Lego Skylines klingt wie der wahrgewordene Traum meines achtjährigen Ichs. Eine Mischung aus dänischem Plastikscham und Städtebausimulation. Das sieht alles so wunderbar knuffig aus, aber die entscheidende Frage ist doch, hat das Ding denn auch mehr Tiefgang als ne Bodenplatte? Steckt da wirklich Gameplay drin, dass selbst jemanden wie mich bei der Stange hält, der schon virtuelle Wohngebiete ausgewiesen hat, als PCs noch mit Briketts beheizt wurden? Die Antwort kennen wir jetzt. Oder zumindest Teile davon, denn wir durften ran an die Noppen und Lego Skylines spielen. Ich bin Micha und habe gerade meine 1600 Stunden in Cities Skylines 2 vollgemacht. Mir zugeschaltet ist mein Kollege Fabiano, der seit unserem Anspieltermin so unnatürlich breit grinst wie eine Classic-Minifigur. Hallo Fabiano, klemm dich fest und erzähl erst mal, was genau wir da eigentlich spielen konnten. Hallo, ja, wir konnten es ja mehrmals spielen auf der Gamescom, konnte ich es zum ersten Mal spielen, aber dann auch noch mal ein bisschen privat tatsächlich und, Wir konnten zweierlei spielen. Also wir haben als erstes den Anfang gespielt von dem Spiel. Das ist so ein bisschen für die Demo zugeschnitten gewesen, was man da machen kann und so. Es gab halt einfach eine grüne Wiese, auf die wir unsere ersten kleinen Blöckchen, Häuschen setzen durften. Und dann wurde man da so ein bisschen durchgeleitet, so immer mehr, immer mehr. Klassisches Aufbaututorial, aber wir konnten auch einen Endgame-Spielstand laden und ich weiß nicht, wie hieß es dir da gegen, Micha? Als ich es auf der Gamescom das erste Mal gespielt habe, war ich erst so, uh, okay. Ich habe hier gerade eben noch so meine Vorstadt gebaut und überlegt, wo die nächste Bäckerei hinkommt und jetzt wird mir gesagt, deine Leute sind alle nicht gebildet und haben keine Hochschulausbildung und alle regen sich auf, dass zu wenig Müll wegtransportiert wird. Dann dachte ich mir, oh mein Gott, okay, da steckt doch mehr drin, als einfach nur ein paar Bodenplatten irgendwo hinsetzen. Ja, definitiv, dieser Late-Game-Spielstand ist spannend. Man darf ihn sich nicht so vorstellen wie eine Stadt in Cities Skylands 2 von den Dimensionen her, weil ich hab ja vorhin gesagt, wie viele gottlose Stunden ich darin schon verbracht habe. Meine Stadt darin hat über 700.000 Einwohner jetzt. Dieser Late-Game-Spielstand hat 2.500 Lieblingsfigürchen, die darin leben. Aber du hast recht, das war ein Effekt, den ich nicht erwartet hatte, von diesem Spiel zu sehen, Moment mal, da sind ja tatsächlich auch sehr viele, ja so klassische Städtebaumechaniken drin, weil die Befürchtung, die ich hatte, als das angekündigt wurde, war, na ja, es ist halt City Building Light. Und eigentlich ist es das auch immer noch, aber es ist ... City-Building-Light mit mehr Tiefe zumindest, als man hätte befürchten können, wenn man jetzt aus so einem erfahreneren Spielerkreis kommt. Zumindest auf mich wirkt das jetzt erst mal nicht wie, hey, wir machen ein Lego-Stadtbauspiel einfach nur für Kinder oder für Leute, die halt total casual da reingehen. Es ist halt Medium. Es ist nicht Zero oder stilles Wasser. Es ist ein bisschen Spark drin. Es wird jetzt nicht so ganz komplex sein, wie bei City Skylines oder bei manchen anderen Aufbauspielen. Aber ich war dann, das war vor allem auch das, was mich erstaunt hat, gar nicht so sehr, wie groß die Stadt ist. Weil das hat man ja auch schon im Trailer gesehen, dass die relativ beeindruckend schon auch aussehen können. Vor allem, wenn man als Kind sich gerne so Lego-Städte ausgeträumt hat und immer gerne eine haben wollte. So sieht die jetzt aus. Aber dann zu sehen, ah okay, es sind eben nicht nur Zufriedenheit und hier und da ein bisschen Strom und ein bisschen Wasser. Nee, die wollen halt noch ganz anderen Kram. Die wollen eben die Bildung haben, die wollen irgendwie Freizeitaktivitäten, die wollen eine Sicherheit, Kommunikation, all solches Zeug wurde plötzlich in der Leiste angezeichnet. Oh mein Gott, die wollen ja viel mehr von mir. Ich schätze mal, dass jede Mechanik für sich genommen reduzierter sein wird in der Komplexität, als man das von anderen Sachen kennt. Aber sie haben es trotzdem drin und ich glaube, man kann da Spaß mit haben, war jetzt mein Eindruck. Ja, definitiv. Zumindest für so ein Cozy-Aufbauspiel. Es will ja Cozy sein. Das ist kein Banished mit Lego-Skin. Es ist nicht so, dass da Leute irgendwie massenhaft ausziehen, wenn man einen Fehler macht. Oder zumindest wäre es mir noch nicht aufgefallen. Die eine Sache, die ich bemerkt habe, was so den spielerischen Anspruch angeht, war, dass ... Man beim Geld leichter ins Minus rutschen kann als bei einem City Skylines. In City Skylines 2 ist Geld am Anfang immer knapp, also da musst du halt sehr knapsen und schauen, dass man Kredite aufnimmt und sowas, aber wenn deine Stadt mal eine ausreichende Größe hat, dann ist Geld kein Problem mehr. Also du schwimmst einfach in der Kohle und bei dieser Late Game Stadt war es zumindest so, wenn man da ein paar Gebäude gebaut hat, weiß ich nicht, so Dienstleistungsgebäude. Veranstaltungsgelände und so, die