Ja, eine Woche noch, dann geht es wieder weiter mit der Deutschen Eishockey-Liga. Höchste Zeit, dass wir wieder über Eishockey quatschen hier im Crosscheck. Das ist euer Podcast zum AIV. Heute in diesem besonderen Ambiente in der AZ Heimatwälder am Rathausplatz in einer exklusiven Runde. Heute haben wir Publikum mit dabei. Schön, dass ihr da seid, liebe Gäste, beziehungsweise liebe Gewinner. Und mit interessanten Gästen, alle drei sind vor der Saison neu gekommen und alle drei haben bereits ihre Verträge für die kommende Saison in der Tasche. Wir haben zwei Stürmer da, einen Verteidiger und wir beginnen mit, ich würde mal sagen, dem Mann mit der meisten DEL-Erfahrung in der Deutschen Eishockey-Liga. Das ist Tim Wohlgemuth, herzlich willkommen. Hallo, schön, dass du da bist. Zu meiner Linken, ein junger Mann, der aus Mannheim gekommen ist und einer vom ERC Ingolstadt, vom großen Rivalen gekommen vor der Saison. Zum einen Fabrizio Pilo und Enrico Enriques Morales. Hallo, schön, dass ihr da seid. Hi, ich freue mich da zu sein.

Ich freue mich auch da zu sein. Und auf Gastgeberseite Tom Scharnagel von Augsburg TV und Milan Sarko, so heißt er richtig, von der Augsburger Allgemeine. Wir haben eine Menge vor. Wir wollen natürlich nachher, ihr habt alle geguckt, einen kleinen Schlenker zu den Olympischen Spielen machen. Sprechen, aber natürlich auch über das, was los ist beim ARV. Tim Chico. Woher kommt dieser Spitznach eigentlich? Chico, erzähl mal. Gute Frage. Eigentlich aus Ingolstadt tatsächlich. Also es war zwar auch schon ein Spieler, der in Rosenheim damals, wo ich gespielt habe, auch schon mal Chico gesagt hat, aber das war wirklich der Einzige. Und in Ingolstadt kam das dann mit meinem anderen Spitznamen. Da hieß ich erst Chili, weil der Name aus Chile kommt und der Trainer sich meinen Namen sonst nicht merken konnte. Und daraus kam dann irgendwie Chili und Chico und dann ist das irgendwie geblieben. Haben wir das auch erfahren. Und Fabrizio, habt ihr ein bisschen Urlaub gemacht? Wie schaut es aus? Wo wart ihr unterwegs oder eher zu Hause mal Bude auf Vordermann bringen? Tim? Ich habe beides gemacht. Ich war aber auf jeden Fall Marokko zehn Tage.

Das war der Großteil meiner Pause. Ich war in Barcelona ein paar Tage und dann noch eine Zeit lang daheim in Rosenheim. Alles ein bisschen Sonnetank. Fabrizio, bei dir würde ich vermuten Italien? Fast. Ja, ich war in New York. Ah, das ist fast dasselbe. Für sieben Tage. In Littleterli, ne? Littleterli, ja. Da war ich auch. Und dann noch ein paar Tage in Mannheim. Warum ich das frage? Du hast die italienische Wurzeln, glaube ich. Genau, ja. Der Vater? Ja, die Familie von meinem Vater ist aus Italien. Woher genau? Sardinien. Aber meine Eltern sind beide in Argentinien geboren. Wie viel italienisches Blut steigt in dir? Oder südländisches Blut? Sehr viel. Ja? Ja, sehr viel. Überwiegend. Du kannst doch mal durch die Decke gehen und so mal richtig schimpft hier haben und so? Ja, selten. Selten. Aber wenn dann richtig. Wenn dann richtig. Also wenn dann knallt es richtig. Steht da seit, Tim, du hast mir das erzählt, seit Montag letzter Woche wieder auf dem Eis. Wie war es denn bisher? War eher Pumpen und viel, viel Laufen angesagt oder an was habt ihr gearbeitet?

Ja, der Großteil war auf jeden Fall ein bisschen wieder in Form zu kommen. Ist jetzt schon untypisch, dass man während dem Jahr so eine lange Pause hat und es geht schnell mit dem Eislaufen und mit der Pumpe auch, dass man da so ein bisschen aus dem Rhythmus kommt, aber die ersten Tage waren, weniger taktisch geprägt mit viel Laufen und vielen Zweikämpfen und ja, dass man so ein bisschen in den Ernst der Situation wieder reinkommt. Habt ihr irgendwas anderes, was Neues ausprobiert, wo ihr jetzt die komplette Liga überrascht für die letzten acht Spiele, Dzeko? Vom System her? Ja. Nicht wirklich, tatsächlich. Wir haben natürlich schon mal ein paar Clips angeschaut fürs kommende Spiel natürlich, wo wir nächste Woche haben, dass wir da uns schon mal ein bisschen drauf einstellen. Aber ansonsten wollen wir eigentlich unserem System treu bleiben. Es gibt ja die ein oder andere Mannschaft, die hat ein Testspiel bestritten. Mannschaft aus der deutschen Eiswörterge. Ich persönlich war in Padovice am vergangenen Wochenende, waren Köln und Straubing damit dabei, wenn auch gleich in abgespeckter Version. Fabrizio, hättet ihr gerne noch ein Testspiel absolviert oder sagst du, nö, lieber nicht verletzen, passt schon? Also ich bin ganz zufrieden eigentlich, muss ich sagen.

Schlecht wäre es nicht gewesen, aber ich glaube, wir haben jetzt auch keinen Nachteil dadurch. Wir haben jetzt die Zeit intensiv genutzt, die letzten zwei Wochen. Und ich denke, wir werden gut aus der Pause kommen. Also ich ganz persönlich, ich weiß nicht, wie ihr das seht, will ich da gerne mit ins Boot holen. Also ich finde, ein Testspiel, so ein bisschen Spielhärte, hätte schon Sinn gemacht, oder? Die Frage ist natürlich, kriegst du einen guten Gegner aus der DEL 2, die haben wir durchgespielt, kriegst du keinen und wen kriegst du dann international hier aus der Liga, wirst du natürlich auch nicht vielleicht dann nochmal ein, zwei neue Karten offenlegen. Was haltet ihr davon, hättest du ein Testspiel getan? Ich denke, wenn man auf dem Eis jetzt gerade auch konditionell so die Basis legt, wie du es ja gesagt hast, auch Tim, wobei ich da nochmal eine Nachfrage hätte, habt ihr das so klassisch so rot, blau, blau, rot gemacht oder macht man das immer noch? Also rot, blau, blau, rot heißt Sprinten von erst zur roten Linie, zur blauen Bremsen, zu anderen blauen, dann wieder zur roten und dann auf die andere Seite. Also es ist ziemlich stupide und anstrengend, aber es trainiert einen gut. Macht man das immer noch so? Ja, da gibt es ja leider wenige moderne Ansätze. Aber vor allem, wenn man mit Bill auch eher einen Trainer hat, der altmodisch geprägt ist vielleicht sogar, dann gehört das auch dazu. Aber ist auch in Ordnung. Also wir wissen auch, was auf uns zukommt.

Na, ich denke, sofern du einen guten Gegner bekommst, ist, glaube ich, ein Testspiel natürlich eine Alternative. nur, ich glaube, genau daran, an dem, was du beschrieben hast, wird es größtenteils scheitern. Und so wahnsinnig viele andere DEL-Teams habe ich jetzt auch nicht gesehen, die Testspiele ausgemacht haben, beziehungsweise das Planen. Also ich glaube, es ist wahrscheinlich für alle sehr wichtig, als Gruppe wieder zusammenzukommen, sich nochmal einzuschwören auf das, was da jetzt im Saisonendsport ansteht. Für die meisten Mannschaften geht es um unheimlich viel. Und ich glaube, dass das die Konzentration aufs eigene Tun, wie immer in diesem Sport, wahrscheinlich ausschlaggebend dafür ist, dass man es am Ende auch gemeinsam gut hinbekommt. Und je mehr Zeit man miteinander verbringt und je schneller die Abläufe auch wieder zwischenmenschlich gut funktionieren, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass es dann ab nächsten Mittwoch wieder klicken kann, denke ich. Wie habt ihr euch denn als Mannschaft nochmal darauf eingesprochen? Kann man nicht vorstellen, dass ihr jetzt von Montag bis heute durchtrainiert habt. Ihr habt doch bestimmt nochmal einen Mannschaftsabend oder sowas gemacht oder irgendwas Spezielles für die letzten acht Spiele, irgendwas hängt in der Kabine, keine Ahnung, hat der Trainer nochmal was aufgerufen für die Mannschaftskasse, falls Punktzahl XY zustande kommt, irgendwas gibt es doch da bestimmt, oder? Ja, also gestern hatten wir einen schönen Teamabend zusammen.

Waren Golfspielen oder Golfsimulator und haben auch nebenbei noch ein bisschen Olympia geguckt und waren dann alle noch zusammen Abendessen. Ja genau, das haben wir jetzt gemacht und vom Trainer kam noch nichts, was Geldtechnisches. Aber es gab es schon mal, ich kann mich an Trainer erinnern, die haben durchaus sowas schon... Sowas gibt es, ja. Kannst du ja mal ansprechen. Ja, gut. Frage mal, Herr Peters, wie meinst du, geht der nicht?

Ich kann mich erinnern, dass der ein oder andere Trainer in der Vergangenheit, sei es jetzt Augsburg oder irgendwo anders, an die Kabine, beziehungsweise an die Pinnwand, durchaus mal ein paar Scheine hingeheftet hat, so nach dem Motto, wenn ihr Punktzahl XY oder wenn ihr das nächste Spiel gewinnt, dann fließt das in die Mannschaftskasse für einen schönen Mannschaftsabend. Also nicht von allen Seiten, das ist nicht ganz so selten. Ja, wobei ich, weil wir es mit dem Testspiel hatten, also wir hatten ja auch vor ein paar Tagen Larry Mitchell im Interview und ich kann euch nur sagen, das ist ja auch euer aller Big Boss oder noch der oberste Boss, der hat schon Bedenken, wie man aus so einer langen Pause rauskommt. Also der hat wirklich große Fragezeichen, weil er sagt, da kann alles dabei rauskommen. Eine Mannschaft kann super gut rauskommen und er hat auch schon Pausen erlebt, wo danach gute Mannschaften nicht mehr funktioniert haben. Also speziell in dem Fall, was Ingolstadt mal hat er erzählt. Oder wie unsere Novemberpause, können wir noch sagen. Also erstens, glaube ich, habt ihr ja hoffentlich gelernt.

