Heute haben wir im Pitch des Monats Thomas Karkosch zu Gast, Gründer von Anybooks. Anybooks ist eine innovative Plattform rund um Bücher und digitales Lesen, die zeigt, wie Technologie den Zugang zu Wissen und Geschichten neu denken kann. Mit smarten Lösungen verbindet Anybooks Leselust, Community und digitale Innovation. Das Ziel, Lesen einfacher, zugänglicher und zeitgemäß machen. Herzlich willkommen, lieber Thomas.

Hallo Jola, schön, dass ich da sein darf. Ja, ich freue mich auch, dass du da bist. Man muss dazu sagen, wir hatten die Idee für unser Gespräch ja schon vor zwei Monaten beim DSLK, wo wir uns live kennengelernt haben. Und da ich ja selber vier Kinder habe, bin ich ja immer so interessiert auch an den ganz ansprechenden Sachen für Kinder. Und auch als Grundschullehrerin sind mir natürlich eure Produkte, vor allen Dingen der Stift, direkt ins Auge gesprungen. Aber jetzt sag mir doch mal bitte in deinem kurzen Pitch, wer seid ihr und was habt ihr mit Bildung und Digitalisierung zu tun? Ja, wir sind, also Firma ist bei uns die Millennium 2000 GmbH. Wir sind ein kleines mittelständisches Unternehmen im Münchner Raum, also in Otto Brunn im Münchner Süden. Und die Anybook-Audio-Stifte sind eines unserer Hauptprodukte. Also Audio-Stifte kennt ja heutzutage de facto fast jeder aus der Kita von seinen Kindern zu Hause. Ob das jetzt zum Beispiel ein TipToy ist von Ravensburger. Und Anybook gibt es schon ziemlich lange. Der Stift ist ungefähr 2008, 2009 auf den Markt gekommen, in der ersten Generation damals.

Und hat sich dann mittlerweile bei uns angesiedelt. Da können wir nachher noch ein bisschen was dazu erzählen, wie das dazu gekommen ist. Und der große Unterschied zu den anderen Stiften ist, dass das Produkt eigentlich gezielt in der Kita, in der Schule bis hin im therapeutischen Bereich die Lokopädie eingesetzt wird.

Wow, also einmal ein Rundumschlag. Jetzt hast du schon ganz viele spannende Aspekte da genannt, Logopädie und so weiter und so fort. Da musst du auch gleich nochmal ein bisschen mehr dazu erzählen. Hol uns doch erstmal einmal ab, seit wann gibt es denn den Audiostift und wo kommt das Ganze eigentlich her? Also der Stift ist ungefähr wie gesagt 2008 entwickelt worden und das war damals ein Gegenentwurf zu den klassischen Audio-Stiften, die du einfach benutzt, damit sie dir Bücher lebendig machen. Das Ganze ist in den USA tatsächlich entwickelt worden und hatte damals den Anspruch, dass eine Oma zum Beispiel, die an der Westküste sitzt, für das Enkelkind an der Ostküste ein Buch vorlesen kann. Dann die Audiodateien quasi per E-Mail rüberschickt, die Eltern laden das auf den Stift und damit kann quasi das Enkelkind mit der Stimme von der Oma sich ein Buch vorlesen lassen.

Und das Unternehmen, was das damals entwickelt hat, hat die Stifte ein weltweites Vertriebsnetz gehabt. Die sind damit auch in Deutschland auf den Markt gegangen. Und das hat sich dann in diesem gesamten deutschsprachigen Raum in der unterstützten Kommunikation sehr stark verbreitet, weil der Stift natürlich, also das gesamte Viertelschulbereich, sind auf das Produkt aufmerksam geworden und die haben dieses dann eigentlich adaptiert, kannst du sagen, weil das natürlich dadurch, dass du die Inhalte alle individuell erstellen kannst, ein absolut perfektes Tool für die Bindendifferenzierung ist, was in der Viertelschule natürlich ein maßgeblicher Aspekt ist, der da zum Drang kommt.