Freizeitbedürfnisse erfüllen, dann ging es schon wieder in die roten Zahlen und man musste schauen, oh, oh, jetzt brauche ich auch wieder mehr Häuser, die mehr Steuern zahlen. Da greift dann auch dieses Happiness-System, was du gerade erwähnt hast. Ganz viel, von dem man macht, zählt einfach nur auf die Glückseligkeit deiner Minifiguren ein, die da in dieser Stadt rumlaufen. Und wenn die glücklicher sind, zahlen sie mehr Steuern. Und dadurch kannst du halt, also dadurch ist es sinnvoll, dann auch zu gucken, tatsächlich erfülle ich all diese Bedürfnisse. Weil nur so nimmst, also zumindest meine Hoffnung, jetzt, wir haben es ja so viel noch nicht gespielt, aber es ist ja meine Hoffnung, dass man dann halt wirklich schauen muss, okay, wenn ich die glücklich mache, nehme ich halt dann auch wirklich genug Geld ein, um den Betrieb einer großen Stadt mir leisten zu können. Das wäre so die Anspruchsebene, die drin steckt. Es ist nicht nur irgendwie eine süße Lego-Stadt bauen, die auch süß ausschaut. Ja, man muss natürlich fäustig sein, weil ich habe ein bisschen den Eindruck, dass diese Late-Game-Stadt auch vor allem zum Gucken war. Ich glaube, die war nicht so dafür gedacht, dass wir uns jetzt da echt hinsetzen und dieses Bildungsproblem lösen, weil das war bei dir wahrscheinlich auch so. Es gibt zwei Probleme bei der Endgame-Stadt. Einmal, dass kein Müll abtransportiert wird und einmal, dass da irgendwie steht, Herausforderungen bringen irgendwie den Bildungsstand der Stadt auf 180 Prozent oder so. Und das habe ich ein bisschen versucht, aber das war nicht wirklich machbar, weil man die Mechaniken nicht gut genug kennt. Ich habe halt versucht, ein paar Universitäten zu bauen und geguckt, was passiert. Ich habe dann aber auch schnell gemerkt, dass da die Balance und alles, die ganzen Mechaniken teilweise noch sehr unfertig waren. Das Spiel ist noch lange nicht draußen. Deswegen war ich gar nicht, vielleicht ist es ja dann doch so am Endeffekt, dass wenn man so eine große Stadt hat, Geld gar kein Problem mehr ist. Ich habe es auch gemerkt, bei mir war es nicht, dass ich Sachen gebaut habe, die mich ins Minus brachten, sondern ich habe so versucht, so Policies abzuschließen und die waren noch, glaube ich, komplett broken, weil da waren ganz, krude Geldangaben, was die so kosten, die zu aktivieren. Ich habe versucht, Leute dazu zu bringen, Strafzettel zu bezahlen, wenn sie auf dem Bürgersteig parken und so etwas. Und das hat mich nur ins Minus gebracht. Ich hätte die Leute einfach weiter falsch parken lassen sollen. Einfach aufgegeben, sozusagen. Ich glaube, du hast es gerade gesagt, es ist noch eine frühe Version. Das heißt Early Preview aktuell, diese Version, die wir spielen können. Am Anfang wirkt es noch relativ rund, wenn man so anfängt, diese Stadt zu bauen. Im Kleinen, auch wie die Animationchen da schon drinstecken, dass wenn man Häuser platziert, ist es anders als in einem Cities Skylines, dass man keine Wohngebiete ausweist, wo dann Häuser automatisch wachsen, sondern jedes Gebäude platzierst du von Hand. Und entweder zufällig, indem man einfach eine Kategorie wählt und dann überlegt das Spiel halt, was dann das nächste ist, was es da hinsetzt. Oder tatsächlich, indem du ein gewünschtes Gebäude aus dem Menü auswählst. Soll das jetzt irgendwie ein Einfamilienhäuschen im Grünen sein? Soll es irgendwie ein moderneres Wohnhaus sein? Soll es ein höheres Wohnhaus sein? Es gibt wieder unterschiedliche Höhengrade, drei insgesamt bei den Wohnhäusern. Soll es irgendwas Größeres, was Kleineres sein? Sollen die Gebäude Wand an Wand, stehen oder sollen sie einzeln? Also wenn du möchtest, kannst du das alles von Hand platzieren. Und dann ... Entsteht auch so eine kleine Baustelle, wo dann so kleine Lego-Bauarbeiter drauflaufen und es regnet Steinchen, aus denen sich dieses Haus zusammensetzt. Also das sieht alles super schön aus, super niedlich animiert. Das wirkt schon sehr fertig. Aber wie du sagst, im Balancing ist es, glaube ich, noch lange nicht fertig. Und vor allem ist mir diese Late-Game-Stadt auch mehrfach abgestürzt. Auf zwei Rechnern, keine Ahnung. Irgendwann ist einfach so ein Simulations-Overload scheinbar drin. Ich habe bei mehreren YouTubern inzwischen auch Videos gesehen. Die haben gesagt, bei mir lief alles so, alles super funktioniert. Alles super funktioniert, bei mir irgendwie nicht. Aber du siehst halt, das Spiel ist vielleicht noch ein Stück weit weg, als manch einer glauben mag. Aktuell gibt's ja noch keinen offiziellen Release-Termin. Aber mal schauen, wann's dann tatsächlich rauskommen wird. Dieses Bausystem, um da noch mal tiefer reinzugehen, weil viele Leute aktuell noch gar kein Bild davon haben, wie es funktioniert. Hat mich am Anfang ein bisschen an Anno erinnert. Wegen quadratischer, es ist ja so Schachbrett, so eine Schachbrett-Grundfläche. Ja, ein Raster, genau. Genau, so ein Raster, ganz typisch. Alle Gebäude, die man bauen kann, sind rechtwinklig. Aber es gibt auch 45-Grad-Winkel, auch bei Straßen und Gebäuden. Also im Prinzip, die du auch drehen kannst und so. Wie jetzt bei Anno 117. Ja, das war ja die große Neuerung von Anno. 45-Grad-Winkel. 