Hallo und herzlich willkommen, verehrte Zuschauer. Schön, dass ihr da seid. Bevor wir richtig loslegen, möchte ich zurückblicken in das Jahr 2024, genau gesagt in den April. Denn da war es auf einmal, dass man beobachten konnte, wie die Fallout-Spiele, ja die Spielerzahlen sich vervielfacht haben. Was natürlich an einer Sache lag. Die erste Staffel der Fallout-Serie erschien damals bei Amazon. Und das Ganze ging wirklich durch die Decke, was man dann eben auch bei den Spielen gemerkt haben, die an Popularität dazugewonnen haben. Und genau so ein Event steht uns morgen wieder bevor. Denn dann kommt die zweite Staffel von Fallout. Produziert wird das Ganze ja unter anderem von Todd Howard, den man von Bethesda Studios kennt. Und Jonathan Nolan, dem Bruder von Chris Nolan, der ja seinerseits auch ein sehr bekannter Regisseur ist, habe ich mir so sagen lassen.

Und wir werden das heute ein wenig besprechen. Doch wer sind wir denn überhaupt? Ja, meine Wenigkeit, aber ich bin nicht so wichtig, sondern meine Gäste sind eher die wichtigen Leute hier. Ich darf begrüßen Tillmann, schön, dass du da bist. Hi. Und Michael. Hi, ja, freu mich, endlich, endlich können wir vorlau drehen. Wir haben reinblicken dürfen, wir haben die Serie geguckt. Und ich freu mich schon auch die ganze Zeit auf diesen Talk, weil ich fand die erste Staffel richtig gut. Ja. Muss ich sagen, hat mich wahnsinnig gut unterhalten. Wie ging's denn euch mit der ersten Staffel? Also, äh, auch gut. Ja, das war tatsächlich eine Überraschung, weil wenn so eine Spielestaffel rauskommt oder so eine Spieleserie zu einem Spiel, was man sehr mag, ist es ja immer so dieses Risiko, hey, kriegen Sie es gut umgesetzt? Wird das wieder so ein Cash-Grab in irgendeiner Form? Und in dieser Serie war so viel Liebe drin und so viele Details, dass man die auch locker zweimal anschauen kann, um irgendwie alles mitzukriegen, was da noch im Hintergrund passiert und was man aus den Spielen kennt. Also, das haben sie richtig gut gemacht. Das hatte eine überraschend interessante Handlung. Ein paar überraschende Twists, was die Fallout-Lore angeht. Ich möchte an der Stelle kurz die Warnung mitschicken. Wir können hier spoilern, was Staffel 1 angeht, glaube ich. Weil die müssen alle gesehen haben. Deswegen, wenn ihr es nicht gesehen habt, macht ihr Pause. Schaut die erste Staffel und dann schaltet wieder ein. Weil...

Diese Vault-Tec-Besprechung, beziehungsweise die Besprechung der großen Firmen am Ende von Staffel 1, wo man erfährt, Moment mal, die haben den Krieg vielleicht selber angefangen. Vault-Tec hat die Bombe vielleicht selber geschmissen. Und uns sind die Köpfe explodiert, weil das ja was war, was nie thematisiert wurde, natürlich in den Fallout-Spielen in der Form. Aber es passt, es würde dieses Monster kapitalistische Amerika passen, was da einfach gezeichnet wird.

Und solche Sachen hatten wir nicht erwartet. Und umso toller war es einfach, bis hin zum Ende, an dem man dann New Vegas sieht, in dem jetzt die nächste Staffel spielt. Und wir als Spieler dann natürlich so, New Vegas? Wirklich? Wir gehen dahin, wo das vielleicht beste Fallout gespielt hat. Also Wahnsinn, haben sie echt gut gemacht. Finde ich auch sehr, sehr interessant. Apropos nur als Hinweis, wir werden nichts zur Staffel 2 spoilern. Das dürfen wir auch nicht. Es wird jetzt hier keine Einzelfolgenbesprechung geben, sondern wir werden relativ generell über diese zweite Staffel reden. Tim, der Micha hat es gerade eben schon angesprochen, diese Information, dass da eventuell Voltec selbst hinter diesen Bomben stand und dafür verantwortlich ist, hat dich das damals auch geflasht, hat dich Staffel 1 auch so mitgenommen, weil du bist ja auch jemand, der sehr in der Fallout-Lore und in dem Fallout-Universum drinsteckt, das liebt. Ja, auf jeden Fall. Also das war ja schon ein bisschen immer so eine Diskussion. Es haben sich immer wieder Leute gefragt, hm, wer hat jetzt eigentlich den Krieg angefangen? Es gab tatsächlich auch in Fallout 3 eine nicht explodierte Atombombe, die in Megaton rumliegt. Und da ist so ein Symbol drauf. Und es sieht ein bisschen aus wie das Vault-Tag-Symbol. Und damals haben schon Leute spekuliert, hm, hat dann Vault-Tag die Bomben geschmissen? Das war dann aber tatsächlich ein anderes Symbol. Also das war eine falsche Fährte damals noch.

Wer weiß, ob es vielleicht jetzt doch so ist. Also ich fand den Moment super gut gelungen, weil sie ja wirklich die ganze, Vorkriegs-Story hat ja darauf hingearbeitet, dass es diese große Enthüllung gibt. Und das haben sie, finde ich, großartig gemacht.

Und ich fand es auch sowieso super cool, dass sie überhaupt die Vorkriegs-Story eingebaut haben, weil ich muss sagen, das ist für mich auch eine große Stärke an Fallout, dass man wirklich diese zwei sehr ausgearbeiteten und spannenden Welten hat. Die Postapokalypse und des Vorkriegs Amerika.

Und dass sie das so eingebaut haben, fand ich großartig. Definitiv übrigens auch eine Sache, die die Spiele gerne in Zukunft auch mit übernehmen können. Weil ich hab schon immer gesagt, schon bevor die Serie kam, ich möchte gerne mehr erleben von diesem Post ... Nee, Prä-Postabkommen von dem früheren Amerika. Also von der alten Welt, wie es war, bevor die Bomben gefallen sind. So wie wir es bei Fallout 4 am Anfang hatten. Genau, Fallout 4 ganz am Anfang mit dem Vault-Tec-Vertreter und was dann passiert. Oder auch in Fallout 3 in dieser Virtual-Reality-Quest, wo man in dieser Tranquility-Lane in der amerikanischen Vorstadt wohnt und dann kommen irgendwie die bösen Invasoren und überfallen das. Also einfach diese, ich will mehr von dieser Welt. Und die Serie hat das gemacht und macht das jetzt auch wieder in Staffel 2. Also diese regelmäßigen Rückblenden einfach sind famos, fantastisch. Wo du einmal siehst, wie diese Welt war, bevor sie kaputt gegangen ist. Das ist interessant, dass sie sagt mit der Lore. Und was ist Lore? Ist das, ist Vault-Tag dran in Schuld und so? Also ich habe die Möglichkeit gehabt, Todd Howard und die Macherin, die Showrunnerin zu interviewen, die Geneva Robertson-Douard-Ray. Und hab dann natürlich auch gefragt, wie sieht's denn da mit der Lore aus? Ist das schwierig und so weiter und so fort? Und ich mein, mit Todd Howard haben die den Mann da, den Game Director dieser Spiele, der achtet dann natürlich drauf. Und sie versuchen natürlich schon, alles in der Lore zu halten. Was ich aber dann wiederum auch recht interessant fand, weil ich hatte dann die Showrunnerin gefragt.

Wie sieht es denn aus? Ist diese Lore vielleicht auch so ein bisschen einschränkend? Weil du hast da eine bekannte Lizenz und vielleicht ist es ja auch so ein Korsett, in dem du dich dann versuchen musst, frei zu bewegen, was ja nicht ganz einfach sein muss. Und da meinte sie so, nee, überhaupt kein Thema. Und das stimmt ja auch wirklich, weil Fallout ist da möglichst dankbar, allein durch die ganzen Vaults, was es da für Möglichkeiten gibt, was für Experimente dort gemacht wurden, was für unterschiedliche Bewohner da sind. Also die Möglichkeit, sich da kreativ auszuleben, ist auf jeden Fall gegeben. Natürlich schon in einem gewissen Rahmen, aber sie haben da viele Ideen, von denen sie schöpfen können. Ja, ich mein, Fan ist aber, muss man auch sagen, die Zeit hilft ihnen ja auch. Es spielt 15 Jahre nach Fallout New Vegas. Also natürlich kannst du sagen, in 15 Jahren kann sich diese Welt halt stark verändert haben. Was ihr damals kanntet, ist jetzt schon längst hinfällig. Haben sie auch im ersten Teil gemacht, indem sie gesagt haben, die New California Republic ist geschwächt oder existiert eigentlich kaum noch in ihrer führenden Form, weil ihre Hauptstadt zerstört wurde von einer Atombombe, Shady Sands.

