Hey, ich bin Alisa Jung. Schön, dass ihr dabei seid. 30 Tage Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine. Diesen Vorschlag haben die USA Russland gemacht. Ob der russische Präsident Putin diesen annimmt, daran zweifelt nicht nur die Ukraine. Und gleichzeitig verschlechtert sich die Lage an der Front für die ukrainischen Truppen weiter. Besonders in dem russischen Grenzgebiet Kursk, wo die Ukraine vor gut sieben Monaten in einer Gegenoffensive Gebiete eingenommen hatte. Hier hat Russland mittlerweile große Teile der Region wieder zurückerobert. Was diese Gebietsverluste für die Ukraine bedeuten und was hinter der aktuellen Diskussion um eine mögliche Waffenruhe steckt, darüber habe ich mit Militärexperte Gustav Gressel gesprochen. Er sagt, es bestehe keine Chance, dass der russische Präsident ernsthaft über eine Waffenruhe nachdenkt. Außerdem ist er der Meinung, dass die Ukraine auch durch das zwischenzeitliche Ausbleiben amerikanischer Geheimdienstinformationen ihre Position in Kursk verloren habe.

Das ist natürlich die bedeutendste Ortschaft, die in Kursk-Oblask ukrainisch gehalten war, verloren gegangen. Und man muss auch sagen, als die Russen, das ist ja schon zwei Tage zurück, dass sie gefallen ist.

Als die Russen damals angriffen, haben die Amerikaner die nachrichtendienstlichen Informationen noch zurückgehalten und die Russen haben gleichzeitig zu diesem Angriff eben auf die sozusagen Beule in Kursk zu Angriffen auf die reguläre Staatsgrenze im Oblast Sumi angesetzt. Das heißt, die Ukrainer haben zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst, wie stark diese Kräfte sind, was hinter diesen russischen Kräften folgt und haben da natürlich dann die Prioritäten zur Verteidigung ihres eigenen Staatsgebietes umdisponiert. Wie wir gesehen haben, sind diese Vorstöße in den Raum Sumi, also auf eigentlich ukrainisches Gebiet, nur sehr von kurzer Dauer gewesen. Das waren höchstwahrscheinlich Ablenkungsangriffe. Aber der Schaden natürlich war dann für die ukrainischen Kräfte im Kursko-Oblast da. Denn wenn sie unter schweren Feindruck sind, dann können sie entweder auf Reserven warten und wenn diese nicht kommen, dann müssen sie sich eben aus diesen bedrohten Stellungen dann zurückziehen und eben das ist dann geschehen. Und wie schwerwiegend ist jetzt dieser Verlust von den ukrainisch besetzten Gebieten in der russischen Region Kursk, wie schwerwiegend ist das jetzt für die Verhandlungen für die Ukraine?

Ja, es war ein Vorstand. Putin hat darauf bestanden, dass diese zuerst zurückerobert werden, bevor er überhaupt mit den Ukrainern redet. Dementsprechend war natürlich für die Ukraine das Halten ein gewisser diplomatischer Vorteil, weil man sagen kann, die Russen halten bei uns Gebiete besetzt und das sozusagen ist für uns das Problem. Aber schau hier rüber. Sie wollen eigentlich gar nicht mit uns reden und sie wollen auch keine Gebietsabtausche machen. Das zeigt doch, wie wenig sie an Verhandlungen interessiert sind. Das hat aber Donald Trump nicht interessiert. Und der ist ja zurzeit aus ukrainischer Sicht das größte Verhandlungsproblem. Und Trump hat einfach einseitig den Druck auf die Ukraine erhöht, hat sich vielen russischen Forderungen angeschlossen. Und damit stellt sich natürlich die Frage, wie viel Wert ist dann Kursk überhaupt? Wenn die amerikanische Position so weich ist, dann ist das Halten von Kursk als mögliches Tauschfaustpfand auch politisch nicht mehr so gewichtig. Und in dem Sinn würde es natürlich nicht wundern, wenn die Ukraine sich bei weiteren schweren Gefechten dann auch jetzt aus den letzten Gebieten noch zurückziehen, weil es natürlich diplomatisch, politisch nicht mehr, einfach die Kalkulation nicht mehr so aufgeht.

Kreml-Sprecher Peskov, der hat nun gesagt, Putin habe mit dem US-Sondergesandten Steve Whitcoff gesprochen und Trump anschließend davon in Kenntnis gesetzt. Und dabei, jetzt kommt es, sei es auch um den Vorschlag einer Waffenruhe in der Ukraine gegangen, Putin habe eben dabei zum Ausdruck gebracht, dass es noch eine Menge Arbeit zu erledigen gebe, hieß es. Ihrer Meinung nach, gibt es überhaupt Chancen, dass der russische Präsident ernsthaft über eine Waffenruhe nachdenkt?