Und das andere ist, glaube ich, schon, dass das ja allen Teams so geht. Also kein Team weiß ja jetzt so richtig, wo es wieder steht. Das heißt, mich würde schon interessieren, blickt ihr schon so ein bisschen gedanklich voraus auf dieses erste Spiel dann auswärts in Mannheim, wie so die ersten fünf bis zehn Minuten im Spiel anzugehen sind. Denn das ist ja dann oft schon auch ein bisschen entscheidend dafür, wie du dich fühlst und wie du reinkommst und alle wollen gut reinkommen. Gibt es irgendwo einen Kniff, den ihr für euch persönlich habt, um euch besonders zu fokussieren auf diese ersten Shifts, um da besonders ready zu sein? Ich denke, dass jeder seine eigenen Routinen hat, auch vor dem Spiel. Ich glaube, dass du da wieder reinkommst, ist auch wichtig. Und natürlich im ersten Wechsel, ich glaube, das Wichtigste ist für jeden Spieler erstmal, vielleicht ein, zwei gute Aktionen zu machen, damit du einfach so ein bisschen das Selbstvertrauen wieder drin hast für die ganze Spielsituation und dann von da aus gehen.

Ja, ich bin sehr gespannt. Erster Gegner, das gesagt, Mannheim mit den Olympia-Fahrern, die kommen jetzt auch nicht mit Juhu und Tralala und voller Freude von Olympia zurück. Kelble, Gabanke, Michaelis, glaube ich, die drei waren es, die da mit dabei waren. Und Maxi Franzrepp ist der vierte. Ja, bin da sehr, sehr gespannt. Lass uns zum sportlichen Iststand kommen. Ihr habt ja vor der Pause nochmal ordentlich geliefert. Neun Punkte aus den letzten fünf Spielen. Auch zwei große Teams waren mal geschlagen mit Straubing und den Eisbären Berlin. Tim, wie seht ihr euren Iststand momentan? So ein bisschen enttäuscht, weil es gerade so viele Ups und Downs gegeben hat. Du hast die Novemberpause angesprochen, der Zeitraum danach. Oder sagt ihr vielleicht, ja, das, was wir momentan haben, das ist schon da, wo wir hingehören?

Ja, das ist ja immer so ein bisschen Interpretation, wo man hingehört. Das ist ja im Endeffekt, ich will es nicht abwerten sagen, aber es ist ja immer ein bisschen Gequatsche auch dabei, weil am Ende vom Tag gehört man dahin, wo man steht. Aber ich denke, dass wir mit der aktuellen Situation zufrieden sein können. Wir sind in der Schlagweite an die Playoffs und ich denke, wenn man das vor der Saison gesagt hätte, hätten wir die Situation so angenommen. Ist aber natürlich trotzdem schade, dass man mal eine Saisonsituation gehabt hat, wo wir weitaus besser nah standen und es so ein bisschen schleifen lassen haben. Aber ich denke, dass wir jetzt gerade in den letzten Spielen das Beste daraus gemacht haben und zufrieden sein müssen mit den Punkten, die wir mitgenommen haben. Fabrizio verdient natürlich besonders ärgerlich, weil Verletzungspause, ne?

Nochmal bitte. Verdient natürlich besonders ärgerlich gewesen diese Saison bislang, weil ein bisschen längere Verletzungspause mit dabei war. Ja genau, dieses Jahr war es zweimal recht unglücklich, habe mich zweimal direkt hintereinander verletzt und hatte auch ein bisschen Schwierigkeiten dann mit dem Rhythmus. Aber jetzt seit meiner letzten Verletzung bin ich relativ gut rausgekommen wieder und gebe einfach mein Bestes in der Zeit, wo ich auch am Eis stehe. Macht es gut, finde ich, in der Saison. Danke. Spielt einen grundsoliden Part, Milan. Absolut, ja. Aber auch mit die beste Plus-Minus-Statistik, wenn mich nicht alles täuscht aktuell.

Ja, sagen wir jetzt einfach mal so. Ich kann nur kurz sagen, dass Fabrizio bei allem, was Alex gesagt hat, gerade wissend, gegrinst, genickt hat und am Ende nur gesagt, ja. So, also beste Plus-Minus-Statistik dazu. Herzlichen Glückwunsch. Danke, Nymter.

Wir haben ja, weil du es gerade angesprochen hast, wolltest du noch was sagen? Ich wollte einfach noch auf den Chico kurz eingehen mit seiner Saison. Wie siehst du deine Entwicklung? Ich habe es nur so gesehen, dass du jetzt gerade so auch eigentlich seit Januar auch noch ein bisschen mehr Eiszeit bekommst als davor. Habe ich das richtig gesehen, falsch gesehen? Wie siehst du selber deine Saison? Für mich war erstmal wichtig natürlich, dass ich Verletzungsfall bleibe. Das war erstmal das Erste, was ich mir im Sommer natürlich als Ziel gesetzt habe. Und ich glaube, das habe ich auch ganz gut bis jetzt geschafft. Also hoffen wir mal, dass es auch so bleibt. Und ja, ich bin zufrieden mit meiner Sohn. Wie gesagt, ich kriege das Vertrauen vom Trainer. Ich lerne natürlich, besser geht immer, keine Frage. Aber im Großen und Ganzen glaube ich, dass es relativ solide ist. Du bist ja auch mehr in Unterzahl in Einsatz gekommen. Oder war das von Anfang an? Nee, das war von Anfang an eigentlich so meine Rolle oder zumindest da, wo sie mich gesehen haben. Wie gesagt, jeder hat seine Rolle im Team und das war eher in die Rolle, wo sie mich gesehen haben und ich bin total zufrieden damit. Ist ganz interessant, wo du das mit den Verletzungen ansprichst. Du hast ja schon einiges mitgenommen, Gehörnerstüttung, Knie, glaube ich, etc. pp.

Und du spielst für alle, die den AIV so ein bisschen näher betrachten, fällt auf, dass du mit getöntem Visier spielst, genauso wie Tim Stützle, das hat einen bestimmten Grund, richtig? Ja, weil ich einfach schon einige Gehirnerschütterungen hatte und die letzte, die ich hatte, da war ich für fast ein halbes Jahr eben damit raus, beziehungsweise hat mich verfolgt und als ich dann das erste Mal wieder aufs Eis gehen konnte, ist man wieder schwindelig geworden und dies und das und dann sämtliche Sachen natürlich versucht, bis wir dann gesagt haben, gut, wir versuchen mal ein getöntes Visier, weil eben mit den ganzen Lichteinflüssen und so ist das einfach anstrengend für die Augen und damit ist es besser geblieben. Du kannst uns das vielleicht mal erklären. Es gibt ein sogenanntes Concussion-Protokoll, glaube ich mit fünf Stufen, wenn ich es richtig im Kopf habe, die alle dann erfolgreich absolviert werden müssen, dass du wieder spielfähig bist. Ich weiß, bei Ken Andrej Olimp, Schwenningen, der hat letztes Jahr gar nicht gespielt, weil er eben nicht diese fünf Stufen überschritten hat. Bei Sebastian Ovira momentan ist es ein ähnlicher Fall, Ex-Panther-Spieler.

Welche Punkte gilt es da abzuarbeiten, dass du wieder ready bist um aufs Eis zu können? Natürlich der erste Punkt ist Symptomfreiheit, dass du wirklich keinerlei Kopfschmerzen hast oder irgendwelche Symptome und dann darfst du mit einer der ersten Schritte, es ist dann mal langsam aufs Fahrrad zu gehen ein bisschen Impuls hochkriegen wenn das ohne Probleme, ohne Schwindel funktioniert, darfst du am nächsten Tag, ein bisschen intensiver Radl fahren und Und wenn das funktioniert, Tag drauf ist dann Intervallradl fahren, normalerweise angesagt. Und wenn das dann funktioniert auch, darfst du mal leicht aufs Eis gehen. Und wie gesagt, wenn das funktioniert, darfst du im Teamtraining anfangen. Und wenn du in einer von den Stufen versagst in der Hinsicht, musst du wieder von der ersten Stufe anfangen. Und trotzdem ist er einer, Fabrizio, der wirklich auch durchzieht bis zum Ende, jeden Vorcheck, Vollgas geht. Das ist ein Beklopter, oder? Positiv?

Ja, ist auf jeden Fall ein Beklopter. Ne, das ist schon beeindruckend, wie Chico da seine Checks zu Ende fährt. Ich habe auch schon gegen ihn gespielt in der DL2. Seitdem habe ich eine Narbe hier oben an der Augenbraue. Was ist passiert? Nach einem Icing hat Chico seinen Check noch zu Ende gefahren. Nach dem Icing? Ja, es war ein knapper Abpfiff vom Schiri. Und Chico hat mich dann noch erwischt. Gibt es nicht Beef?

Ne, weil ich Angst habe vor ihm.

Ich weiß, wie unangenehm das ist und gerade auch, wenn Chico seinen Check zu Ende fährt, das macht er schon sehr gut. Und trotzdem, mit so einer Verletzungshistorie brauchen wir natürlich irgendwo einen Plan B im Hinterkopf. Ich habe mal gelesen, du hast eine Ausbildung gemacht. Automobilkaufmann ja was ist das genau beziehungsweise, vercheckst du Autos nebenbei noch jetzt oder ne also jetzt nebenbei nicht aber theoretisch könnte ich dann noch eine Weiterbildung zum Verkäufer machen und dann Autos verkaufen glaube ich der Papa von Philipp Gohbauer das war mein Chef das war dein Chef das war mein Chef ja genau der hat auch mit Autos zu tun deswegen frage ich ähm, Nochmal eine Rolle rückwärts, Tim, du hast ja gerade eben auch den Coach angerissen, Bill Peters.

Dass er ein bisschen oldschool ist, nicht negativ gewertet, sondern er hat natürlich eine gewisse Erfahrung mit, was hat er jetzt, 60 Jahre mittlerweile. Wir haben in einer der letzten Folgen auch über ihn diskutiert und auch immer wieder die Frage diskutiert, bleibt er, bleibt er nicht? Zuletzt hattet ihr so den Eindruck, Andi Kornis und du, dass er nicht abgeneigt wäre, nochmal ein Jahr dran zu hängen? A, Frage an dich, weißt du schon mehr? Nein, ich weiß noch nicht. Wir haben natürlich die gleiche Frage auch an Sportdirektor Larry Mitchell gestellt. Und er hat dann sogar interessanterweise uns zurückgefragt, uns Journalisten, was wir denn glauben. Fand ich sehr interessant. Nein, es gibt keinen neuen Stand bis jetzt. Er lässt sich nicht ganz in die Karten blicken. Larry Mitchell, so sinngemäß gesagt, wenn er in Deutschland bleibt, dann vermutlich in Augsburg oder dann in Augsburg. Aber es gibt ja auch noch ein paar attraktive Arbeitsplätze wie in der Schweiz. Da verdienst du als Trainer locker mal das Doppelte oder vielleicht sogar das Dreifache. Und hast kleine Steuern. Wenig Steuern und wenn du dann noch irgendwo im Tessin, im Lugano sitzt, am See und so, das sind mal die weichen Faktoren, machen es dann auch noch.

Wisst ihr schon was? Nee, also auch nichts. Oder habt ihr einen Maulkorb und dürft nichts sagen? Also ich glaube, wir werden es auch aus der Presse erfahren, wenn es so weit wäre. Aber mal generell aus eurer Perspektive, wie findet ihr einen Coach?

