Hallo und herzlich willkommen bei Couch Coop, die Halloween-Edition. Da heulen wir gleich den Mond an. Schön, dass ihr da seid, liebe Leute. Ich darf euch ganz herzlich begrüßen zu einer ganz tollen Runde, liebe Leute, die ihr im Chat seid. Aber natürlich auch meine lieben Gäste hier im Studio begrüße ich jetzt. Und deswegen fange ich einfach mal an. Nathalie, schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr, dass du da bist. Magdalena, besonders schön, dass du auch da bist. Ja, ich freue mich auch mega. Du hast heute maßgeblich diese Sendung vorbereitet, wofür ich dir natürlich unglaublich dankbar bin. Lieber Chat solltet ihr auch. Und dann natürlich unseren Filmspezialisten Marco, den wir bei einer Halloween-Sendung halt auch definitiv nicht außen vor lassen können.

Mir haben sie gesagt, es würde Spaß machen. Es würde Spaß machen. Und Spaß wird es auch machen. Spaß solltet ihr da draußen bekommen. Wir wollen heute hier bei Couch Coop ein wenig über Horror, Halloween reden und das eben im Kontext von Filmen, aber auch natürlich Spielen, denn schließlich sind wir hier auf dem GameStar Twitch-Kanal und gerade zu dieser Zeit im Schoktober, da ist ja sowas ganz, ganz wichtig. Was schaut man für Filme? Welche Spiele zieht man sich rein? Und deswegen auch natürlich die Frage an euch, lieber Chat. Was ist denn euer liebstes Horrorspiel? Wir wollen da so ein bisschen in Erinnerung schwelgen. Wir werden natürlich auch Sachen von euch vorlesen. Und ganz, ganz wichtig, wir haben jetzt auch einen Couch-Koop-Discord. Nicht wahr, liebe Magdalena? Ja, wir haben ja, also es gibt ja so oder so den GameStar-Discord-Kanal. Und da haben wir jetzt nochmal einen eigenen Channel drin, wo ihr für Couch Corp eben Sachen reinschicken könnt. Wir haben euch jetzt vor ein paar Tagen, glaube ich, geschrieben gehabt, dass ihr uns gerne eure liebsten Horror-Dekos, Filme, Spiele.

Essen, was ihr machen werdet für morgen irgendwie, Kostüme, was auch immer, könnt ihr gerne in diesen Kanal schicken. Das heißt, falls ihr es noch nicht gemacht habt, dann macht das gerne. Und dann werden wir quasi diese Einreichungen, die Bilder, Videos, die da auch kommen werden, hier uns anschauen. Haben wir denn schon ein paar bekommen? Wir haben schon ein paar bekommen. Sollen wir da vielleicht mal was zeigen, liebe Regie? Wäre das möglich, dass wir da vielleicht irgendwas mal einblenden über den Discord, was wir bekommen haben, wie Leute sich zum Beispiel hier, ist jetzt vielleicht nicht ganz so, was Horrormäßig angeht, aber trotzdem als Kostümierung sehr, sehr geil, The Legend of Zelda. Fantastisch, oder? Wenn jemand sich da Mühe gibt und hier so Kostüme baut und da sieht man sie dann unten auch in Aktion. Das ist vor allem ein richtig gutes Kostüm. Kann man zu Halloween machen irgendwie, kann man auch so zu Karneval oder was auch immer. Das geht eigentlich das ganze Jahr über. Ich finde die Gesichtsmaske sehr cool auch noch. Richtig. Aber sie sind echt richtig geile Kostüme geworden. Da bin ich gespannt, wenn man mit sowas durch die Gegend läuft, wer einen dann erkennt. Mein Neffe würde dafür töten. Also der hat jetzt gerade erst Breath of the Wild für sich entdeckt und es ist ein absolutes Lieblingsspiel. Ah, fantastisch. Und wenn er das sehen würde, holy shit. Ja. Also falls ihr noch mehr von solchen Sachen schicken wollt, vielleicht macht ihr selber eine Halloween-Party, habt schon dekoriert, schickt mal ein Foto davon in diesen Discord-Kanal beziehungsweise, ja genau, und dann schauen wir da einfach nachher nochmal rein. Würden wir sehr freuen, wenn da ein bisschen was bei zusammenkommt.

Aber was ist denn euer liebstes Horrorspiel? Wollen wir das jetzt schon loslegen? Können wir auch gerne machen. Wir können auch gerne, ich glaube, jeder hat ja drei Horrorspielefilme sich rausgesucht. Ich weiß zumindest, wer ein Lieblingshorrorspiel hat und das ist unser lieber Michi. Der hat uns nämlich im Vorfeld etwas aufgenommen, eines seiner liebsten Horrorspiele. Und was der Michi als liebstes Horrorspiel hat, da schauen wir einfach mal rein.

Es fällt mir aber ziemlich schwer einzugrenzen, was jetzt mein liebstes Horrorspiel ist. Das schwankt bei mir auch so saisonal. Also mein Herz gehört irgendwie Resident Evil und dann liebe ich aber auch Dead Space. Und hier Alan Wake guckt auch schon ganz eifersüchtig. Also eine Menge Horrorspiele, die ich toll fand. Deswegen fällt es mir schwer, mich da auf eins jetzt wirklich einzugrenzen. Aber was ich euch sagen kann, ist, das Horrorspiel, bei dem ich mich am meisten eingeschissen habe. Also der gruseligste Horrormoment, den ich bisher hatte. Und dazu muss ich ein bisschen ausholen, Weil ich bin jetzt kein besonders mutiger Typ, also im Herzen bin ich schon eher ein Schisser. Aber ich habe so eine Strategie, die ich in so Spielen dann immer anwende. Nämlich, wenn ich mich hinter Gameplay verstecken kann, dann ist das alles gar nicht so schlimm. Also wenn ich quasi einen Knopf drücken kann, um dann zum Beispiel mit einer Waffe auf ein Monster zu schießen oder mit so einer Lampe so einen Geist zu verscheuchen, dann kann ich das im Kopf abstrahieren und dann ist das für mich nicht so gruselig und ich habe nicht so viel Angst. Weil ich ja weiß, es ist eine Mechanik dahinter, die ich dann zu meinen Gunsten manipulieren kann. Aber wenn Spiele sowas jetzt nicht haben, also wenn die sehr runtergebrochen auf die Basics sind und ich nicht wirklich was tun kann, um jetzt das Unheil zu vermeiden, dann macht mich das richtig fertig. Und ich glaube, kein Spiel hat das besser auf den Punkt gebracht wie das Indie-Horrorspiel SCP-087 oder 087. Ein total basic Horrorspiel. Es geht nur darum, im Stock Dunkelheit eine Treppe runterzuwandeln, wie so eine Wendeltreppe. Immer eine Etage tiefer. natürlich saugruselige Soundkulisse.

Und du gehst immer weiter mit ganz geringem Sichtfeld, nur so ganz kleinen Taschenlampenschein. Und du weißt, da muss ja irgendwas kommen. Und dann gehst du eben Etage für Etage diese Wendeltreppe darunter. Und der Horror passiert vor allem da oben im Kopf. Also das Spiel an sich macht gar nicht so viel, aber du malst ja natürlich aus, jetzt ist schon so lange noch nichts passiert, da wird sowas Schlimmes passieren.

Und ich kann natürlich jetzt viel lang und rum erzählen, wie schlimm das war, aber ich zeige euch einfach den Clip, wie ich mir da in die Hose geschissen habe. Enjoy. Was ist da vorne? Fuck, das ist ein Gesicht, das ist ein Gesicht. Schau mich an. Das ist ein Gesicht. Ich kann da nicht... Alter, ich kann da nicht... Ich kann da nicht näher hingehen. Geh weiter. Alter, nein. Das ist irgendein Slender. Vielleicht ein großes Tier oder was? Geh mal weiter. Geh mal schnell hin. Nein, nein, nein. Ja.

Das war SCP-087. Ich glaube, man kann das immer noch kostenlos runterladen. Ich glaube, wenn du das damals, war das kostenlos? Egal. So ein Indie-Horror-Ding kann man sich auf GameTube und GameTube-Horror noch das Let's Play angucken. Das werde ich nie mehr vergessen, weil das ist wirklich, also bei dem Schrei bin ich ein paar Jahre älter geworden und das hatte ich so schlimm auch nie wieder. Also wenn ihr noch länger leben wollt, spielt nicht SCP-087. Da hat jemand im Chat gerade gesagt, oh Gott, ist das alt. Ja, das ist noch entstanden, als mich ein bisschen jünger war, aber da wäre vielleicht mal gleich die Frage interessant, was war denn so eines, der ersten Horrorspiele, das ihr gespielt habt. Wir haben leichte Probleme hier mit dem Ton heute schon. Deswegen haben wir auch ein bisschen später gestartet, weil wir irgendwie gemerkt haben, da ist der Geist in der Maschine, was ein bisschen ärgerlich ist. Wir versuchen das gerade hier noch so ein bisschen zu fixen. Aber Nathalie hat gerade gesagt Project Zero. Ich glaube, es ist doch Fatal Frame, oder? Genau, genau. Das Fatal Frame hat ja zwei unterschiedliche Namen. Ich glaube, Project Zero war in Europa und Fatal Frame war dann, glaube ich, der Name für die USA. Aber es meint quasi das gleiche Spiel. Und sie hat gerade über den ersten Teil geredet. Wie machen wir das jetzt am besten? Ja, aber in der Zeit erzählst du von deinem ersten Spiel.

Irgendwann wird man sie wieder hören. Oh Gott, ey. Gute Frage. Ich glaube, ich kann gar nicht mal mein allererstes Horrorspiel. Ich glaube, das erste, was ich gespielt hatte, war wahrscheinlich Outlast 1 tatsächlich. Also direkt mit so einem wichtigen Hardcore-Spiel angefangen. Und ich muss sagen, Outlast, ich weiß, Outlast ist ein Spiel, was schon auch wichtig für das Horror-Genre war. Das will ich auch gar nicht irgendwie abstreiten. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, Outlast ist jetzt nicht ein Horrorspiel, was ich als gutes Horrorspiel irgendwie bezeichnen würde. Weil das, was Michi zum Beispiel gerade erklärt hat, dass er das, er findet Horrorspiele irgendwie angenehmer, sag ich mal, wenn er eine Mechanik hat, wo er sich dahinter verstecken kann. Und bei mir ist es genau das Gegenteil. Meine liebsten Horrorspiele sind quasi Walking Sims, die nur durch die Atmosphäre, durch das Sound-Sign, durch die Geschichte, die sie erzählen wollen, diesen Horror erzeugen. Und sobald ich wegrennen muss, mich verstecken muss, finde ich das einfach so nervig. Und irgendwann ging es mir bei Outlast einfach nur noch auf den Keks, schon wieder wegzurennen. In dem Moment, wo es endlich mal so bedrückend wurde und ich diese Nerven-Heiland-Stadt für mich genießen konnte, kam schon wieder irgendein... Als ich die Heiland-Stadt für mich genießen konnte. Wirklich fantastisch. Kam schon wieder irgendein Typ um die Ecke, der mir da schon wieder auf den Keks gehen wollte und mich verfolgen wollte. Das erklärt einiges.

Und deswegen hat mich so ein Spiel wie Outlast zum Beispiel irgendwann einfach nur noch genervt. Ich verstehe schon für die Diskussion später, wo es herkommt. Bei mir sind die Übergänge fließend. Ich weiß gar nicht mehr, was mein erstes Horrorspiel ist, aber ich kann dir zwei Horrormomente sagen, die mich sehr geprägt haben. Das eine ist, das war glaube ich Thief 2, weil ich sie in der falschen Reihenfolge gespielt habe. Aber die Thief-Spiele sind ja keine Horrorspiele. Aber sie haben schon einen Gruselfaktor. Sie haben einen Gruselfaktor, weil sie sind halt natürlich, ich meine, es ist Mittelalter, es ist dunkel, es ist auch sehr melancholisch deprimierend alles. Und ich erinnere mich, dass ich mit dem Nachbarsjungen, mit Daniel, da saß, wir haben zu zweit am PC gesessen und haben einen Thief gespielt. Ich meine, Thief 2 korrigiert mich gleich, wenn ich die Geschichte falsch erzähle. Und es gab so eine Sidequest, es gab so eine Geschichte, wir haben das auch über Briefe erzählt bekommen. Es gibt so einen tollen Gourmet-Koch, der hat ein Geheimrezept mit einer geheimen Zutat. Und wir wollen natürlich da was, das Klauen aus einer Schiffsladung. Und niemand weiß, was diese geheime Zutat ist. Und wir beide nicht nutzigen Jungs machen halt diesen Container auf und aus der Kiste kommt eine riesige nackte Spinne auf uns zugekrabbelt. Das ist eine nackte Spinne. Also eine Spinne, die den Overall vergessen hat, bevor sie auf die Baustelle gegangen ist. Ich finde bei Spinnen, die nicht behaarten schlimmer als die behaarten. Finde ich auch. Also wenn sie dünn sind, nicht so beberknäckig, sondern so wirklich eklig.

Das hier geht noch, was ich hier gerade auf dem Kopf habe, deswegen kann ich es auf dem Kopf haben. Aber ich habe als Kind, habe ich mir Arachnophobie geholt, ironischerweise, weil ich Arachnophobia gesehen habe. Und ich musste sieben oder acht gewesen sein. Und dann hatte ich jahrelang damit zu kämpfen. Das ist der schlimmste Film, den man so jung gucken kann. Ich habe erst, als ich erwachsen wurde und ausgezogen bin und dachte, jetzt kannst du keine Angst mehr vor Spinnen haben. Ich muss jetzt aufhören. Irgendwann musste ich auf dem Balkon umbringen oder umbringen, aber ich muss, dann bin ich's halt. So, und irgendwann war das vorbei, aber Rachnophobie hat mich gekillt und wir machen in Vielfalt diese Kiste auf, Diese riesige Spinne kommt auf uns zu, wir schreien beide am Spieß und du hast ja an Thief auch die Möglichkeit zu kämpfen. Wir hatten halt ein Schwert, haben das Schwert gezogen, haben gegen diese, aber wir haben nicht hingeschaut.

Wir gaben keine Spinnen auf Rollschuhen-Modus wie Diablo oder so. Wir haben gegen diese Spinne gekämpft, wir mussten es auch noch mehrmals laden, also bis wir da endlich durch waren. Das war so ein erster Erschreck-Moment und der zweite Moment, den ich ganz kurz erzählen wollte, war, das kann man sich heute gar nicht vergegenwärtigen, aber als Doom 3 rauskam, das hat halt so gut mit Schatten gespielt, wenn du das jetzt nicht wie ein Shooter spielst, so wie du heute Doom spielen würdest. Du rennst möglichst elegant durch und killst alles. Das war ja auch bei Doom 3 ganz anders. Doom 1 und 2 waren super schnell im Endeffekt und Doom 3, das hat ja viele alte Doom-Fans vergrault, weil es so runtergefahren und düster war. Aber deswegen fand ich es so geil. Also gerade so in der ersten Hälfte des Spiels war es so. Und ich erinnere mich an die Momente, ich glaube, ich habe es zum ersten Mal auf einer LAN-Party gespielt, weil ich es da bekommen habe. Ich weiß nicht warum, das ist irgendwie auf magische Weise auf meiner Festplatte gewesen. Und ich habe es halt gespielt und es war dunkel und ich war, es hat so sehr mit Schatten gespielt und es war so düster und gruselig. Ich erinnere mich ganz genau an den Moment, als ich auf einer Weggabelung war und links war der helle Raum, der helle Gang. Gehe ich jetzt da lang oder gehe ich in diesen Dunkelsinn rein? Ich glaube, ich bin in den Hellen. Es war so ein Scary Movie Moment, wo man sich eigentlich falsch hätte entscheiden müssen, aber das hat mir gezeigt, wie sehr ich Angst einfach in diesem Spiel hatte. Und ja, Doom 3, also das mit Kopfhörern auch auf einer dunklen LAN-Party, die Hälfte schläft schon auf dem Kopf auf der Tastatur und man spielt es und dann hat es richtig gute Horrorelemente. Ja, absolut.

Finde ich sehr schön, dass im Chat auch gerade schon so ein bisschen diskutiert wird und ja, Unterhaltungen sich entspinnen, was man am gruseligsten fand oder was man als erstes gezockt hat. Bei mir muss ich tatsächlich sagen, das erste Horrorspiel, das ich aktiv wahrgenommen habe, war tatsächlich der Vorreiter von im Endeffekt allen, was sich Resident Evil heißt oder und zwar Alone in the Dark. Das habe ich damals auf dem PC gespielt und das war eben... Das Spiel, das vor Resident Evil schon das gemacht hat, was Resident Evil gemacht hat. Man ist in ein altes Herrenhaus gekommen, man hatte die festen Kameraperspektiven, man hatte diese Kamerasteuerung, man hatte Monster, vorgerenderte Hintergründe. Und natürlich, wenn man das heute so sieht, dann wird man nicht denken, dass das großartig gruselig ist, weil es ja von den Farben relativ hell ist und auch bunt daherkommt. Aber damals war das halt zum ersten Mal so richtig Survival-Horror, weil eben auch die Kämpfe sehr sperrig waren. Man hatte wenig Munition, wenn man eine Schusswaffe hatte.

Man hat mit Hieb- und Stichwaffen agiert. Das war nicht ohne. Und das war im Endeffekt das Spiel, das dann die Inspiration unter anderem auch von den Resident Evil war. Oder wo man gemerkt hat, Resident Evil ist im Endeffekt die Weiterentwicklung und hat das so richtig populär gemacht, was Alone in the Dark schon damals eben so ein bisschen versucht hat. War jetzt nicht das erste Horrorspiel.

