaos. Die Folgen dieses Chaos sieht Katrin heute vor Ort. Und die Leidtragenden? Das sind die Menschen in Afghanistan. Ich habe mich diesmal mit einer jungen Frau getroffen, die ist Ingenieurin gewesen, hat für Entwicklungshilfeorganisationen gearbeitet. Und ich habe sie mehrfach gefragt, wie willst du das wirklich machen? Du weißt, dass das nicht ungefährlich ist. Das ZDF wird von den Taliban sehr, sehr eng begleitet. Die gucken sich alles an, was wir machen. Und sie hat gesagt ja, weil es ist alternativlos für mich, für meine Rechte zu kämpfen. Der Name der jungen Ingenieurin ist Hasina. Hasina unterrichtet heute junge Mädchen. Hasina spricht von der Schule auf Pashto. Katrin besucht sie dort. Die Schule bietet Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung am Computer. Sie lernen Englisch und verschiedene Skills, die sie brauchen können, um in der Wirtschaft erfolgreich zu sein. Der Besitzer dieser Privatschule gibt heimlich auch Jugendlichen Mädchenunterricht. Dafür nimmt er kein Geld. Und dann habe ich gesagt, ja, aber was passiert, wenn jetzt hier die Taliban auftauchen? Da habe ich dann gesagt, naja, Mädchen dürfen bis zur sechsten Klasse in die Schule gehen. Wenn hier ein Taliban auftauchen würde, würden einfach alle sagen, sie sind erst 13 oder 14. Und trotz dieser Zustände hält Katrin es für falsch, die Taliban allein zu dämonisieren. Und zwar nicht, weil sie nicht gefährlich wären, sondern weil sie nicht die Einzigen sind. Vieles, was in diesem Land gegen Frauen zum Beispiel gelaufen ist, was man als den Hauptfaktor des Fortschritts gesehen hat, ist nicht immer nur von den Taliban gemacht worden. Es gibt auch in Afghanistan den neidischen Nachbarn, den Dorfältesten, der die Taliban hasst, aber trotzdem Frauen nicht auf der Straße haben will. Vielleicht werden Orte wie die Untergrundschule vom Regime auch stillschweigend geduldet, weil trotz allem auch den Taliban klar zu sein scheint, dass es ohne Bildung nicht geht. Bildung hat einen sehr, sehr hohen Stellenwert in Afghanistan. Ich denke mir manchmal, wenn ich mit Kindern oder Jugendlichen spreche, die dann einfach auch weinen. Mädchen, die weinen und sagen, wir möchten in die Schule gehen. Das müsste man unseren Kindern hier zeigen. Also dass Bildung einfach als eine Möglichkeit begriffen wird, dem Elend zu entkommen. Katrin glaubt, dass dieses Bewusstsein auch mit der westlichen Intervention zu tun hat. Das wirkt sehr stark nach, weil du hast ja jetzt eine ganze Generation, sogar anderthalb Generationen von Menschen. Das ist natürlich nicht die Mehrheit der Afghanen, aber es ist eine stabile Minderheit, die über eine sehr gute Ausbildung auch verfügen. Die gut Englisch sprechen, die auch wissen, wie politische Systeme außerhalb Afghanistans funktionieren. Die wissen, was sind Menschenrechte, die wissen, wie funktioniert eine Demokratie, die gesehen haben, welche Möglichkeiten es gibt und die diese Möglichkeiten ja auch aktiv genutzt haben, um eine gute Ausbildung zu bekommen. Für mich klingt das paradox. Wenn Bildung so wichtig ist, warum lässt sich die Gesellschaft da so unterdrücken? Warum kämpft sie nicht für die Rechte der Mädchen und Frauen? Diese Frage kann man eigentlich in jedem totalitären Regime immer daran messen, wie gewaltbereit ein Staat ist. Und das ist ein totalitäres Regime. Das würde ich sagen, ist sein wichtigstes Kennzeichen, jenseits von allen religiösen