Das Krankenhaus der Zukunft wird oft mit Hightech-Medizin, digitalen Patientenakten oder Robotik in Verbindung gebracht. Doch moderne Gesundheitsversorgung beginnt schon bei der Ankunft auf dem Klinikgelände. Darüber sprechen wir heute mit Matthias Merkel, dem Account Manager für Healthcare von Wemolo. Was es ganz gut trifft, ist, dass wir aus Parkplätzen intelligente Flächen schaffen, die sich selbst verwalten, die Geld verdienen und am Ende des Tages dabei Stress reduzieren. Und das ganz speziell für den Kontext des Gesundheitswesens. Im Gespräch klären wir, warum intelligentes Parkraummanagement ein Baustein des Krankenhauses der Zukunft ist, welche Trends das Mobilitätsverhalten beeinflussen und ob digitale Systeme Kosten einsparen können. Das Krankenhaus der Zukunft, der KMA-Podcast mit Dr. Tobias.

Diese Episode ist eine exklusive Kooperationsfolge mit unserem Partner Wemolo. Lieber Matthias, schön, dass du in dieser Folge mit dabei bist. Ich würde direkt gerne mit einer provokanten Frage einsteigen. Und zwar ist ja beim Thema Kliniken gerade ein etwas schwierigeres Thema im Sinne von, es gibt einen enormen Druck. Es gibt finanziell sowohl personell und strukturell Druck. Und wir sprechen heute gemeinsam über das Thema Parken. Also etwas, wo man vielleicht gar nicht als allererstes dran denken würde. Warum sprechen wir über das Thema Parken? Das ist natürlich eine sehr komplexe Frage. Erstmal hallo Tobias, schön hier zu sein. Warum sprechen wir über das Thema Parken? Lass mich dich gerne mal kurz entführen, die Perspektive ein klein wenig verändern und das mal mit einer Gegenfrage aufbauen. Was glaubst du, wie lange wir beide, du und ich, die Deutschen durchschnittlich im Jahr mit Parkplatzsuche verbringen? Hast du ein Gefühl, hast du eine Idee?

Keine Zahl, aber ich verbringe auf jeden Fall sehr viel Zeit damit zwischendurch mal. Also zwei Tage. Okay, pass auf, es ist sogar viel, viel mehr. Das heißt, durchschnittlich verbringen wir im Jahr 41 Stunden damit, einen Parkplatz zu suchen. Sprich, eine ganze Arbeitswoche verbringen Deutsche damit, irgendwo auf der Straße, neben der Straße einen Parkplatz zu finden. Das ist natürlich im Klinikkontext ein bisschen anders gelagert, aber es soll so ein bisschen einführen in das Thema, dass das Ganze grob betrachtet immer sehr gern unterschätzt wird. Das heißt, parken, irgendwie ist es eine Selbstverständlichkeit, wie atmen, das macht man ohne groß nachzudenken. Aber am Ende, wenn man sich wirklich damit intensiv beschäftigt, stellt man fest, okay, das ist tatsächlich auch ein Stück weit eine Achillisszene. Und am Ende, wenn man jetzt mal in die Krankenhauswelt eintaucht, was ist denn der erste Touchpoint vom Patienten, vom Besucher mit dem Krankenhaus? Das ist der Parkplatz. Das heißt, da fängt ja die Journey, wenn wir mal aus Kundensicht sprechen wollen, ja im Grunde an. Das heißt, ich befahre so einen Parkplatz. Was ist der erste Eindruck? Wie komme ich auf den Parkplatz drauf? Gibt es Hürden? Gibt es Barrieren, die mir das Ganze irgendwie verkomplizieren? Also das heißt, was ich damit sagen will, das ist irgendwie was, was im Hintergrund, so im Grundrauschen passiert, aber tatsächlich was, was elementar ist. Und gerade im Kontext, wie du es angesprochen hast, dass Kliniken, Gesundheitseinrichtungen ja schon gerade einen Wandel durchlaufen. Ob es durchgetrieben durch Gesundheitsreformen und Krankenhausreformen und Ähnliches ist. Es braucht halt gerade alternative Wege und Mittel.

Auch ein Stück weit Geldeinnahmen zu generieren. Und das ist Parken ist tatsächlich ein Hebel dafür. Und am Ende, wenn wir schauen, was passiert mit dem Parken denn? Er fährt auf die Fläche. Im meisten der Fälle hat er eine Schranke vor sich. Das heißt, an der Stelle geht es ganz häufig damit los, dass wenn ich zu weit weg parke von dem Ticketgeber, so nennen wir das, kennst du das glaube ich auch, da muss ich mich abschnallen, Fenster runter machen, Fenster auf machen. Das heißt, ich habe halt einfach Verzögerungen, ich habe Hemmnisse, ich habe Hindernisse, die das Ganze an der Stelle einfach wirklich schön machen. Ja, ich finde das ja genau richtig formuliert. Ich komme im Krankenhaus an, ich bin wahrscheinlich ohnehin schon gestresst. Ich will einfach nur, dass das reibungslos verläuft, will meinen Angehörigen besuchen und muss mich dann mit dem Thema Parken auseinandersetzen. Das ist doch eigentlich der Kern, auf den du auch hinausfällst. Es ist ein elementares Thema am Krankenhaus. Ich muss zwangsläufig irgendwo parken und wenn ich zum Beispiel keinen Parkplatz finde, ist das schlecht. Dann stresst mich das ja nur noch mehr. Richtig. Den Gedanken kannst du ja auch weiterdrehen, wenn wir die Tür mal aufmachen und auch an Mitarbeiter denken. Das heißt, dieses Parkerlebnis betrifft ja nicht nur Besucher und Patienten, sondern es betrifft ja auch Mitarbeiter, weil in den allermeisten Fällen erfährt so eine Parkfläche eine klassische Mischnutzung. Das heißt, die Fläche wird genutzt von den Patienten, Besuchern, aber auch von den Mitarbeitern. Und wenn die natürlich gestresst zum Dienst kommen oder einfach verspätet zum Dienst kommen, weil es irgendwelche Hindernisse gab, die nicht einkalkulierbar waren, dann ist zum Tag einfach schon mal mit 10 Prozent weniger Motivation gestartet, ganz klar.

Am Ende, was passiert aktuell? Wir haben natürlich auch durch diese Krankenhausreform viele Überlegungen, die passieren. Das heißt, Standortschließungen stehen im Raum, Übernahmen sind irgendwo im Hintergrund, werden diskutiert. Und am Ende spezialisieren sich viele Kliniken und das bringt auch zwangsläufig einen erhöhten Parkdruck mit sich, indem ich dann einfach, ich glaube, die Zahl existiert auch irgendwo im Raum, dass irgendwie 500 Klinikschließungen bundesweit im Raum stehen. Und das heißt, das zwangsläufig verlagert sich dann Besuchverkehr auf die anderen Flächen, die im Umkreis sind.

