Die Stream-Götter haben mir heute eine unmögliche Aufgabe gestellt. Ich soll meine beiden Lieblingsspiele GTA und WoW miteinander vergleichen. Und das ist natürlich vollkommener Wahnsinn. Wir vergleichen aber jetzt natürlich nicht, uns ist schon klar, das sind sehr unterschiedliche Spiele. Wir wollen nicht die Spiele an sich miteinander vergleichen. Aber beide haben so eine Art Massenphänomen-Status in der Gaming-Welt. Und da kann man natürlich dann schon drüber sprechen, wie war das damals bei WoW, wie ist es heute bei WoW und wie ist es heute beim wohl meist erwarteten Videospiel aller Zeiten, GTA 6. Dafür an meiner Seite immer noch die fantastische Sophia Weiß von Meine Memo. Grüß dich. Hi. Jules, es ist mir immer wieder eine Ehre. Ja, jetzt und eben auch und immer wieder. Außerdem uns digital zugeschaltet nach wie vor Carsten Scholz von Meine Memo. Grüß dich Carsten. Bisschen älter als eben noch. Und uns auch immer noch digital zugeschaltet, der MMO-Content-Creator und Freund des Hauses, Simon Entenburg. Grüß dich, mein Lieber. Moin, grüß dich zum zweiten Mal heute. Ein Wunderfreund. Juhu, da sind wir wieder. So, wie ist denn das eigentlich? Also ich weiß ja, dass ihr absolute MMO-Experten seid. Wie seid ihr so GTA-mäßig aufgestellt? Ist das generell was, was euch interessiert oder ist es jetzt mit GTA 5 auf den Plan gekommen, weil es natürlich mit GTA Online einen Modus hat, der auch viel von dem hat, also viele MMO-Elemente hat, sage ich mal? Tatsächlich, ich glaube, das erste Mal GTA gespielt habe ich San Andreas. Ich glaube, ich war unter 10 und mein Papa hat die Disc im PC gelassen und eigentlich sollte ich, glaube ich, ein Peter Lustig-Löwenzahn-Spiel spielen. Und dann habe ich Autos gefunden und habe Leute umgefahren. Das haben wir, glaube ich, alle gemacht. Das war ja früher, sah GTA-Gameplay ja so aus. Ja, das gehört so. Und jetzt heute, ich bin so gespannt auf GTA 6. Das ist der erste GTA-Release, den ich so aktiv mitmache. GTA 5, da war ich noch zu cool für Games. Also ich hatte mal diese Phase. Und jetzt denke ich mir so, boah, das sieht verdammt gut aus. Und ich habe schon irgendwie Bock. Und die anderen sagen, auch GTA ist richtig, richtig geil. Und ich... Also ich will das jetzt eigentlich schon. Ich würde mir dafür sogar eine PS5 kaufen. Ach krass. Sogar mit den neuen Preisen. Das ist Commitment, sage ich mal. Wie ist es bei dir, Simon? Also mein erstes GTA war GTA 2. Das habe ich damals auf einer Screen-Fun drauf, glaube ich. Und war natürlich ein sehr, sehr, sehr lustiges Spielerlebnis damals und hat uns in der Klasse alle total fasziniert und war natürlich wirklich ein schönes Ding. Aber das ganz große GTA war dann für mich und für uns für meine Generation war GTA Vice City. Vice City war so krass. Der Soundtrack auch, Wave 103, hat auch meinen Musikgeschmack extrem geprägt. Ich glaube, auch das war bei vielen, vielen anderen auch so. Und dann natürlich auch San Andreas mitgenommen und die anderen GTAs. Ich muss aber dazu sagen, ich habe eine sehr, sehr, sehr negative Meinung zu, GTA 6 und die liegt daran, dass ich PC-Spieler bin. Vielleicht können wir da später drüber reden, aber ich persönlich muss wirklich sagen, bei mir ist da inzwischen es gab einen hervorragenden, wirklich absolut hervorragenden Beitrag von eurem lieben Kollegen Phil. Der das in einem Short war es und auch in der News eingeordnet hat. Da muss ich wirklich sagen, wie die Kids heute sagen, Crashout gegangen. Ja, der ist Crashout gegangen, aber der ist für mich mit Crashout gegangen. Also ich finde, er ist auch die Stimme einer Audience, die da wirklich nicht zufrieden sein kann und dementsprechend möchte ich heute das Ganze vielleicht ein bisschen bei aller Vorfreude auch ein bisschen, problematisieren, weil das ist wirklich ein Vorgehen, das ich persönlich wirklich für extremen Konsumenten unfreundlich halte, muss ich ganz ehrlich sagen. Ja, könnte ich noch vorziehen. Und bei dir, Carsten? Ich hab's hier alle gespielt, ich hab kein einziges durchgespielt. Diese Pause war geil. Ja, ich mag GTA eigentlich super, super gerne den Sandkasten, aber auch die Art und Weise, wie da Storys erzählt werden und wie da auch das, der Blick auf die Moderne so ein bisschen satirisch, persiflasisch irgendwie eingeordnet wird. Aber ich komm immer irgendwann an den Punkt, da nervt es mich. Meistens, weil irgendeine Quest einfach stinkt und sie keinen Spaß macht und, ich erinnere mich zum Beispiel GTA 3, da gab es doch diese Hubschrauber diese Hubschrauber-Quest wo man mit ihr irgendwelche Sprengsätze in so einem Hochhaus Oh, das ist Vice City. Das ist die legendäre Vice City Mission die sie sogar für die Trilogy Remake haben sie die leichter gemacht weil die so übel war, So eine Quest gab es bei mir irgendwann immer, die habe ich dann gebrochen und dann bin ich raus gewesen und dann habe ich eine Pause gemacht und bei so Open-World-Dingern ist es halt immer, wenn du eine lange Pause machst, kommst du auch echt nicht wieder rein und dann fängst du vielleicht mal von vorne an und dann hast du auch wieder 20 Stunden Spaß, aber, ja, also ich kenne die Reihe sehr, sehr gut eigentlich, hab viele, viele Stunden da drin verbracht, ich hab auch jeden Teil gespielt, auch die ganz alten Top-Down-Dinger, aber kein einzig durchgespielt. Und online, weil du danach gefragt hast. Ja. Interessiert mich einfach nicht, weil es mir zu wenig RPG noch ist. Also zu wenig Charakterprogression, zu wenig MMO an und für sich. Das ist ja eigentlich nur eine Spielwiese, aber in einer Form, wo wir andere Spiele ständig auf den Keks gehen würden. Ja, aber die Progression ist ja dann eigentlich in dem Sinne, dass du halt lauter neues Zeug dir schaffst. Geld scheffeln und so. Du scheffelst Geld und davon kannst du dir ja dann cooles Zeug kaufen. Das ist ja auch eine Art der Progression. Und du fängst vielleicht an, du hast kein Zuhause. Irgendwann mietest du dir eine Wohnung an oder du kaufst dir vielleicht eine. Irgendwann hast du eine Villa. Du holst dir die geilsten Karren, die es im Spiel gibt. Also ich würde schon sagen, Progression ja, aber halt eben nicht traditionell. Das ist halt das MMO-Progression im Ultrakapitalismus. Ja, genau. Das Schöne sind eben nicht die Erfahrungen, die wir gemeinsam sammeln und die, steigenden Fähigkeiten, die wir durch unsere Abenteuer erlangen, sondern einfach nur die fucking Kohle und der Drip, den wir uns davon kaufen. Also vielleicht zur Einordnung, mein WoW-Charakter läuft seit Jahren im T6 rum, hat seit Jahren seinen Rabenmount aus Legion und hat in seinem Haus ein Bett stehen. Okay, das ist, Das ist die Art, wie ich Cosmetics antöne. Weil auch das sind ja Cosmetics, die du mit was verbindest. Also mit der Zeit, wo du die freigeschaltet hast und nicht einfach nur in einem Shop gekauft wurden. Also das hat natürlich