Seit 2003 treibt Call of Duty sein Unwesen, hat uns über den Globus getehrt in die exotischen Locations. Es ging in diverse Epochen und Weltkriege und jetzt geht es dieses Jahr im Jahr 2026 mit Modern Warfare 4 weiter. Am 23. Oktober kommt das Spiel raus für alle Leute da draußen und wir wollen darüber reden. Und deswegen darf ich jetzt gleich zwei Gäste bei mir begrüßen. Hier zu meiner Linken auf der Couch, der liebe Fabian, schön, dass du da bist. Das bin ich, danke für die Einladung. Ich freue mich sehr. Du wirst heute unser Multiplayer-Experte sein. Wir haben gerade sehr viel schon Multiplayer gespielt, aber wir wollen natürlich auch über die Singleplayer-Kampagne reden. Und deswegen darf ich jetzt meinen Kollegen von MeinMMO, den Darius, begrüßen. Darius, hörst du uns? Guten Tag, ja, ich höre euch bestens. Fantastisch. Ich freu mich sehr, dass wir hier in dieser illustren Runde zusammengekommen sind, dass wir jetzt ein wenig über das Spiel reden werden. Ich möchte gleich mal mit der Singleplayer-Kampagne anfangen. Wir werden das heute so ein bisschen vermischen, die ganzen Sachen. Jetzt muss man dazu sagen, das letzte Call of Duty kam nicht ganz so gut an. Das hat man auch bei den Verkäufen gemerkt. Das hat gegen diverse andere Spiele, abgestunken. Battlefield war da besser, ein Arc Raiders war da auch sehr, sehr gut aufgestellt. Aber eben die Singleplayer-Kampagne ist etwas, worauf wieder sehr viel Wert gelegt wird. Lieber Darius, du hast sie jetzt bereits spielen können. Wie viel hast du denn davon gespielt? Und fühlt sich das nach einem klassischen Call of Duty an oder wird da wieder versucht, neue Wege zu gehen? Ich bin erst mal komplett durch mit der Kampagne. Okay, sauber. Und ich würde sagen, dass es vor allem mehr in die Richtung der klassischen Modern Warfare-Teile geht. Also nicht Call of Duty im Gesamten, sondern schon an die OG-MW-Teile angelehnt. Also im Endeffekt... Weniger jetzt an die neueren Teile. Also genau das, was man eigentlich erwartet und will, oder? Ja, schon. Also so die gewisse Skrupellosigkeit, Schockfaktor in gewissen Szenen, sag ich jetzt mal, da wird wieder ein bisschen stärker drauf gesetzt. Okay, genau über diese Schockmomente will ich gleich noch mit dir sprechen. Aber jetzt kommt eine Frage an euch beide. Modern Warfare 4 verspricht wieder ein bodenständigeres, authentisches Multiplayer-Erlebnis unter anderem, aber auch Singleplayer. Es wird immer sehr gern Boots on the Ground gesagt. Aber das ist ja etwas, was man ja schon in den letzten Jahren oft gehört hat bei Call of Duty. Macht's dieses Mal wirklich etwas anders? Ist es Boots on the Ground oder ist es auch wieder nur so eine Marketing-Aussage, dass man zurück zu den Wurzeln geht, was aber gar nicht so stimmt vielleicht? Also das letzte Mal hat mich dieses Boden ständig ja bei Battlefield 6 getroffen, wo es hieß, ey, wir machen keine Quatsch-Skins wie Call of Duty, sondern bei uns alles grounded. Und davon hat sich Battlefield 6 mittlerweile verabschiedet. Aber ganz so schlimm wie bei Call of Duty zuletzt war es da nicht, was aber jetzt nicht heißt, dass jetzt die Call of Duty nicht in der Richtung wieder weitergehen wird. Denn ich gehe mal davon aus, die haben jetzt natürlich dann auch irgendwelche Zahlen dazu, okay, funktioniert das? Und wenn es funktioniert hat, dann gehen sie diesen Weg natürlich auch weiter. Oder meinst du jetzt nur die Kampagne? Ich mein alles, auch beim Multiplayer. Wie gesagt, es gab ja das Omnimovement beim Multiplayer-Modus. Und einige fanden's toll, andere fanden's wiederum nicht toll. Jetzt ist man vom Omnimovement weggegangen. Es ist wieder so ein bisschen eher traditioneller. Und es wird halt, wie gesagt, sehr oft gesagt, Boots on the Ground, was den Multiplayer angeht, aber gefühlt eben auch bodenständiger beim Singleplayer. Und wie gesagt, das hat man halt schon so oft gehört. Und ich frag mich halt, wie viel Boots on the Ground kann man denn noch gehen eigentlich? Ja, also mein Eindruck war eher von der Kampagne, ich bin ja kein Kampagnen-Spieler. Wer mich kennt, weiß, ich spiel so Kampagnen höchstens mal, um zu wissen, wo sind die Knöpfe. Und dann möchte ich Multiplayer spielen. Aber was ich bislang so am Rande gesehen hab, hab ich immer gedacht, das ist vorrangig echt blutig. Also das hatte ich nicht so auf dem Schirm, dass das wirklich so ins Gesicht schlagen, einer liegt am Boden und dann ist es nicht nur noch Matsch und auch, aber im Multiplayer diese Finisher mit ich. Leere mein ganzes Magazin noch in dich rein und dann gibt's ja diese, glaube ich, dritte Mission in der Kampagne, die auch wieder so umstritten sein wird, weil es da, weil da Zivilisten ermordet werden, der Spieler in seiner, Figur als der Held eben da Kriegsverbrechen quasi begehen muss. Man schlüpft in die Rolle eines nordkoreanischen Soldaten, muss man sagen. Ja, aber das erinnert mich dann eben vom Konzept an No Russian aus. Absolut, ja. Wo man sagt, okay, wir erzeugen hier vielleicht künstlich einen Skandal, um auch mal wieder ins Gespräch zu kommen mit unserem Spiel. Und das find ich ja immer so ein bisschen mittel. Ja, Dariush, wie siehst du das? Erzeugt man da künstlich einen Skandal, weil man weiß, das ist etwas, was von Call of Duty erwartet wird? Oder ist das alles auch durchaus sinnig erklärbar innerhalb der Story, dass man sich denkt, so im Nachhinein, wenn man's gespielt hat, Ja, das war hart, aber es passt zu dem ganzen Erzählstrang. Also gerade die Szene, die ihr angesprochen habt, passt eigentlich relativ gut rein, weil man sie nicht mit dem Helden ausführt. Man spielt die Mission nicht mit Park, man spielt sie nicht mit Price oder sowas, sondern man schlüpft da ganz kurz halt in die Rolle eines nordkoreanischen Soldaten, der dazu auch gegebenenfalls gezwungen wird, seine Aufgabe auszuführen. Und in dem Fall nimmt es halt so in der Narrative den Zweck ein, zu zeigen, wie skrupellos die Gegenseite sein kann. Genau. Also es ist nicht rein zum Schocken da. Wahrscheinlich spielt das auch eine Rolle, aber es nimmt halt auch diese Erzählperspektive ein, um die Gegenseite böse darstellen zu lassen, skrupellos darstellen zu lassen und so. Also ich hab diese dritte Mission gestern bei meinem Kollegen Marco gesehen, als er sie gespielt hat. Und ich empfand die echt als starken Tobak oder harter Tobak, muss ich sagen. Ich musste da ganz schön schlucken, wo ich mir auch dachte so, boah, ich weiß nicht, ich verstehe, was sie damit