Derzeit nicht. Also die russischen Positionen, auch die gestrige Antwort auf diesen Vorschlag einer temporären Waffenruhe, die sind ja genau dieselben, wie Russland sie schon zu Beginn des Krieges auch formuliert hat. Die Ukraine muss entmilitarisiert werden, sie muss weite Gebiete räumen, es muss russische Truppenpräsenz auch auf weiteren Gebieten eingeräumt werden. Sie darf keine Beziehungen zum Ausland haben, die nicht Moskau genehmigt. Und darüber hinaus wurden weitere Forderungen eben an die Europäische Union und an die NATO gestellt, keine Beziehungen zu osteuropäischen Staaten zu unterhalten, Manöver und jede Art der Verteidigungsvorbereitung zu unterbinden. Also das zeigt im Grunde, dass Russland von seinen Maximalforderungen keine Haaresbreite runtergegangen ist. Und das wird es erst, wenn der militärische Druck oder der wirtschaftliche und diplomatische Druck auf Russland sich erhöhen würde. Das ist aber so, wie die Sache jetzt steht mit Donald Trump, natürlich kaum zu erwarten. In dem Sinn sind die Russen auch gar nicht geneigt, irgendwie auf einen Millimeter von dem runterzugehen, was sie verlangen und setzen ihre Positionen jetzt geschickt ein, um Zeit zu gewinnen und um militärisch einfach Fakten zu schaffen. Eine Frage dazu aus dem Stream an Sie kommt von Martin Rennecke. Er möchte wissen, wem würde ein Waffenstillstand aktuell nutzen?

Das kommt darauf an, wie er angelegt ist und was in der Zeit des Waffenstillstands passiert. Wenn der Waffenstillstand dazu benutzt wird, die ukrainische Armee etwa zu reorganisieren, wenn diese Idee der maritimen Patrouillen und der Luftpatrouillen über der Ukraine, die von den Briten vorgeschlagen wurden, verwirklicht werden, würde der Ukraine helfen. Sonst, wenn dieser Waffenstillstand unter den Bedingungen passiert, wie Russland sie vorschlägt, das heißt weitere Gebietsräumungen und einen Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine, dann würden sie natürlich eindeutig Russland helfen, weil da auf diplomatischen Wege Gebietsgewinne abgesichert werden sollen und bessere Ausgangsbedingungen für ein weiterführender Kämpfe geschaffen werden sollen, die Moskau helfen. Dementsprechend natürlich lehnt die Ukraine die Moskauer Waffen, die Moskauer Bedingungen ab und Russland lehnt die ukrainischen Bedingungen ab. Aber das ist im Grunde dasselbe, was wir schon seit drei Jahren gesehen haben.

Ob Putin an einer Waffenruhe interessiert ist und welche Bedingungen Moskau daran knüpfen würde, darüber habe ich mit meinem Kollegen Armin Körper in Moskau gesprochen. Er sagt, dass Putin sich mit seiner Rhetorik vor allem an US-Präsident Trump richte und damit auch Erfolg habe. Putin hat Ja gesagt zu einer Waffenruhe, weil er Donald Trump nicht vor den Kopf stoßen will. Er hat die aber an Bedingungen geknüpft, so melden das zumindest die Nachrichtenagenturen. Das Entscheidende ist aber, dass er bei diesen Bedingungen komplett nebulös blieb. Das heißt, er spricht von Sicherheitsgarantien, die er haben möchte, sagt aber gar nicht, was für welche. Er sagt, Friedenstruppen von europäischen Staaten sind für ihn inakzeptabel. Diese Waffenlinie oder diese Frontlinie müsse aber geschützt werden. Er sagt aber nicht, von wem er die geschützt haben will. Das heißt, er spielt einfach weiter auf Zeit. Und das Entscheidende ist, Donald Trump hat ja nach dem Gespräch, das Putin mit Mitkoff geführt hat, darüber gesagt, Er habe sehr vielversprechende Signale vernommen. Das heißt, im Moment scheint das ja aufzugehen, weil Donald Trump das Spiel ja für den Moment zumindest mitspielt. Und hören wir auch noch mal zusammen in einen Ton, also in etwas, was Wladimir Putin gesagt hat.

Wir stimmen dem Vorschlag, die Kämpfe einzustellen, grundsätzlich zu. Aber diese Waffenruhe muss so aussehen, dass sie zu langfristig im Frieden führt und die grundlegenden Ursachen für diese Krise aus dem Weg räumt. Armin, währenddessen, also während das jetzt hier alles passiert, sich da getroffen und gesprochen wird zwischen eben USA und Russland, haben sich die Außenminister der G7 in Kanada getroffen. Und Sie haben eine Abschlusserklärung auch veröffentlicht und in der bekennen Sie sich auch, US-Außenminister Rubio, zur territorialen Integrität der Ukraine. Es heißt, die G7-Mitglieder bekräftigen ihre unerschüttliche Unterstützung für die Ukraine bei der Verteidigung ihrer territorialen Integrität und ihres Existenzrechts sowie ihrer Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit. Gibt es darauf Reaktionen aus Moskau und beeindruckt das den russischen Präsident?

