Hallo und herzlich willkommen zurück. Schön, dass ihr noch da seid. Wir reden jetzt über das beste MMO aller Zeiten. Die krasse Grafik, die ihr je gesehen habt, überhaupt keine Latenz und 100% haptisches Feedback. Wir reden heute über Lab, abgekürzt Live Action Roleplay, also Live Rollenspiel. Und dafür habe ich mir drei großartige Gäste eingeladen. Zum einen mein lieben Kollegen Benni, der ist vor allem NSC und ist dafür verantwortlich, dass die Spieler Spaß haben. Schön, dass du da bist, Benni. Hallo Lea, danke, dass ich da sein darf. Immer wieder gerne, es freut mich sehr. Das ist auch dein Debüt überhaupt hier bei uns im Stream. Dementsprechend, Leute, einmal großen Applaus auch hier im Stream. Schön, dass du es geschafft hast, hier jetzt mal dabei zu sein. Ich freue mich jetzt schon richtig drauf. Das wird großartig. Und dann haben wir noch jemanden dabei, die versucht jetzt seit Monaten, seit ich hier bin, will sie, dass ich mit aufs Drachenfest komme. Sie möchte eine richtige GameStar-MeinMMO-GamePro-LARP-Gruppe gründen, mit der wir irgendwann das Drachenfest übernehmen werden. Ich bin sehr gespannt, ob sie es hinbekommt. Und damit herzlich willkommen, Sophia von MeinMMO. Hallo Lea, schön dich zu sehen. Schön, dass wir es geschafft haben. Ja, schön, dass wir es endlich geschafft haben, jetzt auch hier live im Stream über LARP abzunehören. Normalerweise machen wir das in der Mittagspause. Normal machen wir das in der Mittagspause. Leider nur in der Mittagspause. Oder wenn wir auf Lab selber unterwegs sind. Genau, das haben wir auch schon geschafft, dass wir uns alle, ohne das davor zu planen, auf einem Lab gesehen haben. Das hat mich sehr gefreut. Und wir haben aber noch jemanden dabei, denn wir haben jemanden, der macht Lab seit 1997. Er hat die Szene unter anderem auch online bekannter gemacht, weil er in seinen YouTube-Videos drüber redet. Er ist Geschichtsexperte und ich möchte damit herzlich willkommen sagen zu Geschichtsfenster. Schön, dass du da bist. Hallo André. Hallo. Ja, schön, dass ich da sein darf. Sehr, sehr gerne. Ich freue mich jetzt schon mit euch über LARP zu reden und ich würde einfach jetzt mal sagen, wir versuchen jetzt erstmal einzuordnen, was ist denn LARP eigentlich? Benni, wie würdest du LARP beschreiben? Also ich habe letztens versucht, mehrere Kumpels so ein bisschen zu überreden, dass sie auch mal endlich mit LARP anfangen und wenn ich damit, sage ich jetzt mal, versuche das zu erklären. LARP ist eine Sache, die man schwer erklären kann, aber man begreift die sehr schnell, wenn man mal drinnen ist. Es ist, ich würde es beschreiben als eine Art eskaliertes Impro-Theater. Man wird in eine Szene geworfen und man muss irgendwie das Beste daraus machen und man schreibt seine eigene Geschichte. Und einfach aus dieser Geschichte kann so viel werden. Also es ist, ja wie gesagt, einfach eskaliertes Impro-Theater. Also Impro-Theater ist glaube ich was, was wir sehr oft alle immer wieder sagen, damit Leute verstehen, was wir machen. Was ich auch immer wieder sage ist, es ist halt WoW in Real Life. Oder würdest du diesen Vergleich zu MMOs ziehen, Sophia? Tatsächlich ja. Also wenn ich FF14 zocke mit meinen Freunden, dann fühlt sich das sehr, sehr ähnlich an, wie wenn wir auf dem Drachenfest das nächste Lager belagern gehen tatsächlich. Also Schlachten und Raids kommen einander sehr, sehr nah. Ich komme tatsächlich auf Lab eher über Dungeons & Dragons, weil ich mir halt, also ich habe das halt früher immer gespielt und irgendwann ist mir halt am Tisch sitzen zu langweilig geworden und die Charaktere haben immer so coole Sachen an und machen so tolle Dinge und das will ich auch. Also vom Feeling her, ja, definitiv M.O.R.P.G. mit Raids und Dungeons und allem drum und dran, aber halt auch dieses, ich bin jetzt mein eigener D&D-Charakter. Ja, das ist schon sehr, sehr cool. André, wie ist es denn bei dir? Du machst es eben seit 1997, hast davor aber auch schon Pen & Paper gespielt. Wie bist du denn zu dem Thema gekommen und hast du auch das Gefühl, dass jetzt heutzutage mehr Leute überhaupt wissen, was LARP ist? Also kommst du jetzt weniger in Erklärungsnot als früher noch? Ja, deutlich. Es ist deutlich weniger. Vor allen Dingen LARP hat die Satanic Panic so komplett abbekommen. In den späten 90ern, frühen 2000ern waren es alles irgendwelche Leute, die. Dämonische Rituale machen und da haben auch ein paar Leute sehr dumme Dinge vor laufender Kamera gemacht, so die Berichterstange am Anfang, weil Lab war echt gruselig, und inzwischen hat sich das deutlich geändert, es gab ja vom hessischen Rundfunk da eine große Doku, die hat glaube ich sehr viele Leuten gezeigt, was Lab ist, vor allem wie vielfältig Lab sein kann, und ja, Leute wissen heute deutlich, eher was es ist, man muss immer noch viel erklären, weil die Leute können es eben nicht so richtig vorstellen und es ist ja letztlich auch nicht pen and paper in life, es ist auch nicht MMO in life ist es irgendwie am Ende was anderes. Und LARP hat sich auch extrem verändert. LARP war früher viel kompetitiver, viel weniger Zusammenarbeit. Also die LARP-Szene hat sich auch massiv verändert. Die Ansätze, die Regeln haben sich verändert. Und von daher muss man immer nochmal erklären, was ist jetzt LARP. Okay, wie würdest du es denn erklären? Ja, also Sandbox ist was, was ich bei MMO-Spielern, damit kann ich immer schon anfangen, aber letztens ist es eine riesengroße Sandbox und natürlich gibt's Questen, es gibt Plots, aber gerade wenn wir von Großkorn reden wie im Drachenfest, man kann an diesen Schlachten teilnehmen, man kann diesem Plot folgen, man kann aber auch was völlig anderes machen und erschreckend viele Leute machen etwas völlig anderes und sich einfach in dieser Welt treiben lassen, gucken was passiert, auch zugucken. Es gibt Leute, die gucken mit ihren relativ simplen Charakteren einfach gerne zu, was sonst passiert, lassen sie auf sich wirken. Also das Spannende ist an Lab vor allem, dass der An- oder der Krat, wie aktiv ich bin, den kann ich völlig selbst bestimmen und jeder dieser Krate ist sinnvoll und gut. Auf jeden Fall. Du brauchst ja auch Charaktere, die ein bisschen passiver sind. Also wenn jetzt alle die großen Krieger sind und hier die Helden, dann macht es auch irgendwann keinen Spaß mehr. Ich glaube, wir alle hatten schon diesen einen Typen, der sich halt, weil er zu viel Geld hatte, so eine riesige Rüste gekauft hat und dachte, ich bin der goldene Held und ihr habt alle nur auf mich gewartet. Und so, ja, stell dich da hinten an, zu den anderen. Genau, es funktioniert nicht. Das Spannende an Lab ist, im Dienstag zu anderen Varianten, nicht du spielst deinen Helden, sondern andere spielen dich als Helden. Wenn du es wirklich schaffst, ich hatte einmal ein Drachenfest, da habe ich dann gesagt, okay, so fühlt sich Held sein an, weil andere mich dazu gebracht haben. Das kann man auch nicht reproduzieren. Hinzugehen, die sagen, ich habe die tolle Rüstung, ich bin der große Held, ihr müsst mich jetzt alle toll finden. Wird nie funktionieren. Wenn es mal funktioniert, dann ist es eben, weil andere einen supportet haben. Und das ist das Spannende. Eigentlich, du kannst deine Rolle spielen, aber wie gut es ist, das liegt an deinen Mitspielern. Und das ist für mich mit der Reiz an der ganzen Sache. Ja, definitiv. Es lebt vom Spiel miteinander und da habe ich jetzt gerade schon vorhin in der Vorstellung einen Begriff genannt, NSC, denn es gibt im Lab mehrere Möglichkeiten, Teil dieses Spiels zu werden. Es gibt SC, Spielercharakter, NSC, Nichtspielercharakter und SL, also die Spielleitung. Das sind so die wichtigsten Charaktere, würde ich jetzt mal behaupten. Und Benni, du bist... Möchtest du was anfügen? Ja, gerne. Es gibt auch ganz wichtig ein Konzept, das immer mehr kommt, die GST, die gesetzten Spielercharaktere. Das ist so eine Mischung. Du bist kein NSC, sondern hast freie Handel, aber die SL setzt dich ein, um Lücken zu füllen. Es gibt ganze Systeme, da kriegst du Charaktere zugewiesen, die bestehen nur aus solchen GSC. Ich war zum Beispiel mal auf Mafia Lab, da waren alle Charaktere GSC, alle miteinander verknüpft und es gab gar keinen Plot, sondern die Verknüpfungen haben diesen Plot gemacht. Und das, also GSC ist was, was immer wichtiger wird. Ja, GSC ist auch noch relativ jung, habe ich das Gefühl. Also ich sehe das immer mehr bei LARP, aber stimmt, danke für auf jeden Fall die Ergänzung an der Stelle. So, jetzt, wie gesagt, Benni, du spielst hauptsächlich NSC. Wie ist es denn überhaupt dazu gekommen? Wir versuchen jetzt einmal kurz hier aufzuklären, wie sind wir denn alle allgemein zu LARP gekommen? Also, LARP, ich hatte schon sehr lange Interesse an LARP, weil irgendwie, ich habe länger auch schon DSA gespielt, D&D, also Pen-Paper-Rollenspiele und habe dann dieses Konzept von LARP mitgekriegt und habe mir gedacht, das ist eigentlich voll cool. Ich verkleide mich extrem gerne. Ich war auch im Theater in der Schule und habe mir gedacht, warum mache ich das nicht? Aber ich hatte immer so diese Hürde, ich hatte niemanden, mit dem ich das machen kann und ich hatte keine Ausrüstung und war dann so, okay, will ich jetzt irgendwie sofort ein paar hundert Euro ausgeben für Waffen und Klamotten? Und ich hatte dann Glück, dass meine beste Freundin, sage ich mal, irgendwann mal die Initiative ergriffen hat, hat mich einfach mal random vor vier Jahren gefragt, so, hättest du eigentlich mal Lust, auf