In einer Zeit, in der alles immer schneller gehen muss, man sich durch Videos durchscrollt, man mit einem Klick zum ultimativen Helden werden kann und uns allen gesagt wird, ja, die Aufmerksamkeitsspanne, die ist da eigentlich nicht mehr so da, ist ein Spiel zu eurer Nummer 1 geworden, das all diese Regeln komplett über den Haufen wirft. Und in dem man sehr, sehr viel Zeit für eigentlich im ersten Moment belanglose Dinge verwenden kann. Man kann stundenlang schmieden, theoretisch dem Regen zusehen. Es gibt viele Möglichkeiten, Gifte mischen, wer weiß. Und dieses Spiel wird jetzt ein Jahr alt. Kingdom Come Deliverance 2. Und darüber müssen wir reden. Warum ist dieses Spiel so erfolgreich geworden? Warum ist es eure Nummer eins und ist es auch jetzt, ein Jahr später, immer noch einfach ein gutes Spiel? Dafür habe ich mir zwei Experten eingeladen. Zum einen die liebe Stefanie, die selbst sogar schon an den Schauplätzen des Spiels war. Herzlich willkommen, schön, dass du da bist. Danke, danke, ich freue mich. Ich freue mich auch. Und natürlich brauchen wir auch noch einen weiteren Kingdom Come Deliverance Experten, der für uns auch immer die Tests macht. Herzlich willkommen, Fabiano. Hi, das bin ich. Das bist du, richtig. Wie viel Zeit habt ihr beide denn jetzt schon in Kingdom Come Deliverance 2 verbracht, Stefanie?

Das ist eine gute Frage, weil bei mir teilt sich das auf mehrere Accounts auf, weil ich auch die DLCs getestet habe. Lange lustige Story, warum das nicht über meinen eigenen Steam-Account funktioniert hat. Ich würde schätzen, all in all insgesamt bin ich bei 250, 300. Das ist nicht schlecht. Fabiano, wie viel kannst du da dazugeben? Geguckt, mein Steam-Account sagt 210 Stunden, Aber dann gebt ihr euch da auf jeden Fall nicht viel. Ihr habt sehr, sehr viel Zeit in Böhmen verbracht. Und Stefanie, wie ich gerade schon gesagt habe, du warst ja sogar selber in Böhmen. Böhmen sozusagen, in Polen und hast dir die Drehorte angeschaut. Wie kam es tatsächlich? In Tschechien.

Es kam daher, dass ich sowieso ein riesen Interesse an Geschichte habe. Spoiler, das ist auch einer der Gründe, warum ich dieses Spiel so liebe. Und Tschechien ist ja von uns aus gar nicht so weit weg. Und ich bin da sowieso ganz gern, weil ich sehr gern in Prag bin. Das ist alles auch nicht so weit weg von Prag. Und dann habe ich mir gedacht, weißt du was? Ich schaue mir das mal an. Burg Trotsky habe ich mir angeschaut. Ich war in Kuttenberg. Ich war auch an den Schauplätzen vom ersten Spiel, also Ratai, da gab es ein tolles Fanfest. Es gab auch über das Jahr hinweg einfach Events, die dazu eingeladen haben. Was war malisch, war im September, wenn ich mich richtig erinnere. Das ist ja auch ein Schauplatz im Spiel selber. Da gab es dann ein Fanfest von Warhorse, bei dem ich eingeladen war. Und ich kenne mich jetzt quasi im Spiel und in der echten Welt da aus. Also war super. Hat es dir denn geholfen, an den Schauplätzen im echten Leben zu sein, um dann im Spiel weiterzukommen? Umgekehrt. Tatsächlich. In Kuttenberg brauche ich gar keinen Google Maps oder so, weil ich die Stadt ja kenne in ihrem Layout aus dem Spiel. Da hat sich nicht viel verändert. Da hat sich Warhouse sehr inspirieren lassen.

Schön war natürlich, dass man dann ins Spiel zurückkehrt und sich denkt, oh, guck, an dieser Ecke war ich. Da ist jetzt heute eine Eisdiele. Cool.

Ja, das kann ich mir sehr, sehr cool vorstellen. Das ist allgemein. Ich finde immer, wenn so Orte, die man selber kennt oder besuchen kann, wenn die dann in Spielen zu sehen sind, dann ist man immer direkt einfach ein bisschen mehr gehypt und freut sich da noch mehr drüber. Fabiano, überlegst du auch mal, die echten Drehorte zu besuchen oder sagst du, nee, ich verbringe meine Zeit lieber einfach im Spiel selbst? Also, wenn ich die Gelegenheit mal hab, vielleicht mach ich das schon auch irgendwann mal. Ich bin ja auch riesiger Mittelalter und Geschichtsfan. Ich bin ja quasi in die GameStar reingestolpert, weil Michael Graf jemanden gesucht hat, der eine historische Analyse zum ersten Teil machen kann. Und ich hab damals noch Geschichte studiert. Und dann dachte, ich hab's eigentlich nur vorgeschlagen, dass ich...

Mal rumfragen kann, falls die GameStar so eine Analyse machen möchte. Und Michael Graf hat dann gesagt, ja, schreibt die doch einfach selbst. Und dann dachte ich, okay, gut, ich habe noch nie einen Artikel für die GameStar geschrieben, also schreibe ich jetzt direkt eine riesige historische Analyse zu einem der wichtigsten Spiele des ganzen Jahres. Und das war dann offenbar gut genug, dass ich dann auch hier arbeiten durfte. Das heißt, ich habe auch ein Interesse an dieser ganzen Historie rund um Kingdom Come. Ich war noch nie in Tschechien und die Burgen mal zu sehen, fände ich sehr schön, weil ich gehe sehr gerne auf Burgen Sightseeing auch so hier in der Umgebung. Kenne ich. Also ich muss zugeben, nachdem ich auch, Stefanie, du hast ja auch einen Artikel darüber geschrieben. Nachdem ich mir das durchgelesen habe, ich war so, oh, das hört sich schon, das hört sich ziemlich cool an. Meine Wanderung durch, ja, ja, ja, ja, ich bin eine Strecke abgelaufen, die man im Spiel gehen kann und in der echten Welt und habe geguckt, wer ist schneller, Henry oder ich? Ich habe gewonnen. Das ist stark.

Gut, Henry, das habe ich ja schon anfangs gesagt, das ist ja alles nicht so schnell. Also Schnelligkeit ist wirklich nicht das Ziel dieses Spiels. Wie könnt ihr euch denn, also warum hat ein Spiel, das so langsam ist eigentlich, so viel Erfolg in einer Zeit, wo eben eigentlich Schnelligkeit immer wieder als das Wichtigste gut überhaupt beschrieben wird? Was glaubt ihr, Fabiano?

Also ich glaube, gerade weil es halt so entschleunigt, das macht es ja so wunderschön. Also ich bin auch niemand, der groß auf Geschwindigkeit bei Videospielen insgesamt Wert legt. Also ich bin ein richtiger Oldtimer, was so Spielzeit angeht. Ich muss mich bei Tests manchmal wirklich hetzen, weil es nicht so mein natürliches Spieltempo ist. Ich bin jemand, ich komme irgendwo hin und dann gucke ich mir erst mal Sachen an. Ich verweile auch mal eine ganze Zeit lang irgendwo. Das ist für mich ganz normal und sehr eingängig. Und ich mag es nicht, wenn Spieler sich irgendwie zu sehr dazu tendieren, einständig überall hinzubringen und immer wohl, dass man alles sieht. Ich meine, gerade Kingdom Come 2, einer der coolsten Momente, In Kingdom Come 2 ist, wenn man das erste Mal nach Kurtenberg kommt. Und dieser Moment wäre halt nicht so cool, wenn sie es genauso gemacht hätten, wie es wahrscheinlich 90% der anderen Entwicklerstudios machen, dass sie sagen, ey, oh mein Gott, wir haben so eine geile, große Stadt gebaut, wow, das ist das Highlight, das bauen die in die ersten fünf Spielstunden. Das müssen die Leute direkt sehen, damit die direkt hooked sind. Und das haben sie halt nicht gemacht. Sie haben stattdessen ein Kontrastprogramm aufgebaut, dass du die ersten 50 Stunden, wenn du möchtest, wahrscheinlich sogar länger.

Um Burg, Droski ist das ja dann, glaube ich, die erste Region, um die Burg herum alles abfarmst und rumläufst und ganz spazieren gehst und dich darauf vorbereitest, endlich zur Hochzeit zu gehen und so weiter und so fort. Und dann gewöhnst du dich sehr daran, dass es alles so ländlich ist und bäuerlich und dass du Kühe anmalst und so etwas und dann kommst du nach Kurttenberg und dann ist es halt einfach ein Kulturschock, obwohl du in München wohnst in der Realität. Aber du bist dann so drin in dieser Welt und denkst dir so, mein Leben ist einfach nur, dass ich in irgendeinem Dorf irgendwo im Outback von Tschechien Kühe bemale, Mist werfe, mich in Kneipen besoffen mit irgendwelchen Metzgern prügel und dann kommt halt Kuttenberg. Und solche Momente kriegst du halt nicht, wenn du das hetzt, wenn du das sofort den Leuten ins Gesicht drücken willst. Dann entgehen den Leuten halt einfach tolle Spielerfahrungen und deswegen bin ich stark dafür, immer zu entschleunigen. Ja, also ich verstehe das ehrlicherweise. Ich bin eigentlich jemand, der auch leider Sachen immer versucht, schneller wahrzunehmen. Ich schaue mir auch leider schon YouTube-Videos immer in doppelter Geschwindigkeit oft an, einfach um schneller irgendwie die Informationen zu bekommen, was kompletter Bullshit ist. Ich weiß. Und ich versuche davon auch wieder wegzukommen, aber ich bin halt immer so, ja, aber ich muss da fertig werden und ich muss die ganzen Informationen noch haben und das ist super schade.