Da kämpft jemand sehr mit der Panzersteuerung, kann das sein? Ich fand es aber schön, Knallfrosch hat gerade ja auch geschrieben, Alone in the Dark, geil. Und auch, weil du diesen Vergleich mit Resident Evil gesagt hast. Ich habe vor ein paar Tagen ein Zitat gelesen im Sinne von Alone in the Dark ist gegangen, damit Resident Evil rennen konnte. Und ich finde, das beschreibt es eigentlich ganz gut. Ich finde, das ist wirklich ein super Zitat, wo immer du das her hast. War jetzt nicht wahrscheinlich das erste Horrorspiel. Ich würde sagen, es war das erste Horrorspiel. Du hast da nämlich noch was rausgefunden. 1982 gab es noch eins, ne? Genau, es gab 1982 noch eins, nämlich Haunted House. Bis zum nächsten Mal. Das war, also ich glaube, es war nicht das erste Horrorspiel, weil es gab davor, glaube ich, sogar nochmal eins. Aber Haunted House war so das erste Mal, wo eben so eine bisschen düstere Atmosphäre irgendwie durchgegangen ist und ist sogar noch vor Alone in the Dark rausgekommen. Genau, kam 82, glaube ich, für Atari raus. Man hat nur so ein paar Augen gesteuert, musste auch durch so eine Villa, die irgendwie 24 Räume hatte und es gab auch Monster und so weiter und so fort. Da aber, wie gesagt, Alone in the Dark, würde ich sagen, so die Blaupause für das, was wir dann den moderneren Horror bezeichnet haben. Fand ich auch ein ganz, ganz großartiges Spiel. Wie gesagt, diese 3D-Grafik und alles, was da dazugekommen ist, einer der Meilensteine. Und dann natürlich Resident Evil, oder? Das hat dann alles geändert. Hören wir die Mann, Nathalie, mittlerweile? Ja, das wollte ich auch fragen.

Ich will auch reden. Fühle ich voll. Fängt mal bei der Bewertung. Man hört dich, Nathalie. Juhu! Dann erzähl doch jetzt mal deine Geschichte von vorher. Ja, hallo. Ich bin jetzt auch da. Mein erstes Horrorspiel war Project Zero. Das haben mir meine Eltern zum zwölften Geburtstag geschenkt, zusammen mit einer Playstation 2. Und das war für mich so der Einstieg nicht nur in das Horror-Genre bei Spielen, sondern auch in den Survival-Horror. Weil das ist tatsächlich ein recht toughes Survival-Horrorspiel. Ich hab das jetzt erst 20 Jahre später fast nochmal gespielt und es zieht ganz schön an gegen Ende. Also es ist sehr viel Inventar-Management, es ist sehr viel einfach schauen, dass du immer genug Heil-Items hast zum Beispiel. Aber ja, Project Zero für mich bis heute das beste Horror-Spiel überhaupt. Also da kommt auch nichts dran. Ich hatte das sehr, sehr lange Zeit in meinem Kopf einfach abgespeichert, weil ich dachte, ja, vielleicht als Kind...

Vielleicht schwingen da einfach so viele Nostalgie-Gefühle mit, aber jetzt, wo ich es nochmal gespielt habe, nein, es ist halt wirklich so gut. Es ist wirklich gruselig, es hat wirklich tolle Ideen. Man kämpft mit so einer Kamera Obscura gegen Geister und fängt quasi deren Essenz ein. Und das Coole ist, du kannst auch manchmal sehen, welche Geister du jetzt wirklich eingefangen hast, also welche gar nicht mehr wiederkommen und welche zurückkommen. Und jeder Geist hat eine Geschichte und das ist alles so... Du hast fast schon Mitleid mit den Gegnern, was total einzigartig ist, finde ich, für die Reihe, weil hinter jedem Geist einfach eine sehr tragische Story auch steckt. Und das ist ja auch in japanischen Filmen sehr üblich, dass die Geister halt nicht einfach irgendwie böse Ausgeburten der Hölle sind, sondern dass da einfach immer ein sehr grausamer Tod zum Beispiel dahinter steckt. Und auch dieser Wechsel zwischen festen Kameraperspektiven und Third-Person-Ansicht, dann plötzlich im Kameramodus, in der Ego-Perspektive.

Das Sounddesign ist fantastisch, einfach die ganze Art, wie das aufgebaut ist, dass es auch Stellen gibt, wo die Entwickler halt sagen, hey, es kann sein, dass die Spieler das übersehen, weil es nur einen kurzen Moment zu sehen ist, irgendein Geist, der auf einem Dachbalken liegt oder so. Aber dass die halt solche Dinge reingebaut haben und wenn du es dann findest, dann ist es halt so ein kleines Schockgefühl und ich liebe einfach alles in diesem Spiel. Ich könnte einen ganzen Podcast nur damit füllen, glaube ich. Ich merke schon, Ihr müsst mich auch aufhalten. 1996 kam dann das Spiel. Übrigens seht ihr ja gerade, wir haben ein neues Feature. Ich möchte gerade darauf hinweisen. Der Ostfriesen-Paul kommt hier gerade zum Zuge mit unserem neuen Feature. Das Einblenden einer Meinung aus dem Chat. Boah, der Traguso, aber hier richtig fame. Meinung aus dem Twitch-Chat hat der liebe Jonas in letzter Zeit gebaut. Und werden jetzt versuchen, öfter eure Meinungen hier eben auch bildtechnisch mit einzubringen. Aber 1996 ging es dann los mit einer Serie, die auch heute noch sehr, sehr viel bestimmt im Horrorbereich, Resident Evil. Warum denkt ihr, dass Resident Evil auch heutzutage noch relevant ist?

Relevant? Also wegweisend halt. Ich weiß nicht, ob's relevant ist. Ich glaub, wenn du jetzt mit Videospielen anfängst, fängst du nicht an, um Resident Evil nachzuholen. Es sei denn, du spielst eines der Remakes. Aber es ist immer noch die größte Marke heutzutage. Ja, natürlich. Die Marke ist halt noch groß und die neuen natürlich. Aber ich glaub nicht, dass du jetzt, sei denn, du bist halt sehr spielinteressiert und in Nostalgie interessiert, dann kannst du dich hineinversetzen. Aber ich weiß noch, wie's rauskam und wie wir alle, ich mein, das war ja wirklich, das war ja noch Playstation 1. Ja. Und selbst die Playstation 1, weißt du, ich komm aus dem Super-Nintendo-Dorf noch. In dem Dorf haben die meisten Leute Super Nintendo gehabt und man hat sich die Module hin und her getauscht. Ich weiß nicht mehr, welche Spiele ich besessen hab. Weil die waren immer bei jemand anderem. Ich hab keine Ahnung, welche ich wirklich hatte.

Und Sony Playstation war noch was sehr Exotisches. Und dann kommt sowas wie Resident Evil daher, was halt einen richtigen Soundtrack hat, was cineastisch inszeniert ist, was Rendersequenzen hat, was halt so Next Level ist. Und auch selbst diese Ladezeit billig zu überbrücken mit dieser Animation der Tür, wie clever das eigentlich ist. Weil das auch noch Spannung aufbaut, weil du dir wirklich fragst, was ist hinter dieser Tür. Das ist absolut wegweisend. Also das ist die Relevanz, die halt Resident Evil hat. Ich glaube, es ist nicht nur das, es ist auch, es ist halt eine von.

Recht wenigen Reihen, die es halt so lange Zeit überstanden haben. Die kann man halt an der Hand abzählen. Silent Hill noch, maybe, wenn man großzügig ist, Dead Space oder sowas. Aber es ist halt eine Reihe, die hat damals angefangen und die gibt es heutzutage immer noch. Nächstes Jahr kommt der nächste Teil daraus. Und sie hat ja auch alle diese Wandlungen, die im Horror-Genre über die Jahre passiert sind, halt mitgemacht. Sie haben angefangen, inspiriert von Alone in the Dark, mit diesem klassischen, Third-Person, feste Kamerawinkel, hinentwickelt. als dann Action in Horrorspielen plötzlich populärer war mit Teil 5 und 6. Und dann haben sie ja nochmal so einen modernen Umsuch quasi gehabt, dann auch mit den Ego-Perspektiven in 7 und 8. Das ist ein guter Punkt. Also ich finde auch, dass Resident Evil sich einfach immer wieder neu erfunden hat. Also als Resident Evil 3 dann schon so draußen war, da war man schon so ein bisschen müde ob dieser Formel. Und dann kam ja Resident Evil 4 und hat das eben eingeführt, diese direkt hinter der Person kam da keine festen Kamera-Elemente mehr. Und dann eben auch mehr Action. Ich weiß, da gab es auch viele Resident Evil Fans, die fanden es nicht so gut, weil sie gesagt haben.

Das Horrorelement ist weniger geworden und man hat jetzt eben mehr Action drin, aber damals war das ein Riesenhit und auch heute noch bei vielen das beliebteste Resident Evil und wie gesagt, die Serie hat sich dadurch neu erfunden und das war enorm wichtig, weil wo man das Gefühl hatte, dass andere oft stagnieren, war das hier eben nicht der Fall. Ja, das stimmt, das stimmt. Also ich glaube auch Resident Evil 4, auch das Remake ist bis heute ja ein Fan-Favorite. Und was ja auch interessant war bei dem ersten Resident Evil ist, dass man zwei Charaktere spielen konnte und sich halt entscheiden konnte, ob man Jill oder Chris, nicht wahr? Genau, Jill oder Chris spielen möchte, was ja für damals auch ein großes Ding war. Alone in the Dark hatte das aber auch schon. Alone in the Dark hatte das auch schon, ja. Aber fand ich... Schon cool. Ein unterschiedlicher Anfang, der aber storytechnisch auch funktioniert hat. Das war ja schon eine Besonderheit.

Du hast ja auch unterschiedliche Intros dann, ein unterschiedliches Gefühl, wie du in die Welt reinkommst. Ich fand das gerade bei Resident Evil 2 sehr stark. Wenn ich das auch nochmal so sehe, ich meine, ich glaube, wovon sich Resident Evil gerade wegbewegt, was ich aber gut finde, ist so ein bisschen dieser Military-Porn-Charakter, den es auch so ein bisschen hat. Die Waffen, die Ausrüstung, sie wird ja auch sehr gerne gecosplayed. Weil es halt so, auch das in der cineastischen Form, erst mit Metal Gear Solid und so weiter. Die Japaner haben eher ein Fable dafür. Die haben das dann weiter aufgegriffen, aber wir hatten ja nix damals. Und dann siehst du auf einmal coole Soldaten oder du hast einen coolen, starken weiblichen Charakter mit einer Pistole im Anschlag, der nicht nur gut aussieht, sondern wirklich badass ist as fuck. Und das ist halt, das war schon neu, unabhängig von den Horrerelementen.

Dann natürlich die andere große Serie, die wir erwähnen müssen. Das Gegenstück zu Resident Evil, wo mehr auf Action gesetzt wurde. Dann natürlich Silent Hill, wo eben der psychologische Aspekt in den Vordergrund gerückt ist. Meines Erachtens war der natürlich schon so ein bisschen auch im Ersten da. Im Zweiten hat man da aber noch mal viel mehr hochgefahren.

Ein gutes Zitat von einem alten Kollegen von mir, der Wolf Speer, der hat einmal gesagt, bei Resident Evil erschreckst du dich, bei Silent Hill hast du Angst. Und ich finde, das ist eigentlich ganz gut. Also ich finde Silent Hill, man sieht es hier natürlich, man fragt sich dann vielleicht, wie kann man das, wie konnte man sich damals daran gruseln, aber gerade, dass man durch diesen Nebel nicht so viel gesehen hat, viel sich auch im eigenen Kopf abgespielt hat, diese bizarren Monster-Designs und so. Und das Sound-Design auch dazu, diese Monstern, ja. Ich finde, das hat da auch ganz, ganz viel mitgewirkt, dass man sich doch gegruselt hat, auch in Betracht dieser Grafik irgendwie. Das stimmt auf jeden Fall. Was war für euch das Besondere an einem Silent Hill? Für mich ist der beste Silent Hill Teil der zweite Teil, einfach schon allein wegen der Story. Ich muss ehrlich sagen, ich liebe Teil 1 und 3.

Aber diese ganze Kultgeschichte, wir erwecken einen Gott und teilen Kinder in zwei oder whatever, ist mir ein bisschen zu albern. Also ich war nie so großer Fan von der Story von Teil 1 und 3, da mochte ich eher so die Atmosphäre. Und Teil 2 ist für mich einfach die Perfektion von so psychologischem Horror, weil diese Story zwingt dich halt, dass du dich mehr mit dem Spiel, mit den Charakteren, mit den Monstern auseinandersetzt. Und ich finde das Zitat sehr passend. Und es ist halt, du erschreckst dich vielleicht im ersten Moment vor diesen Krankenschwestern, vor Pyramid Head oder was weiß ich. Aber je länger du darüber nachdenkst, ich finde, das ist so ein Spiegel in das Menschsein. Und du driftest einfach ab in Abgründe, die halt teilweise sehr schmerzhaft sind, darüber nachzudenken, weil es einfach Thematiken aufgreift, über die man vielleicht auch gar nicht so gerne spricht. Ich will nicht zu viel spoilern, falls hier noch das jemand nicht gespielt haben sollte.

Aber allein sowas wie, wenn du einen Pflegefall hast in der Familie und dann deine Bedürfnisse zu kurz kommen, ist das okay, irgendwie da ein schlechtes Gewissen zu haben? Oder solltest du an dich denken? Also diese ganzen Nuancen, die Menschen halt ausmachen, weil wir so komplex sind. Und ich finde, dieses Spiel kriegt das so gut gegriffen, wie für mich kein anderes Spiel. Und das macht für mich Silent Hill 2 halt so einzigartig. Marco, du als Film-Buff, Resident Evil, Silent Hill, beide Serien, die auch schon verfilmt wurden. Oh Gott. Das ist ja wirklich, ich finde ja die Filme wirklich grauenhaft von Resident Evil. Der erste ist noch akzeptabel. Ich habe die letzten nicht gesehen. Dass man eine sehr durchschnittliche, einen durchschnittlichen Film feiern kann, in Anbetracht dessen, dass alles danach nur schlechter wurde. Aber blutet dir da nicht so ein bisschen das Herz, wenn man beides kennt? Schon ein bisschen. Ich finde eigentlich ganz gut, dass die Filme sich irgendwann ihre eigene Cheesiness ergeben haben. Und es dann immer so absurder wurde für ein gewisses Publikum. Ich konnte es dann gar nicht mehr gucken. Also ich habe mal versucht, den Fünfen zu sehen. Aber das ist so einer der Filme, die du noch fünf Minuten abbrichst. Wenn du das Intro gesehen hast, denkst du, du wärst gerne Matrix und tschüss.

Aber du würdest doch eigentlich Resident Evil sein. Ja, das ist ganz schlimm. Ich glaube, da war auch Silent Hill als Verfilmung dankbarer, weil es halt mehr psychologisch ist, genau wie sie gesagt haben. Ich glaube, der große Unterschied, was auch Silent Hill 2 vielleicht so besonders macht, ist, du hast auf einmal einen unzuverlässigen Erzähler, du hast auf einmal eine Spielfigur, mit der du dich ja identifizieren sollst oder kannst, cineastisch wieder sehr inszeniert, also du hast wirklich eine Identifikationsfigur und erfährst nach und nach, okay, die weiß aber was, was ich nicht weiß als Spieler. Und was sie weiß, stellt alles in Frage. Und das ist dann sehr psychologisch. Du fängst an, darüber nachzudenken. Resident Evil gibt es nichts nachzudenken, auch bei dem Spiel nicht.

Das ist straight forward action. Und mit cheesy story. Paul W. Anderson sich dann auch gedacht hat, naja, dann machen wir das doch auch einfach bei den Spielen und inszenieren meine Frau so cool wie nur möglich. Ich habe eine Paul W. Anderson Anekdote, die ich an der Stelle erzählen kann. Ist ein bisschen weg jetzt vielleicht von Resident Evil, aber sie beschreibt die Resident Evil-Filme eigentlich auch ganz gut. Der ist ja verheiratet mit Milla Jovovic nach Resident Evil 1 oder so, zusammengekommen, wem wundert's. Und die haben den Drei Muskeltiere-Film hier in Bayern gedreht, vor 15 Jahren war das. Ich weiß nicht, ob sich noch jemand daran erinnert. Der mit Christoph Waltz. Ich finde ihn underrated, gar nicht so schlecht. Ich habe ihn tatsächlich nicht gesehen, muss ich sagen. Gernotino hat den in seine 10 Filme des Jahres reingehoben. Den kann man echt gucken, wenn man fliegende Schiffe und sowas mag. Das ist nicht historisch, was du das liest. Und ich liebe fliegende Schiffe. Ich glaube, das hat irgendwie mit japanischen Rollenspielen zu tun. und so. Und ein Freund von mir war der Stand-in für Orlando Bloom.

Lustig. Also er hat ihn gedubelt und das war bei dem Film wichtig, weil es ein 3D-Film war, der in 3D gedreht wurde, immer mit zwei Kameras. Und dann ist das so schwer auszuleuchten, dass sie in ganz Bayern Leute gedubelt haben, die den Stars ähnlich sehen. Und er sah Orlando Bloom ähnlich genug. Naja, aber er sah ähnlich genug, dass sie gesagt haben, okay, er macht das. Und das hat bedeutet, du musstest bei den Rehearsals immer mit dabei sein. Du hast immer neben dem Regisseur gestanden, hast dir alles angeschaut und musstest es dann nachspielen, während die anderen sich in die Maske verabschiedet haben. Und er stand neben Paul Darwius Anderson, der sein frisch geborenes Kind so in der Hand hatte, von Mila Jovovich, die da die böse Lady Dingsbums spielt, diese Femme Fatale quasi aus der Drei-Musketier-Geschichte. Und sie hatte gerade eine Szene mit Orlando Bloom und sie hat ihr mit Strapsen angezogen, das Bein so auf den Tisch gestellt und wollte ihn verführen, aber er lässt sich nicht verführen. Und Paul Dobbs Anderson stand vor dem Monitor und guckt sich die Szene an und sagt zu dem Kind, look, Mommy's working. Und ich finde, das beschreibt sehr gut die Resident Evil-Filme. Sehr, sehr gut. Wir haben ja gerade auch, wie gesagt, schon Silent Hill angesprochen und auch da haben wir natürlich bei uns in der Redaktion rumgefragt, Wie steht ihr denn dazu? Und der liebe Chris bei uns, der hat da auch eine Meinung zu, da wollen wir doch mal reinfahren.

