Destiny 2 ist tot. Lang lebe Destiny 2. Das haben sich wohl die Fans gedacht, als sie zum letzten großen Content-Update des Sci-Fi-Action-MMOs die Server gestürmt haben und Destiny 2 einfach mal eben auf Platz 1 der Steam-Charts gebracht haben. Ein toller Rekord, gleichzeitig aber auch eine traurige Beerdigung und darüber wollen wir jetzt reden. Was ist da passiert? Warum gab es nochmal dieses letzte Aufbäumen? Wie sieht jetzt die Zukunft von Destiny als Marke aus und von Bungie als Studio dahinter? Dafür habe ich mir drei großartige Gäste eingeladen. Zum einen die Chefin von MeinMMO, die gemeinsam mit ihrer Redaktion eine sehr persönliche Beziehung zum Spiel Destiny 2 hat. Schön, dass du da bist. Hi, danke. Hallo, Leia. Ja, ich bin sehr traurig tatsächlich. Ja, darüber werden wir reden, warum du traurig bist und warum das für MeinMMO auch ein ganz besonderes Spiel ist. Du bist auch nicht die Einzige, die heute von MeinMMO da ist, sondern wir haben einen Shooter-Experten, der sehr viel Zeit in Destiny 2 verbracht hat und der uns alles über dieses Spiel erzählen kann. Hallo Darius, schön, dass du da bist. Hallo, freut mich hier zu sein. Freut mich auch. Und dann brauchen wir natürlich auch noch einen Branchenexperten, der das Gesamte überblicken kann, der Ahnung von einfach allem hat, was da in der Gaming-Branche gerade passiert. Niemand geringeren als den lieben Micha. Hallo, schön, dass du da bist. Ahnung von allem, nur kein Druck, hallo. Ja, ich weiß alles, was passiert, immer. Nein, das nicht. Aber ich habe mich schon lange mit Bungie auseinandergesetzt. Ich kann mich noch gut an irgendwelche Interviews erinnern, die ich schon 2010 hatte zum Thema Destiny oder vor Urzeiten auf jeden Fall. Also ja, lass uns über Destiny und Bungie reden. Lass uns über Destiny und Bungie reden. Wollen wir erstmal darüber reden, was ist denn jetzt genau in den letzten Tagen nochmal passiert? Also es kam das letzte große Content-Update und auf einmal waren die Server voll. Warum leer? Ja, also als erstes ist mir eingefallen, dass es viel Scheiße passiert. Aber nicht nur in den letzten Tagen, eigentlich vor allem in den letzten Jahren. Kann man nicht anders sagen. Aber was genau passiert ist, ist, dass Destiny es nicht geschafft hat, finanzielle Ziele zu erreichen für auch ein Sony dahinter, das Bungie irgendwann gekauft hat. Da werden wir bestimmt auch noch mal tiefer drüber sprechen. Aber um auf die allerletzten Tage jetzt zu gehen, wir haben ein letztes, finales Update für Destiny 2 bekommen. Das heißt, es wird danach keine neuen Inhalte mehr geben. Destiny wird noch live bleiben. Und das ist für viele, wie du es gerade schon gesagt hast, schon auch trotzdem sowas wie die Beerdigung, weil es geht ja nicht weiter. Und Destiny hat aber eine unglaubliche Historie, eine unglaublich leidenschaftliche Community dahinter, eine leidenschaftliche Community, die oft verprellt wurde, aber diese IP halt liebt, diese Welt liebt, dass Destiny liebt, dass es war, als es mehr oder weniger frisch auf den Markt kam, von einem Mann namens Luke Smith gerettet wurde. Historie im Schnelldurchlauf und diese leidenschaftliche Community hat jetzt noch mal Bungie gezeigt, was Bungie in den Sand gesetzt hat und verloren. Darius, du hast in deinem Artikel zu dem Ganzen diesen Spieleransturm als Schande bezeichnet. Warum? Ja, es ist natürlich ein bisschen hart, aber es kam für mich halt so einen Tacken zu spät. Also es haben viele auch in den sozialen Netzwerken halt gefeiert, dass sie jetzt die Rekorde von den vorherigen Erweiterungen gebrochen haben, also die Spielerrekorde von Edge of Hate beispielsweise. Und das ist halt jetzt so tragisch, weil wenn Edge of Hate sich gut verkauft hätte, hätte Bungie vielleicht im Vorfeld eher gesagt, okay, Hängen wir noch ein Jahr dran. Lohnt sich aktuell noch. Jetzt zur Beerdigung zu kommen, ist halt so, ja, jetzt... Können wir auch nichts mehr retten. Außer eventuell zu hoffen, dass sie dann sagen, dass ein Destiny 3 kommt. Aber Destiny 2 ist halt jetzt vorbei. Micha, glaubst du denn, dass wenn sowas früher passiert wäre, dass dann noch Hoffnung bestanden hätte? Weil Destiny 2 ist ja seit Jahren in einer eigentlich durchgehenden Krise. Naja, Bungie ist seit Jahren in einer durchgehenden Krise, kann man sagen. Seit ihrer Gründung fast schon. Also wenn mal jemand Krise kennt, dann Bungie. Ich glaube, naja, was wäre, wenn, ist immer schwer zu beantworten. Es ist halt am Ende natürlich, wie der ja auch schon gesagt hat, eine Frage des Geldes. Und damit eine Frage der Spielerzahlen und der Monetarisierung. Also wenn man tatsächlich gesehen hätte, dass die Spielerzahlen nach einem DLC, nach einem Add-on oder in einer neuen Season, signifikant steigen und hoch bleiben, wäre das ja ein Signal für Sony gewesen, okay, es scheint sich zu lohnen, weiter in das Spiel zu investieren. Weil logischerweise, die haben 3,6 Milliarden für Bungie geblecht damals. Du investierst nur Geld in Dinge, die wachsen. Wenn du siehst, etwas schrumpft, ist es als Investor nur klug zu sagen, da nehme ich lieber Geld raus, weil die Gefahr, dass ich nicht mehr so viel zurückkriege, ist groß. Wie gesagt, ob jetzt wirklich nachhaltiges Wachstum entstanden wäre aus einer früheren Erweiterung. Ich glaube, das muss uns eher Darius beantworten, ob es irgendwo einen Punkt gab, wo dieses Potenzial noch da gewesen wäre. Also gab es irgendwo einen Punkt, wo du sagen würdest, da ist Destiny genau falsch abgebogen, so aus Sicht der Community. Und da hätten sie es noch rumreißen können oder diesen Spielerschwund noch mal retten können sozusagen? Es gibt einfach zu viele Punkte, wo es wirklich problematisch war. Also dieses ganze Content-Vaulting und Sun-Setting der Inhalte. Ich kann es nochmal kurz einordnen. Also sie haben, ich glaube es war die Erweiterung Beyond the Light vor ein paar Jahren, etliche storyrelevante Inhalte, für die Spiele auch im Form von DLCs Geld bezahlt haben, haben sie komplett aus dem Spiel entfernt. Das kam im Zuge eines Engine-Updates. Dass sie halt sich entschieden haben, dass sie nicht alle Inhalte auf die neue Engine portieren können. Und dann wurde halt etwas rausgestrichen. Und das fehlt halt jetzt einfach. Also das ist halt der Content Vault. Das können neue Spieler nie wieder erleben, was da rausgefallen ist an Inhalt. Das können alte Spieler nicht nachholen. Auch wenn sie dafür bezahlt haben, ist es einfach weg. Gleichzeitig hat man damals mit dem Sun-Setting die Waffen halt gecappt. Also man wollte das Power-Level der Waffen. Auf eine bestimmte Stufe, ich hab die Stufe und alles nicht mehr im Kopf, aber die alten Waffen, die lange Zeit das Endgame dominiert haben, die legendär waren und sowas, die sollten jetzt irgendwann mal nicht mehr das Endgame dominieren und man konnte sie dann nicht mehr weiter erhöhen im Power-Level. Heißt, damit die neuen Exotiks dann auch ihre Zeit kriegen, um zu scheinen. Und das hat halt viele genervt, weil sie halt jahrelang auf dem Godroll gespielt haben und alles. Und jetzt war die Waffe halt nutzlos, weil die neuen Inhalte haben das neue Powerlevel erfordert. Du musst es stärker werden, aber dein alter Godroll liegt halt jetzt im Tresor. Eigentlich, also an der Stelle, du hast jetzt schon gesagt, es gab viele Punkte. Lea, du meintest von Anfang an war das schwierig. Wollen wir das einmal aufrollen von hinten, um so langsam dahin zu kommen, wo wir jetzt sind, dann kannst du auch gleich mal sagen, warum das denn vor allem, also warum Destiny als Marke auch für euch, als mein MMO so wichtig ist. Also wenn es Destiny nicht geben würde, würde ich wahrscheinlich nicht hier sitzen. Das kann ich ganz klar so sagen, weil, und Darius wird ja auch nicht sitzen, mein ganzes Team wird nicht hier sitzen. Also ich weiß nicht, ob die meine MMOs gepackt hätte, so ein Wachstum hinzulegen, wenn es Destiny damals nicht gegeben hätte. Deswegen liegt mir persönlich dieses Spiel auch sehr am Herzen, logischerweise. Es hat mir in meiner ganzen Redaktion quasi das ermöglicht, was wir heute machen können. Und was halt daran lag, dass Destiny etwas Einzigartiges damals gemacht hat. Und dass es MMO-Mechaniken zu Konsolen gebracht hat. Das gab es vorher so in der Form nicht. Und das war, ich entschuldige mich auch einmal kurz an die Zuschauer, die uns vielleicht sehen. Ich bin nicht auf TikTok oder Instagram oder so, aber wir haben diesen Talk hier sehr schnell zusammengeschustert. Deswegen habe ich meine Notizen alle auf dem Handy, um die Jahreszahlen und alles noch mal richtig zu haben. Aber gehen wir dann nochmal zurück in das Jahr 2014. Hatte sich ja mehr oder weniger halt Bungie von Microsoft getrennt und hat damit Destiny 1 gemacht. So, und wenn wir jetzt halt gehen zu 2015, das war die Erweiterung The Taken King. Es hatte halt wirklich einen Holpringstart. Also Destiny ist nicht direkt als super Ding durchgestartet. Auch in der Gaming-Presse war es damals verschrien, blödes Service-Game da und. Keine Ahnung, was man da halt macht. Und es hat aber schon da eine recht leidenschaftliche Community aufgebaut. Und da, wo es halt so richtig Fahrt aufgenommen hatte, war dann so mit diesem ersten Raid, der da war, der Gläserner, wie hieß er nochmal, Darisch? Der erste Raid, weißt du, was noch ist im Kopf? Gläserner. Ich denke, Glass of Wall, das ist der englische Name. Genau, Glass of Wall, aber ich weiß nicht mehr genau, wie er Deutsch heißt. Können wir gleich vielleicht nochmal gucken. Und das war im Prinzip auch so der Durchbruch gleichzeitig für MeinMMO, weil unser Chef, der heute halt auch