einen Lab zu gehen? So, ja, eigentlich schon und dann hat sie irgendwie rausgesucht, Ecke München, okay, was gibt es denn hier so für einen Lab und dann hat sie den rolligen Rackelhahn rausgesucht, das war noch ein Tavernenlab und. Also nur für einen Abend und hat einfach uns angemeldet und so bin ich einfach so reingestoßen worden und seitdem bin ich eigentlich sehr, sehr gerne dabei und als NSC bin ich dann das erste Mal auf Moringat vor drei Jahren gewesen. Das war das erste Mal, dass ich auf einer größeren Con war und, Weil die Einstiegshöte einfach deutlich geringer ist bei den NSCs. Gerade wenn man auf mehrtägigen Labs ist, da muss man teilweise schauen, okay, hat man ein richtiges Zelt, das kostet Geld. Man muss natürlich irgendwie auf dem Feldbett haben und vieles, also man kann nicht mit der normalen Campingausrüstung ankommen. Man muss natürlich irgendwas Schönes vorzuweisen haben, damit die Leute schön sozusagen immersiv, damit die Immersion aufrechterhalten wird. Und als NSC gibt es auf vielen Konz die Möglichkeit eine Vollverpflegung zu bekommen. Das heißt, man hat zum Beispiel ein Haus, teilweise hat man sogar WLAN, also man hat auf alle Fälle Unterkunft, man kriegt was zu essen und. Viele Cons haben auch einen Fundus. Das heißt, man muss eigentlich nur eine relativ standardmäßige Klamotte anziehen und kriegt Rüstungsteile, Bewaffnung oder weitere Goodies, einfach aus diesem Fundus und kann sich so einen Charakter zusammenstellen, den man gerade in einer NSD-Situation benötigt. Dafür muss man halt sozusagen als NSC spielen. Das hört sich vielleicht am Anfang gleich ein bisschen gruselig an oder so, oh, muss ich jetzt irgendwie hier arbeiten. Aber so streng ist es nicht. Am Ende des Tages ist es, finde ich, persönlich für jeden Einsteiger eigentlich eine Empfehlung von mir, als NSC anzufangen. Vor allem, wenn man keine eigene Gruppe hat oder keine Freunde hat, die, sage ich jetzt mal, schon in Lab-Erfahrung haben. Und weil einfach diese Verpflegung da ist, man muss einfach deutlich weniger Geld ausgeben. Die Tickets kosten auch meistens deutlich weniger, wenn man als NSC sich anmeldet. Und man wird so ein bisschen in die Thematik reingeworfen. Okay, du bist jetzt zum Beispiel ein Zombie, du greifst jetzt irgendwie dieses Lager an, hier zieh dir was Dreckiges an und bin nämlich halt wie so ein Zombie. Und lass dich ein paar Mal abklatschen. Das ist so vielleicht am langweiligen Ende von dem, was man als NSC macht. Das Spannende, was man als NSC auch teilweise machen kann, ist, okay, du verkleidest dich jetzt als jemand von einem anderen Lager. Das habe ich jetzt zum Beispiel beim Gothic Club sehr viel gemacht. Vielleicht haben einige gemerkt. Ich bin als jemand verkleidet, der im neuen Lager war. Und habe einen NSC gespielt, der immer wieder andere Lager oder vor allem das neue Lager immer infiltriert hat. Und als wir dann, sagen wir mal, die Lager angegriffen haben, habe ich dann sozusagen mein Erkennungszeichen vom neuen Lager weggeworfen und gezeigt, dass ich eigentlich einer der bösen Fraktionen war, und dann verhindert habe, dass das Tor geschlossen wird und wir die, ein bisschen ordentlich aus dem Maul haben konnten. Das heißt, NSC sein kann auch ordentlich Spaß haben. Man kann wirklich viel, auch anstellen am Ende des Tages als NSC, will man aber natürlich, dass die Spieler sehr viel Spaß haben und dass die einfach... Auch Leute zusammen kloppen können. Es ist wichtig, Leute zusammen zu kloppen. Also ganz viele Leute gehen unter anderem dahin, um Leute zusammen zu kloppen. Und dann ist es umso schöner, dass Leute wie du da sind, die da auch Bock drauf haben. Wie war es denn bei dir, Sophia? Wie bist du zum Lab gekommen? Ich habe tatsächlich schon sehr, sehr viel über Lab gehört gehabt, bevor ich damit angefangen habe. Ich fand das eigentlich schon nice. Aber ich habe mich das halt nie getraut. Ich kannte niemanden, der da hingeht. Und dann kam tatsächlich meine beste Freundin Nina und hat gesagt, es steht auf ihrer Bucketlist, die Bilder jetzt hin. Und die hat das dann tatsächlich angetrieben. Die hat sich hingestellt, hat gesagt, Sophia, das Drachenfest ist da, ich finde das cool, da will ich hin. Und dann gab es einen Timer, wo dann drauf stand, also entweder machen wir das dieses Jahr oder nicht, weil sie ist schwanger geworden. Und es war dann so, okay, wir machen das jetzt dieses Jahr, weil danach hat sie halt ein Kind. Dann halt nochmal mit einem komplett neuen Hobby anfangen. Das ist halt, we don't know. Okay, shit, ja, machen wir. Schnell die Klamotte zusammengeworfen, geguckt, was habe ich noch daheim? Das Lederkorsett vom Mittelaltermarkt, meine alten Piraten, Metal-Weg-G, Leinenhemden, eine Hose bestellt, Bergstiefel angezogen. That's it. Und dann sind wir aufs Drachenfest gefahren mit einem von einem sehr guten Kumpel ausgeliehenen A-Zelt. Leinenart-Selt und haben dann einen alten Festival-Pavillon vorne dran gemacht, den wir ein bisschen verkleidet haben. Wir haben am Rand gekämpft dann auch, gar keine Frage, aber so sind wir auf unser erstes Drachenfest gekommen. In einer Hauruck- und Übernacht-Aktion mehr oder weniger. Und haben dann tatsächlich neben also hier gehen Grüße raus an das Grüne Lager und an meine lieben Koyoten und an die ganze Ork-Truppe, die zum Teil tatsächlich, glaube ich, auch gerade im Chat sind. Nina schaut, glaube ich, gerade auch zu. Und haben da dann den Ork Jakar kennengelernt, bei dem ich dann im Jahr danach geschlafen habe, als Nina nicht mitkommen konnte. Und dieses Jahr ist mein fünftes Drachenfest. Nina kommt seit drei Jahren wieder mit. Wir haben mittlerweile sogar noch eine Dritte im Bunde, die mit uns hochfährt und haben da jetzt einen richtig, richtig coolen und lebenswerten Trupp. Und natürlich besuchen wir auch der Reihe nach die Rackelhard-Tavernen, die so im Kreis von München sind. Und das hat sich dann sehr schnell sehr verselbstständigt, weil die Leute halt dann auch sagen, hey, du bist nett, komm noch nächstes Jahr wieder. Hey, du, gar kein Stress, du kannst bei mir in der Jurte pennen. Ach, du hast noch nichts zu tun. Ja, mach's mal bei uns im Rudel mit. Lass uns Spaß haben. Lass uns Party machen. Und es fühlt sich richtig, richtig toll an. Ich war noch nie NSC. Ich war bisher immer nur Spielercharakter. und. Das macht sau Spaß. Ich kann das sehr empfehlen. Es ist natürlich auch nochmal was anderes, wenn du dann da halt schon mit Freunden hingehst, mit der Freundesgruppe. Das habe ich ehrlicherweise ähnlich gemacht. Aber dazu kommen wir gleich. Erstmal Geschichtsfenster. Wie war das denn 1997? Wie ist man da zu Lab gekommen? Ja, also Lab, ich glaube 1992 war, wenn ich mich jetzt nicht völlig irre, war das Drakon das erste so größere Con. Ich war nicht dabei, als Lab in Deutschland erfunden wurde. Ich war aber in der Nähe. Ich habe mich so ungefähr in den Dunstkreis aufgehalten. War aber jung, konnte es mir nicht leisten. Außerdem waren es komische Leute, die im Waldhausen sich mit Gummiewaffen hauen und kalte Ravioli aus der Dose essen. Das war mir alles klar. Und ich war damals aber schon so im Schwarze-Auge-Fandom. Und dann hat einer der damaligen Redakteure ein Lab veranstalten wollen in Belgien. Und habe mich da... Also quasi rekrutiert und ich wusste auch nicht, was mir geschah. Ich war plötzlich die Haupt-SL für die Magie, ohne jemanden in einem Lab teilgenommen zu haben. So war das damals. Ich habe auch Teil des Waffenchecks gemacht und da kann ich Geschichten erzählen. Es war damals wild, was Leute als Lab-Waffe mitbringen wollten. Also all die Storys stimmen. Ich habe sie erlebt. Und dann war ich halt gefangen. Ich hatte schon so ein bisschen aus anderen Sachen so erste Kostüme sind entstanden. Wir hatten ja damals nichts. Du konntest wirklich nichts im Netz bestellen und, Und Rüstung war der Wahnsinn. Ich glaube, ich hatte dann so 92 meinen ersten Plattenpanzer aus Tschechien, der sehr, sehr schlecht war. Aber genau, was man heute so immer wieder hört, ja, das ist so Pay-to-Win, wer eine Rüstung hat, der ist unbesiegbar, was überhaupt nicht stimmt. Aber damals, die hatten alle Angst zu kämpfen, weil der hat Rüstung, ich habe keine, das lasse ich lieber. Ich war NSD auf dem Kon und sollte so den Endkampf darstellen im Duell und es hat sich keiner gefunden, der kämpfen wollte. Das ist nach Ende losgegangen. Da habe ich mehrere zerlegt. Aber es war einfach wirklich, die Ausstattung, so wie heute, Das war völlig fern, deswegen war auch so das Gewandungsniveau ein anderes. Habe dann eine Zeit lang sehr, sehr viel gelabt. Dann kam irgendwann das Drachenfest als erstes Großkon. Da gibt es ja noch später New Order, aus dem dann das Kongress auf Mithydea hervorgegangen ist. Das Epic Empire-Krenzwart, wir haben ja ein paar große Kons. Aber auf dem Drachenfest war ich auch von Anfang an dabei. War auch auf jedem Drachenfest tatsächlich. Und das ist so mein Jahresurlaub geworden, auch Familienurlaub. einmal die Woche, einmal im Jahr eine Woche Tragenfest muss unbedingt sein, ich freue mich auch schon auf das nächste. Habe aber auch ganz viele andere Genres ausprobiert. Es gibt ja im Lab bei weitem mehr als nur Fantasy. Wir reden jetzt natürlich hauptsächlich über Fantasy, aber es gibt halt auch tausend andere Settings. Und es hängt auch mal vom Setting ab, wie die Ausstattung ist. Ob ich überhaupt Charaktere mehrfach spiele. Wir haben jetzt sowas wie Drachenfester, spiele ich denselben Charakter über