Dieser Talk wird präsentiert von TikTok. Rockstar Games. Das ist ein Name, den wir heute vor allem mit Red Dead Redemption und GTA verbinden. Früher gab es da aber noch so viel mehr. Heute werden große Reveals exklusiv auf Netflix gemacht. Früher gab es bis zu fünf neue Releases von Spielen in einem Jahr. Was ist passiert? Wie konnten aus so vielen kleinen Fregatten dieses große Kreuzfahrtschiff werden, das wir heute kennen und steuert es weiter auf den Erfolg oder vielleicht sogar auf einen Eisberg zu, das wollen wir uns heute näher anschauen. Dafür habe ich mir zwei Gäste eingeladen. Zum einen den lieben Jules. Er ist natürlich unser Rockstar-Experte, unter anderem, weil er selber mal im Maschinenraum von Rockstar gearbeitet hat. Schön, dass du da bist. Ja, hi. Im deutschen Marketing- und PR-Office habe ich gearbeitet für ein Jahr und zehn Monate, glaube ich. Das war damals noch zum Release von Red Dead Redemption 2, richtig? Genau, also ich habe ein paar kleinere Releases vorher mitgemacht, unter anderem die Next-Gen- und VR-Version von L.A. Noire, da war ich auch schon bei Rockstar, plus das Doomsday Heist-Update für GTA Online, was auch ein etwas größerer Release war, weil es den komplett neuen Heist mit einer neuen Story reingebracht hat. Ja, aber hauptsächlich der Grund, warum ich da war, war, weil es auf Red Dead Redemption 2 losging und weil ich halt da mitwirken wollte. und das war auch eine ziemlich krasse Erfahrung natürlich. Bin dann aber danach direkt wieder. Wenige Monate nach dem Release, hier zum Hause GameStar zurückgekehrt tatsächlich. Und das freut uns sehr, vor allem, weil du uns jetzt berichten kannst, wie es damals bei Rockstar war. Ich weiß, es gibt da ein paar Einschränkungen, du darfst nicht über alles reden, aber zumindest ein paar Insights hast du ja doch und das hilft uns natürlich auch immer wieder, um damit umzugehen, was Rockstar aktuell so macht und wie sie mit Reveals umgehen. Darüber werden wir gleich ausführlicher sprechen. Wir haben aber noch einen zweiten Gast und zwar den lieben Peter Bartke. Er ist bei uns bei der GameStar Branchenbeobachter und du verfolgst Rockstar schon seit GTA 2 und hast natürlich in den letzten Jahren ganz viele Entwicklungen mitbekommen. Schön, dass du auch heute dir die Zeit genommen hast. Ja, danke. Ich bin Rockstar nur im Herzen, also leider. Und im deutschen Spielejournalist. Nein, nein, nein. Du bist der Inbegriff eines Rockstars. Also ich meine, schau dich an in deinem Ringlicht, wie du hier erleuchtest. Der Inbegriff eines Rockstars. Schön auf jeden Fall, dass ihr beide da seid. Jetzt wollen wir natürlich erstmal, also unsere Grundprämisse ist, eben rauszufinden, wie hat sich Rockstar in den letzten Jahren entwickelt? Wie konnte es zu dem werden, was es heute ist? War es denn früher wirklich so anders oder ist es einfach nur die natürliche Entwicklung von Studios, Peter? Naja, Rockstar wurde ja gegründet 1998 und war schon damals Teil von Take-Two. Deswegen von Anfang an war es ja Teil dieser Publishing-Struktur. Kann man jetzt nicht sagen, es war ein kleines Indie-Studio, das irgendwie aus dem Nichts kam. Ja, sie sind natürlich extrem gewachsen und mit Wachstum kommen natürlich mehr Veränderungen, mit Erfolg kommen Veränderungen, sind ein bisschen Opfer des Erfolges. Dadurch, dass sie eben immer größere Spiele, die immer mehr Leute spielen wollten, gemacht haben, haben sie auch mehr Verantwortung, beziehungsweise wurde ihnen mehr Verantwortung gegeben innerhalb des Konzerns von Take-Two. Sind inzwischen eigentlich das Wichtigste auf den Take-Two-Finanzkonferenzen, in den Finanzberichten ist inzwischen, was macht Rockstar. Das ist natürlich schon ein enormer Unterschied von so einer kleinen Klitsche, die ja damals auch noch als DMC dann noch teilweise bekannt war. Einfach der Unterschied auch von den, wie viele waren das am Anfang, ein paar Leute, die sich halt zusammengesetzt haben und heute sind es deutlich über tausend, glaube ich, auf der ganzen Welt, das ist unvermeidlich, dass sich da was geändert hat in Sachen von Organisation, von den Wegen, wie die Entwicklung ist, kurze Wege damals, heute muss alles zehnmal geprovet werden. Also irgendwo ganz logisch, dass da nicht mehr das alte Rockstar drin steckt. Man muss dazu sagen, das Entwicklerstudio, also Robster North, das gab es ja schon vorher und hieß DMA Design damals noch, bevor dann quasi BMG das übernommen hat, was auch ein witziger Werdegang ist, weil da waren ganz viele Musikleute auch involviert am Anfang, weil eben BMG Entertainment, also Sony BMG kennt man ja hauptsächlich als Plattennabel, aber die hatten eben auch eine kleine Videospiel-Publishing-Seite, die ihr BMG Entertainment hieß. Und die haben dann DMA Design übernommen und dann wurde Rockstar Games gegründet. Aber vielleicht bei DMA Design gibt es schon vielleicht so diese Indie-Roots von ganz am Anfang noch, die halt die ersten Sachen gemacht haben. Jetzt ist der Nachbar... Ja, es war ja auch... Peter? Sorry. Ich wollte sagen, es kam ja auch ursprünglich aus Großbritannien, DMA, wenn ich mich ganz täusche. Ja, genau. Also noch weit entfernt von dieser globalen, amerikanisch-zentrischen, Entwicklermacht, die man heute vielleicht mit Rockstar verbindet. Das vergisst man halt auch immer generell. Rockstar ist ja immer noch im Add-its-Core sind es Briten. Also Sam Hauser ist Brite, Rockstar North, also Also das Hauptentwicklerstudio ist in Edinburgh. Man denkt das nur mal nicht, weil es so global ist und weil es natürlich in den Spielen immer um Amerika geht. Ja, dein Name Rockstar war natürlich damals auch so ein bisschen Programm. Die waren halt die jungen Wilden. Wie hast du das damals als Spieler wahrgenommen, Jules? Also, ich weiß gar nicht, ob ich mich hier incriminate, wenn ich das sage, aber als die ersten GTA-Spiele draußen waren, da war ich ja eigentlich noch viel zu jung, um die zu spielen. Und da wurde das, glaube ich, ein bisschen dadurch definiert, dass es halt so dieses Word on the Street war und dann hattest du den einen Kumpel, der irgendwie GTA 2 hatte und dann hast du dich da mit mehreren Leuten, um den PC versammelt und hast irgendwie Unsinn angestiftet in der Stadt. Und ich glaube, das ist ganz lange noch ein bisschen die DNA von GTA-Spielen geblieben, schon viel länger, als die Spiele eigentlich schon viel hochwertiger waren und richtige Storys hatten. So dieses, oh, da läuft GTA, wir versammeln uns mal alle um den Screen und machen irgendeinen Quatsch in dieser Stadt. Das ist ehrlich gesagt bis heute geblieben. Ich bin mir ziemlich sicher, selbst bei GTA 6 werden die Leute das wieder machen und einfach ausprobieren, was geht. Und das definiert so ein bisschen diesen Spirit der Rockstar-Spiele schon von Anfang an. Also ich kenne es als ein Skandal, was man eigentlich nicht spielen darf, aber man hat es trotzdem gemacht. Es hatte immer diese Aura des Verbotenen irgendwie. Mir ging es auch so. Ich war deutlich zu klein, zum Beispiel um GTA 3 zu spielen. Meine Mutter hat es mir angekauft, obwohl da ein großer Sticker drauf war. Nicht ab, was war das? Ab unter 18 oder unter 16. Und es hatte immer diese, sie haben mit sich Sachen getraut, die andere vielleicht nicht gemacht haben. Mit Leute werden überfahren, Blut, Drogen, Prostituierte. Und es hat natürlich unglaublichen Reiz, wie wir alle wissen, das Verbotenen hat und bestimmten Reiz für die Leute. Und es war ja am Anfang halt auch, dazu kam dann noch diese Sache, du bist in der Open World, du kannst machen, was du willst, du hast keine Regeln, keine Gesetze, du stehst außerhalb des Gesetzes, bist halt ein Verbrecher, was in der Zeit in Spielen jetzt auch nicht so war, man muss auch dazu sagen, wie innovativ diese Spiele eigentlich waren, dass die dir so eine Rolle gegeben haben, die komplett anders war als in anderen Spielen, hatte ich immer das Gefühl, das war ja mehr oder weniger Chaos-Simulator. Du gehst da rein, machst dein eigenes Ding, Polizeiautos kommen auf dich zu, du hast einen Raketenwerfer, du schießt alles kaputt, und nicht so eine lineare Story und hier, du bist der Gute, du bist der strahlende Held, sondern mach einfach dein Ding und mach so wild jetzt. Ja, ich erinnere mich auch. Aber es war eine Nische halt, es war noch weit davon entfernt, das zu sein, was es heute ist, wo einfach jeder auf dieses Spiel wartet und es einfach absolut mehr Mainstream geht nicht ist. Das definitiv. Obwohl ich trotzdem auch damals schon das Gefühl hatte, also ich meine, ich bin wahrscheinlich ein bisschen später dann auf die Spiele gestoßen. Bleibt es uns wieder rein? Nein, nein, nein. Ein bisschen. Ich war definitiv auch viel zu jung. Und ich habe das auf dem DS auf so einer Karte, wo ganz viele Spiele drauf waren aus der Türkei, hatte ich dann. Okay. Ja, wie gesagt. Andere Zeiten. Aber ich habe das mit meinem jüngeren Bruder. Ich glaube, ich war... Elf oder so und er war halt sieben und wir saßen auch um diesen DS rum und waren so, oh mein Gott, krass, was da passiert. Oh mein Gott, das dürfen wir mal und Papa nicht mitbekommen, was hier gerade auf unserem DS abgeht. War eine wilde Zeit. Also dieses, dass es so verboten war, das kann ich komplett nachvollziehen. Wie war das denn, also wie war damals die Rückmeldung im Spielejournalismus? Also wie hast du das damals, Peter, als du dann halt auch als Journalist in dem Bereich gearbeitet hast, wie hast du Rock wieder wahrgenommen? Ja, wie Rockstar. Also im wahrsten Sinne des Wortes. Es waren die Leute, die halt am obersten Limit waren der Spieleentwicklung. Es war auch so ein bisschen der perfekte Sturm mit den Konsolen, dass die halt, GTA ist halt auch groß geworden mit PS2, dann PS3, Xbox. Ich weiß noch, damals hatte irgendwie der Chef von, wer war das, Microsoft oder von EA, der dann von Xbox, der das GTA-Tattoo hatte und auf der