Es gibt darauf überhaupt keine Reaktion und das beeindruckt den russischen Präsidenten Gelinde gesagt überhaupt nicht. Denn die G7 haben solche Erklärungen schon vielfach verabschiedet. Okay, jetzt ist der neue Außenminister der USA, Rubio, dabei. Das interessiert Wladimir Putin aber überhaupt nicht. Ihn interessiert Donald Trump und niemand sonst. Mit dem hat er im Moment das Gefühl, dass er mit dem einig ist. Die Frage ist, er spielt auf Zeit, wie lange der Geduldsfaden von Donald Trump reicht. Denn der steht ja unter Erfolgsdruck. Der hat ja so vollmundig angekündigt, wie schnell er diesen Krieg beilegen wird. Und da schaut Putin jetzt entspannt zu. Was die G7 verabschieden, das ist ihm egal. Aber was heißt das dann jetzt auch für die weiteren Verhandlungen mit den USA?

Es sind zwei Dinge entscheidend, glaube ich. Erstmal, wir blicken auf die Koskia Oblast. Dort, sagt der Kreml, habe man zahlreiche ukrainische Soldaten eingekesselt. Man betrachtet die als Terroristen und nicht als Soldaten. Und das ist eine Drohung an die Ukraine und auch an die USA. Donald Trump hat sich da eingemischt, hat eine Botschaft übermittelt an Putin, er möge diese Leute ziehen lassen. Das ist jetzt interessant zu sehen, wie Putin darauf reagiert und was er tut. Denn solange in Kursk noch ukrainische Soldaten sind, wird es keinerlei Verhandlungen geben. Da braucht sich niemand Illusionen zu machen, da wird der Kreml ganz hart bleiben. Der nächste Schritt ist dann, mit wem man verhandeln würde. Und da ist ganz klar, das war gestern auch offensichtlich, was Putin da gesagt hat, das klang ja fast nach Friedensverhandlungen, zu denen er aufruft. Der Schönheitsfehler aber ist, er möchte die mit Donald Trump führen und nicht mit Präsident Zelensky. Den erwähnt er überhaupt nicht. Das heißt, man will eigentlich Zelensky aus dem Amt haben. Solange wird es da auch nichts Konkretes geben, glaube ich. Eine Frage noch an dich aus dem Stream. Chris Watts möchte wissen, wie wird dieser Waffenstillstand, also der Vorschlag, bei der russischen Bevölkerung aufgenommen?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt viele Menschen, die sagen, die natürlich hier seit drei Jahren mindestens mit Propaganda umspült werden, die sagen, das ist ein Trick, man will uns in die Knie zwingen. Das ist quasi die Rhetorik, die der Kreml verbreitet. Die meisten Menschen, mit denen ich spreche, die wollen Frieden, die wollen, dass dieser Krieg endet, weil auch für sie rational der Grund für diesen Krieg nicht wirklich, Das ist sehr unterschiedlich. Warum man jetzt gegen die Krieg führt, ist vielen unklar. Und man muss sagen, was jetzt da verhandelt wird, wo da Grenzen gezogen werden, was da für militärische Bedingungen in den Oblasten, dann jetzt Gluchansk und so weiter gelten, das ist den Menschen in Moskau und St. Petersburg relativ egal, weil das sehr weit weg ist. Das betrifft die nicht. Die wollen, dass dieser Krieg endet und ich glaube, das will die Mehrheit im Land. Bei uns ist jetzt noch einmal Gustav Gressel, der Militärexperte. Herr Gressel, Sie haben eben auch mit zugehört. Sie haben auch gehört, was der russische Präsident gesagt hat. Auf diese Äußerung möchte ich mit Ihnen noch mal genauer eingehen. Wir haben gehört, Putin sagte grundsätzlich befürworte Russland. Eine Einstellung der Kämpfe allerdings müsse eine Waffenruhe zu einem dauerhaften Frieden führen. Und die tiefer liegenden Ursachen dieser Krise müssten angegangen werden. Was meint der russische Präsident Ihrer Meinung nach damit?

Damit meint er, dass die Ukraine ihre Regierung nicht selbst wählen darf. Damit meint er, dass die Ukraine an Russland gebunden werden muss. Damit meint er, dass die NATO quasi ihre Osterweiterung zurückbauen muss. Und damit meint er, dass die Amerikaner aus Europa rausgedrängt werden. Diese tiefgreifenden Ursachen, unter Anführungszeichen, das kennen wir ja schon.