dann schon einen anderen Wert, sage ich mal. Ich bin die Person, die Extrasammler und Crafter in FW14 gelevelt hat, bis auf Max Level, um die ganzen Items, die man nur sammeln, craften kann, selber zu machen, damit ich am Marktbrett nicht mal eine ganze Kohle für, Ausrüstung, aber auch die Wohnungseinrichtung lassen muss. Also wenn du in FF14 hübsch aussehen willst, dann craftest du. Also ich verstehe die GTA-Leute voll. Aber das ist auch das Cosplayer-Mindset hier und das Lab-Mindset, was aus dir spricht. Ja, wo diese beiden Spiele aber natürlich extrem vergleichbar sind, sind damit, dass es beides, zu ihrer Zeit so absolute Massenphänomene waren, die so ein bisschen über das hinausgegangen sind, was Gaming normalerweise ist. World of Warcraft zu seinen Hochzeiten, das war ja ein Spiel, das haben so viele Leute gespielt, die eigentlich normalerweise vielleicht gar nicht gespielt haben. Ich weiß von so vielen Familien, die das zusammengespielt haben, wo dann Eltern mit ihren Kindern gezockt haben und so. Also es ist eines dieser ganz besonderen Spiele gewesen, die einfach, kann man schon fast sagen, Gaming auf ein neues Level gehoben haben im Mainstream oder was würdet ihr sagen? Also ich habe da eine ganz lustige Anekdote, was Wii U angeht. Es gab mal einen von mir sehr, sehr, sehr geschätzten YouTuber, der weit leider nicht mehr unter uns, den lieben Toto Biscuit. Und der hatte mal in seinen ganz, ganz frühen Jahren hat der eine Rede an einer Uni auf seinem YouTube-Kanal hochgeladen zum Thema MMORPGs bzw. Multiplayer-Spielerfahrungen und Suchtverhalten. Kann man auch noch finden. Also das Video gibt es noch. Und da redet, notiert er so ein bisschen und redet darüber, was aus seiner Sicht gefährlich ist und was weniger und was nur so medial aufgebauscht wird. Und da wird unter anderem thematisiert und es scheint es wohl tatsächlich gegeben zu haben, dass es sogar Detox-Kliniken gab, die quasi aus dem Boden gestampft wurden zur WoW-Anfangszeit für besorgte Eltern, die das Gefühl hatten, oh nein, mein Kind spielt nur noch 13 Stunden oder noch mehr am Tag dieses Videospiel. Was kann ich denn nur machen? Hilfe, Hilfe. Und da gab es so richtig, richtig, richtig krasse Phänomene, wo dann eben natürlich auch die Medien, auch die Massenmedien, die sonst vielleicht nicht so videospielaffin sind, da natürlich draufgesprungen sind, weil es eine tolle Schlagzeile gegeben hat. Ist ja auch verständlich. Und dann plötzlich eben dann wirklich absurdeste Phänomene zutage traten. Das war ja auch noch so eine Phase, wo viele dann auch noch über Internetcafés gespielt haben. Und auch da dann die absurdesten Geschichten von wirklich stundenlangen Internet-Café-Aufenthalt dabei rumkam und auch wirklich teilweise gefährlich wurde, wenn die Leute zu lange gesessen haben am Stück. Also ich glaube, ein Phänomen, das so viele sozusagen Geschichten produziert, die gar nichts mit dem Spiel an sich, sondern mehr mit dem Drumherum zu tun haben, das ist ein ziemlich sicherer Indikator dafür, dass wir hier was Großes haben. Und davon gibt es ja bei WoW wirklich etliche von diesen Anekdoten. Ja, ich kann das nur unterstützen. Ich spiele jetzt echt lange, seitdem ich 7, 8 bin. Also irgendwann 80er habe ich angefangen und sowas wie der Launch von WoW, das habe ich danach und davor nie wieder erlebt. Das war wirklich omnipräsent das Thema. Ich war in der Berufsschule, Grüppchen standen zusammen und haben sich über ihre WoW-Erfahrungen beschäftigt. Dann bin ich weiter zur Berufsschule oder halt zum nächsten, zu meinem Ausbildungsunternehmen. Da war wieder dasselbe. Ganz anderer Kontext, ganz andere Leute, teilweise viel älter, standen zusammen, haben sich über ihre WWW-Erfahrungen darüber gesprochen. Dann Familie, Freundeskreis. Überall war es ein Thema und zwar nicht nur um den Launch rum in der Woche, sondern über Monate haben die Leute jeden Moment genutzt, jede Pause, um darüber zu reden. Und es wurde auch einfach nicht langweilig. Und das hat sich dann ausgewirkt mit den, ich erinnere mich noch gut an die Bilder von den Mitternachtsverkäufen, als die erste Erweiterung Burning Crusader bei Rathledge ging, war das auch noch so, wo die Leute dann sich mitternachts getroffen haben, um sich dann ihre Version zu sichern. Silvester im Spiel, die Server waren voll um Mitternacht, weil die Leute dann, online waren und zusammen Zeit verbracht haben. Es war alleine schon wegen diesen ganzen Punkten, das habe ich niemals, vielleicht war es bei Fortnite auf dem Schulhof so, Ich bin da nicht mehr zur Schule gegangen. Keine Ahnung, das müssen mir die Leute sagen, die da zu der Zeit dann vielleicht in der Schule waren. Aber ich habe sowas nie wieder sonst in dem Maße erlebt. Ich habe das alles so ein bisschen von außen mitbekommen, weil ich habe ja eben gesagt, es gab halt den einen PC von Papa mit den Löwenzahn- und Hedeltabby-Spielen. Und also mein Papa ist Altila und wir hatten diesen einen PC, der hatte zwei Benutzer, Mama und Papa. Und es war immer sehr, sehr klar, was da alles drauf installiert ist. Und was, ein Online-Spiel. Da musst du ja jeden Monat was dafür zahlen. Nein, Sophia, das installieren wir nicht. So viel Taschengeld kriegst du nicht mehr im Monat, das darfst du nicht. Ja, das war natürlich ein Hard Sell, der es noch unglaublicher macht eigentlich, wie erfolgreich dieses Spiel war, dass man auch noch seinen Eltern verklickern musste, jetzt ein Abo abzuschließen. Ja, lasst mich das Spiel, macht das Abo für mich, ich will das zocken. Und ich habe es aber trotzdem mitbekommen. Und zwar, als Wrath of the Lich King bedroppt ist, kam meine beste Freundin eines Tages um die Ecke. Die hat schon Warcraft 3 gespielt und wir waren da glaube ich 14, 15 Jahre alt oder so und die hat da gemeint, boah Sophia, du musst das auch spielen, komm, kommst du mich besuchen und dann sind wir zu zweit in das Spiel rein. Wir haben mir eine Blutelfe erstellt, das war dann schon ein bisschen später glaube ich, weil ich bin mir nicht... Hätte ich all mein Geld drauf verwettet, dass du eine Blutelfe bist. Ja, es war so, ich möchte schon irgendwie was Hübsches spielen, aber Allianz schwierig. Das war unsere Argumentation damals, dann war das eine sehr blonde Blutelfe und wir sind dann durch die Welt gelaufen und sie hat mir alles gezeigt, mir alles erklärt und sie ist auch bis heute noch ein riesen Sylvanas Windrunner-Fan und das Ding ist, wir waren dann halt mit unseren Freunden, wir haben uns dann halt auch immer wieder getroffen am Nachmittag und WoW war immer ein Thema. Welche Rake gerade am Laufen ist, was für einen Charakter man gerade hochzieht, welche Skillungen man hat und ich saß da und ich hab das alles aufgesogen wie so ein Schwamm, ohne das damals jemals selbst spielen zu können. Eben weil... Mein Papa weiß, was auf dem PC installiert ist