Und ich habe bisher bei Kingdom Come, wenn ich gespielt habe, ich habe nicht annähernd eure Stunden, aber ich habe zumindest sowohl in den ersten als auch in den zweiten Teil reingeschaut und bei mir war es dann immer so, also ich fand es super schön, aber ich war dann auch, ich habe leider meine Uhr halt immer irgendwie im Blick und war so ah shit, aber jetzt bin ich schon seit fünf Stunden hier und ich bin nicht weitergekommen und ich habe es dann auch mal im Stream gespielt und die Leute waren so ja, du musst mal schneller machen, ja, aber ich will noch dahinter schauen und mit dieser Person reden und ich wollte da noch rein und das ist also gefühlt, vor allem wenn du es dann auch im Stream spielst, meiner Erfahrung nach sind die Leute dann auch, die zuschauen dann schon auch so, ja aber jetzt gib mal Gas jetzt komm mal weiter und das macht super schwierig für mich dieses Spiel zu, genießen, obwohl ich es eigentlich gerne genießen würde, also es hat zumindest.

Die Ausstrahlung, die es braucht den Vibe, dass ich sage oh ich hätte schon Lust da mehr Zeit zu verbringen aber naja Wie geht es dir damit, Stefanie? Fandest du das Pacing im Spiel genau richtig? Tatsächlich ja. Ich bin auch jemand, der sich gerne wahnsinnig viel Zeit nimmt. Und bei Kingdom Come 2 hatten Fabiano und ich einen Riesenvorteil, den wir sonst nicht oft haben bei Tests. Wir hatten super lange Zeit damit. Ich glaube, es waren vier ganze Wochen, die wir vor Release schon reinspielen konnten. Und das hat Warhouse auch sehr bewusst gemacht. Da habe ich mit ihnen später auch drüber geredet, weil natürlich war ihnen klar, als Journalist brauchst du auch diese Zeit, um das Spiel so erleben zu können, wie es gedacht ist. Eben nicht gehetzt in einer Woche durch die ganze Hauptstory. Richtig einleben, auch mal zwei Stunden nur Blumen pflücken, wie ich das gerne mache, weil ich dieses Geräusch so schön finde.

Genau und deshalb konnten wir damals das Hauptspiel auch langsam entschleunigt erleben. Bei den DLCs musste ich dann für die Tests ein bisschen mehr draufklopfen, aber jetzt habe ich auch noch Sachen, die ich in meinem vierten, fünften, siebten Durchgang noch erleben kann und mir wirklich Zeit nehmen kann dafür. Das mache ich sehr gerne, ja. Das ist toll. Also das, wie gesagt, die Zeit müsste ich mir mal privat nehmen oder ich darf im Stream nicht so gehetzt werden. Also Leute... Hetzt sie mal nicht so, oder? Alles viel besser, wenn man das langsam spielt. Das stimmt. Das ist halt nur leider zum Zuschauen. Das ist halt eigentlich ein Spiel für einen selber, wo man eben selber so voll in dieser Welt aufgeht und da drin lebt. Aber so ist das. In einer Welt, die lebt, passieren eben auch oftmals Dinge, die man so nicht geplant hat. Und das ist ja insgesamt was, Kingdom Come hat das größte Skript bisher, zumindest das Skript mit den meisten Wörtern, mit 2,2 Millionen Wörtern in Kingdom Come Level 2 und ich finde zumindest in meiner Erfahrung, ihr könnt da wahrscheinlich noch viel besser drüber reden, das merkt man, weil eben so viel passieren kann an jeder Ecke, oder?

Ja, ich meine, das ist ja gerade die Sache, die dann eben die Welt unterscheidet. Sie fühlt sich eben unglaublich glaubwürdig an. Man hat das Gefühl, dass man viel mit Leuten reden kann. Ich bin eigentlich sogar teilweise überrascht, dass es wirklich so viele Textzeilen hat, weil zum Beispiel die Hauptstory von Kingdom Come ja unfassbar linear ist. Das ist so der eine Punkt, den ich immer denke, ah, wenn die Hauptquest noch so ein bisschen mehr Möglichkeiten hätte, da auch das eigene Charakterkonzept irgendwie drin zu verwursten. Aber die Story ist halt super linear. Sie ist aber super lang. Also allein durch diese Story durchzukommen, dauert halt eine gehörige Zeit. Und da wird auch sehr viel geredet in der Zeit. Und da kommen die Zahlen dann wahrscheinlich zusammen. Aber es gibt eben nicht so viele Varianten davon. Zumindest in der Hauptstory. Wo Kingdom Come 2 halt am meisten glänzt, ist eben bei diesen Nebenaufgaben. Und da ist dann halt auch der Punkt, wo du sagst, da merkt man, wo die Wortanzahl reingeflossen ist. Nicht nur, dass man so viele Aufgaben auf so viele verschiedene Arten lösen kann, sondern dass halt sich jede einzelne Nebenquest anfühlt, als wäre das halt was ganz Besonderes. Es gibt da keine Nebenquests von der Stange, die wirst du nicht finden. Die einzigen, was da im Ansatz rankommt, sind jetzt die DLC-Aufträge in Legacy of the Forge, hieß das glaube ich, der zweite DLC. Da kam ja dann so...

Wiederholbare alltägliche Aufgaben rein. Das sind dann halt eben doch schon, sag ich mal, generische Aufgaben, die man hat. Aber die haben halt auch einen anderen Zweck. Die sind nicht dafür da, dir zu suggerieren, dass das eine Nebenaufgabe ist. Und in Wahrheit ist es halt nur eine Aktivität, die du 120 Mal machen musst im Verlauf des Spiels. Sondern die ist nur dafür da, dass du halt eben dieses Schmiedeleben leben kannst. Und zum Schmiedeleben gehört ja quasi auch, dass du halt an der Schmiede arbeitest und dann morgens kommt jemand will ein Schwert. Mittags will jemand eine Axt und abends will vielleicht jemand nochmal ein Schwert.

Das heißt, da passt es ganz gut rein. Aber abgesehen davon, alles, was wirklich als Nebenquest so deklariert ist, ist extrem unique und einzigartig. Hat eine tolle Idee, oft sogar mit Cutscenes und so etwas. Nichts ist da einfach so angelegt, dass es auf Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit getrimmt wurde. Und daher kommt dann wahrscheinlich eben das Gefühl, dass da alles, was gesagt wird, irgendwie auch besonders ist und nichts ständig sich wiederholt. Ist das für euch auch einer der Gründe, warum dieses Spiel eben als eines der besten Rollenspiele gilt, das jetzt in den letzten fast zehn Jahren rausgekommen ist? So ein bisschen auch, es gibt Leute, die es mit The Witcher 3 vergleichen. Klar, Baldur's Gate 3 ist nochmal eine ganz andere Art von Spiel einfach. Aber trotzdem im Rollenspielbereich gibt es da einfach sonst nicht viel, was damit mithalten kann, oder? Stefanie? Ich würde sagen, ja, ich finde diesen Witcher-Vergleich, ich habe ihn selber gezogen in unserem Test zur Royal Edition. Aber ich muss mich selber schon wieder ein bisschen einschränken. Es sind natürlich trotzdem sehr andere Arten von Rollenspielen nochmal.

The Witcher legt viel mehr Wert auf eben so eine beeinflussbare Hauptstory. Dafür hast du in Kingdom Come viel mehr Anreiz, die Open World zu erkunden, dich richtig reinzuleben. Diese immersive, das ist ja auch den Entwicklern super wichtig, ihr erklärt das höchste Ziel. Und dieses Ziel von der vollen Immersion haben sie in ihrem Spiel erreicht wie kein anderes. Also ich zumindest habe kein anderes Mittelalter-Spiel oder Rollenspiel überhaupt jemals erlebt, in das ich mich so richtig verlieren konnte. Und das Gefühl, dass mein Heinrich zum Beispiel eine ganz andere Geschichte erlebt wie Fabianus Heinrich, obwohl wir, wie er schon gesagt hat, durch dieselben Hauptbeats gehen. Wir landen am Ende immer im gleichen Finale, aber der Weg dahin durch unsere Nebenquests und auch durch die Art, wie ich meinen Henry zum Beispiel spiele, als sehr ehrenhaften Ritter. Also ich würde mich niemals mit einem Metzger in der Taverne prügeln, das ist ja ganz weit unter meinem Niveau. Und diesen Aspekt, den vermisse ich leider jetzt nach dem Spiel auch in fast allen anderen Rollenspielen. Deshalb fällt es mir sehr schwer, wieder umzusteigen. Und ich glaube, dass viele Leute genau das sehr, sehr, sehr schätzen und deshalb unsere Community auch das Spiel zum Game of the Year 2025 gewählt hat. Jetzt ist ja die Frage mit dein, Heinrich. Ich habe mir den Test von dir, Fabiano, angeschaut, den ersten, den du gemacht hattest, wo du noch meintest, Dadurch, dass man so schnell dann doch irgendwie auch alle Sachen kann und doch relativ stark war, zumindest am Anfang.

War es halt, dann hat es sich eben nicht mehr für dich wie dein Heinrich angefühlt. Jetzt gab es Updates und zwar eine ganze Menge. Ist es jetzt anders für dich?

Ich meine, es ist schwierig zu sagen, weil ich habe jetzt natürlich meinen Heinrich weitergespielt, meine liebgewonnene Stinkmorchel, die alles Mögliche getan hat, aber nicht ehrenhaft war. Sie war jetzt nicht wirklich ein unterirdischer Krimineller und Mörder, aber sie war schon kriminell. Aber jetzt war ich nicht auf dem Niveau, dass sie zum Beispiel bohrt, wenn gerade eigentlich ein Podcast geführt wird. Oh Mann. Auf das Niveau hat sich Heinrich, hat sich meine Stinkmörchel nicht begeben. Ja, er ist schwierig. Er ist ein bisschen daneben.

Okay, ich soll leider machen. Er ist ein bisschen daneben, aber er hat das Herz am rechten Fleck, er weiß noch nicht immer, wie er das am besten darstellt. Und es stimmt, finde ich, auch immer noch, ich glaube, es wird weiterhin so sein, dass dadurch, dass man halt schon irgendwie alle Talente, die man so hat, einsetzt regelmäßig, dass man über kurz oder lang alles kann. Also wirklich, außer man weigert sich konstant irgendwelche Schlösser zu knacken, was Steli, glaube ich, gemacht hat, dass du nicht mal im Kloster dann noch irgendwelche Türen aufbekommen hast. Das war eine dumme Idee. Ich habe im Kloster wirklich, ich bin da reich geworden, da standen so viele tolle Sachen rum, die ich teilweise verstecken musste vor irgendwelchen Wachen, die sich gewundert haben, wo ihr tolles Kruzifix hin ist. Naja.

