Wenn es um ein Spiel geht, das über 900 Millionen Dollar eingenommen hat, aber immer noch nicht erschienen ist, dann kann es nur eins heißen. Wir reden jetzt über Star Citizen. Chris Roberts' Baby, das seit Jahren in der Entwicklung ist und vielleicht durchaus die ein oder andere Gamer-Gemeinde vielleicht spaltet, weil die einen feiern es total ab, buttern sehr viel Geld rein, die anderen schauen da eher sehr argwöhnisch drauf. Aber genau darüber wollen wir heute reden. Star Citizen, wie ist denn da eigentlich der Stand? Wo geht die Reise hin? Was hat sich da im letzten Jahr getan? Und deswegen darf ich jetzt ganz herzlich bei mir hier zwei Leute begrüßen. Einmal hier im Studio den lieben Michael, den ihr als Captain Collins kennt. Schön, dass du da bist, lieber Michael. Servus. und dann remote zugeschaltet den lieben Knebel, jemand, der sich auch mit Star Citizen unglaublich gut auskennt. Herzlichen Dank, dass du da bist und ich hoffe, dir geht's gut, lieber Knebel. Hallöchen, mir geht's fantastisch. Danke für die Einladung. Sehr, sehr schön, dass wir jetzt hier alle in dieser Runde zusammengekommen sind. Star Citizen, wie gesagt, ein riesengroßes Ding von Chris Roberts. Ein Mann, der mit Wing Commander sich schon, ja, ein Zeichen gesetzt hat. Mit Wing Commander 3, wo er dann Luke Skywalker bzw. Mark Hamill in den Cutscenes hätte. Unter anderem und noch etliche andere Schauspieler.
Freelancer hat er gemacht und jetzt eben Star Citizen das große, große Ding. Wie fing das bei euch beiden denn mit Star Citizen an? Seid ihr von Anfang an dabei gewesen oder erst später drauf aufmerksam geworden? Uh, mag Knebel vielleicht anfangen, also bei mir ist es glaube ich nicht so lange her wie bei ihm.
Also tatsächlich eher durch einen Zufall. Ein Kumpel von mir, mit dem ich schon Ewigkeiten gezockt habe, sogar ein bisschen Let's Plays früher zusammen aufgenommen habe, der hat mir irgendwann Star Citizen gezeigt, weil wir hatten damals Space Engineers gespielt. Und ja, dann bin ich irgendwie da so reingerutscht. Ich wollte es eigentlich anfangen zu let's playen, wie andere Spiele auch. Und dann bin ich irgendwie hängen geblieben. Quasi. Das war 2017 und dann kam Ende 2017, Anfang 2018 die Alpha 3.0, wo dann diese Quartalspatches losgingen und so weiter. Und ab dann hatte ich irgendwie das Gefühl, jetzt kann man da wirklich regelmäßig Content machen und so ist es dann bis heute gewesen quasi. Wie hieß es bei dir, Michael? Interessanterweise ähnlich. Also ich kann mich auch daran erinnern, dass es 3. Irgendwas war. Auch 2017, 2018 so um den Dreh herum, witzigerweise. Ich habe einige Items, die mich daran erinnern in meinem Inventory noch. Und da war es ähnlich. Ich habe mit einem anderen Weltraumspiel angefangen. Ich habe eigentlich mit X4 angefangen. Und dann bin ich da so, habe ich mein Portfolio ein bisschen erweitern wollen. Und dann habe ich so, das ist ein Mensch. Das klingt doch genau das, was wir eigentlich haben wollen. Und zu dem Zeitpunkt war diese Aussage sehr problematisch.
Heute besser, damals eh. Wieso damals problematisch? Damals hat es sehr viel versprochen. Es war so ein bisschen so das Gefühl, wie wir vielleicht auch bei dem Launch von No Man's Sky hatten. Wir wollten super viel Sachen, ja, Leben im Weltraum irgendwie als einer von ganz vielen rumlaufen und unser Ding machen. In einer Community, die irgendwie auch alle Space spielen wollen und wir wollen da einfach drin leben, so Second Life Space quasi. Und das ging halt damals gar nicht. Also das war weit weg davon. Aber ist es nicht immer noch so ein bisschen das Stigma, das dem Spiel anhaftet, dass einfach zu viel versprochen wird? Wie gesagt, wir sehen jetzt gerade so ein bisschen No Man's Sky, das hat auch viel versprochen, hat es aber echt noch hinbekommen und durch viele Patches und Erweiterungen sein Spiel retten können, aber ist das nicht etwas, hat Star Citizen immer noch damit zu kämpfen, dass das zu viel versprochen wurde?
Also ich würde sagen, ja und nein. Ich glaube, dass die Versprechen halt sehr, sehr groß sind. Und das Spiel existiert eigentlich nur aufgrund dieser großen Versprechen. Ansonsten könnte man ja jedes beliebige andere Weltraumspiel spielen und finanzieren. Insofern müssen sie viel versprechen und müssen das aber auch irgendwann liefern. Glücklicherweise ist es ihnen aber dann doch gelungen, im Laufe der letzten Jahre, gerade eben nach der 3.0 2018, da schon viel immer wieder zu liefern. Leider halt nicht in der guten Qualität, die man gerne hätte, aber dafür ist es halt auch immer noch eine Alpha. Schwierig ist es natürlich, wenn man sich so Sachen anguckt, wie zum Beispiel die Roadmap, die Planungen, die sie machen, die halt hinten und vorn nicht hinkommen, teilweise jedenfalls, und Sachen verschoben werden über Jahre hinweg.
Aber, ja, vielleicht ist es auch ein Teil des Ganzen, dass man eben auch so eine neue Engine hat, die man selber baut, die hochkomplex ist, das alles auf riesiges Scanning hat. Es gibt auch nicht wirklich viele Vergleiche. Du hast gerade gesagt Norman Sky. Das macht auch vieles richtig, aber... Ob das der richtige Vergleich ist, weiß ich eben auch nicht so richtig. Ja, der Anspruch ist einfach sehr, sehr hoch und ich glaube, es ist auch Teil dieses ganzen Geschäftsmodells, dass eben dieser Anspruch so extrem hoch ist.
Einerseits mit den riesigen, toll gemachten Raumschiffen, die sie natürlich haben. Andererseits aber auch mit einem Sonnensystem oder mit einem Weltraum, mit einem Universum, das sie angekündigt haben, das ganz viele Systeme haben sollte. aber irgendwie jetzt erst anfängt, sich zu erweitern. Weil halt wahrscheinlich auch so viel einfach nicht zusammengepasst hat. Und da wurde auch viel ins Spiel gebracht, viel wieder rausgenommen, viel wieder zurückgekommen. Werden wir jetzt gleich darüber reden, denke ich, was jetzt aktuell wieder drin ist, mit Engineering und wieder eine Station und sowas. Das haben wir alle schon mal gesehen. Aber es hat zu dem Zeitpunkt irgendwie nie so richtig gepasst. Und das haben sie dann gemerkt. Und dann haben sie es wieder rausgenommen, haben erstmal wieder über andere Sachen gearbeitet, bis es dann endlich irgendwie an einem Punkt war, wo sie gesagt haben, okay, jetzt passt es, jetzt können wir es reinbringen, weil, ja, die Grundlage stimmt. Okay. Das war so, ja, was würdest du sagen, Knebel?
Ja, im Prinzip ist es so, ne? Sie haben halt auch den Plan immer wieder geändert. Also ich weiß noch, wir hatten ganz, ganz, ganz, ganz früher mal die Idee, dass man 100 Sternensysteme hat, so ein bisschen wie Starfield eine Welt baut. Die eben nicht frei begehbar ist, sondern wo man so vielleicht ein, zwei wichtige Punkte hat auf dem Himmelskörper. Und heute haben wir tatsächlich alleine in einem Sternensystem mehr Punkte, die man besuchen kann, die irgendwas zu bieten haben, als in der damaligen fertigen Stars, das sind Versionen, die eben so in Richtung Starfield gehen. Also ich denke auch, dass der Plan gut ist, dass man diese Welten frei begehen kann und eben nicht diese animierten Landungen hat, dieses...