85 Jahre Anno-Geschichte haben wir 45-Grad-Straßen. Und dann kommt Lego und sagt, ja, wir haben direkt 45 Grad Straßen. Ja, direkt vom ersten Teil an. Ich finde es ein bisschen schade, weil wenn du 45 Grad Straßen baust oder auch mit rechtwinkligen sozusagen zusammenbringst, entstehen so Löcher. Weil auch diese Dekorationen, die man platziert und auch platzieren muss oder sollte, dazu kommen wir gleich, die sind auch immer einzelne Felder, aber keine halben Felder oder Dreiviertelfelder. Also da kannst du einfach nichts drauf ploppen. Und dann ist da immer irgendwie nur Erde oder Boden. Das finde ich momentan noch ein bisschen, naja, es sieht nicht so schön aus. Ja, das ist ein Lego-Problem tatsächlich. Also wenn man sich die Welt so anguckt, lustigerweise, ich habe geschaut, weil es ist bei Lego ja immer die Frage, auch schon bei den ganzen Action-Adventures, die sie so machen, was ist aus Lego und was ist einfach reales Material? Und das ist unterschiedlich von Lego-Spiel zu Lego-Spiel. Ich habe schon Star Wars-Spiele gespielt, da ich das Gefühl, nur die Figuren sind aus Lego und die Raumschiffe. Hier ist sogar das Wasser aus Lego. Das sind so wippende Bodenplatten, so blaue, was ich sehr süß fand. Auch Hügel sind Teil aus Lego. Bäume sind aus Lego. Sogar Wolken sind aus Lego. Aber das Gras, auf dem du baust, ist einfach Gras. Und da baust du aber anderes Gras drauf. Wenn du zum Beispiel ein Haus baust, dann hat es immer schon einen Grundriss, also ein Grundstück. Und das ist halt grün um die Häuser herum. Ich glaube auch bei allen Häusern, egal welche du baust, da ist immer so ein bisschen Grundstück außen rum. Und da ist halt auch Gras im Grunde, aber Lego-Gras. Und das Lego-Gras steht dann auf dem echten Gras. Und dann siehst du halt voll, wenn zwischen den verschiedenen Grundstücken das echte Gras durch scheint. Und das ist halt wirklich ein Problem fast schon, finde ich ein visuelles, weil bei anderen Aufbauspielen versuchst du ja, den Untergrund in irgendeiner Form organisch einfließen zu lassen in die Gebäude, die du baust. Gerade in Anno hat auch viele Gebäude Designs, die extra so gemacht sind, dass du die Straßenübergänge nicht so sehr siehst. Und natürlich auch, dass sie zum Untergrund passen und alles mögliche. Und hier ist halt einfach nur straight up, komplett offensichtlich, da ist Gras, das echt ist und da ist Gras, das aus Plastik ist. Und das fand ich visuell auch ein bisschen unschön. Ich bin dazu übergegangen, abseits von Häusern, weil man hat ja auch viele so kleine Deko-Patches, die im Kleinst, glaube ich, so 1x1 groß sind. Und da habe ich halt schon irgendwann angefangen, das alles zuzukleistern damit, weil ich es einfach visuell nicht ertragen habe, dass da immer das Gras durchguckt, das Reale. Ja, das stimmt. Es ist wie so ein Fremdkörper. Die Gebäude sitzen wie so ein Fremdkörper eigentlich auf dieser Landschaft. Das hat schon so ein bisschen den Effekt. Diese Deko aber oder überhaupt das Dekorieren ist eine wichtige Tätigkeit in diesem Spiel, weil du hast gerade schon diese 1x1-Deko-Elemente erwähnt. Die werden später sind, wenn man weiter fortschreitet, auch in größeren Flächen verfügbar bis hin zu großen Parks, die man dann in der Stadt platzieren kann. Die sind unterteilt in verschiedene Kategorien, so gemütlich oder natur oder modern oder traditionell. Also je nachdem, was man dann wählt, bekommt man dann halt entweder ein Bäumchen im Grünen oder irgendwie einen Sandkasten für eine spielerische Umgebung. Oder irgendwie, weiß ich nicht, so eine Vogelscheuche mit ein paar Kürbissen drumherum oder irgendwie so einen fancy kleinen Park mit Springbrunnen, wenn man es traditioneller haben möchte. Und diese Parks haben einerseits einen generellen Effekt, nämlich, dass sie den Attraktivitätswert der Umgebung erhöhen und damit auch wieder die Zufriedenheit der Einwohner und damit auch wieder die Steuereinnahmen und die Wahrscheinlichkeit, dass neue Leute in die Stadt ziehen. Also, schön bauen wird belohnt. Wenn das nicht mal eine gute Nachricht ist, für alle Leute wie mich, die viel zu viel Zeit mit ... Dekorieren verbringen in solchen Spielen. Ich weiß nicht, wie es dir da geht, aber ... Also ich bin ja auch so ein Mittelding. Also ich baue gerne schöne Städte und mir wurde mal gesagt, dass ich überraschend schöne Städte baue, wo ich mir dachte, ich baue halt einfach nur. Aber ich weiß, dass ich manchmal auch die Effizienz hinten anstelle, um Sachen hübscher zu bauen, wie ich sie gerne mag. Das Lego-Spiel ist ja schon, haben sie mir auch im Interview gesagt, also es war nicht wirklich ein Interview, ich konnte halt ein bisschen mit den Entwicklern reden, während ich auf der Gamescom gespielt habe. Und sie meinten schon auch, ja, das Spiel ist schon primär eigentlich gedacht, dass du deine Stadtfantasie erfüllst. Also klar, es hat Spielmechaniken und es gibt diese Zufriedenheit und alles mögliche und du bist auch zum Dekorieren ermutigt, aber sie wollen trotzdem einfach Leute dazu bringen, Städte so zu bauen, wie sie gerne wollen, dass sie