Das ist aber nicht der Punkt, den ich machen wollte. Der Punkt ist, man wird irgendwann zwei Eier legen und wollen mich, Sau, die Balance einfach nicht so dafür gemacht, dass du wie bei Baldur's Geld halt nur deine Klasse hast und halt diese Sache richtig gut kannst. Aber das Spiel bringt dich trotzdem dazu, auch wenn du ganz viele andere Sachen kannst. Ich könnte mich zum Beispiel als Stinkmäuschel viel öfters sauber aus Situationen rausreden, weil letztlich kann ich mir auch einfach ein richtig fettes, schickes Outfit anziehen und hab dann irgendwie Charisma 100 und sagt dann einfach, wenn ich jemandem eine Geldbörse geklaut habe, hast du mich mal gesehen? Ich bin irgendwie der krasseste Adelige von Kuttenberg. Und dann lassen die einen gehen. Aber das ist nicht die Charaktervision, die ich habe. Deswegen zwinge ich mich dann eben auch dazu, öfters als verranster Heinrich rumzulaufen und öfters Sachen zu sagen, die besser zu ihm passen. Meine Standardausrede, weil ich 90 Prozent der Zeit betrunken bin, ist ja eigentlich die betrunkenen Ausrede von Kingdom Come, weil die so lustig sind, wenn ich jedes Mal sage, ich hab einfach ein bisschen zu viel an dem Tee und dann wäre ich aggressiv, tut mir echt leid, dann lassen sie mich halt einfach manchmal gehen. Und das geht halt immer noch.

Stat-wise ist man sehr ausgeglichen irgendwann, aber du hast so viele Möglichkeiten, trotzdem deine Fantasie auszuspielen in diesem Spiel, dass ich finde, dass sich das ausgleicht. Weil das ist ja genau das, was mir in Witcher zum Beispiel fehlt. Also Witcher hat eine tolle, auch eine tolle Story mit vielen Abweichungen und vielen Entscheidungsmöglichkeiten. Bei den Nebenquests ist es genauso. Bei den Nebenquests gleichen sich Witcher und Kingdom Come eigentlich am meisten, weil sie dann ein ähnliches System verfolgen, dass halt auch da jede Quest sich einzigartig anfühlt. Aber ich bin immer Geralt in Witcher. Ich bin vielleicht mal ein bisschen grumpiger Geralt oder ein bisschen freundlicherer Geralt oder Geralt, der ein bisschen bessere Entscheidungen fällt als ein anderer Geralt, aber ich bin immer ein Hexer. In Kingdom Come kann ich schon ziemlich viel sein. Ich kann Ritter sein, ich kann Dieb sein, ich kann Bogenschützen sein, ich kann Giftmischer sein, wie meine Stinkmöche, die halt wirklich so viel Gift gemischt hat, dass du damit, glaube ich, komplett.

Böhmen hättest du entvölkern können mit der Menge an Gift, die ich dabei hatte. Und das finde ich halt cool. Und deswegen verdient Kingdom Come für mich, also vor allem, das hat mich am meisten schockiert bei den Game Awards, dass es nicht das beste Rollenspiel war. Ich liebe Clare Obscure. Super tolles Spiel. Für mich auch verdient damals ein Spiel des Jahres, weil es für mich nochmal ganz andere Emotionen ausgelöst hat als Kingdom Come. Aber es ist nicht das beste Rollenspiel. Das beste Rollenspiel ist Kingdom Come, weil ich da eine Rolle spielen kann. Und das kann ich auch, wenn meine Stats relativ ausbalanciert sind. Ja, das ist ja allgemein, das hat ja für sehr viel Kritik auch gesorgt, auch an den Game Awards, warum denn Claire Obscure da wirklich alles abgeräumt hat.

Unter anderem eben bestes Rollenspiel, weil ich glaube, da sind wir uns alle einig, natürlich ist es ein großartiges Spiel, Spiel des Jahres hat es verdient, keine Frage, aber eben als Rollenspiel, da hätten die meisten doch eher Kingdom Come gesehen. Steffi, bei dir ist das wahrscheinlich genauso. Also ich bin vielleicht voreingenommen, weil ich Claire Obscure nicht durchgespielt habe. Ich war noch nicht bereit für die Emotionen, aber ja, ich sehe das wie unsere Community ja auch, die Kingdom Come 2 nicht nur zum Game of the Year gewählt hat, sondern auch zum Rollenspiel des Jahres und mit deutlichem Abstand vor den anderen.

Über die Game Awards ist es jedes Jahr wieder überraschend. Ein Red Dead Redemption 2 hat damals auch nichts abgeräumt, war ja ähnlich tatsächlich in seiner Open World.

Lebendigkeit, wie jetzt in Kingdom Come 2. Ich kann mir auch vorstellen, dass das undankbar ist, als so großes, weitläufiges Spiel anzutreten, weil viele, die da mitbestimmen, vielleicht sich eben nicht die Zeit nehmen konnten, das so zu erleben. Ich kann mir vorstellen, dass das ein Faktor ist, der mit reinspielt. Ja, das wird ja auch immer mal wieder auch kritisiert, dass es eben einfach viele Journalisten sind, auch die dann eben nicht vielleicht vier Wochen dafür Zeit hatten, das anzuspielen, sondern halt mal kurz einen Test machen mussten und dann schon zum nächsten Spiel weiterspringen müssten. Und das ist ja allgemein auch immer ein Problem, glaube ich, für einige Journalisten. hey, spiel mal kurzes Spiel an, dann hast du da fünf bis zehn Stunden reingesteckt und dann musst du schon wieder zum nächsten weiter, was halt bei so einem Spiel nicht funktioniert. Dann hast du dieses Spiel halt nicht gespielt. Und das ist einfach ein bisschen schade. Aber das Spiel kriegt auf jeden Fall trotzdem vor allem von der Community die Liebe, die es verdient hat. Und nicht nur das Spiel, sondern ja auch die Schauspieler, die hinter den Charakteren stehen. Und das ist ja was, was wir jetzt im letzten Jahr extrem beobachten konnten, dass ein Luke Dale, ein Tom McKay, ein Logan Hillier, die sind alle durchgestartet, ob auf TikTok, auf Twitch, weil sie halt einfach als Charaktere in den Spielen den Leuten so sympathisch waren, dass sie gesagt haben, okay, jetzt möchte ich aber, oder vielleicht auch nicht sympathisch, vielleicht auch so unsympathisch, sie gesagt haben, ich möchte jetzt wissen, wer steckt da dahinter? Und das ist ja bei Spielen jetzt auch nicht unbedingt die Regel. Wie habt ihr das wahrgenommen und findet ihr es verdient?

Fabian. Okay, ich dachte, das wäre Steffis Thema. Ich habe viel dazu zu sagen. Ich habe gemerkt, dass da gerade was in die Kopf ging. Ich dachte, ich halte mich da lieber zurück. Also ich gönne das den Leuten. Ich freue mich, wenn Leute so Spiele auch nutzen können, dann umführen ihren eigenen Erfolg. Gerade aktuell, weißt du, es wird immer mehr mit KI gearbeitet. Und wir haben ja jetzt gerade das Synchronsprecher-Drama bei Netflix in Deutschland, wo Leute zu Recht nicht wollen, dass da ihre Stimme genutzt wird um irgendwelche KI-Modelle zu trainieren, die sie dann ersetzen sollen. Weil ich auch Synchronarbeit sehr, sehr schätze. Ich liebe Leute, die gute Synchronarbeit leisten können. Oder halt auch richtige Schauspieler ist ja bei Kingdom Come dann quasi, weil die geben ja auch quasi ihr Gesicht dafür. Und deswegen gönne ich ihnen das, dass sie da das genutzt haben, um da ihren eigenen Kanal zu eröffnen. Ich finde ja auch sehr interessant. Ein bisschen nervt es mich mittlerweile, ehrlich gesagt. Aber Baldur's Gate hatte ja ein ähnliches Phänomen. Also Baldur's Gate 3, die ganzen Synchronsprecher der Begleiter, Also Jennifer English und Neil Newborn heißt der, glaube ich. Also sehr viele, also Sarian und Shadowheart oder auch Laa Zell, die Schauspielerinnen. Also sehr viele von den Synchronsprechern werden gerade komplett durchs Dorf getrieben, dass sie immer wieder in allen möglichen Rollenspielen auftauchen. Also sie waren ja dann auch in Claire Obscure viele dabei, war wieder erfolgreich. Und jetzt sind so Luster welche dabei.

In Greedfall sind jetzt welche dabei. jeder geht jetzt damit hausieren, dass sie diese Waldos Gate 3 Synchronsprecher dabei haben. Ich denke mir immer, das macht euer Spiel nicht zu Waldos Gate 3, aber ihr könnt es gerne versuchen. Ja, es ist ein bisschen zweischneidig. Ich finde das sehr gut, dass sie jetzt so erfolgreich sind, aber sie sind zumindest noch nicht jetzt, zumindest meines Wissens nach, in der Branche jetzt dieses neue.

Das Sternchen, was ständig am Himmel steht, dass sie jetzt andauernd in anderen Spielen auftauchen, wie eben bei Baldur's Gate, aber sie sind kundsympathisch und ich gönne ihnen das. Ja, und ich glaube, genau für diese Punkte, die du genannt hast, dass eben immer mehr mit AI gearbeitet wird, KI gearbeitet wird und eben keine echten Leute mehr dahinter stehen, es ist durchaus auch gut, dass sie diese Reichweite haben und dass Leute sie sehen und sagen, hey, nein, ich möchte diese Person da wieder sehen, weil dann können sie halt nicht so leicht ersetzt werden. Und dann können sich Studios da nicht so leicht rausreden und sagen, na, wir haben jetzt alles mit KI gemacht.

