Hallo, schön, dass ihr zuhört. Normalerweise hört ihr hier neue Folgen von der Trump-Effekt. Diesmal haben wir was Besonderes für euch. Vor fünf Jahren ist die NATO aus Afghanistan abgezogen. Und was dabei und danach passiert ist, war schrecklich. Und es hat die Welt in Atem gehalten. Zum Jahrestag des Abzugs haben wir uns gefragt, was ist damals schiefgelaufen? Wie geht es Afghanistan heute? Wie geht es der NATO heute? Und was hat Donald Trump damit zu tun? Dies ist Folge 1 unserer vierteiligen ZDF-Auslandsjournal-Podcast-Serie Trump und die Akte Afghanistan. In diesem Podcast benutzen wir an manchen Stellen Töne aus der fiktionalen ZDF-Serie Kabul – Flucht aus der Hölle. Es sind keine Originaltöne. Die Serie findet ihr im ZDF-Streaming. Am 14. März 2025 passiert etwas Ungewöhnliches im US-Justizministerium. Im Hauptgebäude gibt es die Great Hall und dort ist eine Bühne aufgebaut. Mit Rednerpult. Am Pult steht Donald Trump. Hinter ihm schwere blaue Samtvorhänge und darauf gut sichtbar das Logo des DOJ, des Department of Justice. Es ist selten, dass ein amtierender Präsident die Nähe zum Justizministerium sucht. Trumps Vorgänger haben sich da eher zurückgehalten, weil die Unabhängigkeit der Justiz gewahrt bleiben sollte. Donald Trump macht es anders. In seiner Rede soll es eigentlich um Innenpolitik gehen, aber Trump löst sich schnell vom vorbereiteten Text. Die Rede im DOJ wird zu seiner ganz persönlichen Abrechnung mit der Justiz und dem FBI. Sie spieden auf meine Kampagne, launchen eine hoax- und disinformation-Operation nach der anderen, brechen die Law auf eine kolossal-Skale Trump zählt eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten auf, für die er seine politischen Gegner verantwortlich macht. Und dann geht es plötzlich um Afghanistan. Afghanistan. Wenn man auf Afghanistan schaut, das war wohl das Putin angefangen hat. Weil wenn er auf wie schrecklich wir sah, ich denke, das war der most embarrassingen Tag. Trump nennt den Abzug aus Afghanistan den peinlichsten Moment in der Geschichte der USA. Dieser Abzug im August 2021 sei ein einziges Chaos gewesen. Dieses Chaos habe Putin ermutigt. Sonst wäre der niemals in die Ukraine einmarschiert. Auch die Hamas hätte sich nie getraut, Israel am 7. Oktober anzugreifen. In Afghanistan hätte der Westen Schwäche gezeigt. Vor den Augen der Welt. So deutet Trump die Geschichte. Sie hätten die US-amerikanische Militärbasis Bagram überstürzt aufgegeben. Und nicht nur das, sondern auch die Diensthunde. Sie haben die Tiere hinterlegt, by the way. Viele Leute sagen, was über alle Tiere? Sie haben viele Tiere. Und sie haben die Tiere hinterlegt. Und was eine Schmerz. Was eine Schmerz. Was für eine Schande. Wenn ich an den Abzug der USA und der NATO im August 2021 aus Afghanistan denke, denke ich nicht an Hunde. Tausende Menschen versuchen in den Tagen vor dem Abzug in den Flughafen von Kabul zu gelangen. Die Taliban fahren mit Pickup-Trucks durchs Land und übernehmen eine Stadt nach der anderen. Die Bilder, die mir in den Kopf kommen, das sind Bilder von dichten Menschenmassen, die sich um die Flughafenmauern drängen. Menschen, die verzweifelt versuchen, die Mauern zu überwinden. Menschen, die sich in Panik an startende Flugzeuge klammern. Die Lage ist damals extrem chaotisch. Immer wieder fallen Schüsse. Und, wirklich kaum zu glauben, von den startenden Flugzeugen fallen tatsächlich Menschen. Am 26. August begeht der IS einen Terroranschlag am Abbey Gate, dem Haupteingang zur Evakuierungszone des Flughafens Kabul. Mehr als 180 Menschen sterben bei dem Anschlag. Darunter 13 US-Soldaten. Das ist für mich die Schande von Kabul. Man kann sich, glaube ich, die Szenen, die sich rund um diesen Flughafen abgespielt haben, nicht dramatisch genug vorstellen. Chaos in Kabul. Wer kommt überhaupt noch raus aus Afghanistan? Tausende Menschen versuchen, das Land zu verlassen. Und das scheint nach wie vor sehr, sehr schwer zu sein. Genau, wir haben uns jetzt heute zum, ich weiß nicht, zum fünften Mal, glaube ich, auf dem Weg zum Flughafen begeben. Das war aber nur pures Chaos. Das ist eine Riesenmenschenmenge, die es uns überhaupt nicht ermöglicht haben, da überhaupt durchzukommen. In Kabul starten und landen wieder