Jeder von uns kennt diese Spiele. Spiele, die einen nie wieder loslassen und sich für immer ins Gedächtnis brennen. Sie haben die Messlatte für alles, was danach kam, neu definiert. Genau um diese Spiele geht es in Keylor. Wir tauchen ab in die digitalen Universen, die uns und unser Gaming-Verhalten nachhaltig geprägt haben. Die Schlüsselmomente unserer Gaming-Geschichte. Heute widmen wir uns einem Franchise, das den Survival-Horror, wie wir ihn heute kennen, erst ins Leben gerufen hat. Resident Evil. Mit meinem Gast will ich die Spencer-Menschen betreten und ihre Geheimnisse ergründen. Er kennt die Lore von Raccoon City in- und auswendig, hat Resi 2 als Speedrunner mechanisch komplett auseinandergenommen und bereichert die Redaktion heute mit seinem Resident-Evil-Wissen. Herzlich willkommen, Andi. Hallo, danke, dass ich da sein darf. Zum 30-jährigen Jubiläum, was wir jetzt gerade gefeiert haben. Und ich war in einer leichten Sinneskrise fast schon da durch, weil es ja auch 30 Jahre meines Lebens sind, wo ich mir dachte, wow, so lange ist das jetzt schon her. So lange ist das schon her. Bedeutet, du warst von Anfang an dabei, du hast vor 30 Jahren angefangen? Ja, also ich habe das in den letzten Tagen häufiger erzählt, aber es war eine Gute-Nacht-Geschichte, die mir ein Freund erzählt hat, bei dem ich geschlafen habe. Ich war halt elf und hab bei ihm geschlafen und sein großer Bruder hat Resident Evil 1 gespielt. Und der durfte zuschauen mit elf. Und er hat mir halt von diesem Herrenhaus erzählt und da ist diese Spezialeinheit, die da gefangen ist und die muss Rätsel lösen und da sind Zombies und ich war auch schon mit elf großer Horror-Fan, also Horror-Film-Fan hauptsächlich. Und ähm. Ja, mir war dann klar, ich brauche dieses Spiel. Ich brauche eine Playstation, prinzipiell, eine Playstation 1 und ich brauche dieses Spiel und habe das dann auch zu Weihnachten bekommen. Wie haben deine Eltern darauf reagiert, als du gesagt hast, du willst jetzt unbedingt dieses Horrorspiel spielen? Also meine Mutter hat prinzipiell mehr besorgt als mein Vater und dagegen. Und mein Vater, ja ich kaufe es dir, aber sag es nicht der Mama. Das ist so typisch, Dad. Das ist wirklich jeder Dad immer, ja klar, ich kaufe dir das. Anders sagst du ja nicht weiter. Das war dann bei Resident Evil 2 auch so, aber meine Mutter hat dann tatsächlich, gemerkt, irgendwann hat sie es halt gesehen und mitbekommen. Ich habe übrigens neulich bei mir auf dem Kanal auch einen Stream mit meiner Mutter gemacht, wo sie das erste Mal Resident Evil spielt und es war sehr lustig. Und sie hat dann auch halt gesagt, ja, sie hat sich halt, man hat sich generell damals mehr Sorgen gemacht, was machen Videospiele mit, Menschen oder gewalthaltige Videospiele und sie hat dann aber gemerkt, okay es hat keinen negativen Effekt okay, irgendwann war dann so, ja passt schon, ist schon okay ich hab einen kleinen Bruder noch gehabt der war, sieben Jahre jünger als ich der hat ab und zu auch bei mir dann zugeschaut, aber das war dann schon kritischer. Sieben Jahre jünger, der war vier ne, später dann, später dann nicht mit vier, aber somit Wo ich 14 war und er 7, hat er schon... Ohne meinen Anwalt sollte ich das nicht sagen. Nein, das war sicher richtig gesund. Ich meine, hat es ihm geschadet? Nein, er ist auch großer Resident Evil Fan geworden. Und ja, ich sage, es kommt immer super auf die Kinder an. Ich bin ja selber Papa, habe eine Tochter, die ist 4 und einen Sohn, der ist 2. Und ich würde... Es ihnen jetzt noch nicht zeigen, aber ich denke, also die alten, die Playstation 1-Teile, ich würde gucken, wie sie mit 10 bis 12 so drauf sind, je nachdem, wie es ist. Ich habe mit meiner Tochter zum Beispiel unendliche Geschichte angeschaut oder das letzte Einhorn. Hat sich super gut verkraftet, überhaupt kein Problem. Dann haben wir zusammen Prinzessin Mononoke angeschaut. Es war dann zu viel, aber tatsächlich jetzt nicht wegen irgendwelcher Gewaltdarstellung, sondern wegen dem Eber, wegen dem Wildschwein mit den roten Augen. Oh nein, okay. Aber ich dachte halt, unendliche Geschichte, da ist der Gemorg mit diesen grünen Augen der Wolf. Wenn sie das packt, dann wird das auch packen. Aber das war zu viel. Ja, aber vor allem im letzten Einhorn gibt es ja auch diesen Riechspiel, der rote, der ist doch genauso kürzend, als ich hatte damals, als ich das erst mal gesehen habe, fand ich den mega gruselig. Und dieses betrunkene Skelett. Oh ja, ja, ja. Das hat mich gejagt. Okay, aber bedeutet, du sagst, mit 10 bis 12 würdest du es deinen Gründern zutrauen. Also ich würde es nicht pauschal sagen, es kommt darauf an, wie weit sie sind, aber vom jetzigen Stand, also unser kleiner konsumiert natürlich noch kaum bis keine Medien, vielleicht mal Bluey oder so, aber, Sophia spielt gerne Super Nintendo mit mir oder repariert auch mal Konsolen, also ich setze sie dann auch wirklich hin und zum Platinen reinigen, weil ich will, wir bewegen uns das ein bisschen weg von Resident Evil, aber ich will, dass sie auch so ein haptisches Gefühl für Sachen bekommen und wie Sachen funktionieren, mir ist das schon sehr, sehr wichtig, auch wie Sachen funktionieren und das nimmt auch die Angst. Weil dann weiß man, okay, das ist ein Gerät, was halt Dinge abspielt und nicht... Es gibt keine Zombies. Man versteht irgendwie, was dahinter steckt. Gut, hast du das denn damals, hast du damals schon Platinen gereinigt und konntest verstehen? Ja? Ja, weil mein Papa ist vom Beruf Elektrotechniker, hat Elektrotechnik studiert und hat damals mit mir schon... Sachen repariert und Sachen aufgeschraubt, reingeguckt, habe mir Sachen erklärt. Ich hatte Dreamcast und die ging auf einmal nicht mehr und dann hat gesagt, ja, wir gucken uns das mal an, haben aufgemacht und dann war im Prinzip, hatte der Netzstecker eine kalte Lötstelle und das haben wir dann abgenommen und neu verlötet und er hat es mich halt auch machen lassen und ich finde das schon wichtig, dass man auch so ein, bisschen Gespür dafür bekommt, grob zumindest, wie funktioniert das. Ja, doch, ergibt Sinn. Also würdest du auch sagen, das hat dir geholfen, eben diese Horrorszenarien nicht ganz so ernst zu nehmen? Nein, würde ich jetzt nicht sagen, weil wo ich das gespielt habe, das war noch davor, ich bitte eine Reparaturgeschichte, das war mit 14, 15. Und das war ja schon mit elf. Also ich hatte aber schon immer einen großen Drang zu Horror. Also ich weiß, ich hatte meinen ersten Fernseher so mit sieben, acht Jahren im Zimmer und habe dann Halloween 1 Nacht heimlich geschaut. Und ich habe mich immer zu Horror hingezogen gefühlt. Und ich glaube auch Horror funktioniert bei Kindern noch am besten, weil man noch, man hat mehr Angst und Horror soll ja Angst machen. Wenn ich jetzt mir Horrorfilme anschaue, ich habe halt auch so viel konsumiert in der Richtung, wenig macht mir noch Angst. Und man muss halt trotzdem natürlich bei Kindern sehr, sehr aufpassen. Was gibt, es soll dich verstören. Angst machen ist okay. Also auch der rote Stier hat so viel quasi Angst gemacht. Und ich meine, das letzte Einhorn ist sogar ab Null, wenn ich mich recht entsinne. Das auch ab Ende verrückt ist. Ja, gibt es halt auch. Aber es ist so eine Angst, so eine kontrollierte Angst im Rahmen des Anschauens. Bei dem anderen Eber habe ich gemerkt, okay, da waren Albträume. Da muss man wirklich aufpassen. Ich glaube, als Eltern ist es einfach wichtig, die Kinder in dem Medienkonsum zu begleiten und dann auch die Reißleine zu ziehen, wenn es halt nicht geht. Das haben meine Eltern halt nicht gemacht. Ja, ich meine, 80er, 90er war auch noch eine andere Zeit. Ja, hier nimm, mach. Passt schon. Ja, das war einfach noch ganz anders. Aber mich hat, um auf Resident Evil zurückzukommen, mich hat das... Wer hat das auch richtig Angst gemacht? Die Musik, dieses Gefühl, allein zu sein und gezwungen zu sein, weitergehen zu müssen, aber gleichzeitig auch die Neugierde, was hinter der nächsten Ecke oder Türe ist. Das war schon etwas, was mich abgestoßen oder gleichzeitig wieder reingezogen hat. Und man kann schon sagen, fast süchtig gemacht hat. Bedeutet, du hast es dann auch wahrscheinlich relativ schnell durchgespielt zum ersten Mal? Nein. Nein. Den ersten Teil habe ich lang gebraucht. Ich habe den zweiten und den dritten vor dem ersten Teil durchgehabt. Oh wow. Weil der erste, ich weiß nicht, der hatte was, so was ganz Besonderes, was mich so verstört. Ich glaube, ich habe zwei Jahre, drei Jahre, wir waren 99, zwischen 99 und 2000, glaube ich, habe ich den ersten Teil durchgespielt. Ungefähr. Und immer wieder zurückgekommen, aber der zweite, dritte hat mir dann auch schon Angst gemacht, Aber es war trotzdem immer irgendwas so Beklemmendes, was den ersten schon nochmal so eine Sonderstellung gegeben hat. Obwohl es nicht mein Lieblingsteil ist. Okay, da werden wir nachher noch drauf zurückkommen. Andererseits, falls ihr mehr wissen wollt, wie Antti alle Spiele einordnet, ihr habt ja auch einen Talk dazu gemacht und eine Tierliste erstellt. Schaut euch den da unbedingt an. Genau, wir haben bei GameStar gestern, da haben wir auf Twitch, haben wir das alles gerankt. Aber ich habe es bei mir auf dem Kanal auch. Ich habe ein Video, ich glaube, das heißt alle 30 Resident Evil Spiele gerankt. Da ist aber Requiem noch nicht drin. Ich muss mal wieder ein Update-Video machen. Unbedingt, auf jeden Fall. Und sonst, wie gesagt, gibt es auch aktuell unsere Tierlist auf unserem GameStar Talk Kanal. Unbedingt reinschauen. Jetzt, du hast gesagt, du hattest damals Angst. Wie war denn zum Beispiel diese Intro-Szene mit echten Schauspielern? Wie hat das auf dich gewirkt? Ja. Absolut cool. Es war da, also wenn ich das jetzt ansehe und es kommt ja auch noch hinzu, da kommen wir sicher später noch drauf, ich kenne mittlerweile die Schauspieler und bin mit denen befreundet. Was auch absurd für sich ist. Aber damals war das für mich so oh mein Gott, das ist so richtig krasser Horror und Gewalt und heftig. Und jetzt schaue ich es an und denke mir, ja, es ist halt doch sehr trashig und, Sehr extrem B-Movie-haft, aber als Kind hat man da einfach eine ganz andere Sicht darauf. Man sieht halt nur das, was da ist und die Qualität. Ich weiß noch, ich hab Filme, es gab für mich als Kind