Music.

Hallo und herzlich willkommen zu Aktenzeichen XY, unvergessene Verbrechen. Ich bin Rudi Zerne und wie immer bin ich nicht allein im Studio. Genau, ich bin Conny Neumeier und ich freue mich, dass ihr auch bei dieser Folge wieder mit dabei seid.

Heute geht es bei uns um eine Gruppe Menschen, über die in den vergangenen Jahren immer viel berichtet wurde. Ja, und zwar als Opfer brutaler Verbrechen. Wir reden über Leute ohne festen Wohnsitz, Obdachlose. Die meisten geraten in diese Situation, nachdem sie Schicksalsschläge erlitten haben, mit denen sie nicht mehr klarkommen. Sie verlieren jeglichen Halt, ziehen sich aus ihrem Bekanntenkreis und aus der bisherigen Umgebung zurück. Manche wollen danach keine sozialen Kontakte mehr eingehen, werden zu Einzelgängern. Andere schließen sich Menschen an, denen es ähnlicher ging. Trennung vom Partner, Scheitern im Beruf, Krankheiten, das sind nur einige der vielen Auslöser.

Udi, vorab eine Frage an dich. Hast du eine Ahnung, wie viele Leute es gibt, die auf der Straße leben? Nein, absolut keine Ahnung. Also generell würde ich sagen, viel zu viele. Unsere Redaktion hat im Vorfeld darüber mit Katharin Kudeneck gesprochen. Sie leitet ein Obdachlosenheim in München und sie wird uns später noch einiges zu diesem Thema erzählen. Sie hat uns gesagt, dass zurzeit etwa 440.000 Menschen in Deutschland obdachlos sind. Die meisten leben in staatlichen Unterkünften, also in Notunterkünften oder auch in Heimen für Asylbewerber. Und etwa 50.000 gelten als verdeckt obdachlos. Das heißt, sie haben keine eigene Wohnung, sondern kommen bei Freunden oder Bekannten unter. Die Gruppe, die uns heute interessiert, das sind die Männer und Frauen, die wirklich auf der Straße leben, also unter der Brücke, im Park oder in Hauseingängen. Und das sind knapp 40.000 Menschen in Deutschland. Zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen.

Eine kriminogene Gruppe, wie Fachleute das nennen. Das heißt, aus ihr heraus werden auch Straftaten begangen. Aber die Nicht-Sesshaften, ein weiterer Fachbegriff, werden oft auch Opfer von Straftaten. Unser Gast heute hier bei uns im Podcast-Studio hat mitunter damit zu tun. Kriminalhauptkommissar Holger Lietz von der 1. Mordkommission im Landeskriminalamt Berlin. Herzlich willkommen, Herr Lietz. Schön, dass Sie hier sind. Ja, schönen guten Tag. Vielen Dank für die Einladung. Gerne. Schön, dass Sie hier sind. Herr Lietz, Sie sind der Ermittler in dem Fall, um den es heute bei uns geht. Und man muss sagen, Sie sind immer noch der Ermittler. Denn Ihre Arbeit an dem Fall ist noch längst nicht abgeschlossen. Ja, das stimmt. Der Fall ist leider bis heute noch nicht geklärt. Wir arbeiten seit acht Jahren mittlerweile knapp an diesem Fall. Zunächst natürlich täglich damit beschäftigt. Und bis heute immer noch hin und wieder wird der Fall nach oben genommen, wenn neue Hinweise dazukommen oder möglicherweise auch Spurentreffer mit anderen Verfahren ausgewertet werden müssen. Wir hatten zunächst am Anfang recht gute Ansätze, Ermittlungsansätze. Wir hatten relativ viel oder haben relativ viel Spuren und auch Hinweise. Aber wir müssen leider sagen, die meisten sind im Sande verlaufen oder konnten auch nicht bis zuletzt ausermittelt oder verifiziert werden.

Verbrechen an Menschen, die kein Zuhause haben, das ist wahrscheinlich in einer Großstadt wie Berlin keine Seltenheit, oder? Das ist richtig. Man muss allerdings hier auch ein bisschen differenzieren, welche Art von Delikten es sind. Es gibt ja verschiedene Deliktsbereiche, die diesen Bereich der Obdachlosen betreffen. Es gibt Delikte zwischen diesen Gruppierungen. Es geht da um Körperverletzungen, Diebstahl, um Raubdelikte. Da geht es einfach um das tägliche Hab und Gut, was die Personen haben. Oder auch nicht haben und es sich bei dem anderen holen. Man hat natürlich auch viele Straftaten, die zum Nachteil dieser Gruppen von außen her passieren. Und wo Obdachlose Opfer werden von Personen, die sich über diese Gruppierung lustig machen oder wie auch immer. Insofern gibt es da ganz verschiedene Motivationen in den Taten und auch natürlich verschiedene Intensitäten.

Tötungsdelikte im Bereich der Obdachlosen kommen auch immer wieder vor. Weniger innerhalb dieser Gruppierung, öfters eben auch von außen durch fremde Täter. Aber man muss eben auch sagen, eine Tat wie diese mit einer solchen Intention, wie wir sie hier haben, ist doch eher seltener. Und wir gehen hier auch nicht zwingend davon aus, dass es also eine Tat unterhalb der Obdachlosen gewesen sein muss. Ja und genau darum geht es heute um einen bislang ungeklärten Mord. Also lasst uns über das Opfer sprechen und erzählen, wie es zu der Tat kam.

Es geht um einen 47-jährigen Mann, Klaus Jüterbock. Als Kind hat er in Berlin gelebt, zusammen mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester. Die Kindheit im Stadtteil Spandau war geprägt durch ein nicht unbedingt harmonisches Familienleben. Die Eltern stritten sich oft, bis die Mutter sich offenbar nicht anders zu helfen wusste, als die Familie zu verlassen. Sie ließ die kleinen Kinder bei ihrem zu Gewalttätigkeiten neigenden Mann zurück. Für die Geschwister war das ein Schock. Dazu kam, dass ihr Vater seinen Frust jetzt wohl an ihnen ausließ, bis sich das Jugendamt einschaltete und dem Vater die schwer traumatisierten Kinder wegnahm. Klaus und seine Schwester kamen ins Heim und verbrachten die weitere Kindheit dort. Später zogen sie zu Verwandten nach Schweden und kehrten irgendwann nach Berlin zurück. Herr Lietz, und an dieser Stelle gibt es eine Lücke im Lebenslauf. Warum? Es ist grundsätzlich so, dass natürlich Details in einem Leben nicht immer durchgängig ermittelt werden können. Sie haben es gesagt, die beiden Geschwister haben dann in Berlin wieder gewohnt, jedoch hat sich der Weg zwischen ihnen dann irgendwann getrennt. Das lag an den unterschiedlichen Lebensstilen, die die beiden verfolgt haben. Der Herr Jüterbock, der dann später zu Drogenkonsum neigte und einen körperlichen und psychischen Zustand verfallen ist.

Der nach außen hin für die Schwester schwer zu ertragen war, kam es dann dazu, dass sie den Kontakt zu ihm abgebrochen hat und wir nicht allzu viele Personen aus seinem Umfeld im Weiteren hatten, die dann lückenlos über sein Leben und über seinen Umgang und was er so getan hat berichten konnten. Und insofern gab es dort einige Bereiche in seinem Leben, die wir nicht bis aufs Letzte beleuchten konnten.