Ja, das ist spannend, denn als ich den Stift zum ersten Mal gesehen habe, gestehe ich ganz ehrlich, war auch so mein Gedanke, Ach guck, der Tiptoe. Der Tiptoe in der Schule, so nach dem Motto. Also ihr seid blau, der Stift ist blau, aber so von der Haptik und von der Anmutung geht es schon erstmal so in die Richtung. Aber du hast es schon gesagt, der maßgebliche Unterschied ist ja auch, dass man das Lernmaterial selber anpassen kann und somit halt auch sehr gut bindendifferenziert arbeiten kann. Aber wie denn eigentlich? Also wie kann ich mein Material da den Bedürfnissen der Lernenden anpassen? Also ganz grundsätzlich ist der Stift im Prinzip, du hast einen optischen Leser, der liest einen Code und dem Code wird eine Audioaufnahme zugeordnet, die du selbst machen kannst. Das heißt, der Stift selber hat ein Mikrofon, wo du jegliche Sachen einfach direkt einsprechen kannst und das eins zu einzelnen Code zuordnen kannst. Und damit weißt du, wenn du den Stift auf den Code draufhältst, dann wieder heißt der Stift, okay, hier muss ich das Audio abspielen. Und je nachdem, was das Kind für einen Bedarf hat, also stell dir vor, du hast ein Kind, was aus irgendeinem Grund nicht lesen kann, dann kannst du neben den Text einen Audiopunkt kleben und der Stift kann es vortragen.

Oder wenn du tatsächlich ein Kind hast, was nicht sprechen kann aus irgendeinem Grund, dann kannst du damit zum Beispiel relativ einfach die Basiskommunikation ermöglichen, indem du die wichtigsten Sachen, ich habe Hunger, ich habe Durst, einfach vertonst. Und dem Kind zeigst, wo der Audio-Code ist und dann kommen die damit relativ schnell in die Kommunikation rein. Das ist eigentlich der ursprüngliche Ansatz, wie das Produkt in der unterstützenden Kommunikation groß gebunden ist. Stark. Jetzt muss man sagen, die ganzen Freiheiten und Möglichkeiten, die das bietet, kann ich mir auch vorstellen, dass der ein oder andere Zuhörer, Zuhörerin jetzt denkt, oh, das ist ja einerseits toll, aber auf der anderen Seite liegt ja dann auch ganz, ganz, ganz viel Arbeit bei mir. Aber ich möchte gerne darauf hinaus, du hast mir auch ein wunderbares Paket zugeschickt, in dem es ja auch eure Arbeitshefte gibt, richtig? Also ihr bietet ja auch Material dazu an. Richtig, das hat sich die letzten Jahre verstärkt entwickelt.

Von der Historie her, du musst da ein bisschen unterscheiden zwischen dem Förderschulbereich und dem Grundschulbereich, würde ich mal sagen. Im Förderschulbereich sind die Lehrkräfte gewöhnt und machen das gerne und haben die Zeit, dass sie alle selber entwickeln, weil sowieso jedes Kind einzigartig ist an der Stelle und einen anderen Bedarf hat. Im Regelschulbereich, in der Grundschule oder auch in der Sekundarstufe 1 schaut das Ganze natürlich anders aus. Da gibt es A, die Not nicht, dass du für jedes Kind einsintifizieren musst. Und zum Zweiten haben die Lehrkräfte viel weniger Zeit. Das heißt, sie sind eigentlich darauf angewiesen, dass sie ein fertiges Unterrichtsmaterial bekommen. Und das haben wir in den letzten Jahren sehr, sehr stark aufgebaut in Form mit Partnerschaften, mit Verlagen, die dann ihre Materialien für den Audiestift direkt vertonen können. Und das ist sehr stark am Wachsen momentan. Das werden immer mehr Verlagspartner, Weil der Stift an sich ist ja eigentlich komplett unabhängig. Das heißt, anders als wie das zum Beispiel bei Ravensburger ist, der Stift funktioniert halt nur mit den Ravensburger Materialien, ist es bei uns so, dass du den Stift wirklich komplett selbst individuell nutzen kannst. Genauso können das natürlich viele Verlage tun, die sind es ja noch immer mehr.