keine guten und schlechten Filme, ich war regelrecht süchtig, ich hab alles eingesagt. Hauptsache es war eine Geschichte von die Dornenvögel, irgendwelche schmalzige Romanzen, die meine Magie schaut, hab ich genauso gerne geguckt, wie eben dann Horrorfilme. Also ich hatte eine richtige gefilmt, einfach nach Geschichten, nach Storys. Und das war dann halt auch so eine Geschichte, die ich selber beeinflussen konnte als Spieler. Das ist halt cool, wenn du selber Teil davon bist. Genau, genau. Und dann auch diese Dokumente, die man gefunden hat und gelesen hat und da hat sich ganz viel im Kopf auch an Horror breitgemacht. Man findet ja diese Dokumente im Spiel, die dann erklären, wie das alles passiert ist und Hinweise geben und man geht auch Kopfkino dann noch gleichzeitig los, was es noch schlimmer macht und gleichzeitig noch schöner. Hast du dir dann wirklich auch alle Dokumente durchgelesen? Ja, natürlich. Sehr gut. Alles durchgelesen und auch alle Enden. Es gibt ja vier verschiedene Enden. Also ich habe alles dann mit den Jahren freigespielt und versucht wirklich jeden Winkel zu erkunden. Alle Kostüme, Speedrun, Bonuswaffen, was man halt so machen kann. Aber ganz am Anfang, ich musste erst mal wie heißes Wasser mich daran gewöhnen, mich dem auszusetzen. Mittlerweile renne ich da durch und denke mir... Ja, okay. Kennst du schon. Und auch, man weiß ja, wie Sachen aufgebaut sind. Man denkt... Deswegen... Als Kind sowas zu konsumieren, und ich weiß, das ist ein fragwürdiger Take vielleicht. Aber es hat nochmal, sofern man das verarbeiten kann, es hat nochmal eine andere Würze, weil diese Unschuld mit reinspielt, die wir als Erwachsene einfach nicht mehr haben. Das stimmt. Ja, und darum, ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich das als Kind spielen konnte, auch zu dem Zeitpunkt, wo es rauskam, sodass auch natürlich Grafik, es sah für mich absolut fantastisch aus. Wobei das auch natürlich eine Erziehungsfrage ist. Bei Sophia versuchen wir auch erst eher die alten Sachen. Also sie spielt gerne Super Nintendo, wie gesagt. Für sie sieht die Grafik toll aus. Ja, klar. Weil sie kennt es nicht anders. Okay. Ja, und dann ist es halt irgendwie, dann sieht man das viel roher irgendwie. Ja, also ich spiele auch auf dem Röhrenfernseher. Ach, wie gut. Okay, das ist aber cool. Das ist sehr, sehr cool. Und dann kann man so upgraden. Aber schau mal hier, was wir noch hätten. Das ist geil. Ja, in zwei Jahren kriegst du dann eine Playstation 1 oder so. Mal gucken. Ich finde das richtig gut, wenn man einfach mit den alten Konsolen anfängt und die Leute da so unter deine Kinder so langsam ranführt. Finde ich richtig gut. Ich finde es super witzig, dass du gesagt hast, du hast mit elf dein erstes Resident Evil gespielt. Ich habe meins mit zwölf zum ersten Mal gespielt. Sehr gut. Aber dann kannst du es ja gut nachvollziehen. Ja, ich kann es voll nachvollziehen, weil es halt wirklich Also damals, gut, ich habe eine ganz andere Erfahrung gehabt als du, weil ich habe Resident Evil zusammen mit einer Freundin gespielt und zwar Resident Evil Revelations auf dem 3D. Wir reden nicht darüber, was für ein Resident Evil das ist. Ich weiß, dass es mit Abstand nicht das Beste ist, aber... Es ist okay und das war halt mein Einstieg, weil ich hatte halt ein 3DS, ich hatte sonst nicht viel an Konsolen und ich habe halt gesehen, oh mein Gott, das war auch gerade so die Zeit, wo ich angefangen habe, Horrorfilme zu schauen, weil ich seit ich elf war, dann mein eigenes Zimmer hatte, mit meinem eigenen Fernseher, wo ich dann halt abends dann auch mal so, keine Ahnung, auf Tele 5 auch diese ganzen Horrorfilme angeschaut habe. Ihr kennt es noch, ich kenn es noch. Ich bin da voll versunken. Oh mein Gott, das ist ein Horror-Game. Meine Eltern hatten keine Ahnung. Man konnte das da, und ich habe mir das geholt und saß da mit einer Freundin an Fasching. Ich erinnere mich noch genau daran, wie wir uns an Fasching, alle anderen haben gefeiert, sind wir in die Umkleiden gegangen, haben das Licht ausgemacht, alles zugemacht und haben uns dann in die dunklen Umkleiden zu zweit um diesen 3DS gesetzt und haben geschrien jedes Mal, wenn ein Zombie von der Decke gefallen ist oder sowas. Es war so schön. Aber es ist wirklich diese Unschuld, die da mit rein spielt. Und wie gesagt, ich weiß, kontroverser, hey, Jugendschutz, ich finde auch Jugendschutz wichtig, nur um das zu sagen, nicht, dass das falsch rüberkommt. Aber ich denke, darum bin ich auch der Meinung, die Eltern brauchen halt Medienkompetenz und okay, war bei mir jetzt auch nicht so. Ich habe es halt, War glücklich, dass ich es verkraftet habe soweit. Aber ich sage auch nicht, dass jedes Kind das machen sollte. Und das hat alles sein Alter. Es ist sehr individuell und man muss gucken. Und wenn man merkt, geht halt nicht, stopp. Aber ja, dann kennst du dieses Gefühl sehr. Es ist so ein ganz intensives, persönlich so eine Lustangst oder Angstlust, die man hat. Man stößt ab und zieht rein gleichzeitig. Ja, und vor allem bei uns war es damals so, das war halt auch dieses, da noch jemanden mitnehmen, das mit jemandem teilen, darüber reden zu können. Das war so schön, dass man halt gesagt hat, hey, wir haben das jetzt gemeinsam erlebt. Die Freundin hat sich das dann auch geholt. Und dann waren wir immer so, oh, wo bist du? Bist du da weitergekommen, wenn es mal irgendwo ein bisschen gehakt hat bei Rätseln oder sowas? Das war so cool, dann diese Geschichte halt nicht nur allein in seinem Zimmer zu erleben, sondern eben mit Freunden, hast du ja auch gesagt. Ja, ja, mit Freunden. Und wir haben dann natürlich uns auch ausgetauscht auf dem Schulhof. Und ja, bist du weiter? Und dann Übernachtungspartys, Pyjama-Partys gemacht und saßen halt dann da. Und Mama hat Häppchen gebracht, durfte dann am Anfang nicht sehen, was wir spielen und dann schon und dann wieder, also es war ein Abenteuer für sich, kann man sagen. Wir hatten eins, als dieselbe Episode. Ja, nur Zeitversetzt. Ja, nur Zeitversetzt, ein paar Jahre später mit einem etwas anderen Spiel. Aber es hat so viel Spaß gemacht, das so zu erleben. Und dann wäre jetzt, wir gehen jetzt mal wieder zurück zu Resident Evil 1. Wie war es denn für dich damals dann zum ersten Mal von dieser Live-Action, von diesem Intro dann in diese Menschen reinzugehen und dann diese Foto-2D- Hintergründe mit den 3D-Animationen von den Charakteren zu sehen. Wie gesagt, 96 war das, also 97 dann hauptsächlich. War das dann doch, also klar, wenn man das heute sieht, sieht das halt sehr pixellig aus. Wobei ich auch sagen muss, auf Röhrenfernsehen sehen alte Spiele einfach nochmal besser aus. Weil die dafür gemacht wurden, da gibt's diesen, ich glaub, Dithering-Effekt, der bei den Zeilenabständen dafür sorgt, dass das halt alles besser ineinander verläuft. Es wirkt nicht so sehr extrem pixellig. Es ist natürlich jetzt nicht komplett anders, aber ich wollte's nur gesagt haben. Aber wir hatten damals, weil es halt auch die aktuellste Grafik war und es sah auch, Verhältnis auf der Playstation zu anderen Spielen sah das toll aus. Also das war, wir haben das sehr ernst genommen alles, auch die Dialoge und, man lacht über die Synchro, weil es ja sehr trashig ist, aber für uns war das einfach, nein, wir sind jetzt in unserem ganz eigenen Horrorfilm drin, okay, und wir sind jetzt in dieser Halle und haben das gerade, dieser Zombie gibt einem den Vorgeschmack, okay, wo gehen wir jetzt lang? Okay, lass mal nach rechts gehen, dann diese Doppeltüre und dann kommt ja dieser Gang mit den Hunden, die durch die Fenster brechen. Die Hunde sind halt auch... Und ich weiß, ich bin da auch gestorben das erste Mal, weil ich den Kontrolle weg... Der Schock war so groß, also wirklich, dass man erstmal lernen musste, um umzugehen. Und dann war ich gestorben und wieder rein. Okay, okay, was machen wir jetzt? Okay, man hat sich dann so versucht zu beruhigen und einen Plan zurechtzulegen und mit der Situation umzugehen. Man könnte vielleicht auch sagen, es ist pädagogisch wertvoll, weil man mit stressigen Situationen lernt, umzugehen. Und quasi, man hat versucht, von Raum zu Raum zu überleben. Und du wirst ja eben auch nicht mit Munition. Es ist kein Ballerspiel. Es ist kein Doom. Habe ich auch gerne gespielt. Aber es ist halt wirklich, okay, du hast 15 Schuss. Deal with it. Versuch, damit klarzukommen. Allgemein, dieses Inventar war ja sehr begrenzt. Und bevor wir jetzt zum Inventar kommen, müssen wir eigentlich die Frage klären, und zwar hast du damals mit Chris oder mit Jill gespielt? Weil die haben ja unterschiedlich viel Inventarplatz. Ja, ich habe mit Jill gespielt, weil ich von meinem Kumpel schon wusste. Dass Chris eben nur sechs Plätze hat und ich dachte mir dann so, okay, dann ist es eh so eine heftige Erfahrung, dann lass erst mal Jill machen. Lass erst mal Jill machen. Und ich hab Chris dann, natürlich probiert man es mal und guckt es sich an, aber durchgespielt dann wirklich erst, nachdem ich Tüli durchgespielt habe, wirklich später. Und da habe ich dann natürlich alles. Wollte ich jede Konstellation haben und, Dann war das eine andere Sache. Aber nee, nee. Jill war dann für mich die erste, die ich erstmal genommen habe. Aber ich hatte und habe eh einen Hang zu weiblichen Protagonisten. Ich glaube, dass da sehr James Cameron schuld ist mit Aliens, weil den habe ich auch mit sieben, acht Jahren das erste Mal gesehen. Und Alan Ripley. Ja, ich dachte, Alter, das hier. Das war, wir waren bei der Freundin, einer Freundin von meiner Mutter zu Gast, und die hatte so ganz viele VHS-Kassetten. Dann saß ich so da und die waren in der Küche im Wohnzimmer geschaut und es war da eben so eine Kassette mit Aliens drauf. Habe ich die verklaut. Es war sieben oder so. Einfach nur, ich dachte, da habe ich die angeschaut und war so, das hat dann meine Alien, meine Alien-Pan sein begründet. Ich habe es ihr später dann erzählt, tatsächlich. Die ist leider letztes Jahr gestorben, aber ich habe ihr erzählt, dass ich das gemacht habe. Und sie musste lachen. Aber es war dann, die hatte halt 100 Videokassetten und ich habe halt dann einige Mobs for Aliens draufstanden. Aber ja, darum, ich hatte sehr früh einen Hang eben zu weiblichen Protagonisten, weil ich das toll