Hallo und guten Morgen. Ich hoffe, ihr habt es euch gemütlich gemacht, wo immer ihr auch gerade seid. Eine weitere Morningshow gibt es heute für euch und heute wird es etwas ganz Besonderes, denn es wird schon am Morgen relativ düster, wobei man sagen muss, eher fluoreszierend und leicht summend, denn wir werden heute die Backrooms betreten. Der Kinofilm startet heute und hat sich zu einem Phänomen in den USA entwickelt von einem Regisseur, der heute tatsächlich auch noch Geburtstag hat. Er ist heute 21 Jahre alt geworden oder wird 21 Jahre alt, Kane Parsons. Und über dieses ganze Backrooms-Thema, den Film und wo das alles herkommt, wollen wir heute in der Morning Show ein wenig reden. Deswegen darf ich jetzt ganz herzlich meine Gäste begrüßen. Ich fange an mit dir, lieber Lea. Schön, dass du da bist. Herzlich willkommen, passend angezogen im gelben Kleid. Ja, ich habe geschaut, was habe ich in gelb und das ist glücklicherweise ein passendes Gelb gewesen. Dementsprechend, ich freue mich jetzt sehr darüber reden zu dürfen, weil wir haben den Film gestern Abend angeschaut und ich bin gehypt. Dann darf ich noch begrüßen den lieben Paul natürlich. Auch schön, dass du da bist. Ja, moin. Das einzige Gelbe, was ich hatte, war meine Unterhose nach dem Film gestern. Guten Morgen. Schön. Über Inkontinenz sollen wir nicht weiter reden. Deswegen kommt jetzt zum lieben Valentin. Schön, dass du da bist als unser Filmexperte. Ich hoffe, dir geht es gut. Unterhose auch noch in Ordnung? Ja, also da kann ich jetzt nicht mithalten. Ich sag auch manchmal Sachen ohne Vordröner. Nein, nein. Das war gut überlegt. Ja, Backrooms. Wir werden in dieser zwei Stunden diesen Film natürlich aufgreifen. Das werden wir in der ersten Stunde machen. Weil du wirst uns dann leider verlassen müssen. Du hast noch einen anderen wichtigen Termin. Und dann in der zweiten Stunde werden wir so ein bisschen auf die Lore eingehen, wo das Ganze herkommt und wie sich das entwickelt hat. Denn das Ganze ist ja wirklich ein super krasses Internetphänomen, das eben schon vor Jahren gestartet ist. Aber vielleicht fangen wir an mit dem Mann, der das alles jetzt hier auf den großen Bildschirm gebracht hat. Kane Parsons. Habt ihr von Kane Parsons vorher schon mal gehört gehabt, bevor es diesen Film gab? Ja, ich habe halt die Kurzfilme angeschaut online. Also als Kane Pixels, ehrlicherweise. Ich wusste nicht, dass er Kane Parsons heißt, weil ich mich jetzt nicht ausführlicher damit beschäftigt hatte. Ich wusste halt, es gibt diesen YouTube-Kanal. Und ich habe mir halt Videos von ihm angeschaut, diese Backroom-Videos. Auch damals nicht alle, und ein paar von den Attack on Titan-Videos, die er gemacht hatte, weil ich eine Zeit lang großer Attack on Titan-Fan war. Okay, wie ist es bei euch? War es ähnlich? Kanntet ihr Backrooms, also Kane Parsons vorher schon so? Oder ist seine Persönlichkeit, sein Wesen erst mit dem Kinofilm für euch? In Erscheinung getreten. Also ich kannte die Backrooms als Phänomen und wusste, da gibt es so Kurzfilmchen, aber ich wusste nicht, dass Cain Parsons so der... Backrooms Kurzfilmemacher ist und hatte ihn dann erst jetzt mit dem Film auf dem Schirm. Ja, mir geht es da ähnlich wie Paul. Also mir war Backrooms irgendwo immer ein Begriff, also dass dieses Phänomen existiert, aber ich habe mich ehrlich gesagt nie wirklich damit auseinandergesetzt. Scheinlich bin ich dafür auch schon ein bisschen zu alt. Und als es halt dann mit dem Kinofilm angefangen hat, habe ich mir halt auch gedacht, okay, jetzt beschäftige ich mich extra nicht damit, dass ich halt wirklich unvoreingenommen in diesen Film gehen kann. Habe ich auch so gemacht. Und danach bisschen in ein Rabbit Hole versunken. Das ist ein sehr, sehr gutes Thema. Lieber Chad, ihr könnt natürlich auch diskutieren rund um das Thema Backrooms. Oder wenn ihr Fragen habt, Ausrufezeichen Frage. Und wir haben auch gleich eine Umfrage für euch. Und zwar, ob ihr die Backrooms kennt. Könnt ihr gleich mit teilnehmen an dieser Umfrage. Dann können wir mal schauen, so ein Stimmungsbild, ob ihr da schon so drin seid, ob ihr es nur so ein bisschen kennt. Oder ob das Hashtag Neuland für euch ist. Einfach mitmachen bei dieser Umfrage. Das wirklich Beeindruckende finde ich ja bei Kane Parsons, dass er mit 14 anfing, selber Filmchen zu machen und dann wirklich mit 16 Jahren diese ersten Backrooms-Filmchen rausgebracht hat auf YouTube. Ich finde das total mindblowing, weil jetzt mag man sich denken, ja okay, viele 16-Jährige machen Kram bei YouTube, aber es ist eine Sache, irgendwie so vor der Kamera zu stehen und einfach in die Kamera zu reden, aber der hat ja wirklich krasse kleine Filmchen gemacht. Ja, auf jeden Fall. Also gut, er kommt so ein bisschen aus dieser Prosumer-Generation, also wo du einerseits produzierst, andererseits halt konsumierst und das dann versuchst halt selber so Teil dieses ganzen Phänomens zu sein. Sein Dad ist ja selber auch Spieleentwickler gewesen, wenn ich das ein bisschen im Kopf habe. das bedeutet, er hat halt da schon so ein bisschen einen Anhaltspunkt gehabt und ich weiß, dass sein Dad ihn auch sehr unterstützt hat, dass er Filme machen soll. Und er hat mit Blender ja angefangen, so ein bisschen Sachen zu bauen. Ich könnte mir vorstellen, da hilft es, wenn dein eigener Vater halt da auch schon ein bisschen Know-how mitbringt, vielleicht dann auch die Freunde, der Umkreis, das dann ein bisschen pusht. Aber ja, es ist beeindruckend, definitiv. Wisst ihr denn, was Blender ist? Ja, ein Affirmationsprogramm, 3D-Programm halt. Ja, genau. Danke jetzt, jetzt haben wir es schon wieder zu. Vielleicht nicht jeder kennt das, wie Paul eben sagt, das ist ein Animationsprogramm und alles, was man sieht von seinen Filmchen, hat er eben in diesem Animationsprogramm gemacht, was ich schon sehr beeindruckend finde, wo man auch dazu sagen muss, Kane Parsons, der geht auch schon seit Lebzeiten auf so eine Kunstschule, ist er gegangen, also wo das auch sowas gefördert wird. Das ist jetzt nicht so, dass der komplett aus dem, also sich, komplett fachfremd war in dem Sinne, ne, in Kalifornien auch noch, das Filmbranche liegt nahe, das was ihr übrigens seht hier die ganze Zeit, diese Filmchen, das sind die original Backrooms-Filmchen davon und, äh, die er eben gemacht hat, die alle so ein bisschen in Richtung Found-Footage gehen, ne. Ja, warum denkt ihr denn, dass die Version von Kane Parsons von seinen Backrooms so beliebt wurde? Ich glaube, das hat viel mit der Qualität einfach zu tun. Also er war halt der Erste, der da so in diesem Umfang halt was dazu gemacht hat. Der Ursprung ist ja nicht von ihm, der ist ja von so einem Forum-Post. Aber er war eben der Erste, der es in einer wirklich, man sieht es, wirklich tollen Qualität gemacht hat. Der so CRT-Filter oder VHS-Filter, wie man es nennen mag, hilft dir natürlich so ein bisschen auch zu kaschieren, was vielleicht in hoch aufgelöstem Material, ein offensichtlicher Fehler wäre oder sowas oder eine Textur, die nicht ganz so aufgelöst ist. Aber das ist halt so ein richtig schönes, also sehr, sehr stimmig. Wenn man jetzt ganz kritisch ist, passen so einige Animationen, vielleicht nicht ganz. Aber die sind halt wirklich einfach qualitativ hochwertig anzugucken, anzuhören. Das Skript ist spannend. Und es gibt eine ganze Reihe davon, die sich mit ganz unterschiedlichen Ecken dieser Backrooms auseinandersetzen. Also nicht nur physischen Ecken, sondern auch thematischen Ecken. also, Darauf würde ich das schieben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass halt Kane Parsons halt auch so ein bisschen den Vorteil hatte gegenüber dieser ganzen, er hatte das ja auch schon angerissen, Backrooms ist ja irgendwie so ein Allgemeinprojekt, wo sich ja irgendwie jeder daran beteiligen kann und jeder irgendwie was dazu spinnen kann. Und Parsons hat sich da eher so ein eigenes Ding rausgepflückt und das halt auch fokussiert so angegangen und umgesetzt. Also es ist halt nicht ganz so umfangreich, nicht ganz so erschlagend vielleicht. Und Und wenn man sich halt mit dieser Version auseinandersetzen möchte, gibt es halt eher etwas Überschaubares, nicht was jetzt einen vielleicht überfordern würde. Und wie du schon sagst, es ist halt qualitativ, fängt es ja eigentlich auch genau das ein, was die Leute halt zu diesem Zeitpunkt oder jetzt auch immer noch darunter verstehen und davon sehen wollten. Ja, was halt auch, also was ich auch wichtig finde, ist halt, dass es so eine geschlossene Lore gibt. Also, dass man halt irgendwie nachvollziehen kann, was da gerade passiert, dass es gut aussieht. Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Was ich vor allem beeindruckend finde, ist diese Kamerabewegung, die so realistisch wirkt, durch dieses Wackeln, also es wirkt halt einfach wirklich wie Found Footage. Und es gab ja auch wirklich dann Leute, die gesagt haben, online gab es sehr viele Menschen, die erstmal so waren, okay, das wirkt mega real, was ist da los? Und dann dieser Analog-Horror, den er da sehr, sehr gut umgesetzt hat, was auch passend zu dieser Generation auch ist, die sich ein bisschen zurücksehnt, nach der guten alten Zeit, die man selber nie erlebt hat. Ich glaube, der Fachbegriff dafür ist Anemoia. Irgendwie sowas, warte, ich habe es mir aufgeschrieben. Ja, Anemoia. Nostalgie für eine nie erlebte Zeit, die da einfach wiedergespiegelt wird. Und da konnten sich halt ganz viele, vor allem junge Leute, die ganze Gen Z konnte sich damit extrem auch identifizieren und hat gesagt, das spiegelt genau das wider, was wir fühlen. Und das hat er sehr gut umgesetzt. Ich muss dir gestehen, natürlich, ich hatte auch von den Backrooms gehört. Aber hatte mich halt abseits dessen nie so wahnsinnig krass damit beschäftigt. Klar, hier und wieder mal, vor Jahren mal irgendwie bei Steam irgendwas gespielt. Aber das war es dann für mich auch. Ich fand das cool. Aber ich bin jetzt wirklich so in dieses Rabbit Hole gefallen, weil ich eben wusste, dass wir diese Sendung machen. Und hab mir dann alles reingezogen. Und selbst, wenn ich mir nichts was reingezogen hab, hab ich drüber nachgedacht und wollte mir immer mehr dazu reinziehen. Also wirklich mit diesen Kane Parsons Filmen. Ich finde das so unglaublich krass, was der da geschaffen hat, weil es wirklich sehr, sehr realistisch wirkt. Also er hat da ein wahnsinnig gutes Auge für diesen Filter oder die verschiedenen Filter, die er da einsetzt. Die Bildkomposition, wie er das alles darstellt, die Bewegung der Kamera. Ich finde das unglaublich beeindruckend für jemanden, der 16 Jahre alt ist. Da gehört schon meines Erachtens eine ordentliche Portion Talent dazu. Und dann ist es ja nicht nur das. Er hat, wie du gerade eben gesagt hast, lieber Vali, er hat ja so eine ganze Lore entwickelt. Weil wie das alles anfing, da gab es ja so gut wie nichts. Und er hat dann ein Mysterium aufgebaut, was dir so häppchenweise Informationsschnipsel gibt, aber auf eine Art und Weise mit unterschiedlichen Stilen bei den Filmen. Mal ist es so ein Vorstellungsvideo, mal ist es ein Found-Footage-Film, das einfach so krass ist und ein Bild in deinem Kopf aufbaut von dieser Welt und wie die funktioniert und wer die Leute sind, die dahinter stecken. Wo man echt merkt, da sind viele Gedanken reingeflossen, dieses Universum auszustaffieren. Und dem Ganzen Bedeutung zu geben. Von etwas, was ja quasi auf einem Bild basiert, was wir später dann noch ergründen werden. Und ich finde es halt so besonders, dass es nie zu viele Informationen sind. Das lebt ja davon, dass du nicht genau weißt, was hier eigentlich los ist, wie das alles zusammenhängt, was hier noch sich irgendwo verbirgt. Es ist immer so, häppchenweise kriegst du so Mini-Infos und auch ganz viel davon musst du selber, du siehst dann in seinen Kurzfilmen irgendein Experiment und da sind einfach nur ein paar Schalter mehr oder weniger und da gibt es ein paar Funken und das war's. Und du bist so. Okay, Moment, aber vielleicht hat er in der Audiospur ja irgendwas gesagt, okay, das kann ich jetzt so und so interpretieren. Also es füttert dich weiter