und ich kann es mir nicht leisten. Aber es hat einfach mitgerissen und es haben halt alle mitgemacht. Ich erinnere mich noch an die Diskussion, boah, Mist, auf Pandaria, diese blöden Pandaren, die sind doch voll hässlich. Die passen doch gar nicht in WoW rein. Das war so ein Riesending und dann später die Dragonfly-Erweiterung mit Alex Traser, auch einer der Lieblinge von meiner besten Freundin. Und also halt einfach diese, wir haben so viel Lore diskutiert und wir haben so viel einfach über diese Welt gesprochen. Ich habe es zwar nie gezockt, aber der Hype war und ist riesig. Das ist ja auch so ein bisschen, glaube ich, worum es auch geht. Du konntest daran irgendwie partizipieren, auch ohne selber zu spielen. Ich hatte auch einen Kumpel, der durfte es auch nicht spielen. Und der hat dann auf unserer Gilden-Website die WoW-News gemacht. Der war am besten informiert über dieses Spiel von allen Leuten, obwohl er selber gar nicht spielen durfte, auch wegen der Abosache. Und du hattest trotzdem halt das Gefühl, Teil dieses Phänomens zu sein. Dann natürlich die legendäre South Park-Folge. Ja, Gott. Wo halt wirklich einfach, glaube ich, ein Spiel…, So Teil des öffentlichen Diskurses war wie noch nie zuvor, außer wenn es in diese Killerspiel-Debatte ging, also ins Negative halt. Guck mal, was die Kids sich da zu Hause reinziehen. Und bei WoW war es so das erste Mal so das popkulturelle Acknowledgement im Mainstream, was halt irgendwie einen positiven Vibe hatte. Da gab es natürlich auch viele, die gesagt haben, ja, die zocken nur und die sind süchtig und so. Und ja, ist natürlich auch ein Problem gewesen, wie Eltenburg gesagt hat. Aber natürlich dieser soziale Aspekt, wie viele Leute sich da kennengelernt haben, teilweise Freunde fürs Leben oder Ehepartner gefunden haben, das ist natürlich schon sondergleichen. Was glaubt ihr denn, was so der größte Impact für Gaming an sich war, den WoW hatte? Also wie würde Gaming heute anders sein, wenn wir nicht damals WoW gehabt hätten? Ganz ehrlich, ich glaube, es wäre nicht ganz so Mainstreamig. WoW hat sehr, sehr viele Leute angesprochen und WoW hat sehr, sehr viele Leute auf Gaming und eben auch auf MMORPGs aufmerksam gemacht. Ich glaube, ohne WoW wäre Gaming schon gekommen, aber ich glaube, es wäre jetzt nicht da, wo es ist. Weil auch, wenn wir halt drüber nachdenken, WoW ist, ich lehne mich aus dem Fenster, wahrscheinlich einer von Blizzards erfolgreichsten Titeln. Und Blizzard hat wahrscheinlich auch mitunter wegen dem Erfolg von WoW die Chance gehabt, dann eben so Sachen wie in Overwatch zu machen. Oder Heroes of the Storm. Also... Nicht nur das. Blizzard ist durch World of Warcraft ein komplett neues, anderes Studio geworden. Die haben ja nach dem enormen, nachdem WoW wie eine Bombe eingeschlagen ist, haben sie ja auch hunderte neue Angestellte eingestellt. Der ganze Activision-Deal vielleicht. Genau, der Activision-Deal kam auch noch dazu. Also das Blizzard, was es vier, fünf, sechs Jahre nach dem Launch von WoW gab, war ein ganz anderes als das Blizzard, das WoW. Veröffentlicht hat. Und man könnte durchaus argumentieren, WoW hat das Blizzard von damals, dieses große, also nicht ganz so große Studio, aber dafür halt die Meilensteinschmiede, hat es gekillt durch seinen Erfolg. Weil dann sich bei Blizzard halt alles geändert hat und plötzlich waren andere Dinge wichtig, als das bestmögliche Spiel zu veröffentlichen, sondern plötzlich ging es eben auch natürlich mit, Blick nach oben zu Activision darum, die Aktionäre zu befriedigen, Gewinnmargen zu machen, gewisse Anforderungen zu erfüllen und dann hat sich da natürlich auch, die Studiokultur verändert. Wir denken alle noch an den Sexismus-Skandal zurück mit großer Bestürzung, der vielen, vielen Leuten den Kopf gekostet hat. Auch das ist etwas, was sich in einem Studio erst entwickelt, wenn es halt von relativ klein zu einem Riesending und dann hast du da halt, nicht die Strukturen, um das aufzufangen und da kann es halt zu solchen Problemen leider kommen. Und genau, also das, da hat WoW durchaus seinen Anteil mitgehabt und WoW hat halt die Servicekultur komplett verändert. Also das, was wir heute als Servicegames kennen... Den Begriff gab es natürlich damals nicht, aber World of Warcraft hat halt eine Blaupause für Servicegames gezeigt, die extrem attraktiv für sehr, sehr viele Unternehmen war. Und viele haben versucht, das zu kopieren. Viele haben sich eine blutige Nase daran geholt und haben dann halt angefangen zu überlegen, wie können wir es anders machen? Welche anderen Service-Dinge können noch funktionieren? Zumindest mal dieses Leuchtturm-Ding am Horizont zu haben, so kann es gehen. Es ist theoretisch möglich, dass die Leute jahrelang ein Abo zahlen für ein Spiel. Also man wusste das ja im Kleineren schon von MMOs, dass es geht, aber in dem Maße auch und so mainstreamig, das ist schon krass. Geiler Kommentar gerade im Chat von Kazumo. Seit WoW sind alle seltenen Items lila. Müssten wir jetzt mal überprüfen. Weiß ich gar nicht, ob WoW das allererste Spiel war, was diese Farbcodes auf der Art hatte. Aber Simon, ohne WoW, würde es Entenburg geben? Den Kanal? Ja, vielleicht. Also ich liebe zwar MMO-APGs über alles, aber ich spiele auch andere Sachen. Vielleicht will ich irgendwann mal mit meiner Liebe zu Singleplayer-Rollenspielen oder ganz schlimm zu Point-and-Click-Adventures um die Hecke gekommen, aber das wäre nichts geworden. Aber es hätte vor allen Dingen natürlich auch viele Content-Creator nicht gegeben also, klar sind MMO-APGs, das ist der treibende Motor bei mir, aber es gab ja natürlich auch viele Content-Creator die für mich sehr wichtig waren, die einen harten WoW-Background haben, wie zum Beispiel besagter TB, aber auch so ein, Lazy Pion, Jesse Cox damals, also so viele Leute, die einen gewissen WoW-Background haben und die mich sehr geprägt haben, dementsprechend klar, natürlich hat das auch großen Einfluss gehabt. Bist für mich auch deutsche Lazy Pion, sag ich dir ganz ehrlich. Ja, ich weiß, ich weiß. Das ist, glaube ich, die erste Assoziation, die kommt. Aber das ist ein absolutes Kompliment. Ich mag den sehr gerne. Ja, ja. Ich meine, er hat ganz anderen Aufbau. Der macht ja meistens so Live-Reaction-Dinger, quasi Szenen, die zusammengeschnitten sind und am Ende dann so ein Pro- und Cons-Ding. Aber ja, also wie gesagt, ich lebe mit der Parallele. Ich lebe mit dem Vergleich. Das ist schon in Ordnung. Euch bei dem Thai-Box-Ring. Oh ja, der macht ja... aber da war ich keine gute Figur, glaube ich. Ja, bin ich mittlerweile zu sehr Familienvater, um da eine gute Figur zu machen, befürchte ich. Aber was ja schon spannend ist, ist ja so ein bisschen da mal reinzugehen. Also klar, ich meine, wir mögen glaube ich alle WoW, wir freuen uns, dass es WoW gibt. Aber es ist natürlich, es hat vieles