zahlreiche Militärtransporter, aber die Lage rund um den Flughafen ist nach wie vor chaotisch. Tausende Afghanen versuchen weiter auf das Gelände zu gelangen. Der Zugang wird von US-Soldaten bewacht, die auch Warnschüsse abfeuern. Da sind Flugzeuge leer zurückgeflogen, weil diejenigen, die da rein sollten, den Weg in den Flughafen nicht gefunden haben. Die haben ihre Babys rübergereicht zu den Soldaten, um zumindest die irgendwie in Sicherheit zu bringen. Das ist meine Kollegin, die internationale Sonderkorrespondentin des ZDFs, Katrin Eigendorf. Katrin berichtet seit vielen Jahren aus Afghanistan und war gerade wieder dort. Ihre Doku, Frontlines, Kabul, die Rückkehr der Taliban. Über das heutige Leben unter den Taliban findet ihr im ZDF-Streaming. Alle, die damals in irgendeiner Weise involviert waren, die werden jetzt eben schon seit Monaten von der Pentagon-Führung entfernt aus ihren Ämtern. Und das ist mein Kollege Elmar Thewissen. Er leitet das ZDF-Studio in Washington. Ihr kennt Katrin und Elmar aus unserem Podcast Der Trump-Effekt. Gemeinsam mit den beiden und mit vielen anderen Gesprächspartnerinnen und Partnern, wollen wir in diesem Podcast auf den chaotischen Abzug aus Afghanistan, seine Ursachen und seine Folgen blicken. Und ich bin Shakuntala Banerjee. Ich arbeite seit mehr als 20 Jahren fürs ZDF. Als Reporterin, Auslandskorrespondentin und Moderatorin. Als die Taliban 2021 die Macht wieder an sich reißen, bin ich Korrespondentin in Berlin. Dort geht es auf einmal nur noch um eines. Wie können hunderte Deutsche und all die mit Deutschland verbündeten Afghaninnen und Afghanen vor den Taliban gerettet werden? Die Bilder aus Kabul haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Vor allem die von Menschen, die lieber den Tod durch den Sturz vom startenden Flugzeug in Kauf nehmen, als ein Leben unter den Taliban. Das zu sehen hat mich damals sehr an die Terroranschläge von 9-11 erinnert. Auch damals sind Menschen in den Tod gestürzt, weil sie dem, was auf sie zukam, entkommen wollten. Und der Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 ist auch der Grund, warum die USA und ihre Verbündeten in Afghanistan einmarschieren. Afghanistan ist der erste sogenannte Bündnisfall in der Geschichte der NATO, der eintritt, wenn ein NATO-Staat angegriffen wird. Der Angriff auf einen NATO-Staat gilt als Angriff auf alle NATO-Staaten und der wird dann gemeinsam bekämpft. So beginnt im Oktober 2001 die NATO-Mission Operation Enduring Freedom in Afghanistan. Doch die dauerhafte Freiheit, die diese Mission im Titel trägt, die gibt es bis heute in Afghanistan nicht. Im Gegenteil. Heute herrschen wieder die Taliban und das Land versinkt in Armut und Unterdrückung. Die Mission gilt als gescheitert und mit ihr der gemeinsame 20-jährige Einsatz, von dem Donald Trump heute behauptet, den hätten die USA auch ohne die NATO-Partner hinbekommen. Für mich als Journalistin, die das Verhalten von Politikern und die Beziehung zwischen Staaten analysiert, ist das ganz schön schwer anzuhören. Klar, Donald Trump provoziert gerne. Das gehört zu seinem politischen Stil. Aber hier legt er mit seiner Provokation die Axt an ein ehernes Prinzip der Außenpolitik. Das den NATO-Staaten über Jahrzehnte Sicherheit und Stabilität garantierte. Es geht um das Primat der Kontinuität. Oder mit anderen Worten darum, dass Staaten, die miteinander befreundet sind, untereinander verlässlich sind, und den gemeinsamen Bündnissen treu bleiben. Davon scheint Trump mit Blick auf die NATO wenig zu halten. Afghanistan ist der erste Beleg dafür, dass Donald Trump die Allianz zerbrechen wollte und weiterhin zerbrechen will. Eine Mission, die als Verteidigung der USA begann, endet im Zerwürfnis mit den USA und in Angst und Elend für die Menschen in Afghanistan. In diesem Podcast rekonstruieren wir, warum der Abzug aus Afghanistan so schiefgelaufen ist. Wir untersuchen, wie die Taliban wieder aufsteigen konnten. Wir versuchen zu verstehen, was damals zwischen den NATO-Partnern zerbrochen ist. Und wir fragen, welche Verantwortung trägt Deutschland? Fünf Jahre nach dem Abzug schlagen wir die Akte Afghanistan wieder auf. Und stellen fest, es hätte auch anders kommen können. Nämlich besser. Und