Also ich persönlich bin auch ein großer Fan von echtem Schauspiel. Und allein, ich habe mir so viele Videos von dem Motion Capturing für Casey D.I. Angeschaut. Und es ist so großartig, wie viel Arbeit da reingeflossen ist. Allein schon in die Kämpfe, also die Kampfchoreografien sind so viel besser als die von so vielen Hollywoodfilmen da draußen. Und ich liebe es. Ich finde es großartig. Steffi, du hast ganz viel zum Thema zu sagen. Absolut, weil ich die Freude hatte letztes Jahr viele von den Schauspielern persönlich kennenzulernen und das war super mit ihnen über diese Arbeit zu reden. Ich habe auch das Motion Capture Studio besuchen dürfen und ich habe die Motion Capture Schwerter in der Hand gehalten. Das sind halt nur so PVC-Röhren aneinander geschraubt mit ein paar Lampen drauf. Irre, was daraus gemacht wurde. Also Wahnsinn, diese ganze Stage ist sowieso toll. Das ist ein richtig großes Studio mit viel Beleuchtung und vielen Möglichkeiten. Du kannst da quasi eine ganze Burg nachbauen. Du hast genug Platz zum Rennen. Und das merkt man dem Spiel dann natürlich auch an. Und ja, gerade bei den Streamern gibt es ja jetzt inzwischen...

Vier, fünf verschiedene, die streamen. Wir haben Luke Dale, der Hans gespielt hat. Wir haben Tom McKay, der Henry vertont und spielt. Wir haben Logan, wie du schon gesagt hast. Wir haben aber auch den Schauspieler von Daddy Radzik, Michael Pitten, der auch manchmal auf Deutsch streamt, weil er Deutsch spricht. Aber er teilt vor allem Kochrezepte. Also er spielt jetzt nicht das Spiel selbst. Und das finde ich eben auch interessant zu sehen, dass sich da so eine Art Subkultur entwickelt und eine kleine Follower schafft für die einzelnen Schauspieler und was sie da rausziehen. Also zum Beispiel Logan spielt inzwischen auch Stalker, weil er da Professor Herrmann, glaube ich, vertont hat vorher. Also sie haben schon alle auch Rollen in anderen Spielen, aber wie du gesagt hast, das sind jetzt eben nicht die großen, sage ich mal, neuen Hollywood-Stars, die wir plötzlich in jeder AAA-Produktion sehen werden. Das ist vor allem so eine Gruppe aus Theaterschauspielern, die in Prag ansässig sind. Da ist zum Beispiel Jim High dabei, der unsere GameStar-Community letztens auch persönlich gegrüßt hat, was viele von euch gefreut hat. Er spielt Eric. Er ist auch manchmal in Streams zu Gast und gibt sehr, sehr interessante Behind-the-Scenes-Infos, weil er sehr viele Rollen in diesen Spielen spielt, außer Eric, von denen man das gar nicht weiß. Er ist zum Beispiel auch der Mann, der versucht, Hans zu ertrinken im ersten Spiel.

Ja, ja. I didn't know that. Ja, fun facts. Das ist krass. Aber ja, klar, dass sie dann nicht nur eine Rolle spielen, das ergibt Sinn. Immer noch besser als, wie gesagt, das mit KI zu ersetzen, sondern lieber einen guten Schauspieler. Wollte ich gerade sagen, was ja auch für gute Schauspieler gar kein Problem ist. Das zeigt ja, man merkt zum Beispiel nicht, Jim High ist auch Captain Thomas. Und ich bin sicher, den meisten ist nicht aufgefallen, dass es die gleiche Stimme quasi ist wie Eric, weil er natürlich mit einer anderen Stimmlage spricht. Und das können ja Schauspieler. Also genau, ich finde auch diese Merfa-Verwendung in Kingdom Come ganz charmant, wenn man es weiß und sich dann denkt, Moment, höre ich da Luke Dale gerade in so einer kleinen Nebenrolle? Ist er das? Und das war zum Beispiel auch ein Faktor, warum mich nicht gestört hat, dass viele Gesichter im Spiel gleich sind. Bei NPCs haben sie vielleicht 20, 30 Presets und rotieren mit verschiedenen Bärten und Frisuren und Haarfarben und so durch. Das hat mich persönlich im Spiel die ersten 20 Stunden so ein bisschen, okay, jetzt schaut die Frau schon wieder gleich aus. Und danach habe ich es als charmant akzeptiert und mir gedacht, wisst ihr was, lieber so und wir stecken all unsere kreative Energie und unser Budget in die wichtigen Faktoren und über sowas, dann lade ich mir halt eine Mod runter, die das ändert, wenn es mich wirklich stören würde.

Das ist ja eh was, dieses Spiel hat jetzt, ein Jahr später, so viele Mods. Du kannst ja fast alles aus diesem Spiel machen. Ich habe eine Dino-Mod gesehen. Ich war so Dinos in King of... Hä? Gibt es das auch ohne Mod, ehrlich gesagt? Die sind auch ohne schon drin. Die sind in einer wichtigen Szene in Trotsky hinter der Kamera. Wenn ihr die Freecam-Mod benutzt, sucht den Dino. Man kann doch auch Dinos sehen ohne Freecam-Mod. Es gibt doch auch Dinos, die immer wieder versteckt sind in verschiedenen Kameraperspektiven.

Das sind diese kleinen Comsognathos, heißen die, glaube ich, die auch in Bayern gefunden wurden. Und die kann man an verschiedenen Stellen tatsächlich in den Cutscenes sehen. Die hüpfen da irgendwo im Gebüsch rum und so etwas. Oh, wie gut. Okay, das wusste ich noch nicht. Jetzt noch ein Grund, gegen den Kamm weiterzuspielen. Das ist, glaube ich, eine Anstellung darauf, dass sie im ersten Teil, glaube ich, in jeder Katz-Szene einen Huhn drin hatten. Und weil ja Dinos die Vorfahren von Vögeln sind, sieht man halt den Klingelzweig, legt nicht mal einen Dinos. Das ergibt für mich komplett Sinn. Ja, doch. Vor allem in dem Spiel, das sonst versucht, so realistisch wie möglich zu sein, dann da die Dinos reinzupacken. Das ist schon... Das ist Humor. Ich finde es gut. Großartig. Ja, ich hatte nur die Mod gesehen. Jetzt weiß ich, es gibt sie auch so im Spiel. Das macht dieses Spiel nochmal sehr viel besser. Jetzt ist auch die Frage, es war ja nicht nur das Spiel, das sozusagen andere Wege gegangen ist. Auch das Studio hat ja bereits bei der PR gesagt, okay, wir machen es ein bisschen anders. Wir sagen, wir wollen euch wirklich hautnah mitnehmen. Authentizität statt Mainstream sind dann ja auch, es gab ja auch Videos, wo dann die Schauspieler auch durch Kuttenberg gelaufen sind und sich das angeschaut haben. Und glaubt ihr auch, das hat diesem Spiel geholfen, nochmal mehr einfach in der breiten Masse anzukommen?

Ja, ich denke auf jeden Fall, also diese Glaubwürdigkeit von Warhorse und wie sie PR betreiben, wie sie mit den Leuten umgehen, das ist halt einfach die Art Studio, nach dem sich gerade sehr viele Gaming-Fans, also Gaming-Fans der ganz alteingesessenen Schule so ein bisschen sehen, weil wir das ja auch miterlebt haben, so die ganzen großen Publisher und die großen Studios, die entfremden sich immer so ein bisschen mehr. Es ist alles sehr corporate, es ist alles sehr durchschaubar, wie da irgendwie Kommunikation betrieben wird mit diesen auf cool und hip und nahbaren getrimmten PR-Trailerchen, wo irgendwelche Entwickler vor die Kamera gezogen werden. Ich muss ja mal an Assassin's Creed denken, die immer so ganz seltsam gestellte, brüderliche Trailer gemacht haben, wo Leute irgendwie sich so foppen und man merkt, die lesen das gerade alles vom Skript ab, das durchschauen die Leute einfach sehr schnell und sie merken eben, wann was authentisch ist, wann Entwickler wirklich so für ihr Spiel und ihr Studio auch brennen und auch Teil der Community selbst sind und das ist einfach, was Kingdom Come und Warhouse auszeichnet aktuell.

Da muss man ja auch dazu sagen, Warhouse ist ja von 35 Leuten auf bis zu, ich glaube, rund 250 angewachsen und trotzdem schaffen sie es aber noch eben nicht, wie ein Riesenstudio zu wirken und auch kreative Freiheit gegenüber Embracer oder Plion zu behalten. Woran liegt das, Stefanie? Ich glaube, das liegt unter anderem daran, dass Charakterköpfe bei Warhouse arbeiten, wie ein Dan Wavra, der natürlich eine sehr umstrittene Person ist, mit teilweise umstrittenen Ansichten, aber der auch seine kreative Vision einfach verfolgt. Also der setzt es dann durch, zieht es durch, traut sich zum Beispiel zu sagen, wir machen unser Spiel halt unbequem. Warum sollten wir jetzt zugänglich für alle werden für den Mainstream-Erfolg? Nein, ich glaube an meine Vision. Ich glaube an meine Geschichte, die ich erzählen will. Generell in dem Studio sind sehr, sehr, sehr viele Menschen vertreten, die so denken. Das ist auch ein bisschen tschechische Mentalität, die da durchkommt. Und ich glaube, dass das dem Spiel am Ende sehr gut getan hat und dass sie jetzt eine große Freiheit genießen, was ihre nächsten Projekte angehen wird. Einfach dieses Vorschussvertrauen, was sie sich sowohl bei ihren Fans erarbeitet haben, aber auch bei ihrem Publisher, der sicher sagen wird, okay, ihr hattet recht, das hat funktioniert. Wir haben euch ein Budget von 40, 45, 50 Millionen gegeben. Ihr habt Gold für uns draus gemacht. Cool, was machen wir als nächstes? Go! Ich glaube, da werden sie sehr viel Freiheit genießen.