verändert und gerade diese Blizzard-Geschichte, die du angesprochen hast, da halt auch nicht nur zum Positiven. Und da hat WoW natürlich einen riesigen Anteil. Ich bin mir sehr sicher, wenn wir nie WoW gehabt hätten, dann hätten wir heute schon Warcraft 4 und Warcraft 5. Vielleicht wäre sogar und Blizzard ist ja diese Firma, die das einfach kann, vielleicht wäre einfach Echtzeitstrategie, nie dort gelandet, wo es jetzt gerade ist ich meine es gibt wieder ein paar coole RTS Spiele so, aber, vielleicht hätte es diesen Glanz nie so krass verloren, den es dadurch natürlich auch ein bisschen verloren hat, dass Blizzard einfach nach Warcraft 3 und dann nach Starcraft das Genre aufgegeben hat und einfach, diese Universen auf Eis gelegt hat. Wir hatten es ja gerade, ich habe ja gerade gesagt, Lieblingscharakter von meiner besten Freundin war und ist immer noch Sylvanas Windrunner, ja? Und natürlich will sie wissen, was ist mit Arthas? Und dann hat es natürlich Wrath of the Lich King halt mitgenommen, aber am Ende des Tages, halt so eine richtige, richtige, echte Story, also Erweiterung oder Fortführung wäre natürlich auch bestimmt total geil gewesen. Ja, klar. Und den Service-Game-Aspekt, den ihr gerade schon angesprochen habt. Was glaubt ihr denn, also das ist jetzt natürlich über die Frage, kann man glaube ich auch jahrelang philosophieren, aber warum hat WoW es auch langfristig geschafft, diesen Hype zu halten? Also was macht dieses Spiel aus im Vergleich zu anderen MMOs auch, dass wir das wirklich immer noch spielen, weil das ist ja bei all dem Erfolg, den das Spiel hatte, als es rauskam, glaube ich zu der Zeit hat auch Blizzard nicht damit gerechnet, dass wir jetzt 20 Jahre später immer noch darüber reden. Sonst hätte es auch den Lich King erst viel später gegeben als fulminanten Höhepunkt. Weißt du, Simon? Also ich glaube, was WoW ja gemacht hat damals, sie haben MMO-RPGs genommen, die gab es ja schon. Also WoW war ja nicht das erste MMO. Aber haben es auf eine unglaublich gelungene Art und Weise, man könnte fast sagen, vercasualisiert. Also zum ersten Mal war es möglich, WoW auch mal zumindest große Teile davon auch Solo spielen zu können. Du hattest eine deutlich bessere Zugänglichkeit als so viele andere MMOs, die es halt vorher gab. Und es war einfach natürlich auch eine etablierte IP. Also bei uns in der Klasse, alle, die WoW gespielt haben, also ich glaube wirklich fast alle, haben vorher Warcraft 3 gespielt, haben Frozen Throne gespielt, kannten die Charaktere, kannten das Universum, weil das ja jetzt auch nicht gerade unerfolgreiche Spiele waren. Auch gerade mit den Cutscenes und so, da hatte sich ja Blizzard wirklich früh schon einen Namen gemacht. Und dann hast du halt plötzlich diese MMO-RPG-Welt, die in demselben Universum spielt und wo du dann aber auf eine völlig neue Art und Weise das alles erleben kannst. Das war natürlich unglaublich attraktiv und die ersten Expansions waren halt auch gut. Also auch wenn ich sagen würde, dass TBC mit den Flying Mounds einen riesen Fehler gemacht hat, war natürlich der Content an sich, gerade von den ersten Eddons von TBC und von WOTLK auch richtig, richtig gut und hat da natürlich auch Spiele halten können, bevor es dann, mit Kataklysm eben einen auch qualitativen, ja, durchaus Abfall gab. Bis dann Legion kam und Legion richtig geil war. Aber nichtsdestotrotz hat es eben zu Beginn die Qualität und hat das auch richtig, richtig gut. Richtig gut delivered bekommen. Und das ist natürlich dann in der Kombination, dass du plötzlich einen Ansatz hast, der für viel mehr Leute attraktiv ist, weil du nicht ganz so viel spielen musst, weil du nicht ständig große Gruppen brauchst, auch wenn es natürlich damals noch die 40-Mann-Rates gab und so. Aber trotzdem verglichen mit der Konkurrenz war das immer noch viel zugänglicher. Und in der Qualität gab es einfach eine ganze Weile lang, würde ich behaupten, nichts, was da mithalten konnte. Auch in Guild Wars 1, das ist ja eigentlich gar keine MMO-RPG, also es ist überhaupt nicht vergleichbar, ein hervorragendes Game zwar, aber nicht vergleichbar mit World of Warcraft. Erst Guild Wars 2 ist dann besser vergleichbar mit World of Warcraft und so richtig in der Qualitätskategorie. Wir hatten dann Herr der Ringe ab 2007, das war natürlich sehr, sehr gut und hatte eine Wahnsinns-IP. Aber so richtig, richtig, richtig große Konkurrenz gab es auch einfach nicht. Und dann konntest du natürlich WOW blühen und gedeihen eine ganze Weile lang und hat es auch gut genutzt. Und was noch dazu kommt, wenn du dann halt das MMORPG gefunden hast, was dir super viel Spaß macht und du dann auch noch Teil einer Gemeinschaft wirst, dann verlässt du die ja nicht einfach. Sondern dann geht man ja eine gewisse Zeit den Weg mit und dann entstehen da wirklich Freundschaften, man sieht, wie Beziehungen entstehen, man macht Dinge gemeinsam durch und man baut sich da im Prinzip Ja nicht nur. Eine eigene Identität im Spiel für den eigenen Charakter, sondern auch eine Identität innerhalb einer Gemeinschaft, die dann wirklich sowas ist wie eine kleine Familie. Und dementsprechend emotional hängt man da auch dran. Andere Spiele müssen natürlich erst mal schaffen, diese Kette zu zerreißen, damit man wechselt. Und das war natürlich dann auch für viele der Grund, über viele Jahre hinweg WoW treu zu bleiben. Und man muss natürlich sagen, wir blicken jetzt auf 21 Jahre WoW zurück. Das war nicht alles Eitel Sonnenschein. WoW hatte auch schwierige Phasen. Wenn man so die Graphen analysiert, die sie zwischendurch mal auf einer GDC veröffentlicht hatten, dann waren die Spielerzahlen immer noch sehr hoch im Vergleich, aber halt auch mal so bei vier, fünf Millionen und nicht mehr bei den zwölf, die man so im Kopf hat, wie man am Ref-Up-Bitkin denkt. Aber sie haben es halt geschafft, wieder die Kurve zu kriegen, weil... Sie haben auf die Spieler gehört. Sie wollten nicht auf die Spieler hören, aber sie haben es gemacht und haben WoW Classic umgesetzt. Und dann waren sie selber... You think you do, but you don't. Genau, dann waren sie selber überrascht, wie erfolgreich das ist. Und plötzlich haben sie sich eine Holly Longdale geholt, die das Prinzip schon aus EverQuest kennt. Und die hat das dann sukzessive ausgebaut. Mit immer mehr WoW Classic Versionen, damit wirklich für jeden da draußen es irgendeine WoW-Version gibt. Heute haben wir so viele WoW-Versionen wie noch nie zuvor. Dazu kam dann auch, dass FINA plötzlich, von denen man sich zeitweise von denen man getrennt war, weil man sich von dem Publisher dort getrennen musste aufgrund von Streitigkeiten. Da konnte man wieder Fuß fassen da kamen dann plötzlich auch noch die chinesischen Spieler wieder dazu, das war ein riesen Ansturm und plötzlich war man dann wieder auf den Spielerzahlen, die man mit Wrath of the