aussehen und, das halt auf ganz verschiedene Art und Weisen. Es gibt ja nicht nur die Deko-Objekte, die du platzieren kannst, die dann die Wünsche der Leute erfüllen, die da wohnen, die halt gern eine Schaukel im Garten hätten aus irgendeinem Grund. Sondern du kannst ja sogar die Gebäude an sich anpassen. Also du kannst auf das Gebäude draufklicken und dann gibt es, das finde ich ein bisschen blöd, du klickst auf das Gebäude und dann gibt es einen winzigen Ladebildschirm quasi, also ein, zwei Sekunden, vielleicht nicht mal zwei Sekunden, eine Sekunde und ein paar Millisekunden, nicht viel Zeit. Und dann bist du in dem Editor drin und kannst alles an das Haus drankleben, was du willst. Du kannst Bäume löschen, kannst dann Rasenmäher reinstellen, Grill reinstellen, kannst Blumenkübel an die Fenster machen, all solches Zeug. Das hat alles gar keinen Effekt. Das ist reine Dekoration. Das machst du nur, wenn du wirklich Bock hast, jedes einzelne von diesen Gebäuden zu verzieren. Ich glaube, es wird Leute geben, die machen das. Was? Nee, was? Kenne ich niemanden. Pass auf, ich hab versucht, man kann so kleine Lego-Gartenzwerge platzieren in den Gebäuden. Und ich hab ein Experiment gemacht, wie viele davon krieg ich in so einen Vorgarten reingequetscht, weil die dürfen sich nicht überlappen. Aber es war ganz fantastisch. Für alle, die jetzt denken, dann zeigt das doch auch in diesem Video. Können wir leider nicht, weil wir nur vorgefertigtes Material zeigen dürfen. Ist wohl eben auch dem Umstand geschuldet, dass es einfach noch nicht so fertig ist. Also sie trauen sich noch nicht, uns eigenes Gameplay aufnehmen zu lassen. Deswegen gibt's nur Gameplay, das sie uns zur Verfügung gestellt haben. Aber meine Gartenzwergarmee, so wie diese Terrakotta-Armee in China, nur mit Gartenzwergen, da war ich das. Oh, stark. Wenn deine Stadt irgendwann verschüttet wird, dann werden sie ausgegraben, dann wird es ein Naturwunder, ein Weltwunder. Und die werden denken, warum? Warum nur? Was bedeutet es? Das ist halt, das ist ein kleiner Trickpunkt von mir tatsächlich, dieser Ladebiken für eine, anderthalb Sekunden. Weil ich es halt auch schon besser gesehen habe. Ich weiß nicht, ob du Town to City gespielt hast. Das ist ein sehr, sehr hübsches Aufbauspiel, das dieses Jahr rauskam. Und das hat auch so einen Klötzchen-Look. Das sieht ein bisschen mehr Minecraft-mäßig aus. Das sieht eigentlich wunderschön aus, weil es super tolle Lichtstimmung hat und so etwas. Und man kann ja, ich meine, ihr kennt bestimmt ein paar Minecraft-Mods, mit denen das Ding insane aussieht. Und Town to City sieht halt aus wie Minecraft gemoddet. Und da ist auch der Anreiz sehr groß, schön zu bauen. Und vor allem haben sie da nämlich eine Mechanik, da hast du auch ganz viele Deko-Objekte. Und viele von denen kannst du einfach an alle Häuser drankleben, direkt aus dem Gameplay raus. Das ist quasi wie bei Lego auch, dass du halt Bänke, Gartenzwerge, Blumen, Wandverzierungen, all solche Sachen kannst du, Lampen einfach direkt aus dem Gameplay an die Häuser drankleben. Und das habe ich viel und gerne gemacht, weil es auch vom Gameplay mehr gefördert war als die Dekorations-, also die kleinen Deko-Objekte bei Lego. Und sie hatten halt kein Ladebalken. Und ich glaube, für mich wird das eine Hürde. Ich bin ohnehin schon nicht der Typ, der da wirklich stundenlang sich mit Kleinkram beschäftigt. Das ist immer mein größter Horror. Ich baue gerne Level, aber ich hasse es, Kleinkram zu dekorieren. Das ist, ah, ich spiele ja gerne Planet Zoo und ich liebe es, so Gehege zu bauen, aber ich hasse es in Planet Coaster, ähm. Irgendwie Attraktionen mit kleinen Deko-Objekten zu bestücken, damit die halt authentisch und cool aussehen. Aber so Umgebungen bauen, alles gut. Aber jedes einzelne Blümchen irgendwo setzen, jede einzelne Bank, jeden einzelnen Stuhl, jeden Grill, jeden Feuerholzunterstand, da werde ich irgendwann wahnsinnig. Und wenn ich dann auch noch durch den Ladebalken durch muss, um da hinzukommen, sage ich jetzt schon, ich werde das vielleicht einmal machen und dann nie wieder. Ja, das kann ich super nachvollziehen. Ich frickele halt gerne an solchen Sachen rum, manchmal, wenn ich Bock habe. Aber dieser Ladebildschirm ist echt schade. Gibt ja noch andere Spiele, die dich einfach freier dekorieren lassen, so wie ein Foundation beispielsweise, die Mittelalter-Variante quasi dessen. Nichtsdestotrotz, es gibt ja noch die Deko-Items, die du einfach auf der Karte platzierst. Also man muss das unterscheiden. Es gibt einerseits diesen Editor mit dem Ladescreen. Da editiert man einzelne Gebäude und Häuser, denen man dann Gartenzwerge hinzufügt. Es gibt aber auch noch diese Terrain-Elemente, die man als Deko hinzufügt, wie Parks und wie diese 1x1-Parzellen und sowas. Da schaltet man nicht in den Editor. Das geht ganz normal wie beim Platzieren der Gebäude, auch in der Spielansicht, wo auch alles die Zeit weiterläuft, alles animiert ist und so weiter. Und du hast es gerade schon gesagt, diese Deko-Elemente können auch Wünsche von Häusern erfüllen, die dann. Auch komplexer werden, je