Dieses Spiel hat weltweit die Steam-Charts gestürmt. Es gab mega Umsätze von fast 60 Millionen Euro in zwei Monaten. Es gab einen Traum-Release. Das größte PvE-Themepark-MMO seit Jahren ist da. Mit richtig coolen Flugmechaniken, einer riesigen, nahtlosen Welt. Und es sieht alles mega aus, weil es in Unreal Engine 5 gemacht wurde. Ja, wir reden über Aion 2. Aber es gibt auch viele Kritiker da draußen, die Rückmeldungen auf Steam sind, ein bisschen durchwachsen, weil man Angst vor Pay-to-Win-Mechaniken hat, weil es doch ein paar Monetarisierungen gibt, mit denen die Leute nicht ganz zufrieden sind. Und wir stellen uns jetzt die Frage, spielt man Aion 2 aktuell eigentlich nur, weil man einfach keine andere Möglichkeit hat, weil es halt wenig andere Konkurrenz gibt? Und wie sieht das aus, wenn jetzt bald mit WoW Forever doch wieder Konkurrenz kommt? Darüber möchte ich heute mit meinen beiden Gästen sprechen. Und damit herzlich willkommen zum einen natürlich an unseren MMO-Experten von meinem MMO. Carsten, schön, dass du da bist. Hallo zusammen. Freue mich hier zu sein. Ich freue mich auch, dass du da bist. Und natürlich müssen wir auch noch jemanden einladen, der die letzten Tage nichts anderes gemacht hat, als sich mit Aion 2 zu beschäftigen, außer Carsten. Und zwar den lieben Entenburg. Hallo, schön, dass du da bist. Moin, moin. Freut mich auch wieder dabei zu sein. Perfekt. Wird ein cooler Talk, glaube ich. Ja, davon gehe ich aus. Wir reden jetzt über Aion 2. Wisst ihr, wie viele Stunden ihr jetzt in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, ihr spielt ja zum Teil auch schon wirklich jetzt sehr viel länger, schon in ION 2 gesteckt habt? Carsten. Ich kann es kurz nachgucken. Oh, perfekt. 37 sind es jetzt seit dem EA-Start. Okay, 37. Muss man ein bisschen dazu bedenken, dass ich ein paar Tage krank war. Mein Sohn hatte Geburtstag und Arbeit. Also ich hätte gerne mehr tatsächlich noch gespielt, weil es auch gerade in den ersten Tagen und Wochen sehr, sehr viel zu tun gibt und man sehr, sehr viel gemacht haben will, wenn man es effizient spielen möchte. Und das habe ich nicht ganz so geschafft, wie es eigentlich mein Plan war. Aber eigentlich jede freie Minute, die möglich war, war ich dann auch tatsächlich online. Das ist beeindruckend. Also ehrlicherweise 37 Stunden, während man krank ist und der Sohn Geburtstag hat und das ja jetzt auch nur innerhalb von, was waren es, vier Tagen, fünf Tagen? Das ist nicht schlecht. Wie viel Zeit hast du schon reingesteckt, Simon Entenburg? Also ich habe auch gerade geguckt, das sind 34 bei mir. Das Spiel ist jetzt fünf Tage draußen. Man muss dazu sagen, ich habe noch ein bisschen Zeit in Taiwan gesammelt. Da spielt es ja jetzt schon ein Jahr oder sowas draußen. Es gab ja keinen globalen Release, sondern eben einen erst in Taiwan und Korea und dann jetzt eben bei uns im Westen. Und da kommen wir so nochmal so ungefähr 40 Stunden in der Taiwan-Version hinzu. Was ganz interessant ist, und das kann man vielleicht so ein bisschen vorweg sagen, weil damit ist das Spiel schon so ein bisschen vorkarakterisiert. Carsten und ich haben also beide jetzt so unsere, sagen wir mal, 35 Stunden reingesteckt. Wir hängen aber auch beide extrem hinterher. Also wir haben keinen besonders guten Gearscore. Das heißt, bei ungefähr so sechs Stunden im Durchschnitt pro Tag, glaube ich, seit Release, sieht man also, da gibt es Leute, die haben noch wesentlich mehr Zeit reingesteckt, sind entsprechend auch schon wesentlich weißer. Und die Kluft sozusagen geht jetzt schon nach den ersten Metern sozusagen relativ weit auseinander. Das heißt, ja, man muss sich ranhalten bei ION 2. Das ist eines dieser MMOs. Oh mein Gott, okay, bedeutet, aber hat man Stress jetzt, wenn man jetzt schon hinterherhängt? Habt ihr das Gefühl, ihr müsstet jetzt mehr spielen und fühlt ihr euch gestresst? Carsten? Es kommt halt darauf an, wie so die Zielsetzung ist. Wenn du wirklich. Mit einer gewissen Ambition da rangehst, weil du sagst, du möchtest alle Inhalte auf allen Schwierigkeitsgraden spielen und du möchtest auf jeden Fall bis zum Ende der ersten Season auch dann so, dass, dann bis dahin bestmögliche Gier haben, um dann auch vielleicht bestmöglich in die zweite Season zu starten. Da muss man da schon sehr effizient spielen und sehr viel Zeit reinstecken. Wenn man natürlich mit ganz anderen Ambitionen rangeht, Meine Frau zum Beispiel, sie ist noch in der Levelphase, sie genießt die Story, sie ist eine Ion-1-Spielerin, das heißt, sie freut sich auch über viele bekannte Elemente aus der Welt. Sie freut sich über das Pad-Feature, dass man halt so unzählige Pads sammeln kann und die auch als Mount benutzen kann. Da freut sich sogar auch mein Kleiner drüber, der immer mal wieder auf so einem total skurrilen Pad durch die Gegend pest und Monster kloppt, um sich neue Pads zu erspielen, was zum Glück sehr, sehr einfach geht. Dem Spiel reden wir gleich noch drüber. Und ihre Zielsetzung ist halt einfach im Prinzip jetzt ein, zwei, drei Wochen Spaß mit dem Spiel zu haben und dann gucken halt, wie weit sie kommen. Gar nicht so sehr Fokus auf Dungeons und Raids, sondern einfach Story erleben, sich coole Skins erspielen, die Nebenquests machen und so. Und dann lässt sie das wahrscheinlich auch wieder liegen. Dass ein Free-to-Play-Spiel ist, wenn man keine 50, 60 Euro für den Kauf investiert, ist das dann aber auch vollkommen okay, wenn man so spielt. Ja, gut, das ist natürlich dann eine andere Herangehensweise. Würdet ihr sagen, das ist sinnvoll, Ion 2 entspannter zu spielen? Oder lohnt es sich, da jetzt Zeit reinzustecken und direkt komplett reinzugehen, Simon. Bett, als ich gestreamt habe und er war da. Ich möchte das ein bisschen kontextualisieren, das habe ich auch da schon gemacht, weil man kann das super so spielen, wie Carstens Frau das macht. Das ist gar kein Problem, aber da reden wir von einem sehr, sehr, sehr begrenzten Content. Also die Welt ist nicht allzu groß, die ist relativ überschaubar. Die Story ist nicht allzu intensiv oder allzu intensiv schon, aber nicht allzu umfangreich. Wir reden hier nicht von einem Final Fantasy XIV oder einem Star Wars The Old Republic, die wirklich einen dedizierten oder dezidierten, besser gesagt, Fokus auf die narrative Erfahrung legen, Sondern die ist da und die kann man natürlich gut mitnehmen, aber die ist eben sehr endlich. Das Spiel ist in allem, was es ausmachen will, in allem, was es an unique Selling Points oder Selling Points, so unique sind die, aber Selling Points mitbringt, ist es auf einen Grind ausgelegt. Das heißt, man kann das so spielen, dann hat man tatsächlich, wie Carsten das richtig gesagt hat, so einen Umfang von... 30, 40 Stunden, dann spielt man das wie so eine Art Singleplayer-Spiel, aber es ist kein MMO-RPG, das für einen, ich sag mal, gemütlichen Casual-Spieler, über einen Verlauf von Monaten oder Jahren Content zu bieten hätte. Da dürfen keine falschen Eindrücke aufkommen. Also es gibt ja solche MMOs, ne? Herr der Ringe Online ist prima so zu spielen. Da kann man problemlos als Casual. Fünf Stunden die Woche oder wie auch immer, kann man da über Monate und Jahre ganz viel Spaß mit haben. Auch in Star Wars The Old Republic theoretisch Spiel Guild Wars 2 und ESO, die ja die horizontale Progression mitbringen, wo man nie abgehängt wird. Also es gibt diese Spiele, die man prima so spielen kann. Ion 2 ist dieses Spiel nicht. Das hat einen endlichen Content für Leute, die das so spielen. Die sind irgendwann durch mit der Welt, die ist nicht so groß, die sind durch mit der Story, die ist nicht so umfangreich. Und dann hat man mit dem PET-System sehr lange Spaß, weil da gibt's, also das ist sehr grindlastig, aber viel mehr gibt's da eben nicht. Also das Spiel ist ganz, ganz, ganz deutlich. In allem, was es quasi an Stärken mitbringt, oder zumindest in den wesentlichen Stärken, ist es ausgelegt auf, extrem intensive Spielen. Und das merkt man auch an den, es gibt tausend verschiedene Shops, tausend verschiedene Währungen, also Ingame-Shops, wo du mit ingame verdienter Währung Dinge kaufen kannst, die deinen Charakter besser machen. Es gibt überhaupt eine Million Quellen, die deinen Charakter besser machen und alle wollen gepusht werden. Du musst alle Strongholds machen, du musst alle Seals machen, du musst alle Devanion-Punkte machen, du musst dieses und jenes und dieses und jenes. Und natürlich kann man es nicht so spielen, aber dann hat man eben, so wie Carsten richtig gesagt hat, irgendwann das Problem, dass man, wenn da neuer Content kommt, wie das bei einem Lost Ark, was auch so ein Asia-Grinder war, auch sehr oft der Fall war, da kann man dann nicht direkt partizipieren, sondern dann ist man so ein bisschen abgehängt. Und das ist, das muss man einfach klar wissen. Also das ist ein absolutes Grinder-Game. Und es hat Casual-Content, aber der ist endlich. Okay, aber dann würdet ihr sagen, dass jetzt die Steam-Zahlen, die wir aktuell sehen, dass schon sehr viele Leute sich das Spiel anschauen, wahrscheinlich auch in den nächsten Tagen. Jetzt ist es für alle frei verfügbar, da auch viel Zeit reinstecken werden, dass das jetzt nur vorübergehend ein kurzer Ausreißer ist, weil sie es halt alle mal anschauen wollen. Und dann wird das wahrscheinlich wieder so ein bisschen in der Versenkung verschwinden. Oder wie schätzt ihr das ein, Carsten? Ist eigentlich erstmal klar, dass das passiert, weil es halt immer diesen Verlauf gibt, nach der Launch-Honeymoon-Phase, dass dann zunehmend mehr Leute wegbrechen. Ähm ich glaube tatsächlich, dass sich, ein Ion 2 so zwischen Lost Ark und Throne Liberty einpendeln wird, was wohl die Spielerzahlen angeht und auch den Drop angeht, weil wir hatten ja bei Lost Ark diesen wirklich krassen Peak mit 1,3 Millionen das war einfach eine Phase, wo es eine