machen wollen. Sie wollen dir zeigen, dass das das Böse ist und bla. Und selbst, es geht dann um eine Szene, wo man eben gegen Zivilisten vorgeht. Du kannst sie als Soldat auch verweigern, wirst dann aber auch entsprechend. Zur Rechenschaft gezogen als dieser Soldat der nordkoreanischen Armee, wenn du den Befehl verweigerst. Geht denn die Mission dann, oder geht das Spiel dann auch weiter? Ich hab's leider nicht weitergesehen, wie's dann weitergeht. Muss ich ganz ehrlich sagen, ich hab nur den Anfang dieser dritten Mission gesehen. Wollen wir nicht spoilern? Nein, nein, nein, spoilern wollen wir nicht. Für mich schon. Ich hab dir schon wahrscheinlich zu viel verraten für einige. Aber wie hast du dich denn dabei gefühlt, als du das gespielt hast? Hast du dich da unwohl gefühlt? Fandest du das in Ordnung? War das für dich auch, wo du vielleicht gedacht hast, das ist ein bisschen zu weit einfach? Ich verstehe die Diskussion dahinter, woher es kommt, dass es zu weit geht. Aber für mich hat es halt so ein bisschen genau diesen Modern Warfare-Flair halt wieder eingefangen. Also, ich habe mich da jetzt nicht per se unwohl bei gefühlt, weil ich irgendwie ein bisschen erwartet habe, dass sowas in einer Modern Warfare-Kampagne passiert. Ihr habt selber vorhin von No Russian gesprochen. Also, ich fand es jetzt nicht so schlimm wie No Russian, vom Feeling her. Okay, okay. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, ich glaub, grad diese Mission wird schon für Aufsehen sorgen. Und ich glaub definitiv, dass das etwas, was besprochen werden wird in nächster Zeit, wenn das Spiel dann rauskommt. Und wenn man Berichte darüber lesen wird. Mich würde mal interessieren, eine andere Sache, die Sie gesagt haben, lieber Darius, ist, dass Sie sehr wieder versuchen wollen, zu großen Kriegsschauplätzen zurückzukehren. Aber gleichzeitig auch wieder was Verdecktes zu machen. Und dafür gibt's eben Private Park und Captain Price. Und ich fand zum Beispiel beim ersten Modern Warfare, ich weiß jetzt leider nicht mehr, wie die Mission hieß, aber wo man sich durchs Gras schleicht, wo man dann Stealth-Kills machen muss, das ist eine der Missionen, die mir am meisten in Erinnerung geblieben ist. Hat man hier auch wieder so eine gute Mixtur? Weil ich find, eine Zeit lang war Call of Duty einfach nur zu sehr krass Bang, Boom, Bang und Explosionen und weniger abwechslungsreiche, subtile Momente. Gibt es hier in dieser Kampagne auch wieder ruhigere Momente, wo man sich denkt, so geil, das ist jetzt wiederum was anderes, als nur jetzt crasht schon wieder ein Helikopter neben mir, während links eine andere Explosion passiert? In gewisser Weise, ja. Also es ist ein bisschen schwierig zu beantworten, weil sich die Frage in zwei Teile gliedert. Du hast dieses Facettenreiche, also es gibt auch wieder Stealth-Momente, wo man ein bisschen schleichen muss. Es gibt aber auch Grabenkriege, Häuserkampf, Fahrzeuge, die neben einem her fahren, teilweise auch selber man kurz steuern muss oder sowas. Also es ist wirklich viel involviert oder mit inbegriffen. Aber es gibt nicht wirklich so diesen klassisch ruhigen Moment, finde ich. Also selbst in den Stealth-Momenten macht dir das Spiel mit dem Sound-Design und sowas deutlich, hier ist gerade Stress. Also es kann auch immer wieder dann halt eskalieren. Und ja, also man hat schon diesen Action-Flair, sag ich jetzt mal, und nicht unbedingt den Moment, wo du jetzt Pause machen kannst. Also ich selber hab beim Spielen meistens so zwei, drei Missionen am Stück gemacht, und dann irgendwie eine halbe Stunde Pause, was gegessen, wie auch immer. Weil es dann halt auch schon wirklich viel Action ist und viel Sound, der dir einfach auf die Ohren tönt. Aber bist du der Meinung, das Spiel hätte profitiert davon, wenn man vielleicht auch so ein bisschen mehr Abwechslung reingebracht hätte bei der Stimmung und nicht immer so auf Krach-Boom gegangen wäre? Nee, ich glaube nicht. Ich finde das Pacing tatsächlich so ziemlich gelungen, weil es halt eins nach dem anderen kommt. Also eine actionreiche Sequenz nach der anderen und es geht so weiter. Und du hast dann halt die Abwechslung eher durch die Settingwechsel, durch die Wechsel von der Art der Mission her und so. Und ich glaube, wenn man da jetzt künstlich das Tempo rausgenommen hätte, um zu entspannen, hätte es der Narrative eher geschadet. Also es gibt da halt dann gegen Ende irgendwann mal auch so eine offene Mission, die weniger linear ist. Die war beispielsweise für mich der Schwachpunkt der ganzen Kampagne. Das ist was Interessantes, was du sagst, weil sowas hat ja Call of Duty schon immer wieder mal probiert, dass man eben auch offenere Level hat, die nicht ganz so stringent linear sind, wo man einem Pfad folgt. Und das kam bei vielen Call of Duty-Fans nicht mehr an. Das gibt's jetzt in dem Sinne nur noch bei einer Mission? Ja, die hat sich auch ein bisschen in die Länge gezogen. Die ist so gegliedert. Man muss da in einer quasi Open World verschiedene Aufgaben erfüllen. Hat da selber so die Wahl, wie man vorgeht. Und ja, die ist offen. Ansonsten ist die Kampagne komplett linear. Okay, okay. Das ist auf jeden Fall interessant zu wissen. Lieber Fabian, wir wollen noch mal kurz auf den Multiplayer-Modus natürlich auch eingehen. Eine Sache, die immer wieder betont wird, ist das Movement. Das Movement ist ein bisschen bodenständiger geworden. Auch beim Gunfire hat sich einiges getan. Es wird gesagt, es gibt kein Hip-Blume mehr. Das war ja früher so, dass wenn du aus der Hüfte und nicht über Kimme und Korn geschossen hast, dass dann manchmal so Random Shots daneben gingen. Jetzt wird das genau berechnet aus dem Lauf der Waffe. Sind das Sachen, die man wirklich merkt? Ist dir da irgendwas aufgefallen, wo du das Gefühl hattest? Ja, das spürt man. es fühlt sich präziser und berechenbarer an, nachvollziehbarer für mich als Spieler. Ich sag mal, ja, man merkt es, ich merk's nicht. Also, ich bin da mal ganz frech. Aber ich weiß, ich unterhalte mich ja oft mit, Streamern, YouTubern in dem Bereich, ähm, da gibt es ja Glaubenskriege, was Bloom angeht. Und wo sollen die Kugeln hin? Und wo kommen sie her? Und all das. Und die werden das Thema total feiern. Und auf dem Papier klingt das ja auch total logisch, dass ein Spiel das so berechnet, dass die Kugeln halt vorne aus dem Lauf rauskommen und man nicht sagen, okay, wir machen die jetzt, künstlich ungenau, damit es sich irgendwie realistischer anfühlt. Also