Und das bringt nach sich einfach, dass der Parkplatz noch voller ist, als er vielleicht so schon ist. Nachvollziehbar. Also ihr seid ja Experten für dieses ganze Thema Parken. Vielleicht kannst du uns nochmal in Anführungszeichen Normalsituationen beschreiben, wie in vielen Krankenhäusern heutzutage noch geparkt wird. Also wie läuft das da denn eigentlich aktuell? Vielleicht auch so ein bisschen mit Blick auf, was ist daran eigentlich suboptimal? Gute Frage. Tatsächlich kreativ. Gibt es mehr so drei, vier Szenarien, die man vorfinden kann auf einem Klinikum. Ich nenne es mal in Anführungszeichen aus Bewirtschaftungssicht. Das Schlimmste, was sein kann, dass du einen Parkplatz hast und den nicht monetarisierst. Das heißt, aus Patientensicht ist es eine sehr, sehr schöne Sache. Du kannst kostenlos parken, du kannst so lange parken, wie du möchtest. Aus Klinikssicht ist es natürlich einfach eine Einnahme, die du versäumt hast, mit aufzuheben. Das ist dieses eine Szenario, sprich keine Bewirtschaftung, keine Einnahmen.

Freiparken für alle. Das zweite Szenario ist, dass du durchaus Technik hast. Das können klassisch wie im Straßenbereich sein Parkscheinautomaten. Du gehst zum Automaten, ziehst dir ein Ticket, musst aber allerdings vorher überlegen, okay, wie viel Zeit brauche ich denn? Wenn ich jetzt meine Oma, mein Opa besuche, reicht eine Stunde, muss ich zwei Stunden bezahlen? Jetzt bezahle ich vielleicht für zwei Stunden, bin aber nach einer Stunde fertig. Das heißt, ich bezahle einfach dann zu viel, was ich gar nicht müsste. Und am Ende des Tages sind diese Parkchain-Automaten, ich sage mal so ein bisschen Kasse des Vertrauens. Das heißt, wenn keiner kontrolliert, kann ich heute Glück haben, wenn ich kein Ticket kaufe. Und am Ende muss man abwägen, okay, wie hoch ist die Chance, erwischt zu werden, zu der Quote, wo ich vielleicht kostenfrei parke. Das heißt, auch da aus Einnahmensicht für die Klinik eher suboptimal, weil es lückenhaft ist. Und das dritte Szenario ist relativ klassisch und mit am weitesten verbreitet, das Thema Schranke. Das heißt, ich fahre auf eine Fläche drauf, wie schon eingehend erklärt. Dann gibt es den ersten Touchpoint mit dem Ticketgeber, dem versuche ich, das Ticket rauszutehen. Dann ist die Schranke auf, fahre auf den Parkplatz. Im Grunde, das ist das bestmögliche Szenario, was mich erwarten kann. Im schlimmsten Fall klemmt der Ticketgeber, ich komme nicht nah genug ran, der Einfahrtswinkel ist ungünstig, die Schranke klemmt. Diese Szenarien bringen auch zwangsläufig einfach ein paar Hürden mit sich, die im Betrieb dann schon eine Herausforderung sein können für das Team aus der Technik und anderen Personen. Jetzt hast du ja konkret das Thema Zahlen auch benannt. Kannst du denn für ein Klinikum eine durchschnittliche Zahl nennen, was da verloren geht pro Jahr, wenn man seine Parkplätze nicht monetarisiert? Ich meine, da habt ihr ja bestimmt auch Erkenntnisse drüber.

Es ist schwierig, du hast kurz die Denkpause gemerkt, weil es natürlich von vielen Variablen abhängt. Das hängt zum einen davon ab, wie groß ist mein Parkplatz, was habe ich vielleicht für alternative Parkmöglichkeiten im Umfeld, je nachdem, wo so eine Klinik angesiedelt ist, im städtischen Bereich oder vielleicht irgendwo auf dem Land. Dann ist natürlich die Frage, wie viele Parkvorgänge habe ich am Tag? Ist da mit fünf Autos zu rechnen oder mit 500? Und dann natürlich immer die theoretische Frage, okay, was für eine Parkgebühr ist denn im Hintergrund, die zählt? Also man kann natürlich, das ist einfache Mathematik, man kann sagen, okay, wenn am Tag 300 Leute für zwei Stunden parken und die Stunde kostet einen Euro, da bin ich bei zwei Euro, im Schnitt sind 600 Euro am Tag mal 30 Tage, bist du bei 18.000 Euro mal 12 Monate. Das heißt, die Mathematik ist relativ schnell und die Erkenntnis ist immer dann sehr groß, wenn man versucht, dieses einfache Rechnen dann auch bildlich für den jeweiligen Ansprechpartner darzustellen, wo man feststellt, oh hey, das ist echt viel Geld, was wir da liegen lassen. Oder im Umkehrschluss, wenn man eine Schranke hat und sagt, wir haben schon Einnahmen, durch diese Ausfälle, die es dann durchaus auch gibt im Regelbetrieb, das sind im Schnitt 10 bis 15 Prozent, die wir verlieren, einfach weil die Schranke offen ist und damit Happy Hour für alle Patienten und Besucher, was das Parken angeht. Ja, also aus Klinik-Sicht einfach auch ein finanzielles Thema, definitiv. Kann ich sehr gut nachvollziehen. Aus Patientensicht natürlich eingangs beschrieben, man freut sich mit Sicherheit auch, wenn man mal irgendwo kostenlos parken kann.

Aber man weiß ja auch um die Situation der Kliniken und das kann sich dann wahrscheinlich vorstellen, warum die Kliniken sowas dann auch tun. Ja, und am Ende zahlt ja so eine Einnahme ja auch in das Qualitätsversprechen ein, was so eine Klinik gibt an die Patienten, wenn sie da sind. Und am Ende, korrigieren wir, ich habe bisher keine Klinik kennengelernt, die sagt, du Mensch, der LKW mit Geld schickt dir mal weiter, weil wir haben genug. Das ist gerade überall irgendwo ein Thema. Und wenn ich einfach Möglichkeiten habe, auch Einnahmequellen schaffe oder ausbaue, die dann am Ende des Tages auch den Patienten zugutekommen, ist es ja eine Win-Win-Situation.

Das wäre der Idealfall, das stimmt. Du hattest ja eingangs schon von Trends gesprochen, bezogen auf das Gesundheitswesen, aber auch mit einem Bezug zum Thema Parken. Ihr beobachtet das ja sehr genau, was aktuell auch passiert im Gesundheitswesen und seid da mit Wemolo ja auch stark unterwegs mittlerweile. Was nehmt ihr denn wahr? Was passiert im Bereich Parken aktuell und was machen die Krankenhäuser eurer Wahrnehmung nach? Gute Frage. Was wir so für uns identifiziert haben, sind vier Themenschwerpunkte. Das ist zum einen Ambulantisierung. Das heißt, der Trend zu ambulanten Terminen nimmt stetig zu und ist auch immer jedes Jahr am Wachsen. Es gibt eine Studie aus dem Deutschen Ärzteblatt und das ist natürlich auch interessant, weil man das auch in diesem Bereich mit reinziehen kann, dass allein im ersten Halbjahr 2024 1,3 Millionen Videosprechstunden durchgeführt wurden. Das ist ein Plus von 24 Prozent. Also ja, jetzt kann man sagen, das ist nicht vor Ort, das ist nicht relevant.