lange lange Dürre vorher gab und wo Lost Ark wirklich auch über Jahre durch spektakuläre Trailer und durch die ganzen Streamer und Content Creator, die schon quasi auch da schon die Version im Heimatmarkt gespielt haben und die auf ihren Cornelien gepusht haben. Da gab es einfach einen unfassbaren Hype, der dann noch von Amazon über Twitch, sukzessive angekurbelt wurde. Und bei Throne Liberty hatten wir dann halt das Ding, dass das schon wieder mehr einen PvP-Fokus hatte, was immer eher Nische ist. Deswegen waren da die Zahlen deutlich kleiner. Jetzt haben wir wieder so einen Asia-Grinder, der wirklich so einen PvE-Themenpark vor allen Dingen bietet. Auch PvP, das ist in Teilen aber optional und oft auch verknüpft mit PvE-Inhalten. Man kann sich da so ein bisschen durchmogeln, muss man auch teilweise, wenn man wirklich das Maximum aus dem Spiel rausholen will, als PvE-Fan. Aber der Fokus liegt da tatsächlich auf Quests, auf Dungeons, auf Raids, beziehungsweise aktuell ein Raid. Und da verbringt man sehr, sehr viel Zeit mit. Und dieser PvE-Themenpark-Fokus, der ist halt super selten geworden, auch mit diesen Ambitionen. Wir reden hier von einem AAA-Spiel mit toller Grafik und mit einem wirklich bunt gemischten Angebot. Und man merkt an vielen Stellen, da ist eine hohe Produktionsqualität am Start. Und das ist das, was jetzt die Leute natürlich zum Start auf die Server bringen wird, sehr verstärkt. Wie gesagt, ich schätze mal, das wird sich dann irgendwo so zwischen den 1,3 und ich glaube bei Throne and Liberty, wie viel waren es da? 500, 600.000 oder sowas im Peak am Anfang. Oder vielleicht sogar noch ein bisschen weniger. Und es wird dann aber definitiv wieder fallen. Weil es ist ein Free-to-Play-Spiel, das heißt, die Eingangshürde ist sehr, sehr gering und dann merken die Leute eben, okay, das ist mir vielleicht zu grindlassig. Oder sie merken eben, hey, das ist wirklich pures Asia-MMO-RPG mit all den Sachen, die dazugehören, mit den Cringen oder den sehr freizügigen Skins, mit der Art und Weise, wie das Spiel die Monetarisierung nutzt, die Währung nutzt, das UI anbietet. Überall blinkt es rot, sobald man auch nur 10 Meter gegangen ist, weil man wieder irgendwo welche Belohnungen einsammeln kann. Diese ganzen wöchentlichen Caps, die man erfüllen muss im Prinzip, die man abarbeiten muss, die ganz wenigen Daily-Inhalte, die man sich anschaut, überall ticken irgendwelche Energieressourcen oder was weiß ich oder Tickets hoch, die man am besten eigentlich, optimal ausnutzen möchte. Das ist kein Spiel für jedermann und das werden viele jetzt merken, wenn sie halt reinspielen und dann werden halt viele auch wieder abspringen. Aber wie gesagt, das ist ganz normal. Und dann, du hast BOW Forever schon angeteasert. 1 und 2 existiert natürlich auch nicht für sich allein gestellt, sondern wir haben natürlich auch ganz viele andere Spiele drumherum. Und dann werden die Leute eben auch wieder zu ihren MMORPGs zurückkehren, wenn da was passiert, wenn die neue Erweiterung von Herr der Ringe rauskommt, wenn dann BOW Forever an den Start geht. Das sind alles Sachen, die sich natürlich dann auch auf die Spielerzahlen auswirken werden, ganz sicher. Du hast auch einen Beitrag zu dem Thema geschrieben, wo du meintest, dass wir wahrscheinlich Aion 2 aktuell hauptsächlich spielen, weil es eben jetzt jahrelang so eine Dürre gab, was Themenpark-MMOs angeht. Und an der Stelle kann ich nur jedem empfehlen, lest den Beitrag von Carsten, er ist wirklich sehr, sehr gut. Da wird das auch nochmal thematisiert. Und würdest du dem zustimmen, Simon, dass wir Aion 2 aktuell vor allem spielen, weil es halt im Westen seit Jahren keine richtige Alternative gibt? Also Carsten hat das gerade perfekt beschrieben. Das war alles absolut richtig. Wir haben aber die etwas komplexere Situation, dass wir auf der einen Seite eben genau das haben. Also ich würde sogar so weit gehen und sagen, es gibt eine gewisse Müdigkeit gegenüber Asiagrindern, weil wir eben Lost Ark und Frontend Liberty in der jüngeren Vergangenheit hatten. Und diese Spiele sind oftmals strukturell sehr ähnlich aufgebaut. Das heißt, du hast immer dieselben Phänomene, immer dieselben Gründe auch, warum dann irgendwann zum Beispiel der Grind, zu zeitintensiv wird oder es attraktiver wird, Geld reinzustecken und unattraktiver wird, Zeit reinzustecken, je länger diese Spiele laufen. Viele MMO-Fans haben das in den letzten Jahren mit diesen beiden Games zum Beispiel eben erlebt und gehen da vielleicht ein bisschen differenzierter ran. Die Zahlen übrigens bei Front and Liberty, ich habe gerade nachgeguckt, waren 336k. Wir sehen ja dann heute, wie viel es wird. Und ich glaube auch, dass es ein bisschen weniger sogar werden könnte. Aber meiner Meinung nach zu Unrecht, denn die Situation ist deshalb ein bisschen komplexer, weil das zwar alles richtig ist, was wir jetzt gesagt haben, aber auf der anderen Seite, zumindest meiner Meinung nach, Aion 2 qualitativ, eigentlich der beste Asia-Grinder ist, den wir jetzt in den letzten zehn Jahren bekommen haben, wenn man Lost Ark mal so ein bisschen rauslässt, weil Lost Ark halt auch Top-Down war. Das heißt, da haben wir sowieso eine etwas besondere Art von Spiel. Da hat auch nicht jeder Lust drauf. Und es war halt wirklich abartig in Sachen Zeitinvestment, das muss man klar sagen. Und Ion ist dann zumindest ein bisschen gnädiger und ist wirklich ein gutes Game. Also wenn man Lust hat auf einen Asia-Grinder, und da gibt es ja, die Community gibt es ja, die ist ja nicht bei Null, sondern es ist nischig verglichen mit den WoW- oder ESO-Spielern oder so oder Final Fantasy-Guild-Wars-Spielern, aber die gibt es auch im Westen. Dann haben diese Leute in meinen Augen hier seit der Ära von Black Desert und Blade & Soul und sowas vielleicht das beste Game in dieser Art. Weil das Combat-System, abgesehen von einem großen Themenpunkt, der sehr kontrovers ist, hervorragend ist, weil die Inszenierung sehr gut ist, die Präsentation, die Bosse. Also das macht schon wirklich Spaß. Es gibt coole Ideen, wie eben das Pets-System, was da so ein halbes Riders of Icarus draus macht. Das war so ein MMO, was da auch den Fokus drauf hatte und so. Also es ist schon gut. Es ist schon wirklich ein guter Asia-Grinder. Aber auf der anderen Seite wissen die Leute hier im Westen auch immer besser, was da auf sie zukommt. Und ich glaube, das ist die Gemengelage, ist da so ein bisschen so, dass wir am Ende wahrscheinlich ein Resultat haben, das würde ich auch sagen, ich würde sagen ein bisschen über vielleicht den Zahlen von Throne and Liberty perspektivisch, also langfristig landen, weil eben das Spiel schon gut ist, aber ja, es ist im Westen. Also der Mainstream-Geschmack geht in eine andere Richtung. Und gerade wenn wir in Richtung WoW Forever gucken, da ist natürlich ein Gigant am Horizont, am gar nicht so weit entfernten Horizont. Also wirklich überhaupt nicht weit entfernt. Es ist jetzt nur noch einen Monat hin und da ist die Frage, glaubt ihr dann, dass im Westen halt wirklich einfach so die Zahlen von A1 und 2 komplett zurückgehen werden? Oder wie du schon gesagt hast, es sind natürlich andere Zielgruppen. Das muss man schon auch einfach sagen. Es gibt halt Leute, die haben halt Bock auf eben so ein Spiel wie ION 2. Das ist dann auch nicht unbedingt die gleiche Zielgruppe, die WoW Forever spielen wird. Ist einfach so. Aber wird man das in den Spielerzahlen sehen? Werden wir jetzt einfach den nächsten Monat noch ein bisschen ION spielen, um die Zeit zu überbrücken und dann stürzen wir uns alle in WoW Forever? Wie ist es, Carsten? Erstmal vielleicht noch mal kurz zum Kontext meiner These. Ich habe da auch sehr stark auf das erste Ion geblickt, das kam ja damals noch mitten in der Hochphase der MMORPGs raus. Damals hatte jedes Spiel eigentlich, das mit einer gewissen Ambition und einer gewissen Produktionsqualität rausgekommen ist, automatisch ein Hype. Natürlich noch nicht unterfüttert durch die Social Media Kanäle und Twitch und sowas. Das war damals 2009, 2010 noch nicht so wie jetzt. Aber man hat es halt gemerkt. Ein großes neues Spiel von NCSoft kommt. Das sieht fett aus. Es gibt diese wunderschönen Flügel. Ich weiß, ich habe damals noch bei der BAVT-Redaktion das Praktikum gemacht und da habe ich halt mitbekommen. Da wurde halt ein großes Team für ein Sonderheft gestemmt und viel auf den Launch auch gesetzt. Aber man hat halt gesehen, neben der großen Konkurrenz von damals konnte ION. Eigentlich nie diesen Fußabdruck hinterlassen, der bis heute nachhalt, sondern das war dann wirklich eins von vielen MMORPGs, das dann auch, nach dem Start hier im Westen zumindest untergegangen ist, im asiatischen Bereich, im Heimatmarkt war es deutlich, deutlich erfolgreicher. Aber es läuft halt bis jetzt immer noch. Auch in so einer Klassik-Variante läuft es immer noch. Das hat halt seine Fans. Und ich glaube auch in Iron 2 wird jetzt lange, lange seine Fans haben. Das sehen wir auch bei einem Lost Ark, bei einem Throne Liberty. Die Spiele werden immer noch gespielt, zwar auf zunehmend geringerem Niveau. Es gibt dann mal ab und an positive Ausschläge, wenn zum Beispiel ein starkes neues Update kommt, eine neue Erweiterung, sowas. Aber der Trend geht halt schon nach unten. Ich sehe das bei mir persönlich. Mein Plan ist jetzt wirklich, die erste Season von Iron 2 sehr, sehr aktiv zu spielen, da wirklich alles, was von mir machbar ist, auch umzusetzen, mir anzugucken. Aber ich freue mich schon sehr auf WoW Forever und der November ist dann spätestens für das Spiel komplett geblockt, weil auch klar ist, das wird halt aus ganz anderen Gründen eine sehr zeitintensive Kiste. Allein der Weg auf Stufe 60, da kann man sich dann mal eine dreistellige Anzahl von Stunden erst mal einplanen, dann setzt das Spiel ja auch einen