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Hallo und herzlich willkommen zu Aktenzeichen XY Unvergessene Verbrechen. Mein Name ist Rudi Zerne. Und ich bin Conny Neumeyer. Auch ich begrüße euch herzlich zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Vorab gleich mal eine Frage an dich, Rudi. Wie hältst du es eigentlich mit Karneval? Weil du kommst ja aus Wanneekel, beziehungsweise Herne 2, wie du mir gerade erzählt hast, in Nordrhein-Westfalen. Und das ist der Ruhrpott, aber so weit weg vom Rheinland ja auch wieder nicht. Genau, Stichwort Karneval. Da wird natürlich auch immer kräftig gefeiert an den sogenannten tollen Tagen. Ich persönlich bin karnevalstechnisch eher ein Banause. Ich gehöre zu den Faschingsmuffeln, habe damit nicht so viel am Hut.
Die Karnevalshochburg liegt natürlich eher am Rhein, vor allem in Köln. Da steht, das weiß ich noch aus meiner Zeit beim WDR, alles still. Die Büros sind verwaist. Wie steht es bei dir? Mein Ding ist Karneval auch nicht so wirklich. Ich mag das Verkleiden nicht und auch die Menschenmassen sind eher nichts für mich. Meine Frage, die hatte aber natürlich einen Grund und du hast das Stichwort für unser heutiges Thema ja schon geliefert. Ich weiß, Köln. Wie gesagt, da geht es bekanntlich im Karneval besonders hoch her. Wir schauen heute mal zurück auf den Kölner Karneval vor 37 Jahren. Damals geschah ein grausames Verbrechen. Der Mord an einer jungen Frau auf offener Straße. In der Presse wurde die Tat Karnevalsmord genannt. Der Mord liegt zwar schon lange zurück, er ist ein sogenannter Cold Case, aber, so viel können wir an der Stelle schon verraten, er konnte aufgeklärt werden. und zwar mit Hilfe von Aktenzeichen XY ungelöst. Und das wiederum liegt noch gar nicht so lange zurück. Genauer gesagt zweieinhalb Jahre. Unser heutiger Studiogast war daran maßgeblich beteiligt. Markus Weber, erster Kriminalhauptkommissar bei der Kripo in Köln. Hallo Herr Weber, schön, dass Sie zu uns gekommen sind. Hallo, ich freue mich auch sehr, heute hier sein zu dürfen. Herzlich willkommen.
Rudi und Sie, Sie kennen sich ja schon ziemlich lange und unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, die regelmäßig XY schauen, die haben Sie ja auch schon das eine oder andere Mal auf dem Bildschirm gesehen, denn Sie waren schon öfter zu Gast bei Aktenzeichen XY. Ja, ich war circa zehn oder elf Mal in der Sendung und in letzter Zeit sicherlich auch öfter, weil das durch die Cold Case Bearbeitung dann sehr wichtig geworden ist. Ja, wir sehen uns also immer wieder mal in einem Fall, nämlich in dem, um den es jetzt geht, kam ja relativ schnell die Aufklärung. Ich meine relativ schnell nach der Sendung. Ja, genau. Die Tat selbst, die lag ja schon Jahrzehnte zurück, Aber wir bekamen unmittelbar während der Sendung durchaus noch den entscheidenden Hinweis. Bevor wir loslegen, noch ein Hinweis. Wir haben die Namen aller Personen geändert, bis auf den des Opfers. Was damals geschehen ist, das hören wir jetzt.
Es geht um das tragische Schicksal einer jungen Frau. Ihr Name Petra Nohl, 24 Jahre alt. Eine hübsche, zierliche Kölnerin mit schulterlangen, blonden Haaren. Sie arbeitet als Friseurin in einem Salon in der Kölner Innenstadt. Als sie 1981 volljährig wird, zieht sie von zu Hause aus und mit ihrem Freund zusammen. Drei Jahre später, 1984, verliert sie ihren Job. Ihr Chef gibt den Friseursalon auf. Die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle gestaltet sich schwierig.
Petra versucht die Arbeitslosigkeit zu überbrücken, indem sie im Wollgeschäft ihrer Mutter aushilft. Im darauffolgenden Jahr heiratet sie ihren Freund und wird schwanger. Ihre Tochter Kathi kommt Mitte 1986 zur Welt. Ein freudiges Ereignis, das vermutlich aber auch zu Problemen in der Ehe führt. Immer öfter kommt es zum Streit zwischen der jungen Mutter und ihrem Ehemann. Schließlich ziehen die Eheleute die Reißleine, wie man so sagt. Das Paar trennt sich, als das Kind 15 Monate alt ist, bleibt aber formell weiterhin verheiratet. Trotz aller Streitereien einigt man sich gütlich. Mutter und Tochter bleiben in der Wohnung, der Vater zieht aus, zu einer Bekannten. Man regelt auch das Besuchsrecht für die Tochter. Petras Ex-Mann, der sehr an seiner Tochter hängt, darf Kathi jedes zweite Wochenende zu sich holen. Petra ist eine sehr lebenslustige, kontaktfreudige junge Frau. Die Besuchsregelung gibt ihr die Möglichkeit, wie früher regelmäßig ihre Freundinnen zu treffen und an den freien Wochenenden mit ihnen um die Häuser zu ziehen.
In ihren Stammlokalen ergibt sich auch die eine oder andere neue Männerbekanntschaft. Allerdings in gewissen Maßen. Obwohl es sich manche vielleicht gewünscht hätten. Was ernst ist, wird aus den Kneipenbekanntschaften nicht. Als echte Kölnerin geht Petra natürlich auch im Karneval unter Leute. So verabredet sie sich für den 14. Februar 1988 den Karnevalssamstag mit zwei Freundinnen zum Feiern in ihren bevorzugten Diskurs. An diesem Abend nimmt ihr Ex-Mann die kleine Kathi, sie ist jetzt knapp 20 Monate alt, in seine Obhut. Petra hat den Samstagnachmittag mit ihrer Tochter bei ihren Eltern verbracht, die im selben Stadtteil wohnen. Pünktlich gegen 19 Uhr steht dann Petras Ex-Mann vor der Tür. In Aktenzeichen XY ungelöst haben wir die Übergabe später nachgestellt. Hören wir mal kurz rein. Kathi kriegt gerade wieder Zähne. Ich wünsche dir viel Spaß heute Nacht. Oh, ja. Und sonst so? Du gehst heute Abend feiern, oder? Mhm. Ja, klar. Und wo? Wie immer. Im Bierdorf. Und danach vielleicht im Big Ben. Big Ben? Komm, geh dann nicht hin. Da hängen doch noch miese Typen rum. Du hast mir gar nichts mehr zu sagen. Was macht denn eigentlich deine Freundin? Geht sie gut? Ja. Schön. Ich hummer Kathi.