E3 gezeigt hat. Also man kam an den Dinger nicht mehr vorbei. Aber es war noch nicht ganz so, wie es heute war. Da stimme ich Jules zu. Also das ist jetzt nochmal eine Stufe drüber, weil es jetzt wirklich ein globales Phänomen ist, das jeder kennt. Und da war es halt innerhalb der Spielebranche, wusste man, okay, neues GTA, geil, das wird ein tolles Spiel, das wird wieder was Neues in Sachen Open World, wird die Open World voranbringen. Ich weiß noch genau, wie bei GTA 3 man vorher diese Berichte gesehen hat und niemand konnte das wirklich so fassen, was das für einen Impact haben würde, weil das ja der Beginn mit der Open World war, wie wir sie kennen heute. Und danach war halt schon immer der Hype schon da. Oh, Rockstar macht was Neues, jetzt kommt Vice City, jetzt kommt San Andreas, jetzt kommt GTA 4, was nochmal ein Riesensprung war. Und so ab GTA 4, glaube ich, hat sich das in dieses Rockstar gewandelt, das wir heute kennen, das auch ein bisschen unabhängiger vom Spielejournalismus ist und seine eigene Marke ist und nicht mehr du brauchst heute, niemanden mehr, der dir sagt, hey, hier ist die Preview von GTA 6, ich hab die voll exklusiven Infos, das machen die alles allein und die müssen nicht auf eine Messe gehen und zeigen, sondern sie gehen einfach zu Netflix. Also in der Wahrnehmung stimme ich dir zu, dass es vielleicht das Vierer war. Ich glaube, so intern merke ich schon bei San Andreas, wie der Anspruch einfach größer wurde, weil für mich ist San Andreas das GTA, wo sie zum ersten Mal gesagt haben, hey, vielleicht können wir mehr als das Skandalspiel sein, vielleicht können wir wirklich eine Geschichte erzählen, können wirklich, auch irgendwie eine kulturelle Message haben, weil es dann Andreas ja dann schon, finde ich, sehr tief reingeht, was so Gang-Violence in Los Angeles angeht, was das Leben von schwarzen Menschen dort anbetrifft, Police-Brutality, also da werden ja diese Themen thematisiert und da hatte ich zum ersten Mal so das Gefühl, okay, das ist jetzt aber nicht nur vollkommen überzogen, um mich zum Lachen zu bringen, sondern hier ist jetzt wirklich jemand, der sich schon Gedanken macht, wie erzähle ich auch was? Und das ist ja das, was, wie du richtig sagst, was GTA 4 dann ganz extrem gemacht hat. Weil GTA 4 ist ja eigentlich ein Story-Game, wenn man den Story-Modus davon spielt. Und passt trotzdem zur DNA des Entwicklers. Ich habe jetzt gerade nochmal nachgelesen, was 2011 Dan Hauser gesagt hat. Er sagt ja, es ist in unserer DNA, nicht das zu machen, was andere Firmen machen. Und unser Ziel ist es, dass die Spieler wirklich fühlen, was wir zu versuchen. Aber ich finde dieses gerade, was verhindern, was andere machen, sie orientieren sich, das ist so die Message, sie orientieren sich nicht an Trends, sondern sie setzen Trends. Und das war eben anfangs dieses Chaos, Open World, machst alles, was du willst. Und dann sind sie halt drüber gegangen, okay, wir wollen vielleicht jetzt mal ein bisschen ernsthafter werden, wir wollen Geschichten erzählen. Und zu dem Zeitpunkt würde ich dir auch zustimmen, da gab es jetzt auch nicht, viele andere Spiele, die das dann wieder gemacht hätten. Also die waren schon immer auf der Trendwelle oder ganz vorne oder kurz davor, weil sie halt eher. Gezeigt haben, wo es lang geht und nicht hinterhergegangen sind. Würdet ihr sagen, sie haben aber, um da überhaupt erstmal hinzukommen, trotzdem auch die Skandale ein bisschen gebraucht? Also so einen Hot-Coffee-Skandal mit über 20 Millionen Dollar Strafen, den sie zahlen mussten, wegen einem versteckten Sex-Mini-Spiel. Das zur Untersuchung der US-Handelsbehörde FTC geführt hat. Glaubt ihr, dass sowas schon auch dazu beigetragen hat, weil dann natürlich über sie berichtet wurde und gesagt wurde, oh, die haben da was ganz Schlimmes gemacht. Und natürlich, 20 Millionen hört sich nach einer ganzen Menge Geld an, aber es hat sie wahrscheinlich trotzdem im Nachhinein weiter nach vorne gebracht, als zurückgeschlagen. Oder würdet ihr das anders sehen? Also ich bin der Meinung, dass Jack Thompson, der Anwalt, der sehr berühmte, der damals halt viel gegen Rockstar geschossen hat und gegen GTA, hat am Ende zum Erfolg beigetragen. War ein Segen für die GTA. Auf jeden Fall, ja. Es ist auch so einfach, zurückzugucken und sagen, ja, das hat alles so gut gepasst. Aber es war halt irgendwie so dieser perfekte Sturm. Es kamen viele Faktoren zusammen. und das war bestimmt auch einer, dass das halt für PR gesorgt hat. Und alle PR ist gute PR. Also ob da jetzt für die einen, okay, denkst du dir, das ist doch furchtbar. Die sagen, da gibt es Anwaltskosten und hier Abmahnung und irgendwelche Elterngruppen regen sich auf. Was macht GTA mit unseren Kindern? Hier werden ganz Prostituierte in dem Spiel in dein Auto bringen. Das ist ja furchtbar. Du bringst Leute um. Dann gab es ja noch diese ganze Killerspiel-Diskussion, wo GTA bestimmt auch mit dabei war. Aber im Grunde hat das einfach nur dafür gesucht, dass mehr Leute darüber reden, mehr Leute sich anschauen und vielleicht dann auch gemerkt haben, hey, es wird ja alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich glaube halt, also im Nachhinein würde ich auf jeden Fall zustimmen und auch sagen, es hat ihnen sicherlich geholfen, einfach diesen Ruf zu bekommen. Ähm, Wenn man sich, ich werde wahrscheinlich öfter in diesem Talk das empfehlen, es gibt ja den Film The Game Changers über Rockstar Games, da spielt Daniel Radcliffe Sam Hauser, das ist ein fantastischer Film, er ist nur nicht so leicht zu schauen, ich weiß gar nicht, wo es den gerade, in Deutschland überhaupt zu gucken gibt. Aber wenn man ihn zu greifen hat, ist ganz spannend, weil da geht es genau um diesen Skandal und diese Entwicklung vom frühen Rockstar. Und da sieht man aber halt wie krass das auf Streichhölzern gebaut ist, das ganze Konstrukt also ich glaube, wenn dann die eine oder andere Sache anders ausgegangen wäre, hätte es auch sein können dass dieser Skandal sie ruiniert das ist halt im Nachhinein immer dann, ja okay, jetzt hat es ihnen wahrscheinlich geholfen, aber das war alles schon sehr knapp, und man sieht ja vor allem auch, wie krass damals dieses ganze Konstrukt Rockstar mit Crunch und so zusammengehalten wurde, die haben GTA Vice City irgendwie in einem Dreivierteljahr entwickelt. Das muss man sich mal geben. Die haben GTA 3 ausgemacht und haben gesagt, ja, wir machen das gleiche nochmal in einem anderen Setting. Und also wirklich in neun Monaten ein Spiel zu entwickeln unter heutigen Standards, das ist ja kompletter Wahnsinn und könnte auch nicht weiter entfernt davon sein, wie Rockstar heute agiert. Außer der Crunch, der ist wahrscheinlich traurigerweise geblieben. Neun Monate, neues Spiel entwickeln kann sonst nur Piranha Bytes mit Gothic 2 nach Gothic 1. Ja, damals war ja auch der Output einfach viel, viel höher. Jetzt muss man dazu sagen, Rockstar bestand ja früher aus ganz, ganz vielen verschiedenen Studios, quer über die ganze Welt verteilt. Und allein, also 2006 zum Beispiel kam Bully, Rockstar Games Presents Table Tennis, GTA Vice City Stories raus. Also drei Spiele, die alle vor allem auch sehr unterschiedlich waren, muss man dazu sagen. Und auch da, also früher hat Rockstars halt geschafft, die ganze Zeit neue Spiele rauszubringen, die auch immer wieder es geschafft haben, halt interessant zu bleiben. Und mit Table Tennis haben sie ja unter anderem auch ein Neu-Physik-Engine dazu gebracht, die ich glaube bis heute Red Dead Redemption hat, ist ja auch darauf aufgebaut worden auf der gleichen Seite. Also das ist die Demo für die Rage-Engine, die Rockstar bis heute benutzt. Das ist auch der Fun-Fact, ehrlich gesagt, dieses Spiel gibt es nur, weil Sam Hauser gesagt hat zu Rockstar San Diego, also schon ein anderes Studio dann in den USA, also nicht North, die haben den Auftrag gekriegt, hey, macht uns, wir wollen eine eigene Engine, baut uns die mal. Und da hat der San Diego-Chef und Liga gesagt, ja, also ich kann ja eine Engine bauen, ich baue ja ein Spiel, sonst kann ich ja die Engine nicht showcasen. Und dann hat halt, ich habe gesagt, Sam Hauser liebt Tischtennis, Mach einfach Tischtennis. Und dann haben sie halt diese Tischtennis-Demo gebaut, um die Engine eigentlich nur Sam Hauser zu zeigen. Und er hat gesagt, das ist übelst geil, das bringen wir raus. Und dann gab es Rockstar Table Tennis, was bis heute ja eine fantastische Tischtennis-Simulation ist. Da hat Nakey Jacky gerade ein Video drüber gemacht. Könnt ihr euch mal reinziehen, wie geil eigentlich Rockstar Table Tennis war. Jetzt wäre halt die Frage, warum sind sie davon weggegangen, dass sie halt diese ganzen kleinen Studios haben, die so ihr eigenes Ding machen. Warum gibt es das heute in dieser Form nicht mehr? Und wann gab es diesen Shift? Also ich denke, das ergibt sich halt ein bisschen einfach aus der Geschäftssituation, weil die Spiele sind immer größer geworden, die Spiele sind immer aufwendiger geworden. Und irgendwann konnte man dann halt nicht mehr sagen, hey, wir bringen jetzt mehrere Spiele pro Jahr raus, sondern wir müssen halt unsere Studios zusammentun, um überhaupt ein Spiel mal annähernd in der Zeit fertig zu schaffen. Das war so der erste Shift. Allerdings muss man sagen, Rockstar hat noch sehr lange zumindest ein Spiel pro Jahr rausgebracht. Also bis GTA 5 eigentlich kam jedes Jahr noch ein Spiel von Rockstar Games raus. Also da waren dann auch noch Max Payne 3 dabei, da war dann Red Dead Redemption, da war dann L.A. Noire, also viele Spiele, die man vielleicht auch gar nicht mehr so auf dem Schirm hat. Bis 2013, wo dann die große Veränderung mit GTA 6, äh, GTA 5 stattgefunden hat, ähm, Was einerseits dann daran liegt, dass die Ansprüche so groß wurden durch dieses Spiel, weil einfach so viele Maßstäbe gesetzt wurden, aber natürlich auch, weil