sehr, sehr größeren Fokus auf Twinks, als das noch bei einem normalen VW Classic der Fall war. Also da wollen mehrere Charaktere vielleicht auf Stufe 60 gebracht werden. Da hat ION2 dann leider das Nachsehen und das wird sicherlich vielen MMO-Fans so gehen. Und perspektivisch, nächstes Jahr ist dann mit Guild Wars 3 das nächste große namhafte, ne? Wolltest du jetzt wahrscheinlich, also da wird es nicht einfacher für ION2. Ja und jetzt wurde ja sogar noch ein neues MMO, zumindest mal angekündigt, dass da in der Ferne, am Horizont schimmert RuneScape 4. Wie habt ihr darauf reagiert? Was war, wo habt ihr, wie habt ihr das eingeschätzt? So, Simon. Also, ich hatte das gar nicht auf dem Schirm. Mich hat das wirklich aus dem Nichts getroffen. Es ist im Moment, auch das habe ich mit Carsten gestern schon darüber gesprochen, es macht unfassbar viel Spaß im Moment, nach diesem Tal der Tränen wirklich wieder MMO-Fan zu sein, weil das ist ein super, super cooles Projekt. Also RuneScape ist eine riesen, riesen IP. Allscore RuneScape ist so ein Evergreen-Titel, ähnlich wie Classic VW. Der ist so zeitresistent, also der hat unglaubliche Qualitäten und gehört auch deshalb in den Top 5 der meistgespielten MMO-RPG. Das Ding ist der Wahnsinn. Es ist natürlich sehr spezifisch und sehr nischig, aber da freut sich großer Beliebtheit und auch Runescape 3 ist noch ein gut laufendes MMO-RPG, wenn auch auf deutlich kleinerem Stande sozusagen. Also das ist eine riesen, riesen IP. Und während wir jetzt mit Runescape Dragonwights haben wir ein Survival-Game gehabt, das jetzt gekommen ist, was auch sehr, sehr gut ist, wie ich finde. Hat am Early-Exit-Start noch ein bisschen wenig Content, aber macht einen guten Eindruck. Und viele hatten schon so den Eindruck, ey, mach doch das mal als MMO-RPG. Und ich weiß nicht, ob es das wird, weil wir wissen, das war mal geplant als, ich glaube, irgendwie Erweiterung oder sowas zu RuneScape Dragonwiles, was jetzt mit RuneScape 4 kommt. Aber inwieweit das jetzt, also ob das jetzt, in welche Richtung das in Sachen Combat geht oder Perspektive oder so, da ist noch sehr, sehr wenig zu bekannt. Wir hatten diesen einen Trailer, der auch relativ nichtssagend war, ehrlich gesagt, also ich freue mich da wahnsinnig drauf, bis jetzt war das ganz große Qualität, was da kam aus dem Hause und es ist eine riesen IP, aber es ist natürlich auch sehr wenig bekannt. Aber überhaupt dieses Ding am Horizont zu haben, neben WoW Forever, neben Guild Wars 3, neben natürlich dem Riot MMO, dann haben die Asia-Konnoisseure kriegen, haben jetzt Ion 2, Terra 2 ist in Entwicklung, wir haben die ganzen Indies, also vielleicht ist das Genre doch gar nicht so tot, wie man das mitunter so glauben sollte nach den sehr bitteren Einstellungen, die aber auch eingestellt wurden, weil die Industrie nicht die Eier in der Hose hatte, sorry, um das Ding durchzuziehen. Und Amazon gesagt hat, nee, komm, lassen wir mal an der Stelle. Die haben wirklich einen sehr, sehr guten Impact auf die Gaming-Szene hinterlassen. Dankeschön dafür. Also, ja. Sehr, sehr gute Zeiten im Moment für MMO-Fans würde ich behaupten. Man muss vorsichtig bleiben. Da hat ja Carsten durchaus recht, wenn er das sagt. Was er gestern gesagt hat zu mir, nur so als Kontext. Also, wir haben ja immer wieder so ein paar Diskussionen darüber und ja, man darf jetzt, man muss immer noch so ein bisschen skeptisch und vorsichtig bleiben, gerade bei MMO-RPGs, aber es ist schon, die Perspektive ist dramatisch besser geworden plötzlich und, gerade für Leute, die da sehr tief drin sind, wie Carsten und ich, ist es echt schön zu sehen, dass da so tolle, spannende Titel am Horizont sind, mit so großen Namen dahinter und so. Arcatronicles kommt jetzt auch, wo nächste Beta angekrone, die Audisieren dürfen, genau, startet Anfang nächsten Jahres und man muss dazu sagen, nochmal zurück zu RuneScape und Jahrgex, man überlegt ja immer, welche Studios haben überhaupt noch so die Möglichkeiten, großes MMORPG umzusetzen und da gibt es halt nicht so viele und es ist halt einfach unfassbar teuer und unfassbar risikoreich und, Klaas & Riot hat die Power durch League of Legends, durch den anhaltenden Erfolg dort. Bei einem ArenaNet wissen wir, die haben schon zwei tolle Spiele für das Genre rausgebracht, da kann man deswegen mit positiver Erwartung an den Start von Guild Wars 3 anbicken und dann haben wir eben da dieses englische Studio, das jetzt auch schon im Prinzip seit 27, 28 Jahren oder sowas MMORPGs macht und die schaffen halt wirklich dieses Kunststück mit zwei Spielen, die aussehen, als wären sie auch schon 30 Jahre alt, trotzdem steigende Spielerzahlen zu verzeichnen und dann halt auch irgendwie allen anderen MMORPGs, die da seit Jahren drum kämpfen, zu zeigen, hey, wir haben nicht nur steigende Spielerzahlen, sondern. Das war, glaube ich, jetzt eine Statistik vom Chef von Oldschool RuneScape, der gesagt hat, die Hälfte unserer Spieler ist in den letzten fünf Jahren dazu gekommen. Das heißt, sie schaffen es, neues Blut auf die Server zu bringen. Das ist das, was alle wollen, was alle versuchen. Mit irgendwelchen Umstrukturierungen der Levelphase, der Starterfahrung, mit irgendwelchen Seasons, Leute neu ranlocken. Sie schaffen es irgendwie. Sie haben dieses Geheimnis geknackt. Und deswegen haben sie auch tatsächlich, sie sind eines dieser wenigen europäischen Studios, dass so ein MMORPG tatsächlich im Jahr 2026 umsetzen kann. Und dementsprechend habe ich da auch tatsächlich sehr große Hoffnung, dass da was Vernünftiges entsteht und dass sie, das ist eigentlich das Wichtigste, die Entwicklung dann auch bis zum Ende durchziehen kann, ohne dass ihnen zwischendurch der Atem ausgeht, das Geld ausgeht, ein Investor irgendwie ins Kreuz springt und sagt, nee, wir drehen den Geldhahn zu. Aber jetzt zum Beispiel bei Runescape war es ja so, dass einfach aus der Community raus die Leute bei Dragonwilds gesagt haben, hey, wir würden uns wünschen, dass da einfach mehr MMO-Aspekte reinkommen. Sie dann gesagt haben, ah, okay, gut, so nach allem, was ihr euch jetzt gewünscht habt, arbeiten wir jetzt an der Erweiterung für das Spiel, bis sie dann eben dazu gekommen sind zu sagen, okay, wir machen einfach, wir machen eine MMO für euch draus. Und auch da ist halt die Frage, warum sind sie denn nicht von sich aus, warum haben sie nicht von sich aus als westliches Studio eben mit den Möglichkeiten gesagt, hey, wir machen das, sondern warum hat es erstmal von der Community wieder. Diesen Push gebraucht, dass die Community sagt, wir wollen das doch, wir wollen doch das, was ihr gut könnt, dass ihr uns das gebt. Warum hat es das gebraucht, Simon? Oder habe ich das falsch eingeschätzt? Also es ist natürlich nicht ganz so einfach. Also du willst, was du natürlich nicht willst, ist dich selber kannibalisieren. Jetzt ist Jagex eine Firma, die hat schon Oldschool RuneScape und die hat schon RuneScape 3 und ich glaube, man hatte so ein bisschen die Idee, dass man versucht, sich breit aufzustellen mit seinem Franchise, das machen viele, das macht ArenaNet mit Guild Wars, da machen wir jetzt Guild Wars 1, Guild Wars 2, Guild Wars 3, du hast Blizzard, die das versucht, die wollten ja auch ein Survival-Game machen, ich glaube, das Survival-Genre als eins, das ja auch durchaus viele Hits produziert hat in den letzten Jahren, ist auch einfach sehr attraktiv. Und kann sehr gut dabei helfen, sein Franchise quasi einfach einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, die man vielleicht mit der MMO-Formel noch nicht so erreicht hat. Das heißt, das sind also durchaus Überlegungen, glaube ich, die Sinn machen. Auf der anderen Seite ist jetzt eben die Frage, was wird denn RuneScape 4? Weil wenn es zu nah dran ist an den anderen beiden, wie gesagt, dann ist so ein bisschen die Frage, gräbt man sich nicht selbst irgendwie das Wasser weg? Oder macht man es wie ArenaNet? ArenaNet hat ja in der Vorstellung von Guild Wars 3 sehr penibel darauf geachtet, auch darauf hinzuweisen schon, dass man genau weiß, dass man unterschiedliche Erfahrungen mit allen drei Games für unterschiedliche Zielgruppen offenbaren möchte. Klar gibt es auch mal Überschneidungen, gar keine Frage, gerade zwischen GW2 und GW3. Aber natürlich willst du andere Zielgruppen ansprechen oder mehr Leute ins Boot holen, die vielleicht vorher noch nicht da waren oder irgendwann wieder gegangen sind aus Gründen. Und ich hoffe und könnte mir vorstellen, dass es so ein bisschen auch die Idee ist bei RuneScape, dass sie sagen, wir machen jetzt ein Spiel. Das eben doch anders ist als OSRS, also OSCO RuneScape oder RuneScape 3, die halt sehr nischig sind. Also eigentlich, wie Carsten das vorhin beschrieben hat, eigentlich ist es die fliegende Hummel. Das ist ein Phänomen, warum das eigentlich funktionieren kann. Weil das sieht aus wie SNES, eigentlich wie NES, nicht mal wie SNES. Und trotzdem ist es halt so ein Riesending. Und vielleicht sagen sie sich, komm, wir machen mal was, was ein bisschen massenkompatibler ist. Ich hab mir auch gedacht damals, als ich RuneScape Dragon Balls gespielt hab, wie cool wär das, wenn das ein MMO-RPG wär. Weil das Ding ist echt, es hat einen coolen Grafikstil, es macht super Spaß. Es hat eine coole Progression, weil sie ja das Runensystem auch da reingepackt haben, was man aus den MMOs kennt. Also ich glaube, es war der Versuch, initial zu sagen, wir erweitern unsere Palette, wir versuchen Leute ins Boot zu holen in unserer Franchise, die noch nicht da waren und jetzt sagen sie vielleicht, ja, aber wenn wir jetzt ein MMO machen, das... Zwar in der MMO ist, aber anders als die anderen MMOs, die wir jetzt haben, dann sind wir einfach breiter, dann machen wir auch den Blizzard-Weg. Blizzard macht das ja auch. Die haben Retail-WOW, die haben Classic-WOW, beziehungsweise