Bevor wir darüber reden, was sie denn als Nächstes vielleicht machen und ob wir von Kingdom Come vielleicht noch mehr sehen, wollen wir nochmal einmal kurz darüber reden, was es denn jetzt über das Jahr hinweg seit dem Release alles gab. Weil wir haben schon so ein bisschen anklingen lassen, es gab DLCs, es gab Patches, aber also lass uns da mal ein bisschen genauer drauf eingehen. Und eine Sache, die ja jetzt mit im Spiel ist, worauf viele Leute gewartet haben, ist der Hardcore-Modus. Und ich weiß, Steffi, dazu hast du auch schon gesagt, da willst du nochmal was dazu sagen, weil der das Spiel halt jetzt nicht, also ja, es macht es schwerer, aber nicht so, wie man es normalerweise von Spielen gewohnt ist, richtig? Ja, das Hauptziel vom Hardcore-Modus ist gar nicht, euch das Leben zur Hölle zu machen, auch wenn es sich so anfühlt. Das Hauptziel ist eigentlich eine Methode, euch zu eröffnen, die das Spiel nochmal immersiver macht. Also kurz für alle, die es noch nicht ausprobiert haben, der Hardcore-Modus ändert ein paar Grundregeln am Spiel. Du kannst zum Beispiel außerhalb von bestimmten Story-Momenten nicht schnell reisen.

Du hast teurere Preise. Du hast nicht dieses kleine Symbol, bei dem dir die Schlagrichtung angezeigt wird oder wo aufklingt, wann du parieren sollst. Das musst du dir dann alles erarbeiten. Du siehst dich auch zum Beispiel nicht selber auf der Karte. Also du siehst die Umgebung und musst halt dann dir die Karte vor Augen halten und gucken, okay, da biegt der Fluss nach links, stehe ich wahrscheinlich da. Du kannst aber im Hardcore-Modus dafür zum Beispiel NPCs fragen, hey, wo befinden wir uns gerade? Und dann sagen die, wir sind in Tachau. Also das haben sie einfach sehr gut durchdacht, wie sie es noch glaubwürdiger machen können. Weil du siehst dich ja auch im echten Leben nicht auf der Karte, außer du hast Google Maps, aber wir sind in 1403, da haben wir das nicht.

Dafür kannst du aber nach den Sternen navigieren, weil Warhorse hat einfach den Sternenhimmel von damals nachgebaut. Der ist, wie er in der Realität auch ist. Du hast halt dann deinen Nordstern, dem du nachlaufen kannst. Wunderbar. Oder du lernst ganz schnell, wie du mit deiner Uhr, die du aufrufen kannst, die Tageszeit bestimmst und dann anhand der Sonne, ah, okay, da müssen wir gerade hin. Ja. Dadurch ergibt sich so ein ganz anderes Spielgefühl, was ich inzwischen sehr schätze. Und ich bin niemand, der gerne schwere Spiele spielt. Also meine Frustgrenze ist gar nicht so hoch, wie man denken könnte. Aber dadurch, dass dieses Spiel eben noch immersiver wird und sich noch echter anfühlt. Hardcore all the way. Also du spielst nur noch im Hardcore-Modus? Ich spiele am liebsten im Hardcore-Modus, wenn ich es für mich selber spiele. Wenn ich testen muss oder Screenshots machen muss, dann natürlich nicht.

Dann spiele ich im leichten Modus, der ja auch schon anspruchsvoll ist. Aber ja, für mich selber tatsächlich auch in KCD 1 Hardcore-Modus. Wie ist es bei dir, Fabiano, auch so? Ich habe den Hardcore-Modus noch gar nicht ausprobiert. Einfach weil es war schon so eine unfassbar riesige, monumentale Aufgabe, dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Und aktuell, ich bin ja noch gar nicht komplett fertig. Ich habe den letzten DLC noch nicht ganz durchgespielt und den ersten DLC noch nicht mal angefangen. Also ich habe dann eigentlich noch einiges zu tun. Und dafür spiele ich halt meine Stinkmeuchel weiter. Da hänge ich echt zu sehr dran. Ich wünschte ja sehr, weil was ich im Hardcore-Modus auch cool finde, es gibt ja diese Negativ-Trades, die man haben kann. Und da gibt es ein paar, die ich gerne so nachträglich außerhalb des Hardcore-Modus aktivieren würde. Weil ich mag es auch, wenn Open-World-Spiele eine coole, nachvollziehbare In-Game-Wirtschaft irgendwie haben und jemandes Quill hat, ah, ich muss, um in dieser Welt zu existieren, mich an ähnliche Regeln halten wie auch in unserer realen Welt. Und mir zum Beispiel wird Heimrich zu langsam hungrig in Kingdom Come. Ich würde gerne so viel mehr futtern und Nahrung sammeln und bei mir haben, weil das halt irgendwie auch eine Spielmechanik ist, die da drin ist, dass es cool ist, auch mal auf die Jagd zu gehen und sich was.

Einzuverleiben und vor allem auch, ich trinke halt am laufenden Band in Kingdom Come und ich bin immer wütend, wenn es irgendwie heißt, ich kann kein Bier mehr trinken, weil mein Bauch zu voll ist. Ich denke, es geht nicht, ich will noch mehr konsumieren. um.

Deswegen würde ich am liebsten diesen Trait aktivieren, dass der hungrige Heinrich einfach grenzenlos Stuff in sich reinschieben kann. Weil ich habe das Gefühl, für jemanden, der den ganzen Tag unterwegs ist und kämpft und reitet und von Trotsky nach Kurtenberg marschiert, hat der Mann zu wenig Appetit. Und das würde ich gerne ändern, aus seiner Balance-Sicht. Definitiv, absolut. Ich kann dein Argument nachvollziehen. Ich brauche das jetzt auch. Wir suchen dann mal, ob es da eine Mod für gibt. Weil im Hardcore-Modus hast du das ja als Perk. Also im Spiel ist es. Müsste es eigentlich geben. Ja, die Frage ist halt, also ich weiß, ich habe das auch schon öfter gelesen, warum es das nicht sozusagen modular gibt, dass man halt sagt, okay, das möchte ich, weil das würde das Spielerlebnis für mich halt noch immer sieber machen und das jetzt aber vielleicht nicht, weil, naja, ich halt meinen Charakter schon so weit gespielt habe und das würde den jetzt stören. Das wäre ja vielleicht noch was, was man sich da wünschen könnte von Warhorse. Da habe ich mal nachgefragt tatsächlich, aber ich kann mich an die Antwort nicht erinnern, die mir Communications Director Tobi gegeben hat. Ich schreibe euch die in die Kommentare, wenn ich das nochmal rausfinde, aber es war eine Antwort, es geht nicht. Ja, es gibt bestimmt technische Gründe dafür. Aber ich mag das auch sehr, wenn Spiele mir die Möglichkeit geben, sehr granular einzustellen, was will ich da haben, was will ich nicht haben. Das finde ich immer sehr schön, wenn ich da irgendwie sehr viele Regler verstellen kann. Ich will die Kämpfe, die Kämpfe mag ich, wie sie sind in Kingdom Come. Ich finde sie genau richtig.

Obwohl, eigentlich können sie auch ein bisschen knackiger sein. Man wird irgendwann schon sehr stark.

Hardcore-Modus, Fabiano, glaub mir. Ja, ich würde halt gerne Hardcore-Modus einfach in meinem laufenden Spielgrad aktivieren. Das fände ich halt top. Ich würde am liebsten einfach sagen, so jetzt Hardcore-Modus mit der Stinkmorchel, aber das geht halt leider nicht. Das ist sehr schade, wenn man halt da schon so viel Zeit reingesteckt hat. Ja, vielleicht gibt es da ja irgendwann mal noch die Möglichkeit, das zu implementieren. Wer weiß. Was da in Zukunft auch noch kommt für dieses Spiel. Ich meine, es ist jetzt ein Jahr alt. Wenn man sich andere Spiele anschaut, wie eben auch jetzt Baldur's Gate oder so, die kriegen auch immer noch Updates und schauen immer wieder, wie können wir denn unsere Community noch glücklich machen. Glaubt ihr, da wird noch viel passieren in King of Giles? Ich finde schon traurig den Kopf, weil ich damit schon ein paar Mal bei Ihnen ankam.

Zum Beispiel zwei Tage, nachdem wir, glaube ich, damals unseren Test veröffentlicht haben, Fabiano und seinen Ersten, habe ich schon mal gefragt, hey, na, und machen wir KCD 3? Und schon damals haben sie gesagt, also bisher hat ja Warhouse sich auch schon ziemlich deutlich dazu geäußert, dass Henrys Geschichte abgeschlossen ist, in ihren Augen. Das war die Vision, die sie hatten. Es wird auf jeden Fall keine neuen Add-ons mehr geben. Also nicht in der Größenordnung, wie wir sie jetzt hatten. Die Royal Edition ist ja auch schon draußen. Das heißt, große Neuerungen, tragischerweise erwarte ich nicht mehr. Ich kann mir vorstellen, dass sie dieses Jahr, also 2026 nutzen, um mehr Community-Events rund um das Spiel zu machen, weil das letztes Jahr gut funktioniert hat und sich bewährt hat. Ich kann mir auch vorstellen, dass noch ein paar technische kleine Patches kommen.

Wie du gesagt hast, vielleicht, dass man weiß ich nicht, noch eine modulare Option einfügt oder doch noch irgendwas optimiert. Neuer Content. Ich glaube ehrlich nicht dran, so gerne ich möchte. Und was die Zukunft von Kingdom Come angeht.

Ja gut, wir haben ja jetzt auch schon drei DLCs. Fabiane, du meintest schon, du hast noch nicht alle gespielt. Steffi, wie schaut es bei dir aus? Ich habe alle gespielt, aber ich hebe mir das Ende, quasi das Endgame vom zweiten DLC auf. Das ist der, in dem man in Kuttenberg leben kann, weil ich brauche bei solchen Spielen immer das Gefühl, ich habe noch was nicht gesehen. Weil ansonsten ist es zu traurig, dann ist es ja komplett vorbei. Und das ist so eine schlechte Spieleangewohnheit, die ich habe. Aber sollte jemals ein neues Kingdom Come angekündigt werden, dann, spiele ich den restlichen Teil. Das ist so meine Vereinbarung mit mir selber. Also vielleicht nie. Oh Gott. Nein, das habe ich jetzt eine Interview. Das ist okay. Die Träne läuft langsam hier runter. Das ist in Ordnung. Ich wäre wahrscheinlich auch eher Typ Stinkmorchel als Hitlerritter an der Stelle. By the way, ich fände es sehr lustig, wenn sich eure Heinrichs mal treffen könnten. Total. Wirklich, mein Heinrich hätte so viel guten Lebensrat und deiner würde mich abfüllen. Fantastisch. Also meiner würde vor allem deinen zuerst treffen.