Ja, wenn es um beste Horror-Momente in einem Spiel geht, dann komme ich eigentlich überhaupt nicht drum herum zu sagen, in Silent Hill gibt es die besten. Ich weiß, super, super kreativ. Aber ich nehme jetzt mal nicht den Moment, an den ich eigentlich immer als erstes denke, nämlich in Silent Hill 2, wenn Pyramid Head das erste Mal hinter diesen Gittern auftaucht, sondern ein bisschen was anderes zumindest. Und zwar aus Silent Hill 4 The Room. Da gibt es eine Szene, in der man in einem Krankenhaus unterwegs ist und man sucht nach Aileen, die dort eingeliefert worden ist. Und das ist ein bisschen so eine Sequenz. Man sucht da so die Räume ab und es ist etwas labyrinthaft aufgebaut und man muss mehrmals irgendwo zurückgehen und schauen, wo welcher Raum genau ist. Und da gibt es einen Raum ganz besonders, der den Jumpscare enthält, allerdings komplett ohne Musik-Sting oder irgendwelches großes Tam-Tam. Und zwar geht man da rein und es sieht erstmal ganz normal aus, aber man hört so ein Stöhnen und dann geht man da näher ran und plötzlich ist da Aileen's fetter Kopf einfach mitten drin im Raum und schaut einen an und es ist so dermaßen verstörend, dass ich wirklich denke, der, der sich ausgedacht hat, muss ein absolut wundervolles, krankes Gehirn besitzen. Ich liebe ist einer meiner absolut liebsten Momente in Euro.

Geiler Moment, oder? So weird einfach. So weird und deswegen auch so cool, weil es so bizarr ist, damit rechnet man doch gar nicht, oder? Ich finde auch sehr schön, dass Silent Hill F da ein bisschen eine Hommage dran eingebaut hat. Es gibt einen sehr ähnlichen Raum in dem neuesten Silent Hill Spiel. Das ist gut zu wissen. Vielleicht muss ich mir das mal bei YouTube oder irgendwo anschauen, weil selber kann ich das nicht spielen. Aber da geht mir jetzt nicht in den Raum rein, da ist ein großer Hintern, der dann... Nein, nein, nein. Aber was ist denn die Oma? Es ist im Grunde exakt dasselbe. Dasselbe, aber wieder mit dem Gesicht. Es ist so eine Kukishi-Puppe, glaube ich, vom Vater. Sehr interessant. Magdalena, du bist ja unsere in dem Sinne Horrorspielexpertin. Wie ging es denn dann weiter im 21. Jahrhundert mit den Horrorspielen? Wie hat sich das denn weiterentwickelt?

Resident Evil hat das etabliert, Silent Hill hat diesen psychologischen Horror eingeführt. Aber es kam ja dann noch mehr. Es kamen ja so viele Sachen noch. Ich glaube, wir könnten jetzt stundenlang noch darüber reden, was im 21. Jahrhundert alles passiert ist. Aber ich würde jetzt, wenn wir vor allem über die Anfänge ja immer noch irgendwo reden, würde ich über Amicia auf jeden Fall reden. Weil das ja doch so ein bisschen das weitergeführt hat, was Silent Hill angefangen hat. Also dieses so sehr atmosphärische Komponente. Ganz viel düstere Szenarien eben und man spielt halt einfach jemanden, der da unten in irgendeinem Keller rumrennt, so gefühlt. Und ja, sich nicht wirklich verteidigen kann, so nach dem Motto, sondern nur mit seiner kleinen Öllampe rumrennt und versucht irgendwie in diesem riesengroßen Anwesen zurechtzukommen. Und was ich interessant fand, weil wir da vielleicht auch noch später drüber reden werden, ich finde Amnesia war so eins der ersten Spiele, die so ganz viele Content-Creator mit sich gebracht haben, weil es gab ja so viele Content-Creator damals, die durch Amnesia irgendwie ihre Karriere angefangen haben, was ja jetzt irgendwie in den letzten Jahren auch entstanden ist mit neueren Horrorspielen. Kannst du noch mal so ein bisschen erklären, worum es denn in Amnesia geht? Für die Leute, die es vielleicht so ein bisschen verpasst haben. Also in Amnesia spielt man eben einen Mann, glaube ich, der da eben unten in diesen verlassenen Verließen oder auch in dieser Kathedrale eben rumrennt und man versucht einfach da so ein bisschen zurecht zu kommen, kann sich aber nicht verteidigen und hat eine Öllampe in der Hand.

Ich glaube, besser kann man es eigentlich nicht. Ja, es hat auch so ein Sanity-System, also dass du nicht zu lange, ich glaube in der Dunkelheit darfst du nicht zu lange bleiben, die Gruselsachen, die um dich herum passieren, nicht zu lange anschauen. Also dass du ein bisschen darauf achten musst, dass du bei klarem Verstand bleibst. Und ich glaube, das war auch so ein bisschen das Ding, was es halt so gut für YouTube gemacht hat, weil es hat halt einen Schauwert. Also es ist jetzt nicht irgendwie so eine mega krasse Story, in die man sich da einarbeiten muss mit irgendwie ewig langen Texten oder so, sondern du hast halt diese Atmosphäre, die man selbst beim Zuschauen mitbekommt. Und das war, glaube ich, dann auch der Start einfach von so Horror, Let's Playern. Damals gab es ja Streaming so in der Form noch nicht, aber ja, PewDiePie und so, alle haben damit angefangen. Oder sind damit Prost geworden?

Vor allem, das haben halt dann auch viele kleinere Entwickler gemerkt, dass sie eben auch relativ gut und günstig Horroratmosphäre erzeugen können. Ich meine, sowas wie Five Nights at Freddy's, das ist jetzt technisch wirklich super easy zu machen. Das lebt aber von seinen erschrecklichen Momenten einfach, von den Jumpscares und hat einfach deshalb auch so einen, wahnsinnigen Fame erreicht, weil Leute einfach zugeschaut haben, wie sich andere erschrocken haben. Das ist ein witziger Parallel zur Filmgeschichte, weil Horror ist halt sehr günstig zu produzieren. Also schon seit fast immer. Und das ist ja bei Videospielen jetzt ähnlich. So viele Indie-Spiele sind Horror-Games, weil du mit sehr wenigen Mitteln sehr viel erreichen kann. Und bei einem Film ist es so, um eine Videospielparallele zu machen, dieses Double A stirbt bei Filmen gerade aus. Es gibt nur noch Triple A und es gibt nur noch A, wenn überhaupt. Und dieses A wird, wenn es darum geht, mit wenig Geld viel Gewinn zu erwirtschaften, ist halt Horror. Dieses Ding, dieses Blackjack-Ding, auf das jetzt jeder gerne setzt, weil nicht umsonst sind die erfolgreichsten Filme aller Zeiten, gemessen am Budget und Einspiel, sind alles Horrorfilme. Alles so Blair Bridge Project bis Genau, Blair Witch Project ist ja wohl eines der krassesten Beispiele. Paranormal Antifity hat es, glaube ich, nochmal geschlagen. Unglaublich, ja.

Aber da wir gerade von Amnesia gesprochen haben, unser lieber Paul, der hat sich da auch reingewagt. Dieses Psychologische und so. Und der Paul hat uns auch zum Besten gegeben, warum denn Amnesia bei ihm so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Den ich bisher in einem Videospiel erlebt hatte, den habe ich, um ehrlich zu sein, schon wieder längst verdrängt, bis ich jetzt dieses Video machen sollte. Vielen Dank auch. Und zwar geht es um Amnesia. Horrorspiegel-Klassiker natürlich. Und ich weiß noch, ich war da irgendwo unten in diesen finsteren Katakomben unterwegs, alles dunkel. Und in Amnesia hat man ja keine Möglichkeit, sich gegen die Monster, die da rumrennen, zu wehren. Man hat seine kleine Öllampe. Und sonst nicht so viel. Naja, und dann habe ich mich vor so einem Monster da versteckt und irgendwann ging mir das Öl in der Laterne aus. Ja, verdammt. Das Problem war, es war stockfinster da unten. Und in dem Nieser gab es die Spielmechanik, dass der Charakter langsam wahnsinnig wird, wenn er zu lange im Dunkeln bleibt. Und das musste ich dann, weil ich hatte kein Öl in meiner Nähe, keine Zunderbüchsen oder was man damals brauchte und es taubelte dieses Monster vor mir den Gang hoch und runter und ich habe so eine Angst gehabt in diesem Moment ich war auch wesentlich jünger und ich glaube ich habe bis heute im Ninja nie durchgespielt weil dieser Moment mir einfach das war zu viel und ich musste aufhören das Spiel zu spielen schön dass diese Erinnerung jetzt wieder hochgekommen ist.

Ja Horrorspiele nicht durchspielen Ich glaube es gibt viele Leute, die haben PT nicht durchgespielt Echt? Ich glaube schon, weil das war ja schon so ein Ding, es war nicht leicht durchzuspielen. Man musste ja bei PT, also diesem Hideo Kojima-Spiel, was ein Playable Teaser war zu Silent Hills, musste man ja bestimmte Sachen in einer Sequenz erledigen, um dann überhaupt das Ende zu sehen, an dem Silent Hills geteasert wurde. Und für viele Leute war es zum einen sehr schwierig, das herauszufinden, weil das musste man ja erstmal herausfinden. Klar, das Internet hat dann relativ fix, ich glaube ein, zwei Tage hat es gedauert und es wurde dann herausgefunden. Aber das und es war halt, finde ich, auch von der Atmosphäre, wirkte das auch so neu, oder? Das ist mein Lieblingshorrorspiel tatsächlich. Echt? Ich liebe das. Ich glaube, was dafür neu war, war, dass es so einen fotorealistischen Ansatz hatte. Es hat ja diese Engine, die sie auch für Metal Gear Solid 5 benutzt haben und die ist in der Lage, sehr fotorealistisch zu sein. Das denkt man nicht, wenn man Metal Gear Solid 5 sieht weil die Charaktermodelle ja doch sehr videospielmäßig sind und die ganzen Designs von Kojima und so. Aber wenn du nur die Landschaft nimmst und so weiter, das sieht man ja auch ganz gut bei Death Stranding. Das ist ja immer noch eine Weiterentwicklung von der Engine, glaube ich. Fox Engine, so heißt sie doch.

Und bei PT war das ja grandios. Also ich meine, das war noch auf der PlayStation 4. War die 4, ne? Und jetzt ist ja, muss man dazu sagen, wenn ihr entnervt das Spiel nicht zu Ende gespielt habt und es gelöscht habt, habt ihr einen großen Fehler gemacht.

Weil wenn ihr es auf der Playstation behaltet und sie weiterverkauft, weil ihr das Spiel nicht mehr kriegt, ist richtig viel wert. Es ist unglaublich. Richtig viel wert. Ich bin auch sehr traurig, dass ich PT nie spielen konnte, weil das ja leider vor meiner Zeit war.

Aber das ist auch wieder so ein Ding, wenn wir darüber reden, wie sich Horrorspiele im 21. Jahrhundert weiterentwickelt haben. PT ist ja so ein Riesending immer noch, weil das ein ganzes Subgenre an Horrorspielen irgendwie mit sich gebracht hat. Alleine wenn man auf Itch.io geht und da irgendwie nach PT-Klonen sucht, findet man einen bestimmten dreistelligen Betrag an PT-Klonen und ich finde es krass, dass sowas passiert ist. Ich glaube aber auch in den letzten Jahren ist es immer häufiger passiert, weil ich das Gefühl habe, vor allem im Indie-Genre gibt es so viele Horrorspiele, die irgendwie bekannt geworden sind, eben durch Content Creator oder weil es viele Leute gespielt haben, die dann... So ein Subgenre mit sich irgendwie gebracht haben. Also da zählt eben PT dazu. Ich finde, da zählen auch die Chillers Art-Spiele dazu zum Beispiel, wo man ja eigentlich so viele alltägliche Situationen hat und dann werden diese Alltagssituationen auf einmal so super gruselig und ominös und die Chillers Art-Spiele sind halt eben dadurch bekannt geworden, dass so viele Content-Creator die gespielt haben und jetzt auf einmal in den letzten zwei Jahren gibt es so viele Spiele, die wie Chillers Art sind. Also dass du irgendwie auf einmal dann auch in irgendeinem Lebensmittelladen stehst und Lebensmittel nachladen musst, weil welche abgelaufen sind und auf einmal passieren gruselige Sachen. Ich glaube schon, dass das auch durch sowas wie Chillers Art eben entstanden ist im Indie-Bereich. Das war auf jeden Fall ein unglaublich effizientes Spiel.

Also PT, ich meine, das ist ja im Prinzip nur eine Endlustart. Das sind immer die gleichen Räume. Das ist wie ein erlebbarer Albtraum. Und das macht es so unglaublich effizient. Es ist sehr stimmungsvoll und atmosphärisch einfach. Ja, ich glaube, diese ganzen Indie-Spiele machen ein bisschen das, was Amnesia vorgemacht hat, weil Entwickler halt gemerkt haben, hey, es ist ja echt easy, irgendwie da so ein Hype auf Twitch zu landen. Da brauche ich ja gar nicht so viel Produktionskosten für. Und sowas wie Exit 8 ist halt super, super simpel vom Spieldesign. Also du läufst durch den Gang und wenn du eine Anomalie gesehen hast, dann läufst du wieder zurück. Wenn nicht, dann läufst du nach vorne und musst es halt bis Level 8 schaffen. Und 8 ist das deutsche Wort. Und es gibt halt so viele unzählige Anomaliespiele mittlerweile, weil jeder Entwickler natürlich versucht, da jetzt irgendwie den nächsten Hit zu landen. Und das sind auch Entwickler, die halt in der Lage sind, Spiele in so einem Rhythmus rauszuhauen, in der Hoffnung, dass halt irgendwann mal was dabei ist, was vielleicht abhebt. Ich finde, das ist auch ein Stück weit.

Ein bisschen Gift für die Horror-Spiellandschaft, meiner Meinung nach, als jemand, der halt privat spielt und das jetzt nicht streamt mit einer Community oder so. Weil ich finde, das ist mittlerweile, ich hab vor ein paar Wochen erst den Indie-Horror-Showcase angeschaut. Und da war es schon wieder so. Ich hab ein Spiel gesehen, einen Trailer, das sah ein bisschen aus wie Project Zero mit Kamera und irgendwie auf dem Dachboden und Geistern. Ja! Und dann gehe ich halt auf Steam das nächste Anomaliespiel. Freut euch das auf. Und das ist wirklich eine Pest für mich, dass es halt so viele Klone von Klonen gibt aktuell.

Und ja, ich... Ich muss auch sagen, es ist vielleicht ein Hot Take, aber ich fand PT nie so krass. Also ich glaube, da war einfach sehr viel auch künstlich erzeugter Hype, weil es halt von Kojima war und was nicht alles. Aber das finde ich ja gerade das Geile daran, am Anfang wusste das ja niemand. Also das kam ja erst dann raus. Und ich halte PT für die wirklich beste und krasseste PR-Marketing-Sache, die im Videospielbereich je passiert ist. Nur vergleichbar im Filmbereich vielleicht mit Blair Witch Project, wo die Leute auch erst dachten, das wäre echt und das wurde so alles mit rudimentären Webseiten. Und das wusste ja erst niemand, dass es Hideo Kojima ist. Und dann kam das erst so raus und hat alle umgeworfen und dass es dann auch noch mit Silent Hills zu tun hat. Und das ist ja, wie gesagt, PT steht für Playable Teaser. Es sollte nur eine Art Tech-Demo sein, in welche Richtung es eventuell geht. So sollte ja nicht mal Silent Hills werden. Ich fand, das war so unglaublich. Von der Marketing-Aktion ja, als Spiel selbst. Boah, ich hab mir so in die Hose geschissen. Es war gruselig, aber es ist... Also geht's auch weiter, kommt mal aus dieser Schleife raus. Was erwarte ich von diesem Spiel? Diese Neugier, diese Mystery, die da auch drin steckt. Also mich hat's nie so gecatcht. Du bist einfach eine harte Sau.

Ich finde, ich liebe Walking-Simulatoren. Ich würde für Walking-Simulatoren im Kampf sterben.

Aber irgendwie, also ja, die Grafik war cool, aber es war jetzt nichts, wo ich gesagt hab, boah, ich hab nie gesehen.

Ich hab's versucht aufzumachen zu den Horrorfilmen, Horrorspielen und Horrorfilmen entwickeln sich in so eine ähnliche Richtung. Du hast, weil eine Sache ist erfolgreich, PT ist erfolgreich, drei Millionen Klone. Und die Klone unterscheiden sich aber dadurch, irgendjemand versucht, noch mal einen leicht anderen Hook zu finden. Und so ist auch das Horrorshow sich so immer und immer weiterentwickelt. 28 Days Later war ein Low-Budget-Horrorfilm. Die haben den morgens in London gedreht, wenn kein Mensch auf der Straße war und haben dann so getan, als wäre London überrannt. So haben die das gemacht. Illegal, heimlich gedreht, alles billig mit billigen DV-Kameras. Und du suchst immer so den nächsten Hook. Wie wäre es, wenn wir Überwachungskameras in ein Haus einbauen und tun so, als wäre das echt. Oder wir tun bei Blair Witch Project, behaupten wir, im Internet. Das ist echtes Footage. Damals war das Internet noch neu. Muss man auch dazu sagen, da gab es noch nicht diese Verbreitung. Und dann wurde halt rudimentär eine Webseite gebaut. Es wurden gefakte Zeitungsartikel aufgebaut und die Leute haben geglaubt, dass das, was man bei Blair Witch sieht, echtes Found Footage ist. Und dadurch, dass es halt auch sowas vorher noch nicht so groß gab, oder gab es schon, aber das war halt Blair Witch Project hat Found Footage in den Mainstream gebracht auf eine Art und Weise, sowas kannst du heute gar nicht mehr machen. Und das ist halt das Ding. Wenn du es derzeit geguckt hast, völlig anderes Erlebnis, als wenn du Blair Witch Project jetzt schaust. Und das jetzt schaust, ist so, ja, hab ich schon drei Millionen Mal gesehen. Cloverfield ist dreimal besser. Warum soll ich jetzt noch über Blair Witch reden?