GTA Online als Finanzspritze über all die Jahre halt weiterhin funktioniert hat, und dann konnte man sich das halt auch leisten. Ich vergleiche die Spieleentwicklung ganz gerne mit so einem Rockstar, der halt auf Tournee geht, um Geld zu sammeln für dann das nächste Projekt in der Tonkabine, also dann wieder aufzunehmen. Dass du eben genauso mit Spielen, okay, du bringst dein Projekt raus, du nimmst Geld ein, du kannst es wieder in das nächste Projekt stecken und so weiter und so fort. Und GTA Online hat diesen Rhythmus ja dadurch gesprengt, dass du einfach immer wieder Einkommen hast und ein Steady-Stream und währenddessen kannst du einfach sagen, naja, lass jetzt einfach die länger, lass, die halt länger arbeiten, ich brauch nicht dann wieder gleich das nächste Spiel, sondern ich hab da einen Income-Stream, der dieses Studio halt, die Gehälter bezahlt und so weiter. Während sie was noch Geileres machen. Man muss dazu auch sagen, es ist nicht nur GTA Online, sondern auch GTA 5 verkauft sich halt immer noch absurd viel dafür, dass das Spiel so alt ist. Also wenn man sich irgendwelche Verkaufscharts in einem schwachen Monat anschaut, wo es nicht viele neue Releases gibt, dann wird GTA 5 da immer noch drin auftauchen und das ist halt auch komplett absurd. Also irgendwie hat es dieses Spiel einfach geschafft, dieses absolute Phänomen zu sein. Wir wissen irgendwie über 230 Millionen verkaufte Exemplare heute. Das heißt, das Spiel an sich verkauft sich auch immer noch wie geschnitten Brot. Und es ist witzigerweise auch einer der Gründe, warum 2K Games damals gegründet wurde, dass eben Take-Two gesagt hat, wenn Rockstar jetzt ein bisschen weniger Spiele macht, wir brauchen noch irgendwie einen anderen Publisher, der in die Leerräume reingeht und auch Spiele rausbringt. Das war einer der Gründe, warum es überhaupt 2K gibt, dass halt bei Rockstar die Kadenz runtergeschraubt wurde. Und würdest du sagen, also weil Jules, du hast ja selber auch gearbeitet bei Rockstar, dass es durchaus Zeiten auch verlängert hat, dass man halt diese großen Abstände hatte, dass halt nicht alle zusammen in einem Büro gesessen haben und gemeinsam gekocht haben, sondern theoretisch alle zwar gemeinsam an einem Ding gekocht haben, aber in ihren verschiedenen Departments und Bereichen, dass das durchaus auch Zeiten verlängert hat? Also ich muss dazu sagen, ich habe von der Spieleentwicklung tatsächlich super wenig mitbekommen. Ich war ja im Marketing und in der PR und ich weiß nicht, ob es bei anderen Publishern anders ist. Ich könnte es mir gut vorstellen, aber bei Rockstar ist es wirklich ganz extrem, diese Trennung. Also ich habe in meiner gesamten Zeit nicht ein Wort mit irgendeinem Entwickler gewechselt, seit ich dort war. Und das ist ja nicht nur intern so bei Rockstar, sondern auch nach außen hin. Also die Entwickler sind ja in irgendwelchen Schaolin-Tempels gefühlt weggesperrt und machen da ihr Ding. Und die PR macht ja alles, was quasi Kommunikation nach außen ist. Also auch das Spiel vorstellen haben wir ja gemacht als PR. Das ist ja total untypisch, weil normalerweise organisierst du als PR den Termin und dann kommt halt ein Entwickler und zeigt das Spiel. Und bei Rockstar war es so, dass wir das gemacht haben, weil die Entwickler halt damals überhaupt nicht öffentlich aufgetreten sind. Was cool war, weil es hat mit am meisten Spaß gemacht, ehrlich gesagt. Aber das ist schon eine Besonderheit bei Rockstar und das ist aber auch intern so, dass man von den Entwicklern eigentlich kaum was mitbekommt. Also ich kann mich nur ein einziges Mal erinnern, dass man überhaupt mal irgendwie so nachgefragt hat, so, hey, wie ist eure Meinung dazu? Und da ging es halt um Pay-to-Win-Mechaniken oder nicht Pay-to-Win, aber halt virtuelle Währungen in Spielen. Da wollten sie halt mal so Feedback, so ein bisschen was so die Wahrnehmung ist, aber sonst hat man da nicht viel mitbekommen, ja. Ja, deswegen, ich weiß es nicht, ich kann es mir aber natürlich vorstellen, dass das natürlich was verändert, wenn du über so große Distanzen zusammenarbeiten musst, weil allein die Zeitzonen machen es ja extrem schwierig, wenn da halt irgendwie, ich weiß es jetzt nicht, wahrscheinlich irgendwie. Fünf, sechs Stunden von Edinburgh nach New York, San Diego sind dann irgendwie acht Stunden oder so. Das ist ja schon ein Unterschied. Da wartet man schon, glaube ich, etwas länger auf irgendwelche Antworten. Peter, kannst du dir vorstellen, warum es diese klare Trennung gibt bei Rockstar, die es in anderen Studios nicht gibt? Das ist eine gute Frage. Also genau kann ich das auch nicht sagen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es ja ähnlich wie bei Bethesda ist, wo du ja auch den großen Meister hast, Todd Howard, der eben, wo alle Fäden zusammenlaufen, der halt die Interviews gibt, der halt sagt, was los ist. Und die wollen vielleicht erstens die Leute ein bisschen schützen, dann wollen sie, dass sich keiner verplappert von den Entwicklern. Wenn du Leute, die nicht geschult sind, PR-technisch halt vor ein, Mikrofon stellst, dann reicht eben so ein blöder Journalist wie ich, der dann irgendeine dumme Frage stellt und plötzlich hast du dann den PR-Fail und Leute wie Jules müssen dann panisch anrufen und sagen, ach nee, das war nicht so gemeint und wir haben da eigentlich ein Statement vorbereitet. Also das kann natürlich sein, dass man da einfach möchte, eine klare Message haben möchte und nicht das so vermuddeln möchte. Und dann ist es halt auch so, dass ich jetzt, was ich ja gemeint habe, dass wir jetzt von diesem globalen Phänomen reden, von Sachen, wo du halt gar nicht mehr das brauchst, dass, sich jetzt zum Beispiel bei anderen Spielen ein Producer hinsetzt und Fragen beantwortet, sondern die wissen ja schon, dass GTA so groß ist. Die müssen das nicht mehr bewerben in dem Sinne. Die müssen dann nicht mehr Leuten erklären, was ist denn GTA oder so. Sondern da reicht es dann, wie wir jetzt wahrscheinlich auf Netflix sehen werden, irgendwie so ein 13-Minuten-Video wie bei Red Dead Redemption. Das ist das Spiel, das ist drin, das sind die Neuerungen. Stopp. Und das ist, glaube ich, einfach so ein Erfahrungswert, den sie gemacht haben, zu sagen. Mehr braucht es nicht. Und wir sind da ein bisschen unabhängig von anderen Sachen, die sich ergeben haben, auch in den der Spielentwicklung. Es ist ja auch nicht so, dass jemand am Anfang der Spielentwicklung gesagt hat, ja, die PR muss so und so sein, sondern es hat sich alles so ergeben, mit Events, mit Journalisten. Da kommt dann hinzu, dass der Journalismus, ja, sind wir so ehrlich, ein bisschen auf dem absteigenden Ast ist. Leute holen sich die Infos woanders, die schauen sich direkt auf YouTube-Sachen an, schauen sich Content-Creator an, die auf Sachen reacten. Das ist, glaube ich, so eine Mischung daraus, dass man das einfach den Zeiten auch angepasst hat. Das liegt aber natürlich auch zu dem Mythos bei, ne? Also ich weiß nicht, ob sich Rockstar ganz so cool anfühlen würde, wenn Sam Hauser auch wie Todd Howard überall auf irgendwelchen Memes mit seinem Gesicht drauf wäre und seiner Lügenjacke. Also das weiß ich nicht. Das gehört auch ein bisschen dazu. Und ich glaube zusätzlich auch dazu, dass die Hauser-Brüder und vor allem Sam, glaube ich, auch sehr schüchterne Menschen sind. Also ich habe nie ein direktes Wort mit ihnen gewechselt, obwohl ich mal mit ihnen im gleichen Büro war. Und allein das spricht ja schon auch gleich dafür. Also die sind, glaube ich, auch einfach, die mögen das auch nicht so gerne in der Öffentlichkeit zu stehen, die mögen lieber ihr Ding machen. Und vielleicht ist das dann so ein bisschen das Mantra, was sich auf die ganze Firma auch überträgt. Aber ich bin gespannt, vielleicht ändert Netflix alles. Vielleicht sitzt da bei dem Netflix-Reveal direkt Sam Hauser und sagt, yo, this is our game. Könnte ja passieren, wir wissen es noch nicht. Bisschen unwahrscheinlich, aber wer weiß. Jetzt wäre die Frage auch da, hast du denn damals, als du da gearbeitet hast, auch diesen Druck gespürt, weil, wie Peter schon meinte, jeder weiß, was GTA ist. Jeder weiß, wer Rockstar ist. Also diese Marke ist halt riesig. Die hat einen Hollywood-Status. Und da hat man das gemerkt in der Arbeit damals. Und denkst du, dass das schon auch allgemein den Druck auch verändert auf die Leute, die bei Rockstar angestellt sind? Also ich muss sagen, Druck in dem Sinne von, dass es wirklich unangenehm war, habe ich da nicht gespürt. Sondern man hat tatsächlich fühlten wir uns halt auch immer so ein bisschen halt reaktionär, weil wir halt da saßen und dachten so, jo, ähm, Hoffentlich wird das wirklich alles so gut. Aber sobald wir dann was gesehen haben, muss ich sagen, waren da halt wirklich die jegliche Zweifel halt weg. Aber man hatte ja so ein bisschen dann immer selber gedacht, so ja, im Endeffekt, wir können es ja, wir verändern es ja nicht, sondern wir arbeiten ja auch nur mit dem, was quasi die Entwicklerteams uns am Ende geben. Und da ist der Job bei Rockstar halt sehr dankbar, da du halt wenig in der PR jetzt irgendwas dir aus den Fingern saugen musst, sondern halt die Sachen in der Regel dann wirklich Hand und Fuß haben, die man rausbringt. Was ich immer schon sagen muss, ist, man hat extrem den, man hat diesen hohen Anspruch halt extrem gespürt. Das muss ich schon sagen, jetzt nicht als Druck auf mich, aber halt schon in der Arbeit, die auch man dann hatte. Also da wird halt wirklich und das muss man, da werde ich auch nicht müde, das zu betonen, obwohl Rockstar halt so ein riesiger Publisher ist und es ihnen wahrscheinlich sogar scheißegal sein könnte, wird da jede einzelne Headline, die irgendein Magazin zu den Spielen veröffentlicht wird, reportet und da kommen Rückfragen. Wenn die Headline irgendwie interessant oder komisch klingt, dann