Wir haben ja auch schon ein bisschen über das Kampfsystem geredet, dass ihr da auch sagt, das ist so gut, wie es ist. Es gab da ja trotzdem nochmal einen Feinschliff, dass es ja eine Reduzierung der Schlagrichtung von 5 auf 4 gab.

Würdet ihr sagen, das hat es nochmal besser gemacht? als es ursprünglich war oder es halt einfach nur vereinfacht? Ich finde schon. Also ich erinnere mich noch, dass als ich King & Come 1 gespielt habe, sehr gestruggelt habe mit dem Kampfsystem, weil ich auch einer von den armen Seelen war, die nicht wussten, dass man erst diese komplette Übungs-Session mit diesem einen Hauptmann durchmachen muss. Deswegen, ja, deswegen habe ich mich da durchgequält durch den ersten Teil. Ich weiß noch, was für ein unfassbarer Aufwand es war, gegen Wicht zu kämpfen, heißt der, der Glatzkopf mit seinem Knüppel, ähm.

Weil ich halt ein Bogenschütze war und man wird gezwungen gegen den in so einer kleinen, in so einem Holzhaus oder so einer Brücke oder so, ich weiß nicht mehr, was das genau war, aber ich glaube, es ist ein Haus, das gerade dabei ist, zusammenzustürzen oder so. Und da hat man halt nicht viel Platz und dann bin ich die ganze Zeit um ihn herumgerannt und habe Pfeil auf ihn geschossen, weil ich halt nicht mit dem Schwert kämpfen konnte. Und in Kingdom Come 2 ist die Einführung viel besser, man lernt viel leichter und organischer, wie Kämpfe funktionieren. Der ganze Weg dadurch, auch wie man den meisterhaften Schlag dann irgendwann lernt, erschien mir viel logischer und hilfreicher. Also das kommt auch hinzu. Nicht nur, dass das Kampfsystem, ich finde, nicht versimpelt, aber sondern, logischer und leichter erfassbarer gemacht wurde, aber immer noch an sich komplex ist. Ich finde, da haben sie eigentlich exakt die richtigen Rückschlüsse gezogen. Ich kann jetzt nicht sagen, ob das jetzt nur daran liegt, dass sie da eine Schlagrichtung weniger jetzt haben als vorher. Ich finde, dadurch wirkt es nicht stupider. Meine einzige Kritik an dem Kampfsystem ist eigentlich immer nur, dass das Schwert OP ist.

Auch weil es einfach zur Story gehört, dass Heinrich halt ein Schwertkämpfer ist. Das Schwert ist einfach die beste Waffe im ganzen Spiel, kann man sagen, was man will. Das ist für mich der einzige Grund, dass ich das Kampfsystem nicht 100% gelungen finde, aber es ist, finde ich, spannend, es ist unterhaltsam, es ist nicht stupide, man muss schon wissen, was man tut und gerade weil so viele Leute sich darüber aufregen und andere sagen, nee, das ist super, finde ich, ist eigentlich ein gutes Zeichen dafür, dass du ein tolles Kampfsystem hast, weil es ist eins, das sich fordert, es ist eins, das man sich reinarbeiten kann, aber auch nicht muss unbedingt, um das Spiel zu genießen. Das ist auf jeden Fall gut. Was sind dann, also ich habe jetzt bei dir schon rausgehört, wahrscheinlich Bogenschießen. Das ist deine bevorzugte Waffe. Was ist es bei dir, Stefanie? Uh, schwierig. Also ja, klar, Langschwert ist einfach am stimmigsten, ja, auch aufgrund der Story. Aber tatsächlich mag ich das Bogenschießen total gerne, weil ich auch in echt Bogenschießen betreibe. Und sie haben es geschafft, dieses Gefühl ziemlich gut zu übersetzen in ein Spiel. Also besser als in allen anderen, die ich bisher erlebt habe. Und das fand ich sehr faszinierend. Es ist allerdings auch sehr undankbar zu lernen. Du musst dich da halt sehr lange reinfuchsen, bis du verstehst, wie das Bogenschießen funktioniert. Und ganz ehrlich, bis heute kann ich zum Beispiel mit den Feuerwaffen nicht umgehen. Ich auch nicht. Ich habe es einmal gemacht. Nie wieder. Genau, ich habe einmal geschossen, völlig verfehlt und mir dann gedacht, okay, cool, das war's.

Armbrust ist natürlich auch in den meisten Kontexten schwierig zu verwenden, weil du so lange nachladen musst. Das ist aber halt auch wieder Realität. Genau. Jedes Mal, wenn wir Leute sagen, aber Armbrust ist doch viel stärker. Nein, du brauchst halt so lange, bis du die wieder aufgezogen hast, den Käse. Auch in der Durchschlagskraft nicht. Das ist ein riesiges Missverständnis, dass Armbruste eine höhere Durchschlagskraft haben als ein Bogen. Der einzige Vorteil, den eine Armbrust hat, ist, dass sie leichter zu bedienen ist, wenn sie einmal geladen ist, weil sie halt einfach so abgefallen wird. Wenn du jemanden neben dir stehen hast, der dir die Armbrust lädt und zwei durchwechselt, dann ist es super. Ja, Bogen, wunderbar. Also okay, Bogen ist meine liebste Fernwaffe, sagen wir so, aber du kommst mit nur Fernkampfen nicht wirklich durchs Spiel. Also da musst du schon eine Stinkmeuchel sein und mit Gift arbeiten, dass das funktioniert. Als ehrenhafter Ritter kämpfe ich natürlich mit den ritterlichen Waffen. Helle Barde zum Beispiel. Stangenwaffen wurden im Laufe des Jahres übrigens gebufft. Also wenn ihr sie jetzt ausprobieren wollt, sie fühlen sich jetzt besser an als vorher. Die Kombos mit ihnen wurden auch ein bisschen vereinfacht. Wobei ich jetzt ehrlich beichten muss. Ich glaube, ich habe in meinen ganzen hunderten Stunden vielleicht fünf Kombos erfolgreich durchgebracht. Ich erledige alles mit perfekten Paraden und dem Meisterschlag. Kombos habe ich noch nicht gemeint. Wir arbeiten dran. Ich habe ja noch ein bisschen Zeit.

Man kann das ja weiter üben, das ist ja das Schöne. Gefühlt wird dieses Spiel, also ich weiß nicht, wie es euch geht, aber es wird ja nicht langweilig, wenn ich, ich meine, ihr habt schon über 200 Stunden da drin, es scheint nicht so schnell langweilig zu werden. Das ist halt das Coole bei Kingdom Come. Es ist nicht nur so, dass Heinrich im Verlauf des Spiels besser wird, weil halt seine Stats besser werden, sondern auch als Spieler lernt man halt richtig viel. Und das, finde ich, ist für mich immer so die Königsdisziplin. Ich mag es sehr, wenn Rollenspiele nicht einfach nur mit Zahlenwerten und Statistiken arbeiten. Ich mag es auch, wenn du tatsächlich handfeste Fähigkeiten bekommst im Spiel, wie zum Beispiel im ersten Teil. Hast du irgendwann lesen gelernt? Vorher ging das nicht. Du konntest halt kein einziges Buch entziffern. Weil die halt verstellt waren und sowas finde ich so toll. Ich wünschte viel mehr Rollenspiele, würden dir einfach die Möglichkeit geben, Sachen zu lernen, die dann ein richtiger, spürbarer Vorteil sind und nicht einfach nur, du hast eine höhere Chance, die Talentprobe zu bestehen. Das ist auch cool, aber nicht so spannend wie, ich kann jetzt lesen oder ich kann jetzt einen meisterhaften Schlag oder ich weiß jetzt genau, wie das Kampfsystem funktioniert oder ich habe jetzt gelernt, ein Gift zu brauen, mit dem ich jeden aus der Distanz einfach one-shotten kann, weil es so tödlich ist. Ich habe so viel Gift dabei gehabt.

Aber das liebe ich. Ich liebe eben Kingdom Come dafür, dass es halt einerseits cooles Stats hat, man wird auf der Statistikebene besser, man wird auf der Gameplay-Ebene besser, weil man neue Sachen lernt und man wird auf der Spielerebene besser, weil man selber lernt, das Spiel und die Welt zu begreifen. Das sind für mich drei Sachen, die Spiele schön machen. Ja, vor allem, du musst die Welt ja auch begreifen, weil gefühlt, wenn du nicht weißt, wie diese Welt funktioniert, dann wirst du halt, dann hast du halt viele Probleme in dieser Welt, weil diese Welt ja auf alles, was du tust, reagierst. Ich fand's auch, ich fand's super spannend, als ich mitbekommen habe, dass man halt, wenn man Schlösser knackt, dass Leute ihre Schlösser austauschen. In welchem Spiel passiert das? Das ist halt großartig. Also allgemein diese NPCs, dass sie ja, sich dann auch an dich erinnern, was du so getrieben hast. Ja, ich habe auch schon Videos gesehen, die dann gezeigt haben, okay, manchmal backt's halt, manchmal, keine Ahnung, wirst du dann halt, du hast einen König getötet und dann wirst du aber gefeuert. Das war sehr witzig. Habe ich ein bisschen gesehen, what the fuck. Danach war das Spiel auch vorbei, aber naja. Trotzdem, ich finde es auf jeden Fall super spannend, was die NPCs können. Oder? Also.

Das ist ja die Glaubwürdigkeit auch, ja. Ja, was ich da auch faszinierend finde, ich merke es beim mehrfachen Durchgang, obwohl ich relativ ähnlich spiele, aber was für Kleinigkeiten sich dann doch auswirken. Zum Beispiel eins meiner Lieblingsbeispiele dafür, in der Hauptstory recht spät ist man in einer Belagerung, spoilerfrei, völlig egal. Und Jan Zischka sagt sowas wie, Hans Caporn ist unser bester Bogenschütze. Bei meinem letzten Durchgang hatte ich aber einen irre hohen Bogenskill. Also den höchsten, ich glaube 30 war das Maximum. Und dann ist dieser Text anders, obwohl es in der Cutscene ist. Und dann sagt er, Henry und Hans sind unsere besten Bogenschützen. Ein bisschen ausführlicher und geht halt wirklich Tag auf ein. Und solche Kleinigkeiten geben so ein Gefühl von, ich bin wirklich in dieser Welt. Und die Leute kennen meinen Heinrich und verstehen zum Beispiel, okay, er ist super Schütze oder er ist super reich und reagieren darauf organisch. Und das ist auch was, was so für mich die ultimative Weiterentwicklung von der Faszination von Skyrim ist.