Ein dementsprechendes Traktat für eine sogenannte Sicherheitsordnung hat Moskau ja schon vor dem Krieg im Dezember 2021 der NATO unterbreitet und dementsprechende Bedingungen hat es auch in der Vergangenheit immer wieder gestellt. Das sind im Grunde dieselben. Nur dafür kämpft ja die Ukraine, damit genau das nicht passiert. Sie wollen nicht ihre Präsidenten durch Russland eingesetzt haben müssen. Sie wollen die selber wählen und sie wollen auch nicht unter russische Herrschaft zurück. Sie wollen unabhängig sein. In dem Sinn, ja, ist das eine Position, die eben nicht zu einem Frieden führt. Und in dem Sinn hat auch Moskau seine ursprünglichen Ambitionen, die Ukraine als Ganzes zu unterwerfen, nicht aufgegeben. Das verschleiert zwar Putin in den Worten, aber das ist im Grunde das, was er hier sagt und ankündigt. Es gab ja auch schon mal einen Waffenstillstand mit Russland, Minsk II 2015. Wir erinnern uns, was konnte man, kann man denn für heute aus dieser gebrochenen Vereinbarung lernen?

Es gab zwei Minsker Abkommen und im Rahmen des Minsker Prozesses, also der Verhandlungen über die Umsetzung des Minsker Protokolls, gab es über 20 verschiedene Waffenstillstände, die alle gebrochen wurden. Das, was auch an Minsk zentral war, es gab ja zwei sehr unterschiedliche Interpretationen des Minsker Abkommens. Das Minsker Abkommen selber war sehr nebulös bestimmt und die russische Seite hat es so interpretiert, dass Minsk quasi Russland Kontrolle über Kiew über die Separatistengebiete garantiert. Während die Ukraine, Minsk als Abkommen betrachtet haben, dass die Separatistengebiete irgendwann wieder unter ukrainisches Recht und in den ukrainischen Staat zurückkommen, also ein Wiedervereinigungsabkommen. Und nachdem Russland gesehen hat, dass es seine Variante nicht kriegt, dass auch Deutschland und Frankreich die russischen Forderungen nach Kontrolle über die Ukraine nicht unterstützen und nachdem es gesehen hat, dass seine Versuche in der Ukraine, Präsidenten und politische Kräfte an die Macht zu bringen, die die russischen Forderungen erfüllen, gescheitert sind, hat Russland dann quasi zum Schwert gegriffen und die große Invasion.

Eine Frage aus dem Stream an Sie. Es geht da eben um diesen Vorschlag der Waffenruhe und dazu eine Frage. Gibt es eine Antwortfrist, bis wann Sanktionen verstärkt werden? Hat die Waffenstillstandszusage der Ukraine eine Gültigkeitsdauer? Wissen Sie das? Nein, es gibt im Grunde keine Zeitfristen, weder für eine Erhöhung der Sanktionen, die zwar in den USA hin und wieder ausgesprochen werden, aber Donald Trump hat weder konkret genannt, was für Sanktionen er eigentlich verhängen will, noch wann er die verhängen wird. Auch die Ukraine hat jetzt kein Zeitfenster genannt, sondern sie hat gesagt, diese 30 Tage als Testen der Verhandlungsbereitschaft des Kremls, um dann sozusagen Zeit zu gewinnen, in weitere Phasen von Gesprächen zu kommen. Ähnlich wie wir das ja in Nahost auch gesehen haben, wo es einen Mehrphasenplan gab. Da gibt es im Grunde auch kein Zeitlimit. Das heißt, man könnte theoretisch später auf diesen Vorschlag zurückkommen und wieder aktivieren. Es ist nur aufgrund der Siegessicherheit Moskaus, die ich zwar nicht für berechtigt halte, aber Moskau fühlt sich so, dass es diesen Krieg militärisch gewinnen wird, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Moskau darauf wieder zurückkommt. Auch der ukrainische Präsident, der hat sich eben zu den aktuellen Verhandlungen geäußert. Hören wir rein.

Wir sind nicht diejenigen, die Bedingungen stellen und alles kompliziert machen. Das ist Russland. Russland will alles hinauszögern. Sie handeln nicht konstruktiv. Putin hat Jahre des Friedens gestohlen und führt diesen Krieg Tag für Tag fort. Aber natürlich hat Putin Angst, dem US-Präsidenten direkt zu sagen, dass er den Krieg weiterführen will, dass er Ukrainer töten will.

Kommen wir auch zu dieser Frage unseres Streams, mit dem wir den überschrieben haben. Wie nutzt denn der russische Präsident die aktuellen Verhandlungen für sich?

