Seid mir gegrüßt, werte Edelleute, es ist wieder soweit. Die Ehrenrunde tritt zusammen zu einem Thema, das uns schon des Öfteren mal begleitet hat. Es geht mal wieder um Paradox. Und die Frage, haben sie denn jetzt endlich die Kurve gekriegt? Haben sie es geschafft, aus dem Tal der Tränen ihrer Publishing-Unternehmen rauszukommen und nach einer Reihe von DLCs mit durchwachsener Rezeption endlich wieder Begeisterung in den Herzen der Fans auszulösen? Und dafür begrüße ich erst einmal den nicht nur Spieler des Jahres, sondern auch zum Release größten Europa-Universales 5-Streamer der Welt, Steinwallen. Schön, dass du da bist.
Vielen Dank für diese wunderbare Anmoderation. Danke, Ranger, vielen Applaus. Und ich war nicht nur der größte Streamer, sondern sogar Maurice hat bei mir zugeschaut. Ja. Das zählt doch viel mehr, oder? Ich mache das jetzt tatsächlich ohne jede Scham. Ich bauchpinsel dich ein bisschen. Ich gucke so gut wie nie Let's Plays. Weil erstens finde ich es meistens langweilig. Und zweitens finde ich auch immer ein bisschen komisch, Leute zu viel zu gucken, die ich eigentlich auch kenne. Aber deine EU5-Let's Plays, die gucke ich gerade. Ich gucke immer Schottland zum Einschlafen gerade, weil es tatsächlich, finde ich, erstens ein Spiel ist, wo ein Let's Play wirklich einen Wert hat, weil du was daraus lernst, wenn du jemandem dabei zuschaust und es so komplex ist. Und andererseits, weil ich natürlich die ganze Zeit darauf hoffe, dass Oberbayern dir wieder irgendwie dich in deine Schranken verweist oder ich weiß nicht, der lustige Moment, als die Pest, was, was, glaube ich, zwei Könige von dir dahin gerafft hat oder so. Es ist einfach erbaulich. Es ist erbaulich. Ähm, und, äh, nachdem er grad schon so schön applaudiert hat, ich glaube aber, Ranger, du hast ein bisschen anklingen lassen, dass von dir heute nicht unbedingt nur Positives zu Paradox und IO5 ja so toll kommen wird. Ich glaube, du hast anklingen lassen, du wirst heute die Rolle des Bad Cop ein wenig einnehmen. Äh, nicht mich da richtig?
Ich glaub, ja. Ich, wie immer, wenn wir über Paradox reden, bin ich derjenige, der von oben draufhaut. Auch wenn ich nicht Spieler des Jahres oder größter EU5-Streamer gewesen bin. Aber vielleicht hab ich so das ein oder andere von der Seite. Ich glaube sowieso, dass heute vieles aufeinandertreffen wird. Wenn jetzt Steinwallen mit seinen Lobeshymnen über Paradox in allen Bereichen ankommen wird. Völliger Quatsch, was erzählt das schon wieder? Narrative müssen aufgebaut werden am Anfang. Das ist einfach nur so eine Strohpuppe. Ich hab die Figur, die du jetzt konstruierst. Das ist ja eine absolute Frechheit, was hier schon passiert. Ich hol die Leute jetzt schon sympathieträgermäßig auf meine Seite. Ich denke an euer Geld, liebe Leute. Ich denke daran, dass ihr dafür hart arbeitet, was andere euch aus der Tasche ziehen wollen. Deswegen Ranger aller Nationen, vereinigt euch.
Eine klare Kampfansage an Hype-Wallen und der Ton des Podcasts ist direkt gesetzt. Wir werden auch diesmal keine harmonische Ehrenrunde schaffen. Wen ich an der Stelle noch, ich weiß nicht, also nicht begrüßen möchte, aber vielleicht erklären möchte, warum er nicht da ist. Natürlich, liebe Leute, haben wir auch daran gedacht, den fantastischen Micha einzuladen, weil das ist jetzt eine Talkrunde, wo City Skylines eine Rolle spielen wird, wo er nicht da ist. Ich verstehe es auch nicht. Der Mann hat sich Urlaub genommen. Das ist ein ganz seltsames Konzept, das man auch als Spieler von Wirtschaftssimulationen und so gar nicht kennt. dem Kapitalismus sehr fremd. Er ist nicht da. Wir wollten ihn haben ... Und um ehrlich zu sein, hat er uns zugesagt, wir hatten einen Termin letzte Woche und es lag an mir, dass wir verschieben mussten und insofern nehme ich in diesem Punkt die Schuld voll auf mich, Ranger. Er versucht schon, mir die Sympathie zu sich rüber zu ziehen, merkt ihr das? Nein, Steinwall, du bist ja der Böse. Was für ein Sympathieträger. Schätze halt schon, erst streiten, dann Argumente. Genauso machen wir das hier.
Ja, ich würde dann direkt mal anfangen, weil Steinwall, ich fand die Idee von dir ganz gut. Lasst uns doch erstmal eine grobe Einschätzung zu, glaube ich, den zwei Kernfragen des Ganzen abgeben, um die es heute gehen soll. Und danach gehen wir die Einzelthemen von Paradox durch und gucken am Ende nochmal, waren unsere Thesen haltbar? Und zwar gibt es zwei, denke ich, grundlegende Sachen, die man sich bei Paradox fragt. Zum einen, wie steht es denn jetzt um ihren Publishing-Arm? Also alles, was nicht ihre eigenen hauseigens entwickelten Spiele sind. Sie haben einiges abgeschlossen, einiges zu den Akten gelegt, einiges auch abgestoßen. Ist das jetzt durch? Ist das erfolgreich abgeschlossen? Wie steht Paradox als Publisher da? Und zweitens haben sie in der Kernzielgruppe die Kurve gekriegt, weil auch da... Es gab ja lange Zeit, immer wieder Kritik, gerade bei DLC-Releases. Schon wieder ein verbuggter DLC, schon wieder hier. Es gab auch Statements. Ich glaub, bei Crusader Kings wurde das gesagt, bei einem der letzten DLCs, was ein sehr ausführliches Statement gab. Ja, wir werden jetzt besser sein. Wir fangen mal mit Sympathieträger Ranger an. Was ist deine These zu diesen zwei Bereichen von Paradox? Wie siehst du sie aktuell? Ich möchte erst mal kurz an Steinwollen rübergeben. Ich will erst mal seine Pro-Argumente hören. Okay.
Ich glaube, du verscherzt dir das immer mehr mit den Zuschauern. So ein feigen Move. Sonst kann ich auch anfangen. Ich kann ganz selbstbewusst mein Urteil fällen. Okay, hau raus. Ohne jegliche Rücksicht auf andere Anwesende. Sehr gut. So wollen wir das hier.
Ich würde sagen, beim Publishing-Geschäft sind sie noch immer dabei, die faulen Eier auszusortieren, ziemlich radikal Tabula Rasa zu machen. Und es ist ziemlich unklar, was eigentlich in Zukunft passieren wird.
Ich glaube, es wird was passieren. Da sind, glaube ich, einige Pfeile im Köcher, aber die sind einfach noch nicht rausgeholt und schon gar nicht abgeschossen. Insofern ist das im Moment sehr unklar. Aber was man positiv bewerten könnte, ist, dass sie genau wissen, was sie für Altlasten haben und dass sie mit denen irgendwie, dass sie da kurzen Prozess jetzt eigentlich Stück für Stück machen. Bei den DLCs und bei den Core Games, die DLCs sind weiterhin durchwachsen. Es gibt da je nach Team unterschiedliche. Aber ich würde sagen, dass grundsätzlich sie, glaube ich, gerade auch mit dem Release von EO5, jetzt sehr zurückgekommen sind in ihrer Anhängerschaft bei den Core-Gamern. Und da würde ich eher sagen, tendenziellen Daumen hoch. Ich kündige übrigens schon mal an, dass ich über das Gespräch hinweg immer so die einzelnen Themen mit Daumen hoch, Daumen runter und neutral bewerten werde und am Ende eine Gesamtbilanz herauskommt zu den einzelnen Spielen. Das ist die Liste, die ich nebenbei noch führe. Okay, jetzt. Könnt ihr ja gerne mitmachen oder die Zuschauer auch. Mal sehen, was da für ein Wert am Ende rauskommt. Jetzt denkt er sich hier irgendwelche Sachen unangekündigt aus und wirft dich einfach in den Raum. Aber okay, wer bin ich, wenn ich ne Spielverderber? Ich werde mitmachen. Nachdem ich jetzt gerade viel Anno gespielt hab, bin ich sowieso in römischer Kaiserlaune und geb gern Daumen hoch und runter. Ranger, jetzt wurde der Federhandschuh an dich natürlich geworfen. Jetzt musst du liefern.
Jetzt muss ich liefern. Also, ich find's gut, dass Paradox wieder zu dem Bereich hinkommt, dass sie ihre eigenen Entwicklungen, ihre eigenen Spiele wieder mehr in den Fokus rücken wollten. Weil diese Publishing-Sachen, die sie eben jetzt in letzter Zeit gemacht haben, über die letzten Jahre hinweg, oder auch das, was so Richtung Zukunft sich orientiert, war nicht so sonderlich von Erfolg gekrönt. Und jetzt zum Beispiel das Letzte, was sie ja gepublished haben, aber nicht eine Eigenproduktion ist, wenn ich mich jetzt eben nicht täusche, ist Surviving Mars. Und ich weiß, dass einige Surviving Mars ... Genau, ist von Hammelmunt Games. Dass einige Surviving Mars sehr mochten, damals, als es rausgekommen ist. Jetzt aber bei dem Relaunch sehr viel zu kritisieren haben, weil die Frage aufkommt, warum ist es relaunched? Also, wieso? Was ist der Hintergrund dazu? Vor allem, wenn es Bugs da drin immer noch gibt, die vorher schon im Hauptspiel gewesen sind. Und da gibt's ganz viele von diesen Eskapaden von Paradox eben, sei es jetzt mit Prison Architect 2 oder sei es jetzt über Vampire the Masquerade oder sonst irgendwas. Während wiederum bei ihren hauptsächlichen Spielen, zumindest bei den großen Releases, es eigentlich immer einigermaßen gut gelaufen ist. Wenn ich jetzt gucke, EU5 mal aus und vor, Victoria 3 müsste genau so ein Erfolg gewesen sein. Zum Release, CK3, also außer Imperator Rome. Wobei Imperator Rome war, glaube ich, auch ein guter Erfolg, als es released wurde zumindest.
Bin ich ganz froh, dass es da back to the roots geht. Aber sie haben ja auch noch Paradox Arc, womit sie ein bisschen mehr rum experimentieren. Wo ich ehrlich gesagt sagen muss, dass ich davon jetzt gerade gar nicht so viel gehört habe. Weil ich hab jetzt von dem PR-Manager von Paradox Arc was gehört und hab gesagt, oh cool, ich wusste gar nicht, dass ihr kollaboriert. Nee, nee, das war jetzt nicht von Paradox Arc. Und da hab ich mal gefragt, was ist denn im Moment da bei euch?
Stille. Ja, Paradox Arc hatte ja witzigerweise sogar, glaube ich, ein paar Erfolge, die sie aber auch abgestoßen haben. Zum Beispiel Mechabellum ist jetzt nicht mehr bei ihnen, obwohl das da mal war. Und eigentlich, soweit ich es mitbekommen habe, schon. Also jetzt sicher nicht irgendwie der größte Blockbuster der Welt, aber das hat ja schon seine Fans gefunden. War auch ein geiles Spiel.
Das heißt, du würdest, was würdest du in Sachen Daumen runter, Daumen hoch für Paradox Publisher und Paradox Kernspiele geben? Ja. Ich würde einen Daumen in der Mitte angeben. Weil ich kann, also, wie gesagt, das ist zu divers bei denen, dass man wirklich einmal sagen kann, ja oder nein. Sondern das kommt immer genau darauf hin. Das fängt ja schon richtig kontrovers an. Nach deinen großen Worten kommst du jetzt hier mit, kann man nicht genau sagen, ja und nein. Ja, wenn ich mich festlegen muss, dann baum runter. Wir geben dich nur schwarz und weiß. Alles Frechheit hier. Dann werde ich natürlich auch noch die Bewertung durchexerzieren. Und wenn wir schon bei großen, das ist ja nicht mal eine große These, es ist vielleicht starke Worte, aber ich finde Paradox hat sich wirklich als einer der schlechtesten Publisher auf dem Markt erwiesen. Also wenn man nur das Publishing betrachtet, eine solche, also man weiß ja nicht immer, es können ja auch Entwickler Dinge falsch machen, aber wenn so viel schief geht von dem, was du publishst, da muss mal irgendwann so eine Maybe It's You. Wenn all deine Beziehungen immer in die Brüche gehen, all deine Partner immer toxisch sind, vielleicht warst du es am Ende auch mal du. Und bei Paradox, so viele Sachen. Sie haben dieses Live-by-You, dieses Sims-Spiel gecancelt. Sie haben Bloodlines 2 irgendwie zu einer bizarren Qual gemacht und dachten dann auch noch, die Launch-DLC-Geschichte ist erst mal eine gute Idee.
Soweit ich weiß, fühlten sich die Macher von Lamplighters League auch echt nicht gut behandelt von Paradox. Und ich glaube, das Positivste, was du hier sagen kannst, ist, dass sie es selbst erkannt zu haben scheinen und sehr viel jetzt irgendwie noch entweder durchziehen oder absägen und sehr reduzieren, was sie da machen. Aber manche Sachen sehe ich, da kommen wir gleich, glaube ich, noch im Detail dazu, auch nicht in Zukunft von Erfolg gekrönt. Dass da jetzt irgendwie ein winziges Team, das nur Surviving the Aftermath und ein paar Mobile-Spiele gemacht hat, City Skylines betreuen soll.
I don't think so. Also Daumen runter für Paradox als Publisher. Man kann aber, ich habe es mir jetzt gerade noch ein bisschen angeguckt vor diesem Talk, man kann absolut sagen, sie stehen, glaube ich, bei der Kern-Community gerade sehr gut da. EU5 scheint gut anzukommen, obwohl es auch Kritik gibt. Aber es ist eher die Art von Kritik so von wegen, es ist halt ein absurd komplexes Spiel. Wir verstehen, dass nicht alles rund läuft als scheiß Paradox. Was habt ihr released? Was es ja auch schon gab. Und es ist auch überraschend erfolgreich dafür, wie tief und komplex es ist. Das ist ja eigentlich das ultimative Nischenspiel. Hat mit 70.000 Spitzenspielern gleichzeitig released auf Steam. Zum Vergleich hatte Crusader Kings 3 so um die 100.000 und es ist ja um einiges Mainstreamiger als EU5 in seiner ganzen Mechanik und ein paar Wochen nach Launch hat EU5 die Leute auch noch ganz gut gehalten. Ich glaube, da sind immer noch so 30.000 bis 40.000 sind da immer gleichzeitig online, also die Leute sind auch weiterhin am Start, bleiben drin, es wird viel gepatcht.
Und auch andere Sachen laufen ganz okay. Also ich hab geguckt, Crusader Kings ist auch ganz gut dabei. So 25.000 Spieler im Schnitt gleichzeitig. Hearts of Iron sowieso immer krass. Victoria 3 vielleicht ein bisschen Sorgenkind, weil es, wie Ranger sagte, es hat ähnlich erfolgreich Released. Das hatte auch 70.000 zum Start, konnte aber viel weniger halten langfristig. Aber ich hab den Eindruck, so die Stimmung in der Grand-Strategy-Paradox-Community, ist weitgehend recht gut gerade. Korrigiert mich gerne, auch Chats, wenn ich falsch liege. Aber ich hab das Gefühl, grundlegend positiv. Ich teile nicht alles davon. Wir kommen vielleicht noch ein bisschen zu Crusader Kings, das, glaub ich, mehrere von uns verloren hat. Aber ich hab das Gefühl, da sind gerade Leute ganz happy. Deswegen geb ich da einen Daumen hoch.
Sehr schön. Jetzt haben wir schon einen richtigen Parforce-Ritt gemacht durch die verschiedenen Themen. Womit fangen wir dann an? Mit Publishing oder mit dem Entwicklerstudio? Ich würde vielleicht mal mit dem aktuellsten und kontroversesten Thema anfangen, weil YouTube und so funktioniert Medien. City Skylines müssen wir, glaube ich, drüber reden, oder? Das spricht ja zu einigen Sachen bei Paradox. Übrigens ist Sagengrade, und das ist immer das eine Paradox-Spiel, das ich nicht so verfolge, Stellaris, die Stellaris-Community sei nicht gut drauf. Nee, das stimmt, das würde ich auch, aber da kommen wir nachher dazu, da hab ich ein paar Sätze zu sagen, da würde ich auch sagen, vielleicht das schwierigste Spiel im Moment. Das muss ich dazu einräumen, ist ein bisschen ein Blindspot bei mir, weil es mich ob das Science-Fiction-Szenario immer mit am wenigsten interessiert hat von allen Paradox-Spielen. Aber, ja, ja, Ich weiß, ich bin da der eine irgendwie so, da bin ich, wobei es stimmt gar nicht. Solaris ist ja auch eins der weniger großen Paradox-Spiele. Ich bin da eigentlich voll auf Mainstream-Meinung und die Mehrheit stimmt mir zu. Und gerade wird ja auch nochmal gesagt, es ist das eine Paradox-Spiel, das wohl gerade nicht gut ist. Also ich hab mich von Anfang an eigentlich richtig entschieden und hatte immer recht. Aber anderes Thema. Cities.