Was Klaus Jüterbock später als Erwachsener in Berlin beruflich machte, ist nicht bekannt. Allerdings fällt er dort durch zunehmende Aggressionen auf. Außerdem gerät er in ein Milieu, das für ihn alles andere als zuträglich ist und ihn immer öfter in Schwierigkeiten bringt. Wir haben es gehört. Er hält sich in der Berliner Rauschgiftszene auf, konsumiert exzessiv die unterschiedlichsten Drogen. Zwischendurch versucht er wohl, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ende der 90er Jahre, da ist er fast 30, absolviert er eine Lehre. Er will Koch werden. Ob er die Ausbildung beendet und inwieweit er in dem Beruf arbeitet, ist auch nicht bekannt. Es kann nicht allzu lange gewesen sein. Denn dann stellt sich heraus, dass er den Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht ausüben kann. Und bald wird auch die Berliner Polizei auf ihn aufmerksam.

Herr Lietz, können Sie uns an dieser Stelle erklären, warum? Herr Jüdebock tritt seit ungefähr 2002 immer wieder durch Straftaten auf, die er selber begangen hat. Wir gehen davon aus, dass es mit seinem Drogenkonsum zu tun haben müsste. Er brauchte Geld, um sich entsprechende Drogen zu beschaffen. Wir sprechen hier von der drogentypischen Begleitkriminalität, kleine Eigentumsdelikte und Verstöße gegen das Bedürfungsmittelgesetz, mit denen er aufgefallen ist. Er hat auch selber angefangen, Cannabis anzubauen, also sich selbst seine Drogen zu produzieren und hatte hier offenbar, so wie uns Zeugen gesagt haben, das Problem, dass er selber den Wirkungsgrad dieser selbst produzierten Drogen nicht genau einschätzen konnte und war der Meinung, dass er sie für sich zu medizinischen Zwecken nehmen möchte oder nehmen muss, entgegen auch der Rat vieler Ärzte. Er wollte damit seine eigenen psychischen Probleme in den Griff bekommen. Weiterhin wurde auch sein aggressives Verhalten, was also offenbar zunahm, aktenkundig. Bei Überprüfungen bzw. Kontrollen wurde er gegenüber Polizeibeamten gewalttätig. Das wurde entsprechend auch dokumentiert. Und es kam dann auch im Späteren zu einer psychiatrischen Begutachtung entsprechend.

Auch gegenüber dem Gutachter ist er damals handgreiflich geworden. Als Zeichen seiner möglicherweise psychiatrischen Erkrankung konnte man auch hier damals schon sehen, einen Wunsch, der auch jetzt mit der Tat, die wir ermittelt haben, wieder aufgekommen ist. Er war der Meinung, dass er in die USA aushandeln möchte. Er hätte dort angeblich eine Freundin und wollte quasi sein Leben hier in Deutschland abbrechen und dorthin auswandern. Man hat ihm seitens seiner Rechtsanwältin oder auch der Ärzte davon abgeraten und gesagt, Er hat gesagt, er kann das nicht realisieren mit seinen finanziellen Mitteln und seiner Erkrankung, aber da war er absolut uneinsichtig und war der Meinung, dass er das trotzdem schaffen kann.

Sie haben die Untersuchung angesprochen beim Psychiater und der Psychiater kommt zu einer eindeutigen Diagnose. Er stellt bei Klaus Jüterbock eine paranoid-halluzinatorische Psychose sowie eine schizophrene Erkrankung fest, so die Aussage im Gutachten. Mehrfach wird Jüterbock danach zur Behandlung in die Psychiatrie eingewiesen. Doch kaum ist er wieder draußen, lockt ihn die Drogenszene erneut an und er bekommt wieder Ärger mit der Polizei und Justiz. Seine Aggressionen richten sich immer öfter auch gegen seine Schwester. Das ist nicht zuletzt der Grund dafür, dass sie schlussendlich den Kontakt zu ihm abbricht. Vielleicht ist das aber auch mit ein Auslöser, dass Klaus Jüterbock zur Besinnung kommt. Oder möglicherweise auch ein erneutes Gerichtsverfahren. Danach jedenfalls will er sein Leben endlich ändern. Und das schafft er nur, wenn er Berlin und der dortigen Drogenszene den Rücken kehrt. Ein weiser Entschluss. Klaus Jüterbock verlegt seinen Wohnsitz in den hohen Norden. Was ihn ausgerechnet nach Rendsburg zieht, ist bis heute unklar. Die Stadt liegt in Schleswig-Holstein, 100 Kilometer nördlich von Hamburg, etwa auf der Höhe von Kiel.

Möglicherweise folgt der Bekannten aus Berlin. Jedenfalls nimmt er sich dort eine kleine Wohnung. Auch seinen Bekanntenkreis baut er neu auf.

Aber in Rendsburg gibt es auch eine Drogenszene. Herr Litz, inwieweit spielt das Thema bei ihm dort eine Rolle? Es geht hier im Prinzip sein Leben offenbar ähnlich weiter, wie es auch in Berlin der Fall war. Er kommt aus diesem Milieu letztendlich nicht heraus. Unsere Ermittlungen zusammen mit den Kollegen in Rendsburg ergaben, dass er auch dort in Richtung der Drogenszene und Betäubungsmittelkriminalität aufgefallen ist. Er hat dort wohl keine harten Drogen mehr konsumiert, sondern viel mehr Cannabis. Auch dort hat er begonnen, das entsprechend selber anzubauen in seiner Wohnung. Und wie Bekannte von ihm gesagt haben, wenn er mal etwas übrig hatte, hat er auch was abgegeben. Aber grundsätzlich war es auch hier nicht dafür ausgelegt oder es hat nicht dafür ausgereicht, um möglicherweise Betäubungsmittel gewinnbringend weiterverkaufen zu können und damit irgendeinen Allys zu erzielen. Wir können also sagen, er hat einen ähnlichen Lebensstil vermutlich und auch ähnliche Freunde und Bekannte in Rendsburg gehabt, wie es auch in Berlin der Fall war und er letztendlich nur seinen Lebensmittelpunkt dorthin verlegt hat, aber seinen Lebensstil offenbar beibehalten hat. Okay, also das, was er übrig hatte an Cannabis, das hat er also verschenkt. Damit hat er sich wahrscheinlich auch Freunde gemacht, oder? Das ist richtig.

Die Bekannten, beziehungsweise Freunde, die wir dort befragt und vernommen haben, bewegten sich in der ähnlichen Szene und waren auch ähnlich sozialisiert. Grundsätzlich haben sie aber, wenn wir über Jüterburg mit ihnen gesprochen haben, über einen sehr guten und liebenswerten Menschen berichtet. Man sei gut mit ihm ausgekommen, aber auch was viele Zeugen gesagt haben, auch hier in Berlin, man musste vorsichtig sein, was man sagt und wie man sich ihm gegenüber äußerte. Er konnte schnell aufbrausend sein, wenn jemand nicht seiner Meinung war und hat dann eben auch gesteigert Aggressivitäten gezeigt. Eine Zeugin hat ihn mal so beschrieben, er hat ein gutes Herz, aber man durfte sich mit ihm nicht anlegen.

