ARC Raiders ist mehr als nur ein einfacher Extraction-Shooter. Für manche ist es sogar ein Anwärter für das Game of the Year und die Zahlen sprechen dafür. Am zweiten Wochenende gab es sogar mehr Spieler als am Launch und das ist ein Erfolg, der nur wenigen Multiplayer-Hits wie Among Us oder Helldivers 2 in den letzten Jahren gelungen ist. Doch was macht das Spiel so beliebt? Was machen die Entwickler gerade richtig? Und wie gut ist eigentlich das erste große Update, das heute, wenn wir diesen Talk aufnehmen, gerade frisch rausgekommen ist? Das möchte ich mit meinen Gästen besprechen. An meiner Seite ist heute der liebe Jesko. Herzlich willkommen, unser GameStar-Redakteur und Shooter-Experte. Schön, dass du da bist. Hey, Raider, don't shoot! Ja, hallo.

Freut mich sehr. Ich habe nicht vor, auf dich zu schießen. Und auch auf unseren anderen Gast will ich heute nicht schießen. Ich hoffe nur, er schießt mit Antworten auf mich oder so. Auf jeden Fall schön, dass du da bist. Herzlich willkommen an unseren Newsleiter und auch Shooter-Experten. Hi Phil. Hi, vielen Dank, dass ich da sein darf. Sehr, sehr gerne. Zuallererst einmal, wie könnt ihr euch erklären, dass die Zahlen von Ark Raiders am zweiten Wochenende noch besser waren als am ersten? Boah, das ist eine verdammt gute Frage. Also normalerweise siehst du ja selbst bei den wirklich großen Titeln einfach so einen Decline, weil sie normalerweise zum Launch oder rund um den Launch immer den Peak erreichen. Und ich glaube, dass bei ArcGraders so ein, dass das so ein ungewöhnlicher Fall war mit, okay, die Woche drauf noch höhere Zahlen, dann am Wochenende nochmal einen Rekord gebrochen.

Die Tatsache einfach rumgesprochen hat. Also, dass es irgendwie ja dieses... Ein gutes Spiel ist. Ja, dass ArcGraders halt in irgendeiner Weise viral geht. Du siehst es auf TikTok, du siehst es in den YouTube-Trends und so. Dass Leute später erst darauf aufmerksam geworden sind, weil es war ja schon ein bisschen Underdog zuerst. Und dann so, oh, da passiert ja was, da will ich Teil davon sein. Und dann springen noch mehr Leute auf den Zug auf. Und das ist, glaube ich, was, was du selten siehst, weil entweder hast du halt eine hohe... Also eine Menge Leute, die das schon antizipieren, die wir auch vielleicht vorbestellt haben und dann flacht das ein bisschen ab. Und in dem Fall hast du das genaue Gegenteil und die Leute vielleicht waren vorher eher skeptisch und haben gedacht, weiß ich noch nicht, ob das was wird. Dann kommt es raus, die Leute finden es toll, teilen ihre Clips und dann, oh doch, jetzt will ich doch dabei sein. Ich glaube, so erkläre ich mir es zumindest. Ja, würdest du das genauso sehen? Ja, ich würde da mitgehen, weil zum Beispiel bei mir persönlich war es auch so, ich hatte Arc Raiders lange gar nicht auf dem Schirm vor dem Launch. Klar, wir haben im Newsroom immer mal wieder drüber geredet, ja, hier, da kommt von Embark noch irgendwas dieses Jahr, die Finals-Macher, die kochen da noch irgendwas. Und Phil, du hattest da ja auch immer wieder mal irgendwie reingeguckt und auch mal einen Playtester mitgemacht und Videos geguckt. Also irgendwie der Name Arc Raiders, der Geisterte so rum, aber das war jetzt nicht so ein großer Titel, den man so auf dem Schirm hat, wie Battlefield 6, das neue Call of Duty.

Und für mich wurde Arc Raiders dann auch erst so ganz kurz vor dem Launch, so irgendwie zwei Wochen vor dem Launch relevant, wo es dann hieß, okay, das kommt jetzt. Jesko, du musst jetzt dazu was machen. So, lies dich ein, wenn das rauskommt, wenn das losgeht. Du musst spielen, du musst da newsmäßig mit dabei sein. Und ich glaube, es ging vielen Leuten da draußen so. Du hattest dieses Spiel, weil es eben diese Underdog-Rolle eben erwähnt, weil es so ein bisschen ein Underdog war, nicht so groß, nicht so auf so großer, heißer Flamme gekocht wurde, nicht auf dem Schirm hatten und dann, wo es rauskam, haben die Leute plötzlich gemerkt, hey, das ist ja gut, das spielen viele Leute, das macht irgendwie, das hat einen, uniken, neuen Take auf das Extraction-Genre. Es hat PvP, es hat PvE. Es mischt es so ein bisschen.

Cooles Environmental Storytelling. Die Leute müssen nicht aufeinander schießen. Da passieren viele Sachen, die das irgendwie interessant machen. Und deswegen gehen die Spielerzahlen halt rauf statt runter. Und ich glaube auch, weil Embark ein bisschen selbst eine Underdog-Rolle hatte. Weil ja, die haben The Finals vorher gemacht, aber das hatte nur ganz am Anfang einen kurzen Hype. Und dann ist das ziemlich im Sande verlaufen. aber es findet ja in der öffentlichen Diskurs rund um Shooter eigentlich wenig statt. Das heißt, ich glaube, dass aufgrund dessen die Leute vielleicht Embark und Ark Raiders dann gar nicht so richtig auf dem Schirm hatten, dass das was Großes werden kann. Ja, voll. Also ich muss da für mich sprechen. Ich bin eigentlich gar nicht in dieser Shooter-Bubble drin und sogar ich habe diese Videos ausgespielt bekommen. Also ich hatte auf meiner ganzen For You-Patch auf einmal Shooter-Videos und ich war so, hä, okay, wo kommen die denn auf einmal her? Und es sah aber auch für mich lustig aus. Also es sah so aus, als könnte sogar ich, die eigentlich sich immer schwergetan hat mit Shootern, da irgendwie einen guten Ansatz finden. Und ich finde, das ist wahrscheinlich auch eins der Erfolgsrezepte. Ihr habt aber auch gesagt, es hat einen uniken neuen Ansatz. Was ist denn so unique?

Soll ich anfangen? Fang gerne an. Also Arc Raiders ist halt im Gegensatz zu vielen anderen Extraction Shootern wählt den Weg, nicht vollständig PvP zu sein. Also deine Gegner in Ark Raiders, gegen die du hauptsächlich kämpfst und wo du halt Zeugs einsammeln und womit du extracten musst, sind eigentlich Roboter. Also es sind KI-Gegner, die Arks, es sind Killer-Roboter aus dem Weltraum, so ganz erklärt ist der Lore noch nicht. Gibt es immer wieder irgendwie Elemente, wo man was drüber finden kann, also die Erde ist irgendwie in der Zukunft zerstört, so ist ein...

Ein paar Menschen sind in den Weltraum abgehauen, die reichen und die schicken jetzt Killerroboter auf die Erde, die Ressourcen sammeln, die restlichen Menschen leben im Untergrund und gegen diese Roboter kämpfst du eigentlich, aber es gibt auch noch die anderen Raider, gegen die du dann spielst, also deine menschlichen Mitspieler, mit denen du zusammen oder gegen die du Ressourcen sammelst. Und das macht die Matches sehr unvorhersehbar, weil klar, die Roboter sind immer gegen dich, die schießen auch sofort auf dich, wenn die dich sehen, aber dieses menschliche Element, das gibt dem Ganzen irgendwie so einen Risikofaktor. Also klar, wenn du jetzt einen anderen Spieler siehst und dann erst mal, das ist jetzt das, was ich gerade schon emotet habe, hier dieses Hey, Raider, don't shoot.

So gehst du erst mal in den Matches auf die meisten Leute zu und signalisierst, hallo, ich bin da, ich habe vielleicht friedliche Absichten und je nachdem, wie die anderen dann drauf reagieren, klar, du kannst Leute haben, die reagieren friedlich, die wollen mit dir zusammenarbeiten, die wollen vielleicht mit dir irgendwie durch die Gegend laufen und was raiden. Du kannst aber auch Leuten begegnen, die dir halt völlig rücksichtslos in den Rücken schießen. Und das weißt du halt nicht. Und es hat sich jetzt so ein bisschen rausgebildet, die letzten zwei Wochen, dass die Solo-Cue von Ark Raiders weitgehend friedlich ist, wenn ich das richtig im Kopf habe. Mal so, mal so, aber tendenziell friedlich. Tendenziell sind die Solo-Matches eher friedlich, weil die Leute daran interessiert sind, ihre Quests abzuarbeiten, ihr Zeug zu sammeln und in den Multiplayer, also die Trio- und Duo-Matches, da geht es dann schon eher mit ein bisschen Geballer zu. Da sind die Leute dann eher drauf eppig, sich ein bisschen zu fetzen. Was spielt ihr lieber?

Ich mag Solo-Queue. Solo-Queue? Ja, es ist entspannter, es ist ein bisschen entspannter. Also ich habe so viele wahnsinnig nette Leute getroffen. In einer meiner ersten Solo-Queue-Runden kam jemand auf mich zu und ich war schon so, oh Gott, jetzt geht's gleich los. Und er spricht mich an und sagt, was für eine Quest machst du? Kann ich dir helfen? Hier, ich droppe dir ein paar Items. Und ich war so, wo bin ich hier? Was passiert gerade? Ich war wirklich baff. Und das bist du gar nicht gewohnt. Also ich glaube, das ist vielleicht auch so ein bisschen das, was dieses Neue und dieses Reizvolle an Arc Raiders ausmacht, weil du von vielen Shootern, gerade diese ganzen PvP-Sachen der letzten Jahre, Extraction, wir spielen ja auch viel Hand. Und du bist so drauf konditioniert, sobald da jemand vor dir um die Ecke biegt, das Gewehr hochzureißen und zu schießen, ohne Fragen zu stellen, weil du in diesen anderen Spielen ist halt das Ziel, klar, ich muss Player killen, um XP zu bekommen. Und bei Arc Raiders wirst du gar nicht wirklich dafür so sehr belohnt, andere Spieler zu killen. Also du hast deine Quests, aber da geht's irgendwie drum, mache dies und das auf der Map, sammle Gegenstand XY, du kriegst ein paar XP-Punkte, wenn du Raider killst, aber das ist nicht das vordringliche Ziel. Es ist da eigentlich sehr viel mehr Sandboxy, finde ich. Also ich glaube, die.