immer noch für uns hier ist, der David, der hat ja die MeinMMO gegründet, der hat damals erkannt, ha, das ist MMO. Und Leute auf Konsolen wissen nicht, wie Rates funktionieren. Die wissen nicht, was ein Händler-Reset ist. Da steigen wir doch jetzt ein und erklären denen das. Und das war dann damals wirklich der ganz große Durchbruch für mein MMO, wo unsere Zahlen auch nach oben geschossen sind. Es gab damals auch, also zu dem Zeitpunkt bin ich auch ungefähr dazugekommen, so kurz vor diesem Durchbruch. Und das war eben auch, da ist uns die Seite auch teilweise, wenn der Händler-Reset da war, ist die Seite einfach abgeschmiert. Weil so viele Leute halt einfach auf der Webseite waren, wissen wollten, was gibt es denn jetzt Neues beim Händler und was ist jetzt mit dem Raid enthalten. Dieses Community-Building war so stark und so viele Leute auf der Konsole haben zum ersten Mal erlebt, wie es ist, so diese MMO-Communities zu haben. Und da spielt halt eine ganz wichtige Rolle der Luke Smith, der damalige, Chef mehr oder weniger, der auch viele Jahre das große Gesicht von Destiny war. Und ich habe hier ein wunderschönes Zitat von unserem mittlerweile leider verstorbenen, Redaktionsleiter Schumann, der damals einen Artikel geschrieben hat. Und ich möchte ihn einmal hier zitieren, weil ich es auch ein wunderschönes Zitat finde. Ich hatte immer den Eindruck, dass Luke Smith besser als jeder andere versteht, was die Spieler von Destiny eigentlich wollen. Sie wollen die Spielmechaniken und das Drumherum von World of Warcraft mit dem Shooter-Gameplay und der tollen, saftigen Hülle von Halo. Also praktisch eine seelenverwandte Frau mit tollen inneren Werten im Körper eines Supermodels. Und das ist es. Das war halt Destiny. Und dieses, ich habe irgendwie ein MMO-Light, die leidenschaftliche Community. Wir können uns die ganze Zeit darüber austauschen. Wir können zusammen in Discord oder Teamspeak oder was auch immer abhängen, über die Oscars quatschen, nebenher raiden, haben aber dieses coole Universum drumherum. Und das ist es halt, was Destiny dann auch groß gemacht hat. Dieses fantastische Gunplay, der geile Look von Halo und diese MMO-Mechaniken. Und das alles, wie gesagt, damals auch so frisch für die Konsole. Und deswegen tut mir das alles, was in den Jahren danach folgte, unfassbar weh. Weil wir haben tatsächlich auch als Team, als Webseite, haben wir Destiny auch viel zu verdanken. Und das ist so... Ich habe es nur so ganz casual on und off mal gespielt, auch aus Recherchezwecken. Ich war nie super tief drin. Aber boah, bin ich emotional geworden bei diesem finalen Update, einfach nur durch die ganzen Community Nachrichten zu lesen und auch über unsere Historie so nachzudenken. Das Spiel hat mich berührt, obwohl ich nicht mal super tief aktiv Teil der Community war. Bei dir, Dariush, ist es so, du bist super tief Teil der Community gewesen. Du hast vorhin im Vorgespräch gemeint, du hast aber angefangen zu spielen, weil es gab es halt damals gratis zur PlayStation dazu. Also hast du mal reingeschaut und bist hängen geblieben. Was war es denn für dich damals, wo du gesagt hast, oh wow, ich werde, glaube ich, jetzt meine nächsten Jahre viel Zeit in diesem Universum verbringen? Ich glaube, konträr zu dem, was Leia gerade sagte, war es bei mir tatsächlich einfach nur das Shooter-Gameplay und nicht die MMO-Mechaniken, weil Bungie halt, dafür sind sie bekannt, einfach gutes Shooter-Gameplay macht. Und es war einfach smooth. Also es gab alles, was man wollte. Es hat sich flüssig gespielt. Das vor allem damals auf dem Controller. Es hat einfach Spaß gemacht, da rumzulaufen, die Welt zu erkunden. Ich bin auch eigentlich jemand, der mehr so diese typisch Gritty-Shooter spielt. Also realistisches Setting. Alles ist grau, braun, grün und sowas. Und da war Destiny dann halt so die Abwechslung für mich. Aber gleichzeitig halt auch einfach nicht schwitze. Ich bin reingegangen, hab einfach mit gutem Gameplay, gutem Gunplay, ein paar Aliens abgeknallt, blöd gesagt. Und man hatte einfach Spaß dabei. Ja, so bin ich hängen geblieben. So bist du hängen geblieben. Micha, hast du jemals in Destiny reingeschaut? Oder beziehungsweise, wie hast du das dann auch abseits der MMO-Bubble wahrgenommen als Spiel? Also, ja, natürlich habe ich da reingeschaut. Ich kann kurz vorweg schicken, es war die gläserne Kammer. Dankeschön. Nichts klingt so episch wie Kammer. Ja, danke. Vault of Glass, das klingt episch Kammer auf Deutsch, weiß ich nicht, aber genau, die gläserne Kammer. Und ich kann 2010 keine Destiny-Interviews geführt haben, weil es erst 2013 angekündigt wurde. Also da trügt das Gedächtnis vielleicht manchmal ein bisschen. Aber ich weiß, dass ich mit Bungie drüber gesprochen habe. Denn natürlich war das ein großes Thema. Destiny war das nächste große Ding des Studios, das uns Halo geschenkt hat. Es war das nächste große Ding für Activision damals, die es angekündigt haben, die es finanziert haben. Dann, wie man am Ende erfahren hat, als Zahl mit einer halben Milliarde Dollar Entwicklungskosten, plus Marketing, plus alles, was dazugehört, die da reingeflossen sind. Also, das war damals eine Riesenaufmerksamkeit, die auf diesem Destiny lag. Selbst wenn der Gamester halt eher PC-fokussiert war und es konsolenexklusiv war, der erste Teil, ja, haben wir uns das natürlich angeschaut und haben darüber berichtet, ähm, Und ich bin ja jetzt auch nicht komplett fremd der MMO-Bubble als alter WoW-Spieler, zwar nur mit Wrath of the Lich King, aber immerhin, ich war auch mal einer von euch. Genau. Und was aber damals halt schon auffällig war, oder was schon bekannt war, ist generell so ein bisschen die, sagen wir mal, hinter den Kulissen die Unzuverlässigkeit von Bungie. Und die Problematik von Bungie, man wusste vorher schon aus Microsoft-Zeiten, die sind einfach ein schwieriger Partner, weil sie ein sehr chaotisches und planloses Studio sind. Wahnsinnig kreativ, unglaublich fähig. Also Darius hat es ja gerade gesagt, die Shooter-Gameplay kann keiner so gut wie Bungie. Insbesondere dann auf den Konsolen mit Gamepad. Ultra gut einfach. Also die können richtig was, aber managen können sie halt nicht. Und Joe Staten hat es mal, der Autor, der sie dann auch verlassen hat, leider Bungie, der in Halo beteiligt war und am Anfang auch an Destiny, hat man in einem Interview erzählt, na ja, als Microsoft Bungie damals übernommen hat, beziehungsweise Halo übernommen hat, sollte er erst auf Mac kommen, dann wurde es auch für die Xbox eingekauft sozusagen, war das Konzept von Halo eigentlich nicht mehr als, irgendein Typ in einer ikonischen Rüstung schießt halt auf Sachen. Und den Rest, das wird schon. Passt schon. Haben sie gesagt, passt schon, kriege mal hin. Haben sie hingekriegt. Aber dann kam eben dieses neue Projekt, Activision hat angekündigt, das ist auf zehn Jahre ausgelegt, dieses Zitat, das bis heute rumgeht, diese zehn Jahre Projekte kannst du immer vergessen, wird nie klappen, hat Activision dann auch gemerkt irgendwie am Ende, aber natürlich hat man sich das dann angeguckt und. Was daraus dann geworden ist über die Jahrzehnte, also auch Destiny hatte ja seine durchaus holprige Entwicklungsgeschichte, wo sie das Konzept von Destiny 1 alleine mehrfach umgeschmissen haben. Troy Staten ist ja auch irgendwann entnervt gegangen, weil er gesagt hat, oh Gott, die ganze Story, die wir geschrieben haben, sollen wir jetzt neu arrangieren. Und das hat am Anfang hinten und vorne alles nicht zusammengepasst. Plus dann irgendwie so Sachen, du kommst da rein und du bist halt der Wächter. Und es gibt den Reisenden und den Wall, die Mauer. Also gut, Game of Thrones ist mit die Mauer auch durchgekommen. Also kann man schon machen. Aber es wirkte irgendwie so generisch und nicht komplett durchdacht, weil sie es einfach halt umgeschmissen, umgemodelt und so weiter haben. Aber was daraus gewachsen ist, ist eines der prägenden Spiele des letzten Jahrzehnts. Es hat so viele Leben berührt. Und das sieht man jetzt halt bei diesem Abschied. Menschen sind mit Destiny groß geworden. Über spätestens halt neun Jahre hinweg jetzt seit Destiny 2. Oder warte, neun, acht? Ah, ist ja wurscht. Mathe. 