Und sehr ähnlich ist es bei Pitya eigentlich. Man muss ein bisschen dabei gewesen sein. Und ich glaube auch, das ist einer der Gründe, nicht nur, dass man es spielen kann. Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum diese Playstations so begehrt sind. Weil du musst dabei gewesen sein. Es gibt keine Möglichkeit, da nicht mehr zurückzugehen. Man hatte dieses Erlebnis einmal. Ich würd's nicht mal wieder spielen wollen, wenn ich könnte. Weil ich würde dasselbe Erlebnis nicht mehr haben. Ich weiß jetzt, was mich erwartet. Ich würd mich auf die Couch setzen, würd's spielen. Es hätte nicht mehr den gleichen Faktor. Ich weiß nicht, ob noch Gameplay-Elemente dazukommen, sondern im Moment guck ich nur nach Hinweisen, wie's wohl weitergeht. Und das ist ein komplett anderes Erlebnis, als wenn ich's jetzt spielen würde. Und deswegen, wenn ich der Hook damals nicht gekriegt hab zu diesem Zeitpunkt, würd er dich nie kriegen.

Ich hätte jetzt mal eine Frage auch an den Chat da draußen und zwar welches Horrorspiel hat euch am meisten gegruselt? Schreibt uns den Titel in den Chat und vielleicht was euch auch da gegruselt hat, aber am besten mit, Ausrufezeichen Frage davor, dann wird es bei uns ein bisschen besser hier auf dem Screen rausgepickt und wir können das besser verfolgen, weil sonst durch das Schrollen versehen wir eure Meinung vielleicht nicht bitte, wäre sehr wichtig, wäre sehr cool und deswegen auch gleich die Frage an euch hier in der Runde, bei welchem Spiel oder welche Spiele haben euch denn am meisten gegruselt? Also bei mir sind es alle Spiele, die irgendwie mit Verfolgung zu tun haben. Ich finde, verfolgt zu werden, ist so eine meiner größten Angst. Das sind auch immer meine schlimmsten Albträume, dass da jemand in meine Wohnung reinkommt und mein Safe Space quasi infiltriert. Und da gibt es einige Beispiele. Also natürlich ganz groß Alien Isolation, aber auch sowas wie Resident Evil 2 oder dieses eine Level in Resident Evil 8 mit dem Baby.

Das war furchtbar, aber ich finde sogar im DLC mit den komischen Puppen, die sich nur bewegen, wenn du sie nicht anschaust. Das war furchtbar, weil die haben dann noch diese komischen Bewegungen und diese sehr unnatürlichen Posen, die sie da einnehmen, ganz, ganz furchtbar. Also alles, was irgendwie damit zu tun hat, finde ich immer ganz schlimm. Ich meine, man kann natürlich ab einem gewissen Zeitpunkt dann so ein bisschen die Spielmechaniken durchschauen und das Spiel dann so austricksen, aber, sobald ich irgendwie in ein Zimmer reinkomme in einem Videospiel und da ist ein Schrank und ich kann den Schrank öffnen und es steht da verstecken, dann geht mir schon die Pumpe. Also dann weiß ich, da kommt gleich irgendwas und ich kann es nicht bekämpfen. Sind die denn die Spiele, die dich am meisten gruseln, auch deine Lieblingshorrorspiele?

Oh, das ist ein bisschen schwierig zu sagen. Ich finde, es gibt halt unterschiedliche Abstufungen von Gruseln. Also wenn mich halt etwas so richtig packt, so von innen heraus, dass ich da monatelang noch drüber nachdenke, das macht es dann zu meinem Lieblingsspiel. Also das ist bei Project Zero, bei Silent Hill 2 einfach der Fall. Wenn es aber so ein guter Grusel für den Abend ist, ist es halt ein cooles Spiel. Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass es dann quasi das Potenzial hat, zu den Top-Favorites aufzusteigen. Habe ich gerade einen netten Kommentar hier aus dem Chat, und zwar von Nightshon, der sagt, Resident Evil Nemesis, der Klassische, hatte das Spiel damals auf Japanisch und es gibt einen Moment, wo man sich entscheiden kann, ob man kämpfen oder fliehen will. Und ich habe da ich lernfähig bin, immer auszusehen auf Kämpfen geklickt.

Und ja, War nicht so gut dann. Jetzt weiß er was kämpfen auf Japanisch. Ja. Stimmt. Dann Sunrise sagt hier, Inscription, einfach die Atmosphäre, Soundkulisse und der Druck von NPC. Inscription, sehr, sehr cooles Spiel. Ist jetzt, würde ich jetzt nicht sagen, so ein klassisches Horrorspiel. Aber diese Escape Room Mechanik mit diesem Karten, mit dem Kartendeck hat auf jeden Fall was super Creepyes. Aber wir haben vorhin noch etwas angesprochen, Was sind eure Lieblingshorrorspiele? Und unsere liebe AK, die hat sich auch extra die Zeit genommen und ein kleines Filmchen dafür aufgenommen. Ich bin mal gespannt, was AK hier sagt, welches Spiel sie am meisten gegruselt hat.

Wenn wir über gruselige Momente in Horrorspielen reden, dann müssen wir Project Zero bzw. Paddle Frame erwähnen. Denn ich weiß nicht, ob was beunruhigender, gruseliger ist, als wenn man keine andere Waffe gegen einen fiesen Geist hat, als eine Kamera, die man auch noch ruhig halten muss und warten muss, dass dieses Drecksvieh möglichst nah an dir dran ist, damit du den perfekten Shot, die perfekten Punkte und den meisten Schaden austeilen kannst. Das hat mich fertig gemacht. Ich liebe es, aber es ist auch gruselig. Normalerweise mag ich lieber Horrorspiele, wo ich Sachen sortieren kann und im Hintergrund passieren gruselige Dinge. Fade Frame ist aber tatsächlich, bzw. Project Zero, die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Ein besonders gruseliger Moment war in einem von den Project Zeros, das wir noch gespielt haben, als Konsolencontroller mit Kabeln kam. Ich weiß nicht mehr, welches es war. Aber es gibt diesen einen Moment, wo man durch den Innenhof von einem traditionellen japanischen Haus läuft. Und die stehen ja so ein bisschen auf Stelzen.

Zumindest das. Und darunter ist so ein bisschen frei. Das ist wie so eine Veranda. Und ich bin da nichts an und her gelaufen, weil ich dachte, alles ist gut. Und auf einmal kommen unten rechts zwei so kleine, gruselige Geisterkinder raus. Wie so kleine SWOT-Einheiten, aber creepy?

Ich habe den Controller so weit weggeschmissen, wie dieses Kabel es mir erlaubt hat. Ich habe davor und danach nie wieder ein Stück Hardware durch den Raum geworfen. Aber Project Zero hat es geschafft. Ja, also AK ist da voll bei dir. Project Zero, Fatal Frame. Habt ihr den Film The Visit gesehen von M. Night Shyamalan? Da hat er diese Szene gerade rotzfrech kopiert, sehe ich gerade. Welchen Film? The Visit, in dem die Kinder die Oma besuchen. Ach, den habe ich nicht gesehen. Irgendwann so unterm Haus und auf einmal krabbelt die Oma im Dunkeln so auf sie zu. Richtig gruselig. Ekelhaft. Einer der schrecklicheren Momente. Wir werden gleich noch über Halloween- und Horrorfilme reden mit dir, Marco. Was sind es denn bei dir? welche Lieblings-Horrorspiele hast du oder gruselige Momente, die dich geprägt haben oder die sich bei dir eingebrannt haben, liebe Magdalena? Also bevor wir über mein allerliebstes Horrorspiel reden, wo mir jetzt schon die Pumpe geht, weil ich dieses Spiel über alles liebe, fand ich einen Kommentar, gerade aus dem Chat richtig interessant, nämlich Dead by Daylight. Die erste Runde als Survivor, man hat noch keine Ahnung, wie das Spiel geht und ein anderer Spieler jagt einen. Da hatte man Herzklopfen 0, allerdings nur die ersten Runden, das nutze ich leider schnell ab. Ist bei mir tatsächlich genauso. Dead by Daylight ist ja so ein Spiel, da hat man vier Überlebende und man spielt mit vier Überlebenden gegen einen Killer, muss ja Generatoren machen, dass man entfliehen kann, hast du nicht gesehen und ich weiß auch noch, wo ich das das erste Mal gespielt habe, mit einer Freundin damals zusammen.

Und ich hatte so schwitzige Griffel danach, meine Maus musste ich erstmal desinfizieren, weil alles voll mit Wasser oder Schweiß halt in dem Fall war und das ist meiner Mama so hängen geblieben, dass ich Angst hatte vor diesem Spiel und so laut geschrien habe, dass sie immer, nachdem ich dann also nach diesem einen Moment mit meiner Freundin noch Dead by Daylight gespielt habe, war meine Mama immer so, ah ja, spielst du wieder diese Killerspiele, wo du dann rumschreist? Okay, okay. Also Dead by Daylight ist da auf jeden Fall bei mir hängen geblieben. Aber mein allerliebstes Horrorspiel ist auch gleichzeitig mein liebstes Spiel überhaupt, nämlich Lairs of Fear. Also das von 2016, es gab ja Lairs of Fear 2 dann auch noch ein paar Jahre später und es gab ja Lairs of Fear 2023, glaube ich, wo sie so eine Art Vermischung gemacht haben aus dem ersten Teil, dem zweiten Teil und eine neue Geschichte dazwischen geschoben haben, das alles so ein bisschen miteinander verbunden ist. Ich meine aber Lays of Fear von 2016, also den Originalteil. Und man spielt in Lays of Fear ja einen Künstler, der in so einem viktorianischen Herrenhaus wohnt mit seiner Frau und seiner Tochter.

Und man lernt dann innerhalb des Spiels immer mehr die Psyche dieses Künstlers kennen und dass der halt eben Probleme hat, unter denen er leidet. Und für mich war Lairs of Fear und es ist immer noch wirklich das beste, beste Spiel. Ich bin aber auch eine unfassbare große Kunstmaus. Und für mich war das damals so krass zu sehen, einfach wie traditionelle Ölgemälde eins zu eins in einem Horrorspiel übernommen werden und dann Medium mit Medium quasi miteinander verschwimmt. Und diese traditionellen Gemälde einfach in das Spiel reinverschmolzen werden. Da komme ich heute immer noch nicht drauf klar. Wir haben ja hier diese Küche gerade, die man sieht. Und da ist dieses große Stillleben von dem Obst oder von dem Gemüse, das man da sieht. Und auf einmal gibt es dann so eine Stelle, wo diese ganze Küche dunkel wird und das Gemüse fällt aus dem Bild in den Raum rein. Gänsehaut. Also wenn ich darüber nachdenke, ich finde das so, so, so, so gut gemacht.

Und das hat bisher kein Spiel mehr für mich geschafft, so eine Atmosphäre zu erzeugen. Bei dir muss es gar nicht so eine direkte Bedrohung sein. Nein, bitte nicht. Wie ich am Anfang schon gesagt habe, ich finde das ganz schrecklich. Da kommen wir vielleicht auch später noch zu. Aber ich bin kein Fan von so Shooter-Horror-Geschichten oder ich muss wegrennen und mich verstecken, weil für mich wirkt Horror am meisten, wenn ich wirklich ausgeliefert bin. Wenn ich da stehen muss und mir das anschauen muss, was hier jetzt wirklich das Spiel so düster macht. Also geht es dir auch gar nicht so sehr darum, dass du in dem Spiel sterben kannst? Oder ist das auch ein Vierfaktor?

Also ich glaube, bei so Spielen wie Resident Evil gehört das natürlich dazu, weil Resident Evil ja jetzt im Vergleich zu Layers of Fear zum Beispiel eine ganz andere Form von Horror irgendwie erzeugt. Aber bei Layers of Fear, deswegen fand ich die späteren Teile dann leider auch nicht mehr so gut, weil sie mit dem zweiten angefangen haben, halt so Verfolgungsjagden hinzuzufügen. Und da hat für mich dann so ein bisschen die Atmosphäre zerstört, weil ich das wirklich am besten finde, wenn die Atmosphäre und die Geschichte zusammengesponnen irgendwie mit dem Sounddesign dann einfach für sich sprechen. Genau, deswegen Lairs of 4, mein absolutes Lieblingsspiel. Ich könnte wie Nathalie über Project Hero stundenlang über Lairs of 4 reden. Und dann mein zweites liebstes Horrorspiel sind eigentlich fast alle Spiele von den Chillers Artmachern. Die sagen mir überhaupt nichts, muss ich ganz ehrlich sagen. Okay, ich hole die mal kurz ab, Felix. Das sind so zwei japanische Brüder, die sind in den USA aufgewachsen und leben jetzt aber wieder in Japan und die machen ich glaube in so drei bis vier Monatsabständen, bringen die Spiele raus. Die gehen auch immer nicht so lang. Die sind darauf ausgelehnt, dass man sie in einem Durchlauf durchspielt. Die gehen, glaube ich, so ein, zwei, maximal drei Stunden, je nachdem, wie lange man braucht.

Und es gibt eben ein Spiel, das nennt sich die Closing Shift. Da spielt man eine, ich denke mal, Studentin oder halt eine junge Frau, die die Nachtschicht in einem Café arbeitet. Hört sich ja erstmal ganz normal an. Es hört sich genau an wie der Anfang einer Horrorgeschichte. Wahrscheinlich. Es hört sich nicht ganz normal an. Es ist ganz genau so okay. Und der Anfang dieses Spieles ist eigentlich nur, dass man in diesem Café halt ist und man muss die Bestellungen von den Kunden ganz normal machen. Und dann hat man da eine Tafel, wenn jetzt zum Beispiel ein Karamell-Latte-Macchiato irgendwie bestellt wird, dann musst du da Karamellsirup reinmachen und Milch und hast du nicht gesehen. Und dann irgendwann fängt dieses Spiel halt an, total abstrus und komisch zu werden. Und was ich so liebe an diesem Spiel, speziell von den Machern von Chillers Art, ist, dass es komplett auf dieser alltäglichen Horrorebene bleibt und gar keine fantastische Ebene hat. Das heißt, man hat keinen Geist, der einen irgendwie verfolgt, sondern man findet dann eben heraus im Laufe des Spiels, scheiße, man hat einen Stalker. Und man ist eben in diesem Café, das ja auch gefühlt zu 50 Prozent aus Glaswänden besteht. Das heißt, dadurch wird dann auch so ein Horror erzeugt. Man hat Kunden, die da reinkommen und sagen, hast du den Typen da gesehen auf dem Dach? Der macht irgendwie komische Sachen. oder ein Privatdetektiv, der reinkommt und sagt, hey, hast du gehört, es gibt immer mehr Stalker-Fälle. Und dadurch wird dann irgendwie diese Horror-Atmosphäre erzeugt.

Deswegen mag ich eben dieses Spiel von Schillers Art auch so gerne, aber die sind alle sehr ähnlich aufgebaut, dass man eigentlich immer so eine Alltagssituation hat in den meisten, ich sag mal 90 Prozent der Spiele, die sie rausgebracht haben. Und dann wird diese Alltagssituation halt dadurch, dass irgendwie ein Geist auf einmal kommt oder dass es halt eben so eine reale Bedrohung wie ein Stalker ist, gruselig gemacht. Im Endeffekt ist es ein ähnlicher Ansatz, den Spielberg und Tobi Hooper bei Poltergeist verfolgt haben, etwas Alltägliches zum Horrormachen. Und bei Poltergeist, dem Filmwasser, ging es halt darum, den Fernseher ein alltägliches Gerät, der in jedem amerikanischen oder in jedem Haushalt steht, zu einer Quelle des Bösen zu machen. Und das Alltägliche eben dann irgendwie zu pervertieren. Also das passiert dann bei diesen Spielen ja auch. Ich finde, was mit das Gruseligste an den Spielen ist, also Chillers Art hat sehr viele Spiele, wo du zu einem Job musst und du musst immer hinlaufen. Also dieser ganze Hinweg zur Arbeit und dann auch der Rückweg nach Hause ist halt auch spielbar und ich finde, das sind mit die intensivsten Abschnitte, weil, also ich kenne es halt auch aus dem Alltag einfach, dass man als Frau gerade natürlich Angst hat, alleine irgendwo lang zu gehen, wenn alles dunkel ist. Und wenn das Spiel dich halt so mitten reinwirft, dann hast du schon dieses.

Unangenehme Gefühl, das an dir haftet und dann passieren halt all diese komischen Dinge. Also ich bin auch sehr, sehr großer Fan, Lieber Marco, wir sind ja heute hier quasi die Halloween-Sendung, aber deswegen die Frage für dich als großer Filmkonnoisseur, als CD-Ast, ist ein Horrorfilm gleichzeitig ein guter Halloween-Film und ist ein Halloween-Film gleichzeitig ein guter Horrorfilm? Gibt es da Unterschiede für dich? Es wird oft gleichgesetzt, aber ich würde es überhaupt nicht sagen, weil meine Lieblings-Halloween-Filme sind alle keine gruseligen Filme.

Also meine, soll ich es gleich sagen? Kannst du gerne machen. Ich habe es für später, oder? Nee, kannst du? Okay, ich sage jetzt meine drei Lieblings- Halloween-Filme, die ich eigentlich immer schaue. Mittlerweile Beetlejuice, den habe ich sehr spät erst nachgeholt. Die ist jetzt eine meiner Lieblings-Tim-Burton-Filme. Damit habe ich meine Halloween-Saison dieses Jahr eröffnet. Und da geht es ja, das ist ja mehr eine komödiantische Sicht auf die Geister. Und was bei mir immer mit dabei ist, ist halt Sleepy Hollow. Der theoretisch schon ein Horrorfilm ist. Tim Burton hat ihn als so Hammer-Horrorfilm angelegt. Er wollte ihn sogar in Schwarz-Weiß machen. Also diese Horrorfilme aus den, wie lang weit geht das? 30er bis 60er Jahre, würde ich sagen. Mit Dracula, Frankenstein, alles diese Schwarz-Weiß-Horrorfilme mit Christopher Lee und so weiter. Deswegen spielt ja auch in Steve-Holo eine kleine Rolle. Einfach als Anlehnung daran. Und wenn er die nicht gespielt hätte, er übrigens auch, der Butler von Batman ist auch aus dem Hammer-Horrorfilm.