Also kann viel passieren in 15 Jahren. Und man kann sich die Welt dann auch ein bisschen auch was für die Show halt so zurechtlegen, wie man sie halt braucht, um eine gute Geschichte zu erzählen. Wird halt jetzt nur spannend, wie man dann wieder den Bogen schlägt zurück, wenn jetzt neue Fallout-Spiele kommen. Oder auch so was wie in Fallout 76. Um das, was jetzt in der Serie erzählt wird, dann wieder da einzubinden. Bei Fallout 77 gibt's ja sogar jetzt die Erweiterung. Die kommt mit der Serie raus, wo der Cool dann auch in Fallout 76 Teil ist. Ja, es gibt auch schon ein paar Sachen, die sie in Fallout 76 auch schon eingebaut hatten. Nämlich, was ich sehr irritierend fand in der ersten Staffel, war ja, dass Ghouler dieses komische Serum nehmen müssen, um nicht wild zu werden und so durchzudrinnen. Um nicht komplett zombifizieren. Genau, genau. Und das war in der Serie nie ein Thema. In den Spielen nie ein Thema. In den Spielen gibt es das so nicht. Und jetzt haben sie in Fallout 76 zumindest eine Questkette eingebaut, schon letztes Jahr, wo man selber zu Ghoul werden kann. Und wo genau dieses Feral Meter, also so eine Anzeige, die misst, wie durchgedreht du schon bist, und du musst dann halt Camps nehmen, also dir Drogen reinballern sozusagen. Genauso wie man sonst essen und trinken muss als normaler Mensch, musst du halt Drogen nehmen, um weiter menschlicher Ghoul zu bleiben. Und nicht zum Zombie zu werden. Und es gibt halt auch ein spezielles Serum, was man nehmen kann, das dann dieses Meta besonders schnell leert, also dir wieder besonders viel Zeit gibt, bis du was nehmen musst.

Es gibt immer noch keine klare Erklärung dafür, warum das jetzt so ist, aber sie versuchen es zumindest jetzt in den Spielen zu unterfüttern. Und diese Wissenschaftlerin, die das erfunden hat, gibt ja ein paar Infos dazu, dass es halt zu dem passt, was man in der Serie sieht. Also sie verweben das auch ein bisschen. Brauchst du dafür eine genaue Erklärung, Tillmann? Weil für mich ist es so eine Sache, ich nehme das einfach so hin. Ich denke mir so, ja, okay, das kann ich mir schon vorstellen. Nein, muss alles erklärt sein. Also ich bin da jetzt auch nicht so ... Was? Dass wirklich alles lückenlos aufgeklärt werden muss. Und es ist halt wirklich auch da interessant, ist das dann später in den Spielen eben auch irgendwie ... Ich mein, es haben sich ja auch Leute schon immer gewünscht, ein Ghoul zu spielen. Vielleicht kann man das ja auch mal in einem normalen Fallout, also nicht in einem 76, sondern in Fallout 5. Und vielleicht ist das ja dann sogar eine Mechanik. Das wär natürlich auch irgendwie superspannend.

Exklusiv für die Serie und Fallout 76 bleibt, hätte ich damit kein Problem. Apropos Ghoul, wenn wir schon bei dem Thema sind, Walton Goggins, der hier Cooper bzw. den Ghoul spielt, macht wieder einen hervorragenden Job. Stiehlt ihr im Endeffekt allen anderen die Show? Nee, das würde ich nicht sagen. Also die anderen sind schon auch sehr stark. Ella Pennell als Lucy ist ... Ja, sie tänzelt immer noch ein bisschen sehr naiv durch dieses Wasteland. Aber das ist ja auch ihr Charakter, so ist sie halt angelegt. Aber die macht das auch super. Genauso Aaron Moten als Maximus bei der Bruderschaft. Also dieses Trio, was sie da aufgestellt haben, finde ich, funktioniert wunderbar auch für ihre jeweiligen, für die Ideologien oder für die Spielstile, die sie ja vertreten. Jetzt auch wieder in der zweiten Staffel. Sie versucht Sachen, Lucy versucht Sachen so friedlich zu lösen, irgendwie so durchzukommen, ohne einen Schuss abzugeben. Oder wenn sie mal schießt, dann nicht tödlich. Sie versucht auch mehrfach, Leute nicht zu erschießen. Wie das dann ausgeht, könnt ihr in der Serie sehen.

Maximus natürlich in der stählernden Bruderschaft hat häufiger moralische Zwickmühlen, wo er entscheiden muss, bin ich jetzt loyal oder bin ich, tue ich das Richtige, so ein bisschen, was ja auch so ein klassisches Fallout-Motiv ist. Ja, und der Ghoul ist so der klassische Wild-West- Charakter, genau, der einfach versucht in dieser schrecklichen Welt irgendwie zu überleben, aber manchmal, wenn es hart auf hart kommt, vielleicht doch auch ein Herz in sich entdeckt.

Vielleicht auch nicht. Manchmal auch nicht. Also ich finde, die drei sind schon echt gut angelegt.

Genau, und das war ja auch in der ersten Staffel so ein interessanter Dreh- und Angelpunkt eben mit Lucy aus der Vault, die so komplett naiv ist, die rauskommt in diese echte Welt. Der Ghoul, der von dieser echten Welt komplett verdorben ist. Und dann Maximus, der auch versucht, einfach seinen Weg einzuschlagen. Aber das war ja die Prämisse, mit der man gestartet ist. Es haben sich Sachen ja seitdem geändert. Die erste Staffel ist passiert. Und da bin ich mir teilweise gerade bei Lucy nicht ganz so sicher.

Wie ich das finde, wie ihr Charakter fortgeführt wird. Und dazu muss ich jetzt so ein bisschen ausholen. Ich bin natürlich auch ein großer Stranger-Things-Fan. Und da war es zum Beispiel so, dass Hopper, der Sheriff, in Staffel 1 und 2 jede Menge Sachen gelernt hat und Charakter sich weiterentwickelt hat. Und ich glaube, bei Staffel 3 hatte der so eine Art Charakter-Reset, wo er wieder ganz am Anfang war, wo er diese Sachen, die er gelernt hat, irgendwie magisch vergessen hatte. Und dann wieder nochmal diesen Lehrgang durchlaufen musste, wo ich mir dachte, hä? Und das ist etwas, was man relativ oft bei Serien sieht, dass von einer neuen Staffel gibt es so einen leichten Charakter-Reset und sie durchlaufen nochmal die gleiche Wandlung. Und das fand ich bei Lucy jetzt in Staffel 2, wo ich mir dachte, sie ist schon so leicht naiv, also sie startet naiv, aber sie lernt in der ersten Staffel, dass die Welt halt nicht so naiv ist, wie sie sich das vorstellt. Und ich hatte das Gefühl, dass sie mit dem Anfang der zweiten Staffel ihr Charakter wieder trotzdem naiver ist, als er meines Erachtens eigentlich sein müsste. Wisst ihr, was ich meine? Könnt ihr das nachvollziehen?

Also ich sehe es nicht ganz so krass wie du. Es gibt tatsächlich insbesondere eine Szene, wo man sich fragt, warum macht sie das jetzt? Also warum ist sie jetzt hier so leichtgläubig? Das dürfte sie eigentlich nicht sein.

Aber dadurch, dass die Staffel ja direkt anschließt an die erste, ist es jetzt auch nicht so, dass dazwischen mal ein Jahr war, wo sie noch mal groß charakterliches Wachstum hätte haben können. Sondern es geht halt einfach weiter direkt sozusagen. Deswegen fand ich es jetzt nicht so störend. Aber ich geb dir schon recht, es ist manchmal ein bisschen zu viel. Also an ein paar Stellen, dann könnte sie mal eher sagen so, was willst du? Also warum soll ich jetzt dir glauben? Siehst du das ähnlich, Tillmann? Oder bist du der Meinung, nee, das ist einfach ihr Charakter, sie haben das ganz gut eingefangen? Also ich find's tatsächlich ganz gut, weil ich find, sie repräsentiert halt weiterhin diese idealistische Person. Die schon merkt, dass ihr Idealismus an Grenzen stößt und sie halt nicht immer so durchs Wasteland kommt, wie sie gerne würde. Aber zum Beispiel, es gibt ja, man kann schon im Internet, gibt es ja schon einen Clip aus Staffel 2, wo man diese Szene in Nowak sieht.