Was auch viel Skepsis ausgelöst hat im Vorfeld, ist, dass es ein Extraction-Shooter ist. Und die Leute gesagt haben, noch ein Extraction-Shooter und wir haben schon Tarkov und Hunt und die ganzen Klone davon und die ganzen, wir wollen das nicht. Und ich glaube, das hat damit zu tun, dass die Leute diese Formel einfach überhaben und das Überraschende ist jetzt eigentlich, dass Arc Raiders mit der Formel was völlig anderes macht und in eine sehr, sehr andere Richtung geht und dass zum Beispiel auch dieses.

Soziale darin und dieser selbstgemachte Weg eine viel größere Rolle spielt als zum Beispiel in einem Hand und ich persönlich, ich liebe Hand, aber es spielt sich dann doch ganz, ganz anders. Und das hat auch eine andere Definition von Erfolg oder wann gewinne ich, wann habe ich eine Niederlage oder so. Weil mit der Hand ist es, entweder hast du den Boss und holst die Trophäe raus oder nicht. Oder du bist halt tot. Oder verloren. Oder du bist tot. Dann hast du auch verloren. Und wir haben gestern interessanterweise drüber geredet, wann hast du bei Ark Raiders gewonnen? Dafür gibt es keine Definition. Das macht jeder für sich aus. Du kannst reingehen und sagen, ich sammle Zeug, ignoriere möglichst alle anderen und gehe wieder raus. Dann habe ich vielleicht einen Erfolg. Oder ich mache eine Quest. Ist für mich ein Erfolg. Oder ich will halt ein feindliches Squad wegbannen. Oder ich möchte andere Spieler töten. Kann auch ein Erfolg sein, aber es gibt keine, singulär definierte Siegkondition überhaupt und allein das macht es ja viel mehr zu einem offenen Alles-ist-möglich.

Spielwiesen-Konzept, wo du eben halt auch andere Leute triffst und dann sagst, ich weiß jetzt nicht, was wollen die von mir? Wollen die helfen? Was ist deren Ziel gerade in der Runde? Und dann wird es halt immer neu, immer anders.

Die Story, es erzählt dann halt auch in jeder Runde eine ganz neue Geschichte. Genau. Auch das Storytelling bei Arc Raiders finde ich ja irgendwie sehr, sehr faszinierend dadurch, dass sich halt immer neue Situationen ergeben. Du kannst halt, du kannst rauskommen am Anfang der Runde und wenn du Pech hast, liegst du nach fünf Minuten irgendwie totgeboxt auf dem Parkplatz. Das war meine erste Runde mit Paul. Ich habe eine Auto-Alarmanlage aus Versehen aktiviert, haben andere Spieler gehört, die haben uns sofort weggemacht. Du kannst natürlich dann auch Begegnungen haben, wo du wirklich dich dann mit anderen Spielern zusammenschließt und sagst, hey, lass uns doch, keine Ahnung, was habt ihr gerade für Quests? Ich muss fünf fliegende Arc-Feinde töten und dann ziehst du zusammen los. Und das sind irgendwelche Leute. Die sind nicht in deinem Squad. Die hast du einfach zufällig auf der Map getroffen und das erzählt dann in jeder Runde eine komplett andere Geschichte. Auch die Welt von Arc Raiders, finde ich, ist vielleicht auch nochmal ein Punkt, der es ein bisschen anders macht gegenüber vorherigen Extraction Shootern oder gegenüber vielen Shooter-Spielen generell, die ja eher so ein modernen Military Setting haben.

Und Ark Raiders ist in einem sehr bunten, postapokalyptischen Italien angesiedelt. Sieht aus, als könnte man da Urlaub machen. Es fühlt sich auch so ein bisschen entspannt und urlaubig an beim Spielen. Gerade die Solo-Queue ist auch sehr entspannt. Es ist schon eine sehr freundliche Endzeit, finde ich. Aber ist das vielleicht auch der Grund, warum es gerade jetzt, wo das neue Black Ops und Call of Duty kommen in dieser Zeit, trotzdem so ein Erfolg sein kann als komplett brandneues Franchise.

Ja, also insofern, dass es so ein bisschen ausgetretene Shooter-Pfade, glaube ich, verlässt. Weil du hast für einen Battlefield oder für einen Call of Duty eine sehr klar definierte Erwartungshaltung und eine Zielgruppe. Die Leute, die das kaufen, die wissen, was sie da kaufen, warum sie es kaufen, was sie da erwarten. Ich glaube bei Arc Raiders, das war so ziemlich eine Wildcard, da wusste vorher niemand so richtig, was ist das jetzt, irgendwie ist es schon interessant und das Setting ist auch interessant und so, aber ich weiß jetzt nicht, wird das so, geht das so in die Battlefield-Richtung oder wird das was ganz anderes oder ist es dann doch eher Tarkov oder so, und ja, also wie sich herausstellt, ist es halt nichts von all dem, es ist irgendwo dann sehr, sehr, anders, neuartig lädt dich eher vielleicht dazu ein, Sachen zu entdecken, mit Sachen zu experimentieren und so. Und ich glaube, es hat seine eigene Zielgruppe jetzt relativ schnell gefunden. Eine erstaunlich große Zielgruppe zugegeben, klar.

Aber ich glaube, dass es sehr außerhalb von Konkurrenz läuft, wenn man jetzt mal Call of Duty oder andere traditionelle Shooter da sieht. Ich glaube, das hat damit gar nicht so viel zu tun eigentlich. Aber hättet ihr gedacht, dass man das Shooter-Genre überhaupt noch mal neu denken kann. Weil ich meine, Shooter, das ist so ein Riesen-Genre, das in den letzten Jahren extrem übersättigt war, meines Erachtens. Hattet ihr das erwartet, dass da noch mal was Neues kommt? Jesko? Also, erwartet ist schwierig. Ich glaube schon, dass es möglich ist, immer wieder neue Takes auf das Shooter-Genre zu finden. Aber es wird halt schwieriger, ne? Ja. Glaube ich. Ich sag mal so, es hat jetzt auch nicht das Rad neu erfunden, sondern es hat eher das Extraction-Genre genommen und gesagt, okay, wie kriegen wir...

Da auch Leute reingezogen, die sonst sehr abgeschreckt von Extraction typischerweise sind, weil das als sehr sperriges Genre gilt und auch ist, also für Tarkov, wenn du das anfängst, da musst du erstmal dir 30 ausgedruckte Excel-Tabellen neben dich hinlegen. Das ist halt kein einsteigerfreundliches Genre. Und Arc Raiders dreht so ein paar kleine, sehr clevere Stellschrauben, um es halt auch sehr einsteigerfreundlich zu machen, dass du zum Beispiel immer einen Sinn hast für Fortschritt. Also selbst wenn du stirbst und alles verlierst, du kriegst trotzdem, du machst ja deine Quests. Und du kriegst deine XP und dann hast du Scrappy, der kotzt dir dann noch so ein bisschen Ressourcen hin. Das ist dieser Hahn. Dieser Hahn, genau. Also du hast immer, ob du gewinnst oder verlierst, ob du stirbst oder nicht, du hast immer so einen Sinn von Fortschritt. Dann hast du deinen Skilltree, der wächst immer weiter, ob du stirbst oder nicht, egal. Immer ein Erfolgserlebnis. Genau, also es macht schon so ein bisschen so, dass ich bin jetzt zwar gestorben und es ist blöd, mein Loot ist weg, aber egal. Ich habe ja meinen Progress, wir wollen jetzt da weitermachen. Und dann startest du vielleicht eher eine neue Runde. Es ist nicht so abschreckend wie viele andere Runde. Genau, du bist nicht so frustriert davon. Und es ist sehr kompakt. Die Runden sind immer nur 30 Minuten und so. Sie versuchen das schon sehr, sehr bewusst, das ein bisschen zu portionieren und den Leuten so ein bisschen...

Ja, als was Unterhaltsames und nicht ganz so Hardcores näher zu bringen. Also das machen sie auf der einen Seite gut. Und um auf die Frage zurückzukommen, ich habe relativ viel The Finals gespielt von Embark und ich finde es auch im Shooter-Genre sehr, sehr einzigartig. Es gibt wirklich, und ich habe die meisten Online-Shooter, die größeren gespielt, es gibt eigentlich nichts, was du damit vergleichen kannst. Und deswegen hatte ich schon immer so die Hoffnung oder so diesen Gedanken, wenn sie, wenn Embark das wieder replizieren kann und wieder eine coole, einzigartige neue Idee hat und die dann aufgeht, dann können sie auch ein anderes Genre aufmischen. Bei The Finales haben sie so eher den Arena-Shooter neu gedacht und anders aufgezogen und jetzt haben sie den Extraction-Shooter neu gedacht und aufgezogen. Also.