kommt eine Bitte, dass wir die nochmal übersetzen sollen, bitte den Artikel und halt alles wirklich haargenau reporten und teilweise sogar. Was irgendwie witzig ist, hat wohl auch Sam Hauser ein paar deutsche Seiten in seinem Newsletter drin. Da kam auch ab und zu mal eine Anfrage so, yo Sam hat diese Headline gesehen, und hat mit Google Translate geguckt und findet die jetzt interessant, könnt ihr ihm mal diesen Artikel da irgendwie erklären? Also das haben wir dann nicht direkt gemacht, aber das ist wirklich dieser extreme Anspruch. Alles soll wirklich zu 100 und jeder soll gut darüber reden. Eine negative Meinung tut schon richtig weh. Das hat man, finde ich, schon sehr, sehr stark gespürt. Erfahrung habe ich auch gemacht, also ich habe ja damals GTA 5 getestet, nicht für die GameStar, sondern damals noch für die PC Games. Und da habe ich auch die Erfahrung gemacht mit der PR, dass dann schon auch, sie sehr hohe Erwartungen oder auch Vorgaben hatten in Sachen Wertung. Also wenn, wir haben glaube ich letztens gerade darüber geredet in der Redaktion, kein GTA ist unter 94 bei Metacritic. Und ich sage jetzt nicht, dass sie irgendwie die Einfluss auf die Wertung nehmen wollten. Aber zum Beispiel, ich hatte mir erst so eine 92 vorgestellt und dann kamen natürlich Rückfragen, weil die Leute dann gemerkt haben, das ist, um die Denke zu verdeutlichen, eine 92 wäre zu wenig für einen GTA. Das muss höher sein. Und wenn dann das nicht höher ist, dann kommen halt Rückfragen, wie du sagst. Dann wollen die Leute verstehen, was ist denn da? Können wir das vielleicht besser erklären? dann gab es ein Problem. Und das, was ich finde, zeigt auch ganz gut diese Erwartung. Wir sind die Besten vom Besten. Unsere Spiele müssen das Beste sein, was es gerade zu dem Zeitpunkt gibt. Es können halt Beste sein, es geht nicht. Man muss dazu sagen, das ist ein bisschen darin begründet, aber dass wir Deutschen sehr kritisch sind. Also wenn du jetzt sagst, also weil in anderen Ländern, wenn du auf Metacritic guckst, gibt es wesentlich mehr Zehner-Wertungen. Vielleicht gibt es auch mehr Magazine, die einfach nur Zehner-Schritte haben und dann gibt es halt leichter eine Zehn als eine Hundert, die ja komplett unrealistisch wäre. Also wir würden ja niemals eine Hundert für ein Spiel geben, glaube ich. Und deswegen ist es in Deutschland schwieriger, diese hohen Wertungen zu erreichen. Aber das wissen natürlich die Rockstar Officials in New York dann nicht. Und deswegen heißt es natürlich auch, also kann dann halt öfter auch mal dann die Frage kommen, so hä, wieso sind wir in Deutschland halt, haben wir einen geringeren Metacritic-Schnitt als in anderen Ländern? Und das könnte auch ein bisschen daran liegen, weil es tatsächlich in den anderen Ländern gar nicht so unrealistisch ist, auf eine 97, 98 zu kommen. Jetzt muss man ja dazu sagen, also sie haben sich ja durchaus auch, sie haben diesen Perfektionismus ja auch in ihre Spiele übertragen. Also wenn man sich jetzt an Red Dead Redemption anschaut, wo die Pferdehonen schrumpfen oder was, das sind wirklich so Details, wo man sich denkt, also niemand würde, wenn er jetzt ein Spiel designt, sagen, ja okay, das ist mir jetzt wichtig. Aber dass du halt irgendwo hingehen kannst und einfach mit ansehen kannst, wie sich die Leute entwickeln, wie sich der Ort entwickelt, Das ist ja schon was, was es so halt auch in anderen Spielen einfach nicht gab. Oder das ändert sich jetzt gerade auch ein bisschen. Aber trotzdem hat Rockstar ja auch immer wieder neue Maßstäbe gesetzt, was Detailgrad angeht. Trotzdem ist da halt die Frage, braucht es das? Oder ist es einfach nur purer Wahnsinn? Und vielleicht auch irgendwann, also wo will man denn damit noch hin? Also was ist denn da noch das Ziel? Peter. Ja, ich glaube, es braucht es tatsächlich. Erstens, weil wir das inzwischen erwarten natürlich. Alles, was schon mal gemacht wurde, dann denkst du dir, okay, warum ist es jetzt nicht im Nächsten? Regie, jetzt bitte Bauchbinde, Peter Badeke braucht Pferdehoden. Sowieso im Leben allgemein und auch im Spiel. Das ist, glaube ich, dieser Anspruch, den wir auch inzwischen haben an Rockstar-Spieler. Und es hilft extrem, also du musst dir nochmal denken, wie oft gibt es solche Posts auf Reddit, wo man sagt, hier 100 Sachen in GTA 5, die du noch nicht bemerkt hast, mit dem Verkehr, wie Passanten reagieren und so. Und natürlich würden die Spiele trotzdem Spaß machen, wenn diese Sachen nicht drin wären. Aber es zeigt halt so ein bisschen, da geht noch mehr oder schau mal, wie viel Mühe die sie gemacht haben. Ich bin mir sicher, dass diese Pferde roden, da war halt der Pferdedesigner, der hat irgendwie, ja, der hat die Aufgabe bekommen, mach 10 Pferde und dann hat er aber gemerkt, Ja, also, das wäre doch voll realistisch, wenn dann auch ihre Eier sich dann auch bewegen oder was auch immer, die schrumpfen, keine Ahnung, wir sind ja in der Kälte. Und dann hat er das einfach gemacht und hat seinem Chef das gezeigt. Und der hat gesagt, ja, cool, das passt zu uns. Wir wollen ja, das macht irgendwie was mit uns. Wir sehen dann, das ist noch realistischer. Und sie wollen halt auch, dass sich die Leute in ihren Welten so eintauchen können, wie es geht. Das hat man gesehen mit GTA 4, wo dann auch schon mit San Andreas, wo du plötzlich dick werden konntest oder deine Muskeln aufbauen konntest. Also sie sind auf dieser Suche nach der perfekten Simulation, habe ich so auch das Gefühl. Gerade Red Deadly Dragon 2 hat es ja noch mehr gezeigt. Und genauso wie bei einem Last of Us, wenn du irgendwelche coolen Animationen siehst, wo ein anderer Entwickler da einfach, ja, der hätte einfach das Magazin, das wäre dann da drin in der Waffe, aber hier zieht er es raus aus seiner. Tasche und macht die Tasche zu und hast jeden einzelnen Handgriff animiert. Das zeigt den Leuten, hey, da sitzen Leute dran, die haben wirklich Leidenschaft für ihr Projekt, die machen wirklich alles möglich, um das beste Spiel aller Zeiten zu machen und das ist so ein Gütesiegel. Das ist jetzt, was wir mit Rockstar verbinden und wenn das jetzt weg wäre, plötzlich würde zu Recht jeder sagen, was soll denn das? Auch bei diesem Tischtennis-Spiel tatsächlich, ich erinnere mich damals, haben viele Leute gesagt, was soll denn das? Das ist doch nicht Rockstar. Hä, das ist doch jetzt komplett was anderes. Das passt überhaupt nicht dazu oder so. Weil natürlich mit der Zeit haben wir so ein Image auch selbst aufgebaut von dem Studio. Ich glaube, das ist halt der Punkt. Es ist im Grunde diese Details, wenn ich selber das spiele, bemerke ich das nicht, aber es ist PR. Also diese Details sind im Endeffekt diese ganzen Videos, die du angesprochen hast, die dann entstehen mit, 10, 15 Details, die ihr noch in keinem Spiel gesehen habt, die sind halt PR. Die sind halt einfach, die Leute wissen das über die Rockstar-Spiele. Und du siehst es ja sogar daran, es gibt ja Videos, die GTA 5 mit GTA 4 vergleichen und dann bemängeln, dass das Wasser unterm Helikopter zum Beispiel schöner aussieht, wenn man tief fliegt in GTA 4. Also es gibt dann sogar Leute, die das outcallen und sagen, ja, da war der aber schon mal besser. Und das ist halt, du willst halt die Videos, die alle sagen, was ist das für ein Wahnsinnsdetail und möglichst wenig von denen, die dann irgendwas bemängeln, was jetzt nicht gemacht wurde, auch wenn es keinen Unterschied für mich jemals in meinem tatsächlichen Gameplay macht. Aber ja, ansonsten ist es ein Extrembeispiel mit den Pferdehonen, was mich halt an den, oder was ich halt an den Rockstar-Details so, krass finde und das hat ja wirklich einen Impact, ist halt dieses, wie viele Spielsituationen in der Simulation der Welt, haben die Entwickler bedacht und da eine adäquate Antwort der Spielwelt und der NPCs für eingebaut in das Spiel. Das ist ja bei Rockstar-Spielen so viel, dass es sich anfühlt, als könnte man eigentlich alles machen. Und das ist ja aber immer eine Lüge, weil du kannst ja nicht alles machen in dem Spiel, das geht ja nicht. Für alles, was du machen kannst, muss irgendein Entwickler da gesessen haben und gesagt haben, vielleicht macht der Spieler irgendwann das, ich baue mal eine Antwort dafür ein. Und ich glaube, das Gefühl, alles machen zu können, entsteht, wenn bei einem gewissen Prozentsatz. Von Dingen, die du ausprobierst, es wirklich geht, dann hast du dieses Suspension of Disbelief als Spieler und sagst, boah, ich bin komplett frei, ich kann hier alles machen. Und dieses Leveln erreicht Rockstar halt. Und das ist natürlich auch einfach nur, aber durch ultraakribische Detailarbeit, die über Jahre passiert, wo andere Entwicklerstudios schon releasen müssen. Weil sie halt nicht die finanziellen Mittel haben, das ewig rauszuzögern. Genau, darauf gehen wir jetzt gleich nochmal intensiver ein, was jetzt die finanziellen Mittel angeht und wie GTA, beziehungsweise vor allem wie es Rockstar in den letzten Jahren jetzt geschafft hat, acht Jahre lang kein Spiel, kein Neues zumindest rauszubringen. Dazwischen machen wir aber eine ganz kurze Werbepause und sind gleich wieder für euch da. Ja, ich gebe es zu, manchmal brauche ich eine kleine Abwechslung im Alltag. Rein in mein liebstes Spiel. Einen echten Exotic Escape an ferne Orte, an denen ich mit meinen Freunden einfach die Zeit vergesse. Wenn es dann doch mal länger wird, ist eine kleine Auszeit nie verkehrt. Genau da kommt Tic Tac ins Spiel. Selbst wenn es brenzlig wird, ist ein frischer Gedanke perfekt, um clevere Lösungen und neue Wege in der Gaming-Welt zu finden. Mit der neuen Sorte Tic Tac Exotic Escape geht auch euer Gaumen auf Reisen. Die Kombi aus Ananas- und Maracuja-Geschmack ist einfach eine richtig leckere Ergänzung für euer Setup. Und keine Sorge, Exotic Escape ist ein fester Bestandteil im Tic Tac Sortiment. Wer sein Inventar noch weiter aufleveln will, für den sind die Standard-Flavors Fresh Mint, Fresh Orange, Strawberry Mix und Fruity Mix natürlich ebenfalls am Start. Einen großen Dank an TikTok für den Support. Also rein damit in den Beutel, refresh your good vibes und auf ins nächste Abenteuer. Wie hat es Rockstar in den letzten Jahren geschafft, sich zu finanzieren, obwohl sie seit jetzt acht Jahren kein Spiel mehr rausgebracht haben? Wir haben es vorhin schon mal kurz angesprochen, GTA Online. Wie zur Hölle macht man das, dass Leute auch acht Jahre lang sagen, ja, ich habe noch Bock auf dieses Spiel, das so alt ist. Wir bringen andauernd neuen Content raus, ohne dass die Leute gelangweilt werden. Wie bewerkstelligen Sie das? Im Grunde ist es, glaube ich, gar nicht so kompliziert, wenn man sich einmal die Zahlen anschaut, weil wir haben ja die Informationen bekommen, ich glaube, die kamen sogar aus ursprünglich einem Leak von eigentlich internen Dokumenten, aber die ist inzwischen bestätigt, dass GTA Online jetzt im letzten Jahr einen täglich, einen durchschnittlichen täglichen Umsatz von 1,32 US-Dollar. 