Dieses Oldschool-Sci-Fi, sag ich mal, wo man eben wirklich alles frei erkunden kann, wo man überall hin kann, wo man möchte. Und da müssen sie eben ihren Weg jetzt finden, diese Welt auch so zu bauen, mit neuen Tools, über die wir vielleicht noch reden, oder mit anderen Systemen, die noch reinkommen. Genau, da möchte ich gleich noch mit euch drüber reden. Es gibt ja auch das Genesis-System, beziehungsweise die Genesis-Technik für Planeten, die reinkommen soll. Da möchte ich gleich noch so ein bisschen drauf eingehen. Aber vielleicht sollten wir erst mal für die Leute, die gar nicht so im Star-Citizen-Universum drinstecken, erklären, wie läuft denn so ein Star-Citizen-Spiel eigentlich ab? Weil wenn ich an Chris Roberts denke, denke ich an Wing Commander. Da war man nur im Raumschiff unterwegs. Aber Star-Citizen ist ja viel, viel mehr. Es gibt ja Star-Citizen, man ist im Raumschiff unterwegs. Man kann aber gleichzeitig, es ist aber auch ein Ego-Shooter in dem Sinne. Und dann gibt's ja auch noch Squadron 42, was noch mal so ein Singleplayer-Ableger ist, so ein eigenes Ding. Wie würdet ihr denn Star Citizen, jetzt nur rein Star Citizen, am besten für jemanden beschreiben? In einem kurzen Absatz vielleicht. Lieber Knebel, fang doch mal an. Wie würdest du das jemandem näher bringen? Ja, ist schwierig.
Du hast gerade Squadron 42 gesagt. Das ist sozusagen das wichtigste Thema für die Entwickler. Und deswegen haben wir in Star Citizen aktuell extrem viel Shooter-Content.
Weil diese Singleplayer-Kampagne ja ein Shooter ist. Und ich sage immer dazu, low-hanging fruits. Sie nehmen halt das, was sie in Squadron sowieso bauen, und bringen es bei Star Citizen rein, ergänzen dann Sachen wie Base-Building noch und Crafting und Ingenieurs-Gameplay. Aber der Haupt-Content in Star Citizen ist aktuell schon eigentlich ein Space-Shooter. Dazu 80 Prozent. Okay. Und man hat dann diese Open World, man kann sehr viel in der offenen Spielwelt machen, aber es gibt fast nichts, was man ohne Ballern machen kann. Aber wie sieht's denn da aus? Ich hab gedacht, es soll halt so eine große Space-Opera werden, wo ähnlich wie bei Elite Dangerous, wenn ich sag, ich möchte einfach nur handeln, setz ich mich in meinen Raumschiff, flieg von Station zu Station oder so. Ist das etwas, was noch gar nicht so vorhanden ist in Star Citizen? Ja, doch schon. Das gibt's schon. Also, wolltest du das sagen? Ich habe das gerade vor ein paar Wochen genau mich darauf fokussiert, auch auf diesen Punkt. Mal weg von dem Shooter, was Knebel sagt, ist absolut richtig. Da gibt es aber noch das Space Mining und Cargo, also Trucker sein quasi. Und genau dieses Trucker sein, da wollte ich mal so richtig reingehen und mal alles, was man so ausleihen kann, weil man kann Schiffe auch ausleihen, muss sie nicht immer kaufen. Das ist auch ein schönes Ding in Star Citizen. mal für einen Tag, mal was anderes fliegen. Ist sehr schön.
Und da wollte ich einfach mal ausprobieren, von klein nach groß. Ich mach da, ich hol mir meine Aufträge, dann gibt es irgendwie einen Auftrag, da muss ich es von A nach B bringen. Der nächste ist von A nach C, der nächste ist von A nach D. Dann flieg ich halt nach A, lad das ganze Schiff voll, wie bei so einem Truck halt, und dann flieg ich so meine Punkte ab. Und dann mach ich da quasi den Plan, wie setze ich da meine ganzen Fracht da rein, damit ich auch bei dem ersten Punkt alles schön rausholen kann und dann hinten dran ist das, was ich am zweiten Punkt rausholen kann und so. Also man kann da wirklich schon Zeit investieren und so ein bisschen das Trucker-Leben genießen, das geht schon. Kann man auch viel Geld machen mit, in-game. Das funktioniert. Mining ist so ein Ding, was sehr, sehr viele Leute gerne machen. Habe ich noch nicht so sehr viel drin zu tun gehabt. Vielleicht eher mehr Knebel. Ich bin da eher so der Shooter und das Cargo-Gameplay. Also es funktioniert. Mittlerweile. Weil mittlerweile auch sehr viele Sachen einfach auch.
Funktionieren, technisch, die vorher so ein bisschen gehakt haben. Und jetzt können wir endlich auch ein bisschen Space Trucking machen. Ja, da sieht man es schon. Da sieht man es genau. Man hat so eine Art Gravity Gun, wo man dann eben die schweren Kisten hochheben kann, um dann in sein Raumschiff zu verlagern. Wir haben übrigens gerade eine aktuelle Abstimmung bei uns im Chat laufen. Wann erscheint Version 1.0 von Star Citizen? Nehmt daran teil. Wir haben da mehrere Auswahlmöglichkeiten. Wird dann gleich das Ergebnis eingeblendet werden bei uns im Chat. Ja, aber... Das ist richtig, ne? Also Hauling, Trading, Mining, Salvage, also diese ganzen Industriemechaniken, die gibt's im Spiel, man kann das alles machen. Das klappt auch recht gut. Ich denke, das Problem ist hier die Frage nach der Entwicklung oder nach dem Entwicklungsstand dieser Mechaniken, weil uns fehlen halt diese sinngebenden Elemente. Also ich kann zum Beispiel den ganzen Tag Bergbau machen, ich kann handeln mit allen möglichen Waren, Aber am Ende bekomme ich nur hingeben Geld, was kaum eine Bedeutung hat. Ich kann aber keine Basis bauen. Ich kann noch nichts damit herstellen. Das kommt alles erst noch rein. Und ich denke, dann wird sich auch dieser Shooter-Part automatisch verringern, weil einfach der Rest anwächst, sozusagen.
Du hast vorhin etwas angesprochen, Knebel, was ich ganz interessant fand. Du hast es ja auch schon so ein bisschen angesprochen. Es war etwas drin im Spiel. Es wurde wieder rausgenommen. Knebel, du hast gesagt, die Qualität hat nicht ganz gestimmt. Jetzt war ja quasi gerade das Jahr der Qualitätsoffensive. oder wurde ja ausgerufen von Chris Roberts. Was ist denn daraus geworden? Hat sich hier wirklich qualitativ was getan in den letzten zwölf Monaten?
Also man muss, glaube ich, unterscheiden, in welcher Patch-Phase man ist. Also wir hatten ja jetzt die 4.0 bekommen mit Server-Mashing. Und da gab es ganz, ganz viel, was schiefgelaufen ist auf der technischen Ebene, wo man nicht mehr einloggen konnte teilweise, wo ganze Quests nicht mehr liefen, wo teilweise nichts mehr ging. Und wir sind jetzt, würde ich sagen, an einem Punkt, wo wir die gleiche Qualität haben wie vor dem Server-Mashing. Das ist aber noch keine wirklich gute Qualität, die man jetzt einem Spieler empfehlen kann, der ein fertiges Spiel spielen möchte. Aber sie haben jetzt jedenfalls eine Basis geschaffen, wo es wieder aufwärts gehen kann, sag ich mal.