Lich King. Damit verbindet, mutmaßlich sie haben keine offiziellen Zahlen verraten Aber wenn man sich die Zahl der Charaktere in den Ländern und sowas anguckt und die Logs und so weiter, dann ist das auch schon mal zweistellig Millionen erst vor kurzer Zeit gewesen. Und dann kommt noch dazu, dass sie dann ein zweites Mal auf die Spieler gehört haben und diesen WoW-Classic-Modus durch Hardcore ergänzt haben. Und dann war plötzlich auch die ganze Twitch-Bubble, die Creator waren am Start und da hat man dann plötzlich gesehen, WoW, da kann man Events drum bauen, die wirklich viral gehen und die die Leute in den Bann ziehen und zwar nicht nur Leute, die da irgendwie in dieser Hardcore-Bubble drin sind, sondern wirklich Mainstreamig, sodass dann auch wieder große Medien darüber berichten und sowas. Also sie haben es tatsächlich geschafft, sich jetzt in den letzten Jahren ein Stück weit neu zu erfinden. WoW Classic Plus, wir eugen alle so ein bisschen auf die BlizzCon, die jetzt kommt, könnte quasi der nächste Schritt sein, um die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen. Und was man nicht vergessen darf, wenn ich das einmal kurz ergänzen darf, weil das ist absolut richtig und gerade durch sowas wie, dass plötzlich ein Shroud, der aus eigentlichen Shooter-Creator ist, plötzlich ein WoW spielt oder ein Tyler-One, der von League of Legends kommt. Ganz andere Audiences, hat teilweise auch jüngere Audiences, hat das jetzt so ein MMO-RPG Content Creator, die spielen plötzlich World of Warcraft und dadurch, das ist halt auch so wirklich ein toller Dienst für das Genre an sich, weil dadurch werden junge Menschen also zumindest auch, weil es ja sonst immer heißt, das ist so ein Rennner-Genre und ist es auch, aber dadurch kommen halt auch mal jüngere Leute dann in Kontakt plötzlich mit einem MMO-RPG, weil der Content Creator, der halt älter ist, den sie sonst immer gucken, der hat halt irgendwie damals gerne WoW oder so gespielt und plötzlich spielt dann Tyler Bonn oder Trout oder wer auch immer spielt plötzlich World of Warcraft vor seinem Publikum. Und das ist natürlich wirklich einerseits von WoW ein Riesendienst, aber auch ein wahnsinniger Gewinn eben für das Genre, wo dann der ein oder andere vielleicht mal selber probiert, da Fuß zu fassen oder da mal ein bisschen reinzuschnuppern. Also das sind ganz, ganz wichtige Effekte, die da geschehen, gerade wenn du mal so ein Projekt hast wie jetzt Sourcraft in Deutschland oder eben auch OnlyFans im internationalen Bereich, genau. Jetzt ist ungefähr zu der gleichen Zeit, wo World of Warcraft das Licht der Welt erblickt, müsste ungefähr zur gleichen Zeit sein. Erscheint GTA San Andreas und ist so ein bisschen, denn die GTA-Reihe, die hat ja auch ähnlich wie WoW, sich sehr entwickelt und auch sehr unterschiedliche Schwerpunkte gehabt über die Jahre. Und dieses Skandalspiel, was so ein bisschen das war, der Kumpel hat eine Version und die Eltern gucken nicht so genau hin. Also wenn ich zum Kumpel fahre, kann ich mal ein bisschen GTA 1 oder GTA 2 zocken. Später dann GTA 3 und Vice City, aber noch sehr rudimentär, dieser Crime Simulator in der offenen Spielwelt, wo man alles irgendwie machen kann und wo es keine Grenzen gibt, wird auf einmal mit GTA San Andreas zum ersten Mal ein Spiel, was auch wirklich in Sachen Storytelling sich was traut, was, sozialkritische Themen angeht, wie Gang Violence in Los Angeles ist, was dir Charaktere gibt, die tiefer gehend sind, dich betrügen. Police Brutality ist ein Thema, also ganz, ganz viel so was, wo Videospiele zu der Zeit noch nicht so oft hingegangen sind, dahin geht auf einmal San Andreas und stellt diese Kultur so naheliegend irgendwie wie da. Also für mich eine ganz, ganz wichtige Evolution der GTA-Reihe und kommt, wie gesagt, ungefähr zur gleichen Zeit wie World of Warcraft damals raus, wird aber natürlich... Anders wahrgenommen. Also ich glaube, die Familien haben das noch nicht unbedingt gespielt. Ganz ehrlich, ich habe ja gemeint, ich bin da ja mehr oder weniger aus Versehen reingerutscht, weil das war halt die CD, die drin war. Das war halt die CD, die drin war. Ein Mädchen um die 10 war es nicht. Darf ich das quoten in unserem Review? GTA 6 hat ja keine Diske. Ja, stimmt. Sorry, sorry, sorry, Jules. Ne, aber halt, das war halt so ein verbotenes Spiel, ne? Weißt du, World of Warcraft war halt immer quietschbunt und es haben halt dann eben auch die Kids in meinem Alter spielen können, weil es war eben nicht ab 18 freigegeben, sondern ich bin mir nicht sicher, ob es ab 12 war oder ab 16, aber es war halt, es hatte ein einfacheres Rating und eben, naja, das ist quietschbunt, da haben halt Eltern schneller mal zu hingegriffen und erwachsene Menschen haben natürlich, glaube ich, früher schon auch ganz viel GTA gespielt. Aber, also ich kenne es jetzt halt von mir, ich komme halt von der Arbeit nach Hause, dann zocke ich vielleicht ein, zwei Stunden, wenn überhaupt, wenn ich überhaupt nochmal am PC oder an der Konsole hocken möchte, acht Stunden Bildschirmarbeit und dann direkt weitermachen, das ist natürlich auch eine Entscheidung, die man treffen muss. Und das Ding ist aber, erwachsene Menschen stehen dann halt nicht auf dem Schulhof und reden darüber, welche Mission sie gestern in San Andreas erledigt haben, sondern die stehen an der Kaffeemaschine und versuchen professionell zu sein, während sie darüber nachdenken, was sie am Abend als nächstes für eine Heist machen und überlegen, ob sie Stealthy machen wollen oder ob sie alle erschießen, die ihnen den Weg kommen. Und das sind dann halt Und also bei uns hier im Büro sind das Gespräche, die man an der Kaffeemaschine haben kann. Aber jetzt stell dir vor, du bist ITler oder du arbeitest in der Finanzbranche. Und ich glaube, da ist halt der Knackpunkt. GTA war zumindest früher... Schon beliebt, aber der Hype hat sich eben nicht so krass entfalten können, wegen der Themen. Eben weil es Tabuthemen behandelt hat, die man nicht mal eben ausgepackt hat. Ich glaube auch, dass tatsächlich jetzt GTA San Andreas zumindest war ja noch so ein bisschen auch zu der Zeit, wo man auch gesagt hat, dass Games größtenteils eher noch eine Kindersache sind, sag ich mal. Also da würde mich mal in der Statistik interessieren, wie viele... Wie viele unter 18-Jährige, die es eigentlich gar nicht hätten dürfen, dieses Spiel gespielt haben versus Leute, die es tatsächlich innerhalb der Altersbeschränkungen gezockt haben? Carsten hat das mitgekriegt bei Versium, weiß ich es nicht, aber unsere... Um einige Jahre jüngere als ich, Kollegin Caro, hat letztens einen Artikel tatsächlich auf meinem O veröffentlicht, wo sie drüber geschrieben hat, dass sie mit zwölf Jahren ihre Freundin besucht hat, also beste Freundin, ne? Und der große Bruder hatte Konsole mit GTA 5 und dann haben sie halt