jetzt Forever, was schon Classic ein bisschen ausbluten lassen wird, aber das ist ja auch die Idee, weil Classic geht halt nicht weiter. Du musst ja mal weiter produzieren, dann kannst du auch Inhalte verkaufen, die noch reinkommen. Du musst ja was draus machen. Und du hast unterschiedliche Angebote und hältst die Leute aber in deinem Boot. Jeder macht so sein eigenes kleines Mini-Netflix sozusagen. Das will ja eigentlich, jedes Studio will ja genau das, wenn es das stemmen kann. Und das macht ja auch dann für Jagex total Sinn, wenn sie sagen, ey, wir können da was draus machen, dann haben wir noch mehr Leute, die wir für uns begeistern können. Warum nicht? Ja, also auf jeden Fall der richtige Schritt. Ich glaube, da sind wir uns alle einig und es ist cool für die Community, da einfach noch mehr draus zu bauen. Jetzt ist aber zum Beispiel, das hatte Carsten vorhin schon mal gesagt, vor allem Theme Park MMOs sind so in den letzten Jahren das Einhorn geworden da draußen. Wie du es so schön an deinem Beitrag geschrieben hast. Warum eigentlich? Also warum sind Theme-Park-MMOs in den letzten Jahren nicht mehr so ein Ding? Und könntet ihr euch vorstellen, dass RuneScape 4 wieder mehr auch in diese Richtung geht? Oder ist es einfach eigentlich nicht mehr die Zeit für Theme-Parks? Also es ist nicht die Schuld von uns oder von den Spielern. Das hat man sehr, sehr stark zum Beispiel beim Launch von New World gesehen. Die Leute haben Bock, auf ein großes Themenpark, in das sie viel Zeit rein versenken können. Und der Vorteil von Themenpark-MMO-RPGs ist ja auch, du kannst es so spielen, wie du möchtest. Es gibt da halt unzählige Ausprägungen und Arten, wie du das spielen kannst. Ein modernes WoW kannst du auch, da kannst du richtig schwitzen, wenn du möchtest, aber du kannst es halt auch als Casual einfach Solo so für dich hinspielen mit ein paar Stunden die Woche, und wir haben eben schon bei ION 2 haben wir herausgestellt, dass da viele Sachen schwierig sind, wenn man es dann eher auf die Casual Art spielen möchte, aber grundsätzlich ist das das Ding ist aber halt auch so ein Themenpark zu bauen ist extrem teuer, dauert sehr sehr lange, dauert auch zunehmend länger Ja, also als so ein WoW oder ein Final Fantasy XIV oder sowas entwickelt wurden, da haben wir schon von AAA-Budget gesprochen und, von drei, vier, fünf, sechs Jahren Entwicklungszeit und das wird immer nur noch mehr und es wird immer nur noch teurer und so. Das ist im Prinzip jedes Mal, wenn jemand sich so ein wirklich modernes Themenpark-Ding vornimmt, das ist, als wenn man GTA 6 entwickeln möchte. Oder jetzt mit Blick, wenn GTA 6 draußen ist, das nächste GTA. Und das kann halt nicht jeder stemmen. Die meisten versauern auf dem Weg und viele wollen auch einfach nicht das Risiko eingehen, beziehungsweise sie finden einfach keine Geldgeber, die das Risiko eingehen möchten. Die Investoren sind kaum vorhanden. Das hört man auch von den Entwicklern wie einem Greg Street oder einem Jack Emmert, die versucht haben, solche Spiele zu finanzieren. Trotz ihrer Erfahrung, trotz erfahrenen Teams im Hintergrund, trotz einer namhaften Franchise wie Warhammer zum Beispiel, wo wir Fans sagen, das ist aktuell so groß wie nie. Macht dazu eine MMORPG und ihr scheffelt Gold. Also das ist ja direkt die Standleitung vom Spiel auf eure Bankkonten. Warum macht ihr das nicht zu Ende? Und der Grund ist einfach, Leute, die nicht spielen, die aber die Zahlen bewerten und die auf Trends gucken und auf so Themen auch außerhalb der Games-Branche, KI und sowas, wo sie halt ihr Geld rein investieren, die sehen einfach nur, es ist hier riesig, wir machen es nicht. Das ist halt das größte Problem im Prinzip und ich glaube, wir hatten es auch schon in vorherigen Gesprächen gesagt, wir hatten jetzt wirklich eine lange Phase, wenn da irgendein großes Thempark MMORPG aus dem Westen gekommen wäre. Es hätte null Konkurrenz gehabt, also was so neue Sachen angeht und es hätte, definitiv einen super erfolgreichen Start gehabt und von da aus hätte es nur noch im Prinzip diesen, Erfolg ausbauen müssen, indem sie dann halt die richtigen Sachen machen, indem sie auf das Feedback hören, indem sie die Baustellen, die richtigen Baustellen einfach erkennen und diese angehen und dann sukzessive das Spiel besser machen. Das hatten wir einfach nicht. Ich weiß nicht, ob Simon noch was ergänzen möchte, bestimmt Nee, das war ziemlich perfekt tatsächlich. Also das Einzige, was ich noch sagen könnte, ist halt, dass bei Theme Park ja auch immer das Problem ist, du hast halt so die typischen Inhalte, also Raids, Dungeons, Season und jetzt ist es halt irgendwann vorbei. Und der Vorteil bei Sandbox ist, das hat nicht so dieses Ablaufdatum. Das eine große MMO-RPG im Westen in den letzten zehn Jahren, außer New World, das erfolgreich war, war ja Albion. Und Albion ist auch so ein Ding, eigentlich PvP-fokussiert, da gibt es ja auch so diese vermeintliche Wahrheit, dass das eigentlich nicht funktionieren kann. Sandbox-Spiel, also eigentlich super nischig, aber mach einen guten Job und du hast natürlich nicht dieses Content-Problem. Du musst einmal den Content bringen und dann läuft das von selbst. Du hast diesen Kreislauf aus Crafting, Wirtschaft, Handel, PvP und. So ein paar Tupfer von Theme Park reingebaut, also so ein paar Dungeons, die das so ein bisschen ergänzen. Ein paar eigene Ideen wie Corrupted Dungeons, die so eine Mischung sind aus Theme Park und einem größeren PvP-Fokus oder Risk-Reward-Philosophie, die eher in die Sandbox-Schiene fällt. Aber überwiegend Sandbox und die Spieler haben halt immer was zu tun. Du musst nicht, also irgendwann musst du schon neuen Content bringen, aber jetzt nicht wie bei einem Theme Park MMO, wo die Leute nach einem Dreivierteljahr schon schreien, dass sie nichts mehr zu tun haben. Und das ist natürlich dann in der Entwicklung und auch in der Instandhaltung deutlich, deutlich günstiger und einfacher als bei einem Theme Park MMO. Nur eigentlich ist die Audience für ein Theme Park MMO größer. Das heißt, wenn es mal läuft, dann läuft es eigentlich auch richtig. Und deshalb ist, was Carsten gerade gesagt hat, völlig richtig, dass wenn etwas gekommen wäre mit einer großen Qualität, vielleicht sogar mit einem großen Franchise. Klar, Warhammer, wir fragen uns, warum kommt das nicht? Aber warum gibt es kein neues Hell-der-Ringe-MMO? Amazon. Warum gibt es kein neues Star Wars-MMO? Star Wars The Republic ist ein geiles MMO mit super Qualitäten, aber das Ding ist auch völlig veraltet. Es gibt so viele Franchises, die sich anbieten würden. Es ist tatsächlich eine Frage des Geldes bei Theme Park und auch eine Frage des Mutes und des Willens, das durchzuziehen und daran zu glauben, dass es ein Erfolg werden kann. Und eigentlich sind so die Zahlen, die man sieht, wenn mal was kommt. Das Interesse der Spielerschaft ist eigentlich ein gigantisches. Man kann sich nur wünschen, dass es da jetzt einen Umdenken der Industrie gibt, wenn jetzt GW3 ein großer Erfolg wird, WoW Forever, Runescape 4, das Riot MMO natürlich, was auch einen Riesen-Impact haben kann, wenn es richtig gut wird. Dann aber vielleicht nochmal einen ganz anderen neuen Frühling für das Genre. Mal schauen. Ja, hoffentlich. Also ich hätte Bock auf mehr da draußen. Ich glaube, wir alle, sonst würden wir jetzt nicht hier sitzen. Jetzt ist es halt so, also zum Beispiel bei Aion, das hattet ihr vorhin schon mal gesagt, das ist ein relativ kurzes Spiel, das geht alles schnell. Hätten die nicht auch mutiger noch sein können und die Welt größer machen können oder war auch da das Geld das Problem und warum zum Beispiel auch das Spiel ist ja eine ganz andere, Herangehensweise als bei WoW, ich habe gesagt, so 30, 40 Stunden kann man da reinstecken. Ich habe jetzt übers Wochenende auch ein paar Stunden reingesteckt und das Leveling geht ja super schnell, es gibt kaum große Herausforderungen. Warum geht man diesen Weg, während zum Beispiel jetzt WoW Forever genau das Gegenteil macht. So alles ist herausfordernd. Du brauchst ewig, um zu leveln. Warum gibt es diese sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an MMOs? Und würdet ihr euch wünschen, dass Aion da mehr in die WoW-Richtung gegangen wäre? Ich meine, ich kann, aber du bist eigentlich dran. Also erstmal kann man wirklich sagen, wenn jemand gesagt hätte, mach das Gegenteil von VW Forever, wäre da Hion 2 rausgekommen. Das ist eigentlich der krasse Gegenentwurf und das ist auch so gewollt. Man muss da auch so ein bisschen die Wurzeln betrachten. Es ist nicht nur ein Asia Grinder, sondern es ist auch ein Asia Grinder, der im Heimatmarkt und in Taiwan für PC und Mobile erschienen ist. Das heißt, es ist auch ausgelegt dafür, dass du zwar sehr viel Zeit reinsteckst, aber dass du die Zeit auch in kurzen Zeitfenstern reinstecken kannst. Mit einem großen Fokus auf den Grind im Endgame. Das heißt, die Levelphase ist da per se erstmal mit einer sehr, sehr niedrigen Priorität. Alle sollen da schnell durch und auch bei solchen Spielen hat es auch immer eine gewisse Rolle, okay, wenn man das min-maxen will, braucht man am besten sogar noch zwei, drei Twings auf Max-Level und die bringt man dann mit in, diese Grind-Spirale rein, um mit den erspielten Sachen, die man rüberschicken kann, dann den Hauptcharakter zu füttern, damit der wieder größere Sprünge machen kann. Das gehört alles zum Konzept im Prinzip dazu und eine lange bedeutsame Levelphase wird dem komplett im Weg stehen, und das Spiel ist halt auch wirklich von Anfang an daraus ausgelegt, dass du eine halbe Stunde spielen kannst und dann kannst du in dieser halben Stunde drei Steel Dungeons machen, kannst. So eine Burgbefestigung in der offenen Welt irgendwie reinigen noch eine Nebenquest machen und dann hast du schon wieder einen Schwung geschafft und kannst