Music.

Ein gutes Herz, wie die Zeugin sagte, hat Klaus Jüterbock vor allem auch für Tiere, besonders für Hunde. Einen eigenen Hund kann er sich nicht leisten. Aber irgendwann kommt er in Kontakt mit einer Züchterin, die ihm eine Freude machen will. Sie leiht ihm sozusagen einen jungen Hund, um den er sich kümmern kann. Einen Mini Australian Shepherd. Ein lieber kleiner Kerl mit verschiedenfarbigen Augen. Der Hund Eddie wird sein ständiger Begleiter. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Jeder mag Eddie und er verschafft ihm weiteres positives Ansehen im Bekanntenkreis. Dass der Hund einen kleinen Makel hat, macht Klaus nichts aus. An einer Stelle auf dem Rücken ist ihm wegen einer Hauterkrankung das Fell ausgegangen. Vier Jahre von 2013 bis 2017 lebt Jüterbock in Rendsburg. Er ist arbeitslos, bekommt Sozialhilfe und scheint im Herbst 2017 einen weitreichenden Entschluss gefasst zu haben. Er stellt seine Wohnung zwei Bekannten zur Verfügung, weil er verreisen will. Wohin und warum, das erklärt er seinen Bekannten, als er ihnen am Freitag, dem 1. September 2017, die Wohnung übergibt. Wir haben diese Szene für XY nachgestellt.

Wo willst du denn eigentlich hin? Hamburg. Was willst du denn da? Ich brauche ein Visum für die USA. Amerika? Ja, da wollte ich auch schon immer mal hin. Hast du Kontakte? Ich will eine Freundin besuchen. Hoho! Und wie lange bleibst du weg? Weiß ich noch nicht. Schlüssel!

Haustür, Wohnung, Postkasten. Für die Blumen habe ich euch einen Zettel auf den Tisch gelegt. Da steht alles drauf. Alles klar. Und den Rest kennst du ja. Gut, mach's gut. Ja, ich bin aber weg. Ja, viel Spaß in Hamburg, ne?

Großzügig erlaubt er seinen Bekannten, seine Hanfpflanzen zu nutzen. Sie könnten ja damit die laufenden Kosten für die Wohnung bestreiten, meint er. Und damit macht er sich mit Eddie auf die Reise. Sein Gepäck besteht aus einem Rucksack und einer blauen Einkaufstasche von Ikea. Darin sind ein paar Klamotten und vermutlich auch seine persönlichen Dokumente und sein Laptop.

Von Rendsburg aus führen quasi alle Wege nach Süden über Hamburg. Dort gibt es tatsächlich ein US-amerikanisches Generalkonsulat. Herr Lietz, wie ging es denn dann weiter? Ist er dort tatsächlich vorstellig geworden? Genau das haben wir uns auch gefragt als möglicher Anlaufpunkt für ein Visum. Die Ergebnisse dort blieben jedoch leider ohne Ergebnis. Es kann sein, dass er dort an dem Konsulat vorstellig war, aber weiter nach Berlin geschickt wurde. Die haben zumindest keinen direkt dokumentierten Kontakt mit diesem Konsulat in Hamburg. Das würde erklären, warum er noch am selben Tag in der Hauptstadt auftaucht. In bestimmten Bezirken kennen ihn noch viele von früher. Doch es sieht so aus, als wäre Klaus nicht unbedingt erpicht darauf, alte Kontakte aufzufrischen. Er ist vorwiegend in Parks anzutreffen, wo er auch übernachtet. Einen Schlafsack hat er wohlweislich mitgenommen, denn ein Pensions- oder Hotelzimmer hätte er sich nicht leisten können. In den ersten Tagen hält er sich mit Eddie in dem Stadtteil auf, in dem er aufgewachsen ist, in Spandau. Dort kommt es gleich am Tag nach seiner Anreise zu einer ersten, nicht gerade willkommenen Begegnung. Eine Frau spricht ihn an, die er erst allmählich wiedererkennt. Auch dieses Zusammentreffen im Speckdepark in Spandau wird später für die XY-Sendung nachgestellt. Bianca Klimke, die Bibi. Ach, jetzt. Bibi, na klar.

Und, wie geht's? Gut. Und dir? Ja, auch.

Lustig, dass ich dich hier treffe. Du, wie geht's deiner Schwester?

Keine Ahnung. Okay. Naja, vielleicht grüßt du sie von mir, wenn du sie siehst. Wir haben seit zehn Jahren keinen Kontakt. Oh, das tut mir leid. Ähm, du ist... Ich muss los. Ach so. Mach's gut.

Tschüss. Wir haben es gerade gehört, ein sehr einsilbiges Gespräch, das da damals stattfand. Klaus entfernt sich dann auch sehr schnell aus dieser Situation, sehr zur Verwunderung seiner Gesprächspartnerin. Die hat sich später als Zeugin bei Ihnen gemeldet, Herr Lietz, wie auch etliche andere, die ihn von früher kannten. Erzählen Sie mal. Das ist richtig. Wir haben einige seiner ehemaligen Bekannten sprechen können, auch Personen, die ihn in Spandau getroffen haben. Die haben sich bei uns gemeldet, unter anderem aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung. Es ist erstaunlich, wie viele Leuten er in Berlin aufgefallen ist. Das lag möglicherweise an seinem Verhalten, aber eben auch an dem recht markanten Hund, den er hatte, der vielen Zeugen im Gedächtnis geblieben ist. Und erstaunlich dann ja auch, wie exakt sich tatsächlich sein Aufenthalt in Berlin nachvollziehen lässt. Er war ja ziemlich viel unterwegs dort und Sie konnten ja quasi eine Art Bewegungsprofil erstellen. Gab es denn für alle Stationen Zeugen, die Sie da befragen konnten? Nicht für alle Stationen, aber für einige konnten wir seinen Aufenthalt nachvollziehen. Er hatte unter anderem Fahrscheine in seiner Tasche bzw. Auch Fahrplanauskünfte, woraus wir sehen könnten, wie er sich zum Teil in Berlin bewegt hat. Zunächst an dem Wochenende, als er in Berlin angekommen ist, hat er sich überwiegend in seiner alten Heimat in Spandau aufgehalten.

Hier ist er eben auf ehemalige Bekannte getroffen, ohne dass wir davon ausgehen, dass er sie gezielt aufgesucht hat. Es waren also eher Zusammentreffen im Park oder auf öffentlichem Straßenland. Er ist quer durch Berlin gefahren. Er hat sich später ja dann in dem Park in Steglitz aufgehalten, wo auch die Tat passiert ist. Und wir haben auch Anhaltspunkte, dass er unter anderem mit der U-Bahn gefahren ist und dort in diesem Zusammenhang eben das amerikanische Konsulat in Berlin in der Clare-Lay aufgesucht hat. Das war am Dienstag oder am Mittwoch, den 5. oder 6. September 2017. Genau ließ sich das nicht mehr feststellen. Auch weiß man nicht, ob er dort einen Termin hatte oder, was wahrscheinlicher ist, auf gut Glück hingegangen ist. Jedenfalls muss er sich dort zunächst anstellen, bis er vorgelassen wird. Ein Wachmann erinnert sich später noch genau an ihn, denn Klaus lässt ziemlich Dampf ab, als er an der Reihe ist.