Ja, er gewinnt Zeit. Aus Sicht Putins ist es so, dass dadurch, dass die militärische Unterstützung der USA sehr wankelmütig ist, sie wurde eine Zeit lang unterbrochen und es sind über diese Hilfslieferungen, die Biden bezahlt und angekündigt hat, keine weiteren Waffenlieferungen beschlossen. Das heißt, die Russen sehen oder rechnen sich aus, dass mit der Zeit der ukrainische militärische Widerstand schwächer wird, weil nichts Neues aus den USA rauskommt. Die Russen, muss man auch sagen, nehmen die Europäer nicht sehr ernst. Das heißt, der Glaube in Moskau, dass ohne die USA die Europäer die Ukraine am Leben erhalten, der ist sehr gering ausgeprägt. Und deshalb denkt man, wenn man diese Verhandlungen jetzt hinauszögert, die Verhandlungen dazu benutzt, um Zeit zu gewinnen, dann kann man diesen Krieg militärisch für sich entscheiden. Und dazu sieht man ja auch, dass sie an die USA verschiedene Offerte richten, also Angebote, dass sie die Stimmung in dem Trump-Lager, vor allen Dingen jede Leute, die von einer russisch-amerikanischen Partnerschaft sprechen, die davon sprechen, Russland von China wegzuziehen, dass sie genau diese Stimmungslage eben ausnutzen, indem sie Angebote machen, Energie, arktische Kooperation.

Auch eine wirtschaftliche Kooperation etc., Verhandlungen mit dem Iran, andere diplomatische Dienstleistungen, um eben genau in diese Lücke hineinzustoßen und Zeit gewinnen, bis man diesen Krieg militärisch entscheidet. Der ukrainische Präsident hat heute außerdem die USA und andere Verbündete aufgerufen, mehr Druck auf Russland auszuüben. Die Stärke der USA allein reiche aus, um den Krieg in der Ukraine zu einem Ende zu bringen, hat Selenskyj gesagt. Sehen Sie das auch so?

Das ist natürlich eine Schmeichelei gegenüber Donald Trump. Ich würde das in zwei Richtungen verneinen. Also die Ukraine kann wahrscheinlich auch ohne die USA, es wird zwar weit schwieriger, nur mit den Europäern im Rücken zu überleben. Aber es würde, wenn die Europäer wirklich Dinge tun und nicht nur Dinge sagen, funktionieren, gleichzeitig ist es schwierig aus Washingtons Sicht Russland allein oder eben mit unilateralen Handlungen auch wirklich wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Der russisch-amerikanische Handel ist sehr gering ausgeprägt. Die Drohungen, Zölle zu verhängen, die verpufft in Moskau ziemlich gut. Und bei den Sanktionen ist das Problem, dass die Sanktionen umgangen werden, umgangen über Drittländer wie China, wie Indien. Und dann stellt sich die Frage, wie weit sind die USA bereit, auf diese Staaten Druck auszuüben, inwieweit können sie die Einhaltung der Sanktionen bei sich auch besser überprüfen. Nur da ist es so, dass erstens der Wille der US-Administration.

Auch andere Staaten mit Sanktionsbrüchen zu konfrontieren, gering ist. Und das Zweite ist dadurch, dass Elon Musk mit seiner Dodge-Agentur hier massenweise Leute aus dem Staatsdienst entlastet und große Verunsicherung erzeugt, die Möglichkeiten der USA, ihre eigenen Sanktionen zu überwachen und die Möglichkeiten des Sicherheits- und Justizapparates, Leute dann auch vor Gericht zu zerren, die dagegen verstoßen. In den letzten Wochen dramatisch gesunken ist und nicht gestiegen ist, weil die Leute dazu fehlen. Und deshalb ist natürlich auch aus der Sicht des Kremls diese Drohung...

Vermutlich zahnlos, beziehungsweise wird zumindest zurzeit es relativ zahnlos betrachtet. Und sprechen wir auch nochmal über die Lage in Kursk, denn da gibt es aktuelle Meldungen. Also zum einen hieß es von russischer Seite ja, man hätte die Ukrainer dort eingekesselt. Also die Ukraine, wir haben es Anfang der Sendung ja angesprochen, die eben in Teilen von Kursk in Russland vorgerückt war, die sei da nun zurückgedrängt und sogar eingekesselt.

Die Ukrainer dementieren das. Und jetzt gibt es eine neue Meldung, kommt aus dem Kreml. Da soll sich der russische Präsident vor dem russischen Sicherheitsrat gegenüber geäußert haben und soll gesagt haben, Russland würde die Sicherheit der ukrainischen Truppen in der Region Kurs garantieren, wenn sie denn aufgeben würden. Ist dem Ganzen denn zu trauen? Ist das glaubhaft? Können Sie uns dazu noch mal Ihre Einschätzung geben? Ich denke nicht, dass sich die Ukrainer darauf einlassen. Wir hatten sowas ähnliches schon 2014 in dem Gefecht um Ilovaisk, als ukrainische Truppen auch von russischen Kräften eingekesselt wurden und sozusagen gegen Zurücklassung der schweren Waffen freies Geleit wollten, um aus diesem Kessel rauszukommen. Also man lässt die Panzer und Geschütze zurück, aber die Soldaten kommen unverwundet raus und dafür werden die Kämpfe eingestellt. Das war der Deal. Und dann wurden die unbewaffneten Soldaten, die eben abzogen, dann um Ilovaysk reinweisen, nicht nur von Artillerie beschossen, sondern dann auch eben von Bodentruppen massakriert.