dein Handy wieder ausmachen im Prinzip, also, bei uns nicht, bei uns ist ja nur auf PC erschienen aber so, das ist der Gedanke und hast dann Progress gemacht und kannst dann, wenn du eine Stunde später wieder Zeit hast, wieder reingehen. Und so ist das Spiel halt aufgebaut. Ich finde es eigentlich jetzt so, wie es ist, ganz okay, weil es genau das halt sein will. Und ich merke auch dieser Flow, der da entsteht. Man nimmt sich eine Aufgabe an, man hat die wirklich eine Minute später. So ein Sealed Dungeon, das sind diese Solo-Dungeons in der offenen Welt instanziert, die sind teilweise dauernd die kürzer, als dann nachher, das Einsammeln vom Loot, das man dann halt irgendwann zugesprochen bekommt, plus das Herausteleportieren wieder, zum Eingang. Also das geht wirklich super schnell. Und dann schaut man sich, wo ist der nächste Punkt, wo ich hin will. Per Teleport springt man dann sofort dahin, ist zwei Sekunden später da, hat dann die Autorun-Funktion, lässt sich dann also auch noch ans Ziel kutschieren. Und das hat so einen komischen Flow, der eigentlich sehr wenig mit der MMO-Erfahrung zu tun hat, die ich sehr, sehr mag, wie zum Beispiel bei dem V-O-Way Forever. Aber sie hat halt auch diesen ständigen Dopaminausschuss und dieses ständige, es geht weiter und voran und man geht weiter und Ion 2 macht, was Ion 2 wirklich super, super, super macht, egal was man in dem Spiel macht, alles wirkt sich positiv auf die Charakterprogression aus und liefert daher auch diesen Dopaminausschuss. Selbst das, die Petsammlung, selbst irgendwelche Skins sich zu erspielen, weil man Ausrüstung zerlegt, Sachen, die normalerweise so eigentlich optional sind, Skins für Leute, die sich gerne individuell irgendwie austoben, Leute, die gerne Pets sammeln, die dann irgendwie zwischen 1000 Mounts, in Ion 2 bringt alles Alles Werte Boni, alles. Und das ist halt so clever. Und dementsprechend finde ich, ja, es ist für mich eigentlich nicht das optimale MMO, wie ich es gerne hätte, aber es funktioniert halt für das, was es sein will, genau in dieser Nische sehr, sehr gut. Wobei man sagt, wenn ich kurz reingritschen darf, man muss, also sah das richtig, es gibt auch aber, also ich hatte schon mehrere so Momente, wo ich auch gelitten habe unter dem, was eigentlich positives Dopamin sein soll. Also es gibt zum Beispiel RNG Upgrades. Das heißt, es gibt, eigentlich ist es so, wenn du Ausrüstung hochstufst, dann gibt es halt eine Chance, dass es failen kann ab einer gewissen Stufe und du verlierst aber jetzt nicht das Item wie in anderen Games oder du hast eine Runterstufung, sondern bei Ion 2 verlierst du einfach die Ressourcen. Das ist ärgerlich genug, weil diese Ressourcen sind teuer erfahnt sozusagen oder teuer gekauft. An einer Stelle kann man das Item verlieren. Genau, man kann aber das Item verlieren bei Runen. Und ich hatte unfassbares Pech mit Runen. Ich habe so viel Kina, das ist die Ingame-Währung verloren, weil ich bei 80% Chance gefailt habe, mehrmals hintereinander. Und dann ist alles weg. Also das gehört halt auch so zu diesen Games. Da darf man sich keine Illusionen machen. Asia Grander haben selten kein RNG-Upgrade-System. Und RNG-Upgrade-Systeme sind wirklich ein System aus der Hölle. Also zumindest für westliche MMO-Spieler. Das heißt auch da, klar, im Moment haben alle Honeymoon-Phase. Das macht super viel Spaß, das erste Mal die Dungeons zu laufen, weil die cool sind und diese Zahl geht hoch zu sehen und so. Aber die Rechnung wird kommen. Das weiß Carsten, das weiß jeder, der diese Art von Spielen schon öfter gespielt hat. Die Rechnung wird kommen. Und wenn die Rechnung kommt, dann kommt der Abfall von Spielern, also die Abwanderung. Und das wird auch bei Ion 2 so sein, definitiv. Aber ich wünsche mir nicht, dass Ion 2 jetzt versucht, dass andere Games versuchen, wie WoW Forever zu sein, um das noch ein kurzes bisschen mitzubeantworten. Weil es natürlich so ist, dass du verschiedene Zielgruppen hast. Es gibt diese Zielgruppe, die genau diese Games ja liebt. Die sollen ja auch tolle neue Games kriegen. Und wenn sie versuchen würden, wie WoW Forever zu sein, würden sie wahrscheinlich kläglich scheitern. Ein bisschen versuchen das gerade ArcheAge Chronicles und Chrono Odyssey, so ein bisschen mehr auf der westlichen Party zu tanzen, ein bisschen mehr die westlichen Togenden zu bedienen. Ich bin gespannt, wie das funktionieren wird. Das werden wir noch sehen. Aber es ist gut, dass man sich überlegt, welches MMO will ich sein, welche Audience will ich bedienen und das konsequent durchzieht, als einen Ansatz zu wählen, wo man auf allen Partys tanzen will und am Ende des Tages macht man es niemandem so richtig recht. Von daher, ich finde das eigentlich gut, dass man genau sagen kann, das ist die Zielgruppe und die wird auch ordentlich bedient und nicht verwässert. Also man kann ja schon sagen, da prallen auch einfach zwei sehr unterschiedliche Gaming-Kulturen aufeinander, würde ich behaupten. Wenn man einfach asiatische MMOs mit und beziehungsweise Asia-Grinder mit eben einem WoW Forever vergleicht, das sind eben sehr unterschiedliche Spiele für unterschiedliche Leute. Jetzt haben sie aber bei Aion ja schon auch versucht, einige Dinge, die in der taiwanesischen Ausgabe noch vorhanden waren, ein bisschen runterzuschrauben, um es dem Westen doch auch etwas angenehmer zu machen. Und zwar vor allem Monetarisierung. Das ist aber trotzdem noch einer der größten Kritikpunkte aktuell in der Community an Aion 2. Wie schlimm ist es denn jetzt wirklich im Spiel? Ja. Die Ausgangslage, mit der sie gestartet sind in Korea und Taiwan, die war aber auch wild. Da hatten wir zwei Abos, mehrere Battle Passes und den teuren In-Game Shop und so. Das wäre ihnen direkt um die Ohren geflogen. Und sie haben dann ja die beiden Abos konsolidiert und dann nicht einfach die Preise addiert, sondern dann einen neuen Preis festgelegt jetzt für Europa. Und sie haben viele Anpassungen gemacht, aber man muss natürlich immer noch sagen, die Monetarisierung ist problematisch. Für mich, mich stört am meisten tatsächlich zum einen, dass das optionale Abo eigentlich nicht optional ist, wenn du es vernünftig spielen willst, weil wir eben die Verknüpfung haben von Abo mit dem Marktplatz und dem Währungsumtausch. Das heißt, wenn du handeln möchtest über den Marktplatz, wenn du Währungen umtauschen, möchtest, um zum Beispiel deine, ungebundenen China in Kuna zu verwandeln, um dir dadurch dann den Battle Pass zu erspielen und den nicht zu kaufen, dann brauchst du zwingend einfach das Abo. Und andererseits, wenn jemand das Abo hat, dann hat er halt die Möglichkeit, sehr viel Echtgeld in das Spiel zu pumpen, um dann die Premium-Währung Kuna in China umzuwandeln, um dann halt im Marktplatz einzukaufen, und man kann sich gewisse Sachen nicht mehr kaufen, die man sich in Korea und Taiwan kaufen konnte, unter anderem die besten Ausrüstungsteile, die muss man sich jetzt mittlerweile herstellen, aber du kannst dir halt immer noch die ganzen Aufwertungsmaterialien dafür holen und dir einen großen Teil von diesem Grind zeitlich ersparen, weil du dir gewisse Sachen einfach dann kaufst, statt sie zu erfahren. Und das ist schon ein sehr, sehr großer zeitlicher Vorteil, der sich im PvE kann man natürlich. Das sind manche halt vom Item-Level höher als ich. Und das Schlimmste, was mir passieren kann, ist, dass mich die Leute dann nicht mehr mitnehmen, dass ich keine Gruppen finde. Das kann natürlich nerven. Oder dass du gekickt wirst, wenn die Leute sehen, okay, deine Comment-Power ist zu klein für das, was wir hier vorhaben. Hättest du mal ein bisschen was investiert, um auf unserem Niveau zu sein. Schlimm genug. Wir haben aber leider auch im Fall von PvP, da hatten sie am Anfang angekündigt, dass sämtliche instanzierten PvP-Inhalte gebalanced sein sollen, was die Ausrüstung angeht. Das heißt, man meldet sich an und dann spielt der aktuelle Ausrüstungswert von einem keinen Wert mehr, sondern alles wird skaliert. Meines Wissens nach ist das jetzt nur auf den Schlachtfeldern so. Also eigentlich dem uninteressantesten und auch für meine Generation nicht so ganz passenden, weil das wirklich eine sehr schnelle TTK hat, wie wir feststellen mussten. Also es ist unfassbar temporeiches BVP. Man ist sofort tot, wenn man von jemandem Ziel genommen wird und er guckt einem böse an. Aber in den Arenen hat man diese Skalierung nicht. Da zählt das Gier. Und da gibt's halt auch die Ranglisten. Und in den offenen PvP-Bereichen, die zwar optional sind, in Anführungszeichen, wie der Abyss, also quasi das große, instanzierte Gebiet, wo man dann auf beide, wo die beiden Fraktionen aufeinander treffen, wo man Quests machen kann, Weltbosse, man kämpft um Artefakte. Da spielt natürlich die eigene Ausrüstung eine sehr große Rolle und auch bei den Riss-Events. Das sind Events, die sich alle paar Stunden öffnen, über die kann man dann in die gegnerischen Gebiete reingehen und da kann man halt auch PvP machen, wenn man möchte und wenn man da aufeinander trifft, da gibt es natürlich auch keine Ausrüstungsanpassung in irgendeiner Form. Also in solchen Bereichen hat man schon einen sehr, sehr klaren Vorteil. Ergo Pay-to-Win, das muss man halt wissen, wenn man IO2 startet und wenn man kein Geld investieren möchte, dass da Leute, die viel Geld investieren, einen klaren Vorteil haben. Zu dem Thema Premium-Abo, das ja, wenn du es eben richtig spielen willst, doch dann nicht ganz so optional ist, sondern du brauchst es schon. Du zahlst ja bei WoW auch ein monatliches Abo. Warum regen sich hier die Leute so einfach drüber auf? Simon? Naja, das ist ja mehr als, also das ist natürlich das Abo. Das gibt es ja bei zum Beispiel Aero Scrolls Online. Ist auch so ein Fall, das Abo ist eigentlich optional, aber eigentlich, wenn du es richtig spielen