1,32 Millionen US-Dollar. Besser. Wichtiger Unterschied. Und das ist eine Menge Kohle, sage ich mal. Also wenn man das jetzt hochrechnet, dann glaube ich, kann man da schon ganz gut mit umgehen. Also der wöchentliche Durchschnitt lag bei 9,59 Millionen US-Dollar. Also Durchschnitt, also es gibt in Spitzen noch und noch mehr. Und das sind natürlich Zahlen, mit denen man glaube ich die laufenden Kosten ganz gut unterkriegt plus natürlich dazu kommen ja immer noch, wie gesagt, auch Verkäufe von älteren Spielen, die sie immer noch reinbekommen, Und mit Sicherheit halt auch schon die Prediction darauf, wie viel Geld GTA 6 schöffeln wird, wenn es denn irgendwann kommt. Und auch das Wissen darüber, dass sie ja eigentlich, wenn sie jetzt ein Subpar-Produkt rausbringen würden, dann würden sie das nicht reproduzieren können. Also sie werden ja auf der Suche sein, wieder eine Open World zu schaffen, die sich wieder für 10, 20 Jahre hält. Weil wir sind irgendwann alt, wenn GTA 7 kommt, kann man sich natürlich schon noch einschätzen. Ja, das ist dann natürlich, dann weiß man natürlich auch, das geht nur, wenn wir diesen Riesen-Invest gehen und diese ultralange Zeit uns nehmen dafür. Aber würdest du sagen, oh, Peter? Ja, du hast ja schon gesagt, 1 Million pro Tag, 4 Millionen User pro Tag, die Leute einfach nur spielen. Es hat sich 230 Millionen mal verkauft. Es ist das drittbestverkaufte Spiel aller Zeiten. Und Tetris ist das erste. Also GTA ist deutlich kürzer auf dem Markt als Tetris. Und natürlich, das sind natürlich unglaublich so. Und was sehr spannend ist, dass du halt sagst, die investieren natürlich auch da drin. Denn es wird jetzt nicht, quasi das Entwicklungsbudget wird noch höher sein als alle Einnahmen vielleicht vom GTA 5. Weil du ja weißt, okay, wir werden am ersten Tag schon eine Milliarde wieder eingenommen haben. Sicher. Schon der fünfte Teil hat in drei Tagen die Milliarde geschafft, die Milliarde Dollar. Und das wird ja nur noch deutlich mehr werden jetzt. Also wir haben keine belastbaren Infos dazu, glaube ich, wie viel es wirklich ist. aber so Analysten haben ja schon Zahlen in den Raum geschätzt, dass es über eine Milliarde gekostet haben könnte. Also GTA 6. Was jetzt nicht unrealistisch ist, wenn man bedenkt, wie lange die das schon entwickeln. Und was natürlich auch mit reinkommt, sind halt immense Marketingkosten. Da könnte man jetzt natürlich drüber reden, ob Rockstar das überhaupt braucht. Aber sie wollen es halt. Weil sie wollen halt, dass überall ihr Spiel ist. Dass am Times Square und am Piccadilly Circus halt ein riesiges GTA 6-Banner thront. Und das kostet dann auch natürlich nochmal extra viel Geld. Ich habe hier gerade noch übrigens die Zahl, dass Check 2 hat... Was war das? Es soll im Geschäftsjahr 2025 rund 709,8 Millionen Dollar eingenommen haben mit GTA-Produkten. Das ist auf jeden Fall eine ganze Menge. Damit kann man viele Leute beschäftigen. Bei Red Dead Redemption wurde damals geschätzt, dass ungefähr 3000 Menschen, 3000 Mitarbeiter an Red Dead Redemption 2 gearbeitet haben. Jetzt sind wir mal gespannt, wie viele es dann bei GTA 6 sind, beziehungsweise wir haben ja keine offiziellen Zahlen dazu, soweit ich weiß. Aber trotzdem, auch die muss man natürlich die ganze Zeit bezahlen und muss sich darum kümmern, dass die weiterhin bei Laune gehalten werden, damit das Produkt am Ende auch gut ist. Jetzt ist die Frage, wenn das alles so lange dauert und man diesen dauernden Cashflow hat, ist das wirklich ein Segen oder ist das vielleicht auch ein Fluch? Also hätte dieses Spiel vielleicht schon viel früher rauskommen können, als es jetzt gerade der Fall ist? Du hast natürlich immer das Problem des Feature-Creeps, sag ich mal, in der Spielentwicklung, dass du halt immer noch Sachen draufpackst und denkst dir, okay, ich kann das noch machen, ich kann das noch an Pferde holen. Bei Rockstar, sie sind bisher sehr, sehr gut darin gewesen, dass nicht auf das finale Produkt irgendwie negative Einflüsse hätte. Also sie machen viele Sachen dann noch drauf und noch extra, aber am Ende kommt halt trotzdem ein gutes Spiel raus und es kommt auch nicht zu spät raus. Ich würde auch argumentieren, GTA 6 kommt nicht zu spät. Weil wir eben sehen, es hat eben diese, GTA ist weiterhin, es ist nicht verschwunden, es ist nicht irgendwie, dass keiner mehr über GTA redet. Wenn ein Spiel nach 20 Jahren dann rauskommt und sagt, was war das überhaupt, das ist nicht der Fall hier, sondern alle warten auf GTA 6, jeder wird sich das kaufen. Deswegen, dieses Problem sehe ich da überhaupt nicht. Aber es ist auch eine einzigartige Situation, glaube ich, könnten sich nicht viele das leisten. Vielleicht ein Minecraft 2 oder so, wenn Microsoft das ankündigt, das wäre eine vergleichbare Situation irgendwo aber, da ist Rockstar wirklich in der Klasse für sich und die haben das Geld, die haben die Zeit, die haben die Gelassenheit, die haben vollste Unterstützung ihres CEOs ich weiß nicht wie oft jetzt schon der CEO von Take-Two halt über, nur über GTA geredet hat, weil das halt das Wichtigste ist, was sie haben, und die haben einen Blankoscheck, so muss man sagen, die haben einen Blankoscheck, von der Presse, die haben einen Blankoscheck von den Leuten da draußen, von den Käufern, von ihrem Publisher, die können alles machen, was sie wollen und bisher sind sie damit noch nie wirklich auf die Schnauze gefallen. Ja, dieser Blankoschneck ist ein guter Punkt, weil das ist tatsächlich meiner Meinung nach das. Was Rockstar Games am meisten abhebt von anderen Publishern, die auch auf diesem Top-Niveau sind. Und du hast ja ganz oft, hast du ja an der obersten Stelle dann bei so einem, Publisher hast du dann ja einen CEO, der vielleicht sich gut mit Business auskennt. Aber wo ich mal unterstellen würde, der ist jetzt vielleicht nicht der Hardcore-Gamer. Klar, der wird sich auch, weil er beruflich damit zu tun hat, mit Spielen dann beschäftigen. Der wird auch vielleicht mal das eine oder andere gespielt haben. Aber grundsätzlich sind die meisten CEOs bei großen Publishern ja Geschäftsleute in erster Linie. So ja auch Strauss Zanik von Take-Two, aber von Rockstar bei Sam Hauser. Und das muss ich wirklich immer wieder betonen, der Typ ist halt einfach ein, Vollblutspielemacher. Und das ist halt so einzigartig, dass obwohl da so, so viel Geld involviert ist, wie wir gerade schon erarbeitet haben und so, so viele Existenzen von abhängen, ist es, glaube ich, extrem einzigartig, wie viele Entscheidungen bei Rockstar immer noch einfach nur deswegen getroffen werden. ja, Sam hatte Bock drauf. Sam fand, das ist eine coole Idee. Also dieses ganze L.A. Noire nochmal in VR rausbringen zu einem Zeitpunkt, wo VR eigentlich schon wieder auf einem absteigenden Ast war und so, das war halt einfach nur so, ja, Sam hatte mal eine VR-Brille auf und er findet das total cool. Vielleicht lass uns mal ein VR-Ding machen. Oder Sam war ein paar Monate auf Ibiza feiern und hat da ein paar VJs kennengelernt, lass doch mal so ein Nightclub-Update für GTA Online bringen, wo diese D-Tests dann auftreten. Also das ist, glaube ich, super viele der Entscheidungen, die Rockstar trifft. Sind wirklich noch aus diesem, ich habe einfach aus kreativer Motivation Bock drauf, also von Seiten Sam Houser. Und das ist halt total, also ja eigentlich unglaublich bei einem Publisher, wo so viel, oder bei einem Entwickler auch, wo so viel Geld drin ist. Was übrigens meiner, das ist jetzt reine Spekulation, ich habe keine Infos darüber, aber ich glaube, das ist auch der Grund, warum die GTA Trilogy so in den Sand gesetzt wurde. Weil ich glaube, dass da wahrscheinlich Sam Houser gesagt hat, nee, fühle ich nicht. Hätte ich gesagt, habe ich keine Lust ist, das jetzt zu machen. Und dann hat Take-Two gesagt, ja, wir wollen das aber bei Kohle. Und dann wurde das halt, ja, von, also offensichtlich von anderen Entwicklerstudios umgesetzt. Und dann hat es eben nicht diese Rockstar Qualitätsüberprüfung bekommen, die man normalerweise von ihnen gewohnt ist. Und deswegen kamen die in so einem katastrophalen Zustand raus. Könnt ihr mir vorstellen, dass das auch so ein Ding war, so, dass Sam gesagt hat, nee, also fühle ich jetzt nicht so. Wenn ihr das machen wollt, macht's mit wem anders. Wie wichtig ist es bei so einem großen Studio, unter dem so viele Leute arbeiten, dass man da so einen Kapitän an der Spitze hat, der eine Vision hat, der weiß, wo die Fahrt hingehen soll, Peter? Ja, ist super wichtig, weil du zehn verschiedene Ebenen ja hast mit Mittelmanagement, mit Producern, die dann wieder ihre eigenen Subproducer unter sich haben. Kann natürlich sehr schnell passieren, dass in so einer riesigen Spielentwicklung, siehe Ubisoft oder was auch