Jahre oder über Jahrzehnte. Es gibt Sachen, da habe ich einmal Charaktere. Das ist ja auch immer ein ganz, ganz großer Unterschied. Und weil jetzt die anderen schon gesagt haben, was sie so empfehlen. Ich empfehle den Leuten tatsächlich, wenn ihr keinen Anschluss habt, wenn ihr keine kleinen Konzepte habt, geht auf ein Großkon und spielt irgendeine ganz in Anführungszeichen unwichtige Nebenrolle, putzt Schuhe, verkauft Kekse, macht irgendwas in der Art. Ihr kommt überall rein. Ihr werdet ganz viel Anschluss haben. Also jemand, der sowas macht, du kannst in jedes Lager, der Typ in Rüstung muss draußen bleiben, der Typ, der Kekse verkauft, ja, komm rein, herzlich willkommen. Und schaut es euch einfach ein Jahr an und dann entscheidet weiter. Und spielt der Welt ja auch denselben Charakter. Ich sage auch immer den Leuten, macht keine riesige Story für so einen Charakter, gebt ihm einen Namen und die Story kommt, wenn ihr gefragt werdet. Dann könnt ihr es euch an den Fingern saugen, weil ihr wisst nie, ob der Keks-Verkäufer von heute nicht in 10 Jahren ein großer Ritter ist. Also es ist absurd, was da passiert. Mein Trachenfiskage ist das beste Beispiel. Die Karriere ist völlig irrsinnig, aber deswegen fangt mir was ganz Simplem an, wenn ihr es euch nur angucken wollt. Ist auch billiger. Das ist definitiv billiger. Das ist halt das Großartige an diesem Hobby ist, erstens man kann alles machen. Also du kannst jeder sein, du kannst alles machen. Klar so ein bisschen, du kannst, was du darstellen kannst. Es gibt verschiedene Arten, wie man Lab spielt, verschiedene Regelwerke. Die meisten Labs, die ich jetzt kenne und auf die ich fahre, ist, du kannst, was du darstellen kannst. Als Regelwerk, was halt bedeutet, okay, wenn du halt wirklich überhaupt nicht musizieren kannst, dann wird es vielleicht als Bade schwieriger. Auch das kann man sicher spielen. Also auch das ist durchaus möglich, das dann irgendwie durch ein gutes Schauspiel oder so auszugleichen und halt damit spielt, dass man richtig scheiße ist. Das kann ja auch witzig sein, ein Spielangebot sein, aber am Ende geht es halt darum, dass die anderen, wenn du mit deiner Rolle da reinkommst, auch nicht rausgeworfen werden, sondern es ist eben ein Miteinander spielen, ein okay. Aber? Ja, aber? Technisch ist der Badenweichel, du kannst, was du kannst. Das war auch mal ein Konzept. Er hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Und du kannst, was du darstellen kannst, bei sowas wie im Baden ist es schwierig. Aber zum Beispiel Kämpfe, da gibt es Möglichkeiten. Es gibt zum Beispiel Möglichkeiten, was relativ häufig tatsächlich passiert, dass vor dem Kampf eine Münze geworfen wird und gar nicht geguckt wird, wer kämpft besser. Gerade auf Turnierkont. Ich war gerade auf einem großen Turnierkont, da wurde es so gemacht und die Kämpfe waren viel entspannter, viel schöner fürs Publikum. Also es ist eine Lösung, die ich sehr gerne mag. Also es gibt. Da ganz verschiedene Ansätze, wie du schon gesagt hast, aber es gibt halt auch ganz viele Versuche, dieses Können auch rauszunehmen, ganz aktiv. Ja, also jetzt muss man dazu sagen, vor allem wenn du ein Regelwerk hast, wie du kannst, was du darstellen kannst, dann kannst du halt sehr schnell auch Leute in Bedrängnis bringen, wenn halt dann eine Szene nicht so abläuft, wie es eigentlich nach ihrer Charakterstory geplant war. Also da als Beispiel, ich war mal in einer Gruppe unterwegs, die haben so ein bisschen Witcher-Lab. Es war kein Witcher-Lab, aber die Welt war angelehnt an Witcher. Und eine meiner Freundinnen war halt ein Witcher-Charakter, also eine der stärksten, bestausgebildetsten Kämpferinnen. Die hat auch Schwertkampf gemacht, aber wenn die halt, die ist 1,60m groß, wenn die halt gegen einen 2-Meter-Typen antritt, dann ist sie halt trotzdem, hat sie halt trotzdem einfach körperliche Nachteile im Duell. Egal, wie sehr ihr Charakter eigentlich überstark sein soll. Das ist zum Beispiel eine Erfahrung, ich hab eine Erfahrung tatsächlich, dass dann ganz viele Leute sagen, dieser Charakter, diese Witcherin, ich als 2-Meter-Mann verliere trotzdem. Warum auch nicht? Weil es ist ja, da ist wieder der Punkt, was ist dein Ziel? Willst du gewinnen oder willst du auch mal andere Supporten und andere Supporten ist für mich im Lab unfassbar wichtig. Also ich hatte es schon, ich hatte es ganz früh, die SA, jemand hat eine Amazole gespielt, ja, da lege ich mich auf den Rücken und bin verbundet, weil das ist halt in der Welt was Wichtiges. Da gehe ich nicht als irgendein Charakter hin und haue die weg, weil ich es vielleicht könnte. Und das ist, ich glaube, da ist Lab in den letzten Jahren auch ein bisschen mehr auf den Trichter gekommen, dass sowas sinnvoller ist, als immer nur kompetitiv zu spielen und sich selber in den Mittelpunkt zu rücken. Es ist auch viel schöner, es macht allen Beteiligten mehr Spaß, schön verwundet zu werden, als immer nur, wie gesagt, siegen zu wollen. Das ist auch, also ich habe. Ganze Auswahl an Charakteren. Die, die ich jetzt gerade hier, die hier gerade sitzt, ist meine Nordfrau, die halt auch Schildmeid ist, oft im Schildwald steht. Und schon das erste Mal, als ich mit dieser Truppe gespielt habe, hieß es, lieber du gehst geil zu Boden, als dass du da am Ende noch in diesem Schildwald stehst. Also lieber du hast einen richtig guten Kampf und gehst zu Boden, als einfach nur weil, naja, aber eigentlich könntest du es ja besser, dass du dann da noch am Ende stehst und keiner hatte Spaß mit dir. Das ist halt, also darum geht es im Lab. Wir wollen gemeinsam Spaß haben. Und das ist viel schöner, wenn man dann halt auch gemeinsam mal Schmerzen ausspielt und schreit. Und abgesehen davon hat man ja auch noch Heiler-Charaktere. Damit die auch im Spiel kommen, ist es wichtig, dass man auch mal verletzt wird. Darf ich was den Heilern sagen? Bitte. Ich habe direkt auf meinem ersten Drachenfest ein super spannendes Erlebnis gehabt. Das war ein mega kurzes Ding. Wir sind grünes Lager am Tor belagert worden. Ich weiß schon gar nicht mehr, wer bei uns rein wollte. Aber dann kam halt ein Trupp Verletzter den Hügel hinunter und haben nach Heilern gerufen. Und dann kam eine Heilerin, die hatte einen Weidenkorb mit einer Decke drüber. Einfach nur so ein Küchentuch. Dann ist der eine hingefallen. Sie hat sich neben ihn gesetzt und hat ihn gefragt, was denn alles passiert ist. Das hat einmal kurz OT abgeklärt. Off-Time, Out-of-Time, also halt einfach, was ist dir gerade tatsächlich aktiv passiert, um seine In-Time, also die im Lab passierten Wunden, die er ja nicht wirklich hat, adäquat pflegen zu können. Und dann hat sie ihren Korb aufgemacht und auf der einen Seite hatte sie ganz, ganz viele Verbände drinnen und Nadeln und Wässerchen und hat angefangen, an ihm rumzumachen. Aber auf der anderen Seite hatte sie lauter Schminke dabei und Kunstblut. Der Kollege sah nach der Behandlung wirklich aus, als wäre er gerade vom Schlachtfeld gekommen. Also mit blauen Flecken überall, wo er Haut hatte, mit Fake-Wunden im Gesicht, die sie dann auch noch verbunden hat. Und überall auf den Verbänden dann auch noch Kunstblut. Und es war so cool mit anzusehen. Er hat auch richtig mitgespielt. Jedes Mal, wenn sie die Nadel angesetzt hat, natürlich musste das desinfiziert werden und der Pfeil rausgezogen. Und es war so cool. Also einfach auch nur zum Zuschauen. Ja, das ist halt großartig. Vor allem, wenn du einen guten Heiler hast, gutes Heilerspiel, kann richtig, richtig beeindruckend sein. Bei mir, also einmal kurz, damit ich einmal noch auch erkläre, wie ich zum Lab gekommen bin. Nur mal so, schreibt auch gerne mal in die Kommentare, falls ihr irgendwelche Fragen habt. Dann werden wir versuchen, die auch im Laufe dieses Talks oder vor allem am Ende des Talks noch zu beantworten. Bei mir lief es so ab, dass ich das erst mal vom Lab gehört habe durch einen Bayern 3 Bericht. Meine Mom hatte das Radio an. Ich war in meinem Zimmer und ich erinnere mich heute noch, ich war zwölf Jahre alt. Meine Mom ruft mich, Lea, Lea, Lea, du musst unbedingt kommen. Ich frage, okay, was ist denn jetzt los? Ich komme hoch. Ja, da läuft gerade ein Bericht in Bayern 3 und das ist perfekt. Es ist Fantasy, es ist Mittelalter. Die sagen, da kannst du rumlaufen wie eine Elfe aus Herder Ringe. Ich als Zwölfjährige, riesen Herr-der-Ringe-Fan, gerade alle Bücher gelesen. Ich war komplett drin, war in der Schauspiel-AG und meine Mom so, da schicke ich dich im Sommer hin. Das ist der perfekte Ort für dich. Und dann habe ich wirklich so eine ganze Freundesgruppe zusammengesammelt an anderen Nerds, die ich kannte, bei denen ich wusste, die mögen auch Herr-der-Ringe, die mögen auch Schauspiel. Und dann bin ich direkt mal mit acht Leuten auf so einem Jugend-Kinder-Larb aufgetaucht. Also es war extra auch ausgelegt für Kinder und Jugendliche, damit die überhaupt erstmal lernen, wie Lab funktioniert. Dann gab es eine Kriegerausbildung, eine Waldläuferausbildung, eine Heiler- und eine Magierausbildung. Und neben dem, dass du natürlich deinen Charakter da gespielt hast, hast du halt auch gelernt, wie spiele ich denn einen Heiler richtig? Wie verbinde ich denn richtig? Wie stelle ich Wunden dar als Magier? Wie mache ich einen Feuerball? Als Krieger hat man dann Grundfähigkeiten im Schwertkampf gelernt. Und als Waldläufer, wie man sich im Wald richtig versteckt und irgendwie so Blätter über sich wirft. Es war super. Also dieser Aufbau