Aber das zahlt halt auch in das Thema Trends ein, wo ich sage, die Leute aufgrund der Technik Gott sei Dank müssen nicht immer präsent sein, um eine Diagnose zu erfahren oder um ein Rezept zu bekommen oder ähnliches. Das ist der eine Punkt. Kurze Rückfrage zu dem Ambulantisierungsthema. Das finde ich ganz spannend, weil Ambulantisierung würde ja dann auch das Verhalten der Patientinnen und Patienten verändern. Ich bleibe dann nicht mehr mehrere Tage, sondern ich komme und ich gehe wahrscheinlich am gleichen Tag. Ändert ja auch die Parkplatzsituation wahrscheinlich. Ja, definitiv. Und das ist ja dann im Prinzip der nächste Domino-Stein, der fällt. Das heißt, wenn ich dann an diese Versorgungszentren denke, die vielleicht in der Entstehung vor 15 Jahren gebaut und konzipiert worden sind, die sind natürlich auf solche Trends nur bedingt vorbereitet. Das heißt, je mehr so eine Fläche frequentiert wird, umso höher ist der Parkdruck. Das heißt, umso mehr sind die Leute gefordert, vielleicht kreative Lösungen zu finden, wie ich einen Stellplatz bekomme. Und was wir auch über die Daten sehen können, über alle Flächen, über alle Gesundheitseinrichtungen, die wir haben, dass wir ganz klare Stoßzeiten haben. Wir sehen, zwischen 10 und 12 ist auf den allermeisten Flächen das meiste los. Das heißt, das bedeutet für mich eigentlich auch in der Terminvergabe für die Patienten zu versuchen, selbst für Entlastung zu sorgen. Das heißt, vielleicht kriege ich Termine abseits dieser Peak-Zeiten gelegt oder schon so proaktiv in der Kommunikation zu sein, zu sagen, pass auf, lieber Patient.

Schön, dass du dann da bist und da sein wirst, aber bedenke zwischen den Ortzeiten, ist hier der Parkplatz voll, berücksichtige das bitte bei deiner Anreise, weil am Ende was passiert. Ich komme vielleicht fünf Minuten vor der Angst, weil ich denke, das hat ja bisher immer funktioniert. Ich stelle fest, der Parkplatz ist voll, muss jetzt versuchen, irgendwo eine Ausweichmöglichkeit zu finden und schon bin ich fünf bis zehn Minuten zu spät zum Termin. Am Ende des Tages sind diese fünf Minuten, wenn das am Tag zehnmal passiert, habe ich schon mal eine Stunde grob gerechnet, die weg ist, nur weil die Leute zu spät sind, ohne dass sie das Böse gemeint haben. Und am Ende wissen wir alle, was das Schlimmste im Kliniken ist oder in Praxis die Wartezeit, dass du einfach dann nicht drankommst, wo du geglaubt hast, dran zu kommen. Was ich damit sagen will, dass sowas natürlich auch hilft in der Vorbereitung, in der Kommunikation, dass man die Leute stückweit sensibilisiert und sagt, pass auf, berücksichtige das bitte bei deiner Anreise, sei lieber zehn Minuten eher da, als diese fünf Minuten zu spät.

Macht total Sinn. Du warst noch beim Thema Trends mittendrin, da habe ich dich einmal abgelehnt. Hast du noch weitere Trends, die ihr beobachtet? Ja, natürlich. Gut, dass du mich wieder eingeholt hast. Ein großer Trend, wir haben es gerade schon im ersten Teil so ein klein wenig angeteasert, ist der Thema wirtschaftlicher Druck.

Das heißt, Kliniken werden ein Stück weit, ob es durch Reformen ist oder durch andere äußere Einflüsse, gezwungen zu handeln. Das ist ein Thema. Das heißt, wir brauchen Nebenerlöse, um auch Ressourcen aufrechtzuerhalten oder Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten. Wir haben das Thema Personalmangel. Auch das geht im Gesundheitswesen nicht spurlos vorbei. Wie in jeder anderen Branche in Deutschland ist das natürlich eins der Achilles-Szenen. Es gibt neue Arbeitszeitmodelle, die natürlich versuchen wollen, das Thema klein wenig aufzufedern. Und im Großen und Ganzen das ganze Transformationsfeld Digitalisierung, wo du ja am Ende des Tages alles reinpacken kannst. Da kannst du dieses Thema digitale Sprechstunde reinpacken, da kannst du interne Prozesse reinpacken, KI-Diagnostik. Also ich glaube, du kennst das Feld besser als ich. Da passt ja 101 Sachen rein, die man da reinstecken kann. Und all das sind so Themen, die gerade Kliniken umtreiben. Und als du mich gefragt hast, was Kliniken schon machen, ist zumindest die Erkenntnis, und das finde ich extrem positiv, dass eigentlich jeder schon was macht. Der eine ein bisschen mehr als der andere, aber dass zumindest jeder in dem Zug sitzt und realisiert hat, dass was zu tun ist. Und wir natürlich versuchen wollen, mit unserer Lösung, digitalen Lösung, das so einen Beitrag zu leisten, um in das eine oder andere Kernfeld mit einzuzahlen, um auch da so eine Klinik zukunftssicher zu machen. Ich finde das total spannend. Also du hast ja jetzt ganz viele Themen angesprochen, sei es die Digitalisierung, sei es veränderte Arbeitszeitmodelle. Das stimmt, das sind alles Themen, mit denen ich mich intensiv beschäftige.

Gleichzeitig habe ich nie darüber nachgedacht, bin ich ganz ehrlich, wie sich das auf Mobilitätsverhalten oder generell das Thema Mobilität auswirkt. Da bist du viel mehr Experte als ich. Also kannst du uns da nochmal mitnehmen, was passiert da eigentlich durch diese Änderungen im Mobilitätsverhalten an einer Klinik? Ja, das ist natürlich sehr, sehr vielschichtig und tatsächlich ein großes Feld, weil am Ende natürlich jede Mobilität am Ende des Tages auch sehr individuell ist. Das heißt, um dir ein Beispiel aus meinem Leben zu geben, wie ich ins Büro, auf Arbeit komme. Das heißt, ich nutze zum einen frühest mein Auto, was mich zum Bahnhof bringt, nehme dann die Bahn und nehme für das restliche Stück die S-Bahn. Das heißt, ich habe schon mal allein drei verschiedene Touchpoints.