immer, dass dann halt sehr viele Prozesse, so Genehmigungsprozesse entstehen oder Leute arbeiten an Sachen, die eigentlich überhaupt nicht zielführend sind. Und natürlich hilft es, glaube ich, auch den Mitarbeitern, wenn sie wissen, da ist jemand, der hat das große Ganze irgendwie im Blick, der weiß, wo wir hinwollen, weil du auch ja in Spiele hast du so viele kleine Einzelteile, Leute arbeiten jahrelang an Pferderhoden, und die wissen gar nicht, wie das dann später im Spiel ist und haben nur so einen groben Plan. Die sind ja teilweise unter Studios, da arbeitet das ganze Studio nur an einem Teil des Spiels und klar, ist super wichtig, dann jemanden zu haben, der das alles im Blick hat und uns sagt, hier geht's lang. Ich würde auch sagen, nicht unbedingt alles bei Rockstar. Wir reden jetzt die ganze Zeit so, Rockstar ist die geilste Firma der Welt, also das möchte ich jetzt auch nicht vielleicht so stehen lassen. Es gibt ja auch viele Probleme anscheinend bei der Firma. Es gibt diese Crunch-Kultur. Das wollte ich nur vorausschicken, dass wir hier nicht so reden, sein Haus ist der beste Mensch der Welt und Rockstar, geil. Aber so wie ich's sehe aus der Hause, macht er auch vieles richtig. Und sie... Ich kenne auch eigentlich kein Studio, das das ähnlich macht tatsächlich. Ich denke, der ist auf jeden Fall ein Exzentriker und das trägt vielleicht auch dazu bei, dass dann halt, manche Sachen vielleicht auch nicht so laufen, wie man erwarten würde bei so einer riesen Firma, weil eben dann da auch oben Leute involviert sind, die halt dann auch mal, ja so wie Kreative halt sind, auch chaotisch sind und so weiter. Und das, was du gesagt hast, stimmt natürlich, aber ich nehme es auch so wahr, dass es natürlich auch ein Flaschenhals sein kann. Also ich glaube, dass bei Rockstar sehr, sehr viel über Sam Housers Tisch läuft und dann länger dauert, auch weil er das halt approven, oder weil er sich da immer noch sagt, das muss alles, ich möchte da mein Final Approval geben. Und das ist einerseits ein Qualitätsmerkmal, weil natürlich alles über seinen Tisch geht. Aber vielleicht wäre der Netflix-Reveal nicht während der Games kommen, wenn nicht alles über seinen Tisch gehen müsste. Könnte ich mir zum Beispiel auch vorstellen, dass dann die eine oder andere Sache vielleicht auch mal schneller gehen würde, aber es ist halt alles immer ein Vorteil und Nachteil. Du hast halt das andere Beispiel Chris Roberts bei Star Citizen, wo ja in der Vergangenheit oft gesagt wurde, er mischt sich zu viel ein. Er sagt dann, hey, das müssen wir komplett wegschmeißen, weil er auch diesen Qualitätsanspruch hat und auch alles anschauen möchte. Es ist natürlich auch sehr wichtig, Leute zu haben, denen du vertraust. Du weißt, okay, hey, der kümmert sich jetzt darum und zu sagen, du kümmerst dich um deine Abteilung, ich weiß, das Ergebnis ist geil. Aber so funktioniert ja jedes Geschäft irgendwo, dass du halt versuchst, eine Managementstruktur aufzubauen, wo jeder für seinen Bereich verantwortlich ist. Der reportet dann an den Nächsten und alle ziehen irgendwo am selben Strang. Ich habe das Gefühl, bei Rockstar funktioniert das halt sehr, sehr, sehr gut. Oder sie sind sehr, sehr, sehr gut, das nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Ja, also wir wissen ja nicht, wie viel weggeworfen wurde von GTA 6 über die Jahre. Das ist halt immer, kann natürlich sein, dass da super viel auf dem Müll gelandet ist auch, aber ich glaube, ich glaube, Die Frage ist ja schon auch, wie viel von der ursprünglichen GTA-DNA denn überhaupt noch in GTA 6 drinsteckt, weil in der Zeit, also von GTA 5 zu GTA 6 unter anderem einen Dan Houser, Rockstar verlassen hat, Leslie Benzies Rockstar verlassen sollte, und dementsprechend ist da einfach auch ein Braindrain in einem gewissen Maße gab. Glaubt ihr, das wird man im Spiel merken, dass diese Leute fehlen, die früher doch auch maßgeblich an den Spielen beteiligt waren? Boah, also, es ist tatsächlich eine Sache, über die ich mir auch öfter Gedanken gemacht habe. Aber da können wir natürlich nur spekulieren, weil wir nicht im Widers Room drin waren und nicht genau wissen, wie... Also ich habe den Eindruck von Dan Hauser jetzt, er hat ja auch ein längeres Interview gegeben. Vor ein paar Monaten, ich habe schon den Eindruck, dass er ein wichtiger, kreativer Kopf auf jeden Fall war. Er ist halt so das Gegenstück zu Sam und weil es sein Bruder ist, hat er vielleicht auch noch einen anderen Draht zu ihm und die beiden können halt auch irgendwie auf eine Art und Weise Back and Forth Ideen ballern, was die anderen Leute nicht so können mit Sam, was jetzt auch nur spekuliert, aber im Endeffekt, Und kann ich das ganz schwer sagen. Ich glaube grundsätzlich schon, dass Rockstar auch mit seinen finanziellen Mitteln in der Lage ist, sich kompetente Writer zu holen, die so jemanden ersetzen. Aber im Endeffekt könnte es spürbar sein es gibt tatsächlich auch eine große es gibt ja so ein bisschen diese Fanbewegung die die letzten GTA Online Updates ein bisschen analysiert haben, und wie viel schlechter doch das Writing jetzt sei im Vergleich zu früher und dass es jetzt gar nicht mehr GTA ist und dass es jetzt alles, irgendwie auch politically correct wird und so, also diese ganzen Vorwürfe, die du eigentlich immer hast die sind ja auch wieder laut Ich weiß nicht, ob das stimmt, ehrlich gesagt. Ich glaube, GTA 6, da arbeiten auch noch mal die Leute vielleicht mit einer anderen Dringlichkeit dran als bei einem GTA Online Update. Aber das muss man wirklich abwarten. Wo ich mir ein bisschen mehr Sorgen fast sogar mache, ist Leslie Benzies, weil der soll ja der kreative Kopf gewesen sein oder der, der als allererstes GTA Online gepusht hat. Der gesagt hat, doch, wir machen das. Und Sam, er ist so, weiß ich nicht, ich habe eigentlich eher Bock auf Singleplayer. Und er hat gesagt, nee, wir müssen so einen Multiplayer machen, lass da doch mal richtig rein investieren. Und dann war er weg nach GTA 5. Dann hat man mit Red Dead Online gesehen, dass Rockstar nicht so richtig wusste, in welche Richtung sie damit gehen sollen. Das heißt, da müssen sie eigentlich jetzt mit GTA 6, wenn dann der Online-Modus mal angekündigt wird, müssen sie da eigentlich wieder beweisen. Dass sie diese Formel übertragen bekommen auf ein neues Spiel, was sie aber ja finanziell gesehen ohne Zweifel wollen. Und da bin ich gespannt, ob sie da mittlerweile auch dann wieder neue Köpfe haben, die sich da coole Sachen ausdenken. Wobei Leslie Benzies sich jetzt nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat mit dem, was er jetzt da nachgemacht hat. Ich wollte es gerade sagen. Ich muss natürlich auch dazu sagen. Ja, da hängen halt immer ganz viele Leute dran. Und vor allem ist das Thema ja auch unter anderem, dass in dieser ganzen Zeit vermutlich es auch Fluktuation innerhalb der Entwickler gab. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn du acht Jahre lang ein Spiel entwickelst, dass du dann nicht da auch Leute hast, die halt wieder rausgehen, dass Ideen wieder neu angedacht werden müssen, weil einfach neue Leute dran arbeiten. Mal sehen, ob wir das auch merken, weil diese lange Entwicklung, ja, es gibt durchaus Spiele, denen das nicht gut getan hat, dass sie so lange in Entwicklung waren. Und bisher haben wir immer noch kein Gameplay gesehen. Also wir haben ja bisher trotzdem, so muss man ja dazu sagen, wir reden hier darüber, oh mein Gott, das wird das Spiel. Wir haben noch nichts von dem Spiel gesehen, zu diesem Zeitpunkt, wo wir diesen Talk aufnehmen. Also das ist schon, ich bin sehr gespannt, wie sie es schaffen oder ob sie es schaffen, diese Erwartung die wir dem Ganzen gerade geben, auch wirklich gerecht zu werden. Weil ich meine, allein schon, also die Likes und die Zahlen, die die Posts gemacht haben, allein wenn irgendeine Ankündigung kam, das war ja absurd. Sie haben einfach irgendwas mit GTA 6 rausgehauen und die Leute waren so, oh mein Gott, neue Inhalte, oh mein Gott, das wird alles verändern. Und da war das ein Satz auf Twitter oder sowas. Also wie sinnvoll ist es denn, das auch so hoch zu hypen? Also Kann ein Spiel dem überhaupt Gericht werden? Ja, wenn, dann GTA, würde ich sagen. Also, es ist wirklich so eine Ausnahmesituation. Ich bin sehr kritisch eigentlich in meiner Art. Bin sehr, schau mal, warten wir mal ab. Auch hier natürlich, ich möchte niemandem empfehlen, jetzt vorzubestellen einfach oder so. Aber es kommt halt auch viel aus der Community. Ja, warum? Es kommt ja sogar nur digital. Ja. Das ist ja noch weniger Grund für eine Vorbestellung. Ja, sowieso, genau, ja. Aber es kommt halt auch viel, dieser Hype kommt ja auch aus der Community zu fast 80, 90 Prozent, würde ich sagen. Du hast gesagt, sie machen Marketing, aber gefühlt ist ja alles seit den zwei Trailern nur Leute auf Reddit suchen sich Sachen zusammen, basteln die Karte nach. Oh, guck mal, hier ist ein ganz winziges Detail, das bedeutet bestimmt, dass die Story so und so ist. Und in dem Sinne kann es eigentlich gar nicht scheitern, weil das schon so ein Phänomen ist, das über das Spiel hinausgeht. Wir haben schon gesagt, dass das Spiel sich da lege ich meine Hand ins Feuer, superb verkaufen wird. Das Allereinzige, was halt passieren kann, ist, dass es eine technische Katastrophe ist, dass es komplett so ein Cyberpunk-Szenario ist. Kann ich mir auch nicht vorstellen, weil sie die Engine gut im Griff haben, weil sie das bewiesen haben, dass sie auch einfach technisch das können. Und das zweite vielleicht, was passieren kann, dass die Leute es halt einfach nicht mögen, dass sie sagen, okay, es ist ja nicht so gut wie der Vorgänger, es ist nicht so geil. Das habe ich damals bei GTA 4 gesehen, dass Leute mit dieser neuen Direction, manche Leute nicht klarkamen, weil sie mehr auf Realismus gingen, mehr Weg weg