Für mich ist es egal, wer antwortet. Gerne auch alle drei. Ich denke, dass wir in der Situation, in der wir als Mannschaft zusammengefunden haben, am Anfang vom Jahr sehr fröhlich sein konnten, einen Trainertypen wie Bill Peters zu bekommen. Und ja, unabhängig von seinem Know-how ist er von der Art, denke ich, auch der Richtige, der bei uns gut reinpasst. Und deswegen, ich denke, bei uns wäre die Mannschaft nicht abgeneigt, wenn er nochmal ein Jahr dran hängt. Wie ist er denn? Also man hört natürlich immer wieder ein paar kleine Phrasen, dass er sehr direkt ist und relativ kurz in der Ansprache. Wie erlebt ihr ihn? Ja, genauso wie du gesagt hast. Aber ich glaube, das ist ganz gut, bevor du irgendeinen Trainer hast, der um heißen Brei rumredet. Wie gesagt, er versucht auch bei uns ein bisschen die Ernsthaftigkeit und den Spaßfaktor relativ gleich zu behalten. Und ich glaube, das ist auch wichtig, dass du dem Team das Gefühl gibst, dass du auch selber Spaß an der Arbeit hast. Und das ist auch wichtig.

Ganz kurze Nachfrage, ich war am Dienstag zufrieden im Training, weil ich da die Geschichte mit Ryan Button danach gemacht habe. Da hatte ich das Gefühl, es war eine Viertelstunde vor Schluss, hat er euch mal so, ich meine nicht außerplanmäßig, nicht an der Tafel zusammengeholt, sondern an der Bande. Gab es da vielleicht sogar einen kleinen Anschiss, weil einem da irgendwie eine Ausführung einer Übung nicht gefallen hat? Oder könnt ihr euch an das nicht mehr erinnern, Fabrizio? Tatsächlich kann ich mich nicht daran erinnern. Ihr habt natürlich jeden Tag Training, ich sage es war zufällig am Dienstag. Bis jetzt war es noch? Also ich weiß es jetzt auch nicht genau, aber es ist schon mal öfter so. Ich meine, da schaut schon im Training auch auf die Kleinigkeiten, dass wir immer gute Gewohnheiten haben. Wie gesagt, wenn du es im Training machst, wirst du es im Spiel wahrscheinlich auch früher oder später machen. Und deswegen ist es eigentlich ganz gut, wenn er ab und zu abpfeift und nochmal so ein kleines Herz abgibt. So Jungs, schaut es drauf. Da hatte ich jetzt noch eine Frage, und zwar wenn ihr euch jetzt die komplette Saison mal bis jetzt anschaut wo hat er euch besser gemacht? Also in der Entwicklung meinst du ich denke.

Mentale Konstanz wir hatten am Anfang der Saison Spiele wo wir sehr sehr stark angefangen haben mittendrin schlecht waren wieder stark waren, wieder schlecht. Was katastrophal war und ich denke, dass wir gerade in dieser Phase nach der, Novemberpause, als es nicht berauschend lief, uns da sehr viel mit auf den Weg gegeben hat, wie wir diese Spiele anzugehen haben, wenn es mal nicht gut läuft. Und ich denke, dass wir da sehr viel gelernt haben. Kannst du da ohne jetzt Gegnern tiefen Einblick in Geheimnisse zu geben, die sie nicht haben sollen, aber kannst du uns so ein bisschen, mal verraten, in welchen Bereichen er da auf euch eingewirkt hat, was er vielleicht auch gesagt hat, in welchen Situationen ihr euch anders verhalten sollt oder euch andere Gedanken holen sollt, um besser performen zu können? Ja, das klingt, wenn man das jetzt immer erzählt, immer ein bisschen platt, aber wenn du in der Situation bist und ja, wir hatten Phasen, wo wir gerade die Heimspiele, wo wir da Probleme hatten und man hat einen gewissen Anspruch, man liegt 2-0 hinten, du kommst in die Drittelpause rein und.

Ja, dann denkt man nicht positiv und man denkt, oh, was müssen wir ändern und hat tausend Ideen und keiner weiß wohin und jeder hat eine andere Idee. Und wenn er reinkommt und eine gewisse Ruhe ausstrahlt und eine Richtung vorgibt und sagt, das fordert er, er fordert Speed, er fordert Schlittschuhlaufen und gutes Vorcheck, Dann ist das auf jeden Fall was, was in der Kabine dann eine Richtung vorgibt. Und ich denke, das ist so das, was ihn dann ausgemacht hat. Also ich nenne es jetzt mal immer wieder den Fokus setzen auf die Dinge, die jeder einzelne Spieler unabhängig von Eiszeit umsetzen kann. Also somit hast du ein gemeinsames Ziel, das nicht abhängig vom Ergebnis ist. Ja, und das ist auch so ein bisschen das, was du gesagt hast, und auch ein bisschen eine Art Identität geben der Mannschaft. So möchten wir jetzt auftreten und so möchten wir das Spiel spielen und dann gucken wir, was dabei rauskommt. Fabrizio, du warst ein ganzes Eishockey-Leben lang in Mone, wie man sagt. Jetzt nochmal quasi der Perspektivenwechsel in Augsburg. Inwiefern, was auch immer geheißen hat, in Bill Peters, Das kann es vor allem mit jungen Spielern, glaube ich, in der Western-Hockey-League, glaube ich, zuletzt bewiesen. Inwiefern hat er deinen Eishockey-Horizont nochmal erweitert?

Er legt ja sehr viel Gewicht auf Details und das ist er auch mit mir dann persönlich auch teilweise durchgegangen oder öfters durchgegangen. Er hat mir Clips gezeigt, was er fordert, was er haben will und ich denke, da habe ich mich auch persönlich weiterentwickelt und einfach mehr auf Kleinigkeiten zu achten. Und ja, generell so Spielsituationen, die wir durchgegangen sind, wo man jetzt weiß, okay, so und so kann ich mich verhalten, so sollte ich mich verhalten und ja, das hat auf jeden Fall sehr viel geholfen. Im Trainer-Ranking, wo willst du einstufen? Top 3 Trainer in deiner Karriere? Äh, schwierige Frage, ne? Ich muss gerade überlegen, ich hatte sehr viele Trainer. Ja, gerade wenn mein Mann heim ist. Ne, doch, könnte schon reinkommen. So, jetzt wird es schwierig für Tim Wohlgemuth. Wir haben es in der letzten Folge angekündigt. Hm. Ich habe mich festgelegt in der letzten Folge. Ich habe gesagt, Tim Wohlgemuth wird künftiger Kapitän der Augsburger Panther. Hm. A. Wäre das was für dich? Würdest du dir das auch selber zutrauen? Und B. Wenn ja, wann ist es denn soweit?

Ich würde mir das zutrauen, ja Ich weiß nicht, ob man ob man da jemals bereit für ist oder sowas, oder ob man da in einer gewissen Art und Weise eh immer reinwachsen muss in solche Rollen, Will jetzt auch nicht beurteilen, ob ich der Richtige wäre oder nicht Ist dann ja auch nicht mein Job Deswegen kann ich dir den zweiten Teil der Frage auch nicht beantworten, Mann, das war der. Das beantwortet die Frage eigentlich, ja. Ich finde, also wir kennen uns ja schon lange, ihr könnt da vielleicht noch einen Ton dazu sagen, ist ein unfassbar netter Kerl und ich glaube, er kann mit jedem, es gibt glaube ich auch keinen, der Tim Wohlgemut hasst, oder? Das ist einer, den mag jeder, Chico. Ja, bis auf die Tage, wo er schlecht gelaunt ist. Ja, erzähl mal gerne. Wann ist Symbolgemut schlecht gelaunt?

Schwierig zu sagen, wann, aber man merkt es. Tim? Was müssen wir missen? Ich dachte immer, dass man mir das überhaupt gar nicht anmerkt. Ich habe mir gedacht, an meinen schlecht gelaunten Tagen, ja okay, dann ich rede heute einfach mit keinem und dann einfach keine Miene zeigen. Ich hasse Menschen. Also keine Reaktion zeigen.

Zehn Minuten schon im Raum und fünf Leute waren schon bei mir. Aber was ist heute los? Und alles okay. Zu Hause alles so gut. Aber kein Bock.

Ich kann da vielleicht eine Geschichte erzählen, die mir wiederum zugetragen wurde von den Kollegen, die nach dem Spiel Interviews führen und Interviews nach Niederlagen sind selten beliebt und Tim ist aber einer, der nie auch diesen Interviews aus dem Weg geht und es mögen Tage sein, an denen er nicht so wahnsinnig gut gelaunt ist. Und spannend daran ist natürlich einerseits das, was er sagt und wie er es sagt. Das ist dann meistens doch recht diplomatisch. Aber du spürst ja regelrecht, wenn du dir das anguckst. Du spürst ja, wie es eigentlich aus ihm rauskocht. Und wie sauer er ist und wie unglaublich angefressen er über eine Niederlage ist. Und trotzdem schaffst du es aber, das Ganze in so einem recht zugewandten und auch noch netten und fast schon Plauderton zu erzählen. Nicht negativ gemeint, wirklich absolut positiv. Aber guckt euch diese Interviews an. Allzu viele wird es nicht mehr geben ab jetzt, in denen er sich nach Niederlagen stellen muss. Aber bisher waren es dann doch ein paar. Und das ist fantastisch, sich das anzuschauen. Miemenspiel versus, so geht es ihm eigentlich. Fantastisch, das liebe ich total. Kann ich auch bestätigen. Ein paar Interviews bei Magenta Sport mit ihm gemacht und auch gehört. Unfassbar diplomatisch manchmal.

Auch wenn es um Schiedsrichterentscheidungen geht. Weil ich glaube, da muss man ja mittlerweile auch. Das muss ja mittlerweile, ja. Das wird dann teuer für den Geldbeutel. Aber Jungs, sag dir mal, wäre er ein guter Kapitän? Ja, das kriegt er schon hin.

Der muss ein paar Mal seine schlechte Laune ein bisschen in den Hintergrund packen, aber ja. Aber vielleicht brauchst du das ja als Kapitän, weil als Führungsfigur auch mal die Mannschaft nochmal zusammenzuholen und Marsch blasen, hilft ja vielleicht mal einen Tag schlechte Laune, oder? Ja, aber er redet ja nicht, wenn er schlechte Laune hat. Er haltet eben ein Mikro hin, also ein kleiner Tipp. Tico, was sagst du? Das C hier oben? Ich würde ihn schon sehen damit. Ja, definitiv. Auch mal so vor der Mannschaft, wenn es aber mal bescheiden läuft, dass er sich da hinstellt und mal ausflippt. Würde ich ihn schon sehen. Also, eigentlich ist das letzte Wort schon gesprochen. Der nächste Trainer, egal ob er Bill Peters oder Harry Meyer oder wie auch immer heißt, ruft erst mal hier beim Panther-Podcast an und fragt, wer dann Trainer wird. Kapitän wird. Genau. Ganz interessant. Background von dir? Ich glaube, Mama ist Ärztin. Oder im medizinischen Beruf zumindest. Ja, die war mal Krankenschwester, aber mittlerweile Lehrerin. Wäre das irgendwas für dich gewesen, so mal, wenn es mit dem Eishockey nicht geklappt hätte, irgendwas in Sachen Medizin zu machen, oder? Ne, ich habe nicht so Lust auf.