Kannst du das mit dem Server-Mashing erklären? Was heißt das denn überhaupt für mich als Spieler? Was ist Server-Mashing? Also für den Spieler wirkt es sich eigentlich gar nicht aus. Das ist so gut gemacht tatsächlich, dass man es nicht bemerkt. Man wechselt quasi permanent die Server, während man sich im Spiel bewegt. Also als Beispiel, ich bin auf Server 1 bei dem Planeten Microtech. Jetzt fliege ich raus und fliege zum Beispiel zum Planeten Hurston. Und auf dem Weg dahin wechsle ich einfach den Server, kriege davon nichts mit, und bin dann wie in einer eigenen neuen Instanz von der Spielwelt, wenn man das so sagen darf. Das hat aber keine wirklichen Auswirkungen. Also es ist eigentlich egal. Es ist nur für die Server natürlich interessant, weil sie dadurch das Spiel so skalieren können, dass mehr und mehr Spieler draufpassen. Als Beispiel, vor Server-Mashing hatten wir ungefähr 100 bis 200 Leute auf einem Server oder sagen wir in der gesamten Spielwelt verteilt. Jetzt haben wir 600. Und jetzt haben wir auch mittlerweile drei Sternensysteme, während wir vor Server-Mashing nur eins hatten. Okay. Drei Sternensysteme, soweit ich mitbekommen habe, ist ja jetzt erst vor kurzem Neues dazugekommen, das Nyx-System nicht war? Was ist damit noch eingeführt worden?
Bisher sonst noch nichts weiter. Also wir haben jetzt im Nyx-System Levski, wir haben diesen Asteroidengürtel und dort diese Stadt drin, aber Planeten, die kommen erst nächstes Jahr und auch der Content in Nyx ist noch sehr dünn. Also es sind eigentlich größtenteils Kopien von bestehendem Content und Bergbau-Bisschen und Salvage, was man dort machen kann, aber jetzt doch keine große Content-Schwelle wie bei Pyro damals. Okay. Eine Sache haben wir aber, was wir vorher nicht hatten. Wir können zum ersten Mal gegen Aliens kämpfen. Ich bin zwar selber noch nicht da, ich weiß nicht, wie weit du bist, Knebel. Man braucht eine bestimmte Reputation und dann kriegt man Aufträge, gegen Aliens zu kämpfen. Ist das nicht, sind das nicht der Oberbösewicht, der da sozusagen eingeführt wurde, die, ich glaub, wie heißen sie? Vendul. Vendul, ja. Die sieht man dann zum ersten Mal. Quasi die neuen Kilrassi, wie von dem Commander. Naja, als Raumschiff. Als Raumschiff, okay. Die sind halt nur als Raumschiffe da. Ist zwar ein anderes Raumschiff, gegen das man kämpft, aber es ist schon mal was anderes. Und diese Station, Lewski, ist wieder genau dieser Punkt. Die gab's vorher schon mal. Die stand irgendwo und wurde komplett rausgenommen. Und die Leute haben sich mega aufgeregt. Wie könnt ihr meine Heimat wegnehmen? Und so Sachen. und jetzt ist sie wieder zurück und da sind ganz, ganz viele Leute dabei, die sagen, ach, endlich, mein Zuhause ist wieder da.
Sehr, sehr gut. Also ihr würdet schon sagen, dass man den Fortschritt jetzt im letzten Jahr auf jeden Fall gemerkt hat, dass sich hier was bewegt und das auch in die richtige Richtung. Ja, aber vor allem auch, wie Knebel gesagt hat, dieses Shooter-Element vor allem. Wir haben sehr, sehr viele Patches gehabt und jeder Patch hat so ein großes Story-Element mitgebracht. Ja, da gab es einen Raid auf so eine Bergbaubasis, wo ein riesiger Laser dann kam. Da gibt es jetzt eine große Forschungsstation, die man begehen kann. Aber eben alles in diesem First-Person-Shooter-Segment. Und ich finde gerade erst jetzt mit diesem Nix-System kam zum ersten Mal, auch wenn es nur wenig ist, aber endlich auch mal wieder Content für Raumschiffe. Dass man auch mal wieder irgendwo hinfliegen muss. dass man mal wieder was im Raumschiff zu tun hat. Weil das war wirklich sehr, sehr wenig, fand ich dieses Jahr.
Der Fokus war in diesem Shooter-Bereich und da haben sie wirklich noch viele Probleme. Finde ich halt seltsam, weil in diesen Raumschiff-Schlachten, die funktionieren super, die haben auch schon vor drei Jahren super funktioniert. Und da hätte man wirklich auch viel machen können. Aber das war irgendwie nicht der Fokus. Aber war trotzdem schön mal, dass man eine Story spielen konnte. Also sie hatten jetzt dieses Jahr ja quasi jeden Monat einen Patch mit neuen Inhalten. Jetzt nicht zwingend neue Features, aber wirklich neuer Content zum Spielen. Und da hat Spaß gemacht. Also wirklich in diese Anlage einzudringen, herauszufinden, was da los ist. und dann führt an dieser Weg so langsam ins Nix-System. Das haben sie eigentlich gut gemacht. Ja, ich habe gerade so eine kleine Geschichte. Ich war in dieser ASD-Mission.
Letztens hat es 100% perfekt funktioniert. Ich lande, niemand ist da. Es ist super leise. Man geht in diesen Fahrstuhl rein, man kriegt diese Nachricht, so hey, du musst das und das holen, das ist irgendwo da gelagert. Dann nimmt man den Fahrstuhl runter, dann hört man schon Schüsse irgendwo. Irgendwo kommen Schüsse her. Dann denkst du so, okay, Waffe raus. Und dann passiert irgendwie wieder nix. Und man läuft und läuft und auf einmal kommen irgendwie so Alienwürmer. Und dann schießt du diese Alienwürmer kaputt. Dann denkst du dir so, okay, gut, jetzt Auftrag. Auftrag, holst du einen Auftrag, auf einmal wirst du beschossen. Was ist jetzt los? Und dann kommen Schüsse irgendwo ganz hinten aus so einem Gang raus. Und dann gehst du in diesen Gang, mäßt da die Leute nieder. Hinter dir geht noch ein Fahrstuhl auf. Du machst noch mehr Leute nieder. Nimmst den nächsten Fahrstuhl raus hier. Tschüss. Auftrag beendet. 1A hat wunderbar funktioniert. Ja, schön. Erstes Mal.
Also man merkt, es gibt Fortschritte. Wann erscheint Version 1.0? Die Umfrage in unserem Chat hat ergeben, 2029 ist etwas, wo die meisten Leute für abgestimmt haben. Jetzt muss man ja sagen, Chris Roberts ist jemand, der in der Vergangenheit schon öfter gerne mal den Mund relativ voll genommen hat. Ich erinnere mich noch an Freelancer, als er an dem damals gearbeitet hat. Sollte er auch fantastisch werden, hat sich dann Ewigkeiten hingezogen, kam dann raus, war grafisch nicht mehr ganz so ansprechend, wie das anfangs angepriesen wurde. Könnt ihr verstehen, dass bei der Person Chris Roberts und einem Projekt, was jetzt auch schon seit 2012 in der Mache ist und gefühlt in Anbetracht dessen, was da reingebuttert wurde, noch nicht annähernd fertig ist, dass da viele Leute super skeptisch sind und eventuell auch so ein Hate entwickeln? Ja, weil, also allein diese diese Erwartung, die er aufbaut mit was er machen möchte, die ist halt so toll, dass die Leute natürlich frustriert sind, wenn sie nicht kommt. Weil es so toll ist. Aber um das in einem Satz zu sagen, was auch schon bei den Spielen vorher funktioniert hat, let him cook. Ja. Ja, lass ihn machen. Knebel, würdest du auch so sagen, let him cook? Und der Der ganze Zorn und Wut, das wird sich übrigen.