Wie man hört, eine ziemlich angespannte Begegnung. Zumal die Beziehung zu der Bekannten, bei der Kathis Vater wohnt, inzwischen doch etwas enger geworden ist. Nachdem er Kathi abgeholt hat, macht sich auch Petra auf den Weg. Zu Hause zieht sie sich um. Sie verkleidet sich zwar nicht, aber ihr Outfit ist durchaus anders als sonst. Ein ausgefallenes weißes T-Shirt, in das sie unten Fransen reingeschnitten hat. Vorn prangt die Abbildung eines Leopardenkopfes. Dazu trägt sie eine Netzstrumpfhose und schwarze Pumps. Die üblichen Accessoires, Lippenstift, Schlüssel, Ausweis und so weiter, hat sie in einer Umhängetasche. Darin befindet sich außerdem ein Brustbeutel aus Stoff mit einem auffälligen Aufnäher. Er zeigt die Biene Maya. Der Aufhänger des Beutels ist abgerissen. Wahrscheinlich benutzte Petra ihn als Geldbeutel. Petra Nohl trifft sich kurz darauf mit ihren Freundinnen und kehrt mit ihnen im Bierdorf ein, wie sie schon ihrem Ex-Mann gesagt hat. Eigentlich heißt es Cologne und befindet sich in der Altstadt Nord unter den Opernpassagen einem großen Einkaufszentrum. Das Bierdorf besteht aus mehreren Discos und Bars. Das Damen-Trio entscheidet sich für die Disco Charivari.
Die Stimmung dort nimmt die drei Damen gleich gefangen. Zu lauter Musik wird viel getanzt. Und wie im Karneval in Köln üblich, geizt man nicht mit Bützje auf Hochdeutsch Küsschen. Und man spricht dem für dieses Stadttypischen Getränk zu, dem Kölsch. Üblicherweise wird das in relativ kleinen Gläsern ausgeschenkt, 0,2 Liter. Immer wieder kommt der Kellner vorbei, der Kölbis, und tauscht ungefragt die leeren gegen volle Gläser aus. Da kann man schon mal den Überblick verlieren, wenn man nicht rechtzeitig den Bierdeckel aufs leere Glas legt. Damit weiß der Kürbis, dass man genug hat.
Auch Petra und ihre beiden Freundinnen sind ziemlich beschwipst, als die unermüdliche Petra gegen 4 Uhr vorschlägt, das Lokal zu wechseln. Aber ihre Freundinnen sind mittlerweile zu müde und winken ab. Petra lässt sich davon allerdings nicht abhalten und leiht sich Geld, um zum Club Big Ben weiterzuziehen. Ihre Freundin Marlies gibt Petra ihren letzten Hunderter, damals noch D-Mark. Danach trennen sich die drei. Petra macht sich allein auf den Weg. Wie man später rekonstruiert, ist sie gegen 4.15 Uhr aufgebrochen. Nach Ansicht der damaligen Ermittler muss die junge Frau zunächst ein gutes Stück auf der breiten Straße gegangen sein. Dann müsste sie nach rechts abgebogen sein, in die Albertusstraße, wo sich in einiger Entfernung das Big Ben befindet. Vermutlich bemerkt Petra nicht, dass ihr jemand durch die Albertusstraße folgt. Die Straße gehört zum Zugweg, auf dem am Nachmittag ein Karnevalszug, der Scholl- und Fädelszug, entlanglaufen soll. Deshalb ist dort auch schon eine Tribüne aufgebaut. Daneben stehen Verkaufswagen für Bier und kleine Speisen.
In der Diskothek Big Ben kommt Petra Null nicht an. Vier Stunden später, um 8.50 Uhr, machen zwei Frauen gleichzeitig eine schreckliche Entdeckung. Zunächst eine Rentnerin, die mit ihrem Hund Gassi geht und an dem noch geschlossenen Bierwagen vorbeikommt. Sie bemerkt, dass hinter dem Bierwagen jemand liegt. Zwei Beine schauen hinter dem Wagen hervor. Zur selben Zeit schaut eine Anwohnerin der Albertusstraße aus ihrem Fenster gegenüber und macht die gleiche Entdeckung. Hinter dem Verkaufswagen liegt eine junge Frau mit blonden Haaren. Die Rentnerin hält einen Streifenwagen an, der zufällig gerade durch die noch fast menschenleere Straße fährt. Es ist nicht zu übersehen, dass die Frau, die da liegt, eine Menge Blut verloren hat. Die Beamten stellen sofort fest, dass sie schwer verletzt und offensichtlich nicht mehr am Leben ist. Wenige Minuten später bestätigt ein herbeigerufener Notarzt ihren Tod. Seiner Meinung nach ist die Frau nicht etwa unglücklich gestürzt. Alles deutet darauf hin, dass hier Fremdverschulden vorliegt. Damit beginnt die Arbeit der Kripo.
Herr Weber, jetzt zu Ihnen. Sie hatten damals 1988 mit dem Fall noch gar nichts zu tun, nicht? Nein, zu der Zeit war ich noch an der Fachhochschule in der Kommissarsausbildung. Allerdings kenne ich den Fall natürlich aus den Akten und der war auch medial damals natürlich sehr präsent. Was dann am Tatort passiert ist, kennt man ja aus dem Krimi und natürlich auch aus Aktenzeichen XY. Als erstes wurde der Ort des Geschehens abgesperrt. Ja, das ist natürlich das Erste, was gemacht wird. Das machen normalerweise auch die Kollegen der Schutzpolizei, die natürlich als Erste vor Ort sind.
Und anschließend werden die anderen Kollegen alarmiert. Es folgt dann eine Spurensicherung durch den Erkennungsdienst. Und die Kollegen vom KK11, also von unserer Dienststelle, verschaffen sich einen ersten Überblick. Es werden Zeugen befragt, wie zum Beispiel die beiden Frauen, die zuvor genannt wurden. Und auch andere Zeugen gesucht, die möglicherweise weitere Angaben machen können und auch Hausbefragungen durchgeführt. Jetzt muss ich einmal vor allem für die Hörerinnen und Hörer fragen. KK11, das ist dann wohl die Abkürzung für Kriminalkommissariat 11, also die Mordkommission, die zuständig war? Ja, KK11 ist unsere Dienststelle, Kriminalkommissariat 11, so nennt die Dienststelle sich, die sich halt unter anderem mit Tötungsdelikten, Vollendeten und auch Versuchten beschäftigt. Und der Begriff Mordkommission wird von uns eher fallbezogen benutzt für den einzelnen Fall, wo dann ein Team zusammengestellt wird und dann heißt es eben Mordkommission sowieso, in diesem Fall Mordkommission MK0-Mordkommission. Sie besteht dann halt aus mehr oder weniger vielen Beamten. Das kommt ganz auf den Aufwand der jeweiligen Ermittlungen an.