Es wird ja auch langsam Zeit hier. Verstehst du das überhaupt? Die machen gar nichts. Ja, guck nicht so. Die da oben sind es, die müssen weg. Verstehst du das? Und du auch, hast du es verstanden? Die da steht nicht so dumm rum und seid nicht scharfe. Jetzt hören wir mal auf, hier rumzuschreien. Nehmen Sie Ihre Sache und verlassen den Platz, bitte. Wer sind Sie? Polizeibeamter Sanne ist Berlin für den Objektschutz zuständig. Nehmen Sie bitte Ihre Sache und räumen den Platz. Dankeschön. Ein klarer Platzverweis. Mit seinem Visumwunsch ist er hier erst mal nicht weitergekommen. Ein Wutausbruch, typisch für sein Krankheitsbild. Die Nächte werden auch in Berlin im September kälter. Knapp über 10 Grad sind für einen eher schmächtigen Mann wie Klaus Jüterbock, 1,73 groß und gerade mal 55 Kilo schwer, nicht gerade gemütlich zum Schlafen, wenn man die Übernachtung im Freien nicht gewohnt ist. Vermutlich deshalb taucht Klaus am nächsten Tag vor der Villa Stöckle in Berlin-Fronau auf. Es handelt sich um ein sogenanntes Weglaufhaus. Der Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt bietet dort Menschen Zuflucht, die psychiatrische Behandlungen meiden wollen und Alternativen suchen.

Doch seine Hoffnung, dort übernachten zu können, erfüllt sich nicht. Denn Hunde sind dort nicht erlaubt. Also vom Norden der Stadt zurück in den Süden, in den Park nach Steglitz. Dort kommt es in der Nacht zum 8. September 2017, eine Woche nachdem er von zu Hause weggefahren ist, zu einem grausamen Verbrechen. Am Tag davor, am Donnerstag, wird er noch mehrfach im Park und in der Umgebung gesehen. Wie er mit Eddie auf der Wiese herumtollt, wie am Nachmittag ein Mann bei ihm auf der Bank sitzt und sich mit ihm unterhält. Wie er zu einem Supermarkt in der Nähe geht und einkauft. Und es gibt auch eine Beobachtung, der die Kripo später eine gewisse Bedeutung in Bezug auf das Verbrechen zuordnet. Was war das, Herr Lietz?

Es hat sich ein Zeuge bei uns gemeldet, der an diesem Donnerstagnachmittag, genau die Zeit haben wir nicht, einen Streit mitbekommt, der dort in diesem Park passiert. Möglicherweise in der Nähe dieser Bank, wo der Herr Hüterbock später aufgefunden wurde. Es geht um ein Pärchen, das möglicherweise eine verbale Auseinandersetzung mit einer dritten unbekannten Person hatte. Der Zeuge, den wir befragen konnten, konnte nicht genau sehen, um wen es sich letztendlich gehandelt hat, weil er der Sache selber keine große Bedeutung beigemessen hat. Es ist möglich, dass es das spätere Opfer Klaus Jüterbock war, aber er konnte es nicht mehr genau uns angeben oder verifizieren. Er konnte auch nicht hören, worum es genau ging in diesem Streit.

Möglicherweise hat die Frau aus diesem Pärchen versucht, ihren Begleiter aus diesem Streit wegzuschieben oder rauszuholen. Gilt der Streit Klaus Jüterbock, der wieder einen seiner unkontrollierten Wutausbrüche hatte? Hat er sich diesmal mit dem Falschen angelegt? Ist dieser ebenfalls wütende Spaziergänger in der Nacht zum Freitag zurückgekommen und hat grausame Rache genommen? Fragen, die bis heute unbeantwortet sind. Am selben Abend wird Klaus mehrfach von Leuten auf seiner Parkbank schlafend gesehen. Unter anderem um 23.30 Uhr auch von dem Angestellten eines Cafés am Rande des kleinen Parks. Und sogar gegen 4.30 Uhr ist ein Mann im Park unterwegs. Er sammelt in der Nacht leere Pfandflaschen, die er später in Bargeld tauscht. Auch er sieht Klaus Jüterbock. Er liegt in seinem Schlafsack, allerdings vor der Bank. Wegen der Dunkelheit kann der Flaschensammler aber nichts Genaueres erkennen und geht an ihm vorbei. Erst zwei Stunden später bemerken ein Mann und eine Frau, die auf dem Weg zur Arbeit den Park durchqueren, dass der auf dem Boden liegende Mann tot ist. Sie rufen sofort die Polizei.

Herr Litz, welches Bild bot sich denn da am Tatort? Die Zeugen haben einen Mann aufgefunden, der an seinem Schlafsack lag auf der Erde. Er war so fern erkennbar, zum Teil blutverschmiert. Und als wir letztendlich dort am Tatort eintrafen und uns das angeschaut haben, sind wir davon ausgegangen, dass es sich mutmaßlich um einen Obdachlosen hier als Opfer handelt. Das haben wir darauf geschlossen. Er hat also offenbar draußen geschlafen. Sein Hab und Gut war auf und unter der Bank verteilt. Er hat die Hülle des Schlafsacks als Kopfkissen benutzt und neben der Bank saß der Hund, den er bei sich hatte. Er war dort angeleint. Auf der Bank, unter der Bank lagen Lebensmittel und als wir dann schlussendlich den Schlafsack auch öffneten, nach der entsprechenden Spurensuche, wurden mehrere Verletzungen bei Herrn Jüderbock am Oberkörper festgestellt. Ein Gerichtsmediziner bestätigte dann diese Verletzungen im Rahmen der Obduktion und wir konnten ja ein Verletzungsbild erkennen, was eine recht hohe Vilmenz zeigte, die der Täter dem Opfer dort beigebracht hat.

Klaus Jüterbock wurde mit zahlreichen Messerstichen getötet. Das heißt also, der Täter oder die Täterin war offensichtlich in Rage sehr aufgebracht. Welches Motiv könnte hier vorgelegen haben? Die letztendlichen Motivationen können wir bis heute immer noch nicht vollständig klären. Einen Raub oder einen Raubmord haben wir zunächst eher ausgeschlossen. Er hatte seine persönlichen Sachen größtenteils noch bei sich. Dazu gehörten also auch ein Teil Wertsachen. Es war einiges an Dingen, die ein Raubtäter mitnehmen würde, waren noch dort. Das Einzige, was wir nachvollziehen konnten, was tatsächlich nicht da war, war diese blaue Ikea-Tasche, die verschiedene Zeugen zuvor gesehen haben. Vielleicht hat er sie vorher verloren oder irgendwo zurückgelassen, diese Tasche. Zumindest der uns vermutlich bekannte Inhalt dieser Tasche hätte jetzt auch kein klassisches Motiv für eine Wegnahme, also für einen Raub geboten. Es sah uns hier eher nach einem emotionalen Motiv aus, dass die Tat mit persönlicher Aggression gegen das Opfer begangen wurde. Kommt da ein Streit mit anderen Obdachlosen als Motiv in Frage? Das ist möglich. Dieser Park dort diente auch als Treffpunkt für Obdachlose, allerdings in der Regel nur tagsüber.