willst, musst du es haben, allein schon wegen dem Handwerksbeutel. Albion Online, wobei das so ein bisschen so ein Grenzding, das hat schon legitime Pay-to-win-Debatten, aber auch nicht ansatzweise in dem Maße, weil Aion eben sehr, sehr krass eskaliert. Also bei Aion ist es so, wenn ich das Abo habe, dann ist ja nicht das Abo an sich das Problem, sondern eben, wie Carsten richtig gesagt hat, Ich kann Echtgeld-Währung umtauschen in In-Game-Währung und kann mir damit riesige, riesige, riesige Vorteile erspielen. Und das geht natürlich beim WoW nicht. Da hast du das Abo und dann kannst du spielen und da endet die Geschichte. Das heißt, das ist natürlich ein riesen, riesen, riesen Unterschied. Und gerade, dass man die Entscheidung getroffen hat, den tatsächlich mit Abstand am unattraktivsten gestalteten PvP-Modus, nämlich die Battlegrounds, Carsten und ich haben uns duelliert, Carsten hat gewonnen. Dass man das balancet, was wirklich, also sorry, aber das ist kein guter Modus. Und aber den Abyss, der natürlich cool ist, weil es dieses Open-World-Ding ist, und die 1-gegen-1-Arena, die auch cool ist, da habe ich auch jetzt inzwischen die ersten Matches gespielt, das macht viel, viel, viel mehr Spaß, dass man das nicht balance, ist ja eine bewusste Entscheidung. Eine andere übrigens als die Konkurrenz. Blade & Soul hatte eine gebalancete 1-gegen-1-Arena, Archage hatte eine gebalancete 1-gegen-1-Arena. Also man hat sich da schon dafür entschieden, eben diese Pay-Vorteile umfassender sozusagen relevant zu machen, als das vielleicht die Konkurrenz macht. Und das ist schon eine Entscheidung, die gerade ich sehr bedauere, weil ich sehr gerne die gebalanced 1 gegen 1 Arena in Blade & Soul gespielt habe, muss ich gestehen. Und das ist schade. Das ist tatsächlich einfach schade, weil man merkt das jetzt schon, dass die Unterschiede gewaltig sind. Genauso im PvE. Carsten meinte gerade, was ist das Pay-to-Win im PvE? Naja, dass du halt zum Beispiel dann keine Gruppen findest. Das ist jetzt schon so. Wir haben fünf Tage nach Release. Ich versuche gerade ein Dungeon zu laufen, da schreiben die Leute, die organisierte Gruppen machen, sie wollen 70k oder 80k Combat Power, ich bin bei glaube ich 65, werden nirgendwo mitgenommen. Jetzt schon, fünf Tage nach Release. Du hast immer bei Lost Ark genau dasselbe. Du hast immer dieses Gatekeeping, du hast immer diese Problematik, dass Leute also wirklich horrende Anforderungen haben, daran quasi in die guten Gruppen mitgenommen zu werden. Und klar kannst du über QuickJoin irgendeine Gruppe finden, aber das ist dann halt auch irgendeine Gruppe. Also das sind dann oft Leute, wo dann die Chance, den Inhalt erfolgreich zu gestalten, halt nun mal leider erfahrungsgemäß etwas geringer ausfällt. Das heißt, man möchte ja auch in die Gruppen, die sich ein bisschen Mühe geben bei der Zusammensetzung, vielleicht die Mechaniken schon so ein bisschen kennen und dann werden die Anforderungen immer höher, die Ansprüche immer höher und man hat halt dann, wenn man nicht mithält, eben Probleme in diese Gruppen reinzukommen. Also ja, da muss man ganz klar sagen, da hat die Monetarisierung einen riesen Impact auf ganz, ganz weitläufige Teile des Spiels. Und man muss dazu sagen, der Free-to-Play-Launch ist ja erst, wenn wir das aufnehmen, heute 15 Uhr, wenn ihr das seht, ist er wahrscheinlich schon gestartet. Und Free-to-Play bedeutet natürlich auch, die Hürde ist weg. Plötzlich haben wir wahrscheinlich Bots im Spiel, in irgendeiner Form. Das war bei Lost Ark ein großes Thema, ist es bis heute, das ist bei Throne Liberty. Es ist immer ein Thema, wenn du eine Echtgeldwährung hast, die mit dem Handel verknüpfst und dann gleichzeitig die ein Free-to-Play-System drunter setzt. Und da bin ich sehr, sehr gespannt, wie das jetzt bei Iron 2 sich in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten äußern wird und wie NCSoft dagegen vorgehen wird. Bei Ihren anderen Spielen haben Sie da keine guten Lösungen für gefunden, die wirklich nachhaltig Verbesserungen sorgen konnten. Aber das bedeutet jetzt auch, ich höre bei euch beiden so ein bisschen raus, ihr werdet jetzt nicht so lange ION 2 spielen, richtig? Du redest hier mit zwei Leuten, die WoW Mains sind und WoW Forever steht an. Also diese Frage stellt sich in der Form tatsächlich nicht. Das muss man klar sagen. Ja, okay. Aber werdet ihr jetzt bis dahin ION 2 spielen oder habt ihr jetzt auch, jetzt natürlich berufsbedingt auch so ein bisschen reingeschaut und sagt dann, okay, ich schaue jetzt währenddessen noch mal in ein altes, keine Ahnung, Herderinge Online oder so, lieber rein, als dass ich jetzt meine Zeit in Ion 2 verbringe. Ja, ich habe es eben schon angedeutet, die erste Season werde ich auf jeden Fall noch viel spielen und gucken, dass ich da mir alle Inhalte angucke. Vielleicht dann am Ende des Tages nicht auf allen Schwierigkeitsgraden und so, aber ich versuche zumindest mal irgendwie in den neuen Raid bis zum Ende der Season reinzukommen. Und zwischendurch gibt es immer wieder ganz andere Themen wir haben eben kurz angedeutet Archage Chronicles bekommt eine Testphase noch diesen Monat, da werde ich auf jeden Fall die Woche auch rein, wird eine Woche lang gehen und in dieser Woche werde ich dann sicherlich auch viele Stunden da reinstecken und so, aber es ist, das habe ich auch schon bei Lost Ark so gemacht und bei Thorin Liberty und das sind keine Spiele, die mich wirklich langfristig dann binden können ich schaue vielleicht mal rein, wenn irgendwie ein großer Content Drop kommt oder sowas, neue Regionen oder neue Zonen, neue Klassen. Aber erfahrungsgemäß können mich solche Asia-Grinder nicht super lange halten. Da kehre ich dann immer wieder zu meinen Lieblingen zurück, zu einem WoW, zu einem Guild Wars 2, zu einem ESO, zu einem Final Fantasy XIV. Willst du das genauso machen, Simon? Ja, das ist eins zu eins meiner Geschichte. Ich habe nichts dazu zu fügen. Punkt. Okay, aber bedeutet auch, weil das ist ja auch was, was wir jetzt in den letzten Jahren gesehen haben, so ein bisschen so MMO-Hopping. Wir schauen halt jetzt gerade, okay, wo sind neue Inhalte? Hier, das ist gerade spannend, da haben wir was Neues bekommen, da gibt es einen neuen Raid, einen neuen Dungeon und den schauen wir uns jetzt an. Wird das in den, ist das jetzt einfach so, ist das jetzt einfach so unsere Welt als MMO-Spieler? Wir schauen halt immer gerade, was ist jetzt gerade interessant, da gehen wir rein. Und es wird nicht mehr so sehr die Leute geben, die einfach für immer dieses eine MMO bekommen. Spielen oder bringt vielleicht WoW Forever das zurück? Wer weiß. Ich möchte mich vordrängeln, darf ich? Weil mir das wirklich ein super wichtiges Anliegen ist. Also dieses MMO-Hopping- Phänomen gibt's auf jeden Fall und das ist auch deshalb so, weil es eben diesen saisonalen Aufbau von Theme-Park-MMOs gibt. Also du hast eben oft bei zum Beispiel Retail, WoW oder Final Fantasy neuen Content, der ist irgendwann durchgespielt und dann kannst du zwar im Game bleiben, gibt ja auch viel Neben-Content und so, aber du hast eigentlich immer diese Freiräume, wo du auch mal so ein bisschen links und rechts des Weges gucken kannst, was machen andere MMOs. Das heißt, MMO-Hopping wenn man ein Theme-Park-Spieler ist, ein bessiger Theme-Park-Spieler ist, eigentlich fast schon zeitlich sinnvoll. Und warum auch immer nur ein Spiel spielen? Aber, und jetzt kommt der wichtige Punkt, wenn es eine MMO gibt, das richtig überzeugt qualitativ, dann ist es nicht so, dass man jetzt quasi automatisch einfach aufhören würde, das Spiel zu spielen, weil man jetzt gewöhnt ist, dass man nicht mehr länger dabei bleibt, sondern dann bleibt man, vielleicht. Macht man zwischendurch mal Pausen, aber man kommt immer wieder zurück. New World ist das beste Beispiel. Klar haben damals bei New World zum Release eine Million Leute gespielt und viele sind dann gegangen, weil es ja wirklich eklatante Probleme gab. Aber es gab auch eine sehr, sehr große Community, die immer wieder gekommen ist. Und jetzt gerade auch zuletzt, als es unter Nighthaven dann quasi zur Grabe getragen wurde, reden wir von 50.000 gleichzeitigen Spielern nur auf Steam. Bloß eben noch die Consoleros. Das heißt, und Leute wie ich, die New World geliebt haben, ich hab das, also klar gab es Pausen, aber wir haben das über Jahre immer und immer wieder gespielt. Ich hätte nie aufgehört, das Spiel zu spielen. Warum auch? Also man spielt vielleicht nicht mehr nur ein MMORPG, aber man geht sicherlich immer wieder auch zurück zu den MMORPGs, die man liebt und guckt sich die Inhalte an und dann ist es eben vielleicht ein etwas saisonaleres Spielen. Aber es ist auf keinen Fall so, dass man ständig Spiele, die man wirklich, die richtig zünden, dass man die dann aufhört quasi auch extrem intensiv zu spielen. Also seit WoW da ist, da reden wir von 2005, gibt es ganz, ganz klar drei, vier Spiele, wo ich sagen würde. Auch wenn das jetzt nicht ein Spiel ist, sondern drei, vier Spiele, aber das sind meine Main-MMOs. Ich habe in diesen Spielen tausende Stunden und da ist so dieses, ne, MMO-Hopping klingt immer so nach, ja, du spielst das und dann das und dann das und bleibst nie irgendwo dabei. Aber wenn du zehntausende Stunden in WoW, tausende Stunden in Guild Wars, zweitausende Stunden in New World hast, dann sind das deine drei Main MMOs und dann bleibst du da dabei, auch wenn du zwischendurch mal Pausen machst. Also dieser Hopping-Begriff ist sehr negativ konnotiert und ist einer, der immer so ein bisschen herangeführt wird, so nach dem Motto, man bleibt eh nirgendwo mehr dabei. Das ist einfach nicht der Fall. Das ist ganz klar so, wenn ein Spiel zündet, dann bleibt man da auch längerfristig dabei. Carsten, siehst du das? Ja, ich würde vielleicht nur noch ergänzen, zu dem MMO-Hopping gehört