Zurück zum Tatort in der Albertusstraße. Da sollten ja am Nachmittag die Karnevalisten durchmarschieren. Ich kann mir vorstellen, dass Ihre Kollegen da ganz schön in Zeitdruck geraten sind, um rechtzeitig fertig zu werden. Oder wurde der Zug umgeleitet, damit er nicht am Tatort vorbeiführt? Ja, in Köln, der Karnevalszug ist natürlich ein sehr großes Ereignis. Und man muss dann schon gut überlegen, was machbar ist. Das war aber auch einfach keine Zeit mehr, weil der Zug nicht erst nachmittags, sondern um 11 Uhr schon startet und damit war auch, denke ich, einfach die Zeit nicht da, das umzuändern. Aber die Tatortaufnahme musste halt trotzdem stattfinden und hat auch ganz ordentlich, ganz normal stattgefunden, so gesehen. Ich kann mir das total schwierig vorstellen. Also da liegt eine ermordete Frau und ein paar Meter weiter, da ziehen dann fröhlich die Narren vorbei und dann sind da ja auch noch Zuschauerinnen und Zuschauer drumherum. Wie muss man sich das vorstellen? Kann das klappen? Naja, es sind natürlich sehr viele Zuschauer geplant. Allerdings, es war eine Tribüne neben dem Tatort aufgebaut und ein Imbisswagen war geplant. Die hat man natürlich abgesperrt. Auf der Tribüne waren auch keine Leute. Es ist natürlich ein Sichtschutz aufgebaut worden. Die Zugleitung war informiert und die Zugteilnehmer haben sich dann auch sehr rücksichtsvoll verhalten. Es wurde in dem Bereich des Tatortes keine Musik gespielt, es wurden keine komischen Sachen gemacht.
Es gab natürlich später eine kuriose Situation, weil einfach das Mordopfer ja weggebracht werden musste zur Rechtsmedizin und dann musste der Leichenwagen quasi in den Zug integriert werden. Die Straße ist auch sehr eng da, es war nicht anders machbar.
Und dann ist der Leichenwagen kurze Strecke im Zug quasi mitgefahren und aber bei nächster Gelegenheit abgebogen.
Und davon gab es dann am nächsten Tag auch ein Foto in der Zeitung sogar. Ja, schon eine makabre Gleichzeitigkeit von Ereignissen, die da stattfand. Aber irgendwie auch erstaunlich, dass das am Ende alles geklappt hat. Man wusste zu diesem Zeitpunkt ja auch noch nicht, um wen es sich bei der toten Frau überhaupt handelt. Nein, das ist richtig. Am Anfang gab es natürlich keinerlei Anhaltspunkte. Zumal, wie wir später wussten, dann der Täter auch Handtasche und Dinge mitgenommen hat und somit auch Ausweis, der von mir aus in der Tasche war, eben nicht mehr vor Ort war. Das war dann auch so, dass wir diesbezüglich von einem Raubmord eher ausgegangen sind, was wir aufgrund der ersten Feststellung vor Ort bereits ausschließen konnten, dass wir einen zumindest vollendeten Sexualmord oder sowas annehmen konnten. Das war aufgrund der Kleidung, regelrechter Sitz und Ähnlichem von vornherein eigentlich so gut wie ausgeschlossen. Also hinter diesem Verkaufswagen muss es ja zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen sein. Wie schon erwähnt, hat das Opfer ja ziemlich viel Blut verloren. Ja, es hat eine sehr starke Gewalteinwirkung seitens des Täters stattgefunden. Das war nicht zu übersehen. Das hat ein Rechtsmediziner später dann auch eindrucksvoll bestätigt. Es gab Spuren vom Kampfgeschehen neben und hinter diesem Verkaufswagen, wo sie lag. Das Opfer ist definitiv auch mit Fäusten und Füßen teilweise sicherlich schwer traktiert worden. Die sichtbaren Verletzungen waren sicherlich vorrangig im Kopf. Es war sehr viel Blut feststellbar, massive, stumpfe Gewalteinwirkung war zu erwarten. Später wurden dann auch mehrere Frakturen und Brüche festgestellt.
Der Obduktionsbericht war nichts für schwache Nerven und auch außergewöhnlich in dem Fall. Aber auch da wurde dann eine Vergewaltigung letztendlich ausgeschlossen.
Petra Nolts Familie hat von den Geschehnissen an diesem Tag noch keine Ahnung. Die Eltern gehen davon aus, dass ihre Tochter sich zu Hause erst mal vom Feiern erholen muss und sich deshalb nicht meldet. Mutter und Tochter haben normalerweise täglich mehrfach miteinander telefoniert.
Ihre Mutter läutet am Sonntagnachmittag einmal kurz durch, aber Petra hebt nicht ab. Um 19.40 Uhr steht dann der Ex-Schwiegersohn mit Kathi bei Petras Eltern vor der Tür. Er hat die Kleine wie verabredet zu Hause abliefern wollen, aber es war niemand da. Der Familie schwart nichts Gutes. Schließlich ist ihre Tochter immer pünktlich und zuverlässig, gerade wenn es um Kathi geht. Die Eltern starten einen Rundruf bei allen Bekannten, die ihnen einfallen. Ohne Erfolg, keiner weiß etwas. Dann rufen sie alle Krankenhäuser an. Hätte ja sein können, dass sie einen Unfall hatte. Dann wieder bei Petra und schließlich bei der Polizei.
Dort sagt man ihnen, man werde zurückrufen, wenn man etwas wisse. Doch stattdessen klingeln eine halbe Stunde später zwei Beamte der Kripo an der Wohnungstür. Herr Weber, weshalb, das kann man sich denken, in Ihrer langen Dienstzeit haben Sie sicher aber auch schon die eine oder andere Todesnachricht überbringen müssen. Wie muss man sich das vorstellen? Ja, es ist durchaus der Fall und es ist sicherlich eine äußerst unangenehme und aber notwendige Aufgabe. Es erfordert sicherlich eine sensible Vorgehensweise. Die Leute reagieren sehr, sehr unterschiedlich auf solche Nachrichten. Das lässt sich im Vorenein schwer einschätzen, wie das vonstatten geht bzw. Was passiert. Man kann nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Das war in diesem Fall auch so. Wir mussten natürlich erstmal gucken oder die Beamten damals.
Dass wir wirklich einigermaßen sicher sind, dass es sich bei Petra um Petra handelt. Vielen Dank. Es werden dann besondere Merkmale auch abgefragt und verglichen. Also es ist nicht immer so wie im Fernsehen, dass man dann tatsächlich den Angehörigen die Leiche präsentiert, sondern man versucht das natürlich auf andere Art und Weise abzuklären. Aber die Eltern mussten ihre Tochter dann sicher irgendwann später identifizieren, oder? Ja, das auf jeden Fall. Also anhand bestimmter Merkmale ist das dann sicherlich gelungen. Ich weiß nicht, ob die Eltern auch in der Rechtsmedizin sich die Leiche angucken mussten. Ich war damals, wie gesagt, ja noch nicht dabei. Das ist aber eine Situation, die man sicherlich auch niemandem wünscht und die auch teilweise schwer zu überstehen ist. Aber sie muss natürlich zeitnah erfolgen, weil ohne eine Identifizierung sind die Ermittlungen natürlich sehr schwer zu führen.
