ZDF, der Auslandsjournal Adventskalender. Hinter jedem Türchen eine Geschichte. Mein Name ist Carsten Behrendt, ich bin ZDF-Reporter momentan in der Antarktis, auf dem Segelboot Malicia Explorer. Ein Segelboot, das zu einem Forschungsschiff umgebaut worden ist. 26 Meter ist dieses Schiff lang. Das gehört Boris Herrmann, dem bekannten Profisegler, der auch mit uns hier an Bord ist. Insgesamt sind wir 14 Menschen auf engem Raum. Das war's für heute.
Wir sind sieben Wissenschaftler, vier Segler und drei Journalisten. Für das ZDF bin ich hier allein unterwegs. Ich filme selber und das ist eine besondere Geschichte, weil wir über das Internet das Material überspielen. Ich schneide mit meinem Cutter Florian Heinemann in Düsseldorf fortlaufend Beiträge für unsere ZDF-Sendung. Hallo vom Schnittplatz aus Düsseldorf. Und wir machen sogar Live-Schalten hier von Bord. Wir schalten jetzt live zu Carsten Behrendt auf die Militia Explorer, die sich gerade in der Antarktis südlich der Chatland-Inseln befindet. Ja, guten Morgen nach Deutschland erstmal. Wir sind hier mit Satelliten zu euch verbunden. Das kann manchmal ein bisschen hakelen. Wir sind ja auch weit weg. Und hinter der Kamera, da steht, weil ich allein für das ZDF bin, gerade mein sonst schreibender Journalistenkollege Andreas. Der ist extra früh mit aufgestanden. was mittlerweile die Technologie hat wirklich Riesenschritte gemacht, möglich ist. Wir können es gerade nicht sehen, Carsten, das Bild ist eingefroren. Alles klar, aber ihr könnt mich hoffentlich weiterhören. Wir hören dich wunderbar.
So schaffen wir es, Wissenschaft und dieses Abenteuer hier, diesen Nervenkitzel am Ende der Welt hautnah in die Wohnzimmer zu bringen zu Ihnen.
Das ist hier eine Mission vom Umweltbundesamt und dem Alfred-Wegener-Institut. Es geht zu den Danger Islands. Die Danger Islands sind das erste Schutzgebiet hier in der Antarktis in deutscher Verantwortung. Und das ist deswegen so schützenswert, weil dort mehr als eine Million Brutpaare von Adelie-Pinguinen leben.
Diese Pinguine sind für die Wissenschaftler ein wichtiger Anhaltspunkt für den Klimawandel in der Antarktis. Je nachdem, ob eine Art zunimmt oder abnimmt, kann man erkennen, wie sich die Lebensumstände der Pinguine verändern und auch die klimatischen Bedingungen in einer Region. Was mich in der Antarktis hier total beeindruckt, sind zwei Dinge. Zum einen natürlich diese wahnsinnig tolle Natur. Die ganzen Pinguine, die Tierwelt hier.
Diese Ruhe auch. Zum anderen aber auch politisch, dass es die Menschheit mitten im Kalten Krieg in den 50er Jahren geschafft hat, die Antarktis-Verträge abzuschließen, die besagen, dieser Kontinent gehört keinem einzigen Land, die Wissenschaft ist die einzige privilegierte Nutzung, kein Militär, keine wirtschaftliche Ausbeutung und diese Übereinkunft, diese Vereinbarung, die hält mehr oder weniger gut bis heute.