Die mich irgendwie auf Arbeit bringen. Und am Ende des Tages passiert ja auch genau das im Klinikum, dass Leute verschiedenste Verkehrsmittel nutzen. Ob es klassisch ist der Pkw, ob es das Fahrrad ist, ob es Fahrgemeinschaften sind, Carsharing. Also am Ende des Tages sollte man versuchen, all diese individuellen Anreisethemen auch irgendwo zu berücksichtigen, was so ein Nutzen so einer Fläche auch mit sich bringt. Und auch am Ende des Tages, das kennst du auch, in vielen Kliniken zahlen die Mitarbeiter für ihren Parkplatz, den sie irgendwo auf der Fläche haben. Aber am Ende ist es in den meisten Fällen eine fixe monatliche Gebühr, die aber nicht berücksichtigt. Komme ich heute mit dem Fahrrad? Bin ich krank? Bin ich im Urlaub? Das heißt, diese 20, 30, 40, 50 Euro zahle ich immer, egal welches Verkehrsmittel ich wähle. Und auch da gibt es mittlerweile digitale Tariflösungen, die natürlich da deutlich mehr für Verschlankung sorgen und auch so eine Fläche entlasten können. Du hast jetzt eigentlich schon fast den perfekten Übergang geschaffen. Wir wollen ja gleich noch über eure Lösungen sprechen.

Du hast schon einige Beispiele dafür genannt, wo diese klassischen, diese traditionellen Parkraumkonzepte an ihre Grenzen stoßen. Also gerade sowas wie individuelles Verhalten der Anreise. Komme ich jetzt heute mit dem Fahrrad, komme ich heute mit dem Auto, mit der Bahn, wie auch immer. Hast du noch mehr Beispiele, also wo dieses Traditionelle eigentlich gar nicht mehr in die Zeit passt? Da habe ich sogar ganz viel. Ich versuche dir jetzt mal die Highlights zu geben. Das heißt.

Ich glaube, was man relativ plakativ sagen kann, dass die Großzeit der Flächen noch analog ist. Das heißt, was weine ich mit analog? Ich habe im Grunde keine Idee und keine Vorstellung, was auf dieser Fläche los ist. Ich weiß nicht, wann die Leute da sind, wie lange sie da sind, wo sie vielleicht herkommen, zu welchen Zeiten sie parken. Das heißt, dieses ganze Thema der Digitalisierung so einer Parkfläche, das ist ja bisher in den allerwenigsten Fällen geschehen. Und das.

Denkt natürlich auch einfach dann Ideen und Konsequenzen mit sich, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Wie mache ich denn Entscheidungen fest? Auf was oder an was? Auf Beobachtungen von gestern, von vorgestern? Okay, jetzt frage ich dich, wie ist dein Parkplatz? Ja, der ist immer voll. Okay, was bedeutet immer voll in Zahlen? Ist das jetzt eine temporäre Beobachtung, weil gerade die Grippewelle ist oder ist das tatsächlich immer voll? Was ich damit sagen will, dass die Schwachstellen bei den bisherigen Systemen einfach in der Analogie liegen. Das heißt, wenig Digitalisierung. Wir haben einen hohen Anteil an Hardware in Form von Einfahrtsbarrieren, was Schranken sind. Diese sind anfällig. Ich glaube, jeder hat sofort ein Bild von einer Schranke im Kopf, die nicht funktioniert, die irgendwo angefahren ist, die irgendwie ein bisschen auf halb acht hängt. Und das sind ja genau diese Themen, die auch in diesem Klinik-Kosmos stattfinden. Das heißt, die Technik, die technische Leitung, die Kollegen und Kolleginnen aus den Abteilungen sind ja im Grunde die Vielzahl ihrer Zeit damit beschäftigt, solche Themen zu fixen. Dann wird das Ticket nicht gelesen, dann sind noch die Tickets mit Magnetstreifen, dann habe ich das zu nah am Telefon, dann hat es das aus irgendeinem mysteriösen Grund entwertet. Also das kann man ja bis ins Unendliche drehen, was es für vermeintliche Schwachstellen gibt. Und am Ende habe ich noch gar nicht darüber gesprochen, was es vielleicht auch für Nutzergruppen gibt, die ich ja irgendwie in diese analoge Welt einbringen muss. Ich kann dir ein Beispiel nennen, es gibt eine Klinik in Süddeutschland, da sind wir jetzt dabei, das umzustellen. Die hatten wir allein vier auf vier Seiten voll mit unterschiedlichen Nutzergruppen und wie wir diese behandeln müssen geschickt. Vier auf vier Seiten. Was zum Beispiel? Also jetzt klar Patientinnen und Angehörige und Personal? Genau, das heißt Personal.

Es sind Patienten. Es sind Patienten aus verschiedenen Stationen, die verschiedene Rapportierungen erfahren sollen, die verschiedene Vergünstigungen erfahren sollen, die als Beispiel die Person mit Gehbeeinträchtigungen, die darf drei Stunden frei parken, aber in der vierten Stunde kostet das dann die Hälfte vom normalen Tarif. Das sind ja alles Sachen, wenn ich starre assiste. Das klingt nach Deutschland. Ja, willkommen in Deutschland, ganz genau. Und wenn ich das halt versuche, mit einem starren, analogen Tarifmodell darzustellen, da komme ich da echt schnell an meine Grenzen. Und am Ende darf man nie vergessen, es muss ja irgendwie gepflegt werden, diese Information. Und wie passiert das? Da hat man irgendwo Excel-Tabellen, da hat man irgendwelche Kartei, Daten, Informationen.

Und wehe dem, die Person, die das irgendwie mühsam über Jahrzehnte aufgebaut hat, ist nicht mehr da, ist krank. Dann ist da ein heilloses Chaos. Und was ich damit sagen will, dass die Schwachstellen halt sehr, sehr vielseitig sind, aber am Ende des Tages gedeckt werden durch keine Digitalisierung, hohe Komplexität auf solchen Flächen und am Ende halt extrem personallastig sind, ressourcenfressend sind. Ich finde das total spannend. Und ich meine, wenn man über das Thema Digitalisierung in Kliniken und auch moderne Kliniken nachdenkt, kommt man ja zwangsläufig dazu, dass man alle Arten von Prozessen digital theoretisch besser machen kann. Und dazu gehört natürlich logischerweise auch das Thema Parken. Man hat Daten, man kann sie auswerten, so wie du es eben gesagt hast. Man hat einfach viel effizientere Prozesse, wenn man das richtig angeht. Das finde ich klingt einfach logisch. Und dementsprechend lasst uns mal über eure Lösungen sprechen, weil am Ende habt ihr ja genau das durchdacht und versucht, das möglich zu machen oder macht das möglich, besser gesagt, mit Wemolo. Nimm uns doch mal mit. Was macht ihr da genau?