zum Thema realistisch muss ich eh sagen, ich bin ja auch Reserveoffizier, ich hab schon viele Waffen geschossen. Es ist nicht so leicht, Dinge zu treffen mit einem Gewehr. Und insofern find ich diese Blumenmechanik gar nicht so doof. Weil man oft genug zielt und denkt, ja, jetzt treffe ich. Und dann triffst du nicht, weil du halt dann doch irgendwo verkantet hast oder weil Schießen halt wirklich ein relativ schweres Handwerk ist. Und ich fand das bislang immer mit so einer Blumen-Random-Ungenauigkeit ganz gut abgedeckt. Aber ich verstehe das natürlich, wenn man das Ganze auf einem E-Sports-Level spielt und richtig schwitzig, competitive, dann ist es natürlich wahnsinnig unbefriedigend, wenn du sagst, nee, ich war in dem Moment wirklich genau drauf und das Spiel hat gesagt, nee, bist du nicht. Und insofern ist das wirklich, glaube ich, für die Leute, die das auf einem höheren Niveau als ich spielen, ist das ein Riesenthema und super, dass es so ist, wie es jetzt ist. Darius, was sagst du? Gunplay ist extrem wichtig. Call of Duty, finde ich, hat sich immer sehr gut angefühlt, auch im Singleplayer-Modus. Gab immer mal wieder aber auch den Vorwurf, dass es so ein bisschen Tontaubenschießen ist, weil die KI der Gegner uns so sehr zu wünschen übrig lässt. Manchmal kommen Gegner unendlich nach, wenn man nicht bestimmte Punkte über der Map überschreitet. Ganz lustig übrigens, wenn ich da mal kurz reingrätschen darf, denn ich hab ja vor 15 oder wieviel Jahren bei der GameStar diverse Call of Duties getestet, dass das immer noch ein Ding ist. Das ist ja die Frage, das frag ich mich. Ich weiß nicht, ist dir da irgendwas in die Richtung aufgefallen, dass es sowas gibt? Wie agiert die KI grundsätzlich und wie fühlt sich das Gunplay für dich an? Also erstmal zur KI, die ist komplett auf Schienen. Es gibt keine sonderliche Intelligenz dabei. Also was ich beispielsweise hatte in einer Mission, da läufst du halt gepanzerten Fahrzeugen quasi hinterher, die die Deckung geben. Und ich war schneller als der NPC, mit dem ich laufen sollte. Bin dann quasi aus Versehen an seine Position gegangen und er hat mich dann aus der Deckung herausgeschoben, weil er da halt hin wollte. Ja, was war es denn auch? Darius, was fällt dir ein? Generell ist die KI dann halt auch so ein bisschen am Bodyblocken und, man hat jetzt keine Mechaniken oder intelligentes Vorgehen oder sowas in der Art, wie es beispielsweise ein Ready or Not oder sowas hat, dass man da irgendwie Anweisungen geben kann den NPCs. Welches Ziel sie jetzt abknallen, wie sie sich bewegen, was auch immer. Sie folgt strikt dem Plan und notfalls schiebt sie sich halt zur Seite. Das gilt, glaube ich, auch für die Gegner. Also die kommen einfach am festen Spawns, machen ihr Ding und du bist einfach nur da, um die Turntaube abzuknallen, um bei dem Ausdruck zu bleiben. Also in dem Sinne Business as usual, oder? Ja. Ich möchte vielleicht an der Stelle kurz noch sagen, was ich sehr unusual fand, ist, dass Modern Warfare 4 halt jetzt nicht irgendwie sagt, wir nehmen ein Fantasieland irgendwo im Nahen Osten oder irgendeinen asiatischen Zwergstaat mit irgendeinem Tyrannen. Nee, wir sagen Nordkorea. Und die Nordkoreaner sind die Bösen. Und dann kommen wahrscheinlich irgendwann auch noch die Russen dazu. Gut, Nordkorea wird für Activision kein Markt sein, den man sich da verschrecken kann. Russland vielleicht schon eher. Aber mein Gefühl war, dass in den letzten Jahren insbesondere Hollywood sich immer eher gescheut hat, wirklich klare Feinde zu benennen. Denken wir an Top Gun, Maverick. Jeder weiß, dass es der Iran ist und dass es russische Flugzeuge sind. Aber nein, sie sprechen immer verklausuliert von Klasse 5-Jägern und diesem Land da. Und insofern fand ich das bei den ersten Trailern schon ganz ungewöhnlich. Also ich dachte, nö, das ist jetzt Nordkorea. Nordkorea ist böse, auch in unserem Spiel. und die machen schlimme Kriegsverbrechen in Mission 3. Also, ich weiß nicht, wie gesagt, aus den ganzen Singleplayer-Shootern bin ich so ein bisschen raus. Aber da hatte ich das Gefühl, das ist aber ... Ich will jetzt nicht sagen, die trauen sich was. Aber so was ist mir immer lieber, als das Böse irgendwas ist, mit dem Bösen irgendwas. Ich weiß, was du meinst. Mir ist das auch aufgefallen. Ich hab mir auch gedacht, so krass, das ist doch eigentlich sehr ungewöhnlich, weil sonst ist es irgendwie, Kasturgistan, gegen den man irgendwie kämpft und sonst irgendwas. Was dann irgendwie dieses Land repräsentieren soll, aber halt doch nicht ganz genau ist. Und hier hat man ein ganz klares realpolitisches Feindbild gewählt, wo ich mir auch denke, das finde ich ... Ich weiß nicht, wie ich das finde, muss ich ganz ehrlich sagen. Weil es sind ja dann doch irgendwie ... Es ist ein anderer Anführer von dem Land. Das ist dann doch nicht so echt. Wie hast du das aufgefasst, lieber Darius? Ja, ich finde es ein bisschen befremdend quasi in dem Sinne, dass man halt komplett fiktive Anführer für das Land wählt und sowas. Also in dem Sinne hat es außer dem Namen kaum noch Nordkorea Bezug, weil es ist jetzt auch, also man besucht auch kein Setting, wo ich jetzt stehe und sage, ach, das ist Nordkorea, das erkenne ich wieder. Das gibt es in der Form nicht, also zumindest hatte ich das nicht beim Spielen, und wenn man es nicht so genau benennen würde, könnte es halt wieder ein fiktiver Start sein, es ist halt einfach nur genau benannt. Da hätten sie halt auch gerade durchziehen können, so, ne? Also, ja, komisch. Aber ja. Auch die Gegenfrage ist dann, warum hat man es dann bei anderen Teilen vielleicht nicht so gemacht? So, da hat man dann den fiktiven Start genommen, da hätte es genauso so gut dann den Real-Namen nehmen können. Oder halt jetzt wieder den fiktiven Namen. Ich persönlich finde, es gibt so ein bisschen mehr diesen authentischen Flair, worüber wir vorhin gesprochen haben. Dadurch, dass man die Namen halt von den Ländern wirklich kennt. Aber viel mehr ist es halt auch nicht. Jetzt möchte ich aber noch mal auf die Frage des Gunplays zurückkommen. Wir haben ja über die KI vorhin gesprochen. Und ich meinte auch noch, ich wollte von dir noch wissen, lieber Darisch, wie findest du denn das Gunplay? Weil das ist ja, finde ich, etwas, das sich bei Call of Duty durchaus immer ausgezeichnet hat. Es hat sich immer gut angefühlt, mit der Waffe hier virtuell rumzuballern. Ist das nach wie vor so? Empfindest du das als cool? Empfindest du die