Donald Trump? Der nutzt das alles für sich. Ihr hört Trump und die Akte Afghanistan. Und das ist Folge 1. Schande. Es ist 2024. Wir sind beim Nominierungsparteitag der Republikaner. Hallo Amerika. Ich bin Christy Shamblin. Meine Dauernin-Lau, Sergeant Nicole Leanne G. Etwa 50.000 Menschen sind in eine Mehrzweckhalle nach Milwaukee gekommen. Sonst finden hier Konzerte statt. Es war eine Vereinbarung des USA, und sie wurde bei Abbegate in Afghanistan geblieben, mit 12 ihrer Brüder und Schöne-in-Arm. Donald Trump wird an diesem Tag offiziell zum Kandidaten für die Präsidentschaft gewählt. Er hat Angehörige von US-Soldatinnen und Soldaten eingeladen. Sie stehen auf der Bühne und halten Fotos hoch. Auf den Fotos sehen wir Familienmitglieder. Sie waren in Afghanistan stationiert und sind beim Terroranschlag während des Abzugs ums Leben gekommen. Joe Biden schuldet den US-Soldaten, die in Afghanistan gedient haben, eine Entschuldigung, sagt diese Mutter. Donald Trump hingegen werde deren Mut und die Opfer, die sie gebracht haben, nie vergessen. Joe Biden owes the men and women that served in Afghanistan a debt of gratitude and an apology. Donald Trump loves this country and will never forget the sacrifice and bravery of our service members. Join us in putting him back in the White House. Die Familien der Opfer machen jetzt Wahlkampf für Trump. Sie unterstützen folgende Geschichte, die Trump immer wieder in der Öffentlichkeit erzählt. Dass die Demokraten und dass Joe Biden gewissermaßen Schuld daran haben, nicht nur am Tod der US-Soldaten, sondern an diesem ganzen Chaos, was da existierte, und sich selber dabei zu entschulden. Das Narrativ ist nicht neu. Schon während des überstürzten Abzugs der NATO-Truppen im August 2021 greift Trump die Biden-Regierung an. Damals spricht er von der größten außenpolitischen Schande in der Geschichte der USA. Und er fordert, Joe Biden solle sein Amt niederlegen und zurücktreten. In Schande. It is time for Joe Biden to resign in disgrace for what he has allowed to happen to Afghanistan. Das steht in einer schriftlichen Erklärung. Trump lässt sie am 15. August 2021 veröffentlichen. Die Evakuierung aus Kabul hat da gerade erst begonnen. Was richtig ist, man hätte organisatorisch noch einiges anders machen können in diesen Monaten. Und was auch richtig ist, ich glaube, da hat Donald Trump einen Punkt, dass die Art und Weise des Abzugs der Vereinigten Staaten ein Bild der Schwäche erzeugt haben. Aber? Donald Trump ist derjenige, der quasi die ganze Bühne gebaut hat für das, was da passiert ist. Die Bühne, von der Elmar hier spricht, das ist der Boden, auf dem am Ende das lebensgefährliche Chaos von Kabul gedeiht. Ganz konkret ist es ein Deal. Ein Deal mit den Taliban, den Donald Trump 2020 von seinen Leuten aushandeln lässt. Damals ist Trump in seiner ersten Präsidentschaft. Und er will ein Wahlkampfversprechen halten. Er will die USA rausholen aus internationalen Militäreinsätzen. Das USA-Taliban-Abkommen für den Weg zum Frieden, wie der Deal damals heißt, ist ein Signal an seine Wähler. Und es setzt, wie ein Dominostein, eine Kettenreaktion in Gang, die in einem Hotel in Katar beginnt und dem Kampf um Leben und Tod am Flughafen von Kabul enden wird. Ein Kampf, für den Trump Joe Biden als Schuldigen ausgemacht hat. Aber jetzt nochmal, das ist nicht die alleinige Schuld von Joe Biden. Und das ist in allererster Linie auch die Schuld eines Präsidenten Donald Trump, der dadurch, dass er Terroristen, den Taliban, einem Unrechtsregime, nachgewiesenermaßen aus der Zeit vor 9-11, ein Unrechtsregime, das Feld überlassen hat. Und Amerika rausgezogen hat, die Menschen sich selbst überlassen hat. Wenn Trump von Schande spricht und dabei mit dem Finger auf Joe Biden zeigt, klammert er also seine Rolle bei den Entwicklungen aus. Doch wie schwer wiegt diese Rolle eigentlich für die Entwicklungen? 