war großartig, vor allem, um reinzukommen ins Lab. Du hast halt auch gelernt, wie du dich richtig abrollst, wie du, wenn du getroffen wirst, verwundet bist und das spielst. Und das war für den Anfang richtig, richtig, richtig gut. Wir haben, weil die haben auch gesagt, du musst nicht mal Sachen mitnehmen. Also du musst dir keine Waffen davor kaufen, du musst dir keine Klamotten kaufen, sondern sie haben dir ein Stück Stoff gegeben. Dann hast du in diesem Stück Stoff ein Loch reingebracht und dir dann so ein Seil umgebunden und dann hattest du einen Wappenrock. Was brauchst du mehr? Und was drunter war, war dann nicht mehr so wichtig. Es war wirklich sehr low. Wir haben aus Ikea-Tabletts Schilde gebastelt vor Ort und. Streitkolben aus Poolnudeln mit Panzertape. Also heutzutage würde ich mir denken, so würde ich nie auf den Lab gehen. Aber fürs allererste Mal, sich alles halt irgendwie selber zu machen, das war schon sehr witzig. Im nächsten Jahr ist man dann vielleicht auch schon mit den selbstgekauften Sachen, die man sich dann zum Weihnachten oder zum Geburtstag gewünscht hat, gekommen. Aber es war trotzdem ein sehr schöner Start. Es war dann nur auch da sehr schnell dieses Pay-to-Win, weil wir dann halt dadurch, dass fast alle mit diesem sehr wenigen angefangen haben, Derjenige, der dann halt vielleicht schon gearbeitet hat. Also es gab schon einige, die halt so 16, 17 waren und schon ihre Ausbildung hatten. Und der eine hat sich eine komplette Metallrüstung, also wirklich, er ist dann im nächsten Jahr, zweites Lehrjahr, komplett in Rüstung gekommen. Komplette Platte. Komplette Platte. Alter. Und vor allem rot ange... Wir haben ihn den Ferrari-Ritter genannt, weil er war komplett rot angesprüht. Er wollte eigentlich eine dunkelrote Rüstung. Sie war knallrot. Komplette Platte, knallrot. der Ferrari-Ritter, aber so richtig eben kämpfen wollte, mit dem dann auch niemand mehr, weil er hat halt eine komplette Rüstung an. Ja, ja. Also deswegen kann ich das sehr gut nachvollziehen, was du vorhin erzählt hast, André, weil auch wenn das, also das ist noch gar nicht, weil ich war dann 13, als wir auf dem Lab waren, das ist jetzt 14 Jahre her. Also auch schon eine ganze Zeit, ist schon ein Zeitchen her, aber vor 14 Jahren hätten wir durchaus schon die Möglichkeiten gehabt, bessere Ausrüstung zu haben, aber durch dieses Konzept, erstmal Leute günstig da ranzuführen, Mhm. Habe ich die gleiche Erfahrung gemacht wie du 1997. Ja, wobei inzwischen hat sich das komplett geändert. Ich trage ja eine Rüstung. Und meine Rüstung kommt eigentlich aus dem Living History-Bereich. Ist also im Lab auch eine der wirklich, Besseren, die hier rumlaufen. Das bringt mir null Vorteile. Im Gegenteil, ich überlebe quasi keine Schlacht sehr lange. Weil den glänzenden Ritter wollen sie alle als erstes rausholen. Was aus meiner Sicht ein bisschen schade ist. Weil ich möchte auch an der Schlacht teilnehmen. Aber es gab so, also wirklich so, dass die Pfeile auf meine Brust eingeprasselt sind, wie Starkregen. Und ich gedacht habe, ja, schade. Also Paytwin hat sich auch so ein bisschen umgedreht. Manchmal ist es ganz gut, nicht zu auffällig zu sein. Das kann blöd werden. Aber früher war es tatsächlich ein ganz großer Punkt. Aber die Regeln geben es auch nicht her, weil selbst, wenn ich auf dem Drachenfest zum Beispiel mit einer Rüste rumrenne, dann halte ich halt vielleicht insgesamt zwölf Treffer aus. Zwölf Treffer sind sehr schnell aus der rausgeprügelt, wenn du dich hast. Sehr schnell. Wenn du nicht mit Schild in der Schlachtreihe stehst, sondern nicht exponierst. Das stimmt. Es geht wirklich relativ schnell. Aber spielst du mit Treffern. Ja, ja, nein. Also ist Tragenfest ist ja zum Beispiel so ein Ding, es gibt ein Regelwerk und fast jeder spielt du kannst, was du darstellen kannst. Ich habe, glaube ich, noch nicht meine Treffer komplett ausgespielt. Weil ich zähle die nicht runter, aber es gibt halt so einen Pfeil auf meine Fußplatte, den ersten Pfeil ignoriere ich und wiche einmal drüber, auch das ist eine Reaktion, auch das ist ausspielen. Und beim dritten oder vierten Pfeil spiele ich halt, der hat eine Lücke getroffen oder sowas. Und wenn ich einen tollen Treffer kriege, dann fahre ich halt gleich um. Es kommt halt sehr darauf an, wie gekämpft wird. Und wenn jemand so Stakate schläge, passiert halt nicht so viel wie bei einem ordentlichen Treffer. Aber ich glaube, das ist immer so eine situationsabhängige Sache, die auch von einem Gegner abhängt. Je nachdem, wie gut du ihn kennst. Es gibt Gegner, mit denen halte ich viel, viel mehr aus, als ich aushalten würde, weil er macht es auch, weil wir einfach gerade Spaß haben. Und es gibt Gegner, die sagen, ich bin getroffen, ich gehe, weil das wird eh kein schöner Kampf. Ganz unterschiedlich. Ja, aber ich finde, das ist auch sehr davon abhängig, wem du eben gerade gegenüber stehst, was gerade auch das Ziel dieses Kampfes ist. Ob es jetzt ein großes Duell ist, dann spielt man das meistens halt auch ein bisschen länger aus und will den Leuten ja auch einen Schauwert bieten, als wenn man jetzt in einer Schlachtreihe steht. Wie würdet ihr denn oder wie macht ihr das im Kampf? Geht ihr auf Treffer? Geht ihr auf, was ist sinnvoll? Was findet ihr auch wichtig, was Leute wissen müssen, die noch gar keine Erfahrung im Kampf in LARP haben? Also gerade... Moringard zum Beispiel, das ist ja eine in erster Linie Schlachtencon, das heißt mehrmals am Tag gibt es eine größere Schlacht, wo die Lege Mortis, also die NSC-Fraktion der Untoten, oder Todlosen, Entschuldigung. DSL wird mich schlagen, gegen die Bastion, gegen die SCs zieht und da gibt es immer wieder diesen Schildwall. Also das heißt, Leute, die nutzen schon wirklich Schlachtentakten, die halt wirklich auch funktionieren. Und ich gehöre zur Wilden Jagd. Wir sind so die Plänkler. Wir versuchen, die immer zu flankieren. Das heißt, Schlachtenplanung ist natürlich auch mit dazu. Und bei jeder Welle, wir Todlosen und Toten, wir kommen ja immer wieder zurück, wenn wir sterben. Also wir sterben nicht wirklich. Wir respawnen einfach. Die Spieler, die müssen auf dem Boden liegen, die werden geheilt. Aber wir nehmen unsere Waffen und versuchen halt irgendwie draufzuschlagen und müssen auf die Regeln achten. Weil es gibt sehr viele Regeln beim Kampf, auf die man wirklich achten muss, weil auch wenn es eine Schaumstoffwaffe ist, sie hat meistens einen Stahl- oder einen Carbonfaserkern teilweise oder... Ein Stahlkern hat keine Waffe. Stahlkern nicht. Das ist übrigens entweder Glasfaser oder Carbon. Dann habe ich das falsch in Erinnerung. Auf alle Fälle so eine Waffe, die kann schon ordentlich zuzimmern. Es tut mir leid, dass ich deine Waffe gerade in der Hand halte, das ist ja immer so eine Sache. Aber mit so einem Schwert zum Beispiel, da stehst du nicht. Also Sophia und ich, wir beide machen auch historisches Fechten. Und natürlich das Erste, was du machen willst, stechen. Und das darf man in LARP meistens nicht. Es gibt designierte Stichwaffen, die extra vorne nochmal abgepolstert sind. Aber ich habe schon auch gehört, dass einige Konz auch anfangen, diese Waffen zu verbieten, weil da tatsächlich wirkliche Verletzungen auch zustande kommen. Ja, das ist theoretisch eine Stichwaffe. Also hier, mit der darf man eigentlich stechen, aber auch da kommt es sehr auf die Con und auf die Leitung an, die halt sagt, das ist im Ordnung. Ja, also grundsätzlich am besten, im Endeffekt denke ich halt... In dem Moment, wo du einen Kernstab hast, also zum Beispiel der Kernstab hier geht von da, von der Spitze, ich halte es mal so, bis tatsächlich hier hinten. Und klar, die Spitze ist schon so ein bisschen, die kann man biegen und sowas, aber damit das Ding hält. Braucht es eben den Kernstab. Das heißt also, in dem Moment, wo du stichst und wenn du auch nur ein bisschen zu viel Power drauf hast, kommt der Kernstab vorne raus. Und dann hat den eine andere Person möglicherweise super schnell in der Brust. Und das möchtest du nicht. Im Lab kommt es darauf an, wir wollen alle Spaß haben, wir wollen uns alle nicht wirklich verletzen, wir wollen, natürlich will jeder der Schönste und Tollste und Größte sein, aber das funktioniert halt nur so lange, wie halt sonst niemand zum Schaden kommt. Und deswegen, in dem Moment, wo du einen Kernstab hast, lieber nicht stechen, nicht gegen den Kopf schlagen, alles, was in irgendeiner Art und Weise wirklich tatsächlich verletzen könnte, doch grundsätzlich lieber lassen. Ja, also zum, ja. Wenn ich dann eben sozusagen auf diesen Schildwall lospresche, dann habe ich, ich habe diese, warte, ich nehme mal kurz aus der Ecke, die ist nämlich ziemlich lang. Ich habe normalerweise hier diese Stangenwaffe und normalerweise, okay, man will da vorne halten, man will die Leute reinlaufen lassen in die Waffe. Das geht natürlich nicht so einfach, wenn man nicht stechen darf. Das heißt, was mache ich? Ich hole aus und schlage einmal auf die Beine unten, wenn sie zum Beispiel den Schild zu hoch halten. Und ich muss halt immer aufpassen, weil die andere Möglichkeit wäre, von oben schlagen, da treffe ich halt Köpfe. Also man muss halt schauen, okay, am besten flankieren, von hinten vielleicht die Leute klatschen, aber ähm. So sehr viele Aspekte, die man wirklich beachten muss, auf die man aufpassen muss. Aber wenn die Leute dann, sage ich jetzt mal, kein Schild haben, dann macht es umso mehr Spaß. Dann kann man auch wirklich an den