Genau. Holen wir die Leute mal ab, weil wer es nicht mitbekommen hat. Willst du es kurz erläutern, was da passiert ist? Ich kann es gerne kurz erklären. City Skylines 2, für alle, die es nicht mitgekriegt haben, hat sich nie wirklich von seinem schlechten Launch erholt. Immer wieder, als ich reingeguckt habe, ist es denn jetzt gerade gut, waren Antworten aus verschiedenen Mündern, inklusive Ranger, du hast es, glaube ich, auch mal für die GameStar nachgetestet, war immer so, ja, nee, immer noch nicht. Und jetzt hat Paradox wohl entschieden ... Es reicht jetzt, die kriegen das nicht mehr auf die Reihe und einen sehr drastischen Schritt gemacht, nämlich die Marke City Skylines wird dem Originalentwickler Colossal Order entrissen. Paradox und Colossal Order gehen getrennte Wege. Wir wissen nicht, wie einvernehmlich das war. Nach außen hin wurde sich natürlich bemüht, das gut darzustellen, aber es ist schon extrem ungewöhnlich, dass sowas passiert. Und die Marke City Skylines soll aber weiter betreut werden von einem kleineren Studio, das auch in Tampere, Finnland sitzt, also Nachbarn von Colossal Order sind. Wo ich übrigens dieses Jahr im Urlaub war und mir meinen Arm gebrochen habe. Oh, hab ich das zu falschen Personen gesagt über Citys. Wo warst du es nochmal? In der Sauna warst du oder beim Saunieren? Aber mach weiter. Und.
Das ist, also, wir müssen gleich zur Einordnung und zur Abschließung noch, dieses Studio ist dafür bekannt, bislang tatsächlich nichts auf dem Maßstab von Cities gemacht zu haben. Also, sie haben Surviving the Aftermath gemacht, was ein kleineres Aufbauspiel auf Steam ist, was so, glaube ich, bei 70 Prozent Bewertungen sitzt und sonst eher nur so kleine, mobile-artige Spiele. Das heißt, die Frage steht absolut im Raum, kriegen die das hin?
Und jetzt kommt der Paradox-Fan und sagt, nein, der kriegt das nicht hin. Ja, du bist ja auch Paradox-Fan, aber da sind sie ja als Publisher eingesetzt. Ach so, das gilt dann nicht.
Nein, also man muss sich mal die Dimension dieses Vorgangs übrigens vor Augen führen. City Skylines 1 war ein unfassbarer Mega-Erfolg für Paradox und war damals, glaube ich, die haben so viel Geld mit diesem Spiel verdient, das hat die erst auf die Spur gesetzt, hier ganz große Publishing-Träume zu träumen. Also das war richtig die Cash-Kuh. Ich habe tatsächlich noch mal nachgeschaut für diesen Talk. Es hat, ich glaube, vor drei Jahren schon wurde verlautbart, dass City Skylines 1 über 12 Millionen Exemplare verkauft hat.
Und nur mal als Vergleich für Leute, ein Anno 1800 hatte vor zwei Jahren, es kam auch später raus, wichtig dazu zu sagen, aber hatte 3,5 Millionen Spieler vermeldet. Also City Skylines, wirklich ein krasses Ding. Ein krasses Ding. Und insofern war natürlich die Erwartung an den Nachfolger riesig. Die haben voll darauf gesetzt. Und das ist die spannende Frage. Wussten sie es eigentlich schon, was da für Probleme sind? Auf jeden Fall haben sie mit allem, was sie haben, voll darauf gesetzt, dass das das Nachfolgeding wird. Haben auch eine riesen Marketingkampagne da reingeschmiert. Und was dann kam, war eine große Enttäuschung und was vor allem, glaube ich, da krass ist eigentlich an der Nummer, dass das nicht die normale Ertäuschung, die wir gewissermaßen schon gewohnt sind, nach dem Motto, die Spiele kommen so ein bisschen halbfertig raus und dann dauert es ein Jahr und dann sind sie toll. Das ist so der normale Weg. Aber hier ist es einfach so, offenbar ist in der Struktur des Spiels, also richtig im Coding, im Umgang mit der Engine.
Grundsätzliche Fehler gemacht worden. Das Spiel ist einfach von vornherein verkackt, um es mal so zu sagen. Und sie haben es nach über zwei Jahren nicht hinbekommen, sowas wie Basics, wie dass es ein Asset-Modding gibt, das ist noch nicht da im Spiel. Das ist die Basis überhaupt für den Erfolg eines City-Builders. Also ganz viele banale Sachen. Die Wirtschaftssimulation scheint immer noch mehr oder minder eine Fake zu sein und so weiter und so fort. Also offenbar ist da in der Substanz der Entwicklung und der Programmierung richtig was schiefgegangen. Und insofern finde ich es einerseits irgendwo konsequent zu sagen, okay, das macht jetzt keinen Sinn mehr hier. Aber andererseits, ich glaube nicht daran, dass irgendwie so ein Mini-Entwickler, der einfach an ein komplett neues Spiel gesetzt wird, da irgendwas tun kann, wenn es die ursprünglichen schon nicht hinbekommen. Das ist irgendwie eine stille, wie nennt man das, eine stille Beerdigung? Eine kalte Beerdigung? Ich weiß es nicht. Aber ihr wisst, was ich meine. Wie bei Imperator Rome quasi, dass es nur pausiert ist. Nee, da haben sie es schon anders formuliert. Nee, nee, nee, nee. Ähm, die erste wichtige Frage, die ich habe, vielleicht wisst ihr das, Colossal Order war doch eigentlich von Paradox aufgekauft worden, oder? Wie ist das jetzt mit denen? Gehörten die nicht mittlerweile zu Paradox Interactive selber? Meines Wissens nicht, nee. Nee? Okay.
Also, was ... Also Iceflakes Studio, das gehört Paradox. Das ist quasi ihr Studio, ihr Hauseignis. An die haben sie es jetzt gegeben. Okay. Was ich auf jeden Fall sehr, sehr traurig finde bei City Skylines 2 ... Oder fangen wir mal vielleicht von vorne an. City Skylines 1 war ja nicht nur deswegen Erfolg, weil es einfach ein schöner City-Builder war, sondern es war auch so ein bisschen diese David-gegen-Goliath-Sache. EA hat versagt mit SimCity, hatte auf einmal irgendein wildes Spiel daraus gemacht und plötzlich kam aus dem Nichts heraus City Skylines und hat alle Leute abgeholt, die SimCity immer gemocht haben und dann auf einmal ein neues haben wollten. Die hatten ja vorher schon Erfahrung, hatten, glaube ich, Cities in Motion oder wie es hieß, rausgebracht, die auch übrigens sehr gute Spiele gewesen sind. Also haben durch das City-Bilder-Genre durchweg immer wieder großartige oder zumindest gute Spiele teilweise auch rausgebracht. Und.
City Skylands 1 hat vor allem auch dadurch überzeugt, weil es diese schöne kleine Modellbauoptik hatte. Ich weiß nicht, wie sehr ihr das gespielt habt, aber wenn man nah rangegangen ist, dann sah es aus wie so ein Miniatur-Wunderland, als wenn ihr in Hamburg in dem Miniatur-Wunderland unterwegs seid. Und bei City Skylands 2 war der Maßstab ja, wie du schon vorhin gesagt hast, Steinwallen, der war ja ganz anders. Der war ja viel größer aufgebaut, es sollte auf einmal realistischer werden, es sollten richtige Großstadtmetropolen entstehen, was natürlich eine ganz andere technische Herausforderung von dem ganzen Prozess ist. Übrigens auch eines der wenigen Spiele gewesen, bei denen ich in der Preview.
Langsam gesehen habe, wie der technische Zustand immer schlechter auf meinem Rechner wurde, weil es am Anfang gar keine Probleme gab. Dann kam das erste Update, dann hat es übelst bei mir geruckelt, dann kam das nächste Update, dann wurde es noch schlimmer und dann in der Release-Version war es am allerschlimmsten von all dem. Aber was ich noch viel interessanter finde, ist, dass mich das jetzt ehrlich gesagt nicht überrascht, dass sie die abgestoßen haben, beziehungsweise, dass sie jetzt nicht mehr Teil von City Skylines sind, Sondern, das hat ja schon bei 4Release angefangen. Ich weiß nicht, ob ihr euch daran erinnern könnt, dass Colossal Order ein, ja, ich nenne es mal Schreiben verfasst hat, an die Fans, 4Release, dass es mit dem Zustand, mit dem es auf den Markt kommt, Performance-mäßig Probleme haben könnte, dass Gameplay-Elemente Probleme haben könnten und Ähnliches. Was total hirnrissig ist, weil du dir denkst, ja, dann bringt das Spiel doch nicht raus, wenn ihr mir jetzt schon auf einmal irgendeine Nachricht dazu schreiben wollt, warum das jetzt kacke ist, aber trotzdem mein Geld dann dafür nehmt. Und ich glaube, dass es da eine ganz, also das ist so eine Theorie von mir, eine ganz große Diskrepanz gab zwischen dem, was Paradox erwartet hat und dem, was Colossal Order erwartet hat und wie es dann hinterher in der Praxis umgesetzt wurde, dass da auch wirklich ein Spiel, ein fertiges Spiel oder halt zumindest ein Spiel, das releasbar ist, bei herauskommen konnte. Ich glaube, ich glaube, und da ist mein City-Builder-Herz quasi ein bisschen größer bei.
Dass da im Hintergrund auch Paradox als Publisher nicht so geil agiert hat. Aber das sind einfach jetzt gerade nur Bauchgefühle, die ich dabei habe.
Ja, da wäre ich auch gern Mäuschen gewesen. Am Ende ist es ja so, ich denke mal, als Publisher, wenn du einen Entwickler hast, der einen super erfolgreichen Teil 1 eines Spiels gemacht hat, dann gibst du dem ja erst mal, da hast du ja erst mal Vertrauen. Da sagst du so, ihr macht jetzt Teil 2, und Teil 2 wird wie immer Teil 2 größer, besser, von allem mehr und geiler. So, macht mal. Und insofern werden die erst mal haben machen lassen und die Frage ist dann, irgendwann muss ja jemand bei Paradox sich das angeschaut haben und dann ist natürlich der spannende Punkt. Wer hat dann was da entschieden? Die Sache ist so ein wenig, da können wir nur spekulieren, man muss auch vorsichtig sein mit Anschuldigungen und sowas. Es ist aber doch so, dass sich ein Bild zeichnet, dass Paradox als Publisher halt bei einigen Entwicklern am Ende sich nicht mit Ruhm bekleckert zu haben scheint. Also, dass da Studios geschlossen werden und auch die Geschichte mit Battletech vs. Lamplighters League und sowas, da haben die Entwickler hinterher oft Geschichten erzählt, dass mit Paradox das nicht so schön lief. Das hört man häufiger. In dem Fall.
Was man vielleicht der Fairness aber sagen muss, die Tatsache, dass die Entwickler jetzt zwei Jahre später das Spiel immer noch nicht in den Griff bekommen haben, deutet schon auch darauf hin, dass da jetzt nicht, wenn der Publisher uns nur drei Monate mehr Zeit gegeben hätte, so wär's toll geworden oder sowas, sondern die haben schon auch irgendwie Mist gebaut. Was halt, glaube ich, das Bemerkenswerte hieran ist, und Steinwald hat es auch schon gesagt, ist immer noch halt, wie erfolgreich und wichtig diese Marke ist, weil City Skylines 2, das hatte zum Release einen höheren Spielerpeak als Crusader Kings 3, das hatte über 100.000, als EU5 jetzt, also das hat richtig stark gestartet. Ich habe mir auch gerade noch mal Finanzberichte angeguckt, das Quartal 4 2023, wo das rauskam, ist das stärkste Paradoxquartal von 22 bis 24 gewesen. Da waren mit Abstand nur die höchsten Einnahmen am Start. Das heißt, das Potenzial ist riesig, aber es hat jetzt gerade nur noch so um die 10.000 Spieler gleichzeitig versus ein CK3, das ist bei 25.000. Also es hat nicht mal die Hälfte gehalten, obwohl es mit etwas mehr sogar gestartet ist. Was aber auch darauf hindeutet, eben Paradox, und das finde ich halt auch so, ich finde es total faszinierend, die können sich nicht einfach leisten, glaube ich, diese Marke einfach dahin siechen zu lassen.
Aber sie können doch nicht ernsthaft erwarten, dass dieses noch kleinere Studio, das noch kaum Erfahrung damit hat. Selbst wenn man denen sagt, okay, wir schreiben City Skylines 2 ab, es wird nichts mehr. die können doch nicht, Iron City Skylines 3, das wird doch auch nicht bei dem Studio klappen.
Also, ich weiß nicht, es scheint so ein bisschen so, sie können Cities nicht aufgeben, sie können es aber auch nicht retten. Also, was machen sie? Ich weiß es nicht, ich finde, man müsste ein, also vielleicht, die eine Sache, die ich mir vorstellen kann, ist, das ist jetzt die Hoffnung, dieses neue Studio über Schritt aufzubauen zu einem neuen Colossal Order, also dass die jetzt anfangen, sich reinzuarbeiten, kleinere DLCs bringen, Schritt für Schritt vielleicht neue Mitarbeiter bekommen, weil ich glaube, was glaube ich auch gar nicht alle wissen, Colossal Order ist auch nicht groß. Ich hab mal geguckt, 2022 hatten die 30 Mitarbeiter. Das ist auch kein Riesenentwickler dafür, wie groß die Spiele und die Erfolge sind. Mit 30 Leuten, 12 Millionen Sales, das ist sehr respektabel. Also das ist so, was ich mir vorstellen könnte. Aber irgendwie, es wirkt mir nicht nach einem Erfolgsrezept aktuell.
Ja, mach du zuerst. Ich versetze mich manchmal immer so in die Rolle CEOs. Das mache ich gerne so nachmittags immer beim Kaffee. Das kann er sehr gut, wenn er da beim Kaffee sitzt. Und jetzt stellt euch vor, ihr habt jetzt so einen Titel wie City Skyline 2. Das ist irgendwie super wichtig und ihr merkt, okay, das ist irgendwie grundsätzlich problematisch. Was würdet ihr jetzt tun? Würdet ihr jetzt irgendwie die Entwicklung zwei Jahre erst mal auf Eis legen? Oder würdet ihr es einfach raushauen nach dem Motto Augen zu und durch? Das ist eine schwierige Entscheidung. Vor allem die Frage ist, wie viel wird zurückkommuniziert? Wie grundsätzlich sind die Probleme wirklich? Ich meinte, wir haben ja vorhin schon darüber geredet. Häufig ist es so, okay, es läuft nicht so gut, aber wir patchen das alles schon weg. Dann zieht man es halt durch. Das ist der erste Punkt. Und der zweite Punkt, wenn du jetzt zu einer Situation kommst, okay, sie haben es nach zwei Jahren immer noch nicht hinbekommen, Dann tatsächlich finde ich das, was sie jetzt gefunden haben, auch wenn ich nicht glaube, dass es sonderlich erfolgreich sein wird, ist es am Ende die pragmatischste Lösung. Du kannst diesen Titel nicht einfach jetzt beenden, das geht nicht.
Aber zu sagen, gut, wir nehmen das dem Entwickler weg und geben das einem neuen Studio, ist ein Signal, dass wir in den Titel weiter investieren. Vielleicht bauen sie das Studio ja auch auf und ein bisschen Hoffnung ist da.
Vorschusslorbeeren sollte man vielleicht, also man sollte ja erstmal die arbeiten lassen, so nach dem Motto. Also das Signal ist da. Das Signal ist erst mal da, okay, wir haben das Problem erkannt, wir müssen jetzt einen grundsätzlichen Schnitt machen und das kriegen jetzt neue. Ich glaube persönlich nicht, weil ich kenne kein Beispiel. Kennt ihr ein Beispiel, wo sowas schon mal geklappt hat? Ein Entwicklerwechsel bei einem Spiel und dann komplett neu anfangen? Sehe ich nicht. Aber es ist am Ende die pragmatischste Lösung für so ein Problem als CEO. Gesehen. Ich würde direkt einmal da reingrätschen und dann sagen... Das kann man ja genauso gut aus der anderen Sicht heraussehen, weil da sind wir dann in kapitalistischen Verworrenheiten, sehen wir das jetzt aus Sicht des armen CEOs oder sehen wir es aus Sicht der Entwickler und ich bin bestimmt keiner davon, der sagen soll, ja die Entwickler sind immer am wenigsten schuld, aber ich würde trotzdem in dem Falle sagen, wie sieht es denn aus Entwicklersicht aus? Von oben kommt der Druck auf einmal hier, der muss dann und dann raus, die Quartalzahlen müssen stimmen, wir haben die Aktionäre dann dabei und keine Ahnung, die 10% von Tencent, die im Hintergrund noch sind, die wollen ihr Geld zurückhaben und weiß ich nicht was alles. Und du sitzt dann da und sagst, aber ich soll eine extrem komplexe Simulation hier machen für Straßenverkehr, für Bauinfrastruktur, für Logistik und für was weiß ich nicht was alles und das soll alles noch schön auf der Karte dargestellt werden. Das ist doch schon einmal bewiesen, mein Freund.
Du sollst es nur ein bisschen schicker machen. So einfach ist Spieleentwicklung, Herr Steinweig. Ja, genau. Steinweig hätte ich gerne als CEO. Guter Mann. Und das hat der CEO dann nämlich gesagt. Und dann fangen die an, den Spaghetti-Code da zusammen zu kloppen, dass das irgendwie auf Hängen und Würgen auf einer Hängebrücke funktioniert. Dann hauen die das raus und dann steht Paradox da und sagt, ja, das ist aber jetzt blöd. Also, der hättet aber auch mal anders arbeiten können. Ja gut, dann geht halt mal jetzt andere Wege. Aber an dem Punkt stochern wir einfach im Nebel. Das müssen wir mal so sagen. Ich denke, beide Seiten haben Schuld, nicht wahr? Es haben immer beide Seiten Schuld. Und ich hab auch noch mal nachgeschaut, jetzt gerade auf Steam, bevor ich hier hinterher was Falsches sage. Cities Emotion 1 kam gut an. Und Cities Emotion 2 kam nämlich auch nur ausgeglichen an. Also es scheint wohl so zu sein, dass ein zweiter Teil von denen immer so ein Ding bei denen ist. Zweite Teile sind sowieso immer problematisch. Bei ganz vielen Spielern. Das stimmt. Du warst bei Gothic damals.