ganzen Fights, die man hat, ja auch sehr cool? Gerade in Mission 2 geht man ja so John Wick-mäßig in den Club, was ja auch ein bisschen anders ist, mit sehr viel Nahkampf. Wie fandest du das umgesetzt? Also erstmal zum Gunplay. Ich finde das generell, ist es ein Call-of-Duty-Gunplay. Es fühlt sich gut an, es funktioniert, aber es ist halt Call-of-Duty. Es ist wenig herausfordernd, es ist sehr einsteigerfreundlich. Es ist jetzt keine Milsim oder sowas, wo wir sehr hart mit dem Rückstoß kämpfen, wo wir auf Tapfire umstellen müssen, um vernünftig auf größere Distanz zu feuern. Es ist wirklich einfach sehr simpel gehalten. Was ich aber cool finde, ist das, was Fabian vorhin auch schon angesprochen hat. Dieser Waffenblum mit dem aus der Hüfte schießen, spielt in der Kampagne halt eine größere Rolle. Ach so. Weil man da mit dem Nachtsichtgerät halt arbeitet. Und Fabian kennt das vielleicht von Grey's on Warfare. Wenn du ein Nachtsichtgerät aufhast, kannst du nicht durch ein Visier gucken. Dann winkelt er die Waffe so schräg an, sodass du quasi mit dem Laser zielst, der auf der Seite ist. Und das funktioniert dann halt sehr gut, weil du halt sehr präzise mit dem Laser schießen kannst. Die Kugel fliegt dann halt genau dahin, wo du halt hinzielst, wo der Laser hinzeigt, wo die Mitte deines Fadenkreuzes ist, weil da der Laser hinzeigt. Und das hat sich dann in die Kampagne gut eingefügt. Das wäre halt mit so einem typischen Hip-Fire-Bloom, was es dann ja ist, wenn du die Waffe drehst. Du zielst ja dann nicht mehr durch ein Visier. Da wäre es nicht so möglich gewesen. Und für Multiplayer finde ich das halt irgendwie schwierig umsetzbar. Keine Ahnung, wie man das dann hinterher macht. Aber ich könnte es mir beispielsweise wiederum in DMZ sehr interessant vorstellen, wenn man dann so Night Ops hat und dann irgendwie mit einem Nachtsichtgerät irgendwo eindringt und dann halt auch diesen PvE-Teil hat innerhalb von dem DMZ-Modus. Da könnte man es wiederum irgendwie aufgreifen und sowas. Und dann finde ich das cool gelöst. Dann ist es etwas, was das Spiel neu macht im Vergleich zu den Vorgängern und dann halt auch wirklich eine Weiterentwicklung ist. Ähm, lass uns mal so ein bisschen über die Story reden. Das ist ja auch ein interessanter Aspekt, ne? Man hat ja schon wirklich abgefahrene Geschichten im ganzen Call-of-Duty-Universum erlebt, mit Black Ops ja auch, mit Advanced Warfare und ging in die Zukunft, es gab Halluzinationen. Gerade die letzte Story kam ja nicht so gut an. Und das ist jetzt natürlich eine Fortsetzung von Modern Warfare 3, an dem Punkt, wo Captain Price nicht mehr Captain Price ist, sondern John Price, der im Untergrund kämpft. Ist die Story gut genug? Ist sie spannend genug? Oder ist es auch wieder eher so ein Ding, wo man einfach eine Rahmenhandlung hat, um möglichst viele Schauplätze auf dem Globus zu besuchen und dort krasse Gefechte zu haben? Also, einmal vorweg gesagt, es ist jetzt natürlich nicht die tiefgründigste Story überhaupt. Es ist halt immer noch eine Shooter-Kampagne. Aber es ist auf jeden Fall eine der besseren Call-of-Duty-Kampagnen. Also für mich auf jeden Fall die beste seit x Jahren. Ich weiß nicht, wann das letzte Mal eine kam, die ich ansatzweise so auf dem Niveau sehen würde. Und wenn, dann halt wirklich so Zeit von den alten MW-Teilen, von den ganz alten Black Ops-Teilen. Aber sie hat mir persönlich deutlich besser gefallen als beispielsweise Black Ops 7, Black Ops 6 oder halt auch die direkten Vorgänger, die Reboots, MW3, MW2. Mhm. Jetzt ist es ja oftmals so, dass Call of Duty sich mit bekannten Schauspielern brüstet. Und man hat im Vorfeld auch erfahren, dass Mats Mikkelsen eine recht große Rolle spielt oder quasi ein Bösewicht ist. Und ich finde, ein guter Bösewicht ist für ein Spiel und seine Dramaturgie immer extrem wichtig. Ist Mats Mikkelsen cooler Bösewicht oder wird er hier und sein Talent so ein bisschen verheizt? Oder kommt er richtig gut zur Geltung? Ich mag Mats Mikkelsen als Schauspieler halt. Deswegen ist die Frage vielleicht ein bisschen, ich bin da ein bisschen voreingenommen, aber ich fand ihn schon gut. Er hat jetzt nicht den allergrößten, also nicht die meiste Screentime gehabt, sage ich jetzt mal so. Da nimmt die nordkoreanische Seite vielleicht noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit auf sich, weil sie halt einfach so ein bisschen dieses. Ja, kompromisslosere Böse verkörpert. Okay. Und dann halt auch öfter so in Szene gesetzt wird als Mats Mikkelsen. Der ist mehr so der Drahtzieher im Hintergrund. Und das funktioniert. Das hat in der Vergangenheit schon bei MW funktioniert. Aber es, ja, sie konkurrieren sich so ein bisschen. Also sie kämpfen um die Aufmerksamkeit. Okay, also es wäre schön gewesen, wenn man ihn, ich höre so ein bisschen raus, es wäre schön gewesen, wenn man ihn vielleicht noch ein bisschen mehr gesehen hätte, oder? Ja, Mats Mikkelsen kann man immer mehr zeigen. Ja, bin ich eigentlich auch der Meinung. Mats Mikkelsen ist schon ein cooler Hund, oder Fabian? Wahnsinnig cool, ja. Ich bin aber auch gerade richtig wie gefesselt gewesen von diesem Trailer. Ich muss sagen, das sieht so gut aus. Genau, das ist das, was ich sagen wollte. Sieht das nicht unglaublich aus wie ein Film? Also mitunter, da waren Szenen dabei, die waren dann so klasse, ja, ja, es ist ein Shooter, aber da waren Szenen dabei, da dachte ich, das ist ein Film. Also in der U-Bahn, mit den Füßen unten, die Beleuchtung bei dem Verhör von dieser koreanischen Frau. Super, wirklich super. Und das ist nix, was ich zwangsläufig mit Call of Duty verbinde. Genau. Das ist technisch immer solide und läuft auf jedem Rasierer. Aber das ist richtig großes Kino. Genau, würd ich auch sagen. Ich mein, früher war's doch immer so, Das war dann irgendeine Quake-Engine, die genutzt wurde. Die sahen immer ganz respektabel aus, haben von gescripteten Momenten gelebt. Aber dieses Mal ist es ja wirklich so, gerade wenn man die Gesichter anschaut und wie es inszeniert ist, da habe ich auch mit dem Marco bei uns aus der Redaktion gesprochen oder von Nerdkultur. Es ist sehr cineastisch inszeniert, mit Tiefen und Schärfe, wird sehr viel gearbeitet. Es sieht teilweise so was von krass fotorealistisch aus. Zieht sich das dann libertarisch weiter auch durch die Kampagne? Weil die ersten Missionen finde ich ja wirklich unglaublich hübsch. Bleibt es auf dieser Seite? Ja, das zieht sich komplett durch die Kampagne durch. Und