20 Jahre waren NATO-Truppen in Afghanistan. In dieser Zeit regierten in den USA vier verschiedene Präsidenten. George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump in seiner ersten Amtszeit und schließlich Joe Biden. Und da liegt auch schon eines der Probleme. Every nation in every region now has a decision to make. Either you are with us or you are with the terrorists. Das ist George W. Bush 2001. Er ist US-Präsident, als Al-Qaida-Terroristen zwei Passagierflugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers steuern. Ein weiteres ins Pentagon, das zentrale Gebäude des amerikanischen Verteidigungsministeriums lenken und ein viertes Entführen, das später abstürzt. Knapp 3000 Menschen töten die Terroristen dadurch am 11. September 2001. Amerika steht unter Schock und Präsident George W. Bush ruft seine Verbündeten zur Hilfe. Zum ersten Mal aktiviert ein Land die NATO-Beistandsklausel. Entweder ihr seid auf unserer Seite oder ihr seid auf der Seite des Feindes, sagt Präsident Bush damals. Diese Feinde sind Osama Bin Laden und Al-Qaida. Sie verstecken sich in Afghanistan. Und damit werden auch die zu Feinden, die ihnen Unterschlupf gewähren. Die damaligen Herrscher Afghanistans, die Taliban. Die Alliierten marschieren zusammen in Afghanistan ein. Ihr Ziel? Bin Laden fassen, Al-Qaida zerstören. Das, ist. Die Stimme von General Ben Hodges. Er gehört zu den höchstrangigen Soldaten Amerikas. Er war Chef der US-Landstreitkräfte in Europa und hat Erfahrung mit internationalen Militäreinsätzen. Seine Karriere ist eng verbunden mit der Präsidentschaft von Barack Obama. Donald Trump gegenüber ist er sehr kritisch. Als Hodges 2009 nach Afghanistan entsandt wird, hat gerade Präsident Barack Obama die Mission neu definiert. Bin Laden ist nach Pakistan geflohen, wo ihn die Amerikaner zwei Jahre später aufspüren und töten werden. Al-Qaida hat sich zurückgezogen. Und die Taliban sind längst gestürzt. Aber Obama schickt mehr Truppen nach Afghanistan. Es war weniger fokussend auf den Krieg, und mehr fokussend auf den Afghans zu helfen. Und das war Teil der Re-Shapen der Strategie. Ben Hodges geht im Sommer 2009 als US-Soldat nach Afghanistan. Und nicht nur als einfacher Soldat, sondern als Director of Operations. Ein Director of Operations plant und koordiniert Einsätze. Und er ist die Schnittstelle zur Politik. Hodges sagt, es geht damals eher darum, den Afghanen zu helfen, als darum, gegen Terroristen zu kämpfen. Aber …. Heißt, wenn du nicht weißt, was am Ende rauskommen soll, ist es schwierig, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Den Afghanen helfen, das heißt, mit ihnen zusammen einen funktionierenden Staat aufzubauen. Doch das ist für die Alliierten kompliziert. Wir kommen dazu später nochmal. Hier ist es wichtig zu wissen, die Hauptverantwortung für den Einsatz liegt beim Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gleichzeitig müssen an den Entscheidungen aber auch die NATO-Partner beteiligt werden und mitmachen. So now you've got 32 heads of state and government with a secretary general, and then to get buy-in from all the allies and of course the Afghan government. Because the Afghan government, whoever it is, would have to feel a sense of ownership for this. Und dann soll auch noch die neue afghanische Regierung mit eingebunden werden. Schließlich soll sie das Land irgendwann einmal führen. Ben Hodges, Amerikas Director of Operations, meint selbst, er hätte wissen sollen, was die Verbündeten mit ihrer Mission in Afghanistan erreichen wollen. Doch als er 2009 das Kommando übernimmt, weiß er nur eines ganz sicher. Nach 15 Monaten wird er Afghanistan wieder verlassen. Dann ist sein Einsatz beendet. Obama wurde gewählt im Jahr 2008, kam ins Amt im Januar 2009 und hat relativ bald danach, eine viel beachtete Rede gehalten zum Thema Afghanistan, wo er erklärt hat, dass man ja bald zum Ende kommen würde. Und ab da war die Frage, wie bereitet man das eigentlich vor? Hier hört ihr Omid Nouripour. Von 2022 bis 2024 war er Bundesvorsitzender der Grünen. Seit 2025 ist er Vizepräsident des Bundestages. Außerdem sitzt er jahrelang im Auswärtigen Ausschuss. Zu der Zeit, als Obama die vielbeachtete Rede hält, ist Nouripour Mitglied im Verteidigungsausschuss. Der Präsident nach Obama Trump hat ja angekündigt, dass er dann konkret abziehen wird. Barack Obama stellt schon 2009 das Ende der Afghanistan-Mission in den Raum. Er schickt Soldaten ins Land, die beim Aufbau eines stabilen Staates helfen sollen. Doch den Abzug selbst leitet Obama in keiner seiner zwei Amtszeiten ein. Dafür