Ich würde eine Sache noch ergänzen, weil ich den Gedanken auch interessant fand. Was machst du denn als CEO? Die eine Sache, wo ich halt sagen würde, gerade bei so einer wichtigen Marke, ich meine, vielleicht haben sie das auch, vielleicht haben sie wirklich nichts anderes gefunden, aber guck dich doch vielleicht nochmal mehr auf den Markt um, ob es vielleicht irgendein Studio gäbe, das sich schon so ein bisschen als Underdog-Supertalent in deinem Bereich beschäftigt. Erwiesen hat. Und ich nenne jetzt ein Beispiel, ich gebe denen da mit Vorschusslorbeeren, räume ich absolut ein, kann auch sein, dass es noch falsch liegt, aber zum Beispiel eine Entscheidung, die ich sehr inspiriert fand, Relic hat schon länger einfach nicht mehr so geliefert, wie man sich wünscht. Wem geben wir Dawn of War 4? Da gibt es ein kleines deutsches Studio, das hat ein echt gutes Relic-like Strategiespiel gemacht. Die hätten doch vielleicht das Zeug, ich kann falsch liegen, will ich ganz klar, dass du sagst, aber ich gebe dem Mensch, der das entschieden hat, erstmal große Props für, grundlegend hast du eine sehr clevere Wahl hier getroffen. Versus das halt ein bisschen mehr so wirkt, ja, das war halt das eine andere Aufbauspielstudio, das wir noch rumliegen hatten, irgendwo. Weil es gibt ja schon ein paar auch kleinere Teams, jetzt, was weiß ich.
Foundation oder sonst was, so kleinere Aufbauspielteams, die wirklich bewiesen haben, sie haben das Zeugs, sowas zu machen und die haben so ein mittelmäßiges Endzone-Like gemacht, so ein klassisches quadratisches Grid-Bauspiel. Vielleicht gab es da hinter den Kulissen Gespräche, die paradox Mut gemacht haben, dass sie qualifiziert sind. Aber es wirkt mir jetzt erst mal nicht so wie eine inspirierte Wahl, eine deiner erfolgreichsten und größten Marken sinnvoll fortzuführen. Ach, das hast du schön formuliert. Also selbst aus der Sicht eines, wenn ich jetzt hier so meinen Whisky trinke als CEO und meine Zigarre rauche und so, selbst dann würde ich sagen, da geht doch besseres Business eigentlich, oder? Ja, der sagt sich vielleicht, die bezahlen wir eh. Ja, genau, es wird eher so. Und die Sache ist sowieso mehr oder minder erledigt, dann lassen wir das langsam sterben. Genau, es wird eben eher so. Bis dann irgendwann ein richtiger Zeit.
Gut wisst ihr eigentlich, wie sehr mir das im Herzen wehtut mit City Skyline 2, ich liebe City Bilder, das ist wirklich so, also dieses Thema, das ist so richtig emotional bei mir, weil ich einfach, ich hätte so gerne dieses gute, SimCity-mäßige gehabt und dann haben wir das bekommen das war wie bei SimCity es hat dann Platz gelassen für Konkurrenten für neuen Versuch und das wird jetzt auch passieren es wird jetzt irgendjemand.
Aus Auftauchen der plötzlich mit Geist. City State Bidjopolis ist ja schon angekündigt. Das wird dann der nächste Underdog, der bestimmt ganz toll ist. Mal sehen. Wollen wir vielleicht zu einem Spiel wechseln, wo das Ganze ein bisschen ähnlich gelaufen ist? Nämlich Vampire Masquerade Bloodline 2. Ich finde, das ist jetzt ein schöner Punkt. Ja, gute Überleitung. Ja, ich muss ehrlich zugeben, ich hab die gesamte Leidensgeschichte dieses Spiels im Detail nicht mehr im Kopf. Hat die jemand von euch noch, Ausführlich rekonstruierbar oder reicht es, wenn wir erstmal sagen, Entwicklung war eine Katastrophe, wurde mehrfach rumgereicht, immer wieder verändert, verzögert, sonst was. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Entwicklerstudios daran gesessen haben am Ende insgesamt. Ja, eigentlich nur zwei. Also so weit ich das mitbekommen habe. Also wir können es ein bisschen genauer machen. Okay, hau raus. Naja, war es ein bisschen genauer. Das war irgendwie, weiß nicht, 2018 oder 2019 war es angekündigt. PDX Paradox hat eine Convention gemacht in Berlin und hat das Spiel dort schon vorgestellt. Ich habe es 2019 gespielt. Es wurde dort schon verschenkt an die Teilnehmer der Convention. Ich glaube, man konnte es auch schon kaufen zu dem Zeitpunkt. Ich kenne Leute, die seitdem dieses Ding in der Steam-Bibliothek hatten. Seit 2019.
Und wurde da präsentiert und dann kam sehr überraschend, das weiß ich nicht mehr genau, welches Jahr, die Information. Es läuft alles hier nicht so gut. Wir nehmen es dem Entwickler weg. Leider habe ich mir den Namen nicht aufgeschrieben. Ich habe ja auch mehrere im Chat übrigens gerade, die das auch haben. Genau. Wir nehmen es denen weg und geben es einem neuen Studio, die das dann nochmal starten. Und im Prinzip, wenn ich es richtig verstanden habe, haben sie mehr oder minder, das Ganze nochmal von vorne begonnen.
Woraus denn jetzt dieses Spiel geworden ist. Vielleicht schließe ich gleich mal meine Einschätzung dran. Ich habe es natürlich nicht durchgespielt, ich habe aber sehr viele, also ich habe die ersten drei, vier Stunden gespielt, ich habe sehr viele Reviews gelesen. Ich glaube, man kann sagen, würde das nicht Vampire The Masquerade Bloodlines 2 heißen und damit direkt an einen absoluten Rollspiel-Klassiker anknüpfen, würde man sagen, ein solides Action-Adventure im Vampire-Universum. Ein schönes Prügelspiel mit einer guten Story und eher so durchschnittlichen Spielmechaniken. Kann man nicht meckern, kann man mal mitnehmen. Aber dadurch, dass es einfach in dieser Tradition steht, gab es sehr viel Enttäuschung. Und dadurch sehr gemischte Reviews des Ganzen auch. Ich vermute, und jetzt kommt gleich die Spekulation dahinter, dass das erste Team an einem richtigen Rollenspiel gearbeitet hat, dass sie überfordert waren damit, um das Ding aber irgendwie noch wieder rauszuhauen, weil auch das konnten sie irgendwie nicht so richtig einstellen, hat man sich dann für so eine Variante entschieden, die offenbar besser handelbar war. Das ist meine Vermutung. Ich habe jetzt auch tatsächlich, gerade jetzt kursieren ja wieder, glaube ich, Interviews oder Geschichten von diesem Entwicklerteam, dass die selber sich bewusst waren, wir können das nicht Bloodlines nennen, mit dem Budget, das wir haben, können wir kein Bloodlines 2 machen und derzeit. Du meinst The Chinese Room, die sie jetzt gemacht haben. Genau.
Und das ist irgendwie eher so, die Ambition eher war, eine Art Dishonored zu machen. Ja, genau. So spielt es sich auch. Das Problem ist halt, wenn du das 2019 schon verkauft hast, 10.000-fach unter dem Namen, dann, und jetzt kommt wieder das CEO raus, ja, dann kannst du das nicht einfach wieder rausnehmen, weil dann kommst du an irgendwelche Regressforderungen, keine Ahnung, was dann für Klagen auf ein Zug rollen. Und es ist ja auch noch so, dass eine neue Marke etablieren ist heutzutage auch schwierig. Also jetzt einfach zu sagen, Paradox und The Chinese Room bringen ein Vampir-Action-Adventure raus.
Ja, nett, aber du willst halt ein bisschen diesen Hype haben. Es gibt auch hier so einige unschöne Geschichten, also ich glaube auch hier fühlen sich manche der Entwickler, es gibt das kriege ich nicht mehr genau zusammen, aber es gibt also es gibt Geschichten von den ursprünglichen Autoren auch so von wegen, dass die dann rausgeekelt wurden und so, also gibt es auch wieder unschöne Geschichten, dass es wohl wirklich auch nicht alles angenehm lief aber es macht auch sehr den Eindruck so von einem, langfristigen Katastrophenprojekt das auf keinen grünen Zweig kam und irgendwann war man halt so wir müssen es halt irgendwie noch rausbringen.
Und dafür ist es erstaunlich okay geworden. Ja. Oder, Ranger? Also, ich kann es im Endeffekt hinterher nicht beurteilen, ob es okay geworden ist, weil ich es dann hinterher gemieden habe. Ich meine, für mich als Content-Creator war es schon schwierig, die Geschichte davon überhaupt zu verfolgen. Also jetzt nicht mal das, was wir gesprochen haben, sondern wann ist jetzt Release, wo liegt das jetzt genau, wo kommen wir dann genau hin? Und dann war am 21. Oktober für mich der Release quasi auch so, hä, das kommt jetzt raus, ist jetzt da? Auf einmal, nachdem es wie Duke and Nukem gewesen ist und wir können es jetzt spielen, dann habe ich nur mitbekommen, dass auf einmal Sachen aus dem ersten Teil, bei dem es rollenspiellastiger geworden ist, da teilweise rausgenommen worden sind, dass es allgemein linearer ist mit weniger vielen Freiheiten und dann hat es mich eigentlich komplett schon verloren, weil für mich war es in der Hinsicht nur interessant, weil es halt ein Rollenspiel gewesen ist, in Form von.
Von, ja nicht nur der Vampirlore halt, sondern eben diesen Vampire the Masquerade-Style. Und das hat mich, jetzt ist irgendwo was umgefallen, das hat mich halt verloren dann hinterher, als es dann nicht mehr dieses Rollenspielmäßige gewesen ist. Und jetzt muss ich ja mal kurz gucken gehen. Ja, also ich hab grad noch mal geguckt, es gibt dieses Interview, wo es wirklich, wo der Mitbegründer von The Chinese Room darüber redet, dass er verzweifelt versucht hat, Paradox davon abzubringen, es ...
Vampire Bloodlines 2 zu nennen. Und auch gesagt hat, das Geld und die Zeit, die ihr uns gebt, die reichen nicht für Bloodlines 2. Ja, kann ich nachvollziehen. Aber wie gesagt, ich glaube, hätte es die Vorgeschichte nicht gegeben von diesem missglückten ersten Versuch, hätten sie es vielleicht gemacht. Aber wenn das Spiel schon so angekündigt und verkauft ist, ist es wahrscheinlich superschwer, das dann noch mal irgendwie zu ändern. Ich finde aber, es ist ein weiterer Punkt auf der Beweisliste von Kritiker Ranger, dem Paradox-Hasser, dass es hier wirklich einfach wirkt, als wäre Paradox, also hätte sich nicht wie ein sehr guter Publisher verhalten. Und ich finde, da deuten auch noch weitere Sachen darauf hin, sodass sie nach der kontroversen Geschichte, wo ja ein Spiel rauskam, wo wirklich so, also der Konsens war ja, boah, das muss jetzt wirklich mal beweisen, dass es ein gutes Bloodlines 2 ist. Und nach der Geschichte, ob das noch was geworden ist, und dann, und das muss ja eine Publisher-Entscheidung gewesen sein, weil es ist sicher keine Entwickler-Entscheidung gewesen, dachte sich irgendwer boah, ich glaube, wenn wir, zwei der Vampir-Clans noch als Day-One-DLC rausbringen, das wird richtig gut ankommen, die Leute werden es feiern und wir verdienen noch ein bisschen mehr Geld damit. Also das muss ja irgendwer bei Paradox entschieden haben. Wo man halt wirklich sieht, irgendwie für alles, was nicht ihre absolute Kernkompetenz ist, nämlich Grand Strategy, haben sie ein richtig beschissenes Gefühl. Scheint es mir.
Aber das war ja nicht immer so. Wenn ich jetzt zum Beispiel an Pillars of Eternity denke, das war echt gut. Oder auch, wie hieß der Nachfolger, bei dem man den Bösen gespielt hat? Tyranny. Oh, Tyranny. Das war auch gut. Bestes Rollenspiel. Magica. Ja. Oder Battletech. Ja, man muss dazu sagen, es gab ja einen CEO-Wechsel. Das sollte man vielleicht hier kurz mal erwähnen, auch wenn es schwierig ist, das als Entschuldigung oder Erklärung immer zu nehmen. Ich weiß gar nicht genau wann, aber 2016, 2017 oder so ist Frederick Wester zurückgetreten. Der bisherige CEO hat übergeben an Ebba Leungby, hieß sie, glaube ich. Eine Managerin aus dem Glücksspiel-Branche. Das ist immer noch einfach schön.
Und in dieser Phase, das muss man einfach mal so sagen, sind viele dieser Publishing-Entscheidungen getroffen. Worden, die jetzt wiederum Probleme bereiten. Das kann man, glaube ich, schon so sagen. Ist ein bisschen gemein. Sicher nicht alle. Die Sache mit diesem DLC zum Beispiel nicht. Und ein paar andere auch nicht. Aber da scheint irgendwas nicht gut gelaufen zu sein. Deswegen gab es den Rückwechsel und das gibt es ja auch nicht oft. 2001, glaube ich, ist sie zurückgetreten und Frederick Wester ist wieder zurückgetreten. 2021 meinst du, oder? 2021, entschuldigt. Und insofern, das hat sicher Der ist mit eine Ursache vermutlich für viele, Man kann nicht alles drauf schieben, aber das sollte man im Hinterkopf behalten. Ich hab übrigens ... Ich hab übrigens ein Funfact für Publishing. Paradox hat sich ja schon gerne mal immer im Publishing versucht. Und Anfang der 2000er, so Richtung 2010er, haben sie sich auch mal in Hollywood versucht als Filmepublisher. Nur mal so als Funfact, der reingespült wird. War auch nicht sehr erfolgreich. Also, vielleicht steckt da doch irgendwas hinter. So, lass uns vielleicht zum dritten Publishing-Thema kommen. Das hat Ranger vorhin schon kritisch angemerkt, nämlich Surviving Mars. Das ist auch eine super interessante Geschichte.
Surviving Mars war im Übrigen eines dieser Spiele aus dieser Phase, von der wir gerade gesprochen haben, die wirklich gut waren. Das ist ein Aufbauspiel, das ist ein hervorragendes Spiel. Das steht für mich in der ersten Reihe der Aufbauspiele, weil es halt auch sehr weit weg geht von dem klassischen Ich baue erstmal Holzfäller und Fischerhütte und sowas. Sondern man siedelt auf dem Mars, muss erstmal die Kolonie vorbereiten mit Robotern und dann kommen die Leute. Ein tolles Spiel. Das war damals von Hammermont Games und die sind weitergezogen, haben bei anderen Publishern, unter anderem Jagged Alliance 3 gemacht und, Paradox hat die zuletzt, ist gar nicht so lange her, hat die gekauft als Studio und hier muss ich sagen, das ist eine meines Erachtens ganz hervorragende Publishing-Entscheidung, weil ich dieses Studio extrem schätze. Sie haben Surviving Mars gemacht, sie haben das fantastische Jackal Alliance 3 gemacht, sie haben, glaube ich, auch Tropico 5 gemacht. Das ist ein sehr, sehr, sehr tolles Studio, die eigentlich nur gute Spiele, die letzten fünf Spiele, die gemacht haben, sind alle nur sehr gut gewesen. Und ich glaube, das war eine super Publishing-Entscheidung. Und, Ich gehe davon aus, weil sonst würden die die nicht kaufen, dass sie an einem neuen Spiel arbeiten für Paradox, von dem wir noch nicht wissen. Und jetzt kommt das Thema Surviving Mars.
Meine These, also für die, die sie nicht mitbekommen haben, die haben jetzt Surviving Mars relaunched mit einer bisschen aufgebohrten Grafik und mit allen DLCs kann man es jetzt als Gesamtpaket kaufen. Und die, die es schon besessen haben, die zahlen nur 20 Euro dafür.
Und sie haben eigentlich versprochen, dass sie in dieser Relaunch-Version auch die ganzen Bugs fixen. Und dieser Teil ist leider wohl nicht so gelungen. Es scheint nicht eingetreten zu sein, den Stimulus zufolge, ja. Genau, dieser Teil ist nicht ganz so gelungen. Die bessere Grafik, die ist auf jeden Fall erkennbar. Aber ich würde jetzt auf jeden Fall sagen, für die Leute, die das Spiel haben, lohnt sich nicht, glaube ich, diese Version jetzt zu kaufen. Wer es nicht hat, kauft hier damit ein tolles Spiel auf jeden Fall. Aber sie haben ja angekündigt, nicht nur das, sondern sie wollen das Ganze weiterentwickeln. Sie wollen also jetzt für Surviving Mars, das neue, weitere DLCs entwickeln. Und ich glaube, das ist auch einfach eine Entscheidung zu sagen, wir haben das tolle Studio, die arbeiten jetzt an einem neuen Spiel. Aber damit die jetzt nicht zwei, drei Jahre kein Geld verdienen, lassen wir ein paar von denen noch an Surviving Mars ran, um DLCs zu machen. Ich vermute mal, als Kaffeetrinker, CEO, ist das mal wieder eine pragmatische Entscheidung, um noch ein bisschen Geld zu verdienen mit Hammermont, bevor sie dann ihr richtiges neue Spiel zu machen. Absolut möglich, ja. Ähm ...