Die scheinen da irgendwie schon sehr viel richtig zu machen oder zumindest in ihrem Kreativprozess irgendwie clevere Leute sitzen zu haben. Aber für Neueinsteiger an sich ist ja der Preis von 40 Euro schon sehr hoch für so ein Spiel, wenn man sagt, du hast noch nie einen Extraction-Shooter gespielt oder hast jetzt gesagt, bisher war es nicht so mein Thema. Warum sollte ich mir jetzt zum Beispiel als jemand, der eigentlich sagt, ich kann mit dem Thema nicht so viel anfangen, das trotzdem vielleicht holen? Ich glaube, das faire oder das Einsteigerfreundliche bei ARK ist eben, dass der Preis von 40 Euro jetzt im Vergleich zu einem großen AAA-Release von 70 Euro immer noch irgendwo so im Rahmen des Jahr. Gut, meine Freunde haben gesagt, hey, wir spielen das jetzt und ich will da auch mal reingucken. 40 Euro ist sowas, wo du sagst, das kann ich nebenbei mir noch leisten und einfach mal reinspielen. Das ist jetzt nicht ein Spiel, wo ich sagen würde, das ist jetzt so richtig schmerzhaft viel Geld. Ja, ich glaube auch, dass es unterhalb einer gewissen Schmerzgrenze ist.

Und es ist halt auch, was du gesagt hast, ne, meine Freunde sagen, wir spielen das jetzt. Das ist genau der springende Punkt. Bei dir vielleicht auch, du siehst es dann auf TikTok oder auf YouTube. Oh, was ist denn das? Das sieht aber interessant aus. Und dann kommst du vielleicht da weiter und so, dann siehst du, wie Leute da irgendwie fremde treffen, in absurde Situationen geraten oder irgendwie sich spontan zusammenschließen und irgendeinen fetten Roboter legen und alle haben Riesenspaß und dann bist du vielleicht intrigued und redest mit deiner Gruppe, mit deiner Freundesgruppe drüber und dann glaube ich, dass 40 Euro eine Schwelle ist, die viele dann bereit sind zu überschreiten. Vor allem, wenn du bedenkst, wie verflucht Polished dieses Spiel ist. Also andere Extraction-Shooter, sind typischerweise clunky Early Access-Produkte am Anfang. Und werden auch teilweise nie fertig. Das muss man ja auch fairerweise sagen. Also du kannst ja jetzt langsam Tarkov in Richtung 1.0 Release. Nach wie vielen Jahren? Zehn Jahre gedauert.

Also was Embark gemacht hat und was man, wo man Arc Raiders, glaube ich, das kann man nicht absprechen. Die sind so polish, das läuft so rund, das ist so smooth, das ist so hochwertig produziert. Du siehst es, wenn du nur guckst, wie sich die Figuren bewegen, wie die Umgebung aussieht, Beleuchtung, Sound, das ist alles auf so einem Top-Niveau, dass Leute vielleicht eher bereit sind, das anzugucken und zu sagen, bei der Qualität, also für andere Spiele auf dem Level zahle ich 70 Euro und es gibt keinen Extraction-Shooter, der eben diese.

Produktionsqualität bietet, sondern da stolper ich dann eher in so halbfertige Early Access Dinger, die dann ja aber auch wieder 30 Euro oder sowas kosten bei Steam. Da fackele ich jetzt gar nicht lang rum, dann nehme ich jetzt das Produkt, weil es halt super hochwertig aussieht. Also sehe ich dann schon, als einen Trend, also kann ich schon nachvollziehen, warum dann Leute sagen, komm, 40 Euro, das ist drin. Das ist das Ding, über das alle reden jetzt, dann zahle ich 40 Euro. Was sehr interessant ist, ist ja, dass viele Spieler, die jetzt Arc Raiders spielen.

Das ist ein Take, den ich jetzt online auch ganz viel sehe, dass Arc Raiders so in diese Nische reindrängt, wo eigentlich vorher Free-to-Play-Shooter waren. Dass ganz viel von dem Publikum von Gratisspielen jetzt da eingesammelt wird und die jetzt in Arc Raiders unterwegs sind. Es ist so ein bisschen, wie Phil schon sagte, dieses Spiel ist einfach verdammt fertig. Die haben jahrelang hinter verschlossenen Türen gekocht, verbessert, gemacht und getan, getestet.

Und dann kommt das einfach raus. So 1.0 Release, es ist fertig. Und ArcGraders läuft auch auf älteren Rechnern. Das ist vielleicht auch noch was, was so ein bisschen die Zielgruppe erweitert, warum das jetzt so viele Leute spielen, warum das so beliebt ist, weil du nicht den krassen High-End-Gaming-PC von diesem Jahr brauchst, sondern das läuft auch auf drei Jahre alten Rechnern, sehr, sehr gut. Und sieht dann immer noch gut aus. Also das macht ja auch... Das ruckelt nicht. Das darfst du nicht vergessen, das hat von der reinen visuellen Qualität, das ist sehr, sehr ansprechend. Es überschneidet sich auch ein bisschen mit dieser Ästhetik des Spiels. Das ist halt, wie wir gesagt haben, es wirkt so ein bisschen einladend und so, ich will wissen, was hat es mit dieser Welt auf sich. Es ist nicht so eine komplett nur düstere Apokalypse, sondern es ist so, ach, guck mal und es gibt so viele verschiedene Biome, es gibt Gebirge. Sind nicht die brennenden Ölfelder wie bei Battlefield. Nee, es gibt Wüstenlandschaften, es gibt Sumpflandschaften und das hat alles irgendwie so ein bisschen was so fast, ich weiß nicht, so Märchenhaftes, so ein bisschen was verzaubertes, oh, ich will das erkunden gerne. Das ist schon sehr einladend und wenn du das in dieser Qualität siehst, also in Unreal Engine 5 wohlgemerkt, wo alle Spiele oder fast alle Spiele ja irgendwo dann an ihre Performance-Problembereich-Grenze kommen, die Unreal Engine 5 ist.

Sehr, sehr, sagen wir mal, sie hat den Ruf, bei Open-World-Spielen gerade bei Open-World-Spielen super schwierig zu sein, dass es ruckelt und dann hast du das Steam-Forum voll mit Leuten, die sich beschweren. Ah, wie kriege ich das gefixt? Was muss ich wie einstellen? Bei Arc Raiders? Keine Ahnung. Da kannst du reinspringen auf mehr oder weniger einem Kartoffelrechner, wenn du nicht alles auf Anschlag stellst und da vernünftige Settings wählst. Das läuft richtig, richtig smooth und ich habe keine einzige Beschwerde irgendwo gesehen über Performance-Probleme oder so, oder sehr, sehr vereinzelt. Also das wirklich zu vernachlässigen, die haben technisch so abgeliefert. Ich glaube aber auch, dass nicht nur die Technik, das ist ein Punkt, aber auch dieses Setting mit den Robotern. Weil die Roboter von Arc Raiders, die sind auch einfach sehr faszinierend und irgendwie anziehend und interessant. Also klar, du lernst relativ schnell, wenn du zu nah an die Arcs rangehst, dann war es eine kurze Runde, dann liegst du relativ schnell am Boden. Aber das Design der Roboter ist sehr, sehr unik. Diese postapokalyptische Erde, die irgendwie von Robotern ausgebeutet wird. Menschheit unter der Erde, das ist faszinierend. Und auch die KI der Roboter, das ist auch ein Punkt, der bei ArcGraders sehr, sehr.

Fertig und hochwertig wirkt, wie die sich bewegen, wie die auf Schaden reagieren, die ARCs, das wirkt einfach sehr, sehr realistisch und überzeugend. Also wenn ich jetzt einen Roboter anschieße mit einer großen, mit einem großkalibrigen Gewehr, der wird zurückgestoßen oder fällt runter, wenn ich irgendwie bei den Drohnen, die in der Luft fliegen, die Triebwerke treffe, die fallen vom Himmel oder trudeln. Das ist ein wirklich, wirklich gutes Gegner-Design. Einfach. Ja und ich habe auch das Gefühl, du willst halt auch mehr über diese Welt erfahren. Dadurch, dass du nicht von Anfang an weißt, okay, was genau ist jetzt passiert, hat man Lust mehr zu erfahren und dadurch, dass es ja auch schon einen Plan gibt, so ein bisschen, dass man weiß, es gibt Updates, es gibt Neuerungen, weiß man, da wird noch mehr passieren, da kommt noch mehr und darauf hat man Lust. Apropos Updates. Da ist ja jetzt heute das erste Update rausgekommen. Auch wieder nach ein paar Wochen schon eigentlich das erste große Update. Wie groß ist es denn und wie gut? Das ist jetzt nach zwei Wochen das erste große Update. Das ist direkt eine neue Map, Stellar Montes.

Wie die Map aussieht, wissen wir noch nicht, weil jetzt mit diesem Update die Community, die Karte erst mal freispielen muss. Also um 10.30 Uhr wurde das freigeschaltet, ich hab mich dann auch da direkt reingehängt und du hast jetzt im Prinzip im Hauptmenü in Arc Raiders so einen Fortschrittscounter, alle Spieler, die ganze weltweite Community muss jetzt Ressourcen sammeln, weil diese Karte, die ist weit weg und die Tunnel dahin sind eingestürzt und wir müssen jetzt erstmal die Tunnel wieder ausgraben, dafür musst du irgendwie Schrott sammeln. Und den kannst du dann spenden. Dann geht ein Counter hoch und man erfüllt da so Ziele auf dem Weg hin. Und irgendwann nach, keine Ahnung, drei, vier Phasen wird dann die neue Karte freigeschaltet. Ich schätze mal, dass das dann irgendwie so fürs Wochenende geplant ist, von Embark so angedacht war. Jetzt war es so, dass mittags die Community schon sehr, sehr schnell war und der Fortschrittscounter in der ersten Phase schon sehr weit fortgeschritten war. Und dann haben die Devs bei Embark gesagt, sagt, ja, ihr wart aber zu schnell, wir setzen das jetzt zurück und verändern die Fortschrittsparameter, weil wir wollen ja, dass alle Leute das Event spielen können und nicht nur hier der Game-Star Jesko, der während der Arbeitszeit spielt.