Und wenn Christopher Lee diese Rolle nicht gespielt hätte, hätte er nicht Saruman gespielt wahrscheinlich bei Herr der Ringe, weil Sleepy Hollow ihn nochmal groß gemacht hat. Ich mag Sleepy Hollow auch echt gerne. Ich liebe den, ich habe den jetzt ja. Es gibt viele Sachen, die ich von Tim Burton nicht mehr mag, umso moderner er wurde beziehungsweise in neueren Filmen, aber Sleepy Hollow ist für mich noch so an der Grenze, ich glaube, ich weiß nicht mehr, was danach kam, ob es Master Tags war oder ob das davor war, aber Sleepy Hollow hat mir auch richtig gut gefallen. Und der Imperator Palpatine spielt auch mit. Einige Star Wars-Figuren spielen mit, zum Beispiel der Headless, Kopfhose Reiter ist Ray Park.

Der Darth Maul gestählt hat. Das sind Kämpfe, aber so gut. Ja, und ich habe als dritten Film tatsächlich Nightmare Before Christmas, wo vorhin, als ich noch hier saß und mir was für Social Media aufgenommen habe, dann kam Theresa rein und hat die Musik schon gehört. This is Halloween. Seit heute Mittag habe ich das als Ohrwurm. Das ist ein Weihnachtsfilm. Das ist diese große Streitdiskussion, ob das jetzt ein Weihnachtsfilm ist oder nicht. Das sind die ersten Worte in diesem Film. Das ist ein Halloween-Film. Das ist ein 1. November-Film. Ein 1. November-Film? Das ist ein guter Komplett. Ich habe den damals im Kino gesehen in Amerika. Ich weiß aber leider nicht mehr, zu welchem Zeitpunkt das war. Das würde die Diskussion sofort klären, wenn man weiß, wann kam er denn raus. Das ist Quatsch. Weil es stirbt langsam, kam er im Sommer raus. Das ist ein Weihnachtsfilm. Es wurde danach dann ein Weihnachtsfilm. Aber bei dem Film würde ich jetzt schon sagen, da würde vielleicht der Release... Ja, aber ich würde auch eher sagen, es ist ein...

Es ist halt eine Zeit, in der man sich gerne gruselt, aber ich finde, es ist einfach eine Atmosphäre vor allem und ein Lebensgefühl. Und dafür ist Horror alleine, das ist es nicht. Aber interessant am Horror finde, und das haben wir noch gar nicht angesprochen, ist, wie massenkompatibel das eigentlich ist. Weil eigentlich müssten wir erstmal von der Natur her, müssten wir ja alle Angst haben. Also warum sollen wir etwas gucken, was uns Angst macht? Das ist ja total paradox. Also dieser kleine Adrenin-Rush, warum eigentlich? Und ihr sagt es ja selber, bei diesem Spiel in dem japanischen Café, da wird sogar eine Angst bedient, die die meisten Männer ja gar nicht kennen. Das ist ja eine Angst, die sogar ganz speziell Frauen anspricht. Und das ist so ein Phänomen, das mir in Horrorspielen und Horrorfilmen auffällt, dass es auch über alle Geschlechter hinweg kompatibel ist. Das ist völlig egal. Wenn ihr in einen Horrorfilm geht, da sitzen hauptsächlich Pärchen drin. Das ist 50-50. Da gibt es überhaupt so viele Subgenre. Also Horror gehört halt so diesem großen Allgemeinbegriff, man redet immer von Genrefilmen, manchmal auch Horror. Aber die meisten Genrefilme.

Geschlechter an. Nicht nur Männer oder nicht nur Frauen. Aber Horror spricht alle an. Das funktioniert über die Bank weg. Und das ist so faszinierend bei Spielen. Um jetzt nochmal eine Brücke zu schlagen zwischen Filmen und Spielen. Ich muss gerade an Halloween denken, an den Film von John Carpenter. Der fängt ja mit der Ego-Shooter-Sequenz an. Also mit der POV-Szene. Aber da das eine der wichtigsten POV-Szene, Point-of-View-Szene in der Filmgeschichte ist, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es den Ego-Shooter mitgeprägt hat. Und da ist so eine Brücke zu den Videospielen. Und ich erinnere mich an eines meiner Lieblings, nicht Horrorspiele, aber Videospiele, aus einer Zeit, in der ich langsam angefangen habe, Horror-Sachen zu spielen. Das hat sehr damit gespielt. Ich kann leider nicht sagen, wie das Spiel heißt, weil in Deutschland darf ich es glaube ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, es ist dreigeteilt. Man spielt einen Soldaten, man spielt einen Außerirdischen, was man auch vielleicht ne.

Welches? Ich will das auch nicht sagen. Es gibt es mittlerweile nicht mehr, aber er ist nicht mehr so lange. Du spielst auch einen Außerirdischen, man könnte auch sagen einen Alien, und du spielst einen Jäger, ein Monster, das Monster jagt. Das sind die drei Abschnitte. Und das Interessante am Gameplay ist, dass der Soldatenabschnitt, angelehnt in einen sehr großen Kinofilm, ist ein reines Horrorgame am Anfang. Danach wird es so ein simple Ego-Shooter, nicht so schön. Aber der Anfang ist ein Horrorgame par excellence mit geskripteten Ereignissen. Bip, bip, bip. Du hast immer Angst, dass irgendwas passiert. Alien vs. Predator. Ein Spiel, das ich nicht nennen darf. Die Serie darf man durchaus nennen. Okay. Es gab ja mehrere Alien vs. Predator-Spiele. Ja, okay, stimmt. Es gibt ja, aber ich das spiele, was ich meine.

Und wenn man in diese Alien-Perspektive gerückt wird, ist es ja durchaus so eine Wiederholung von Halloween. Du bist eigentlich das Monster, aber aus der Ich-Perspektive. Und zwar so weit, dass du dich sogar selber aus dem Brustkorb rausfressen musst. Und du bist auf einmal in dieser Jäger-Rolle. Du beobachtest die ganze Zeit deine Opfer. Du beobachtest die Predator, du beobachtest vor allem die Soldaten, die Marines. Und du musst dir deine Opfer aussehen. Du kannst so einen ganz tiefen Sadismus auf einmal, musst du ausnehmen. Das Spiel sinkt dich dazu. Und als Predator bist du eine Mischung aus beiden. Du bist sowohl gejagter als auch vor allem der Jäger. Und das ist nämlich so interessant, dass da die Perspektiven mal gedreht werden. Es gibt noch ein Multiplayer-Spiel, das ich kurz hier reinwerfen muss. Und ich bin mir nicht mehr sicher, wie es heißt, aber der Chat wird es wissen, die Schwarmintelligenz. Es ist eine Mod von Half-Life 1 noch. Und ich meine, sie hieß Vampire Slayer.

Und darin kämpfen Vampirjäger gegen Vampirer. Also sehr asymmetrisches Multiplayerspiel. Und du konntest verschiedene Vampirklassen aussuchen. Und ich hab immer dieselbe genommen. Ich hab die genommen, die sich unsichtbar machen kann. Nur für drei Sekunden, nicht lange. Aber drei Sekunden haben mir gereicht, um mich an bestimmten Stellen im Level, zum Beispiel im Eingang von einer Krypta oder so, Krypta hab ich mich da hingestellt und hab nur mit meinem Kopfhörern gehört, ob LAN-Partys natürlich, ob der Kollege jetzt jeden Moment in die Ecke rennt. In dem Moment mach ich mich unsichtbar. Er rennt gegen die unsichtbare Wand, fragt sich für eine Millisekunde, warum du das Spiel nicht reinlässt und dann zack, warst du spät und er war tot. Und ich höre Leute schreien und ich hab so geliebt, die haben geschrieben und die Kopfhörer wurden auf den Tisch geworfen und so weiter. Ich hab das Spiel gespielt wie der Regisseur eines Horrorfilms. Fantastisch.

Ich bin da wirklich voll drin aufgegangen und das ist ein Aspekt, ein Horror, den mir zu wenig bedient wird, weil das war eine von euren Fragen ganz am Anfang, was für eine Art von Horrorspiel wir uns mehr wünschen würden und ich würde mir viel öfter wünschen, dass wir der perverse Serienkiller sind im Spiel. Weil das eine unglaublich interessante Perspektive mal ist. Aber kommt da nicht irgendwie dem nächsten Spiel, wo man auch irgendwie einen Killer spielt? Da war doch hier The Dingsbums of Frank Stone. Oh, das weh. Nein, das meine ich nicht. Das ist noch nicht erschienen, das, was ich meine. Ich weiß, glaube ich, welches du meinst. Man spielt irgendwie auch einen Serienkiller und das ist alles, was ich darüber meine. Vielleicht kannst du der Chat uns noch sagen, Aber ich habe da noch einen wunderbaren Einspieler und zwar unser lieber Walli. Der ist ja auch sehr bewandt, was Filmwissen angeht. Und wir haben ja gerade schon Markus' Meinung zu besten Halloween-Filmen für ihn gehört. Der Walli, der hat da auch noch ein bisschen was beizutragen.

Ihr Lieben, ich habe leider kein so fancy Studio oder einen so abgefahrenen Arbeitsplatz wie viele andere meiner lieben Kolleginnen und Kollegen. Das heißt, ihr müsst euch jetzt mit meinem Wohnzimmerteppich begnügen. Und zwar hat mich die liebe Magdalena dazu eingeladen, hier jetzt nicht über mein Lieblingsspiel, sondern mein Lieblingshorrorfilm zu reden. Und dachte ich mir erst, ja easy peasy, ich kann da gern ein bisschen was erzählen, aber dann ist mir aufgefallen, die Auswahl ist ja wirklich verdammt groß.

Deswegen habe ich versucht, mich selber so ein bisschen einzugrenzen und einzuschränken und habe mir gedacht, die liebsten Horrorfilme, das sind eigentlich die, die sich nicht unbedingt auf das Horror-Genre beschränken, sondern sich auch kreativ in andere Richtungen austoben. Und da musste ich an sowas denken wie den ersten Predator oder Gremlins 2, What We Do In The Shadows, natürlich Shaun of the Dead oder Von Dusk Till Dawn. Aber ich glaube, das beste Beispiel und was auch immer noch einer meiner absoluten Lieblingsfilme oder Lieblingshorrorfilme eben ist, ist der zweite Tanz der Teufel von Sam Raimi und mit natürlich dem fantastischen Bruce Kaplan in der Hauptrolle. Das ist nämlich nicht nur ein Horrorfilm, das ist ein halber Horrorfilm und eine halbe Horrorkomödie. Und dann gibt es ja auch den Kniff, dass es ja eigentlich ein Remake des ersten Tanz der Teufels ist. Und sich allein hier schon mit dieser ganzen Entstehungsgeschichte auseinanderzusetzen, könnte ich euch jetzt noch ohne Ende volllabern. Aber eigentlich versuche ich mich jetzt noch kurz zu halten, weil ich merke, die Uhr tickt. I'm sorry.

Tanz der Teufel 2 ist ein fantastischer Film, weil er teilweise extrem gruselig, extrem brutal. Und auch einfach unglaublich witzig ist was plus kämpfe hier für eine one man show abliefert mit slapstick und body comedy kann jos schaue ich mir immer wieder gerne aufs neue an und ich muss zugeben hättet ihr mich an einem anderen tag gefragt hätte ich wahrscheinlich gesagt armee der finsternis wäre mein liebster hoffen aber heute das ist die wir der zwei morgen vielleicht wieder armee der finsternis übermorgen evil der 2 über übermorgen armee der finsternis ihr wisst worauf ich hinaus möchte viel spaß noch ihr lieben.

Bei Bruce Campbell frage ich mich immer, warum der nicht ein absolut krasser Filmstar wurde. Weil ich meine, der war wirklich gut aussehend. Er hat in den Filmen gezeigt, dass er Talent hat, dass er auch komödiantisches Talent hat. Aber so einen richtig krassen Durchbruch hat der nie bekommen. Er ist immer so am besten gewesen, wenn er ein Cameo hätte. Was ich schade fand, weil ich hätte ihm gern gewünscht, der wurde ja auch lange Zeit so gehandelt als der Favorit für den Doom-Film. und so. Er hätte ihm gern gewünscht, dass er noch eine größere Karriere hatte, als er hat, aber das ist eine andere Geschichte. Ich wollte auch noch auf meine liebsten Horrorspiele kommen und da so ein bisschen chronologisch vorgehen. Und zwar ein Spiel, auf das ich unbedingt eingehen muss, was von Alone in the Dark inspiriert wurde. Ich weiß gar nicht, ob das so viele kennen, war damals auf dem PC.

Ecstetica. Ein sehr, sehr ähnliches Konzept wie Alone in the Dark. Bei Ecstetica war es auch so, dass man festere Kammerperspektiven hatte. Man ist da mit diesem Pferd unterwegs gewesen, Wir sind am Anfang und in dieses Dorf geritten und hat dann sehr schnell gemerkt, dass in diesem Dorf lauter Monster sind. Und das Ganze war halt wie so eine offene Welt. Man wusste nicht genau, was man da machen kann und tun muss. Man musste dann halt alles herausfinden. Was hier so ein bisschen anders war, es wurde sich nicht eben auf rechteckige Polygone verlassen, sondern alles ist so rund und besteht aus Ellipsen. Das war eine neue technik die hier damals eingesetzt wurde und das war super atmosphärisch auch das wirkt jetzt auch wieder für viele von euch da draußen gar nicht so gruselig weil es so bunt daherkommt aber auch diese panzersteuerung diese kämpfe die man hatte dann gab es hier ein wehrwolf im spiel der quasi der vorgänger von mr x war also auch eine figur die man nicht töten konnte die ein verfolgt hat immer mal wieder aufgetaucht ist ähm, Man musste sehr viel entdecken und ist dann nach einem Kult hinter die Schliche gekommen. Und das war einfach ein super schwieriges Spiel. Ich habe es damals nicht zu Ende spielen können. Ich war zu doof dafür, weil man einfach gar nicht wusste, wie man in dieser Welt vorzugehen hat. Aber ich weiß noch, dass es einfach dieses Panikgefühl, dass man verfolgt wird, fand ich so, so schrecklich.

Und hat mich lange Zeit begleitet und fand ich sehr, sehr cool. Das war eines der Spiele. Dann ein Spiel, was ich nur eine Stunde durchgehalten habe. Ich muss gestehen, ich habe es mir gekauft. Nach einer durchzechten Nacht. Ich hatte noch leichter in dem Gesicht sitzen. Habe mir gedacht so, okay, ich fahre jetzt hier zu meinem Müllermarkt ums Eck. Die haben eine Videospielabteilung. Hol mir jetzt ein Spiel schön. Bin da hingegangen, habe mir Dead Space gekauft. Ja, so schlimm wird es schon nicht sein. Der ist gerade aktuell angesagt. Grafisch soll geil sein. Super gut. Freue ich mich schon drauf. Nach einer Stunde musste ich ausmachen. Ich fand das so schrecklich. Diese Soundkulisse fand ich so unglaublich gut. Diese Monster, so ekelhaft. Die haben mich die ganze Zeit an The Thing erinnert, einen meiner Lieblingshorrorfilme. Diese Umsetzung mit dem Zerschneiden, das war so cineastisch und es war alles so düster. Ich halte diese Technik, dass du die Extremitäten abschneiden musst, immer noch eine der genialsten, finde ich, die man in einem Horror-Actionspiel haben kann. Ein absolutes Unikat. Umso wilder finde ich es, dass die Serie dann trotzdem einfach so den Bach runterging. Ich meine, der zweite war auch immer noch sehr, sehr gut und der dritte, okay, die haben es vermasselt, aber kann man auch immer noch sagen, es ist immer noch ein halbwegs gutes Spiel.

Und dann eines der schlimmsten Erlebnisse wirklich ist für mich in Verbund mit Virtual Reality Resident Evil 7 VR. Ich finde das so, so schrecklich. Ich kann keine Horrorspiele spielen, ich mache das in der Regel nicht, weil ich immer das Gefühl habe... Aber Resident 7, VR. Ja, ich musste das spielen bei meinem damaligen Arbeitgeber. Das haben wir halt so gemacht. Und dann das in VR zu spielen und allein in diesem Haus unterwegs zu sein. Und dann bricht auf einmal der eine Typ durch die Wand. Der Jack, ey. Und selbst das davor schon. Also ich bin wirklich extrem anfällig. Es muss nur kurz mal das Dunkel flackern. Das fand ich so, so mega schlimm. Also Resident Evil 7. und da, ich finde, Resident Evil hat da auch wieder den Horror reingebracht, was eben vorher so durch 5 und 6 verwässert wurde, war richtig, richtig gut und ja, dann mein All-Time-Favorite eines der Spiele ist noch Alien Isolation, was, super gruselig ist und wie gesagt, ich hab da meine Probleme mit, aber was ich einfach so liebe, weil ich bin der Meinung, dieses Spiel hat damals Maßstäbe gesetzt, einfach was Detailverliebtheit angeht, und Atmosphäre angeht, weil ich hab kein Spiel danach mehr so, was eine Filmlizenz so.