Das Studium. Deswegen nicht. Aber ja, meine beiden Eltern sind Lehrer und das ist auf jeden Fall ein Beruf, den ich mir schon mal vorgestellt habe zumindestens, ja. Könnte ich mir auch gut vorstellen, oder? Lehrer, Doktor, wohlgemut. Welches Fach?

Mathe und Sport, denke ich. Mathe und Sport. Gut. Wir haben eine Menge erfahren, würde ich sagen. Auf jeden Fall mal einen Applaus für die drei. Das ist es auf jeden Fall wert.

Und trotzdem wollen wir ein bisschen schlenker über den Tellerrand hinaus machen, weil es waren ja jetzt in Mailand olympische Spiele. So. Ich weiß nicht, wie ihr das gesehen habt, Jungs. Ich bin ziemlich stinkig. Das, was da passiert ist, verlierst du gegen die Slowaken 6 zu 2. Milan, du bist ja da geboren. Ja, die können halt Hockey spielen. Also so ein bisschen hat es dich dann doch gefreut, oder? Ja, bei dem Spiel konnte ich nicht verlieren. Also ich hätte mich gefreut, wenn die deutsche Mannschaft weitergekommen wären. So sind meine Landschaften, also ich bin, wer es nicht weiß, in Bratislava geboren, bin aber mit fünf Jahren nach Deutschland gekommen, nach Augsburg schon. Ich kann es euch sagen, warum. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, liebe Kollegen, mir war das ein bisschen zu eindimensional, was wir da gespielt haben. Gerade wenn ich es jetzt aus Augsburger Perspektive sehe, Nico Sturm hat für das, was er in der Vita stehen hat, wahnsinnig wenig Eiszeit gehabt. Hätte ich mir gerne ein bisschen weiter vorne vorgestellt als NHL-Mittelstürmer. Ich glaube, das ist wie so häufig multifaktoriell, das Ergebnis, das wir da gesehen haben.

Hast du den Begriff aufgeschrieben? Ich glaube, du warst in Tschechien jetzt gefühlt zwei Wochen. Ich dachte, du bist fremdsprachenaffin mittlerweile. Selbst da benutzt man dieses Wort nicht, aber gut. Also es ist auf jeden Fall multifaktoriell. Das bedeutet, dass es einige Faktoren gibt, die für ein Ergebnis zustande kommen und darauf einwirken.

Das hast du verstanden, gut. Aber was willst du mir damit sagen? Ich will damit sagen, dass Nico Sturm und die Eiszeit von Nico Sturm, beziehungsweise das, was Nico dieser Mannschaft hätte geben können, glaube ich genau der Punkt ist, auf den man es vor allem zurückführen kann, neben anderen Faktoren wie die Eiszeit von anderen NHL-Spielern, die aus meiner Sicht dann deutlich zu hoch war, insbesondere im Spiel gegen Frankreich. Aber Nico ist einer, der eine Mannschaft mitreißen kann, der dir Energie gibt, der einen Vorcheck so zu Ende fährt, wie du ihn brauchst. Insbesondere auf so einer noch kleineren Eisfläche, habe ich mir sagen lassen, sei das nicht so unwichtig. Und das ist sicherlich ein Ansatz, der dazu geführt hat, dass das Offensivspiel der Deutschen selten wirklich in Gang gekommen ist. Ich habe ganz wenig wirklich schlüssige Aktionen gesehen. Ich habe viele Einzelaktionen gesehen, ich habe viele Momente gesehen, in denen man versucht hat, den besonders guten Spielern die Scheibe zu geben aus den noch so irrsinnigsten Situationen und irrsinnigsten Winkeln. Und das spricht aus meiner Sicht vor allem dafür, dass man sich im Vorfeld nicht genug damit beschäftigt hat, welchen Plan B bzw. Welche Rolle Secondary Scoring spielen wird in diesem Turnier. Und wenn man sich das Spiel gegen die Slowakei anschaut, dann ist es, glaube ich, Secondary Scoring, das da am Ende zuschlägt, weil Reihe 1 war, glaube ich, einigermaßen im Griff.

Also ich glaube, zwei Faktoren. Ich glaube, unsere Defensive war einfach, wie hat es der Nico Sturm gesagt? Wir haben Schweizer Käse gespielt, das lässt schon tief blicken. Und der Nika ist ja grundehrlich in seiner Meinung. Und dann für meine Begriffe, Milan, vielleicht hast du es anders gesehen.

Einen Impuls setzt man oftmals dadurch und ihr bekommt es ja auch mit im Verein, in dem man auch mal was in den Reihen macht, das man verändert. Das ist relativ wenig passiert.

Ja, er hat sich schon teilweise bei der Dreiseitelreihe auseinandergenommen, auch schon in den Spielen vorher, beziehungsweise da nochmal anderen Spieler dazugenommen.

Da war ein bisschen wenig Bewegung drin, aber ich sehe das Hauptproblem, ich sehe es auch in der Abwehr, dass die einfach letztendlich zu schwach aufgestellt waren. Wir haben ja ein paar entscheidende Situationen gesehen, auch gerade gegen die Sowakei, wo die deutschen Verteidiger einen Fehler gemacht haben und dann war der Sowakei durch und dann ist es passiert. Also ich glaube, ich würde das gar nicht so sehen, dass jetzt die NHL-Spieler da vielleicht zu wenig gemacht haben oder versagt haben. Und ich glaube auch nicht, dass es da irgendwo eine Kluft in der Mannschaft gab zwischen NHL-Profis und DL-Profis. Also ich glaube, wenn die da zusammenkommen, aber das können uns sicher jetzt die drei Spieler vielleicht auch gerne eines Besseren belehren. Ich glaube nicht, dass es da am Zusammenhalt gefehlt hat, aber wir haben ja schon ein paar Punkte angesprochen. Defensive Verteilung der Eiszeiten für drei, wie du gesagt hast, auf jeden Fall mehr und gerade in so Spielen, wo es dann schon klar war, mehr Eiszeit und Dreiseitel draußen lassen, erholen lassen. Also es gibt mit Sicherheit mehr Faktoren. Aber würde mich mal interessieren, wie habt ihr Spieler das gesehen? Wie habt ihr das erlebt, Olympiade, aus deutscher Sicht? Ja, so ein bisschen durchwachsen, würde ich sagen. Ich hatte nie so das Gefühl, dass das Team so wirklich zusammengefunden hat und alle auf einer Ebene waren.

Teilweise einfach... Wie schon gesagt, die Defensive einfach zu schwach und man hat auch gemerkt, dass die Top-Jungs zu viel Eiszeit hatten. Also am Ende hat einfach die Kraft gefehlt, um vielleicht nochmal die letzten Prozente rauszuholen, weil teilweise hatte das erste Powerplay wirklich zwei Minuten Wechsel und nicht nur einmal. Das war auffällig. Und dann am Ende vielleicht in einem knappen Spiel nochmal alles rauszuholen, wird dann ein bisschen schwerer. Ja, also sehr durchwachsen, es war nicht so ganz befriedigend, Deutschland immer anzugucken.

Ich fand, gegen Frankreich haben sie einen guten Job gemacht, da hätten sie aber auch am Ende vielleicht, wie gesagt, schon die Eiszeit ein bisschen umverteilen können, um ein bisschen Kräfte zu sparen für die Slowakei, weil es waren ja nur 24 Stunden dazwischen. Ja, natürlich auch ein Risiko, einen Kai Gissmann mitzunehmen. Der Junge hat vier Spiele gemacht, glaube ich, in der DEL und du hast schon gemerkt, auf dem Niveau waren da so zwei, drei Aktionen, wo dann das Timing auch nicht gestimmt hat. Und was mich vielleicht, das ist mir im Nachhinein gekommen, natürlich sind wir jetzt alle Bundestrainer und alle klüge und alle gescheit und alle die Besten und Schlauesten. Was mich so ein bisschen gewundert hat, wir haben mit Marco Sturm einen Head Coach in der National Hockey League, der aber nie irgendwie eine Option war für die Nationalmannschaft zum Beispiel, als Assistant Coach da mit dabei zu sein. Weil er natürlich auch Jungs in Nordamerika kennt und weiß, wie die spielen. Hast du dann gegen einige NHL-Spieler auch gespielt, dann gegen die USA, gegen die Slowakei, die hatten ja genauso viele NHL-Spieler mit dabei oder ehemalige wie wir. Hätte er einem Marco Sturm vielleicht helfen können noch als Assistant Coach an der Banne? Ich glaube, das wäre eine komische Situation, wenn ich einen zurückhole, der mir die Silbermedaille 2018 geholt hat als Chef und dann kommt er als Assistent zurück.

Ich glaube, das wird sich ein Harry Kreis auch nicht antun, weil dann ist die Frage, wer ist jetzt wirklich der Chef? Der Junge, der schon mal den Erfolg geholt hat oder der aktuelle Trainer? Das ist natürlich eine Frage der Kommunikation, aber schau mal rüber zu den Nordamerikanern. Die haben natürlich sehr viel NHL-Expertise da auf der Bank auch stehen und da gibt es klare Strukturen, Hierarchien. Das hätte man glaube ich schon regeln können für meine Begriffe. Tim, an was lag es aus deiner Sicht?

Ja, ich finde von Haus aus erstmal, mittlerweile lebt man ja im deutschen Eishockey auch mit einem gewissen Anspruch irgendwie über die letzten Jahre. Auch wenn die letzten Jahre international eigentlich überhaupt nicht erfolgreich waren, hat man schon das Gefühl, dass man sich jedes Jahr eigentlich hinstellt und Ziele ausspricht. Und auch hohe Ziele und vielleicht...

Zumindest weiß ich persönlich nicht so ganz, wo das herkommt. Also das kommt nicht aus der Mannschaft, da stellt sich keiner hin und sagt, wir fahren hier her, um eine Medaille zu gewinnen, so wie bei den Amis oder bei den Kanadiern. Aber man hat das Gefühl, von außen sind hohe Erwartungen. Und ja, weil man denkt dann natürlich, klar, da kommen so Jungs. Du hast ja 23 Silber geholt, WM Silber zumindest. Das stimmt, aber da waren keine NHL-Spieler dabei, das war ja ein Turnier, nicht vergleichbar mit dem jetzigen. Stimmt aber. Und ja, ich finde, was halt so das Problem ist, man denkt, oh, da kommen NHL-Stars, da kommt Stützle, Dreiseitel, das sind Spieler, die sind auch in NHL-Top-Jungs.

Aber man spielt halt auch gegen andere NHL-Jungs. Und die hat auch Slowakei und die hat auch Dänemark und Teams, die jetzt auch keine große internationale Rolle spielen. Und da muss man sich dann schon als Gesamtmannschaft hinstellen und gutes Eishockey zu spielen, um da zu performen. Und das ist dann natürlich auch ein Problem, wenn man hohe Erwartungen hat. Kleiner Widerspruch, also ich war eine Woche vor dem Start des Olympiaturniers in einem Videocall mit drei Seiten mit Leon aus Edmonton noch, da hat er noch zwei Spiele vor der Brust gehabt. Da haben wir ihm natürlich auch die deutschen Journalisten Fragen gestellt zu Olympia und wie er denn mit welcher Einstellung hingeht und da war schon auch die Ansage. Also auch wenn es vielleicht nicht realistisch ist, aber ich fahre dorthin, um eine Medaille zu holen oder um das Turnier zu gewinnen. Und ich kann mir auch, so wie ich den Nico vorstelle, der ist auch damals 23 zu seiner WM-Premiere gefahren, da hat er sich eh nicht geäußert. Also die haben schon so ein bisschen so ein nordamerikanisches Mindset quasi.

