Herzlich willkommen zur Diggi der Woche, die ich dieses Mal tatsächlich fast live präsentieren könnte, denn unsere Diggi heißt der Alpentourismus. Urlaub nachhaltig gestalten und während ihr das hört, befinde ich mich gerade in Österreich und bringe meinen Kindern bei, wie wir nachhaltigen Winterurlaub wirklich gestalten können. Wenn ihr noch die Winterferien bei euch in der Schule vor euch habt, in eurem Bundesland, dann ist diese Digi genau das Richtige für eure Klassenstufe 5 bis 8. Denn hier lernen eure Schüler und Schülerinnen, welche Auswirkungen der Alpentourismus haben kann und natürlich auch, wie man Urlaub nachhaltig gestalten kann. Also, worum geht es konkret? Die Alpen, das ist natürlich das höchste Gebirge Europas und eines der beliebtesten Reiseziele. Der Tourismus ist für die Alpen lebensnotwendig, keine Frage. Aber was passiert, wenn durch den Tourismus die Natur oder Menschen der Alpen Schaden nehmen? Welchen Einfluss hat natürlich auch der Skitourismus auf die Alpenregion und inwiefern kann der sanfte Tourismus eine echte Alternative sein?
Das sind ganz wichtige Themen, die wir bei den Digis im Erdkundeunterricht verortet haben. Aber natürlich gibt es auch viele andere Anlässe, zu denen man mit den Kindern darüber sprechen kann. Es geht auch gar nicht darum, Alpentourismus zu verteufeln. Es geht einfach nur darum, den Kindern bewusst zu machen, welche Herausforderungen damit verbunden sein können.
Wie ist diese Digi also aufgebaut? Mir gefällt unheimlich gut, dass es diesmal viele Töne gibt. Es ist eine auditive Digi, die aber natürlich auch wieder sehr ansprechend visuell gestaltet ist. Es werden O-Töne von Bergbewohnern eingespielt, die die Kinder anhören sollen und verstehen sollen, worum geht es eigentlich? Was bedrückt diese Sprecher und Sprecherinnen und wie können wir vielleicht selber dazu beitragen, die Natur und die Menschen vor Ort zu entlasten. Schauen wir also mal konkret auf die Lernziele. Die Schülerinnen und Schüler bekommen inhaltlich einen Überblick über den Alpentourismus und seine Folgen, indem sie Tonspuren auswerten und ein Wirkungsschema vervollständigen und sie setzen sich mit dem Tourismuskonzept sanfter Tourismus auseinander, indem sie ein nachhaltiges Urlaubskonzept ausarbeiten. Wenn wir einen Blick auf die Methodik werfen, dann arbeiten Sie mit Wirkungsschemata, können Aussagen fachgerecht zuordnen, Konzepte miteinander vergleichen und die Audioaufnahmen sachgerecht auswerten.
Natürlich gibt es auch hier große Binnendifferenzierung mit unterschiedlichen Aufgabenformaten und auch optionalen Inhalten. Das bedeutet auch, dass ihr für diese Unterrichts-DG 35 Minuten Zeit einplanen solltet plus 35 Minuten für eine optionale Aufgabe.
Und ich möchte es nochmal sagen an der Stelle, es geht wirklich nicht darum, den Alpentourismus zu verteufeln, sonst würde ich nicht so freizügig erzählen, dass ich mich selber gerade in den Alpen befinde. Es geht darum, ein Bewusstsein zu schaffen. Es geht auch darum zu schauen insgesamt in der Klasse, wie sind denn eigentlich die Ferien geplant, wer fährt wohin, für wen geht es in die Alpen und wer hat vielleicht auch andere Reiseziele. Also ganz viele mögliche Anknüpfungspunkte aus der Lebensrealität der Schüler und Schülerinnen, die viel Freude und Motivation in den Unterricht bringen können. Nächste Woche wird euch Gerd mit einer Digi der Woche beglücken. Da könnt ihr euch jetzt schon drauf freuen. Und ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag und viel Freude bei eurer Unterrichtsvorbereitung zum Thema der Alpentourismus.