Dementsprechend wird so ein Angebot in der ukrainischen Armee niemand ernst nehmen, weil man mit gleichartigen Angeboten schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Es gibt noch mehr Fragen an Sie hier bei uns im Stream und auch ein Kommentar von Arthur Fritzler, den ich vorlesen möchte. Ukrainischer Rückzug aus Kurska Region hat auf Verhandlungen so gut wie keinen Einfluss, wie Null Einfluss, schreibt er. Erstmal kurz dazu, würden Sie dem so zustimmen? Er hat wahrscheinlich recht. Es wird wahrscheinlich beim alten Deadlock bleiben, weil die russischen Forderungen haben sich im Grunde seit Beginn des Krieges unverändert gegeben. Und auf ukrainischer Seite ist sozusagen das Angebot, Kursk einzutauschen, auch findet weder im Westen Unterstützung, also weder die Briten, die Europäer noch die Amerikaner haben das irgendwie aufgegriffen und Putin lehnt es ab. In dem Sinn ist der diplomatische Wert sehr schwierig zu beschreiben, um es gelinde auszudrücken. Und dann noch eine weitere Frage dazu. War die Besatzung des russischen Gebiets durch die Ukraine wirklich klug? Schließlich könnte Russland so das Narrativ aufbauen, dass auch die Ukraine Völkerrecht bricht.

Naja, dem Moment, wo man vom Gegner angegriffen wird, hat man auch das Recht, auf sein Gebiet zu wirken. Also rechtlich hat die Ukraine schon das Recht gehabt. Die Frage war, war es militärisch klug? Denn eine lange Frontlinie, Russland hat mehr Kräfte, mehr Kräfte im Feld, mehr schwere Verbände. Desto länger ich die Frontlinie habe aus ukrainischer Sicht, desto schwieriger ist es, die zu bedienen und die russische numerische Überlegenheit irgendwie wettzumachen.

Das muss man einschränkend sagen. Am Beginn war es ja so, dass Kurs quasi eine Chance war. Die Russen hatten eine Offensive auf Sumi geplant, haben sie dann abgesagt und ihre Truppen verlegt, weil die schon vorher durchgeführte Offensive in den Kharkivar Oblast von Norden her nicht gut verlaufen ist und man Reserven verlegen musste. Sie haben aber ihre Panzersperren, ihre Minenfelder, die sie davor geräumt haben, um mit eigenen Kräften durchzustoßen, nicht wiederhergestellt. Das heißt, die Ukrainer sahen hier quasi eine Gelegenheit und das Gebiet dahinter stützt sich über mehrere Hügelketten, Waldketten auf Flussläufe auf. Das heißt, die Ukrainer sind da in ein Gebiet vorgestoßen, das sich dann wieder sehr gut verteidigen lässt. Das heißt, man hat hier natürlich Gebiet, An sich genommen, das den Gegner zwingt, Kräfte hinzuverlegen und es auszubügeln, weil es eben nicht prestigeprächtig ist, dass die Ukrainer russisches Gebiet besetzen. Zweitens aber ein Gebiet, das sehr gut zu verteidigen ist, im Gegensatz zu vielen Strecken im Donbass, wo man für jeden Quadratmeter dem Gegner enorm hohe Verluste beibringen kann.

Das finale Urteil über die ganze Operation werden wir wahrscheinlich erst nach dem Krieg sehen, wenn wir die echten Verluste kennen. Denn die ukrainischen Angaben über die möglichen russischen Verluste sind zum Teil sehr hoch. Und wie wir aus vergangenen Kriegen wissen, werden die Verluste, die man den Gegnern zuführt, meistens überschätzt. Das Gleiche gilt aber natürlich auch für die russische Seite. bzw. Nachdem wir die ukrainischen Verluste auch erkennen, wissen wir, dass die russische Seite da natürlich maßlos übertreibt. Und wie gesagt, das genaue Kräfteverhältnis da werden wir viel später erfahren und dann können wir ein abschließendes Urteil fällen. Aber es war zumindest ein Versuch der Ukrainer, die Russen am falschen Fuß zu erwischen. Und man muss sagen, letztes Jahr moralisch hat es den Ukrainern schon einen gewissen Ruck gegeben nach den Schwierigkeiten, nach den Problemen des Frühjahrs 23, 24, als die Moral in der ukrainischen Armee durchhängen war. Und dieser Moralboost hat natürlich auch was gebracht. Er hat für die Rekrutierung von Freiwilligen was gebracht. Also ganz umsonst war es nicht.

Das finale Urteil werden wir erst später machen können. Und auch gerne jetzt nochmal Ihre Einschätzung zu anderen Frontabschnitten in der Ukraine. Es wird ja eben nicht nur da gekämpft in Kursk und eben an der Grenze zur Ukraine, sondern eben auch in der Ukraine in ganz anderen Gebieten. Wie ist da Ihre aktuelle Einschätzung zur Lage an der Front?