Ich gehe rein an die Aufgabe und ich will erst mal Erster werden, auch wenn ich vom Weltklasse-Ranking her, was sind wir gerade, 6, 7, 8, da nicht ganz da oben dazugehöre. Und ich finde es auch persönlich gut, vielleicht sind wir nicht auf dem Niveau der Schweiz, aber die Schweizer haben vor ein paar Jahren auch mal ausgerufen, für uns muss ein Halbfinale Pflicht sein. Das ist natürlich die Trauben hochgehängt, da sind sie auch zweimal auf die Fresse gefallen, ganz ordentlich und trotzdem ist man nicht davon abgerückt. Und gerade dann auch zu sagen vom Verband, ja, wir verstecken uns jetzt nicht. Klar hat man da vielleicht andere monetäre Mittel, um die NHL-Spieler danach zu holen. Da geht es ja viel um Versicherungsungen etc. Pp. Aber wenn ich auch Spielern vermittle, ja, wir wollen ganz nach oben und muss nicht betteln, dass die Spieler kommen aus Nordamerika, ist das vielleicht mal ein anderer Weg, Chico? Wäre das was für Deutschland oder sind wir da noch zu weit weg? Für die Nordamerikaner? Genau, dass wir dauerhaft dann auch die Nordamerikaner da haben. Ich glaube, schlecht wäre es auf jeden Fall nicht für Deutschland. Ich meine, die freuen sich natürlich auch immer, wenn sie für Deutschland spielen dürfen, weil, wie gesagt, die letzten Jahre war es nicht möglich.

Aber ich denke auch, dass wenn NHL-Spieler dabei sind, einfach Deutschland noch nicht so weit ist, dass sie wirklich oben mitspielen können durch die anderen Länder, wo einfach Finnland, Schweden, Tschechei, Slowakei, Kanada, USA, die ganzen Teams, wo einfach, die Breite an NHL-Spielern oder die Breite an Spielern, die so eine Qualität haben, einfach viel höher ist als bei uns. Was einfach schwierig ist, auch im deutschen Eishockey, dass du, wie gesagt, mehr Spieler rausbringst, wo ich sage, die könntest du auch ersetzen, weil du auch einfach mit der Importregel in der deutschen Eishockey-Liga oder mit den Einbürgerungen, einfach viel weniger deutsche Spieler generell hast, wo du sagen kannst, Du hast eine große Auswahl, so wie in der Schweiz zum Beispiel, wo du einfach weniger Import-Spieler hast, mehr Breite in Schweizer Spielern, wo du dann sagen kannst, du hast einfach die doppelte Menge an Spieler, wo du theoretisch nutzen kannst, die auch das ganze Jahr lang in der ersten Liga in der Schweiz spielen und dadurch einfach das Team auch immer besser machen. Chico, glaubst du, dass es so eine Kluft gegeben hat zwischen hier die hochbezahlten, gut verdienten NHL-Spieler, dort die Deutschen, über die auch im Vorfeld des Turniers natürlich auch kaum geschrieben wurde? Glaubst du, dass es da so eine Kluft gibt oder kann das schon eine Einheit sein? Nee, ich glaube nicht. Also ich glaube, dass das schon eine Einheit ist. Ich meine, die Jungs kennen sich ja auch schon aus Zeiten, wo sie noch in Deutschland gespielt haben. Deswegen glaube ich das jetzt nicht.

Ja, sind wir gespannt, wie es weitergeht, die nächste Eishockey-Weltmeisterschaft. Ich würde da schon, ehrlicherweise, ein bisschen dagegen halten. Oh, bitte. Also, dass die miteinander gut können und so, und dass sie sich vor allem freuen, miteinander zu spielen. Ich glaube, das hast du im Turnier natürlich vorher nicht nur gehört, sondern hast du dann ja auch erster Wechsel gegen Dänemark direkt gesehen, wie viel Freude das gemacht hat, für Tiffes und Dreisaitl da zusammen zu spielen. Aber im Laufe des Turniers hatte ich schon den Eindruck, dass es fast ehrfürchtig war, was da... Dass einige Jungs dann aufs Eis gebracht haben, möglichst keine Fehler machen, sich auch nicht allzu viel zutrauen. Die ersten zwei Reihen werden es dann schon für uns regeln, sollen es auch regeln. Ich denke auch, dass das schon in gewisser Weise natürlich da auch der Anspruch ist, den die Nordamerika-Jungs ja auch mitbringen. Und wenn ich Interviews höre mit Leon Dreiseitel und mit Tim Stützle, die breitschultrig dastehen und sagen, also das ist meine Aufgabe, ich habe nicht geliefert, ich bin, also ganz viel auch Kritik auf sich nehmen, weil sie sagen, das ist meine Aufgabe, ich bin hier der beste Spieler in der Mannschaft, deswegen muss ich liefern, meinen Job entsprechend machen.

Da muss ich ehrlich sagen, da stand ich jetzt an bestimmten Punkten da und denke mir so, weiß ich nicht, ob du es alleine regeln musst. Ehrlich gesagt nicht, weil für mich ist es ein Mannschaftssport, der schnellste der Welt und der tollste, den es gibt, aber immer noch ein Mannschaftssport. Daher habe ich auch diese Einlassungen, auch nach bestimmten Niederlagen, nicht ganz verstanden, warum da ein Leon Dreisertl sich hinstellen muss und sagen muss, das ist mein Job, ich habe nicht geliefert, deswegen haben wir verloren. Ja klar, hast du zwei, drei Chancen vergeben, ist okay. Aber insgesamt verlierst du als Mannschaft, gewinnst du als Mannschaft und deswegen ist dieses Mannschaftsgefühl für mich nicht hundertprozentig entstanden. Das nur als Einordnung da. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Nächste Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz steht an, sicherlich mit einem ganz anderen Line-Up, wie wir es jetzt bei Olympia gesehen haben. Vielleicht auch mit einem Alex Blank. Wir haben es gesagt, der Junge hat eine Chance verdient, glaube ich, bei der Nationalmannschaft. Vielleicht darf er ja dann auch in der WM-Vorbereitung sich dann auch zeigen. Bringt uns nämlich zu unserer nächsten Thematik. Weil wir haben, wenn ihr aufmerksam unseren Podcast verfolgt, zwei Hausaufgaben mitbekommen oder uns selbst gestellt. Hörer haben uns welche gestellt. Hörer haben uns welche gestellt. Und zwar ging es unter anderem...

Um den besten deutschen Spieler, Alex Blank momentan 41 Punkte, wann gab es das schon mal von einem deutschen Spieler? Also wir haben zwei Zahlen rausgesucht. Darren Oliver, der einen deutschen Pass hatte, immerhin Saison 2009, 2010. Vizemeister Saison, 60 Punkte geliefert damals als Topscorer der Augsburger Panther. Ich glaube, der hat dann auch Playoffs höchst verletzt gespielt, wenn mich nicht alles täuscht. Ja, die waren alle ziemlich kaputt. Wie alt wart ihr da 2010, 16 Jahre her?

Acht. Also ihr wart doch ganz jung. Wir drei waren alle dabei damals, oder? Von welchem Jahr sprechen wir? 2010. Da war ich gerade volljährig. Ja, ich war damals im Einsatz.

Können wir uns noch erinnern? Wer ist, was seid ihr für ein Baujahr? 1999. 2002. Den kennt er nicht mehr.

Also, letzter in Deutschland geborener Spieler, der besser war als Alex Blank jetzt, ein gewisser Andreas Morzinić. 2001, 2002 mit 50 Punkten damals. Hat auch noch relativ lange gespielt bis 2019 bei den Hannover Indians. Hausaufgabe wäre hiermit erledigt. Aber es gab auch noch eine zweite Hausaufgabe und zwar die Frage was macht Brady Lamb, der ehemalige Kapitän, dein Vorgänger, von den Augsburger Pantern, was macht der mittlerweile? Zum Erraten oder? Ja, ihr könnt gerne mal raten. Wer es weiß, dann bitte nichts sagen. Ich habe familiäre Insights. Ja. Durch Liz Lamp. Ach. Ja. Die Frau von Brady. Die ist Fitnesscoach. Ja. Gut drauf. Topfit. Ich glaube, da gab es mal ein Instan-Reel, wo sie ihn irgendwie das Wohnzimmer getragen hat. Mit einem schlanken 120 Kilo. Ich kann jetzt vielleicht an der Stelle, wir sind in einem ganz privaten Rahmen, kann ich vielleicht kurz erzählen, dass ich mal direkter Nachbar von Brady Lamp war und das nicht wusste zuerst, weil wir andere Zeiten hatten, als wir aus dem Haus gingen oder nach Hause kamen und es gab einen Abend.

Und da war ich schon im Bett und dann wurde es über mir ein bisschen laut. Und zwar so, dass ich mir gedacht habe, okay, das dauert jetzt schon länger, auch ein gewisser Rhythmus da drin und sowas. Und ich habe natürlich erst mal vermutet, dass es was mit körperlicher Ertüchtigung in der Horizontalen zu tun hätte. War es aber nicht, weil der Kollege sich noch kurz nach einer langen Busfahrt mit bisschen Seilspringen einfach die Beinchen locker gemacht hat. Und ich habe mir gedacht, da kommt die Decke runter. Und das war, und das kann ich auch sagen, das war über der, also jetzt, Gaststätte Blaue Kappe, also direkt in diesem Haus. Früher war das Odeon da drin. Milan, du hast da eine heiße Soli aufs Parkett gelegt, einst noch, hundertprozentig. Klar war eine beliebte Studentenkneipe in Augsburg, ja. Ich weiß, ich kann mich dir da gut vorstellen. Und das war wirklich ganz toll. Ich habe da auch wunderschöne Abende verbracht. Und Brady und Liz haben dann also über mir gewohnt und wir hatten jetzt nicht so wahnsinnig viel Kontakt, weil die Rhythmen waren anderem, aber es war immer zu vernehmen, wenn er da war und wenn er nach Hause gekommen ist, weil das war schon... Da musste was hoch. Zwei Meter und 100, was hat er, 120? 115 Kilo? Es war ein Brocken auf jeden Fall. Ja, brutaler Schrank einfach.

Und jetzt war die Frage, was er macht, gell? Magst du das erzählen? Das wäre dann aber die Geschichte gewesen, die ich zu ihm habe. Mir habe ich nicht beizutragen. Aber ich weiß tatsächlich nicht hundertprozentig, was er jetzt beruflich macht. Ich weiß, dass er ein fantastischer Daddy ist und viel mit seinen Jungs unternimmt. Ich glaube, alle in Augsburg geboren, oder? Alle in Augsburg geboren und soweit ich das mitbekommen habe, alle auch stramm Calgary Flames infused. Also da kommt, glaube ich, nichts anderes an Trikots und Jerseys an die Jungs ran als Calgary Flames. Ich verstehe. Jetzt spannen uns nicht so sehr auf den Bogen. Was macht er? Was würdest du dir sagen? Du kennst Brady noch, du hast gegen ihn gespielt. Was würdest du sagen, rein vom Gefühl her?