es gibt so ein paar Momente, wo man merkt, okay, das ist jetzt die Ingame-Grafik und das ist jetzt die gerenderte Cutscene. Aber es sieht insgesamt ziemlich gut aus. Aber die Cutscenes sind doch auch mit In-Engine entstanden, dachte ich. Ich weiß jetzt nicht genau, wo da der Unterschied in der Produktion ist, aber manchmal sieht man einen optischen Unterschied. Okay, ja. Vielleicht lag's auch einfach daran, dass mein PC in einem Moment dann selber runterkriegt. Hey, das kann ja durchaus sein, dass wenn man nicht, am Steuer ist, dass dann eben, ne, wird ja nicht berechnet, wie du spielst und so, dass dann noch mal ein paar Details hochgeschraubt werden und so weiter und so fort. Es sind aber auch nur einzelne Sequenzen. Entschuldigung, wenn ich dir da ins Wort falle. Alles gut. Also es kommt nicht oft vor. Okay, okay. Okay. Lieber Darius, Butter bei die Fische. Du hast es schon angedeutet. Auf welchem Qualitätslevel stufst du diese Kampagne ein? Beste seit Jahren, beste seit vielen, vielen Jahren. Was sagst du? Wie happy bist du mit der Kampagne? Muss man die gespielt haben? Ja, also ich finde schon, dass die ziemlich gut ist. Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, dafür kaufe ich mir ein Call of Duty. Da bin ich halt persönlich auch zu geizig für. Aber es ist, wenn man sich dieses Call of Duty kauft schadet es auf jeden Fall nicht die Kampagne zu spielen ich finde die wirklich gut auch die Kritik, die ich vorhin beispielsweise an den NPCs geäußert habe dass die so linear. Wie auf Schienen laufen und sowas fällt alles gar nicht so auf, weil es halt cineastisch sehr gut inszeniert ist, es macht Spaß das zu spielen, und deswegen reiht sich die für mich halt auch sehr weit oben im Vergleich zu anderen Call of Duty Kampagnen ein, also ich wüsste ich hab's vorhin schon mal gesagt, ich wüsste nicht, welche der letzten Call-of-Duty-Kampagnen da konkurrieren kann. Ich würde sie wenn, dann irgendwie mit den alten Modern War-Verteilen vergleichen. Das ist schon ein großes Lob, ne? Genau. Aber dann würde mich auch interessieren, wie lang hast du für die Kampagne ungefähr gebraucht? Äh, ziemlich genau sechseinhalb Stunden, glaub ich. Sechseinhalb Stunden? Mit Pausen. Also, wenn ich jetzt ohne Pause durchgezogen hätte, vielleicht sechs oder so. Was sagst du dazu, Fabian? Sechs Stunden für eine Kampagne? Das ist genau ein Stream. Ist gut. Könnte ich vielleicht machen. Der Mann rechnet im Stream. Das ist ein Stream, kann ich danach direkt auf meinem Uncut-Kanal hochladen. Ist Content. Ich weiß nicht, ob das Leute bei mir sehen wollen würden, weil ich halt wirklich in erster Linie die Multiplayer-Geschichten und gegeneinander und bla. Aber ich merke jetzt gerade für mich selber, dass ich Bock hab, das zu spielen. Und das ist, ich glaub, die letzte Shooter-Kampagne, die ich gespielt und gerne gespielt hab, war die von Battlefield 1. Diese Weltkriegs-Stories. Das war ja immer nur so ein, zwei Stunden, wie eine Kurzgeschichte. Und dann nächster Schauplatz, nächste Figur. Das ging nicht so in die Tiefe, aber ich mochte das irgendwie. Und das sieht halt jetzt aus wie einer dieser ... Ja, das ist ein bisschen ... Dariush hat schon gesagt, na ja, ist halt eine Shooter-Story. Es ist ein bisschen schade, dass wir immer sagen, na ja, ist eine Shooter-Story, weil wir nicht viel erwarten. Aber das sieht für mich besser aus als diese neuen Netflix-Action-Filme, die angeblich 300 Millionen kosten, weil irgendwelche Stars drin mitspielen, wo du die ganze Zeit denkst, was ist das für ein trivialer Scheiß. Ja, oh mein Gott, hör bloß auf. Und dann spiel ich, glaub ich, lieber das. Denn das hat mich jetzt mehr gehuckt als ein Trailer für diese ganzen Netflix-Quatschfilme. Aber ich muss auch dazu sagen ... Darisch? Es hat auch in der Narrative halt so ein bisschen mehr Graustufen, sag ich jetzt mal. Also es ist nicht wie in vielen Actionfilmen einfach schwarz und weiß gut gegen böse, sondern sie spielen bewusst auch so ein bisschen damit, gerade mit Price seiner Rolle, der sich halt so dazwischen bewegt. Das macht es halt auch schon besser. Da gibt es halt eine spezielle Mission, auf die ich jetzt bewusst aus Spoiler-Gründen nicht weiter eingehe, die halt für mich dann halt auch so ein bisschen diesen... Wo ich gesagt hab, okay, das ist schon interessant erzählt. Okay, das hört sich aber sehr, sehr cool an, muss man ganz ehrlich sagen. Wenn so was da vorkommt, und wie gesagt, Grauzonen sind ja oftmals auch sehr interessante Zonen, um die dann eben rauszufinden in Videospielen, was da passiert. Ich find bloß einfach sechs Stunden. Wenn man jemand ist, der halt eben weniger Multiplayer spielt, sind sechs Stunden, find ich, schon auch nicht viel, ne? Ja, das stimmt. Aber ich hab mir heute noch gedacht, nachdem wir hier eine Weile zusammensaßen, dass dieses Call of Duty schon ein fettes Paket ist. Also da steckt schon echt viel drin. Also wenn du sagst, ich bin so ein Allgemeinspieler, nicht nur Kampagne, nicht nur Mehrspieler, sondern ich mag alles, dann kriegst du hier, glaub ich, echt viel. Du kriegst dann halt die Sechs-Stunden-Kampagne, aber dann natürlich noch die ganzen klassischen, schnellen Call of Duty-Modi, die Sechs-gegen-Sechs-Geschichten. Gut, Warzone ist ja noch mal ein anderes Ding, aber dann hast du eben noch die DMZ, was ... Man möchte Activision gar nicht auf die Idee bringen, aber die hatten sie bestimmt schon. Was sie auch als einzelnes Spiel hätten verkaufen können, glaube ich. Deshalb, da kriegst du schon was. Das finde ich jetzt gerade sehr interessant, dass du das sagst. Weil Activision sagt selbst, DMZ ist so sein eigenes Spiel. Es ist ein Extraction-Ding. Ich frage mich aber die ganze Zeit, warum ist es nicht Free-to-Play? Warum ist es in diesem Paket drin? Wäre es nicht viel smarter, diesen DMZ-Modus kostenlos zur Verfügung zu stellen, irgendwie mit Microtransactions zu arbeiten? Wie ist da dein Gefühl dazu? Ja, gut, kostenlos ist halt immer besser, ne? Aber, ähm, ich kann das schon verstehen, weil die bewegen sich ja in einem gewissen Konkurrenzumfeld. Und ich muss dazu sagen, es war ja so, dass als Modern Warfare 2 rausgekommen ist, war ja DMZ bei Warzone auch integriert erst mal, diese Beta. Und konntest du kostenlos spielen. Ja. Und das haben, glaub ich, viele Leute auch nicht vergessen. Und jetzt auf einmal heißt das, nee, du musst dir Modern Warfare 4 kaufen. Ja, ich hätte gedacht, dass DMZ vielleicht durch dieses Meta-Gameplay, diese