Oberkörper schlagen und natürlich nicht durchzimmern. Da sollte man auch immer aufpassen, weil sonst gibt es von der Spielleitung meistens einen auf den Deckel. Da kann man nämlich auch petzen. Es gibt immer Pappenheimer, die da, sage ich jetzt mal, nicht ausspielen wollen oder gerne auch richtig durchzimmern. Oder manchmal, wenn es heißt, okay, ich habe jetzt einen Pfeil abbekommen, der hat sich deutlich fester angefühlt, als er eigentlich erlaubt sein sollte. Weil auch beim Bogenschießen gibt es sehr viele Regeln. Und zwar, ich glaube, einige Cons haben sogar wirklich auch designiert, okay, ein Bogen darf nur so und so eine Spannkraft haben. Ja, Kilogramm, die du... Genau, und Lea hat eben schon so einen Pfeil in der Hand. Die sind meistens noch vorne wirklich gut gepolstert. Das heißt, man kann so einen abkriegen am Oberkörper. Das geht voll in Ordnung, aber auch die können ordentlich wehtun. Ich habe schon auch einige direkt auf die Nase bekommen. Natürlich, es heißt immer beim Bogenschießen nicht über den Hals schießen und auch möglichst nicht in die Lendenregion. Und natürlich kriegt man trotzdem was ab. Und am Ende entschuldigen sich meistens sofort alle dafür, weil natürlich macht es niemand absichtlich, gerade bei den Bogenschützen. Die sind immer super vorsichtig, aber gerade in Gemenge. Da vielleicht auch noch was zum Ergänzen. sicherheitstechnisch. Ich habe eine Packliste für LARP geschrieben und es hat mich jemand darauf angesprochen, dass man die missverstehen könnte. Bitte, bitte, bitte kauft keine Sportpfeile und wickelt sie mit Stoff ein. Bitte kauft euch dediziert LARP-Pfeile. Bitte fragt gegebenenfalls Freunde, Verwandte, Leute, die schon im Thema sind. Wenn ihr einen Discord habt, wo ihr nachfragen könnt, also zum Beispiel Drachenfest-Discord, Lager-Discord, Methodea hat bestimmt auch einen Discord, fragt nach. Aber bitte, bitte auf gar keinen Fall echte Pfeile mit einer Spitze einfach versuchen, labtauglich zu machen. Die Verletzungsgefahr ist viel zu hoch. Peace don't. Sehr, sehr wichtig auf jeden Fall. Also es gibt eigentlich fast alles, was ihr euch an Waffen vorstellen könnt, gibt es auch fürs Lab und auch Dinge, die gar nicht unbedingt als Waffen so direkt jemand im Kopf hat. Zum Beispiel Paddel. Die haben wir unter anderem, weil wir bei den Nordleuten unter anderem auch immer mal wieder mit einer Taverne unterwegs sind und einem Badezuber und da sind viele Unfreie dabei, die keine Waffen tragen dürfen. Ein Paddel werden sie aber ja haben, weil wir sind ja mit einem Schiff angereist und deswegen haben dann alle unfreien Paddel, mit denen sie dann Leuten auf, die Fresse geben können und das macht sehr viel Spaß, wenn du dann Leute mit Fischen, also es gibt auch so Labfische, Fische, Paddel, halt einfach Dinge, die du eigentlich nicht zum Kämpfen benutzen würdest, aber es ist umso schöner, wenn dann so eine Armee da ankommt. Wir haben das schon gemacht als Bade-Zuba. Dann auch Leute wirklich nur in Zuba-Gewandung, also nur mit so einem Kimono bekleidet oder nur mit Handtuch und dann aber mit Paddeln, Fischen, auch Handtüchern zum Schlagen. Es war unglaublich witzig. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Also Lab lädt auch dazu ein, kreativ zu werden mit seiner Waffenwahl. Das ist möglich, vor allem, weil man sich die Waffen hier auch selber machen kann. Also das ist natürlich nicht so einfach erstmal. Am besten sucht man sich da jemanden, der da schon Erfahrung hat und das schon gemacht hat. Aber theoretisch kannst du alles, was du dir erdenken kannst, dann auch selber als Labwaffe umsetzen. Bratpfannen, Nudelhölzer. Ja, auch sehr beliebt. Oder Krüge zum Schlüge. Oder Werfen. Oder zum Werfen. Mein Mann hat auch so Lauch und Sellerie Sachen, also so Gemüse zum Werfen. Wenn jemand am Panger steht, dann brauchst du Gemüse. Ja, dann brauchst du Gemüse zum Werfen. Also natürlich auch alles labtauglich. André, was ist denn für dich die absurdeste Waffe, die du bisher gesehen hast in deiner ganzen Labzeit? Das sind sehr viele. Also allein auf der letzten LARP-Messe in Kassel gab es einen ganzen Stand mit Gemüse und Ähnlichem. Das ist richtig viel. Also es gibt ja auch absurd große Waffen. Die Leute merken dann sehr schnell, dass das nicht so gut funktioniert, wie sie es gedacht haben. Also bei absurden Waffen ist die Liste einfach endlos lang. Wie ist es, du hast gerade schon gesagt, du warst SL für Magie. Wie wird denn Magie im Lab gut dargestellt? Weil Magie ist, finde ich, immer ein sehr, sehr schmaler Grad zwischen Hey, das ist noch immersiv und es bringt mich nicht raus und sehr viel Telling. Wo würdest du sagen, ist da ein guter Weg, um Magie darzustellen? Erstmal Telling, du hast gerade ein Wort reingeworfen, für alle, die es nicht kennen. Telling ist die Unart, im Lab Dinge zu beschreiben und nicht darzustellen. Ganz wichtiger Punkt ist, don't tell it, show it. Zeig es. Und in Magie ist es halt schwierig. Also wer so aus dem Rollenspiel kommt, Feuerball im Lab, versuchen Leute, funktioniert selten. Ist nie. Mein Tragenfallscharakter benutzt seit ein paar Jahren Magie. Und ich hab tatsächlich versucht, es komplett ohne Telling zu machen. Also ich hab einen Leuchthandschuh, den kann ich leuchten lassen. Ich hab einen Kelch in einem Schrein, den kann ich rausholen. Der leuchtet ebenfalls. Und wenn ich aus einem Schrein einen Kelch hole, der leuchtet, jemanden an die Lippen setze, dann weiß der, was gerade passiert. Man muss sich nicht mehr sagen, dass der gerade auf irgendeine Art und Weise Heilung oder sonst etwas Positives bekommt. Ich kann genauso gut wenn ich jemandem einen Feuerball um die Ohren werfe, selbstverständlich so ein Gummifeuerball, ist das blöd. Wenn ich ihm sage, dass er durch entsprechend gut geschriene Dinge sage, dass das Schmerz in ihm brennt, das ist ein Angebot. Zum Lab ganz wichtig ist es erstmal ein Angebot, wenn ich so etwas mache, was der andere daraus macht, das kann ich gar nicht beeinflussen. Also wenn ich ihm so einen Schmerztauber um die Ohren werfe und er es ausspielt, dann ist es Magie, die von außen gut aussieht, weil da ist kein Effekt, der dargestellt werden muss. Da geht ganz viel Analyse-Magie, da gehen viele Dinge. Also das, was eigentlich im Rollenspiel das übliche ist, ist diese Spruchmagie. Ich hab einen Tauberspruch, der ist jetzt gerade praktisch, ist im Lab schwierig. Rituale gehen in Lab gut, ganz viel Fluff-Magie geht sehr gut, Stärkungsmagie geht gut, Heilmagie geht gut. Also da gibt es eine ganze Menge Sachen, die ich tun kann. Ich muss nur einfach schauen, wie umgehe ich das Problem mit der Darstellung. Also es gibt da, für Schreine Show gibt es auch so Sachen wie so Mini-Flammenwerfer. Das ist natürlich nichts, was du im Spieler gegen Spieler machen kannst. Das ist dann, wenn du eine Show-Situation hast, du kannst mit LED ganz viel machen. Du kannst auch magische Gegenstände damit darstellen. Also wenn der Speer deines Gegners plötzlich aufleuchtet, okay, vielleicht ist es kein normaler Speer. Da sind Sachen machbar. Aber du musst dir halt Arbeit reinstecken. Gut gemachte Lab-Magie ist nicht einfach. Ja, aber dafür umso besser, wenn man dann jemanden antrifft, der geile Magie wirkt. Also Magie kann Lab auch noch immersiver machen und dich noch mehr in so eine Situation reinbringen. Vor allem Rituale, finde ich, ist ein großartiges Beispiel, weil da viele Orgas, also die dann diese Konfs organisieren, unter anderem auch mit Nebelmaschinen arbeiten, mit Licht. Wir als Baden wurden auch schon angestellt, damit wir dann halt die Hintergrundmusik machen und wir haben eine Stunde lang einen Ton gespielt und das aber mit acht verschiedenen Instrumenten und dann halt auf der Tonleiter zu dem Ton dazu Melodien gespielt und dann halt so, wie man es aus The Witcher auch kennt, mit diesem eher... Ja, osteuropäischen Gesang dazu, Kehlkopfgesang und Ähnlichem. Und das war, also danach kamen Leute zu uns und haben gesagt, sie haben sich noch nie so sehr in einer Situation einfach da gefühlt, in diesem Moment, komplett im Hier und Jetzt, durch eben die Musik, durch die Nebelmaschinen, durch das Licht, durch all, was dieser Moment zusammengebracht hat. Da haben Leute geweint, es haben Leute geschrien, es gab viele echte Emotionen, einfach weil da alles zusammengekommen ist. Und das ist zum Beispiel, mein Charakter ist badenmagisch. Badenmagie ist unglaublich einfach darzustellen, weil mit Musik bewegst du Leute ja sowieso schon. Und wenn du dann halt ein Lied singst, mit dem die Leute zum Beispiel motiviert sein sollen, dass sie in die Schlacht voranbringt, dass sie dann nach so einem Lied, wenn du das gut dargestellt hast, am besten noch Trommeln hast und wir haben ein paar Bläser bei uns dabei. Wenn die das dann mit dir zusammen machen, Dann gehen die anderen dann auch motiviert in die Schlacht und wurden halt angefeuert. Das funktioniert. Bahnmagie ist eine sehr einfach darzustellende Art der Magie. Oder wir haben vor kurzem einen Geist weggezaubert, also in Anführungszeichen, durch eben ein Beruhigungslied, mit dem wir es dann geschafft haben, den Geist eben zu beruhigen und ihn ins Jenseits zu schicken. Auch das funktioniert. Deswegen bin ich immer ein Fan davon, auch mit Musik zu arbeiten, wenn man es kann natürlich. Oder eben sonst mit tollen Effekten. Licht ist immer eine gute Möglichkeit. Ich kenne auch viele Leute, die halt mit so kleinen Rauch-Effekten spielen. Da gibt es auch immer mehr