höher und ausgeprägter dieser Gebäudetyp ist. Hochhäuser haben dann ganz viele Anforderungen an diese Deko, kleine Häuser weniger. Ein kleines Haus sagt, okay, ich hätte gern ein bisschen Natur um mich rum und ein bisschen, weiß ich nicht, Spielplätze oder ein bisschen gemütliche Vogelscheuchen oder Blumenwiesen. Wenn dann die Hochhäuser kommen und auch, sagen wir mal, luxuriösere Häusertypen, es gibt im Spiel selbst nicht die Simulation von Einkommensschichten oder sowas, aber diese Häuser stellen dann einfach noch mehr Anforderungen an die Umgebung. So ein Hochhaus sagt dann, okay, ich will traditionelle Deko um mich rum und aber auch moderne Deko und ein bisschen Natur und ein bisschen Gemütlichkeit und noch einen Spielplatz oder sowas. Das heißt, in größeren Städten, wenn du halt wirklich fortschrittliche Sachen baust, kannst du dann gucken, okay, wie viele Parks verteile ich in welchem Abstand und wie viele Deko-Elemente, um dann für so ein Luxusviertel, das ich hochziehe, die optimalen Bedingungen irgendwie herzustellen. Und optimale Bedingungen in dem Fall heißt, wenn man diese Wünsche erfüllt. Dann werden die Leute nicht noch glücklicher. Also dieser Glücklichkeitswert hängt einfach vom allgemeinen Deko-Wert der Umgebung ab. Da kannst du aber auch einfach alles mit Natur vollpflastern oder alles mit modernen Mosaik-Gehwegen oder sowas. Also das ist es nicht. Sondern wenn man diese Wünsche konkret erfüllt, dann bekommt man Erfahrungspunkte, genauso wie beim Bauen von Gebäuden. Und diese Erfahrungspunkte schalten den nächsten Meilenstein der Stadt frei, der dann wieder neue Gebäude freischaltet. Also ein bisschen so ein ähnliches System, wie man es auch bei Cities Skylines kennt. Da kann man in Cities Skylines 2 sogar wählen, was als nächstes freigeschaltet wird. Hier ist es automatisch einfach. Dann schaltest du halt Feuerwachen frei und Polizeiwachen und Administrationsgebäude, Telekommunikationsgebäude und so weiter. Und es ist auch irgendwie befriedigend, wenn dieses kleine Erfahrungspunkte-Ding über den Häuschen aufploppt. Deswegen mache ich das. Also ich habe mich wirklich dann ertappt dabei, wie es eigentlich nicht notwendig wäre, das zu machen. Aber ich mache es doch, weil es gibt ja dieses Katsching dann, was aufsteigt. Das ist immer ein schönes Gefühl. Und das ist ja nicht nur bei Wohnhäusern so, sondern ich glaube auch manche Geschäfte finden es toll, wenn du da bestimmte Sachen in der Nähe platzierst. Also man muss ja irgendwann einen Shop einfach, bauen, einen kleinen Laden. Und die wünschen sich dann so eine Werbetafel irgendwie in der Nähe. Und das ist halt schon ganz süß und putzig gemacht. Ich glaube, es ist ja sogar grundsätzlich so, dass der Fortschritt, also man kriegt natürlich einen Erfahrungspunkte-Bonus, wenn man diese ganzen Sachen erfüllt, aber letztlich, glaube ich, bekommst du Erfahrungspunkte für alles, was du baust. Das heißt, letztlich ist es halt bauen, bauen, bauen, bauen, bauen und dann kannst du noch mehr bauen, weil du die nächste Erfahrungspunktestufe erreichst und neue Sachen freischaltest. Also es ist, sag ich mal, ein simples Progressionssystem, aber es motiviert dich dazu, einfach Kram zu bauen, weil sie wollen, wie gesagt, dass du einfach das baust, was du gerne bauen möchtest. Ich finde ja auch cool, dass alle Sachen, die man so baut, quasi mehrere Skins haben. Also bei den Wohnhäusern finde ich es sehr cool, vor allem. Auf der ersten Stufe, da kannst du ja dann sich entscheiden, baue ich jetzt dieses Bauern, dieses Einfamilienhaus, ganz klassisch, baue ich lieber so ein modernes Haus oder baue ich eine viktorianische Villa. Und ich habe dann sofort überlegt, boah, heißt es, ich kann auch quasi, wenn ich möchte, eine Stadt bauen, die mehr so historisch ist grundsätzlich und die mehr viktorianisch ist. Ich glaube, es geht nicht ganz auf, Weil ich glaube, damit die Mechanik greift, brauchst du schon irgendwann Strom und so. Und Abwasseranlagen und so. Also ich glaube, es ergibt nicht ganz Sinn. Und Straßen sind auch offensichtlich Straßen, auf denen Autos fahren können. Aber es ist ganz hübsch, dass du da so deinen eigenen Stil finden kannst und eigene Viertel bauen kannst. Und eine Altstadt bauen kannst zum Beispiel. Es gibt ja sogar eine Burg. Hast du die Burg gesehen in dem Spiel? Es gibt eine Burg? Die haben ihre Burg von mir geheim gehalten? Es gibt eine Ritterburg. Die ist riesengroß und die baust du irgendwo hin. Das ist so ein Leisure-Gebäude, so ein Freizeit-Gebäude, das sie auch irgendwie haben wollen. Und es ist halt eine richtige, krasse, monströse Lego-Burg, wo auch wirklich so kleine Ritter drin rumlaufen und alles. Das ist so süß und davon gibt es halt jede Menge Kram und das liebe ich komplett, dass man so eine Varianz hat und so eine Verspieltheit manchmal, die man dann bei anderen Citybildern wahrscheinlich nicht finden würde. Ja, das ist so ein bisschen der Geist des alten SimCity. Es nimmt sich selber nicht ganz ernst. Es ist ja klar, bei einem Lego-Spiel, das darf es auch nicht, wenn es jetzt ein bierernstes Aufbauspiel wäre. Aber das war ja wie SimCity