Nicht wahr, Rencher? Also, ich krieg Bauchschmerzen, wenn ich das sehe. Surviving Mars Relaunch. Wenn du, jetzt mal von normalen Menschen ausgesprochen, von dem, der 9 to 5 arbeiten geht und sich denkt, okay, ich gönne mir jetzt mal was. Mein Mann des Volkes spricht zu uns. Ja, vereinigt euch. Vereinigt euch. Hier der CEO, kaffeetrinkende Steinwallen, versteht das natürlich nicht, Leute. Ich verstehe euch. Aber dann kaufst du dir das Spiel. Du sparst dir die DLCs vom Munde ab, ja, weil da werden ja nicht gerade wenig rausgehauen. Und dann kommt auf einmal der Publisher um die Ecke und sagt, ja, wir bringen das nochmal neu raus mit einem Grafik-Update. Aber die weitere Entwicklung findet im Relaunch statt. Das müsst ihr euch dann kaufen. Aber ihr könnt ja auch das alte Spiel, das ist genauso wie das andere. Und ich sehe jetzt schon den Season Pass bei Surviving Mars Relaunch namens Surviving Mars Relaunching Prime Mission. Und dann denke ich mir, äh, äh, was? Ja, und ich soll noch mal 20 Euro jetzt ausgeben, damit ich eine besser aufpolierte Grafik bekomme. Wobei die andere jetzt auch nicht sonderlich schlecht war, weil so alt war das Game jetzt auch nicht. Ich hab das erst vor ein paar Monaten noch mal gespielt. Und ja, ich find das eine sehr, sehr seltsame Entscheidung, diesen Relaunch eben.
Weil ja, Remaster und Remake hype haben wir gerade eben, aber doch nichts zu spielen, die da erst rausgekommen sind vor ein paar Tagen gefühlt. Ja auch damals schon nicht so einen Riesen-Hype hatten. Also es ist wirklich eine komische Entscheidung rundherum. Das Spiel ist schon sehr, sehr gut. Also kann ich nur jedem empfehlen, muss ich sagen. Also wer es noch nicht hat, für den sind die 40 Euro okay. Also da kann man nicht meckern. Das ist wirklich sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kriegst alle DLCs mit. Und wer es aber schon hat, da würde ich erst mal abwarten, was kommt da mit den DLCs? Kommt da wirklich was Gutes? Da würde ich auch nicht zuschlagen. Aber ich würde sagen, Hammermont Games ist ein richtiger Daumen nach oben. Ja, das auf jeden Fall. Das sind ja keine Entscheidungen, die der Entwickler halt trifft auf seiner Ebene. Sondern der macht einfach seine Ideen, der pitcht vielleicht mal was und dann haut der Publisher hinterher raus. Also da bin ich dann auf deiner Seite Steinwall, da bin ich wieder pro Devs, pro Entwickler. Und böse, böse, böse Publishing.
Ich hab übrigens, wo wir grad bei CEOs sind, das hatte ich jetzt grad, während ihr geredet habt, Bei Surviving Master hab ich keins gespielt, da kann ich gar nicht viel sagen. Aber ich hatte noch ein Interview im Kopf, das ich hier noch mal zitieren wollte. Das ist vom Deputy-CEO. Und es bezieht sich einerseits auf Bloodlines 2 noch mal und andererseits auf Paradox langfristige Entwicklungsstrategie und zeigt noch ein bisschen, wie toll Paradox am Supporten war. Weil der hat ein Interview gegeben vor Release von Bloodlines 2, wo er Sachen gesagt hat wie, ja, es ist nicht in unserer strategischen Richtung, diese Art von Spiel zu machen. Wenn Bloodlines 2 so Gott will erfolgreich ist, wird Bloodlines 3 trotzdem von jemand anderen gemacht werden und wir werden nur die Lizenz rausgeben.
Und also er sagt dann auch noch, er hat es wohl irgendwie eine Sackgasse bezeichnet, das Spiel. Er hat sich sicher Chinese Room auch sehr gefreut, dass er das vor Release so raushaut. Dann, Und das ist halt nochmal interessant, er hat nochmal gesagt, wir werden jetzt als Publisher nichts mehr machen, was zu weit von unserer Kernkompetenz weg ist, das haben wir jetzt ja immer schon wieder gesehen. Da glaube ich auch ein bisschen, was Steinwallen gesagt hat, ist richtig, sie versuchen jetzt noch irgendwie ihre Altlasten gerade so abzuschließen, die halt da noch sie mit sich rumtragen. Er hat dann hinterher noch mal klargestellt, so, nein, nein, wir haben sehr viel Vertrauen in the Chinese Room. Wir meinen halt nur Bloodlines 3, dann ist nicht mehr so unsere Strategie und so. Was auch insofern ein bisschen bizarr ist, weil wohl Paradox ... Die Macher von der Vampire the Masquerade-Marke gehört. Also, White Wolf gehört denen wohl. Ähm ... Naja, genau. Also, ganz, ganz, ganz seltsame Geschichte. Ähm ... Ja, aber eine Sache, die aber noch angebracht wurde im Chat, die, finde ich, man erwähnen kann, es ist nicht so, als hätten sie gar keine Publishing-Erfolge gehabt. Es fliegt gerne unterm Radar, aber ich finde, man kann Age of Wonders 4 nicht gut genug loben. Das ist so ein Spiel, das ist ja mehr in ihrem Bereich. Aber das, finde ich, kann man immer wieder erwähnen, das ist noch ein Publishing-Ding, wo es gut lief bei Paradox.
Genau, das hätte ich auf jeden Fall auch noch angebracht. Das ist auch auf jeden Fall ein Daumen nach oben, ihre aktuellen Studios, Triumph-Studios, ein niederländisches Studio, das Paradox auch gehört. Und Age of Wonders 4 ist ein fantastisches Spiel, was erstaunlich konstant DLCs bringt, gute DLCs bringt, die auch gekauft werden, hat eine solide Spielerbasis. Also das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Wenn wir jetzt schon alle Publishing-Projekte nennen, sollten wir kurz noch Prison Architect nennen. Das hat sich Kritik-Ranger ja auch schon aufgeschrieben. Genau, das ist nämlich auch eine wirklich lustige Geschichte. Eigentlich ist es jetzt schon alt, weil man seit ungefähr einem Jahr nichts mehr von Prison Architect 2 gehört hat. Aber da war es so, Prison Architect 1 war ein Indie-Projekt von Introversion Software. Ein super Erfolg, zwei Millionen Mal verkauft. Und die haben dann weitergemacht, haben dann ein neues Spiel entwickelt, was ein absoluter Flop war und ich glaube, sie sind ein bisschen in Schieflage geraten und haben diese Marke dann und das Spiel selbst an Paradox verkauft. 2019 war das.
Und die wiederum haben dann eine Partnerschaft gemacht mit Double Eleven, die das Spiel vorher schon portiert hatten und haben dann 2024, glaube ich, oder spätestens dann angekündigt, es kommt in Teil 2. Dann haben sie sich mit Double Eleven verstritten, aber sie haben es trotzdem schon auf der Gamescom 2024 gezeigt. Ich habe schon Prison Architect 2 gespielt, War geil. Also es ist im Prinzip in 3D. Und dann haben sie es einem völlig mir unbekannten Studio namens KOKU Games gegeben. Die vorher schon daran mitgearbeitet waren. Das ist so ein brasilianisches Co-Entwickler-Studios, die für alle möglichen großen Titel mitgeholfen haben. Und die arbeiten jetzt daran, aber seit einem Jahr haben wir nichts mehr davon gehört. Auch absolut verrückte Geschichte.
Vor allem, weil man's eben schon spielen konnte. Ich weiß noch, wie interessant ich das fand, als ich neben der Entwicklerin dort im Raum stand und sie das dann alles erklärt hat und ich dann drauf geguckt hab mit dem 3D und wie das alles ausgesehen hat. Und ich hab mich richtig drauf gefreut, weil der, korrigier mich, falls ich falsch liege, aber der Release war ja noch offiziell ein paar Monate danach angekündigt. Der war ja noch gar nicht verschoben. Und ich dachte dann die ganze Zeit, ja, jetzt gleich geht's los. Und jetzt hört man auf einmal gar nichts mehr davon. Finde ich sehr schade, weil Prison Architect 1 oder beziehungsweise halt die Lizenz an sich, die ist ja sehr, sehr interessant. Ist auch dieselbe Engine wie RimWorld beispielsweise. Ich glaube, die wurden damals parallel mit derselben Engine in so einer Kooperation, wie auch immer die das gemacht haben, entwickelt. Und was mich eben an Prison Architect 1 störte, war diese Grafik, die ich auch bei RimWorld nicht mag. Ja, ich bin kein RimWorld-Fan, tut mir leid.
Steinwald guckt schon wieder. Du hast heute auch schon Takes rausgehauen, wo ich nur ... Und Maurice braucht gar nicht anfangen mit Stellaris Hasser hier. Stellaris ist ein viel zu überschätztes Spiel. Ich weiß gar nicht, man sollte daran finden, ehrlicherweise. Darüber werden wir gleich noch mal reden. Aber ich hätte mich ... Ich stimme übrigens zu, was die Grafik angeht. Gott sei Dank, okay, ist wieder hinfällig. Absolut korrekte Meinung. Und ich hab mich so darauf gefreut. Und ich glaube auch, dass Prison Architect mit seiner Komplexität, die dahinter stecken kann in dieser Simulation, einfach sehr gut auch zu Paradox passen könnte. Und deswegen verstehe ich es nicht, warum sie, also warum das im Nirvana verschwindet, also warum auch nicht mal Kommunikation stattfindet oder ähnliches, weil eben eine sehr hohe Schnittmenge zwischen Grand-Strategy-Spielerschaft und diesem Simulationsspiel existieren könnte, wenn man es richtig verpackt. Schade, schade. Ja, ich finde, es ist halt ein weiteres Beispiel dafür, dass einfach in die Beweisakte kommt, dass Paradox ein absolut miserabler Publisher ist. Weil diese hohe Menge an Spielen, wo einfach irgendwann in der Entwicklung einfach passiert so, und ab da war es komplett abgefuckt. Und es gab keine Kommunikation mehr, keiner weiß, was los ist. Also wie oft das bei denen passiert ist, so, das tut mir leid. Irgendwann bist du der gemeinsame Nenner.
Ja, ja, absolut. Machen wir Strich drunter. Oh, Leute sagen auch noch Millenia. Oh, nö. Nee, warte mal. Also, das ist ein bisschen gemein. Ich finde, Millenia war ein gutes Spiel, was solide die Roadmap abgearbeitet hat. Das ist keine irgendwie... Also, Millenia war wirklich innovativ im Genre. Und ich finde, es muss auch erlaubt sein, mal kleine Projekte zu lancieren. Mit innovativen Ideen, ohne dass man da jetzt ein riesen Grafikwunder erwartet, wie bei Civ 7 oder Humankind. Also Melinda ist bei mir, Melinda würde ich sagen so. Es ist auf keinen Fall, man kann nicht zu Melinda sagen so. Das würde ich hart jetzt anklagen. Rager, du siehst aus, als hättest du Meinungen zum Statement des Wertengesellschafters Steinwallen. Also wenn der CEO jetzt hier mit der Grafik von Millenia ankommt und ich ein Indie-Studio sehe, das mit einem einzigen eine geilere Pixelart wenigstens hingeschüssen bekommt als Millenia dahinter. Das fand ich wirklich wild. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Aber die Grundidee, da stimme ich dir zu, die war wirklich sehr interessant von Millenia. Das muss man einfach sagen.
Ich muss da auch wieder sagen, also ich finde aber, das ist auch irgendwann so ein bisschen Job des Publishers, weil ich stimme euch beiden zu, ich fand, da steckte viel spielmechanisch Cooles drin, aber ich finde, es ist Job eines Publishers, irgendwann reinzugehen und sagen, Leute, ihr könnt ein Grand-Strategy-Spiel nicht mit Schlachten launchen, die aussehen wie ein Mobile-Spiel. You just can't do it. Mobile-Spiele sehen besser aus. Ja, ja, also ... Da verdient es ja auch an, um Mobile-Spieler so, ne?
Bei mir war es halt im Stream wirklich so, ich hab halt das gespielt, die Demo damals. Und als ich zur ersten Schlacht kam, hab ich gemerkt, okay, das Publikum hat jetzt ausgecheckt. Und ich kann's ihnen nicht mal verübeln. So, du siehst das einmal und denkst dir, also ab da refunden doch Leute auf Steam. Und du musst doch irgendwie sehen, weil man kann ja, wichtig zu sagen, man kann ja Strategiespiele auch mit mittelmäßig bis schlechter Grafik machen, weil das ist kein Genre, das von der Grafik lebt. Aber hier war es, finde ich, mehr als nur schlecht. Es hatte diesen Vibe von, es erinnert dich an Spiele, die antithetisch sind zu der Zielgruppe, die du hier ansprechen willst. Wenn du halt sagst, die ist ein tiefes Grand-Strategy-Spiel und hier diese Grafik ist Handy-Game. Nein, don't do it. Die Zielgruppe war Leute Mitte 40, die die guten alten Zeiten miterlebt haben. Die Entwickler stammen auch aus den Anfang der 90er, da hatten die ihre Hochzeit. Deswegen ist denen das gar nicht so aufgefallen. Vielen Dank.
Das Problem dabei ist, finde ich, dass die Leute, also ich glaube, das ist jetzt, um jetzt mal auf, seit langem mal wieder ernst zu werden. Ich bin immer gespannt, wie lange wir das durchhalten. Das Problem ist, dass Paradox halt so einen Namen hat, als großer Publisher und Entwickler von wirklich Megaspielen, dass sie sich offenbar nicht erlauben können, einfach auch mal so eine Indie-Experimente, die einfach nicht super gepolished aussehen, herauszubringen. Würde Millenia jetzt als Indie erschienen sein, hätte, glaube ich, niemand darum gelästert, sondern ja, okay, ist ein netter, cooler Versuch, im Ziv-Bereich irgendwie was Neues zu machen. Grafik ist nicht so geil, aber klar ist ja auch nur Indie-Studio. Aber wie du es eben gesagt hast, weil Paradox dahinter steht, ist einfach eine Erwartungshaltung da bei den Käufern und Spielern für gewisse Standards, auch auf der grafischen Ebene. Und dann kommst du zu dieser Diskrepanz und zu der Enttäuschung. Insofern gebe ich euch recht, aus der Publishing-Perspektive hat man, glaube ich, diesen Aspekt nicht genug beachtet, dass wenn da Paradox draufsteht, die Leute auch irgendwas erwarten. Also halt auch gewisse Standards. Und insofern, ja, unabhängig davon ist Millennia ein cooles Spiel gewesen. Ich glaube, Leute, es ist wie du sagst, Leute haben da, glaube ich, gedacht, boah, krass, Paradox macht jetzt einen Ziff. Genau. Und was ja auch, also verständlich, dass das Augenbrauen erhebt.
Und ja, Ranger, du siehst aus, als wolltest du noch etwas anfechten. Wir haben in der Community ein Wort dafür. Ein Spiel muss nicht geil aussehen, ein Spiel muss nicht gut aussehen, ein Spiel muss aber stimmig sein. Es kann die letzte Grafik-Gurke sein, sagen wir mal, aber es muss stimmig aussehen, es muss ein Konzept erfüllen, das grafisch trotzdem in das Spiel hineinpasst. Und das war leider etwas, was bei mir bei Millennia überhaupt nicht zusammengepasst hat. Also egal, ob es jetzt von Paradox gepublished worden wäre oder nicht, sondern bei dem ich mich einfach als ja, deplatziert gefühlt habe mit der optischen Darstellung von dem, was ich eigentlich im Hintergrund verwalte. Und, ähm.
Und wahrscheinlich unterbewusst wird es bei vielen mitgeschwungen sein, dass Paradox eben ein Name ist und gerade die dafür auch bekannt sind, hinter der Haube so eine Simulation aufrechtzuerhalten, dass viele es eben dann damit verglichen haben. Also auch optisch dann. Ja. Aber das ist, ich glaube diese Publisher-Thematik, wo alles was schief gegangen ist, das können wir noch ewig nach hinten erweitern, von Star Trek Infinite beispielsweise, Empire of Sin beispielsweise. Ja, Empire of Sin ist wirklich. Also, vielleicht sollten wir noch, du hattest es selber, glaube ich, angesprochen, hatten wir noch gar nicht, ne? Paradox Arc noch kurz ansprechen, oder hatten wir das schon? Wir haben es schon angesprochen. Aber darf ich vielleicht, um vielleicht jetzt das irgendwie zuzubinden. Ich glaube, es gibt ein strukturelles Problem beim Publishing von Paradox.
Und zwar haben sie sich das selber irgendwie zuzuschreiben bei einer Grundsatzentscheidung ganz früh, denn der Name des Publishers ist gleich wie der Name des Entwicklers. Und das kriegen viele Leute natürlicherweise nicht auseinander. Und das heißt, bei Paradox schwingen dann irgendwelche Assoziationen mit, die dann aber auch genommen werden für die Publishing-Titel und das führt immer wieder zur Diskrepanz. Ich erlebe das fast in jedem Chat, dass Leute sagen, aber das ist doch von Paradox und so weiter. Also dieses Problem. Deswegen haben sie ja eigentlich die Idee von Paradox Arc gehabt, um diese Sachen gewissermaßen ein bisschen auszugliedern, weil einerseits wollen sie natürlich auch von dem Namen profitieren, von dem eigentlich guten Namen, aber andererseits bereitet das immer wieder Probleme beim Publishing.
Das ist ein super Dilemma. Und ich hätte, wäre ich CEO gewesen, also mein Kaffee-Nachdenken, hätte auf jeden Fall dazu geführt, dass ich Melendia zu Paradox Arc gegeben hätte. Ja. Zumindest, wenn man schon so was hat, für genau solche Spiele. Ich meine, Paradox Arc ist doch genau das. Das ist halt für diese kleinen, grafisch-schrottigeren Spiele. Dafür ist das doch da. Und auch das erfahren Sie jetzt anscheinend zurück. Passiert ja auch wieder weniger. Aber ich stimme dir zu. Und ich glaube, es hat auch noch das gegenteilige Problem. Es ist nicht nur so, es gehen dann Erwartungen daher, sondern es bestätigt ja rückwirkend wiederum auch den Namen des Entwicklerstudios Paradox. Richtig. Wenn Leute das so nicht auseinanderkriegen. Richtig. Aber ja, ich glaube, wir haben Paradox als Publisher ausführlich diskutiert und sind weitgehend zu einem negativen Schluss gekommen. Ich glaube, die eine Sache, die man... Drei runter und zwei hoch. Aha, ja. Weiß ich jetzt nicht. Ja, wieso? Hammermont ist ein Plus. und Triumph Studios ist ein Plus. Ja, gut, das stimmt. Da hast du jetzt aber auch Sachen, die wir so in zwei Nebensätzen erwähnt haben, auch nochmal gut als vorwärtige Plus. Ja, weil ihr niemals mehr das Gute redet, weil ihr einfach immer nur über das Schlechte reden wollt. Ja, ich weiß nicht. Ich glaube, ich muss einfach nochmal drei Daumen runter. Ihr könnt ja eine eigene Liste haben. Warte, noch einen Daumen runter für Empire of Sin, den müssen wir noch extra hinzufügen. Das ist schon verjährt, diese Katastrophe.