Die Obdachlosen, die sich dort im Bereich Steglitz aufgehalten haben, haben diesen Park weniger als Schlaftürte genutzt, Sodass wir nicht davon ausgehen, dass es dort einen Streit um einen Schlafplatz ging, was möglicherweise auch bei anderen Delikten zwischen Obdachlosen der Fall ist, dass es also dort um sogenannte Revierkämpfe geht. Der Park wird nachts eigentlich weniger frequentiert. Tagsüber sind sehr viele Passanten da, es ist ein Café in unmittelbarer Blickweite und in der Nacht ist der Park doch eher leer. Wie liefen denn dann die ersten Ermittlungen ab? Das Opfer musste ja wahrscheinlich erst mal identifiziert werden, oder? Das ist richtig. Priorität hat also die Identifizierung und natürlich die Spurensicherung am Opfer und am Tatort. In diesem Fall war die Identifizierung relativ einfach. Er hatte Dokumente bei sich, die auf seinen Namen schließen ließen. Und zudem war er ja auch in Berlin durch Straftaten auffällig geworden und war entsprechend erkennungszinslich behandelt worden, sodass wir also auch seine Fingerabdrücke bestätigen konnten, mit wem es hier zu tun hatten.

Die Spurensicherer der Berliner Polizei und die Kollegen meiner Mordkommission hatten sehr viel zu tun, was also die Spurensicherung angeht. Man kann sich vorstellen, ein solcher Park wird von sehr vielen Leuten frequentiert. Es fällt viel Müll an und man muss halt sehen, welche Dinge ringsherum auch noch liegen und nicht dem verunmittelbar zugeordnet werden können.

Was kann uns möglicherweise zum Täter führen? Welche Spuren haben hier eine gewisse Relevanz? Es gab eine Menge davon. Man kann sich vorstellen, an der Parkbahn wird geraucht, da wird gegessen. Da bleiben also Sachen zurück, die man später möglicherweise einem Verursacher zuordnen kann. Das sind Fingerabdruckspuren, DNA-Spuren, vielleicht auch die Möglichkeit, dass der Täter sich bei der Tat verletzt hat und vielleicht irgendwo Blut selbst zurückgelassen hat. Sie haben gesagt, es gab jede Menge Spuren um diese Parkbank herum. Waren die nur von Klaus Jüterbock oder haben Sie da auch andere gefunden?

Nein, also wie gesagt, es herrschte in diesem Park ein Registreiben, auch um diese Bank herum. Wir haben relativ viele Spuren gefunden. Wir konnten einige letztendlich auch zuordnen, bestimmten Personen zuordnen. Und wir konnten aber leider diese Spuren nicht insofern verfolgen, dass aus diesen Personen auch immer Tatverdächtige wachsen konnten. Wir konnten Kontakte, die er in diesem Park hatte, mit anderen Personen ermitteln. Aber auch hieraus ergab sich keine Personen, die wir dann als möglichen Tatverdächtigen einstufen konnten. Wir haben verschiedene weitere Ermittlungen natürlich in diesem Park gemacht. Wir haben sehr, sehr viele Zeugen befragt, die diesen Park nutzen, die diesen Park durchqueren. Mithilfe auch von Polizeistreifen nach Zeugen gesucht und letztendlich dann auch mit einer Öffentlichkeitsverhandlung. Sind wir mit diesem Fall quasi an die Öffentlichkeit gegangen, um weitere Zeugen zu finden, die sich melden und uns sagen können, was ist in dieser Nacht passiert, was wollte der Herr Jüterbock hier, welche Kontakte hat er möglicherweise gehabt.

Also Öffentlichkeitsverhandlung heißt ausführliche Berichte, Fotos in den örtlichen Medien, Ermittlungsfragen. Müssen wir uns das so vorstellen? Genau. Wir haben Plakate geklebt, wir haben in den Medien entsprechende Meldungen veröffentlicht. Es brachte leider nicht sehr viele neue Erkenntnisse. Viele oder einige Hinweise, die wir bekommen haben, haben sich letztendlich als falsch herausgestellt. Wir haben sehr viel auch in der Obdachlosen-Szene dort in diesem Bereich ermittelt. Aber auch da konnten wir leider keine entscheidenden Hinweise hervorbringen, sodass letztendlich, wie auch gesagt haben, wir haben also Anhaltspunkte oder mögliche Verbindungen aus Berlin raus. Er hat in Rendsburg gewohnt und somit haben wir auch gesagt, wir müssen die Tätersuche nicht nur in Berlin beschränken, wir gehen auch über Berlin hinaus. Was ja dann kurz gesagt dazu geführt hat, dass es ein Fall für Aktenzeichen XY ungelöst wurde. Ein Dreivierteljahr nach der Tat wurde Ihr Fall dann in der Sendung gezeigt. Ein paar Ausschnitte aus dem Film haben wir auch schon gehört. Herr Lietz, Sie haben damals die Fragen, die Sie gerne beantwortet hätten, an das Publikum gestellt. Wie war da denn die Resonanz?

Im Hinblick für den Ermittler war sie etwas enttäuschend. Es gab also nicht sehr viele hinweise oder sagen wir mal nicht sehr viele sachdienliche Hinweise, was natürlich auch an dem Tatort und an der Zeit lag. Also wir hatten gesagt, dieser Bereich dort wird offenbar nachts durch sehr wenig Personen überhaupt frequentiert, sodass man also nicht auf den typischen Tatverdächtigen gestoßen ist. Vielmehr haben sich die Zuschauer mehr für den Hund interessiert, was dann aus diesem Hund geworden ist nach der Tat. Ich kann mich sehr gut erinnern, dass da viele Fragen zu dem Hund reinkamen.

Ja, jemand hatte sein geliebtes Herrchen brutal ermordet. Das nimmt tierliebende Zuschauerinnen und Zuschauer schon mit. Ich weiß noch, meine Kolleginnen und Kollegen in der Produktion hatten sich extra darum bemüht, einen sehr ähnlich aussehenden Hund für die Dreharbeiten zu finden. Aber da wir gerade dabei sind, was ist denn aus Eddie geworden? Wie es ihm heute geht, kann ich jetzt aktuell nicht sagen. Aber zumindest haben wir uns damals nochmal darum gekümmert. Er ist mit Einverständnis der damaligen Züchterin in liebevolle Hände gekommen. Er war zu dem Zeitpunkt, als damals die Sendung produziert wurde, kaum noch wieder zu erkennen. Dadurch, dass es ein relativ junger Hund war, hat er sich verändert. Er sah vollkommen anders aus als noch zu dem Zeitpunkt der Tat. Und da konnte ich mich noch ganz gut dran erinnern. Der Mord an seinem ehemaligen Herrchen ist bis heute ungeklärt. Sie sind immer noch damit beschäftigt und beobachten auch Parallelfälle. Könnte ja sein, dass der Täter oder die Täterin in einem anderen Fall geschnappt wird und für ihren auch in Frage kommt. Erst kürzlich gab es hier einen Fall, bei dem diese Hoffnung bestand. Welcher war das? Genau, das ist ein Fall aus Hannover. Dort wurde ebenfalls ein Obdachloser in einem Park getötet. Das war im Juli 2021.