Möglichkeiten. Was ich jetzt heute komplett vergessen habe mitzunehmen, was keine Magie ist. Aber was ich auch nutze, ist eine Pistole. Ich weiß nicht, nutzt ihr Schusswaffen außer Bögen? Nein. Nein. Wie ist es bei dir, André? Kommt auf die Rolle an. Ich habe schon Charaktere mit Feuerwaffen gespielt, aber es hängt ganz extrem von der Rolle und dem Umfeld ab. Ja, definitiv. Also es gibt ja auch Western-Larbs. Also wie du vorhin schon gesagt hast, es gibt eigentlich kein Setting, das es nicht gibt. Also von Harry Potter, Vampire, über natürlich Endzeit, Zombies, gibt es alles. Und dann gibt es dementsprechend natürlich auch Larbs, in denen man Schusswaffen braucht oder die halt zum Setting dazugehören. Und jetzt in unserem Fantasy-Setting gibt es halt dann schon oftmals halt, Also einfache Pistolen so aus dem 18. Jahrhundert so langsam, da laufen schon ein paar Leute mit rum und ich unter anderem auch. Und es gibt jetzt Munition, die raucht, wenn man sie abschießt. Also man schießt nichts, es ist letztendlich einfach nur sehr laut und raucht. Aber das hat halt direkt einen Effekt, wenn du da in einem Zelt sitzt und es gerade zum Beispiel diskutiert wird und dann schießt jemand damit in die Luft, der hat die Aufmerksamkeit alle. Also da ist dann ruhig. Charisma plus 10. Ja. Aber wirklich, das ist richtig, richtig gut. Also Schusswaffen können auch großartig sein. Am Ende müsst ihr halt selber entscheiden, was wollt ihr eben darstellen, was für Waffen passen dazu. Braucht ihr überhaupt Waffen? Also auch das ist natürlich was. Wir haben jetzt hier ein ganzes Waffenarsenal. Wir haben auch Schilde. Da gibt es auch eine große Auswahl an Schilden, von Tropfenschilden über Rundschilde, über kleine Buckler wie der hier. Hier das hier, ein kleiner Buckler. Da ist wirklich viel möglich. Aber auch da, es gibt halt Charaktere, die brauchen gar keine Waffen. Und so Waffen kriegt ihr ab, also so ein Dolch zum Beispiel gibt es schon so ab 20, 30 Euro, wenn man einfach nur sowas, sowas Kleines möchte, um sich zumindest ein bisschen zu verteidigen. Oder eben ihr macht es selber, wenn ihr euch da vielleicht Unterstützung von Leuten holt, die das schon mal gemacht haben, dann wird es auch günstiger. Aber es gibt auch immer mehr Läden, die zu einem angemessenen Preis eine gute Waffe herstellen, muss man auch dazu sagen. Eine Freundin von mir hat sich letztens, also die benutzt eine sogenannte Doppellilie, das heißt einfach eine Stangenwaffe mit Klingen an beiden Enden. Und ihre alte ist kaputt gegangen und sie hat sich dann tatsächlich bei Best-in-Slot-LARP eine Commission. Das ist tatsächlich einfach ein Shop, die auch Commissions anbieten. Die machen explizit wunderschöne LARP-Waffen. Sie hat ein bisschen warten müssen, war nicht ganz so günstig, glaube ich. Also sie hat dafür, also einfach auch, weil es echte Handarbeit ist, weil es sicher ist, weil da halt dann, also das ist auch eine richtig schöne Waffe geworden, aber jetzt hat sie halt wieder eine super tolle Doppelje, die sie halt in der Mitte auch teilen kann für den Transport. Und das macht halt dann schon Sinn, dann auch zu investieren, wenn es ist. Also klar, selber machen auf jeden Fall, wenn man sich das zutraut, wenn man weiß, wie es funktioniert, wenn man auf die Sicherheit achtet. Aber wenn man vielleicht anfängt, vielleicht tatsächlich erstmal mit einer gekauften Waffe loslegen oder sich tatsächlich aktiv von anderen Spielern beraten lassen. Ja, und auch Laien. Also das ist was, so LARP, es gibt jeder LARPer, der das schon ein paar Jahre macht, hat einen eigenen Fundus zu Hause. Und wenn ihr irgendwen kennenlernt, der LARP macht, dann wird er euch meistens etwas leihen können. Wie vielen Leuten ich schon Dinge fürs LARP geliehen habe. Komplette Ausrüstung, also die hatten einen komplett neuen Charakter. Den sie sich aus meinem Fundus da zusammensuchen könnten. Deswegen, wenn ihr Bock auf Lab habt und überhaupt kein Geld, dann sucht euch am besten Leute, die dieses Hobby schon machen und ihr werdet genug Leute finden, die bereit sind, euch was zu leihen, weil das ist auch, dieses Hobby lebt davon, dass wir auch Bock haben, dass mehr Leute dieses Hobby betreiben und es ist eine sehr offene Community, die einfach, immer sich, sich immer darüber freut, wenn mehr Leute Teil davon werden und das ist wundervoll, davon da auch dabei zu sein. Jetzt kommen wir mal zu einem Thema, das man auch aus Onlinespielen kennt und zwar Quests. Wie laufen denn Quests in Lab ab? Da bist du als NSC natürlich wieder ein wichtiger Charakter, Benni. Genau, also NSDs verbringen vor allem auch sehr viel Zeit. Einerseits viele Cons haben ein NSD-Lager, dass auch IT bespielt werden kann, also IT in Time. Ich weiß nicht, ob wir den Begriff schon erklärt haben. Im Spiel? Im Spiel, genau. Wir sind immer erreichbar, auch viele Spieler, falls die einfach mal entweder Bock auf Stress haben oder wenn sie vielleicht eine eigene Story oder so bespielen wollen. Weil natürlich jeder Spielercharakter, der kann auch seine eigene Story nachverfolgen und die machen sozusagen teilweise ihre eigenen Quests. Es gibt dann irgendwie die größeren Plotquests, wo es dann heißt, okay, um die Uhrzeit geschieht das und dann wird gesagt, zum Beispiel von der Spielleitung, okay, wir bräuchten fünf NSCs, die in einer halben Stunde ungefähr hier an dieser Stelle sind, weil da kommt XY-Spielergruppe und die wollen jetzt zum Beispiel irgendwie hier. Ein Ding beschwören. Also wir zum Beispiel, das Sumpflager beim Gothic Lab hat irgendwie eine Anrufung machen wollen und wir sollten die halt stören. Und wir als NSD sind sozusagen da, die Storys, die Quests von den Spielern zu unterstützen, denen ein bisschen mehr Flavor zu geben oder denen ein bisschen Stress zu machen, damit ja auch, damit etwas Spannendes passiert. Manchmal ist es aber auch okay, die Spieler, die sollen mal so ein bisschen einen Tipp bekommen für irgendwie den Plot, weil da irgendwie vielleicht die Spieler gerade irgendwie nicht so weit sind. Dann sagt die Spielleitung, okay, verkleide dich jetzt als jemand, als ein Bote, geh jetzt in das Lager und gib jetzt diesen Zettel an den Anführer dieser Gruppe oder den Anführer des Lagers zum Beispiel. Also die Quests, die sind terminiert teilweise. Das heißt, okay, um die Uhrzeit passiert dieses Ereignis oder die sind komplett natürlich und organisch. Die entwickeln sich organisch von den Spielern selbst und von den NSCs teilweise auch. Es ist jetzt nicht unbedingt, dass man einen Questlog hat. Es gibt manchmal Lager, die haben so ein Whiteboard oder so, wo sie dann bestimmte Sachen draufstellen. Beim neuen Lager zum Beispiel stand drauf, okay. Ich suche drei Scavenger-Klauen und dann kann man so eine eigene Quest draus machen. Also wie gesagt, auch Quests sind fast immer Spielangebot. Es gibt natürlich sehr, sehr große, wichtige Plotereignisse, wie zum Beispiel in der Endschlacht und so. Selbst da muss man jetzt nicht zu 100 Prozent mitkämpfen, aber es ist natürlich ein großes Ereignis, wo man dabei sein sollte in irgendeiner Form. Aber in erster Linie natürlich auch die Quests sind Spielangebot. Und in erster Linie können sich die Spieler in dieser Welt, in diesem Plot eigentlich selbst Quests machen. Oder auch Spieler können anderen Spielern Quests geben und so. Alles kann, nichts muss. Ja, am Ende. Am Ende ist es einfach so. Genau das, was ja auch André vorhin gesagt hat. Wenn man einfach nur zuschauen möchte, ist das auch möglich. Man kann sich auch einfach als Schlachtenbummler neben die Flacht stellen und dann den anderen zusehen, wie sie sich da auf die Fresse geben. Wie ist es denn, was passiert denn, wenn man stirbt als Charakter? Wie geht ihr damit um, Sophia? Mein Charakter ist bis heute noch nicht ein einziges Mal gestorben, tatsächlich. Drachenfest hat den Limbus, also das heißt, laut Drachenfest-Regelwerk, man hat, ich glaube, zwei Standard-Lebenspunkte und wenn man gerüstet ist, dann hat jedes Rüstungsteil bringt dann nochmal ein paar Punkte mit. Aber wenn diese zwei Lebenspunkte weg sind, dann ist man tot. Es gibt dann noch besondere Fähigkeiten. Damit kann einen ein fähiger Heiler retten oder jemand kann einem einen Heiltrank reinschmeißen oder so. Es gibt auch Sachen wie Zähigkeit, dass man halt nicht sofort tot ist, sondern sich noch irgendwie langsam über den Boden kriechend wegziehen kann. Aber... Für die meisten gilt halt, zwei Lebenspunkte weg. Du bist getroffen worden oder vergiftet worden. Hast aus Versehen die falsche Falle angefasst. Oder die falsche Pflanze, die doch ein Mimic war. Hust. Ist alles schon passiert. Aber dann kommst du zumindest auf ein Drachenfest in den Limbus. Weil in der Welt der Drachen ist es so, dass du halt sozusagen so lange respawning kannst. Ich war noch nie im Limbus drinnen. Ich habe gehört, er ist sehr gruselig. Und es gibt drei Schwierigkeitsstufen. Und ich habe auch gehört, man muss Mathe machen. Auch ein Grund, warum ich gerne versuchen möchte, weiterhin diesen Limbus zu vermeiden. Aber dann kommt man zurück. Andererseits gibt es natürlich so den dauerhaften Charaktertod. Und bei uns in der Gruppe ist das so ein Ding, das entscheidet jeder für sich selber. Also wenn man aus einer Schlacht zurückkommt und eben nicht wiederkommen möchte oder wenn man seinen Charakter sozusagen in den Feierabend schicken möchte, in Gott, wie heißt, in die Rente und man sagt, ich möchte gerne diesen Charakter nicht mehr spielen. Dann kann