2017 kam es raus. Ja, das sind neun Jahre. Okay, puh. Sonst schreiben die Leute in die Kommentare. Rechnen kann er nicht. So, das hat einfach unglaublich viele Menschen über unglaublich lange Zeit hinweg, selbst wenn sie es nicht bis heute durchgespielt haben, geprägt. Und ich glaube, das Ende davon ist für viele einfach ein ganz wichtiger Moment. Selbst wenn man nicht mehr aktiv spielt, jetzt nochmal zu sagen, wie groß dieses Spiel war für das eigene Leben. Und vielleicht ist das auch noch mal ein Aspekt, der dann mit reinspielt, wenn man überlegt, na ja, hätte jetzt dieser Ansturm früher kommen müssen, um es zu retten. Dieser Ansturm kommt ja aus einer Nostalgie jetzt und vielleicht nicht mal mehr aus dem dringenden Bedürfnis, Destiny zu spielen. Also vielleicht schon, weil man denkt, okay, ich will's mal wieder erleben und ich will mich ein bisschen zurückerinnern. So WoW-Klassik-mäßig vielleicht ein bisschen, ist ja auch erfolgreich. Aber ich glaube, das ist halt sehr stark, auch mit diesem Ende und mit diesem Abschied verbunden und mit dieser Verbindung, die Leute zu diesem Spiel haben, dass nur dieses Ende jetzt auch der Grund sein kann, zu sagen ... Ach, ich will's halt noch mal erleben, ich leb diese Nostalgie jetzt noch mal voll aus. Und dass sie dann halt auch noch ein Update dazu rausgebracht haben und halt, dass auch jetzt ganz gute, kann ich wahrscheinlich gleich was dazu sagen, dass er auch ganz gute Fanreaktionen bekommt, weil's einfach ein gutes Update ist. Trägt natürlich auch noch mal ein bisschen bei. Aber dieses, ich glaube, das ist das, was man nie unterschätzen darf, wie einfach. Wie geprägt Communities sind und wie wichtig Spiele sind für ihre Communities. Ich muss auch wirklich so aufpassen, nicht Pulse zu bekommen, wenn ich darüber nachdenke, weil es ist wirklich, ich könnte mich da so drüber aufregen. Das ist auch ein Punkt, da haben Darisch und ich uns tatsächlich morgens in der Konferenz auch ein bisschen in den Köpfen gehabt. Ah, streitet. Streitet. Drama. Wir sind schon wieder cool, keine Sorge, wir sind immer cool. Es war ein fachlicher, produktiver Streit, wo auch was Gutes bei rumgekommen ist am Ende. Aber wer halt seine Community auch über die Jahre so hart verprellt und auch... Wirklich so wenig zuhören will und so viele Fehlentscheidungen trifft. Diese ganzen Leute, auch aus dem Manage, also diese Top-Entwickler, die sind ja alle nicht mehr da, weil auch das Management die verprellt hat oder halt auch einfach Schindluder mitgetrieben wurde. Ich meine, wir sind alle nicht mit dabei gewesen. Natürlich werden vielleicht auch die Entwickler irgendwo ihre Fehler gemacht haben. Vielleicht ist kommunikativ auch was schwierig gewesen. Und der ganz große, der größte Krisenpunkt war auch, während die Pandemie war und dann halt auch der Ankauf von Bungie. die haben sich halt einfach verkalkuliert. Das ganze Management hat halt einfach das Ganze wie ein Glücksspiel gesehen. Sie haben an Bungie, an Sony, sorry, verkauft, als sie halt gerade diese Top-Zahlen während der Pandemie hatten. Und sorry, wir alle in den Unterhaltungsmedien haben Top-Zahlen während der Pandemie gehabt, weil halt alle zu Hause waren und nichts anderes tun konnten als spielen oder auf unseren Webseiten rumlesen, Podcasts hören, was weiß ich was. Und diese Zahlen, die sie dann halt auch Sony präsentiert haben, die hätten sie niemals einhalten können. Uns allen war bewusst, diese Unterhaltung haben wir während der Pandemie auch gehabt. Ja, wir haben gerade echt krasse Zahlen, aber das wird nicht so bleiben. Und darauf müssen wir uns vorbereiten. Also diesen Fehler haben ja auch viele Spielstudios gemacht. Bungie ist damit nicht alleine, dass sie halt auch einfach wahnsinnig investiert haben während der Pandemie, basierend auf Zahlen, die hinterher, die halt nach dem Schluss davon nicht haltbar gewesen sind. Und wie gesagt, diese ganzen Entwickler, wie auch Luke Smith, die sind nicht mehr da. Die wurden auch auf komische Posten geschoben. Wir wissen bis heute auch nicht, was wirklich alles da passiert ist im Hintergrund. Dass halt Luke Smith irgendwann auch nicht mehr federführend für Destiny verantwortlich war. Er wurde halt dann auch für andere Projekte abgezogen. Und dann halt auch dieses. Ganze Sony-Gedanke von, wir kaufen jetzt Bungie ein für unsere super Service-Strategie, die wir jetzt fahren. Falls ihr euch erinnert, das war auch ein Ding mal, wo auch nicht viel von übrig geblieben ist. Das ist immer noch eigentlich. Es kommt nicht viel bei raus. und die haben sich halt einfach so verkalkuliert. Und es gibt ja sogar auch die Geschichten darüber, dass auch die Entwickler zurückgehalten wurden. Dass halt gesagt wurde, ey, so ein Niveau wie bei Forsaken, das können wir niemals mehr erreichen. Also spielen wir halt lieber mal safe und machen lieber langweilige Updates, die total repetitiv sind, damit die Leute nicht irgendwie zu hohe Erwartungen haben. Und das ist halt auch so was, was Dariush gerade erzählt hat, für einen MMO-Spieler, dein Loot verschlechtern. MMO-Spieler sind Min-Mexer. Nein, wir wollen Zahlen wachsen sehen. Und wenn dann dein liebstes Spielzeug, deine coolste Waffe nichts mehr wert ist, was Schlimmeres kannst du doch einem MMO-Spieler nicht antun. Das macht so viel wie mit jedem Update. Ja, aber anders. Da ist ja nicht irgendwie die größte Waffe runter, sondern alles wird halt runtergespielt. Ja, genau, da ist nichts bei irgendwas wert. Das stimmt ja nicht, dass nichts mehr wert ist, sondern es gibt dann halt neue Dinge, die noch mehr wert sind. Du brauchst natürlich auch eine MMO-Reset, um wieder auf was Neues hinarbeiten zu können. Aber halt so dieses Gemeine, ich hab jetzt meine geile Waffe, die ich jahrelang, das ist mein größter Schatz. Der ist jetzt doof, der ist wertlos. Ist ja eine der ... Ich krieg wirklich Puls, wenn ich an diese ganzen Fehlentscheidungen denke. Das ist so. Und deswegen, nur als Letztes, ich versteh das mit dem, wo wart ihr als Gondorphiel, warum kommt ihr jetzt erst jetzt? Aber die Leute wurden halt auch verprellt ohne Ende. Und das ist so ... Sorry, ich krieg meinen Puls mal kurz darunter. Nur ein Loot-Einschub kurz, wenn du dich ... Aber ich find, das ist ja richtig. Aber ein Loot-Einschub ist nur ... Guild Wars macht's ja anders. Dieses Guild Wars-Modell der horizontalen Progression, wo einfach die Sachen gleich viel wert bleiben, wo du als WoW-Spieler überhaupt nicht deinen Kopf drumrum gewickelt kriegst, wie das funktionieren soll. Aber was du dir einmal erspielt hast, ist im Endgame immer weiterhin wertvoll. Du kannst natürlich noch andere Varianten oder andere Builds dir zusammenspielen, die da vielleicht gar nichts bringen, weil du eh min-maxen möchtest. Aber ja, Leuten ihr Loot wegzunehmen ist nie eine gute, oder zu entwerten, sagen wir mal, ist nie eine gute Strategie. Aber was war denn jetzt euer Streitpunkt? Das wäre jetzt auch meine Frage. Ja, ja. Naja, der Streitpunkt, der war, dass Darisch eben gesagt hat, ja, die Destiny-Community ist halt auch selber ein Stück Schuld. Und dann habe ich Puls bekommen. Ich habe halt hart dagegen argumentiert, weil ich halt Verständnis habe. Aber ich verstehe natürlich auch die Perspektive zu sagen, wie gesagt, ich habe halt auch dieses im Kopf gehabt, wo wart ihr als Gondorphielen? So, ja, ich verstehe den Punkt natürlich schon, dass wenn man halt vorher da gewesen ist. Aber welchen Grund hätten sie denn haben sollen zu kommen? So, es ist so, darüber haben wir uns vielleicht gestern ein bisschen gestritten, ja. Das ist natürlich auch vollkommen richtig, dass Bungie die Spiele halt selber vertrieben hat. Also, ich schreib's auch hinterher in dem Artikel. Also, man kann jetzt nicht von einem Spieler verlangen, der jahrelang immer wieder verärgert wurde, enttäuscht wurde mit Updates und sowas, dass er dann jetzt 40 Euro für die neue Erweiterung bezahlt, nur um Bungie zu unterstützen. Das ist ja auch paradox irgendwo. Also wenn ich mir ein Stück Hardware kaufe, keine Ahnung, ne Maus oder sowas und die gibt nach zwei Tagen den Geist auf, dann sag ich, ich geh nie wieder zu diesem Hersteller hin und kauf mir dann ne Maus. Das ist ja komplette Enttäuschung. Und dann wiederum zu sagen bei dem Spiel, ja okay, die letzten vier Updates waren alle das Geld nicht wert, ich kauf mir jetzt das fünfte. Ja, kann man den Spieler dann auch nicht vorhalten, dass sie vielleicht nicht Edge of Fate gespielt haben, dass sie nicht Renegades gespielt haben. Also das auf gar keinen Fall. Du hattest jetzt auch vorhin schon halt darüber gesprochen, dass eben Sony Bungie damals aufgekauft hat. Auch damals gab es schon Berichte von Leuten, die gesagt haben, ist das so klug? Sie haben sie ja unter anderem auch wegen ihrem Know-how im Bereich Live-Service aufgekauft. Micha zeigt schon auf sich. Micha, was hast du dir damals gedacht? Ich hab damals auch eine Kolumne, also es gab ja überall Berichte, bin jetzt nicht alleine damit, aber auch eine Kolumne geschrieben im Sinne von, was läuft denn jetzt schief bei Sony? Also man muss dazu sagen, es war eine andere Zeit. Geld war billig. Es war billiger, Dinge einzukaufen, als Geld auf die Bank zu legen, weil es einfach mehr gebracht hat zu übernehmen, als auf Zinsen das irgendwie liegen zu lassen oder anders, anderweitig zu investieren. Das würden sie heute so auch nicht mehr machen. Aber natürlich war es diese Live-Service-Offensive von Sony, die Lea ja schon angesprochen hat, die sie dazu gebracht hat, ein Studio kaufen zu wollen, das viel Live-Service-Expertise hat. Jetzt muss man dazu sagen, Sony ist nicht die erste Firma, die nach der Trennung von Activision auf Bungie zugekommen ist, sondern es gab schon, lustigerweise, bevor sie sich von Activision getrennt haben, ein Investment von NetEase, ein großer chinesischer Publisher, der sehr stark ist im Mobile-Geschäft, der dann auch noch mit Bungie zusammen, den Destiny-Ableger gemacht hat für Mobile. Die haben schon vor dieser Activision-Trennung 100 Millionen Dollar in Bungie reingeschossen als Investment, damit sich Bungie dann von Activision trennt. Und das machst du ja als NetEase schon mit einem gewissen Ziel, also wahrscheinlich mit dem Ziel, diese Partnerschaft zu intensivieren. Wozu es dann aber nicht gekommen ist. Man weiß nicht genau, wieso. Diese Mobile-Geschichte ist ja da noch entstanden. Aber auch da gehe ich davon aus, dass einfach NetEase gemerkt hat, okay, wo ist denn da der Plan? Irgendwie alle, mit denen wir bei Bungie reden, sagen, es geht jetzt völlig durch die Decke und jetzt wird's richtig und das goldene Zeitalter kommt noch. Aber irgendwie, glaube ich, da ist nicht so viel Substanz dahinter. Oder sagen wir mal, Substanz vielleicht schon, weil sie wissen, was sie können als Studio, aber nicht so viel Plan und nicht so eine konkrete Vision, wo genau es lang geht. Ja, das Management war halt, wie Lea auch vorhin schon gesagt hat, oftmals das Thema. Also ehemalige