braucht es einen anderen Präsidenten. Und der heißt Donald J. Trump. Es ist 2020. Elf Jahre nach Obamas Rede. Und wir sind in der ersten Regierungszeit von Donald Trump. Bei dem Moment, in dem der erste Dominostein kippt. Die Taliban sind wieder auf dem Vormarsch. Und sie bekommen unerwartete Unterstützung. Ich erinnere mich noch sehr genau, da war Mike Pompeo, der Außenminister in Doha, Katar, und hat da den Vertrag unterschrieben oder per Handschlag dann auch besiegelt, mit den Taliban, nämlich diese Einigung abzuziehen und die Taliban zu unterstützen, denen die Chance zu geben, die Regierung zu übernehmen. Es ist der Abschluss langer Verhandlungen zwischen den USA und den Taliban. Anderthalb Jahre lang haben sie immer wieder abgeschirmt von der Öffentlichkeit, im Sheraton Hotel in Doha verhandelt. Hier in der Hauptstadt von Katar einigen sie sich auf einen Deal. Das sogenannte Doha-Abkommen wird am 29. Februar 2020 unterzeichnet. Es wird Afghanistans Zukunft entscheidend beeinflussen. Und Pompeo hat da bei diesem Treffen gesagt, jeder Anführer in Afghanistan sollte diese Chance, die sich jetzt bietet, wahrnehmen. Die US-Regierung, Donald Trump, haben ein Signal gesendet an alle Stammesführer, an alle Bürgermeister, an alle, die irgendwo Verantwortung trugen in Afghanistan. Ihr müsst mit den Taliban zusammenarbeiten und nicht mit der damaligen Regierung in Afghanistan. 2020 war ich ZDF-Korrespondentin in Berlin. Ich weiß noch, wie dort schon am Tag der Unterzeichnung die Frage im Raum stand, ob dieses Abkommen für die Taliban der rote Teppich auf dem Weg zur Macht werden könnte. Einen Tag später meldet sich Präsident Trump zu Wort. Er habe mit dem politischen Chef der Taliban telefoniert. Es sei ein sehr gutes Gespräch gewesen. Und Trump sagt, wir wollen keine Gewalt. Ein Sprecher der Taliban bestätigt das Telefonat. Auf Twitter postet er ein Foto. Darauf sitzt die Führung der Taliban um einen Tisch versammelt. In der Mitte ein Telefon. Und noch etwas ist denkwürdig an diesem Abkommen. Weder die NATO-Partner noch die afghanische Regierung sind bei den Gesprächen dabei. Diesen Deal, den handeln die Trump-Regierung und die Taliban aus. Alleine. Da waren Sachen drin, wie zum Beispiel, dass 5000 gefangene Taliban freigelassen werden sollten. Das ist Markus Potzel. Er ist Spitzendiplomat für Deutschland und er ist vor Ort, als das Doha-Abkommen vereinbart wird. Wir haben sehr eng mit den Amerikanern zusammengearbeitet. Sie haben auf unsere Expertise zurückgegriffen, weil wir uns da schon ganz gut auskannten und auch sehr viel Sympathie hatten bei der afghanischen Regierung. Diplomatie ist die Pflege von Beziehungen. Und Potzel kennt die Taliban gut. In Doha wird er zwar zurate gezogen, aber er hat keinen Zugang zu den Gesprächen zwischen der Trump-Regierung und den Taliban. Die US-Regierung verhandelt solo. Und sie hat sich nicht die afghanische Regierung als Verhandlungspartner ausgesucht, sondern die Taliban. Also diejenigen, die die NATO und ihre afghanischen Verbündeten einst gemeinsam gestürzt hatten. Als Journalistin versuche ich in solchen Momenten immer, meinem ersten inneren Reflex zu widerstehen und erstmal zu schauen, welche guten Argumente es für eine Entscheidung gibt. Mein erster Reflex zum Doha-Abkommen war, wie kann man den Taliban nur so viel Macht geben? Tatsächlich war zu dem Zeitpunkt die Chance, die Taliban von der Macht fernzuhalten, vermutlich längst vertan. Die Frage ist, wie konnte es überhaupt so weit kommen? Warum konnten die Taliban in all den Jahren des NATO-Einsatzes wieder ein Machtfaktor werden? Es gibt sehr viele verschiedene Facetten. Lassen Sie mich aber versuchen, ein strukturelles Themenfeld hier mal ein Beispiel zu versehen. Afghanistan ist ein extrem armes Land. Die allermeisten Menschen leben dort von der Landwirtschaft. Omid Nouripour ist nicht nur Grünen-Politiker, sondern auch Afghanistan-Experte. Er wurde in Teheran geboren und er kennt sich auch mit Afghanistan gut aus. Er spricht die afghanische Sprache Dari und kann Pashtu lesen. Es gab von Anfang an fünf sogenannte Lead Nations, die sich um bestimmte Sektoren kümmern sollen. Die Italiener haben sich um Justiz gekümmert, die Deutschen um Polizeiaufbau, die