Ich denke, dass man einfach differenzieren muss. Man darf halt nicht vergessen, diese Firma musste gegründet werden. Es mussten Mitarbeiter eingestellt werden. Über Jahre hinweg war nicht klar, wie viel Geld man hat. Das ist sehr, sehr schwierig. Und ich persönlich zähle auch die ersten Jahre da eher so als Konzept- und Findungsphase. Wer schon mal eine Firma gegründet hat, der weiß das vielleicht, wie das abläuft. Also der Faktor Zeit, den sehe ich jetzt gar nicht so tragisch. Was Chris Roberts betrifft, ja, er ist halt jemand, der viel verspricht und davon gerne alles halten würde, aber nicht kann. Wir haben aber mittlerweile jemanden anderes, der sozusagen die Leitung hat bei Star Citizen, und das ist der gute Richard Tyra. Der wurde von Chris Roberts eingesetzt vor einigen Jahren für Squadron 42, um das Ding abzuschließen. Und das ist ihm, soweit wir das jedenfalls sagen können, soweit gelungen, dass sie das mal verendet haben quasi und jetzt polischen können. Und der macht das Gleiche jetzt mit Star Citizen. Und ich habe da gute Hoffnung, dass er das gut macht. Also er hat ja diesen Plan vorgestellt für die 1.0, das hat alles Sinn ergeben, das fand ich sehr strukturiert und viel strukturierter vor allem als jemals zuvor. Ich denke, da sind sie auf einem guten Weg und haben die richtigen Leute. Das ist so ein Ding. Also Chris Roberts ist halt ein Künstler, wenn man so möchte. Es ist einer, der arbeitet kreativ, der entwickelt Ideen, aber er braucht die Leute, die...
Die ihn dann so drücken. Es ist schwierig wahrscheinlich mit dem Charakter Chris Roberts da auf einer Höhe zu sein. Ich stelle mir das ähnlich vor wie damals bei Apple. Ich glaube, er ist halt ein unglaublich kreativer Mensch, der nicht immer das finanziell Machbare im Kopf hat. Dafür, glaube ich, braucht er andere Leute, die ihn so ein bisschen in Zaum halten und seine Ideen so ein bisschen lenken, um zu schauen, was können wir denn überhaupt machen mit der Manpower, die wir haben und so weiter und so fort. Ich glaube, er ist unglaublich gut in diesem kreativen Bereich, aber vielleicht nicht in diesem Backoffice-Bereich. Also so kommt es mir zumindest über die Projekte, die man so über die Jahre mitbekommen hat, bei ihm einfach vor.
Jetzt wurde ja auch hier mit 4.4 auch etwas eingeführt, soweit ich weiß, oder ich weiß nicht, ob es 4.4 oder 4.5 ist, bitte korrigiert mich, und zwar die Genesis-Technik für Planeten, wo Planeten noch detaillierter dargestellt werden können und noch mehr Details haben und einfach noch schöner sind. Und jetzt hört sich das für mich wieder an wie so eine Baustelle, die man aufmacht, weil es sollen dann Planeten kommen und die alten Planeten sollen auch überarbeitet werden. Wo ich mir denke, warum legt man sich denn nicht einfach mal fest und macht das Spiel fertig, sondern jetzt hört sich so an, okay, das wird dir dann wieder Jahre dauern, die alten Planeten auch mit dieser Genesis-Technik darzustellen. Warum macht man dieses Fass auf?
Naja, also noch ist Genesis nicht da. Genesis ist geplant für nächstes Jahr.
Der erste Planet soll dann in Nyx sein, der Nyx I, der das bekommt. Und es ist gar nicht so trivial, weil Genesis ist letztendlich ihre Weiterentwicklung von der bestehenden Planetentechnik. Und die brauchen sie zwingend, um solche Sachen wie Base-Building zu implementieren, und auch wirklich Wetter, dann die Bewegung der Himmelskörper, um den Sternen zu simulieren und verschiedene andere Dinge. Sie wollen eben auch einfach die Planeten wirklich schön machen. Das ist so ein Alleinstellungsmerkmal von Star Citizen. Wir haben jetzt schon sehr, sehr schöne Planeten, aber sie sind trotzdem, wenn man es sich genau anguckt, sehr plastisch, sind sehr leblos, sind so ein bisschen steril. Und Genesis macht das langfristige Entwickeln halt auch viel einfacher. Wenn sie das haben, dann können sie in der Zeit, wo sie früher ein ganzes Jahr gebraucht haben für einen Planeten, das in ein paar Monaten vielleicht fertig machen. Ich weiß es nicht. Also es geht schon darum, Tools zu haben für ihre eigene Engine, die ihnen langfristig und nachhaltig wirklich auch was bringen. Es ist nicht nur reine Optik und dass man irgendwie das aufblähen will, es ist eigentlich sogar das Gegenteil der Fall. Und vermutlich werden die Genesis-Planeten sogar weniger Performance kosten, als die jetzt, obwohl sie besser aussehen. Okay, das ist super interessant, das war mir nicht bewusst, danke für diese Information. Lieber Chat, falls ihr Fragen oder Statements haben wollt, die so ein bisschen hervorgehoben werden sollen, schreibt bitte einfach Ausrufezeichen Frage vor euer Statement, dann kann ich die besser.
Sondieren und dann eben auch weiterleiten. Jetzt haben wir gerade, du hast gerade eben so ein bisschen erzählt über diese Mission, die du hattest, Die hat sich auch so ein bisschen storytechnisch angehört. Jetzt ist ja aber ihr Squadron 42 so, würde ich sagen, der Story-Ableger. Weiß man denn schon, wie das für Star Citizen laufen wird? Wird es da auch irgendwie eine overarching Story geben oder Mini-Stories? Wie wird das da ablaufen? Habt ihr da schon einen Plan von?
Ich bin da raus. Du bist da raus. Wie sieht es bei dir aus? Also so ganz genau wissen kann das natürlich noch keiner, aber es zeichnet sich irgendwie ab, jetzt auch im Laufe dieses Jahres, dass sie interessiert daran sind, Geschichten im Spiel zu erzählen, an denen wir teilnehmen können. Und wir hatten jetzt diese Dr. Dorrit-Geschichte mit diesen ASD-Locations und mit den Van Dool-Experimenten. Und es wird wahrscheinlich so weitergehen. Also sie werden diese ganzen Missionen dafür entwickeln, das noch prozeduraler machen, und ich denke schon, dass es wie auch in anderen MMOs, wie in einem WoW zum Beispiel, eine Art Main-Story gibt für ein bestimmtes Jahr vielleicht oder auch für ein Sternensystem. Man kann die dann spielen, muss aber nicht. Man hat ja noch die Sandbox, die Open World, die bestehen bleibt. Und dann können sie das, glaube ich, ganz gut in Einklang bringen. Und es kommen ja auch noch Dungeons ins Spiel, also instanzierte Locations, die natürlich sich auch eignen, um Geschichten zu erzählen. Ich würde das Ganze vielleicht auch so ein bisschen mit Destiny 2 vergleichen, wo auch wieder Sachen rausgenommen werden.
Man kann Sachen verpassen in Star Citizen. Das stimmt. Und ich denke, da wird die Reise auch weiter hingehen, einfach damit sie Sachen, die halt auch alt sind, Die arbeiten ja immer an Neuem und Sachen, die halt auch einfach nicht mehr funktionieren oder irgendwann kaputt gepatcht sind, einfach komplett rausnehmen und dann gegen was Neues, Tolles ersetzen. Das hört sich jetzt an. so ein bisschen immer die Welt frisch halten.
Sie wollen ja diese lebende, atmende Spielwelt haben. Wir kriegen vielleicht, wenn das alles klappt, noch dieses Star-Sim rein später. Und natürlich, wenn irgendein Content, der wäre ja auch im echten Leben sozusagen irgendwann durch, weil es einfach keiner mehr interessiert, dann können sie es auch rausnehmen und durch Neues ersetzen. Das ist schon auch cool, glaube ich. Jetzt ist es ja so, man kann ja das Spiel, wie gesagt, jetzt auch schon spielen. Man kann sich für, ich glaube, für 45 Dollar kannst du ein steigen und dann bist du drin. Du kannst aber auch mehr zahlen. Du kannst dir Raumschiffe kaufen, die kosten dann mehrere hundert Dollar und die gehören dir dann. Und das hört sich für mich jetzt erstmal als jemand an, der außerhalb des Star Citizen Kosmos ist, so ein bisschen nach sehr Hardcore an. Wie leicht ist es denn als Anfänger, als Noob, in dieses Spiel reinzukommen? Ist es da wirklich einfach getan, ich zahle die 45 Dollar und ich kann loslegen und innerhalb von einer halben Stunde fliege ich mit meinem Raumschiff umher? Oder wie simulastisch muss ich mir das vorstellen? Ist das wirklich so ein Hardcore-Spiel? Oder, ja, wie einsteigerfreundlich ist das denn auch alles?