Wirklich so gut umgesetzt hat mit allem, da steckt so viel Liebe drin in so vielen Ecken und Kanten und ich weiß, das Spiel hat seine Probleme, es ist zu lang, Manche Leute stört das Alien, manche Leute stören die Androiden, die da rumlaufen. Manche mögen nicht, wenn man sich verstecken muss. Manche mögen nicht, wenn man sich verstecken muss. Aber ich glaube, es ist halt wie bei jedem Spiel, die meisten Videospiele sind nicht für alle Leute. Es gibt einfach jede... Selbst ein Half-Life 2 oder das Spiel, das viele Leute als das Beste aller Zeiten sehen, du wirst Leute finden, die sagen, die finden es halt nicht gut und das musst du akzeptieren. das ist halt einfach so. Nicht jedes Spiel ist für jeden und nicht jedes Spiel muss auch jedem gefallen. Aber das war für mich einfach, weil ich diese Alien-Trilogie ist für mich meine absolute Favorite Film-Trilogie. Quadrologie. Ja, bei mir ist es die Trilogie. I see what you did there. Ich liebe Alien. Deswegen für mich wegen dieser Atmosphäre von diesem Lizenz, die ich halt einfach so absolut grandios finde und ja, ich weiß, wir haben da noch jemanden, der was zu diesem Spiel sagen möchte. Der liebe Jonas, der hat uns auch noch was dazu aufgenommen, seine Meinung zu Alien Isolation. Jetzt bin ich mal gespannt, was er dazu sagt hier.

Ich bin ganz ehrlich, als die liebe Magdalena zu mir gekommen ist und gesagt hat, erzähl doch mal eine schöne Horror-Anekdote, da war es echt schwierig, sich auf was zu einigen. Soll ich über mein erstes Mal Dead Space im luftleeren Raum reden? Meine ersten Durchläufe mit Resident Evil 4, wo ich dann hinterher noch auf der Wii weitergespielt habe? Oder dann doch Silent Hill 2, das mich halt in Sachen Story so komplett vom Hocker gehauen hat. Aber ich habe mich dann auf ein Spiel doch irgendwie einigen können, wo ich, glaube ich, die lustigste Anekdote hatte, denn ich bin riesiger Alien-Fan. Ich mochte die ersten beiden Filme total gerne, 3 und 4 zum gewissen Grad auch immer noch. Bei den neueren Sachen bin ich jetzt nicht up-to-date, aber das liegt einfach daran, weil keine Zeit, lange Rede, gar keinen Sinn. Ich habe mich unglaublich auf Alien Isolation gefolgt und wurde auch nicht enttäuscht. Die Vorstellung davon, dass mich ein Alien die ganze Zeit jagt und es halt wirklich aktiv auf das reagiert, was ich mache, fand ich einfach wahnsinnig spannend und hat sich für mich im Spiel auch unglaublich gut angefühlt. Ich finde auch Alien As Lashen ist ein wunderbares Beispiel, wo.

Gestensteuerungen zu einem gewissen Grad wunderbar funktionieren im Kontext eines Horrorspiels, weil man zum Beispiel eben nicht einfach nur eine Tür aufmacht, sondern weil man eben auch noch die Tür drehen muss und man wird verfolgend super, super, super, wie das funktioniert. Was mir allerdings am Anfang passiert ist, wenn man das Spiel noch nicht so gut kennt, später entwickelt man so ein Gefühl dafür, wie das Alien funktioniert, wie man die KI ein bisschen austricksen kann, denn dieses Alien ist eine KI, die auf das reagiert, was ich mache. Und das kann man sich auch sehr gut zunutz machen später. Wenn man das aber noch nicht weiß und das Alien das erste Mal kommt, dann scheißt man sich die Hose ein, Freunde, da könnt ihr mir glauben. Und ich habe, ungelogen, als das erste Mal in diesem Funkraum oder das war so ein Kommunikationsraum oder irgendwie sowas in der Richtung, wo das im Kreis rumlaufen kann, wenn man dann das erste Mal das Alien hat und nicht weiß, wie man reagieren soll, dann kann man entweder mutig sein und wegrennen oder man macht es wie Jonas und geht in den Schrank und bleibt da. Und zwar nicht eine Minute, nicht zwei, auch nicht drei, sondern 25 Minuten. Summa summarum, plus minus genau, kann ich es euch nicht sagen. Aber es waren ungefähr 25 Minuten, die ich da drin gehockt habe, weil ich nicht wusste, ob ich jetzt schon nach Hause gehen kann, ob mich das Alien erwischt oder nicht. Natürlich nach hinten raus war es dann ein bisschen anders, weil ich mich ja auch mit Waffen wehren konnte. Aber das werde ich bis heute nicht vergessen. Und ich habe Sachen auch wie Deadly Premonition gespielt, wo ich auch Sachen nicht vergessen kann. Aber dieser eine Moment, das ist der absurdeste, der Main-Horn-Spiel jemals passiert ist.

Wunderbare Anekdote hier von unserem lieben Jonas. Vielen Dank dafür natürlich. Und der Chat gleich, sorry. 25 Minuten überbiete ich. Da war jemand länger in diesem scheiß Schrank. Ich habe auch dafür gebetet, dass sie einen Modus einführen, wo das Alien weg ist und nicht da ist, weil ich einfach nur ganz gern hier diese Raumstation und diese Vastopol eben erkunden will, weil ich das so total cool fand von der Atmosphäre her. Aber in Frage jetzt an die Runde und auch an den Chat hier, warum denkt ihr denn, dass Horror gerade so groß ist. Also ganz ehrlich, es kommt zur Zeit mehr denn je. Wir haben ein neues Silent Hill bekommen. Ein neues Resident Evil kommt. Ein Spiel zu Hellraiser, das super brutal und gruselig aussieht. Aber es ist ja auch nicht nur das. Im Indie-Bereich, da wird ja quasi jede Woche etwas Neues angekündigt. Woran liegt das? Haben wir doch schon beantwortet, oder? Also Hype, wie du sagst, Streamer, die das spielen. Ich hab ja gemeint, Kosten und Massenkompatibilität. Das ist ja für alle Geschlechter. Aber ist der Bedarf wirklich dafür da? Weil ich glaub, das ist gerade so eine Horrorblase, die vom Platzen ist. Weil normalerweise sind Horrorspiele nicht die Spiele, die sich Millionen mal verkaufen wie ein Uncharted oder so.

Das schafft vielleicht Resident Evil als großes Leuchtturm-Signal. Aber die anderen, ich meine, selbst ein Dead Space war nach dem dritten Teil und wie gesagt, der dritte Teil kann man sagen, der war nicht mehr so Horror, aber es hat sich einfach nicht gelohnt. Aber gemessen an den Kosten versuchst du es halt. Und die, die dann den einen Hook haben, der viral geht, die werden dann richtig gut verkauft und werden richtig erfolgreich und kriegen auch mehrere Teile. Auch wieder, genau wie bei Horrorfilmen. In dem Moment, wo du einlandest, ein Hit, gibt es sieben andere, kommen darauf, die müssen diesen Hook mitnehmen und machen weiter. Denk nur mal an Saw und so weiter. Ich meine, das ist auch selbst für Resident Evil und Silent Hill nicht einfach. Das sieht man ja auch ein Stück weit daran, dass halt auch so viel auf Remakes gesetzt wird. Also dass da halt die Nostalgieschiene gefahren wird. Weil dann einfach die Hoffnung besteht, okay, wir holen jetzt nochmal die alten Fans ab, dass sie vielleicht auch quasi ins moderne Zeitalter dieser Spiele einsteigen. Und im Indie-Bereich, ja, was Marco eigentlich schon gesagt hat, Low Budget und dafür kannst du halt, wenn du Glück hast, einen echten Hit landen. Das ist es zum Beispiel auch in Alan Wake 2. Superspiel, aber verkaufstechnisch blieb das auch weit hinter den Erwartungen zurück. Nach all dem Hype, den man so wahrgenommen hat. Es ist halt eine Nische. Es ist vielleicht eine größere Nische als was anderes, aber es ist trotzdem eine Nische. Wir sehen es auch auf der GameStar.

Horrorspiele, wir haben gerade Horror-Themenwochen. Es klicken halt nicht so viele Leute wie jetzt Battlefield oder sowas. ist es natürlich sehr, sehr viel kleiner. Aber ich glaube, die Nische ist halt sehr leidenschaftlich und deshalb kriegt man so viel von ihnen mit. Ist Horror im Indie-Bereich besser aufgehoben, Magdalena?

Puh, also ich glaube, was Horror im Indie-Bereich halt richtig gut machen kann, ist, dass man sich einfach Sachen traut. Weil man halt nicht diesen Druck dahinter hat, dass sich das jetzt viel verkaufen muss, dass da eine breite Masse irgendwie angesprochen werden muss, sondern im Indie-Bereich kann man einfach sich austoben. Und ich glaube, Vor allem im Horror-Genre ist da einfach so viel möglich, weil man brutalere Themen vielleicht auch mal ansprechen kann. Themen, die irgendwie auf einer psychologischen Ebene auch angesiedelt sind. Und ich habe schon so ein Gefühl, dass Horror vor allem im Indie-Bereich irgendwie...

Am meisten fruchtbar ist. Ich würde sogar noch weitergehen. Ich finde, der Indie-Bereich ist der Bereich, der Horror gerade noch weiterträgt. Ich glaube, wenn wir Indie-Horror spielen nicht hätten, würde das komplett einbrechen. Wir haben jetzt gerade so ein bisschen, ich habe schon irgendwo mal so formuliert, aber mir kommt es ein bisschen vor, als würden jetzt gerade so die ganzen Planeten sich so aligning, weil einfach wir haben einen neuen Silent Hill Teil, wir haben ein neues Resident Evil, das jetzt kommt. Jetzt hat Bloober Team ein neues Double-A-Spiel rausgebracht. und und und. Aber wenn man so die letzten Jahre anschaut, so viel war da gar nicht aus halt wirklich Double und Triple A Bereich und es wurde halt komplett von Indies getragen. Und ich glaube auch, dass das die Zukunft ein Stück weit von Horrorspielen sein wird, weil wie du sagst, man kann sich da halt ausprobieren, ohne gleich zur Folge zu haben, boah, finanzieller Ruin oder sowas oder ein riesiger Publisher, der dir da irgendwie auf die Finger haut, wenn es nicht klappt. Also ein bisschen das, was Kojima ja bei Konami erlebt hat, so hey, ich will mich mal ausprobieren, nee, wollen wir so nicht, bye. Das hast du da halt nicht. Ich glaube auch, was da dazu zählt, ist so das, was in den letzten Jahren passiert ist, also dass wir zum Beispiel während der Pandemie Phasmophobia hatten, was auf einmal so viele Leute abgeholt hat und was ja auch einfach ein Horror-Multiplayer- Erlebnis war, dann eben auch sowas wie Dead by Daylight, was ich vorher angesprochen habe. Ich glaube schon, dass es so Spiele waren, die Horror ein bisschen mehr massentauglicher gemacht haben und dann vielleicht eben im nächsten Schritt dafür gesorgt haben.

Dass jetzt mehr im Horror-Bereich passiert, dass da mehr Indie-Spiele entwickelt werden, weil da irgendwie eine größere Masse für da ist. Und was ich ja auch interessant finde, du hast es ja gerade auch gesagt, Nathalie, es passiert auch einfach mehr im Double-A-Bereich. Also wir hatten ja Luto jetzt eben vor ein paar Monaten, was irgendwie eine bessere Entwicklung, sage ich mal, hat da jetzt vielleicht andere Indie-Horrorspiele.

Und dann hatten wir Karma, dann kommt ja auch noch Ill jetzt irgendwann demnächst raus. Und wie gesagt, es kommt so viel. Also alles, was man mitbekommt auf jeder Spielevorstellungsshow oder sonst etwas, Announcement, es wird ein Horrorspiel nach dem anderen angekündigt. Und wie gesagt, ich denke mir einfach so, klar, es gibt das, es gibt die paar Spiele, die dann einen Hype erzeugen, aber bei dieser Schwämme an Spielen, da frage ich mich, ob nicht irgendwann das auch wieder rückläufig wird, weil da eben eine Blase platzt, weil eben so viele Horrorspiele, vom Markt gar nicht tragbar sind. Im AAA-Bereich kann ich mir das sehr gut vorstellen. Ich glaube nicht, dass es im Indie-Bereich irgendwann komplett weggeht. Dafür ist es halt einfach zu, also die Spiele kosten ja meistens ja auch 2-3 Euro oder so. Aber im Triple-A-Bereich... Ich kann auch nur betonen, die Parallelen sind so krass. Es ist im Film ja genauso. Horror ist nie weg und wenn Horror massenkompatibel sein will, muss es sich verstecken. Im Film gibt es diesen Spruch, wenn du eine Chance haben willst einen Oscar zu wenden als Horrorfilm, musst du allen Leuten sagen, du bist ein Psychothriller. Schweigen ja Lämmer ist ein Musterbeispiel. einer der bekanntesten und beliebtesten Horrorfilme aller Zeiten. Leute denken nicht daran, dass es ein Horrorfilm ist. Ich hab grad das T-Shirt an, einer der erfolgreichsten Filme letztes Jahr. The Substance. So gemessen an den Kosten. Das ist Body Horror. Also man würde zuerst denken, das ist psychologischer Horror oder so. Und man denkt aber nicht dran, das ist natürlich Horror. Es gibt halt Unterkategorien von Horror und das ist Body Horror.

Und bei Spielen, ich mein, denk nur mal an das, jetzt muss ich kurz überlegen, es ist, glaub ich, das zweitmeist ausgezeichnete Game der Spielegeschichte. Was ist es denn? Das meist ausgezeichnete ist, glaube ich, Elden Ring. Und das zweitmeist ausgezeichnete müsste The Last of Us Part II sein, glaube ich. Also meist Game of the Year Awards und sowas. Das weiß ich jetzt nicht genau, aber... Meine schon. Und man denkt aber nicht daran, dass es ja natürlich Horror-Elemente hat oder Horror-Spiel ist eigentlich. Aber du denkst ja darüber nach, wie die Figuren zueinander stehen, die anderen Gameplay-Elemente alle. Aber es gibt natürlich reine Horror-Abschnitte in The Last of Us. Ja, aber ich würde es trotzdem niemals als Horror-Spiel sehen. Ja, aber das ist ja der Punkt. Du verkleidest es. Du nimmst Horrorelemente, du nimmst eine Horrorprämisse. Die Prämisse ist, es ist ein ganz nimpler Horror, es ist ein Zombiefilm. Das ist die Prämisse, die man genommen hat und du machst daraus ein Roadmovie, was andere Horrorfilme auch schon gemacht haben, was andere Survivalfilme auch schon gemacht haben. Nee, du nimmst Elemente. Ich sag ja nicht, dass das ein Horrorspiel ist.

Ich sag, du nimmst Horror, du musst das Horrorspiel verstecken. Und es lebt auch davon, und gute Horrorfilme leben ja nicht davon, dass Zombies so unglaublich blöde Wesen sind, so beeindruckende Wesen sind, sondern wie die Menschen da miteinander umgehen. Und das ist das ganze Thema von The Last of Us 1 und 2. Wie gehen die Menschen damit um? Und es geht nicht um die Bekämpfung der Infizierten. Das ist auch ein Thema, aber das interessiert uns ja nicht. Was uns interessiert ist, wie die Leute damit umgehen und welche Entscheidungen sie treffen und was sie deswegen machen. Das ist ein Grundthema des Zombiefilms. War ja bei Walking Dead genauso. Ich meine, natürlich waren die Zombies und es gab blutige Action, aber im Endeffekt war der Horror, wie die Leute miteinander umgehen, wie sie in den Camps, was für die Kinder entstanden sind. Entscheidungen sie treffen müssen, ob sie ein Kind umbringen müssen oder nicht. All das macht Horror in Wirklichkeit aus, weil das Entscheidungen sind, die uns Horror... Überhaupt diese Vorstellung, man ist auf einmal auf das Wenigste angewiesen und muss sich selbst bis aufs Blut bekämpfen, um überleben zu können. Das ist der eigentliche Horror. Das sind nicht die Zombies. Und so ähnlich ist es bei Last of Us auch. Oder letztes Jahr Call of Duty hatte in der Singleplayer-Kampagne für zwei Stunden lang war es ein Horrorspiel. Da redet jetzt kaum jemand bei Call of Duty habsich Multiplayer-Shooter, das ist mir schon klar. Aber die haben einfach ihrem Triple-A-Spiel zwei Stunden lang auf einmal ein Horror-Game draus gemacht und das war wirklich out of the blue. Bei den Call of Duty sind zwei Stunden schon ein Drittel der Spielzeit. Ja, das ist extrem viel Spielzeit. Ich hab gedacht, ach, ich mach das Level noch schnell, bevor ich ins Bett gehe.

Und dann konnte ich aber auch, schlechter Zeitpunkt, also mit der Mütter, der lacht alleine auf der Couch, muss ja dieses Horrorspiel spielen, spielst du auch noch mit Kopfhörern. Ich war ja nicht drauf vorbereitet, dass das ein Horror-Game ist an der Stelle.

Und ich glaube, das sehen wir immer wieder, dass Horror nicht als das Spiel alleine trägt, ganz besonders in Form von The Last of Us, aber natürlich, es spricht so viele Leute an, dass du es fantastisch und Spiele einbauen kannst. Ich habe eine liebe Frage an unsere Regie, und zwar, falls da noch etwas im Discord-Kanal bei uns gekommen ist, bei GameStar zu Couch Coop mit Fotos aus der Community vielleicht von schöner Halloween-Deko, sagt mir einfach Bescheid aufs Ohr, vielleicht können wir noch was zeigen. Aber ich habe noch eine gute Frage hier aus dem Chat. Und zwar, was genau ist für euch denn Horror? Für manche reicht ja schon ein Jumpscare aus dem Herzrasen zu bekommen. Aber für mich ist es sowohl in Spielen wie auch in Filmen das Zusammenspiel aus Atmosphäre, Musik und Timing. Also ich sage es einfach mal, für mich ist es einfach die Angst vor dem Unbekannten. Ich meine, das ist für mich so die Angst im Dunkeln, weil man nicht weiß, was im Dunkeln auf einen lauert. Und es lauert ja eventuell nichts, aber man weiß es halt nicht. Und das ist, glaube ich, was bei vielen Leuten, also zumindest bei mir.