Man hat ja durch die Identifizierung dann bestimmte Anhaltspunkte, wo man weiter ansetzen kann und hat dann auch im Fall Petra Nohl natürlich bereits am nächsten Tag dann Flugblätter verteilt und weitere Befragungen durchgeführt, auch in der Diskothek und an ähnlichen Stellen. Haben die Kollegen damit dann auch Zeugen gefunden? Ja, es sind natürlich aus der Disco einige Leute gefunden worden, die Angaben machen konnten zum Verlauf des Abends. Die beiden Freundinnen natürlich auch. Man geht dann auch erstmal in das persönliche Umfeld des Opfers natürlich. Familie, Vater des Opfers und der noch Ehemann. Die sind natürlich zeitnah am Abend noch zur Dienststelle gebracht und vernommen worden. Bei der Vernehmung des Mannes gab es dann auch erste Irritationen zunächst. Ja, und diese Situation hatten wir für XY ebenfalls rekonstruiert. Hören wir mal rein, wie sich der Ex-Mann des Mordopfers beinahe um Kopf und Kragen geredet hat. Sie haben also in der Nacht, in der Petra ermordet wurde, auf Ihre gemeinsame Tochter aufgepasst?
Nein, nicht direkt. Ich, ähm, also vor unserem Haus ist ne Kneipe, da wurde auch Karneval befeiert. Und es wäre viel zu laut gewesen für die Kleine, die hätte da niemals einschlafen können. Deswegen hab ich sie zu meinen Eltern gebracht. Und Sie? Mich war auch feiern. Aber nicht da, wo Petra hin wollte.
Waren Sie allein unterwegs? Gibt es Zeugen? Und meine neue Freundin war auch dabei. Die kann alles bezeugen. Diese Aussage vom Ex, die hatte die Kollegen damals vermutlich aufhorchen lassen, nicht? Ja gut, der Vater hatte dann an dem Abend gar nicht selbst auf die Tochter aufgepasst, wie es vorher vereinbart war. Er hatte also kein Alibi für die Zeit, so hörte sich das zunächst zumindest an. Es ist auch keine Seltenheit, dass getrennte Ehepartner ihren Frauen oder Männern etwas antun, etwa aus gekränkter Eitelkeit, Eifersucht oder Ähnlichem. Von daher war es natürlich erst irritierend. Ein Verdacht konnte dann aber auch relativ zügig ausgeräumt werden durch Angaben der Freundin. Wobei man ja bei solchen Aussagen wie zum Beispiel der der Freundin auch immer einen gewissen Zweifel haben muss, oder? Ja, natürlich. Bei Personen, die den, je nachdem Beschuldigten, Verdächtigen sehr nahe stehen, kommen natürlich auch Zweifel auf. Es gibt nicht selten natürlich auch Gefälligkeitsangaben, Alibis. Aber in diesem Fall gab es eigentlich keine Anhaltspunkte dafür. Die Kollegen haben dann sich konzentriert auf die Besucher der Diskothek. Täter hätte auch ein enttäuschter Bekannter sein können oder auch ein enttäuschter Mann, den sie an dem Abend kurz gesehen getroffen hat.
Viele kannten Petra, es gab natürlich auch entsprechende Hinweise mit Fragen Verdächtigungen, aber die Überprüfungen haben dem dann so nicht standgehalten, sodass man da keinen konkreten Tatverdacht ermitteln konnte zunächst. Was mich mal interessieren würde, warum ist man damals mit dem Fall eigentlich nicht gleich zu Aktenzeichnix Y gegangen? Gut, jetzt können wir natürlich sagen, weil ich damals noch nicht da war, aber das ist ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Man hat vermutlich sich keinen Erfolg davon versprochen. Im Nachhinein muss man auch sagen, wenn man damals schon gegangen wäre, glaube ich nicht, dass der Zeuge sich gemeldet hätte. Wir werden das ja gleich noch hören.
Aber in den Akten gibt es sich eigentlich so, dass alles getan wurde, was damals zu tun war und dass dann der Fall leider offen blieb. Es sind Flugblätter mehrere gemacht worden, es sind Belohnungen ausgesetzt worden. Es hat aber alles nicht zum Erfolg geführt. Nur letztendlich gab es keine weiteren Ansätze. Gerade für die Angehörigen ist das äußerst unbefriedigend. Für die Eltern, für den Ex-Mann und auch für die Tochter der Getöteten. Sie muss ohne ihre Mutter aufwachsen. Mit anderthalb Jahren bekommt sie das zwar noch nicht bewusst mit, aber später dann ja. Das Sorgerecht für Kathi wurde ihrem Vater zugesprochen. Bei ihm und seinen Eltern ist sie aufgewachsen. Niemand, der nicht Ähnliches erlebt hat, kann sich vermutlich vorstellen, wie das ist. Deshalb sind wir sehr froh, dass sich Kathi bereit erklärt hat, mit unserer Redaktion im Vorfeld darüber zu sprechen. Meine Oma hat damals die Mutterrolle übernehmen wollen. Das hat aber zuerst nicht so geklappt, weil ich das nicht annehmen konnte. Sie hat mir erzählt, dass ich nichts von ihr machen lassen wollte und immer nach meiner Mama gefragt habe. Sie wollte mir zum Beispiel die Haare waschen, egal was, was man halt bei einem kleinen Kind so macht. Und ich habe sie da nicht so an mich ranlassen wollen, weil ich meine Mama so vermisst habe. Ich habe immer nach ihr gefragt und... Und habe viel geweint. Aber das hat sich über die Jahre natürlich eingespielt. Ich habe mich da bei meinen Großeltern sehr wohl gefühlt. Und auch mein Vater war ja da.
Es war halt immer schwierig, ohne Mama aufzuwachsen, weil man wusste, da fehlt was. Also alle sagten immer, meine Mama, meine Mama. Im ganzen Umkreis war es immer zu hören, wie toll es ist, eine Mutter zu haben. Und ich wusste, ich habe keine. Und eine Oma ist zwar toll und die ist da und es war auch gut so, aber eine Mutter kann sie halt irgendwie nicht ersetzen. Da fehlt halt auch so diese Generation dazwischen. Kathi ist heute eine erwachsene Frau Ende 30. Sie arbeitet als Sachbearbeiterin in einer Kölner Behörde und hat selbst eine Tochter. Und wir wollten von ihr wissen, wann sie überhaupt erfahren hat, was ihrer Mutter zugestoßen ist. Ich bin mit dem Gedanken aufgewachsen, dass meine Mutter tot ist. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann genau mir das erzählt wurde. Das wird als Kleinkind schon gewesen sein. Ich wusste immer, dass meine Mutter ermordet wurde. Wie grausam und auf welche Art und Weise. Das wurde mir erst später erzählt, als ich es halt richtig verstehen konnte.
Aber dass meine Mutter ermordet wurde und dass es einen Täter gibt, den man nie gefasst hat, Das wusste ich von klein auf. Ihr Vater hat sich sehr liebevoll um sie gekümmert. Petra Nohl hatte sich zwar von ihm getrennt, aber so richtig losgelassen hatte er noch nicht. Ihm war das Verbrechen sehr nahe gegangen. Die Trauer hat ihn, wie Kathi uns erzählt hat, sein Leben lang begleitet. Und auch auf Kathis Erziehung hatte das Auswirkungen. Ich bin sehr ängstlich aufgewachsen. Also mein Vater hat mir eingetrichtert, dass ich im Dunkeln nicht alleine über die Straße laufen soll, geschweige denn in Parks oder sonst was mich aufhalten soll. Ich war immer sehr vorsichtig. Er hat gesagt, wenn ein Auto neben mir hält, man könnte mich reinziehen. Man könnte mich an einem Häusereingang reinziehen. Ich soll immer vorsichtig sein und dementsprechend war ich sehr, sehr ängstlich. Ich hatte Angst vor allem. Sobald es dunkel war, hatte ich Angst. Und das hat sich bis ins Erwachsenenalter reingezogen. Dunkelheit ist nicht mein bester Freund. Also in den Keller gehen oder sowas, das konnte ich lange, lange nicht.