Entwickler haben halt auch davon berichtet, regelmäßig, dass die Führungsebene über Jahre hinweg großartige Konzepte blockiert und gestrichen hat. Über Housing-Systeme, neue Waffensysteme, eine komplett neue gegnerische Rasse. Und das ist halt, also allein das, dass da die Entwickler so zurückgehalten wurden, hat halt unter anderem wahrscheinlich auch dazu geführt, dass dann für die Spieler nichts Neues kam, wo sie gesagt haben, okay, dafür lohnt es sich noch reinzuschauen. Dann natürlich nur noch das Content-Worting, über das wir schon gesprochen haben. Das waren so, so viele Punkte, die da zusammenkamen. Und vor allem eben dieses Management-Problem, das anscheinend Sony damals nicht gesehen hat, I guess. Ich glaube, das Problem ist, es hat ja Léa auch schon gesagt, dieses Management damals von Bungie bei diesem Verkaufsprozess, und ich wette, es gab auch Verkaufsgespräche mit NetEase. Also wir werden nicht nur mit Sony gesprochen haben damals, vielleicht noch mit anderen. Die haben einfach ihr Studio überverkauft. Und Sony hat es ihnen geglaubt. Das war das Problem. Weil diese, das meinte ich vorhin mit irgendwie, sie haben diese extreme Vision, natürlich wie viele andere Firmen rechnen sie mit weitergehendem Pandemiewachstum, wo wir heute wissen, blöd sind. Konnte einfach nicht so weitergehen, aber war damals Linie der gesamten Industrie. Alle Analysten haben gesagt, boah, die Linie geht für immer nach oben im Gaming. Und es explodiert jetzt richtig und das ist die Zukunft. Also haben Sie recht, aber nicht so stark, wie Sie am Ende das vorhergesagt haben. So, aber Sony war halt in der Position, einfach zu sehen, na ja, wir müssen was tun, auch was unsere Online-Strategie anbelangt. Live-Service ist einer der Gegenwartstrends. Alle wollen komischerweise in diesem Internet spielen und Spiele, die sich über viele Jahre hinweg weiterentwickeln. Und der Trend, dass Leute an einem Spiel über ganz viele Jahre hinweg festkleben, der ist jetzt auch nicht so neu. Und Sony hat halt nicht so viel in dem Bereich, sondern halt eher Singleplayer-Triple-A-Focus, wie die Konsolen halt nun mal so sind oder waren damals. Also müssen wir was tun. Und da ist diese eine Firma aus Bellevue bei Seattle, die uns erzählt, dass sie da richtig fett aufgestellt sind für die Zukunft. Also lass mal einen Geldkoffer aufmachen. Wo wir auch noch gar nicht das jetzt angeschnitten haben, ist, dass sie ja auch verschiedene Projekte in der Mache hatten oder Ideen. Marathon. Also Marathon ist halt auch noch dieses eine, dieser eine Elefant im Raum, den man ansprechen muss, weil für Marathon auch gewaltig Ressourcen abgezogen wurden. Also das ganze Destiny-Team wurde tatsächlich ausgedünnt. Und hier befinden wir uns jetzt auch so ungefähr im Jahr 23, 22, 23 sowas. Also so Ausläufer der Pandemie. Und wie gesagt, es wurden halt einfach auch massiv Entwickler irgendwie von Marathon abgezogen und von Destiny abgezogen, um eben dieses neue Spiel zu entwickeln. Da kann Darisch auch gleich nochmal ein bisschen mehr zu erzählen. Der mag's tatsächlich, spielt's auch. Ich glaub, du bist auch aktiv gerade noch am Spielen, ne? So aktiv, wie man sein kann. Ja, du bist halt immer noch mit drin, das heißt so Gameplay-technisch oder was das genau ist, kannst du gleich auch noch sicher mehr zu erzählen als jetzt ich. Aber das war halt auch so ein, so du hast halt Destiny, du hast diese Cash-Cow, du hast quasi das WoW der Shooter, so dieses geile Casual-MMO-Light mit geilen Gunplay und allem, du hast es, siehst aber gewaltig Ressourcen ab für irgendwelche anderen Projekte, um halt diese Sony-Live-Strategie auch durchsetzen zu können. Und das war's. Und dann hast du halt, Wenn wir nochmal vom Management sprechen, müssen wir auch über Pete Parsons sprechen, der so ein bisschen das Gesicht ist davon. Es gab diese legendäre Geschichte und da muss man mal sehen, auch wie bitter das ist. Er war halt bekannt dafür, auch immer große Reden zu schwingen, mit wie wir doch alle eine Familie bei Bungie sind und so. Also wirklich dieses schlimmste Management, einmal eins, was du halt machen kannst und so. Und gleichzeitig aber dann halt auch Leute gefeuert. Also es gab ja auch massiv Entlassungen so zu diesem Zeitpunkt, 23, 24 sowas. Und es gab, es gibt die Geschichte, dass irgendeiner der Teamleads gefragt haben soll, ob es denn eventuell möglich ist, Arbeitsplätze zu retten, indem das Management auf Boni und so verzichtet. Und das Management hat halt gesagt, ja, so eine Firma sind wir nicht. Dann sind 250 Leute entlassen worden und Pete Parsons ist Luxusauto, ein Luxusmotorradsammler. Und dann kam halt gleichzeitig ein Social-Media, von ihm, wie er sich halt gerade einen neuen Rolls-Royce und sowas gekauft hat, während nicht der Boni eingestrichen wurde, die Leute entlassen wurden, er halt, auch mit seinem Management unter anderem Bungie und Destiny mit an die Wand gefahren hat und dann kommst du halt raus und ja, schaut euch mal einen neuen Rolls-Royce an, ihr Loser, jetzt 250, die gerade ihren Job verloren haben. Also ich stelle mir das wirklich, ich meine, ich kenne den Mann nicht, ich habe bestimmt auch seine guten Seiten, aber es liest sich schon alles wie diese... Wille-Geschichte. Sehr entkoppelt von der Realität seiner Firma. Ja, vor allem, dass du das dann auch online postest, auch da wieder zu diesem Thema. Da ist halt die Community dann auch einfach enttäuscht, wenn es die ganze Zeit, heißt, okay, nein, für euer Spiel können wir gerade nichts machen. Die Entwickler sowieso, die gerade entlassen werden, die ihre Lebensgrundlage verlieren. Und dann der Chef, der da sitzt, also ich habe mir gerade meinen neuen Rolls Royce gekauft. Ich habe es mir tatsächlich notiert, ich sehe es gerade, es ist bekannt geworden über eine Auktionsplattform. Weil da hat man ihn erkannt, dass er halt gerade dann für Autos investiert hat. Zu dem Zeitpunkt hatte er übrigens dann, hatte er auch, glaube ich, sich dann rausgezogen. Er ist dann auch weggegangen, so nach dem Motto, alles in Flammen. Goldener Fallschirm. Ich gebe einen in den Rolls-Royce rein. So ungefähr. Dann können wir weitermachen. Darius bei Marathon, würde ich sagen. Passt, glaube ich, gerade ganz gut. Und ich kriege meinen Puls währenddessen wieder ein bisschen runter. Mal schauen, ob das funktioniert. Ich mag diese Wellenbewegung in diesem Talk immer. Steigert sich ein und dann das nächste Thema. Gut, dass ich keine Smartwatch gerade trage. Genau, Dariush, du bist ein Fan von Marathon. Wie hast du das denn damals wahrgenommen, als du siehst, okay, da kommt jetzt ein neues Destiny oder beziehungsweise ein neues Spiel von den Destiny-Machern. Es ist ein Extraction-Shooter. Du meintest es vorhin schon, du bist kein Extraction-Shooter-Fan. Trotzdem magst du das Spiel. Warum? Ähm, ich setz mal noch einen Tacken weiter vorne an, wenn ich darf. Okay, unbedingt. Weil der erste Trailer, der war ja sehr kryptisch, sag ich jetzt mal. Man hat den vom Marathon gesehen, man wusste, okay, das ist eine alte IP von Bungie, aber das war auch noch vor meiner Zeit, ich konnte damit nichts anfangen. Aber der Trailer sah irgendwie interessant aus. Dann kam die Ankündigung, es ist ein Extraction-Shooter. Und mein Interesse ist, wir waren gerade bei Wellenförmig, komplett nach unten gegangen. Ich hatte null Interesse daran, ich war ultra enttäuscht, dass sie nicht ein neues, cooles, alternatives MMO machen. Also nicht Destiny, aber halt mit PvE-Fokus, und allem, was dazugehört. Bosskämpfen, Raids, Dungeons, whatever. Sondern halt ein Extraction-Shooter. Und dann kam auch die erste Alpha. Die sah sehr viel schlechter aus als die Trailer, die Gameplay-Trailer und so. Es hat sich nicht gut gespielt. Die Welt war komplett leer. Ich habe in vier Runden einen Spieler gesehen und vielleicht fünf NPCs. Es war wirklich viel zu leer für einen Extraction-Shooter. Der Loot war bedeutungslos und alles und es hat einfach gar keinen Spaß gemacht. Und dann haben sie jetzt Anfang des Jahres irgendwann mal vorm Release dann diese nächste Closed-Beta- oder Beta-Phase eingeleitet mit dem Server-Slam. Und da hatte ich auf einmal Spaß dran. Die Atmosphäre war sehr viel besser, die Kämpfe gegen die NPCs haben auf einmal Spaß gemacht. Die können tatsächlich auch irgendwie so ein bisschen ähnlich wie auch einige Gegner in Destiny halt dodgen. Also du schießt auf sie und sie machen auf einmal so einen Dash zur Seite und versuchen deinen Kugeln auszuweichen. Sie flankieren dich so ein bisschen, also gar nicht mal so extrem dumme NPCs. Die Atmosphäre ist super, ich mag den Artstyle. Und wenn man da dann... Also es spielt sich vorhin auch in zwei verschiedenen Arten. Wenn ich es mit Freunden im Trupp spiele, ist es ein typisches PvP-Spiel durch die verschiedenen Heldenmechaniken und sowas. Auch ein bisschen taktischer als viele Extraction-Shooter, weil man dann durch die Fähigkeiten mit Wiederbelebungen und Raucheinsatz also Smog Grenades, und der eine Charakter hat ein Schild der andere kann Feinde aufdecken als Wrecking, und so kann man schon so ein bisschen taktisch agieren und sich dann auch refraggen so wenn der eine Teammate stirbt dann drauf. Den Gegner zu killen und den Vorteil wiederherzustellen und alles, und wenn man Solo spielt, ist es ein Horror-Shooter so alle spielen den Charakter, der sich unsichtbar machen kann oder war zumindest kurz nach Release so, sind durch die Gegend gecreept, haben sich durchgehend irgendwo versteckt und du musstest wirklich lauschen. Dann ist irgendwo in der Ferne ein Vogel hochgeflogen, weil da jemand