Was sich ja damals auch für uns total lebendig angefühlt hat, natürlich heute ein bisschen veraltet ist nach all der Zeit. Aber so dieses, du gehst in eine Welt rein und hast da diesen Sandkasten, der auch auf dich reagiert, je nachdem, was du machst. Das hat Kingdom Come 2 wirklich bis uns Unendliche erweitert und verfeinert. Und das ist auch das, was mich bei den mehreren Durchgängen so bei der Stange hält. Jetzt wäre meine Frage an der Stelle an Fabiano. Erinnern sich Leute daran, dass du mit Gift arbeitest? Also gab es schon Leute, die gesagt haben, nee, ich nehme von dir keinen Drink an oder so.

Wurdest du nicht von der Inquisition, hattest du nicht diese Begegnung, dass die nach dir gesucht haben? Die Inquisition? Nee, die hat nicht. Dann war es Tillmann, unser anderer Kollege, einer von uns, der auch mit Alchemie sehr viel gemacht hat.

Bekam dann tatsächlich irgendwann auf offener Straße Besuch von so einem selbsterklärten Inquisitor, der gesagt hat, oh, wir suchen hier einen Hexenmeister, der hat einen Hund dabei. Du hast auch einen Hund dabei, bist das du? Und Tillmann hat natürlich gesagt, nein. Aber ja, ja, tatsächlich gab es da diese Begegnung, ja. Nee, das ist mir nicht passiert, leider. Ich glaube auch nicht, dass Leute mich jemals darauf angesprochen haben, dass ich ein Giftmischer bin. Ich habe das halt meistens relativ unaufällig gemacht, glaube ich.

Lustigerweise, man kann es als Kritikpunkt sehen, für mich war das ein richtig toller Positivpunkt von Kingdom Come. Ich habe mit meiner Spielweise teilweise ... Geschichten ziemlich ruiniert, würde Heiko sagen. Ich habe mit Heiko ja geredet, während ich gespielt habe und er hat mir teilweise von Quests vorgeschwärmt, die ich ganz anders erlebt habe, weil es gibt zum Beispiel in der ersten Region eine ganze Geschichte mit so einem Kreuzritter und so etwas. Will ich auch nicht zu sehr ins Detail gehen, aber Heiko hat die Geschichte halt anders erlebt und das liegt einfach nur daran, weil ich halt irgendwann so ein Kreuzritter platt gemacht habe. Fabiano, wenn du immer alle vergiftest, dann wollen sie mit dir keine Geschichten mehr nehmen. Aber ich wusste ja nicht, wer das ist und alles. Ich habe halt einfach nur Charakter gespielt. Und das finde ich halt so cool. Man kann halt teilweise ganze Quests kaputt machen, aber sie führen sich immer noch cool und unterhaltsam an. Man hat das Gefühl, ist jetzt irgendwas verloren gegangen? Nee, stattdessen habe ich mich halt einfach gefreut, dass das Spiel auf diese Art und Weise darauf eingegangen ist, wie es darauf eingegangen ist. Und da ich die Möglichkeit überhaupt hatte, das zu machen, allein diese ganze Giftbischer-Sache. Ich kann ja ständig, was ich immer sehr gerne gemacht habe, war, wenn ich auf irgendein Banditenlager gestoßen bin, habe ich Köter in die Ecke gesetzt und habe gesagt, ey, bell mal ein bisschen. Und Köter setzt sich da hin und bellt. Und dann kommt dann irgendwann so die Wache dahin gelaufen. Und in der Zwischenzeit schleiche ich mich zum Topf und kipp halt da zwei Liter Wasser.

Wirklich allertötigstes Gift rein. Ich überlege gar nicht, wie das heißt. Es gibt den Puppenmacher. Bane Poison. Ja, stimmt. Verderbtes, glaube ich. Gifte Verderbtes, ja. Irgendwie so unfassbar tödlich. Man setzt mich halt ins Eck und guckt dabei zu, wie die Leute anfangen, ihre Suppe zu löffeln und dann nach und nach einfach umfallen.

Das macht so viel Spaß. Es ist halt einfach so ein tolles, tolle interaktive Möglichkeit, Quest zu lesen. Und sei es auch nur, dass man halt eben dann ein Lager an Banditen komplett auslöschen kann, einen Finger dafür rührt. Das ist einfach schön. Das stimmt. Aber das ist ja was, was zum Beispiel auch, was ich auch an Baldur's Gate geliebt habe, dass man halt einfach manche Quests komplett umgehen konnte oder ganz andere Wege gehen konnte, als man am Anfang dachte. Weil man halt einfach, keine Ahnung, von hinten auf den nächsten eigentlich Hauptgegner den überrascht hat und dann war er halt tot. Na, verdammt. Du kannst tatsächlich auch das krönende Finale des Spiels verpassen. Fragt mich, woher ich das weiß.

Bei King'n'Camp 2. Ich habe die wichtigste, alles zusammenführende, finale Cutscene verpasst, die ich jetzt nicht spoilern werde, aber weil ich beschlossen habe, nee, ich suche jetzt nicht noch nach dem einen Kerl. Ich begebe mich jetzt aus dieser Situation hinaus und dann kriegst du ein ganz anderes Ende, was nicht so cool ist. Aber ich finde es cool, dass es geht. Ergibt das Sinn? Ich kann so viel verpassen, was dann natürlich im Moment ärgerlich ist, aber wie schön ist das, dass daran gedacht wurde. Du hast ziemlich früh zum Beispiel so eine Hauptmission, bei der du mit zwei Leuten morgens wohin reiten sollst. Wenn du morgens nicht da bist, dann reiten die halt ohne dich. Welches andere Spiel macht das konsequent? Dass sie dich dann wirklich einfach stehen lassen und dir nacherzählen, ja, haben wir jetzt auch nicht erledigt, Heinrich. Und das Lustige sind auch die Gründe, warum man es verpasst. Weil ich war halt stotzbesoffen. Ich hab halt den Abend vorher, bin ich irgendwo hingefahren und hab da mir halt die Hacke weggeballert und dachte so, ja, die warten bestimmt auf mich. Bin dann zwei Tage zu spät besoffen aufgekreuzt. Sie haben gesagt, ja, wir sind halt ohne dich geritten. Sie haben gesagt, morgen früh, Mann. Und du warst irgendwo ganz anders.

Dieses Spiel callt dich auch so oft einfach für solche Sachen aus und sagt, was hast du denn gedacht, dass das hier ein Videospiel ist oder wie? Und das finde ich auch so ein schönes Gefühl, wo wir wieder ein bisschen zu dem Thema von vorhin zurückkommen, dass es halt sowas Menschliches, wo du merkst, da haben sich Leute, die selber begeisterte Gamer sind, Gedanken gemacht, wie kann ich denn solche Momente einbauen, dass sich jemand vorm Bildschirm gesehen fühlt, ja, dass sie sehen, wir haben daran gedacht, diese Option einzubauen. Oder du versuchst auf irgendeinem totalen Umweg diese Quest zu lösen. Guck mal, da ist ein Easter Egg, was du jetzt nur deswegen findest. Wir haben daran gedacht, dass du das bestimmt ausprobierst. Das liebe ich.

Das sind diese 2,2 Millionen Wörter. Das ist wahrscheinlich unter anderem das, worum wir das dann wiederfinden. Jetzt nochmal einmal zu den DLCs. Was sagt ihr denn, braucht man die DLCs, um das gesamte Spielerlebnis zu haben? Oder sagt ihr nettes Gimmick, wenn man noch mehr möchte? Also weil man halt alles andere durchgespielt hat, wenn das überhaupt geht. Oder sagt ihr, ja, keine Ahnung. Also wie steht ihr zu den DLCs? Also ich finde, das Spiel fühlt sich rund an ohne DLCs. Ich habe nicht das Gefühl, man ist irgendwie genötigt, die DLCs zu holen. Also es ist nicht so, dass du eine so entscheidende Menge an Inhalten verpasst, dass ich sagen würde, ihr müsst euch das kaufen, sonst habt ihr nur das halbe Spiel gesehen. Aber wenn man sie sich holt, finde ich, dann bekommt man wirklich so einiges für sein Geld, was auch cool ist. Ich meine, wenn ich Leute sagen, wenn sie sich nur einen DLC holen müssten, hätte ich gesagt Legacy of the Forge, einfach nur weil das schon das Endgame-Problem von Kingdom Come nochmal ein bisschen besser löst, ähm, Aber die anderen beiden sind auch mehr als unterhaltsam. Wie gesagt, den ersten kenne ich noch nicht, aber was ich gehört habe, ist der sehr cool.

Und allein, dass man nochmal ein cooles Kloster erkunden kann im dritten DLC, macht einfach Spaß. Also wer mehr Kingdom Come will, der kriegt das halt einfach mit den DLCs, aber man fühlt sich nicht, als würde man irgendwas Essentielles verpassen, wenn man jetzt nicht das Kleingeld dafür hat. Ja, sehe ich genauso. Also machen sie es noch besser vielleicht am Ende? Ja, wir haben ja jetzt die Royal Edition nochmal als eigenes Spiel getestet. Könnt ihr ganz frisch auf der GameStar lesen. Und wir haben tatsächlich noch mal besprochen, hey, wie sehen wir das denn jetzt als Gesamtkonzept? Ist es dadurch noch mal besser? Und am Ende haben wir uns entschieden, ja. Es fehlt zwar dem Grundspiel überhaupt nichts, im Gegenteil, es ist irre umfangreich, auch ohne die DLCs schon. Aber mit ihnen zusammen ergibt sich dann doch noch mal ein Gesamtbild, was wir mit einem Punkt höher, also einer 94 bewertet haben, was gleichauf mit The Witcher 3 Game of the Year Edition ist. Völlig verdient. Also ich würde sagen, wenn ihr eh im Sale den gleichen Preis vor euch habt oder 5 Euro Unterschied zwischen der Royal Edition und der Grundedition, dann lohnt sich's schon. Aber wie Fabiano gesagt hat, es entgeht einem nichts, wenn die DLCs nicht aufgespielt sind. Ich finde sie ein super Zusatz. Man kann sie auch spielen, wann man möchte, was sehr praktisch ist. Also wenn ihr nach dem Hauptspiel dann das Gefühl habt, okay, jetzt will ich aber doch nochmal ein Abenteuer mit Heinrich. Ihr seid frei, wann ihr die spielt. Also ihr müsst die nicht während der Story machen, sondern die passen auch wunderbar ans Ende.