mit Informationen, die du aber nicht deuten kannst, was ja dieses Mysterium immer weiter aufbaut und nicht zerstört. Und was ich auch finde, was diesen Charme ausmacht, diesen Reiz ausmacht, ist halt klar einerseits, dass du, so selber irgendwie versuchst, das mitzuerleben und selber irgendwie auch sich da dann reinzufühlen und zu sagen, okay, was davon ist jetzt, was passt irgendwie in die Lore, die ich mir da selber schon aufgebaut habe, was spricht da vielleicht dagegen. Also, dass du halt einfach ganz, ganz viel versuchst, selber reinzuinterpretieren und jetzt habe ich den Faden verloren von dem, was ich eigentlich sagen wollte. Tewalli, mach du weiter. Perfekt. Ja, was ich da vielleicht noch irgendwo ergänzen wollen würde, du hast es auch schon angerissen gehabt, Paul, ich finde ja, oft kann Horror umso mehr effektiv sein, wenn die eigene Fantasie angestachelt wird. Wenn einem nicht irgendwie etwas komplett vorgezeigt oder vorgekaut wird, sondern wenn man halt selber anfängt, sich Sachen auszuspinnen. Ich weiß wieder, was ich sagen wollte. Und zwar, es spielt halt extrem mit dem, was man erwartet. und das kommt dann nicht. Das passiert dann nicht. Und das ist was, was für mich auch diesen Horror extrem ausmacht, dass du halt denkst, okay, jetzt geht er da um die Ecke, da hinten ist es dunkel, da kommt jetzt irgendwas, da kommt jetzt ein Jumpscare und dann kommt er nicht. Und dann kommt er bei der nächsten Ecke wieder nicht. Und du bist so, ja okay, gut, dann lehne ich mich jetzt zurück oder nicht. Und dann kommt halt doch wieder irgendwas, was gruselig ist. Und das halt immer, gefühlt immer im richtigen Moment, wo du so gerade ein bisschen runtergekommen bist, du gerade denkst, du hättest das vielleicht verstanden. Nein, keine Chance. Du hast es nicht verstanden. Und das ist halt dieses mit dem erwartbaren Spielen, das finde ich macht fast mehr Angst als das, was dann wirklich letztendlich theoretisch, also diese Jumpscares oder so sind jetzt nichts, was mich langfristig beschäftigt. Aber diese, allein diese Wege durch diese Gänge, wie oft ich davon geträumt habe, durch diese Backrooms zu laufen, das ist ja so. Gruselig, naja. Es ist so dieses weiße Hai-Prinzip. Also das Monster, den Hai nicht zeigen. Es ist viel spannender, das einfach den Leuten zu überlassen. Die können sich was viel Schlimmeres ausdenken, als wir sehen können. Das Interessante ist ja auch vor allen Dingen, jetzt habe ich den Faden verloren. Fantastisch. Das passiert in den Backrooms leicht. Ja, das passiert. Ich dachte ja auch erst, heißt, dass bei den Backrooms, es geht eigentlich nur darum, dass du halt in diesen endlosen, gelben, gelbtapetigen Räumen rumläufst, die irgendwie bizarr sind, weil sie ihre Konstruktion nicht so wirklich Sinn macht, aber dann hat er eben diese Law dazu entwickelt und darauf möchte ich ein bisschen eingehen, weil die auch so ein bisschen angefüttert wird und finde ich auch Inspiration von vielen anderen Sachen nimmt. Also es kommt dann eine Firma vor namens Async Research, da gibt es dann auch Filmchen, die dir ein Logo zeigt und so weiter und so fort und ich musste total an Aputure Science von Portal denken. Ja, oder Black Mesa oder so. Oder Black Mesa, weil es stilistisch sehr ähnlich ist mit diesem Oldschool-Look natürlich, weil alles irgendwann in den 80ern und 90ern spielt und, durch die ganze Inszenierung und alles und dann sind die auch dafür verantwortlich, dass sie Experimente machen. Dieses Async Research Institut, die haben früher irgendwie MRI-Dinger gemacht, aber in diesen Kurzfilmchen wird klar, die machen Portale, die versuchen da Experimente zu machen mit Portalen, die zu den Backrooms führen und haben dann auch immer irgendwie ihre eigene Agenda und da musste ich immer total an Aperture Science denken. Mich erinnert es auch total an den SCP-Mythos. Ist ja auch ein weiterer Internet-Mythos, der so verwandt damit ist, aber jetzt nicht direkt, was mit den Backrooms zu tun hat. Nur ganz, ganz kurz so eine Organisation, die versucht so zu verarbeiten. Bestimmte paranormale Objekte oder Kreaturen zu containen. Gibt es sehr viele Parallelen. Aber ja, ich habe mich auch sehr an, wie du sagst, Aperture Science, Black Mesa aus Half-Life, sowas in der Gefühle. Oder halt Stranger Things. Stranger Things total. Ehrlicherweise eine Firma, die halt ein Portal in eine andere Welt öffnet, die irgendwie mit unserer verbunden ist, aber nicht ganz unsere ist. Also da gibt es schon auch starke Parallelen. Ja, voll. diese parallele Welt, die ähnlich aber anders ist. Da ist ein Monster, was da rumlatscht. Das ist sehr... Also ja, Stranger Things, stimmt. Ich habe heute im Bus noch drüber nachgebracht. Vor allen Dingen, wir sehen ja auch gerade, wie sich so ein Portal öffnet. Das ist Test Nummer 6, wo es dann auch wirklich mal funktioniert. Und was ich dann auch so cool und beeindruckend finde, ist die ganze Sounduntermalung. Weil normalerweise, hörst du in Hollywood-Filmen, ist es dann immer so ein boomend, krachender Sound. Und wo du denkst, okay, es soll dich aus den Sitzen heben. Und da ist es dann eher so wie so eine Art Klackern und Rattern, wo du denkst, okay, es ist nicht immer laut und imposant, sondern einfach mechanisch, was da passiert. Und das finde ich einfach auch so gut gemacht, dass er das Verständnis dafür hat, das soundtechnisch ordentlich zu untermalen und dann eben umzusetzen. Aber dieser Portal ist ja nicht der einzige Weg, wie man in die Backrooms kommt. Nee. Man kann auch No-Clipping. No-Clipping ist ja, also theoretisch, wenn man so der Internet-Lore, auf die wir ja auch nochmal eingehen wollen, glaubt, dann ist das ja die originale Version, wie man ursprünglich in diese Backrooms kommt, dass man da halt reinklippt, was ja aus dem Videospielbereich wiederkommt. Und dass du da halt dann einfach durch Fehler in der echten Welt dann in diese Backrooms fällst, irgendwie da reingerätst in diese Welt und in der Lore von Kane Parsons wiederum, ist es aber so ein bisschen so, als hätte halt Async durch dieses Öffnen der Portale überhaupt erst diese Verbindung zu dieser Welt geschaffen. Ja, da bin ich, also das ist die Frage, die man diskutieren kann. Ich glaube, das wird ja auch im Internet viel diskutiert. Wo kommen die Backrooms her? Waren sie immer schon da? Ist Async vielleicht schuld, dass die Backrooms da sind? Ich glaube, die waren schon immer da. Async ist einfach die Firma, die versucht, selber Portale aufzubauen, weil diese Noclip-Portale... Die findest du ja vielleicht in der Regel gar nicht. Die weißt du ja gar nicht, wo die sind. Die können halt überall auftauchen. Das ist halt ein Glitch in der realen Welt. Ich finde diese Videospielverbindung so geil. Ich habe mich auch beim Gucken des Films sehr an die 2010er Ära der Videospiele erinnert. Früher, 2010, 2012. Mit Gegenständen, die dann durch den Boden klippen. No-Clipping. Halt, also aus den Boundaries eines Levels rausfliegen und so weiter. Ich finde, dass viele Videospiele total diesen Look haben von so Liminal Spaces oder sowas. Half-Life ist ein super Beispiel dafür. Portal auch. Stanley Parable. Eine Stanley Parable, sowas wie eine Multiplayer-Map, sowas wie Dust 2 aus Counter-Strike, ist ein absoluter Liminal Space, wenn du da einfach mit der Kamera rumfliegst und da sind keine Spieler und schießen sich gerade ab. Das ist total krass, wie sehr das, finde ich, so miteinander verwoben ist. So dieses, ja, Videospiele und, also ich finde es geil. Eine Sache, die man sich vielleicht fragt, die ihr vielleicht ganz gut beantworten könnt, muss man die Kurzfilmchen gesehen haben, um den Kinofilm genießen und verstehen zu können? Ich würde die Frage an Wally geben, weil der hat sie nicht geschaut. Stimmt, ich hatte es ja vorhin kurz angerissen. Ich hatte mich ja davor absichtlich nicht mit beschäftigt vor dem Kinofilm. Und für mich hat der Kinofilm dann ziemlich gut funktioniert. Also auch, um es schon mal vorwegzunehmen. Ich finde den Film sehr gelungen. Ich finde ihn auf jeden Fall sehenswert. Vor allem, weil man halt jetzt auch diese Art von... Von Filmen oder von Horrorfilmen jetzt auch nicht unbedingt im Kino allzu oft sieht. Also wie gesagt, von mir gibt es eine ziemlich uneingeschränkte Empfehlung, wenn man mit Horror dann was anfangen kann. Ich würde nicht mal sagen, es ist ein Horrorfilm. Aber da können wir auch gleich noch diskutieren. Da würde ich gleich noch gerne eingehen auf den Respekt. Aber wir sind noch bei den Filmchen. Ich bin auch der Meinung, man muss die Kurzfilmchen nicht gesehen haben. Also ich bin gestern mit meinem Mitbewohner in den Film gegangen. Und er fand alles super, aber er war danach angefixt und ich hab ihm gesagt, hey, du schau dir die Filmchen an. Er wollte dann, ich kann mir durchaus vorstellen, du hast ja gestern die ganze Nacht noch die Kurzfilmchen durchgeschaut. Aber ich hatte das Gefühl, dass man den Film auch wunderbar genießen kann, ohne dass man die Kurzfilmchen vorher gesehen hat. Und weil ich halt auch an dem Film zu schätzen weiß, ich formuliere es auf jeden Fall sehr spoilerfrei, ich mag darin, dass er halt Antworten liefert, aber nicht zu viel Antworten liefert. Also das ist immer noch irgendwo kriegst du eine konkrete Vorstellung davon, was überhaupt in diesem Universum passiert, aber es entmystifiziert für mich nichts. Und vor allem auch diese Vorstellung, die du davon kriegst, ist ja auch meistens nur das, was Leute sagen. Ob das dann auch wirklich das ist, was da dahinter steckt, wissen wir ja trotzdem noch nicht genau. Und das ist halt, ja, dieses Mysterium wird auf jeden Fall nicht komplett aufgelöst. Ich weiß, dass es online auch schon Leute gibt, die sich beschwert haben, dass es zu sehr Hollywood-mäßig dann versucht wird, alles zu erklären. Aber das ging mir nicht so. Fand ich jetzt nicht. Nee, ich finde, es wird im Film... Gut erklärt, dass du eine Vorstellung von diesem Ort hast, aber nicht warum, woher, weshalb, für was, von wem. Also das bleibt alles offen. Und wie du sagst, das ist nur eine Interpretation. Ich finde im Endeffekt, der Kinofilm ist eine weitere Folge der YouTube-Filmchen. Bloß halt größer produziert mit mehr Schauspielern, mit größeren Schauspielern, mit teureren Schauspielern. Aber es hat ja auch Kane Parsons selber gesagt, es ist Connected, es ist Canon, es ist Teil seiner YouTube-Filmchen, aber wie gesagt, man kann das auch wunderbar sehen, ohne dass man die Filmchen vorher gesehen hat. Vielleicht wollen wir einfach mal die Handlung zusammenfassen. Also wir werden hier natürlich nichts spoilern, da werden wir drauf achten, aber die generelle Handlung, worum es geht, vielleicht fassen wir die einfach mal so ein bisschen zusammen, damit die Leute Eindruck haben, was sie denn so erwartet. Wer will von euch? Ich kann es vielleicht genauso oberflächlich oder vage halten wie in meiner Filmkritik, die ihr natürlich auf GameStar lesen könnt. Und im Endeffekt, ich würde es tatsächlich dabei belassen, dass es sich halt hauptsächlich um einen erfolglosen Architekten namens Clark geht, der eher schlecht als recht ein Möbelhaus leitet, sich auch nach seiner gescheiterten Ehe in Therapie befindet. Und eines Tages halt im Keller von seinem Möbelhaus in diese Backrooms rein stolpert. Und ganz ehrlich, ich würde nicht mehr dazu verraten. Ich weiß nicht, ob ihr das vielleicht anders seht, aber für mich ist es halt wie so oft bei Horror, je weniger man darüber weiß und je unvereingenommener man sich darauf einlässt, desto mehr hat man davon. Ihr könnt mir gerne widersprechen natürlich. Ich würde vielleicht noch erwähnen, dass es noch eine zweite Figur gibt. Also Clark ist jemand, der in den Trailern groß gefeatured wird, aber es gibt auch noch eine zweite Figur und zwar seine Therapeutin, die spielt auch eine enorm wichtige Rolle und die beiden. Sind im Endeffekt die wichtigsten Figuren in diesem Film und um die beiden dreht sich eben alles. Und vielleicht noch ganz kurz, weil wir ja gerade auch den Trailer sehen. Ich finde ja auch das Schöne an diesem Film, also man hat natürlich die Backrooms an sich, die ja diese liminal