durch gelatscht ist, ähnlich wie das Handschaudown macht. Man bewegt sich durch die Map, triggert irgendwas und dann entsteht da halt ein Geräusch. Und du hörst dieses Geräusch in der Ferne und weißt, scheiße, da ist ein Gegner. So, und weil halt alle unsichtbar unterwegs sind, weißt du nicht, geh ich da jetzt hin oder nicht? Du musst selber so ein bisschen abwägen, will ich den Gunfight, will ich ihn vermeiden. Also deswegen hattest du dann quasi auch zwei Spiele in einem und dann halt wieder das Bungie-Gameplay und viele mögen den Artstyle nicht, ist den zu bunt. Ich habe Roblox und Minecraft-Vergleiche gelesen, die ich gar nicht passend finde, weil es tatsächlich sehr düster ist, wenn du dann durch die Map läufst. Aber insgesamt das Sound-Design, die Atmosphäre, ich finde es einfach gut. Und ich laufe da durch, ich habe meinen Spaß beim Spielen. Aber dafür musste ich dem Spiel halt eine Chance geben. Jetzt muss man ja dazu sagen, also du bist jetzt jemand, der das Spiel mag. Trotzdem hat das Spiel im Allzeit-Peak, also der Allzeit-Peak von Marathon lag bei 88.000 Spielern. Jetzt hat Destiny 2 zum Beispiel zur Beerdigung am 9. Juni 168.000 Spieler, also fast doppelt so viele, dazu gebracht, nochmal reinzuschauen. Da wurde halt vielleicht der Fokus falsch gesetzt, da auf Marathon zu setzen. Und dann hast du ja auch schon gesagt, die Verkaufe, also wie sie Marathon vorgestellt haben, hat diesem Spiel halt nicht gut getan. Also ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leute schon auf dem Weg dahin gesagt haben, nee, das werde ich nicht anfassen. Obwohl jetzt ja die Bewertungen online sind auch größtenteils positiv. Also die Leute, die es dann doch mal spielen und reinschauen, sagen dann meistens schon, nee, es ist eigentlich ganz gut, so wie du jetzt auch gerade. Aber der Weg dahin war halt zu lang, zu steinig, zu sehr in Wellenbewegungen. Und das jetzt als die Rettung auch dieser Marke Bungie oder das, was Bungie jetzt noch hat, wenn Destiny 2 wegfällt, ist halt gefährlich auch für Bungie als Studio, oder? Also habt ihr das Gefühl, dass Bungie mit Marathon alleine bestehen kann? Also das ist, als die Marathon-Zahlen rauskamen, so bitter es ist, es ist unfassbar bitter. Wie gesagt, es macht mich auch unglaublich traurig für so ein gutes Studio. So wie Dariush auch jetzt mehrfach gesagt hat, unvergessenes Gunplay, tolle Spielmechaniken, aber Marathon hätte jetzt ein Hit sein müssen. Das ist, vielleicht hast du es dir, ich habe es mir irgendwo auch nochmal aufgeschrieben, aber wie viel Abschreibungsverlust haben sie jetzt nochmal gehabt? 765 Millionen Dollar. Von diesem K auf so 765 Millionen Dollar Abschreibungsverlust. Das muss man sich jetzt halt auch nochmal zergehen lassen. Und dann war halt Marathon tatsächlich die letzte Hoffnung. Und dieser Peak, der war im kostenlosen Wochenende. Die haben ja schon versucht, Marathon ein kostenloses Wochenende zu spendieren. Und selbst da haben sie es nicht geschafft, auf die Zahlen zu kommen. Und das ist aus meiner Sicht, vielleicht haben sie noch irgendeinen Trumpf im Ärmel, vielleicht kriegen sie noch mal irgendeinen Investor oder so, aber aus meiner Sicht wird Bungie das nicht überleben. Ich kann es mir bei bestem Willen nicht vorstellen. Was ich nicht verstehe ist, ich glaube es war Joe Ziegler, also einer der Chefs von dem Spiel, der schon... Glaube ich, anderthalb Jahre im Vorfeld irgendwo in einem Interview gesagt hat, wir wissen, dass das ein Nischenspiel ist. Wir passen auch unsere Erwartungen und sowas an. Wo ist da die Entscheidung dann geflossen, viel zu viele Ressourcen, muss man einfach sagen, drauf zu stecken, weil Marathon ist ein gutes Spiel. Ja, es macht Spaß, ja, aber es ich finde, es ist halt genau da, wo man es hätte erwarten können. Also der Vergleich mit Ark Raiders beispielsweise, was ein phänomenaler Hit war mit x-hunderttausend Spielern. Also Ark Raiders war halt besonders. Das erreicht so kein Spiel in der Form. Die haben selbst ihre Erwartungen übertroffen. Marathon hat einen noch stärkeren PvP-Fokus als Extraction Shooter. Extraction Shooter haben den Kern des Spielprinzips, dass du deinen Loot verlierst. Wir hatten es bei Destiny. Du willst deinen Loot nicht verlieren. Das ist einfach extrem nischig. Das ist ein Hardcore-Spielgenre, was nicht viele Fans hat. Selbst ein Tarkov oder sowas, was sie alle paar Monate jahrelang immer wieder zum Y-Priesig war, ist den Großteil des Jahres einfach kein Mainstream-Titel. Es ist Hardcore, es ist ein Nischen-Genre. Ich kann nicht meine Existenz des Studios auf ein Nischenspiel ausruhen und dann halt auch so viel Geld da draufsetzen. Also der Plan beim Marathon muss ja gewesen sein, jetzt über Jahre lang eigentlich eine vergleichsweise kleine Fanbase zu unterhalten mit Skin-Verkäufen und sowas und Battle-Passen, irgendwie Geld zu generieren. Aber es kann nicht der Plan sein, halt auf große Verkaufszahlen zu hoffen, weil das ist nicht das Genre dafür. Die werden damit nie die Verkaufszahlen von einem Destiny erreichen. Das geht gar nicht, weil es... Destiny ist halt viel casual-freundlicher, trotz der Hardcore-Inhalte. Und die Destiny-Spieler interessieren sich einen Scheiß für Marathon. Sorry, wenn ich das so hart sage, aber es ist halt Loot. Ich will Loot als Destiny-Spieler und nicht Loot verlieren. Wenn ich da zuhöre, kriege ich schon wieder Puls. Also es gibt auch so eine Allegorie aus dem Marketing. An die musste ich jetzt auch ein paar Mal denken. Ich habe einen Marketing-Hintergrund. Und ich musste gestern tatsächlich an eine Unterrichtseinheit denken von vor, ein paar Jährchen, noch nicht ganz so lange her. Aber es gibt die löchrige Eimer-Allegorie. Und im Marketing spricht man davon, dass jede Firma ist wie ein Eimer. der ein paar Löcher hat. Und wenn du eben davon ausgehst, dass du was ist denn nochmal das deutsche Wort für Customer? Kunden. Dankeschön, Kunden. Ich habe nicht in Deutsch studiert und dann kommt mir immer Holländisch und Englisch in den Kopf geschossen, wenn ich an das Studium zurückdenke. Wenn du halt Kunden hast, du willst halt diesen Eimer füllen und sagen wir mal, Bungie hatte diesen wunderschön gefüllten Eimer mit Destiny, aber es gibt halt immer Löcher. Jede Firma hat Löcher, wo die Kunden rausflutschen. Es kann halt sein, dass es dann im Fall vom Spiel ist, mal ein Update ist nicht so gut gewesen. Jemand hat gerade nicht so viel Zeit, weil Familie dazwischen gekommen ist oder was weiß ich, und die flutschen die immer raus. Und natürlich ist das dann immer diese Balance zwischen, wie stopfe ich diese Löcher und wie kriege ich wieder neues Wasser obendrauf. Und sogar zu den schlechtesten Zeiten von Destiny. Sie haben zumindest so einen viertelvollen Eimer gehabt. Klar hat er viele Löcher gehabt, aber da war halt eine Basis. Und die gibst du einfach auf. Du gibst diesen gefüllten Eimer auf, nimmst dir diesen neuen Eimer, machst noch ein paar Löcher mehr rein und fängst von vorne an. Also es ist so, auch jetzt aus Marketing-Sicht, es ist so unglaublich schwer, eine Community von Null aufzubauen. Und dann halt, so wie Darius sagt, sich dann halt so auf dieses Nischen, auf so einen kleinen Eimer stürzen, der halt wie gesagt auch einige Löcher hat, weil du weißt, da kommen gar nicht so viele Leute. Das macht mich wirklich wahnsinnig, das zu sehen, wie man so eine, aus dieser Community, die halt einfach so aufgegeben hat. Und die Top-Entwickler irgendwie verprellt halt. Ich weiß auch nicht, ob sie Destiny gut hätten weiterentwickeln können oder ein tolles Destiny 3 hätten machen können. Weil diese, auch so jemand wie Luke Smith, der so wichtig auch war, als WoW-Hardcore-Fan für dieses Spiel, weil das ist mir wirklich unbegreiflich. Weil du gerade gesagt hast, wir wissen ja nicht, ob sie es hätten gut weiterführen können. Ich finde, das finale Update, Monument of Triumph, zeigt, dass da durchaus noch Potenzial gewesen wäre. Weil das kommt nämlich jetzt schon sehr, sehr gut an. Da zeigen sie nochmal, dass da kreative Freiheit des Entwicklerteams, wenn man denen mal Freiheit lässt, dass da durchaus auch Potenzial immer noch da gewesen wäre. Oder wie hast du das jetzt wahrgenommen, Darius, das neueste Update? Das neueste Update bringt natürlich jetzt irgendwie keine riesige Kampagne, wo ich 40 Stunden oder sowas noch eine neue Story erleben kann. Es ist halt vor allem irgendwie so der Quality-of-Life-Abschluss, der Boss-Rush-Modus kehrt zurück und viele irgendwie kleinere Verbesserungen und sowas, sodass dann halt viele Spieler auch auf Reddit oder sowas dann schreiben so, ich hätte für diese Erweiterung sogar Geld bezahlt. Es ist exakt der Tag, den ich irgendwo gelesen habe. Und das zeigt halt, dass es irgendwo halt möglich gewesen wäre, die Community mit einem Update positiv zu stimmen. Aber es ist schon so ein typisches End-Update. So, hier kommt nichts mehr, wir machen es jetzt einfach nur noch mal glatt. Die Frage ist halt, ob es halt eher hätte kommen müssen, beziehungsweise wie der Plan hätte verlaufen sollen. Also meiner Meinung nach, mag jetzt wahrscheinlich auch wieder ein paar Destiny-Spieler stören, aber du hast halt diese Licht- und Dunkelheitssaga, die sie jahrelang fortgeführt haben mit den ganzen Erweiterungen, mit The Final Shape 2024, wenn ich es jetzt richtig in meinem Kalender im Kopf ordne, hast du die Story beendet. Und danach lief es so ein bisschen so, es kamen die Episoden und man hat dann irgendwann versucht, mit Edge of Fate diese neue Sage einzuleiten, aber nix hat sich so richtig gut angefühlt. Es wirkte wirklich