Und da versucht sie ja auch zu verhandeln und so. Aber sie versucht es aus einer Position, wo sie in einem Dino steht in Deckung mit einem Sturmgewehr im Anschlag. Ja, gutes Mal. Und ich finde, das repräsentiert schon ganz gut die Veränderung. Weil sie ist immer noch so, okay, eigentlich möchte ich nicht unnötig Leute jetzt ermorden. Aber mit sein muss. Aber ich hab das Gewehr dabei. Also sie ist dazu bereit. Und man sieht auch schon im Trailer später mal, wo sie ziemlich kaltblütig so Gule erledigt. Und ich glaube, ich könnte mir vorstellen, dass diese Entwicklung jetzt noch in Staffel 2 ein bisschen mehr kommt.

Aber können wir kurz, weil du gerade Novak erwähnt hast, und den Dino, können wir kurz festhalten, wie fantastisch ist, dass Dinky der Dinosaurier, das Maskottchen des Motels in Novak, in diesem Film, äh, Quatsch, Film sag ich schon, in dieser Serie drin ist. Also es ist ja nur ein Beispiel dafür, dass die halt wirklich, also jemand muss mal New Vegas gespielt haben, Gott sei Dank, in dieser Podcast. Ich bin Riesenfan davon, wie sie manche Sachen inszenieren, gerade auch in der zweiten Staffel. Ich liebe alte Western. Alles, was Sergio Leone ist, The Good, The Bad and The Ugly. Zwei glorreiche Lunken heißt er, glaube ich, auf Deutsch.

Es sind Zitate wieder drin hier, wo man merkt, das ist definitiv, man möchte hier auf diese alten Klassiker verweisen. Da kommen Szenen vor. Das ist aber schön eingeflochten, ohne dass es zu sehr aufgesetzt wirkt, finde ich. Und das mag ich sehr. das genieße ich wirklich, find ich richtig, richtig gut gemacht. Also es ist filmisch, man merkt, da sind Leute, das sind Film-Nerds. Es sind Nerds, die die Spiele mögen, weil ich hab das Gefühl, die Lizenz wird gut respektiert. Und es ist nicht ... Bodenlos dover Fanservice die ganze Zeit. Nee, nee, das Gefühl hab ich auch nicht. Ich hab an einer Stelle ein bisschen, hatte ich selber so das Gefühl, jetzt übertreiben Sie es ein bisschen mit diesem sehr simplen Slapstick-Humor, wenn jemand sich als jemand anders ausgibt in einer Verkleidung.

Und sich da ein bisschen doof anstellt, ein bisschen zu doof, find ich fast schon, über eine zu lange Strecke hinweg, wo man denkt, okay, also, wenn das eine gute Verkleidung sein soll, hätten die alle längst bemerken müssen, dass du eigentlich gar nicht die Person bist, für die du dich gerade ausgibst. Weil an sich der Humor in der Serie funktioniert wieder gut. Das ist wieder dieser typisch schwarze Fallout-Humor. Es gibt eine wundervolle Szene von so einer Fortbildung im Vault, wo sie drüber sprechen, dass man sich ja gar nicht dafür schämen muss, dass wenn Vater und Mutter miteinander verwandt sind. Und dann fragen sie halt, hey, ah, okay, wichtiges Thema, schaffen wir jetzt Inzest ab im Vault? Nee, warum? Ich sag nur, ihr müsst euch nicht dafür schämen.

Also, großartig, ne? genau wieder dieser komische Humor, aber diese Slapstick-Verwechslungs- Verkleidungsszene, das ist mir zu viel. Ja, da gebe ich dir vollkommen recht, aber im Großen und Ganzen bin ich da eigentlich schon sehr happy, wie sie den Ton getroffen haben. Das auf jeden Fall. Und ich finde, es ist einfach eine wunderbare Mixtur aus, auch in der zweiten Staffel, einfach aus diesem Abenteuer, dass man so unterschiedliche Quests hat für jede Figur, und dass es mal ein bisschen dramatischer wird, dass es dann wieder Action gibt, mit Kreaturen aus dem Wasteland, aus dem Ödland, dass man andere Figuren kennenlernt, sehr viele Gespräche führt und dann eben noch die Ebene mit der Zeitreise, dass man in die Vergangenheit zurückreist, dass das auch noch Teil ist. Es ist teilweise vielleicht dadurch schon etwas viel, oder? Ja. Ich finde, noch ist es übersichtlich. Also es ist kein Game of Thrones. Ich meine, man hat wirklich den Fokus auf diesen, man könnte sagen, vier Hauptcharakteren. Wenn man jetzt Maximus, Lucy, den Ghoul und vielleicht noch Norm im Vault dazu zählt, äh, Und es hat ja auch immer wieder Überschneidungen. Es gehört ja irgendwie alles schon zusammen. Und das ist auch wieder das Spannende daran. Weil ich finde, das haben sie in Staffel 1 schon gut gemacht, dass sie am Ende mehr oder weniger alle Handlungsstränge zusammenführen und das zu einem zufriedenstellenden Ende bringen. Ich hoffe, das schaffen sie in 2 auch wieder.

Ja. Aber es werden ja noch mehr Charaktere eingeführt beziehungsweise kriegen noch ein bisschen mehr Rampenlicht. Das hat man gesehen. Du hast gerade Norm angesprochen, den Bruder von Lucy. Das weiß man ja auch, am Ende von Staffel 1 ist er in Volt 31 gelandet, ist da eingesperrt. Wir werden definitiv erfahren, wie es da weitergeht, was sehr, sehr spannend und interessant ist, weil auch dieser Charakter meines Erachtens gut beleuchtet wird und auch eine Wandlung durchmacht, wo ich viel in meinem Kopf rätsele, in welche Richtung wird das alles gehen. Und das finde ich sehr, sehr interessant und das hat man, finde ich, bei einigen Figuren, auch Stephanie, die man aus der ersten Serie kennt, aus der ersten Staffel, die diese Gabel ins Gesicht bekommt, die da noch schwanger war, mit Chad zusammen, die eigentlich so wie dieses typisch amerikanische All-Star-Girl aussieht, die in der zweiten Staffel auch auf einmal an Macht kommt und einmal mit einem Augenpatch rumläuft, wo du dir denkst so, was passiert hier mit der auf einmal, die auf einmal auch ganz abstruse Pläne verfolgt irgendwie und so oder halt Dinge anders abhandelt, als man vielleicht meinen würde, wie sie äußerlich aussieht. Und dann kommen wir aber noch zu einer weiteren Figur, die auf einmal in den Mittelpunkt mehr rückt. Und den kennt man auch schon aus der ersten Staffel. Robert House. Und das ist eine sehr, sehr interessante Figur.

Und zu Robert House, der ist auch so ein bisschen mit Hank verwoben. Weil Hank ist natürlich unser Vater, beziehungsweise Lucys Vater. Unser aller Vater. Ja, unser aller Vater.

Aber zu Robert House konnte ich dann eben auch Todd Howard befragen. Das war eine interessante Frage, die ich Todd Howard stellen konnte, weil ich war extra bei einem Interview mit Todd Howard und der Geneva, der Showrunnerin der Serie. Und was er zu Robert House zu sagen hatte, da schauen wir einfach mal kurz rein.

So looking ahead to the Mojave Wasteland in Season 2, which specific fan requests or iconic factions and elements of the canon do you view as one of the biggest creative opportunities for this season? I think really it was House, because you have the location. We always say the world of Fallout is the main character, but House I think is the first character from one of the games, and he's just such an iconic character. Und er macht ihn einfach so, dass er ein Thread ist, wo er ein paar Fall-Out-Lore hat. Er ist auch jemand in der Vergangenheit, der hat seine Finger auf so viele Dinge gemacht. Und was die Show macht mit den Spielen in der Vergangenheit mit ihm, ist, dass ich wirklich spektakulär.

Das war so ein kleiner Einblick. Ich hab ihn gefragt, wie konnte er sich da kreativ am besten austoben anhand der Sachen, die da schon bekannt waren. Und er meinte eben Robert House, weil der so eine wichtige Figur ist. Eine Figur, die man aus den Spielen auch kennt. Und die eben hier auch eine bedeutsame Rolle einnimmt. Und das ist wirklich so. Diese Robert-House-Figur, die war in Staffel 1 so ein kleiner Nebencharakter. Jetzt ist es so ein bisschen anders und ist auch maßgeblich an dieser Geschichte beteiligt. Und das fand ich eben auch sauspannend, weil man mit Justin Theroux einen Schauspieler hat, der unglaublich charismatisch ist und dieser Figur auch noch so ein, ja, etwas sehr Böses, aber trotzdem Charmantes verleihen kann. Ja, also das ist, um das vielleicht dazu zu sagen gleich, weil Justin Theroux ist ja ein Casting, was sie erst announced haben, nachdem in der ersten Staffel ein anderer Mr. House zu sehen war am Ende. Und alle schon so, was ist denn jetzt los? Warum wird denn da jetzt noch mal neu entschieden?