Ich habe gar keine Ahnung, ehrlich gesagt, aber irgendwas, wo man Kraft braucht und man braucht Kraft als olympisches Gewicht heben zum Beispiel oder LKW-Fahrer, hätte ich jetzt gesagt. Weil er den LKW selber schiebt, oder?

Ja, Brady Lamp baut Holzhäuser. Mittlerweile hat er einen Kumpel da drüben in Nordamerika, der hat so eine Firma, die individuelle Holzhäuser baut und da ist er angestellt. Passt, Bob der Baumeister. Also es passt richtig. Es passt aber mal richtig. Also wenn du dir so einen Lumberjack Canadian Guy vorstellst. Ich wollte sagen, der hat doch immer diese Händen. Er hatte genau diese Händen. Mit dem Augustusbrunnen, der ja da draußen steht, auf dem Oberarm tätowiert, dahinter das Rathaus. Und dann Holzhäuser bauen. So Dachlatten, Raufnagel, das ist perfekt für ihn. Oder halt Abrissunternehmen, das wäre auch was gewesen. Alles ist ihm zuzutrauen und das Talent, das er hat, das wird er wie immer perfekt ausspielen. Ja, wir hatten schon alles. Christian Chartier hat dann dafür eine kanadische Ölfirma geantwortet, gearbeitet und so. Also es gibt da Leute, die völlig vom Hockey weg sind. Und ganz andere Biografien an denen gelegt haben. Krass teilweise, was Menschen dann machen. Es gibt dann Motivationscoach viele, Andi Renz zum Beispiel. Ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft, der macht jetzt so Retreats, so Workshops für Motivation. Ich hörte davon, ein Freund, der da war, sei, war begeistert. Sei gut. Und der Chico vercheckt Autos dann irgendwann. Das weiß ich jetzt noch nicht. Gibt es noch einen Plan C? Ne, da habe ich mir noch nicht so Gedanken drüber gemacht, tatsächlich.

Es ist an.

Aber wie gesagt, ich hoffe, dass er noch ein bisschen Eisert gespüren kann. Deswegen habe ich noch ein paar Jährchen Zeit, mir da was zu überlegen. Absolut, absolut. Wolltest du was sagen? Hast du gezuckt? Der Mikrofonarm hat gezuckt. Der Fitnesstrainer der Augsburger Panther kann ich mir ganz gut vorstellen. in Zukunft.

Körperlich einfach ein bisschen ein anderer Organismus als wir. Das ist wirklich herausragend, was biologisch da möglich war. Anderer Organismus, das klingt nach Alien. Ja, aber das, was da durchläuft, durch diesen Mechanismus, ist Wahnsinn, was da wegsteckt. Da sehe ich ihn auf jeden Fall bei uns. Und jetzt, wenn man dich so hier live auf der Bühne sehen, dann würde ich sagen, kann kein Wässerchen trüben und ist grundsätzlich natürlich solide und gut gebaut und alles, aber jetzt auch nicht wahnsinnig. Was macht ihn zu so einem herausragenden Athleten, wie du ihn gerade beschreibst, Tim? Ja, er ist ja sehr bayerisch bei seiner Ernährung. Und was bedeutet das? Das kannst du ja denken, dass da nicht viel Salat, also vielleicht zwei Blättchen Salat in der Schweinsachse oder keine Ahnung. Mit Hopfen gemischt quasi. Ja, also wir sprechen von einer relativ fleischlastigen Ernährung. Nein, ich glaube, der Chico ähm.

Ja, dem ähm Ich denke, der Chico, der trinkt, ganz gerne esoterisch auch und Esoterisch, isotonisch wolltest du sagen, oder? Meine ich, genau. Hast du eine esoterische A dazu?

Jetzt nicht im Übermaß natürlich, er ist ja Profisportler, das muss man auch dazu sagen, bevor ich jetzt hier live ihn abstemple. Das ist natürlich nicht übertrieben und sehr im Maße, aber dafür ist er auf der anderen Kehrseite der Medaille ein absoluter Vorzeigeprofi. Kannst du das, Chico, kannst du das unterschreiben oder möchtest du was widerlegen? Ich würde es einfach so stehen lassen. Das ist manchmal das Beste, einfach stehen lassen. So, wir sind noch nicht am Ende, Jungs, weil wir haben noch ein paar Mails reinbekommen. Einmal die Kapitänsthematik, die haben wir schon besprochen. Und dann geht es von Tobias Beime, der hat uns gemailt. Eine relativ lange Mail lese ich jetzt nicht komplett vor, aber ich möchte mal anreißen. Es geht um die Stimmung im Kurt-Frenzler-Stadion.

Als mögliche Anregung für eine zukünftige Folge würde ich mich freuen, wenn ihr euch mal intensiver mit der Stimmung beschäftigen würdet. Früher und bis heute war das Stadion überall bekannt als Hölle des Südens. Wesentlicher Faktor dafür war und ist die aktive Fanszene, in Klammern Ultras.

Die damals wie heute maßgeblich für die Grundstimmung im Stadion verantwortlich ist. Mir ist in den letzten Wochen bzw. Während der laufenden Saison jedoch vermehrt aufgefallen, dass da durchgehend mit großem Einsatz Stimmung gemacht wird, es aber zunehmend schwerer fällt, das restliche Publikum bei Sprechgesängen und Aktionen mitzunehmen. Das ist der erste Part. Gerne meine Meinung dazu. A, natürlich die Spieler gefragt, wie nehmt ihr die Stimmung im Kurt-Frenzel-Stadion wahr? Also wenn ich Interviews mit Gästespielern mache, die sagen immer, Augsburg, fahren wir nicht gerne hin, weil laut, weil unangenehm, spielst du nicht gerne. Wie nehmt ihr das überhaupt wahr? Im Spiel blendet ihr das aus? Das ist ja jeder so ein bisschen individuell, Fabrizio.

Ja, man nimmt es auf jeden Fall wahr. Gerade als Gegner auch. Ich habe ja auch mit Mannheim in Augsburg gespielt und es war immer unangenehm. Also es ist schon sehr laut in dem Stadion und sowas blendet man nicht einfach aus. Gerade auch wenn man auf dem Eis miteinander kommunizieren will, hört man sich teilweise selber nicht. Dann ist es dann schon schwerer. Tim? Ja, ich habe das am Anfang von mir auch schon mal gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir ein sehr authentisches Publikum haben. Und das sind beide Richtungen. Wenn es gut läuft, dann haben wir eine Wahnsinnsstimmung. Und zum Start des Spiels haben wir auch immer eine Wahnsinnsstimmung, weil es noch nichts zum Urteilen gibt.

Und wenn wir als Mannschaft dann auch mal den Puck zwei, dreimal eckig schlagen, dann kann es auch mal sehr überschwappen in negative Stimmung, was natürlich gerechtfertigt ist und jetzt soll keine Kritik sein, aber das kriegt man auch mit als Spieler, wenn die Pfiffe in der siebten Spielminute kommen. Ja, das Publikum ist natürlich nicht der Volksverwürdig gewesen. Ihr Fans, die ja trotzdem die Treue erhaltet, trotz dieser mageren drei Jahre, sieht ein bisschen besser aus, aber ich gebe mir schon auch so, setze mal so richtig geile Stimmung im Stadion wahr, ihr könnt euch erinnern, letztes Heimspiel, letzte Saison gegen Düsseldorf. Das war im Rahmen, vielleicht seid ihr da selber Meinung, Playoffs 2019, Halbfinale München, oder? Und seitdem, glaube ich, es geht schon noch mehr.

Es ist weniger geworden, ja. Es ist nicht mehr ganz so laut. Und es gibt auch ein, zwei Spieler, will ich jetzt gar nicht den Namen nennen, weil sie das auch mal gesagt haben, wenn die Mikrofone aus sind, dass sie schon auch teilweise das als Belastung empfinden. Gerade wie du gesagt hast, Tim, wenn es mal ein bisschen nicht so gut läuft, dass sie den Druck spüren vom Publikum. Ich meine, das gehört alles bei euch dazu. Ihr sagt wahrscheinlich in der Kabine, wir werden dafür bezahlt, dass wir das aushalten und das gehört zum Job dazu. Trotzdem ist es schon so, dass es für einige Spieler eine Drucksituation ist, gerade wenn es im Powerplay dann halt nicht läuft, wenn man halt dann eben nochmal zweimal um die Ecke spielt, anstatt zu schießen. Ich kann von euch 100% nachvollziehen, wenn ihr sagt, okay, ich nehme den Schuss nicht, weil ich sehe, dass die Schussbahn zu ist, das bringt nichts, dann ist der Puck wieder weg, dann müssen wir wieder hinterherlaufen, also lieber nochmal passen und dann kommt oft schon Unmut auf, warum schießen sie jetzt nicht, warum passiert da jetzt nichts, das ist eine schwierige Situation und Stimmung war tatsächlich auch schon mal besser in Augsburg.

Würde ich behaupten, viel hängt auch mit Erfolg und Misserfolg zusammen. Bist du erfolgreich, hast du eine laute Hütte, tust dich schwer. Jetzt gerade nach der Novemberpause wird es ein bisschen unangenehm. Aber das glaube ich, du weißt das, du kennst das nur bestens aus Mannheim. Da wird auch schnell gepfiffen, glaube ich.

Aber das ist schon ein Fakt, oder? Erfolg macht sexy und dementsprechend hast du auch das Publikum im Rücken. Definitiv. Ich glaube, ob es jetzt das Publikum oder auch wir Spieler sind, Wenn wir natürlich eine Erfolgsserie haben, ist natürlich für uns auch alles einfacher auf dem Eis. Wie gesagt, für Fans ist das Gleiche, da spielen auch viele Emotionen mit. Und wenn wir natürlich schlecht spielen oder die Spiele verlieren, ist es natürlich auch nicht gut für die. Und wir wissen selber, wenn wir schlecht spielen, dass wir es schlecht spielen. Und wenn natürlich die Fans dann noch besonders emotionsreich uns auspfeifen, ist es natürlich auch nicht so ein schönes Gefühl auf dem Eis. Ja, und Tom, trotzdem, weil du das Mikro schon in die Hand nimmst, vielleicht gleich an dich die Frage, wenn wir das sehen, das Zuschauerverhalten in den letzten Jahren, was ist zuerst ausverkauft, sind die Sitzplätze tatsächlich, wenn noch Restgarten über sind, dann eher im Stehplatzbereich. Es hat manchmal auch so ein bisschen den Eindruck und das schreibt Tobias auch hier, dass es so ein bisschen mehr so ein Eishockey-Spielbesuch mehr so in Richtung Events-Charakter geht dementsprechend. Nix dagegen zu sagen aus meiner Sicht.