Also es gibt so zwei Ebenen aus meiner Sicht. Die eine Ebene ist sozusagen die allgemeine Einsteigerfreundlichkeit. Ich finde, die ist auf jeden Fall gegeben. Wenn man sich so ein bisschen ransetzt, es gibt auch ein Tutorial und es wird noch mehr Tutorials geben in Zukunft, dann kommt man schon gut rein. Das andere Problem, was wir aber haben, sind die Bugs.
Und man muss so ein bisschen, ich sage immer scherzhaft, Star Citizen ist vor allem ein Workaround-Simulator, weil man muss tatsächlich sehr, sehr viele Dinge wissen, die man aber einfach nicht vorher weiß. Und diese dann so ein bisschen umspielen. Also zum Beispiel die Schnellreisefunktion, der Quantum Drive in Star Citizen, der hat riesige Probleme. Und ein Neuling, der wird daran teilweise wirklich verzweifeln, weil er nicht weiß, was er hier machen soll. Und dann kommt man schnell ins Trudeln und man muss sich so ein bisschen dahinter klemmen und sagen, okay, es ist eine Alpha, es ist noch nicht fertig, es wird viele Bugs geben. Man kann die meisten davon aber mit ein bisschen Erfahrung dann auch eben Workarounden und kommt dann ganz gut eigentlich im Spiel an. Das ist ein, also manchmal bin ich so froh, dass ich einen eigenen Chat habe, der da mitläuft und dass mir Leute sagen, was ich zu tun habe. Also wirklich, es sind so triviale Dinge, wie ich habe einen ganz kleinen Gegenstand, den muss ich in einen Aufzug reinstellen, der ist riesig und die Leute im Chat sagen mir, du hör mal.
Nimm den mal lieber erstmal in die Hand, bevor du den da hintust, dann funktioniert es. Ja, weil ich meine, ein bisschen anderes Spiel, auch wenn es das Setting ähnlich ist. Ich habe damals irgendwann mal angefangen, EVE Online zu spielen und das ist ja wirklich auch, da bist du als Anfänger komplett aufgeschmissen. Ich meine, das ist auch halt eine grafische Excel-Tabelle, das ist dann auch nochmal ein anderes Ding. aber wo ich mir immer dachte so, boah, ich hoffe, das ist ein Star Citizen. Weil es wirkt halt so überwältigend, finde ich, als Ausschusssphäre. Weil sie eben so viele Ambitionen haben. Und dann kriegst du das mit den Raumschiffen mit, dass du da mehrere hundert Dollar dafür ausgeben kannst und da richtig viel Geld reinbuttern kannst. Und dann hat es halt so eine Aura des ...
Ja, das sehr Hardcorigen einfach, wo es schwierig ist, als jemand, der vielleicht einfach mal so, hey, ich mag mal so ein bisschen rumfliegen, da vielleicht reinfindet, wenn ihr versteht, was ich meine. Vielleicht aber eine lustige Story von mir. Ich weiß gar nicht, wann das war, mehrere Jahre, nachdem ich mit Star Citizen längst schon warm war und das schon ewig gespielt habe, habe ich mal Elite Dangerous probiert, damals, als das Odyssey auskam. Und ich, ganz ehrlich, ich bin bis heute nicht reingekommen, weil die Steuerung und das alles ist so komisch und so anders. Und es ist irgendwie auch so eine kleine Krankheit von ganz vielen Weltraumspielen, dass sie es einfach übertreiben mit den ganzen Menüs und Buttons und da muss man das wissen und hier klicken und dort. Star Citizen ist da super easy, weil ich habe eine ganz normale Shooter-Steuerung, WSD-Maus. Ich brauche nichts anderes, auch für Raumschiffe nicht. Und ich habe eben die Möglichkeit, mit der, gedrückt halten der F-Taste und den Klicker rein. Ich kann alles anklicken einfach im Spiel. Ich kann physisch quasi mit Objekten der Spielwelt ganz easy interagieren und das macht es auch für Neulinge sehr einfach reinzukommen in der Steuerung und mit den normalen Dingen, die man halt so im Spiel macht. Was die Schiffe betrifft, die teuren, das stimmt. Man kann teilweise tausende Euro ausgeben, wenn man das will, aber Fakt ist, man braucht es nicht. Also man kann sich relativ einfach Sachen im Spiel erspielen. Man kann sich auch Schiffe ausleihen.
Man muss wirklich, sag ich ganz ehrlich, man muss nicht mehr ausgeben als das Game Package. Und das ist halt so ein bisschen das Finanzierungsmodell des Spiels, dass man halt, wenn man das cool findet und das unterstützen will, ein bisschen mehr ausgeben kann bei Events, irgendwelche Skins oder eben auch richtig Schiffe kaufen kann. Aber man braucht's nicht. Ich kenne genügend Leute, die spielen völlig normal mit dem Game Package und haben ihren Spaß.
Jetzt hat jemand im Chat ganz böse gesagt, gerade eben, ja, das ist halt deren, Geschäftsmodell, so wie sie es machen mit den Schiffen verkaufen, deswegen wird das Spiel nicht fertig werden. Könnt ihr sowas nachvollziehen, so eine Aussage? Absolut. Star Citizen macht es so gut, dass es mittlerweile andere große Kopieren, Elite Dangerous haben wir gerade genannt, hat in den letzten Monaten angefangen, hier ein Schiff nach dem anderen als Bezahl-Content rauszubringen, wo ich mir gedacht habe, was ist hier los? Chris Roberts in Klein, also wirklich sehr ähnlich, war überraschend, dass es jetzt so spät kommt, aber egal. Ja, ist ein Geschäftsmodell, natürlich. Aber ehrlich gesagt, ich meine, die Leute sehen, was sie dafür bekommen.
Man sollte sich bewusst sein, dass man dieses Schiff niemals irgendwann bei sich in der Garage stehen hat, sondern dass es halt ein digitaler Gegenstand ist. Und dass es im Endeffekt nichts weiter ist wie quasi, ich bezahle so ein bisschen einen extrem überbezahlten Kickstarter, damit sie noch mehr machen können. Ja, dann wird einfach noch mehr passiert. Wobei, ich muss auch mal sagen, also ich finde, man muss auch mal sich die Frage stellen, was wäre denn die Alternative? Star Citizen gibt es nur, weil es dieses Finanzierungsmodell so gibt. Kein Publisher würde dieses Geld in das Spiel stecken und das so lange zu dem Punkt entwickeln, wo es hin soll. Also dann hätten wir vielleicht mit dem Publisher längst ein fertiges Star Citizen, aber es wäre dann am Ende vielleicht, ja, eine viel schlechtere, viel weniger umfangreiche Version. Also es lebt vor allem auch von dem Traum, was es sein möchte irgendwann mal, was es teilweise auch schon ist und naja gut, ich finde es auch nicht toll, dass man sich jetzt für 1000 Euro ein riesiges Schiff kaufen kann, da ist auch ein bisschen dieser Pay-to-Win-Faktor natürlich drin, aber ja, die Alternative ist halt, wir haben keinen Star Citizen und wenn einem das halt nicht gefällt mit Star Citizen, so wie es läuft, dann sollte man davon die Finger lassen, ganz klar und vielleicht erst zur 1.0 reingehen und, dann sollten ja laut Chris Roberts auch die Verkäufe von Schiffen wegfallen.
Andererseits kann man es natürlich auch so drehen, dass man sagt, einige wenige bezahlen für viele andere. Eine andere Möglichkeit ist ganz klar ein Bezahlsystem und ein Abo. Also ich kann auch 20 Euro im Monat bezahlen, damit ich Star Citizen spiele. Und es ist in dem Sinne ja optional. Also es muss sich ja keiner die Schiffe kaufen.