Das wird erklärt. Also es gibt eine Erklärung dafür jetzt in Staffel 2, warum das so ist, warum es jetzt diesen anderen Mr. House gibt. Also das haben sie ganz clever halt eingefangen. Ich denke, es war trotzdem eine Casting-Entscheidung, weil es einfach ein cooler Typ ist und eine fantastische Stimme, die er hat. Also ich finde, es war eine sehr gute Idee einfach, glaube ich, nach New Vegas zu gehen und dort mit allem zu spielen, was dieses Setting zu bieten hat. Und dazu gehört halt im Wesentlichen auch Mr. House als der Boss des alten Vegas und auch als der Boss von Robco. Und Robco ist ja auch allgegenwärtig im Fallout-Universum als die Firma, die die Roboter baut, denen man überall begegnet, die ja auch wahnsinnig mächtig ist, dann einfach in diesen alten USA und dann zu schauen, okay.

Wie ist der dahin gekommen, wo wir ihn in New Vegas sehen? Jetzt muss ich aufpassen, ich darf weder die Serie spoilern, noch die Spiele spoilern, also ich winde mich hier grade so um alles. Der Eiertanz. Ja, genau. Aber genau das macht's ja so spannend. Und das ist ja auch oft ... Ich bin persönlich jetzt nicht so ein riesen Fan von Prequels. Ich sag, ich brauch jetzt nicht zu jedem Ding ein Prequel, was alles erklärt oder so was, so wie, keine Ahnung, der Solo-Film. Okay, ja, Film im Star Wars-Universum, aber ich bräuchte ihn nicht. Aber hier zu sehen einerseits, wie Mr. House dahin gekommen ist, wo wir ihn sehen in New Vegas, dann aber halt auch eine Weiterführung der Story zu sehen. Und das ist ja das, was die Serie dann macht. Das ist halt cool. Also du kriegst nicht nur mehr Hintergrund zu Robert House, sondern du bekommst auch mehr neue Geschichte, die dann jetzt weiter daraus gesponnen wird. Weil sie, auch da muss man jetzt super aufpassen, was ich sage, aber es gibt ja die Mysterien, die man mitnimmt am Ende der ersten Staffel. Was ist wirklich passiert, als der Krieg angefangen hat?

Warum wollen alle nach New Vegas? Warum geht der Vater von Lucy nach New Vegas? Warum sind wohl Frauen Kind vom Ghoul in New Vegas und so weiter? Genau. Also das nimmt man quasi mit. Aber es kommt noch ein neues Element mit dazu, ein neues Experiment, was eine wichtige Rolle spielt in der Story, wo sie, glaube ich, in der ersten Staffel noch nicht wussten, dass sie das machen wollen. Das aber auch einige Fragen beantwortet, die man hatte, als man so aus der ersten Staffel rausgekommen ist. So, also du hast ein neues Mysterium, was ergründet werden muss, jetzt noch zusätzlich in dieser Staffel 2. Und was auch mit Mr. House sehr, sehr stark zu tun hat. Also, das ist einfach clever da verwoben. Also, ich hätte nicht erwartet, dass jetzt noch mal ein Ding dazukommt an erzählerischer Ebene, was halt auch mit Lucys Vater zu tun hat, was mit Robert House zu tun hat, was mit den Vaults und den Experimenten, die da drin passieren, zu tun hat. Ich finde, du sprichst da was Gutes an, weil ich finde das auch schwierig. Also eigentlich sage ich gerade gar nichts. Du sagst nichts, aber es kommt eine weitere Handlungsstrange dazu.

Und gerade, weil ich bin mir nicht sicher, ob dieser Handlungsstrang von Anfang an existiert hat oder ob wir den im Nachhinein dann dazu erfunden haben. Aber es wirkt trotzdem organisch und gut implementiert, dass es nicht komplett aufgesetzt wirkt. Und das kriegen sie wirklich gut hin. Thilmann, was hattest du denn aus Staffel 1 denn noch für Mysterien, die du gelöst haben wolltest? Kannst du dich noch an irgendwas erinnern oder Fragen, die offen waren bei dir nach dem Gucken von der ersten Staffel?

Ja, sehr viel.

Also die zwei größten Sachen, die mir jetzt als erstes einfallen, sind einmal der Charakter Moldaver, spricht von sie, glaube ich, aus, die ja wie der Ghoul auch ein Vorkriegscharakter ist, aber auch in der Serie eine Rolle spielt. Und man weiß nicht, wie hat sie 200 Jahre überlebt. Wahrscheinlich wurde sie in Ruheschlaf oder so eingefroren. Weiß man auf jeden Fall noch nicht. und man weiß auch nicht, welche Rolle sie genau spielt. Und sie hat, glaube ich, auch in Staffel 2 noch eine gewisse Bedeutung. Ich weiß es noch nicht. Ja, definitiv. Aber, ähm, und ich bin gespannt, wie sie da noch erstens in die Story verwoben wird und was wirklich ihr Hintergrund da noch ist. Und natürlich das größte Geheimnis, was, glaube ich, nach Staffel 1 jetzt noch war, war halt, was ist mit der Familie vom Ghul und was ist mit der passiert? Wo ist sie jetzt?

Welche Rolle spielt auch seine Frau noch? Ist sie wirklich die böse Vault-Hack-Chefin, die die Erde zerbomben will? Oder steckt da vielleicht noch mehr dahinter? Und da bin ich mir nicht so ganz sicher, wie Staffel 2 mit dem Thema umgeht. Ob da nicht eventuell Dinge, die in Staffel 1 quasi, wo die Groundwork-Folge geschaffen wurde, ob das alles so in Staffel 2 dann noch so Bestand hat. Ja. Ich kann jetzt leider nicht ins Detail darauf eingehen, aber wir waren ja am Ende von Staffel 1 war es im Endeffekt, dass Vault-Tag die Bomben geworfen hat. Das war das Wissen, mit dem wir haben könnte. Sie sagt ja, wie wäre es, wenn wir sie selber werfen? Sie lassen sich ja viel offen. Vielleicht habe ich das dann falsch verstanden. Sie sagt ja, es muss aber Kalypse geben und das Beste ist, wir lösen sie selber aus. Aber sie macht es ja nicht. Kann auch einfach nur ein dummer Spruch gewesen sein. Selbst wenn sie es vorhatten, kann es ja trotzdem sein, dass ihm doch jemand zuvor gekommen ist. Wenn das dann Kina doch gesagt hat, ach komm. Das machen sie schon sehr clever, weil sie sich dieses Hintertürchen halt einfach offen halten für sehr viele Dinge. Ich glaube, vielleicht sollte man dazu sagen, wir haben jetzt sechs Folgen gesehen von der zweiten Staffel. Und es fehlen noch zwei. Es gibt acht insgesamt. Wer weiß, was in diesen zwei noch passiert. Das wissen wir nicht.

Da kann sich die ganze Story noch mal auf links drehen. Oder die Serie kann völlig abschmieren. Und es wird alles schlimm. und wir sagen, oh Gott, wo sind wir da reingeraten? Aber in diesen sechs Folgen, ich glaube, die wesentliche Frage, die auch da thematisiert wird, aber noch nicht aufgelöst, und selbst wenn sie aufgelöst würde, dürften wir es an der Stelle nicht, weil Spoiler wären, ist, wer zieht die Fäden? Wer steckt eigentlich wirklich hinter all dem, was da gerade passiert? Man sieht ja auch am Ende von Staffel 1 bei dieser großen Versammlung eine schattenhafte Gestalt, die dem Ganzen einfach nur beiwohnt und lauscht. Plus, es gibt, du darfst gleich was dazu sagen, ich merke schon, Tillmann explodiert gleich. Sorry. Plus, es gibt in Staffel 2.

Immer noch die Enclave, die ja dieser Deep State war, der die US-Regierung unterwandert hat und Experimente durchführt. Und von dort kommt ja unter anderem auch Dogmeat, der dort irgendwie eigentlich eingeäschert werden sollte und dann in die Freiheit entlassen wird und jetzt mit dabei ist. Und die Enclave dürfte es nach Fallout-Law eigentlich nicht mehr geben. Zumindest nicht in der Form oder zumindest nicht so mächtig. Vielleicht aber doch, weil was man in Fallout 3 gemacht hat und im anderen Teil der Welt dann effektiv war oder wie auch immer. Aber dieses ganze Thema, wer steckt eigentlich hinter dem ganzen Mist, der diesem Universum angetan wurde? Oder steht überhaupt jemand dahinter? Oder sind es alles nur irgendwie... Eine Verkettung unglücklicher Ereignisse. Das ist so das Hauptmysterium, was jetzt auf Staffel 2 weiter trägt für mich. So, jetzt.