Base, die du da ausbaust, und diesen Dauergrind, so ein bisschen mehr, Langzeitmotivation auch hat. Und damit eben in einem Konkurrenzumfeld spielt mit Ark Raiders, mit Escape from Targov und so weiter. Und die sind ja auch nicht kostenlos. Ja, das stimmt. Und dann haben sie sich vielleicht gedacht, wenn wir gegen die anstecken, wenn wir die Leute abgreifen wollen, die sind's schon gewohnt, dass sie dafür bezahlen, Können sie auch bei uns bezahlen. Aber ich versteh's, wie gesagt, schon so ein bisschen, weil ich da eben sehe, du hast wie bei den genannten Arc Raiders, Tarkov und so weiter, diesen Loot-Druck. Nochmal rein, nochmal Kabel finden, noch einen Blueprint finden, die Base ein bisschen schöner bauen und so weiter. Das ist tatsächlich von Modern Warfare 4 der Part, der mich am meisten anspricht. Jetzt müssen wir aber auch dazusagen, um ehrlich zu sein, wir haben alle noch nicht DMC gespielt. Das ist ein Zeitpunkt, wo wir diesen Talk aufzeichnen. Es wird sehr viel gemutmaßt aufgrund der Informationen, die es offiziell da draußen gibt. Und auch da muss ich sagen, anhand dieser Informationen, wenn man so liest, man hat diese FOB, diese Forward Operating Base, die man da hat, diese Basis, das ist auch so ein bisschen wie bei Arc Raiders. Bloß kannst du's hier begehen, du hast so eine Crafting Station, kannst du Sachen machen. Du hast Skilltrees für die Operator, wobei das System noch ein bisschen anders funktioniert. Da hatte ich bei vielen das Gefühl, oh, da haben sie sich schon so ein bisschen von Arc Raiders inspirieren lassen, oder? Ja, oder Arena Breakout Infinite, was so ein bisschen das Casual Tag ist. Okay. Und, glaube ich, auch eher die Leute anspricht ... Also, das ist, glaube ich, eher das gleiche Klientel wie DMC auch, weil es halt zeitgenössisches Militär und Waffen aufschrauben und so was. Ich glaub, Ark Raiders ist noch mal ein anderer Menschenschlag so, grade auch wegen Third Person und Science Fiction und so. Also ich glaube, ich hab jetzt neulich Tag auf zum ersten Mal gespielt. Ich hab mich da lange gestreut, hab jetzt gedacht, guck ich mal. Ich find, das ist natürlich für viele Leute immer noch so was, das spielen die seit 10.000 Stunden und werden es auch noch 5.000 weiterspielen. Mich hat's halt gar nicht gecatcht, weil ich dachte, okay, das ist technisch schon relativ alt, es ist viel Arbeit, sich da rein zu grinden und das Spiel zu verstehen. Ich erwarte von DMZ, dass es relativ eingängig ist. Trotzdem viele Elemente hat, die auch Tarkov spannend machen. Natürlich eben nicht diesen Pseudorealismus, mit jeder Kugel tötet und du weißt nicht, wo die Ausgänge sind. Und es macht dir alles, das Leben wahnsinnig schwer. Aber alle, die, glaube ich, die Arena Breakout Infinite geil finden, die sehe ich hier schon rüberwechseln. Lieber Darius, ist DMC etwas, was für dich ein Thema ist, wenn der liebe Fabian sagt, das große Gesamtpaket Call of Duty Modern Warfare 4 ist recht gut. Wäre das für dich auch ein Pluspunkt? Ja, auf jeden Fall. Also ich freue mich auch auf TMZ am meisten tatsächlich und ich finde auch, dass sie von dem, was sie bislang gezeigt haben, so ein bisschen auch zeigen, dass sie auf die Konkurrenz geachtet haben. Bei ArcGraders ist ja beispielsweise in dieser ganzen PvP, PvE-Debatte immer wieder auch so ein Bounty-System-Thema unter den Spielen gewesen. Und das ist hier drin. Genau, und da haben sie anscheinend hingehört. Bei Ark Raiders machen das die Spieler halt selber. Haben sie da irgendwelche Webseiten erschaffen oder so was. Und das gibt's halt einfach nicht im Spiel. Sie wünschen es sich aber schon lange. Und Activision liefert das halt. Und was mich auch überrascht und sehr freut, ist, dass die ganzen anderen Extraction-Shooter kein Spiele-Element haben, was alle Spieler zusammenzieht. Also ein Ziel, auf das alle aus sind. So wie Hunt Showdown das hat. Das ist ja eh ... Ich mag's. Aber das ist auch geil, dass du Hunt Showdown sagst. Ja. Wir haben ja was Ähnliches jetzt auch hier eingebaut mit den Lieutenants. Das meine ich nämlich. Also in Hunt Showdown, wer es nicht kennt, ist es halt so, es läuft als Extraction-Shooter, obwohl die erst seit der letzten Season überhaupt so ein Extraction-Element haben. Also irgendwelche Kisten, die du raustragen kannst, wo dann Sachen drin sind. Eigentlich ist es gar kein Extraction-Shooter. Ich weiß nicht, warum das unter dem Genre läuft. Aber was sie eben haben, ist, die haben in jedem Match ein Ziel, nämlich so ein Boss und seine Belohnung, die Bounty, auf die alle zwölf Spieler im Match geil sind. Und das ist das Spielziel. Darauf läuft's hinaus. Du extractest es nachher auch, aber das Ziel ist immer, dieses Ding zu holen. Und die ganzen anderen Extraction-Shooter, Arc Raiders und Tarkov und so weiter, da questen ja die Leute aneinander vorbei. Der eine holt sich da die Batterien. Außer man legt halt einen Boss, weil man den loot will. Aber das ist jetzt nicht so, da holt's halt jeder für sich dann. Genau, oder du hörst, da hinten macht jemand den und den Boss. Dann gehen wir mal hin, weil die jetzt gerade geschwächt sind. Aber es gibt nicht wirklich so eine Mechanik, wo du sagst, Achtung, das ist jetzt für alle geil. Und das hat jetzt eben DMZ. Wenn du da einen dieser Lieutenants killst, dann droppt der eben eine Marke. Und wenn du die aufhebst, so zumindest die Erklärung, wirst du für alle markiert und heißt, da ist das Doctag, was alle haben wollen. Und so ist meine Vorstellung. Dann sagen auch, den geh ich jetzt ja. Das ist jetzt für alle hier im Match, ist der das Ziel. Und das find ich halt geil. Ich muss auch sagen, ich find das super interessant, weil, wie gesagt, ich hab das Gefühl, sie nehmen sich viele Elemente von vielen, vielen Spielen und versuchen, das alles reinzubringen. Aber ich mach mir da halt auch Sorgen, dass es vielleicht ein bisschen zu viel ist. Dass man vielleicht versucht, die Eier-Milch-Woll-legende Milchsau, weiß schon, was ich sagen soll, und dass das vielleicht einfach dann nicht klappt, weil's zu viel ist. Und ich find auch grad der Extraction-Markt ist ja durchaus ein Umkämpfter. Ich glaube, es ist schwierig, sich da zu etablieren. Jetzt hat Call of Duty im letzten Jahr ja nicht den besten Ruf gehabt. Das war der große Verlierer unter den Shootern letztes Jahr. Meinst du, sie können damit wieder zurück zu alter Stärke finden, lieber Fabian? Also, ich könnte mir vorstellen, dass sie eben, gerade weil sie so viel