fand, gerade wenn sie jetzt nicht nur, Damsel in Distress, Opfer sind, sondern auch wirklich rückschlagen können. Genau, darum auch, Spoiler alert, mein Lieblingscharakter in Resident Evil ist auch eine weibliche Person, aber es ist nicht Gin. Okay, gut, dann wer ist dein Lieblingscharakter in Resident Evil? Es ist Claire. Also Claire Redfield, weil sie für mich so diese Mischung hat aus Weiblichkeit, Mütterlichkeit, aber trotzdem Badass ist. Natürlich ist es alles noch sehr klischeebehaftet und One-Liner. Fair enough, aber trotzdem ich mag das einfach und ich sag immer, Leon ist zu einem Charakter mutiert, der im Prinzip nur aus Roundhouse-Kicks und Haaren besteht. Er ist sehr cool. Ja, aber da find ich dann Barry fast noch cooler, weil da geht's in die Dad-Joke-Richtung. Da fühlst du, da fühlst du, da fühl ich mich. Genau, ich bin ja auch an dem Punkt. Mehr relatable für mich, aber das heißt, ich glaube, Leon nicht mag, aber ich finde Claire einfach interessanter. Als Charakter. Und im ersten Teil, wer war da dein Lieblingscharakter? Da würde ich auch sagen Jill. Okay. Würde ich auch sagen Jill, aber es hat schon was mit mir gemacht, als ich dann Charlie, den Schauspieler von Chris, kennengelernt habe. Hat schon was. Ja, aber Charlie ist halt so cool. Es hat dann schon was gemacht. Wie kam es eigentlich, dass du die Schauspieler kennengelernt hast? Okay, ich versuche es abzukürzen, weil es ist eine längere Geschichte. Ich habe damals 2010 bei einem Dreh den Raphael kennengelernt. Kennen wir beide, Freund von uns. Kollege. Kollege, ja. Und Freund. Und Freund, beides. Und der hat bei einem Film von mir mitgeholfen und dann hat er gesagt, ja, er dreht mit einem anderen Kumpel einen Resident Evil Fan Film. Ob ich nicht Lust habe mitzumachen, weil er gemerkt hat, Resident Evil Fan. Und ja, ja, ja, klar und dann haben wir das gedreht Fast Forward, paar Jahre, ähm, hat sich ein, äh, anderer Filmemacher bei, äh, den anderen Kumpel der Kresho, der da auch den Chris gespielt hat, gemeldet äh, aus den USA und hat gesagt er würde gerne auch sowas drehen ob Kresho Lust hat und Kresho hat gesagt ja, äh, lass mal mit dem Andi zusammen hocken und dann haben wir mit ihm geredet und, ähm. Jetzt muss ich überlegen. Genau, und dann haben wir gesagt, er hatte Kontakt zu den Schauspielern aufgebaut. Okay. Irgendwie, weil die waren auch untergegangen, weil die auch andere Jobs hatten. Die waren ja hauptberuflich keine Schauspieler. Erstmal zu Charlie, dann zu Chris, dann zu Greg Barry und dann eben zu Eric Wesker. Und ja, ich kürze es ein bisschen ab jedenfalls. So ist es dann zustande gekommen und dann kam die auch nach Deutschland und wir haben dann ja die auf die Comic-Con eingeladen und mit dem Stand und alles. Und wir haben auch Charlie besucht. Ich habe ihn in San Francisco besucht. Wir haben eine Woche bei ihm gepennt. Das war so surreal. Ich saß abends mit Charlie am Tisch und am Whisky getrunken und dachte mir den Moment, wenn ich das meinem Elfjährigen ich erzähle. Er würde austicken. Ja, ja, voll. Ich habe auch vorher bei mir zu Hause zu Gast gesagt, Charlie, stell dich mal da hin. Wieso soll ich mir die Ecke stellen? Weil da mein Fernseher stand, 1996, 1997, wo ich das gespielt habe und ich finde, die Idee, dass du da stehst, einfach nur lustig. Wer rechnet denn damit? Ja, aber warst du starstruck, als du das erstmal gesehen hast? Ja, alle. Aber die sind alle so herzlich und normal und nicht abgehoben und mittlerweile sehe ich sie auch eben mehr als Freunde, als Stars, also. Celebrities, sondern es sind einfach Freunde und das ist für mich total. Ich habe ja auch nicht nur die kennengelernt, Ich habe diverse Director kennengelernt und auch andere Synchronsprecher und ich war mit Paul Hedert befreundet, den Voice Actor von Leon, der dann leider gestorben ist und, Es ist so absurd, was sich die letzten zehn Jahre bei mir in die Richtung halt alles entwickelt hat. Das ist echt verrückt. Aber eigentlich auch voll geil. Also wie gesagt, dein elfjähriges Ich würde dich richtig feiern. Würde mich highpifen. Mindestens, mindestens highpifen. Oh mein Gott, das ist großartig. Hast du denn mal mit den Schauspielern über ihre damalige Schauspielleistung und eben dann auch die Voice-Lines geredet, die ja schon... Die nehm ich von Ihnen. Die sind nicht von Ihnen. Nein, also die Voice-Actor und die Schauspiele sind zwei verschiedene. Ah, das wusste ich gar nicht. Krass, okay. Genau, die sind nicht von ihnen. Also zum Beispiel der Wesker wird hier gespielt von Eric Perius und der Voice Actor ist Pablo Kunz. Ah, okay. Das war mir auch noch nicht bewusst. Warum haben die das damals so gemacht? Wie kam es? Keine Ahnung. Keine Ahnung. Wir haben einfach entschieden, das so zu machen. Genau. Wahrscheinlich dachten sich, naja, die Schauspieler, wahrscheinlich ist es nochmal schwerer Voice Acton und dann machen die bessere Qualität. Aber da kann man auch drüber strecken, wobei ich, Liebe das Voice-Acting. Ich genieße es auf einem Trash-Niveau. Es ist wirklich so, what is this? Wie viele Worts es einfach gab. Es gibt ein What-Is-Counter. Aber es ist auch funny. Es ist halt einfach ikonisch geworden. Diese ganzen Lines, Jill Sandwich, in anderen Spielen untergebracht. Er sagt nicht mal Jill Sandwich. Er betont das ganz komisch. Hä? Sie haben es damals anscheinend, der Grund, warum Sie vereinfachtes Englisch genommen haben, war wohl, weil Japaner nicht so gut Englisch sprechen konnten. Sie wollten ein Englisch nehmen, was auch Japaner verstehen können. Das war so der Hintergrund. Sie haben auch immer so mega lange Pausen gemacht, wo man dann einfach so gewartet hat, okay, wann antworten Sie jetzt? Es hat sich nicht nach einem natürlichen Gespräch gefühlt, aber es war witzig. Es ist mit Resident Evil 2 aber schon besser geworden, fände ich. Also du merkst schon den Qualitätssprung nochmal. Es ist doch immer ein bisschen trashig, aber what's going on in this town? Hold on, I don't have a clue. By the time I figured out something is wrong, the entire city was invested with zombies. Ich hab's ein-, zweimal gespielt. Das hört mir überhaupt nicht auf. Was? Es ist halt wirklich so, passt schon so ein, ich weiß nicht, ob du The Room kennst den Film. Es passt schon, es geht in so eine Richtung. Aber das gehört halt auch zum ganzen Thron dazu, dass du einerseits diesen wirklichen Horror hast, was ja damals zumindest, so wie ich das mitbekommen habe, auch viel an der Steuerung lag, weil du warst halt nicht schnell. Du hattest halt auch nur diesen Blickwinkel aus der einen Kamera Das fiel dazu beigetragen zum Horror. Und auch weil wir gerade bei der Synchro waren. Gleichzeitig, ich habe das ernst genommen. Für mich war der Trash-Faktor nicht vorhanden. Ich habe das Blut ernst genommen, wie die reden. Und ich habe Englisch ein bisschen verstanden, aber doch nicht so. Es war trotzdem, jetzt ist halt was anderes, logischerweise fließend, aber... Als Kind gehst du da halt anders ran. Ja, klar. Als Kind feiert man das schon einfach. Es ist einfach cool. Und es war cool. Auch die ganze Inszenierung war ja cool. Von diesen ganzen Stars-Mitgliedern. Dem sahen die cool aus. Auch als die dann vorgestellt wurden und alle, keine Ahnung, irgendwie hier geraucht haben. Rauchen ist aber auch onscreen irgendwo cool. Also ich rauche ja selber nicht, bin Nichtraucher, aber ich finde, im Film sehe ich Leute gerne rauchen. Das ist eine Form von Ästhetik, die wir leider, ich möchte nicht sagen, verloren haben, aber sehr, sehr. Ich verstehe, warum. Alles klar, aber es ist cool. Es schaut irgendwie cooler aus. Vielleicht, weil wir damit aufgewachsen sind, dass coole Charaktere rauchen. Ich weiß nicht, ob das heutzutage noch bei Leuten so ist. Wahrscheinlich nicht. Wenn man halt nur noch damit aufwächst, dass es eher eklig ist oder ungesund, kann ich mir vorstellen, dass Leute anders darauf blicken. Aber zumindest, also auch bei mir war es noch so, dass halt coole Charaktere geraucht haben. Und dementsprechend ist Rauchen halt cool. Auch wenn ich nicht rauche. Ich mag den Geruch nicht, ich mag den Geschmack nicht. Ich bin ja, ich bin ja auch Asthmatiker, also sollte ich... Oh Gott. Ich merke schon. Wir sind so cool. Wir sind Geschwister, wir wissen es noch nicht. Ja, du bist mein verschollener Bruder. Ich weiß nicht, ob das mit meiner Mom, ich glaube, sie wäre sehr jung gewesen. Was hat eine Mom für den Jahrgang? Meine Mom ist, warte, warte, sie ist jetzt 55 geworden, also 71. Könnte. Könnte? Könnte? Guck mal. Ja, es war auf jeden Fall, wie war es denn für dich? Wir haben schon mal kurz über die ersten Zombie-Hunde, die man gesehen hat, geredet. Aber es gibt ja diese sehr ikonische Szene, wo du reinkommst und das erste Mal diesen Zombie siehst, der deinen Kollegen aufrißt. Der Kreml frisst, ja, und rumdreht. Und über die Schulter blickt. Wie war dieser Moment für dich? Purer Terror beim ersten Mal. Es war so dieses langsame Heranfahren von der Kamera, und dann bricht was, es ist halt wirklich gerade weil diese Szene so langsam sich abspielt und dann dieses Umdrehen und und dann stehst du da und du stehst da und musst was tun und ich hatte die Steuerung auch noch nicht so drin. Mittlerweile Tank Controls, es geht mir wirklich super von der Hand und ich finde, die Steuerung ist besser als ihr Ruf. Ich komme damit sehr, sehr gut zurecht, aber man muss sich einarbeiten. Ich hab meine Frau auch, wenn wir zusammengekommen sind, hab ich gesagt, hier, spiel mal. Und dann hab ich gesagt, renn bitte 20 Minuten um diesen Tisch. Und dann hat sie das gemacht. Okay. Und hat's dann drin gehabt. Ich glaube, man muss nur bereit sein, sich damit auseinanderzusetzen. Aber wenn du das das erste Mal machst und kommst an diese Szene, hast du das natürlich nicht so drin. Und Panik. Und ich weiß gar nicht mehr, ob ich... Ich glaub, ich bin nicht sofort gestorben. Ich glaub, ich war... Oder bin ich... Ist das zu lange her? Ich weiß es nicht mehr. Aber entweder war ich schwer verletzt oder bitte einfach abgehauen. Und es ist, das Spiel ist halt so clever, es. Es geht von dieser Unschuld der Spiele aus oder der Nicht-Erfahrung und weiß es dann, das ganz gut zu steigern. Oder auch mit den Hunden, um deine Grundangst vor diesem Haus quasi von Anfang an