natürlich auch dazu, dass wir in den letzten Dekaden jetzt nicht gerade mit super vielen neuen MMO-RPGs gesegnet worden sind. Und wenn dann halt mal eins kommt, dann will halt auch jeder Fan des Genres einfach mal reingucken, um zu sehen, ob es vielleicht endlich wieder eins gibt, was richtig Spaß macht. Das bringt einfach diese Dürre mit sich und. Das ist dann halt so ein Herumhüpfen, weil die meisten Spiele haben halt dann nicht diese Qualität die wir uns vielleicht wünschen würden oder, vielleicht auch nur zum Launch und dann gucken wir halt später vielleicht nochmal rein, aber eigentlich zählt ja der erste, Eindruck so sehr und wenn der das haben wir bei zum Beispiel in Age of Cone gesehen damals, dass es halt unfertig rausgekommen ist und hat es dann extrem schwer, obwohl es dann später ja doch noch ein vernünftiges, durchgehend spielbares Wissens-Edgame, gut durchgehend spielbares MMORPG geworden ist, dann trotzdem wieder die Spieler zurückzuholen, die am Anfang beim Start halt da so fassungslos waren, welche großen Content-Lücken es gab und wie verbuggt alles war. Ja, es ist, das Genre an sich ist einfach gerade so schwierig, dass uns ab und an einfach nicht viel übrig bleibt, als hin und her zu hüpfen. Hoffnungsvoll. Ganz hoffnungsvoll, dass es irgendwann wieder besser wird. Jetzt ist die Frage, würdet ihr denn sagen, dass Arjon 2 schon auch die Möglichkeit hat, langfristig ein Spiel zu sein, zu dem Leute eben immer wieder zurückkehren? Oder ist das halt jetzt wirklich jetzt gerade mal Honeymoon-Phase, Leute haben Bock reinzuschauen, weil es gratis ist und dann wird sich das aber legen. Also eine gewisse Zielgruppe, glaube ich, schon, weil einfach Iron 2 dafür eine zu hohe Grundqualität hat. Aber mein Eindruck ist immer, dass das quasi Rückkehr-MMO, was jetzt für uns Theme-Park-Spieler sind, das so eben die vier großen, also Guild Wars, WoW, Final Fantasy und so, das Rückkehr-MMO für die Asia-Grinder-Fraktion, habe ich immer so das Gefühl, ist Black Desert. Also Black Desert ist ein unfassbar gutes MMO-RPG, auch mit den üblichen Problemen oder Themen eines Asia-Grinders, auch wenn es sich das sehr ausdifferenziert hat, so in Richtung mehr westliche Tugenden, mehr westliche Spieler versuchen anzusprechen. Aber es ist so ein Spiel, wo ich immer das Gefühl habe, es hat auch die stärksten Zahlen auf Steam. Und es ist immer so ein bisschen so ein Game, wo ich das Gefühl habe, wenn die Asia-Gwenner-Fraktion gerade nicht weiß, was sie spielen soll, dann gibt es Black Desert. Und die anderen beiden Großen, die kamen, Lost Ark und Throne, die haben das in dem Maße nicht geschafft. Zumindest ist es meine Wahrnehmung und die Steam-Zahlen sagen das auch deutlich, dieses Spiel zu sein. Das heißt, die Frage ist jetzt, ob gerade diese Leute, die zum Beispiel dann zu einem Black Desert zurückgehen würden, wie lange die bei einem ION dabei bleiben. Und das hängt natürlich auch sehr davon ab, wie jetzt der Content ist, der nachkommt. Ob man schafft, motivierenden Contents zu liefern für die Zielgruppe, ob man schafft, seiner Linie treu zu bleiben oder ob man vielleicht ein paar Entscheidungen bringt, die dann auch unpopulär sind, wie das auch zum Beispiel auch bei Black Desert passiert ist. Da muss man so ein bisschen abwarten aber die Grundqualität ist eine sehr hohe auch, wie ich finde eine höhere als bei Fortnite Liberty, von daher kann ich mir schon vorstellen dass das zumindest längerfristiger relevant bleibt, aber Black Desert ist sicher wirklich, ich hab so das Gefühl also das ist so wirklich so das Ding für die Asia Grand, da gehen die immer wieder zurück, ich verstehe auch warum, es hat ein überragendes Comment-System. Und auch ein paar andere Qualitäten. Und genau da macht es ja auch eine Sache, deutlich, deutlich besser. Bei dem Combat von Black Desert hast du ja auch dieses Combo-lastige, aber du hast halt das Gefühl, du tust da was für und hast dann gleichzeitig diesen Impact. Bei Ion 2 sehen wir jetzt halt, also ich habe ja eben schon mal angedeutet, es ist da auch am Heimatmarkt auch für Mobile erschienen. Und auf den ersten Blick sieht man das I und II bei den Skills gar nicht an, weil es gibt schon sehr, sehr viele Skills durchaus, also aktive bei jeder Klasse. Aber sie haben halt diesen Kniff, dass du diese Skills zusammenfassen kannst. Also du kannst im Prinzip deine wichtige Kernrotation kannst du in einem Makro bündeln, das du dann mit der rechten Maustaste auslöst und dann webst du das zusammen mit deinem Hauptangriff, das du mit der linken Maustaste auslöst. Und so wie das Makro und dieser Basisangriff zusammen funktionieren. Das ermöglicht dir tatsächlich, dass du einfach diese beiden Tasten gedrückt hältst und dann geht dein Charakter ab. Und dann liefert der auch, was diese Kernrotation angeht, die maximal mögliche DPS, weil du dann schon so Sachen drin hast, die eigentlich für MinMaxer gedacht sind, wie Animation Cancelling, wie, Angriffs, also Skill Weaving, dass du quasi mit deinem Hauptangriff die Animation von deinen anderen aktiven Skills unterbrichst, um schneller quasi in der Rotation voranzukommen und aber immer auch wieder diesen Basis Angriff einstreust für mehr Schaden. Und das Einzige, was du halt sonst noch machst, ist dann zum Beispiel gezielt DPS-Couldowns zu zünden oder irgendwelche Schutzmaßnahmen zu zünden oder als Heiler deiner Heilung zu wirken, wenn sie relevant sind. Und das ist halt natürlich schon auf eine Art sehr einsteigerfreundlich und es gibt auch viele Fans davon, die es einfach genießen und es gibt natürlich auf der anderen Seite auch viele, die sagen, ich hätte schon gerne ein bisschen mehr Tiefe in dieser Tiefe, weil das Ganze schon sehr vereinfacht und, was das angeht, stinkt ION 2 natürlich schon im direkten Vergleich mit Black Desert sehr, sehr ab. Auch wenn beides toll aussieht und sich teilweise auch wuchtig anfühlt und so. Also es macht schon Spaß durchaus, sich mit Iron 2, mit seinen zwei Tasten durch Monsterhorden zu schnetzeln. Das wäre jetzt auch mein Ding gewesen. Also ich finde es definitiv zu einfach. Aber ich glaube, das ging vielen Leuten so. Aber es macht trotzdem halt Spaß. Und es sieht halt fantastisch aus. Also auch das muss man in diesem Spiel halt einfach lassen. Verdammt, ja, in Unreal Engine 5, das sieht sehr gut aus. Klar, auch da, es gibt sehr viele Leute, die diesen Asia-Look nicht mögen. Wenn man den nicht mag, dann, ja, verständlich. dann wird einem Ion 2 jetzt auch nicht gefallen. Wenn man damit was anfangen kann, sieht das Spiel sehr gut aus. Und wie gesagt, es kämpft mit Spaß. Und die Plattformen hat das gut. Das ist ja immer so ein Ding bei Unreal Engine 5. Also gerade am Anfang, das muss man auch wirklich sagen, Ion 2 fühlt sich wirklich massively an. Also gerade als wir da mit den vielen anderen Early Access Startern losgelegt haben in den ersten Tagen, was da eine Masse an Spielern auf den Servern unterwegs waren und in der ersten Stadt und sowas, das ist schon wieder dieses geile Massively-Gefühl. Das zerläuft sich dann natürlich alle und irgendwann teleportieren alle nur noch durch die Welt und machen ihre Dungeons und sowas und dann nimmt es ein bisschen ab. Aber das ist schon cool. Und dann gleichzeitig halt auch diese schicke Grafik zu haben mit der tollen Performance, das ist schon nicht schlecht. Das hat NC-Soft gut gemacht. Aber es ist genauso, wie du gesagt hast, Lea, es ist so schade. Du hast in dieser Levelphase fast keinen Schwierigkeitsgrad. Und das war nicht so. Ich hab den Taiwan-Release gespielt, da war es härter. Aber das haben die genervt. Krono Odyssey, Krono eher wegen Spielerfeedback wahrscheinlich oder wegen Angst. Krono Odyssey hatte einen harten Schwierigkeitsgrad, als wir die Testphase jetzt hatten, hat den bereits genervt. Ich hab damals bei meinem lieben Kollegen Mark Sellner, Grüße gehen raus, hab ich zugeguckt. Wie er einen Charakter erstellt hat damals und er ist sofort, es gibt so einen großen Boss, den am Anfang alle machen müssen, der ist da hingegangen, quasi auf Level 1 oder 3 oder so, also sehr, sehr früh und hat 3, 4 Stunden sich die Zähne ausgebissen an diesem Boss, irgendwann lag der, ist natürlich eher so eine Experience, die man jetzt mit einem Souls-Game oder so in Verbindung bringen würde, aber das hat so Spaß gemacht, dazu zu gucken und ich glaube, der hatte so einen coolen Moment da, hat er auch. Immer wieder gesagt, wo man wirklich dann auch eine Bindung und ein cooles Erlebnis als Einstieg quasi damit assoziiert. Und das kann was richtig Tolles sein. Also ein Schwierigkeitsgrad kann wirklich sehr, sehr, sehr viel Spaß machen. Und ich habe das Gefühl, immer wird es versucht. Und dann, ich weiß nicht, ob es Spielerfeedback ist, ob es irgendwie dann eine gewisse Mutlosigkeit ist, aber dann wird er immer wieder genervt. Das war jetzt bei Ion 2 so, das war viel schwerer zum Taiwan- und Korea-Release. Und dasselbe bei Chrono Odyssey. Also das ist so schade. Das ist so schade, als würde man den Spielern nicht zutrauen, sich auch mal ein bisschen reinzubeißen, weil so ist es halt wirklich belanglos. Du musst dich mit deiner Rotation nicht auseinandersetzen mehr, musst du sowieso nicht wegen dem Makrosystem. Aber in normalen Spielen müsstest du dich auch mit deiner Rotation nicht auseinandersetzen. Du müsstest auf nichts achten. Das läuft alles so im Autopilot. Und wenn das von vornherein deine Experience ist, wenn du von vornherein diese Art von Passivität hast, dann würde ich behaupten, ist es nicht produktiv dafür, eine Bindung zu dem Spiel aufzubauen, Faszinationen aufzubauen, eine gewisse Intensität aufzubauen. Also all die Dinge, die dann in der Summe dazu führen, dass du lang für lang für sich auch vielleicht dabei bleibst oder dich verliebst in das Franchise oder das Universum, was du da spielst. Also