früher, dass du auch später so ein fortschrittliches Kraftwerk, hat irgendwie Blumen, die Strom herstellen. Okay, totaler Bullshit. Aber es passt halt einfach zu diesem niedlichen Comic-Setting, in dem es halt angesiedelt ist. Generell, wenn du höherwertige Gebäude baust, sei es auch Fabriken beispielsweise und Produktionsgebäude, die man natürlich auch platzieren muss, wie ein Bauernhof oder dann halt eine Fabrik, die Rohstoffe weiterverarbeitet. Und Minen gibt es beispielsweise und so. Auch die kann man dann mit Upgrades ausstatten. Also den Bauernhof muss man sogar ausstatten. Da baut man dann die Felder drumherum. Da kannst du dann unterschiedliche Varianten wählen. Sollen da Pflanzen wachsen? Oder soll das irgendwie so ein, wie sagt man, ein Kuhgehege? So eine Kuhweide sein, wo dann kleine Lego-Kühe drauf rumlaufen. Also auch da kannst du ein bisschen für Varianz sorgen. Plus diese Upgrades haben noch unterschiedliche Eigenschaften, die dann auch Nachteile manchmal mit sich bringen. Dass wenn du die Produktivität erhöhst, zum Beispiel von so einem Bauernhof, er gleichzeitig mehr Wasser verbraucht, dann musst du wieder mehr Wasserpumpen bauen oder fortschrittliche Wasserpumpen, die dann auch wieder Upgrades brauchen, die dann aber vielleicht mehr Strom fressen, dann musst du wieder neue Kraftwerke bauen. Es sind alles keine hochkomplexen Systeme, aber es greift eben schön ineinander. Gleiches bei diesen Produktionsketten, die drin stecken. Also es gibt irgendwie, auch das ist so typisch Lego-mäßig vereinfacht, es gibt gelbe Produkte, grüne Produkte, blaue Produkte und ich glaube orangene Produkte als Kategorien. Gelb ist irgendwie so Getreide, grün ist irgendwie Forstwirtschaft. Orange ist, glaube ich, Minen, alles, was man aus der Erde zieht und so weiter. Blau ist so Fischfang und so was. So, und dann baust du Produktionsgebäude dafür. Ein Bauernhof macht gelbe Produkte, Ackerbau. Und dann baust du auch und platzierst von Hand die weiterverarbeitende Industrie, die dann diese gelben Produkte zu Verkaufswaren weiterverarbeitet. Und die werden dann auch weiter ausgeliefert an Läden, die sie dann verkaufen. Man muss das scheinbar nicht machen. Also sie sagen auch, wenn man sich darum nicht kümmert, dann wird das alles mit Magie geliefert und das System funktioniert trotzdem. Aber man kann es eben machen, wenn man auch so ein bisschen die Industrie optimieren möchte. Ja, ich glaube, man kann auch irgendwie dann Importe organisieren, wenn man irgendwie zu wenig von einer farbigen Ressource hat. Ich finde es sehr ganz knuffig mit diesen farbigen Ressourcen. Das ist natürlich vereinfacht, aber es hat einen, finde ich, nachvollziehbaren Grund. Das hat wieder damit zu tun, dass man halt diese Gebäudeskins hat. Und wenn du halt sagst, es gibt eine Farm, die macht gelbe Produkte, was soll das denn sein, gelbe Produkte? Aber du kannst halt die Farm jederzeit durchwechseln, kannst sagen, das ist jetzt eine Farm für Getreide, jetzt ist es eine Farm für Nutztiere, jetzt ist es eine Farm für Äpfel und Gemüse. Damit du halt wirklich die Freiheit hast, da rauszumachen, was du willst. Wenn du Bock hast, kannst du eine Stadt bauen, die zu 95 Prozent oder zu 100 Prozent von Fast Food versorgt wird, weil du einfach jedes Restaurant zu einem Burgerladen machst und es funktioniert. Das ist wie die Zwergenarmee, nur halt in ungesund. Das ist halt, das finde ich eigentlich ganz cool, dass man halt, sie haben halt alle für alles so viele verschiedene Varianten. Ich hoffe auch, dass da noch mehr kommen bis zum Release, weil das ist ja nicht mal eine fertige Version. Und da waren schon super viele Gebäudeskins drin, die man alle durchwechseln konnte. Und ja, es wirkt ein bisschen beliebig, aber es ist halt Leo. Es ist halt wirklich dafür da, baue deine Stadt, wie du willst. Wenn du willst, dass deine Stadt nur von Cheeseburgern versorgt wird, dann mach es halt einfach. Finde ich cool und hat eine Daseinsberechtigung. Ja, definitiv. Und es öffnet ja Tür und Tor für DLCs oder auch eigene Editoren. Also DLCs, das ist ein Paradox-Spiel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das kommen wird. Die Ritterburg kann ja schon ein Anfang sein. Da gibt es halt irgendwie den Piraten-DLC. Und es gibt ja genügend Lego-Themen, die man theoretisch noch einbauen könnte. Und es gibt in diesem Editor-Modus für einzelne Gebäude auch ein Tab, das heißt Bodenplatten, das aber noch nichts tut. Also da kann man scheinbar auch den Untergrund ändern oder zumindest Teile davon. Und es gibt ein Tab eigene Kreationen, was auch noch nix tut in dieser Demoversion. Wo man aber wahrscheinlich eigene Deko-Varianten von Gebäuden abspeichern kann oder eigene Gebäude editieren. Auch das wird sich anbieten bei einem Lego-Setting. Wir werden's erleben. Es gibt ein paar Sachen, die mir gefehlt haben. Ich hab noch eine kleine Liste der Beschwerden sozusagen. Jetzt fürs Ende. Und zwar insbesondere zwei. Das eine ist Terraforming. Also man kann überhaupt nicht die Landschaft anpassen aktuell im Spiel. Man kann auch nicht, zumindest in der bespielbaren Fläche, in der