Es ist ein Event, selbstverständlich. Es wird um 19.30 Uhr oder um 14.00 Uhr, 16.00 Uhr wird ein hoffentlich ereignisreiches Spiel angepfiffen. Und damit ist es ein Event. Und damit darf man da hingehen und darf sich auf spannungsgeladene 60 plus Minuten freuen. Dagegen finde ich es gar nichts einzuwenden. Und ich denke auch nicht, dass... Irgendjemand im Stadion erwartet, dass die Sitzplätze oder die Logenplätze diejenigen sind, die dann für große Stimmung und für Hurra auf den Rängen sorgen. Ich glaube, das war seit jeher anders und das lässt sich das Stehplatzpublikum ja bitte auch nicht wegnehmen, diesen Nimbus dafür Stimmung zu sorgen. Ich glaube, dass natürlich die letzten Jahre was gemacht haben mit diesem Standort, auch mit den Fans. Und wenn du ganz oft, und ich habe wirklich viele Momente mit in der Kurve verbracht.

In denen ich in sehr leidende Gesichter geblickt habe und ratlose Gesichter und teilweise auch wirklich gebrochene Seelen und Herzen, weil dann einfach so wenig zusammen lief und weil es einfach auch wirklich bitter war teilweise, sich das anzuschauen und dass dann irgendwann ein Frust raus muss. Das ist aus meiner Sicht in gewisser Weise okay. Aber ich finde eben auch vor allem dann, wenn nichts mehr möglich ist, also wenn dann auch keine Aktion mehr möglich ist, die zum Besseren führen kann. In dieser Saison hatte ich ehrlicherweise zu jeder Zeit in der Spielzeit das Gefühl, dass die Mannschaft besser ist als letztes Jahr, dass sie will, dass sie einen besseren Plan hat. Und dass sie in ihrer Qualität aus meiner Sicht dasteht in der Tabelle, wo sie im Moment hingehört.

Wenn wir das vor der Saison, acht Spieltage vor Schluss gesagt hätten, dass die Panther um die Playoffs spielen, eine reelle Chance haben und auf Platz 11 stehen, ich glaube, relativ viele hätten es unterschrieben. So trotzdem hatte ich in der Saison das Gefühl, dass die Stimmung, die Gemütslage bei den Fans halt das wieder gespiegelt hat, was Tim gerade mit authentisch beschrieben hat, nämlich eine Berg- und Talfahrt, eine Achterbahnfahrt der Gefühle auch für die Mannschaft. Und ich denke, wenn man was Positives mitnehmen will aus dieser Saison, dann sollte es die Erfahrung sein, dass auch eine Achterbahnfahrt nicht am Ende nach unten geht, sondern dass eine Achterbahnfahrt vielleicht ausläuft, aber es geht nichts kaputt. Und das mitzunehmen für die nächste Saison, glaube ich, könnte wertvoll sein, um dem ganzen Standort wieder ein positiveres und ein.

Ein optimistischeres Gefühl mit auf den Weg gibt, das sich dann von den Rängen aufs Eis auch überträgt. Nichtsdestotrotz, Energie muss immer von der anderen Seite hoch übertragen werden. Also vom Eis auf die Tribüne, das ist aus meiner Sicht klar, weil, nochmal, das ist ein Event, deswegen kommen die Leute. Und trotzdem glaube ich, jetzt, wo es noch um was geht, vier Heimspiele habt ihr noch, glaube ich, wird nochmal richtig die Post abgehen. Glaube ich, dass der Stimmungspegel im Konferenz des Stadions schon nochmal, gerade war das nächste Heimspiel, ist glaube ich Derby gegen München, da ist sowieso immer knallvoll und, ja, könnte ich mir schon vorstellen, dass da ordentlich was geht, aber jetzt mal Frage an euch, wer hat eine Dauerkarte? Mal kurz Hand hoch.

So, Dauerkarte, viele Dauerkartenbesitzer und ihr werdet festgestellt haben, wenn ihr eure Dauerkarte verlängert habt, das ist alles. Also nur, ich glaube es ging acht Hände hoch, also viele Dauerkarten. Wir könnten auf 90 Prozent, glaube ich, kann man Dauerkarten Besitzer hier zählen. Ich glaube, die Preise sind auch deutlich nach oben gegangen zur kommenden Saison. Inwiefern ist das auch nochmal ein Punkt, wenn wir über das Thema Stimmung sprechen, wenn die Leute viel Geld bezahlen, dass sie dann Erfolg sehen wollen, aber schon sehr viel investieren, Erspartes dann auch hergeben, dass das auch ein ausschlaggebender Punkt in Richtung Stimmung sein könnte, Mila? Sollte man jetzt vielleicht sogar die Dauerkartenbesitzer fragen. Also ich glaube, ihr oder sie gehen auch hin, weil es eine gewisse Tradition hat, weil man da irgendwo reingewachsen ist und erwartet jetzt nicht, dass die Augsburger Panther die Saison auf Platz drei oder vier abschließen. Natürlich will man Leistung sehen, vermute ich. Aber man geht auch hin, weil man vielleicht auch Leute kennt, die links und rechts von einem stehen oder sitzen seit vielen Jahren. Und ja, also dass das auch Gründe sind, warum ich meine Dauerkarte kaufe. Nicht in Zustimmung, nein.

Das ist einfach Tradition und wenn einer mal eine Dauerkarte gehabt hat und ist mit dem Verein verbunden, dann muss er einfach dabei sein. Das ist wie so eine kleine Sucht. Und der AIV, den gibt es halt einmal oder die Panther. Und wenn du einmal dabei warst, ich habe jetzt meine beiden Töchter, die haben auch Dauerkarte, das ist die Bettina und die Caroline, die habe ich so heiß gemacht über die Jahre hinweg, dass sie jetzt auch dabei sind und sich eben auch eine Dauerkarte gegönnt haben, weil sie einfach vom ersten Mal, wo sie drin waren, einfach von dem Barzillus angesteckt worden sind. Und es gibt eigentlich keinen schönen Sport.

Wie Eishockey. Da rührt sich immer was, da ist Stimmung da und das ist auch toll, wenn die Jungs jetzt heute da sind und die sich auch für den Verein engagieren und dann schauen, dass wir eben diese Events, die vorhin angesprochen worden sind, das ist ja ein Event. Wenn du am Abend, am Freitagabend ins Stadion gehst, da freust du dich einfach drauf. Und dann gibt es halt einmal schlechtere Sachen, da kriegst du halt eine Niederlage, aber das gehört alles dazu im Leben. Niederlagen, Erfolge, Sie haben es vorhin auch angesprochen, diese Playoffs gegen München, die wir gehabt haben, sowas vergisst du einfach nicht. Und dann wirst du immer wieder dabei sein. Und das ist sehr wichtig. Das Einzige, wir haben halt, wie Sie sagen, die Plätze sind halt rar. Du hast kaum eine Möglichkeit, wenn du ein bisschen schlafen bist, dann bekommst du halt keine Karte, ganz einfach.

Aber wir sind halt der kleinere Standort. Ja, merkt man jetzt auch wieder beim Dauerkartenverkauf. Und wenn man sich so rumhört, ich habe das im Freundeskreis gemacht, ich sage es mal jetzt auf Augsburgerisch, hast du verlängert? Ja, ja, weil ich habe verlängert, ja, und hast du verlängert. Das ist tatsächlich, wie Sie es gesagt haben, Bacillus und mittlerweile hat das eine Gruppendynamik erreicht, wo das ein gewisser Automatismus ist, dass man seine Dauerkarte verlängert, weil, wie Sie auch richtig gesagt haben, wenn man da mal ins Stadion gehen will, dann wird es unter Umständen unter Umständen schwer, eine Karte zu bekommen. Es würde mich trotzdem interessieren, weil du ja das Preisthema aufgemacht hast und auch das Thema, was erwartet man denn entsprechend für eine Gegenleistung? Was kostet es denn jetzt pro Spiel eine Karte, wenn man eine Dauerkarte hat? Also rechnen Sie das irgendwann runter? Ich würde mal sagen, ob die Karte jetzt 5 oder 10 Euro mehr kostet, das ist sowas von unwichtig. Weil, wenn Sie heute da reingehen, dann haben Sie mal drei, vier Stunden Action. Gehen Sie aber anders hin. Wenn Sie drei, vier Stunden wo sind, dann ist es kein Geld an. Also eben 1200 Euro für eine Karte zahlt oder 1400 Euro. Das ist dann meiner Meinung nach eine Grenze erreicht, wo ich sagen, wenn ich ein Monatsgehalt für eine Karte ausgeben muss. Und dann nicht immer erfolgsverwünscht, weil das will ich gar nicht. Aber Leistung will ich haben. Und dann nicht drüber erwerben.

Ja, das ist eine interessante Debatte, weil ich könnte mir vorstellen, dass gerade in so einer Preisentwicklung dann irgendwann mal eine Schmerzgrenze, erreicht ist, aber wie wir in der Saison gesehen haben, ist eine Entwicklung da, wieder bei den Augsburger Pantern, ein Dank der Jungs auch, muss man sagen, wo die Larry Mitchell auch geholt hat. Aber wenn wir das Mikro schon mal im Publikum hatten, dann würde ich einfach mal fragen, hat noch jemand eine Frage an die Jungs? Ansonsten wird man einen Ausblick machen auf die nächsten Spiele bis zu unserer nächsten Folge. Also überlegt es euch noch und wir machen nochmal weiter. Nächsten Spiele, wir haben es schon ein bisschen angerissen. Wir haben drei Spiele bis zu unserer nächsten Folge. Fabrizio freut sich auf Monnheim, auf Zuhause. Dann kommt München und dann geht es nach Iserlohn. Also gleich mal zwei fette Bretter zum Auftakt. Ja, also das sind schon zwei unangenehme Gegner. Zwei von den Großen, würde ich jetzt mal so sagen. Aber ich finde, wir haben dieses Jahr gerade gegen die größeren Teams, hat man jetzt auch wieder gegen Berlin und Straubing gesehen, sehr gut performt eigentlich. Oder sind auch teilweise oder öfters in die Overtime gekommen. Also wir haben die schon sehr gut geärgert. Haben da auch wahrscheinlich mit unsere besten Spiele gezeigt teilweise.

Und deswegen, ich glaube, wir haben keine Angst davor jetzt. Mannheim, ich glaube, das erste Spiel zu Hause, zweiter Spieltag. Da wart ihr in den ersten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft. Dann kam der Fünfer von Ryan Button und hat das Spiel komplett gekippt. Dann stand es noch zwischenzeitlich 3-3. Und seitdem gab es einen Punkt, das war dieses 2-3 daheim im Penaltyschießen, wenn man nicht alles täuscht. München gab es zuletzt auch einen Punkt nach Verlängerung. Und dann geht es nach Iserlohn. Iserlohn hat man ja per se als Augsburg gute Erfahrungen gemacht. Nicht was das letzte Heimspiel betrifft, das klammern wir mal aus. Aber die ersten beiden Spiele aber in Iserlohn, Charlie Hanke dann mit dem entscheidenden Tor zum Nichtabstieg. Und trotzdem muss man sagen, wenn man in Iserlohn spielt, ist schon eine Extranummer da, weil eng, weil laut, oder? Wie empfindet ihr das da? Ja, also Iserlohn ist jetzt nicht unbedingt das schönste Stadion zum Spielen. Aber wie ist es denn für dich als Fleischfresser, sage ich jetzt mal?