man das für sich entscheiden. Man kann das einfach selbst machen. Man kann mit seinem Team vielleicht einen coolen Send-Off machen oder so etwas. Und das Allerwichtigste am Ende des Tages aber, man hat selbst die Entscheidung. Und wenn man tatsächlich stirbt, ganz egal, ob man einmal durch den Limbus geht und wieder zurückkehrt oder ob man dauerhaft weg ist, spielt es cool aus. Stirb theatralisch, stirb episch, hab Spaß dabei, mach eine Show draus. Ja, auf jeden Fall. André, wie ist das bei dir? Bist du schon mal gestorben? Ja, sehr häufig. Das ist auch wieder so eine lab-historische Sache, weil am Anfang war es ganz klar, wenn er Charakter null Punkte hat, dann stirbt er. Und dann gibt es immer wieder Regeländerungen. Irgendwann wurde der Todesstoß eingeführt, der später dann so die Idee war immer, ja, mit Todesstoß kann ich rumgehen, Leute auf dem Schlachtfall töten. Das Gegenteil, da war eigentlich die Idee, ich muss ansagen, dass ich jemanden töte, sonst stirbt er nicht. Also es war eine Lockerung der Todesregel, weil ich gesagt habe, ich mache eine Aktion daraus, die angesagt werden muss. Das ist dann, wie gesagt, eine Diskussion völlig aus dem Ruder gelaufen und irgendwann kam, was für Lab, glaube ich, unfassbar wichtig war, die Idee der Opferregel. Das kann man auch fast alles anwenden. Du als Opfer einer Aktion, entscheidest. Du entscheidest in dem Fall, sterbe ich. Und wenn natürlich sowas wie das Drachenfest-Regelwerk, da gibt es Regeln dazu, weil es einfach viele, viele Spieler sind, Da brauchst du ein bisschen mehr Regel. Aber ich glaube, allgemein im Lab hat sich die Opferregel sehr verbreitet. Es gibt Labs, da ist Sterben wichtig. Ich war gerade auf dem Cthulhu-Lab. Waffen kamen nicht vor, aber es war ganz klar, sollte jemand sterben. Das ist einfach Teil dieses Hintergrundes. Das ist so. Auf Großkons ist halt fast immer irgendwie ein Netz und doppelter Boden. Auf dem Drachenfest gibt es den Limbus und die Zwielichtwächter, sind zwei unterschiedliche Konzepte nebeneinander. Auf dem Epic Empire gibt es Respawn-Möglichkeiten. Also je größer der Con ist, umso eher so Respawn-Möglichkeiten in irgendeiner Art und Weise. Aber generell würde ich sagen, die Opferregel ist mittlerweile sehr weit verbreitet und Tode werden seltener. Dafür werden Tode, die, wie eben schon gesagt, intendiert sind, ich will den Charakter jetzt sterben lassen, die haben dadurch auch mehr Gewicht bekommen. Wenn du mitbekommst, oh, jemand, den ich kenne, dessen Charakter ist gerade gestorben, das ist nicht so, ja, passiert ständig, sondern es ist jetzt ein großes Ding und daraus kannst du was machen. Ja, so Tode sind was sehr Besonderes. Also ist mir auch aufgefallen, dass es immer besonderer wird, zu sterben. Mein Charakter, der jetzt hier sitzt, hat es auf jeden Fall auf den Inseln der Macht auch schon öfter da in das Totenreich geschafft. Allerdings nicht, weil sie gestorben ist, sondern weil sie für Quests da rein musste. Und also dann musste sie sich kurzfristig zum Beispiel wie einen Trank einflößen, durch den sie eine Zeit lang so in der Zwischenwelt gewandert ist. Aber diese Zwischenwelt war auch da. Bei Inseln der Macht haben sie zum Beispiel ein großes Zirkuszelt aufgebaut, wo das sie dann komplett abgedunkelt haben und da musstest du durch so ein Labyrinth durch und hast halt nur die. Stimmen von irgendwelchen Monstern, die da durchgehen, die ganze Zeit gehört, die dann versucht haben, dich zu jagen, während du da durchgelaufen bist. Ich bin glücklicherweise eben ja gezielt da reingegangen und wusste, was auf mich zukommt, aber wenn du das erste Mal stirbst, nicht weißt, was auf dich zukommt, dann ist das nicht so gruselig wie Mathe, aber auch gruselig genug. Also da hatten dann auch viele Leute dann erst recht halt wirklich auch Angst vorm Sterben, obwohl es ja nur im Spiel ist. Und vor allem auch diese Angst vorm Sterben ist in den letzten Jahren, glaube ich, auch größer geworden, weil du halt viel Zeit und Arbeit in deinen Charakter, in deine Ausrüstung gesteckt hast. Und wenn der Charakter dann weg ist, den du jahrelang aufgebaut hast, dann ist es erstmal so, Und jetzt? Also was mache ich denn jetzt mit all den Sachen? Also ich kenne Leute, die dann, okay, als der Zwilling oder was weiß ich wiederkommen, der dann halt ähnliche Klamotten hat, dann hast du ein paar Nähte geändert und dann passt das. Aber vor allem, wenn der Charakter irgendwie wichtig war, auch in der Lore schon von deiner Gruppe, der Geschichte, der Welt, das kann ja auch passieren, dann wird es irgendwann schwierig mit dem Sterben. Es ist halt auch ein bisschen anders als in Dungeons & Dragons, weil also wenn du in D&D in deiner Kampagne deinen Charakter verlierst, dann das ist halt ein Stück Papier und vielleicht hast du ein Mini. Aber wenn du einen Charakter für Slab aufbaust, du kaufst dir die Waffen, du brauchst die Klamotte dafür, vielleicht hast du viel selbst genäht. Also wenn ich mir dein Outfit anschaue, ich gehe fest davon aus, dass deine Wikingerbroschen an den Seiten wahrscheinlich Unikate sind, gekauft, aber halt von einem Künstler, die sind halt nicht günstig. Und jetzt, also natürlich kannst du das für ein anderes Kostüm, für eine andere Gewandung, für einen anderen Charakter wiederverwenden, aber am Ende des Tages... Du hattest das alles halt aufeinander abgestimmt. Du hast viel, viel mehr investiert, als eben bei einem Pen-and-Paper-Charakter. Und sich davon halt dann zu trennen und sich dann halt zu überlegen, okay, was tue ich denn jetzt? Muss ich jetzt nochmal von vorne anfangen? Das ist schwierig. Ja, auf jeden Fall. Und jetzt muss man auch... Witzig ist ja, wenn ich kurz ergänzen darf, an einem Charakter hängen auch Freundschaft. Ja. Es gibt eine ganze Menge Leute, von denen habe ich keine Ahnung, wie sie im normalen Leben heißen, weil ich sie als Charakter kenne, als Charakter mit ihnen was zu tun habe. Und es kann sein, ich demselben Spiel auf einem anderen Con begegne und wir gar nichts miteinander zu tun haben, weil wir einfach Charaktere haben, die nie was miteinander erlebt haben. Das ist jetzt ein bisschen schräg, dass es da so eine Meta-Ebene gibt. Aber Charaktere haben ganz eigene soziale Beziehungen, die mit deinen nicht deckungsgleich sind. Ja, komplett. Also wir haben hier einen Kollegen, der mich unter anderem zu GameStar gebracht hat. Wir haben uns am Anfang auch hier in der Arbeit mit unseren Lab-Namen angeredet, weil wir halt hauptsächlich am Lab immer uns nur so, also wir haben uns nicht mit unseren normalen Namen genannt. Und Dadurch war das erstmal auch dann eine Umstellung, ihn auf einmal mit seinem echten Namen anzusprechen. Liebe Grüße gehen raus an Raffi, der gerade in der Regie sitzt für diesen Talk. Hallo. Der auch Fan, der zum Beispiel auch ganz, ganz, ganz tolle Blutrituale macht, habe ich gehört. Wenn man da mal Bock drauf hat, Blut packt auf dem Conquest, kann ich mir... Ist ein bisschen klebrig. Ist ein bisschen klebrig. Es kommt eine Freundschaftsanfrage, ich habe keine Ahnung, wer dieser Mensch sein mag, bis dann irgendwann dann hoffentlich kommt, übrigens, ich bin der und der von dem und dem Kreuz. Ah, ja, danke. Wie oft ich das schon hatte, dass Leute außerhalb auch ihrer Klamotte, das kommt ja noch dazu, wenn dann Leute wirklich auch tolle Klamotte haben und dann siehst du die mal so echt in der U-Bahn. Kommt jemand auf dich zu, umarmt dich, du bist so, Wer bist du? Entschuldigung, kenne ich sie? Ja, so, wer sind sie? Und dann erklärst du es, ja, du saßt den ganzen Abend mit der Person am Lagerfeuer, aber die sah halt komplett anders aus. Es war eine ganz andere Welt einfach. Es wird ja noch verschärft, wenn du Leute hast, die zum Beispiel Orcs spielen, die halt dann tatsächlich auch Masken aufhaben. Wir haben auf dem Drachenfest ja das Wandellager, Chaos, wo auch ganz, ganz viele Leute in kompletten Fursuits rumrennen. Also wir haben, glaube ich, die Rattenmenschen und es gibt Echsenmenschen. Und du siehst ja die normalen Gesichter nicht und ja, du spielst mit denen, du freundest dich mit ihnen an, aber halt ich würde die Leute so nicht wiedererkennen. Ja, natürlich. Tolle Menschen, ne? Unten drin. Nein, sorry. So, keine Ahnung, wer du hinter der Maske bist. Aber du bist toll. Aber ich liebe dich. Das ist großartig. Jetzt haben wir schon gesagt, es gibt verschiedene Arten von Cons. Also es gibt größere Cons, wie in das Drachenfest und Conquest, von denen wir jetzt oft sprechen, auf denen wir sind. Du redest jetzt von der Gothic-Con, unter anderem den Rackle-Hahn haben wir erwähnt. Und auch dabei, weil auch im Chat immer mal wieder gefragt wurde, wo fängt man denn an? Es gibt kleine Tavernen-Cons zum Beispiel. Die so kleinen Tavernen-Kons, die sind meistens nur einen Tag oder vielleicht mal für ein Wochenende. Eben oftmals in vielen Städten, also auch in kleineren Dörfern habe ich das schon mitbekommen, dass die das machen. Es gibt Vereine wirklich auch immer mehr in ganz Deutschland. Also wenn ihr einfach mal einen Anschluss irgendwo finden wollt, schaut, ob es irgendwo bei euch in der Nähe eine Taverne gibt. Das ist gar nicht so schlecht, um anzufangen, weil am Ende sitzt du da halt mit Leuten eben zusammen, trinkst, isst, unterhältst dich und kannst aber da schon mal so ein bisschen Charakterspiel aufbauen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du da stirbst direkt, ist jetzt nicht so hoch, außer du stellst dich wirklich, außer du legst