Bis zu welcher Klassenstufe wird denn der Stift eingesetzt? Was sind denn da so deine Erfahrungswerte? Du sagst jetzt Förderschulbereich, Grundschulbereich, aber definier auch mal vielleicht ein bisschen konkreter noch den Grundschulbereich. Also über welche Abdeckung sprechen wir da eigentlich? Ja, es ist tatsächlich, das Thema hat jetzt einen sehr, sehr hohen Stellenwert bekommen über das Startchancen-Programm, weil das Produkt natürlich für die gesamten Basiskompetenzen sehr, sehr gut einsetzbar ist. Also gerade diese Lese- und Schreibförderung ist da ein maßgebliches Thema.

Aktuell ist es so, dass die Stifte sich vor allem im Bereich Kita bis Sekundarstufe 1, 5. und 6. Klasse bewegen. Es sei denn, du bist wirklich im absoluten Vierterbereich unterwegs dann geht es auch in deutlich höhere Altersklassen rein. Also zum Beispiel wenn du.

Wenn du Werkstätten für Menschen mit Einschränkungen hast, werden die Stifte teilweise eingesetzt, auch um zum Beispiel Arbeitsanweisungen zu geben und solche Geschichten. Theoretisch hat der Stift keine Altersgrenze, muss man dazu sagen. Es ist also eher tatsächlich eine Frage, wie positionieren wir den und wo sehen wir jetzt den größten Nutzen. Aber der Stift selber hat ja auch eine Hilfsmittelzulassung. Das heißt, wenn du ihn als Kommunikationshilfsmittel einsetzen willst, dann ist er sogar verschreibungsfähig von der Krankenkasse und damit bist du natürlich eigentlich aus Altersgrenzen sowieso raus. Aber im schulischen Kontext ist es tatsächlich eigentlich Grundschule und Sekundarstufe 1, wo er am meisten eingesetzt wird. Das ist ja sehr interessant, auch die Möglichkeit, wie du gerade gesagt hast, das verschreibungspflichtig quasi zu erhalten. Ich kann mir vorstellen, dass das auch für einige Kinder eine gute Möglichkeit ist, um ihre eigenen Kompetenzen da zu fördern und eine wichtige Info an der Stelle natürlich auch für unsere Zuhörer, dass es die Möglichkeit gibt. Wie ist denn ansonsten euer Feedback so aus Schulen oder pädagogischen Einrichtungen, Thomas? Also habt ihr wirklich komplette Schulen, die sagen, wir möchten den Stift jetzt für unsere gesamten Klassenstufen bestellen? Oder sind es doch eher einzelne Lehrkräfte, die sich an euch wenden? Wie ist da so die Geschichte bei Anybox? Beides. Also es kommt ganz klar aus der Richtung der einzelnen Lehrkraft.

Das ging wirklich ungefähr, du kannst dir vorstellen, 2011, 2012 ging das los im Förderschulbereich. Die Förderschullehrkräfte sind darauf aufmerksam geworden. Daraufhin hat der Stift eine sehr große Verbreitung in die gesamte Förderschulszene reingefunden.

Und 2015, als die Migrationskinder anfingen, nach Deutschland zu kommen, ist die Methodik in die Grundschulen reingewachsen. Weil ob ein Kind jetzt aus gesundheitlichen Einschränkungen her Probleme mit dem Sprechen hat oder weil es nicht Deutsch sprechen kann, weil es die Sprache noch nicht kann, die Methodiken, die man ihnen helfen kann, sind gar nicht so unähnlich. Das heißt, es sind damals ja viele Grundschullehrkräfte zu den Vierterschullehrkräften gegangen und haben gesagt, wie macht ihr das? Und damit ist der Stift in die Grundschule mit reingewachsen. Und was dann so eigentlich fast den größten.

Hebel mitgegeben hat, war diese ganze Thematik, dass die Lesekompetenzen bei unseren Kindern immer schlechter werden. Das ist ja kein deutsches Phänomen, das ist ja bei unseren Nachbarländern genau das gleiche Problem. Und es war damals das Bundesland in Baden-Württemberg, was zum Mercator-Institut Uni Köln gegangen ist und gesagt hat, wir haben da ein Problem. Unsere Kinder an der Sekundarstufe 1 in dem Fall, die können immer schlechter lesen. Wir brauchen da ein Förderprogramm, dass wir da ein bisschen besser ins Doing kommen. Und das Mercator-Institut, die kannten den Stift schon relativ lange und haben dann ein Lese- und Schreibförderkonzept entwickelt, was zusammen mit dem Stift funktioniert.

