Sag mal, Viola, warum sehen wir eigentlich immer noch so wenige Frauen in der Wissenschaft? Ja, das ist eine sehr gute Frage, Gerd. Denn Studien zeigen, Mädchen sind in Mathe- und Naturwissenschaften natürlich genauso gut. Es fehlt oft nur an Vorbildern. Und genau da setzt Women Do Science von Casio an. Stimmt. Mit vier echten Wissenschaftlern aus Nordrhein-Westfalen, die forschen, die erfinden und machen unsere Welt einfach besser. Ganz nahbar, ganz real.
Ja, und außerdem mit dabei Mathematikerin Emmi Nöter. Und ohne ihre Arbeit hätte selbst Einstein Probleme mit der Relativitätstheorie gehabt. Krass, oder? Übrigens, erst rund ein Drittel der MINT-Jobs in Deutschland sind von Frauen besetzt. Es wird wirklich Zeit, das zu ändern. Casio unterstützt diesen Wandel mit Workshops an Schulen, Austausch auf Augenhöhe und Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte. Alles komplett kostenfrei. Der erste große Auftakt bei der Didakta im März, bei der wir zwei spannende Panel mit den Wissenschaftlern moderieren werden. Gestartet ist das Projekt übrigens schon 2018 in Spanien. Jetzt vernetzt sich Casio europaweit. Women do Science, weil Wissenschaft vielfältiger wird, wenn alle mitforschen dürfen. Mehr Infos, einfach in die Shownotes schauen, den Link anklicken und gemeinsam mit Casio den MINT-Wandel gestalten. Wir sehen uns auf der Didakta.
Heute ist der 8. März und welche andere Digi hätte ich auswählen können an diesem besonderen Tag als die Geschichte der Frauenbewegung? Natürlich, es ist der Frauentag und ich möchte euch dazu ganz herzlich begrüßen und erstmal einen wunderbaren Sonntag wünschen und euch noch etwas verraten. Ich bin nämlich eigentlich gar nicht da. Ja, ihr wisst, dass das keine Live-Sendung ist, sondern dass ich natürlich ein paar Tage vorher die Digi auswähle und dann auch einspreche. Und ich bin an diesem Wochenende wunderbarerweise mit meiner großen Tochter auf einem kleinen Wochenendtrip. Wir haben uns gesagt, wir machen mal was Schönes zusammen am Frauentag, nur Mama und Tochter und verreisen mal für eine Nacht und nehmen uns eine kleine Auszeit. Also, was auch immer ihr heute an diesem großartigen Tag macht, ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei und ich danke euch ganz besonders für eure Zeit, dass ihr mir euer Ohr schenkt und reinhört. Und ich verspreche euch, die Digi, die ich heute rausgesucht habe, die wird euch nicht enttäuschen.
Es geht um spannende Fragen, wie seit wann dürfen Frauen eigentlich wählen, warum verdienen sie oft weniger und was hat das eigentlich alles mit Hashtags wie MeToo oder SayHerName zu tun? Diese Unterrichts-Stiggy macht die Geschichte der Frauenbewegung lebendig und zwar vom 18. Jahrhundert bis heute.
Eure Schülerinnen und Schüler verfolgen den historischen Längsschnitt vom Frauenwahlrecht über ikonische Protestaktionen, wie zum Beispiel Catherine Switzer's Boston-Marathon 1967 bis zu aktuellen Gleichberechtigungsthemen. Ich verspreche euch, da kann man so viel selber noch bei lernen. Es ist einfach toll, das Wissen auch in dem Bereich nochmal aufzufrischen und zu aktualisieren, um dann wirklich auch mitreden zu können und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Denn darum geht es auch in der Digi. Es werden natürlich demokratische Werte wie Bildungsgerechtigkeit und Selbstbestimmung reflektiert und Bildquellen analysiert und eigene Positionen formuliert. Und wisst ihr, was ich einen ganz besonders guten Abschluss finde bei dieser Digi? Zum Abschluss setzen sich die Kinder kreativ mit dem Weltfrauentag auseinander Und damit verbunden auch der Frage, ist er einen Feiertag wert? Finde ich sehr spannend, denn ich sage es euch ganz ehrlich, ich bin im alten West-Berlin aufgewachsen und bei uns gab es keinen Feiertag.