Ja, weshalb es jetzt irgendwie vielleicht online auch so ein bisschen Unzufriedenheit gab, und es ändert, also zumindest bisher, wir wissen noch nicht, wie die weiteren Phasen des Events sein werden, zumindest in der ersten Phase ändert es am Gameplay absolut nichts. Erstmal nicht, ja. Ja, erstmal nicht. Du hast auf den Maps, es gibt keine neuen Locations, keine neuen Quests in dem Sinn. Du sammelst einfach nur weiterhin deine Ressourcen, wie du es schon gewohnt bist. Also das Gameplay bleibt so, wie es ist und du hast einfach nur irgendeinen neuen Fortschrittscounter im Menü. Aber das Event zeigt zumindest schon mal so ein bisschen, dass sie da in so eine Richtung von einem Community-Effort steuern. Das erinnert mich ganz stark an Helldivers 2 und diesen galaktischen Feldzug, dass halt die Community und dieser Community-Gedanke so sehr gepusht wird, auch von Embark. So wir gegen die Ark gemeinsam oder wir gemeinsam erarbeiten uns jetzt diese neue Map. Also gerade dieses, da kommst du wieder zu diesem sozialen Element von Ark Raiders, was sie glaube ich sehr, sehr, sehr...

Stark in diese DNA des Spiels auch langfristig einarbeiten wollen, dass man irgendwie so dieses Gefühl hat, die Leute wollen an einem Strang ziehen, und wollen das gemeinsam entdecken und so. Also das hat sehr viele Elemente, die Arrowhead auch benutzt hat für Held Ivers 2, um so eine Community zusammenzuschweißen, die halt ja dann sich auch über diese Efforts zusammen austauscht und Memes teilt und Videos teilt und sowas. Und ich glaube, das ist schon grundsätzlich der richtige Weg, den sie da gehen, weil das eben was ist, was dem Grundprinzip von Ark Raiders sowieso in die Hände spielt und es zeigt halt auch, dass sie committed sind, jetzt sehr schnell, konsequent.

Überhaupt Content nachzuliefern, weil das Spiel ist jetzt zwei Wochen alt und wir haben eine neue Map vor der Haustür und das nächste große Update steht für Dezember schon an. Doch da lohnt sich die 40 Euro wieder, also ehrlicherweise, wenn du sagst, du kriegst schon ein fertiges Spiel, das dann aber auch noch relativ schnell neue, coole Updates bekommen. Sie haben eine Roadmap, sie haben einen Plan und du weißt, da kommt noch was auf jeden Fall. Also jetzt mal schauen, wie die neue Map werden wird. Sie haben ja noch nicht wirklich viel davon gezeigt. Das Event für den Winter, da soll es dann andere Wetterverhältnisse geben, unter anderem Schnee auf den Maps ist da angekündigt und auch nochmal irgendein Live-Community-Event. Und es gibt neue Gegner, es gibt neue Waffen, du bekommst den Content kostenlos, so wie es die Leute gewohnt sind heutzutage. Also da passiert schon... Ja, generell. Sie reagieren ja sehr schnell auch auf die Community, habe ich jetzt so den Eindruck, weil zum Beispiel einige Forderungen, die jetzt so in den zwei Wochen seit Launch online viel zu hören waren, dass zum Beispiel viele Spieler gesagt haben, hey, ihr habt eine Solo-Cue, ihr habt eine Trio-Cue. Was ist denn mit den Leuten, die nur Duo spielen, die gerade immer nur einen Kumpel irgendwie dabei haben? Und Embark hat gesagt, ja okay, das passt jetzt nicht so ganz ins Konzept, aber wir machen jetzt irgendwie das Matchmaking, modeln wir so um, dass zumindest danach sortiert wird, dass möglichst Leute in Duos zusammengesteckt werden. Da wurde drauf gehört, auch die Shoppreise für Skins, haben viele Spieler gesagt, hey, das ist zu teuer.

Fassen Sie jetzt an. Da wird sehr, sehr schnell drauf reagiert, wie ist das Community-Sentiment gerade. Also Community ist für das Spiel sehr, sehr, sehr wichtig. Das ist auch weiterhin so... Überleben, überhaupt leben, mit so vielen Spielern leben kann. Weißt du, wie ich meine? Ein Wunsch der Community, mit dem sich Paul, unser Kollege, gerade beschäftigt, in einem Video, das bald auf unserem Hauptkanal erscheint, also schaut da unbedingt mal rein, ist ja, dass sich ganz, ganz viele Leute einem PVE-Modus wünschen. Wie klug fändet ihr das, wenn ihr sagt, eigentlich lebt dieses Spiel ja eigentlich von dem Miteinander? Ja, also ich halte das, ich habe das auch sehr, sehr viel gelesen auf Social Media und überall wird das immer wieder vorgeschlagen. Ich würde so weit gehen und mich da aus dem Fenster lehnen, wenn sie das machen, wäre das das Todesurteil für Arc Raiders. Das Spiel hat ein Konzept, eine Strategie, eine Vision, wie dieses wie das alles ineinander greift. Das ganze Ökosystem, das Soziale, das Gameplay, die Arc als eine Fraktion.

Die Ingame-Economy, also wie die Leute aufsteigen und dann später auch ihre Expeditionen starten und so. Das würde weitestgehend den Bach runtergehen mit PvE. Und es würde das, was Arc Raiders ist und sein soll, extrem stark verwässern. Und das ist auch der Grund zum Beispiel, warum du in einem Handshowdown bis heute kein PvE hast. Weil wenn du die ganzen Leute aus diesem Match einfach streichst und sagst, hier sind nur noch KI-Gegner, dann geht auch ganz viel von der Spannung. Flöten und von diesem Element des Unbekannten, von diesem Faktor, ich weiß nicht, was als nächstes passiert, weil das sozial gesteuert ist. Und ich habe das damals auch schon gesagt, als Helldivers 2 rauskam, wurden sie gefragt, ja, was ist mit PvP? Wir wollen Schlachten zwischen Spielern in Helldivers 2. Und der Chefentwickler hat damals gesagt, das machen wir auf gar keinen Fall, niemals, weil ihr Spiel ist konzipiert als ein Koop-Shooter. Und er hat gesagt, ähm.

A game that is made for everyone ends up being a game for no one. Also so, du kannst nicht allen gerecht werden und diese ganze Bandbreite von Geschmäckern bedienen, weil wenn du das versuchst, wirst du als Spiel beliebig. Du wirst austauschbar und unspannend.

Und Ark Raiders ist sauspannend. Aber nur deshalb, weil PvP Teil dieser DNA ist. Das ist meine feste Überzeugung. Ich glaube, das wird nie kommen und ich glaube, es sollte nie kommen. Was haltet ihr von der Idee von einem Community-Hub? Also, dass man in der Stadt unten sich auch noch treffen kann und halt nicht unbedingt draußen in der Welt als Raider? Das fände ich mega cool eigentlich. Das wäre tatsächlich ganz witzig. Aber wie sollte diese Interaktion dann da aussehen? Weil in der Stadt könnte ich mir vorstellen, wäre ja dann PvP-freie Zone. Kannst du dann da handeln, Sachen tauschen? Ich meine, Handel ist natürlich jetzt so nicht vorgesehen. Ich weiß nicht, ob das vielleicht die Ingame-Ökonomie kaputt macht. Du hast ja schon Schwarzmarkthandel. Aber du könntest zum Beispiel dich durch eine Stadt bewegen, wo du dann dein eigenes, es gibt ja schon diesen Lair, also das ist ja nur ein Menü, wo dein Bett steht und so. Und dein Hühnchen schläft. Und dein Hühnchen schläft und deine Ausrüstung auch so ein bisschen oder das, was du gesammelt hast, so displayt wird, dass man sagt, okay, da könnten theoretisch auch andere rein. Oder Leute, die du in deine Lobby einlässt und so, ah, so sieht es bei dir aus. Hier hast du deine Trophäen an der Wand, ein bisschen braggen oder so.

Oder du könntest komplett wildfremde Leute treffen und sagen, ja.

Möchtest du gerade die Mission machen? Ich suche jetzt noch irgendwie ein oder zwei Partner für die Quest. Und dann könntest du dynamisch vielleicht so Leute finden für spontanes Matchmaking oder so. Das finde ich eigentlich ganz witzig. Dass das dann so sortiert wird nach, keine Ahnung, was für Arten von Quests machen die Leute gerade. Die wollen sammeln, die wollen hier, keine Ahnung, Funkantennen reparieren und dann wirst du mit Leuten zusammengesteckt, wenn du sagst, ich möchte mit Leuten zusammenspielen. Ja, wenn du das möchtest. Also das würde zumindest diesem sehr sozialen Element von Arc Raiders, glaube ich, in die Karten spielen. Ich weiß nicht, ob sie das technisch machen können. Gut, das ist natürlich nochmal was anderes, aber ich glaube eben für diese Community und für dieses Zusammenspielen eben mit Menschen, dass diese Welt noch echter ist, könnte das ganz cool sein. Ich habe das nur auch gelesen, dass es da Leute gab, die gesagt haben, hey, das wäre voll nice. Wollte da mal eure Meinung dazu hören. Das erinnert mich auch stark wieder an Helldivers. Die Spiele haben wirklich erstaunlich viel miteinander zu tun oder gemeinsam. Du hast ja in Helldivers deinen Zerstörer, also dein Heimatschiff, womit du dann von Einsatz zu Einsatz oder von Planet zu Planet fliegst und wenn du Leute einlädst in deine Lobby, dann entern die dein Schiff über eine Kapsel und dann laufen die auf deiner Brücke rum. Und dann geht man gemeinsam von der Brücke eben in den Einsatz. Und das hat auch allein die Tatsache, dass dieses kleine Element da drin ist, dass es eben kein Menü ist, kein Flaches, wo du drückst, ich will jetzt spielen und dann geht's los.