einfach still und heimlich GTA 5 gezockt. Komplett underage mit allem drum und dran und seitdem liebt sie das Spiel. Und hätte sie das zocken sollen? Nein. Hat sie es ihren Eltern erzählt? Probably not. Underage GTA 5, ey, so jung müsste man nochmal sein. Was ich erst finde, ich habe ja zwei Jungs, die sind beide ein paar Jahre auseinander. Und die durften noch nie GTA in ihrem Leben spielen und die haben mich auch noch nie GTA in ihrem Leben spielen sehen und trotzdem kennen beide Franklin. Und warum kennen sie Franklin? Weil es seit Jahren eine riesige YouTube-Bubble gibt, wo das GTA 5 als Fundament genutzt wird, um Geschichten zu erzählen. Ähnlich wie das bei einem Roblox passiert oder bei einem Minecraft passiert. Und deswegen gibt's da zahllose Videos, wo man zum Beispiel Franklin sieht, wie er irgendwelche mehr oder weniger lustigen Dinge macht. Mit irgendwelcher KI-Synchro, weil's wahrscheinlich ein russisches Video ist oder sowas. Keine Ahnung. Und das haben die halt, aufgeschnappt irgendwo. Darüber wird im Kindergarten geredet. Und alle zwei, drei Wochen fragen sie mich, wann sie denn alt genug sind für GTA 5 und wann sie Franklin spielen dürfen. Wie gesagt, sie sind vom Alter ja unterschiedlich. Da sind schon ein paar Jährchen dazwischen. Aber beide sind da in einem ähnlichen Alter da draufgekommen. Viel, viel zu jung. Beide haben es noch nie gespielt. Beide kennen es. Es ist wirklich ein Megathema. Gerade so bei diesen Plattformen, Video-Plattformen, TikTok und sowas, da stößt man da anscheinend zwangsläufig irgendwann drüber. Aber wann, glaubt ihr denn, fing das wirklich an? Also ich habe jetzt gerade, San Andreas hat so ein bisschen angefangen mit, wir gehen ein bisschen deeper als einfach nur rumfahren und Leute rüberfahren. GTA 4 hat dann noch eine viel ernsthaftere Erzählung, also wo es auch wirklich um Verlust geht, wo man wirklich halt sagt, krass, hier erzählt Rockstar eine richtig ernstzunehmende Geschichte. Wo ist der Moment, wo wirklich dann aber dieses Spiel, wo man auf dem Schulhof drüber gequatscht hat, weil man es irgendwie anrüchig fand, das spielen zu können, zu diesem Mega-Blockbuster wurde, den wir jetzt heute sehen, eurer Meinung nach. GTA 5, glaube ich. Ja, würde ich auch sagen. Ich auch, ja. Ich denke auch, dass GTA 5 da so ein bisschen die Grundlage ist. Man sieht es ja auch an den Verkäufen. Klar haben sich die Spiele davor auch schon gut verkauft. Aber GTA 5 ist das Spiel, was wir wirklich über jeden Zweifel haben ist. Und was ist das an GTA 5, das es noch mal so viel krasser macht als die Vorgänger? Ist es der Online-Modus? Umsatztechnisch auf jeden Fall. Aber wird das Massenphänomen, auf das Massenphänomen bezogen, weiß ich nicht. Ich glaube, Konsolen waren verbreitet zu dem Zeitpunkt, Nummer Uno. Also die PS1 und PS2 gab es ja schon eine ganze Weile, aber das war halt, das war PS3-Zeitalter. PS3 war gerade am Auslaufen, GTA 5 ist gerade noch dafür erschienen, PS4 stand in den Startlöchern, wenn ich das richtig im Kopf habe. Und aber auch, ich glaube, zweite Generation Xbox war schon da. Und in den 2000ern, das ist zumindest das, so wie ich das wahrgenommen habe beim Großwerden, in den 90ern habe ich von Konsolen wenig bis gar nicht gesehen. Also natürlich war ich noch sehr jung, aber es gab auch wenig Werbung dafür. Und dann irgendwann war Kingdom Hearts 1 Werbung für die PlayStation 2 auf meiner Geolino hinten drauf. Und dann wurde das immer mehr und immer mehr. Und dann plötzlich gab es im Mediamarkt die Spieleabteilung. Und Konsolen waren an jeder Ecke. Und ich glaube, Gaming ist halt tatsächlich, in der Zeit davor immer zugänglicher geworden und die Videospielbranche hat tatsächlich auch immer mehr und mehr draufgelegt. Also die Spiele wurden immer hübscher, die Spiele wurden immer komplexer, die Spiele wurden immer anspruchsvoller. Es gab plötzlich nicht mehr nur Kinderspiele oder nur explizit Erwachsenspiele, sondern halt Spiele, die alle möglichen Altersgruppen wie WoW angesprochen haben. Und ich glaube, dadurch eben, dass die Plattformen weit verbreiteter waren, war es einfacher, dieses Spiel für die dann so langsam erwachsen werdende Zielgruppe. Besser auf den Markt zu bringen. Ich weiß aber, es war auch so ein bisschen Social Media und YouTube, also gerade bei GTA 5 und auch einfach die Story und die Kampagne, weil ich kann mich erinnern, dass es relativ bald schon nach Release dann wirklich auch super viele Clips gab, kleine Geschichten rund um, auch gerade um. Nicht Michael, nicht Franklin, sondern Trevor. Trevor, genau. Ganz, ganz viel Geschichten rund um Trevor, irgendwelche Persiflierungen von sowas wie Facebook oder so. Da gab's natürlich super viel auch einfach von der Kampagne, die, oder die legendäre Mission, wo du bei der Autofahrt dieses Boot auf der Autobahn irgendwie zurückholen musst, relativ zu Beginn, was dir gestohlen wird und so. Also tolle inszenierte Missionen, toll geschriebene Charaktere und ich glaube, gerade deshalb wird's so unglaublich angenehm sein als PC Spieler jetzt ein Jahr zu warten, und die dann bestimmt alle dodgen zu können, diese ganzen Geschichten, die da aufkommen werden auf Social Media und auf YouTube und so. Ich glaube, das wird völlig okay sein, dass du da ein Jahr wartest und dann sagst, ey, ich bin PC-Spieler. Das kommt ja zu uns. Wir müssen halt ein Jahr länger warten, weil okay, gibt es so ein paar Theorien, dass das vielleicht mit Doppelverkäufen zu tun haben könnte, aber was auch immer. Auf jeden Fall müssen wir ein Jahr länger warten. Ich glaube, das wird eine relativ angenehme Zeit und ich glaube gar nicht, dass wir da besonders viel mitkriegen werden von einem Spiel, wo mittlerweile Rockstar ja selber sehr, sehr offensiv sagt, das ist ein Singleplayer-Spiel, das ist ein Kampagnen-Spiel. Ich glaube, das passt total gut und wir sind da in keiner Weise die Leidtragenden. PCler sollen sich mal nicht so anstellen. Anmerkung der Redaktion, Entenburg ist hier sarkastisch. War was? Ja, das ist auf jeden Fall ein guter Punkt. Ich glaube, Es ist halt am Ende natürlich diese unglaubliche Qualität einfach, die da auch ausschlaggebend ist. Also die Qualität dieser Open World, die Art und Weise, wie die designt ist und wie viel du darin erleben kannst, was einfach über Jahre hinweg den Standard setzt. Und was dadurch natürlich, glaube ich, auch zu diesem unendlichen Hype auf GTA 6 hinführt. Hinführt, weil du einfach ich glaube den Leuten ist gar nicht so wichtig, es gibt eine neue Story im GTA-Universum, das ist den Leuten gar nicht so wichtig, sondern die Leute wollen die neue, Evolutionsstufe des Open-World-Genres sehen und die findet man halt nun mal bei Rockstar, und das ist ja das, was alle sehen wollen, wie geil kann ein Spiel auf dem Technikstand, auf dem wir jetzt sind, wenn Rockstar das macht, aussehen und