wie so, ja, wir wollen jetzt einfach noch weitermachen, wir wollen noch weiter Geld verdienen. Die Story ist vorbei, aber wir wollen es noch nicht aufgeben, wir wollen es nochmal versuchen, irgendwie auszumelken. Und das hat man halt als Spieler gemerkt, so. Narrativ war das Spiel 2024 abgeschlossen, theoretisch. Und eigentlich hättest du da halt, also das ist dann der Punkt meiner Meinung. Dieses Update irgendwann bringen müssen, was jetzt alles glatt bügelt und schon lange den Plan haben, wie es weitergeht. Also wenn 2024 das finale Update gekommen wäre, hättest du vielleicht bei den Game Awards 2024 im Dezember Destiny 3 ankündigen müssen, was dann ein Jahr später oder so gekommen wäre. Aber da hätte halt schon ein klarer Faden da sein müssen. Also sie haben es jetzt dann halt zwei Jahre irgendwie so tröpfchenweise vor sich hingeschoben, den Deckel drauf zu machen, haben es jetzt eingestampft und haben keinen Plan, wie es weitergeht. Sie haben verpeilt, zwei Jahre lang mit diesem Spiel Geld zu verdienen, weil sie einen narrativen Abschluss hatten, der perfekt war für alle Spieler, um auszusteigen, um zu sagen, ja, jetzt bin ich zufrieden, jetzt habe ich keinen Bock mehr. Und diesen Absprung, den haben sie verpasst, sie haben es fortgeführt und jetzt hattest du halt einfach keinen guten Übergang und du hast keinen Plan, wie es weitergeht. Es ist jetzt fraglich, ob ein Destiny 3 kommt, also nach aktuellem Stand halt nicht. Ja, das ist so ein bisschen mein Take. Also es gibt ja unter anderem auch online einige Aktionen, Fan-Aktionen, die sagen, hey, bringt uns jetzt bitte endlich Destiny 3, we want Destiny 3. Letztendlich hat Bungie wohl auch Sony mehrfach in Destiny 3 gepitcht, nur halt bisher, zumindest nach unseren Kenntnissen, ohne Erfolg. Micha, glaubst du, das könnte jetzt noch irgendwie in der Mache sein, vielleicht? Naja, was auch immer sie Sony da gepitcht haben, weil ich meine, auch ein Sony, also es muss ja Gründe geben, dass es dann abgelehnt wurde, wenn es stimmt. Also würde ich jetzt nicht rein Sony dann den schwarzen Peter zuschieben, dass es nicht passiert ist. Ähm, ich glaube äh, also viele Aspekte, ähm, wir haben ja schon gesagt äh, Marathon, muss ihnen eigentlich klar sein, dass das kein Riesending wird, was sie ja auch selbst gesagt haben, Darius hat's ja gerade erzählt, und das muss dem Studio auch klar gewesen sein, bis hin zu der Belegschaft, also dass da nicht mal bei irgendeinem Townhall-Meeting jemand die Hand gehoben hat und gesagt, kann es sein, dass wir mit Marathon alleine nicht überleben können? Äh, falsch! Nein, also muss ihnen klar gewesen sein. Und der Grund dafür ist, dass sie ja mehrere Pferde im Stall hatten. Sie hatten ja mehrere Projekte, an denen sie gearbeitet haben. Marathon ist nur das Einzige, was jetzt tatsächlich was geworden ist. Und da siehst du halt auch wieder diese Planlosigkeit. Wir wissen nicht genau, woran die jeweiligen Projekte gescheitert sind. Aber es gab ja unter anderem dieses Konzept Payback, was so ein Destiny-Ableger im Stile von Genshin Impact hätte sein sollen mit so einer Third-Person-Perspektive. Sie haben Projekt Gummy Bears entwickelt. Ein bunteres PvP-Actionspiel. Nicht so düster wie Halo oder Destiny, sondern so ein bisschen bunteres Setting, inspiriert von MOBAs und Smash Brothers. So eine Mischung aus Fighting Game und Action, also ganz komische Mischung. Das existiert lustigerweise noch. Das hat Sony nur aus Bungie rausgelöst und lässt es jetzt bei einem PlayStation-Studio weiterentwickeln. Bis es da vielleicht auch eingestellt wird. Das weiß man natürlich nicht. Also wir haben davon auch schon eine Weine nix mehr gehört. Aber es ist auch nix geworden. Plus es wird noch andere Projekte gegeben haben, die bei ihnen in der Schublade lagen, und mit denen sie sowohl gegenüber Sony als auch gegenüber ihren eigenen Leuten. Die Zukunft dieses Studios halt in goldenen Blättern gezeichnet haben müssen. Weil auch als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bungie, wenn ich sehe, die haben doch keinen Plan, sage ich doch dann, ja, aber tschüss. Dann gehe ich doch zu einem Studio, wo ich das Gefühl habe, da bauen wir richtig was auf und da geht es richtig weiter. Und das scheint ja so krass dann nicht der Fall gewesen zu sein. Zumindest eine ganz schöne Zeit lang. Und ich glaube, die Grundproblematik ist neben diesem Missmanagement halt einfach auch, wie teuer dieses Studio ist. Weil man darf nicht vergessen, die sitzen in Bellevue bei Seattle. Seattle ist eine Technologiemetropole, da sitzt auch Microsoft. Das heißt, die Gehälter, die du da zahlst, insbesondere im Technologiebereich, sind richtig hoch. Also die Kosten pro Kopf, weil natürlich Spieleentwicklung ist ein Technologiebereich, wo du auch um Talente, also um fähige Leute kämpfst, gegen Tech-Konzerne. Und da konkurrierst du halt unter anderem mit Microsoft in der Ecke und noch mit anderen, die da auch sitzen. So, also das heißt, dieses Studio ... Kostet richtig viel Geld und man kann fast sagen, verbrennt richtig viel Geld. Es gab ja so Schätzungen, dass 400 Personen an Marathon gearbeitet haben und es sind allein 50 Millionen Dollar Gehaltskosten. Nur Gehälter pro Jahr bei Bungie. An Destiny haben in der Hochzeit 600 Leute gearbeitet plus noch zwei externe Studios bei Activision, die Activision mit dran setzen musste, weil Bungie die Deadlines nicht hingekriegt hat. Also sie verbrennen Gehalt für 600 Leute. Das waren irgendwie bis zu 300.000 Dollar pro Tag, die das dann kostet. Dazu noch die Serverkosten. Also man rechnet so mit 10 bis 12 Millionen Dollar Betriebskosten für Destiny pro Monat. Also 140 Millionen Betriebskosten allein im Jahr. Ja, sie hatten mehr Umsatz dann am Ende durch die Monetarisierung. Aber das ist erst mal eine Riesenstange Geld, die dadurch brennt einfach bei Bungie. Und die ja jetzt leider dann auch der Grund war für die Entlassungen. und. Und das ist halt wirklich Management-Versagen, dass du es nicht schaffst, dann einfach eine betriebswirtschaftliche Rechnung aufzumachen. Okay, so teuer ist unser Laden, das müssen wir machen und das sind die Projekte, die es uns, also ich meine, das werden sie gemacht haben, aber es war halt dann am Ende eine falsche Rechnung und das sind die Projekte, die uns diese Zukunft sichern. Da hat es gehakt. Und jetzt ist natürlich leicht, das hinterher zu sagen, wenn Marathon gut gelaufen wäre oder Payback, dann das nächste Genshin Impact geworden wäre, würden wir jetzt hier sitzen und sagen, Bungie, ihr habt's mal wieder hingekriegt. Also hinterher ist man immer schlauer, insbesondere wir natürlich, die jetzt gar nicht bei Bungie sitzen, sondern viele tausend Meilen davon entfernt. Aber ja, jetzt musst du halt sagen, falsches Pferd. Habt ihr auf die falschen Pferde gesetzt. Hättet ihr vielleicht eher schauen müssen, wie ihr das, was ihr mit Destiny erreicht habt, die Community auch, die ihr mit Destiny aufgebaut habt, wir hatten das Thema jetzt schon ein paar Mal, einfach besser bedient, dort besser zuhört, besser verstehen lernt, warum ihr eigentlich erfolgreich seid. Statt halt, weiß ich nicht, mit einem Extraction-Shooter auf den Zug aufzuspringen, den man irgendwie gerade losfahren sieht, weil es halt eines der Boom-Genres gerade ist. Statt irgendwie halt sich in Projekte zu verrennen, die aus welchen Gründen auch immer dann einfach nix werden, weil Deadlines gerissen werden, weil die Konzeptlosigkeit halt scheinbar dann so was wie einem Payback, den das Bein gestellt hat. Ich glaube. Ja. Ich glaube auch, dass wir gar nicht so unbedingt über den Misserfolg von Marathon reden würden, wenn es halt in einem Kostenbereich von Arc Raiders liegen würde. Ich glaube, Arc Raiders soll so um die 70 Millionen gekostet haben. Da würde Marathon aktuell immer noch gerade so kämpfen, das irgendwie zu rechtfertigen und wieder auf Plus, Minus, Null zu kommen. Aber das wäre halt schon ein krasser Unterschied zu diesen 250, 300 Millionen, die jetzt im Raum stehen. Bei 70 Millionen könntest du sagen, okay, wir hatten jetzt einen soliden Release. Wir haben uns in einem Nischen-Genre eine eigene kleine Fanbase aufgebaut. Das lassen wir jetzt drei, vier Jahre laufen, verdienen mit ein paar Battle-Pässen noch gut Geld. Und dann lohnt sich das langfristig irgendwie. Und wir haben dann mit einem kleinen Teil des Studios nebenbei noch ein bisschen Geld verdient. Während wir mit dem Großteil weiterhin die Destiny-Marke ausgeführt haben. Aber das haben sie halt nicht gemacht. Sie haben viel Geld und einen großen Teil des Studios auf Marathon gesetzt. Und das ist halt einfach, wo man sich fragt, warum? Da ist einfach was falsch gelaufen. Ja, und warum macht auch Sony nichts? Das ist ja eine Frage, die wir uns bei vielen Publishern stellen und Projekten, die da manchmal passieren, aus mangelnder Draufsicht oder aus zu hohem Vertrauen. Und jetzt ist ja Vertrauen erstmal gut. Ich meine, die würden ja keine Milliarden Dollar ausgeben für ein Studio, wenn sie sagen, ich glaube, die können gar nichts. Aber das ist ja dieselbe Sache, die wir bei Microsoft sagen. Wenn es um Starfield geht, hat da nicht mal jemand wirklich im Detail drauf geguckt und gefragt. Ist das wirklich das nächste große Ding? Ist das wirklich die Ergänzung im Kanon von irgendwie Elder Scrolls und Fallout, dieses Starfield? Oder verrennt ihr euch da vielleicht auch ein bisschen? Und genauso halt bei Bungie, dass da jemand von Sony sich mal hinsetzt und sagt, so zeigt's mir doch jetzt mal. Ja, vor allem, es ist ja jetzt auch nicht erst seit gestern, sondern