Sondern dass es eben dieses Schiff ist, macht auch schon viel für diese Stimmung, für die Atmosphäre. Das würde für Arc Raiders genauso gut funktionieren. Bisher läuft ja die Interaktion rein oberirdisch ab mit anderen Spielern in Arc Raiders. Was ich gerade sagte, hier so Schwarzmarkthandel zwischen den Spielern, weil Items sammeln in Arcade, das ja ganz wichtig ist, um voranzukommen im Spiel. Und das Spiel eigentlich keinen Handel zwischen Spielern unterstützt. Haben sich jetzt natürlich im Internet schon irgendwie Leute in so Verkaufsforen zusammengeschaltet und gesagt, okay, ich verkaufe dir zehn Zahnräder für 30 Euro. Das Spiel unterstützt das nicht, aber keine Ahnung. Wir treffen uns dann auf dem Server und ich schmeiße das hin. Du musst das aufsammeln und keine Ahnung, wenn du dann in der Runde stirbst, ist es deine Schuld. Aber die Community macht auch solche Sachen schon außerhalb der offiziellen Grenzen des Spiels. Irgendwie so um die Boundaries des Spiels drumherum. Ich glaube, von daher könnte man mit so einem Community-Hub oder Marktplatz oder was auch immer das dann bietet, Social Features noch mehr, da würde man, glaube ich, den Leuten sehr entgegenkommen.

Ja, glaube ich auch. Grundsätzlich auf jeden Fall, was ich da raushöre, ist, dass dieses Spiel eben davon lebt, dass du mit anderen auch gemeinsam zusammenarbeitest, dass es eben nicht dieses Gegeneinander ist, sondern halt vor allem auch vielleicht sogar handelst, auch wenn es nicht integriert ist im Spiel und da Lösungen gemeinsam gegen diese Roboter findest, gegen dieses Feindbild. Was macht denn diese Roboter zu guten Feinden? Das ist eine gute Frage, weil die Roboter sind wirklich sehr entscheidend. Als ich ganz am Anfang von Ark Raiders gehört habe, habe ich wirklich so mit den Augen gerollt und war so, boah, schon wieder Robotergegner. Das ist so abgetroschen. Das sind Klanker. Das ist so ausgelutscht, schon wieder irgendwie so Roboter-Apokalypse. Gefühlt hatte ich das schon tausendmal gesehen und das war so boring. Und erst als ich so wirklich tiefer in das Gameplay eingestiegen bin und auch selber mal gespielt habe, habe ich so gemerkt, okay, das war die cleverste Entscheidung, die sie überhaupt hätten treffen können. Weil du kannst a, unglaublich viel Vielfalt reinbauen, du kannst fliegende Gegner, große, kleine, riesige, du kannst alle möglichen Sachen bauen. Das wäre ganz anders, wenn du jetzt menschliche Bots hättest, weil die sind halt dann, gut, die haben unterschiedliche Waffen oder Rüstungen an, aber es ist trotzdem immer halt Personen.

Und mit den ARC, Mechs oder Bots hast du viel mehr Freiheit und sie haben, es irgendwie geschafft, dass die so verflucht echt wirken, dass es teilweise richtig beängstigend ist. Ja, gerade schon die gute KI angesprochen. Die sind, was du gesagt hast, wie sie sich bewegen, wie sie sich verhalten, wie sie rumlaufen, die haben auch, wie sie sich durchs Terrain bewegen, sind keine geskripteten Ähm.

Animierten Vorgaben oder vorgegebene Animationen. Wir haben per Machine Learning laufen gelernt. Dass sich viel KI auch zum Einsatz gekommen in der Entwicklung des Spiels, um diese Roboter wirklich wie ein Mensch laufen lernt als Kind. Haben die die Skripte für diese Roboter lernen lassen, überzeugend zu laufen. Und wenn da ein Stein ist, dann starkst der Roboter da oben drüber. Oder wenn ich den anschieße, dann kippt er nach hinten um oder taumelt in der Luft, wenn ich ihn irgendwie mit einer Schrotflinte ins Triebwerk treffe. Und sie sind halt eine Bedrohung, die halt drüber hinausgeht. Zum Beispiel, also Hunt Showdown hat ja auch KI-Gegner, die auch durchaus bedrohlich sind. Aber da geht es eher darum bei Hunt, ich lerne halt ein Verhaltensmuster oder eine bestimmte Ausrüstung kennen, wo ich sage, ich kriege die KI einfach aus dem Weg geräumt und dann ist dieses Obstacle einfach weg. Und dann kann ich weiter. Und in Argraders ist es so, dass die KI-Bevölker diese Welt tatsächlich kommuniziert miteinander, schickt sich gegenseitig Verstärkungen oder scoutet auch bestimmte Areale für die anderen aus. Deutet, die lernen dann auch daraus? Nicht langfristig, aber innerhalb von einem Match schon. Also es kann zum Beispiel sein, dass dich eine kleine Drohne entdeckt, die baut eine Verbindung auf zu einem großen Mech, der eine Artillerie hat und die schießt dann über große Distanzen auf dich, weil dich der kleine Bot gespottet hat. Und das ist so gut miteinander verzahnt, dass das PvP dann wieder fast in den Hintergrund tritt, weil die Leute aufpassen müssen.

Okay, wie muss ich mich hier durchbewegen, dass ich jetzt nicht irgendwie sämtliche Aufmerksamkeit und diese ganze Bot-Armee mir selbst auf den Hals hetze. Und das macht halt den PvP dann wieder reizvoll, weil ich schon Situationen selber erlebt habe, wo mich zum Beispiel...

In der Solo-Queue jemand auf mich geschossen hat, obwohl ich gesagt habe, pass auf, lass uns nicht kämpfen, hier ist ein Rocketeer. Das ist einer der größten fliegenden Gegner. Also der ist auch sehr, sehr gefürchtet. Der hat gesagt, lass uns keinen Lärm machen, gehen wir einfach jeder unsere Wege. Er war der Ansicht, er schießt jetzt auf mich und hat mich auch gedownt.

Wurde dann von dem Rocketeer verfolgt, weil es super, super laut wurde natürlich.

Der Rocketeer hat ihn am Ende getötet und ich bin gedownterweise zum Ausgang gekrabbelt, habe den Aufzug gerufen, bin rein, habe den Aufzug runtergeschickt und bin lebendig noch davon gekommen. Das heißt, die Tatsache, dass er mich überhaupt getötet hat, hat ihn die Runde gekostet. Und ich habe überlebt. Und das war nur, weil er nicht darauf geachtet hat, wo sind die ARC, welche ARC sind hier, wie reagieren die auf mich. Und du lernst nach und nach diese Gegnertypen kennen und weißt, okay, wie sind ihre Denkweisen so ein bisschen. Das macht einfach was sehr, sehr Besonderes. Das geht weit darüber hinaus von, wir haben hier KI-Bots auf die Karte gestellt und wenn du in deren Nähe kommst, schießen die. Das geht weit, weit darüber hinaus. Da vielleicht einzuhaken, im Gegensatz zu jetzt Hunt Showdown, sind die Roboter bei Arc Raiders halt, die sind wirklich überzeugend und wirken lebendig. Bei Hunt und in vielen anderen Shootern sind Bots, sind ja Bots, sind die Bots einfach irgendein Hindernis. Die sind da und die nerven dich und ja, muss halt irgendwie drum rum kommen oder damit leben. Und bei Arc Raiders sind diese Roboter eigentlich das Hauptrisiko, das Gefährliche auf diesen Maps eigentlich. Wenn ich in ein Match gehe, ich muss wirklich gucken, okay, wo sind die Drohnen? Wo können die mich sehen? In welchem Radius kann ich mich bewegen, um ungesehen von A nach B zu kommen? Eben weil, wenn mich eine Drohne sieht und mich meine Position aufklärt, Verstärkung gerufen wird. Und die anderen Spieler...

Mei, keine Ahnung, die können mich sehen. Auf weite Distanzen schießen die sowieso nicht so schnell auf mich. Aber die Roboter, die sind schon deutlich gefährlicher auch in ARK als andere Spieler. Und du kannst mit anderen Spielern, und das ist wirklich die Besonderheit, immer verhandeln. Und mit den ARK nie. Die ARK töten dich. Die ARK sind halt einfach gnadenlos. Auf der anderen Seite, sie downen dich nur. Du kannst zum Ausgang kriechen. Ja. Wogegen andere Spieler dich tot, tot boxen können. Ja, wenn sie nicht vorher der Rocketeer erwischt. Das ist halt der Trade-Off. Also das ist eben diese interessante Balance oder diese Gegengewicht, dass halt PvE und PvP existieren nicht nebeneinander her, sondern dass das ineinander verschränkt ist in gewisser Weise. Was ich auch noch sehr interessant finde an den Robotern, ist vielleicht auch noch die, ja, wenig ausgeführte, aber doch irgendwie im Hintergrund existente Lore, warum es diese Roboter gibt und wo die herkommen. Da wird sehr, sehr wenig offiziell zugesagt, aber irgendwie beflügelt das die Fantasie der Spieler total, dass man jetzt sagt, okay, die Erde ist kaputt. Die ganzen reichen Leute haben irgendwie vor 100 Jahren die Erde total ausgebeutet und chillen jetzt im Weltraum auf einer Raumstation und schicken hier die Killerroboter runter, um alles zu looten, Ressourcen abzubauen und wieder ins All zu schicken.

Und wie war das jetzt mit dem, am Ende der Runde kommt, das ist kein Meteorit, sondern irgendeine Art Rakete, die dann aus dem Weltraum kommt und die ganze Map vernichtet. Also wenn du 30 Minuten im Match bleibst und nicht extrahierst, dann kommt vom Himmel so ein riesiger Feuerball runtergeflogen. Das ist eine Arg-Kapsel, die dann einfach, also Arg-Beschuss aus dem Weltraum, der dich dann vernichten soll. Also es macht, es gibt glaube ich noch sehr, sehr viele Mysterien, die ungelöst sind, die eine hohe Anziehungskraft haben auf die Leute. Das merkst du zum Beispiel daran, es gibt ja diesen bisher größten Boss, der wird bald abgelöst von dem noch größeren Boss, die Queen. Und die Queen ist nicht einfach nur ein dicker Bossgegner, der über die Map läuft und halt schwer ist, sondern die bewacht was. Die bewacht einen Harvester und der Harvester ist eine relativ noch sehr sagenumwobene Maschine, die irgendwas aus dem Boden rauszieht und in regelmäßigen Abständen mit Raketen in den Orbit schießt. Und niemand weiß, was wird da abgebaut, wohin wird das geschickt und warum. Und das sind solche, das sind so Kleinigkeiten, aber das sind eben Sachen, die die Leute, glaube ich... Oder auch diese riesigen Args am Rand der Map, die du da siehst in der Distanz. Die dann so in der Ferne rumlaufen. Und ich glaube, es sind Sachen wie diese, die die Leute dann tatsächlich bei der Stange halten, weil sie sich denken, irgendwann kommen wir da drauf. Irgendwann schaffen wir es irgendwie auch in so einen Harvester mal reinzukommen. Und dann sehen wir wirklich, was da passiert.