Und haben das Projekt in Baden-Württemberg ausgerollt, an den Werkrealschulen, zuerst mit einer Pilotphase, haben das getestet und haben festgestellt, okay, funktioniert sehr gut. Also das ist dann im Prinzip die Lautlesemethoden, die da zum Einsatz kommen. Also hier ganz besonders das Hörbuchlesen, wo die Kinder quasi sich die Texte anhören und nebenbei mitlesen und damit in die Texte reinkommen und dann in die Textarbeit einsteigen. Und Pilotphase war sehr erfolgreich. Dann ist das Projekt 2022 im großen Stil ausgerollt worden, sodass wir jetzt da über 400 Schulen in Baden-Württemberg haben, die in dem Projekt mit dem Stift arbeiten. Also es sind glaube ich mittlerweile über 60.000 Kinder schon durch das Programm durchgelaufen mit wirklich sehr hohem Erfolg. Und die haben das sehr ganzheitlich umgesetzt. Das waren also nicht nur die Hefte für die Kinder und die Stifte, sondern im Prinzip auch ein komplettes Schulungskonzept mit den Fortbildnerinnen, die als Multiplikatoren da unterwegs waren und die Lehrkräfte vor Ort unterstützt haben, wie sie das am besten implementieren, sodass das wirklich sehr, sehr erfolgreich gelaufen ist. Und das ist für uns so ein bisschen, das war auch das erste Mal, dass das so sehr flächendeckend in einer 1 zu 1 Ausstattung passiert ist.

Vorher hätten wir in E-Book eher immer als Bindifferenzierungstool gesehen. Da war es dann tatsächlich 1 zu 1 in Form eines Lesebands jede Woche viermal 20 Minuten, dass die Kinder ins Lesen reinkommen. Und das hat sich, wie gesagt, sehr bewährt und ist jetzt eigentlich so mit einem großen Fokus von uns, dass wir versuchen, das Konzept, was da sich erfolgreich bewährt hat, natürlich in die anderen Bundesländer reinzubringen. Auf jeden Fall. Das bietet ja auch einen riesengroßen Mehrwert. Das ist ja gar keine Frage. Sag mal, wenn ich mir diesen Stift, So vorstelle und du hast ihn eben ja auch schon ein bisschen beschrieben. Wie viel KI steckt da eigentlich drin? Ist das ein Thema, was euch da sehr bewegt? Das ist ja ein Teil, darum muss ich ganz neugierig fragen, wie das bei euch aussieht oder wie funktioniert der Stift? Ganz ohne KI? Erstmal ja. Der Stift ist im Endeffekt, wie gesagt, ein Lesegerät mit einer Audiozuordnung.

Aber du musst ja diese Audios, wie du es vorhin schon gesagt hast, irgendwie auf diesen Stift draufkriegen. Und wenn du dir jetzt mal vorstellst, du hast zum Beispiel in der Klasse ein typisches Problem heutzutage, wo Kinder drin sitzen, die kaum Deutsch sprechen.