Fragen, weil das Verbot von Schulbildung hat überhaupt nichts mit Islam zu tun. Da sind sich alle Experten einig und das kritisieren auch viele Afghanen. Dieses Regime ist einfach extrem gewaltbereit. Und trotzdem gibt es sie, die Frauen, die kämpfen. Eine davon ist Hasina. Sie sagt, sie wünscht sich internationale Aufmerksamkeit für die Frauen in ihrem Land. So, wie es sie für die Frauen in Iran gegeben habe. Für die Unfreiheit, die sich für afghanische Frauen heute breitmacht, macht sie auch die internationale Staatengemeinschaft verantwortlich. Um die Rechte von Frauen ging es nicht im Doha-Abkommen. Was das für Mädchen und Frauen in Afghanistan bedeutet, das sieht meine Kollegin Katrin dort bei ihrer Drehreise auf den Straßen. Aber es gibt auch Folgen, die unsichtbar bleiben. Bis jemand davon erzählt. Und er sagte, was ihm auch besonders zu schaffen macht, ist, dass er immer mehr Mädchen als Patientinnen hat, die unter schweren Depressionen leiden, die Selbstmordversuche begehen. Er, das ist ein Kinderarzt. Katrin kennt ihn seit Jahren. Er arbeitet in einem Kinderkrankenhaus und die humanitäre Lage in Afghanistan, die er beschreibt, ist katastrophal. Babys und Kleinkinder können nicht genug versorgt werden. Wie sehr ihm das nahe geht, sieht man ihm an. Mich hat das total schockiert zu sehen, dass dieser Mann auf einmal völlig in sich zusammengefallen war. Und dabei ist gar nicht selbstverständlich, dass er überhaupt noch hier ist. Während des Abzugs der Alliierten war er im Chaos des Flughafens und er ist dabei beinahe umgekommen. Er hat mir jetzt, als ich ihn getroffen habe, Videos davon gezeigt. Obwohl er ein Arzt ist und doch über entsprechende Bildung verfügt. Gehörte er zu denen, die wirklich gedacht haben, sie können sich noch irgendwie an diesen Flieger dranhängen? Er war so verzweifelt, er hat dann ein Bild auch noch von sich gemacht, wie er dann aus dem Flughafen oder auf der Straße da wieder weggeht. Diesen Kinderarzt hat Katrin erneut für die Doku Frontlines, Kabul, die Rückkehr der Taliban getroffen und mit ihm gesprochen. Das Chaos des Abzugs und seine Folgen haben viele Menschen gezeichnet. Die, über die entschieden wurde, aber auch die, die entscheiden mussten. Das sagt auch Jule. Also meine, ich fange an zu Weingrenzen, ist deutlich gesunken. Afghanistan, das war für Jule nicht irgendein Einsatz. Alle möglichen einsatzvorbereitenden Ausbildungen, die wir davor gemacht haben, sind ja auf dieses Einsatzszenario hin erstellt worden. Und ich komme aus einer Soldatenfamilie, also meine beiden Onkel waren auch schon in Afghanistan. Für mich war das immer so ein Riesenkapitel. Und als sich dann dieses Fenster geöffnet hat mit der Evakuierung, da denkt man natürlich, wow, jetzt kann ich auch nochmal meinen Fuß in dieses Land setzen. Ja, aber dann sieht man die Bilder, man weiß, wie gefährlich dieser Einsatz ist. Katrin sagt, Deutschland und Afghanistan verbindet deshalb so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft. Und die wurzelt einfach in der Tatsache, dass Afghanistan für Deutschland das Land ist, wo wir sicherlich die meisten Ressourcen, sowohl militärisch auch als zivil, über 20 Jahre reingesteckt haben, wo auch Menschen gestorben sind, wo Menschen sich mit ihrem ganzen Leben engagiert haben für den Fortschritt dieses Landes, für die Entwicklung dieses Landes, wo auf der anderen Seite auch Afghanen ihre Lebensentscheidungen, davon