bitte, bitte mehr Mut, auch dazu Spielern was zuzutrauen. Das würde ich mir sehr wünschen. Zumindest, ich weiß nicht, ob das eine aussterbende Gattung ist, aber ich finde das sehr, sehr, sehr bereichernd, wenn ich auch mal das Gefühl habe, dass ich in eine Hürde mal gehen muss oder so. Auf jeden Fall. Ich glaube, Hürden sind wichtig. Und was du halt auch gesagt hast, dieses sich dran erinnern an einen Moment, wo man es dann wirklich endlich geschafft hat. Und dran erinnern, das ist was, was mir bisher zumindest bei Aeon 2 noch komplett fehlt. Also ich hatte nicht einen Moment, wo ich im Nachhinein gesagt habe, boah, geil, da werde ich noch in zwei Jahren mich dran zurück erinnern, den ich in vielen anderen MMOs immer wieder hatte und das ist super schade, weil auch die Story halt so ein bisschen. Belanglos ist. Es ist alles gut gemacht, wie gesagt, es sieht gut aus, es macht schon auch Spaß, aber es war jetzt bisher, ich weiß nicht, ob es noch besser wird, irgendwann, aber bisher ging es mir zumindest so, dass ich mir am Ende gedacht habe, joa, war jetzt nett und weiter. Man spielt es nicht für die Story. Ja, ja. Was bei diesem Hürden auch halt, das ist halt eigentlich der Vorteil von MMORPGs und ein WoW Classic beziehungsweise ein WoW Forever, das sind auch die großen Stärken von diesen Spielen, wenn du halt diese Hürden, in der Levelphase aufbaust, bringst du die Leute halt auch zusammen. Wenn das Farmen schwer ist oder wenn Killquests anstrengend sind, es ist dann einfach effizienter, auch zusammenzuarbeiten, sich zu Gruppen zusammenzuschließen. Oder wenn du mal eine Elite-Quest hast, wo du weißt, die schaffe ich nicht alleine, dass man sich dafür dann halt Leute sucht. Nach 2 spricht man eigentlich nur miteinander vor allen Dingen oder auch versucht, sich zu organisieren, um dann so einen Weltboss-Farm zu machen. Wenn die ganzen Weltbosse gespawnt sind, dann läuft dann halt so ein Schlauch von Spielern irgendwie durch die Welt und dann möglichst wieder. Das ist halt im Prinzip alles, wofür du Kommunikation in der Spielwelt brauchst. Oder jemanden zu beschimpfen, weil er wieder deinen Ressourcenpunkt zuerst abgegrast hat. Aber das ist doch genau das Gegenteil von dem, was ein MMO eigentlich will, oder nicht? Also spielen wir nicht eigentlich MMOs, um eben mit Leuten zusammen in dieser Welt zu spielen und die zu beleben, theoretisch? Das ist so ein riesen, riesen Thema. Da können wir einen eigenen Riesentalk machen, Weil es gibt so dieses Gespenst, und da habe ich immer wieder einen kleinen Disput mit dem lieben Carsten, es gibt so dieses Gespenst vom irgendwie. Ende 30, Anfang 40-jährigen MMO-Spieler, der nicht mehr die Zeit hat oder der es nicht mehr braucht, weil es jetzt andere irgendwie, es gibt Discord oder so, wo man abhängt und nicht mehr MMOs. Das MMO-Genre ist sehr ausdifferenziert und es gibt genau dieses Phänomen, dass es MMOs gibt, wo das wirklich im Vordergrund stehen soll, dieses Connecten mit anderen zusammenspielen, die gibt es auch noch durchaus. Und Classic VUV oder VUV Forever ist tatsächlich auch so ein Spiel. Aber es gibt natürlich auch MMO-Erfahrungen, die darauf ausgelegt sind, dass du es alleine spielen kannst oder dass dem Solospieler der rote Teppich ausgerollt wird, wo es dann, Instanzen gibt oder Spielmodi für Solospieler, wo Story so eine große Rolle spielt, dass alleine damit du sehr viel Zeit verbringen kannst. Also das ist ein sehr, sehr, sehr komplexes Themenfeld. Und ich würde behaupten, die Schönheit des Genres liegt inzwischen auch daran, dass es eben es geschafft hat, in einer sehr großen Breite für ein sehr unterschiedliches Publikum coole Erfahrungen anzubieten. Und es ist nicht mehr so, dass wir von einem MMO-Genre reden, wie irgendwie Anfang der 2000er Jahre, wo das irgendwie, man hat am Schulhof. Darüber geredet und dann war das so das, wo man sich getroffen hat. Und das war dann so die Magie, sondern wir haben inzwischen ein wahnsinnig komplexes, vielschichtiges Genre. Du hast immer noch die Oldschool-Leute, die genau das suchen. Du hast aber auch Leute, die einfach diese Magie der persistenten Welt suchen. Sodass nicht irgendwann die Credits laufen und das Ding ist vorbei. Sondern du weißt so, du hast jetzt einen Charakter und klar spielst du den Solo. Ab und zu sehen die Leute, was du dir erfarmt hast. Das ist auch cool, ne, wenn du in der Hauptstadt rumstehst und du postst mit deinem, Entschuldigung, mit deinem Pet oder mit deinem Mount oder mit deinem Transmog oder was auch immer. Das ist dann so die Qualität und du weißt halt, es geht weiter. Ich kann auch in fünf Jahren diesen Charakter noch spielen. Warum sollte das nicht für einen Singleplayer-Spieler attraktiv sein? Und dann hast du mehr so die Solo-MMOs. Aber du hast auch die von Leuten, die immer noch zehn Stunden am Tag da reinschwitzen und irgendwie organisiertes PvP spielen wollen oder die die Oldschool-Erfahrungen suchen, wo man mit Leuten Dungeons läuft à la WoW oder so. Das ist alles, das alles ist MMO-RPG. Das ist ein riesen, riesen Feld von Spielertypen, von Interessen und das alles hat irgendwie eine Daseinsberechtigung und braucht eine Industrie, die diese Interessen eben abfängt mit einem Angebot. Das hat nicht allzu gut geklappt in den letzten Jahren, aber das immer zu reduzieren auf, es klappen nur noch MMO-Lights oder es klappen nur noch MMOs, die so oder so sind, ist viel zu eindimensional für die sehr komplexe Sachlage, die wir haben bei MMO-RPGs in meinen Augen. Carsten, siehst du das genauso? Ja, absolut, absolut. Was mir jetzt bei A und 2 wieder so ein bisschen auffällt, ist, dass so dieses soziale Miteinander tatsächlich mehr außerhalb des Spiels stattfindet. Also es macht einfach unglaublich viel Spaß zu sehen, wie viele Leute sich jetzt auf dieses Spiel wieder stürzen. Keiner hat Ahnung beziehungsweise viele Leute bringen auch Ahnung natürlich mit aus den Versionen von Korea und Taiwan. Da wussten wir natürlich schon sehr, sehr viel im Vorfeld. Aber jetzt eben zu sehen, dass wir alle dieses, ja durchaus schon was seine Systeme angeht und sowas sehr komplexes Spiel, das teilweise auch Dinge unter erklärt, irgendwie gemeinsam erleben, um es dann vielleicht auch in gewisser Weise zu brechen und zu min-maxen und dann eben, bei einem Entenburg mit dem Stream zu gehen und da zu gucken, wie er spielt und wie er Dinge herausfindet mit seiner Community. Dann vielleicht, wenn er offline ist, rüber zu weckeln, Wakayashi, der das dann hoch und runter spielt und da eben vielleicht andere Sachen herausfindet oder bespricht mit seiner Community. Und das ganze YouTube ist voll mit Iron 2. Und wenn meine Frau wieder abends eine Runde gespielt hat am nächsten Tag, erzählt sie mir was, sie wieder, hast du schon gesehen, dass man hier und hier die Optionen und sowas. Also dieses Neuerfahren von MMORPGs, das ist so eine schöne Phase. Wir haben schon Honeymoon das ein paar Mal genannt. Allein deswegen müssen mehr MMORPGs erscheinen, weil das einfach so eine coole, tolle Phase ist, wenn sich diese gesamte Community auf so ein neues Spiel stürzt. Und das genieße ich wirklich sehr. Ich hätte auch gerne mehr miteinander tatsächlich im Spiel selbst. Das ist wirklich sehr, sehr wenig bisher. Und das wird auch wahrscheinlich nicht mehr, einfach weil das Spiel das nicht fördert. Aber da haben wir dann ja bald WoW Forever. Und da freue ich mich schon riesig drauf. Und da bei sich auch wieder. Allein schon während den ersten 20, 30 Levelstufen. Meine Freundesliste wird dann schon die ersten 10, 20 Beiträge haben. Ich werde mit Leuten zusammen in Dungeons gegangen sein, mit denen ich einfach ständig über dieselben Quests gestolpert bin. Ich hoffe, dass das Serversystem funktioniert so, dass das auch wirklich gut klappt. Das muss ich ja dann noch im Praxistest wirklich beweisen, wenn dann alle und wenn wir dann auch Deutsch einstellen können als Hauptsprache und sowas. Aber ja ... Das sieht auf jeden Fall, also grundsätzlich glaube ich, können wir sagen, es ist cool, dass gerade wieder richtig viel im MMO-Bereich passiert, dass coole Spiele rauskommen und dass dieses Genre so vielseitig ist. Dass es halt Asia-Grinder gibt für die Leute, die Bock auf Asia-Grinder haben, die großartig aussehen und wer weiß, was da in Zukunft für Iron 2 noch kommt, wo dann vielleicht auch Leute dann doch, keine Ahnung, kommt neue Story-DLC, wo die Leute sagen, okay, jetzt ist die Story, aber das ist so gut, das muss man sich nochmal anschauen oder so. Ich bin gespannt, ich freue mich drüber, dass es gerade so ist. Ich glaube, da sind wir uns alle einig, das ist sehr, sehr cool, dass es einfach diese Vielfalt gibt und wir wissen, es gibt einfach sehr viele unterschiedliche Spiele da draußen, die mit sehr vielen unterschiedlichen Spielen Spaß haben werden und auch sehr viele MMOs, halt nicht gleich MMO. Und das ist gut. Es ist gut so, dass es so ist. Und ja, ich glaube, wir können jetzt einfach sagen, ihr werdet jetzt in nächster Zeit auf jeden Fall noch 1 und 2 spielen, bis WoW Forever kommt. Ich werde jetzt in den nächsten Tagen auch noch mal ein bisschen reinschauen, aber wahrscheinlich mich dann auch wieder zurückziehen, weil meines ist es bisher einfach noch nicht geworden. Aber ich bedanke mich auf jeden Fall jetzt schon mal für diesen Talk. Danke für eure Zeit. Schreibt gerne mal in die Kommentare, ob ihr Bock bekommen habt auf Arion 2, ob ihr reinschauen werdet oder ob ihr einfach jetzt bis November wartet oder vielleicht einfach schon die ganze Zeit in der Beta von WoW Forever hängt. Das kann auch gut sein. Danke euch beiden. Danke dir, Carsten, für deine Einschätzung. Sehr gerne. Und danke natürlich auch Entenburg. Danke euch für die Zeit. Immer wieder gerne. Perfekt. Und dann Dann damit bis zum nächsten MMO-Talk. Tschüss. Tschau. Tschö.