Ja, genau. Ich wollte nur auch sagen, ein Kandidat ist natürlich die Enklave. Und ich meine, was Fallout ja schon immer so ein bisschen gemacht hat, um sich sowas zu erleichtern, ist, dass sie sehr viel Regionalgeschichte erzählt haben. Sie haben immer gesagt, okay, wir sind jetzt halt im Capital Wasteland und was im Capital Wasteland passiert, muss nichts unbedingt für den Rest der Welt reißen. Deshalb, es gibt ja zum Beispiel auch dann in Fallout 76, macht dann auch wieder was mit der Enklave, die dann in dem anderen Bunker hockt und da einen anderen Plan verfolgt, von dem man in den anderen Spielen nichts weiß. Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie da dann wieder darauf zurückgreifen. Wobei Fallout 76 macht's ja mit Modus, mit diesem Supercomputer halt quasi, den sie da hatten, im Bunker des US-Präsidenten in Fallout 76, den man da trifft, da könntest du noch sagen, okay, der ist ja autark. Aber ja, du hast völlig recht, dieses regionale Storytelling ist eigentlich, hast du vorhin auch schon gesagt, glaube ich, Felix, dieses regionale Storytelling ist eine wahnsinnige Stärke, dieses Settings, weil du immer sagen kannst, was vor 20 Jahren in Washington passiert ist, juckt doch jetzt keinen in New Vegas. Also.

Ich bin halt so ein bisschen ein Sucker, was Kanon angeht. Ich liebe es auch, so Wikis zu lesen zu allem Möglichen und zu hoffen, dass da alles stimmig ist und sowas. Wenn das am Ende ein Gesamtbild ergibt, wo man nicht sagt, was soll der Mist jetzt und wie wollt ihr euch das noch zurechtdrehen, dann ist es, einigermaßen okay. Bisher hatte ich keinen so einen Moment außer der Zeitdreher, der drin war in der ersten Staffel, dass irgendwie Shady Sands 2077 zerstört worden sein soll. Aber Fallout New Vegas spielt 2081, äh, 2281, kurz im Jahrhundert vertan.

2270 sollte die Stadt zerstört worden sein. Ähm, 77 und 2281 spielt New Vegas. Das kann nicht sein, weil dann hätte man in New Vegas doch erfahren, dass die Hauptstadt der New California Republic zerstört wurde. Und dann hat Todd Howard aber ein Machtwort gesprochen und gesagt, nee, nee, nee, nee, das stand da nur falsch. Und eigentlich ist Shady Sands erst nach New Vegas zerstört worden, kurz nach New Vegas, um das dann wieder in den richtigen Kanu zu machen. Und wer war in Shady Sands schuld? Hank. Hank. Hank war im Endeffekt, das ist auch etwas, was wir ja in der ersten Staffel erfahren, ne, aufgrund der Mutter, die dann eben von Lucy, die die Vault verlassen wollte, um eben die Repopulation anzufangen und daher halt einfach wieder auf der Oberfläche zu leben. Und Hank ist damit nicht klargekommen und hat dann eben auch Shady Sands in die Luft gesprengt sozusagen.

Kann ich dazu kurz was sagen? Weil die Motivation von Hank finde ich einen der ganz cleversten Meta-Kniffe, die diese Serie ergreift. Und man erfährt ja schon ein bisschen was drüber in der ersten Staffel. Jetzt in der zweiten gibt es noch ein bisschen Vertiefung. Aber im Wesentlichen sagt Hank ja, ich habe Shady Sands zerstört, weil es keine Fraktionen mehr geben soll. Also die Menschheit soll sich nicht mehr aufteilen in unterschiedliche Lager, können wir nicht einfach alle nur wir sein. Und Fallout als Serie, als Spieleserie, ist zentral abhängig und basiert auf diesen Fraktionen, also unterschiedliche Splittergruppen der Menschheit zu treffen, deren Ideologien kennenzulernen, deren Werte kennenzulernen, auch zu entscheiden natürlich, mit wem arbeite ich zusammen und wen finde ich doof. Und Hank sagt, genau das ist doch scheiße. Und will das abschaffen. Mit unklugen Methoden, sage ich mal. Weil so eine Atombombe irgendwo zu zünden, weiß nicht, ob das die Menschheit glücklicher und vereinter macht am Ende. Aber.

Also ich finde, das ist halt einfach was, was ich sehr mag erzählerisch, diese Idee zu sagen, okay, dieses Universum basiert auf Fraktionen und unser, in Anführungszeichen, Bösewicht ist derjenige, der sagt, nee, so nicht genau dieses zentrale Kernelement eures Universums will ich euch kaputt machen. Das ist eigentlich auch fast schon, hängt es mit Fallout 1 zusammen, wenn man sich da den Meister anschaut, der auch mit seiner Unity war. Stimmt. Und so alle als Mutanten, als furchtbare Vereine wollte, so mehr oder weniger. Stimmt, stimmt. Stimmt das, ja, richtig, daran habe ich gar nicht mehr gedacht. Aber ja, das ist sowieso eines der spannendsten Themen in Fallout. Ja, da hat Henk auf jeden Fall eine wunderbare Motivation bekommen. Henk ist auch eine Figur, die wir in der zweiten Staffel weiter verfolgen werden, so viel sei verraten. Und gespielt wird natürlich Hank von Kyle MacLachlan, den man unter anderem aus Twin Peaks kennt oder als den einzig wahren Muad'Dib. Und Kyle MacLachlan, der wurde jetzt letztens auf dem roten Teppich auch befragt zu seinem Charakter und ich finde, da hat er ein paar ganz interessante Sachen gesagt, deswegen schauen wir uns das einfach mal an. So, Hank's choices in Series 1 shocked a lot of viewers. Can you tell me anything about his decisions in Series 2? I can tell you everything about Series 2, whatever you want to know. It's all good.

Hank, Hank is, yes, he has gone through a very serious experience with his daughter at the end of the episode, last episode of Series 1. We pick him up at the beginning of Series 2. And Hank is a man on a mission. He has an idea about how he's going to help humanity. So in Series 2 we get to see more of Hank the Inventor, Hank the Scientist, Hank the Visionary. I'm looking forward to everyone experiencing Hank in a completely new light.

Dastardly. But in the nicest way. Well, he treads the fine line between loving father and questionable leader. Is there any other line? That's a fine line between the two. How does that evolve, though, in series two? Well, they're still part of who he is, actually. He's still the loving father. He's still the charismatic leader of all 33. But there are other aspects of Hank that we get to enjoy. And we get to watch him enjoying something. Some little, some fun moments. Do you think that Hank is the leader of his own story? Can the hero of his own story still? Yes, I do. I think Hank is the hero of his own story. He believes so strongly in the mission of the vaults and what they're meant to do and what he's hoping that they'll do. And he's raised Lucy with the same intention. And so we get to watch her struggle through what's right, what's wrong, moral choices. Das ist der Thema der Spiel, was du machen? Was soll das ihr machen? Wie soll es ihr morality affect? Und dann kann ich auch sagen, in nur ein Wort für Serie 2? Charismatisch.

Wunderbarer Clip, also Hank ist laut Karl McLachlan einfach charismatisch und es geht halt viel um moralische Entscheidungen, wie in den Spielen eben auch. Und was er eben gesagt hat über seinen Charakter Hank, was eben wunderbar zu dieser zweiten Staffel passt, er ist ein Erfinder, er ist ein Visionär und er hat eine genaue Vorstellung, wo eben die Gesellschaft sich als Ganzes hinbewegen soll und versucht das dann eben auf seine Art und Weise umzusetzen. Ja, mir würde ein anderes Wort einfallen, was Hank ist. Und auch das ist eine Antithese zum Amerika von Fallout. Er ist Kommunist. Wenn er sagt, alles ist gleich, wir wollen keine Fraktion, wir wollen nicht gegeneinander um Macht ringen und kämpfen.

In seiner Seele, also das wäre zumindest meine These jetzt, ist er Kommunist. Und auch gerade die Kommunisten haben ja in Fallout-Universum auch immer einen Platz gehabt, nicht wahr? Ja, aber keinen guten. Genau, dieser Kommiscare ist ja ein ganz wichtiges Element dieses Settings, weil es ist ja so ein 50er-Jahre retro-futuristisches Setting. Und in den 50ern war halt diese Angst vor dem Kommunismus in Amerika halt riesengroß. Und es ist ja zum Beispiel auch dieser, was sie aus den Spielen übernommen haben, beziehungsweise aus Nuka World, aus dem Fallout 4 DLC und aus Fallout 76, dieser Whack-a-Kommi-Spieleautomat. Was Whack-a-Mole ist normalerweise so ein, wie heißt, gibt's da einen deutschen Namen für? Maulwurfklopper? Maulwurfklopper. Lass dir das patentieren, das find ich gut. Der Maulwurfklopper. Jetzt neu, der Maulwurfklopper. Genau, also alles gegen den Kommunismusgerät. Selbst kleinen Kindern wird eingeimpft, die Kommis sind die Bösen und so. Und Hank hat da eine andere... Also natürlich ist er kein, also nicht Kommunist in dem Sinne, dass er irgendwie mit dem roten Stern in der Gegend rumwandert, aber in seiner Vision für die Menschheit. Ich finde, er hat das, was viele gute Bösewichte haben, er hat eine Motivation, die man nachvollziehen kann.