Und so sind halt die Ark eben nicht nur einfach Gegner, sondern die haben halt, die bauen diese Spielwelt mit aus, sie zahlen auf diese Story und diese Lore mit ein Also es ist eigentlich eine lebendige Welt die du halt erleben willst und das obwohl es ja eigentlich keine großen Symbole oder Pop-Ups gibt, die dich jetzt irgendwo drauf hinweisen, dass du da jetzt hin müsstest oder sonst was, richtig? Total, total, du musst bei Ark Raiders dieses Spiel sagt dir sehr, sehr wenig. Also wenn du so die ersten Runden spielst und auch überlegst, okay, hier im Menü meine Quest ist, ich muss irgendwie Zitronen sammeln oder Zahnräder. Das Spiel sagt dir nicht, wo du die findest. Du musst einfach auf die Suche gehen, du musst die Maps selbst erkunden und wenn du Pech hast, dann dauert das fünf, sechs, sieben Runden. Du wirst erschossen, du findest die Sachen vor Ablauf der Runde nicht. Du musst ein bisschen selbst lernen, diese Welt zu navigieren und auch so, Geheimnisse oder so Lore-Bits irgendwie über die Arcs, was könnte da draußen sein, das erschließt sich dir so nach und nach irgendwie von selbst, einfach weil diese Welt sehr, immersiv und interessant ist und du willst in den Runden irgendwie verweilen und dir das angucken, du willst, ja keine Ahnung, wir sehen ja hier auf dem Bildschirm so ein bisschen die Map, du willst gucken, was ist da hinten am anderen Ende des Tals, was ist hinter diesem Kirchturm, ich will da jetzt hinlaufen. Ja.

Und das macht dieses Spiel sehr gut, dass es irgendwie einfach eine spannende, immersive Welt ist, die dich einfach drinnen hält. Und sie machen das mit sehr bewussten Designentscheidungen. Also rein von der, wenn du jetzt anschaust, wie sieht es HUD aus? Du hast relativ wenig Bildschirmanzeigen, du hast keine Minimap. Du musst die Welt um dich herum ein bisschen lesen, selber hören auf Geräusche, selber gucken auf Bewegungen. Zum Beispiel über den Ark gibt es normalerweise gar keine Anzeigen für, haben die dich jetzt gesehen? Oder ein Lebenspark. Dass irgendwie ein Pop-up kommt oder ein Lebenspark und sagt, oh ja, diese Drohne hat dich jetzt gesehen und dann siehst du eine Hartanzeige. Sondern du musst halt gucken, verfärbt sich das Auge von dieser Drohne gelb. Dann ist sie skeptisch geworden. Wenn es sich rot verfärbt, dann hat sie dich gesehen. Oder dass halt irgendwo ein Bot rumläuft und dann ändert er plötzlich sein Verhalten, weil er vielleicht was gehört hat oder so. Und du musst es halt wirklich mit deinen Sinnen wahrnehmen. Es ist nicht so, dass das Spiel dir alles über Hutt anzeigt. Das Weltdesign generell, auch so Sachen wie Vögel fliegen hoch, wenn du irgendwie zu nah dran vorbeiläufst. Das erinnert mich so ein bisschen an diese Soundfallen bei Hunt Showdown, wenn du irgendwie auf Äste trittst und dich verrätst und dann KI-Gegner auf dich aufmerksam werden. Also das Weltdesign ist halt einfach sehr, sehr gut gemacht und vermittelt dir irgendwie...

Dass es eine glaubhafte, lebendige Welt ist, in der nicht nur du allein da irgendwie rumgurkst. Ja, Sound ist ja bei Shootern allgemein immer wichtig. Wie gut würdet ihr dieses Sounddesign von Arc Raiders einordnen? Schon sehr gut. Sehr, sehr gut. Von Arc Raiders Sounddesign? Das ist eine 10 von 10, würde ich sagen. 10 von 10? Okay. Ja, die KI-Stimmen weiß ich nicht. Das ist irgendwie so eine Entscheidung. Wir haben ja gestern auch darüber diskutiert, warum haben sie das gemacht? Eben, um auf saisonale Sachen und Events schnell reagieren zu können, dieses Text-to-Speech-Model.

Aber wäre das jetzt ein großes Problem gewesen, alles von Synchronsprechern einsprechen zu lassen? Das klingt doch besser. Das lasse ich jetzt mal so außen vor, weil ich glaube, für mich persönlich ist es nochmal eine separate Debatte, setzt du auf KI oder nicht für die Stimmen. Und da gibt es, glaube ich, sehr gute Argumente für beide Positionen. Aber wenn du nur das Spiel, wenn du das Spiel spielst Und du hörst darauf, wie die Welt klingt. Und die Waffen. Wie die Waffen klingen, wie die Roboter klingen.

Wie, ja, wenn sich Metall verzieht, dass es knirscht und ächzt oder so. Oder wenn irgendwo Wasser fließt, wie das klingt. Das Schild bricht, wenn du auf Gegner schießt. Und all das ist halt einfach top. Da gibt es einfach nicht viel dran zu rütteln. Das ist halt absolut Spitzenqualität. Also ihr würdet sagen, dieses Spiel, auch außerhalb des Extraction-Shooter-Genres, ist es einfach ein gutes Spiel. Das ist ein gutes Spiel. So ein sehr spaßiges, rundes, poliertes, Und auch günstiges Spiel. Das ist halt auch wirklich ein Punkt, der für ArcGrader spielt. Günstig ist eine Perspektivsache. Für manche Leute sind 40 Euro sehr, sehr viel Geld. Für manche Leute nicht.

Aber da bin ich bei dir. Für das, was das bietet, sind 40 Euro fair. Auf das will ich hier eigentlich raus. Wenn ich es jetzt vergleiche mit den anderen beiden Shooter-Schwergewichten, die ja jetzt drumherum erscheinen, für Battlefield und COD, zahlst du, wenn du keinen Game Pass hast, einen Vollpreis, der höher ist. Deutlich höher. Deutlich höher. Und gut, bei Battlefield hast du jetzt noch den Redsack, einen kostenlosen Battle Royale, aber das ist ja auch wieder eine andere Zielgruppe, die damit angegangen wird. Und das ist, glaube ich, auch was, was Arc Raiders fast schon ein bisschen in die Karten spielt. Sie bieten dann eben nicht nochmal einen Battle Royale und dann noch einen Team Deathmatch und dann noch irgendwas anderes, sondern sie sind so fokussiert auf dieses eine Ding, was sie da rüberbringen wollen, dass sie alle Ressourcen da reinstecken und das wirklich polischen. Weil man merkt, das liegt ihnen da wirklich am Herzen bei Embark und nicht dann noch irgendwie in den zweiten, dritten, vierten Modus irgendwie rantackern, weil man sagt, ja, wir wollen jetzt aber die anderen Zielgruppen auch bedienen und wir wollen auch jetzt, dass alle Battlefield-Spieler auch noch zu uns kommen. Das ist gar nicht ihr Anspruch, sondern ihr Anspruch ist, dieses Extraction-Prinzip, was sie haben, möglichst zu perfektionieren.

Und das ist für so ein mittelgroßes Studio, glaube ich, genau der richtige Weg auch. Können sich da auch große Studios vielleicht was von abschauen, dass man sagt, hey, fokussiert euch doch auf ein Ding, das ihr richtig gut macht, anstatt uns ganz, ganz viel zu bringen, dass, naja, alles so okay ist. Macht dein Spiel fertig und release es dann, Punkt. Ja, ich meine, Battlefield ist ein super gutes Beispiel, weil Battlefield 6 hat genau diese Debatten auch wieder ausgelöst in der eigenen Community, zum Beispiel doch Red Sack. Auch wenn man fairerweise dazu sagen muss, das ist ein komplett anderer Entwickler. Das hat wieder ein anderes Studio gemacht.

Aber trotzdem bleibt das Argument bestehen von vielen Leuten, dass sie sich vorwerfen lassen müssen. Sie bieten sehr, sehr viel an. Kleine Competitive-Modi, die so in die Counter-Strike-Richtung gehen. Riesige Battle-Royale-Sachen. Und sie haben aber ihren Kern-Multiplayer. Und das ist eigentlich der Punkt, weswegen Battlefield-Fans Battlefield kaufen. Dieser Kern-Multiplayer mit Schlachten, Fahrzeugen, 64 Spielern. Und wenn der nicht ganz in Ordnung ist, und seine Fehler hat und seine Ungereimtheiten, dann sagen die Leute, warum habt ihr nicht darauf am meisten, warum habt ihr nicht das erstmal ganz fertig, richtig gut entwickelt und euch dann um dieses Drumherum gekümmert, wenn ihr das unbedingt braucht. Ich kaufe das für die Battlefield-Kernmodus und insofern ja, ich würde mir das schon wünschen, dass dieses Prinzip, was Embark da fährt, auch bei anderen Studios ein bisschen mehr und bei größeren Studios mehr Anklang findet, dass man einfach sagt.