sich spielen und und eben. Wie viel geht in diesem Spiel? Ganz ehrlich, ich bin ein, ich lebe gerne auf der sicheren Seite der Welt. Ja, ich mache keine Scheiße, ich versuche der Polizei keinen Ärger zu machen, ich versuche auf Recht und Ordnung zu achten und keinerlei Grenzen zu überschreiten, so grundsätzlich einfach, weil ich gerne ein ruhiges Leben führe. Aber halt so ein GTA und halt jetzt auch ein GTA 6, das ja von Florida, Miami inspiriert ist, da kannst du so viele Dinge machen, von denen, also die ich in der Realität nicht mehr mit einem 10-Meter-Stock anfassen würde. Aber ich habe halt richtig Bock, in unhygienische Nachtclubs zu gehen, da Spaß zu haben, mir das anzugucken, mit. Top-Models und alten Menschen am Strand zu liegen. Ich will eine Helikopter heiß machen. Ich will im Spiel Drogen nehmen und sehen, was passiert. Einfach halt für das reale Leben absolut konsequenzlos die ganze Zeit Mist bauen können. Da habe ich richtig, richtig Bock drauf. Ja klar, das ist diese Power-Fantasy. Was wir auch noch erwähnen müssen, ich weiß nicht, Carsten Entenburg, habt ihr euch mal, ist jetzt auch natürlich nicht komplett MMO, aber was natürlich auch einen Riesenhype nochmal zusätzlich hatte, ist die RP-Szene, die ja auch in GTA 5 ihre, ich sag mal, ihre Heimat gefunden hat. Und auch das, ich meine, das könnte theoretisch auch in jedem anderen Spiel passieren, aber eben GTA 5 liefert eben schon die Grundlage dafür, für diese RP-Server und die Möglichkeiten, um da wirklich, alles machen zu können, im Grunde. Habt ihr da mal, seid ihr da mal eingetaucht, weil das ja theoretisch auch ein MMO-Thema so ein bisschen ist. Ich kenne das vor allen Dingen durch unsere gemeinsamen Talks, weil du mir das so ein bisschen vorgestellt hast. Achso, ja, okay, verstehe. Genau, und da hatten wir schon überlegt, wie das dann so für die neue Version von GTA Online aussehen könnte, was da vielleicht möglich ist. Also, dass zum Beispiel Spieler richtig dann einen Job ausüben können, dass man sich Fraktionen anschließen kann, gemeinsam die Wirtschaft gestalten. Sie haben ja auch schon, glaube ich, angekündigt, oder es gehörte zu den Gerüchten, Schrägstrich Leaks, dass man mehr investieren muss, um der Fahndung zu entgehen, weil man beispielsweise, das Auto kann sehr leicht identifiziert werden durch so eine Nummer über einem Autokennzeichen. Und man muss also nicht nur das Auto färben, sondern man muss auch diese Nummer entfernen und, man muss gestohlenes Geld, erstmal Geld durch die Geldwäsche ziehen, damit man es dann weiter benutzen kann und solche Geschichten, also da gibt es ja durchaus eine Menge Potenzial, das Ganze nochmal ordentlich aufzudrehen, zu überdrehen. Ich meine, es war ja schon, für mich war es auf jeden Fall ein Schock, sage ich mal, dass jetzt bei der Ankündigung, also bei dem Pre-Order Start, GTA 6 als reines Singleplayer-Erlebnis, in den Stores verkauft wird, weil ich ehrlich gesagt dachte, hell, das ist doch sogar schon angekündigt. Dann habe ich aber noch mal recherchiert. Tatsächlich haben sie noch nie offiziell bestätigt, dass es wieder einen Online-Modus geben wird. Wird es natürlich geben, weil es einfach finanziell so lukrativ ist. Sie werden den nur wahrscheinlich uns als separates Produkt verkaufen wollen, nochmal und sie werden nochmal sich mehr Zeit dafür nehmen. Bin ich mir ziemlich sicher, dass der jetzt nicht in den ersten Wochen nach Release kommen wird, wie es bei Red Dead und GTA 5 war. Genau. Also es wird diesen Online-Modus geben. Was würdest du denn als MMO-Spieler sagen, Simon? Müsste der liefern? Weil, wie gesagt, es hat schon viele MMO-Elemente und es könnte noch viel mehr haben, wenn sie die Scope nochmal erweitern. Was wünschst du dir von einem GTA 6 Online? Also, ganz ehrlich, einen vernünftigen Einstieg, allen voran, weil ich habe ein ganz klein bisschen GTA Online gespielt, mein allererstes Mal GTA Online, da bin ich in die Welt gespawnt und wurde von einem Raketenwerfer, der wiederum von einem Hubschrauber aus abgeschossen wurde. Nee, nee, das musst du. Das war mein Erlebnis. Das war die originale Erfahrung. Ja, das ist jetzt die erste Tutorial-Mission, ne, genau. Genau. Und dann habe ich versucht, mit einem Kumpel zusammen, der schon ein bisschen weiter war, Missionen zu machen, das gestaltete sich aber relativ schwierig, also nicht die Mission. Sondern mehr die Belohnung. Irgendwie war das nicht besonders gut aufgebaut. Ich erinnere mich daran, dass wir ziemlich rumtricksen mussten. Und dass auch die Progression eine total komische war. Zu der Zeit gab es ein Casino. Ich weiß nicht, ob das dauerhaft drin ist, dieses Casino. Ich bin in dieses Casino gegangen und habe einmal an diesen Ding da gedreht. Und ich habe halt so ein Auto gewonnen, das so ein Amphibienfahrzeug war. Und unter Wasser fahren konnte. Ja, aber dann hast du ja crazy Glück. Ja, aber das hat sich total unnatürlich angefühlt. Ich habe noch keine Mission gemacht und hatte dieses Auto. Ich habe da teilweise monatelang jeden Tag gedreht, weil du einen Sprint pro Tag hast. Und ich habe das Auto noch nie gekriegt. Vielleicht solltest du Entenburg mal deinen Spielstand geben und ihn einmal drehen lassen. Ja, genau. So der Lacki-Finger. Also ich glaube, was es braucht, ist eine vernünftige Einführung. Das allen voran. Ich hatte nicht das Gefühl bei GTA Online, dass es bis jetzt der Fall war. Und vielleicht ist es so, wenn du das nur als Sandkasten oder Baukasten wahrnimmst, dann ist es, glaube ich, nicht schlimm. Und das ist ja GTA Online. Das ist ja einfach nur ein riesiger Sandkasten, wo du machen kannst, was du willst. Und das ist ja auch cool. Aber um wirklich als MMO-RPG-Erlebnis funktionieren zu können, bräuchte ich eine gewisse Struktur. Ich bräuchte da eine gewisse vernünftige Ranführung, eine Kampagne oder irgendwas, wo ich so ein bisschen einen Rahmen habe quasi. Denn den habe ich sehr vermisst bis jetzt bei GTA Online. Und das wäre, glaube ich, das Ding Nummer eins. Ich bin auch sehr gespannt übrigens, weil GTA RP war ja in der Tat ein Riesenphänomen, hat auch sehr viel Promotion gemacht natürlich für GTA. Und ist ja aber ein PC-Phänomen. Das ist ja, soweit ich informiert bin, nur über Umwege spielbar auf Konsolen. Und das ist ja auch nochmal so eine Frage. Ich meine, wir wissen ja von Rockstar PC-Spieler, sind nicht die Kernzielgruppe von GTA 6. Dankeschön. Und dementsprechend ist überhaupt die Frage, wie werden sie das machen? Wird sich daran was ändern oder bleibt das so? I don't know. Ich bin gespannt. Sie haben ja Server- Hersteller, also Sie haben ja Leute unter Vertrag genommen, die Betreiber waren von einem der größten GTA- RP-Server. Also wäre ein möglicher Gedanke eher, dass es das als nativen Spielmodus dann geben wird von Rockstar und dann wiederum natürlich auch möglicherweise auf den