Ich glaube, wir können aber halt, die eine Sache, die man glaube ich, irgendwie positiv festhalten kann, vielleicht ist, ich weiß, also, man scheint zumindest gecheckt zu haben, dass das eine Katastrophe war und ...
Mal gucken, wie es jetzt weitergeht, jetzt wo sie mit den Altlasten jetzt, glaube ich, weitgehend durch sind. Die meisten sind jetzt raus oder abgeschrieben und entsprechend gefloppt. Mal gucken, wie sie jetzt in Zukunft verfahren. Und damit können wir jetzt ja mal zu dem gehen, wo der Daumen, glaube ich, etwas mehr nach oben geht. Nämlich der Entwicklung von Paradox und wie es um die Kern-Community bestellt ist. Und ich glaube, da, Steinweilen, gebe ich einfach mal direkt das Wort an dich, um uns in Kürze zu erklären, warum EU5 die Grand-Strategy-Welt begeistert hat und eine glorreiche Rückkehr zu Paradox als ... Ich glaube, es war auch witzigerweise genau das richtige Spiel so für diese Phase. Nachdem sie jetzt als Publisher so viel verkackt haben, kommt das Grand-Strategicste of all Grand-Strategy-Games von ihnen raus, um zu sagen, ne, schaut mal, wir sind schon noch da, wir machen schon noch härter denn je das, was ihr von uns wollt. Mehr Excel-Tabelle als je zuvor, gönnt euch. Lege ich da richtig damit? Ja, sie haben es ja selber, du hast es jetzt umständlich versucht zu formulieren, aber sie haben es Grandest Strategy genannt. Siehst du, deswegen bin ich kein CEO und kein Werbetexter.
Wie ich finde, eine ganz passende Bezeichnung. Aber tatsächlich muss ich sagen, ist EU5 eigentlich ein unmögliches Spiel. Dass das existiert, dass das herausgekommen ist, ist glaube ich weniger eine strategische Entscheidung eines CEOs, sondern hat sehr mit der persönlichen Geschichte des Chefentwicklers Johann Andersen zu tun, der mit Imperator Rom vorher Flop gelandet hat und jetzt nochmal das richtig wissen will und so eine Art Spätwerk hinlegt. Und ich glaube, einfach die Green Card bekommen hat und sagt, hier, mach dein Ding, zieh nach Spanien, gründe dort ein eigenes Studio und mach das absolute Freak-Nerd-Game, was du dir denken kannst. Geiles Leben eigentlich, oder? Ja, vor allem dann noch die schöne spanische Sonne dabei.
Und deswegen glaube ich, selbst bei Paradox würde jetzt normal irgendein unbekannter Mensch so ein Spiel dort pitchen, der nicht quasi zu der Gründertruppe von Paradox gehört, wie Johan Andersen, dann würde dieses Spiel durchgefallen sein, weil das eigentlich nicht machbar ist. Das ist also eine ganz besondere Konstellation die wir da erleben und das mit EU5 ist also ein Spiel zurückgekehrt von dem ich eigentlich dachte, es wird von Paradox so nicht mehr gemacht werden ein Spiel, was absolut hardcore komplex ist auch hardcore kompliziert was im Prinzip Mechaniken aus allen anderen Games mit reinnimmt was ein größenwahnsinniger Versuch ist eine Geschichtssimulation zu machen die es vorher noch nicht gegeben hat, Und das führt, das glaube ich, notwendig dazu, dass das Spiel auch in der Release-Version nach, keine Ahnung, fünf Jahren Entwicklung, sehr, sehr unvollkommen ist, sehr viele Bugs hat, sehr viele Balancing-Probleme hat.
Aber dennoch schon jetzt erstaunlich viel Spaß macht für alle, die Bock darauf haben, sich da so tief hineinzubewegen. Und insofern ist das ein sehr, und das passt jetzt hier sehr gut, ein sehr paradoxer Release. Ich hätte zum Beispiel gedacht, ja, entschuldigt, es musste mal kommen. Ich hätte gedacht, dass dieses Spiel tatsächlich bei den Steam-Reviews nicht so gut ankommt, wie es jetzt angekommen ist. Das war für mich überraschend. Wir hatten ja im Vorfall darüber geredet, weil ich hab dich nach deiner Einschätzung gefragt. Weil ich auch dachte, puh. Aber es scheint mir so ein bisschen ... Ich glaube, es gibt diese Art von Spielen. Ich merk das auch oft, das sind oft auch meine eigenen Lieblingsspiele. Es gibt Spiele, da merkst du ... Okay, hier wurde so sehr nach den Sternen gegriffen, dass es von Anfang an nie so klappen konnte. Aber du respektierst einfach trotzdem den Versuch und bist bereit, mehr zu verzeihen, als wenn ein Spiel rauskommt. Okay, wir hatten den Ehrgeiz, das perfekt marktforschungsoptimierte Spiel zu machen und sind leider daran gescheitert. Ja, aber dann ist auch nix da, was mich noch irgendwie verzeihlich stimmt. Aber bei solchen Spielen, glaube ich, ist die Community mehr bereit zu sagen, okay, so von wegen, wir wussten ja alle, dass es nicht perfekt funktionieren kann, aber es ist trotzdem überraschend krass, was ihr da geschaffen habt.
Ja, das ist genau der Punkt. Und insofern gut, dass du mich unterbrochen hast, weil sonst hätte ich jetzt noch eine halbe Stunde weitergeredet. Das ist die absolute Essenz dessen. Ich glaube, die Kern-Community ist super froh, dass sie da zurückgekehrt sind und honoriert das. Und jetzt muss natürlich geliefert werden. Jetzt muss einfach konstant das Spiel weiterentwickelt werden. Aber da wiederum bin ich extrem optimistisch. Das ist sein, wie soll ich sagen, er will das bis zur Rente machen. Wir werden 10, 15 Jahre EU5 erleben und es wird jedes Jahr immer besser werden.
Nicht wahr, Ranger? Das denke ich auch, tatsächlich. Also, ich bin ja nicht mehr ganz so sehr im Paradox-Game drin, dass ich diese Spiele rauf und runter spiele.
Aber als ich's das erste Mal gespielt habe, und die Freude kommt ja gleich noch auf Maurice zu, war ich absolut überfordert, wusste überhaupt nicht, wo oben und unten ist. Es war so ein Komplexitätsmonster, dass ich mir dachte, oh Gott, wenn du hier nicht Zeit rein investierst, dann wirst du erschlagen. Und ich fand's geil. Also, ich fand's wirklich geil. Weil es auch so viele Feinheiten dabei gegeben hat, aber auch eben die Möglichkeit, dass man ein bisschen mehr an die Hand genommen wird, sodass man wenigstens versucht, so ein klein wenig die Casual-Spieler mitzunehmen. Aber das ist auch gar nicht die Zielgruppe. Es ist genau das, was ihr gesagt habt. Es ist eben für die Leute, die Paradox-Spiele schon seit Ewigkeiten lieben. Und EU4 war auch früher für mich der schwierigste von allen Paradox-Teilen zu lernen. Und dasselbe ist jetzt bei EU5, dass es da reinhaut. Ich persönlich kann da gar nicht so aus der Casual-Sicht, der jetzt halt nicht hunderte von Stunden schon da drin investiert hat, sagen, was da groß an Fehlern bei ist. Ich hab viel gehört, dass mit DLCs das immer und immer besser werden wird. Aber wenn man jetzt einfach von außen drauf schaut, als jemand, der das so zwischen Tür und Angel mal spielen kann, also so sehr man so was zwischen Tür und Angel spielen kann, ist es wirklich ein solides Spiel. Und das ist, glaub ich, auch der Hintergrund, warum die Reviews so gut dabei abschneiden. Im Gegensatz zu all jenen, die halt schon sehr, sehr viel Zeit da drin investieren konnten. Jetzt nicht nur Content Creator, sondern auch Leute, die schon ein paar hundert Stunden da drin haben konnten, die natürlich dann auch mehr Bugs und Fehler in diesem Prozess erleben konnten.
Ich weiß nicht, wie es hinterher aussieht, wenn man dann die 400, ne 500 Jahre sind es, glaube ich, oder? 500 Jahre dann durchgespielt hat. Aber am Anfang absolut wunderbar, wieder mit Brandenburg zu versuchen, die preußischen Länder rein zu vereinigen und dann Oberbayern auszumerzen und zu unterwerfen und die Vorherrschaft über den Deutschen Bund zu bekommen. Das macht Spaß, ist toll. Warum? Also ich muss wirklich, irgendwann kommt mein Oberbayern-Run und ich zeige es euch allen. Ihr Schurken. Also, was ich tatsächlich bei EU5 bemerkenswert finde, ist eben genau, dass es nach aktuellem Stand halt ... Also, die Spielerzahlen sind halt mehr als nur die extremste Paradox-Nische. Es scheint schon, als hätten einige Leute dem eine Chance gegeben. Und bislang bleiben auch überraschend viele dran. Also, viel mehr als bei Victoria 3 zum Beispiel. Und das hat mich tatsächlich ein bisschen überrascht. Ich hätte mir da auch vorstellen können, so, na, da gehen halt so die Leute rein, so, ich hab seit 15 Jahren jedes Paradox-Spiel gespielt und es sind aber auch weitgehend nur die und viele andere prallen ab, aber es scheint die Leute ja doch auch zu motivieren, sich reinzubeißen.
Eine Sache, die jetzt nicht direkt, glaube ich, was mit dem Spiel zu tun hat, aber die ich so ein bisschen beobachtet habe, EU5 scheint auch ein bisschen davon zu profitieren, in der öffentlichen Wahrnehmung, dass es gerade einige YouTuber und Streamer im Grand-Strategy-Bereich gibt, die ein bisschen angepisst sind mit was auch immer davor ihr Main-Game war. Ich hab zum Beispiel, ich hab es halt bei einigen Civ-YouTubern zum Beispiel gesehen, auch im englischen Bereich, denen halt ein bisschen der Content ausgegangen ist, weil Civ 7 nicht so verfangen hat und sehr bemerkenswert, und das ist eine sehr eigene Geschichte, aber der größte Total-War-YouTuber, Legend of Total War, hat sehr öffentlichkeitswirksam komplett mit Total War gebrochen, hat gesagt, Trade of Assembly als Entwickler hat mich so scheiße behandelt, ich höre jetzt auf, ich mache ab Januar kein Total War mehr, und kurz darauf kam ein EU5-Video, das Spiel ist jetzt meine Zukunft und er ist gerade dabei, seinen Kanal auf EU5 umzustellen, weil auch Total War halt seit einer ganzen Weile den Leuten nicht mehr liefert, was sie möchten, muss man so sagen und vielleicht auch deswegen EU5 so ein bisschen in eine Nische gestoßen ist von, also im weitesten Sinne halt, Landkarten-Strategiespieler, nenne ich es mal, ganz grob zusammengefasst, die gerade dringend neues Futter wollen.
Ich glaube, ich kann ganz gut erklären, warum bei ähnlichen Spielerzahlen zum Release Viktoria 3 sehr schnell runtergegangen ist und EU5 konstant oder sehr gut noch mitspielt, jetzt einige Wochen später. Der Grund liegt einfach darin, dass EU5 halt so viel Stoff an Mechaniken, an Inhalten, an Möglichkeiten, bietet, dass du selbst nach den ersten 200 Stunden noch nicht ansatzweise das Gefühl hast, du bist irgendwie richtig durchgestiegen, sondern du hast immer wieder neue Dinge, die du ausprobieren kannst. Neue Startsituationen, beziehungsweise der Spielablauf selbst ist viel, viel langsamer, zum Beispiel als EU4, ehe du über die Jahrhunderte kommst. Das heißt, an einem Spiel hängst du auch sehr viel länger. Bei Victoria 3, das war in, würde ich sagen, in der Release-Version in einem viel besseren Zustand, was so das Balancing, Bugs und so weiter, das Polishing betrifft. Aber da muss man mal sagen, in der Release-Version war Victoria 3 ziemlich, ja wie soll ich sagen, nach 100 Stunden hat man das Prinzip einmal verstanden gehabt und dann spielten sich die Länder sehr ähnlich. Und deswegen ging das Interesse da kurz nach Release relativ schnell runter. Und diese Situation hast du bei EO5 gar nicht. Sondern alle, die ich kenne, sind einfach immer noch so interessiert daran zu lernen und alle möglichen Details zu verstehen.
Deswegen holt jetzt Victoria 3 erst langsam wieder richtig auf, weil sie tolle DLCs jetzt bringen. Aber das ist der große Unterschied. Es kann gut sein. Victoria 3 ist auch, muss man weiterhin sagen, das ganz klare Stiefkind, der aktuell laufenden Paradox-Grand-Strategy-Games. Also die Spielerzahlen sind ein Bruchteil von dem, was die meisten anderen haben. Geht auch nach oben, aber halt ... Also, das klassische Paradox-Modell scheint gerade bei den meisten ihrer Spiele zu funktionieren. So dieses, mit jedem DLC bleiben 5% mehr Leute hängen. Aber Victoria 3 startet halt bei einer viel niedrigeren Baseline, weil es so viele Leute zum Release dann wieder verloren hat. Mal gucken, wo sich jetzt EO5 ein ... Man muss ja auch sagen, das Urteil zu EO5 ist ja jetzt noch nicht gesprochen. Wir sind, glaub ich, immer noch ein bisschen in der Honeymoon-Phase. Es wird sehr interessant, glaub ich, so in drei Monaten noch mal draufzugucken, wie viele sind jetzt noch dran. Aber es lässt sich nach allem, was man sieht, wirklich gut an. Also ich finde, wenn ich gerade CEO wäre, um wieder mal darauf zu kommen, ich würde mir sehr genüsslich meinen Whisky reinpfeifen und wäre sehr zufrieden damit, was ich so an Steam Stats und sowas sehe. Gut, wir können ewig über EO5 sprechen, das wäre ein eigener Podcast, eine eigene Folge wert. Aber ich finde, wo wir jetzt hier so einen charmanten Übergang zu Victoria 3 schon gemacht haben, lasst uns vielleicht kurz da nochmal verbleiben, weil ich finde, man kann mehr dazu sagen, als zu sagen, das ist das schwierigste Spiel.
Denn die Entwicklung ist meines Erachtens nicht nur, was die Zahlen betrifft, positiv, sondern auch, was die DLC-Qualität betrifft. Wir haben jetzt die beiden, also vor allem das vorletzte große DLC, was ja spielmechanisch das ganze Thema Wirtschaft und Diplomatie nochmal ausgebaut hat. Charters of Commerce. Das ist das bestbewertetste DLC, das Paradox jemals gemacht hat. Oh, echt? Hat auf Steam, glaube ich, 91%. Krass. Zumindest auf Deutsch. Ist ein großes DLC gewesen für 30 Euro. Da sind die Leute besonders empfindlich, wenn man so viel Geld für DLC verlangt. Das ist richtig eingeschlagen und hat das Spiel auch wirklich besser gemacht.
Und auch das Letzte, jetzt kommen zwei, sag ich mal, Nation Packs. Auch die sind, glaube ich, ganz solide angekommen. Oder eins ist ja erst raus, ist ganz solide angekommen mit Österreich und so weiter. Jetzt arbeiten sie an Spanien. Also, ich habe auch mit den Entwicklern gesprochen. Ich bin hundertprozentig sicher, dass dieses Spiel noch lange entwickelt wird, dass, dass das einfach für Paradox auch ein super wichtiger Titel ist, auch wenn er jetzt nicht diese Riesenzahlen hat wie in Hearts of Iron. Das Team ist auch etwas kleiner. Insofern glaube ich, der Start war holprig und schwierig, aber spätestens mit Charters of Commerce ist dieses Spiel über den Berg und wird uns auch noch lange begleiten. Ich würde da bei den Zahlen auch ein bisschen darauf achten, auch wenn wir sagen, Paradox ist Paradox, ist es halt doch nicht direkt Paradox. Du hast gerade einen Harz auf einen Vier genannt. Ein Harz auf einen Vier ist halt deutlich leichter zu verstehen, weil das für die Leute ein bisschen wie komplexes Risiko ist und die dann einfach nur Sachen erobern müssen hinterher. Das kann ich sagen mit jemand, der die tausend Stunden Harz auf einen Vier dann da voll gemacht hat. Aber ja, ich hab's geliebt, auch lange Zeit geliebt zu streamen, aber manchmal zieht man komische Leute mit so einer Thematik an. Oh Gott, oh Gott, ja. Nein, ich kann es mir vorstellen. Oh Gott. Oh ja, oh ja.
Hast du den Titel geschrieben? Bundeswehroffizier streamed Hearts of Iron 4. Habe ich schon mal geschrieben. Ja, habe ich tatsächlich einmal geschrieben. Und wenn du in den Titel geschrieben hast, wir spielen Deutschland, dann war es ganz weit vorne. Dann ist es ganz weit vorne eingeschlagen. Aber das war seltsam. Das war seltsam manchmal. manchmal, ne? Irgendwas muss man ja tun, um groß und bekannt zu werden, Ranger, ne? Ja, ich hab's aber nicht geschafft, deswegen warte ich noch auf den Zeitpunkt. Ja, weil du aufgehört hast, weil du, weißt du, du hast... Ja, irgendwo muss man dann zwischen dem moralischen Aspekt und dem Erfolgsaspekt noch so ein Gleichgewicht finden. Oh Gott. Aber, wo ich eigentlich drauf hinaus wollte, ähm, du kannst auf einen 4 halt immer noch besser mit so einem mit so einem sehr.