Lass uns bewusst werden, was unsere Zielgruppe ist. Das Spiel für diese Zielgruppe machen. Und danach kommen erst die anderen Gedanken, die Battle Royales und die zugetackerten Spielmodi. Also bin ich total dabei. Und da bei Battlefield, jetzt war ja auch der Druck da zu sagen, okay, ich glaube viel, was jetzt Battlefield an Problemen hat oder was bei Battlefield 6 gerade diskutiert wird, ist ja daraus entstanden, dass man gesagt hat, okay, wir wollen unsere Zielgruppe erweitern. Wir wollen eben nicht nur die traditionellen Battlefield-Fans mit großen Maps und Fahrzeugen abholen, sondern wir wollen eben auch die Battle-Royale-Spieler, wir wollen auch die Call-of-Duty-Fans, die irgendwie kleine Maps, Infanterie, schnelle Nahkampfgefechte und wir wollen all diese Spieler mit unserem Paket abholen. Und dann, wenn du halt, wie man so schön sagt, viele Köche verderben den Brei, dann hast du halt zu viele Akteure, die da irgendwie im Spiel sind und wenn dann deine Kernzielgruppe nicht so 100 Prozent überzeugt ist.

Dann ist es nicht gut. Und dann bist du wieder bei A Game for Everybody is a Game for Nobody. Weil die dann diese Kernidee, dieses Ziel, wo du eigentlich hin willst, wird zu stark verwässert.

Und ich glaube, bei Embark ist das schon immer so die Designphilosophie gewesen. Zumindest war es damals bei The Finals auch schon so. Sie haben nie gesagt, The Finals braucht jetzt noch ein Battle Royale oder The Finals braucht jetzt noch eine Singleplayer-Kampagne. Das ist ihnen nicht mal in den Sinn gekommen, weil sie gesagt haben, naja, wir machen ja einen Arena-Shooter, der muss richtig gut sein. Aber wenn wir ein Singleplayer machen, dann würden wir ja ein ganz anderes Spiel mit einer anderen Idee machen, die auf Singleplayer ausgerichtet ist. Ich glaube, Embark ist halt auch jetzt wie bei The Finals, Arc Raiders wie The Finals, die sind sehr früh, sehr klar mit einer klar definierten künstlerischen Vision da reingegangen von dem, was sie haben wollen. Mit der Ausnahme, dass Arc Raiders früher als PvE-Titel geplant war. Also es war mal ein reiner Koop-Shooter, ganz früh in der Konzept- und frühen Entwicklungsphase. Und dann haben sie gemerkt, es funktioniert nicht, wir brauchen eine andere Idee. Aber dann sind sie all in gegangen mit dieser Idee. Sie haben dann nicht gesagt, okay, wir behalten diesen reinen Koop, reinen PvP-Gedanken auch noch bei und fahren irgendwie zweigleisig. Das haben sie nicht gemacht. Aber hättet ihr euch, also wie gesagt, wir haben ja vorhin schon so ein bisschen drüber geredet, ein PvE-Modus würde jetzt gar keinen Sinn mehr ergeben, aber hättet ihr es euch auch in einem PvE-Modus überhaupt vorstellen können, diese Spielwelt zumindest?

Also ich sehe den Punkt schon, dass viele Leute online sagen, es wäre entspannter, wenn ich mich nicht noch um andere Spieler kümmern müsste. Weißt du, dann hast du immer Schiss, dass irgendjemand kommt und dir in den Rücken schießt und dir deinen Loot wegnimmt und wenn es rein PvE wäre, dann würde ich sagen, okay, ich hab nur die Roboter, aber mit denen komm ich klar, deren Verhaltensmuster kann ich irgendwie lernen, aber, ich glaub jetzt so aus der jetzigen Sicht, wo ich das Spiel so gespielt hab, wie es ist, das ist gut so, wie es ist. Und die PvE gehört zur Identität von Arc Raiders dazu, das gibt dem ganzen Spannung, das macht's aufregend, das macht es unvorhersehbar.

Also, von daher nee, irgendwie schwierig, sich das ohne Mitspieler vorzustellen. Ich meine, wir haben diese Version natürlich nie gespielt. Ich habe mir das immer so ein bisschen vorgestellt in die Richtung von einem Helldivers, dass halt Leute zusammen einer großen Übermacht von KI-Gegnern, gegenüberstehen und sich dann zusammen irgendwie Taktiken, Teamwork, Strategien überlegen müssen, wie schaffen wir das jetzt? Wie kommen wir hier lebend wieder weg? Für Helldivers 2 geht das total auf, dieses Prinzip. Ich glaube nur, wir werden nie diese ursprüngliche Design-Idee so richtig sehen. Also es gab nur hier und da mal ein paar Schnipsel, ein paar Videos. Sie sollten ja auch einen Grund gehabt haben, warum sie es verworfen haben. Genau, und damals habe ich mir gedacht, das ist total interessant und ich erinnere mich noch gut, als sie dann gesagt haben, das funktioniert nicht. Wir haben Arc Raiders zwar schon PvE angekündigt, aber wir wechseln, das wird jetzt ein PvP Extraction Shooter. Da ging wirklich bei den Leuten, denen das Spiel was gesagt hat, ein kollektives Raunen durch die Community und sie hat gesagt, oh nee, jetzt ist es für mich gestorben und auch schon wieder Extraction und das ist alles blöd.

Naja, turns out, es ist nicht alles blöd, oder? War die richtige Entscheidung. Ja, vor allem dieses Spiel eben lebt durch die Community. Die Storys in dem Spiel werden ja von der Community erst richtig geschrieben. Also ohne die Community, glaube ich, wäre das ein ganz, ganz anderes Spiel. Das merkt man ja auch. Die Videos, die gepostet werden, sind eben meistens Begegnungen mit anderen Spielern. Ja, es sind immer lustige Interaktionen oder irgendjemand hat jemand anderen total hops genommen. Ich glaube, die witzigsten Videos, die ich so sehe in meinem Feed, sind immer diese Zip-Line-Dinger, wenn jemand eine Seilrutsche platziert hat, die ins Nichts führt. Und dann zuschaut, wie die Leute abstürzen. Und dann zuschaut, wie jemand anderes die benutzt und komplett vom Hausdach in den Abgrund fliegt und dann einfach nur daneben steht und richtig gottlos lacht. Das ist wirklich herrlich. Oder Leuten irgendwelche gemeinen Fallen stellen. Das ist wirklich herrlich, was du da machen kannst. Es gibt halt nichts, was es nicht gibt. Also ich habe auch schon gesehen, dass sich komplette Server einfach getroffen haben und zusammen irgendwie was gemacht haben. Also irgendwie zwölf Leute, die dann da zusammen durchjoggen und sagen, ach, jetzt machen wir mal den Gegner und den Gegner. Oder wir gehen jetzt die Queen legen, so alle. Oder gehen auf die Queen los gemeinsam oder so. Also...

Du weißt vorher nicht, was wird passieren. Es ist alles möglich. Das ist halt sehr schön und sehr Risk-Reward. Kann auch nach hinten losgehen. Ich hatte auch frustrierende Runden in R-Graders. Will ich gar nicht lügen. Aber die Momente, wo was insane Cooles passiert oder wirklich Witziges, das macht es halt wert. Also das macht es wieder wert. Wir hatten vorhin schon geklärt, Für Neueinsteiger ist das Spiel super. Aber was macht das Spiel denn auch für Veteranen interessant? Ist es vielleicht dieses Unvorhersehbare? Ich denke schon. Also klar, genau deswegen spiele ich ja Spiele, um irgendwie jedes Mal neue, interessante, unvorhersehbare Situationen zu erleben. Und ich meine, viele große Shooterstreamer spielen ja gerade Arc Raiders. Also irgendwas wird es auch den Profis geben, weil die sind dann natürlich auch sehr viel mehr jetzt als wir vielleicht, ich spiele viel Solo-Cue, geht es ja weitgehend friedlich zu und die Profis, die sind dann eher schon PvP-orientiert. Du kannst da auch im PvP sehr viel Spaß haben, wenn du dich dann irgendwo verschanzt und Häuserkampf machst und richtig harte Gefechte da auskämpfst gegen fünf, sechs Leute, die anrücken und dir deinen Loot klauen wollen, weil du irgendeinen großen Arc gerade zerlegt hast.

Das ist sowohl für Einsteiger, die jetzt mit einem kostenlosen Loadout reingehen, also ich mache nicht vor jeder Runde mir da eine Premium-Ausrüstung ins Inventar, ich gehe häufig mit kostenlosem Loadout rein, aber es ist gleichermaßen interessant für Profis wie für Einsteiger. Ich glaube, der Kunstgriff oder der Trick ist, es ist zwar durchaus einsteigerfreundlicher als andere Extraction-Shooter, aber es ist halt nicht flach. Es hat seine Lernkurve, es hat sogar meines Erachtens ein relativ hohes Skill-Sealing.

Also das heißt, du kannst da sehr, sehr, sehr gut werden und du kannst vor allem grinden sehr lang. Ja, auch die Fähigkeiten später im Skill-Tree, die du freischalten kannst. Du musst erst mal durch deinen Skill-Tree und es gibt immer noch eine bessere Waffe oder noch ein Upgrade, auf das du hinarbeiten kannst. Und selbst wenn du dann alles hast, dann gibt es ja demnächst schon diese Expedition, also das Prestigessystem. Das heißt, du kannst dann nochmal deinen Grind resetten, nochmal von vorne starten mit nochmal neuen Herausforderungen und so. Das heißt, da gibt es halt wahnsinnig viel zu tun, auch in dem Sinne von Late-Game, End-Game-Content. Das hat auch viel taktische Tiefe. Wenn ich jetzt überlege, ich nehme eine Ködergranate oder ich bin laut, um Arx anzulocken, wie du mit der KI interagierst, um deine Mitspieler oder deine Gegenspieler irgendwie in Fallen zu locken. Du kannst denen ja auch die Roboter auf den Hals hetzen. Und auch das will gekonnt sein, also irgendwie mit der Spielwelt taktisch klug zu interagieren, um zu gewinnen, um Gefechte zu gewinnen. ich denke, das ist auch was, was Profis irgendwie dann, Shooter-Profis sehr viel Spaß machen wird. Ja, also du kannst das insofern meistern, wenn du wirklich die Spielwelt und die ARC richtig, richtig gut lesen kannst, mit den Waffen wirklich gut umgehen kannst und dann auch das entsprechende Gier hast.