Es gab relativ viele Parallelen zu dem Fall, die uns damals schon aufhorchen ließen. Wir hatten relativ engen Kontakt mit den Kollegen aus Hannover und wurden und werden immer noch auf dem Laufenden gehalten. Wir haben Ermittlungen damals auch abgestimmt miteinander, aber bislang gibt es leider noch keinen konkreten Anhalt, dass auch diese Tat, die wir hier in Berlin hatten, entsprechend mit der Klärung in Hannover aufgeklärt werden kann. Da gab es vor wenigen Wochen etwas Neues, das sie sofort alarmiert und neue Hoffnung geweckt hat. Übrigens war das ein Fall, der auch bei XY vorgestellt wurde. Wir werden gleich noch darauf eingehen. Und bevor wir das machen, kommen wir jetzt zu einer Frau, die viel mit Leuten zu tun hat, die auf der Straße leben. Wir haben sie am Anfang schon angekündigt. Katharin Kudeneck gehört dem katholischen Männerfürsorgeverein München an. Sie ist Leiterin in einer Einrichtung, die sich um diesen Personenkreis kümmert. Und sie hat uns einiges über die Nöte und Ängste ihrer Klienten und über die Gefahren, denen die ausgesetzt sind, erzählt und natürlich auch, wie ihre Institution versucht zu helfen. Auch in München gibt es sehr viele nicht sesshafte Personen, so heißt das im Behördendeutsch. Die Stadt München, die ist bekannt dafür, dass dort aber einiges getan wird, um Obdachlosen das Leben erträglicher zu machen und sie zu betreuen.

Katrin Kudeneck hat uns einige Beispiele genannt. München hat grundsätzlich ein sehr ausdifferenziertes Hilfesystem mit einem breit gefächerten Hilfeangebot von der Notschlafstelle über Streetwork, über aufsuchende Arbeit, ambulante Hilfen, Langzeiteinrichtungen.

Soziale Beratung. Es ist alles vorhanden. Wir haben eine sehr gute medizinische Versorgung hier im Haus, eben auch die Arztpraxis für Wohnungslose. Dazu kommen natürlich auch noch finanzielle Hilfen in Form von Sozialleistungen, also entweder Bürgergeld oder auch Leistungen nach dem SGB XII.

Einige Personen arbeiten auch, also können sich selber finanzieren, sind in der Regel in prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Großstädte, die können bekanntermaßen großzügiger mit Hilfsangeboten umgeben als ländliche Gegenden. Die haben eben mehr Geld zur Verfügung, aber viele Betroffene wollen die Hilfen gar nicht annehmen. Auch Katharin Kudeneck macht diese Erfahrung immer wieder. Dass man Hilfsangebote nicht nutzt, sind sehr individuelle Entscheidungen. Es gibt einfach nicht den einen Wohnungsnotfall und es gibt auch nicht die eine Entscheidung, warum man Angebote nicht nutzt. Es hat sicherlich viel auch mit dem Wunsch nach der eigenen Autonomie der Menschen zu tun. Es hat auch etwas damit zu tun, dass Gemeinschaftsunterkünfte nicht angenommen werden. Es kann auch etwas damit zu tun haben, dass man... Schon sehr lange im Hilfesystem ist und eigentlich auch alles kennt und vielleicht eine Frustration darüber empfindet, dass man nicht die Hilfe bekommt, die man sich wünscht. Da zieht so manch einer einen Schlafplatz im Freien vor. So wie auch in dem zweiten Fall, mit dem wir uns gleich beschäftigen. Was macht diese sehr eigene Art von Autonomie so gefährlich? Man hat nicht die Möglichkeit, einfach mal die Tür hinter sich zu schließen, abzusperren. Man ist jederzeit ausgeliefert und die Personen gehören einfach zu einer sehr stigmatisierten und vor allem auch außerordentlich vulnerablen Personengruppe.

Fast alle obdachlose Menschen haben auch mal eine Gewalterfahrung gemacht und das ist eigentlich der Alltag. sei es, dass es innerhalb dieser Personengruppe zu Gewalt kommt. Es kann aber auch zu Gewalt durch die Mehrheitsgesellschaft kommen, weil es eben eine so stigmatisierte Personengruppe ist. Dazu, dass sie obdachlos sind, kommen einfach grundsätzlich auch noch prekäre Lebensumstände, die diese Personengruppe auch so angreifbar macht. Morde an Obdachlosen kommen immer wieder vor. Wir haben schon einige bei Aktenzeichen XY gezeigt. Und auch Katharin Kudeneck hat ein solcher Fall besonders berührt. Vor einem Jahr hatten wir einen Mord an einem Obdachlosen im Englischen Garten, der das ganze Stadtgebiet sehr erschüttert hat.

Die Person hat dort festgelebt, hatte seine Platte dort. Es gab dann noch einen Trauergottesdienst, den ich für sehr wichtig empfunden habe, weil man diesem Menschen so einen Namen geben konnte und man hat sein Bild gesehen und man konnte ihm einfach auch nochmal die letzte Ehre erweisen und ihm gedenken. Ja, man hört, wie solche Fälle ihr trotz aller Routine in der täglichen Arbeit immer noch nahe gehen. Soweit zunächst also einmal Katharin Kudeneck vom katholischen Männerfürsorgeverein in München, der sich natürlich auch um Obdachlosen anderer Konfessionen kümmert. Und wie überall in der Bundesrepublik gibt es auch in München ähnliche Vereine für obdachlose Frauen.

Wir haben vorhin einen anderen Fall aus Hannover angesprochen, zu dem es Parallelen gibt. Das Opfer, wir nennen ihn Kai Lüttke, ist seit etwa 20 Jahren obdachlos und lebt in der niedersächsischen Landeshauptstadt auf der Straße. Vor zehn Jahren hat er sich in der Eilenriede niedergelassen, dem Stadtwald von Hannover, östlich vom Stadtzentrum. Am Waldrand, in der Nähe einer Wohnsiedlung, steht eine Parkbank, auf der er für gewöhnlich übernachtet. Es gibt inzwischen dort kaum jemanden, der den Obdachlosenmann nicht kennt. Er gehört einfach zum Stadtviertel. Wie Klaus Jüterbock aus dem ersten Fall ist auch Kai Lüttke psychisch krank. Er ist schizophren, hört Stimmen und spricht mit ihnen. Die Anwohner bekommen das natürlich mit. Vor allem, weil Kai Lüttke unruhig schläft und mitten in der Nacht auf seiner Parkbank lauthals losschreit. Jeder nimmt das hin, keiner denkt sich etwas dabei. Denn Kai Lüttke ist zu jedem liebenswürdig. Für jede Zuwendung, jedes freundliche Wort ist er dankbar. Vor allem eine Witwe aus der unmittelbaren Nachbarschaft, die wir hier Hilde Müller nennen, kümmert sich um ihn. Im XY-Film hört sich das so an. Guten Abend. Hast du mich erschreckt? Guten Abend, Hilde. Wie geht es dir? Na, geht schon. Schau mal, das habe ich heute im Schrank noch gefunden. Ist von meinem verstorbenen Mann. Die Größe konnte passen.

Nein, nein, nein, nein. Meine Hose ist noch in Ordnung. Na, komm, jetzt nimm schon. Du kannst sie gebrauchen, das weiß ich. So.