Und ja, ich war sehr vorsichtig, was vielleicht auch gut war. Mir ist nie was passiert, aber es beeinträchtigt einen schon. Kathi hat ihre Mutter nie bewusst kennengelernt. Sie war noch zu jung, als sie starb. Doch es gibt Fotos und die Erinnerungen von Verwandten und Bekannten. So baute sich das Mädchen ein ganz eigenes Verhältnis zu seiner Mutter auf. Aus Erzählungen weiß ich, dass meine Mutter eine sehr liebevolle Mutter war. Und sie hat sich sehr gut um mich gekümmert und ich war ihr ein und alles.
Und ich werde auch viel von ihr in meinen Genen haben. Das wurde mir immer wieder erzählt, dass ich so emotional und auch sensibel bin wie meine Mutter, Aber auch so fröhlich und lustig. Sie war immer nur am Lachen und war ein toller Mensch. Ich habe in den ganzen Jahren immer mit meiner Mutter gesprochen, auch wenn ich am Grab war. Ich war sehr oft am Grab und dann habe ich immer in den Himmel geschaut und habe mit ihr gesprochen, laut gesprochen, auch nicht nur für mich. Und ich habe mir immer vorgestellt, dass sie das hört. Irgendwas muss ja da sein danach.
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Zurück zu den Ermittlungen und zu unserem Studiogast Markus Weber. Herr Weber, wie ist das denn, wenn ein Fall partout nicht zu klären ist? Also was passiert dann? Wie macht man weiter? Werden die Akten geschlossen und wenn ja, für wie lange? Also in der Tat werden die Akten erst mal geschlossen, muss man sagen. Der Fall wird nie endgültig abgeschlossen, solange er nicht geklärt ist. Und die Hoffnung wird sicherlich auch grundsätzlich nicht aufgegeben. Es hat auch schon viele Fälle gegeben, die nach einigen Jahren durch Zufall auch geklärt wurden. Zum Beispiel, weil man Tätern durch andere Taten auf die Spur gekommen ist. Oder natürlich, wenn es inzwischen dann neue Ermittlungsmethoden gibt, dass man die dann anwendet. Wenn man diese Altfälle, die man auch Cold Cases nennt, wieder aufrollt, nach welchen Kriterien werden die dann ausgesucht? Also es ist bei uns in Köln so, dass wir eine lange Liste haben mit Fällen, die in den letzten 50 Jahren ungeklärt geblieben sind. Letztlich ist beim Landeskriminalamt einmal landesweit so eine Liste erstellt worden. und in Köln haben wir dann unsere Fälle bekommen. Wir sitzen dann in der Ermittlungsgruppe zusammen, unterhalten uns über mögliche Untersuchungsergebnisse, weil direkt am Anfang schon viele Dinge auf den Weg gebracht worden sind, unter dem Stichwort DNA insbesondere, als neue Ermittlungsmethode, die man dann anwenden kann. Dann gucken wir, welche Fälle vielleicht auch für XY zum Beispiel, also für eine Öffentlichkeitsverhandlung sich anbieten.
Und dann besprechen wir das und klären untereinander, welchen Fall wir als nächstes angehen. Es sei denn, es gibt solche Ermittlungsergebnisse oder Untersuchungsergebnisse, die ein sofortiges Handeln nötig machen würden. Dann würde man den Fall natürlich sofort und zuerst angehen. Wie muss man sich das denn vorstellen? Sitzt man dann da Tage, Wochen über alten Akten zusammen und schaut, wo man mit neuen Methoden neu ansetzen kann? Ja, natürlich sitzen wir dann auch sehr lange teilweise über den alten Akten. Und man schaut schon, wo gibt es Ansätze, die halt mit neuen Methoden, die die Wissenschaft natürlich ständig hervorbringt, dann die Dinge nochmal angehen kann. Das große Stichwort ist zurzeit ja auch die DNA, gerade DNA-Analyse. Und dann muss man natürlich schauen, was gibt es noch an Spurenträgern, möglicherweise in der Asservatenkammer, die damals mit anderen Methoden oder vielleicht auch gar nicht untersucht worden sind und die man dann heute entsprechend neu in Analyse geben kann.
Und auch der Fall Petra Nohl wurde nochmal aufgerollt und zwar von Ihnen und Ihrem Team. Das war im Jahr 2022, also über 30 Jahre nach der Tat. Und Sie hatten die Idee, damit zu uns in die Sendung zu kommen. So, nun gibt es ja nicht gerade wenige Zuschauerinnen und Zuschauer, die bezweifeln, ob das sinnvoll ist. Wir bekommen immer wieder Mails, in denen es heißt, wer erinnert sich denn nach so langer Zeit noch an die Einzelheiten und kann Hinweise geben? Was würden Sie da erwidern? Die Frage wird durchaus auch schon mal im privaten Konkantenkreis gestellt, wer ändert sich, wer weiß noch so Dinge, die so lange her sind.
Allerdings ist es natürlich so, wenn ein Mitwisser von damals ein bestimmtes Delikt oder eine Ahnung hat, dass jemand in ein solches Delikt verwickelt ist, dann ist das natürlich was, was man sich sehr wohl merkt, denke ich. Dötungsdelikte werden ja meist auch nicht von Menschen begangen, die die Profikiller sind. Und diese Leute bekommen dann durchaus auch schon mal Gewissensbisse oder fangen an zu erzählen, einfach in bestimmten Situationen, sei es in der Kneipe oder sonst wo, sodass durchaus immer wieder Leute da sind, die von diesen Dingen Anhaltspunkte haben oder meinen zu wissen, oh, der hat vielleicht doch was gemacht.
Man kann ja sagen, geteiltes Leid ist halbes Leid, das belastet den Täter ja auch eine solche Tat. Von daher ist es immer möglich, dass nach Jahren sich jemand entscheidet und sagt, okay, es hat sich auch von mir aus in der Beziehung zu dem Täter was geändert. Freundschaften sind zerbrochen.
Oder dass man selber sagt, okay, ich kann damit jetzt nicht mehr leben, ich weiß, dass eben eine solche Tat dieser Mensch wahrscheinlich begangen hat und ich möchte das jetzt einfach loswerden. Und dann geht man eben dann doch zur Polizei und meldet sich vielleicht auch insbesondere, wenn man dann zum Beispiel so einen Film im Fernsehen sieht bei XY und sagt dann so, jetzt reicht, ich muss das jetzt loswerden. Ja, genau so erklären wir es dem Publikum auch immer wieder. Und auch im Fall Petra Nohl war davon die Rede, als wir ihn im Dezember 2022 bei XY vorgestellt haben. Sie waren damals im Studio und haben an genau solche potenziellen Zeuginnen und Zeugen appelliert, sich zu melden.