Und es ist eine einmalige Zahlung. Zum Beispiel, ich weiß nicht, wie die Leute im Chat sehen oder wie ihr das seht, aber ich persönlich bin der Meinung, ein Abo-Modell für ein MMO, für neue MMOs vor allem, ist aus meiner Sicht tot. Also alte MMOs können das noch machen, wie in WoW zum Beispiel, das ist etabliert, das zahlen Leute halt, aber wenn ich jetzt neu an den Markt gehe mit einem neuen Spiel und ich sage, ich will dafür x Euro haben jeden Monat, du verlierst so viele Leute, die das dann einfach nur deswegen nicht spielen. Die haben alle ihr Netflix-Abo, die haben ihr Amazon Prime oder andere Abos, dies, das. Das will einfach nicht jemand noch ein Abo für ein Spiel haben. Ja, das ist super schwierig, die Leute von, vor allen Dingen, falls sie schon ein MMO spielen, sie dann davon loszubekommen, wo sie über die Jahre eben was reingebuttert haben. Ich bin auch der Meinung, dass das so eine Art Modell ist, mit der man es auf dem Markt sehr, sehr schwierig hat irgendwie. Aber eine Sache, die dann noch im Chat zur Frage kam oder zur Sprache kam, wenn man eben sich für so viel Geld, diese Raumschiffe kaufen kann, wie sieht's denn da mit dem Balancing aus? Bin ich dann total im Vorteil, wenn ich da irgendwie jetzt für 500 Dollar mir ein krasses Schlachtschiff kaufe? So ein riesengroßes? Mäßig. Aktuell ja.
Also ich kann mir aktuell eine Idris kaufen, die kostet 2000 Euro und ich kann damit im Spiel so ziemlich alles machen, was ich will. Ich bin fast nicht zu töten. Das ist schon so. Das liegt aber daran, dass die wichtigen Elemente, die das balancen sollen, noch nicht drin sind. Zum Beispiel Treibstoffkosten, Reparaturkosten. Das kommt jetzt alles mit der Zeit, mit Crafting vor allem, was das ansteht. Und es soll so gebalanced werden, dass man eben nicht die großen Brocken rausholt für eine kleine Mission. Dass man eben schon den Content spielen muss, erst mal ein gewisses Ruflevel erreichen muss, um gute Missionen zu bekommen. Und du brauchst ja auch eine Crew. Was willst du alleine in so einem riesigen Schiff? Du kannst nichts damit anfangen, außer rumfliegen. Und dann balance ich es so ein bisschen von selber, weil du den Gewinn mit den Leuten teilen musst. Ist ja ein MMO. Und auch, weil du einfach diese Betriebskosten fürs Schiff hast. Da muss ich auch dann die Mission lohnen. Irgendwann bist du uns einfach pleite. Welches ist denn dieses eine Schiff, wo wenn man sein ganzes Arsenal an Torpedos wegschießt, das kostet irgendwie 600.000 Credits, das wieder aufzufüllen. War das der Idris? Die Polaris, oder?
Lustig. Also das verdient man auch nicht einfach mal mit einem Auftrag. Geht nicht. Das ist sehr unausgewogen aufgrund dieser Balanceprobleme einfach, die wir haben, weil einfach Mechaniken fehlen, aber das wird sich ändern, es hat sich auch schon geändert, deutlich.
Und wir kommen wahrscheinlich schon bald an den Punkt, wo diese ganz großen Schiffe auch wirklich ihren Sinn haben müssen. Ansonsten lohnt es sich einfach nicht. Also ich kann natürlich meine Idris rausholen und das eine kleine Päckchen da von 1 nach B transportieren, aber dann kriege ich für die Quest 1000 Geldeinheiten und habe Kosten von einer Million. Das würde ich dann auch einfach nicht machen. Das macht keinen Sinn. Also da wird noch ein bisschen geschaut, dass man das in Einklang bringt. Die Entwickler sind sich dem wohl bewusst, so wie ich das verstanden habe, lieber Knebel. Und ja, da muss man halt schauen, wie sich das einfach noch weiterentwickelt. Aber wie gesagt, bis jetzt muss man ja auch nicht das Geld ausgeben. Es hat auch gerade jemand im Chat gesagt, Jatan SC. Es sei auch erwähnt, dass das aktuelle Spiel mehrmals im Jahr komplett gratis gespielt werden kann. Mehr Transparenz, ehe jemand ein Game Package kauft, geht meines Erachtens nicht. Also es ist auch die Möglichkeit, dass man immer wieder mal reinschauen kann, ist eben auch etwas. Aber lass uns mal kurz über Squadron 42 reden, weil das ist ja auch so eine Sache, das kam ja eigentlich erst später auf. Star Citizen wurde zuerst angekündigt und dann hat man mitbekommen, okay, wir machen aber auch hier noch was mit Mark Hamill und Gillian Anderson und Mark Strong und die ganzen Schauspieler. Gary Oldman ist am Start, sieht alles saukool aus. Squadron 42. Weiß man denn da irgendwie, wann das rauskommen soll? Weil es wird ja gemunkelt, 2026 wird das endlich erscheinen. Jetzt habe ich aber letztens wieder gehört, 2026 steht jetzt auch wieder auf der Kippe. Was ist denn da Phase? Darf ich einen Gassenhauer raushauen? Ja, bitte.
Das Veröffentlichungsdatum steht im Namen. Ja, okay. Oh, schön. Manchmal, wenn man schon 2.000 Euro für ein Schiff rausgeworfen hat, muss man über sich selber lachen können. Wie siehst du das, Knebel? 42 erst oder vielleicht noch? Nee, das können sie, glaube ich, nicht bringen. Also es fließen so unfassbar viele Ressourcen in die Entwicklung und Fertigstellung von dem Spiel und sie müssen damit mal Geld verdienen. Ja. Und sie brauchen dieses stehende Produkt auf dem Markt und ... Ja, sie wollen nächstes Jahr releasen. Das ist der Plan immer noch, nach meinem Kenntnisstand. Es kann halt sein, dass durch den GTA 6 Verschiebungskram, also das soll ja irgendwie im November, glaube ich, kommen, dass es ihnen da ein bisschen, dass sie es nochmal anders überlegen, aber man weiß es halt nicht. Wir wissen halt überhaupt nicht, ob sie das vielleicht im Mai schon bringen wollen. Da ist ja auch diese große Militärmesse in Star Citizen, wo das vielleicht passen könnte. Oder zur CitizenCon im Oktober wäre ich auch noch vor GTA schwierig. Es gibt da einen großen Vorteil für Squadron 42. Im Gegensatz zu dem normalen Star Citizen-Spiel, wenn man so möchte, es ist nicht notwendig, dass da die Server extrem stabil sind, weil es ein Singleplayer-Modus ist.
Deswegen können sie da bauen und machen und tun, was sie wollen, weil es die anderen Leute, die da mit dir rumlaufen, nicht betrifft. Von daher soll es sich für dich als Spieler gut anfühlen und es soll halt wirklich alles funktionieren, ohne dass dir irgendwie ein Server-Crash da den Spielspaß verhauen kann. Ja, okay. Ja, mal schauen, ob das 2026 was wird. Lass uns mal so ein bisschen über vielleicht aktuelle Alternativen reden. Wir haben gerade schon No Man's Sky angesprochen, Elite Dangerous ist gefallen.
Elite Dangerous ist ja auch gerade, Knebel, du hast gerade gesagt, es ist superkomplex, da reinzukommen, ist unglaublich schwierig. Aber Clunky sind das Spiele, die nicht auch schon sehr viel Ähnliches bieten, das, was Star Citizen macht, also mit einem No Man's Sky, wo man unzählige Planeten hat, die man bereisen kann, auf denen man rumlaufen kann, man kann sich Dogfights liefern, man kann Basen bauen, mit einem Elite Dangerous kannst du auch ewig durchs Weltall schippern und handeln. Haben wir da schon irgendwie was, was so ein Star Citizen Light ist? Also es macht alles irgendwo teilweise ein bisschen besser.