einzuimpfen, dass hinter jeder Ecke etwas kommen kann, was dich überrascht, erschreckt, aus deiner Situation reißt. Und dieser Build-Up funktioniert halt unglaublich gut. Voll. Vor allem jedes Mal, gegen mir zumindest damals so, jedes Mal, wenn du dachtest, okay, jetzt habe ich mich aber an diese Gegner gewöhnt, dann wächst das Spiel mit dir und es kommen neue Gegner und du bist so, verdammt, die sind viel schneller und irgendwie viel stärker. Ja, absolut. Also darum mag ich auch die alten Teile so gerne, weil ich halt diesen Build-Up, unglaublich mag, was sie ja in verschiedenen Spielen in verschiedener Art und Weise machen und dann gibt es auch Teile wie Code Veronica, die sehr mit Veteranen und der Expertise von Veteranen spielen, es ist auch wirklich, du kannst sagen, unfaire Szenen mit drin und ich habe die früher verflucht und dachte mir, das ist echt scheiße gemacht und dann habe ich gelesen, dass der Director gesagt hat, nee, nee, ich habe das bewusst so konzipiert, weil das ist nicht für die Leute, die neu einsteigen, die können ja erst mal Medaille dazwischen, das ist für die, die schon zwei, drei Teile gespielt haben, um denen quasi zu sagen. So einfach ist es nicht mehr. Aber es ist auch klug, das ist auch richtig gut durchdacht, dass sie halt sagen, okay, wir machen halt Spiele dann auch für Leute, die eigentlich schon sehr tief drin sind und wir versuchen aber auch für neue Spieler es noch irgendwie zugänglich zu machen. Jetzt ist es damals, wir haben vorhin schon so ein bisschen über das Inventar gesprochen, was ja seinen ganz eigenen Horror hat. Weil du halt als Chris nur sechs Sachen mitnehmen konntest und du hattest da ja alles drin. Du hattest da ja nicht nur deine Waffen, deine Munition und deine Heilkräuter drin, sondern ja auch noch Questgegenstände und zum Speichern dein Zeug. Farbband. Deine Farbbänder. War das für dich, wie wichtig war Inventarmanagement für dich? Ich liebe es bis heute, weil... Und es trägt halt direkt zum Horror bei, weil du eine Abwägung treffen musst. Was ist dir wichtiger? Das Rätsel zu lösen oder die Schrotflinte als Sicherung mitzunehmen, weil du nicht weißt, was kommt? Brauche ich Heilung? Gerade beim ersten Mal, du weißt nicht, was im nächsten Raum passiert und musst aber diesen Gamble eingehen. Und ich mag auch das Speichersystem mit den Farbbändern, weil es eine Real-Life-Konsequenz mit sich trägt, nämlich, dass du Abschnitte wiederholen musst. Und natürlich ist es frustig, aber das spielt nochmal in die Angst mit rein. Das gibt nochmal diesen, und ich weiß heutzutage ist es mit der Frustresistenz schwieriger geworden. Ich will kein hier Generationen-Bashing machen, aber ich habe schon das Gefühl, dass es ein bisschen anders ist. Weil wir uns gewohnt sind, glaube ich auch. Wahrscheinlich, ja. Aber ich finde das tatsächlich eine schöne Sache, dass man sich eben sagt, okay, ich hätte genug Platz, meine Pistole, das Magazin, ein Kraut und du musst ja auch noch Plätze freilassen, weil du Sachen aufsammeln musst, du kannst ja nicht alles vollpacken und meinetwegen noch ein Quest-Item mitzunehmen. Sollte ich es riskieren und die Shotgun mitnehmen für die Notfälle oder brauche ich oder werde ich dann bestraft, weil ich dann zweimal Backtracking machen muss und nochmal durch einen Gang laufen muss, wo ich vielleicht einen Gegner ausgelassen habe, dann muss ich ja nochmal an den vorbei, es ist so dieses, Hirnschachspiel, was dadurch losgeht und ich liebe das so das ist ich finde es so schade tatsächlich dass das in so extremer Art und Weise heute nicht mehr gemacht wird, bei Requiem ist es ja auch so, Also es gibt selbst bei der Option, bei dem Schwierigkeitsgrad, wo du Farbbänder auswählen kannst, hast du trotzdem Checkpoints. Ja. Ja, ich hätte gerne noch meine puristische Abharrung, aber mir ist schon klar, dass es für den Massmarkt schwierig ist. Ich glaube auch da, man ist so an Autosave gewöhnt, dass dieses System heute für viele Leute einfach nicht mehr Zeit gewählt hat. Ja, ja. Aber für damals, also ich kann voll nachvollziehen, dass das extrem den Horror gesteigert hat, wenn du halt sagst, okay, scheiße, ich habe kein Farbband mehr, um zu speichern. Ich darf jetzt nicht sterben mit meinem nächsten Farbband. Da ist viel mehr Horror noch mal dahinter, weil am Ende, also vor allem bei diesen langsamen Zombies bist du halt irgendwann, okay, da laufe ich halt vorbei. Da weiß ich, da brauche ich keine Munition verschwenden. Mei, es ist okay. Aber wenn du dann weißt, okay, aber jeder Zombie, der mich irgendwie anfasst, könnte dafür sorgen, dass ich die letzte halbe Stunde, die ich gespielt habe, verliere. Das ist halt Horror. Das ist halt Horror. Darum meine ich, es ist eine Real-Life-Konsequenz, die sich überträgt. Und ich mag's. frustig, aber es ist so ein bisschen, ich weiß nicht, ich möchte sagen, ich stehe drauf auf Schmerz, weil ich will sich so weit treiben, aber I don't judge. But. Wie war es denn dann, wenn man diesen Stress hatte, dann in einen Safe Room zu kommen? Also dann wirklich zu sagen, da ändert sich auch die Musik, da hast du auf einmal ein ganz anderes Gefühl, du kannst einmal kurz durchatmen. Das kommt sehr auf den Teilen drauf an. Okay. Weil die Musik, also im ersten Teil ist es definitiv ein Durchatmen. Im zweiten Teil haben sie es aber clever gemacht. Da sind die, oder auch mit anderen Teilen, da schwingt bei den Safe Room Themes auch diese Entspannung mit, aber im Untergrund so eine ganz leichte Unruhe. Und beim Dreier bei Nemesis hast du teilweise, wenn du in Speicherräumen bist, diese bedrohliche Nemesis-Musik mit da, dass du erinnert wirst. Wenn du rauskommst, wird dir der Arsch aufgerissen. Und ja, ich mag beides. Ich mag das Gefühl, okay, hier ist mein Safe Haven, weil das ist dann wie in kaltes Wasser springen, danach wieder den Raum zu verlassen. Ich mag es aber auch, das Gefühl des Dauerstresses. Kommt drauf an, wie das Spiel halt aufgebaut ist. Ja, verstehe ich. Mir ging es zum Beispiel in Resident Evil 7 so, da hast du, während du im Safe Room warst, trotzdem die ganze Zeit die Geräusche gehört. Ja. Und warst so, scheiße, die sind ja irgendwie, also ich hab mich null sicher gefühlt in dem Safe Room. Die 7er Musik ist aber auch fantastisch. Ja. Es ist auch genau dieses ruhige, aber unterschwellig. Die ganze... Kommt dieses... Ich war wirklich... Ich wusste vor allem, also auch zu diesem Zeitpunkt, ich wusste auch noch nicht, dass Safe Rooms immer ein Ding sind in Resident Evil. So, das war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst. Und ich war halt nie sicher, ist das jetzt der Reise? Also kann hier wirklich niemand rein? Oder könnte jetzt jederzeit irgendwie durch eine Wand ein Böse, also irgendwie meine Frau brechen oder was weiß ich. Das war schon stressig. Ja, aber gut. Aber guter Stress. Guter Stress, definitiv guter Stress. Also ich war da schon einfach die ganze Zeit, mein Herz hat sehr geschlagen und ich hab's immer gespürt. Also ich wusste, ich bin am Leben. Ja. Man spürt in diesen Spielen sehr, dass man am Leben ist. Und das ist schon cool. Allgemein, was war denn für dich, was hat denn diese Atmosphäre von Resident Evil 1 so besonders gemacht? War es die Musik? War es einfach auch dieses langsame Gameplay? Es ist natürlich eine Kombination, aber besonders die Musik, weiß ich, Es gab Momente, wo ich mich noch an das Gefühl erinnere, dass mich die Musik regelrecht fertig gemacht hat. Zum Beispiel dieses Bilderrätsel, was du machst, wo du die Köpfe drücken musst. Und dann kommt so dieses. Wenn du das gelöst hast, diese terrorartige Musik. Ich erinnere mich noch, dass ich das nicht ausgehalten habe und dass ich sehr schnell aus diesem Raum raus wollte, obwohl nichts passiert. Aber es hat mich sehr... Mitgenommen als Kind. Ich bin dann immer schnell, okay, raus, raus, raus, raus, raus. Es könnte ja was passieren. Du weißt es ja nicht. Du weißt es ja nicht. Gerade beim ersten Mal. Bloß weg und auch oben in den Gängen. Und ich, das Spiel ist auch sehr clever, dass es auch trotzdem Räume gibt, wo gar keine Musik ist. Weil die dich dann wieder so ein bisschen resetten. Dass du nicht, dass nicht zu viel da ist. Oder wenn du zum Beispiel in das Gartenhaus rüber gehst, da ist auch keine Musik, aber du hörst die Hunde im Hintergrund heulen. Und solche Geschichten. Darum ist es schon und dann aber wieder in die Musik rein und ich finde es sehr schade, dass sich Resident Evil von diesen Orchestralen, von diesen sehr, thematisch getragenen Musikstücken so ein bisschen verabschiedet hat bei den neuen Teilen. Ironischerweise sind die optionalen Musikstücke, du kannst beim 2er Remake zum Beispiel auch den Soundtrack vom Original mit rein machen und bei anderen auch, die Leute feiern das und geben dafür Geld aus und da denke ich mir, ist das nicht ein Hinweis darauf, dass die Leute das gut finden, mach doch wieder solche Soundtracks. Aber ja, ich würde sagen, Musik hat einen besonderen Stellenwert bei den alten Teilen. Es ist trotzdem natürlich ein Zusammenspiel aus allen. Es ist alles so ein bisschen. Jetzt haben wir immer mal wieder ein bisschen über Puzzle gesprochen, die ja auch einen sehr wichtigen Teil, vor allem auch im ersten Spiel spielen, wo du immer wieder, also sie sind nicht schwer. Zumindest mir ging es jetzt so, ich habe jetzt nie gedacht, oh mein Gott, ich komme da nicht weiter. Man kommt irgendwie weiter. Das Spiel gibt einem dann doch auch Hinweise. Keine Ahnung, du siehst einen Tiger ohne Augen und dann empfindest du so einen Diamanten und jeder, der irgendwann mal irgendeinen Indiana Jones Film gesehen hat, ist so, okay, das sind die Augen des Tigers. Sehr obvious. Aber wie waren für dich diese Puzzle? Wie wichtig ist es auch für Resident Evil allgemein, dass Puzzle Teil dieser Spielwelt sind? Für mich ist das sehr wichtig. Davon wurde sich verabschiedet mit Resident Evil 4, 5 und 6. Da sind ja auch bei Revelations kaum Puzzle drin, was ich immer sehr schade finde, weil es gibt dir auch noch mal A, mag ich es gerne ein bisschen nachzudenken und ich habe auch kein Problem mit Backtracking. Ich habe kein Problem fünfmal hin und her zu laufen und zu überlegen. Im Gegenteil, für mich war das Teil der Erkundung, der Erkundungslust von diesem Haus, zu sagen, okay, gerade