es hat sich ja über Jahre hinweg dahingehend entwickelt. Also, dass da in all diesen Jahren nichts passiert ist, das ist das, was ich irgendwie nicht ... Ich verstehe einfach nicht, wie das sein kann. Doch, ich verstehe, wie das sein kann. Da sind wir nämlich wieder bei Layers Puls. Es sind Einzelpersonen. Es ist Management. Weil wir sagen immer, ja, was kann denn ein Manager bewegen bei so einer Firma? Was kann denn eine Person? Wir sind ja alle nur Blätter im Wind in dieser großen Spieleindustrie, die macht, was sie will. Oder in diesem Milliardengeschäft und da weiß man einfach nicht immer, was passiert in ein paar Jahren. Und Erfolg kann man eh nicht vorher sagen. Stimmt alles, aber wir sehen immer wieder ein durchgehendes Muster, wenn es um Missmanagement geht, dass Leute an der Spitze auch Feedback aus der eigenen Firma ignorieren. Und stattdessen mit so einer toxischen Positivität versuchen, eine eigene Vision durchzudrücken, die aber längst nicht mehr an irgendeine Realität gekoppelt ist. Und das ist, wie gesagt, das ist ein Muster. Und das ist, und manchmal sagt man, ja, jetzt wird halt nur die Person an der Spitze ausgetauscht, da ändert sich doch eh nichts. Falsch. Das ist dann tatsächlich Pete Parsons. Ich weiß, ich kenne ihn persönlich nicht, aber ich bewundere ihn für seine Oldtimer-Sammlung. Ich weiß nicht, wenn man 2,4 Millionen Dollar von der Oldtimer-Sammlung ausgibt, das ist schon mal, das ist eine Hausnummer. Egal. Ja. Aber, und das ist, wir haben das bei so vielen Projekten gesehen, bei Suicide Squad genauso, bei Rocksteady, wo dann hinterher Mitarbeiter gekommen sind und auch gesagt haben, sie haben drauf hingewiesen, das Konzept funktioniert nicht, wir können das so nicht machen, wir haben andere Stärken als Studio. Bitte versucht doch, oder versucht die Kernstärken dieses Studios zu bewahren. Ihr verrennt euch in ein Projekt, was für uns so nicht zielführend ist. Und es wurde gesagt, ach Quatsch, ach Quatsch, das klappt schon. Das klappt schon, wir kriegen das schon hin. Leute, ich vertraue euch, ich glaube an euch, wir kriegen das hin. Ja, bisher haben wir Äpfel angebaut, aber jetzt müssen wir Bananen züchten in England. Das ist, was die Leute wollen. Genau, das ist, was die Leute wollen. Das hat mir auch letztens irgendjemand bei einem Dinner erzählt, wo ich dann noch mit seiner Frau zusammen essen war. Der hat auch gesagt, es sind Bananen. Genau. Wie du sagst, das ist der Klassiker. Ja, und das ist auch so eine Unternehmenskulturfrage, weil natürlich willst du als Führungskraft, insbesondere natürlich, wenn Sony gerade 3,6 Milliarden, für dein Unternehmen ausgegeben hat, willst du als Führungskraft eine Vision verkaufen und willst gut dastehen, dann wiederum vor dem Sony-Aufsichtsrat, wenn du da deine Präsentation hältst, wo Bungie jetzt hingeht und was ihr für tolle Pläne habt. Also ich kann mir schon vorstellen, wo dann auch solche Visionen herkommen, weil man, also gerade, ne, wenn du eine Präsentation, also ich will jetzt niemandem zu nahe treten, aber wenn man eine Präsentation hält, an Aufsichtsrat sitzen da Leute, die haben von Gaming keinen Plan. Und dann willst du ja sagen, okay, aber Extraction Shooter, das ist das nächste große Ding. Und außerdem arbeiten wir an einem Spiel wie Genshin Impact. Und schaut mal, wie viele Milliarden Genshin Impact abgeworfen hat. Und wir haben noch dieses und dieses und dieses Projekt. Und das wird auch erfolgreich, weil XYZ irgendwelchen Trends folgt. und. Man verrennt sich dann aber in Dinge, die man einfach eigentlich gar nicht umsetzen kann mit dem Studio, das man hat. Inklusive auch, sorry, aber inklusive auch Bauernopfersuchen. Das ist letztendlich auch, was mit Luke Smith passiert ist. Also der, von dem ich vorhin gesprochen habe, der wird auch seine Ecken und Kanten gehabt haben. Also der ist ja im Prinzip auch als totaler Quereinsteiger da reingekommen. Der war halt WoW-Nerd durch und durch, hat halt seine WoW-Vision mit in Destiny gebracht und damit halt das Spiel auch erst populär gemacht. Das hatten wir ja schon noch mal kurz in Wiederholung. Der kam eigentlich aus dem Nix. Der war Game-Journalist vorher. Er hat sich als Games-Journalist vorher einen Namen gemacht, hat auch bei Kotaku eine Zeit gearbeitet und war da halt tatsächlich sehr schnell einer der Top-Games-Journalisten und hat dann darüber Kontakte zu Bungie und war immer Bungie-Fan und ist dann dadurch da reingekommen. So, dann war halt Luke Smith lange Zeit der Superstar und, wurde dann halt auch so ein bisschen an, man weiß auch, wie gesagt, nicht so ganz, was passiert ist, wie er wo gelandet ist, aber der wurde dann halt auch in eine übergreifende Management-Rolle gesteckt und das ist immer auch so ein Fehler, den wir immer wieder auch in diesen Firmen sehen. Du hast einen Top-Entwickler, jemanden, der gute Visionen hat. Und ja, dann muss der jetzt halt irgendwie noch weiter ins Management und muss dann da die Vision machen. Und der war dann halt in der Öffentlichkeit auch oft dann so der Buhmann auf einmal. Da kam dann so dieser Shift, das war dann auch als Destiny 2 kam. Und da gab es auch dieses berühmte Zitat von ihm, er wird auch so ein paar Rockstar-Allüren gehabt haben. Da gehe ich mal fast von aus. Ja. Auch da, ich kenne den Mann nicht, er ist jetzt alles nur von weit, weit, weit, weit, weit außen, so wie es halt in der Außenwirkung rüberkommt. Und da gab es dann halt auch so dieses berühmte Zitat mit, ja, wenn ihr erst mal die Cosmetics auch von Destiny 2 und alles seht, ihr werdet das Geld an den Monitor schmeißen. Und dieses Zitat ist ihm halt auch so übel auf die, damit ist er halt auf die Stute gefallen. Und das wurde immer wieder zitiert, weil es halt danach dann eben so diese ganzen anderen Themen gab, Content World, bladibla. Und dann war er halt auf einmal auch der Sündenbock und irgendwann ist er auch gegangen und man weiß bis heute nicht, wo er ist. Also was er weitermacht, ob er noch in der Spielentwicklung ist oder so. Ich habe das vorhin auch nochmal versucht zu recherchieren, ob es mittlerweile irgendwie das Zeichen von dem Gewasser halt macht. Aber das war dann halt für ihn auch so. Dieses, ja, auch dann teilweise Leute auch an falsche Stellen befördern. Also auch das siehst du halt immer wieder, dass dann so die Top... Wir hatten ja auch so viele, gerade auch im MMO-Space, so viele von den Heads, die dann irgendwann alle gegangen sind und gesagt haben, ich entwickle wieder Spiele. Das ist, was ich machen will. Weil es gibt einfach Leute, die gehören nicht ins Management. Also es gibt einfach Leute, die sollten entwickeln und die sollten da bleiben. Und die sollten nicht Management machen. Ja, aber auf der anderen Seite brauchst du halt jemanden, der das Studio kennt, der die Stärken des Studios kennt. Aber dann musst du den Leuten halt auch zuhören. Und ich weiß nicht, ob Luke Smith natürlich intern Kritik geübt hat. Aber das ist ja immer das Ding, okay, ich setze jetzt jemanden hin, der eigentlich wirklich Ahnung hat von dem, was da passiert. Aber was ich trotzdem möchte, ist dann, dass meine Vision umgesetzt wird. Und wenn mir dann der, der Ahnung hat, was da passiert, sagt, es geht nicht, dann hat er wohl keine Ahnung, was da passiert. Weil ich hab Ahnung. Also verquer einfach. Es gibt viele Fehler, die passieren können. Ich hab total vergessen, dass Luke Smith Gaming-Journalist war. Das könnte ich sein. Du hättest Destiny an die Wand fahren können. Ich hätte Geld auf den Monitor schmeißen können. Da geht doch kein Monitor kaputt, wenn das Münzgeld ist. Das macht man doch nicht. Aber ja, Wahnsinn. Die Frage ist jetzt tatsächlich, du hast schon gesagt, sie können nicht überleben nur von Marathon. Das steht fest. Vielleicht überleben zehn Leute bei Bungie von Marathon, aber halt nicht die Firma in der Größe, wie sie ist. Also es mag durchaus dann weitere Entlassungswellen geben, von denen wir jetzt noch nichts wissen, aber das kann noch kommen. Oder, aber das ist auch schon passiert, Sony schöpft halt noch mehr Leute von Bungie ab und verteilt sie auf andere Projekte. So wie jetzt halt die Gummibärenleute schon. Und sie haben ja auch Führungspersonal, Also Leute mit Führungs- und Facherfahrung bei Bungie rausgelöst und in die PlayStation Studios schon integriert, um dort an anderen Projekten zu arbeiten. Heißt nicht, dass alles, was Sony anfasst, Gold wird, siehe Concord. Aber sie sagen halt, okay, wir nehmen das Know-how raus, was da ist, und lassen einen kleinen Kern weiterarbeiten an irgendwas, was halt noch Bungie ist. Aber es wird garantiert nicht wieder 300 Millionen Dollar kosten dürfen. Weil so viel wird auch Sony jetzt inzwischen gelernt haben, Bungie einfach Geld zu geben und zu erwarten, dass dann was richtig Geiles rauskommt, ist ein Fehler. Concord sollen ja auch ehemalige Bungie-Mitarbeiter, glaube ich, mitgewirkt haben, die da verschoben wurden oder nicht. Also ich meine da irgendwas im Hinterkopf zu haben. Plus Concord wurde ja nach dem, also ein Teil der Concord-Entwicklung war ja seit der Bungie-Querierung. Also da ist wahrscheinlich auch schon die eingekaufte Live-Service-Erfahrung reingeflossen. Bungie auch nicht gut dastehen lässt, wenn die da wirklich ihren Einfluss hatten. Also sie werden sich, also garantiert natürlich, wenn du eine Firma wie Bungie einkaufst und hast eh so ein Live-Service-Projekt in der Tasche, sagst du doch, Bungie guckt da mal drauf. Das haben sie ja bei allem gemacht. Sie hatten ja auch ein Last of Us-Projekt, wo sie haben Bungie drauf schauen lassen, was dann ja