spaces haben, Absolut entsprechen. Aber ich finde halt auch genauso schön, dass wenn wir uns außerhalb der Backrooms befinden, der Film genauso inszeniert ist. Da haben wir ein paar eher ungewöhnliche Kameraperspektiven, die halt dann auch diese komische Diskrepanz erzeugt. Das geht los mit dem Namen von dem Möbelhaus. Captain Clarks Ottoman Empire. Pirat oder Sultan? Was ist das? Das ist ja schon die erste Diskrepanz. Ein Ottomane ist ja auch eine Art von Stuhl. Stimmt. Ja, deswegen. Aber ich finde, da geht es aber halt schon los. Und du hast die Shots außerhalb der Backrooms sind halt auch alle so eerie. Aber das ist ja auch eine Diskussion, die es im Internet gibt. Ist die Realität des Films wirklich real? Weil es gibt durch Kameraeinstellungen und so sieht man Sachen wie Wolken, die sich nicht bewegen im Himmel und so. Und da sind viele am Vermuten und sagen, das ist einfach nur ein Level der Backrooms. und das ist nicht echt. Wir saßen gestern auch im Kino und wirklich so toll so zu mir, hey, das sieht irgendwie auch aus wie die Backdome. So einige Szenen immer wieder. Aber da ist halt einfach auch die Frage, ist das einfach nur Ken Parsons Stil, der eben immer so ein bisschen dieses Unangenehme, es wirkt alles ein bisschen off. Also es ist immer ein bisschen off. Und dadurch hast du halt immer so ein leichtes Irgendwas stimmt hier nicht Gefühl. Ich glaube, es ist halt so ein bisschen beides. Also es sollte ich einerseits. Wird dein Geist angesprochen, so ja, okay, Moment, wenn da der Übergang so fließend ist, Gibt es denn überhaupt noch einen Übergang? Oder ist das alles schon längst dasselbe? Und auf der anderen Seite soll es sich natürlich einfach in der Stimmung halten. Auch wenn du, okay, wir sind da wieder raus. Aber wir sind immer noch, dieses Ominöse schwebt immer noch so über dir. Du bist hier nicht ganz frei von dieser bedrückenden Atmosphäre. Und wisst ihr, ich finde das gerade auch ganz schön, weil wir jetzt alle schon so in das Diskutieren reingehen. Ich finde es an dem Film halt auch faszinierend, dass man halt den auf einer Ebene betrachten kann. Einfach nur reingehen, Hirn aus und sich halt davon mitnehmen lassen. Oder du guckst dir jedes Detail, jede Szene, jeden Charakter an und überlegst dir, okay, was sind da jetzt alles für Interpretationsmöglichkeiten drin? Ist halt wie in den Kurzfilmen. Letztendlich, du kannst dir den ganzen Film nochmal anschauen und gefühlt jedes Bild einmal analysieren. Was siehst du da im Hintergrund? Was sind das für Bilder? Was sind das für Dinge, die dann ja auch in den Backrooms, ähnlich wie halt in den Kurzfilmen, auch da rumstehen oder auftauchen oder halt da reingeklippt wurden? Warum sehen die so aus? Haben wir die vielleicht woanders schon mal gesehen? Und das ist halt unglaublich. Ich habe mir gestern nach dem Film dann auch direkt noch ein paar Videos dazu angesehen und ich war so, ah ja stimmt. Ich dachte mir schon, ich kenne das irgendwoher. Und das ist wirklich die ganze Zeit in diesem Film so, dass du halt auch die ganze Zeit dieses Gefühl hast, Das kenn ich aber irgendwoher. Das hab ich schon mal gesehen. Was ja auch typisch dieses Liminal Spaces Phänomen auch wieder wiedergibt. Und das ist so gut gemacht. Ihr habt es gerade schon angesprochen. Du vor allen Dingen auch, Paul, diese Stimmung, die erzeugt wird. Auch durch die Realität, die man im Film sieht. Alles ist so ein bisschen off. Würdet ihr sagen, dass für Backrooms die Stimmung und Atmosphäre wichtiger ist als die Figuren, die hier vorkommen? Oder zeigt der Film auch, dass die Figuren genauso wichtig sind? Ich würde vielleicht ein ganz blödes Argument bringen, dass eigentlich die Backrooms oder halt die Stimmung an sich, die ist eine Figur. Also das ist für mich eigentlich ein lebender und atmender Charakter, der mindestens genauso wichtig und gleichgestellt ist wie jetzt Clark und Marion im Film. Und ich habe da jetzt auch schon verschiedene Sachen gelesen. Manche Leute haben halt gesagt, hey, sie hätten gern weniger von den Hauptfiguren gehabt, mehr von den Backrooms. Die anderen Leuten sagen, sie fanden das mit den Charakteren, weil es menschlicher ist, weil es geerdeter war, genau richtig. Also ich glaube, da ist es sehr schwierig, eine verallgemeinende Aussage zu treffen. Ich finde, sie haben da eine sehr gute Balance gefunden, weil du brauchst halt für General Audiences, ist, es ist ein Film mit einem wirklich hohen oder einem relativ hohen Budget. A24 ist eine große Produktionsfirma. Sie machen den Film halt nicht, also auch für die Fans der Kurzfirma, aber eben auch für Leute, die da noch nie was von gehört haben. Und da muss man wunderbar gucken, auch wenn man die Kurzfirma nicht gesehen hat. Da musst du halt einfach so ein bisschen einen Anker geben und das sind dann halt oft Figuren. Und ich finde, sie haben da eine sehr, sehr gute Balance gefunden. Und der Film hat in vielen Ständen Wir hatten es vorhin schon mit den Mysterien-Antworten. Also ich fand es cool, genau diese Menge an, Charakter und Stimmung. Ich finde auch bei den Charakteren, also lassen sie ja auch Interpretationsspielraum offen bei allen, die wir irgendwie treffen. Wir haben eine Vorstellung, wer das ist, aber trotzdem kann man da noch selber Dinge rein interpretieren und sich da einerseits vielleicht auch wiederfinden, vielleicht auch Verhaltensweisen von anderen Leuten wiederfinden. Also es spielt schon auch da wieder sehr mit dem, was man erwartet und dem, was dann wirklich vielleicht Sache war. Und das finde ich auch relativ gut gemacht. Ich weiß auch, dass da halt auch eben Leute sagen, sie mögen die beiden nicht. Sie finden es vor allem zum Ende hin ein bisschen zu sehr fokussiert auf die beiden Hauptcharaktere. Das ist aber Geschmackssache, also glaube ich. Und ich finde, um diese Backrooms zu erklären und so ein bisschen einfach darzustellen, was da drinnen passieren kann in diesen Räumen, sind zwei Charaktere, die man ein bisschen besser kennenlernt, gar nicht so verkehrt. Obwohl natürlich die Kurzfilme von Kane Parsons auch funktionieren, obwohl man die Charaktere selber meist gar nicht kennt. Das ist auch der Unterschied zwischen einem Kurzfilm und einem Kinofilm. Ich muss sagen, ich finde die beiden Figuren essentiell für diesen Film. Also meines Erachtens würde er nicht so gut funktionieren, wie er funktioniert, weil da ist auch eine bestimmte Meta-Ebene drin, die eben die Backrooms aufgreift. Was immer auch die Frage ja auch aufwirft, was sind die Backrooms denn eigentlich? Weil sie sind ja... Ein Spiegel unserer Realität, der aber nicht ganz richtig ist. An dem irgendwas falsch ist. Man sieht es hier in diesem kleinen Filmchen gerade. Möbelstücke sind zu groß. Wände sind komisch positioniert. Irgendwas stimmt halt nicht. Und das wird im Film fantastisch aufgegriffen, was das eigentlich heißt. Was die Realität hier so widergespiegelt wird. Ich finde, da hatte, wer war denn, der Gast im Kino mit ein paar Leuten und irgendjemand hat es gesagt. Natalie, Dimi. Natalie. Also was wurde denn gesagt? Das Zitat war, dass die Schauspieler das sehr gut gemacht haben, halt nicht dieses, oh, was ist denn hier los? Sondern halt nicht so viel, die ihre Emotionen gesagt haben, sondern sie gezeigt haben. Ich glaube, Dimi hat es gesagt. Show, don't tell. Das war das. So, ne, und so, dann man sieht's im Trailer, deswegen sag ich das hier er landet dann in diesen Backrooms und ist halt nicht so, what the fuck, was ist denn hier los, das sieht ja alles falsch aus, sondern er guckt und ist so. Also total paralysiert von diesem Eindruck. Und das finde ich halt, ja, also die Figuren machen das sehr gut, die Schauspieler machen das sehr gut. Ich hoffe trotzdem, dass die beiden Figuren, falls es mal ein Backrooms 2 gibt, nicht wieder auftauchen, sondern dass wir dann andere Hauptcharaktere haben. Ja, fairer Punkt. Was mir gerade noch dazu einfällt, weil wir haben ja auch noch so über die Ursprünge davon geredet und so weiter. Man muss ja auch erwähnen, Kane Parsons hat ja Regie geführt, aber jetzt nicht persönlich das Drehbuch geschrieben. Trotzdem nimmt halt das Drehbuch halt sehr direkten Bezug auf seine vorangegangene Arbeit. Und dass man halt da schon, also es fügt sich sehr gut ineinander. Wobei man dazu sagen muss, ich bin mir sehr sicher, er hat am Drehbuch mitgearbeitet. Damit du einen Writing Credit kriegst in Hollywood, da müssen ja immer so und so viel Prozent eines Drehbuchs von dir kommen. Ich bin mir sehr sicher, er hat Impulse gegeben und in welche Richtung, also dass es da schon Rücksprache gab, aber du hast natürlich vollkommen recht, das war im Endeffekt jemand anderes, aber ich bin mir sehr sicher, die haben da auch sehr nah zusammengearbeitet. Ich denke auch, ja. Also ich hatte ja, vielleicht kann ich es noch ganz kurz anschneiden, ich hatte ja auch ein Interview mit Kane Parsons. Das ist echt total cool, dass du mit dem mal kurz reden konntest. War auch ein sehr spannendes Interview. Ich weiß, er wird ja gerade auch sehr gerne in den Medien auf sein Alter reduziert, was ja mittlerweile auch schon ein Meme geworden ist. Aber ich muss halt auch, wir haben es ja vorhin schon ein bisschen mehr darüber gesprochen, mit seinem Hintergrund und allem und halt jetzt nicht nur in dem persönlichen Interview, das ich mit ihm hatte, sondern was ich halt sonst von ihm gelesen und mitbekommen habe, er hat halt wirklich Ahnung. Also man merkt, er kennt sich aus, er weiß, wovon er spricht, er weiß, mit was er arbeitet. Und ja, wie gesagt, ich hab ihn ja auch danach gefragt, hey, wie viel kreative Freiheit hattest du denn bei diesem Film? Weil ich mein, man muss ja schon fairerweise dazu sagen, dass jetzt A24 an nen... Also es gab schon, hat er mir auch erzählt, als er 16 Jahre alt war, sind schon Firmen auf ihn zugekommen. Und über die Jahre hinweg hat sich halt das dann immer weiterentwickelt, immer weiter rauskristallisiert, bis er halt bei A24 angekommen ist, wo er gemerkt hat, okay, das passt. Und mit denen möchte er zusammenarbeiten. Und ja, wie gesagt, dass das halt schon ein gewisses Risiko ist, einfach so einem jungen Nachwuchsregisseur eine Regiearbeit anzubieten. Und dass halt dann auch so ein hochqualitativer Film dabei rauskommt, Finde ich wirklich beeindruckend. Und man muss dazu sagen, weil du meintest vorhin, es gab ein hohes Budget. Der Film hatte 10 Millionen US-Dollar Budget. Das ist jetzt kein so hohes Budget, ehrlicherweise. Das ist sehr wenig. Und es hat jetzt schon 260 Millionen US-Dollar eingespielt. Das hat sich gelohnt. Der erfolgreichste Film von A24. Die haben ja Sachen gemacht, zum Beispiel Moonlight, Marty Supreme zuletzt, The Iron Claw oder Anka Jams Ex Machina, Midsommar. A24 hat ein krasses Portfolio, da kann man nichts sagen. Nope, haben die Nope auch gemacht? Oh, das weiß ich nicht genau. Ich glaube, das war eher Jordan Peels Produktionsstudio. Aber ich kann mich erinnern. Weil es die liebe Deliane gerade aufgegriffen hat im Chat. Ich habe es auch noch hier stehen. 