beim ersten Mal, das funktioniert halt nur richtig beim ersten Mal. Okay, ich habe jetzt das, diesen Gegenstand oder die Map aufzumachen und zu überlegen und das ist auch guck mal, wie das Erfolgsgeflug ist, jetzt können wir endlich diese Tür da hinten auch aufmachen. Und, ähm, für mich sind Puzzle sehr, sehr wichtig und ich war sehr traurig, äh, als mit Resident Evil 4, dass, auch wenn Resident Evil 4 ein tolles Spiel ist, aber, Dass sie sich so von dem alten Gameplay entfernt haben, war für mich damals tatsächlich 2004 ganz schlimm. Und darum feiere ich Resident Evil 7 auch so sehr. Ich weiß, viele sagen, oh ja, kein richtiges Resident Evil, weil First Person und keine Zombies. Und ich denke mir, es hat all die alten Gameplay-Elemente wieder zurück, nur eben ein bisschen anders. Und habe mich sehr gefreut, dass das wieder zurückgebracht hat. Also Puzzle sind für mich sehr, sehr wichtig in den Spielen. Und es gibt Teile, die leichter sind und also Resident 1, 2 und 3 sind dann eher leichter von den Puzzlen. Zero und Code Veronica, würde ich sagen, haben dann doch schon, genau, Code Veronica hatte ich die japanische Version zu Release damals. Internet gab es rudimentär so ein bisschen 2000, aber nicht wie heute. Es gab kein YouTube oder so. Und dann waren da Rätsel auf Japanisch, wo ich erstmal, äh, was? Ja, du musst so Bilder-Rätsel machen, wo du sieben oder acht Bilder in einer bestimmten Reihenfolge anklickst und ein Gedicht gibt dir, glaube ich, oder eine File gibt dir Hinweise auf japanisch. Und ich saß da, keine Ahnung. Und dann wurde es in einem Spielemagazin wurde es quasi da nach. Und ich so, ah, jetzt komme ich endlich weiter. Und konnte es dann machen. Aber da merkt man auch, wie wichtig Spielemagazine damals waren. Die kannst du halt alles nachlesen online. Damals waren es halt die Spielemagazine. Ja, es ist so ein bisschen ein Stück von Spielkultur damit auch verloren gegangen. Leider. Das ist halt der Zeitgeist, den kannst du nicht zurückdrehen. Eben, das kannst du nicht zurückdrehen. Wie war es denn? Also hat Resident Evil auch beeinflusst, dass du gesagt hast, ich möchte über Spiele irgendwann mal schreiben und beruflich damit auch zu tun haben? Das war ja eine ganz eigene, abgefahrene Geschichte. Es war, also ich habe im Bereich Marketing gearbeitet bis 2017. Der RAF hat auch hier bei der WMedia eben gearbeitet und dann wurde bei Games.de, ich weiß nicht, ob das noch versagt, jetzt ist ja Experient, wurde eben diese Stelle frei, weil die AK, die Ann-Kathrin Kuhls, die hat vorher Games.de gemacht, die ist zur GamePro gewechselt und, dann war diese Stelle frei und ich habe mich natürlich gleich darauf beworben und dann gab es halt diesen Bewerbungsprozess und, long story short, ich habe es bekommen und habe den Job dann gehabt und es war ja aber von Media Markt der Kanal und die wollten keine Gewalt auf ihren Kanal. Das ist schwer für Resident Evil. Das ist schwierig, also ich konnte dann schon uns ein bisschen bewegen, aber mein Glück war, es wurde sehr vorgegeben in welche Richtung wir gehen sollten und es hat aber mehr schlecht als recht funktioniert. Und ich war dann so vorlaut und hab gesagt, ich weiß, wie es geht. Und irgendwann haben sie uns drauf gecallt, so nach dem Motto, weil die Zahlen halt nicht besser wurden. Naja, wenn du es besser weißt, dann mach mal. Hab ich es gemacht und dann hat das erste Video, ich glaub gleich 130, 140.000 Klicks gehabt. Das war dann so, Ja, mach's nochmal. Und das nächste hat er wieder 100.000 Klicks. Und dann, ja, okay, mach. Das war dann so, dann mach. Und natürlich hab ich dann den Kanal sehr Resident Evil geprägt. Weil ich dann, also, trotzdem alle Spiele abgedeckt, aber einen sehr Fokus drauf gelegt. Und die Resident Evil Sachen haben sich auch immer sehr gut geklickt. Und es war dann so dieses, sie haben dann tatsächlich, also, von Mediamarkt, die Person, die zuständig war, in einem Gespräch dann auch gesagt, hey. Waren wir halt am Anfang sehr unsicher, weil ich gestehe das auch vollkommen, aber es sieht so aus, als ob wir echt eine Horror-Fanbase da haben und cool, danke, dass du das so gemacht hast und haben dann uns sehr viel Freiheiten auch da eingeräumt und, ich hatte vorher nie gedacht, dass ich in so einer Richtung was mache. Aber ich bin natürlich sehr, sehr dankbar, dass sich das so entwickelt hat, wie sie es entwickelt hat. Ja, und letztendlich hat dir Resident Evil ja dann doch auch, hat dich auch da weitergebracht. Ja, genau. Also nicht so, dass ich hätte ohne Resident Evil hätte ich auch meine Frau nicht kennengelernt. Ich kenne Kinder. Naja, weil ich durch Resident Evil auch den RAF dann kennengelernt habe. Und durch den RAF habe ich meine Frau kennengelernt. Und, Wie hast du Raph durch Resident Evil kennengelernt? Durch den Dreh. Und da hast du ihn erst kennengelernt? Genau. Und er hat mir dann die Anker eben vorgestellt und dadurch also wirklich alles, mein ganzes Leben wäre ganz anders verlaufen. Ich hätte wahrscheinlich den Job so nicht angenommen oder danach ich hätte bestimmte Freunde nicht kennengelernt, die ich übers Internet kennengelernt hatte. Also das ist wirklich heftig, was so ein, also Dass man sagen kann, dass unsere Kinder nicht leben würden, wenn es dieses Spiel theoretisch nicht geht. Nicht in der Form. Das ist verrückt. Das ist wirklich verrückt. Aber geil. Das ist ja der Inbegriff von diesem Key-Lore-Moment, dass man sagt, hey, dieses Spiel hat alles für dich verändert. Also bei dir ja legit alles. Beruf, Privatleben. Das ist mega. Absolut. Ich meine, es werden andere Dinge natürlich passieren, aber nicht so. Ja, nicht so, wie es gelaufen ist. Und es scheint ja ganz gut gelaufen zu sein. Ja, ich bin sehr, sehr dankbar und sehr, sehr happy. Ja, wir gehen jetzt nochmal zurück zu Resident Evil 1 und zwar zu den Bossen. Also das erste Mal, wenn du einen Boss triffst, das ist ja diese Schlange. Und wie war das für dich, auch da die Steigerung vom Schwierigkeitsgrad, hast du das als krassen Boss wahrgenommen? War das nochmal mehr Horror als davor? Ich habe alles, jeden Boss, alles was neu kam, als absoluten Terror empfunden. Also wirklich, es war, darum habe ich auch für den Einser, glaube ich, so lang gebraucht. Wobei beim Zweier genauso, ich weiß gar nicht, woran es lag, dass ich den Zweier vorher hatte. Der Zweier hat mich dann noch mal mehr gecatcht. Aber ich glaube, weil das auch der Erste war, war auch diese Grundangst noch mal größer und ich habe einfach ein bisschen gebraucht, es dann zu beenden, weil wirklich ich bin lang daran gesessen. Weil die Schlange war vorbei und dann kam das Nächste und ich weiß noch, ich erinnere mich noch ganz genau an dem Moment, wo mein damals bester Kumpel mit mir da saß und wir haben das Wachhaus beendet und sind zurück ins Herrenhaus gekommen und die Hunter kommen. Und wir waren wirklich, uns sind die Gesichter eingefroren. Weil die halt so schnell sind. Nee, auch was kommt da? Diese Ego-Sicht, irgendwas rennt auf uns zu. Wir wussten ja noch nicht mal, was sie schnell sind. Da kommt irgendwas hinter uns her. Und dann siehst du nur diese Kerle, die an die Türe geht und aufmacht und so ging es uns mit allem, was wir getroffen haben. Ich glaube tatsächlich, warum ich dann hängen geblieben bin, war in der Kanalisation. äh, weil Kanzelation, alles sieht gleich aus und irgendwo und ich, vielleicht war auch so ein bisschen, rüst an der Stelle, ich weiß es nicht mehr genau und darum dann Resident Evil 2 und da weiter und dann bin ich später zurückgekommen und dann hab ich es mir nochmal angeschaut mit viel mehr Erfahrung dann halt auch und dachte mir, ja okay, nee ist klar, ja durchspiel, ja cool, ja wir haben es endlich durch, Stark, wie war es für dich dann das erstmal mitzubekommen, okay deine Kumpels, also die ist von Stars, da ist ein Verräter dabei so, war dir das von Anfang an so ein bisschen bewusst oder was hat das auch für ein Gefühl nochmal in dir ausgelöst? Ja, es war, mein Kumpel damals hat das schon angedeutet. Er hat es nicht richtig gesagt, aber ich wusste schon grob und er war mir schon so Respekt. Aber ich war mir nicht sicher, wie es mit Barry aussieht. Wer ist da jetzt einfach wie? Ich wusste nur so, er ist auf einmal weg und ganz ehrlich, er ist ein Typ, der eine Sonnenbrille mitten in der Nacht trägt. Auf jedem Bild von ihm hat er diese Sonnenbrille auch. Und es war auch so ein 80s-Klischee, dass blonde Leute Bösewichte sind. Ivan Dragov in Rocky IV zum Beispiel. Das war so ein Ding einfach, was man gemacht hat. Oder in Rambo II hier, dieser russische Commander war glaube ich auch blond und blau. Man hat so ein Klischee damit aufgebaut. Darum, was sie witzigerweise in Dino Crisis ist ein Teammitglied der Gale auch blond, da haben sie damit gespielt, du denkst das Böse am Ende ist ja gut auch geil aber ja, Ja, also es war eine Überraschung, aber nicht so eine große Überraschung. Es war so ein eher, was passiert und wie und warum. Ja, okay, verständlich. Aber ich fand Weska da noch cool. Mittlerweile... Also, Resident Evil 5 Wesker ist für mich so drüber, dass es mir schwerfällt, ihn ernst zu nehmen. Die Motive im E1 ist so, ja, okay, ich will Geld, ich will einfach alle abzocken und Biowaffen klauen ist für mich irgendwo verständlich. Also, ich will das gut finden, aber ich kann es nachvollziehen. Zu sagen, ich will die ganze Welt, abgesehen von 100 Leuten umbringen, ist so ein Austin Powers Move, weißt du? So, ja, okay. Okay, danke dafür. Hier war, ich weiß noch, das Bild, was man gerade gesehen hatte mit dem, da war es dann so, da hatte ich das, ah, das ist ein Whisker, das ist ein Whisker, das weiß ich noch. Weil aber auch so auffällt, also auf diesem Bild mit den anderen, keine Ahnung, Medizinern und er halt immer mit seiner scheiß Sonnenbrille, alle anderen stehen da halt, wie man so ein Bild macht in der Forschung und er steht da mit seiner Sonnenbrille, weil er halt viel zu cool ist, um sie abzunehmen. Ja. Aber es ist cool. Ich find's gut. Ich fand Wesker ehrlicherweise, er war ein guter Böse. Ja, ich hab den auch. Ich mochte den auch in Code Veronica. Ich weiß nicht, ob du hast du Code Veronica gespielt? Nee. Es gibt zwei Versionen. Es gibt die normale Version und es gibt die X-Version. Die normale