kombinieren, viele Leute aufgreifen aus anderen Spielen. Also, du hast vorhin erzählt, Arc Raiders hat dich wiedergewonnen, mich nicht mit der neuen Season, weil es mir das ganze Loot im Kreis, das hockt mich nicht so. Und ich höre es auch von vielen anderen, die jetzt auf der Suche nach was anderem sind. Hunt Showdown läuft auch schon seit acht, neun Jahren. Da werden die Leute auch langsam kriegsmüde. Ich glaube, dadurch wirklich, dass sie so viel vereinen, was viele Leute anspricht, könnte ich mir vorstellen, dass die dann sagen, das probiere ich mal aus. Das merke ich ja selber. Ich hab sonst auch immer gesagt, Call of Duty, das schnelle im Kreis gerendet, das ist nix für mich, das ganze Rumgeslide und alles. Und jetzt haben sie aber einen Modus, wo ich sage, nee, das interessiert mich jetzt. Und ich könnte mir vorstellen, dass es anderen auch so geht. Darius, siehst du das auch so, dass man hier was bekommt, was sich wirklich auch etablieren kann? Oder wo zumindest die Zeichen, die Vorzeichen gut stehen? Weil, wie gesagt, wir haben's ja alle noch nicht gespielt. Ich fand halt die ursprüngliche Version von DMZ 2022 oder wann das war, korrigiert mich gerne, die fand ich halt schon gar nicht schlecht. Und das, was sie jetzt gezeigt haben, riecht mir halt nach Verbesserung auf vielen Ebenen. Deswegen glaube ich auch gar nicht, dass sie es da irgendwie übertreiben mit sie machen zu viel oder sowas, sondern es ist, glaube ich, schon ein guter Versuch, sich in dem Extraction-Markt zu etablieren. Ich glaube auch, dass das Wort Versuch der Punkt ist, weshalb sie es nicht kostenlos machen. Weil dann müssen sie es über Jahre mit Ingame-Käufen oder sowas finanzieren. Und so ist es da jetzt halt drin. Und wenn es gut ankommt, haben sie damit schon als Part von dem Gesamtpaket Geld verdient. Und dann ist es vielleicht auch leichter für sie irgendwie... Für sich selber zu rechtfertigen oder so, weiß ich nicht. Ich find's aber auch gar nicht so wagemutig, was sie da machen. Beziehungsweise, ja, es sind viele Features, aber nix, wo du denkst, da sind Sachen dabei, da überheben sie sich. Also so was wie zu sagen, sobald du vier Operator killst als Spieler, bist du wanted. Und plötzlich haben andere Leute ein Interesse dran, dich auch zu jagen. Und dann gibt es diese Top 50 der krassesten Spielerkiller und dann die Top 50, der krassesten Bounty Hunter. Das ist, glaub ich, mechanisch ist das nicht kompliziert. Aber ich glaub, es ist ein sehr großer Anreiz für Spieler, dann da auch reinzugehen und versuchen, da auf die Top-Liste zu kommen. Insbesondere, weil du ja dieses ganze PvE-PvP-Thema bei Ark Raiders so ein großer Streitpunkt war, da wird ja immer geschimpft, warum werd ich hier einfach beim Looten von diesen Ratten erschossen? Das macht mich wütend, seit es das gibt. Es ist halt ein PvP-Spiel. Wenn du keinen Bock hast, spiel halt Destiny. Das macht für mich den Reiz aus. Der PvE-Modus macht mich wahnsinnig. Es hat auch Einfluss auf den PvP-Ve-Modus. Die ganzen Leute, die Questen gehen, die gehen nicht mehr in den PvP-Modus. Was heißt, dass du vermehrt PvP-Gefechte hast in den PvP-Lobbys. Ich bin jemand, Ich suche nicht unbedingt den Kampf. Ich akzeptiere, wenn's da ist und werde zurückschießen. Aber ich bin dann auch gefrustet, wenn's nur noch mehr PVP ist. So wird die Balance insgesamt verschieben. Aber ich weiß, da gibt's etliche Leute, die sehen das anders. Die wollen ja happy-go-lucky, ich will nur easy-focken. Ist für mich der falsche Ansatz. Ich find's echt auch schade, dass die Embarkentwickler da ein bisschen einknicken. Aber das ist ein anderes Thema. Ich wollt den Gedanken noch zu Ende bringen. Hier ist es halt so, hier nehmen sie ein bisschen diesen moralischen Aspekt mit rein. Wenn du der bist, der in der ... Weil das Spiel nämlich auch checkt, wer hat zuerst geschossen und so weiter. Das heißt, wenn du die Art Spieler bist, der im Gebüsch liegt und dann vorbeiläufende Operator snipet, dann bist du halt ein Killer. Und dann kommst du auf die Killerliste. Wenn du aber sagst, ich bin eigentlich rechtschaffen, eigentlich erschieße ich nur die bösen Koreaner, aber wenn ich höre, da hinten ist so ein Killer, dann geh ich den jagen und dann bist du ein Bounty Hunter. Du kommst da auf ein anderes Tableau. Und das find ich eigentlich ganz geschickt. Weil du dann sagst, ich bin für mich schon ein rechtschaffender Operator und ich schieß keinem in den Rücken. Aber wenn das einer macht, dann geh ich den jagen. Okay, das hört sich interessant an. Ich bin gespannt darauf, wie das Ganze dann sein wird. Vor allem auch, was Proximity-Chat angeht. Ob's da auch irgendwelche Möglichkeiten gibt, dass man friendly ist miteinander, dass man sie vielleicht auch zusammenschließen kann. Fänd ich natürlich cool, weil ich mag so einen Aspekt. Aber würde mich mal interessieren. Lass uns noch ein bisschen über den normalen Multiplayer-Modus reden. Wie gesagt, den konnten wir ja auch spielen. Und eine Sache, die da ist, ist jetzt Killblock. Verspricht über 500 unterschiedliche Map-Konfigurationen. Ist ein Modus, wo man über mehrere Runden spielt. Und alle zwei Runden wird die Map aus drei Teilen neu konstruiert. Man startet dann immer mit einem vorgegebenen Loadout. Und eigentlich denke ich mir doch, bei einem Shooter ist doch eigentlich wichtig, dass man Maps genau kennenlernt und genau weiß, wie das funktioniert. Ist Mapkenntnis und das Erlernen taktischer Position, das geht ja eigentlich so ein bisschen konträr. Funktioniert das da trotzdem gut? Macht das Sinn? Für mich funktioniert das gerade gut. Da ist es zu mir leid, ich grätsch da kurz rein. Für mich funktioniert das gerade gut, weil es insbesondere für Leute, die neu in das Spiel reinkommen, natürlich super ist. Weil die Langzeitspieler nicht mehr den Vorteil haben, alle Winkel zu kennen, die Map zu kennen, die Waffen zu kennen. Insbesondere, das ist ja auch ein Ding, als wir das hier heute im Turnier gespielt haben, setzt sich jeder erst mal hin, geht in den Gunsmith und baut sich die Waffen so zusammen, wie das für ihn genau passt. Und in diesem Modus kriegt halt jeder die gleiche Waffe hingeklatscht und die gleiche für ihn unbekannte Map. Und nun mach mal. Und das find ich viel befriedigender. Da hab ich heute auch viel besser funktioniert. Weil es viel langsamer ist, als man das vorher oder sonst von Call of Duty kennt. Man stirbt, wenn man raus ist. Genau, das ist auch nicht dieser ewige Respawn und