auch nicht... Stimmt, das Last of Us? Ja, ja, ja. Das lag auch bei denen. Die haben Bungie auf einmal auf alles drauf schauen lassen, was irgendwie Live-Service sein könnte und haben dann gemerkt, vielleicht haben sie doch gar nicht so viel Ahnung davon und vielleicht ist es doch nicht das, was wir uns eigentlich erhofft hatten. Hauptsache nicht auf die Cash Cow. Hauptsache nicht auf die Cash Cow. Nee, das wäre ja absurd. Würde ja gar keinen Sinn ergänzen. Haben sie Bungie auf Destiny drauf schauen lassen? Das war der Fehler. Also im Großen und Ganzen, glaube ich, können wir, ich glaube, wir können jetzt noch ewig hier drüber reden, können wir abschließend jetzt erstmal sagen, Mit Marathon alleine wird Bungie, so wie wir sie kennen, nicht weiter bestehen. Vielleicht, wer weiß, kommt ja doch nochmal etwas Großes, von dem wir einfach jetzt aktuell noch nicht wissen, dass sie eben in andere Bereiche schon von Sony auch gesteckt wurden, dass das alles zerfasert wurde und die dieses Wissen einfach anderweitig untergebracht haben, wissen wir auch. Ob diese Marke Destiny halt in irgendeiner Weise nochmal eine Zukunft hat, nach allem, was jetzt die letzten Jahre passiert ist. Schwierig, ehrlicherweise. Auch wenn die Fans da sind und die Fans eigentlich immer noch Lust hätten auf gutes Destiny. Aber wenn halt dann niemand mehr dahinter steckt, der das noch machen kann, wenn da kein Geld mehr dafür da ist. Also ich hätte einen wahrscheinlich frommen Wunsch, weil es nie passieren wird. Aber was wäre denn, wenn all die, weil das ist ja ein Trend, den wir aktuell sehen, viele Veteraninnen und Veteranen von großen Studios, von der Amy Hennig, ehemals Last of Us, die jetzt bei Paramount ist, bis hin zu Leuten, die halt früher sonst was alles an Call of Duties und Battlefields und, ne, Ark Raiders, ehemalige Battlefield-Leute. Also viele ehemalige von großen Studios gründen ja jetzt neue Firmen und wenn sich ein, kernfähiger Bungie-Leute unter guter Führung, Ausrufezeichen, zusammentut, um ein neues Projekt zu machen, im Geiste von Destiny. Also muss ja nicht sofort so riesig sein wie Destiny. Ark Raiders ist ja auch nicht riesig gestartet mit den ersten Playtests oder sowas. Aber, Das ist vielleicht eine Chance. Weil ich glaube, von Sony ein Destiny 3 gegreenlighted zu kriegen und zu sagen, wir brauchen dafür wieder eine Milliarde Dollar Entwicklungskosten, da wirst du direkt in den Fahrstuhl gesteckt. Aber wenn sich aus diesem, so ein Kollaps leider, ist halt immer auch eine Chance für einen Neuaufbau. Und wenn sich daraus jetzt ein neues Studio gründet, was wieder so etwas zumindest anfängt zu bauen in die Richtung, das wäre vielleicht eine Chance. Ja, dann gehe ich mit. Also, Babangi brauchen wir, wie gesagt, nicht reden, leider. Ich habe auch schon darüber nachgedacht über so eine Absplitterung. Dann brauchst du halt noch irgendjemanden mit einer guten Rolls-Royce-Sammlung, der auch gerne, der Destiny auch Fuhl fand und sagt, da investiere ich jetzt rein. Also brauchst du natürlich dann schon irgendjemanden. In der Regel haben halt dann diese Studios, die auch neu gegründet werden, die halt jetzt in diesem Double-A-Bereich sind, haben halt immer natürlich auch privates Funding zum Teil und dann kriegen sie vielleicht noch irgendwo anderes Funding mit dazu. Und da brauchst du dann halt wirklich tatsächlich leidenschaftliche Nerds. Ich habe jetzt mittlerweile auch mit einigen von diesen Abschnittungen, also mit einigen Leuten aus diesen Abschnittungsstudios gesprochen und Interviews gehabt. Und da ist es halt immer so, ja, wir hatten keinen Bock mehr auf Großcorpo. Wir möchten jetzt wieder kleiner und fokussierter arbeiten, bewusster mit kleinen Teams. Und das sind dann wirklich auch Nerds so vom Herzen, die dann auch, wo du wirklich gesagt hast, du brauchst diesen einen Menschen auch mit der Rolls-Royce-Sammlung, der sagt, ja, ich fand Destiny irgendwie auch mal geil, so die erste Version. So, komm, das machen wir jetzt, da gehen wir zusammen mit. So was könnte ich mir halt auch vorstellen, dass das passieren wird. Irgendwie so eine Absplittung, ein Destiny 3. Da brauchst du halt dann auch wieder die Rechte und alles und das ist dann wieder sehr teuer. Also auch eher sowas im Geiste von, also an ein Destiny 3 glaube ich nicht. Egal wie sehr es während des Summer Game Fest in den Twitch-Chat gespammt wurde und geschrien wurde. Nee, es ist insgesamt, ja, einfach bitter. Also Dariush, du würdest dem auch zustimmen, die Marke Destiny selber wird wahrscheinlich nicht mehr fortgeführt. Wahrscheinlich nicht. Aber wenn ich persönlich bei Bungie jetzt sitzen würde und ich könnte noch mal was pitchen, würde ich halt eine Art Tiny Tina Wonderlands pitchen. Also irgendein Spin-Off-Ableger zu Destiny. Man hat ja eine recht große Lore aufgebaut mit allem, was da im Hintergrund im Vorfeld von Destiny 1 schon passiert ist. Und sowas, wie es überhaupt zu der letzten Stadt und sowas kam. Oder Vorgeschichten von einzelnen Charakteren, wie dem Vagabunden oder so. Man kann sich da ja irgendwas picken und ein storyfokussiertes Spiel mit typischem Bungie-Gunplay und sowas aufbauen. Und dann vielleicht einen kleineren Rahmen oder sowas, also Spielzeit, vielleicht 20 Stunden eine Kampagne, ein Mini-Endgame wie das in Outriders oder sowas hatte, wo du vielleicht nur 10-20 Stunden reinsteckst und dann wird's langweilig. Ein sehr viel günstigeres Projekt als ein Marathon müsste das sein. Also keine Ahnung, auch Entwicklungspreise 70 Millionen oder so, müsste man irgendwie sowas ausarbeiten. Das könnte ich noch eine kleine Chance sehen, weil man es sehr viel schneller und sehr viel günstiger machen könnte als ein großes Destiny 3, was dann auch wieder 10 Jahre halten muss. Aber jetzt direkt der Sprung auf Destiny 3, die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Das wird Sony jetzt nicht machen. Ja, finde ich aber eine sehr sympathische Idee, definitiv. Ein kleines Destiny, um das auch am Leben zu erhalten, diese Marke. Weil auch da hat ja Bungie viele Züge verpasst, die man eventuell noch hätte nehmen können, was die Marke an sich angeht und wie man sie noch verbreitern kann. Es war ja mal eine Destiny-Zeichentrickserie, eine Animationsserie, oder ich weiß nicht, ob es Zeichentrick oder 3D-Animation, aber eine Animationsserie auf jeden Fall in Planung. Oder zumindest in der Konzeptphase, aus der nichts geworden ist. Über Filme haben sie ja scheinbar mal nachgedacht. Daraus ist nichts geworden. Komischerweise sitzen jetzt bei Sony, Sony Pictures. Ist doch irgendwie so ein Filmladen, glaube ich. Also ist aber halt auch wieder dank Bungies Verwirrung halt nie zustande gekommen, diese ganzen Sachen. Also auch da hätte man halt schon viel mehr machen können, um diese Marke auch über Destiny 2 hinaus am Leben zu erhalten. Und wir sehen ja auch immer wieder, wenn sowas kommt, Und zum Beispiel, wenn eine Cyberpunk-Serie kommt, plötzlich kaufen alle Leute wieder Cyberpunk 2077. Wenn die Witcher-Serie kommt, okay, schwieriges Beispiel jetzt mit den späteren Staffeln, aber hat auch dafür gesorgt, dass The Witcher sich wieder gut verkauft hat und so. Aber ja, auch nicht gemacht. Ja, es bleibt auf jeden Fall spannend. Wir werden das weiterhin verfolgen. Schreibt gerne mal in die Kommentare, ob ihr jetzt noch mal in Destiny 2 reingeschaut habt oder es vielleicht noch werdet. Ob ihr euch ein Destiny 3 wünscht oder vielleicht auch so einen kleinen Ableger, wie Darius das gerade gesagt hat. Vielen, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier mit mir über dieses unglaubliche Spiel und diese Historie, die da dahinter steckt, zu sprechen. Ja, es ist schade, wie es jetzt ausgegangen ist, aber dafür hatten wir ein paar großartige Jahre mit diesem Spiel, die einem niemand wegnehmen kann. Und ja, wie gesagt, vielen Dank, dass ihr da wart. Danke Leia für deine ganzen Emotionen. Jetzt kann ich wenigstens ohne Puls den Rest des Tages genießen. Ich habe jetzt alles rausgelassen. Ist gut, sehr gut. Bin ich mal gespannt, ob das stimmt. Also wir haben die Wellenbewegung schon gesehen. Danke, Micha, auch für deine Einschätzung. Sehr, sehr gerne. Wie geht es eigentlich mit World of Warcraft weiter? Egal. Anderes Thema, anderes Thema. Und Darius, danke dir für deine Insights in die Community als Spieler, der da sehr lange drin war und natürlich als Experte einfach für Shooter. Ich hoffe, dass du noch, wirst du noch weiter spielen? Wirst du noch weiter, das sind die zwei, spielen jetzt? Erstmal danke, dass ich hier sein durfte. Und ich werde jetzt wahrscheinlich sogar noch mal mehr Destiny spielen als im letzten Jahr. Da hatte einer unserer Freelancer auch einen ganz guten Punkt, der nämlich auch gesagt hat ... Jetzt kannst du halt ohne FOMO oder sowas spielen. Also du hast diesen Druck nicht mehr jetzt innerhalb der aktuellen Erweiterung möglichst schnell ein gewisses Level zu erreichen, und möglichst schnell den ganzen Content zu spielen und sowas, sondern alles, was jetzt im Spiel ist, nicht im Content Vault, hast du jetzt halt unbegrenzt viel Zeit, das zu spielen. Du kannst dir einfach Zeit lassen und ein bisschen zocken, wenn du Bock hast. Und das könnt ihr euch daheim ja jetzt auch zu Herzen nehmen. Nehmt euch die Zeit, ohne FOMO jetzt nochmal in Destiny 2 reinzuschauen und das nochmal zu genießen, nochmal alles aufzunehmen, was diese unglaubliche, riesige Welt zu bieten hat. Genießt eure Zeit in Destiny. Und wer weiß, vielleicht ist das Schicksal von, Destiny selber ja doch nicht ganz so besiegelt, wie wir dachten. Ciao, ciao.