Voll den Nerv drückt. einfach nicht wissen, was kommt und dann nicht die Kontrolle darüber haben, was auf einen einwirkt. Wie seht ihr das? Was macht guten Horror aus? Oder was genau ist für euch Horror? Ich finde, die Kontrolle haben ist schon ein wichtiger Punkt. Was sich jetzt mehr auf Stilmittel eigentlich versteift, weil die Definition von Horror wäre glaube ich viel weiter. Aber die Frage ist für dich jetzt, wie man Horror erzeugt. Oder? Das ist eine ganz andere Definition nämlich. Und da wäre ich ganz bei dir. Es gibt auch so Tricks aus der auch wieder aus dem Filmbereich, die es in Videospiele geschafft haben. Zum Beispiel bei Schweigen der Lämmer der erste Kinofilm, der mit sehr niedrigen, Bassfrequenzen gearbeitet hat. Weil man rausgefunden hat, dass Leute davon Angst kriegen, wenn du sie damit beschallst. Und du sitzt dann im Kino und du weißt nicht nur an dem, was du siehst und was du hörst, sondern das, was du gar nicht hören kannst. Diese Bassfrequenz kannst du quasi nicht wahrnehmen, aber deine Organe und deine Sinne, die nehmen das wahr. Hast du ein ganz flaumiges Gefühl im Bauch, dass du bei Filmen, deswegen Horrorfilme mit guter Soundanlage, macht einen ganz anderen Eindruck. Und das Gleiche gilt für Spiele. Die wissen das auch mittlerweile und deswegen bespielen sie mit ihrem Bass den Ohren die ganze Zeit. Auch deswegen ist es mit Kopfhörern schlimmer. Grundsätzlich extrem wichtig, finde ich einfach in Horrorspielen.

Ich finde die Frage tatsächlich extrem schwer, weil für mich ist Horror offenbart sich halt in sehr, sehr vielen unterschiedlichen Dingen und es können sehr, sehr kleine Dinge sein, sowas wie Chilas Art halt aufgreift, dass du halt alleine nachts durch eine unbekannte Straße gehst. Es können halt aber auch sehr große Dinge sein, paranormale Dinge, irgendwie ein Cthulhu-Monster oder sowas. Also ich finde festzutackern, was für mich Horror ist, finde ich sehr schwer. Ich kann besser festmachen, was für mich guter Horror ist.

Ich finde, Jumpscares sind die billigste, also ich glaube, da sind wir uns alle einig, die billigste Methode. Das stimmt, aber trotzdem funktionieren sie bei mir leider. Bei mir auch, es funktioniert. Und ich finde, wenn man es gut einsetzt, kann es auch eine sehr gute Methode sein. Der beste Jumpscare kommt übrigens aus der Musik, der Paukenschlag, falls ihr das mal googeln wollt. Ich weiß nicht mehr, von welchem Komponist das ist, ich will nichts Falsches sagen. Aber da kam ein Paukenschlag in diesem Ding und alle sind aufgeschreckt und haben den Rest des Stücks abgewartet, ob das nochmal kommt. Und es kam natürlich nicht. Und ich finde, wenn ein Spiel genau das macht, wenn ein Jumpscare kommt, wenn ich ihn wirklich am allerwenigsten erwarte und dann bin ich so gewappnet, okay, noch einmal kriegst du mich nicht, aber dann kommt halt auch nichts mehr. Das ist dann wieder ein guter Einsatz von Jumpscares. Aber prinzipiell, was für mich in Horrorspielen immer wichtig ist, ist eigentlich die Story. Also ich mag, dass es einen Anfang und ein Ende hat. Ich bin deshalb auch nicht so Fan von solchen.

Game-Horrorspielen, sowas wie Slenderman, wo du irgendwie acht Seiten sammeln musst. Oder Exit 8 haben wir vorhin kurz angesprochen, wo du irgendwie Anomalien, ja, ist okay, ist eine coole Idee, kann man sich mal ausprobieren. Aber ein gutes Horrorspiel hat für mich eine Geschichte, die mich mitreißt, eine Geschichte am besten, die mich auch zum Nachdenken anregt in irgendeiner Form. Ich bin auch sehr großer Fan einfach von Paranormalen, von Folklore, von Mythologien und sowas. Wenn das in irgendeiner Form auch aufgegriffen wird, das ist das, was für mich einfach sehr wichtig ist und natürlich Musik und Soundeffekte und die Atmosphäre, Lichtstimmung ist für mich auch wichtiger, also die Lichtstimmung als jetzt irgendwie eine Grafik beispielsweise. Also es muss nicht irgendwie super Unreal Engine Grafik sein, es kann auch PS2 Grafik haben, aber wenn es halt stimmt wie das einfach inszeniert ist dann holt es mich total ab.

Ja, das ist bei mir ähnlich. Ich finde es auch schwer zu beantworten was genau Horror für mich ist, weil wir haben jetzt schon so viel darüber geredet, wie unterschiedlich Horrorspiele auch teilweise sein können. Und wenn ich mir jetzt meine liebsten Horrorspiele anschaue, dann ist Leia's of Fear ein ganz anderes Horrorspiel, als die Chillers Art-Spiele irgendwie ein Horrorspiel sind. Aber ich glaube, prinzipiell ist für mich die Atmosphäre am wichtigsten. Weil ja, es ist schön, wenn es bei sowas wie bei Leia's of Fear ist, dass Atmosphäre und Geschichte irgendwie zusammengehören. Aber ich kenne auch so viele Horrorspiele irgendwie, wo die Geschichte komplett verwirrend ist und ich nicht wirklich weiß, was überhaupt passiert, aber die Atmosphäre ist eben so gut gemacht. Ich spiele ja zum Beispiel auch super gerne ganz viele asiatische Horrorspiele, weil ich finde, dass die Atmosphäre und auch mit Folklore eben nochmal anders einfach sind als Spiele hier im westlichen Raum. Und da habe ich auch vor einem Jahr oder so ein Spiel gespielt, das heißt Bridge Curse Road to Salvation. Das ist ein taiwanesisches Horrorspiel und da spielt man auch eben eine Gruppe von Jugendlichen, die.

Eigentlich so einen Prank nachmachen wollen, weil es immer an ihrer Highschool die Sage gibt, dass ein Mädchen bei einer Treppe umgekommen ist und dann wollen die eben diese Szene nachmachen. Und die Atmosphäre ist aber so gut gemacht, weil man sich bis zum Ende des Spiels fragt, zählt das jetzt zu diesem Prank, den sie am Anfang machen wollten oder werden sie jetzt wirklich von Geistern verfolgt? Und die Geschichte ist im Endeffekt so krass verwirkend, vielleicht auch wegen der Übersetzung, und könnte auch irgendwie zusammenhängen. Aber das Spiel funktioniert trotzdem so gut eben dadurch, wie die Atmosphäre inszeniert wird. Und was ich auch so interessant finde bei dem Spiel, weil wir jetzt auch ganz viel über Filme und so geredet haben, die machen das tatsächlich so, dass zu den Spielen auch parallel noch ein Film erscheint, der genau das gleiche beinhaltet wie das Spiel. Und da finde ich es immer sehr interessant, weil es gibt jetzt zwei Teile von diesen Bridge-Curse-Geschichten und es ist sehr interessant halt zu beobachten, wie das Spiel ganz anders funktioniert als der Film.

Und ja, wie gesagt, beides funktioniert super gut durch die Atmosphäre irgendwie. Und deswegen würde ich sagen, dass für mich glaube ich vor allem Atmosphäre wichtig ist in einem Horrorspiel. Das hört sich super interessant an. Ich bin voll bei Magdalena. Das ist Atmosphäre. Also mein Lieblingshorrorfilm ist Alien. Und zu dieser Atmosphäre gehört die Ästhetik, dieses Raumschiff, aber es sieht aus wie eine abgeheiftete Fabrik. Und dieses Alien mit diesem perversen HR-Giga-Design ist einfach, das ist ein Kunstobjekt für sich, von dem du immer nur ein Glimpse siehst. Du siehst nie das ganze Alien, erst am Ende siehst du es. Ansonsten siehst du so wenig wie möglich. Oder auch The Thing zum Beispiel.

Also John Carpenter's The Thing. Da geht es mir gar nicht so sehr um den Grusel. Oder wer ist das Monster gerade? Ich finde, du merkst es den Leuten immer ein bisschen zu sehr an, wie es sein könnte. Sondern es ist das, was dabei rauskommt. Wie das aussieht und wie das dann auch so unfassbar perfekt animiert ist, ob es jetzt ein Stop-Motion ist oder einfach die Special Effects sind, diese Gedanken, die sich da jemand gemacht hat, das sind Paintings, das sind Bilder. Die kann ich eintauchen. Mein Lieblingsfilm der letzten 20 Horrorfilme, Lieblingshorrorfilm der letzten 20 Jahre ist wahrscheinlich Hereditary und der hat zwei Jumpscares und die siehst du schon im Trailer. Es ist wurscht. Wobei die besten Jumpscares sind die, die du siehst. Du siehst, dass es gleich passiert. Du siehst es nicht, du ahnst es nicht, Aber es gibt keinen Umschnitt. Es gibt keine Musik, die dich darauf hinpreppt. Meistens schlechte Jumpscares funktionieren, weil die Musik, du merkst es schon, die Szene ist spannend und dann gibt's noch einen wilden Umschnitt und dann gibt's den Paukenschlag jedes Mal. Und aus einem Urinstinkt heraus erschreckst du dich natürlich, aber du fühlst dich gleichzeitig verarscht. Weil das war klar, dass es passiert. Und wenn ihr euch besonders clever haltet, deutet ihr den Jumpscare an, macht ihn ja doch nicht, aber dann erschreckt ihr mich dann.

Sowas wie Hereditary lässt sich das sehen, lässt sich das fühlen, lässt sich erschrecken und der ganze Film braucht sonst keinen. Das ist eine andere Art von Folgenstack und das macht Horror für mich aus, wenn es super atmosphärisch ist und es muss nicht gruselig sein. Stevie Hollow ist einer meiner übrigens Horrorfilme streng genommen, weil das als Horrorfilm gilt. Aber ist das ein Film, bei dem ich Angst habe? Nicht mal ein bisschen, aber der unglaublich ästhetisch ist. Überall Nebel hat, diese Kulissen, oh Gott, sind die schön.

Wobei ich dieses Angstgefühl schon auch brauche. Also für mich ist das, ich spiele halt Hausaufspiele ja nicht. Sichtig nach dem Adrenalin. Ja, aber wirklich. Ich spiele ja nicht, weil ich keine Angst vor ihnen habe, sondern weil sie mir Angst machen. Aber das, was danach kommt, wenn ich es durchgespielt habe, das erfüllt mich einfach mit so viel Glück und Dopamin. Siehste, das kann ich komplett nicht nachvollziehen. Angst ist ein Gefühl, das ich einfach nie haben möchte. Und dann sich selbst... Im geregelten Rahmen, das ist ja das Gute an Horrormedien, du kannst jederzeit selbst bestimmen, wann es vorbei ist. Wenn es dir zu viel wird, machst du halt einfach aus. Ja, habe ich bei Dead Space nach einer Stunde auch gemacht. 60 Euro auf den Kopf gehauen für eine Stunde Spiel. Aber das ist so ein Ding für mich zum Beispiel, weil du es jetzt gerade auch angesprochen hast.

Für mich ist zum Beispiel das Ding, ich finde Horrorspiele so viel besser als Horrorfilme. Einfach weil ich diese Angstsituation bewusst einsaugen kann. Das eine ist ein passives Medium, das andere ist ein aktives Medium und das ist ein großer Unterschied. Und für mich sind Horrorspiele, weil du es auch angesprochen hast, Marco, ich finde die auch einfach richtig oft so ästhetisch. Also wenn ich mir Leas of 4 anschaue, da stehe ich einfach gerne und dann schaue ich mir diese dunkle Ecke an, weil die einfach so super ästhetisch gemacht ist und klar habe ich Gänsehaut und habe Angst, aber irgendwie ist es auch einfach toll, dass ich jetzt Gänsehaut habe und Angst habe. Aber wenn es auch um Ästhetik geht, dann ist es aber auch schwer mit Filmen zu halten, weil durch die gelenkte Kamera am Film ganz andere ästhetische Momente kreieren. Aber ich glaube, wenn es um Angst erzeugen geht, sind Videospiele die Zukunft des Horrors. Also der Film trägt sich immer nur so und so weit mit Horror, also mit Angst erzeugen. Der wissenschaftlich bewiesenermaßen gruseligste Film aller Zeiten ist ja dieser eine Film von Scott Derrickson ähm.

Weißt du, welchen ich meine? Wisst ihr, welchen ich meine, der gruseligste Film aller Zeiten? So ein Wissenschaftler rauskommt, die haben Leute halt den Puls halt gemessen. Und dann haben sie festgestellt, das ist dieser eine Film, bei dem ich immer wieder den Namen vergesse, der Chat weiß es, der wird es gleich sagen. Irgendwas mit S. Naja, ich hab diese eine Szene gesehen in der Garage, wo jemand, ein Projektor, was schaut und dann kommt es auf einmal aus dem Projekt heraus, Jumpscare. Und Sinister. Sinister ist der gruseligste Film aller Zeiten. Ist es der beste Horrorfilm aller Zeiten? Nicht mal mit anderen. Wenn Leute sagen, das ist der gruseligste Film aller Zeiten. Nein, nein, gemessen nicht sagen. gemessen. Ja, wissenschaftlich belegen. Die Leute haben auch nicht alle Horrorfilme gesehen. Aber das ist ja mein Punkt. Gut, die haben denen sehr viele Horrorfilme gezeigt. Aber sie haben ihnen sicherlich nicht alle gezeigt. Das ist eine Marketingmaßnahme. Nee, da war der Film schon lange draus. Das war lange nach dem Film. Nee, nee, nee, sorry. Das ist jetzt tatsächlich...

Du wirst mich davon nicht überzeugen. Ich will dich gar nicht überzeugen. Mein Punkt ist, es geht nicht darum, dass du Angst hast. Und wenn es Sinn ist, der gruseligste Film aller Zeiten ist, ist es ja nicht mehr ansatzweise einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Das ist nicht das, was Horror ausmacht. Im Film, im Videospielen kannst du garantiert mehr Angst erzeugen, als Sinister es macht. 100 Prozent. Ich habe sehr viel mehr Angst verspürt bei P.T. Als bei den allermeisten Horrorfilmen. Und das ist einfach durch die Aktion, wie du gesagt hast, die Interaktion, das ist ein komplett anderes Medium. Ich glaube, wenn es um Angst erzeugen geht, zusammen mit der Zukunft des VR, sind Horrorspiele unschlagbar für Filme. Film kann sich nur auf Ästhetik und Atmosphäre und vielleicht das Psychologische, das vielleicht Charaktere und Dialogen oft besser funktionieren als in Spielen. Vielleicht dadurch retten, aber nicht durch den Horror. Ich muss ja ganz ehrlich sagen, ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber so ein Hot Take jetzt vielleicht.

Aber ich finde Horrorfilme gruseliger als Horrorspiele. Und ich kann Horrorfilme nicht schauen. Ich muss tatsächlich auch sagen, im Endeffekt kommt es auf die Geschichte drauf an. Und wo finde ich Videospiele, Filme immer noch meilenweit hinterher, sind gute Geschichten. Das ist etwas, wo ich finde, wo man in Filmen einfach mehr sieht, wo ich mir denke, hier werden bessere Geschichten erzählt und das ist mittlerweile, finde ich auch bei Horrorfilmen oft sehr, sehr wichtig. Wo bei Videospielen, finde ich, eher mit Taschen, noch mehr mit Taschenspielertricks kaschiert werden kann. Gerade wenn man sagt, so natürlich, da stimme ich dir auch zu, es wird wahrscheinlich, das Schlimmste, was je kommen wird, ist ein VR-Horrorspiel. Einfach, weil wenn du diese Dunkelheit nicht nur auf diesem kleinen Kasten vor dir hast, sondern wirklich so direkt überall, wo du dich umschaust, dann sorgt das schon für eine andere Horroratmosphäre. Aber das ist dann meines Erachtens auch etwas, wo man sagen könnte, das ist durchaus eher etwas oberflächlich. Oberflächlicher Horror als etwas, was vielleicht dich dann noch durch eine Geschichte greift. Aber ich glaube, das ist, ja, da wird es dann auch wieder Menschen geben, die springen auf das eine mehr an als auf das andere.

Das ist ein sehr breites Feld. Also, wie gesagt, Sippy Hollow ist auch Horror und das ist der eine Horror, den ich jedes Jahr gucke. Aber du hast gerade was Gutes gesagt. Hot Takes. Wir wollen Hot Takes noch ein bisschen aufgreifen, denn ein paar haben wir. Soll ich mal einfach ein Hot-Take vorlesen von dir, lieber Marco. Schweigen Dilemma ist ein Horrorfilm, ist ein Hot-Take. Ja, ich weiß nicht, ob das so sehr ein Hot-Take ist. Ich habe nur festgestellt, das ist ein Hot-Take, weil ich mich mit unserem Kollegen Sebastian Gerchikow von der Filmstaats öffentlich gefetzt habe darüber auf Social Media, ob das jetzt ein Horrorfilm ist oder nicht. Wenn du das immer sagst, dann sagen sehr viele Leute, und ich verstehe das ja, das ist für mich kein Horrorfilm. Ja, ich verstehe, dass es für dich kein Horrorfilm ist. Das wäre ja auch nicht mein erster Gedanke, weil wir Horrorfilme oft anders definieren. Wir denken oft an Slasher, wir denken an diese Torture-Porn-Filme, wir denken an sowas, aber wir denken nicht an schweigende Lämmer. Wie gesagt, Wenn du Chancen auf den Oscar haben willst, musst du ein Psychothriller sein. Aber der Psychothriller gehört in der Filmwissenschaft zum Horror. Das ist ein Subgenre davon. Ich meine, es gibt einen Film von Alfred Hitchcock, der heißt Psycho. Das ist ein Horrorfilm. Der heißt Psycho.