Also, du brauchst aber auch dringend neue Schuhe. Ich schau mal, was ich zu Hause von meinem Mann noch habe. Nein, Hilde, Hilde, Hilde, das musst du nicht, das musst du nicht. Ja, ja, ja, ja. Heute Nacht könnte es regnen. Willst du nicht doch lieber mal in einen obdachlosen Unterkunft gehen? Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Ja, aber das ist nicht für mich. Das weißt du. War es noch nie. Ja, ja, ja. Gut, verstehe. Denn dann, gute Nacht.

Danke nochmal. Ja, gerne. Gute Nacht. In aller Regel lehnt Kai Lüttke jegliche Hilfe ab. Aber die rührende Art der älteren Anwohnerin kann er einfach nicht abweisen. Er hat einen Realschulabschluss, aber nie einen Beruf erlernt. Seine Krankheit wurde schon früh erkannt und hat ihn aus der Bahn geworfen. Die Angehörigen haben sich bereits vor vielen Jahren von ihm abgewandt. Kai Lüttke ist ein Einzelgänger und möchte es auch nicht anders haben. Alkohol trinkt er nicht und auch von Drogen hält er sich fern. Er ernährt sich hauptsächlich von Joghurt und Keksen.

Vor allem die Anwohnerinnen bringen ihm besonders in den kalten Monaten eine Suppe oder heiße Getränke vorbei. Auch Kai Lüttke lehnt Unterkünfte prinzipiell ab. In kalten Nächten tauscht er die Parkbank gegen Lichtschächte, aus denen warme Luft strömt. Sozialhilfe nimmt er nicht in Anspruch. Die Besitzerin eines Kiosks in der Nähe unterstützt ihn. Er darf sich in ihrem Sozialraum waschen und gelegentlich seine Wäsche waschen. Der Tattag, Montag, 5. Juli 2021. Was Lüttke den ganzen Tag gemacht hat, kann die Kripo später nicht mehr ermitteln. Gegen 22 Uhr sucht er seinen Schlafplatz auf der Parkbank auf. Und um 23.30 Uhr bekommt er nochmal Besuch von Hilde Müller, der Witwe, von gegenüber. Ja, Abend, Hilde. Ich habe Suppe übrig und dachte... Oh, das riecht lecker. War das Lieblingsessen meines Mannes. Probier mal. Das tut gut.

Ich habe vorhin einen Wetterbericht gehört. 18 Grad heute Nacht, leichter Lieselregen. Solange es nicht schüttet. Gute Nacht. Dir auch, dir auch.

Music.

Etwa um 1 Uhr nachts wird Kai Lüttke zum letzten Mal lebend gesehen. Von einer jungen Frau, die auf dem nahen Waldweg nach Hause radelt. Lüttke sitzt auf seiner Parkbank, hat wie üblich eine Decke umgeschlungen und döst vor sich hin.

Wie sich später aus den Spuren ergibt, kommt dann in den nächsten Stunden eine Person aus dem Wald von hinten auf ihn zu. In der Hand hat sie eine Art Küchenmesser mit einer 15 Zentimeter langen Klinge, einseitig geschliffen. Mit der linken Hand, so wird später in der Gerichtsmedizin festgestellt, holt die Person aus und sticht mit voller Wucht auf Kai Lüttkes Nacken ein. Er ist sofort hellwach und schreit um Hilfe. Mehrere Nachbarn sagen später aus, sie hätten die nächtlichen Hilferufe gehört, sich aber nichts dabei gedacht. Es kam ja immer wieder vor, dass er nachts geschrien hatte. Auch Hilde Müller wacht davon auf. Sie schaut auf die Uhr. Es ist kurz nach drei. Dann schläft auch sie weiter. Fünfmal sticht die Person mit aller Gewalt zu. Dann flüchtet sie. Knapp drei Stunden später wird Kai Lüttke tot aufgefunden. Von einem Radfahrer und einer Fußgängerin. Für den Obdachlosen kommt jede Hilfe zu spät. Im Viertel macht sich große Betroffenheit breit, als sich das Geschehen herumspricht. Anhand der Spuren am Tatort und bei der Sichtung der Verletzungen in der Gerichtsmedizin kann die Tat recht gut rekonstruiert werden. Nur die Tatperson lässt sich damit natürlich nicht herausfinden. Und so kommt auch dieser Fall zu Aktenzeichen XY ungelöst. Das ist elf Monate nach der Tat. Die Kripo kann sich immer noch keinen Reim auf das Geschehen machen.

Auch in diesem Fall ist keine Raubabsicht zu erkennen. Alle Habseligkeiten, die Kai Lüttke in zwei großen Taschen dabei hatte, sind noch vorhanden. Und wie der zuständige Beamte in der Sendung verrät, war Kai Lüttke auch im Besitz einer kleinen Geldsumme. Sie war in seiner Jacke eingenäht. Das Geld ist noch da. Die Kripo vermutet, dass es jemanden gab, der ihm regelmäßig den einen oder anderen Schein zusteckte. Als Motiv bleibt nur eine persönliche Auseinandersetzung. Oder die Tatperson hatte ganz allgemein einen Hass auf Obdachlose.

Das Ermittlerteam hat jedenfalls niemanden gefunden, der einen Grund gehabt hätte, Kai Lüttke zu töten. Auch gab es keine Erkenntnisse über Streitigkeiten mit anderen Obdachlosen. Kopfzerbrechen machte dem Ermittler im Studio, dass man nichts darüber herausgefunden hatte, wie Kai Lüttke den Tag vor der Tat verbracht hatte. Vielleicht war ja in diesen Stunden etwas passiert, was das Verbrechen erklären würde. Der zuständige Beamte erhoffte sich dazu Hinweise von den Zuschauerinnen und Zuschauern. Herr Lietz, in der Tat gibt es hier etliche Parallelen zu Ihrem Fall, nicht wahr? Ja, das ist richtig. Sowohl der Tatort, also ein Park, die Tatzeit, die Nachtzeit, an der die Tat passiert ist, die Wahl des Opfers, hier auch ein Obdachloser und auch die Begehungsweise sind sehr ähnlich. Das war allerdings nicht die einzige Tat, bei dem wir uns näher das angeschaut haben, ob es möglicherweise Parallelen auch zu unserer Tat in Berlin gibt. Es gab Fälle, zum Beispiel in Wien, die wir uns angeschaut haben und auch ein Fall in Koblenz, der ebenfalls bei Aktenzeichen XY war. Dort wurde auch ein Obdachloser, der auf dem Friedhof seine Schlafstätte hatte, getötet und ihm wurde der Kopf abgetrennt.

Haben denn Ihre Gespräche mit den dortigen Ermittlungsbeamtinnen und Beamten dann neue Erkenntnisse auch zum Fall Klaus Jüterbock gebracht? Der Fall in Wien konnte glücklicherweise geklärt werden. Ein 17-Jähriger hatte dort die Obdachlosen getötet und ist inzwischen zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden mit anschließender Einweisung in eine Psychiatrie. Es gab allerdings keine Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung hier in Berlin. Auch der Fall in Koblenz, der leider noch nicht geklärt ist, konnte uns auch keine Hinweise geben, dass wir hier irgendwelche Übereinstimmungen täterseits haben.