von diesem Gamigen, hin zu einer Erwachsenengeschichte, Geschichte, mit auch, wie auch die Welt funktioniert hat und so weiter. Also das könnte ich mir höchstens noch vorstellen, dass Leute halt sagen, nee, das ist nicht so ganz mein Cup of Tea. Aber ja, es ist schwierig zu sagen, es gibt natürlich irgendwann den Niedergang für alles im Universum. Also du kannst jetzt argumentieren, irgendwann werden sie ein schlechtes Spiel machen. Irgendwann werden sie ein GTA-Mann, das keinen interessiert. Aber, Jetzt glaube ich es nicht. Ich glaube, für Rockstar liegt der Niedergang eher daran, dass sie es mit dem Business übertreiben. Also wenn du jetzt den Netflix-Deal weiterdenkst, dass irgendwann der eine Schritt kommt, der einfach zu viel ist, wo die Leute sagen, nee, sorry. Auf der anderen Seite muss man natürlich sagen, sie betreten halt nun mal auch ein Territorium, auf dem noch kein Spielentwickler war. so, was jetzt so Erwartungshaltung und Hype angeht. Deswegen wundert es mich jetzt gar nicht so krass, dass sie auch für einen Reveal einen Weg wählen, der bisher nicht gewählt wurde, auch wenn ich die Kritik daran voll und ganz nachvollziehen kann. Aber ja, ich glaube, dass halt, ich glaube, dass sehr viele Spieleentwickler, deutlich bessere Spiele machen würden, wenn sie die finanziellen Mittel und die Zeit hätten, die Rockstar hat. Also es ist halt, das muss man ja so ein bisschen so sagen, dass halt ja leider, in der Videospielbranche scheitert es halt oft auch dann nicht am Skill, sondern eben an diesen Faktoren. Und das muss man ja ganz klar sagen. Und das heißt, du kannst ja zu einem gewissen Grad den Misserfolg einfach mit Geld bewerfen, bis er zum Erfolg wird. Und das ist ja ein bisschen das, was ich glaube, was Rockstar halt definitiv tun würde, wenn sie jetzt merken, das Spiel ist nicht so krass, wie wir eigentlich den Leuten verkauft haben, dann kommt es halt nochmal ein Jahr später und dann werfen wir halt nochmal mehr Kohle drauf. Das heißt, wie du sagst, es ist sehr schwer eigentlich zu finden, so woran könnte es scheitern, weil das meiste, was die Leute davon erwarten, ist halt einfach, dass extrem viel Zeit reingesteckt wird für extremen Detailgrad. Sie haben es auch sehr clever gemacht, dass sie eben jetzt nur den Singleplayer erstmal in den Fokus stellen, weil wir wissen ja noch, GTA Online war am Anfang ja alles andere als das perfekte Spiel. Und Rated Online kam als Beta raus, ohne jeden Content. Also da haben sie vielleicht auch gelernt aus. Da haben sie gelernt aus und haben gesagt, okay, das ist vielleicht noch so eine Achillesferse, die wir haben. Lass uns die komplett rausnehmen. Lass uns uns komplett auf den Singleplayer fokussieren. Wir werden riesige Verkäufe haben, also auch von den die Aktionäre sind zufrieden dann. Wir haben dann noch mal uns Zeit erkauft, das vielleicht noch besser zu polieren. Unsere Lektion aus GDR online da einzubauen. Ja, das hätte ich jetzt. Wenn es jetzt ein Online-Only-Spiel wäre, hätte ich gesagt, das wäre auch ein Problem gewesen, wenn die Server nicht funktionieren, wenn das Teil halt keinen Spaß macht, wenn es zu viel Grind gibt, wenn die Shark-Cards zu obszöhn sind, du ständig Geld in die Hand nehmen musst und das einfach kein... Aber es ist halt ein Singleplayer-Spiel erstmal und es wird halt sehr viele Leute sehr lange beschäftigen und wahrscheinlich sehr, sehr, wahrscheinlich sehr, sehr gut unterhalten. Und da glaube ich gibt es fast 99,9% keine Chance. GTA Online stand auf Messers Schneide. Das ist ohne Witz. Also das ist eigentlich, es gibt ein Szenario, in dem das, in dem katastrophalen technischen Zustand, in dem es rauskam, die Leute so abgefuckt hat, dass das keiner mehr gespielt hat und wir jetzt schon über GTA 7 reden, weil Rockstar halt. Nicht diese Finanzspritz hat. Es gibt dieses Szenario, da bin ich echt von überzeugt, das war ganz knapp. Und das war nur, weil dieses Heist-Update wirklich so gut war. Diese ersten fünf Heists wirklich so eine krasse Koop-Erfahrung waren, dass sie die Kurve gekriegt haben und diesen Spielmodus gerettet haben. Und bei Red Dead Online hat es nicht geklappt. Also du hast so 100% recht, das wird, die werden, und das liegt halt daran, weil wir wahrscheinlich sie halt bis zum Ende an dem Singleplayer, am Hustlen und Crunchen waren und halt einfach nicht genug Gedanken daran gesteckt haben, wie können wir jetzt den Online-Modus auch noch, feature-complete und funktionierend rausbringen. Und das ist hundertprozentig der Grund, warum wir jetzt getrennte Releases bekommen werden und warum das später kommen wird. Natürlich mit dem Grund, dass sie wahrscheinlich auch nochmal Geld dafür verlangen werden. Ja, auf jeden Fall. Jetzt ist trotzdem, also ein Eisberg, den ich da noch sehe, auf den man zusteuern könnte, ist, gerade das Image, dass man sich in dieser Gaming-Branche macht, mit dem, wie man aktuell mit anderen Games auch umgeht. Also klar, sodass andere Games halt GTA-Platz machen. Das war allen klar. Okay, der November gehört halt jetzt GTA. Und die Einzigen, die sich so ein bisschen dagegen trauen, ist Barbie Rewind und Ocarina of Times. Weil das halt keine Konkurrenz ist. Aber trotzdem dann zu sagen, okay, wir machen unseren Reveal in der Gamescom-Woche. Auf Netflix erst mal exklusiv für Leute. Das ist, glaube ich, schon noch ein Eisberg, der da im Raum steht, dass man sich ja einfach wirklich keine Freunde macht, sondern eher hauptsächlich gerade Feinde in der eigenen Branche. Wie klug ist das? Also klar, Konkurrenz gehört dazu und so, aber das ist schon extrem. Also alle anderen Publisher so, du, wir machen, wann möchtest du? Sag uns einfach, wann du möchtest. Wir machen alles frei, ist überhaupt kein Problem. Such dir irgendeinen Tag aus, ist kein Problem. Nur da in der August wäre richtig, also da können wir nicht anders. Ich nehme Ende August. Es ist genau das. Alle anderen versuchen irgendwie, das zu umschiffen und sich darum zu kümmern und dass man ja nicht irgendwie ins Fahrwasser gerät und die so, wir fahren über euch drüber, let's go. Ja, das kann man natürlich sagen, dass sie so ein bisschen diese Arrogant, also ich sage nicht, dass es arrogant ist, aber dass sie diese Gefahr vielleicht existiert, zu sagen, alles was wir machen ist Gold, wir können nicht falsch sein, wir müssen uns um nichts kümmern. Da wäre ich dabei aber ich glaube die Branche sieht einfach, GTA einfach als so ein Naturphänomen an, da kannst du nichts gegen machen das ist der Tsunami, der kommt irgendwann musst du irgendwelche Contingencies die einplanen, dass du dein Spiel noch verschieben kannst, und es ist ja auch nicht so dass andere Publisher nicht auch ihre Spiele dahin stecken würden wo schon 10 andere Spiele sind wir werden einen absurden September, dieses Jahr haben, Oktober alles voll. Das ist einfach das Business, die Leute müssen irgendwann rauskommen, aber ja gut, hätte man jetzt vielleicht auch im September machen können, aber andererseits, warum nicht da ist halt gerade die Aufmerksamkeit im Grunde ist es ja eigentlich nicht schlimm die Gamescom ist morgens und abends guckst du dir GTA an, also, ich finde das jetzt nicht so, dass das jetzt irgendwie das torpedieren wird oder so, sondern ist einfach früher hattest du auch die E3 wenn Sony eine geile Pressekonferenz hat, hat auch keiner über die Xbox-Pressekonferenz geredet. So sehe ich es dann. Siehst du das genauso, Jules? Also ich sehe es, ja, also ich verstehe die Kritikpunkte auf jeden Fall, weil natürlich, klar, die Gamescom ist tagsüber und abends ist GTA, aber natürlich, es geht ja so ein bisschen darum, dass dort in dieser Woche dann vielleicht die Spiele auch, die auf der Opening Night Live angekündigt werden, dass die so ein bisschen nachklingen können und einfach so ein bisschen auch im Mittelpunkt dann mal für diese eine Woche stehen können, weil sonst ja eh schon jede Woche um GTA geht und, egal, wo sie dieses Datum hingelegt hätten, es wäre dann die GTA-Woche gewesen. Also sie brauchen ja überhaupt nicht diese Gamescom dafür. Also das verstehe ich schon. Aber ich bin jetzt auch nicht so krass unterwegs, dass ich sage, also... Einmal bin ich auch nicht zu 100% davon überzeugt, dass das wirklich böser Wille ist. Also ich weiß nicht, ob sie wirklich reingehen und sagen, okay, jetzt fucken wir die Games, kommen richtig ab. Sondern vielleicht gibt es auch intern, gab es auch da wieder intern irgendwelche Dinge, weshalb es halt immer verschoben wurde und dann ausgerechnet da gelandet ist. Und dann ist es vielleicht höchstenteils Ignoranz, dass man einfach sagt, wir sind Rockstar, also wir legen das jetzt da hin, weil das passt uns am besten und es ist uns wirklich egal, was sonst passiert. Also das, glaube ich, müssen sie sich schon vorwerfen lassen, in jedem Fall, dass man da dann den Plan nicht geändert hat. Aber ich bin da jetzt auch nicht, ich springe da jetzt auch nicht komplett im Quadrat, sagt man das, ja. Und diese Netflix-Sache insgesamt, wie gesagt, ja, das ist einerseits natürlich, absurd, dass wir jetzt ein Abo bezahlen, um dann Werbung zu schauen eigentlich für ein Spiel. Aber auch da bin ich halt so, dass ich da, wie gesagt, auch sage, ja, aber wenn du dir halt die Zahlen der Trailer anguckst und wie krass halt der Hype ist, das ist dann halt auch wieder so ein bisschen so die Frage so, natürlich ist auch da wieder irgendwo ein Business und ich finde es nicht gut, aber ich verstehe es. Und dieses Argument zu sagen, ja, die haben doch genug Geld, die haben das gar nicht nötig, so funktioniert halt leider der Kapitalismus nicht. sondern der Kapitalismus ist halt leider, egal wie viel Geld du hast, du willst immer noch mehr Geld haben. Ja, und vor allem, wenn wir halt davon ausgehen, dass eben danach noch irgendwann ein Online-Modus kommen soll, der dann ja auch erstmal wieder