Vor dem Fernseher saß an diesem Abend aber auch eine Zuschauerin, die ein ganz besonderes Interesse an dem Fall hatte. Kathi, die Tochter des Mordopfers. Im Oktober 2022 hat sich Herr Weber bei mir gemeldet und hat mir mitgeteilt, dass der Fall meiner Mutter neu aufgerollt wird. Ich konnte das zunächst überhaupt nicht glauben. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Mein Vater, der war ja immer hinterher und wollte, dass der Fall neu aufgerollt wird. Und der war zu diesem Zeitpunkt leider ein Jahr schon verstorben. Und das war so mein erster Gedanke, dass ich ihm das gar nicht erzählen kann. Also das wäre auch das Erste gewesen, was ich danach gemacht hätte. Das ist übrigens eine Selbstverständlichkeit, die Angehörigen vor der Ausstrahlung der Sendung zu verständigen. Nicht, dass sie das völlig unerwartet aus der Presse erfahren oder von Dritten darauf angesprochen werden. Gerade nach einer so langen Zeit.
Wie hatte Kathi denn auf ihre Idee mit dem Fall zu Aktenzeichen XY zu gehen reagiert? Ja, sie war schon damit einverstanden. Sie hat sich auch sehr gefreut. Und es war natürlich erst mal, man muss sich ja wieder damit anfreunden, dass das Ganze wieder losgeht unter Umständen. Aber sie war durchaus sehr damit einverstanden und hat sich auch letztendlich dann gefreut, dass es nochmal losgeht. Dabei gehört Kati eigentlich gar nicht zu unseren Zuschauerinnen, wie sie uns erzählt hat. Und sie hat uns auch einen sehr einleuchtenden Grund genannt.
Die Sendung kannte ich vorher. Ich habe sie nie geschaut, weil es mich immer sehr aufgewühlt hat, solche Fälle zu sehen. Gerade alte Fälle. Es hat immer Hoffnungen in einem ausgelöst. Gerade auch in meinem Vater. Der hat selber damals auch immer viel unternommen und immer gehofft, dass der Fall aufgerollt wird oder nochmal publik gemacht wird. In der Hoffnung, es würde sich halt jemand melden. Ich habe im Vorfeld lange überlegt, ob ich mir die Sendung anschauen soll. Ich habe dann gedacht, ich muss das sehen, weil alle in meinem Umfeld werden es sehen. An dem Abend habe ich das mit meinem Mann zusammengeschaut. Alleine hätte ich es auf keinen Fall geschafft und auch nicht gemacht. Und es war für mich sehr schwer, das zu schauen. Ich kannte zu dem Zeitpunkt ja auch noch nicht viele Details, wie dieser ganze Hergang war. Und das wirklich da in so einem Film zu sehen, was der Realität ja entsprach, war schon total schwer für mich. Was Kathi an diesem Abend noch nicht ahnt, dass es tatsächlich jemanden gibt, der Licht ins Dunkel bringen kann. Herr Weber, wie kam das? Ja, also unser Konzept schien tatsächlich dieses Mal aufzugehen, weil noch während der Sendung meldete sich dann im Studio ein Mann, der angab, dass er der Meinung ist, den Täter zu kennen oder zumindest der Meinung sein, dass ein damaliger Freund der Täter sein könnte.
Ich habe dann die Nummer sofort zu meinen Kollegen nach Köln weitergegeben. Man hat von Köln aus mit dem Mann nochmal telefoniert, weil es da natürlich ruhiger ist. Man kann das in Ruhe machen.
Er sagte dann, dass er Petra halt an dem Abend gesehen habe, vorher mit seinem Kumpel zusammen. Dann sei er auf der Straße auf sie getroffen und erzählte dann, dass sein Freund letztlich auch hinter ihr hergegangen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie diese Angaben ziemlich unter Hochspannung gesetzt haben, oder? Ja, das kann man durchaus so ausdrücken. Also mir war schon klar in dem Moment, dass das kein normaler Hinweis ist, sondern dass das der entscheidende Hinweis sein könnte. Man muss natürlich erst dann das Ganze nochmal überprüfen, man muss dann auch versuchen, doch noch Ruhe zu bewahren, sage ich mal, und eben diese ganzen Dinge nochmal in Ruhe aufzuarbeiten. Es ist auch immer schwieriger, wenn man nach 35 Jahren solche Angaben überprüfen muss, als wenn es in einem aktuellen Fall ist. Aber es klang halt schon sehr glaubhaft und wir haben dann natürlich auch sofort einen Termin vereinbart und er ist später dann ins Präsidium vorgeladen worden. Dort wurde er dann von meinen Kollegen zu der Sache ausführlich vernommen und er hat dann auch diese Angaben so bestätigt, dass wir davon ausgegangen sind, dass sie tatsächlich glaubhaft und korrekt sind.
Rainer A. erzählt dem Beamten, dass er am 14. Februar 1988, als Petra Nohl mit ihren Freundinnen im Charivari feierte, ebenfalls in der Disco war. Und auch er war nicht allein, sondern hatte sein Kumpel Frank K. dabei. Als sich die Disco gegen 4 Uhr deutlich leerte, entschlossen sich die beiden Männer nach Hause aufzubrechen. Etwa zur selben Zeit wie Petra Nohl, die, wie sich jetzt herausstellte, mit einem Taxi zur anderen Disco fahren wollte. Allerdings, im Kölner Karneval nachts ein Taxi zu bekommen, ist eher Glückssache. Und tatsächlich standen am Taxistand in der Nähe bereits mehrere Leute und warteten. Auch die beiden Männer, die kurz nach Petra Nohl die Disco verlassen hatten, stellten sich an. Nach einer Weile entschlossen sich einige der Wartenden, zu Fuß zu gehen. Darunter auch Petra Nohl und schließlich auch die beiden Männer. Sie gingen denselben Weg wie die junge Frau, also praktisch hinter ihr her. Dann aber verabschiedete sich Rainer A. und bog ab. Er wollte zur nächsten U-Bahn-Station gehen, um von dort nach Hause zu fahren. Sein Freund Frank K. dagegen ging zu Fuß weiter.
Soweit, so gut. Wie die Geschichte weiterging, kann man in etwa schon erahnen. Herr Weber, der Zeuge vermutete wohl, dass sein Kumpel etwas mit der Tat zu tun haben könnte. Wie kam er darauf? Ja, die beiden oder er speziell hatte natürlich am nächsten Tag aus der Zeitung von dem Mord erfahren und hat sich dann auch erinnert, dass er das Opfer kurz vorher gesehen hatte, dass man zusammen mit seinem Kumpel auf sie in den Taxistand getroffen war. Er hat dann kurze Zeit später seinen Kumpel wieder getroffen und auf die Tat angesprochen und hat auch gesagt, man müsste ja zur Polizei gehen und diese Beobachtung melden, woraufhin sein Kumpel ihn aber davon abgebracht hat. Er hat ihn also entschieden, beeinflusst und ihm klar gemacht, dass man nicht zur Polizei gehen sollte. Er hat auch von einem anderen Fall gesprochen, in dem er involviert war. Es gab ein Problem, was er hatte mit einer Prostituierten und man würde dann durch den Mord jetzt weiter in diesen Fall auch ihn reinreiten. Und deswegen hat er dann ihn beeinflusst, eben nicht zur Polizei zu gehen. Ich glaube auch, dass der Zeuge durchaus Angst hatte, dann eben vor der Reaktion seines Freundes damals. Er war zwar nicht gerade begeistert, aber er hat dann gesagt, okay, dann gehen wir halt nicht zur Polizei.