Also halten wir fest an dieser Stelle, dann gibt es ja nach wie vor offene Fragen in Ihrem Fall. Welche wären das? Genau. Wir wollen natürlich noch weiter Erkenntnisse haben, was hat Herr Jüterbock außerdem, was wir bereits wissen, in der Zeit in Berlin gemacht, zwischen dem 1. und 8. September 2017. Er war zuvor auch sporadisch offenbar in Berlin. Auch hier würde uns interessieren, wo er sich aufgehalten hat, ob er möglicherweise Kontakte zu anderen Personen hatte. Wie wir bereits angesprochen haben, es gab auch Situationen, in denen Herr Hüterbock möglicherweise mit anderen Menschen in Auseinandersetzung geraten ist. Auch dazu würden wir gerne wissen, ob da jemand Näheres beobachtet hat oder selbst erlebt hat. Und natürlich dieses Pärchen, was wir angesprochen hatten, dass in der Parkanlage dort, wo die Tat später passiert ist, die Auseinandersetzung mit einer dritten Person, eventuell dem Herrn Nüderbock hatte, ob wir da nähere Erkenntnisse auch noch heute bekommen können. Wir hoffen bis heute, dass es noch weitere Zeugen gibt, die uns die gestellten Fragen beantworten können oder es möglicherweise auch Zeugen gibt, die uns konkret Beobachtungen zu der Tat liefern können.

Das wäre natürlich super, wenn sich da einige Fragen noch klären lassen würden. Aber Sie haben ja tatsächlich auch noch ein Eisen im Feuer. Das betrifft allerdings den Fall in Hannover. Der hat im November vergangenen Jahres erneut für Schlagzeilen gesorgt. Wollen Sie uns erzählen, was da passiert ist?

Die Kollegen dort hatten das Glück, dass sich eine Person, ein Mann gemeldet hat bei der Polizei und die Tat offenbar eingeräumt hat. Er ist daraufhin in Untersuchungshaft gekommen und wir haben kurz danach mit den Kollegen natürlich auch gesprochen und werden natürlich prüfen, ob es jetzt neue Anhaltspunkte gibt mit der Namenhaftmachung eines möglichen Tatverdächtigen, dass dann vielleicht auch die Tat in Berlin eventuell geklärt werden kann. Aber es gibt, wie gesagt, bislang noch nichts Konkretes, dass wir sagen können, dass wir hier wirklich eine übereinstimmende Täterschaft haben. Trotzdem sehen Sie Hoffnung, Herr Lietz? Sind Sie zuversichtlich? Ich würde sagen, warten wir es ab. Wir beobachten natürlich die weiteren Ermittlungen und das Ergebnis dann letztendlich in einem Gerichtsverfahren. Wir werden das weiter verfolgen und dann entsprechend für uns in Berlin die Schlüsse ziehen und weiter ermitteln.

Music.

Die Ermittlungen und Klärung des Falls bzw. der Fälle sind das eine. Das andere ist die Erkenntnis, dass das Leben auf der Straße gefährlich ist.

Und ganz sicher hat der überwiegende Teil derer, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, sich das nicht ausgesucht. Kathrin Kudeneck hat uns erzählt, wie schnell man unversehens mittellos werden und in die Obdachlosigkeit rutschen kann. Und sie hat uns dazu auch ein Beispiel genannt. Es gibt tatsächlich einen Fall, der mich immer noch sehr berührt und der mir sehr nachgeht von einem Klienten. Das war ein ehemaliger Jurist, der schon weit über 70 Jahre alt war. Sehr eloquent, sehr charmant, sehr gut gebildet, sehr witzig und mit Sicherheit auch ein sehr origineller Charakter. Und er war als Jurist sehr erfolgreich und hat sich in diesem Erfolg eigentlich nie Gedanken darüber gemacht, dass er für sein Alter vorsorgen müsste und es sogar irgendwann aus seiner Krankenversicherung begleitet. Und um seinen 70. Geburtstag herum wollte er nach New York fliegen und hat dann plötzlich einen Schlaganfall und seine ganzen Ersparnisse gehen für die Kosten der medizinischen Versorgung und für seine Reha drauf. Und er wird wohnungslos, kommt in unsere Einrichtung, hat weder eine Krankenversicherung, noch hat er Geld, noch hat er eine Wohnung, noch hat er eine Rente und er kommt eigentlich mit gar nichts.

Er kann sich hier dann stabilisieren. Wir können über unseren Beratungsdienst dafür sorgen, dass er wieder Leistungen bezieht, dass er eine Rente bezieht, dass er eine Krankenversicherung hat und er kann sich aber auch sehr lange nicht auf unser Angebot einlassen. Es kostet sehr viel Beziehungsarbeit, dass er sich irgendwann wirklich überreden lässt, in eine weiterführende Langzeiteinrichtung zu gehen, wo er auch die Unterstützung, die Versorgung bekommt, die er braucht.

Eine ganz tragische Geschichte vom erfolgreichen Juristen zum Obdachlosen, das kann so schnell gehen. An der Stelle noch ein Hinweis. Seit Ende der 80er gibt es eine Pflichtversicherung für Anwälte, also so etwas sollte heute eher nicht mehr so vorkommen dürfen. Frau Kudeneck ist aber noch eines wichtig zum Abschluss, nämlich dass jeder von uns sich ein bisschen mehr um Menschen kümmert, die auf der Straße leben, auch in dem Bewusstsein, dass man nie weiß, welche Schicksale jeweils dahinterstehen. Es ist immer möglich, dass man ein freundliches Wort sagt, dass man vielleicht fragt, ob man einen Kaffee mitbringen kann. Man muss nicht unbedingt gruselos an der Person vorbeigehen, sondern manchmal ist es auch tatsächlich nett, einfach freundlich zuzunicken und das ist schon eine ganze Menge.

Music.

Damit möchten wir jetzt diese Podcast-Folge beenden und bedanken uns bei euch fürs Zuhören. Unser Dank gilt natürlich auch allen, die uns bei dieser Folge unterstützt haben. Zunächst Ihnen, Herr Lietz, dass Sie zu uns ins Studio gekommen sind und uns aus erster Hand von Ihren Ermittlungen erzählt haben. Danke, dass Sie da waren. Ja, vielen Dank, dass ich auch nochmal die Gelegenheit hatte, den Fall vorzustellen. Vielleicht bringt es ja nochmal was in der Suche nach Zeugen und auch zur Aufklärung der Tat. Wir bedanken uns auch bei Katharin Kudeneck für die Einblicke in ihre Arbeit mit obdachlosen Menschen in München. Und vielen Dank auch an den Autor dieser Podcast-Folge, Rüdiger Wellnitz. Wir hoffen, ihr seid auch das nächste Mal wieder dabei. Ich sage schon mal auf Wiederhören. Bis zur nächsten Folge und bleibt sicher. Wie immer gibt es die nächste Folge in zwei Wochen. Wir freuen uns, wenn ihr euch auch die wieder anhört. Alle Infos zur heutigen Folge, die findet ihr wie immer in den Shownotes. Bis dahin. Aktenzeichen XY Unvergessene Verbrechen ist eine Produktion der Securitel in Kooperation mit BUM-Film im Auftrag des ZDF.

Music.