Die Lage ist so, dass viele russische Verbände, die in den vergangenen Monaten Offensiven vorgetragen haben, jetzt ziemlich erschöpft sind. Und die Ukraine diese Erschöpfungsphase dazu nutzen will, einige Geländeteile gut zu machen. Das geht vor allen Dingen nördlich von Kopiansk, wo man versucht, die Russen wieder hinter den Ostkiel zu drängen. Und das ist in Toretsk und Pokrovs der Fall, wo man sich gute Verteidigungsstellungen holen will, die Russen von Hügel-Kletten beziehungsweise aus Toretsk auch aus der Ortschaft rausdrängen will, um wieder gute zusammenhängende Verteidigungsstellungen zu haben, weil man ja erwartet, dass im Frühling, Frühsommer eine weitere russische Offensive kommt. Man sieht ja schon, dass die Russen neue Kräfte zusammenziehen, dass sie wahrscheinlich bald daran gehen werden, auch Kräfte zu rotieren und abgekämpfte Einheiten aus der Front rauszulösen. Und dann wird wahrscheinlich die russische Offensive erneut losgehen. Denn wie gesagt, die russische Absicht, die Ukraine über einen Abnutzungskrieg zu brechen, Die ist nach wie vor aufrecht und Moskau rechnet sich ja da aufgrund der auslaufenden amerikanischen militärischen Unterstützung ja erhebliche Chancen aus. In dem Sinn ist das jetzt sozusagen, hat die Ukraine wieder ein bisschen Momentum, aber es dient in erster Linie, gute Verteidigungsstellungen zu bekommen.

Es fragt hier gerade nochmal ein User nach zu einer Antwort von Ihnen und möchte wissen, ob Sie hier gerade ernsthaft sagen, dass die Russen keine schweren Verluste haben. Das habe ich nie gesagt.

Sonst werden ihre Verbände nicht abgekämpft. Aber abgekämpfte Verbände, die jetzt an der Front befindlichen Verbände sind kaum mehr angriffsfähig, aber die werden ja rausgelöst und durch neue ersetzt, bevor die nächste Offensive losgeht. Dann werden sie wieder aufgefüllt durch neue Freiwillige bzw. Neu verpflichtete Soldaten. Das passiert übrigens vor jeder größeren Offensive. Und diese Rotationsbewegungen kann man auch aufgrund der Kampfhandlungen sehr genau nachverfolgen, wann die russischen Kräfte ermüden und wann sie rotieren und wann sie wieder neu anfangen. Das geht im Grunde schon seit drei Jahren so. Und schauen wir jetzt auch nochmal in die Zukunft, also das, was alles jetzt passieren könnte. Es gibt nämlich hier Fragen dazu, möchte ich zwei zusammenfassen. Ein User, Lukas, will wissen, was ist die Haltung Trumps? Welche Druckmittel hat er, also die USA? Und Conny fragt sich, kann Trump dann auch die Geduld verlieren, also jetzt in diesen Verhandlungen mit Russland, mit der Ukraine?

Also die Geduld verliehen kann er natürlich, aber die Frage ist, wann. Das beste Druckmittel, das die USA in der Hand hätten, wäre natürlich eine weitere militärische Unterstützung der Ukraine. Das betrifft natürlich Waffen, Munition, das betrifft natürlich auch nachrichtendienstliche Unterstützung, aber auch Ausbildung und andere Schritte, technische Zusammenarbeit, um den Ukrainern zu ermöglichen, gewisse Dinge zu produzieren oder in größerer Quantität zu produzieren, vor allem im Bereich elektronische Kampffürungen und Drohnen. Wenn der militärische Druck auf Russland steigen würde, wenn eben Russland spüren würde, dass es diesen Krieg nicht gewinnt, dann wäre die Verhandlungsbereitschaft Putins eine andere. Das Problem ist nur, das hängt sehr stark von der Erwartungshaltung ab. Also wir sehen auf der russischen Seite zum Beispiel, dass ihre Materialdepots sich immer weiter ermüden. Wir sehen immer weniger mechanisierte Angriffe, weil es oft an gepanzerten Fahrzeugen fehlt. Wir sehen viel Improvisation. Wir sehen eine Feuerunterstützung durch Artillerie, die immer weiter abnimmt, weil die Artillerierohre ausgeschossen sind.