Also kannst du mal so in einem oder zwei Sätzen sagen, was ihr da genau tut? Sehr gerne. Natürlich ist es immer schwer, so ein großes, komplexes Thema auf einen Satz runter zu dampfen. Aber ich glaube, was es ganz gut trifft, ist, dass wir aus Parkplätzen intelligente Flächen schaffen, die sich selbst verwalten, die Geld verdienen und am Ende des Tages dabei Stress reduzieren. Und das ganz speziell für den Kontext des Gesundheitswesens. Um das mal so ganz grob als Headline zu definieren. Was machen wir? Wir digitalisieren die Parkraumbewirtschaftung ohne Schranken, mit Kennzeichenerkennung und am Ende des Tages mit intelligenter Tarifsteuerung. Für wen machen wir das? In unserem Fall ganz speziell für Krankenhäuser, Versorgungszentren, Pflegeeinrichtungen. Überall da, wo komplexe Nutzergruppen auf begrenztem Parkraum treffen. Und was bringt das? Im Durchschnitt bis zu 80 Prozent weniger Kosten. Ich habe neue Einnahmen, ich habe vielleicht höhere Einnahmen als zuvor und am Ende des Tages viel, viel weniger Personalaufwand. Und wenn man mal den Bogen aufmacht, auch eine deutlich bessere Patientenerfahrung, weil ich einen Parkplatz habe, der einfach Spaß macht zu geparken. Okay. Und kannst du das mal aus verschiedenen Perspektiven nochmal erklären, wie es genau funktioniert? Also ich fahre mit meinem Auto auf die Parkfläche, mein Kennzeichen wird registriert, dann gibt es irgendwo wahrscheinlich ein System im Hintergrund, was das erfasst. Jetzt einmal aus Sicht der Klinik, was passiert da genau und aber auch aus Sicht derjenigen, die dort drauf fahren, die müssen ja irgendwie auch ihr Ticket bezahlen.

Erklär mal, wie funktioniert das? Sehr gerne. Also was passiert? Im Grunde die Einfahrtsprozedur verändert sich nicht. Das heißt, ich fahre auf die Fläche, wo bisher Schranken waren. Es sind jetzt Kameras, die quasi ein Kennzeichen allein durch den Einfahrtsmoment erfassen. Das heißt, dadurch habe ich den ersten Zeitstempel, den ich brauche, um entsprechend der Tarifstruktur diesen Tarif einmal zu starten. Ich stelle mein Auto ab, ich gehe zur Behandlung, ich mache meinen Patientenbesuch. Und es kommt hier schon der erste Unterschied im Vergleich zu manchen anderen, dass ich jetzt nicht im Vorfeld festlegen muss, okay, wie lange brauche ich? Brauche ich zwei Stunden, drei Stunden, reicht eine Stunde, sondern ich stelle mein Auto ab, mache das, was ich im Krankenhaus machen möchte und muss, komme anschließend wieder zurück, habe den Kassenautomaten als einen Anlaufpunkt. Das ist ganz speziell im Gesundheitswesen wichtig, weil wir doch eher von einem Klientel ausgehen, was von der demografischen Struktur dann doch eher älter ist. Das heißt, zu sagen, wir machen das komplett digital, wäre technisch unkritisch und möglich, aber würde einfach einen gewissen Personenkreis auf der Strecke lassen. Das ist überhaupt nicht zielführend in dem Bereich. Das heißt, ich gehe zum Automaten.

Gebe mein Kennzeichen ein, das Kennzeichen wird gefunden, das sagt mir auch die aktuelle Uhrzeit und quasi dieser zweite Zeitstimme beim Bezahlmoment ist quasi der Endzeitpunkt vom Parken und die Zeit, die dazwischen entstanden ist, das ist quasi die Gebühr, die zu bezahlen ist und dann fahre ich raus und das Thema ist erledigt. Okay. Und jetzt vielleicht noch, es gibt ja noch einen Unterschied, wenn ich das richtig verstanden habe, zu den Angestellten in einem Krankenhaus, die ja beispielsweise auch einen Parkplatz nicht reservieren können. Und du hast ja vorhin gesagt, wenn man dann nicht vor Ort ist, wird auch nichts berechnet. Kannst du dieses Modell nochmal genauer erklären? Gerne. Also wie gesagt, das eine waren jetzt die Patienten und Besucher. Ich glaube, der Fall ist relativ einfach zu erklären. Bei den Mitarbeitern wird es jetzt natürlich ein klein wenig komplexer, weil das immer eine gewisse Voraussetzung braucht, wie werden aktuell die Mitarbeiter gehandhabt. Wenn wir jetzt mal von den Szenarien ausgehen, die üblich sind, sprich Mitarbeiter dürfen kostenfrei parken und würden einfach diese Kennzeichen parkberechtigen. Und somit weiß das System, wenn der Herr Matthias mit seinem Auto einfährt, ist das ein Mitarbeiter, den erfasse ich für die Statistik. Das ist wichtig, um Auslastungsdaten zu bekommen. Aber systemseitig muss ich mit dem nichts weitermachen. Das ist quasi Szenario 1. Szenario 2 ist zu sagen, übrigens wenn ich Szenario 1 behalte, habe ich als Klinik nach wie vor die volle Verwaltungspflicht und den vollen Verwaltungsaufwand. Das heißt, ich habe quasi nur den Status quo digitalisiert. Option 2 ist quasi zu sagen, wir nehmen den Status so, wie er ist und lassen die Mitarbeiter sich selbst verwalten. Sprich, ich als Mitarbeiter kann mir einen Account anlegen und entsprechend der hinterlegten Tarifgebühr zahle ich dann im Monat meine 20, meine 30 Euro. Das wäre quasi auch hier die Option zu sagen, es gibt eine Pauschale.

Der Mitarbeiter verwaltet sich selbst, gibt seine Kennzeichen ein, pflegt diese entsprechend der Fahrzeugmenge, die im Haushalt vorhanden ist, gebe ich diese Kennzeichen ein und somit weiß das System, okay, passt, der Herr Merkel wird am Ende des Tages berechnet oder am Monatsende, ich muss auch mit dem nichts weiter tun. Ist hier schon mal der Unterschied, dass wir die Klinikverwaltung auch auf der Abrechnungsseite entlasten können. Das heißt, wir müssen nicht mehr irgendwelche Lohnausgleichszahlungen oder ähnliche Lohnverrechnungsmethoden anwenden, sondern die Bezahlung erfolgt automatisch mit dem Zahlmittel, was ich hinterlegt habe, ähnlich wie bei Netflix oder Spotify. Und die dritte Variante, und das ist momentan da, wo wir das größte Feedback im Positiven bekommen, weil es wirklich ein Game Changer ist in Form von Fairness und Dealer.