jetzt renne ich wieder rum, machen, ha, jetzt bin ich hinter dir und jetzt bin ich rechts von dir und jetzt bin ich links von dir. Und von der Gangart gefällt mir das sehr gut und eben jeder hat die gleiche, Startvoraussetzung und das ist, glaube ich, wie gesagt, gerade für neue Spieler ist das eine gute Sache. Eine Sache, lieber Darius, über die wir auch im Vorfeld gesprochen haben, ist das Skill-Based Matchmaking. Und das ist ja seit Jahren irgendwie ein großes Streitthema innerhalb der Call-of-Duty-Community. Wie geht jetzt Modern Warfare 4 damit um? Und schafft das Spiel das angeblich, was man so hört, dass die Multiplayer-Partien gleichzeitig fair und auch belohnend sind? Was ist da dein Eindruck dazu? Weil, wie gesagt, du hörst dich ja auch viel in der Multiplayer-Community zu dem Spiel um. Also von dem, was ich nach der Beta mitbekommen habe, die konnte ich selber auf grundtechnischer Probleme nicht spielen, war es halt so, dass die Leute sich ein bisschen weniger SBM immer erwartet hatten. Aber ich kann es halt jetzt selber persönlich nicht beurteilen, wie stark es jetzt ist oder nicht. Ich persönlich bin halt ein Fan davon, wenn es das nicht gibt tatsächlich, weil ich diese gemischten Lobbys von früher einfach mochte und es da verschiedene Aspekte gibt, die, mir da so ein bisschen immer den Spielspaß nehmen, sag ich jetzt mal, auf Dauer. Weil es irgendwann, also Call of Duty ist für mich halt ein Casual-Shooter, den spiele ich mit vielleicht Musik auf dem Ohr, ich mache Blödsinn, ich renne einfach durch die Gegend und spiele meine Runde. Und wenn es dann jede Runde extrem schwitzig ist, weil man immer gegen Leute auf seinem Niveau spielt, das gegebenenfalls auch recht hoch ist, dann wird es irgendwann anstrengend. Und gleichzeitig ist es dann halt so ein bisschen schwierig, mit schlechteren Freunden vielleicht zu spielen, weil man in so eine Lobby aus dem Durchschnitt dann kommt zwischen beiden. Und man selber performt dann gut, während die Freunde dann unter dem Durchschnitt liegen und dann schlechter performen. Und das hatte ich dann in der Vergangenheit, dass die dann halt einfach kein Call of Duty mehr spielen wollten in der Konstellation. Deswegen, Fabian kann mir vielleicht mehr darüber verraten, wie jetzt der aktuelle Stand ist beim SBMM, falls er das seinen Eindruck hat. Bei mir in der Community auch immer ein großer Streit. Ich bin ein großer Fan von Skill-Based Matchmaking, aber ich hab in den letzten Jahren über fast 10.000 Stunden Hand Showdown gespielt. Das hat Skill-Based Matchmaking. Und meine These ist seitdem, und ich glaube, sie in Darius auch bestätigt zu sehen, dass Skill-Based Matchmaking in erster Linie die Leute stört, die überdurchschnittlich gut sind. Denn für die ist das natürlich gut, wenn es das nicht gibt, denn dann spielen die immer irgendwo im oberen Drittel mit. Für Leute, die neu sind oder nicht so gut, ist das halt scheiße. Dann bist du halt immer der, der von den zufällig guten Spielern im Match wirst du halt dann immer verhauen. Deshalb bin ich unterm Strich immer ein Fan von Skill-Based Matchmaking, wobei Hunt Showdown natürlich eben nicht so der Casual-Shooter ist. Ähm, und da ist es für mich eben sehr reizvoll, dass jedes Match halbwegs schwitzig ist. Ich glaub, da treffen auch unterschiedliche Philosophien aufeinander. Ich glaub, das ist ein Thema, das wirklich sehr, sehr schwierig ist. Und da wirst du nie alle mit irgendwie zufriedenstellen, glaub ich. Das ist, glaub ich, echt ganz, ganz schwierig. Ich glaube aber, um den Gedanken noch zu Ende zu bringen, die Diskussion darüber ist immer so groß. Und deshalb sagen so viele Leute, Skill-based Matchmaking ist doof, weil die denken, dass sie besser sind als der Durchschnitt. Und deshalb eben meinen, sie kämen besser weg, wenn es keins gibt. Es ist so, wie wenn du 100 Leute fragst, wie gut fährst du Auto? Sagen 80 Prozent, ich fahr überdurchschnittlich gut. Eigentlich müssten 50 Prozent sagen, ich fahr durchschnittlich gut. Aber alle denken immer, sie seien besser als der Rest. Das ist irgendwie so wie der Dunning-Kruger-Effekt des Skills. Lass uns noch auf zwei Modi zu sprechen kommen, die neu sind. Und Inflation, wo man quasi erledigte Spieler, deren Geld einsammelt und ab einer gewissen Summe, die man dann hat, wird man für das gegnerische Team angezeigt, genauso wie der Bestverdiener des anderen Teams für dein Team angezeigt wird. Und Hijack, das so eine neue Variante von Capture the Flag ist, wo man so einen Data-Spike hat, den kann man sich zuwerfen, muss man dann zu bestimmten Punkten bringen und so weiter und so fort. Denkst du, lieber Fabian, dass das Modi sind, die es schaffen werden, sich zu etablieren? Oder ist das ja so eine nette Spielerei, die die ersten paar Wochen, ein, zwei Wochen gespielt wird, aber dann wird wieder auf die traditionellen Modi zurückgegriffen? Ich muss sagen, ich find das immer ein bisschen austauschbar. Gerade das mit Inflation fühlt sich nicht viel anders an als Kill Confirmed. Das andere Ding weiß ich schon gar nicht mehr, wie's heißt. Ja, am Ende läuft man in den Modi ja immer nur im Kreis und schießt sich so schnell wie es geht ab und rutscht rein und rutscht wieder raus. Für mich hätt's die nicht gebraucht, aber ich muss auch gleich dazu sagen, das sind auch nicht meine Modi. Also, die machen mir nicht so Spaß. Ich versteh das voll, wenn man die mag. Und in jedem Call of Duty kriegst du die und die sind auch immer wieder aufs Neue gut und vielleicht sogar jedes Mal auch wieder ein bisschen besser. Aber ich find das sehr aus der Kraft. Ich möchte mich ganz herzlich bei euch beiden bedanken, dass ihr euch die Zeit genommen habt und uns Einblicke gewährt habt. In die Singleplayer-Kampagne danke dir, lieber Darius, dass du dir durchgezockt hast für uns und dein Feedback gegeben hast. Danke dir, lieber Fabian, für die Multiplayer-Eindrücke. Ich bin super gespannt, was für eine Art von Call of Duty das wird. Ob das eines wird, bei dem man nach zwei, drei Wochen sagt, oh, das ist richtig gut, zurück zur alter Stärke. Oder, uh ja, das war jetzt leider schon wieder nichts. Vor allen Dingen auch, wie die Verkäufe aussehen werden. Das ist, finde ich, sehr spannend, weil da hat sich ja im letzten Jahr einiges verschoben. Aber das wird sich dann erst zeigen, wenn das Spiel rausgekommen ist. Wie gesagt, vielen Dank für dieses Gespräch mit euch beiden. Sehr gerne. Und ich wünsche euch noch einen wunderbaren Tag.