Amerikaner, die Briten und so weiter. Was man nicht gemacht hat, ist sich auch um wirtschaftliche Belange zu kümmern. Es gab keine Lead Nation für Landwirtschaft zum Beispiel. Es gab relativ bald die Sichtbarkeit von Hungersnöten gerade im Winter und dementsprechend begann die Winterhilfe. Es ist ja bekannt, die Amerikaner vernichten ja relativ viel Getreide einmal im Jahr, um den Getreidepreis stabil zu halten und die Amerikaner haben angefangen vor allem Weizen dann in relativ großen Mengen kostenlos nach Afghanistan zu verschicken als Winterhilfe, um Hungersnöte zu verhindern. Das klingt total sinnvoll. Und ja, das hat Leid tatsächlich auch gemildert. Wozu hat das geführt? Der Bauer hat nicht mehr Weizen an den Bauen brauchen, weil der hatte ja keinen Preis mehr. Der Markt war komplett überflutet. Was hat der Bauer also gemacht? Hier müsst ihr wissen, viele Anführer und Kämpfer der Taliban haben sich nach Beginn der NATO-Mission in schwer zugängliche Gebiete zurückgezogen. 2004, 2005 waren die Taliban am Ende. Die hatten kein Geld mehr, die haben kaum mehr Personal bekommen und die Leute hatten das Gefühl, der Staat kommt nach vorne. Aber sie sind noch da und sie sind aktiv. Die Taliban sind gekommen, haben gesagt, pass auf, wenn du jetzt Schlafmohn anbaust und uns zur Verfügung stellst, wir geben dir das Sichtfache von dem, was du für Weizen bisher gekriegt hast. Wir finanzieren uns damit. Deshalb war Afghanistan relativ zügig auch nach 2001 wieder Produktionsstätte Nummer eins der Welt für Heroin. Das ist nur ein Beispiel. Aber ich finde, es zeigt, wie auch Fehler der westlichen Verbündeten den Taliban dabei helfen, sich als militärische und politische Kraft zu halten und Einfluss zurückzugewinnen. Jetzt will ich niemanden rechtfertigen, der am Ende irgendwie sich den Taliban angeschlossen hat. Aber die Mechanismen sind super deutlich gewesen, die ganze Zeit. Was war dann die Antwort der Weltgemeinschaft darauf? Da gab es Delta Forces, vor allem der Briten. Die sind dann vorbeigekommen und haben dann die Schlafmundfelder abgebrannt. Da stand dann der Bauer wiederum vor dem Nichts. Dann kamen die Taliban, haben eben gesagt, ja, dann brauchst du ja vielleicht nicht anbauen. Komm einfach mit, wir ziehen rum und schießen auf die Leute, die dann ein Feld verbrannt haben. Ein späterer US-Abschlussbericht nennt als Gründe für das Scheitern, dass die USA ihre Maßnahmen zu wenig überprüft und Afghanistan politisch zu wenig verstanden haben. Wir haben damit die Sicherheitsmaßnahmen, den Aufbau der Armee und der Sicherheitskräfte, der Justiz, den Kampf gegen Korruption, wir haben damit selber unterspült, was wir selber aufgebaut haben. Wir haben das versammelt, weil wir uns um die existenziellen Sorgen der Leute nicht gekümmert haben. 2020 sind die Taliban also wieder da. Und Trump macht die gefürchteten und international geächteten militanten Islamisten mit seinem Deal im Alleingang zu legitimen Verhandlungspartnern. Es war ein Abkommen im Interesse der USA. Das sagt der Diplomat Markus Potzel. Schon damals gibt es Kritik an dem Abkommen. Der Deal sieht vor, dass die USA binnen 14 Monaten stufenweise alle Truppen aus Afghanistan abziehen. Das ist zeitlich extrem eng. Im Gegenzug sollen die Taliban ihre Kampfhandlungen einstellen, alle Verbindungen mit dem Terrornetzwerk Al-Qaida beenden und kontrollieren, dass Al-Qaida und die Dschihadisten-Miliz islamischer Staat, keinen Zugriff mehr auf das afghanische Territorium haben. Für Ben Hodges, den amerikanischen General, ist das der Moment, der den Kollaps der Mission einleitet. Ein Scheitern, für das Trump heute keine Verantwortung tragen will. Präsident Trump ist absolut nicht zufrieden, dass die Verantwortung für irgendwelche. Fehler oder Fehler erzielen. Und so hat er und viele seiner Unterstützer versucht, Präsident Biden für den Verlust in Afghanistan zu schlagen, wenn es in der Wahrheit nicht möglich war, mit dem Doha-Akriegen. Hodges sagt, Trumps eigener nationaler Sicherheitsberater habe das, was die Trump-Regierung beim Doha-Abkommen mit den Taliban verhandelt hat, ein Surrender-Document genannt. Eine Kapitulationsurkunde. Und von dem Moment an, als der Deal unterzeichnet ist, tickt die