Geld kostet in der Entwicklung und alles drum und dran. Jeder, glaube ich, der in unserer Welt lebt, versteht, warum Firmen versuchen, mehr Geld zu machen. Trotzdem würde ich sagen, das Timing war mindestens ignorant. Mindestens ignorant. Und das ist halt auch in der Außenwirkung. Also ja, klar, Rockstar... Vor allem, weil ich da auf den Gamescom-Party wollte zu der Zeit. Das kommt dann noch dazu. Da haben die dich nicht gefragt. Du bist doch ex-Rockstar. Warum hat dich denn der nicht gefragt, der Sam Houser? Ich werde komischerweise nie konsultiert. Ich habe keine Verbindung mehr. Ärgerlich. Aber es ist auch so, Entschuldigung, Die schulden ja auch nichts anderen Publishern. Also es ist ja nicht so, als ob jetzt Take-Two sagt, naja, wir müssen da ein bisschen Rücksicht nehmen. Die stehen in Konkurrenz mit anderen. Es ist nicht so, als ob das einer sagt, ah, da müssen wir ein bisschen vorsichtig sein. Nee, wir wollen die Konkurrenz vernichten. Wir wollen, dass nur GTA darüber geredet wird. Vielleicht war es eine Brustentscheidung. Das kann auch sein, dass sie gesagt haben, nee, wir wollen genau dahin. Aber das ist dann so eine Sache, da wird ja kein Entwickler gesagt haben. Das wurde in vielen Gremien mit vielen Leuten, mit Netflix auch beschwungen. Ich bin mir auch immer noch nicht sicher, ob wirklich Netflix da was bezahlt hat für, ob Rockstar was bezahlt hat, ob das einfach so eine Sache war. Netflix verzichtet auf seine Gebühr für Werbung, weil es für beide geil ist. Sam Hauser kriegt live der Netflix Abo. Ja, das würde ihm viel helfen bei seiner finanziellen Situation. Aber ich finde das, ich weiß jetzt nicht, ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, das haben die gemacht, weil sie Geld wollten von Netflix oder so, sondern ich, Ich bin mir sicher, dass da steckt mehr noch dahinter. Da stecken Überlegungen dahinter, wie können wir das maximisen. Netflix wird gesagt haben, wir haben Gaming immer schon so ein bisschen, wollen uns da ausbauen. Wie wäre es mit einer Kooperation und so weiter und so fort. Bestimmt irgendwo Geld geflossen, aber ich bin mir gar nicht so sicher, dass das der Hauptmotivator war. Ich glaube wirklich auch, weil, also ich weiß nicht, ob ich sie arrogant nennen würde, aber Rockstar hat, glaube ich, schon auf jeden Fall so dieses Geltungsbedürfnis. Die wollen die Rockstars sein. Und das hat ja auch Strauß Zellnig so ein bisschen schon gesagt in Bezug auf das Netflix-Announcement bei dem Earnings Call. Es geht ihnen, glaube ich, auch zu einer gewissen Weise darum, ein Happening zu kreieren. Und das geht vielleicht auf Netflix noch ein bisschen besser als auf YouTube, wo es dann vielleicht Leute auf dem Klo im Handy schauen. Dass du so ein bisschen dieses Happening hast, das erscheint halt auf dieser App, die es natürlich auch für Smartphones gibt, klar, aber das hat noch ein bisschen mehr diesen Flair dann von, ich setze mich abends hin und mache mir das auf einem großen Fernseher an, vielleicht sogar mit einer Tüte Popcorn und schaue mir das an. Und ich glaube, das wird auch ein Punkt sein, der sie beeinflusst hat dahingehend, dann noch mehr ein Happening draus zu machen. Weil wenn ich Rockstar wäre, ich würde ja auch, ich würde auch, wenn ich Rockstar wäre, ich würde dann auch da sitzen und sagen, fuck, wir haben jetzt zwei Trailer, die haben beide, die alle Zahlenrekorde auf YouTube gebrochen, was abrufbar angeht. Jetzt habe ich hier diesen Reveal, was mache ich damit? Ich kann den doch jetzt nicht einfach hier auf Publish drücken. Ich muss doch irgendwas damit machen. Also dieser Gedanke würde mir schon kommen, bin ich ehrlich. Immer noch größer, immer noch besser in irgendeiner Form. Und er hat dieses Hollywood-Image so ein bisschen so, wir sind krasser als alle anderen Games. Wir sind halt auf einer Ebene mit allen anderen Entertainment- Bereichen auch. Also das muss man ja auch sagen, dass man dann halt sagt, okay, wir sind halt in Anführungszeichen nicht mehr nur ein Game. Wir sind mehr. Das größte Entertainment-Produkt der Menschheitsgeschichte, hat Strauß Zähnig gesagt. Ganz. Sympathisch. zurückhaltend. Bescheiden. Aim low. Würdet ihr abschließend sagen, dass Rockstar aktuell mit ihrem Kurs alles richtig macht? Oder hättet ihr euch zum Beispiel, würdet ihr euch schon wünschen, dass sie vielleicht auch mal wieder anderen kleineren, Marken beziehungsweise Namen, die sie ja immer noch haben, also einem LA Noir oder so oder einem Manhunt nochmal irgendwie eine Bühne geben und vielleicht nicht den Fokus nur auf dieses eine oder zwei, auf die zwei großen Markensätzen, würdet ihr abschließend sagen, so das, wie ich sie es gerade machen, ist gut, auch für uns als Spieler. Das wollte ich gerade fragen. Gut für Rockstar oder gut für uns, was wir uns wünschen würden? Wir sagen mal für uns. Also was ich mir wünschen würde vielleicht, ist, dass Roxa nicht vergisst, dass sie aus Menschen bestehen, dass sie versuchen, ihren Mitarbeitern. Gerecht zu sein. Also es gibt ja immer wieder Berichte über Sachen mit der Gewerkschaft. Sie hatten ja auch welche Leute entlassen angeblich, die sich dafür eingesetzt haben. Es gibt die Quatsch-Berichte. Und es gibt, glaube ich, auch so minimal die Gefahr, dass vielleicht Entwickler dann sagen, naja, ich möchte jetzt nicht schon wieder an GTA arbeiten, kann ich mir nicht vorstellen, wer das sagen würde, aber, dass sie halt, das wäre mir wichtig, dass sie vielleicht auch diese Räume geben, dass Leute wieder kreativ sein können, dass sie nicht jetzt so Sachen, GTA-Online-Updates eins nach dem anderen rauspushen müssen, sondern dass sie auch mal ja, so ihre eigenen Ideen einbringen könnten, also das, und wenn dann ein Spiel dabei rauskommt, fände ich das natürlich super, ähm, Aber grundsätzlich habe ich zum Beispiel nichts dagegen, dass jetzt seit GTA 5 sind es jetzt, was, 13 Jahre. Ich hätte jetzt nicht gesagt, in den Jahren, ja, ich hätte jetzt gerne mal wieder in GTA 6 gespielt oder so, sondern diese Wartezeit ist ja auch Teil davon irgendwie, dass das Gaming so besonders macht, finde ich. Wow, jetzt kommt ein neues GTA. Jetzt ist wieder der nächste Schritt. Und vielleicht, wenn das vorher gekommen wäre, wäre es vielleicht gar nicht so geil gewesen. Oder wenn Rockstar jetzt fünf andere Spiele gemacht hätte, die nur so lala wären. Wäre ich vielleicht auch nicht zufrieden. Da hätte ich gesagt, naja, das ist ja nicht mehr das Rockstar, das mal war. Die gehen genau den gleichen Weg wie BioWare. Da hätte sich auch jeder beschwert. Also von daher, das Einzige, was ich halt sagen würde, kümmert euch um eure Leute. Versteht, dass die das sind, die die Spiele geil machen. Und während den Anfängen macht Spiele, was ihr auch damals gesagt habt, ich glaube, Dan Hauser hat das gesagt, Wir machen Spiele, die wir gerne selbst, spielen würden und sind überzeugt, dass die sich dann auch gut verkaufen. Ich denke, das ist das Motto, dass sie weitermachen sollten. Also da würde ich zu 100% zustimmen und ergänzen noch, was du jetzt am Ende gesagt hast, das ist für mich, weil ich bin ja tatsächlich großer Fan auch von dem Online-Modus. Und da macht man sich natürlich Gedanken, gerade wenn man jetzt sieht, dass noch mehr offensichtlich auf Gewinnmaximierung geachtet wird bei Entscheidungen. Und ich möchte einfach nicht, dass sie diesen Online-Modus kaputt machen, weil sie Grenzen überschreiten. Und Take-Two neigt dazu, Grenzen zu überschreiten. Das sehen wir zum Beispiel an der NBA 2K-Reihe, wo es wirklich ein Level an Pay-to-Win und Monetarisierung erreicht, wo ich sage, als normaler Spieler ist das für mich nicht, das macht mir keinen Spaß mehr, das so zu spielen. Und das ist halt eine riesige Gefahr. Ich verstehe natürlich, wenn du jetzt über acht, äh, nee, was, zehn, elf und, 12, 13 Jahre geht es ja online. Also jeden Monat wieder kostenlose Updates rausbringst mit neuem Gameplay. Natürlich willst du was dafür haben und Rockstar bringt es halt kostenlos raus, weil das Geld dann über die Shark Cards kommt, womit die Leute sich dann halt die Kohle kaufen, wo sie sich vielleicht dann die Immobilien leisten können, um den neuen Content zu spielen. Also es ist halt ein versteckter DLC eigentlich, kann man fast sagen. Aber man kann es sich eben auch erspielen. Und ich verstehe das, aber es sollte halt in dem Rahmen bleiben, wie du gesagt hast, Peter, dass man einfach selber auch sagt, ich würde das gerne spielen und dass es halt nicht nur eine reine Geldmache wird, die nur noch darauf basiert, dass irgendwelche Whales da ultra viel reinpayen. Das fände ich sehr, sehr schade, sondern ich möchte ein spielerisch hochwertiges GTA Online 2, auch wenn ich da kein Geld ausgebe. Und das sollte Rockstar nicht vergessen bei all diesem Gewinnmaximierungskram der Garte. Abgeht. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie sich Rockstar jetzt dann zum Release von GTA 6 auch entwickeln wird. Wie GTA 6 sein wird, was wir da erwarten, wann ein GTA Online 2 vielleicht auf uns zukommt. Und ich bedanke mich jetzt bei euch für eure Zeit. Vielen Dank für dieses Gespräch. Danke Peter für die Einblicke auf die Seite der Journalisten. Und Jules, du bist natürlich auch Journalist, aber danke dir vor allem natürlich auch für deine Insights aus. Naja, am Anfang noch nicht. Da konnte ich nur als kleinen Jules berichten und Peter hat es miterlebt. Ja, weil kleinen Jules ist auch... Ich bin der alte, der alte weise Mann. Es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, mit euch jungen Menschen zu reden mal wieder. Das war mir wirklich eine Freude, dass wir uns mal diese USS Rockstar näher angeschaut haben und jetzt sehen wir mal, wo sie hinsteuern, ob es weiterhin Richtung Erfolg geht oder am Ende vielleicht doch ein Eisberg Ihnen in die Quere kommt. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Tschüss.