Komplexen Risiko vergleichen, während du wiederum bei Victoria 3 schon eine Affinität für Zahlen haben muss, für Wirtschaft haben muss, für eben Volkswirtschaft. Das ist so, als wenn du an der Uni so ein Grundseminar Volkswirtschaft machst, wenn man es jetzt mal runterbricht. Und das ist halt auch nur in einem bestimmten Bereich für ein bestimmtes Klientel sehr, sehr, sehr interessant. Ich beispielsweise bin jemand, ich kann überhaupt nicht mehr zahlen. Ich bin nicht umsonst Richtung Geisteswissenschaften hinterhergegangen. Trotzdem fand ich Viktoria 3 geil. Aber irgendwann nach einer Zeit, wie du gesagt hast, nach 100 Stunden oder so, dachte ich dann, okay, jetzt reicht mir mit Volkswirtschaft. Und ich glaube, das bringt einfach diese Zahlen mit sich, dass dann einfach ein kleinerer, von Grund auf kleinerer Bereich mit von vornherein abgeholt wird. Weil ich auch finde, dass Victoria 3 zum Release eigentlich ein echt solides Spiel gewesen ist. Ja, aber jetzt würde ich mich dann in Teufels Küche begeben, wenn ich sage, vielleicht bietet Volkswirtschaft auch einfach nicht mehr. Deswegen sage ich das jetzt lieber nicht.
Also ich mochte es tatsächlich auch zum Release sehr. und ich glaube, bei mir ist das Problem, weil auch ich bin eigentlich kein Zahlenmensch, warum sind wir eigentlich alle Strategiespielstreamer geworden? Ich liebe Zahlen, wollte ich mal kurz sagen. Sehr gut. Aber bei mir war es tatsächlich irgendwann so, dass ich das Problem hatte, und das ist erst mal positiv, ich habe auch viel Gutes darüber gehört, wie es sich entwickelt hat, aber ich habe bislang nicht die Zeit gefunden, noch mal neu reinzufinden, inklusive all der Sachen, die seitdem dazukamen, was ja eine Menge ist. Zum Beispiel das ganze Foreign Investment und so gab es ja zum Launch nicht. Also die ganze Wirtschaft hat sich nochmal sehr geändert und ich hatte dann einfach die Zeit bislang nicht, mich da nochmal so tief reinzufinden, aber ich würde eigentlich gern mal wieder, weil ich mochte es zum Launch wirklich gerne und fand es auch ein bisschen schade, dass das finde ich teilweise, es hatte seine Probleme, aber ich finde, es wurde etwas schlechter gemacht, als es eigentlich war. Es ist ja unter die magische Steam-Grenze von 70 gefallen, wo dein Schriftzug dann gelb wird und du gebranntmarkt bist als mittelmäßiges Spiel. Aber ist jetzt wieder hochgegangen, glaube ich. Ja, genau. Aber damals war es halt da und das fand ich schade.
Eine These, die bei mir im Chat aufkam, jetzt in der Vorbesprechung zu diesem Podcast und da würde mich deine Meinung, Steinwallen, interessieren, dass eigentlich hat ja Paradox es gut geschafft, finde ich, Grand Strategy zu, Gut auszudifferenzieren, dass für jeden was dabei ist. So Crusader Kings mit diesem mehr Story-Fokus und so was. Und dass EU5 jetzt vielleicht ein bisschen sehr konkret auf die Füße von VIC-3 tritt, weil es viel von diesem Handel, Gebäudebau, Ressourcenkram auch drinnen hat. Und vielleicht die gleichen Hardcore-Zahlen-Nerds anspricht, die sonst sagen würden, Victoria 3 ist von all diesen Paradox-Spielen meins, weil ich genau das will. Ja.
Also ich glaube auch, dass zumindest aktuell nach dem Release EU5 ganz sicher Spielerzahlen wegnimmt von anderen Paradox-Titeln. Und ich würde sogar so weit gehen und sagen, Victoria 3 dürfte da am meisten so ein bisschen drunter leiden. Ich habe die Statistiken mir auch angeschaut. Hartz-Affekt 4 ist, glaube ich, ziemlich unberührt von EU5, aber die anderen durchaus.
Insofern, kurzfristig ist das richtig. Aber ich denke, mittel- bis langfristig ist das, glaube ich, kein Problem. Erstens, weil EU5 einfach sich aus allen Bereichen bedient und einfach so ein Megaspiel ist, dass es, glaube ich, immer auch eine Zielgruppe gibt von Spielern, die ein bisschen konzentrierteres, konzentrierteres Spiel lieber haben möchten als dieses Monster. Und zum Zweiten ist auch das Setting des 19. Jahrhunderts nochmal hat eine ganz andere Attraktivität. Also auch das spricht sich ja nochmal andere Spiele an. Und zum Dritten ist es so, dass am Ende für die Gesamtfirma, glaube ich, es grundsätzlich mittel- bis langfristig gut ist, neue Leute in den Kosmos dieser Spiele zu holen und dass, glaube ich, die anderen Spiele auch davon profitieren werden. Ich glaube, es gibt einfach auch tatsächlich gar nicht so wenige neue Spieler, die jetzt zum Beispiel zu EU5 reinkommen und dann merken, hey, da gibt es ja noch ein Victoria 3, das hat auch ein cooles Handelssystem. Das ist das, was mir zum Beispiel vielleicht bei EU5 besonders gut gefällt. Schaue ich mir das mal an. Das heißt, kurzfristig ja, aber mittel- bis langfristig glaube ich, profitiert Paradox eher von einem erfolgreichen EU5.
Genau, paradox gesamtbestimmt. Ich hatte jetzt nur eher den Verdacht, dass konkret Victoria 3 dann so ein bisschen unter die Räder gerät, als eh schon das Kleinste. Und jetzt haben wir hier noch ein Neues, das die Leute auch noch davon abzieht. Ich bin relativ sicher, dass zum Beispiel EU5 nicht viele Leute von Crusader Kings abzieht. Weil das bedient schon recht... Ich meine, ich hab erst gedacht, so wie dumm sind die denn? Aber es scheint nicht geschadet zu haben, dass EU5 ein paar Tage nach der neuen CK3-Erweiterung rauskam. Ich dachte mir erst, das könnt ihr doch nicht bringen. Das ist doch, ne, auch wieder aus meiner CEO-Sicht. Aber gut, die machen das nicht zum ersten Mal. Und die Statistiken haben eigentlich gezeigt, beides lief ziemlich gut. Dann können wir vielleicht mal zu Crusader Kings überleiten. Oder habt ihr noch was, was ihr zu EU5 sagen wollen würdet? Bist ihr da schon bei Victoria 3 gewesen? Das stimmt, das stimmt. Ja, bei Victoria 3 war eher so ein Subkapitel hier von EU5.
Aber du hast recht, du hast recht. Wir waren schon bei Victoria 3. Ja.
Wollt ihr dazu noch was sagen? Nein. Gut. Alles gesagt.
Sag ich jetzt mal so. Ja, also CK3, muss ich weiter sagen, ist das Paradox-Spiel, das mich irgendwie am traurigsten macht. Weil auch wenn jetzt die neue Erweiterung echt cool war, ist es einfach immer noch so, dass die Richtung von CK3, die es eingeschlagen hat, mir einfach sehr fundamental nicht mehr gefällt. Also ich finde, sie sind einfach komplett auf den falschen Dampfer gegangen damit. Und das immer noch. Ich habe das Video von One Proud Bavarian gesehen, der hat es, finde ich, ganz treffend bezeichnet. Der hat gesagt, CK3 ist ein Vergnügungspark-Strategiespiel geworden, wo statt an der Substanz grundlegend zu schrauben, einfach immer neue Attraktionen aufgemacht werden, die du dann einmal machst. Und dann bist du damit wieder durch, musst du auch nicht nochmal machen. Und jetzt ist halt die große neue Attraktion Japan, China, Korea gekommen. Da kannst du auch einen geilen Durchlauf machen, aber du hast ja nicht viel von diesen ganzen krassen neuen Regierungsformen davor, jetzt so fürs Core-Game, dass dir das haufenweise neue Durchläufe ermöglicht, weil an der tiefen Substanz des Spiels was gebaut wurde. Und ich finde immer noch, dass sie also so lange mit diesem Spiel auch in Richtung von Textfenster-DLCs gegangen sind, statt spielmechanischen DLCs. Ich habe wirklich gemerkt, ich habe immer weniger Bock drauf. Und es ist so schade, weil es war mal mein Lieblingsspiel. Ich hatte ja ein ganzes Format hatte ich um dieses Spiel.
Und die neue Erweiterung kam raus und ich habe wirklich einfach gemerkt, ich habe überraschend wenig Bock, da gerade überhaupt so tief reinzuschauen.
Also, das ist halt, die meisten von uns haben einfach ein Strategiespiel mit Rollenspielansätzen erwartet und jetzt ist es mittlerweile ein Rollenspiel mit Strategieansätzen und das ist, glaube ich, das große Problem insgesamt, mal abgesehen von den Pop-Ups, die einen mehr überfluten als alles andere, die schon komplett ungeeignet für Multiplayer meiner Meinung nach mittlerweile machen und auch im Singleplayer irgendwann einfach langweilig werden, fehlt mir eben diese strategische Grundsubstanz, Dass ich ein Adelshaus führe und sagen kann, okay, jetzt will ich da meine Ländereien ein bisschen mehr forcieren, jetzt will ich das ein bisschen mehr forcieren. Aber davon ist es ja komplett weggegangen, mehr zu der Charakterinteraktion hinterher. Und ich hab CK2 jetzt nicht sonderlich viel gespielt, also nicht so viel wie Teil 3, aber da war es mehr drin abgebildet mit diesen verschiedenen Ländereien, mit diesen verschiedenen, wie manage ich jetzt welchen Bereich und hat auch dieses Roleplay dann dabei gehabt, dass man zum Beispiel mit einem Pferd, also ein Pferd konnte der König werden von einem selber. Aber es hat sich nicht so sehr da drin verloren und das finde ich so schade, alleine wenn, ich bring jetzt mal einfach den Punkt, Märkte mit integriert worden wären oder.
Hinterher Handelsfamilien mit integriert worden werden gegen Ende des Spiels oder so, klar, dann hätte es auch wieder so ein bisschen in Richtung Viktoria 3 oder jetzt auch EU5 driften können, aber man hätte das ja wieder um das Spielprinzip herum knüpfen können und das hätte ich wirklich schön gefunden, ähm, bei dem Ganzen. Ähm, aber ich glaube, Steinwein hat am meisten seiner Projekte in Crusader Kings 3 verbracht, ne? Ja, und habe jetzt auch schon länger keins mehr gemacht, weil das für mich als Storytelling-Spiel nicht mehr funktioniert als Let's Play. Also zumindest nicht mehr in der großen Form mit über 100 Folgen. Aufgrund dieser Textfenster, die einfach viel zu detailliert sind, viel zu sehr in eine Szene einsteigen. Ich brauche in einem Strategiespiel keine wörtliche Rede. Das ist einfach nur Quatsch. Das macht man nur, wenn man eine Generation nur spielt. Aber wenn der Uropa die gleichen Dialog hat wie sein Enkel und das zum zehnten Mal, dann ist es einfach absurd. Dann kann man das auch als Creator nicht mehr vorlesen oder so. Man klickt es dann einfach nur noch weg. Und das ist zumindest für meine Art des Spielens ungeeignet. Deswegen stimme ich euch hier völlig zu. Mich hat das Spiel verloren. Aber als CEO, Leute, als CEO muss ich sagen.
Den chinesischen, japanischen, koreanischen Markt so zu bedienen, wie man das mit diesem DLC gemacht hat, ist einfach gut. Ja, nee, also ... Da klingelt die Kasse, würde ich mal so sagen. Es scheint ja auch, dass es immer noch gut, Leute ... Das ist ja immer noch sehr erfolgreich, das Spiel. Der DLC lief gut, die Spielerzahlen haben diese klassische, langsame Paradox-Aufwärtskurve. Also, da sind wir die Minderheit. und es ist vielleicht auch zum Teil, ein bisschen unserem Streamer-Dasein geschuldet, weil mir geht's wirklich auch so, es klingt so dumm, ich weiß, ich glaub, wenn du das hörst als jemand, der nicht streamt, denkst du, was ist das denn für ein bescheuerter Grund, aber mir geht's auch so, ich hab keinen Bock mehr, diese Berge an Texten vorzulesen, ich will nicht mehr, also vor allem, weil's immer gleiche sind und weil es so aggressiv ist damit und, aber ich finde, da ist auch was Tiefergehendes im Argen und wir hatten da, glaub ich, während deines EU5-Streams, glaub ich, wir sind darüber geredet, Steinwallen, dass Crusader Kings, finde ich, Das hat irgendwie von sich selber wahrgenommen, oh, Leute schätzen uns als Storytelling-Spiel und hat grundlegend missverstanden, was das gute Storytelling in dem Spiel ist. Und das war nicht, wie lustig sich Sachen aus den vorgefertigten Events ergeben, sondern welche Geschichten du selbst in der Sandbox schreibst durch pure Spielmechanik.
Und das finde ich ... Und sie haben dann irgendwie sich gedacht, okay, cool, wir müssen also mehr Storys reinbringen. Also ist jetzt jede Spielmechanik, also zum Beispiel die Turniere, sind eine reine Textfenstermechanik eigentlich. Die besteht nur aus Textfenstereinanderreihungen. Ich hab so keinen Bock darauf. Und auch die Reisen, da kriegst du die gleichen, bei jeder Schiffsfahrt fällt irgendein Artefakt über Bord. Immer, jedes Mal. Aber das Reiseding ist eigentlich eine supercoole Mechanik, muss man sagen. Die Tatsache, dass man da über die Karte sich bewegt als Charakter, ist fantastisch. Aber ja, es hätte einfach ein Event pro Reise erreicht, fertig. Ja, und ich finde, ich hab's jetzt witzigerweise eben wieder, weil ich halt wirklich grad gerne deine EU5 Let's Plays gucke, du merkst halt so viel mehr, die besten Storys in diesen Spielen passieren nicht, weil sie ein Event eingebaut haben, du hast gerade die Pest, es werden nun vorgefertigt zwei Könige nacheinander sterben bei dir. Das ist ja kein vorgefertigtes Event, sondern das sind Spielmechaniken, die ineinandergreifen und das Spiel hat so viele Spielmechaniken, die du alle manipulieren kannst, dass sich daraus die witzigen Geschichten ergeben. Und das war auch in Crusader Kings 3 finde ich das Starke. Die besten Geschichten, die ich da erlebt hab, war halt irgendwie Sachen wie, ich nehm mir im Stream vor, jetzt spielen wir einmal einen ehrbaren Charakter und am Ende ist er komplett wahnsinnig geworden.
Und sehr viel davon war nicht einfach, dass ich da irgendwie eingegeben hab, bitte gib mir die Story von einem Charakter, der gut sein will und ich werde gern die Textfenster davon, sondern.
Was ich mit dem Charakter gemacht hab, wie andere Charaktere mit dem interagiert haben, das ist das Coole. Und deswegen bin ich auch bei Ranger, hätte ich mir viel eher halt Mechaniken gewünscht, die irgendwie neue Vektoren des Geschichtenerzählens ermöglichen. Wie halt Handelsfamilien, Banken, Handelsrepubliken und so was. Statt halt neue Textfenstergeneratoren. Auch so die Legenden und so was. Alles Mechaniken, die dazu da sind. Oh Gott, die Legenden sind schrecklich. Ja. Ja, das sind alles Pausen-Events. Also wir sind uns, glaube ich, hier absolut einig. Entgegen der Ankündigung von Ranger sind wir uns eigentlich fast überall einig. Das war auch hier so eine Clickbait-Ankündigung. Hey, wir sind uns gar nicht überall einig. Du mit deinen Daumen da am Anfang. Aber hier muss man einfach mal sagen, wann merken Entwickler und Publisher, dass irgendwas schiefläuft, wenn irgendwie die Zahlen zurückgehen. Und das gehen sie bei Zicka 3 nicht. Das Spiel ist sehr erfolgreich. Sowohl was die aktiven Spieler betrifft, als auch was die Verkaufszahlen der DLCs betrifft. Und insofern, warum sollten sie irgendwas ändern? Die Signale der Spielerschaft ist einfach, hey, das finden wir geil, mehr davon. Und sie machen mehr davon. Sie haben uns verloren, aber wer sind wir schon? Das stimmt. Ich meine, ist was dran. Und möglicherweise ist es einfach so, dass dann.
CK3 nicht mehr das Paradox-Spiel für mich ist und ich jetzt mal wieder mehr versuchen sollte, bei anderen einzusteigen, die vielleicht ein bisschen mehr in die Richtung gehen, die ich mir gerne hätte. Ich trauer dem nur, ich trauer dem einfach sehr, subjektiv, emotional deswegen hinterher, weil es mein Lieblings- Setting hat halt von allen Paradox-Spielen und auch dieser grundlegende Ansatz, der Fokus sind Mittelalter und Adelsintrigen, das spricht mich halt am meisten an und es gibt eine, Traumversion von Crusader Kings 3 in meinem Kopf, von der ich damals irgendwie dachte, wir kriegen die vielleicht. Das ist halt die, wo sie eher auf spielmechanische Erweiterung gegangen sind in der parallelen Zeitlinie. Und ich hätte die gerne gehabt. Und ich finde es schade, dass ich sie nicht bekommen habe. Ich räume aber ein, ne? Der CEO zündet sich die vierte Zigarre an und findet es geil und freut sich, weil es funktioniert. Und es ist vielleicht auch gerade deswegen super ausdifferenziert versus andere Spiele wie ... Es tritt halt viel weniger EU5 auf die Füße und das ihm zum Beispiel. Die können super nebenher existieren, weil sie so anders sind. Ja. Deswegen würde ich hier einen neutralen Daumen geben. Ja. Kann man machen. Wobei, nein, halt. Nee, sorry. Ich bleib subjektiv emotional. Ich geb den Daumen nach unten. Ich find's wirklich schade. Es macht mich persönlich traurig.