Und man kann durchaus sagen, finde ich, dass das, was er macht, aus seiner Perspektive zur Besserung der Menschheit ist, die Lösung für die Menschheit ist. Aber der Weg dorthin ist halt steinig und moralisch mehr als fragbar. Ja, mit Atombomben gepflastert. So ungefähr. Aber finde ich eine ganz interessante Figur, muss ich sagen. Ja, man muss auch sagen, in Staffel 2 wird das gut weitergeführt dann auch. Also es ist konsistent, was er macht, wie er es erklärt, auch dann. Bis Folge 6, Disclaimer, wer weiß, danach, keine Ahnung. Man lernt auch mehr über seine Rolle in der Vergangenheit einfach, weil da ist er in der ersten Staffel auch schon aufgetaucht. Und das ist auch so der Punkt, wo ich mir aber tatsächlich ein bisschen Sorgen mache, wir haben es vorhin schon so ein bisschen angesprochen, mit den vielen Charakteren. Wir haben diese Zeitsprünge in die Vergangenheit, wo immer mehr Charaktere auch eine Rolle spielen. Wir haben unseren Maincast, bestehend aus Maximus, dem Ghoul, Lucy, Norm jetzt vielleicht eventuell auch noch. Man hat diese Nebenfiguren, die dazukommen, wie Betsy, die auf die Vault aufpasst, wie Stephanie und noch ein paar andere. Und es werden ja im Laufe der Serie, werden ja wahrscheinlich noch mehr dazukommen. Und da mache ich mir echt so ein bisschen Sorgen, dass die sich vielleicht überheben, dass die dadurch vielleicht den Fokus verlieren. Seht ihr da irgendwie Probleme, dass so was auftreten könnte?

Also, ich hab's ja vorhin mehr oder weniger schon gesagt, ich hab nicht das Gefühl, dass sie sich wenigstens, also von der Story hab ich nicht das Gefühl, dass sie sich verlaufen, sondern dass sie da wirklich weiterhin sich auf das konzentrieren, was sie wirklich erzählen wollen, auf diese wichtigen Storylines. Und wenn man das mit zusätzlichen Charakteren anreichert, hab ich nichts dagegen. Ich hab immer noch das Gefühl, ich hab die Übersicht und ich interessiere mich auch tatsächlich für die zusätzlichen Charaktere, die sie vertiefen. Zum Beispiel eben Steph. Da gab es jetzt auch einen Clip zu sehen, wo ein bisschen ihr Charakter in Season 2 durchkommt, dass sie ein bisschen schwankt zwischen diesen sehr aufgesetzt höftlichen und, manchmal sehr beängstigenden. Und ich finde, sie spielt es halt super. Ich finde es super unterhaltsam zu sehen. Ich hoffe, die Serie hat den Mut, aber auch Charaktere zu killen. Exakt, das wollte ich gerade sagen. Sie machen es ja mit ein paar. auch schon bis Folge 6, also Nebencharaktere dazu gesagt, also sie nehmen ein paar Leute aus dem Spiel auf sehr drastische Art und Weise. Ohnehin übrigens, es ist wieder sehr blutig, sehr überzeichnet brutal, was da passiert, was aber zuvor gehört. Das passt auch wunderbar zu diesem Setting. Genau, also ein paar haben sie auch schon wieder vom Schachbrett genommen, die da unterwegs waren. Ich find's auch nicht zu schlimm, weil oft sind es ja auch.

Was gerade Nebenfiguren angeht, eher, also jetzt nicht voll gezeichnete, wichtige Charaktere, sondern eher Figuren, die für etwas Bestimmtes stehen, gegen das dann angekämpft wird. Für Korruption. Es gibt jemanden, der ist total dagegen, dass man mit Frauen zusammenarbeitet und solche Sachen. Also, es sind halt eher bestimmte Themen, die dadurch repräsentiert werden. Ich find's jetzt auch nicht so schwer, dem Ganzen zu folgen. Aber mal gucken, was noch passiert. Also ich bin bei dir, wenn es zu viel werden würde, wenn sie zu sehr zerfasern vor allem. Also es muss halt am Ende, das ist jetzt wirklich das eine Ding, was wirklich noch offen ist und wo ich sagen muss, das erwarte ich jetzt auch für die letzten zwei Folgen, die dann noch kommen, das muss zusammengeführt werden. Weil das kann nicht sein, auch wenn Staffel 3 schon angekündigt ist und sie quasi weitermachen können mit der Geschichte, es kann nicht sein, dass wir am Ende von Staffel 2 dastehen mit sechs, sieben Storysträngen, die alle nichts miteinander zu tun haben.

Oder die alle in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Ja, außer dann müssen sie, wenn dann schon, einen guten Plan haben, um das vielleicht in Staffel 3 dann zusammenzubringen. Ja, aber sowas nervt mich immer. Weil ich will am Ende einer Staffel will ich zumindest eine Konklusion haben, die befriedigend genug ist, dass es nicht nur da steht und weiter geht's in Staffel 3. Genau. Jetzt müsst ihr noch mal ein Jahr oder zwei warten. Genau, also es muss irgendeine Art von Konfrontation noch geben, es muss irgendeine Art von Zusammenführung geben, die vielleicht auch wieder ein paar Figuren vom Feld nimmt oder zusammenbringt. Es werden auch Figuren in einer ungewöhnlichen Konstellation zusammengebracht am Ende von Folge 6, so viel sei gesagt. Also, dass das alles auf einen Punkt zuläuft, von dem es dann in Staffel 3 wieder auseinandergehen kann. Kein Problem. Aber ich mag es nicht, wenn es gibt ja genug Serien, die das machen. Oder du lass es ein Lost sein, wenn man das Gefühl hat, es sind so viele Storystränge. Und die wissen gar nicht, wo sie damit hinwollen. Bei welchen der drei Charakteren, also Ghoul, Lucy und Maximus, seht ihr das meiste Potenzial für Charakterentwicklung? Oh, das ist eine gute Frage. Also anhand der Sachen, die wir gesehen haben. Das meiste? Muss man einen wählen? In dieser Sendung schon, mein Freund. Felix macht hier die Rede. Also ich würde sagen, der Lucy. Ja? Ja. Warum?

Also der Ghoul theoretisch der auch, aber der Ghoul hat halt schon 200 Jahre Charakterentwicklung hinter sich. Der hat so mehr oder weniger schon alles durchgemacht. Und Lucy hat halt wirklich nur das Vault-Leben und hat halt diesen harten Kontrast jetzt zum Ödland, der sie zwangsläufig krass verändern wird auf die ein oder andere Weise. Aber ist es vielleicht beim Ghoul nicht so, dass ich meine, der ist auf der Suche nach seiner Familie, hat dabei seine Menschlichkeit verloren, dass er vielleicht in der Hoffnung, seine Familie, wenn er sie findet, seine Menschlichkeit wieder zurückbekommt? Ich glaube aber auch nicht, dass sie den Charakter dann quasi komplett zurückentwickeln zu Howard Cooper. Das ist ja auch nicht möglich. Er ist cool.

Langweilig. Und deshalb glaube ich eher, dass er halt vielleicht schon so in bestimmten Situationen, das hast du ja vorhin auch schon gesagt, sein Herz da irgendwie findet oder so. Aber dass er so komplett wieder zurückgeht, glaube ich eben nicht, weil es auch irgendwie unbefriedigend wäre, finde ich. Deshalb glaube ich, dass da Lucy noch das größere Potenzial hat. Und ich glaube einfach, er ist auch ein Fan-Favorite, weil er eben so ist, wie er ist. Also ich hätte Maximus gesagt, weil da haben wir sie tatsächlich jetzt alle durch, weil ich finde... Und Maximus ist ja jetzt, also wir starten am Anfang von Staffel 2, Ende von Staffel 1 damit, dass Maximus ja jetzt in den Rängen der Bruderschaft nach oben geklettert ist. Sehr nach oben geklettert ist. Genau, aber mit fragwürdigen Methoden. Also durch das Annehmen einer falschen Identität und Verrat quasi, kann man sagen. Aber er ist jetzt jemand von Ansehen dort. Und ich hatte es vorhin schon gesagt, steht in Staffel 2 vor tiefgreifenden Entscheidungen, bei denen man schon das Gefühl hat, unten werden die Dialogoptionen eingeblendet in den jeweiligen Szenen. Absolut. Man hat das Gefühl, als hätte er manchmal Engelchen und Teufelchen auf seiner Schulter sitzen und jetzt musst du dann entscheiden, in welche Richtung geht es. Von meinem inneren Auge sehe ich unten dieses Textfenster mit zwei Möglichkeiten und überlege mir selber, wie würde ich jetzt, wenn es ein Spiel wäre, wie würde ich jetzt handeln in diesem Moment?