Version, die wir jetzt hatten, irgendwie Straßen nach oben oder unten bauen oder Höhenunterschiede irgendwie nutzen oder so. Es gibt Brücken, aber ... Genau, es gibt Brücken. Aber nicht über Landbrücken halt. Genau, also so über die Flüsse oder die Meere, die da sind. Es gibt auch so Rampen im Gelände, wo man vielleicht eine Straße irgendwann hochbauen können wird. Das war aber außerhalb der bespielbaren Fläche. Da müsste man die Karte erweitern. Die Funktion war aber nicht freigeschaltet. Das hat mir gefehlt, die Landschaft gestalten zu können. Das gehört für mich auch zu diesem Lego-Gedanken dazu. Ich will da alles, wenn sie mir schon erlauben, alles zu deklarieren, da will ich auch die Landschaft gestalten. Sehr flach insgesamt. Genau. Das war noch ein bisschen langweilig. Vielleicht kommt da noch mehr. Und das Zweite, was fehlt, sind Lego-Züge. Lego-Züge. Das Einzige, was es gibt an öffentlichem Nahverkehr, sind Busse. Und dieses Bussystem, das fand ich wirklich schwach. Weil du baust so ein Busdepot und dann, das Busdepot hat zwei unterschiedliche Linien, für die man dann Haltestellen bauen kann. Auch nicht an die Straßen selber, sondern als Einmaleins-Gebäude, was dann an die Straße dran gepflanscht wird, so das Wartehäuschen. Und dann lässt das Spiel automatisch Busse diese Wartehäuschen abfahren, Da hast du auch wenig Kontrolle drüber, irgendwie wie die Buslinien dann verlaufen. Das fand ich sehr rudimentär. Also ich weiß nicht, ob das ein Platzhalter war, aber das hat keinen Spaß gemacht, das zu bauen. Und Lego-Züge. Ja, die Karten sind vielleicht zu klein für ein Riesenzugssystem. City Skylines 2 hat ja gigantische Karten, wo man riesige Schienen und Streckennetze draufpacken kann. So groß wirken die Karten jetzt hier nicht in Lego Skylines. Aber ich liebe einfach Klemmbaustein-Züge. Ich hatte selber als Kind keine, weil wir hatten den Platz nicht. Für so eine richtige große Zuganlage. Ich habe mir immer welche gewünscht und habe die immer super gerne angeguckt. Ja, aber ich sehe das komplett. Auch wenn die Karte jetzt nicht riesig ist, da so eine Rundbahn zu bauen, die einmal um die ganze Stadt herumfährt, das wäre richtig toll. Das würde ich mir auch gerne angucken. Insgesamt, ich sage mal, es hat eine Verkehrssimulation, aber ich glaube nicht, dass man da viel dran tüfteln muss. Man hat ja auch quasi nur Fußgängerüberwege. Also jetzt in der Demo Fußgängerüberwege und Ampeln. Sie haben von Kreisverkehr noch nie gehört. Gibt es in der Lego-Welt nicht, weil ja eh alles quadratisch ist. Da passen Kreise wohl nicht so gut ins Konzept. Aber sie haben ja schon eine Bewohner-Simulation. Ich hatte mit den Leuten auch geredet, gefragt, wie ist das denn so? Ist das eine Simulation von den Leuten? Sie meinten, ja. Also die Leute machen das ganz normal. Die haben ihren Tagesablauf. Sie haben, was du gesagt hast, viel, viel weniger Leute als City Skylines. Aber sie haben eine Simulation. Ich habe tatsächlich... Ich habe mir die Mühe gemacht und habe mir einer Person mal durch ihre Woche so gefolgt in der ganzen Stadt. Sie hieß Dorisky. Und ich habe mir angeguckt, wie so ihr Tagesablauf ist. Sie hat tatsächlich, sie hat einen Hochschulabschluss. Und ich habe dann gesehen, dass sie, sie wohnte auch in so einem Einfamilienhaus. Das war relativ am Rande des Stadtzentrums. Angeblich laut Gebäudeinformationen noch mit drei anderen Leuten. Also vielleicht mit meinem Partner und zwei Kindern. Die habe ich aber nie gesehen. Die sind weder gekommen noch gegangen. Also vielleicht hat sie die im Keller eingesperrt. Dorothy selbst ist immer so im Garten rumgelaufen. Obwohl sie einen Hochschulabschluss hatte, dachte ich erst, dass sie Holzfällerin ist. Aber dann habe ich festgestellt, das stimmt gar nicht. Sie ist nämlich zur Arbeit gefahren und Gebäude, also auch Betriebsstätten, da laufen immer Leute rum. Egal, ob da jetzt jemand arbeitet oder nicht. Und bei dieser Holzproduktion waren überall so Arbeiter und sie stand so mit so einem Klemmbrett da. Also dachte ich, ah, sie ist offensichtlich irgendwie in einer Führungsposition. Ihr Tagesablauf war recht lustig, weil sie ist morgens aufgestanden, ist in den Garten gegangen und hat einfach auf einer Bank gesessen und sich beschwert, dass ihre Umgebung nicht gemütlich genug ist. Dann ist sie nachts ins Auto gestiegen und zu ihrer Arbeit außerhalb des Stadtzentrums gefahren, stand dabei stundenlang im Stau auf einer Brücke, kam dann am nächsten Morgen erst, weil der Stau so lang war, auf der Arbeit an, hat dann zwei Tage lang durchgearbeitet bei ihrer Arbeitsproduktion. Ist dann wieder ins Auto gestiegen und zurückgefahren zu ihrem Haus, stand dabei wieder tagelang im Stau ist ausgestiegen und hat den Rest der Woche eigentlich also drei, vier Tage lang nichts anderes mehr gemacht als in ihrem Garten Blumen zu gießen und zwar mit einer, Mayonesentube. Also es war so eine gelbe Tube, mit denen sie so zu den Blumen gegangen ist und so ein bisschen ausgedrückt hat. Okay, you do you, Dorothy. Aber ihren Partner habe ich nie gesehen. Wer weiß, was mit dem ist. Das ist ja wundervoll. Was für