2800 Quadratmeter von Backrooms wurden tatsächlich gebaut über vier Soundstages. Soundstages sind im Endeffekt riesengroße Hallen, die schallisoliert sind, dass man da keine Geräusche aufnimmt und nur das, was da drinnen eben passiert. Und das war tatsächlich so groß, dass ich wohl angeblich, kann natürlich auch sein, dass das schönes Marketing-Blabla ist, dass sich da Mitarbeiter vom Film, hin und wieder verlaufen haben während den Dreharbeiten, finde ich sehr, sehr beeindruckend. Und wobei ich mich echt frage, und leider habe ich darauf keine Antwort finden können, es kommt ja im Kinofilm, auch Found Footage kam vor, ob sie das wirklich dort gedreht haben oder ob sie das tatsächlich wieder mit Blender gemacht haben oder mit einem 3D-Animationsprogramm. Weil nun mal die Sachen, die er schon gemacht hat bei YouTube, finde ich auch so realistisch aussehen. Und mit diesen ganzen Filtern, die drüber liegen, ist meines Erachtens kein Problem wäre, diese Found-Footage-Sachen auch wieder in einem Animationsprogramm zu machen, statt sie wirklich vor Ort zu drehen. Und wahrscheinlich hast du da sogar noch mehr Kontrolle drüber, als wenn du das wirklich drehen müsstest. Also das mit den Found-Footage-Sachen gibt ja zwei längere Sequenzen. Die sind schon so zwei große Highlights von Filmen. Also die zwiebeln auch ordentlich. Die zwiebeln auch nicht geiler, wenn ich das wäre. Also ich kann dir die Frage nicht beantworten, ob die jetzt komplett im Blender gemacht wurden. Aber was ich halt zumindest weiß oder was er halt mir dann auch erzählt hat, kein Passens ist, dass er halt das Set in Blenders gebaut hat und das halt dann auch in echt gebaut wurde. Also es gab diese zwei Ebenen, auf denen dieser Film entstanden ist. Also Sie haben sicherlich nicht alles in Blender gemacht, weil es kommen mir dann auch Schauspieler drin vor. Das ist ja immer ganz schwierig, so was, dies, solch eine Szene nicht. Aber ich frage mich halt, ob davor Szenen, weil sonst ist es ja ein riesiger One-Take oftmals, wobei es gibt auch kleinere Schnitte drin. Aber wie gesagt, ja. Aber du hast es gerade eben schon angesprochen und das ist eine Frage, die ich euch stellen möchte. Du hast es gesagt, es ist ein Horrorfilm. Wie seht ihr das? Ist das ein Horrorfilm für euch? Weil ich hatte diese Diskussion gestern mit meinem Mitbewohner, als wir mit dem Rad nach Hause gefahren sind. Was wäre es denn für dich sonst? Genau. Es ist für mich kein Horrorfilm, es ist ein Mysteryfilm mit Horrorelementen. Aber ich fände ihn auch spannend und er hat gruselige Momente, aber ich würde ihn nicht als Horrorfilm bezeichnen. Ich schon. Also ich hatte dolle Bammel, muss ich sagen. Ich bin, also ich gucke immer mal wieder einen Horrorfilm, aber dann auch eher so weniger auf Jumpscare und halt mehr auf Spannung und Stimmung. Halt sowas wie Backrooms tatsächlich. Aber ich saß halt wirklich im Kino teilweise. So durch die Finger geguckt. Das war wundervoll, weil ich saß neben dir und einer Freundin und diese Freundin hat wirklich Die wollte unbedingt in diesem Film. Die war so gehypt, als sie den Trailer gesehen hat. Und sie saß die ganze Zeit so da und so, was ist gerade passiert? Lea, kannst du mir kurz sagen, was passiert ist? Also es war 100% Horror für sie. Und zwar die ganze Zeit. Und wenn ich jetzt jemandem davon erzählen würde, wenn mich jemand noch fragt, hey, ist das ein Film für mich? Würde ich als erstes fragen, magst du Horrorfilme? Weil wenn du gar nichts mit Horrorfilmen anfangen kannst, solltest du diesen Film nicht schauen, glaube ich. Also ich schaue in der Regel keine Horrorfilme, weil ich mir zu sehr in die Hose mache. Aber hier fand ich einfach alles so interessant und spannend. Diese ganze Backrooms-Lore eben und ich musste diesen Film sehen. Einfach muss sein. Ich würde vielleicht nur zur Einordnung gerade auch für unsere Zuschauer noch irgendwo anmerken. Das ist jetzt keine Art von Horror, wo du irgendwie im Zwei-Minuten-Takt ein Chumscare nach dem anderen um die Ohren geballert kriegst oder ist irgendwie Blut und Gedärm durch die Gegend ballert. Nee, es ist, dieser Film ist so intensiv durch die Atmosphäre, die er generiert. Und wir hatten es ja auch schon vorher bei Backrooms allgemein gemacht mit so dieser Erwartungshaltung, passiert jetzt was? Was ist jetzt hier um die Ecke? Oh, es ist nichts, was hinter der Ecke lauert. Aber vielleicht in der nächsten und so weiter und halt auch dieses, ja, eben dieses Uncanny von, es sieht einerseits vertraut aus, aber dann doch irgendwie befremdlich und wenn man halt dieses Ungewisse an der Seite von den beiden Protagonisten dieses Films erkundet. Dadurch wird der Film halt so unglaublich atmosphärisch, unglaublich intensiv und, so blöd, wie es jetzt klingt, es ist irgendwo ein Vibe. Es ist ein Vibe. Und ich glaube auch da, das hat meiner Freundin so ein bisschen diese Angst gegeben, sie kannte halt die Kurzfilme und hat deswegen durch die Kurzfilme die ganze Zeit halt auf Dinge gewartet, die in den Kurzfilmen schon passiert sind. Und war dann halt so, ich kenne den Ort, oh nein, oh nein, das passiert jetzt gleich. Es war großartig. Ich muss zugeben, ich werde ab jetzt nur noch Horrorfilme mit ihr schauen, weil es war einfach unglaublich. Unglaublich unterhaltsam. Aber sie haben es halt sehr gut geschafft, auch ohne Gore. Ohne, dass es, also ja, es gibt ein paar Szenen, die ein bisschen blutig sind, aber nie, sie hätten die Möglichkeit gehabt, an Stellen sehr blutig zu sein. Und das haben sie nicht gemacht, weil es das nicht nötig, also das hat dieser Film nicht nötig. Der funktioniert komplett, ohne jetzt krass grausam zu sein. Dauernde Anspannung und Unwohlsein, weil eben alles so ein bisschen off und weird ist. Das ist, finde ich, so das, was man da mitnimmt. Sesoma bei uns im Chat sagt, Psycho-Horror. Könnte man sicherlich so betiteln und sagen, weil es passt ja auch, ja, passt thematisch auch. Definitiv Psycho-Horror. Jetzt kommen wir zu einer Frage, die ich auch ganz spannend finde, weil wenn man sich anschaut, Kane Parsons ist jetzt heute 21 Jahre alt, der Film hat 10 Millionen gekostet, 260 Millionen eingespielt, aber er ist jetzt nicht der erste YouTuber, der sowas macht. Wir haben auch gerade in einem anderen Film, der jetzt in die Kinos kommt, Obsession. Der wird von Curry Barker gemacht, der auch schon seit Jahren bei YouTube sein Unwesen treibt. Eigentlich mit lustigen Sketches. Obsession macht gerade in den USA auch um die 270 oder 280 Millionen hat der bereits eingefahren. 26 Jahre alter Regisseur. 26 Jahre alter Regisseur. Dann Talk to Me kam auch von einem YouTube-Duo. Wie seht ihr das? Sind die neuen Spielbergs, Werden die von YouTube kommen? Ja, also ehrlicherweise auf jeden Fall. Weil früher, es ist ja auch so, auch ein Spielberg hat ja schon Filme gedreht. Der hatte halt nur noch keine Plattform, wo er die online groß ausstellen konnte als Kind. Oder als Jugendliche. Und das ist halt, jetzt gibt es diese Plattform. Bedeutet, Leute, die filminteressiert sind, werden ihre Filme auch online stellen. Und werden diese Filme auf YouTube zeigen. Deswegen, also ich sage nicht, dass jeder, der auf YouTube Filme zeigt, der nächste Spielberg ist. Aber wenn wir einen nächsten Spielberg finden, dann wahrscheinlich da. Wäre jetzt mein Guest, weil ich einfach denke, Leute, die halt Filme machen, wollen ja auch, dass die gesehen werden. Und wir haben heute die Möglichkeit mit diesen Plattformen, dass einfach jeder seine Werke online stellen kann und dann auch mal schauen kann, gefällt es den Leuten? Ist das nur was, was ich jetzt selber gut fand? Oder kommt da vielleicht ein positives Feedback? Und deswegen, ich glaube, wenn wir einen Spielberg haben, dann wird der auf YouTubes anfangen. Ja, ich denke, insofern ist es natürlich halt auch dankbar, um überhaupt solche Talente zu finden. Weil wenn jetzt jemand wie eben Kane Parsons einfach eine Reihe an Kurzfilmen macht, die halt jetzt nicht nur durch Aufrufe oder positive Resonanz bestechen, sondern halt auch wirklich durch Qualität. Ich meine, aus gutem Grund hat sich A24 dazu entschieden, Parsons die Regie zu überlassen. Oder halt auf der anderen Seite, wir hatten ja zuletzt auch Iron Lung von Markiplier. Wenn jemand selber sich durch YouTube vielleicht diese finanziellen Mittel aufbauen konnte, um sich halt kreativ neue Richtungen zu entwickeln, ist auch eine Möglichkeit. Es geht ja auch sogar andersrum. Ridley Scott ist doch der Regisseur von Blade Runner. Der hat doch für den zweiten, also für 2048, heißt der? 2049. 2049 war es. Für den hat er auch Kurzfilme gemacht, die er dann auf YouTube gebracht hatte. Die hängen direkt mit der Handlung des Films zusammen, passen da aber halt nicht rein oder sollten halt irgendwie anteasern, wie auch immer. Und dann hat er sie halt auf YouTube gepackt. Also es geht halt auch andersrum. Das hat er schon bei Alien Covenant und Prometheus gemacht, wo man sich dann dachte, warum waren die nicht im Film? Das hätt's so viel besser gemacht, du Idiot. Wo man sagt, doch nicht so ganz verstanden. Ich finde das so ein spannendes Thema, weil früher, wenn YouTuber Filme gemacht haben, dann waren das irgendwelche Kackfilme. Das war doch so der Anfang. Die Lochis. Ist doch so. So ein Scheiß war das halt. Und, jetzt kommt halt diese neue Generation, die schon ein bisschen länger damit aufgewachsen ist, die das auch wiederum ganz anders wahrnimmt und viel mehr in ihrem großwerten Teil, ihrer Persona halt auch ist und viel besser wissen, wie man mit sowas umgehen kann. Und ich sehe es dann auch noch so, weil das ist etwas, was man glaube ich viel bei Superheldenfilmen auch sieht, dass sich Superhelden, Marvel eben Regisseure schnappt, die Young in Upcoming sind, die wenig kosten. Und die man dann auch, wo die Produktion oder der Produzent dann sagen kann, wir machen das dann doch lieber so, weil wir sind die Geldgeber und du darfst sie nicht komplett ausleben. Und ich glaube, das ist auch ein großer Faktor, der wichtig ist. Weil du hast ja jemanden, der noch nicht schweineteuer ist. Du hast jemanden, wo du auch noch sagen kannst, Moment, das müssen wir jetzt aber anders machen, weil wir sind die Geldgeber. Und du hast natürlich dann auch jemanden, wo du dich gut profilieren kannst, indem du sagst, wir fördern junge Talente, wir fördern YouTuber. Das ist, das hat natürlich auch, finde ich, eine gute Auswirkung einfach. Und im Idealfall holst du halt dir auch schon mal die Community von den Leuten rein. Genau, das ist es eben. Ich meine, wer besser als Kane Parsons, der da wirklich die krasse Lore abgeliefert hat. Das ist ja auch super Marketing. Ja, auf jeden Fall. Und ich finde es auch so spannend, weil Steven Spielberg ja auch gerade einen Film in die Kinos gebracht hat. Mit Disclosure, diesen Alien-Film. Und der aber durchaus okay läuft, aber nicht annähernd so gut wie diese Filme, und da sehe ich es halt einfach so, dass, Ich, als jemand, der älter ist, natürlich Steven Spielberg auf einem ganz hohen Podest hält, aber dessen größte Hits sind für jüngere Generationen einfach viel zu weit entfernt. Und der hat einfach nicht diesen Stempel bei vielen Leuten draufgesetzt, als bei anderen Leuten, die schon älter sind. Ich habe jetzt noch ganz kurz zu Spielberg jetzt zu deinem Beispiel konkret. Ich habe zum Beispiel auch gelesen, dass das Closure Day jetzt auch von manchen als Boomer-Sci-Fi bezeichnet wurde. Ja, und es ist halt also nichts Neues. Also das ist schon auch was, so Backrooms ist halt im Kino zumindest, das ist jetzt das erste Mal, dass in dieser Form, in diesem Ausmaß ein Creepypasta-Film überhaupt entsteht. Also wo halt diese ganze Generation sagt, hey, das sind unsere Geschichten. Das ist das, womit wir aufgewachsen sind, die wir auch mitgestaltet haben. Wir waren Teil davon. Und jetzt ist diese gemeinsame Geschichte, die wir da erschaffen haben, ist jetzt im Kino. Deswegen werden wir das natürlich fördern und da reingehen. Das Closure Day ist halt... Ein Sci-Fi-Film ohne jetzt einen besonderen Aufhänger, den man jetzt noch nie gehört hätte. Genau. Und das meine ich ja eben, dass Spielbergs größte Hits, die sind zu weit entfernt von jüngeren Generationen. Und Backrooms ist das nicht. Die jüngeren Generationen sind damit groß geworden, aufgewachsen, haben das mitbekommen. Und da hat sowas viel mehr Zugkraft, die Leute ins Kino zu bewegen, als eben dann, wie du es gesagt hast, Boomer-Sci-Fi. Wo ich durchaus sagen könnte, ohne den Film gesehen zu haben, ja, das kann ich mir vorstellen, dass das sehr, sehr gut passt einfach. Es ist so dieses traditionelle Sci-Fi, was aber im Endeffekt nichts Neues ist. Und ich meine, man muss ja auch dazu sagen, die Kinolandschaft, die ist irgendwo am struggeln. Es wurde ja auch viel drüber diskutiert oder halt auch sich drüber beschwert, dass halt irgendwie beispielsweise große Franchises wie Marvel oder Star Wars halt Innovationen aus dem Kino vertreiben würde. Und das halt auch einen zu großen Platz einnehmen würde. Aber dann haben wir halt jetzt auch eben mit sowas wie Backrooms oder Obsession genügend Gamebeispiele. So neue, innovative, kreative Konzepte, die jetzt auch kein großes Risiko darstellen. Wie