abhängig gemacht haben, dass wir da sind an ihrer Seite. Und deswegen glaube ich, Schicksalsgemeinschaft in dem Sinne, dass man nicht einfach sagen kann, so, jetzt sind wir weg. Was sagen wir den Familien, Bundeswehrsoldaten? Das war für nichts. Was sagen wir jungen Frauen, die ihre ganze Energie da reingesetzt haben und ihre ganze Hoffnung? Welche Verantwortung trägt auch Deutschland nach 20 Jahren Einsatz in Afghanistan? Und nach einem Abzug, der die Zukunft der Afghanen nur bedingt mitgedacht hat? Die Taliban, die ich heute sehe, die laufen in amerikanischen Uniformen rum. Die haben amerikanische Waffen. Das hat auf jeden Fall die Taliban mit Waffen versorgt, die sie eigentlich nicht haben sollten. Was sagen wir Menschen wie Hasina? Sie hofft darauf, dass die Welt, dass wir Afghanistan nicht vergessen und allein den Taliban überlassen. Bitte lasst uns nicht mit den Taliban allein. Die Fehler von Afghanistan können wir nicht ungeschehen machen. Aber daraus lernen, das geht. In Davos hat Trump nicht nur die Kampfbereitschaft der NATO-Truppen in Afghanistan infrage gestellt, sondern die gesamte Partnerschaft. Es gibt keine NATO mehr, bei der die anderen sich auf die Vereinigten Staaten verlassen können und keine Allianz mehr, bei der die Vereinigten Staaten sich auf die anderen verlassen wollen. Die gibt es einfach nicht mehr. Im September 2025 sagt ein hochrangiger Sprecher der Taliban. Unter keinen Umständen werde ein Teil Afghanistans jemals an jemand anderen übergeben. Der Grund ist, Donald Trump hatte angekündigt, dass die USA die Luftwaffenbasis Bagram in Afghanistan zurückhaben wollen. Aber dafür müssen sie mit den Taliban verhandeln. Die stellen sich gegen Trump und sie sind dabei nicht allein. Das war Trump und die Akte Afghanistan. Wie ihr in der Folge eben schon gehört habt, anlässlich des fünften Jahrestags des NATO-Abzugs aus Afghanistan, möchten wir euch zwei weitere ZDF-Produktionen ganz besonders ans Herz legen. Zum einen die fiktionale Serie Kabul – Flucht aus der Hölle. Und zum anderen die Auslandsjournal-Dokumentation von Katrin Eigendorf – Frontlines. Kabul – Die Rückkehr der Taliban. Beides, also Serie und Doku, findet ihr im ZDF-Streaming-Portal. Schaut da unbedingt mal rein. Wir können euch das beides wärmstens empfehlen. ZDF-Auslandsjournal, der Podcast. Trump und die Akte Afghanistan ist eine Produktion von Bose Park Productions im Auftrag des ZDF-Auslandsjournals in Kooperation mit der Hauptredaktion Internationale Fiktion. Host Shakuntala Benerji. Lead-Autorin Katharina Rahn. Lead-Producerin Jelena Berner und Julia Ilan. Redaktion Laila Mehles und Micky Sitch. Schnitt und Sound, Fabio Lautenschläger und Sebastian Schäfer. Musik, Flemming Nordkrug, der für die Serie Kabul, Flucht aus der Hölle, die Musik komponiert hat. Adaption für den Podcast, Alexander von Bargen. Cover, Cara Gazarian und Lena Neff. Fact-Checking, Klaus Schwartau. Executive Producer, Sue Holder und Chris Guse. ZDF-Sound Nikolas Keller ZDF-Auslandsjournal-Produktion Linda Klemann und Ulrike Schork ZDF-Auslandsjournal-Redaktion Narin Schewin-Bohrn und Matthias Puppert, Leiterin ZDF-Auslandsjournal Stefanie Schöneborn Besonderer Dank an Katrin Eigendorf, Elmar Thewissen, Mathis Feldhoff, Andreas Künast, Lennart Reipp, Frank Seibert, Frank Barloch, Jasmin Meder, Hauptredaktionsleiterin der Fiktion und natürlich an alle unsere Gesprächspartner.