Gleichberechtigung und Gerechtheitsgefühl an der Stelle ist zu sagen, lasst uns diesen Pay-by-Use-Ansatz wählen. Sprich, wir nehmen diese monatliche Gebühr, brechen die so weit runter, dass wir einen Stunden-Tarif bekommen. Das heißt, wenn ich heute mit dem Auto einfahre, parke für acht Stunden, zahle ich dann entsprechend der Stundengebühr auch nur die Zeit, die ich verparkt habe. Weil morgen das Wetter schön ist, nehme ich das Fahrrad, muss ich für morgen nichts bezahlen. Das heißt, du siehst, es geht in die Richtung, wir können das deutlich fairer gestalten als mit einem fixen Betrag, der keine Berücksichtigung nimmt auf Urlaub, Krankheit oder sonstige Themen.

Homeoffice. Natürlich vielleicht beim Pflegepersonal schwierig, aber die Verwaltung macht ja doch den anderen Tag dann Homeoffice. Ja, finde ich nachvollziehbar. Was aber jetzt noch auf der Hand liegt, wenn wir schon über das Bezahlen sprechen, wie verdient ihr denn eigentlich Geld dabei? Ist das so ein Share oder ist das eine Servicegebühr? Wie funktioniert das aus Klinikssicht, wenn ich mir das jetzt installieren will? Gute Frage und auch hier natürlich wieder schwer, dir eine einfache und pauschale Antwort zu geben, weil natürlich viele, viele Variabler eine Rolle spielen. Es ist natürlich zum einen die Frage, wie viel Hardware brauchen wir? In welchem Umfang brauchen wir Hardware? Jetzt kann man sagen, okay, das geht hier um Kameras und Kassenautomaten. Das wäre quasi so dieses Rumpf-Setup, was wir immer brauchen. Aber ich kann das ja theoretisch viel, viel weiter drehen, das Rad, indem ich sage, okay, was ist mit Bildschirm, was ist mit Kommunikation, aktive Kommunikation auf der Fläche mit den Parkenden? Das heißt, ich kann zum Beispiel Bildschirme installieren, die mir beim Verlassen der Fläche sagen, ob mein Parkvorgang als Patient oder Besucher erledigt, offen ist oder schon bezahlt ist. Das heißt, an der Stelle kann ich auch ganz proaktiv eingreifen als Klinik und sagen, du pass auf, bevor du jetzt nach Hause fährst, denk dran, noch bitte zu bezahlen.

Also das ist auch ein Thema, wie viel Hardware ich auf so eine Fläche bringe. Dann am Ende, wie so oft, das kennst du auch aus dem echten Leben, natürlich ist die Frage der Vertragslaufzeit, weil wir ja immer auch Bewirtschaftungsverträge eingehen, gemeinsam mit den Partnern und entsprechend der Laufzeit, ist halt dann so eine Gebühr unterschiedlich. Das kann über eine Einnahmenbeteiligung laufen, das kann aber auch über eine überschaubar große monatliche Gebühr laufen. Also da gibt es zumindest kaum Denkgrenzen an der Stelle. Das heißt, ihr habt einfach verschiedene Modelle, die man gemeinsam mit euch besprechen und verhandeln kann? Ganz genau.

Am Ende ist jedes Klinikum, ist jeder Parkplatz individuell. Nur das, was bei dir jetzt gut funktioniert, muss jetzt nicht zwangsläufig bei der anderen Klinik genauso gut funktionieren, weil jede Voraussetzung anders sind. Okay, verstanden. Macht total Sinn. Wir haben schon ziemlich gut rausgearbeitet, was jetzt so der Unterschied wäre zu einem Schrankensystem. Da müssen wir jetzt nicht nochmal tiefer drauf eingehen, Weil es auf der Hand liegt, dass es das Thema Digitalisierung ist. Mich würde nochmal interessieren, wie ihr auf das spezielle Bedürfnis von Kliniken eingeht. Also ihr macht das ja nicht nur im Klinikbereich, sondern auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Was ist bei Kliniken anders? Worauf muss man da achten? Was ist speziell jetzt, wenn ihr mit Kliniken zusammenarbeitet? Ich glaube, was ich vorwegstellen kann, was alle Parkplätze, egal wo in Deutschland, Europa sie sind, gemein haben, ist, dass Parken immer emotional ist. Ich glaube, das hast du auch schon erlebt, das habe ich auch schon erlebt. Das Thema Parken kann durchaus hoch emotional werden. Was ich immer sage im Kontext von Gesundheitswesen. Wenn ich keinen finde, dann werde ich emotional. Zum Beispiel. Also es fängt ja schon an, ob ich keinen finde oder ob ich einen bekomme. Dann ist das schlecht geparkt. Die Leute stehen zu weit auseinander. Also es gibt ja 101 Gründe, warum ich gerade bei der Parkplatz suche oder beim Einparken irgendwie in Stress geraten kann. Prinzipiell gilt es zu sagen.

Wenn ich ins Krankenhaus fahre oder im Krankenhaus bin, bin ich ja nicht dort, weil ich Samstag Nachmittag nichts Besseres zu tun habe. Das heißt, es geht immer darum, dass ich entweder Angehörige besuche, dass ich vielleicht selbst ein Thema habe und am Ende wollen wir den Krankenhausaufenthalt und vor allen Dingen dieses Parkerlebnis so angenehm wie möglich machen. Dazu gehört natürlich auch, dass wir Parkenden auch relativ klar vermitteln, was passiert hier gerade. Sprich, hier wird ein Kennzeichen erfasst. Das ist übrigens auch alles DSGVO-konform. Das ist alles in Ordnung. Du musst dir keine Sorgen machen. Wir erfassen nur das Kennzeichen. Wir wissen nicht, ist dein Auto grün, gelb oder rot, sondern es geht uns rein um das Kennzeichen, was wir für Abrechnungszwecke brauchen, was die Tarifgebühr angeht. Wir arbeiten ganz speziell im Klinikbereich gerne auch mit gelben Karten. Was sind gelbe Karten? Das Thema haben wir noch gar nicht angesprochen. Was natürlich passiert ist, wenn ich es versäume, das Parkentgelt auf der Fläche zu bezahlen, passiert im ersten Moment nichts. Das ist positiv. Im zweiten Moment weiß ich, dass ab dem Zeitpunkt, wo ich die Fläche verlasse.