Zeit. Die NATO muss raus aus Afghanistan. Trump setzt den Abzug aus Afghanistan in Gang. Danach gibt es kein Zurück mehr. Aber er, der den Abzug beschlossen hat, muss ihn nicht mehr umsetzen. Denn Joe Biden wird Präsident. Er tritt das Afghanistan-Erbe von Trump an. Er ist der vierte Präsident in dieser Mission und der, unter dem sie enden wird. Ich war im Auswärtigen Ausschuss mit allen, die über den Weg gelaufen sind. Habe ich versucht irgendwie zu sprechen, vor allem auch mit den Amerikanern, ob die denn eigentlich genau wissen, was die tun, weil das war ja eigentlich nur ein Hauptsache weg und dann schauen wir mal, was wird. Das waren ja alles innenpolitische Entscheidungen, die haben ja mit Afghanistan relativ wenig zu tun. Joe Biden bleibt zu Beginn seiner Amtszeit Ende Januar 2021 noch gut drei Monate bis zum ausgehandelten Abzugsdatum am 1. Mai. Biden legt ein neues Datum fest und das verschafft ihm nicht nur mehr Zeit, es ist auch ein Symbol. Am 11. September 2021, genau 20 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center, sollen die US-Truppen Afghanistan endgültig verlassen haben. Und ich weiß, bevor Biden im April 2021 vor die Presse ging und eben gesagt hat, so ein Datum gegeben hat, wann sie abziehen wollen, hat er kurz vorher mit der Bundeskanzlerin gesprochen und sie informiert. Und ja, was sollte sie sagen? Sie hat es hingenommen. Amerikas Präsident greift zum Hörer und informiert die NATO-Partner. Angela Merkel nimmt den Abzug hin. Was denn sonst, sagt Markus Potzel. Die Amerikaner waren Elite Nation und es war klar, die Amerikaner wollten daraus und ohne Amerikaner wäre kein anderes Land in der Lage gewesen, da alleine zu bleiben. Für den Abzug gibt es keine gemeinsame Strategie. Und es wird auch keine mehr gemacht. Und die Art und Weise des Abzugs wurde dann auch nicht mehr intensiv mit den Verbündeten besprochen. Im August 2021 geht dann alles sehr schnell. Die Taliban stehen plötzlich vor Kabul. Nach dem Deal mit Präsident Trump haben sie im Land immer schneller die Oberhand gewonnen. Beobachter sagen, das ist auch eine Folge von Trumps Deal. Durch die Verhandlungen mit den Taliban ist die afghanische Regierung komplett marginalisiert worden. Mein Kollege Elmar Tewissen sagt, das Signal an die Bevölkerung war, Ihr müsst im Grunde genommen euch arrangieren mit den Taliban, weil die werden jetzt von den USA unterstützt. Eine Provinz nach der anderen, ein Ort nach dem anderen sind in die Hände der Taliban gefallen, weil man sich kampflos ergeben hat. Die Menschen beugen sich der Realität in Afghanistan im August 2021. Denn die NATO-Truppen kämpfen nicht mehr. Die USA sind damit beschäftigt, Technik, die sie ins Land gebracht haben, zu zerstören und ihre Mitarbeitenden zu evakuieren. Und die afghanische Regierung, die kämpft auch nicht mehr. Das Militär gibt praktisch kampflos auf, die Regierung bricht zusammen. Angeblich auch, weil sie überrascht davon ist, dass die USA so zeitnah abziehen. Und Präsident Ashraf Ghani? Der flieht ins Ausland, bevor die Taliban die Hauptstadt einnehmen. Die Tatsache, dass er so viel Geld mitgenommen hat, die Tatsache, dass die Taliban wochenlang noch in Blumenwasen und Töpfen im Palast Bargeld gefunden haben, die er da verstaut hatte. Da ist die Frage eher nicht, war er überrascht, sondern warum waren wir davon überrascht, dass dieser Mann dieses Land so ruiniert. Er hat sich geweigert, den Befehl zu geben, dass die Armee gegen die Taliban kämpft, bis die Taliban Kabul umzingelt hatten. Und so geschieht es dann. Die Taliban sind schon in Kabul. Die Amerikaner sagen, dass die gerade in dem Präsidentenpalast stürmen und in ein paar Stunden am Flughafen sein werden. Wir haben Alarmstufe rot. Packt eure Sachen. Wir evakuieren. Wir werden das gesamte italienische diplomatische Chor in drei Stunden mit dem Flugzeug auffliegen. Kabul fällt an die Taliban. Das sind Töne aus der ZDF-Serie Kabul. Flucht aus der Hölle, die uns auch zu diesem Podcast inspiriert hat. Die Serie zeigt, was damals passiert, als die Taliban vorrücken und in der Stadt Panik ausbricht. Damals wissen viele, ein Zusammentreffen mit den neuen Herrschern werden sie nicht überleben. Andere wollten nur weg. Weg aus dem Land in der