Dann ist das, das ist glaube ich ein Ziel, wo Profis auch hinarbeiten werden und können und wo sie Spaß damit haben. Also ich glaube, Da ist halt die Einsteigerfreundlichkeit ist zwar grundsätzlich gegeben, auch wenn es am Anfang ein bisschen tough ist, weil du nichts erklärt bekommst und so. Aber dann, wenn du da am Ball bleibst, wird man merken, dass da halt viel Spieltiefe auch drinsteckt. Wie viele Stunden wisst ihr das ungefähr, ihr jetzt schon in Ark Raiders verbracht habt?

15? Okay. Ja, bei mir sind es etwas über 20. Etwas über 20. Und ihr werdet es wahrscheinlich auch noch länger spielen. Ja, definitiv. Auf jeden Fall. Also gerade wenn eine neue Map kommt, dann will man sofort wissen, wie sieht die aus, was gibt es da alles, wo gibt es da irgendwie gute Lootstellen oder interessante Orte oder so. Ihr freut euch drauf, wenn ihr jetzt dann endlich alles an Material gesammelt habt, damit ihr endlich diese Map freischalten könnt und dann da spielen könnt. Auch mit zwei neuen Gegnern, habe ich gesehen. Zwei neue Arcs, neue Waffen, es gibt noch alles Neues. Also einer von den Arc-Gegnern soll auch noch größer sein als die Queen. Und die Queen gilt jetzt schon so als der O, vorsichtig sein, nur für, wenn du ein Team hast und Endgame-Ausrüstung. Ich hab auch schon Leute gesehen, die die komplett solo gemacht haben. Also das ist auch gecheased, gecheased. Ja, wenn du irgendwo im Bunkereingang schimmelst, so dass die nicht an dich rankommen und dann die ganze Zeit mit Granaten und großen Waffen rausspammen und dich verstecken. Aber es ist wirklich crazy, wenn du halt irgendwie so klug und genau darauf ausgerichtet, dein ganzes Loadout planst und dein ganzes Vorgehen taktisch planst in der Runde, auch die Map vorher kennenlernst, wo kann ich mich verstecken vor so einem großen Roboter, wo der nicht an mich rankommt? Nur mit dem Ziel, ich mach die komplett alleine.

Ist doch crazy. Ich finde das wirklich interessant, dass Spieler so vorgehen wollen. Das ist dann halt auch eins von dieser Art Content, die im Endeffekt generiert wird aus Arc Raiders, der dann viral geht, wo dann die Leute auf TikTok gehen und sagen, wie hat der jetzt alleine die Queen gemacht? Das ist schon insofern clever, weil die Werbung und das Marketing macht sich von allein für das Spiel. Auf jeden Fall. Ein Thema, über das wir noch reden müssen, was bei Shootern immer ein großes Thema ist, ist Monetarisierung. Wie ist es denn bei Arc Raiders? Weil da war es ja so, dass sogar schon Preise gesenkt wurden, weil die Community gesagt hat, hey, das ist uns zu teuer. Es gab Refunds. Das ist ja jetzt nicht der typische Weg. Das machen die wenigsten Entwickler. Wie fandet ihr das? Und glaubt ihr, das ist der richtige Weg? Also die Tatsache, dass die Preise gesenkt wurden, fand ich erstmal gut, weil ich gesehen habe, dass diese Debatte durchaus schon länger schwelt. Also das heißt länger. Das Spiel ist zwei Wochen draußen gewesen zu dem Zeitpunkt. Aber dass sie einfach sagen, ja, okay, wir hören das, wir stimmen dazu, wir gehen mit den Preisen runter und alle, die schon was gekauft haben, kriegen das als Premium-Währung gerefundet. Ist ein sehr fairer Move, würde nicht jeder Hersteller machen, bin ich überzeugt.

Und ansonsten ist die Monetarisierung ja relativ relaxed, sage ich mal, weil die Sachen, die du für Echtgeld kaufst, sind rein kosmetisch. Das ist ja inzwischen so der Standard, glaube ich, im Genre. Aber wenn du zum Beispiel einen Battle Pass freischaltest, dann bleibt der dir auch erhalten und du kannst sagen, wann du weiter da rein investieren willst. Das heißt, der läuft nicht ab. Das heißt, sie setzen da deutlich weniger auf FOMO als andere Hersteller. Und ja, solange ich die Gameplay-Inhalte for free bekomme und ich habe die 40 Euro vorher bezahlt.

Dann finde ich das total fein. Dann ist das absolut fair, finde ich. Ich glaube, die Frage bei den Preisen im Skin-Shop, weil das betrifft ja nur den Cosmetic-Shop von Arc Raiders, diese Debatte, die Frage, die man sich da stellen muss, ist, welcher Preis ist fair für virtuelle kosmetische Items? Weil bei Arc Raiders geht es sehr, sehr viel darum, welchen Hut kann ich meinem Huhn aufziehen? Ja. Und ein Hut... Den 10-Euro-Hut. Ja, und ein Hut kostet 10 Euro. Oder kostete... 10 Euro? Jetzt nicht mehr. Jetzt nicht mehr 10 Euro. Was kostet der jetzt? 7? 7 Euro für den Hut für den Huhn. Das ist nicht mehr wichtig für das Spiel. Ich weiß nicht, was die neuen Preise sind. War der nicht von draußen auf 700? Die neuen Preise sind noch nicht... Es ist auf jeden Fall weniger geworden, aber es waren 10 Euro für einen zum Beispiel Astronautenhelm. Ich wollte für mein Hühnchen einen Astronautenhelm, also gab es auch den Astronautenhelm.

Das sieht schon cool aus, aber du musst bedenken, dass du dieses Hühnchen auch nie wirklich siehst in den Runden. Das steht nur in deinem kleinen Zimmer in dieser Untergrundsiedlung rum und du siehst es nur zwischen den Runden, wenn du mal dahin gehst, um deine Rohstoffe abzuholen. Da muss man schon... Sich sehr genau überlegen, will ich jetzt wirklich Geld dafür ausgeben? Wie waren die Preise im Vergleich mit The Finals? Waren die etwa gleich? The Finals hat auch für kosmetische Gegenstände relativ gesalzene Preise, muss man sagen. Also auch da muss ich jetzt da aber in Kontext setzen, dass das ein Free-to-Play-Spiel ist. Das heißt, das kannst du auch komplett ganz ohne Geld auszugeben spielen, im Gegensatz zu A-Graders. Und ich weiß berechtigterweise, dass Leute immer ein bisschen Sorgenfalten auf der Stirn haben, wenn ein Spiel, das Geld kostet, dann auch noch einen Echtgeldshop hat. Das ist immer was, wo Leute sagen, ich hab euch doch schon Geld gegeben. Wie gesagt, Cosmetics, die Preispolitik, was dürfen Cosmetics kosten in einem Spiel, die nichts mit dem Gameplay zu tun haben, die ist so alt wie die ersten Online-Spiele, die überhaupt Shops haben. Das kannst du zurückverfolgen bis zur Pferderüstung von Oblivion.

Ja, das sind und es wird, diese Diskussion wird nie zu Ende geführt werden, weil das komplett auf den eigenen Standpunkt drauf ankommt. Für manche Leute ist ein Helm für einen Huhn, das ich nur in meinem Menü sehe, für 10 Euro kompletter Wahnsinn. Für andere Leute ist es so ein, ach komm, ich find das witzig, ich unterstütz die Entwickler ein bisschen damit, da krieg ich auch kostenlosen Content raus aus dem Game und ich spiele es eh länger. Fein. Und beide Standpunkte sind ja irgendwo valide. Auf jeden Fall.

Also es hört sich auf jeden Fall grundsätzlich so an, dass dieses Spiel einen guten Weg geht. Mal schauen, wie es jetzt mit dem Update und dann der neuen Karte ist. Aber auch da, wenn das jetzt nicht von Anfang an perfekt ist, dafür war das Spiel von Anfang an schon ziemlich gut. Es macht schon sehr viel richtig. Also Arc Raiders macht schon, Zu Beginn zu Release jetzt die letzten zwei Wochen, das hat schon ab dem ersten Tag sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ja, es ist ein Service Game und wenn ich eins über Service Games gelernt habe, dann dass du nie weißt, wie es weitergeht, wie es nächstes Jahr aussieht, wie es übernächstes Jahr aussieht. Sie haben einen unglaublich ambitionierten Plan, nämlich zehn Jahre lang Arc Raiders. Ich halte von solchen Plänen grundsätzlich nicht viel, weil du weißt überhaupt nicht, wie sich die Branche in den nächsten fünf Jahren entwickelt, geschweige denn in den nächsten zehn. Andere Spiele haben auch stark gestartet und sich dann völlig verrannt mit ihrer Roadmap.

Wir werden sehen. Ich habe vom Start weg auf jeden Fall deshalb ein gutes Gefühl, weil sie sich sehr, sehr wenig Patzer erlaubt haben zum Release. Und anscheinend ja auch schon mit dem Spiel davor ganz gut abgeliefert haben. Deswegen bleiben wir gespannt, wie es weitergeht. Wir halten euch auf jeden Fall auch auf dem Laufenden. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mit mir diesen Talk zu führen. Vielen Dank, dass ihr da wart und euch, wenn ihr mehr über ARC Raiders wissen wollt, wir haben ganz, ganz viele Videos auf unserem Hauptkanal. Wie gesagt, unter anderem ein neues von unserem Kollegen Paul. Vielen Dank, dass ihr zugeschaut habt und bis zum nächsten Mal.