So ein Elite Dangerous macht halt Raumschiff fliegen und erkunden des Weltalls einfach wunderbar. Wenn man mal sich Kopfhörer aufsetzt und mal in diesem Cockpit einfach mal sich treiben lässt. Das sind wunderschöne Sachen, die man im Universum entdecken kann. Wunderschön auch inszeniert einfach. Tolles Sounddesign. Aber jeder macht halt irgendwie so seine Spezialität gut. Und Star Citizen will halt alles gut machen. Das ist so ein Ding. Vielleicht möchte ich eins reinwerfen. Ihr habt auch ein Video bei euch auf dem Kanal darüber. Space Born ist ein Ein-Mann-Projekt, was sehr viel machen möchte wie Star Citizen. Und auch sehr viel macht und es funktioniert. Muss man ehrlicherweise sagen, es ist sehr, sehr viel einfach nur Copy-and-Paste-Zeug im Spiel drin, aber so ein Space-Born 2, was jetzt aktuell gerade auch erst vor kurzem released wurde, da hat man auch Raumschiffe, da hat man quasi auf dem Grund.
Groundfights, mein Gott, ich mach alles auf Englisch, gell? Alles gut, alles gut. Du verstehst schon irgendwie.
Du hast FPS, du hast Groundfights und du hast Basenbau, du hast Sektoren, die du einnimmst, du hast irgendwie so ein bisschen Wirtschaft, ein bisschen Handel, alles irgendwie.
Aber es ist halt nicht so cool und polished und so wie so ein Star Citizen. Okay. Also es gibt schon Alternativen. Aber halt immer nur für so einen Spezialfall. Und ich meine, ich kenne No Man's Sky und es sieht auch cool aus und es hat auch tolle Vistas und Panoramen. Aber es wirkt halt in dem Sinne auch, finde ich, viel, viel kleiner. Und es ist dann vom grafischen Stil auch eine andere Richtung und so. Es ist komisch, dass du es sagst, dass es kleiner wirkt, weil es ja einfach so viele Systeme hat. Ich habe das Gefühl, wenn du bei einem No Man's Sky vom Planeten abhebst, Du bist innerhalb von zwei Sekunden außerhalb der Atmosphäre, dann bist du da im Raum und dann ist da schon der nächste Planet, wo du direkt hinfliegen kannst. Und deswegen, das meine ich, es wirkt mit kleiner. Natürlich ist das Spiel riesengroß und hat wahnsinnig viel zu bieten in bestimmte Richtungen. Aber es wirkt irgendwie so kondensierter, konzentrierter auf bestimmte Aspekte, wo ich das Gefühl habe, dass bei einem Star Citizen alles noch weitläufiger ist. Ja, das ist so ein bisschen wie World of Warcraft damals und heute, ne, also setze ich mich in den Greif und fliege zehn Minuten über Azeroth drüber, um irgendwie an die andere Seite zu kommen. Oder heute, wo ich mich mit einem Klick in die Raid-Warteliste setze. Ja.
Elite oder No Man's Sky sind doch einfach zu groß. Wir haben ja diese riesigen, also diese ganze Galaxie, die da simuliert wird, Milliarden von Sternensystemen, die ja alle theoretisch begehbar sind oder jedenfalls erkundbar sind. Man begegnet halt keinem. Und ich denke, bei Starsetzen ist der entscheidende Punkt, ich spiele meinen Charakter, ich gehe ins Schiff rein, das Schiff ist voll ausgebaut, ich steuere alles, ich kann Fahrzeuge benutzen, ich mache alles mit der Hand, physisch quasi. Und ich begegne anderen Leuten. Ich kann echte Geschichten erleben im Spiel, die vom Spiel kommen oder von den anderen Spielern und bin eben nicht in so einer quasi gefühlt leeren, riesigen Open World, wo ich einfach nur erkunde. Also für mich ist No Man's Sky eher so ein Erkundungsspiel, mehr oder weniger. Es fühlt sich nicht so an wie ein richtiges MMO.
Das finde ich gerade interessant, was du da sagst, lieber Knebel, weil da muss ich jetzt gerade, ich bin gerade so ein bisschen im Ark Raiders Fieber und da ist es ja auch so, dass dieser soziale Aspekt, dass man Leute trifft, man weiß nicht, wie die sich verhalten, würdest du sagen, das ist auch etwas, was so ein bisschen den Reiz von Star Citizen ausmacht, dass man eben Leute trifft, man weiß nicht, wie sie sich verhalten und man dann dadurch eben eigene Geschichten erleben kann? Ja, vor allem, wenn sie damit auch wirklich dann mal weiter sind. Also ich habe zum Beispiel das große Thema Base-Building immer so ein bisschen auf meiner eigenen Roadmap. Man muss sich halt vorstellen, in Star Citizen, wenn das Base-Building kommt, dann werden alle Spieler in der Lage sein, mehrere Basen in der Spielwelt zu bauen. Und wir haben halt keine komplette Galaxie mit Milliarden von Planeten, sondern wir haben eine Handvoll Planeten. Und das heißt, ich werde also dann runterfliegen auf den Himmelskörper und ich sehe dann Basen von anderen Spielern. Ich kann da hinfliegen, ich kann dort handeln, ich kann Leuten begegnen, ich kann Content spielen, ich kann sogar Basen raiden im Zweifel. Das heißt, ich habe eine viel dichtere Spielwelt, wo ich diesen sozialen Aspekt erleben kann, wie in einem WoW.
Und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, warum ich es auch gut finde, dass wir in Star Citizen eben nicht so eine unendliche Welt haben, sondern man ein bisschen konzentrierter ist und damit auch mehr Kontakt hat mit der Spielwelt, aber auch mit den Spielern. Wir hatten gerade eine interessante Umfrage bei uns im Chat, da wurde gefragt, wie viel Geld habt ihr denn schon ausgegeben für Star Citizen und die meisten Leute haben ausgewählt, und ich weiß nicht, ob das jetzt scherzhaft gesagt wurde, 29% gesagt, sie haben schon mehr als 1000 Euro dafür ausgegeben. Das ist garantiert kein Scherz. Wenn ich die Umfrage bei mir mache, kommen wir da wahrscheinlich auf 70% oder so. Krass, das finde ich echt heftig. Ja, aber es ist auch wiederum normal, weil, überleg mal, wenn Star Citizen jetzt im 14. Entwicklungsjahr ist, manche sind so am Anfang an dabei, du hast dein freiwilliges Abo vielleicht laufen, hier und da man Skimm gekauft, man Schiffchen hier und dort, da kommt was zusammen. Wenn ich 13 Jahre lang WoW-Abonnement habe, bin ich auch bei 2000 Euro oder so. Da hast du natürlich vollkommen recht, Leber Knebel. Das ist so Wahnsinn, gell? Du sitzt da im Chat und dann sagt so einer von deinen Zuschauern, sagt so, Magst du nicht mal das Raumschiff fliegen? Ich wusste mal schnell aus dem Hangar. So ein Ding. So ein Tausende Euro kostet das. Ja, magst du nicht mal fliegen?
Ja, weiß nicht. Das ist dann wie wenn dein Kumpel sagt, du musst nicht mal den Porsche fahren. Hier, ATX303 schreibt, bei 22.000 US-Tollern stehe ich aktuell. Ich habe aber auch seit Anfang an angefangen. Und sie haben ja auch bei CRG es wirklich marketingmäßig durchgespielt. Also sie schaffen es mit ihren Events, mit FOMO auch, trotzdem ein Gefühl zu erzeugen, dass man sich denkt, cool, dass ich das gerade gekauft habe. Aber ist das nicht auch dann irgendwie so ein bisschen gebrauchter Wagenhändler, wenn du damit arbeiten musst? Ich meine, das hört sich für mich halt so an, oh Gott, das ist nur eine Blase, die darauf wartet, dass sie platzt und irgendwann kommt dann, ja, wir müssen jetzt doch schließen, weil Missmanagement, Chris Roberts und ja, also ich finde, da gibt es schon ziemlich viele rote Flaggen oder bin ich da komplett falsch gewickelt? Ich denke, es ist halt einfach so, die Leute kaufen halt das, was sie mögen. Und wenn sie das nicht mögen würden, würden sie es nicht kaufen. Also sie machen offensichtlich im Spiel genug richtig, dass die meisten Leute sagen, hey, cool, da ist jetzt ein neues Raumschiff, was rauskommt, das kaufe ich jetzt, weil es mir einfach optisch gut gefällt. Und eine Blase sehe ich jetzt persönlich nicht. Sie haben ja wirklich da viel Substanz im Spiel drin. Viele Systeme, über 1000 Entwickler, zig Studios.