Konsolen. Aber wir müssen mal zu dieser Kernfrage dieses Talks hier zum Schluss wieder zurückkommen. Wie seht ihr denn jetzt den Hype von GTA aktuell im Vergleich zu dem Massenphänomen Hype, den WoW damals generiert hat? Kann man die überhaupt miteinander vergleichen? Welches Massenphänomen hat eurer Meinung nach die Nase vorn? Ich glaube, GTA holt mehr Spieler unterschiedlichster Genres. Und eine Chat-Umfrage hätte ich auch gerne und Kommentare natürlich auch dazu. Also ich glaube, GTA holt halt Spieler von unterschiedlichen Demografien besser ab als ein WoW. Und ich glaube, WoW könnte es schwer fallen, neue Spiele jetzt heutzutage noch für sich zu begeistern, eben weil da so viel History dran hängt. Und ich glaube, also einfach schlicht und ergreifend dadurch, dass wir jetzt seit zweieinhalb Jahren auf GTA 6 warten und zwar, dürstend danach, dass zumindest für 2026 und 2027 GTA 6 die Nase vorhaben wird. Mhm. Ja gut, 2026, glaube ich, ist außer Frage. Ich wollte es eher vergleichen mit früher auch so ein bisschen. Also jetzt der Hype von GTA zu, wie WoW damals gestartet ist. Ich finde das schon ziemlich unterschiedlich, weil als WoW damals rauskam, war es natürlich so ein bisschen, Fragezeichen, eine Wundertüte, gerade auch, weil viele noch gar keinen Kontakt mit dem Genre hatten. Und dann war es aber so gut und so immersiv und reinziehend und motivierend, dass sich das halt ganz natürlich über die Zeit durch Mundpropaganda und dem Miteinander dann entwickelt hat zu diesem Mega-Phänomen. Und bei GTA 6, Sophia hat es gesagt, da warten Fans super lange schon drauf. Das ist der größte und teuerste Blockbuster im Gaming-Bereich, den es jemals gab und in der heutigen Zeit. Wir kennen das alle mit der Halbspirale und sowas. Das ist das Ding eigentlich, das so eine Halbspirale anfeuern kann. Aber das ist natürlich etwas, worauf jetzt alle zusteuern und das jetzt bis zum Launch immer schlimmer wird. Jeder einzelne Zipfel, jeder einzelne Trailer, jedes einzelne Artwork, das wird jetzt alles durchgenommen, jedes Gerücht, jede Leak, das wird jetzt hoch und runter geritten im Internet. Und das ist jetzt wirklich so ein Ding, da freuen sich auch Leute, glaube ich, drauf, die sonst nicht viel zocken. Aber GTA, das kennen sie und das wollen sie zocken, weil ihnen vielleicht die vorherigen Teile gefallen haben, weil da jetzt gerade jeder drüber spricht und die ganzen. Open-World-Fans, für die ist das eh ein Must-Have. Und dementsprechend ist es auch eigentlich egal, was sie da dann am Ende für Geld haben wollen. Er wird seine sehr, sehr vielen Käufer finden und wenn es dann nachher nochmal die zweite und dritte Verwertung gibt und bei der vierte Verwertung kriegt Dendenburg dann auch endlich seine PC-Version und dann gibt es aber schon Leute, die brauchen sich gerade irgendwie die dritte oder vierte Variante davon. Ich meine, das war bei GTA 5 auch nicht anders. Da gibt es Leute, die haben sich halt ein halbes Dutzend Mal GTA 5 gekauft im Laufe der Jahre für unterschiedliche Plattformen, weil es uns halt auch schon so lange begleitet, über drei Konsolengenerationen hinweg. Dementsprechend lässt sich das wirklich schwer vergleichen. Ennburg, was sagst du? WoW-Hype damals größer oder jetzt GTA? Ja, es ist natürlich ein schwieriger Vergleich. Auch deshalb, weil WoW natürlich eine andere Rahmenbedingung hat. Also da ist wirklich auch ein Genre groß geworden zum allerersten Mal. Ich finde, sehr, sehr gut ist das, was Wings of Daedalus im Chat geschrieben hat. Der hat nämlich geschrieben, der WoW-Hype früher war eine andere Zeit. Heute gibt es viel mehr Neues als damals. Und deshalb würde ich WUW sagen. Ich sage, WUW war größer damals, zu seiner Zeit damals, weil es trotz der fehlenden Strukturen, die wir heute haben, also nicht die Art, von Social Media, nicht die Art von Internetpräsenz, trotzdem so ein Mainstream-Phänomen geworden ist mit den Werbespots, mit der South Park-Folge, mit Detox-Kliniken, mit allem drum und dran, worüber wir ja heute schon geredet haben. Und das, obwohl wir von einer Zeit reden, wo diese ganze, naja, heutzutage ist, alles potenziert sich ja ins Unendliche, wenn irgendwas relevant ist. Und natürlich geht ja 6 allen voran. WoW hat es da viel, viel schwieriger, solche Wellen zu schlagen, weil wir in der Tat von ganz anderen Zeiten reden. Also das ist, finde ich, ein Argument, das man da dringend berücksichtigen muss. Und deshalb würde ich meinen Punkt sogar WoW geben. Ja, das wäre auch tatsächlich so ein bisschen das, was ich sagen würde, dass ich glaube. WoW hat Gaming nachhaltiger verändert, als es GTA getan hat, weil WoW damals sozusagen dazu geführt hat, dass Gaming in den Mainstream gerückt ist. Während ich die GTA-Spiele, die haben auch eine beeindruckende Evolution erlebt von dem kleinen Skandalspiel zu dem größten Blockbuster, den es de facto gibt. Aber sie haben, glaube ich, nicht Gaming so sehr als das verändert. Sie setzen Maßstäbe, was Gaming leisten kann. Aber sie bleiben ja auch, also das sagt mein Kollege Fritz immer, sie sind ja gar nicht die Messlatte, weil die anderen Spiele, in der Regel gar nicht dahin kommen überhaupt, wo Rockstar hingehen kann, rein produktionsmäßig. Das heißt, sie sind einfach ein absolutes Ausnahmeprodukt im Gaming, aber. Ich sehe sie nicht so krass als Vorreiter wie WoW, was einfach die Mainstreamisierung von Gaming anbelangt, weil Gaming ist heutzutage einfach krass im Mainstream angekommen und davon ist GTA halt der Mainstream-Mainstream schlechthin. Aber WoW damals hat halt wirklich dieses Hobby entschlossen für ganz, ganz viele Leute. Das wäre so mein Take. Können wir uns darauf einigen? Absolut. WoW hat massiv den Weg bereitet in dieser Hinsicht. Cool. Alles klar. Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei euch auch für diesen, schönen Talk. Wie gesagt. Das allgemeine Mein-MMO-Grindfest, das findet statt auf der Website. Schaut da gerne vorbei für MMO-Artikel jeden Tag. Jeden Tag vom 29.06. Bis zum 5.07. Also diese aktuelle Woche. Ich weiß nicht, wann dieses Video, die irgendwann online geht. Aber ihr könnt die Artikel später auch noch nachlesen unter meinmo.de slash meinmo-Themenwochen. Und schaut auch beim lieben Entenburg vorbei auf Twitch oder auf YouTube für, zahlreichen MMO-Content. Für alles außer GTA 6 und Release. Ich wollte gerne mit Ihnen. Ja, okay, dann machst du gar nichts. Du kannst auch so einen Rant noch machen, wo du dich total drüber aufregst. Du, äh, Anti-GTA-Wort-Party. Aber ganz ehrlich, den hat Phil wirklich hervorragend gemacht. Da habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Na, okay. Gerne, gerne, gerne das Short gucken vom lieben Phil von der GameStar. Damit ist alles gesagt. Alles klar. Dann vielen Dank an euch und auch an euch da draußen fürs Zuschauen. Wir sehen uns im nächsten Video. Bis dahin.