Ihm war es auch komisch, dass dieser auch sein Aussehen doch verändert hatte schon zu dieser Zeit. Was meinte er damit, dass sein Freund plötzlich ganz anders aussah? Er hatte offensichtlich seine Frisur verändert, seine Haare anders gestylt und auch wohl teilweise andere Kleidung getragen. Und was dachte jetzt Rainer A., was dahinter stecken könnte? Natürlich, die sind beide sehr jung gewesen damals, um die 20. Man kann natürlich in diesem Alter auch seinen Kleidungsstil mal verändern. Zunächst hat er sich wahrscheinlich auch gar nichts weiter dabei gedacht. Dann jetzt aber natürlich, insbesondere dann durch die Sendung. 30 Jahre später hat er sich nochmal an die ganze Geschichte erinnert und dann sehr wohl diese Veränderung. bei seinem Freund auch mit der Tat in Verbindung gebracht. Und offensichtlich hat die Sendung dann auch dazu geführt, dass er sagt, so, jetzt gehe ich doch zur Polizei, jetzt ist es soweit. Frank K. hat damals wohl nicht viel Überredungskunst gebraucht, um den Freund davon abzubringen, zur Polizei zu gehen. Was war der Grund dafür? Ja gut, die haben natürlich beide damals kleinere Delikte. Man hat Einbruchsdelikte und Ähnliches zusammen gemacht, Diebstähle. Es gab schon eine sehr enge Verbindung, glaube ich, zwischen beiden. Und so, dass man dann auch vielleicht eher bereit ist, seinen Freund zu schützen und für sich auch vielleicht so eine Tat nicht für möglich hält. Und dann sagt er, vielleicht war er es dann doch nicht, dann gehe ich halt mal nicht zur Polizei.
Jetzt ist er halt durch die Sendung dann nochmal getriggert worden, sage ich mal, um dann vielleicht zu sagen, das ist doch alles so komisch, ich muss das melden. Herr Weber, ein paar Tage später, am 25. Januar 2023, bekam Frank K. dann Besuch von Ihnen. Erzählen Sie mal. Ja, wir haben natürlich uns dann um diese Person gekümmert. Wir haben auch sein Strafregister angeschaut. Es gab da keine Eintragungen mehr, obwohl damals offensichtlich sehr wohl irgendwelche Taten eine Rolle gespielt haben. Der Wohnort wurde ermittelt, wir haben ihn dann aufgesucht. Wir haben ihn auch mitgebeten, zur Vernehmung zu kommen. Er lebte mit seiner Familie in dem Kölner Viertel, hat auch mit seiner Frau zwei Kinder. In der Vernehmung hat er dann aber auch alles abgestritten.
Er könnte sich überhaupt nicht an die Nacht erinnern, aber solche Tat hätte er definitiv nicht begangen. Er war damals jung, hatte Alkohol- und Drogenprobleme auch, die er angegeben hat. und er war der Meinung, dass ihn jetzt jemand anschwärzen wollte, vielleicht aus Rache oder Ähnlichem wegen alter Geschichten und wir mussten ihn dann anschließend auch erstmal wieder freilassen. Ja, solche Ausflüchte bekommen Sie bestimmt öfter zu hören. Dennoch hat der Untersuchungsrichter wenig später Haftbefehl gegen ihn erlassen. Auf den Tag genau 35 Jahre nach der Tat, am 14. Februar 2023, wurde Frank K. dann verhaftet. Was hatten Sie denn nun gegen den Mann in der Hand? Ja, also nochmal zusammenfassend kann man ja sagen, dass er Petra Nohl mal zumindest vom Sehen kannte, wie sein Freund berichtet hat. Man war zur fraglichen Zeit in der Nähe des Tatortes und der hat auch nach der Tat sein Aussehen offensichtlich verändert. Das waren die Fakten aus der Vernehmung und dazu kam jetzt entscheidend dann dazu, dass wir eben durch Untersuchungen, die in der Rechtsmedizin veranlasst wurden, Hautschuppen des Täters bzw. Zunächst Hautschuppen gefunden haben, die DNA-mäßig analysiert wurden und anschließend mit der DNA des Verdächtigen verglichen wurden und so einen Treffer erzielen konnten, das war dann ausreichend für einen dringenden Tatverdacht und somit auch für den Haftbefehl.
Music.
Den Beschuldigten wurde dann Mordanklage erhoben, das Tatmotiv Habgier. Ein Dreivierteljahr später, am 4. September 2023, begann dann der Mordprozess vor dem Landgericht Köln. Auf der Anklagebank saß der schweigende und von zwei Strafverteidigern vertretene Frank K. Ihm gegenüber saß die Tochter des Mordopfers, Kathi, als Nebenklägerin. Und man fragt sich natürlich unwillkürlich, warum sie sich das angetan hat. Kathi hat es uns erklärt. Ich wollte von Anfang an mit dabei sein, damit nicht jemand mir das nur erzählen kann oder ich das irgendwie aus der Zeitung erfahre, was da läuft. Ich wollte es alles von Anfang an mitbekommen, damit ich genauestens informiert bin. Ein Prozessbeobachter der örtlichen Presse will sogar beobachtet haben, dass Kathi einmal mit dem Angeklagten gesprochen hat. Aber das war wohl ein Missverständnis. Mit dem Täter direkt Kontakt aufnehmen wollte ich nicht. Mich hat es die ganze Zeit gestört und auch richtig sauer gemacht, dass er nicht gesprochen hat, dass er gar keine Regung gezeigt hat.
Für mich war von Anfang an klar, dass er diese Tat begangen hat. Als ich ihn das erste Mal gesehen habe, habe ich mir das vorgestellt, dass er der letzte Mensch war, den meine Mutter gesehen hat. Ich wollte, dass er es zugibt, dass er Reue zeigt und dass alles ist nicht passiert. Frank K. ließ seine Anwälte für sich reden. Und die gaben sich alle Mühe, die Beweise in Zweifel zu ziehen. Vor allem die Hautschuppen hatten es ihnen angetan. Sie bezweifelten vor allem, dass diese Spuren nach all den Jahren in der Asservatenkammer der Polizei noch genügend Aussagekraft haben. Was sagen Sie dazu, Herr Weber? Zunächst mal ist dazu zu sagen, dass die Analyse der Hautschuppen und die Aussagekraft natürlich seitens der Rechtsmedizin beurteilt wird und man da festgestellt hat, dass selbst mit diesen alten Hautschuppen noch einwandfrei eine DNA herauszuholen ist. Auf der anderen Seite sind die Spuren, die damals gesichert wurden, die werden mit einer Art Klebestreifen auf dem Leichnam gesichert und anschließend auf den Trägerfolie aufgeklebt.