Jetzt willst du mit denen Textarbeit machen. Die sollen Fragen zum Text beantworten und die können den Text noch gar nicht verstehen, weil sie der Wortschatz gar nicht ausreicht. Dann kannst du natürlich mit den heutigen Tools hergehen und kannst sagen, okay, ich habe jetzt hier meinen deutschen Text und ich habe jetzt zum Beispiel Kinder, die kommen aus dem ukrainischen Sprachraum zum Beispiel oder aus dem arabischen Sprachraum, ist egal. Nimmst du dir einen KI-basierten Übersetzer, übersetzt den Text in die jeweilige Herkunftssprache des Kindes, gehst zu einem Text-to-Speech-Software, die gibt es ja wie Santa mehr mittlerweile, und lässt es in der Muttersprache des Kindes vertonen. Dann kann das Kind sich quasi den Text erstmal in seiner Muttersprache anhören. Wechselt dann die Sprache auf Deutsch und weiß dann, worum es geht. Das heißt, es ist für das Kind dann viel, viel einfacher, mit der Klasse in dem Klassenverbund mitzuarbeiten. Weil die häufigste Situation ist ja die, dass du ein paar Kinder hast, die deutsche Muttersprache sind und ein paar Kinder, die es eben nicht sind und teilweise einen sehr eingeschränkten Wirtschaft haben. Und mit so einer Methodik schaffst du das, dass die Kinder, die quasi noch nicht genug Deutsch sprechen, trotzdem wissen, worum es geht und dann in die Sprache reinkommen. Weil das Spracherwerb läuft ja ganz maßgeblich übers Hören. Du fängst ja nicht an, zu lesen und verstehst die Sprache sofort, sondern es läuft ganz viel übers Hören und genau das können wir mit dem Stift machen. Und da ist natürlich KI ein Megatool, wo du innerhalb von wenigen Minuten auch als Laie dahin kommst, dass du deine Arbeitsplätze, deine Arbeitsmaterialien in allen möglichen Sprachen vertonen kannst und den Kindern damit eine Megahilse bieten kannst.

Das ist so cool, weil das ist bestätigt auch so den Eindruck, den ich hatte, als ich da kurz am Stand bei dir und deinem Team beim DSLK war, dass ich dachte, ich glaube dieser kleine Stift, Er ist unglaublich vielseitig und kann unheimlich viel. Das bestätigst du mir eigentlich allein jetzt in der letzten Viertelstunde. Das ist ja der Wahnsinn, was ihr da kreiert habt und wie kreativ der auch einsetzbar ist und auch so vielseitig. Also das finde ich schon wirklich richtig gut.

Was ich jetzt auch sagen muss, so toll wie ich es finde, ich habe euch noch gar nicht irgendwo im Handel gesehen. Also wo gäbe es denn, den Stift zu kaufen? Also die üblichen Verdächtigen in dem Segment, wo wir uns bewegen, das ist natürlich auf der einen Seite Schulvertriebsunternehmen wie Betzold zum Beispiel, wo der Stift verfügbar ist. Aber genauso Amazon darf man da nicht unterschätzen. Die Reha-Szene, also wenn es gerade um diese Thematik Hilfsmittelverschreibung geht, braucht man ja entsprechenden Reha-Händler. Da sind die Stifte überall verfügbar.

Im stationären Handel spielt es tatsächlich eine geringe Rolle. Also das ist entweder bei uns über die eigene Website natürlich, ganz klar. Aber es ist tatsächlich der Online-Handel, wo du das sehr stark findest. Oder eben alles, was Richtung Reha oder Prolog zum Beispiel ist. Ein Anbieter, mit dem wir zusammenarbeiten, der sehr stark auf die Lokopädie fokussiert ist. Also es sind diese Spezialkanäle und die breiten Online-Anbieter. Oder eben diese gesamten Schulausstatter, die es da gibt, wie Betzold oder Erstlin. Genau, da bewegen wir uns. Das ist gut zu wissen. Das werde ich natürlich auch direkt in den Shownotes verlinken, eure Homepage, damit man noch alle Informationen einmal nachlesen kann, weil das war ja doch ein großer Input, den du geliefert hast und natürlich auch die Bezugsmöglichkeiten. Sag noch einmal kurz was zum Preis. Wie sieht es da aus? Gibt es auch verschiedene Modelle. Also der Grundstift alleine kostet 109 Euro und dann kommt es darauf an, ob du die Möglichkeit der digitalen Code-Generierung nutzen möchtest. Das bedeutet, du kannst den Stift entweder einsetzen mit fertig gelieferten Verlagsmaterialien. Dann brauchst du nichts weiter dazu als den Stift. Am besten den Kopfhörer, wenn die Kinder im Klassenverbund arbeiten und das Verlagsmaterial. Und jedem Stift beiliegend tun so zwei, drei Plättchen mit kleinen Stickern, mit denen du zum Beispiel Gegenstände, Poster oder Arbeitsblätter vertonen kannst. Und es gibt aber auch die Möglichkeit, und das ist beim Anybook wirklich eine Besonderheit, dass du diese Codes, die der Stift liest, selber ausdrucken und kopieren kannst.