Hand der Taliban. Wir können hier nur wenige Ausschnitte aus der Serie einspielen. Aber ich kann euch sehr empfehlen, schaut sie euch mal an. Sie macht sehr nachvollziehbar, wie es den Menschen in Kabul im August 2021 gegangen sein muss. Der grausame Höhepunkt der Tage rund um den Abzug ist ein Terroranschlag des IS vor dem Abbey Gate. Obwohl Geheimdienste und Militärs in diesen Tagen vor einer Anschlagsgefahr warnen, kann ein Selbstmordattentäter inmitten der Menschenmenge eine Bombe zünden. Wahrscheinlich verstärken die Flughafenmauern als sogenannte Blast Walls die Wirkung der Explosion. Es ist der schlimmste Moment im gesamten Abzugschaos. Und es ist ein Moment, in dem auch mir das Wort Schande in den Kopf kommt, dass Donald Trump so ganz anders auf die Ereignisse von Kabul anwendet. Ein Land ohne Führung, ein Volk ohne Abwehr gegen die Taliban, das Scheitern aller guten Vorsätze für Afghanistan. Die Schande von Kabul hat viele Ursachen. Die fehlende Strategie der NATO-Partner, die den Taliban Raum ließ, wieder stark zu werden. Die falschen Ansätze beim Aufbau stabiler staatlicher Strukturen in Afghanistan. Der Aufstieg der Taliban zum Verhandlungspartner auf Augenhöhe durch Trumps Abkommen von Doha. Es ist nicht Trump allein, der für den chaotischen Abzug aus Kabul verantwortlich ist. Das wäre zu einfach. Die Situation ist komplexer, das sehen wir in der nächsten Folge. Doch eins ist klar, die Folgen, die bekommen v.a. die Afghanen zu spüren. Wir haben auch diese Rauchwolke gesehen, aber dann ist so schnell so viel Chaos, losgegangen, also Sirenen, Fahrzeuge, die dann losgefahren sind. Man merkte einfach, okay, jetzt gerade ist irgendwas richtig schief gelaufen. In Folge 2 gehen wir zurück in die Tage des Abzugs, an den Flughafen von Kabul, wo plötzlich alles sehr schnell gehen muss. An die Seite von Menschen, die vor den Taliban flüchten und an die Seite derer, die versucht haben, sie da rauszuholen. Die mussten alle auch selber gucken und organisieren, wie sie ihre Soldaten und ihre afghanischen Helfer da herausbekommen. Und wir schauen darauf, welche katastrophale Situation der Abzug in Afghanistan hinterlassen hat. Im Prinzip wussten wir alle, dass die Taliban die Macht ergreifen werden. Und das einfach so willkürlich, das Land, diesen Chaos zu überlassen, auch Waffen zurückzulassen. Und die Frage war immer, ist es das wert? Die Frage stellst du dir selber jeden Tag, du musst einmal im Jahr für das Mandat und für die Verlängerung stimmen oder auch nicht, du musst in den Spiegel gucken können? Das war Trump und die Akte Afghanistan. Folge 1. Schande. Wie ihr in der Folge eben schon gehört habt, anlässlich des fünften Jahrestags des NATO-Abzugs aus Afghanistan, möchten wir euch zwei weitere ZDF-Produktionen ganz besonders ans Herz legen. Zum einen die fiktionale Serie Kabul, Flucht aus der Hölle. Und zum anderen die Auslandsjournal-Dokumentation von Katrin Eigendorf, Frontlines. Kabul, die Rückkehr der Taliban. Beides, also Serie und Doku, findet ihr im ZDF-Streaming-Portal. Schaut da unbedingt mal rein, wir können euch das beides wärmstens empfehlen. ZDF-Auslandsjournal, der Podcast. Trump und die Akte Afghanistan ist eine Produktion von Bose Park Productions im Auftrag des ZDF-Auslandsjournals in Kooperation mit der Hauptredaktion Internationale Fiktion. Host Shakuntala Banerjee. Lead-Autorin Katharina Rahn. Lead-Producerin Jelena Berner und Julia Ilan. Redaktion Laila Mehles und Micky Sitch. Schnitt und Sound, Fabio Lautenschläger und Sebastian Schäfer. Musik, Flemming Nordkrug, der für die Serie Kabul, Flucht aus der Hölle, die Musik komponiert hat. Adaption für den Podcast, Alexander von Bargen. Cover, Cara Gazarian und Lena Neff. Fact-Checking, Klaus Schwartau. Executive Producer, Sue Holder und Chris Guse. ZDF-Sound Nikolas Keller ZDF-Auslandsjournal-Produktion Linda Klemann und Ulrike Schork ZDF-Auslandsjournal-Redaktion Narin Schewin-Bohrn und Matthias Puppert, Leiterin ZDF-Auslandsjournal Stefanie Schöneborn Besonderer Dank an Katrin Eigendorf, Elmar Thewissen, Mathis Feldhoff, Andreas Künast, Lennart Reipp, Frank Seibert, Frank Barloch, Jasmin Meder, Hauptredaktionsleiterin der Fiktion und natürlich an alle unsere Gesprächspartner.