Und die kleben fest da drauf. Da kann also nicht einfach irgendwas dazwischen kommen. Von daher ist es völlig absurd, diese Hautschuppen anzuzweifeln. Für Opfer und deren Angehörige sind solche Gerichtsverhandlungen die reinste Tortur. Kathi hat es aber als Selbstverständlichkeit empfunden, das auszuhalten, stellvertretend für ihre Mutter. Ich war an jedem Verhandlungstag anwesend von Tag 1 und es war total belastend für mich. Ich war immer super aufgeregt und man wusste nicht, was passiert heute. Das war eine ganz schwierige Zeit. Nur einmal ist Kathi draußen vor dem Sitzungssaal geblieben. Aus einem Grund, den jeder nur zu gut versteht, der einmal einen solchen Mordprozess miterlebt hat. An diesem Tag ging es darum, wie brutal der Täter vorgegangen war. Der Gerichtsmediziner, der die Obduktion meiner Mutter durchgeführt hat, ist auf mich zugegangen und hat gesagt, ich soll mir das besser nicht anhören. Er hat gesagt, in seinen 43 Berufsjahren ist ihm das immer im Gedächtnis geblieben, weil es so brutal war. Und das war auch das Brutalste, was er in dieser ganzen Zeit gesehen hat. Und er müsse halt bei seiner Aussage sehr ins Detail gehen und ich soll mir das nicht antun. Im März 2024 dann das Urteil. Frank K.s Verteidiger hatten Freispruch gefordert, aus Mangel an Beweisen und im Zweifel für den Angeklagten.
Die besagten Hautschuppen könnten doch bereits im Gedränge in der Disco auf Petra Nohls Kleidung gelangt sein. Doch die Richter ließen sich durch diese Argumente nicht beeindrucken, zumal die gefundenen Hautschuppen auf der Außenseite der Jacke, an den beiden Oberschenkeln und einem Knöchel nicht beim Tanzen hätten übertragen werden können. Das Urteil des Landgerichts Köln lautete deshalb, lebenslängliche Haft für den Mord an Petra Nohl aus niedrigen Beweggründen. Das Gericht schloss aber auch nicht aus, dass der Täter ursprünglich beabsichtigt haben könnte, sein Opfer zu vergewaltigen.
Das und der genaue Tatablauf ließen sich nicht genau feststellen. Denn der Angeklagte hatte ja alles abgestritten und schwieg dann während des gesamten Verfahrens. Das Gericht stützte sich auf die Feststellungen des Gerichtsmediziners. Demnach zog Frank K. sein Opfer an dessen Halskette von der Straße weg hinter den Verkaufswagen und drosselte es dadurch, deutlich zu erkennen an Strangulationsmarken am Hals. Als Petranol sich vermutlich nach Leibeskräften wehrte, packte er sie an den Armen und zog oder drückte sie zu Boden.
Danach muss er mit voller Wucht auf sie eingetreten, sich auf sie gesetzt und sie mit Fäusten traktiert haben. Drei bis acht Minuten lang, so der Gutachter. Nach circa acht Minuten muss die junge Frau den schweren Verletzungen, die ihr der Täter beigebracht hatte, erlegen sein. In der Urteilsbegründung kam das alles noch einmal detailliert zur Sprache. Aber davon bekam Kathi kaum etwas mit. Als ich das Urteil gehört habe, ich konnte es überhaupt nicht fassen. Ich bin in Tränen ausgebrochen. Ich habe überhaupt nichts mehr gehört. Ich habe einfach nur gedacht, endlich, er ist verurteilt worden. Bei dem Urteil habe ich insgeheim mit meiner Mutter gesprochen und mit ihr kommuniziert, dass wir das geschafft haben. Und auch an dem Abend zu Hause habe ich hier nochmal mit meinen Eltern darüber gesprochen. Auch wenn sich das blöd anhört oder man sich das gar nicht vorstellen kann, irgendwas muss man sich ja vorstellen, damit man irgendwie Kontakt aufnehmen kann. Und für mich war das immer so. Ich habe hier das Hochzeitsbild von meinen Eltern und habe immer mit ihnen gesprochen. Aber damit war die Sache längst nicht ausgestanden.
Ihre Anwältin bereitete Kathi darauf vor, dass der Angeklagte mit Sicherheit Revision beantragen werde. Und sie hatte Recht. Für Kathi ist das eine Zeit der Anspannung. Denn die Entscheidung, ob das Gerichtsverfahren zu beanstanden ist, die zieht sich hin. In diesem Fall ein Dreivierteljahr. Das war schon eine Zeit, wo ich immer wieder gedacht habe, was ist, wenn die anders entscheiden. Am 23.12.24 hat meine Anwältin mich angerufen und auch Herr Weber, dass die Revision abgelehnt wurde. Und da habe ich gemerkt, wie sehr es mich belastet hat. Es hat mich nämlich so sehr gefreut. Ich habe wieder geweint und habe dann gedacht, jetzt ist endlich ein Abschluss.
Der muss seine Schuld absitzen und der kommt da nicht raus und das hat sich sehr gut angefühlt. Ja, große Erleichterung. Wenn man so will, wahrscheinlich das schönste Weihnachtsgeschenk, das man Kathi zukommen lassen konnte. Wie sehen Sie das, Herr Weber? Ja, das kann man durchaus sagen. Also es war schon auch mein Gedanke, als ich am Tag vor Weihnachten davon erfahren habe. Und wir konnten dann auch endlich mal einer Angehörigen eine gute Nachricht übermitteln, die sie auch sehr gefreut hat. Ein besseres Schlusswort kann man eigentlich zu diesem tragischen Fall nicht finden. Herr Weber, vielen Dank, dass Sie uns auch mal im Podcaststudio besucht haben. Das nächste Mal treffen wir uns sicher wieder im Fernsehstudio. Ja, schauen wir mal. Den einen oder anderen Fall haben wir leider immer noch in Bearbeitung.
Ich darf mich auch bedanken und wir sehen uns dann bestimmt. Danke, dass Sie hier waren und vor allem auch ganz herzlichen Dank an Petra Nulls Tochter, Kathi, dass sie uns so bewegend erzählt hat, wie sie das Verbrechen an ihrer Mutter verarbeitet hat. Auch bei unserem Kollegen Rüdiger Wellnitz bedanken wir uns. Er hat das Manuskript für diese Folge geschrieben. Und natürlich wie immer auch ein Danke an unsere Hörerinnen und Hörer, an euch, Wenn euch die Folge wieder gefallen hat, dann abonniert unseren Podcast doch sehr gern. Ja, bis zum nächsten Mal und wie immer in diesem Podcast bleibt sicher. Wir hören uns wie immer in zwei Wochen mit einer neuen Folge und alles Weitere zu diesem Fall findet ihr in den Shownotes. Übrigens, unsere Kolleginnen und Kollegen von XY History haben zwei spektakuläre Kriminalfälle für euch recherchiert. Darunter den ersten Banküberfall mit Geiselnahme in der Bundesrepublik Deutschland. Wie eine ehemalige Geisel und ein damals beteiligter Polizist das Geiseldrama in München 1971 erlebten, erfahrt ihr bei XY History im ZDF-Streaming-Portal. Aktenzeichen XY Unvergessene Verbrechen ist eine Produktion der Securitel in Kooperation mit Bummfilm im Auftrag des ZDF.
Music.