All das spricht im Grunde nicht für eine glorreiche, siegreiche Armee. Aber wenn der Glaube da ist, dass mit Donald Trump sozusagen die ukrainische Armee schneller den Bach runtergeht, weil die amerikanischen Unterstützungen ausbleiben werden, dann wird auch eine schon ziemlich ramponierte Armee einfach angehalten, neue Offensiven vorzutragen und weiter anzugreifen, selbst wenn sie sich dabei schwer tut. Weil man eben glaubt, dass dieser Krieg zu seinen Gunsten ausgeht. Und deshalb ist das, was Donald Trump jetzt macht, in erster Linie eine Verlängerung des Krieges. Also im Gegensatz zu dem, was er immer behauptet, er beendet den Krieg so schnell wie möglich, weil er eigentlich den Russen Hoffnungen macht. Und das Problem da ist natürlich auch, die Russen unterschätzen die Europäer in ihrer Unterstützung.

Eine Unterstützung der Europäer, vor allem im Bereich Artilleriemunition, auch im Bereich Fliegerabwehr, ist jetzt schon viel wichtiger und viel stärker, als das noch vor zwei Jahren war. Die Europäer sind mittlerweile in ihrer Produktion, gerade was Munition angeht, weitaus leistungsfähiger. Das heißt, diese Rechnung, die Putin macht, die typisch für Russland sehr Amerika-zentriert ist, die stimmt so nicht. Aber wie gesagt, es hängt in Moskau jetzt viel von der Perzeption ab, ob man die Erwartung hat, dass man das gewinnt, oder ob die Erwartung eben so ist, dass man das nicht gewinnt. Und leider spielt da Donald Trump eher in die Karten von Putin. Und es gibt eben zurzeit auf der russischen Seite nicht den Eindruck, dass man den Krieg verlieren könnte. Und bis der Eindruck wieder kommt, vergeht leider viel Zeit und Menschenleben. Dann zum Schluss noch diese Frage von Johannes hier aus dem Stream an Sie. Welchen Plan hat Europa, falls alles eskaliert, die USA sich komplett zurückziehen, die Front kollabiert und Russland seine Ziele nicht ändert?

Ja, dann würden wir sozusagen geradeaus in eine Art Weltkrieg oder einen Krieg um ganz Europa gehen. Deshalb gibt es ja in der Europäischen Union bzw. In Frankreich und Großbritannien starke Bemühungen, die amerikanischen Unterstützungen so weit wie möglich durch europäische Lieferungen aufzufangen, mit den Amerikanern zu reden, dass man gewisse Dinge ersetzen bzw. einfach ankaufen kann. Auch die Kommission ist hier auf den Plan gerufen, vor allen Dingen durch eine stärkere Unterfütterung der Ukraine im finanziellen Bereich. Der Krieg kostet ja enorm viel und die Substitution der amerikanischen Hilfen, vor allen Dingen USAID, die steht jetzt auch an. Das Problem ist natürlich, auch in Europa verschlingt dieser Scheinverhandlungsprozess meiner Ansicht nach viel zu viel Aufmerksamkeit und es gibt viele europäische Staaten, die immer noch glauben, dass diese von Trump angeführten Verhandlungen zu irgendwas führen. Da muss ich enttäuschen, das schaut überhaupt nicht so noch aus. Ich hoffe, dass hier auch nochmal die Kehrtwende stattfindet, weil wenn wir den Russen zeigen, dass sie diesen Krieg nicht gewinnen können, dass auch wenn sie Donald Trump ausgeschaltet haben oder die USA als Spieler in diesem Krieg ausgeschaltet haben, sie diesen Krieg trotzdem nicht gewinnen können.

Dann, wie gesagt, sind wir in einem Bereich, wo wir von ernsthaften Verhandlungen reden können und dann kann natürlich relativ viel passieren. Da müssen die Europäer aber auch hinkommen und da muss bei einigen Munitions- und Waffenklassen noch ein paar Entscheidungen fallen. Das hoffe ich, dass da aus Paris und London in den nächsten Wochen was kommt. Mal schauen. Soweit die Analyse von Militärexperte Gustav Gressel. Er sagt, dass Russland seine Forderungen seit Beginn des Krieges nicht verändert habe. Moskau zähle weiterhin darauf ab, die Ukraine über einen Abnutzungskrieg zu brechen. Daran ändere auch die aktuelle Diskussion um eine Waffenruhe nichts, meint Gustav Gressel. Der Waffenruhevorschlag aus Washington spiele eher Russland in die Karten. Sollte die amerikanische Unterstützung komplett wegfallen, zeichnet Gressel ein düsteres Bild. Dann würden wir uns auf einen Krieg um ganz Europa zu bewegen, sagt er. Um eine Basis für ernsthafte Verhandlungen zu schaffen, müsse Europa Putin zeigen, dass er den Krieg nicht gewinnen könne, ist die Meinung von Gustav Größel. Jede Woche reden wir hier in unserem Ukraine-Update mit Expertinnen und Experten und unseren Reporterinnen und Reportern in der Ukraine über die Entwicklung. Schaut gerne mal rein auf YouTube oder der ZDF-Heute-App und stellt eure Fragen. Vielen Dank fürs Reinhören und gerne bis zum nächsten Mal.

Music.