Ich denke, das Entscheidende ist, dass Squadron 4 2, rauskommt und ein echter Erfolg wird. Wenn das Ding nach hinten losgeht, dann dürfte es ganz schön brennen. Aber ansonsten sehe ich das eigentlich recht entspannt.
Was ist denn eure Einschätzung? Zu wie viel Prozent ist Star Citizen fertig? Was würdet ihr sagen?
Wenn ihr so betrachtet, was immer so bei den Citizen-Cons, worüber gesprochen wird, was versprochen wird, was jetzt der Status des Dinges, was jetzt demnächst rauskommt an 4.5 eventuell, was schon irgendwie im PTU fielbar ist. Ich würde sagen 20 von X.
Keine Ahnung, man weiß nicht, wohin die Reise geht. Morgen stehen die Leute auf und sagen, ich habe die geilste Idee überhaupt, das brauchen wir. Und dann steht diese Idee bei Null. Ja, Knäbel, würdest du da zustimmen? 20 von X oder was sagt dir dein Gefühl als jemand, der da auch wirklich tiefer in der Materie drin steckt? Ich denke, fertig ist kein MMO. Wenn wir uns einigen, für 1.0 fertig zu sein, dann würde ich sagen, vom Content her wahrscheinlich 30 Prozent, vielleicht 40, weil es fehlt tatsächlich gar nicht mehr so viel, aber es muss alles noch ausgebaut und noch gepolisht werden. Das heißt, naja, am Ende auch 10, 20 Prozent. Okay.
Das klingt schlimmer als es ist, weil wenn diese 10, 20 Prozent wirklich die harten Features, die Kernfeatures sind, die dann im Spiel sind, dann sind die ja da. Das auszubauen und dann zu polischen, ist viel einfacher. Man muss es aber erstmal haben. Und die Technik auch davon. Ja, ich glaube, da muss halt dann irgendwann jemand sagen, es reicht jetzt an Features. Wir finden nicht noch neue. Wir machen jetzt das fertig. Das haben sie schon gemacht. Also wir haben ja diese Roadmap für die 1.0, die steht. Kann da was draufkommen natürlich, kann da was wegfallen. Aber da arbeiten sie jetzt drauf hin. Und das ist noch eine Reise von, würde ich sagen, mindestens drei Jahren, bis sie die Features, die dort draufstehen, im Spiel richtig drin haben. Und dann ist die Frage, wann sie sagen, jetzt sind wir auf dem Stand, Und wo das reicht für eine 1.0? Und dann werden sie es weiter ausbauen. Also wir wissen auch zum Beispiel, dass ein Raumschiff wie die Orion, das ganz große Mining-Schiff, das kommt nicht mehr vor der 1.0. Haben sie selber schon gesagt. Das heißt, damit wissen wir auch, dass diese ganz große Bergbau-Mechanik in der 1.0 nicht drin sein wird. Das macht aber nix. Burning Crusade war auch nicht in WoW Classic drin. Also insofern geht es eher um die Qualität, glaube ich. Vielleicht noch ein Punkt, weil dieses 1.0 so auch über diesem Spiel hängt. Wir haben gerade vor kurzem gesehen, was ein 1.0 auch bedeuten kann in Escape from Tarkov.
Ja, also wenn wir das vergleichen mit einem 1.0 Release von Escape from Tarkov, ja, dann ist das jetzt schon weiter. Also dann können die da jetzt auch ein 1.0 draufklatschen und sagen, ja, es ist halt so. Ja, okay. Es ist released. Ja. Es ist auf jeden Fall ein unglaublich spannendes Thema, dieses Star Citizen. Und ich glaube, das wird uns noch viele, viele Jahre begleiten. Es gab noch eine Frage aus dem Chat oder ein Statement. Was soll denn den Erfolg von Squadron 42 noch verhindern? Kann da noch irgendwas schief gehen? Eine ganze Menge. Ja? Was wäre zum Beispiel etwas, das schiefgehen könnte? Dass es spielerisch einfach nicht gut wird? Genau, es kann halt sein, dass es einfach ein langweiliges Spiel wird. Dass es einfach keinen Spaß macht. Wir haben zwar diesen Prolog schon gesehen. Den gibt's ja auf YouTube vom Entwickler selber. Der war richtig gut. Aber die Frage ist, ob sie das halten können bis zum Ende. Ich mein, das ist halt auch so eine Sache. Man hat diese ganzen Schauspieler und nachher weiß man nicht, ob man einfach eine Kampagne bekommt, die vielleicht nur fünf Stunden lang ist, weil halt.
Und zwei davon sind vielleicht Cutscenes, weil man die Schauspieler eben hatte und mit denen möglichst viel drehen wollte, war bei Wing Commander 3 jetzt auch mit sehr vielen Cutscenes skaniert. Und ja, wird sich alles zeigen, aber es ist halt spannend, es ist halt wahnsinnig spannend. Und dann hast du halt noch das große Problem, dass leider, leider, der Entwickler Cloud Imperium Games es bis heute nicht geschafft hat, auch nur einen einzigen Patch, ein einziges Feature jemals zu veröffentlichen, was bugfrei war. Das heißt, man darf daran zweifeln, dass Squadron Foy 2 bugfrei ist und dann ist eben die Frage, wie schlimm ist es? Ist es dann wie in Gothic 3 damals oder ist es wirklich gut gepolished? Also sie wollen es polischen, sie haben es gesagt, aber man darf skeptisch sein, denke ich. Das ist so gut, das spricht mir so aus der Seele. Wir machen ein Ding rein und es hat fünf andere kaputt gemacht. Oder wir machen was rein und einen Patch später geht's nicht mehr. Das ist auch so ein Ding, ne? Ich find das sehr, sehr witzig. Du bist hier so ein bisschen am Lachen, weil es ist fast so ein Verzweiflungslachen. Ich bin seit Wochen auf so einem alten Treiber-Version von AMD, weil ich einfach nicht abdaten kann.
Ich hab jetzt meinen Treiber aus Versehen. Jetzt kannst du aber nicht mehr spielen.
Jetzt geht's wieder. Jetzt geht's wieder. Ärgerlich. Ja, auf jeden Fall ein wahnsinnig spannendes Thema. Ich bin gespannt und ich denke mal, die ganze Gaming-Branche ist gespannt, wie es da weitergeht. Weil das, was da passiert, ist ja wirklich ein Unikat. Ich kenne kein anderes Videospiel, das bis jetzt 900 Millionen Dollar irgendwie eingenommen hat für die Entwicklung.
Und Chris Roberts hat schon wahnsinnig viel Gutes abgeliefert. Das muss man einfach sagen. Er hat sich manchmal auch ein bisschen vergriffen. Man erinnert sich an den Wing Commander Film zum Beispiel. Aber er ist auf jeden Fall sehr, sehr ambitioniert und ich möchte mich auch ganz herzlich bei euch bedanken hier für dieses Gespräch zu Star Citizen, dass ihr so kleine Einblicke gegeben habt, was denn jetzt der Status ist, was wir da erwarten können und wie es weitergeht und ich denke mal, wir alle hoffen, dass es weitergeht, oder? Auf jeden Fall. Ja. Genau. Also schaut einfach mal beim Captain Collins auch vorbei, liebe Zuschauer, und beim Knebel TV, da wird dann auch gestreamt und die haben weitere Infos und sind da ein bisschen noch mehr in diesen Weltraum-Themen drin, da würden die sich sicherlich freuen, wenn ihr auch auf ihren Kanälen mal vorbeischaut. Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses tolle Gespräch. Vielen Dank ebenfalls. Danke für die Einladung. Viel Spaß noch. Danke, Knebel. Es war toll, mit dir mal zu reden. Das war super. Auch da mal in die Richtung.