Ist jetzt nichts, was man da fordert, Serie auf die Flagge schreiben kann. Das ist immer so, wenn es eine coole Entscheidung gibt irgendwo. Aber es passt halt so gut jetzt, wenn es Fallout ist. Weil es die Spiele halt auch machen. So, und Maximus ist jetzt ... Oh mein Gott, okay, Achtung, jetzt geht das Gewinde wieder los. Er durchlebt viele von diesen Entscheidungen, sehr gravierende Dinge. Er trifft auch sehr weitreichende Entscheidungen. Jetzt in Staffel 2. Und jetzt ist die Frage, was macht das jetzt mit ihm im Weiteren? Und das ist ein riesiges Potenzial für Veränderung, für Weiterentwicklung. Ich bin wahnsinnig gespannt, wo dieser Charakter jetzt hingeht. Mit dem, was er getan hat, mit dem, was er im Schlepptau hat. Also einfach an der Stelle, wo er jetzt ist. Sehe ich komplett genauso. Ich finde auch, sein ganze Figur und sein Ruhm ist ja auf mehreren Lügen aufgebaut. Und er ist jetzt in dieser Rolle drin, hat ein bestimmtes Standing innerhalb der Brotherhood of Steel.

Ist bei den ganz oberen mit dabei und kriegt Entscheidungen mit, die vielleicht konträr zu dem gehen, was er innerlich fühlt und er hat dann ja auch noch mit Dane, hat man auch die Figur, die in der Staffel 1 eingeführt wurde, auch noch eine moralisch Verbündete, die auch so ein bisschen Richtkompass ist für seine inneren Werte. Er genießt zum einen den Ruhm, den er da hat bei der Brotherhood of Steel, aber andererseits merkt er auch so, vielleicht ist das doch nicht ganz richtig, was man da alles macht. Und Entscheidungen, die er dann trifft, innerhalb der zweiten Staffel, finde ich super interessant, wo ich mir auch denke, der macht gerade für mich zumindest zu diesem Zeitpunkt, was wir gucken, so den meisten, der wächst am meisten irgendwie anhand der Sachen, die er macht, die ihn aber auch, glaube ich, maßgeblich verändern können und zwar in viele Richtungen noch. Ja.

Ja, genau, so geht's mir auch. Ich finde, Lucy, das hatten wir vorhin schon thematisiert, steht ein bisschen auf der Stelle. Gerade vielleicht. Der Ghoul, ja, er hat ein Herz irgendwo. Aber er ist trotzdem der Badass, Mann. Aber er ist halt der Badass, genau. Und es muss er auch bleiben, das gehört halt auch zu dieser Rolle. Es muss auch einen Badass geben. Maximus ist es eben nicht. Also Maximus ist halt nicht dieser Badass-Typ, sondern es ist der Typ, der irgendwo reingeschmissen wird, wo er keine richtigen Entscheidungen treffen kann. Ich glaube, das summiert es am besten. Er ist in einer Situation, wo es kein klares Richtig und Falsch gibt. Aber er muss halt trotzdem entscheiden. Oder er sieht sich zumindest in der Rolle, dass er entscheiden muss.

Und dann zu sehen, was passiert. So, das ist halt... Also die besten Ford-Hard-Entscheidungen sind genau diese. Oder überhaupt die besten Entscheidungen in den Spielen sind genau die, wo du da sitzt und sagst, ich weiß nicht, was ist richtig, was ist falsch. Aber irgendeiner muss es ja machen hier. So ähnlich ist es da. Lass uns über was anderes sprechen. und etwas, was man auch schon im Trailer gesehen hat, was natürlich auch schon über Gerüchtekiche sich verbreitet hat. Macaulay Culkin, Kimberlein zu Hause, ist am Start für diese Serie. Und es ist ja tatsächlich so, er ist mit dabei, er ist Teil der Legion, wie man auch im Trailer sehen kann. Eine Gruppierung, die hier auch mehr Aufmerksamkeit bekommt. Die, ja, was heißt das für Wasteland? Was heißt das für die Serie? Ist das eine gefährliche Fraktion, die uns vielleicht auch noch in Staffel 3 begleiten wird. Auch da muss man wieder vorsichtig sein, was man sagt. Aber durch die Veränderung seit dem Ende von New Vegas ist die Legion nicht die, die man vielleicht kannte. Zumindest nicht eins zu eins in Staffel 2. Es ist aber okay erklärt, warum sie so ist, wie sie ist. Sie haben einen guten Kniff gefunden, dass die Situation, in der die Legion ist in Staffel 2, gut zusammenpasst auch mit den Enden von Fallout New Vegas. Es ist relativ egal, wie das Spiel Fallout New Vegas ausgegangen ist. Es ist plausibel, dass die Legion halt da ist, wo sie ist.

Sie spielt aber, und das ist vielleicht ein bisschen enttäuschend, soweit wir es bisher gesehen haben, keine so große Rolle. Also es ist jetzt nicht staffelfüllend, wie sie mit Cesar's Legion umgeben ist. Es ist ein staffelfüllender Bösesicht oder so. Genau, es ist sogar relativ kompakt abgehandelt, dieses ganze Kapitel Cesar's Legion, was schade ist. Also ich würde hoffen, dass da noch was kommt, jetzt auch in den zwei Folgen, die noch kommen. Also so war es fast schon ein bisschen zu einfach für die Bedeutung, die eine Caesar's Legion hat. Was da Potenzial noch drin schlummert. Genau, also nicht nur die Bedeutung, die sie hatte für Fallout New Vegas als Spiel, sondern auch als Fraktion in diesem Fallout-Kosmos war die Legion ja ungewöhnlich ausgearbeitet. Das Gespräch mit Caesar, oder Kaiser, man muss es ja richtig aussprechen, da gibt es auch einen Witz dazu in Staffel 2, wo jemand sagt, das ist Caesar's Legion. Und dann sagt Lucy, Kaiser, es klingt irgendwie deutsch, ich glaube, ihr seid doch Römer, das heißt Caesar. Wunderbar, also das amerikanische Bildungssystem auch gleich auf die Schippe genommen, unseres auch. So, aber die Legion, ähm.

Ist halt dadurch besonders cool, dass dieses Gespräch stattfindet in Fallout New Vegas mit Cäsar. Und er sehr plausibel darlegt, warum die Leute, die er anführt, mordend und brandschatzend durch dieses Ödland ziehen. Also der hat auch eine klare Philosophie. Genau wie Hank. Auch wieder eine, der man nicht unbedingt anhängen muss. Aber er erklärt es plausibel. Und das fehlt in der Staffel 2 komplett. Also dass man sich hinterfragt, okay, warum ist diese Legion so, wie sie ist? Warum machen sie das, was sie machen? Ja, Macaulay Corkin, ich nenne ihn jetzt einfach, weil ich nicht weiß, wie sein Charakter heißt, aber ist ja mit dabei, hat ein paar ... Kevin. Ja, Kevin. Kevin, genau, Legionär Kevin. Hat ein paar Szenen, in denen er erklärt, was so grundlegend ihre Philosophie ist mit der Legion. Es ist aber nur ein, zwei Sätze. Und das ist schade. Also aus der Legion könnte man mehr machen, erzählerisch. So, jetzt du, Tillmann. Also.

Ich find's auch ein bisschen schade, aber ich versteh auch, dass sie sagen, wir sind kein Fallout New Vegas 2. Das ist wahr. Das war eigentlich auch eine richtige und gute Entscheidung in der ersten Staffel, dass sie für mich gesagt haben, wir machen nicht jetzt irgendwie die Story oder den Ort auch nur von dem Spiel wirklich. Also klar, in gewisser Weise, es gab Orte, die geteilt waren, aber dass sie ihr eigenes Ding gemacht haben. Und sie sagen jetzt auch in der zweiten Staffel, okay, wir sind zwar in New Vegas und wir haben im Trailer sieht man schon sehr viele Orte, die man aus New Vegas kennt.