24 Stunden Zeit ab, das Parkticket noch zu bezahlen. Das kann ich bequem von zu Hause vom Sofa aus machen. Ich kann auch nochmal zur Fläche zurückfahren. Also ich habe verschiedene Möglichkeiten, diesen offenen Parkvorgang von zu Hause aus noch zu beenden. Am Ende des Tages sollte diese Frist verstreichen, passiert natürlich eins anhand des Kennzeichens, können wir die Halterdaten abfragen. Wir würden dann den Matthias einen Brief schreiben und sagen, Mensch du, schön, dass du da warst, aber übrigens hast vergessen zu bezahlen. Es ist ja noch irgendwie 3,50 Euro offen für die Klinik plus eine Vertragsstrafe. Was wir an der Stelle machen, dass wir konsequent auch im Gesundheitswesen Vertragsstrafen wählen, die dem Kontext angemessen sind. Das heißt, marktüblich sind durchaus andere Summen, aber gerade im Gesundheitswesen wollen wir versuchen, dass das System eher dazu beiträgt, dass das Erlebnis ein schönes wird und bleibt, als dass im Nachhinein noch eine Socke mehr in den Rucksack reinkommt. Deswegen, Vertragsstrafen sind Teil der Wahrheit. Das kann man nicht verleugnen, weil am Ende ist es eine Dienstleistung, die das Klinikum den Patienten, den Besucher anbietet. und am Ende ist diese Dienstleistung mit einer Gebühr verhaftet oder behaftet und die gilt es einfach zu bezahlen. Das ist im Grunde, die Vertragsstelle ist nichts anderes wie das Knöcheln, was ich auf der Straße bekomme. Und was wir an der Stelle machen, natürlich zu sagen, pass auf, wir wissen, wenn du da bist vor Ort, dann ist mit Sicherheit der Kopf woanders als vielleicht bei dem Parkvorgang gerade. Deswegen gelbe Karte, wir sagen der erste...

Der Verstoß ist noch nicht so schlimm. Das kostet ein bisschen weniger, als es sonst kosten würde. Aber denkt bitte beim zweiten Mal dran zu bezahlen. Das heißt, auch hier wollen wir eher sehr kulant sein und sagen, kann passieren. Über was reden wir da jetzt? 5 Euro oder 10 Euro oder 100 Euro? Tatsächlich ein bisschen mehr. Wir sind, ich sage mal, marktüblich sind 45 Euro. Um dir mal einmal die Hausnummer zu nennen, das sind durchaus marktübliche Preise. Am Ende ist auch eine Vertragsstrafe immer sehr individuell mit der Fläche verknüpft. Das heißt, es gibt durchaus Varianzen, die 25 bis 45 Euro zulassen. Immer sehr, sehr individuell auch der Vorprägung so einer Fläche geschuldet. Das kann man gar nicht pauschalisieren. Am Ende ist das Ziel immer, die bestmögliche Lösung für die Klinik zu finden, in Einklang mit den Parkenden und dem gesonderten Umfeld. Und natürlich hast du immer die Möglichkeit, als Klinik einzugreifen. Das heißt, diese Vertragsstrafen, die können immer noch einkassiert werden. Das heißt, wenn man feststellt, das entwickelt sich gerade in eine falsche Richtung, habe ich immer noch die Chance, als Klinik quasi in das System einzugreifen und eine Vertragsstrafe zu stornieren. Also was ich damit sagen will, das System an sich lässt vieles zu. Wir als Unternehmen sind so eingestellt, dass wir eher kulant als restriktiv sind. Das heißt, lieber stornieren wir ein und haben dafür einen glücklicheren Kunden, als wenn wir beharren auf diesen 25 Euro als Beispiel.

Okay, nachvollziehbar. Lass uns nochmal zum ganz konkreten Projektablauf springen. Wenn man sich jetzt dafür entscheiden würde, du hast ja vorher erklärt, ihr habt verschiedene, nennen wir es mal Module, wie man das alles konzipieren kann. Es kann sehr individuell auf die Klinik auch zugeschnitten werden, was jetzt für eine Hardware geliefert wird, so habe ich das verstanden. Ich habe mich jetzt dafür entschieden, für ein Konzept, was wir gemeinsam entwickelt haben als Klinikgeschäftsführer und möchte, dass es jetzt losgeht. Wie funktioniert das denn? Was passiert dann? Welche Maßnahmen muss ich noch investieren? Erklär mal. Also prinzipiell haben wir den ersten Schritt schon übersprungen. Das heißt, wir haben in der Analyse den Standort uns einmal angeschaut. Wir haben besprochen, was die Herausforderungen sind, was vielleicht auch die Sorgen und Themen sind, die es zu berücksichtigen gilt. Wenn der Punkt gedanklich einmal abgehakt ist, ist es immer wichtig und das zahlt auch in das Thema ein, was wir gerade eben besprochen haben.

Kulanz, Kommunikation etc., dass wir natürlich mit allen Parteien, die es im Klinikum gibt, auch gesprochen haben. Und da denke ich jetzt ganz bewusst an das Thema Betriebsrat, Personalrat. Je nachdem, in welchem Umfang ich so ein System implementiere, sind die Mitarbeiter ja unmittelbar betroffen. Und sobald es um Mitarbeiter geht, geht es immer Betriebsrat, Personalrat. Das heißt, hier ist es wichtig, auch alle Personen und handelnden Personen an den Tisch zu bekommen, dass jeder quasi den gleichen Kenntnisstand hat und weiß, okay, was passiert, ab wann. Ganz konkret, was ist zu tun? Es ist im Grunde echt überschaubar, weil wir wenig Aufwand brauchen oder wenig Aufwand verursachen. Wir brauchen natürlich immer essentielles Strom, weil ansonsten lässt sich so eine Kamera nicht wirklich funktional aufstellen. Wir brauchen Strom für den Kassenautomaten. Wir brauchen gegebenenfalls Masten, wo wir die Kameras hinhängen können oder den Bildschirm. Das Ziel ist immer, an der Stelle so kostengünstig wie möglich fürs Klinikum zu arbeiten und einfach versuchen, Infrastruktur, die schon da ist, einfach zu nutzen. Das heißt, wir wollen keine weiteren Baustellen aufmachen, die es vielleicht gar nicht unbedingt braucht an der Stelle. Wir brauchen keinen Zugang zu IT. Das macht viele immer glücklich, wenn ich sage, das könnt ihr als erledigt schon ansehen, weil irgendwo ein Netzwerk aufmachen für fremde Software, für fremde Hardware, das macht immer großes Bauchkrummeln, gerade bei der IT.

Das heißt, das System ist autark, es braucht keine große Hardware von Serverräumen oder ähnliches, es ist alles cloudbasiert. Am Ende des Tages ist essentiell Strom und das war es schon. Und dann natürlich im Vorfeld wird besprochen, wo brauchen wir den Strom, wo kommen die Kameras hin, wo kommt der Automat hin, wo kommt die Beschilderin. Also das ist natürlich alles ein ganz, ganz enger Dialog und Schulterschluss mit unserem Customer Success Team und dem Ansprechpart auf Kundenseite an der Stelle. Okay, also klingt, als würde es einem möglichst einfach gemacht werden, auf verschiedenen Ebenen.