gesagt, Backrooms wurde mit 10 Millionen produziert. Obsession waren es sogar nur 750.000. Der hat nicht mal eine Million gekostet. Und das sind halt gerade die erfolgreichsten Filme, die im Kino laufen, die sogar Mandalorian und Grogu, den neuen Star-Wars-Film nach sechs Jahren, nach Episode 9, einfach halt nass machen. Ich habe nicht vor, den im Kino zu gucken. Ich habe ihn schon geguckt. Genau, deswegen. Aber da wäre jetzt meine Frage an dich. Glaubst du jetzt, wo es halt diese großen Erfolge gab, dass das jetzt auch eine Chance ist, dass mehr Studios auch sagen, okay, wir sind jetzt bereit, auch junge Regisseure mehr zu fördern und da reinzugehen? In den letzten Jahren, wie du schon gesagt hast, hat man sich halt auf Marken einfach ein bisschen ausgeruht, hat gesagt, okay, komm, wir machen noch einen Marvel-Film, weil es werden Leute reingehen. Irgendwer wird sich das schon anschauen. Und jetzt einfach, wenn sie sehen, okay, es funktioniert mit weniger Geld, mit einfach einer guten Idee, damit können wir richtig reich werden, dass das mehr gefördert wird? Also es besteht halt immer so ein bisschen die Gefahr, was für Lehren werden da rausgezogen? Weil wir hatten ja zum Beispiel auch beim Barbie-Film, der ja auch unglaublich erfolgreich war, waren die größte Lehre, die die meisten Studios rausgezogen haben, waren, okay, wir machen jetzt zu Spielzeug aus den 80ern, machen wir Filme. Aber darum ging es nicht in Baden. Das ist halt wirklich eigentlich die, die schlechteste Lehre, die man daraus hätte ziehen können. Aber um deine Frage zu beantworten, ich bin insofern schon optimistisch, dass wir jetzt halt wirklich, eben diese Beispiele haben, die ich grad genannt hab, oder dass halt jetzt große Franchise strugglen, dass halt einfach auch Filmstudios sich halt wieder darauf rückbesinnen, okay, wir probieren was Neues, wir probieren was anderes. Und vor allem, wir schmeißen nicht irgendwie 100 bis 200 Millionen auf einen einzelnen Film, wo sich ja jetzt auch oft bewiesen hat, dass dieses Konzept von High-Budget-Produktion auch nicht mehr haltbar ist. Ich meine, klar, vor ein paar Jahren Filme wie Avengers Endgame oder Avatar, die haben die Milliarde mit Leichtigkeit geknackt. Und viele Produktionsstudios haben ja auch darauf abgezielt. Aber damit struggeln jetzt mittlerweile sogar Star Wars und Marvel und so weiter. Aber ich finde es immer noch weird, also ich bleibe gleich bei dem Beispiel, ich bin großer He-Man-Fan, der Film kam, der hat 170 Millionen in der Budget gehabt, dann nochmal Marketing drauf, Der muss ja ungefähr 400 Millionen einspielen, damit der erfolgreich ist. Der ist jetzt gerade mal bei 85 Millionen. Ist ein gigantischer Flop, wo ich mir denke, das stimmt vollkommen, was du recht hast. Aber andererseits, ein Film wie Michael, der wirklich nicht gut ist, ist fast bei einer Billiarde. Deswegen finde ich, es ist immer noch weird und sehr schwer vorherzusagen. Aber ich glaube auch, dass die Schlüsse, die gezogen werden, werden durch diesen großen Erfolg von jetzt Obsession und eben auch Backrooms wird sein, dass lauter andere Produktionsfirmen sich YouTuber schnappen werden und dann deren Ideen umsetzen werden. Und ich glaube, wir werden eine ganze Welle an auch Crappy-Filmen bekommen, hat man ja teilweise auch. Hier Internetkritiker Chris Stuckman hat ja dann auch einen Horrorfilm gedreht, der eigentlich sehr unterging, der nicht wirklich erfolgreich war. Und ich glaube, das sind die Schlüsse, die einige Produktionsfirmen ziehen werden. Hey, wir schnappen uns auch einen YouTuber, weil das ein Supermarketing-Tool ist, das ist gerade total in und da wird es dann auch viel Crap geben. Aber die Basis davon, dass Obsession und Backrooms so erfolgreich sind, ist meines Erachtens nicht nur, dass es YouTuber sind, sondern dass es einfach gute Geschichten sind, die toll umgesetzt wurden. Und das ist das. Und neu auch. Das hatte gerade Dark Reed im Chat geschrieben, bei Horrorfilmen kannst du ja auch viel innovativer sein als bei Superhelden. Halb. Viele Horrorfilme sind innovativer als Superheldenfilme, aber auch Superheldenfilme können innovativ sein. Aber es wird dann immer gesagt, ja, das funktioniert, dann nehmen wir das. Und jetzt merken Produktionsfirmen eben bei Filmen, im Gaming ist es genau die gleiche Geschichte, dass halt große Triple-A-Spiele immer mehr floppen, Indie-Games gehen ab wie nix. Dass dann große Produktionsfirmen merken, oh, ja, das ist jetzt das Erfolgreiche, jetzt machen wir alle das, scheiß auf das andere, wir canceln das, wir schließen die Studios, wir schmeißen Leute raus, jetzt das ganze Budget darauf wechseln, wie die Wahnsinnigen, ohne halt darüber nachzudenken. So wirkt es jedenfalls. Und dann kommt jetzt wahrscheinlich, wie du sagst, eine Flut. Und da werden gute Sachen dabei sein, da wird aber auch einfach halt Treibholz bei sein. Ja. Ich hätte noch eine Frage an dich, Walli, weil wir haben ja den Film erst gestern gesehen, wir sind noch super frisch im Thema. Aber was war denn dein Eindruck direkt nach dem Abspann und was war dein Eindruck so jetzt Tage und Wochen später? Also kann ich mich eigentlich noch ganz gut dran erinnern. Ich durfte den Film ja jetzt schon vor ein paar Wochen sehen, weil es halt auch eben mit diesem Interview mit Kane Parsons verbunden war und muss man auch dazu sagen, in den USA läuft der Backrooms schon eine Weile. Jetzt hat es, glaube ich, einen Monat länger gedauert, bis er in Deutschland gelaufen ist. Und wie gesagt, ich kann mich noch echt gut dran erinnern, ich bin halt erst mal da gehockt und habe mir gedacht, geil, dass es mal diese Art von Film gibt. Weil ich hatte ja vorher schon gemeint, diese Art von Film sieht man nicht oft im Kino. Und jetzt, ein paar Wochen später, freue ich mich halt umso mehr, dass das halt auch ein Publikum findet. Dass die Leute Bock drauf haben, dass sie das wertzuschätzen wissen und halt auch unterstützen. Und wo wir jetzt auch noch mal gerade bei dem Thema waren, gerne mehr davon. Was ich noch wichtig finde, weil wir jetzt alle, wir reden jetzt alle sehr positiv über den Film, weil er uns gefallen hat. Wie gesagt, es gibt da draußen auch Kritik am Film. Vor allem, wenn ihr mit so liminal spaces, wenn es überhaupt nichts in euch auslöst, diese Bilder zu sehen, dann werdet ihr wahrscheinlich einen Großteil des Horrors dieses Films nicht nachvollziehen können oder auch dieses, was man halt erfahren möchte. Dann wird das für euch, also es gab auch Leute, die gesagt haben, hey, ich fand den voll langweilig, mich hat der überhaupt nicht mitgenommen. Und ich kann das tatsächlich nachvollziehen. Ich habe da heute auch drüber nachgedacht. Es gibt auch, also ich fand den Anfang sehr, sehr ruhig, wo ich mir dachte, oh, ob das jedem gefällt, der jetzt da sich vielleicht einen Horrorfilm erwartet und so. Ich glaube, da wird es definitiv auch noch Stimmen geben, die sagen so, boah, mir war der zu langweilig. Ja, das sind halt wirklich diese zwei Parts, dieser Anfang, wo viele von den Backrooms-Fans gesagt haben, hey, das ist genau das, was wir wollen. Und dann der zweite Teil, wo dann viele von den Kurzfilm-Fans gesagt haben, hm, das ist uns jetzt ein bisschen zu sehr Hollywood. Und wahrscheinlich ist dann der zweite Teil, der den typischen Horrorfans besser gefallen könnte als der Anfang. Der einfach sich Zeit nimmt, um die Charaktere aufzubauen, um ihre Hintergründe aufzubauen. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, aber es ist eben Geschmackssache. Deswegen nur so als Vorwarnung. Ich finde auch, der Film macht auch viel, viel richtig, aber nicht alles perfekt. Ich fand, ohne jetzt zu spoilern, das Ende war nicht so perfekt. Es war okay, es war kein schlechtes Ende. Hat den Film nicht für mich ruiniert, aber es war, glaube ich, so, Entweder 5 oder 5, 10 Minuten zu lang. Aber es war halt okay, es war gut. Aber ich habe das Gefühl, es hätte noch geiler sein können. Weil der Vorteil bei den Kurzfilmen ist halt, wie sollen die Enden? Material, Cut, No Signal, Blue Screen, fertig. Aber da fand ich, das Ende geht auch in die Richtung. Nee. Findest du nicht? Nee. Ihm wurde zu viel erklärt. Spoiler Talk macht den Ende. Schreibt mal in die Kommentare. Wenn die Kamera ist ausgekommen. Schreibt mal in die Kommentare, ob ihr vielleicht auch noch mal Bock auf einen Spoiler-Talk vielleicht in dieser Runde hättet. Vielleicht in ein, zwei Wochen, wenn ihr dann alle dieses Filme geschlossen habt. Sehr cool fand ich aber dann die ganzen Referenzen, die es im Film gibt, auf die Kurzfilme. Wie gesagt, es ist ja auch dasselbe Universum. Es gibt halt wirklich die Shots, die halt das Originalbild aus diesem Forchan-Forum imitieren. Und dann noch das zweite Bild, was da auch so berühmt geworden. Die gibt es halt eins zu eins so im Film nochmal. Aber es ist so blink and you'll miss it. Und so sollte das sein, finde ich. Kenne ich, aber wenn du es halt nicht kennst, passt es trotzdem voll rein. Es ist nicht im Mittelpunkt, sondern es ist so nebenbei. Es hatte vorhin jemand im Chat auch gefragt. Hier, hier, schaut her. Es ist halt nicht dieses, guck mal, das kennst du doch. Guck mal, er hatte es auch schon mal gesehen. Hier, hier, hier. Sondern wenn du gar nicht weißt, dass du da gerade was hättest erkennen sollen, dann der Moment wirkt dann aber nicht komisch oder sowas, sondern es ist keine Pause so von wegen, ach, achte jetzt mal hier drauf, sondern, es ist ein sehr schöner Flow einfach und es fließt einfach weiter und wenn du es kennst, freust du dich kurz und dann geht's weiter. Ich hätte noch eine Frage an euch tatsächlich, wenn ich kurz kapern darf, Felix. Klar. Was würdet ihr euch denn von einer Fortsetzung wünschen? Was ganz anderes. Ein neues Level von den Backrooms. Also mehr Level, weil wir haben uns ja, also... Die Backrooms bestehen, zumindest in der Internet-Lore, aus einer ganzen Menge verschiedenen Leveln und bei Kane Parsons selber befinden wir uns meistens einfach nur auf Level Null, also im Foyer, so im Eingangsbereich. Und ich glaube, es könnte spannend werden, da noch tiefer reinzugehen und einfach zu schauen, was gibt es denn da noch, was hat das noch für Möglichkeiten. Weil das ist ja das Schöne an den Backrooms, da kann alles passieren. Es ist eine ewige, riesige Welt und ich glaube, da steckt einfach unglaublich viel Potenzial. Natürlich auch mit dieser Idee, die Realität zu spiegeln, dass man vielleicht auch noch andere Gefühle spiegelt. Also weil wir haben vorhin schon gesagt, es ist Psychohorror. Es wird halt aktuell viel mit Isolation, mit Trauma gespielt. Dass man vielleicht auch noch mit anderen Gefühlen, die da nochmal widerspiegeln könnte. Ich glaube, das ist viel möglich, um das auszubauen. Mir hat so ein bisschen, was ich bei sowas immer cool finde, ist so dieser Megalophobie-Aspekt auch. Also sich sehr, sehr winzig fühlen im Angesicht riesengroßer Bauwerke tatsächlich eher bei mir. Also klar, auch mit riesigen Kreaturen gibt es das auch. Aber ich finde es halt so, gigantische Bauwerke. Es geht mir für mich, wenn irgendwo ein Windrad, Wenn du da mal nahe vorschießt, sind gigantisch die Dinger. Und das hat mir so ein bisschen hier gefehlt. Du hast die Weite, aber nicht die Höhe oft im Film, die mir so ein bisschen gefehlt hat. Es wird in Szenen, kommt es mal vor, aber da gibt es auch in den Kurzfilmen Momente, wo mir die Kinnlade runtergeklappt ist und dachte, oh, oh, oh, oh, da geht es mir jetzt aber, da regt sich aber was hier im Bauch. Und das hätte ich gerne mehr gesehen im Film. und wie gesagt, ich hätte gerne komplett andere Handlungen, nämlich nicht von normalen Menschen, die da reingehen, sondern, Vielleicht mehr bei dieser Async-Forschungsstation. Das ist natürlich aber sehr schwierig, da die Valence zu finden, nicht zu viel zu verraten. Du darfst aber auch nicht zu wenig verraten, weil dann fühlt es sich nicht belohnend, an diesem Handlungsstrang zu folgen. Dimi hatte die Idee von einem SWAT-Team, das da reingehen soll. Aber vielleicht irgendeine Rettungsmission, eine Bergungsmission oder sowas. Also das ist für mich komplett die Antithese