Ich möchte, weißt du, ich möchte nicht immer kalte Marktpragmatik. Die hat ihren Platz in der Welt, aber das können Technokraten wie du, können da, ne ähm, ich, ich bleibe bei menschlichen Gefühlen ähm, und sage, meh.
So also wirklich einen Daumen nach unten, weil ja klar, die Entwicklung ist ein bisschen blöd, aber es ist ja trotzdem ja trotzdem noch ein gutes Spiel also, weißt du, was ich meine, Maurice, das ist so, das du würdest ja trotzdem das Spiel wahrscheinlich noch vorziehen im Gegensatz zu, Name Millenia hier. Wow. Es geht ja um eine Tendenz. Ja gut, Tendenzmäßig bin ich dann auch ja beim Daumen nach unten. Aber insgesamt beim Spiel bin ich immer noch positiv, muss ich sagen. Ich glaube, was gerade viele im Chat schreiben, was ich auch wieder mehr... Das ist nicht paradox. Ja, deswegen, plus eins und minus eins ist neutral, Ranger. Du musst einfach mal deine Rechnung beenden. Du hast gerade, am Anfang, vor gut anderthalb Stunden hast du gesagt, ich darf nur schwarz oder weiß sagen. Dann sag ich jetzt schwarz oder weiß und dann gibst du auf einmal neutral. Das hab ich nicht gesagt. Das hast du missverstanden. Ist das frech.
Wollen wir noch zu den anderen beiden Spielen kurz was sagen? Hearts of Iron 4 und Stellaris. Oder auch länger. Je nachdem. Wie ihr da so drauf seid. Hearts of Iron 4, hast du ja gesagt, Ranger 1000 Stunden. Da bist du ja hier wahrscheinlich der Experte von uns. Was wir uns von den letzten DLCs anschauen können. Die sind sehr schlecht angekommen. Graveyard of Empires hat 15% auf Steam. What?
Das war ein DLC, was, die DLCs fokussieren sich jetzt sehr stark auf die Fokusbäume. Das heißt, die bringen für einzelne Länder dann immer komplexe alternativhistorische Möglichkeiten.
Und Graveyard of Empires war, glaube ich, Indien und Persien. Und laut den Steam-Reviews war das sehr, wie soll ich sagen, sehr kreativlos, uninspiriert, was sie da gebracht haben. Und auch buggy. Und gerade irgendwie ist ja No Compromise, No Surrender rausgekommen. Das war allerdings ein bisschen deutlich mechaniklastiger, weil sie da jetzt noch die Kohle als Ressource mit eingeführt haben, die man benötigt für Industrien. Aber auch das ist ziemlich schlecht angekommen. Das ist ein bisschen skurril, weil HZ4 ist eigentlich das absolut erfolgreichste Spiel von denen. Und ich habe den Eindruck, die können DLCs rausbringen, wie sie wollen. Das ist eigentlich den Korg oder den Spielern von Hearts of Iron 4 völlig egal. Die finden das Spiel geil, die spielen das weiter mit Mods ohne Ende. Die DLCs werden dann mal mitgenommen oder abgestraft. Aber das tut dem Erfolg dieses Spiels kein Abbruch. Wir reden so von Spielerzahlen von 60.000 bis 70.000. Das ist einfach nur krass. Das ist einfach nur krass. Das hat man, glaube ich, oft gar nicht auf dem Schirm, dass Hearts of Iron 4 wirklich so erfolgreich ist wie mehrere andere Paradox-Spiele zusammen von den Spielerzahlen her. Du nimmst EU5, also die meisten, mit denen wir gerade geredet haben, zusammen und du kommst bei Hearts of Iron kombiniert raus. So erfolgreich ist das.
Hier schreibt noch jemand, absolut, hab 4500 Stunden und kaufe jedes DLC, obwohl es schlecht war. Ja, genau. So sind sie, die Hearts of Iron 4-Spiele.
Da macht er sich beliebt. Jetzt muss ich mal meine Hand ins Feuer legen für die Hearts of Iron 4-Spieler. Nachdem du sie vorher noch als komisches Volk betitelt hast, das man unlockt. Die im Stream kommen manchmal, ja, aber die sind ja nicht alle, du kannst ja nicht alle übereinkommen, kommst alle zu mir. Ich bin Fan von euch. Auf jeden Fall. Ähm. Die Sache ist ja, diese DLCs, beziehungsweise vorher angefangen, Hearts of 1-4 ist für manche auf den ersten Blick sehr, sehr, sehr komplex. Aber es bringt einen sehr einfachen Weg, das Spiel zu lernen. Nämlich diese Missionsbäume, die wir auch schon in anderen Spielen hatten, die aus anderen Spielen wieder rausgeflogen sind. Die gab es mal in Europa Universalis 4. Und die geben einen so ein bisschen wie eine Kampagne an die Hand. Wie man lang gehen kann, wo man lang gehen kann und geben auch bestimmte Boni oder Mali auf das, was man halt machen möchte. Zum Beispiel so, dass, wenn man Deutschland spielt, auf dem historischen Wege, dass man einen großen Bonus bekommt gegen die Anfangsländer, wenn man diese angreift und es dadurch für die Leute halt einfacher macht. Und dieses Grundspielprinzip.
Ist ein reines Steinschere-Papier-Prinzip. Tatsächlich gibt es auch eine E-Sport-Szene rund um Hearts of 1, weil es im Prinzip nur ein Grand RTS ist, wenn man das so sehen möchte, bei dem es darum geht, wer gibt welche Befehle in welcher Zeit am besten, um jemals jemanden einzukesseln. Und das Ganze folgt einem sehr interessanten Schere-Stein-Papier-Prinzip, bei dem, ich sag mal in Anführungsstrichen pseudomäßig, auch ein bisschen Individualität bei der Bewaffnung der Fahrzeuge und sonst was alles dabei ist. Im Kern gibt es dann aber auch eine Meta und sonst was alles, aber das jetzt mal zur Seite gestellt, ist das halt trotzdem Steinschere-Papier-Prinzip, dass man irgendwann, wenn es bei einem Klick gemacht hat, leicht durchschauen kann und sich dann darum kümmern muss, Ressourcen und besondere Fabriken, Militärfabriken, Zivilfabriken zu erwirtschaften und zu erobern, um seine Armee immer und immer stärker werden zu lassen. Man muss sich nicht mehr sonderlich um Diplomatie kümmern, Man muss sich nicht um eine große Volkswirtschaft kümmern oder Ähnliches, sondern das sind ganz rudimentäre Sachen, die sich hauptsächlich auf Krieg fokussieren. Und daher hat es diese große Spielerschaft in seiner Basisspiel, aber dann hinterher sagt man, okay, jetzt bringen sie hier einen Fokusbaum rein für, keine Ahnung, Indien. Und das ist aber absolut nicht zu 100 Prozent historisch genau der Weg, den sie am besten da machen sollten.
Weil da ist noch das im Hintergrund, das im Hintergrund. Nee, ich glaub, das ist nicht die Kritik. Also, die funktionieren dann teilweise auch nicht. Die sind aber nicht gut getestet. Das braucht auch dann wieder ein halbes Jahr, ehe sie dann wieder gepatcht sind und so. Genau, die sind auch teilweise imbalanced. Also, es gab auch früher Sachen, bei denen man dann wirklich einen unfairen Vorteil bekommen hat, weil man die immer und immer weiter buffen konnte. Ich glaub, das war bei No Step Back oder so was, dass die immer und immer stärker wurden und dann hinterher alles überrollt haben.
Aber, also, die DLCs sind ... Die sind wirklich teilweise schlecht, wenn es um die Fokusbäume geht, da wird er nachjustiert. Teilweise kommen dann auch Mechaniken in das Spiel rein, die noch gar nicht richtig funktionieren in dem Basisspiel, aber nach und nach dann wieder zusammengepatcht werden. Aber es bleibt bei der Kernaussage dieses Grundspielprinzip hinter Harz of 1 ist halt unverändert im Großteil durch die ganzen DLCs so dass dieses steinliche Schere Papierprinzip im Großen und Ganzen noch funktioniert bis auf die, Kleinigkeiten weswegen es halt diese große Spielerschaft um sich herum hat.
Der 4500-Stunden-Mensch meldet sich noch mal und sagt, Ranger beschreibt die Probleme sehr akkurat. Der Ergänzung von Steinwallen kann ich auch unterschreiben. Sehr gut. Mich persönlich hat das Spiel verloren, aber nicht, weil ich es irgendwie schlecht finde oder so, sondern weil du eigentlich bei dem Aufwuchs, den alle Paradox Games über die Jahre bekommen, du kommst selbst als hauptberuflicher Gamer nicht mehr hinterher. Muss man einfach mal sagen. Du musst irgendwo aussteigen und dich konzentrieren. Also ich bin bei H2F4 mehr oder minder ausgestiegen. Ich beobachte das nur vom Spielfeldrand. Es ist wirklich so. Ich mein's ja vorher mit Victoria 3. Ich würd gern mal wieder reinkommen, aber selbst eben der hauptberufliche Gamer ist dann so, ja gut, aber er ist halt auch gerade auch Anno 117 und so. Musst mal gucken, auf welche man sich konzentriert. Aber das sind First World Problems? Ja, maximal.
Was ihr beschrieben habt, ist ja trotzdem, das kann man ja auch noch mal übergreifend sagen, ein Problem, mit dem Paradox schon immer noch kämpft. Obwohl die Spiele weiterhin erfolgreich sind, kriegen sie es nicht hin, dass die DLCs konsistent gut ankommen. Also auch Crusader Kings zum Beispiel, vor dem großen Japan-DLC kam ein kleinerer, dem dann ein Statement folgen musste. Das hatte ich vorher schon erwähnt, so von wegen, hier ist das Q&A-Team, wir wissen, wir haben es verbockt. Wir haben so viele Ressourcen in All Under Heaven gesteckt, dass das hier leider nicht mehr funktioniert hat. Also auch die, die beliebt, erfolgreich und gut funktionierend sind, leisten sich immer mal wieder einen 20% Positiv-DLC. Ich glaub, Shadow Kings 3 hat sogar mehrere inzwischen. Der solchen DLC kam's auch echt nicht gut an. Also, es ist immer ein Auf und Ab. Aber eins, das dann trotz allem den Spielen nicht zu schaden scheint. Wie vorher auch im Chat. Hannibal hat's ja auch geschrieben, Grüße gehen raus. Genau, erfolgreicher denn je.
Und da kommen wir zu Stellaris, würde ich sagen. Als letztes dieser großen Titel. Schwierige DLCs, die dem Spiel nicht zu Schaden scheinen, kann man da auch finden. Stellaris hat eine relativ gute Spielerzahl, muss man sagen. Es ist, glaube ich, das Älteste der jetzt noch vorhandenen Titel. Bin mir ganz sicher. Spätestens jetzt mit EU5, glaube ich, das EU4 abgelöst hat. Dann Stellaris, der neue Altersprimus. Stellaris leidet ... Hartz-auf-Einfach ist das Älteste. Ja? Okay. Oh, das kann sogar sein. Nee, ist ein Monat auseinander. Siehste? Entschuldigung. Stellaris leitet ein bisschen oder als einziges, glaube ich, von den genannten Titeln an technischen Problemen und das neun Jahre nach Release.
Das Spiel hat Performance-Probleme nach wie vor im Mid- und Endgame und es hat auch Probleme im Multiplayer, was D-Synx betrifft, ziemlich gravierend und deswegen haben sie noch mal vor einiger Zeit ein ganz großes Update des Spiels gemacht, wo sie Spielmechanik noch mal gravierend verändert haben. Das haben sie schon mehrfach gemacht bei Stellaris. Viele werden noch das 2.0-Update sich erinnern. Jetzt haben sie das 4.0-Update gemacht mit dem Versprechen, wir machen das deshalb, damit die Performance besser wird. Und jetzt kommt das Absurde, die Performance ist schlechter geworden. Nach dem 4.0. Da gibt es diverse Benchmarks. Habe ich mir heute auch nochmal angeschaut. Das Spiel ist langsamer geworden. Sie kohlen langsam auf, aber es ist immer noch deutlich langsamer, als mit dem letzten Patch davor, 3.1.4. Insofern, glaube ich, sind die ganzen Inhalte.
Glaube ich, solide, kommen ganz gut an, aber es wird immer wieder das Problem genannt, die Performance dieses Spiels. Und deswegen, das kriegen sie irgendwie nicht richtig in den Griff. Und da würde ich sagen, okay, es schlägt sich noch nicht so super auf die Spielerzahlen nieder, aber tendenziell eher so ein bisschen Problemfall. Aber, also ich meine, man muss schon sagen, es ist, glaube ich, das zweitkleinste von den aktuell laufenden Paradoks-Spielen. Nur Victoria 3 ist kleiner. Stellaris, Ich finde das oft interessant, weil vom Diskurs her, das kann aber auch sein, dass ich mit Michael Graf zusammenarbeite, der ja auch ein riesen Solaris-Fan ist. Vielleicht habe ich einfach nur immer mehr von Solaris deswegen gehört. Aber ich habe das Gefühl, Solaris ist mir im Diskurs eigentlich immer präsenter gewesen als Hearts of Iron 4 zum Beispiel. Obwohl es viel, viel kleiner ist im Vergleich. Es hat jetzt gerade 12.000 Spieler. Das ist halb so viel ungefähr wie Crusader Kings 3. Es ist tatsächlich eins der kleineren Paradox-Spiele. Hat auch dieses langsame, stetige Wachstum.
Aber hat den gleichen Durchbruch wie andere Paradox-Spiele nicht ganz geschafft. War aber, glaube ich, schon größer. Ich würde sagen, Stellaris ist jetzt schon in der Endkurve ihres Entwicklungszyklus. Das würden, glaube ich, die Entwickler oder die Publisher nicht so sagen. Aber gerade wegen dieser problematischen technischen Basis kann ich mir nicht vorstellen, dass das Konzept, das immer ewig weiter zu betreiben, noch lange funktioniert. Und Stellaris hatte über die Jahre schon deutlich höhere Spielerzahlen. Die DLCs verkaufen sich wohl noch, aber ich würde mich nicht wundern, wenn Stellaris 2 in Arbeit ist.
Behaupte ich jetzt einfach mal. Weil auf dieser Plattform kannst du das Spiel eigentlich nicht noch fünf Jahre weiter betreiben. Ich kann mir das auch gut vorstellen, auch einfach von der Zeit her, die es draußen ist. Irgendwann ist ja auch legitim, wenn ein neuer Teil kommt. Hoffen wir, dass es kein City Skylines 2 wird. Wir machen alles jetzt krasser und der technische Unterbau wird toll und dann ist das nicht.
Das Spiel selber ist ja neun Jahre alt und das hat vor fünf Jahren noch 20.000 Leute gehabt. Also weiter kann ich leider nicht zurückgehen dabei. Also das hat schon eine gute Spielerschaft gehabt, ist jetzt ein bisschen runtergegangen.
Stellaris ist so ein bisschen das für all jene, die früher anstatt Fantasy lieber sowas wie Isaac Asimov gelesen haben oder die sich bei C.O. Lee oder so verlieren, also die so diese, tiefen Sci-Fi-Welten, die bis zu Tausende von Jahren in die Zukunft gehen, sich da drin verloren haben. Und deswegen liebe ich auch Stellaris. Also ich hab zwar nicht so viel gespielt wie Hearts of 1,4, aber ich würd's fast schon auf dem zweiten Platz ranken danach. Eben aufgrund dieser eigenen Odyssee im Weltall, die ich dort erleben kann. Womit sich halt Stellaris echt keinen Gefallen getan hat, ist dieses dauerhafte Wir bauen das komplette Gameplay wieder einmal um.
Und Paradox-Spiel zu lernen ist ja schon schwierig genug. Dann kommt aber das 2.0-Update, da müssen die Leute sich wieder neu reinfuchsen. Dann funktionieren auf einmal Planeten komplett anders, als es vorher gewesen ist und du weißt nicht genau, wie das Popsystem funktioniert. Dann kommt auf einmal Stellaris 3.0. Nochmal neues Popsystem. Auf einmal hast du Tausende von Menschen, viele neue Ressourcen, die dazukommen. Ressourcen werden anders erlangt und so weiter und so fort. Und das ist halt irgendwann auch nicht mehr möglich gewesen für die Leute. Ich hab gerade eben die beruflichen, die hauptberuflichen God Decreator erwähnt, das war die Zeit, in der ich noch Paradox viel gespielt habe und ich bin nicht mehr hinterher gekommen, mich reinzuarbeiten in die verschiedenen Bereiche, weil es einfach so viel durch dieses Umbauen teilweise gewesen ist. Es hat teilweise auch ein bisschen mehr Immersion gebracht, ja, also es war jetzt nicht nur schlecht, dass sie diese neuen Aspekte mit reingebracht haben und vor allem 2.0 war für mich sogar der größte Schritt nach vorne dafür.
Aber es ist irgendwann too much, irgendwann ist es nicht mehr an der Zeit, ein Spiel weiter umzubauen und weiter umzubauen, sondern dann lieber an einem zweiten Teil zu arbeiten, anstatt dass ich jetzt hinterher 4.0, 5.0, 6.0 rausbringe und jedes Mal, wenn ich Stellaris anschmeiß, sieht das Spiel anders aus. Also es ist ein interessanter Punkt, weil eigentlich spricht die Tatsache, dass sie es jetzt nochmal radikal verändert haben dafür, dass sie noch nicht an einem Stellaris 2 arbeiten, weil sonst würde man das nicht machen. Würde man auf der Endphase sein, würde man vermutlich noch ein paar Inhaltssachen machen und gut ist. Insofern widersprechen mich jetzt hier selbst. Aber der Punkt ist, dass sie ja geglaubt haben, dass mit der Änderung jetzt die Performance besser wird. Und wenn sie es jetzt hier nicht hinbekommen, ja, dann müssen sie ja irgendwann zu der Konsequenz kommen, dass es so nicht weitergeht mit der Engine, mit den Systemen, die sie haben. Und ich muss sagen, ich finde es grundsätzlich gut, wenn solche schwerwiegenden Änderungen kommen, wenn sie dann dem Spiel eine weitere Perspektive eröffnen. Punkt 2.0 hat genau das getan. Ohne Zilla 2.0 wäre das Spiel nicht so großartig, wie es ist.