Danke dir erstmal für die Einordnung. Dann lass uns doch nochmal zum Thema Kundenerfahrungen springen. Also im Sinne von, ihr habt ja jetzt schon an verschiedenen Standorten in Deutschland, in Kliniken, diese Systeme installiert. Also im Einsatz. Erklär mal, was finden die Kunden besonders hilfreich an der Systematik? Ich glaube, wichtig ist, und das wird sich leider die Schallplatte wiederholen, aber es ist wie so oft, Kommunikation. Am Ende, du merkst, es dreht sich viel über Kommunikation. Es ist wichtig, dass wir auch während der Konzeptionierungsphase, auch während der Installationsphase versuchen, jedes mögliche Szenario zu berücksichtigen. Was könnten Szenarien sein? Zum Beispiel barrierefreie Zugänge an Kassenautomaten.

Völlig banal, das kann aber ein Thema sein, woran man vielleicht nur bedingt denkt. Klar, ein Kassenautomat, der kommt da hinten links an die Wand, aber hat der dann auch die barrierefreie Zugangsmöglichkeit für Leute, die da eingeschränkt sind? Das heißt, an der Stelle muss man sehr, sehr großflächig denken, man muss vieles berücksichtigen, man muss natürlich auch mit den richtigen Personen intern gesprochen haben, Thema Mitarbeiter, Personalrat hatte ich schon erwähnt. Am Ende des Tages, wenn all das gemacht ist und die Vorarbeit gut war und man quasi keine Überraschungen mehr offen lässt und wir auch in der Kommunikation auf der Fläche gut sind, gerade in der Anfangsphase ist es wichtig, die Leute bildlich an die Hand zu nehmen, einmal kurz durchzuführen, hey, was passiert jetzt hier eigentlich, was muss ich tun, muss ich irgendwas beachten? Das machen wir übrigens in ganz, ganz vielen Fällen, gerade in der Anfangszeit auch mit Personal fort. Sprich, wir stellen Leute an die Seite der Klinik und sagen, pass auf, das ist unsere Baustelle. Wir kümmern uns darum, dass der erste Eindruck gerade zu Beginn ein sehr, sehr guter ist. Und wenn all diese Dinge gemacht worden sind, dann ist der Anlauf und das Feedback extrem gut. Weil die Leute sagen, es ist ein reibungsloser Umsatz gewesen.

Ich habe tolles Feedback von meinen Patienten. Die Kommunikation mit euch ist toll. Also entsprechend, es gibt dann wenig Kritikpunkte. Ich meine, klar, die Welt ist nicht perfekt. Wir sind auch nicht frei von Fehlern da, wo Menschen sind, können und werden Fehler gemacht. Aber am Ende ist halt immer auch hier das Zauberwort Kommunikation. Und wenn wir das machen im Vorfeld, dann ist das was, wo das Feedback durch die Bank weg positiv ist. Das finde ich gut. Also ihr seht euch ja auch im Grunde so ein bisschen als Begleiter, Berater, Inspirator vielleicht auch schon, wie man sowas überhaupt umsetzen sollte, weil ihr einfach auch mehr Erfahrung habt, was das Thema angeht, Digitalisierung im Parkraummanagement und da natürlich auch Impulse setzen könnt. Finde ich gut. Ja, definitiv, weil am Ende, man hat natürlich immer als Klinik seinen eigenen Standort, seinen eigenen kleinen Kosmos, was auch völlig in Ordnung ist. Aber es ist ja nie verkehrt, so Best-Practice-Beispiele, wie machen das vielleicht andere? Weil am Ende nur, weil ich meine, das ist ja so, wie ich mache, genau richtig, muss es ja vielleicht auch oder kann es ja da draußen auch vielleicht eine andere, eine bessere Lösung geben. Und deswegen sehen und verstehen wir uns immer so ein bisschen mehr als Sparings-Partner auch in so einer Konzeptionierungsphase. Da ist ganz viel, die dann sagen, okay, interessant, aber lass uns das mal verschieben, das machen wir ein bisschen später. Aber ich habe schon mal eine gute Idee, was machbar ist. Also an der Stelle geht es auch immer darum, so ein bisschen auch dieses Beratende zu sein und der beratende Part zu sein und einfach die Möglichkeiten aufzuzeigen. Habt ihr denn eine spezielle Klinik, einen Best-Programm? Das Beispiel, was ihr nennen könnt oder dürft, wo man sagen würde, da, so ist es eigentlich ideal?

Ich würde jetzt gar nicht so extrem dieses Name-Droping betreiben, weil am Ende, du weißt, dann nennst du einen, hast den anderen vergessen, dann ist der dir sauer. Also es sind tatsächlich die üblichen, die man da so kennt, die es da draußen gibt. Da sind sehr, sehr große dabei. Da sind natürlich auch sehr kleine, individuelle Flächen dabei.

Und am Ende, ich sage immer, da, wo es einen Parkplatz gibt und da, wo es vielleicht eine gewisse Not gibt und Herausforderung gibt, funktioniert unser System. Also an der Stelle würde ich gar keine großen Einschränkungen machen. Okay, dann sind wir ja auch schon sehr fortgeschritten in der Folge. Lass uns doch nochmal zum Abschluss vielleicht drei Aspekte benennen zum Thema Parkraummanagement, die dir besonders wichtig sind. Du weißt ja, hier hören viele Klinikentscheiderinnen und Entscheider zu. Wenn du denen drei Tipps, drei Aspekte mitgeben müsstest und dürftest gerade, was wäre das? Sehr gerne. Ich versuche das mal irgendwie auf den Punkt zu bekommen. Es wird sich gleich viel über Mobilität drehen. Das kann ich schon mal verwecknen. Das heißt, Mobilität ist für uns Teil der Customer Journey, würde man das jetzt auch im Marketing sprechen nennen. Das heißt, was ich ganz zu Beginn gesagt habe, der erste und letzte Eindruck eines Aufenthalts im Klinikum ist immer der Parkplatz. Das heißt, habe ich da reibungslose Abläufe, habe ich da einen angenehmen Aufenthalt ohne Stress mit Tickets oder ähnlichen, prägt das so eine gesamte Aufenthaltserfahrung. Und am Ende weißt du selbst, jeder hat zehn gute Freunde. Wenn ich eine schlechte Erfahrung mache, dann werde ich das mindestens neun erzählen und das darf man nicht unterschätzen. Dann ist das Thema Mobilität ein Kostenfaktor und gleichzeitig aber auch ein Umsatzpotenzial. Das heißt, wenn ich ein gutes Partnersmanagement hinbekomme, kann ich ganz gezielt Betriebskosten reduzieren und gleichzeitig, das ist der Charme dabei, Erlösungsquellen schaffen. Das ist eine super spannende Thematik. Und Mobilität ist Strategie und nicht nur Logistik.

Sprich, wer diese Klinikmobilität schafft, gezielt zu steuern, optimiert nicht nur Prozesse, sondern schafft einen wirklichen spürbaren Mehrwert für Patienten, Mitarbeiter. und am Ende des Tages für die gesamte Einrichtung. Klasse. Schöne Zusammenfassung, Matthias. Hat mir sehr gut gefallen. Danke dir, dass du Teil dieser Folge warst und ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht. Vielen Dank, Tobias. Schön, da gewesen zu sein.

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