ist so viel cooler. Er taucht nämlich in der X-Version mehr auf, aber es ist nicht besser. Es schwächt ihn eher ab. In der normalen Version ist ja Alexia, die Bösewichtin und er geht zu ihr hin und er ist super kass und schnell und sie bitch-slappt ihn durch den Raum. Und was sie natürlich nochmal auf dem Podest hebt und was so cool ist, und er haut dann einfach ab, weil er sagt, okay, ich kann nichts machen. Und dann haben sie diese X-Mersion gebracht, dann läuft er dann an der Wand lang und haut ja auch eine rein und ist immer so, nee, ich weiß nicht, das ist mir... Ich finde Resident Evil 1 und Kurt Veronica Wesker einfach cooler, weil er denkt, er ist so krass, aber er ist nicht der krasseste. Resident Evil 5 Wesker ist dann so, er bewegt sich in Lichtgeschwindigkeit hin und her, das ist dann ich weiß es, ich finde es lustig und trashig, es unterhält mich aber ich finde es nicht cool cool, wenn du weißt, was ich meine. Verstehe ich voll. Ich fand auch diese Szene mit dem Endboss so geil, mit dem Tyrant, wo er ihn halt dann befreit, so alles aufbaut und dann greift er ihn an. Ich war so, wow, darauf Das hätte ja niemand ahnen können. Das war großartig. Also der Tyrant als Endboss war ja auch schon gruselig, definitiv. Also der war, auch wenn er am Ende glücklicherweise nicht so schnell war, zumindest wenn du ihn als Jill bekämpft hast, war er nicht so schnell. Aber wenn du das Gute hast, kommt drauf an, ob du das Gute oder das Schlechte Ende hast. Ah, okay. Genau, also der kommt ja im Labor das erste Mal. Ja, genau. Und wenn du das Gute Ende hast, kommt er auf dem Helikopterplatz oben nochmal, aber ist super schnell. Ah, und dann stürmt er so auf dich zu, oder? Genau, er stürmt auf dich zu und macht so diesen Move mit der Kralle und haut dich übers Deck. Im Labor ist es quasi das erste Mal und du bist fast überrascht davon, dass er so langsam ist. Ach, das war jetzt diese krasse Waffe und dann ist eben der richtige Kampf später. Aber das ist nur im guten Ende, im schlechten Ende quasi haust du ab und nichts passiert. Genau. Bisschen sad. Also, wenn am Ende nicht irgendwas in die Luft fliegt und du nochmal einen krassen Kampf hast, dann war es kein gutes Resident Evil. Aber das mochte ich immer an den Resident Evil Teilen, an den alten, der Wiederspiel wäre zu sagen, okay, wir haben die Möglichkeit, das Haus in die Luft zu sprengen, wir haben die Möglichkeit, das nicht in die Luft zu sprengen, wir können mit Barry abhauen und Chris, wir können aber auch nur mit Barry abhauen oder nur mit Chris, also diese, verschiedenen Enden, aber ich glaube, sechs Enden hat das Original und auch das Remake logischerweise, was ich, Ich liebe, ich weiß nicht, reden wir noch mal? Wir reden über Streaming. Das können wir gleich direkt machen. Gut. Ja, der Wiederspielwert ist was, was ich sehr schätze. Ja, verstehe ich. Also, weil du halt verschiedene Enden hast. Das war für mich zum Beispiel einer der Gründe, warum ich Baldur's Gate so geliebt habe. Weil du jedes Mal einfach einen anderen Ablauf hast. Jedes Mal neue Leute triffst und einfach ein anderes Spiel hast. Und das kann Resident Evil halt auch. Das hattest du damals schon. Und das ist cool. Und das, obwohl du natürlich dann irgendwann, du kennst die Menschen, du weißt, was da passiert. Aber auch wenn du mit Jill oder Chris spielst, hast du auch da ja unterschiedliche Erfahrungen in unterschiedlichen Räumen. Und das ist cool. Ja. Das haben sie gut gemacht. Definitiv. Das war schon stark. Du hast gerade schon über das Remake geredet. Das Resident Evil 1 Remake gilt für einige als eines der besten Remakes, die je gemacht wurden. Bin ich dabei. Bist du dabei? Warum? Im Prinzip das Resident Evil 1 Remake hat alles genommen was das Original gut gemacht hat und hat es besser gemacht, Es hat mit Erwartungshaltung gespielt, man hat es gerade gesehen, im Wald hinzugefügt, es hat die Lore erweitert, es hat Veteranen mit den Crimson Hats, nachdem man sie umgebracht hat, wieder aufstehen können, die Zombies überrascht. Es hat quasi das, was bei mir als Kind, beim ersten Teil, wie das gedanklich ausgesehen hat, das Haus, hat es auch nochmal visuell neu repräsentiert, nochmal unterstrichen quasi und. Da hättest du dieses, okay du hast hier ein fantastisches Gericht, was so schon super funktioniert und wir machen das gleiche Gericht nochmal, aber wir machen wirklich alles besser und ich glaube, das ist halt der Grund, aber ohne die Seele zu verraten, also ohne ein komplett anderes Spiel draus zu machen, dass man sagt, ja, wir müssen das, es kam ja auch gar nicht so lange nach dem Teil der Karte, er kam 96 und es kam 2002, es sind nur sechs Jahre dazwischen und die Entwicklung, also sie haben halt Shinji Mikami, der Director hat halt gesagt, okay, jetzt haben wir das Geld, die Erfahrung und die Zeit, um die Vision umzusetzen, die ich eigentlich 96 schon machen wollte. Aber da hat mich die Technik zurückgehalten und wir wussten noch nicht so genau, was wir machen. Jetzt können wir genau das machen, die Vision bringen, die ich wollte, hat er auch gesagt und, ähm. Leider hat es sich damals nicht gut verkauft, aber die Gründe dafür lagen eher in der Gamecube-Exklusivität begründet und der Shinji Mikami hat das bis heute nicht verknusert, weil für ihn war das eines seiner besten Spiele, was er hier gemacht hat. Aber dann denke ich mir auch, warum habt ihr diesen Exklusiv-Deal? Und er hat diesen Exklusiv-Deal ja mit vorangetrieben. Bei Resident Evil 4 war es nämlich das Gleiche, das kam erst für den Gamecube, hat sich okay verkauft, dann haben sie Plays schon zwei geöffnet und bam, hit. Ja, wer hätte es gedacht? Ja, wer hätte es gedacht? Darum später, als das Remaster des Remakes kam, hat es sich auch viele Millionen Mal dann mehr verkauft, weil es ist doch immer ein tolles Spiel. Ja, man kann es immer noch gut spielen. Also das ist halt was, so ja klar sind die Grafiken einfach ein bisschen oldschool, aber es soll es ja auch sein. Und es fühlt sich, also ich habe auch nur das Remake gespielt, muss ich dazu sagen. Aber ich habe es auch geliebt. Ich fand es richtig cool und ich habe echt viel Spaß mit diesem Spiel gehabt. Wie ging es dir bei, ähm, weil du, du, kanntest du die Jumpscare-Szene mit dem Cerberus, mit dem Hund vorher schon? Äh, nee, kannte ich nicht. Okay, weil, weil das ist natürlich beim ersten Mal, wenn du beim Remake durchgehst, springt das Glas nur. Ja. Und du so, äh, äh, äh, okay. Das war, was heißt? Und dann gehst du zwei, drei, vier Mal hin und her, nichts passiert und denkst dir, beim ersten Mal, okay, passiert nichts. Und dann, wenn du ja nochmal vorbeigehst, dann kommt er halt doch durch. Und deswegen ist dieser Teil so großartig, weil er halt, weil er halt. Neuen Spielern trotzdem ihnen gleich einen Horror bietet, aber auch Veteranen abholt und sagt, ach du glaubst, du weißt, was hier passiert. Du denkst, du kennst das. Wenn man zum Beispiel den falschen Stein beim Tiger einsetzt, ich weiß nicht, da fallen Schlangen runter. Das wusste ich gar nicht. Also es ist rot-blau und da was blau-gelb muss reinsetzen und den roten woanders, aber wenn du willst natürlich den roten reinsetzen, das Spiel bestraft dich dann, wenn du sagst, na na na na na, du glaubst, du bist clever, du bist nicht clever. Und das macht das halt so verdammt gut. Ja, auch sowas, also, dass ja dein einer Stars-Kollege, dass der ja wieder aufsteht als Zombie. Kenneth. Genau. Forrest. Sorry. Der schwarze Vorne, der quasi am Anfang gebissen wird von dem Umdrehen. Und Forrest Spayer, der Scharfschütze, der ist am Balkon. Genau, der am Balkon, wo du halt im Original liegt der da nur, da findest du ihn nur und der wird da, glaube ich, nicht zum Zug. Im Director's Cut vom Original steht der auch auf. Ah, okay. Kann auch aufstehen, verfolgt dich aber nicht. Und da ist es ja auch so, beim ersten Mal spielen, ist es ja auch nicht, aber wenn du es dann noch, ich glaube, nach dem ersten Mal durchspielen, wird er ja so ein kleiner Stalker und dann heißt das ja One Dangerous Zombie und er rennt dir quasi ganz her. Und du kannst nicht auf ihn schießen, weil er Granaten um sich hat und dann explodiert alles. Oh Gott. Und das ist so, also darum ich liebe das erste Remix so sehr. Ist nicht mein Lieber, es wechselt sich mit meinem Lieblingsspiel immer so ab, also es ist so Kopf an Kopf, es kommt auf meine Tagesform an, aber ähm. Es ist auf jeden Fall eines der besten Resident Evil für mich. Wie war es für dich auch, also die Erweiterung der Lore durch unbesiegbare, tragische Gegner, also eben mit Lisa Trevor zum Beispiel. Wie hat sich das für dich nochmal auf dieses Spiel ausgewirkt? Hat das es nochmal einfach besser gemacht? Ja, also vor allem, wenn du die Files über Lisa liest, das ist ja so tragisch und traurig. Ein kleines Mädchen, wo, ja lass mal alle Viren reinpumpen, die wir haben und mal gucken, was passiert und bringen wir mal ihre Mutter um und ihr Ding, das ist so, was? Das ist eigentlich, ich hab so das Gefühl, das ist so krass, ich weiß gar nicht, ob man das heute machen würde, so ein kleines Kind, es ist schon ein heftiger Schritt, auch wenn man es nur liest. Aber dann eben der Gedanke und ich weiß damals, ich hatte Angst vor Lisa und sie tat mir trotzdem leid gleichzeitig. Es war so dieses so, äh, ich geh einfach weg, lass mich einfach in Ruhe, ich will ja dir gar nichts. Aber das macht es so gut. Also wenn du es hast, dass du mit einem Gegner Mitleid hast. Aha, das ist großartig. Absolut. Und das sind diese kleinen Erweiterungen, die das Spiel einfach noch mal besser gemacht haben. Und ich möchte das Original nicht schlecht reden. Ich sehe auch bezüglich Grafik, also meine Haltung ist ja, spiele altern nicht, nur unsere Haltung dazu ändert sich halt einfach. Weil die sind statisch, die sind, was sie sind. Und ich, sehe gerade alte Spiele, auch in Resident Evil 1, mittlerweile auch als Artstyle. Also ich versuche das als Artstyle zu sehen und nicht als alte Grafik und dann wird auch viel mehr wieder zugänglicher für einen, wenn man das einfach für das sieht, was es ist. Und ich schätze auch das Original noch sehr, nur das Remake ist für mich halt einfach nochmal die Perfektion. Also spielst du das Original noch? Ja. Also es ist für mich auch wie ein