zu den ganzen Backrooms. Das würde ich jetzt auch nicht nehmen, aber wer weiß, vielleicht, wissen Sie, vielleicht muss Async einen Mitarbeiter retten, der da drin verloren ist oder sowas. Sowas finde ich spannend. Ich finde die Frage super schwierig. Ich habe jetzt die ganze Zeit schon drüber nachgedacht und gehofft, dass ich nicht gleich was sagen muss, weil ich glaube, das Essentielle an den Backrooms ist, dass es nicht genau erklärt wird. Ich finde, man kann Sachen auch übererklären, wie zum Beispiel beim Alien-Mythos. Das ist alles mir zu viel geworden. Ich weiß nicht, ob ein weiteres Level mir da einfach reichen würde. Es wäre einfach nur dann bigger und better. Das kann man als Sequel machen. Ich glaube auch, dass eine Perspektive von der Async-Firma, vielleicht von jemandem, der da arbeitet und der dann aber das nicht so gut findet, was da passiert, ganz spannend sein könnte. Ich finde diesen ganzen psychologischen Aspekt wahnsinnig spannend. Ich glaube, das kann man noch gut weitertragen. Ich finde es schwierig, aber Kane Parsons hat ja schon gesagt, er möchte das weiterführen. Ich bin mir sehr sicher, der hat eine Idee. Es soll ja auch weiter mit der YouTube-Serie weitergehen, auch noch, parallel. Er kann sich auch eine Fernsehserie vorstellen. Also es wird weitergehen, aber in welche Richtung, finde ich sehr, sehr schwierig. Vielleicht aber nochmal einen Zeitsprung, vielleicht ein paar Jahre davor. Also ich finde, es gibt zum Beispiel einen Charakter, den wir vielleicht wieder sehen könnten, wenn es einen zweiten Teil gibt, der jetzt im Laufe des Films, umso später der Film kam, umso mehr hat man über den auch rausgefunden. Ich war bei diesem Charakter schon zu Hause und hab mit ihm Poker gespielt in Los Angeles. Was? Warte mal. Poser. Alter, was? Wie kommt das denn zustande? Also wir reden über Phil. Bedeutet, du warst bei Marc Duplass und hast mit dem... Mit ihm und seinem Bruder. Und meinem Bruder zusammen. Das war sehr crazy. Stimmt, Bernd nicht. Weil ich nur sage, okay, was passiert hier gerade? Also ich könnte mir vorstellen, dadurch, dass er ja einerseits diesen Bezug zu den Charakteren aus dem ersten Film hatte, wo wir jetzt gesagt haben, wir hoffen, dass die vielleicht nicht mehr vorkommen, aber, dass er da schon viel mitbekommen hat. Und ich finde, bei ihm hat man immer wieder so ein bisschen so ein Zweifeln in den Augen gesehen, so ein bisschen dieses Mitleid gesehen. Und das wäre eben genau, dass jemand, der vielleicht nicht mehr ganz mit dem, was da gerade passiert, d'accord geht. Das sehe ich jetzt komplett anders, aber das ist wiederum gesundwürdig. Ja, es ist natürlich auch Geschmackssache, aber ich glaube, der könnte funktionieren. Und in den Kurzfilmen gibt es ja durchaus eine Person, die als Oberbösewicht so ein bisschen immer gezeichnet würde, die jetzt in dem Film gar nicht aufgetaucht ist. Also null. Und da könnte man sicher auch noch drauf eingehen. So, weil du gleich einen Termin hast, würde ich noch sagen, abschließend, was würdet ihr dem Film auf einer Skala von 1 bis 10 das Beste geben? Wenn man was mit diesem Liminal-Space-Horror anfangen kann, man ein Fable für sowas hat, für die Realität, hinter der Realität und so weiter, wenn man das mag, eine 8 von 10, wenn das in dir nichts auslöst, 6. Ich wäre jetzt auch bei so einer 8 gewesen. Also ich finde, da ist eben noch ein bisschen Luft nach oben, vielleicht sogar 8,5, weil es mir schon persönlich sehr gut gefallen hat und sehr nah an dem war, was ich auch erwartet habe als Fan der Kurzfilme. Aber genau, sonst, ja, ich würde sonst schon eine 7 geben, weil ich finde schon, dass es wahrscheinlich vielen Leuten gefallen wird, aber Geschmackssache. Ich bin bei euch. Ich wäre bei einer 8 von 10. Alright. Dann steche ich raus. Ich würde eine 9 oder sogar eine 10 von 10 geben. Ich finde den Film ziemlich perfekt. Ich habe gestern noch sehr lange mit meinem Mitbewohner darüber diskutiert, was bedeuten kann, wie das umgesetzt wurde in den Backrooms, weil da ist ein großer psychologischer Aspekt dabei, den ich super spannend finde. Ich wüsste nicht, wie man Backrooms besser umsetzen könnte. Ich kann verstehen, wenn jemand anders da Längen sieht. Aber für mich war das, ich liebe dieses Rabbit Hole, in das ich gefallen bin und ich werde mir auch die nächsten Tage und Wochen noch mehr dazu reinziehen, weil ich finde das einfach absolut fantastisch. Zum Beispiel Gothic-Opa schreibt auch gerade, ich verstehe nicht, was daran Horror sein soll. Wenn ihr einfach mal da reinstrumpeln wollt, schaut mal Kane Pixels auf YouTube, da den ersten Kurzfilm von seinem Backroom-Filmchen, da eine Playlist, alles sehr gut organisiert. Schaut euch den mal an, der ist acht Minuten oder sowas. Wenn euch das nicht zusagt, dann geht nicht in den Film. Wir werden gleich auch noch ein bisschen drüber reden, über die Entstehungsgeschichte und was daran wirklich Horror ist. Ich möchte mich jetzt aber erst mal ganz herzlich bei dir bedanken, lieber Falli, dass du warst und ihr beide natürlich, dass wir über diesen Film sprechen konnten. Ich fand, das war ein tolles Gespräch. Vielen Dank dafür. Ich danke dir. Ja gut, Falli, du wirst uns jetzt leider verlassen, ne? Yes. Ja, dann raus mit dir, Buche. Ja, dann raus. Ich freue mich aber auf die Mittagspause, wo dann ein Spoiler-Talk kommt. Vielen Dank für deinen Input auf jeden Fall. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Das war mir wie immer eine Freude und ich hoffe, ihr kriegt das auch ohne mich hin. Ja. Wir werden uns beste Mühe geben. Tschüss. Tschüss. Lasst uns über die Backrooms reden und zwar die ganze Entstehungsgeschichte, weil das ja wirklich auch ein sauspannendes Thema ist. Was sind die Backrooms? Creepypasta ist da ein Teil davon oder wie passt das in die Creepypasta? Liminal Spaces ist ein Begriff, den wir immer wieder hören. Wie fing das Ganze denn überhaupt an? Habt ihr das gewusst, wie das losging? Mit einem 4chan Bild, also 4chan, 4chan Bild, wo halt einfach letztendlich hatte, es gab halt einen Post, wo Leute gesagt, wo geschrieben wurde, hey, schickt mal Bilder rein, wo ihr das Gefühl habt, von Orten, die sich irgendwie nicht ganz richtig anfühlen. Und da kommt mal kurz Wally vorbeigesneakt. Aus den Backrooms. Genau, aus den Backrooms heraus. Genau, schickt mal Bilder rein von Orten, die sich nicht ganz richtig anfühlen. Und dann wurde eben ein Bild reingeschickt von einem gelben Büroraum, wo man heute weiß, es war 2019, heute weiß man, das war aus einem Spielzeugladen. Genau, also das Bild wurde 2019 gepostet. Da sehen wir dieses Bild. Und dieses Bild entstand aber im Jahr 2002. Du sagtest Spielzeugladen, ich habe Möbelladen. Ich habe auch Möbelladen. Möbelladen in Oshkosh, Wisconsin. Deswegen ist es auch so witzig, dass er im Film auch einen Möbelladen hat. Ja, das ergibt voll Sinn. Und dieses Bild wurde halt einfach gepostet von jemandem. Und was dann interessant ist, ich finde, es sieht ja schon creepy und weird aus. Oder einfach, wo du denkst, es stimmt nicht, die Wand da hinten, die geht nicht ganz bis zur Decke. Und es ist halt ein Möbelladen, der gerade irgendwie seine erste Etage renoviert hat. Besitzerwechsel oder so. Besitzerwechsel, irgendwas war da. Aber dann hat jemand einen Text verfasst. Und ich habe diesen Text auf Deutsch übersetzt. Ich muss den mal vorlesen, weil dieser Text allein schon Bilder im Kopf erzeugt, die ich wirklich wahnsinnig geil finde. Ich lese vor. Wir lassen dieses Bild einfach mal da, würde ich sagen, damit wir auch den Text dazu haben. Wenn du nicht aufpasst und in den falschen Bereichen aus der Realität hinausgleitest, no-clipst, Landest du in den Backrooms, einem Ort, an dem es nichts gibt außer dem Geruch alter feuchter Teppiche, dem Wahnsinn eines eintönigen Gelbs, dem endlosen Hintergrundrauschen von Leuchtstoffröhren auf maximalem Summen und Brummen sowie ungefähr 600 Millionen Quadratmeilen zufällig unterteilter leerer Räume, in denen du gefangen bist. Gott steht dir bei, wenn du etwas in der Nähe umherstreifen hörst, denn es hat dich mit absoluter Sicherheit bereits gehört. Ein Poet. Ich finde das wirklich saukrass. Also ich finde, dieser Text ist super, dass das jemand so cool umschrieben hat, anonym im Internet, finde ich total geil. Weil du siehst dieses Bild, du liest diesen Text und du hast ein Gefühl im Kopf und im Bauch und du merkst einfach, dass da was nicht stimmt. Und das finde ich fantastisch. Das ist richtig gut. Das ist halt typisch eben Creepypasta, Ein Begriff, den wir jetzt schon öfter genannt haben, das kommt von creepy, also gruselig und copy-paste. Copy-paste im Sinne von, also Dinge wiederholen und halt kopieren. Online, deswegen Copypasta, ist ein Begriff, der sich da entwickelt hat. Und das ist das Lagerfeuer, das, was man früher an Lagerfeuern gemacht hat. Diese Geschichten, die du da jetzt gerade vorgelesen hast, wurden halt früher an Lagerfeuern erzählt. Um sich gemeinsam zu gruseln, weil gemeinsames Gruseln auch was sehr Menschliches ist, ehrlicherweise. Weil man damit in einer sicheren Umgebung diese Gefühle, Angst, Beklemmtheit ausprobieren kann. Und dann aber am Ende jederzeit sich da auch rausziehen kann und das gemeinsam mit anderen erlebt und dadurch auch diese Bindung zu den anderen Personen gestärkt wird. Und das ist halt, wie gesagt, Creepypasta sind genau das, dass du halt sagst, hey, ich habe Geschichten online, die dann kopiert werden und weitererzählt werden und wo andere Leute dann aber zum Beispiel auch diese Geschichte auch erweitern können. Das ist ein kollaboratives Zusammenarbeiten von den Leuten, die halt gemeinsam diese Story, diese Gruseligkeit erfunden haben und weiter ausgebaut haben. Und Kane Parsons war da natürlich ein ganz, ganz krasser Stein oder Fundament für das natürlich auch. Erst 2024 konnte man übrigens dann die Herkunft dieses Fotos dingfest machen und herausfinden, wo das entstanden ist. Da hat man dann aber auch prompt gleich noch ein zweites Foto gefunden vom selben Tag sogar. Genau, wir haben noch ein zweites Foto, vielleicht kann man das auch noch einspielen oder kurz zeigen, was auch eben dann auch wieder zeigt, wie bizarr, ich hätte gern gesehen, wie dieses Möbelhaus ausgesehen hat, als da irgendwie Sachen drin waren, weil das ist dieses zweite Bild, was da entstand und man denkt sich nur so... Wie soll da ein Möbel raus? Das ist einfach strange. Das ist einfach super krass. Aber jetzt stellt euch mal vor, beim Ikea würden alle Möbel rausgenommen werden. Das sähe auch komisch aus. Das sähe auch komisch aus. Keine dieser Räume macht ja an sich normalerweise Sinn, wenn du da drin arbeiten oder leben würdest. Und das ist ja genau dieses Limitless Spaces Ding. Genau. Warum sind leere Büroräume oder Räume dieser Art teils gruseliger als viele Monster? Warum ist dem so? Also es ist halt so dieses Entrückte, so dieses, eigentlich sollte das hier gerade ganz anders aussehen. Eigentlich sind hier Menschen und Menschenleben. Hier sind Objekte, die einen Sinn haben. Wenn du all diese sinngebenden Elemente entfernst, was bleibt dann noch außerhalb Raum? Und welchen Zweck hat Raum, wenn er keinem anderen Zweck dient? Auch so Übergänge, einen Flughafen oder sowas, eine Parkgarage, das sind alles unfassbare Limitless Spaces, wenn da auf einmal keine Leute mehr sind. Das sind alles so Übergangsräume und ein Flughafen ist eigentlich so das perfekte Beispiel, weil der Parkplatz vom Flughafen ist nur Übergang. Der Flughafen selber ist nur Übergang, das Flugzeug ist nur der Übergang. Lange Hotelgänge. Das kennen wahrscheinlich viele Leute. Shining arbeitet mit Liminal Spaces. Das ist wirklich krass, sie sind in einem Hotel, es sind keine Menschen da und automatisch ist es weird und creepy. Es ist falsch, so muss das eigentlich nicht. Ich finde das so witzig, dass Liminal Spaces schon uralt sind, also natürlich, weil sie überall rumstehen, aber in der keltischen Mythologie waren halt so Übergänge und Türschwellen und sowas waren halt, Denen wurde besondere Bedeutung zugesprochen, dass da die Verbindung zum Reich der Götter mehr oder weniger