Okay, das hört sich auf jeden Fall gut an. So, wenn man möchte, da gibt es noch mehr Inhalt, aber das Spiel funktioniert auch ganz ohne. Das spricht auch wieder dafür, dass es halt einfach ein gutes Spiel ist. Und damit würde ich auch sagen.

Ich finde, Kingdom Come Deliverance 2 beweist auf jeden Fall, das ist ein Projekt, wo einfach so viel Liebe drinsteckt. Das sieht man an jedem Detail, das sieht man an jeder Ecke. Und das ohne Drachen, Magie und das finde ich einfach auch spannend, dass das immer noch funktioniert, dass man, obwohl man so bodenständig ist und eigentlich ganz viele Dinge macht, die so alltägliche Dinge sind, wo man sich im echten Leben, würde ich mir denken, ich gehe doch jetzt nicht drei Stunden Kräuter pflücken. Wie viel?

Also meistens. Aber im Spiel, ja, so dieser Wunsch, ich weiß nicht, wie es bei euch jetzt ist, dieser Wunsch kam bei mir bisher sehr selten auf. Aber ich verstehe komplett, wenn man sagt, hey, aber ich mag dieses Geräusch. Und deswegen mache ich das jetzt im Spiel. Das ist halt einfach was, was dieses Spiel unglaublich gut macht und kann. Und nicht nur das, dass du magst, wie das sich anhört, wenn man Kräuter pflückt. Ich finde ja auch cool, dass es logisch und soweit ich weiß, ich bin jetzt kein Botanikexperte, aber soweit ich weiß, auch einigermaßen realistisch, wo die Dinger wachsen und so. Und das finde ich halt einfach cool und durchdacht und die Welt hält sich zumindest auf jeden Fall an ihre eigene aufgemachte Logik, dass sie halt sagen, ey, an diesen und diesen Orten wachsen diese und diese Pflanzen, dann ist das auch in den meisten Fällen so. Außer du suchst, glaube ich, Tollkirschen, wo Leute wahnsinnig geworden sind, die zu finden. Aber es gibt sie im Spiel. Und das finde ich halt cool, dass halt die Welt so schlüssig ist und sie hält sich an ihre Regeln und Sachen, die du gelernt hast, die werden bestätigt. Es kommt nicht der Moment, wo du denkst, ach, das hat Emi vorher aber anders gesagt, sondern du hast immer das Gefühl, die Welt nimmt sich selber sehr ernst, die Welt ist nicht. In sich schlüssig, sie ist glaubwürdig und das ist eben der Punkt, auf den wir auch wieder zurückkommen, das macht halt diese Open World so toll und.

Schön erfahrbar und gibt ja auch wirklich einen Anreiz dann alltägliches Leben zu führen, weil in Witcher 3 zum Beispiel will ich ja jetzt kein alltägliches Leben führen, einmal kann ich das nicht, weil ich kann mich in Witcher 3 nicht einmal hinsetzen.

Aber in Kingdom Come habe ich so oft das Bedürfnis, einfach meine Abenteuerstiefel an den Nagel zu hängen und Schmied zu sein oder Kräuterkundler zu sein. Ich meine, ich kann auch andere Sachen als Gift brauen. Ich kann auch Kräuter, hier Kamillentee, kann ich auch sehr gut.

Ich weiß, wenn ich da und sein Tee trinken würde. Das ist auch der Fabiano. Aber das ist auf jeden Fall beeindruckend. Und wenn ihr euch jetzt, also wir haben schon gehört, wahrscheinlich gibt es kein Kingdom Come 3, was sehr schade ist. Aber falls doch, glaubt ihr, es wäre nochmal eine Geschichte mit Heinrich, weil seine Geschichte ist ja jetzt eigentlich abgeschlossen. Im Ersten hat man noch gemerkt, okay, da sind noch Dinge, die müssen erledigt werden. Aber jetzt, die Rache-Story ist vorbei. Ist sie das? Ich hab da ja eine starke Meinung zu und man muss fairerweise, ohne Spoiler, keine Sorge dazu sagen, das Ende von Kingdom Come 2 würde schon hergeben, direkt weiterzumachen. Das wäre möglich. Du könntest an diese Geschichte mit Heinrich in der Hauptrolle nochmal ansetzen. Und ich persönlich wäre da ja auch total dabei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das tun werden. Wenn doch, dann bin ich der glücklichste Mensch auf Erden. Und cool, dann schaue ich mir dieses Video an und freue mich, dass ich Unrecht hatte.

Aber sie haben sich ein paar Stränge offengelassen, von denen ich sehr überrascht war, dass sie offen bleiben. Wenn sie von vornherein schon wussten, dass das definitiv das Ende sein wird. Ich weiß nicht, ob sie das in einem Spin-Off aufgreifen würden. Ich kann mir halt vorstellen, dass sie Kingdom Come weiterführen. Nicht Kingdom Come Deliverance. Es gibt so viele andere historische Epochen. Kurz danach kommen die Hussitenkriege zum Beispiel, wo viele Fans vermuten, dass es da reingehen könnte, weil Jan Zschiska spielt nochmal eine riesige Rolle, den wir ja im zweiten Teil kennengelernt haben. Ich fände persönlich sehr schön, wenn es ein direktes KCD3 gibt. Aber ich würde mich auch total freuen, wenn War Horse weitermacht mit solchen historischen Settings. Sie können sich ja auch breiter aufstellen. Also sie haben sich ja vergrößert, wie du vorhin gesagt hast. Und sie deuten auch immer mal wieder an, dass sie ja vielleicht mehrere Projekte angehen könnten. Wäre ja auch in Ordnung. Ich wäre halt total dabei als Historiker Fan, wenn eins von diesen kommenden Projekten wieder historisch grounded ist und wieder so immersiv von mir aus in einer anderen Epoche. Hey, Franken ist cool. Da komme ich her. Ich zeige euch die ganzen Umgebungen. Kein Problem.

Ja. Was wäre dein Wunsch historisches Ereignis, Fabiano? Mein Wunsch historisches Ereignis? Also das Mittelalter ist halt einfach schon super cool. Ich meine, das Mittelalter ist groß. Sie haben jetzt, was war das 15. Jahrhundert in dem Kingdom Come 2? 1403. Also Anfang 15. Jahrhundert. Genau, frühes 15. Jahrhundert, das ist ja Spätmittelalter schon. Das Frühmittelalter finde ich ja persönlich auch immer sehr spannend, weil man immer unterschätzt, wie Aschai ich da noch alles war. Das fände ich cool.

Ich hätte auch Bock, wenn sie im Spätmittelalter bleiben und nochmal so ein richtiges Turnier haben und nicht immer nur diese Zweikämpfe, die das immer haben, sondern so ein richtiges Turnier. Lanzen reiten, aber auch gerne diese Buhrhuts, die man früher gemacht hat, wo einfach nur eine Schlammschlacht war. Wo einfach nur Krieg gespielt wurde. Wenn ich einmal in dem Buhrhut war, ich war schon mal in dem Buhrhut. Absolutes Chaos. Aber es macht Spaß. Also ich kann es nur jedem empfehlen, wenn ihr jemals die Möglichkeit habt mit, zieht euch eine Rüstung an und zieht euch einen Helm an. Das ist das Wichtigste überhaupt. Leute, die ohne Helm in den Buhrhut gehen, ihr seid verrückt. Jede Waffe kann auf dich fliegen. Don't do that. Aber ja, Buchutz, ich wäre voll dabei. Ja, falls nicht Mittelalter, dann hätte ich mal Bock auf irgendwas im 30-jährigen Krieg. Oh, okay. Ganz anders, aber auch gut. Okay, ja. Aber Mittelalter. Oder Antike. Antike fände ich auch. Oder Byzanz. Mittelalter, Hochmittelalter in Byzanz. Byzanz ist eh was, was für mich noch viel zu selten allgemein in Spielen aufgegriffen wird. Leider. Absolut. Gut, und das fände ich vom Stil total passend zu Warhorse. Nur eine Idee. Obwohl ich sonst ehrlicherweise bei Warhorse auch einfach wirklich französisch Frühmittelalter gesehen hätte, die Zeit, wo halt dann die... Skandinavia einfallen in Paris oder so. Da gibt es schon sehr viel Schönes, was man da, glaube ich, gut einfangen könnte. Naja.

Wir werden sehen. Wir werden sehen. Es bleibt auf jeden Fall spannend und wir freuen uns glaube ich alle auf das, was Warhouse in Zukunft macht. Und bis dahin werdet ihr wahrscheinlich noch sehr viele Stunden in KCD 2 verbringen. Und ich vielleicht ja auch. Jetzt nach diesem Talk habe ich schon noch mal mehr Bock, mir das nochmal anzuschauen. Und vielleicht ihr da draußen auch, schreibt mal gerne in die Kommentare, wie viel Zeit ihr schon in Kingdom Come Deliverance 2 verbracht habt. Ob ihr auch lieber eine Stinkmeuchel spielt oder den edlen Ritter. Wir sind gespannt über eure Geschichten. Und vielen, vielen Dank auf jeden Fall an euch beide, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Danke Fabiano, danke Stefanie. Schön, dass ihr da wart. Sehr, sehr gern. Das war sehr spaßig. Und wie ist es nach zwei Jahren? Liebend gern. Den Talk mache ich sofort. Sehr gut. Dann vielen Dank und euch auf jeden Fall noch einen schönen restlichen Tag. Bis dann. Tschüss.