anderes Spiel, so ein Paralleluniversum. Ich spiele auch das... Ich habe ganz andere Gefühle, wenn ich das Remake spiele oder wenn ich das Original spiele. Das Original spiele ich aus so einer Mischung aus Nostalgie und Trash-Lust. Wegen dem Dialog. Das ist schon echt lustig. Und das Remake dann, wenn ich es quasi ernst erleben möchte. Kommt immer auf deine Stimmung an, die du in diesem Spiel haben möchtest. Verstehe. Weißt du, wie oft du das Original gespielt hast? Nicht so oft. Es gibt andere Teile. Also Resident Evil 2 habe ich glaube ich so ich kann es nur noch schätzen, 500-600 Mal durch oder so. Da warst du ja auch Speedrunner. Warum in Resident Evil 2 und nicht in 1? Resident Evil 2 ist mein Lieblings. Ich finde, es gibt nur einen einzigen Kritikpunkt, den ich an diesem Spiel habe und dass es zu leicht ist. Also auch auf normal. Ähm, aber sonst würde ich sagen, wurde hier wirklich die, das perfekte Resonable geschaffen. Du hast ja dieses AB-Szenario, ähm, das, übrigens Claire ist hier, weil ich hab mir ja vom ersten Mal gedacht, wir nehmen quasi wieder die Frau, weil er hat vielleicht mehr Invitable, wusste man ja nicht. Claire ist schwerer. Minimal, aber ich finde die Waffen, die Leon hat, wie die auch abgegradete Shotgun und die abgegradete Markdown machen die sehr viel leichter. Und sie hat halt den Crossbow und den Granatwerfer, aber die sind von der Range nicht so und darum musst du die Gegner ja ranlassen an dich. Verstehe. Wogegen du mit einem Spezialmagnum kann er auf der anderen Seite des Raumes sein und kannst schießen. Aber bedeutet für Speedrun spielst du dann eigentlich eher Leon? Ja. Genau, Leon A. Hab ich da trainiert gehabt. Aber ja, Resident Evil 2 ist so für mich von der Story, von dem, wie das Spiel ineinander greift mit den verschiedenen, Szenarien, der Lore-Erweiterung, Soundtrack, Horror. Levelaufbau, Detailreichtum, der im Vergleich zum ersten auch nochmal zum zweiten zugenommen hat. Ich finde, das Zweier-Original ist einfach ein perfektes Spiel oder nennen wir es nahezu perfektes Spiel. Also es kommt immer auf meine Tagesform an, weil ich könnte das gleich auch fürs erste Remake sagen. Und das Zweier hat nochmal so einen Millimeter besonderen Platz mehr bei mir im Herzen. Es hält mir fast schwer, das zu sagen, aber das ist immer so ein Gefühl. Aber ja, Resident Evil 2, ich war süchtig nach dem Spiel als Jugendlicher. Ich weiß, wo ich in der Schule war. Ich kam nach Hause und das erste, was ich gemacht habe, ich habe es durchgespielt. Und dann immer durch. Jeden Tag? Also einmal Playstation 1, dann für N64, dann für Dreamcast, dann mal die PC-Version, dann gab es zwei PC-Versionen, mal die eine, dann die andere, Gamecube, alles mögliche. Und wir haben dann auch... Ich kann dir ein Foto zeigen. Oh mein Gott, ja. Wir müssen es dann gleich beschreiben für alle Podcasts. Genau, ja, wir müssen es beschreiben. Ich muss nur kurz suchen, wo ich es habe, weil ich habe ja Freunde kennengelernt über ein Resident Evil Forum und wir haben uns dann alle zum Speedrun bei mir zu Hause getroffen. Da gibt es ein altes Foto aus dem Jahr 2002. Vielleicht erst mal kurz dir. Oh mein Gott. Ich bin der in der Mitte. Ja, oh mein Gott, wie süß ist das denn? Geil, alle mit ihren Röhrenfernsehern und ihren Konsolen. Genau, wir sind da wie die Papageien auf der Stange am Boden und haben halt den Gamecube, die Dreamcast, die Playstation 1 und den N64, alles mit Resident Evil 2. Oh mein Gott. Und haben dann auch die Framegrades abgeglichen und geschaut, wie sieht welches aus. Das ist ja großartig. Und es schreit wie Anfang 2000, wie jeder auch da ist. Mein Muscle Shirt. Wir waren so cool. Wir waren einfach so cool. Aber wie kommt man denn überhaupt dazu? War das dein erstes Mal, dass du Speedrun gemacht hast? Ja, 2002. Es hat sich so ergeben. Es war auch nichts, was man so geplant hat. Ich war in diesem Resident Evil Forum. Und dann war so, lass doch mal ein Forum-Treffen machen. Dann haben sich aber am Anfang nur zwei gemeldet. Und ich hab dann gesagt, ja, kommt doch zu mir. Meine Eltern haben sicher nichts dagegen. Und dann so, ach übrigens, Mama, da kommt jemand halt. Ich war 16, 17 und so. Und meine Eltern waren aber sehr, das ist witzig, meine Eltern waren viel toleranter. Ich durfte Hauspartys machen und so, wo ich mir denke, nein, das würde ich nicht. Ich habe 20, 30 Leute eingeladen mit 16, 17 und wir haben halt gebechert und mein Papa hat hinten hergeräumt. Und ich würde das nicht machen. Du hattest coole Eltern gehabt. Ich hatte sehr coole Eltern, aber egal, anderes Thema. Jedenfalls waren die dann da und erst kam der eine Kumpel an und dann haben wir ganz normal abwechselnd gespielt. Und dann am nächsten Tag kam der andere mit dazu in der Früh. Und dann haben wir, ich weiß nicht, ich hab mir so überlegt, irgendwie wäre es cool, wenn wir gleichzeitig das machen könnten. Wie viel Fernseher haben wir in dem Haus? Und dann haben wir, okay, Wohnzimmer haben wir, ein Fernseher und dann meine Eltern hatten so zwei Ferienwohnungen für Urlauber. In der Wohnung ist noch ein Fernseher und ich hab noch ein Fernseher. Wir stellen die einfach alle nebeneinander und bauen das auf. Und dann haben wir angefangen Speedrunnen am Anfang und dann haben wir aber gemerkt, okay, ein bisschen unfair, weil dein Spiel läuft irgendwie, ich weiß, dann waren wir am Anfang so Kopf an Kopf beim zweiten Run und haben gemerkt aber, dass der eine schneller läuft als der andere, weil Framerate anders, weil Konsole anders, weil Versionen anders, PAL gegen NTSC, Gamecube gegen Dreamcast, es war einfach anders und dann haben wir angefangen zu experimentieren und zu machen und dann, okay, dann war der eine fertig und dann haben wir uns genau an die Linie gestellt am Ende und haben versucht, die Cutscenes gleichzeitig, gleichzeitig die Endcutscenes zu triggern, damit wir die alle auf drei verschiedene Wir waren echt hoch. Ich find's großartig. Und so kam ich dann zum Speedrun und da hat's dann begonnen auch, dass ich angefangen hab, das Spiel einfach jeden Tag zu spielen. Ja, man wusste schon, wie schnell. Und wir haben uns angerufen, ich hab's jetzt so und so schnell durchgemacht, ja, ich hab's so und so. Wir haben dann auch Telefon mit Wählscheibe und haben das so eingeklemmt und dann, ja, es war eine tolle Zeit. Aber wie war das dann auch, also von dieser Shift von, hey, ich habe Angst, ich versuche in dieser Atmosphäre komplett unterzugehen zu, ich versuche jetzt jede Game-Mechanik genau zu erkennen, um zu wissen, wie ich das am schnellsten durchmache. Weil von der Story, beziehungsweise dann eben auch von der Atmosphäre, hast du ja zu dem Zeitpunkt nicht mehr viel. Nee, das war, das war rum um Sack. Das war wirklich rum um Sack. Ähm. Wir haben es halt geschafft, man hat zwei Möglichkeiten. Wenn man es ein paar Mal durch hat, kann man sagen, okay, ich habe jetzt das rausgezogen aus dem Spiel, was halt horrormäßig möglich ist, geht halt nicht mehr next. Und wir fanden das Spiel aber trotzdem, oder die Spiele trotzdem noch so toll, dass wir gesagt haben, wir suchen uns einen anderen Angle, um quasi zu sagen, wir ziehen uns was anderes aus dem Ding raus, etwas, was uns trotzdem weiter... Weil wir mögen ja trotzdem das Setting und wir mögen ja trotzdem die Mechaniken. Aber wir versuchen einfach jetzt zu gucken, wie können wir das am besten beeinflussen oder austricksen oder was man halt so macht. Sehr wichtig auch, was mir das mit einbezieht. Also letztendlich hast du dann sehr viel Zeit in Resident Evil 2 gesteckt. Hast du danach Resident Evil 1 mit anderen Augen gesehen, nachdem du dich eben so auf dieses Gameplay auch fokussiert hast? in Resi 2. Ich muss sagen, alle Resident Evil Teile sehe ich auch mittlerweile mit anderen. Also es ist. Ich blicke, auch wenn neue Teile rauskommen, dann blicke ich da, es ist auch beruflich natürlich bedingt, das ist das Problem. Ich blicke nicht mehr drauf, ich erschrecke mich, sondern, ah, das haben sie clever gemacht, dann triggert das jetzt sicherlich das und das und die Kamera. Du kannst das nicht mehr nur. Es ist leider eine Krankheit, viele sagen, oh, das ist so cool, beruflich Videospiele zu spielen. Ja, es kommt auch mit dem Preis einher, dass du anders auf Sachen schaust. Und ich bin ja auch im Filmbereich mit unterwegs. Ich schaue Filme auch ganz, ganz anders. Ah, guck mal, da haben sie Steadicam genommen. Ah, interessant, da ist der Wechsel zu dem und dem. Gleich ist es auch für Spieler. Das ist halt einfach leider so, aber man weiß dann auch Sachen anders zu schätzen auf einer anderen Ebene. Aber ich muss zugeben, dass wirklicher Horror. Nicht... Es ist schwierig. Es ist leider schwierig geworden. Ja, verstehe ich. Diese Unschuld ist auch weg. Diese Unschuld ist weg. Ja, das ist leider, geht mir auch so. Also ich kann auch eigentlich Horrorfilme gar nicht mehr so richtig an. Also ich schaue sie manchmal noch. Ich habe zu Hause einen Mann, der hasst Horrorfilme, deswegen habe ich auch niemanden, der sie mit mir schaut. Das macht es nicht einfacher. Aber mir geht es auch so, ich liebe Filme und ich liebe es mich auch mit Filmen zu beschäftigen und es bei Spielen auch so. Aber seit ich halt weiß, was dann da dahinter steckt, welcher Aufwand, mit was für einer Kamera vielleicht auch gedreht wurde, dass sie das halt in einer doppelten Geschwindigkeit aufgenommen haben, damit es dann, wenn es dann runter, dass das alles ein bisschen dreamier wirkt oder solche Sachen, die niemand anderem auffallen. Und ich sitze dann da mit Freunden und spiele ein Spiel mit ihnen zusammen oder schaue einen Film mit ihnen und bin dann immer so, ja, und da ist das und das passiert und alle so, okay. Hier ist ein gutes Beispiel. Hier würde ich sofort denken, okay, die Gänge sind so eng gestaltet, um dir selbst in der offenen Stadt eine Form von Klaustrophobie zu geben. Und ich denke, als Kind denkst du so nicht. Du denkst nur, da ist die Tür aufgegangen. Das ist halt... Es shiftet. Du verstehst es halt jetzt auch. Man versteht, was da gemacht wurde und warum es einem Angst macht, warum Leute so reagieren, wie sie halt reagiert haben. Auch hier diese Vogelperspektive, die da vorher ist, ist natürlich dafür da, dass sie zeigen, die Tür geht auf und du musst dann aus