dünner ist als auf dem Rest der Erde. Und das hat sich jetzt einfach weiterentwickelt in sowas eben, innerhalb Büroräume. Finde ich total spannend und dann noch dazu dieses Ganze so, das geschieht hinter der Facette der Realität. Das finde ich unfassbar spannend. Ist ja auch sehr menschlich. Einerseits so, dass du in bekannten Orten, eben Orten, wo jeder von uns schon mal war, die jeder kennt, dass das, wenn die dann nicht so sind, wie du es erwartest, dass du dann ein bisschen getriggert wirst, beziehungsweise dass du mehr erfahren willst, dass du irgendwie sagst, okay, irgendwas stimmt hier nicht, ich möchte wissen, warum stimmt was nicht. Und dass halt einerseits früher, dass halt dann mit Göttern irgendwelchen Mythen beschrieben wurde und heute, das sind ja auch Mythen, Internetmythen halt, die dann ihre eigene Beschreibung dafür versuchen zu finden und irgendwie das zu erklären, weil wir immer versuchen alles zu erklären, auch wenn manche Dinge gar nicht erklärt werden müssen oder auch können. Wir haben auch gerade eine Umfrage im Laufen, wie ihr diese ganzen Backrooms findet, beziehungsweise die ganze Backrooms-Sache. Könnt ihr gerade abstimmen darauf? Ja, Liminal Spaces ist wirklich das, was man sehr, sehr oft hört. Das sind halt bekannte Orte, denen es an Menschlichkeit fehlt, wo man sie eigentlich erwarten würde. Leere Schulen, Einkaufszentren, Flughafen, Hotelgänge. Welcher Ort hat euch denn als Kind vielleicht ein seltsames Gefühl gegeben? Möchtest du anfangen? Lass mich nochmal kurz denken. Okay, okay. Ich hab was. Und zwar, ich war früher mit meinen, oder ich bin immer noch eigentlich einmal im Jahr immer auf einer Hütte. Und früher, die Hütte wurde irgendwann größer und so. Aber wir hatten neben der Hütte, an die ich mich als Ältestes erinnere, in der Wildschinau, hatten wir so einen leeren Schuppen stehen, wo wir halt als Kinder dann immer, also der war abgesperrt, aber wir haben da natürlich immer versucht, irgendwie reinzuschauen, Weil der uns so fasziniert hat, weil das halt neben diesem Haus, das voll war mit uns als Kindern und Besuchern, dann halt diesen riesigen, also er war auch wirklich verdammt groß, zumindest hat er sich damals verdammt groß angefühlt, riesigen leeren Schuppen gab, wo halt so ein paar Sachen, dann hast du da gesehen, okay, da steht irgendwie so, da stehen halt so ein paar Werkzeuge natürlich von dem Bauern, dem der Schuppen wahrscheinlich gehört hat. Aber wir haben uns da Geschichten auch zu ausgedacht, wer da drinnen wohnt und was die mit diesen Werkzeugen machen. Und wir haben auch da genau das gemacht, dass wir halt diese Geschichten auch weitererzählt haben und uns da gegenseitig echt Angst eingejagt haben, dann da alleine hinzugehen, weil wir halt Angst vor diesem Schuppen hatten und diesem großen, leeren Raum, bei dem wir nicht genau wussten, was steckt da dahinter. Bei mir gibt es zwei Sachen. Einmal gab es bei uns ein Stück Wald, relativ weitläufig. Und in diesem Wald gab es eine verlassene Villa. Und das war natürlich einfach super creepy. Die war hinter, also du musstest von uns aus, musstest du durch so ein paar Waldwege und so weiter. Die waren auch relativ ausgebaut. Und vor diesem. Ich nenne es jetzt eine Villa, waren halt auch ein großes Zauntor und so weiter. Dann hatten wir ein Gelände und auch eigentlich eine Einfahrt. Aber das war halt wirklich runtergekommen und auch schon immer, seit ich denken kann. Und dann habe ich mich irgendwann mit meinem Bruder und meinem Cousin, haben wir uns auf das Grundstück geschlichten. Es war helligter Tag und halt kaputte Scheiben, aber du konntest nicht so richtig reingucken und drinnen standen so ein paar Möbel, einige waren auch so abgedeckt, dann einige fehlten offensichtlich schon und das war halt furchtbar gruselig, war hinter dem Haus, war dann auch so ein kleiner Brunnen und auch so ein Schuppen und so, danke schön. Und auf der anderen Seite, finde ich, haben Liminal Spaces manchmal so ein bisschen was Gemütliches, was total weird ist, weil es ist so, ich bin hier gerade so ganz alleine und, niemand beobachtet mich, das ist auch irgendwo befreiend. Kann man Nase popeln. Und. Das hatte ich zum Beispiel, als ich dann mit so 15, 16 nachts unterwegs war, mit Freunden und Cola getrunken habe und wir dann auf Spielplätzen unterwegs waren. Weil da waren wir so, ja, hier haben wir früher gespielt und jetzt sitzen wir hier und es ist total, auch dieses Nostalgische wieder. Ich habe eine ähnliche Geschichte noch, danach möchte ich dich fragen, was dein Ort ist und zwar waren wir, noch vor ein paar Jahren mit der Arbeit in einem Hotel am Leverkusener Stadion direkt dran, also es war im Stadion irgendwie mit drin und abends, ich bin jemand, ich kann nicht so gut schlafen und, wenn ich irgendwie wach bin, dann muss ich noch irgendwas tun und es gab nichts in der Umgebung und ich dachte mir, okay, ich schaue mal, ich gehe jetzt einfach mal diesen sehr langen Hotelgang runter und am Ende dieses Hotelgangs war halt eine Tür, bei der ich mir sicher war, dass sie abgeschlossen ist. Sie war nicht abgeschlossen und diese Tür hat dann in das Stadion reingeführt. Ich weiß nicht, warum sie nicht abgeschlossen war. Ich habe keine Ahnung. Aber ich bin dann in dieses leere, riesige Leverkusener Stadion. Ich weiß nicht, das war sicher nicht in Ordnung, aber das war in diesem Moment einerseits, ich hatte so Lust, da mehr zu erfahren und bin dann Ich hab dann meiner Kollegin, die mit mir da war, noch geschrieben, hey, falls ich nicht zurückkomme, da bin ich. Und bin dann halt da reingegangen und ich war so fasziniert davon. Ich wäre in einem Horrorfilm gestorben, an der Stelle hundertprozentig. Aber ich fand das so spannend, da reinzugehen und einerseits dieses cozy auch, so okay, ich bin jetzt hier ganz alleine für mich mit meinen Gedanken. Kann einerseits super gruselig sein und andererseits aber auch ein bisschen befreiend. Der Pixelpony hat auch gerade im Chat was gesagt. Eine Tiefgarage mit einem Metalltor, wo man nur durchschauen könnte. Und eine flackernde Neonröhre mit Dunkelheit auch viel. Das kann ich komplett nachvollziehen. Ich habe auch ein ähnliches Erlebnis wie du mit der Villa. Als Kinder, als wir gespielt haben, hatten wir bei mir in der Nachbarschaft auch so ein verlassenes Haus. Da waren dann auch die Scheiben eingeschlagen und so. Und dann war es immer eine Mutprobe. Wer geht jetzt da rein und so. Aber da weiß ich nicht, ob so ein verlassenes Haus wirklich ein liminal space ist. Weil ich würde sagen, ein Liminal Space ist etwas, was ja eigentlich schon in guter Kondition ist, was nur durch die Absenz von Menschlichkeit, während so ein altes, verlassenes Haus, das ist ja per se schon eigentlich schon sehr gruselig an sich. Aber das weiß ich nicht, ob man da eine Grenze zieht oder nicht. Das ist ja auch kein Übergangsort. Klassischerweise, ja stimmt. Das ist genauso wie der Keller. Viele Kinder haben Angst vorm Keller. Ich habe auch immer Schiss vorm Keller gehabt, da musste ich eine Treppe runtergehen, dann musste ich das Licht ausmachen, schnell nach oben flitzen, bevor mich die Monster erwischen. Hat mich einmal mein Bruder, der sagt, der hat die schlimmste Maske der Welt gefunden, so einen mutanten Monsteraffen, hat mir aufgeladen, der hat mich erschrocken. Das hat natürlich nicht dabei zu beigetragen, dass ich diesen Keller so besser fand. Ist dein Bruder älter oder jung als du? Älter. Und ansonsten muss ich sagen, bin ich tatsächlich so bei diesen traditionellen Hotelgänge. In der Gamingbranche kommt man hin und wieder auch mal so ein bisschen rum. Und gerade wenn du in Amerika bist, diese gigantischen Hotels mit diesen wahnsinnig langen Gängen und dann sind da immer, diese Teppiche, wo du weißt, die sind günstig, die sind schon komplett out of date, irgendwie aus den 70ern mit irgendwelchen komischen Mustern und Farben, und dann schaust du da runter und du siehst im Endeffekt das Ende nicht. Und links und rechts die Türen parallel zueinander. Das finde ich immer. Und wenn du dann so da bist und du hörst nichts, dann setzt es Summen der eigenen Ohren ein. Ja! Du hörst dein eigenes Blutpumpen. Und ich hatte in Paris hatte ich ein ähnliches Hotelerlebnis. Allerdings war es da halt nicht diese riesigen Langgänge, sondern ganz viele kleine Verschachtelte. Weil das halt in einem Pariser Haus gebaut ist. Europäischer Baustier ist ja ganz anders. Und es ging halt so Schneckenhaus-mäßig ging es halt immer weiter. Und da musste man sich erst mal darin zurechtfinden. Das war weird. Es ging mir dann besser, als ich einmal Pete Speed über den Weg gelaufen bin. Aber ich sage, ich bin doch nicht ganz verloren. Aber ja, das war Hotelskinder auch auf jeden Fall. Ich finde vor allem das, was du gesagt hast, dass man das Ende nicht sieht. Dass du halt nicht weißt, was da kommt oder was da halt lauern könnte. Das ist so ein bisschen auch diese Angst. Und andererseits dann das, du hast da zwar diese Türen, du weißt aber auch, du kommst da nicht rein. Bedeutet, wenn da am Ende was lauert, du hast irgendwie die Illusion, du könntest weg, aber kannst du ja nicht, weil du in keine dieser Türen reinkommst. Außer vielleicht in deine eigene. Und das ist gruselig. Adristea sagt gerade was Schönes im Chat. Verlassene Gebäude sind Lost Places. Daran kann es Liminal Space geben, aber das Haus an sich ist erstmal kein Liminal Space. Vielen Dank, Adristea. Das stimmt natürlich. Lost Places gibt es sehr... Ich kenne da so ein paar Leute, die in Japan wohnen, die immer mal wieder so Lost Places besuchen und Fotos schießen. Das ist auch sehr, sehr spannend. Die Donnersberger Brücke. Ja, oben. Ist nicht in Japan. Wunderbarer Liminal Space, aber... Ah, okay. Ist das die Donnersperger? Die Fußgängerbrücke oben an der Donnersberg, wo du zu den Erstbahnstationen runterläufst. Das ist halt wirklich einfach nur eine lange Fußgängerbrücke, die wirklich ein paar hundert Meter lang ist oder sowas. Und da stand ich dann im letzten Winter, es war schon spät, Nebel und du konntest halt das Ende nicht sehen. Es war nur diese ewig beleuchtete Brücke ins Nichts. Das war halt auch unmenschenleer, weil es halt schon dacht war. Sehr geil, dass du das gerade sagst, weil ich habe auch noch ein geiles Beispiel aus München. Und zwar die U-Bahn-Station am Marienplatz. Ja, voll. Dieses orange Rondell, dieser runde Gang. Das müsst ihr euch vorstellen, ist so ein runder Gang, wirklich so grell leuchtend rund. Und normalerweise sind da immer super viele Leute. Aber wenn du da mal ganz früh morgens oder spät nachts bist und da ist nichts, dann ist das super creepy. Eben weil diese Architektur mit dieser Rundung einfach auch sehr ungewöhnlich ist. Das ist auch ein Space, der, glaube ich, sehr oft fotografiert wird. Sieht man oft sehr viele Fotostudenten oder Fotokurse, die da sind, um das zu fotografieren. Aber das ist in München, da gibt es so einige U-Bahn-Stationen. U-Bahn-Stationen ist aber auch halt so ein typischer Übergangsding. Ja, genau. Ja, wir haben ja das Bild angesehen und du hast ja gerade auch schon gesagt, beim Backrooms-Film, es wird eher so Level 1 begutigt, Level 0, also diese gelben Räume, aber über die Jahre ist durch die Community noch mehr hinzugekommen. Vielleicht könnt ihr kurz erklären, was die Levels sind und wie man da hinkommt und was für unterschiedliche Level ist da vielleicht. Oh, also wir können nicht erklären, was für unterschiedliche Level es gibt, weil es gibt tausend. Ich kenne ein anderes, nämlich dieses Pool-Level, was auch noch sehr berühmt-berüchtigt ist. 37 ist es, glaube ich. Kann sein, du kannst mir jetzt alles erzählen. Da sehen wir es gerade im Video. Also halt ein verlassenes Schwimmbad, was du halt auch nie, also was ich halt auch in der Realität, selbst wenn es ein funknormales Schwimmbad wäre, wäre es schon ein bisschen weird, da alleine rumzulaufen. Aber dadurch, dass es in den Backrooms natürlich immer noch verzerrt ist, rutschen, laufen ins Nichts oder von einer Wand zur nächsten. Und das ist erstmal so, eigentlich ist das ein total schöner Ort, und da kannst du dir Spaß