Also das ist quasi die digitale Alternative zu diesen kleinen Stickern. Und das wird über eine Lizenz abgewickelt. Und da gibt es der Stift, der diese erste Jahreslizenz dabei hat. Das heißt, du kannst ein Jahr lang so viele Audio-Codes generieren und nutzen, wie du möchtest. Der kostet 129 Euro. Und dann gibt es halt verschiedene Modelle. Manche Schulen sagen, ich will aber eine Schullizenz haben für alle meine Lehrkräfte. Oder im Hilfsmittelbereich für die Krankenkasse ist es dann eher eine Unlimited-Lizenz, die zeitlich nicht beschränkt ist, weil das für die Krankenkasse leichter abbrechenbar ist. Da gibt es einfach verschiedene Varianten. Aber da wird man sich ja sicherlich auch über euch beraten lassen können, was da passend ist, oder? Natürlich, natürlich.

Magst du zum Abschluss uns vielleicht nochmal ein paar Sätze zu einem erfolgreichen Projekt sagen, das ihr gemacht habt? Wenn du so zurückdenkst, was war vielleicht bisher so das erfolgreichste Projekt, das ihr umgesetzt habt? Also das mengenmäßig erfolgreichste Projekt und das, was mir eigentlich so wirklich täglich am meisten begegnet, ist tatsächlich das Projekt in Baden-Württemberg, wo es um die Lese- und Schreibförderung geht, einfach aufgrund seiner schieren Größe. Und weil es natürlich dadurch, dass es in diesem Größenvolumen unterwegs ist, vom ganzen Betreuungsaufwand relativ intensiv ist und eben auch die Feedbacks sehr, sehr groß sind.

Was eigentlich somit fast das schönste Kundenfeedback vielleicht war, was wir hatten. Ich kann mich erinnern, wir hatten eine Mama mit einem Kind im Kindergartenalter. Das Kind hatte Trisomie 21 und die Trisomie-Kinder, die brauchen ja sehr, sehr viele Wiederholungen, bis die Wörter richtig sprechen können. Und das war eine Kita, wo der Junge mit drin war und er selber konnte noch nicht sprechen. Und die hatten halt jeden Montag einen Morgenkreis, wo die erzählt haben, was sie am Wochenende gemacht haben. Und der Kleine konnte halt immer nicht mitreden, weil er noch nicht sprechen konnte. Und da hat die Mama dann immer so ein kleines Erzählbuch gemacht mit vier Fotos, was sie am Wochenende gemacht haben, hat die mit dem Stift besprochen. Und dann konnte das Kind plötzlich mitmachen, weil es auf den Aufnahme gegangen ist und dann mit der Stimme der Mama quasi mitgeteilt hat, was es am Wochenende gemacht hat. Und das Spannende ist, also mit der Mama sind wir heute noch in Kontakt, dass der Junge quasi über die Methodik und über die Stifte und über diese regelmäßige Wiederholung, die er damit gekriegt hat, das Sprechen gelernt hat. Und das finde ich eigentlich so interessant. Also emotional einfach berührend. Absolut. Also das finde ich auch, das weißt du wahrscheinlich allein durch dieses eine Beispiel schon, wofür du auch die ganze Zeit arbeitest und warum sich das alles lohnt, was du machst, oder?

Absolut, ja. Oh, wie schön. Also es ist kein sinnloses Produkt. Nee, absolut gar nicht. Ganz im Gegenteil. Und dieses wunderbare Beispiel beweist das auch noch. Und ich kann jetzt wirklich nur jeden, der zugehört hat, ermuntern, einmal in die Shownotes zu gehen und da zu klicken und sich die Homepage von euch anzuschauen. Und lieber Thomas, ich danke dir ganz herzlich für diesen wunderbaren Pitch für Any Book. Ganz, ganz spannend. Ganz viel Mehrwert, der damit kommt. Und dir und deinem Team weiterhin viel Erfolg auf eurem Weg. Ja, vielen Dank.