einer Sicht reinrennen, um mehr zu sehen, um die überhaupt bekämpfen zu können, ohne dass du sie siehst. Das zeigt dir dann auch, wie clever das gestaltet ist. Sie haben nicht einfach die Kameraperspektive random reingeschmissen, sondern jeder Winkel hat einen Zweck. Und das macht es halt dann so unglaublich gut. Auch, dass du manchmal die Tür, aus der du theoretisch wieder fliehen kannst, nicht siehst, das ist auch immer so dieses, okay, du musst jetzt eigentlich weiter nach vorne. Das Spiel bringt dich dazu, weitergehen zu müssen. Einfach vom Gefühl her. Ich muss ja auch sagen, diese Ladebildschirme in Resident Evil sind ja auch großartig mit den Türen, die immer wieder aufgehen. Ich finde die auch toll. Ich hab da nicht so das Problem mit. Man muss halt wirklich, man darf nicht mit der Erwartungshaltung eines neuen Spiels an die Sachen rangehen, sondern man muss irgendwo das als Mechanik akzeptieren. Ja, es ist aus einer Limitierung heraus entstanden, mir ist das vollkommen klar, aber ich hab das Gefühl, es ist was, was auch vielen schwerfällt, um zu sagen, okay. Natürlich wird es heute an, aber diese Vergleiche werden halt immer sehr schnell zu heute gezogen und das darfst du halt nicht machen. Du musst es halt für sich sehen und wie es funktioniert und die Erwartungshaltung, die es auch erzeugt, was könnte im nächsten Raum sein. Es gibt so ein, zwei Momente, bei Codronica zum Beispiel, Aber das war auch 2000 schon so, da gehst du einmal die Treppe hoch zu einem Friedhof, Und es dauert unglaublich lang, ich glaube 20, 30 Sekunden. Das war auch damals schon zu lang. Und das haben sie nur gemacht, weil sie da die Nervenkitzel hoch... Das funktioniert vielleicht beim ersten Mal so ein bisschen, aber dann nervt es dich. Und das verstehe ich auch. Aber darum meine ich, drei Sekunden warten, bis die Türe aufgeht, ja, da kenne ich schlimmere Ladezeiten aus anderen Spielen. Das ist es ja. Ladebildschirme waren ja damals auch gängige Praxis, weil es nicht anders ging. Und dementsprechend fand ich diese Türen im Vergleich zu anderen statischen Ladebildschirmen viel immersiver. Die haben viel mehr dazu beigetragen, dass ich mich auch immer noch in diesem Spiel gefühlt habe und es mich nicht rausgerissen hat. Das war klug. Also das haben sie definitiv gut gemacht. Also grundsätzlich muss ich einfach sagen, ich merke, wie sehr du diese Spiele liebst. Es ist absurd, wie sie dein Leben beeinflusst haben. Es ist großartig. Hast du denn eine Szene aus dem Einsack, wo du sagst, das war die Szene, wo du dich in dieses Spiel einfach verliebt hast und die hast du bis heute so klar vor Augen? Naja, ich würde sagen, es war das Intro auf jeden Fall, weil es war so genau, das ist genau der Shit, auf den ich Bock hab. Es war so, da ging's halt los und es hat halt diesen Flavor, den das Spiel dann halt auch verbreitet, diesen Geschmack sehr, sehr gut repräsentiert. Auf eine, ja, es ist cheesy, aber aus meiner Sicht damals, für mich war das einfach ein, oh mein Gott, sie werden von einem wilden Hund zerfleischt, oh mein Gott, renn schnell zu dem Haus. Und dann, vor allen Dingen, es ist auch so. Gerade überleben sie noch für dich, aber du betrittst das Haus und sie lassen die Hand los und jetzt musst du das übernehmen. Jetzt musst du, was du gesehen hast, du bist jetzt verantwortlich dafür, dass sie nicht draufgehen. Ich kann einfach nur sagen, von Sekunde eins hat mich dieses Spiel begeistert. Bis heute. Bis heute. Bis heute. Wobei ich sagen muss, das zweite Remake hat für mich auch nochmal einen besonderen Stellenwert, weil es auch nochmal, auch wenn ich es Original besser finde, aber es hat wirklich nochmal dieses Gefühl der alten Teile in neuer Form zurückgebracht. Deswegen, also, das zweite Remake ist für mich auch ein ganz besonderes Spiel, weil wir auch so lange darauf gewartet haben. Das erste Remake kam ja 2002 und dann hat es sich so schlecht verkauft und dann haben sie die Arbeiten, quasi wollten anfangen mit dem Arbeiten zu einem zweiten Remake aber weil sie schlecht verkauft haben und gesagt, nee, nee, machen wir nicht. Und Resident Evil 4 war dann so erfolgreich, dann lassen wir dieses. Und wir haben ja drauf gewartet als Fans ohne Ende und wir haben schon gar nicht mehr dran geglaubt. Und ich weiß auch, dass. Hab da, ich muss aufpassen, was ich sage, aber ich hab da, ich kenn Leute bei Capcom Japan halt. Und ich weiß, was für Diskussionen intern da rum waren. Und es war halt wirklich immer so, das zweite Remake hat auch nicht das volle Budget gehabt. Wir haben nicht gedacht, dass das so durch die Decke geht. Naja, weil Sales hat sich das angeschaut und gesagt, naja, das ist ein altes Spiel, gucken wir mal. Du weißt, wie sowas ist, so Diskussionen. und dann haben sie gesagt, ja guck, schauen wir mal und dann ist es durch die Decke und dann beim vierten Remake, das dreite wurde sogar noch outgesourced zu M2, mit ein bisschen weniger Budget sogar noch und, also aber dann gerade das zweite und selbst das dritte, was nicht so gut war, wie das zweite sich so gut verkauft haben, war so beim vierten Remake gesagt, okay, hier, full budget, go, go, let's go. Also ich bin sehr, sehr dankbar, dass sie das so gemacht haben, weil wie gesagt, mit Resident Evil 6, es gab ja diesen Shift im Gameplay, für mich war die Reihe dann tot. Die Reihe war tot für dich? Ja, weil Resident Evil 4 war zwar ein gutes Game. Aber es hat das Gameplay einfach so komplett verändert. Es hatte nichts mehr mit dem zu tun, was ich geliebt habe. Und das 5 war, ja, es war Spaß im Chor, aber es hatte trotzdem nichts mit dem zu tun. Und das 6 war einfach nur scheiße. Sorry. Und wir waren wirklich an einem Punkt, ich war in diversen Foren unterwegs, wir waren an einem Punkt so, wir haben noch immer die alten Spiele. Die Reihe ist halt jetzt schon was geworden und dann kam der Siebener und dann kam das Zweier-Remake und wir haben gesagt, ja, we're back, baby das war so, richtig Aufbruchstimmung nochmal, die wir alle nicht mehr geglaubt haben, und darum, ja dann verstehe ich aber auch, dass dieses Zweier-Remake nochmal einen ganz besonderen Platz in deinen Scherzen hat und das Vierer-Remake hat tatsächlich mich auch nochmal mit dem vierten Teil versöhnt, weil ich das Vierer dafür, dass es mir quasi dieses Gameplay weggenommen hat in Anführungszeichen. Ich hab's immer so ein bisschen gehasst. Aber nicht, weil es ein scheiß Spiel ist. Resident Evil 4 ist ein tolles Spiel, kann man gar nichts davon reden. Es hat mir einfach was weggenommen. Es war mir zu absurd, obwohl Resident Evil schon absurd war. Man hat's gerade gesehen mit diesen Statuen, die rumlaufen. Aber das 4er-Remake war dann so gut und hat auch mit leichten Backtracking und Nebenaufgaben und ein bisschen Puzzlen, die sie reingebracht haben, für mich auch noch mal so einen Brückenschlag zu den alten Teilen gemacht, den ich sehr schätze. Also ich liebe auch das, sowohl das Vierer-Original als auch das Remake, habe ich mittlerweile, ja, meinen Frieden mitgemacht. Das ist auch sehr wichtig. Aber ja, ich verstehe, dass es trotzdem erstmal schwierig ist, wenn du was anderes von den Spielen gewohnt bist, dann dieses Spiel so zu sehen und diese Reihe, die du so liebst, die für dich so wichtig ist, dass das erstmal einfach, ja, einen sehr berühren kann. Ich habe es auch mal in den Vergleich gebracht. Es ist wie wenn du in ein Restaurant gehst und willst unbedingt Pizza essen. Und dann bekommst du aber sehr, sehr leckere Spaghetti vorgesetzt. Ja, aber ich habe Pizza bestellt. Aber ich will mit Pizza auch. Es mag sein, dass die Spaghetti sehr, sehr gut sind. Aber wo ist meine Pizza? Ja, die gibt es nicht mehr. Wir werden nie wieder Pizza machen. Ich will aber meine Pizza. Das war so die Haltung. Ja, und dann gibt es irgendwann als Vorspeise so eine kleine Pizza und du bist so, ja. Danke für die Pizza. Danke für die Pizza. Damit würde ich sagen, beenden wir diesen Talk heute. Ich glaube, wir könnten noch ewig über Resident Evil reden. Bestimmt. Es gibt da draußen auch andere Podcasts, wo du genau das tust und talkst. Schreibt gerne mal in die Kommentare, ob ihr mehr Resident Evil Content mit Andi sehen wollt. Ich kann es mir vorstellen. Sehr gerne. Auch sehr gerne. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ja, danke, dass ich da sein durfte. Immer wieder gern. Und, ähm, Danke, dass du uns mitgenommen hast in deine Vergangenheit. In dieses Gefühl, dass dieses Spiel mit dir einfach, dass es in dir ausgelöst hat. Ich habe mich sehr wiedergefunden in vielen, was du erzählt hast. Das war großartig. Ich kann es kaum erwarten, quasi die nächste Generation im eigenen Haushalt ran zu ziehen. Wobei dann ist die Frage, wenn der Papa das so pusht, ob das dann cool ist, müssen wir abwarten. Das muss man abwarten, das stimmt. Das kann dann sehr schnell auch uncool werden. Aber das ist ein ganz schmaler Grad. Weil ich bin auch durch meine Eltern zum Gaming gekommen. Also so schlecht ist es nicht, wenn man da so langsam herangeführt wird. Und damit, wie gesagt, vielen Dank euch da draußen. Noch einen wundervollen Tag. Hört euch unbedingt noch weitere Podcasts von uns an. Wir haben schon andere Keylor-Folgen gehabt. Oder hört euch am besten den Tierless-Talk mit Anni an, damit ihr all seine Meinung zu allen Resident Evil-Teilen bekommt. Da ging uns auch die Zeit aus. Natürlich. Logischerweise geht einem da die Zeit aus, weil es einfach so viel ist, über das man da reden kann und so viele Emotionen, die damit verbunden sind. Was ich aber auch verstehe, es ist einfach eine Reihe, die einen mitnimmt, die einen nicht mehr loslässt. Und das ging mir mit meinem ersten Spiel so. Und jeder, den ich kenne, der einmal ein Resident Evil Spiel gespielt hat, sagt, das ist einfach eine Erfahrung, die lässt sich nicht mehr los. Ja. Und das macht diese Spielereihe großartig. Das hat sie mit dir gemacht, das hat sie mit mir und ganz vielen anderen da draußen gemacht. Schreibt gerne auch mal, mit welchem Spiel ihr vielleicht in die Reihe eingestiegen seid. Was ihr für Gefühle zum Einser habt. Ob ihr Andis Gefühlswelt mitverfolgen konntet und sagen konntet, das ging mir eins zu eins genauso. Ich freue mich auf alles, was ihr da schreibt. Und bis dahin. Ciao, ciao. Wir sehen uns. Ciao, ciao.