eine wundervolle Geschichte. Dorothy, wir werden dich finden, wenn wir dieses Spiel mal weiterspielen und aufzeichnen können. Immerhin hast du mir noch eine Dinge etwas vor Augen geführt, was ich noch nicht gesehen habe, nämlich Stau. Weil, du hast gerade schon gesagt, es ist keine Verkehrssimulation und es gibt wenige Tools, mit denen man Verkehr managen kann, außer dass man mehr Straßen baut und dann hier mal eine Ampel reinpackt oder da mal einen Gehweg rausnimmt oder reinpackt. Also, es ist nicht wie City Skylines 2, dass so einer der Kernelemente des Spiels ja die Verkehrssimulation ist und Staus aufzulösen und Straßensystem richtig zu planen. Aber immerhin gibt's das. Also, immerhin steckt auch ein Hauch davon so drin und das wäre tatsächlich auch mein Fazit, es ist City Skylines Light oder Medium, wie du es fandest. Ich finde Medium ist ein wundervoller Ausdruck. City Skylines Medium. City Skylines Medium. Ja, weil es ist nicht so schön, es ist nicht völlig casual, es ist nicht völlig, runtergedummt oder aufs Allernötigste nur eine reine Schönbausimulation reduziert, sondern es stecken Systeme drin, mit denen man sich auseinandersetzen kann und mit denen man. Ja auch spielen kann und tüfteln kann, ich glaub, das wird kein Spiel werden, was ich jetzt 1600 Stunden spielen werde. Aber, ey, also um da hin und wieder mal reinzugucken oder einfach eine gute Zeit zu haben und auch diesen, und Dorothy beim Leben zuzuschauen. Ja. Weil das ist es doch am Ende, was wir wollen. Ich hätte stark darüber nachgedacht, ihr eine zweite Brücke zu bauen, damit es nicht jeden Tag im Stau steht. Ja, siehst du, du musst dich um Dorothy kümmern. Das wird deine Motivation sein. Ja, ich meine, man bekommt ja was dafür im Gegenzug, dass es City Skylines Medium ist. Und es ist halt diese kreative Freiheit, die man dann doch hat. Und der Lego-Charme, der, glaube ich, so manche Kinderherzen, die in der Brust eines erwachsenen Mannes schlagen, noch mal entflammen lässt. Ja, definitiv. Meine einzige Angst ist jetzt, dass, wenn dieses Spiel erfolgreich wird, Ice Flake weniger an City Skylines 2 arbeiten kann. Denn das müssen sie weiterhin. Ice Flake hat seit dem Wechsel von Corossal Order zu Ihnen, City Skylines 2 hat ja einen Entwickler gewechselt zum Jahreswechsel, hat Ice Flake wirklich viel getan, viel und offen kommuniziert und in hohen Frequenz-Patches veröffentlicht, die auch Fehler behoben haben, die teilweise viel zu lange in diesem Spiel waren. Über zwei Jahre nach Release noch Fehler in der Simulation, wo du denkst, wie kann es denn sein? Also City of Client 2, damals in einem Zustand rausgekommen, der bestenfalls Early Access war. Inzwischen dank Ice Flake auch deutlich besser geworden, auch jetzt endlich mit vernünftigem Mod-Support, dass man sich coole Gebäude runterladen und in die Stadt packen kann. Wenn euch interessiert, in welchem Zustand das aktuell ist, dann findet ihr bei GameStar Talk und im GameStar Podcast eine Tonne Inhalte, wo ich Lea zwinge, sich meine Stadt anzuschauen regelmäßig alle paar Monate und sie dabei zulabere, was sich jetzt wieder alles verändert hat und was auch immer noch nicht funktioniert. Und das ist der springende Punkt. Das braucht weiter Arbeit, City Skylands 2. Iceflake hat auch schon angekündigt, jetzt an der Simulation weiter zu drehen und da weitere Fehler zu beheben mit dem nächsten Patch. Und was immer noch absolut nebulös ist und wozu sie auch schon eine ganze Weile lang nichts mehr gesagt haben, ist die Konsolen-Version von City Skylines 2. Und nicht, dass Lego, das ja auch für die Konsolen kommt, jetzt dann so ein prominentes Spiel wird, dass sie irgendwann sagen, okay, City Skylines 2 ist nicht mehr so wichtig oder lass die Konsolen-Version doch streichen. Dann wäre ich bei aller Liebe sowohl zu City Skylines als auch zu Clem Baustein echt ärgerlich. Aber ich glaube mal, sie schaffen beides. Ja, ich meine, sie haben ja offensichtlich das Spiel schon entwickelt, bevor sie City Skylines übernommen haben. Es war ja erst letztes Jahr oder so, dass sie zu City Skylines gewechselt sind. Genau, zum Jahreswechsel jetzt im Dezember. Genau, das heißt, sie haben ja jetzt nicht erst dieses Jahr angefangen, Lego Skylines zu entwickeln. Das heißt, sie sind offenbar schon die ganze Zeit zweigleisig gefahren. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen. Ich hab ja auch CD-Skylines 2 versucht, damals, als es rauskam, und dachte mir, das ist das Spiel, das mich ja immer so toll findet. Naja, aber gut, es war fertig. Viel besser geworden. Jetzt schau noch mal rein, es hat noch eine Strecke vor sich. Aber mal gucken, wo das Ende des Jahres stehen wird oder nächstes Jahr mal gucken, wann Lego Skylines dann tatsächlich rauskommen wird und wie viel noch dazukommt und wie viel es noch poliert wird dann bis zum Release. Das war ein kleiner Ersteindruck. Wir waren überrascht, wie viel Spiel und wie viel Tiefe dann doch drinsteckt. Und ich sage einfach, wir sprechen uns wieder, wenn es dann da ist und schauen mal, was Dorothy denn dann macht in ihrem Leben. Dankeschön, Fabiano. Sehr gerne, bis bald.