Der Psychothriller gehört schon dazu. Das geht natürlich auch ein bisschen weiter, je nachdem, wie man es ausdefiniert. Es sind auch zwei separate Kreise mit sehr großen Überschneidungen. Da geht es um filmische Elemente. Du sagst dir selber, die Geschichte ist ja wichtig, dass du involviert bist und so weiter. der psychologische Horror spielt eine ganz große Rolle, aber wenn man schon Psycho-Horror-Füller sagt, dann meint man einen Horrorfilm. Das ist nur der Oberbegriff für so vieles. Der weiße Hai ist ein Horrorfilm, da denkt auch niemand drüber nach. Bis heute meint mein Podcast-Partner Yves, dass das ein Abenteuerfilm ist. Das ist kein Abenteuerfilm, das ist ein Horrorfilm. Mit von mir aus Abenteuerfilm in einem Slasher. In einem Slasher auch nur. Aber ja, ist ja noch instilliert wie ein Slasher. So diese Ego-Perspektive, diese Ich-Perspektive, das Hai, was du teilweise und so weiter. Natürlich, das ist ein Horrorfilm. Horrorfilm. Und man denkt halt bei sowas wie Schweinia Lämmer nicht darüber nach, da der sogar Sachen für den Horrorfilm, revolutioniert hat, wie diese niedrigen Bassfrequenzen, ist das als Recht ein Horrorfilm. Und ich will einfach nur sagen, es gibt sehr viel mehr Horrorfilme, als wenn es alle gewahr sind. Es gibt so viele Leute, die sagen, sie können keinen Horror gucken oder tragen das nicht. In meinem persönlichen Bekanntenkreis ist jemand, der heult immer, wenn er erschreckt wird. Für mich sehr schwierig, mich dann zurückzuhalten. Ich liebe es, wenn du eine Horrorfilm schaust, und machst ein bisschen 4D-Kino draus. Ich liebe das.

Absichtlich. Ich würde darauf warten, wenn ich den Film schon mal gesehen habe und weiß, was jetzt passiert. Aber nein, kann ich nicht machen. Es hat schon zu irritierenden Szenen geführt.

Und es gibt Leute, die mögen keinen Horror. Mögen aber Schwein der Lämmer und alles, was dazugehört. So Serienkiller-Sachen sind eigentlich auch, gehören in dieses Horror-Genre rein. Du hast auch ein gutes Hot-Take, wie ich finde, liebe Nathalie, und zwar Streaming hat das Horror-Genre zerstört. Was genau meinst du denn jetzt damit? Ja, es ist ein bisschen das, was ich vorhin angesprochen habe, ist, dass im Indie-Bereich sich einfach sehr, sehr viele Klone von Klonen tummeln, in der Hoffnung, eben den großen Hit zu landen und das neue Twitch-Phänomen zu werden. Und die setzen ja teilweise auch wirklich auf diese ganz, ganz billigen Mittel wie Jumpscares oder jetzt irgendwie laute Sounds einfach oder erschreckende Bilder, weil sich das natürlich A, einfach sehr gut, vermarkten lässt, wenn du da so einen schreienden Streamer hast, dann kannst du es gut auf Thumbnail packen und dann sehen die Leute das und B, wenn du halt kein, ich sag mal, tiefes Spiel hast, wo du dich mit der Story, mit den Charakteren auseinandersetzen musst, sondern so zwei Stunden und du bist fertig mit dem Spiel, das ist ja so snackable Content und das ist perfekt für Streaming. Weil dann kannst du auch gleichzeitig mit deinen Zuschauern interagieren und ihr erlebt dieses Spiel irgendwie gemeinsam. Und ich sag nicht, dass das per se keine Daseinsberechtigung hat, überhaupt nicht, das ist das, was das Genre gerade auch am Leben hält, wie wir vorhin gesagt haben, aber es ist mir halt ein Ticken zu viel gerade.

Als 0815-Spielerin, die ich eigentlich halt auch im Indie-Bereich gerne einfach coole Spiele entdecken würde. Und es ist halt heutzutage so, so, so viel schwieriger als noch vor sechs, sieben Jahren, da irgendwie was zu finden, wo ich nicht vom Steam-Rückgabereicht Gebrauch machen muss, weil ich herausgestellt habe, oh, doch nur ein anomaliges Spiel schon wieder.

Deshalb, ja, ich finde, es hat so ein bisschen vielleicht nicht komplett zerstört, aber so ein bisschen verdorben. Und ich würde mir wünschen, dass es dann nochmal so eine Gegenbewegung im Indie-Bereich gibt. Also nur, dass ich richtig verstehe, also dein Problem ist, dass viele Spiele nur für Streamer quasi gemacht sind? Ja, Zielgruppe-Streamer, ja. Das kann ich nachvollziehen. Ich glaube ...

Ich weiß, was du meinst, dieses oberflächlich schnell den schnellen Kicks zu bekommen und schnell eine Emotion irgendwie rauszukitzeln in der Hoffnung, dass das eben streamable ist. Genau. Ich verstehe auch, was du meinst. Aber auf der anderen Seite finde ich auch, dass diese Spiele dafür sorgen, dass im Horrorbereich mehr passiert. Weil vor ein paar Wochen ist ja, oder vor einem Monat oder so, ist ja ein Spiel viral gegangen, das heißt Vigil. Und da darf man nicht blinzeln, weil sonst das Monster näher kommt. Und das ist natürlich eine richtig coole Mechanik, die ja auch einfach interessant ist.

Wer ist das Spiel und du blinzelst? Ja, wird die Webcam mit aufgenommen. Wie geil ist das denn? Ich finde es auch eine richtig, richtig coole Gameplay-Mechanik einfach. Und die ist bestimmt auch dafür gemacht worden, weil das Content Creator Stream und dann siehst du halt, oh, die Person darf jetzt nicht blinzeln. Also ja, ich verstehe auf der einen Seite, was du meinst, aber auf der anderen Seite, glaube ich, kommen dadurch halt auch einfach innovative Ideen. Aber sind diese Ideen wirklich haltbar? Weil es ist ja nicht so, dass das jetzt mit Streaming einfach neu dazugekommen ist, dass irgendwie deine Peripherie auch, also wie Mikrofon oder Kamera, ausgelesen werden. Wir hatten das mit, wie hieß das Spiel, Eternal Darkness, glaube ich, das ja auch sehr viele Tricks und diese vierte Wand durchbrochen hat und irgendwie die Lautstärke von deinem Fernseher runtergemacht hat oder so getan hat, als würdest du deinen Spielstand löschen. Das sind ja keine superneuen Ideen, die gab's schon, aber es ist ja jetzt nichts, davon abgesehen, dass es Nintendo patentiert hatte sehr, sehr lange Zeit, aber es ist ja nichts, was jetzt in jedem einzelnen Horrorspiel aufgegriffen wird als quasi Pflichtbestandteil. Es gibt Spiele, die das sehr erfolgreich durchgesetzt haben, Doki Doki Literature Club, Pony Island, aber...

Wenn man halt so drüber nachdenkt, ich spiele nicht mit Kamera an. Ich spiele nicht mit Mikrofon, dass ich da die ganze Zeit vor mich hinquatsche, wenn ich alleine spiele. Das heißt, für mich fallen diese Spiele schon komplett weg. Und das finde ich halt schade, dass man vielen Spielen einfach ansieht, okay, deine Zielgruppe ist halt ganz klar Streamer. Und ich bin da irgendwie, es ist okay, dass nicht jedes Spiel für mich ist, aber es ist gerade ein bisschen überhand. Für mich wäre es ja auch nichts, aber ich finde den Hook halt schon witzig. Und ich finde, es sind so kleine Sachen, die das Genre ja trotzdem irgendwann voranbringen, weil wenn sowas erfolgreich ist, dann denkt sich der nächste Entwickler von einem großen Spiel, ey, ich kann ja doch irgendwas mal mit der Kamera oder mit dem Mikro machen in dem Spiel und es kommt gut an. Mich würde auch immer interessieren, was der Chat so zu unseren Hot-Takes sagt. Wir sagen, das sind so Hot-Takes, wir diskutieren ja eigentlich gar nicht so sehr, ob das ein Hot-Take ist. Wir haben jetzt wirklich ein Hot-Take, das jetzt noch kommt. Und zwar das Hot-Take, das meins und Magdalena sagt, Alien Isolation Isolation ist overrated und ich sage, Alien Isolation ist underrated. I wonder why. Okay, also hieb mir aus. Warum ist es overrated? So, jetzt mal tacheles. Du musst dich beeilen, wir haben nicht mehr so viel Zeit. Jetzt mal tacheles. Ich habe auf alles, was du sagst, eine Antwort. Ah ja, da wollen wir mal schauen. Okay, also, erstens, ich weiß, dass wir viele Alien Isolation Fans hier haben, eventuell auch hier einen gewissen Herrn Rick, weil es das Alien Isolation allgemein Fan-Favorite ist.

Mein Hot Take bei dem Ganzen ist aber, ich glaube, dass Alien Isolation nur was für Leute ist, die Alien als sich, also das Franchise an sich mögen, weil an sich, finde ich, macht das Spiel nicht wirklich was Besonderes, weil, da kommen wir auch wieder dazu, was für mich individuell als Person eben Horror gut macht.

Diese Atmosphäre wird für mich so zerstört, dass da irgendwelche Androiden rumrennen und mich verfolgen. Dann hat man an der Stelle, da ist oben hier ein Gegner, da ist ein Gegner, hier ist ein Gegner. Da muss ich schauen, wie ich mich da irgendwie verstecke. Ich hatte so viele Bugs in meinem Playthrough. Das Alien taucht auf einmal irgendwo auf. Beziehungsweise bevor das Alien auftaucht, fangen schon zwei Leute kreischend wegzurennen. Und ich denke mir so, hä, wieso rennt ihr jetzt weg? Was ist hier los? Dann kommt das Alien auf einmal um die Ecke. Ich finde das Alien an sich auch nicht wirklich gruselig, um ehrlich zu sein. Das Alien oder das Alien in dem Spiel? Das Alien in dem Spiel. Okay. Guter Punkt. Und dazu kommt halt also ich glaube, wie gesagt, komplett individuelle Geschichte.

Kommen mehrere Sachen bei mir zusammen. Erstens, das Gameplay gefällt mir nicht. Zweitens, ich bin kein Alien-Fan. Ich habe einen Alien-Film gesehen und deswegen fehlt mir einfach diese Nostalgie, die glaube ich wichtig ist für dieses Spiel. Und ich bin keine Sci-Fi-Maus. Das sind alles drei Sachen, die da dazukommen. Und deswegen finde ich, dass Alien Isolation komplett overrated ist. Ich kann euch 50.000 Beispiele aus dem Indie-Bereich nennen, die besser sind. So, meine fünf Minuten. Okay, let's go.

Also, wenn wir davon reden, overrated, underrated, was nehmen wir da überhaupt als Maßstab? Wenn man sich bei Metacritic schaut, hat Alien Isolation einen Schnitt von, glaube ich, 79. Oh, he came prepared. Ja, wirklich. Wenn man dann sagt, es ist underrated, dann müsste das ja noch weiter unten sein. Ich würde underrated bei einem Spiel oder overrated sagen, bei einem Spiel, das irgendwie im 90er-Bereich ist. Ist aber Alien Isolation nicht. Dann weiß ich, dass du keinen Sci-Fi magst. Deswegen hat das eh schon einen schwierigen Stand. Weshalb ich dann sagen würde, ja, okay, da wird dir auch kein Dead Space gefallen. Nee, tut's auch nicht.

Und dann auch noch, kommt hinzu, du wirst verfolgt, was du grundsätzlich als Spielmechanik nicht magst, dann kann ich komplett nachvollziehen, dass du es overrated findest, weil es halt einfach, da sind viele Elemente drin, die dich auf einem fundamentalen Horror-Level halt einfach nicht ansprechen. Ja, aber ich finde, es ist ein großer Unterschied, ob es dich nicht anspricht von vornherein, okay, fair, aber ist es dann deswegen over- oder underrated? Ich meine, das mit der Wertung ist schon ein guter Punkt, aber ich verstehe sie schon, weil es wird ja trotzdem sehr hoch gelobt von vielen Fans. Ja, das hast du ja bei jedem Spiel von Fans. Insofern, ja, das ist schon krass. Da geht ja die Meinung ein bisschen zu bestem Horrorspieler der Zeiten. Und das hört man viel bei Alien Isolation. Da bin ich schon der Meinung, man kann schon sagen, dass es overrated ist, wenn man das so denkt. Ich würde sagen, wir entscheiden diese ganze Debatte mit einem Einspieler, den wir bekommen haben. Und zwar, unser lieber Jules hat uns auch noch ein Video aufgenommen. Bitte, Mats, ab!

Ich habe eine große Angst in Horrorspielen, das ist sozusagen ein bisschen mein Kryptonit. Und das ist, wenn sich ein gegnerischer Charakter im Level komplett frei bewegen kann. Also wenn die Figur quasi jederzeit auftauchen kann, wie zum Beispiel Mr. X in Resident Evil. Das triggert mich immer so hart und ich konnte Resident Evil 2 Remake dadurch fast gar nicht durchspielen.

Und hab dann immer versucht, diese Spiele zu meiden. Also wenn ich kämpfen kann, dann verliere ich mich in der Mechanik. Wenn es irgendwie Jumpscares sind, die an einer bestimmten Stelle kommen, aber wo man halt weiß, das ist diese eine Stelle und dann nicht mehr, dann kein Problem. Aber wenn es sich frei bewegt und jederzeit passieren kann, dann ist das immer ganz schlimm für mich. Und das hat meine Community natürlich dann direkt im Stream identifiziert und hat irgendwann über diese Loyalty-Währung, mit der man sich dann bei mir Sachen wünschen kann, bezweckt, dass ich Alien Isolation komplett im Stream durchspielen musste. Und das Spiel ist ja nur so, weil das Alien sich ja die ganze Zeit frei bewegt und jederzeit auftauchen kann. Und das war für mich wirklich der pure Horror. Aber ich muss ihm im Nachhinein sagen, ich bin trotzdem so froh, dass ich es gemacht habe, weil ich dieses Spiel wirklich absolut fantastisch fand. So eine gute Atmosphäre, so spannend, meiner Meinung nach total underrated. Also spielt unbedingt Alien Isolation, aber es ist eben auch unfassbar gruselig.

Habt ihr euch abgesprochen, Angie? Ja gut, aber man muss an dieser Stelle... Man muss an dieser Stelle auch sagen, Jules ist ja auch Allianzler in World of Warcraft, Deswegen, man kann dem ja auch einfach nicht vertrauen. Du führst einfach gern Krieg an allen Brot. Nein, aber ich glaube an sich schon, dass Alien Isolation seine Daseinsberechtigung hat, sag ich mal. Ich glaube aber vor allem, dass Alien Isolation halt einfach noch mein Liebesbrief ist für Leute, die das Franchise mögen. Und man spielt ja auch die Tochter von Alan Ripley. Und ich glaube, dadurch ist es einfach ein gutes Spiel für Leute, die sich noch mehr Inhalt irgendwie im Alien-Universum wünschen. Es ist einfach nicht mein Spiel. Der eigentliche Skandal ist, dass du die Alien-Filme nicht gesehen hast. Wie kann das denn sein? Wir haben nicht mehr viel Zeit. Wir machen jetzt noch, jeder darf jetzt ein Film oder Spiel vorschlagen als Tipp für die Leute da draußen. Für Halloween, wie gesagt, bitte nicht lange ausführen. Einfach vielleicht nur den Titel sagen oder den Satz. Nicht lange ausführen. Fang jetzt nicht bei mir an. Das ist bei Natalie. Weil ich gerade eine Kolumne geschrieben habe, Tormented Souls, wenn ihr das klassische Resi mögt.

Until Dawn, wenn ihr zusammen mit jemandem auf der Couch euch gruseln wollt. Schaut den Film Monster Busters, das ist Goonies, trifft auf die Oldschool-Monster. Richtig geil aus den 80ern. Ansonsten noch die alten beiden Fright Night 1-Zweifel. Jetzt gerade läuft wieder Schweigen der Lämme am Kino. Ich werde ihn am Dienstag noch mal schauen. Und achtet mal auf die Perspektive in dem Film, weil sehr viele Dialoge sind ja in die Kamera. Und das ist immer nur, wenn jemand mit Clary Starling spricht. Also sie ist die Ich-Perspektive von Jodie Foster. Wenn Jodie Foster aber in die Kamera spielt, und das sieht man auf der großen Heimat dann besonders, guckt sie an der Kamera leicht vorbei. Sie schaut nicht in die Kamera, weil der Film aus ihrer Perspektive erzählt ist. Und auch das macht ihn zum Horrorfilm, weil er versetzt sich als Zuschauer in sehr viele Situationen, in der du von Männern komisch angeschaut wirst. Und das ist etwas, was wir gar nicht so kennen. Und was mir jetzt Jahre später, ich hab den schon als Kind gesehen, aber Jahre später erst klar wurde, was der eigentlich für eine gruselige Atmosphäre nur schon dadurch aufbaut, dass er dich mal in die Rolle einer Frau versetzt, in einer sehr von Männer dominierenden Welt und dann auch noch die Serienkiller, die er auf den Hals setzt. Das ist ein komplett anderes Gefühl, das sich so immersiv, wie man es selten im Kino kennt, im Film kennt und deswegen guckt ihr mal im Kino.

Sehr schön, das war ein wunderbares Schlusswort. Ich möchte mich ganz herzlich bei euch hier bedanken im Studio. Das war, finde ich, eine ganz, ganz schöne Horror-Halloween-Sendung. Ich hoffe, ihr da draußen, euch hat es auch gefallen. Vielen Dank, liebe Magdalena, für diese tolle Vorbereitung. Das hat heute sehr viel möglich gemacht. Und ja, ich hoffe, euch hat es auch gefallen. Wie gesagt, danke fürs Zuschauen. Das war Couch-Koop für heute. Wir werden uns bald natürlich wiedersehen. Aber das soll es gewesen sein. Wir wünschen euch natürlich ein fantastisches Halloween-Fest. Feiert gescheit, verkleidet es euch und habt viel gruseligen Spaß.