haben, hast Kindheitserinnerungen vielleicht, es ist ausnahmsweise mal bunt. Eben mit Wasser hast du ein ganz neues Element noch da drin, was auch eine ganz andere Geräuschkulisse bringt. Und es ist aber halt wieder dieses Entrückte, was es halt wieder so spannend macht. Ja, also es gibt, wie gesagt, insgesamt aktuell so um die tausend Level. Es gibt einen Backrooms-Wiki und da kann man selber auch Beschreibungen für Level hinzufügen. Also nicht jedes Level ist bisher perfekt beschrieben. In dem Spiel, es gibt ja auch ein Backrooms-Spiel, da gibt es schon einige Level, die jetzt sehr ausführlich behandelt werden. Die Level 0 bis 9 sind so die Hauptlevel, über die man meistens spricht, wenn man von dem Backroom spricht. Wie gesagt, die Lobby ist halt das, was man meistens sieht, wenn man diese gelben Räume sieht. Du hast dann eben auch Level, das wurde auch im Chat schon geschrieben, die sind draußen. Also es gibt so Vorstadt-Level, die sehen halt aus wie so Vorstadt 50er, 60er Jahre Amerika. Es gibt Level, die sind halt eben in Pools, in auch verlassenen Schwimmbädern. Das ist auch öfter irgendwie ein wiederkehrendes Ding. Also die Level können eigentlich fast jede Form von Liminal Spaces in irgendeiner Art annehmen. Es gibt eben verlassene Bürogebäude, auch ganz hohe Häuserwände und solche Dinge. Also es ist unglaublich spannend. Und was halt dazu kommt in diesem Level, zumindest wenn wir jetzt abgesehen von den Kane Parsons Filmen sind, gibt es verschiedene Wesen. Also es gibt in jedem Level Monster, Entitäten. Wir sehen gerade ein Filmchen, der hier läuft, wo so ein paar Forscher Verstecken spielen und da wird dann auch gleich eine Entität, ein Monster zu sehen sein. Bevor wir dazu kommen, würde ich noch ganz sagen, findet ihr, dass die Level, die Backrooms besser gemacht haben oder eher abgeschwächt haben? Es ist so 50-50. Also sie geben dem Ganzen halt, ich glaube, wenn du wüsstest, das ist alles einfach nur dieses Monogelb, wie es ja auch, glaube ich, in diesem Ursprungsding beschrieben wird, das hat sich irgendwann abgeguckt. Aber wenn du weißt, du kommst von hier zu anderen Orten, das, finde ich, gibt dem Ganzen ein sehr, sehr spannendes neues Element. Es ist dann halt wieder die Balance nicht zu viel darüber verraten. Ich will gar nicht genau alles über die Schwimmbäder jetzt wissen oder wie auch immer. Das ist ein schlechtes Versteck. Und... Also dieses, ich weiß, da gibt's noch mehr, das macht für mich einen unheimlichen Reiz aus. Ich komme von hier irgendwo anders hin und manchmal komme ich wieder zurück in die Realität, manchmal deeper down the rabbit hole. Ja, also letztendlich, genau, das ist so ein bisschen wie Alice im Wunderland, Deeper Down the Rabbit Hole. Ich persönlich finde die Level gut, also ich finde, weil eben diese Creepypasta davon lebt, dass, die Community gemeinsam Geschichten erzählt und umso mehr Level du hast, umso mehr Möglichkeiten hast du auch, dass Leute da ihre eigene Geschichte mit reinbringen und ihre eigene Idee von dem, was diese Backrooms sein könnten. Und das finde ich persönlich super spannend. Also es gibt da wirklich viele richtig toll geschriebene Geschichten, auch wie das, was du vorhin vorgelesen hast, im Backrooms-Wiki, wo du dich, also du kannst da wochenlang dich drin verlieren und Geschichten lesen. Und eine ist besser als die andere. Natürlich gibt es auch welche, die nicht gut sind, ganz normal, wenn so viele Leute daran mitarbeiten. Aber es ist wirklich unglaublich vielfältig, vielseitig. Ich mag das, dass es all diese verschiedenen Level und Ebenen hat. Du hast schon gerade eben gesagt, die Monster. Und eins davon haben wir gerade hier eben schon in diesem Filmchen so ein bisschen gesehen, das bei diesem Versteckspiel mitspielt. Wie wichtig sind denn die Monster für die Backrooms-Lore? Sind nicht die Backrooms an sich eine eigene, die gefährlichste Entität oder das gefährlichste Monster? Ja, aber sie drängen dich nicht. Ein Monster zwingt dich aus einem, ich latsche hier rum und suche einen Ausgang, zu einem, ich muss jetzt mich beeilen, den Ausgang zu finden. Also sie geben dir halt ein Druckelement. Auch da halt wieder das Gleiche, nicht zu viel. Und immer sobald man das Monster einmal komplett gesehen hat, ist es halt am langweiligsten. Moment, da war doch gerade ein Schatten dahinter, der Dings verschwunden ist. Also dieses, ich bin hier nicht alleine, das gibt dem Ganzen halt erst dieses, jetzt ist es richtig, vorher ist es weird, jetzt ist es gruselig. Ja, dieses, ich bin hier nicht alleine, ist ja auch das, was in dieser Geschichte, finde ich, noch mal dieses, da ist etwas, wir wissen nicht, was es ist, aber es ist etwas, was dich sicher schon gehört hat. Du aber weißt noch nicht, was es ist und du hast es halt noch nicht gesehen. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Monster, die auch dann unterschiedliche Fähigkeiten haben. Also hier, wir haben bei dem einen Monster, das ist so am Boden entlang gekrabbelt, sah ein bisschen aus wie so ein Hound. Das sind in Level 0, das sind welche der bekanntesten Monster, die da rumlaufen. Und diese Hounds zum Beispiel, die sollen dann auch Menschen, das sind ein bisschen wie Werwölfe, sind zwar menschenartige Wesen, deren Gelenke von Händen und Beinen aber umgedreht sind und die halt auf allen Vieren laufen und wenn die in Menschen beißen, dann werden die wahrscheinlich den Menschen auch in den Hauen verwandeln, über ein paar Tage hinweg. Und das ist halt so, es sind auch immer wieder wiederkehrende Monster, die du auch schon aus anderen Geschichten irgendwie kennst, aber die dann auch nicht so sind, wie du sie erwartest. Also auch ein Ein Werwolf hat jeder schon mal gehört, dass die Hounds daran angelehnt sind, aber dann mit dieser Beschreibung und auch den Bildern, die dazu online existieren, wird es halt wieder typisch Backrooms. Es ist dann doch wieder nicht ganz das, was es eigentlich sein sollte oder was du eigentlich erwartest. Und dann gibt es halt auch Leute. Ganz viele Wesen, die die Form von Menschen annehmen können, die die Stimmen imitieren können. Es wird halt sehr viel auch damit gespielt, dass eigentlich Menschen selber oft mit das Gruseligste da drin sind. Es gibt ja auch Menschen, die in den Leveln leben. Also es gibt wohl auch richtige, laut den Geschichten, halt richtige Siedlungen da unten. Das ist creepy. Das ist super creepy. Das hat was von, wie heißt der Film, Parasites. Oh ja, das hat was von Parasites. Parasite ist ultra Backrooms coded. Ja, definitiv. Und das ist halt, also das ist auch gruselig, dass du da halt theoretisch Menschen, und es gibt natürlich dann bei den Menschen auch Kannibalen, weil da unten ist Essen, also sehr, Essen ist sehr, sehr schwierig. Also es gibt Level, da findest du Essen ganz normal, weil es da irgendwie auch dann so Boxen gibt, wo du, also Aufbewahrungsboxen, wo du halt dann Essen finden kannst. Es gibt aber halt auch Level, wo du dich dann... Von z.B. anderen Menschen ernährst oder so. Also es ist sehr wild. Übrigens, das, was wir gerade sehen hier, was so nebenbei läuft, das ist nicht von Kane Parsons. Das ist wiederum ein anderes Backrooms-Video. Und da haben einige schon im Chat gesagt, irgendwie ist das funny, das stimmt. Manche davon sind so ein bisschen lustiger. Hier z.B. da geht es jetzt dann um einen Waterpark, wo die ganzen Forscher in diesen Schwimmreifen chillen und so. Wo du denkst, hä, das ist irgendwie schon absurd. Also es vereint dann Limitless Spaces und deren Creepiness, aber bringt da noch so einen lustigen Faktor rein, wo man halt auch sieht, die Community ist groß und breit gefächert und jeder bringt da so seinen eigenen Twist mit rein. Ich finde diese Monstersache, ich finde die auch sehr, sehr spannend. Im Film wird das ja auch aufgegriffen, da will ich jetzt aber auch nicht zu viel spoilern irgendwie. Aber ich muss schon sagen, ich fand, was da gezeigt wurde, fand ich sehr, sehr gruselig anhand dessen, wie es ausgesehen hat. Wo ich mir dachte, ja, ich gebe dir grundsätzlich recht, etwas nicht zu sehen, macht es oftmals besser, als es zu sehen. Ich meine, der beste Beispiel ist der weiße Hai. Der Film ist deswegen so meisterlich geil gefilmt, weil man den Hai eben nicht so oft sieht und wenn man ihn dann sieht, dann ist es umso, hat es umso mehr Impact. Ich finde, das machen sie sehr gut bei dem Film, weil es auch nicht übertrieben wird. Ja weil es auch sehr runtergefahren ist das finde ich schon sehr cool gemacht ja und auch da ist dann, keine spoiler auch das monster ist dann halt anders als man erwartet ja das stimmt so halt nicht so das typische horrorfilm monster, auch das erste Mal, wenn man Monster sieht, ist es dann so, erst mal so, oh, okay. Und dann sieht man die später nochmal und ist so, ach, so sehen die aus. Ich finde es, ehrlicherweise, mir ging es schon so, dass ich in dem Film dachte, okay, jetzt, wenn ich sie einmal gesehen habe, so schlimm ist es ja dann doch nicht. Aber es ist auch Geschmackssache, wahrscheinlich. Ich hatte da so einen Drop. Ich hatte so einen, es gab halt sehr nah an, ich versuche es zu umschreiben, du siehst es nur schemenhaft, da fand ich es super gruselig, dann siehst du es mal etwas deutlicher und da gab es mir, okay, ich habe es halbwegs einmal gesehen, jetzt verstehe ich es und dann gegen Ende ging es noch mal Richtung Finale, ging es dann noch mal nach oben mit der Spannung und mit dem Gruselfaktor. Ich finde, sie haben es im Film sehr, sehr gut umgesetzt. Ja, auf jeden Fall. Absolut. Deswegen auch eine kleine Frage an den Chat. Was wäre für euch denn schlimmer? Ein Monster oder ewige Isolation? Postet gerne eure Meinung in den Chat, das würde mich mal interessieren. Also natürlich, wie du sagst, Paul, ein Monster ist da eher die direkte Gefahr, aber ich glaube, die ewige Isolation ist schlimmer. Ja. Mindestens genauso schlimm. Vor allem, weil es halt ewig ist. Also beim Monster, wenn ich halt keinen Bock mehr habe, dann sage ich, ja gut, dann höre ich jetzt auf zu rennen. Ja, genau. Und dann kann ich mir halt mehr oder weniger aussuchen, jetzt ist es vorbei. Aber halt da... So ewig da rumgeiern, muss auch nicht. Nee, ewige Isolation ist, glaube ich, mit Abstand schlimmer. Also allgemein, ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber so Einsamkeit ist ja für viele Menschen was sehr, sehr gruseliges. Und das geht mir auf jeden Fall so, dass ich mir so denke, wenn ich zu lange alleine bin, okay, ich brauche jetzt wieder Menschen um mich herum. Und es werden ja Leute extra einzeln auch eingesperrt, weil Isolation mit dir selber, ja, dich selber einfach komplett brechen kann. Weil du mit deinen eigenen Gedanken die ganze Zeit allein bist und wenn da überhaupt kein anderes menschliches Wesen ist oder überhaupt kein Wesen überhaupt, dann macht dich das verrückt. Wir hatten es gestern Abend nach dem Film noch kurz drüber. Ich hatte ein Meme gefunden, dass Niedersachsen zwischen Göttingen und der Nordsee eigentlich auch die Backrooms sind, weil da nichts ist. Irgendjemand hat mal gesagt, die Niedersachsens Landschaft lässt sich am besten mit Gegend beschreiben. Und da hattest du auch gesagt, ja, du machst halt, also schon schön da manchmal, aber du machst halt auch Leute. Ich meine, wenn du halt irgendwo auf dem Feld stehst und halt weit und breit nichts und halt auch keine Berge am Horizont und so weiter, was ja von Norddeutschland ja wirklich ein Feature ist, das ist halt wirklich, es hat eine Schönheit, aber auch irgendwo ist es halt weird. Ewige Isolation sagen übrigens die Leute bei uns im Chat, das fänden sie schlimmer als ein Monster. Paul, vielen Dank, dass du zu Gast warst und hier dabei warst. Ich hoffe, dir hat es auch Spaß gemacht. Absolut. Ich fand es fantastisch. Und wie gesagt, der Backrooms-Film, er läuft jetzt seit heute in den Kinos. Schaut ihn euch an. Wir alle waren recht angetan davon. Gerade wenn ihr die Backrooms-Lore mögt, solltet ihr da reingehen. Ist ein Riesenphänomen. Bricht gerade viele Rekorde in den USA. Und das von einem seit heute 21-jährigen Regisseur, das ist schon sehr beeindruckend.