Aber die Perspektive von 4.0 war, Wir machen das jetzt, um eine bessere Performance zu bekommen. Und das ist einfach gescheitert. Und dafür hätte man das nicht machen müssen. Und das war das Problem. Und deswegen würde ich tatsächlich bei Stellaris in der Tendenz, nicht weil es ein schlechtes Spiel ist, aber in der Tendenz der Spiele einen Daumen runter geben, weil es für mich die problematischste Entwicklung genommen hat. Ich muss auch noch mal mit einem widersprechen. Ich hab nämlich grad noch mal die Steam-Kurve mir angeguckt über die ganze Entwicklungszeit von Stellaris. Es war nie so viel riesig größer als jetzt. Es ist tatsächlich so, dass früher die Ausreißer nach oben größer waren so für eine ganz kurze Zeit, wenn neues Add-on, neuer DLC oder sowas rausgekommen ist. Aber die Baseline-Spielerschaft, die ist schon seit einer ganzen Weile so auf dieses irgendwie zwischen 14.000 und 22.000 mal 25.000. Es ist jetzt in den letzten paar Wochen und Monaten ist es so leicht nach unten gegangen. Ich glaube, zum Teil ist das auch hier der EU5-Drop, den wir so ganz leicht gerade bei verschiedenen von ihren Spielen sehen. Aber es ist nicht so, als hätte es mal eine Hochzeit gegeben, die kolossal größer war als jetzt und von der es jetzt runtergekommen ist. Es läuft immer noch so solide, wie es immer gelaufen ist.
Mal sind es halt 14.000, mal sind es 20.000, 22.000, aber das gab's vor ein paar Jahren auch schon, dass der Drop hier ist irgendwie, hier sehe ich einen mit 13.000 am 10. März 2022 und gerade sind 14.000 drin.
Also das lief schon, läuft solide weiter, wächst auch nicht riesig, das ist schon richtig. Also bei anderen sehen wir ja, sie wachsen nach jedem DLC ein bisschen. Das ist da nicht mehr der Fall. Ich kann mir auch vorstellen, es wird jetzt langsam dann mal auf ein Solaris II irgendwann rauslaufen, so nach zehn Jahren.
So, die Däumchen sind gehoben oder gesenkt. Wollt ihr noch ein anderes Spiel besprechen? Eins ist ja so, wir wissen, dass die ja auch noch an weiteren Spielen arbeiten, von denen wir noch nichts wissen. Ich gehe davon aus, im Moment ist ja nichts weiter angekündigt. Stimmt. Das ist auch selten. Dass im nächsten Jahr wir irgendwas bekommen. Vielleicht kriegen wir das Spiel eine Ankündigung, was Hammermont macht. Aber ich gehe auch davon aus, dass wir einen neuen Paradox-Entwickler-Studio-Titel vielleicht in der Ankündigung bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ein Jahr einfach nichts machen können. Das ist richtig. Jetzt ist alles, alles groß. Die Aktionäre werden sauer werden. Da spricht CEO Wallen wieder, genau. Du musst was bringen. Spätestens im Frühsommer muss was kommen. Hast du einen Tipp, was denkst du, was es wird? Als Ankündigung meinst du jetzt im Frühsommer? Ähm, nee, ich hab, also, ich möchte keinen Tipp abgeben, weil ... Weil du Interner weißt.
Aha. Okay, ich sag mal meinen Tipp, ich hab keinen Interner. Stellaris 2. Ich hab jetzt überlegt, was wäre so die Möglichkeit. Alle anderen sind schon relativ neu rausgekommen. Harz auf 1-4 läuft noch zu gut, als dass man dafür sagt, okay, da hauen wir jetzt ein neues Spiel raus. Stellaris 2 wäre so ein Ding. Und deswegen haben sie Star Trek Infinite in Voraus rausgebracht, um zu gucken, hey, zieht das noch? Wie kann man das vielleicht ein bisschen verbessern? Und dann wird jetzt darauf aufgebaut und Stellaris 2 rausgehauen.
Ich würde jetzt einfach mal ganz wild immer noch einen alten Traum von mir wiederbeleben. Wir hatten ihn auch oft schon im GameStar-Podcast-Steinwallen vor Jahren. Ein wenig hat ihn Age of Wonder 4 erfüllt. Aber ich hätte immer noch gern ein Fantasy-Paradox-Spiel. Das ist komplett wild. Es gibt keine Anzeichen, dass das in Entwicklung ist. Aber halt das, was Stellaris für Sci-Fi war ... Weil ein Grund, warum ich ja nie mit Stellaris warm geworden bin, ist einfach, ich mag Sci-Fi-Settings nicht. Aber ich höre die Liebe von Leuten, die Sci-Fi-Settings mögen, immer so raus und denke mir so, ich mag Fantasy. Ich hätte gern das aber für Fantasy. Age of Wonders 4 ist das zum Teil, also vor allem, was das Erschaffen cooler Völker angeht. Aber Age of Wonders 4 ist halt dann doch kein Grand-Strategy-Spiel in diesem klassischen Paradox-Sinne. Es ist mehr so auf dieser Achse Civilization, Heroes of Might and Magic unterwegs.
Und ein Fantasy Crusader Kings zum Beispiel oder sowas. Wir haben Mods, ja, aber auch diese Mods haben nur wieder gezeigt, wie geil das wäre, wenn ich die Herr-der-Ringe-Mod und die Game-of-Thrones-Mod für Crusader Kings 3 spiele. Boah! Da stell ich mal vor, was die Modder machen könnten, wenn Sachen wie Drachen und sowas halt nicht irgendwie pervertiert reingemoddet werden müssten. Wir nehmen einen Ritter und skalieren die Stats hoch und ändern das Modell oder was weiß ich, sondern wenn das wirklich drin wäre vom Spiel, Das wäre sehr cool, ja. Also du meinst so ein bisschen wie Songs of Six?
Ja, Songs of Six ist ja auch noch mal was sehr anderes. Stell dir einfach Stellaris vor, bloß halt mit einer Landkarte und mit Fantasy-Völkern. Ja. So ein Generator, dass du dir so eine Ork, weiß ich nicht, Orks mit Fischschwänzen bauen kannst.
Schwimmende Orks oder so. Unter Wasser Orks. So was. Und ich meine, wenn man sich jetzt mal überlegt, es ist ja, man kann immer irgendwas finden, aber sie haben ja jetzt schon echt viele Szenarien abgedeckt. Und sie sind ja schon, glaube ich, bestrebt, dass jedes ihrer Spiele eine andere Nische abdeckt. Sie werden, also es gibt natürlich ein Offenes, das jetzt sehr offensichtlich ist, dass sie verloren haben. Aber sie werden bestimmt nicht noch ein römisches Spiel, glaube ich, in absehbarer Zeit machen. Es wird bestimmt jetzt kein Imperator 2 kommen. Das ist ja so ein bisschen die offensichtliche Lücke in ihren historischen Settings, die es gerade gibt. Ich kann mir auch nicht ... Also, von der Zeit her wäre vielleicht Hearts of Iron 5 mal dran, aber irgendwie, solange das so gut läuft, würde ich als CEO sagen, nee, nee, da machen wir schön weiter DLCs. Habt ihr nicht den Typ gerade im Chat gelesen, der sagt, die DLCs, egal wie scheiße sind, ich kauf sie? Das machen wir weiter. Vielleicht Solaris 2?
Aber ich vertraue dir nochmal auf Steinwallens Einschätzung. Stellaris 4.0 zeigt mir, dass das nächste Spiel ein Fantasy-Spiel wird. So. Gut. Meine Daumenbilanz, liebe Leute. Ich habe bei den Publisher-Projekten minus eins quasi, wenn man das aufsummiert. Minus ein Daumen. Und bei den Eigenentwicklungen plus ein Daumen. Das heißt, ich komme in der Gesamtbilanz auf das hier. Wie langweilig. Ich werde jetzt EU5 zwei Daumen vergeben, sodass ich am Ende den Daumen hoch habe.
Das ist ja eine hochseriöse Bewertungspraxis, die du hier führst, Steinwallen. Das ist ja... Ich mache sie immer transparent. Ich finde, das ist fair genug. Der ehemalige GameStar-Tester in mir weint. Ich mache sie transparent. Ach, so funktioniert das mit Wallen-Truck. Wenn man es sagt, dann ist es nicht schlimm. Ja gut, dann. Dann passt das ja. Kann sich ja jeder jetzt eine Meinung bilden. Ich hab 100% Daumen runter. Um das wieder auszugleichen. Das entspricht nicht dem, was du hier erzählt hast. Das ist ja, ich hab das im Nachgang geändert.
Andere haben halt Doppeldaumen nach unten bekommen, dann ist das so. Nee, also ich bin dann ausnahmsweise mal die goldene, vernünftige Mitte. Hatte ich auch noch selten diese Rolle. Aber ich verbleibe bei absolut Daumen nach unten für das, wie das Publishing gelaufen ist. Mit vielleicht der Hoffnung, wir kommen langsam zumindest auf einen Daumen so Mitte, weil einfach die ganzen Daumen runter jetzt schon passiert sind. Und aber schon, obwohl nicht alles meinen Geschmack trifft, aber Daumen nach oben für die Eigenentwicklung. Auch da mit Einschränkungen, aber man hat schon das Gefühl so, sie sind da wieder auf einen grünen Zweig gekommen und ich hab das Gefühl, Die wichtigen Sachen klappen. Die Sachen, die ihn nicht so gut bewertet sind, sind oft eher so kleinere Sachen. Aber die wichtigen Sachen, der große neue EU5-Release, der große CK3-DLC, das funktioniert. Die Hard-of-Iron-4-Zahlen gehen nach oben. Sie sind stets bemüht, schreibt Mira. Genau, stets bemüht, ist mein Fazit.
Und eine Sache haben wir jetzt noch gar nicht erwähnt. Sie, jetzt kommt wieder der Kaffee trinkende CEO. Sie schreiben Quartal für Quartal Gewinne. Sie machen im Jahr, weiß ich nicht, 30 bis 40 Millionen Euro Gewinn nach Steuern. Sie haben keine Schulden. Also wir haben ja mal über Krise oder Pseudokrise gesprochen. Wenn das eine Krise ist, möchte ich auch CEO eines Krisenunternehmens sein. Wobei man sagen muss, dass das kommt auch zum Teil. nur der Vollständigkeit, aber eher von einer Reduktion der Kosten. Also die Einnahmen gehen runter, teilweise gegenüber Vorjahreszeitraum. Aber der Operating Profit ist ab. Und witzigerweise, aktuell ist da oft noch so in die Verluste... Gewinn ist gewinn. Das stimmt. Aber in die Verluste sind oft noch irgendwelche Abschreibungen eingerechnet und so. Also man hat das Gefühl, so zum Teil ist das halt auch eine Folge von scharfen Korrekturen, die hier gerade stattfinden. Und am Ende, ich meine, ist ja absolut richtig, solange eine Firma, wenn die Einnahmen runtergehen, aber die Ausgaben noch mehr runtergehen, sodass der Profit steigt, dann wirtschaftet sie ja klug. Dass diese Abschreibungen dann oft leider auch irgendwie sind, ja, wir haben leider hier noch ein Studio, das wir gepublisht haben, den Berg runtergetreten und ihnen gesagt, jetzt schaut mal, wo ihr bleibt. Steht auf einem anderen Blatt.
Also die Firma Paradox hat ihre Höhen und Tiefen, aber wirkt einigermaßen stabil, auf jeden Fall. Nicht auf riesig explosivem Wachstumskurs, aber stabil in ihrer Nische unterwegs, so.
Und so wieder mit der Nische. Nächste Woche müssen wir uns wieder treffen. Nächste Woche treffen wir uns wieder. Saudi-Arabien hat Paradox aufgekauft. Oh Gott. Dann würde ich jetzt auch wirklich meine Kaffeetasse wegstellen in den Schrank. Und gegen ein Champagnerglas austauschen. Der CEO. Oh, künstlich. Nein, schrecklich. Das ist wirklich schrecklich. Habt ihr nicht gehört? Nische, guck mal. Es gibt drei große Strategie-Reihen oder, sag ich mal, Studios. Civilization, Firaxis, finde ich, Warhammer und Paradox. Zwei davon sind in der Krise. Einer ist nicht in der Krise und das ist Paradox. Und wir reden hier nicht von Nische. Wir reden hier nicht von Nische. Guck dir mal die Spielerzahlen an. Wir reden über hunderttausende Spiele. Das ist keine Nische, Leute. Ich stimme dir uneingeschränkt zu. Du hast mich korrekterweise korrigiert. Das stimmt, wenn man die Zahlen aufsummiert, die Paradox gerade hat, dann sind das wirklich, ich weiß nicht, ich glaube, ich habe hier das Wort Nische nur als Abgrenzung zu AAA der Marke Call of Duty und so benutzt, davon sind sie ja weit entfernt. Du hast absolut recht, es gibt was dazwischen und Nische ist das falsche Wort.
Also ich meinte eben eher so, sie sind halt auch nicht finanziell auf einem krassen Kurs nach oben, wenn man sich so die Einnahmen der letzten Quartale anschaut, aber sie machen Profit, sie stoßen das ab, was nicht funktioniert, sie scheinen es ein bisschen zu lernen, ihre großen Sachen sind erfolgreich. Würde ich auch sagen, als CEO wäre ich aktuell wahrscheinlich auch zufrieden.
Während der gleichzeitig Call of Duty abstürzt. Also, wer weiß, am Ende. Irgendwann, Irgendwann landen wir da jetzt. Warte mal, wie viel? Könnte es sein, dass Paradox kombiniert sogar grad mehr Steam-Spieler hat als Call of Duty, weil das neue Call of Duty so scheiße war? Es könnte sogar sein. Ja, das ist Call of Duty. Also bei Steam 70.000. Weil es halt so ein Schrott war und die meisten noch auf Konsole spielen. Ich hab neulich, ich hab bei Pete Smith nur das Video gesehen. Aber den Rager auch, der hat einen Einfall gehabt. Der will jetzt mal was sagen. Nee, ich hab keinen Einfall gehabt. Ich wollte das eher abkürzen. Ah! Wenn wir die Nischenthematik bei Strategiespielen aufmachen, da hab ich auch eine ganz andere Ansicht. Da wäre ein ganz eigener Podcast an sich. Weil wir nämlich dann auch die Spielerzahlfluktuation betrachten müssen. Und die ist wahrscheinlich deutlich höher bei Ark Raiders als bei Paradox-Titeln, die eine sehr treue Spielerschaft haben. Während bei Ark Raiders auch mal jemand, oh ja, ich spiel mal zwischendrin und dann schmeiß ich wieder in die Ecke und dann kommen wieder zwei neue danach. Deswegen, ob Strategiespiele, Nische sind, ist immer eine ganz eigene Thematik, die man eigentlich betrachten könnte. Ich wollte nur, damit wir halt ... Wir sind schon über zwei Stunden. Nicht. Ich wollte den Leuten jetzt da draußen nicht noch mehr das Video-Orden abkauen. Und deswegen hast du nochmal ein völlig neues Thema aufgemacht.
Ja, also da müssen wir mal einen Podcast drüber machen. Da müssen wir einen eigenen Talk nochmal drüber machen. Ja, haben wir doch die nächste Ehrenrunde direkt. Ja, nein. Damit Maurice jetzt wunderbar abmoderieren kann. Ja, ich bin so ein guter Moderator. Ich muss immer von den Leuten, die ich moderiere, dazu angehalten werden, abzumoderieren. Aber dafür ist ja der gute Steinwallen hier auch da. So, dann werde ich euch jetzt auch gar nicht mehr die Gelegenheit geben, noch irgendein Abschlusswort zu geben. Sondern ich sage einfach, vielen Dank fürs Zuhören. Das war die Ehrenrunde. Der beste und fundierteste Podcast der Welt. Heute zu Paradox. Unsere Schlussfolgerung war irgendwas zwischen, ja, Daumen so, dezent nach oben, dezent nach unten, irgendwo in der Mitte am Ende. Dafür hört ihr uns, für fundierte, trennscharfe Einordnungen. Wenn ihr mehr von dieser Fachkompetenz hören wollt, dann schaut doch gerne mal bei den verschiedenen Kandidaten hier auf Twitch oder YouTube vorbei. Ranger ist sowohl auf Twitch als auch auf mehreren YouTube-Kanälen unterwegs. Macht jetzt auch gerade ein neues humorvolles Spiele-Review-Format theoretisch spielbar, das ich euch sehr empfehle an dieser Stelle.
Steinwallen muss ich euch gar nicht mehr empfehlen, denn ihr schaut ihn eh schon alle, er ist ja der größte EU5-Streamer der Welt. Gibt es auf Steinwallen und Steinwallen Uncut auf YouTube und von meiner Seite wird dieser Talk hier auf dem GameStar Talk-Kanal erscheinen, der auch sehr empfehlenswert ist, wo die GameStar-Kollegen sehr viele schöne Talk-Formate haben. Und mich findet ihr auch auf Twitch bei Maurice Weber und auf YouTube bei Maurice Weber und mehr Maurice Weber, denn ich bin sehr einfallsreich mit meinen Kanalnamen. So, und das war's. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Danke und tschüss. Wir trinken jetzt Kaffee.
Es ist 20 Uhr, dann scheißdreck trinken wir Kaffee.