Und das ist jetzt natürlich auch ein bisschen ein kultureller Hintergrund. Das hat jeder von euch in der Bundesrepublik sicherlich anders erlebt, aber es ist spannend, sich darüber Gedanken zu machen und damit auch die Schüler und Schülerinnen ein bisschen aus der Reserve zu locken und zu überlegen, macht das Sinn, macht das keinen Sinn, was findet ihr gut, was findet ihr nicht gut? Und ich kann dazu nur sagen, ich habe ja insgesamt drei Töchter, meine große Tochter ist 20 Jahre alt, Meine Zwillingsmädchen sind zehn und die Kleinen, wie ich sie immer nenne, auch wenn sie mittlerweile auch in der fünften Klasse sind, die konnten gar nicht glauben, dass Frauen früher nicht wählen durften. Sie haben das nicht verstanden, weil sie gesagt haben, warum denn aber nicht? Die sind doch genauso schlau wie Männer. Und dann sage ich, ja, natürlich, zum Glück ist das jetzt das Wissen und das Vertrauen, in dem ihr aufwachsen dürft mit all den demokratischen Rechten, die damit verbunden sind. Aber es ist auch wichtig zu verstehen, dass das lange, lange Zeit nicht der Fall war.
Schauen wir uns mal den möglichen Rahmen-Lehrplan-Bezug an. Es geht um die Auswirkungen historischer Veränderungen auf sozialer Ebene, natürlich um die Frauenrechtsbewegung, um den Kampf um Gleichberechtigung. Es geht aber auch, was uns bei den Diggis immer ganz, ganz wichtig ist, um Demokratiebildung. Im Besonderen hier um das Recht auf Bildung und Selbstbestimmung als Menschenrecht. Und natürlich werden auch Geschlechterideale und Rollen im gesellschaftlichen Wandel beleuchtet. Es wäre toll, bezogen auf die Vorkenntnisse eurer Klassen, dass es allgemeine Kenntnisse der Geschichte des 20. Jahrhunderts gibt. Diese Digi ist ja ausgerichtet für die 9. und 10. Klassenstufe. Da sollte man eigentlich davon ausgehen, dass das schon ein bisschen der Fall ist. Ansonsten auch nochmal der Impuls, vielleicht hier ein bisschen nachzusteuern. Und wenn ich jetzt sage, es ist eine Unterrichts-Digi für die 9. und 10. Klassenstufe, dann stimmt das auch. So haben wir sie klassifiziert. Aber zum einen gibt es auch eine Ergänzung als Selbstlern-Digi, sodass ihr quasi zweimal 45 Minuten gestalten könnt. Und seien wir mal ehrlich, man kann auch in anderen Klassenstufen über dieses Thema sprechen. Vielleicht nicht 100-prozentig mit allen Anwendungen der Digi, aber ein Impuls ist es doch allemal wert, mit den Kindern da in den Austausch zu kommen.
Die Lernziele sind inhaltlich folgende. Die Schülerinnen und Schüler erfassen den Weltfrauentag als aktuellen Anlass, über die Geschichte des Feminismus und über den aktuellen Stand der Gleichberechtigung zu sprechen. Also so ein historischer Längsschnitt wird da angeboten. Sie transferieren den gesellschaftlichen Wandel von damals ins Heute, reflektieren das Recht auf Bildung und Selbstbestimmung als Menschenrecht und dekonstruieren Geschlechterideale und Rollen.
Methodisch wird auch wieder ganz viel geboten bei dieser Digi und die Kinder lernen zum Beispiel eine Fotografie als Bildquelle zu analysieren, das Erfassen historischer Informationen, sie testen ihr Wissen, orientieren sich in der Geschichte und erfassen und argumentieren ihre Meinung in Form einer Stellungnahme. Also eine Digi, in der ganz, ganz viel drinsteckt. Und wie gesagt, wenn ihr das im Unterricht aufbereitet habt, dann steht euch direkt anschließend die Selbstlern-Digi zur Verfügung. Oder vielleicht sagt ihr auch, Mensch, ich würde das gerne mal als Impuls direkt, als Selbstlern-Digi in meine Klasse geben oder vielleicht auch mal in den Vertretungsunterricht. Wunderbar, dann könnt ihr die Selbstlern-Digi natürlich auch einfach isoliert verwenden. Das funktioniert auch. Die Diggi-Geschichte der Frauenbewegung findet ihr wie immer direkt mit einem Klick in den Shownotes für euch verlinkt. Und ich wünsche euch ganz viel Spaß bei diesem wichtigen Thema, was unheimlich viele Facetten und ganz viele Gesprächsanlässe bietet. Also kommt gut in die neue Woche und wir hören uns ganz bald.