Du den Bratwurschtduft direkt in der Nase hast, auf dem Eis noch, hundertprozentig, muss doch geil sein. Weiß ich jetzt nicht, also es fühlt sich jetzt auch nicht so an unbedingt an wie Erste Liga, bin ich ehrlich, das ist dann eher wie so, ich weiß nicht, die Vierte Liga irgendwo, wo du halt dann so gefühlt in der Drittelpause dir schnell eine Bratwurst holst, wenn es lustig ist. Ein neues kurzer Einschub allerdings wissen, in Iserlohn ist es so, das ist eine Halle und diese Halle gibt es da im Westen vier, fünf Mal, alles die gleiche in der Halle habe ich überall schon gespielt, in Essen-West glaube ich gibt es die und Herne, ich kenne die Halle und Iserlohn ist wie.

Vor 30, 40 Jahren nur haben sie da noch ein paar Wittbäume außen dran gebaut und natürlich haben sie, aber ich habe auch eine irre Atmosphäre, wie dicht da drin, oder? Für euch Spieler auch. Ja, auf jeden Fall die Stimmung ist Wahnsinn, was die Iserlohner Fans da machen und man muss auch sagen, das Stadion ist natürlich vom Dach her auch relativ niedrig. Das heißt, die ganze Stimmung geht auch nicht irgendwie in der Höhe verloren. Das macht auch schon nochmal ein bisschen was aus von der Stimmung. Ist definitiv unangenehm da dort zum Spielen, generell gegen Iserlohn. Das ist jetzt in unserer Sicht natürlich wie man sagt Pflichtsieg. Ich sage, das ist natürlich immer ein bisschen mehr Druck auf einem, als wenn du jetzt gegen die sagen wir mal Top 4 Gegner gehst, weil du sagst, okay, alles was du mitnimmst, ist in unserer Hinsicht, wie so ein Sandetöpfchen obendrauf. Aber wie gesagt, wir müssen uns auch nicht verstecken vor irgendjemandem.

Kannst du irgendwie hoffen, dass für Iserlohn schon rum ist? Das ist das dritte von den drei Spielen, sie haben elf Punkte auf die Playoffs. Das macht dann schon nochmal was, wenn die dann auch wirklich gar keine Chance mehr auf die Playoffs haben, oder? Ja, wenn man dann ganz weg ist, dann würde es auf jeden Fall eine Rolle spielen. Aber es ist so oder so unangenehm, dort zu spielen. Auch wenn es für Isialon um nichts mehr geht, dann haben die trotzdem Anspruch, Heimspiele zu gewinnen und den Fans da eine gute Zeit zu bereiten. Deswegen denke ich, keine Rolle spielen. Weil wir gerade über das Thema Pflichtsieg gesprochen haben. Und wenn wir euch drei schon da haben, dann würde mich trotzdem noch mal was interessieren, was mir in dieser Saison aufgefallen ist. Und das war das Spiel gegen Dresden. Auswärtsspiel. Zweiter Weihnachtsfeiertag, glaube ich, war das? Ja, wir erinnern uns alle nicht gerne dran. Alle schnaufen durch, zu Recht. Das ist auch schon spät und so. Aber was habt ihr daraus gelernt? Aus diesem Thema. Ich hatte das Gefühl, zu viel Druck auf diesem Spiel. Pflichtsieg hingefahren, Fans noch mit dabei, etc. Und es wurde Stück für Stück im Spiel krampfiger. Es wurde einfach insgesamt fester. Und was habt ihr daraus gelernt? Habt ihr was daraus gelernt?

Ja, schwierig. Ich meine erstmal natürlich war da eine Frustration da nach dem Spiel. Wie gesagt, wir wussten ja alle, wir wollen da hin und wir wollen natürlich den Abstand zu Dresden möglichst hoch halten und natürlich, dass wir auch dann den Abstand nach oben verringern. Und wie gesagt, wie du gesagt hast, da war dann einfach viel zu viel Druck selber da. Irgendwann natürlich, wenn du dann nur noch der Scheibe hinterherläufst oder auch im Rückstand bist, dann musst du auch definitiv irgendwo mal die Defensive vernachlässigen und dann geht es schnell. Die können ja auch alle Eishockey spielen. Wie gesagt, die haben auch viel Talent da drin, auch erfahrene Spieler. Das heißt, nur weil sie letzter Platz sind, können sie nicht Eishockey spielen. Deswegen ist ein Spiel zum Vergessen, definitiv. Man hat daraus gelernt, dass man sich natürlich, man will sich ja als Team nie dem Gegner anpassen, sondern eigentlich eher deinen Stempel aufdrücken, dass das gegnerische Team sich an dich anpasst. Deswegen, ja, ich glaube, da haben wir ganz gut daraus gelernt, dass wir einfach unseren Stiefel spielen müssen und von Anfang an. Und wie gesagt, man will ja immer die ersten zehn Minuten ziemlich hart spielen bzw. Ins Spiel reinkommen und da schon mal einen Stempel drauf machen. Und das haben wir da nicht geschafft.

Was mich noch interessieren würde, also speziell von euch drei, gut, wir haben jetzt diese drei Spiele, aber insgesamt sind sie acht. Das kann man wirklich sagen, Endspurt, da kann man schon das Ende der Hauptrunde sehen. Wir haben diese Frage auch Larry Mitchell gestellt, was er denn glaubt, was denn nötig sein wird, um reinzukommen. Und er hat dann gesagt, fünf von acht Spielen sollten gewonnen werden. Wird euch das auch so kommuniziert oder habt ihr euch da innerhalb der Mannschaft irgendwie so verständigt, wie viele Punkte man da wohl braucht oder sagt ihr jetzt hoffentlich nicht, was ich denke, wir denken von Spiel zu Spiel?

Das würde ja quasi auch bedeuten, dass wenn wir die ersten fünf Spiele gewonnen haben, dass wir dann die letzten drei dann ausstempeln können, quasi wenn man sich im Vorhinein schon ein Ziel setzt. Ich glaube, wenn ihr die ersten fünf gewinnt, dann seid ihr auch ziemlich sicher dabei. Aber um deine Frage zu machen, wir sprechen auf jeden Fall nicht drüber. Wir haben jetzt auch nicht irgendwie Mathematik rumgerechnet in der Kabine. Aber ich denke, dass wir verstanden haben, dass wir auch drei Punkte aufholen müssen. Auf Schwenningen sind, glaube ich, noch drei. Plus ein paar Tore. Plus ein paar Tore. Man spielt noch einmal gegen Schwenningen, wenn ich mich nicht täusche. Und Schwenningen wird nicht acht Spiele in Folge verlieren und dann ist es wahrscheinlich doch Mathematik. Und mal davon abgesehen, ist ja Nürnberg auch noch mit in der Verlosung. Mit fünf Punkten Abstand, also da ist ja auch noch ein toller Dreikampf um zwei Plätze letzten Endes werden. Weil wir es nochmal für Mannheim hatten. Familie da oder wie sieht es denn aus, wenn du da spielst? Ja, Familie ist da auf jeden Fall. Was sind die dann für Fans? Adler Mannheim oder Fabrizio Pilu Fans? Ja, Fabrizio Pilu.

In Mannheim-Trikot, oder? Teilweise noch. Ja, das Augsburger Trikot ist noch zu teuer. Nein, das ist vollkommen klar. Nee, Spaß. Diese werden auf jeden Fall da sein und die freuen sich natürlich auch auf Robo, seine, Verabschiedung, sage ich mal, ist ein Karriereende.

Ich durfte ihn ja auch kennenlernen. Dennis Reul, auch noch so ein Vorgänger von dir. Stimmt.

Und die freuen sich starr drauf und aufs Spiel, ja. Freuen wir uns drauf, auf jeden Fall. Dahinten war noch eine Frage, oder? Ja? Ich komme mal zu dir hinter, dann kriegst du das Mikro. So, bitteschön. Magst du dir kurz vorstellen? Hi, ich bin die Tami. Ich gehe jetzt eigentlich schon seit 30 Jahren ins Stadion, bin aber erst 33, auch durch meinen Papa. Ich wollte fragen, kann man das irgendwie erklären, also für mich persönlich macht das den Anschein, dass die Mannschaften, sag ich mal, von der 1 bis 6 von der Tabelle her, dass es da irgendwie immer extrem gut läuft und gegen die letzten eher schlechter, nimmt man das irgendwie leichter? Oder hat das irgendwie so mit Challenge accepted, dass man das einfach mal durchzieht und das beweisen will oder kommt es mir nur so vor?

Frage, verstanden soweit? Ich denke, dass es bei vielen Teams so ist. Also ich denke, dass wir da nicht das einzige Team sind und zumindest war das in den letzten Jahren auch etwas, was man so beobachten konnte, weil man hat einen großen Gegner vor sich und man weiß, da sind gute Jungs dabei, man spielt auswärts in großen Hallen bei den guten Teams, und man ist automatisch ein bisschen wacher, könnte man argumentieren und ich denke, das spielt auf jeden Fall eine Rolle. Gleichzeitig ist aber auch die Erwartung ein bisschen niedriger und die Erwartung ein bisschen höher, wenn man gegen Teams in seiner Preisklasse spielt und ja, dadurch führt es dann vermutlich zu einem gewissen Leistungsunterschied. Tut man sie vielleicht leichter, wenn man das Spiel nicht machen muss, wenn man reagieren kann auf den Gegner?

Ja, das könnte auch eine Rolle spielen. Aber am Ende, ja, ich meine, es ist ja jetzt auch nicht Fußball was zu spielen, also es ist ja schon auch was, wo man jetzt nicht einfach nur teilnehmen kann und dann hoffen kann, dass man da irgendwie mal zwei Torschüsse kriegt und dann 2-1 gewinnt oder so, sondern wenn man allgemein in der Liga mittlerweile, ist das Niveau schon sehr hochgekommen, dass man allgemein mitspielen muss, auch wenn man unten drin steht und auch wenn man vielleicht spielerisch oder individuell nichts nimmt. Nicht in Massen geprägt ist. Frage beantwortet.

Sonst noch Fragen? Ansonsten würde ich sagen, recht herzlichen Dank, ihr drei, fürs Vorbeikommen, für eure Teilnahme bei uns im Podcast und daran denken, wenn ihr Input habt, also nicht ihr, sondern alle da draußen, die das jetzt hören, gerne eine Mail schreiben an crosscheck-allgemeine.de, freuen uns über viele Zuschriften, über Lob, Kritik, Anregungen, vielleicht können wir mal ein Thema. Das Thema mit dem Kapitän tatsächlich.

Kam tatsächlich von außen und war eine Frage Kostczyk wird den Panther-Kapitän wählen das übernehmen wir jetzt durchaus plausibel wir diskutieren ihn aus und dann sagen wir du und gerne weiterhören, wir treffen uns wieder vor dem Köln-Spiel das Mittwoch-Spiel, bis dahin wissen wir ein bisschen mehr, wie es gegen Mannheim, München und Iserlohn gelaufen ist und ob der Augsburger Panthe immer noch mittendrin sind in der Musik und sagen danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.