Novak und in New Vegas selbst sieht man auch schon diverse Geschäfte und so, die man aus dem Spiel kennt. Aber sie sagen halt trotzdem, wir machen unser eigenes Ding und wir sind eben keine direkte Fortsetzung. Wir wollen eben auch nicht ein Ende bestätigen, das jetzt Kanon sein könnte, sondern lassen alles offen. Und das finde ich im Grunde genommen gut, weil ich möchte eigentlich auch jetzt nicht, dass die Serie anfängt mit jeder Staffel dann zum Beispiel ein anderes Fallout sich zum Vorbild zu nehmen. Ich finde, die Serie kann durchaus eben, weil ich finde es einerseits spannend zu sehen, wenn man alte Storylines wieder aufgreift und sagt, okay, wie sieht es denn in New Vegas 15 Jahre später auf? Aber auf der anderen Seite finde ich es auch sehr spannend, wenn man sagt, Moment mal, wie ist es denn jetzt eigentlich an irgendwelchen Orten und mit irgendwelchen Leuten, die wir noch nie in Fallout gesehen haben. Das hoffe ich auch, dass es da vielleicht noch ein bisschen mehr Eigenständigkeit gibt, dass man, wie gesagt, natürlich bekannte Elemente weiterhin sieht, durchaus Fanservice, der dramaturgisch und gut eingeboben ist, aber dass wir uns da auch noch weiterentwickeln über weitere Staffeln, wo es dann noch eigener wird und wirklich auch so ein bisschen losgelöst von den Spielen. Ja, definitiv. Es gibt ja Fallout Tactics auch als Spiel, was auch da in der Gegend gespielt hat, aus dem man auch teilweise Elemente wiedererkennen kann in der Serie, obwohl es irgendwann mal hieß, Fallout Tactics ist nicht Kanon, aber dann haben sie es wieder geradconnt und gesagt, doch, Teile davon sind Kanon, egal. Also da haben sie auch ein paar.

Geschichtenteilchen rausgenommen, was irgendwie Vault-Tec angeht und so, aber tatsächlich auch dann jetzt den Mut zu haben und das wäre wirklich was, wo ich auch sagen würde, was in Zukunft auch die Erwartungen mit prägen würde an diese Serie in den nächsten Staffeln oder zumindest Staffel drei, geh mal wohin, wo wir noch nicht waren. Ja. Das war nach Texas. Ja. Was ist denn in Texas im Fallout-Universum? Ein bisschen was weiß man auch, aber wäre zum Beispiel mal ein komplett anderer Schauplatz. Nicht, dass es dann jetzt am Ende heißt, okay, wir gehen nach Boston oder Washington in Fallout 3 oder 4. Wir haben nicht mehr so viel Zeit. Ich möchte noch zwei Fragen an euch stellen. Wir haben sehr viel über Fraktionen gesprochen. Aber was sagt ihr denn zur Monster-Action? Auch die spielen ja eine wichtige Rolle im Wasteland, im Ödland. Wie sagt euch die zu bis jetzt in Staffel 2? Also, ich fand's, was ich einfach richtig geil finde an der Serie, ist, in Fallout, wenn du halt deinen Level 75 Charakter hast, eine Power-Rüstung, ein Gaussgewehr, ein Fatman, dann ist eine Todeskralle halt nicht mehr unheimlich. Aber in der Serie können sie halt diese Monster auch richtig unheimlich und gefährlich wirken lassen. Es gibt ja, man hat sie schon im Trailer gesehen, zum Beispiel in Red Scorpion, den sie richtig cool umgesetzt haben, finde ich, wo halt aus so einem ...

Im Spiel machst du den halt mit zwei Schüssen weg oder so, keine Ahnung. Und in der Serie ist er richtig unheimlich. Und optisch, sie haben sich ja die Modelle von Fallout 4 vor allem zum Vorbild genommen, optisch sieht es auch einfach grandios aus. Sie haben ja schon in Staffel 1 mit so Figuren wirklich gearbeitet, also nicht einfach alles mit CGI gemacht, sondern wirklich diesen Gecko da, diesen Salamander, Axolotl, wie auch immer.

Haben sie ja wirklich nachgebaut. Und es sieht halt einfach dadurch richtig gut aus. Und das finde ich großartig. Du bist auch happy damit? Ich finde das absolut angemessen Monstermäßig, was da abgeht. Absolut angemessen Monstermäßig. Es ist nicht so viel, kann man sagen. Aber ich finde, es ist ein gutes Maß. Nee, es ist ein gutes Maß, genau. Also es ist nicht wie in einem Fallout-Spiel, wo man alle fünf Meter an Red Scorpion stolpert und dann kämpfen muss oder sowas. Sie benutzen es halt wohl dosiert. Worum es eigentlich geht, sind ja die Menschen. Wie in jedem solchen Setting. Deswegen würde ich sagen, lass uns doch einfach mal zu einer Abschlusswertung kommen. von dem, was wir gesehen haben. Was würdet ihr Staffel 1 geben und was würdet ihr Staffel 2 geben auf einer Skala von 1 bis 10? 10 being the best. Alter, okay, jetzt kommt, jetzt ziehst du aber hier die Knallhaken. Soll ich mal anfangen? Also Staffel 1 ist für mir eine 8 von 10. Ich fand's richtig unterhaltsam. Sehr, sehr gut wegzuschauen. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Staffel 2, alles, was ich bis jetzt gesehen habe von diesen 6 von 8 Folgen, bleibt's dabei. 8 von 10, ich find's gut, ich find's unterhaltsam, ist jetzt nicht die absolut allerbeste Serie, die ich gesehen habe, das ist für mich sowas wie Sopranos oder, aber es ist einfach sehr, sehr gut.

Super unterhaltsam, schaue ich gern weiter. Acht von zehn. Ich hätte sogar Staffel 1 eine Neun von zehn gegeben, weil sie diesem Universum etwas hinzufügt, was man nicht erwartet hätte. Also es ist nicht nur so, dass es die Spiele abbildet, sondern die Serie baut noch was oben drauf. Was nicht selbstverständlich ist, glaube ich, bei einer Videospielverfilmung. Also deswegen Neun für die Erste. Ich würde jetzt mal bei der Zweiten, weil wir ja noch nicht wissen, wie sie aufhört, eine vorsichtige Sieben geben. Bis hierhin. Richtig stark. Sehr gut. Auch noch mal die Figuren weitergebracht. Lucy, haben wir schon drüber geredet, steht ein bisschen zu sehr auf der Stelle. Vielleicht das als kleiner Abzug. Eine bisschen unglaubwürdige Szene vielleicht als kleiner Abzug. Aber wenn sie das durch die zwei Folgen noch weiter durchziehen, die es noch gibt, dann wäre ich bereit, mich auch wieder hochhandeln zu lassen auf eine 9. Wie schaut's bei dir aus, Thilman? Also das Ding ist, wenn ich's als Fallout-Serie beurteile, dann ist es für mich eine fast schon perfekte Umsetzung von Fallout. Weshalb ich bei der ersten Staffel tatsächlich auch bei der Navo 9 von 10 wäre.

Es gibt immer so ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen. Und bei der zweiten Staffel sieht es bis jetzt für mich ähnlich aus. Also ich bin mir halt noch nicht sicher mit den Storylines und der Charakterentwicklung zum Teil. Deshalb würde ich jetzt mal.

Naja, dann sage ich lieber 8 von 10, weil ich noch nicht weiß, wie es aufhört. Okay. Ja, das darf man natürlich nicht vergessen. Wie gesagt, so ein Finale, das kann noch mal einiges ändern. Auch rückblickend dann auf dann, was passiert ist. Aber davon könnt ihr euch dann ja bald selbst überzeugen. Morgen ist es soweit, am 17.

Dann startet die zweite Staffel von Fallout auf Amazon. Es wird 8 Folgen insgesamt geben. Ich glaube, morgen wird es so sein, dass erst mal gleich 2 Folgen erscheinen. Und dann kommt jeden Mittwoch eine weitere Folge. Zieht euch das Ganze rein. Es lohnt sich wirklich, weil was Besseres im Videospiel-verfilmten Bereich hat man meines Erachtens noch nicht so richtig gesehen. Also mir fällt jetzt ad hoc nichts ein, was spontan so gut ist. Vielleicht Staffel 1 von The Last of Us. Ja, Stimmt, Last of Us, hab ich jetzt grad vergessen. Staffel 1, genau. Staffel 2 war für mich auch schon schwächer. Okay. Also da hab ich gar nicht mehr so gerne weitergeguckt. Okay. Aber das war so ein kleiner Überblick, so ein kleines Review. Falls ihr wollt, dass wir die Serie noch mal besprechen, on Detail, vielleicht folgenmäßig oder als großes Ganzes, bitte lasst uns das wissen. Schickt uns E-Mails, schreibt in die Kommentare. Wir wollen alles wissen, was euch antreibt, was vorladern geht. Weil wir machen den ganzen BIMs hier natürlich für euch und dann würden wir das vielleicht auch mal umsetzen. In dem Sinne, danke fürs Zuhören, danke fürs Dabeisein, passt auf euch auch und danke, dass ihr hier am Start wart. Sehr schön, hat Spaß gemacht, vielen Dank.