es drauf an. So wie Benni zum Beispiel in der letzten Taverne. Der hat meinen Mann die ganze Zeit beleidigt. Das war... Ich habe ihn nicht beleidigt. Ich habe nur Wortwitze mit seinem Namen gemacht und ich habe ihn respektvoll behandelt, finde ich. Also mein Mann war so, ich bringe ihn gleich um. Wenn er nicht dein Kollege wäre, wäre er jetzt schon lange Tosch. Seine Keller reicht nicht bis hierher. Aber ja, letztendlich Tavernen. Was gibt es sonst noch für Cons? In welcher Größe eigentlich? Also was sind so die größten Cons und wo würdet ihr sagen, was ist denn so eine Größe, mit der ihr euch auch wohl fühlt? Also wie gesagt, ich bin erst ungefähr vier Jahre dabei. Tavernenkonst habe ich angefangen, finde ich, ist immer eine sehr angenehme Größe. Und Moringard und der Gothic Lab zum Beispiel sind eher so mittelgroße Konst. Das sind so 100 bis 200 Leute. Bei Moringard vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Und in jedem Lager kommen dann, gerade beim Gothic Lab waren das, glaube ich, bis zu 45, 50 Leute. Das ist eine relativ gute Größe, finde ich, weil es ist klein genug. Dass man irgendwie, also gerade für den Golfweg, glaube ich, ist es super, weil im Minental, im Golfweg im Spiel selbst, kennt sich ja jeder. Das ist eine schöne Größe, weil da hat man auch irgendwie die Möglichkeit, mehr Leute kennenzulernen. Weil wenn du irgendwie auf einen Conquest of Mythodea gehst, wo keine Ahnung, wie viele tausend Leute da sind. Bis zu 10.000? Bis zu 10.000. Da muss man natürlich, gut vernetzt zu sein, ist da deutlich schwieriger natürlich, beziehungsweise relevant vernetzt zu sein. Also am Ende des Tages, die Größe ist aber immer sehr abhängig davon, was das für eine Art von Con ist, was die Con sein möchte. Und wenn die Con wirklich will, dass man riesige Schlachten hat, dann ist natürlich Zehntausender Cons natürlich besser dafür geeignet, als eine Con mit 30 Leuten oder so. Also ich bin ja direkt mit Drachenfest eingestiegen. Ich fand das tatsächlich exzellent, einfach zum Starten, weil ich hatte ja noch kaum Klamotte oder so etwas. Und dann war das halt für mich auch so ein Ding, okay, ich gehe da jetzt hin und ich schaue mir das erstmal an. Und einfach halt da eben rumlaufen zu können, zu sehen, was die Leute eigentlich machen, was alles möglich ist, was für verschiedene Charakterkonzepte es gibt und was so halt, das Drachenfest ist so riesig. Es gibt ganz, ganz viele Dinge, die ich selber bis heute noch nicht miterlebt oder gesehen habe. Einfach Dave hat vorhin gemeint, Zwielichtwächter hat er noch nie gehört. Also es gibt so viel, was man da entdecken kann und wir hatten halt eben das Glück, dass wir neben einem wirklich unglaublich netten Ork und den Coyoten, gelagert haben, die uns halt einfach, die haben gesagt, okay, macht jetzt bei uns mit. Und der kam dann auch zu uns rüber und hat gefragt, wie böse darf ich euch anspielen und so etwas. Und das ist halt auch so ein Ding. Also Großkon ist riesig und, das kann sehr beeindruckend wirken. Und das ist ein Commitment halt für eine Woche auf der Kon zu sein. Aber wer auf dem Festival fährt, hat die Hälfte der Erfahrungen schon gemacht. Verpflegung, Unterkunft und der Unterschied ist halt, dein Zelt ist aus Leinen idealerweise und du trägst halt andere Sachen. Und dann gehst du da hin und dann schaust du es dir an. Wenn du auf dem Festival dich mit deinen Lagerfreunden anfreunden kannst, dann kannst du dich auch easy mit deinen Mitcampern auf einer Großkon anfreunden. Auf jeden Fall. Am Ende ist der Unterschied, wir haben halt noch Klamotten an, also andere Klamotten, ein bisschen Gewandung, wie man es so schön in der Szene nennt. Und manchmal auf Schlachtenkons prügeln wir uns. Was ist deine Lieblingsgröße an Cons, André? Hast du sowas? Ja, habe ich nicht, weil ich sowohl große als auch kleine mache. Also wie gesagt, Drachenfest ist jedes Jahr bei mir gesetzt. Ich war gerade auf einem Turniercon mit so 200 Teilnehmern und ich war jetzt zuletzt eben auf dem Cthulhu Lab. Lass uns mal 40 Teilnehmer gehabt haben oder so. Würde ich ungefähr schätzen. Das sind alles Sachen, die sind unterschiedlich großartig, weil es auch die Struktur eben völlig anders sein kann. Hast du jetzt etwas, wo du eben so ein wirkliches Standboxing im Kleinen hast, wo jeder Charakter mit dem anderen vernetzt ist und die Plots sich von alleine ergeben. Hast du Riesen-Sandboxing, wo du einfach losgehst oder hast du ein Quest getriebenes Con in der mittleren Größe. Das sind alles Sachen, die haben ihren eigenen Reiz. Die funktionieren alle ein bisschen anders und sie können natürlich großartig sein. Also ich hätte früher auch gesagt, dass die Kleinen oft dichter sind. Ich muss aber sagen, dass ich gerade auf den Großcons oft sehr, sehr dichte Plots erlebe, weil einfach so, selbst wenn du mit 90% auf dem Drachenfest nichts anfangen kannst, weil sie ein völlig anderes Spiel betreiben. Zehn Prozent sind halt immer noch sechs, siebenhundert Leute, also riesige Massen. Und deswegen kommen da einfach sehr coole Sachen zustande. Ich habe da überhaupt keine Präferenz, was die Größe von Cons angeht. Ja, ich glaube, es ist am Ende auch wirklich, worauf man auch selber gerade Bock hat. Klar, bei den Großcons muss man dazu sagen, die sind auch einiges teurer. Also wenn wir über das Thema Budget sprechen, ist es natürlich, auf eine Großcon zu gehen, ist erstmal sehr viel teurer als eben jetzt mal auf einen Tag Tavernabend oder ähnliches. Da brauchst du einfach mehr Ausrüstung, über die wir auch schon gesprochen haben. Wenn ihr da nochmal Fragen habt, beziehungsweise auch wissen wollt, was muss ich denn alles mitnehmen, dann schaut unbedingt mal bei meinem MMO rein, denn die liebe Sophia hat eine Packliste geschrieben, von der du vorhin schon geredet hast. Da gibt es auch nochmal einen Artikel, wo du auch geschrieben hast, was ist Lab eigentlich, wie läuft das ab, wie fängt man an. Also all diese Infos, über die wir jetzt auch schon hier in diesem Talk geredet haben, gibt es auch nochmal gebündelt auf meinem MMO. Deswegen schaut euch die auf jeden Fall an. und jetzt haben. Wir leider den Punkt erreicht, dass wir so langsam zum Ende kommen müssen, denn ich weiß, wir können jetzt noch stundenlang über unsere Abenteuer reden und über alles, was im Lab so passiert. Ich habe auch gerade noch, es gab eine Umfrage im Chat, was die Leute am liebsten spielen. Diplomatie-Spiel ist rausgekommen, was ich spannend fand. Also Diplomatie vor Schlachten und vor Tavernen. Andererseits Abenteuer Konstant nicht dabei. Tut mir auch leid, an der Stelle stimmt, das haben wir rausgelassen. Aber am Ende, LARP ist unglaublich vielseitig. Ihr könnt machen, was ihr wollt, ihr könnt spielen, was ihr wollt und ihr findet auch immer Anschluss. Also, und das ist wirklich, ihr werdet immer Leute finden, die bereit sind, mit euch Zeit zu verbringen, auf euer Spielangebot einzugehen und falls ihr zum Beispiel Spielangebot habt, auf das man noch nicht so gut eingehen kann, dann geben euch die Leute auch Tipps. So, die wenigsten LARPers, also es gibt auch introvertierte LARPers, so ist es nicht, aber auch eine ganze Menge Extrovertierte da draußen. Also eine ganze Menge Leute, die definitiv auf euch zugehen werden, wenn ihr da alleine in der Taverne sitzt. Also setzt euch alleine in der Taverne. Ihr werdet nicht lange alleine bleiben. Keine Sorge. Und damit möchte ich mich jetzt bedanken für eure Zeit. Danke, Benni, dass du dir die Zeit genommen hast, dich hier dazu zu setzen. Selbstverständlich. Und einen Einblick zu geben. Schön, dass du da warst. Ich hoffe, es war schön für deinen ersten Talk und du hattest Spaß. Natürlich hatte ich Spaß. Sehr gut, das freut mich sehr. Wir werden dich auch sicher wieder einladen. Also, war gut. Und danke natürlich Sophia. Es ist mir immer eine Freude. Danke auch für dein Waffenarsenal, das du mitgebracht hast. Das echte Schwert haben wir jetzt gar nicht gezeigt, aber noch den Vergleich zu machen, hätte, glaube ich, zu lang gebraucht. Wir gehen dann im Anschluss auf den Hof und testen die einfach alle einmal durch, oder? Ja, finde ich gut. Exzellent. Aufs Maul. Aufs Maul. So sieht unsere Mittagspause jetzt aus. Und danke natürlich André für deine Zeit. Sehr gerne, war schön. Ach, freut mich. Danke dafür. Immer wieder gern. Also es war mir eine Ehre, dass du dabei warst. Und hoffentlich sehen wir uns ganz, ganz bald auch schon wieder. Vielleicht schon nächste Woche. Denn nächste Woche haben wir gleich mehrere Streams und Talks zum Thema Assassin's Creed. Deswegen freut euch darauf. Da wird es einiges geben. Und ich bedanke mich für eure Zeit. Danke auch an die Regie, dass ihr so fleißig da wart, auch wenn es jetzt noch ein bisschen länger gedauert hat. Danke an euch im Chat. Und falls ihr irgendwelche Fragen habt zum Lab oder sagt, hey, das müsst ihr noch unbedingt wissen, dann schreibt es gerne in die Kommentare auf YouTube. Und damit bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Und jetzt wäre die Frage an die Regie. Wollen wir noch jemanden raiden oder geben wir? Okay, perfekt. Wir gehen gleich rüber zu Entenburg. Der spielt Core Punk. Also, wuh! Bedeutet, Leute, kommt gerne noch mit rüber zum lieben Entenburg. Lasst da ein bisschen Liebe da und dann sehen wir uns hoffentlich ganz, ganz bald wieder. Hier bei uns auf bei der GameStar oder zum Beispiel bei Geschichtsfenster. Schaut auch da mal auf YouTube und im Stream vorbei. Bis dahin. Ciao, ciao!