Eine unserer Top-Folgen wieder für euch im Advent. Eine Top-Folge, vor der ich so ein bisschen Bammel hatte, weil ich dachte, oh, bin ich dieser Frau gewachsen? Wir sprechen jetzt gerade über und im Talk dann mit Paula Lembert und natürlich geht es da rund um das Thema Sexualerziehung in der Schule. Wie sprechen wir über dieses Thema mit unseren Kindern und Jugendlichen? Und ich denke, wir sind uns einig, es ist ein ganz, ganz wichtiges Thema, was aber wirklich immer noch, du sagst es schon richtig, Gerd, irgendwie mit Charme und ein bisschen unguten Gefühl verknüpft ist. Und natürlich auch die Sorge, wie mache ich das als Lehrkraft? Wie stelle ich mich vor eine Klasse mit Kindern, Jugendlichen, die eventuell auch in der Pubertät sind, ganz eigene Erfahrungen haben oder sich in dem Bereich gerade finden? Das ist natürlich auch nicht ganz einfach, aber genau dafür ist Paula so super, denn zum einen ist sie Expertin in dem Bereich und zum anderen hat sie auch selber zwei Kinder und das ist, glaube ich, auch mit der Grund, warum dieses Gespräch so gelungen ist und auch so oft schon gehört wurde. Und sie hat uns noch eine Nachricht dargelassen, weil ihr könnt sie hier hören, aber nächstes Jahr passiert wieder was. Ja, das war ganz lieb von ihr. Ich habe ihr dann eine Sprachnachricht geschickt und gesagt, du Paula, wir freuen uns, deine Folge ist so gut angekommen, wir nehmen sie in unseren Countdown auf und hören wir doch mal rein, was sie uns und unseren Hörern und Hörerinnen als Botschaft geschickt hat.
Hi meine Liebe, ich stehe gerade in der Stadt, wo mich diese Nachricht ereilt und ich freue mich tierisch. Vor allen Dingen, weil es ja ein Thema ist, über das ich sonst nicht so oft spreche. Also liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ich danke euch sehr, dass ihr diese Folge so wertschätzt. Und ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr noch viel, viel mehr voneinander sehen und hören. Und übrigens bin ich ab September auf Tour und im März gebe ich einen Retreat in Berlin. Wenn ihr dabei sein wollt, schaut doch mal auf meine Homepage paula-lambert.de. Ich freue mich sehr auf euch. Also wer jetzt noch nicht weiß, was er zu Weihnachten schenken soll, kauft Tickets für Paula Lambert. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn sie spricht auf Tour auch nicht nur über das Thema Sexualität, sondern allgemein über Männer und Frauen, auch über Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist wirklich selber eine faszinierende Persönlichkeit. Es lohnt sich, ihr zuzuhören und natürlich sie auch live zu sehen. Und ich würde sagen, Gerd, wir wünschen jetzt einfach viel Spaß mit dieser Folge. Los geht's.
Hey Digi, so geht Lernen heute. Heute mit einer neuen Folge, mit unserer zweiten Langfolge in diesem Jahr. Ein Thema, da hast du heute eine Gästin eingeladen, die du kennst. Stell die uns so einmal kurz vor. Ja, Gerd, da hast du völlig recht. Und zwar geht es um Paula Lambert. Ich habe sie kennengelernt bei einem Event in Berlin, kannte sie vorher so ein bisschen aus den Medien. Sie hat ja auch viele Kolumnen geschrieben, hat auch einen eigenen Podcast, redet auch viel über sexuelle Aufklärung, hat jetzt gerade ein Bühnenprogramm auch quer durch Deutschland absolviert. Ganz spannend, was sie da alles macht, ist selber Mama von zwei Söhnen im Teenageralter.
Und als ich sie kennengelernt habe, dachte ich so, was für eine tolle Frau. Sie ist so erfrischend und hat ein großes Wissen, aber auch eine ganz tolle Art, das zu vermitteln. Eine unheimlich angenehme Stimme, wie ich finde. Und ist insgesamt einfach jemand, den man gerne um sich hat. Und ich finde, das Thema sexuelle Bildung ist natürlich auch etwas, was an die Schule gehört. Und von daher auch in unseren Digis-Podcast. Obwohl sie jetzt niemand ist, der Angebote macht in Schulen, sondern er sich mit dem Thema kritisch auseinandersetzt und das sozusagen auch auf große Bühnen bringt, der auch mit einem Bühnenprogramm unterwegs ist. Da spielt das aber auch eine Rolle.
Absolut, da hast du völlig recht. Also das wollen wir ja von ihr erfragen. Wie sind auch so ihre ganzen Erfahrungswerte in Kombination auch mit dem Aufwachsen ihrer Söhne? Was hat sie da vielleicht beobachtet? Wie begleitet sie ihre Kinder im Bereich der Sexualität und welche Erfahrungswerte kann sie einfach mit uns teilen, die wir dann auch ins Klassenzimmer übernehmen können? Ein Thema ist ja auch, was passiert alles so drumherum. Wir reden über, klar, über Heranwachsen, Sexualität entdecken, sexuelle Identität. Aber es ist natürlich auch ein anderes Thema, was damit korrespondiert, ist natürlich auch Social Media. Das haben wir ja schon öfter diskutiert, wo Videos geteilt werden, wo Leute beschämt werden, wo auch Kinder und Jugendliche bloßgestellt werden, verbal, bis hin zu frei zugänglicher Pornografie. Es geht auch um Prävention. Auch da werden wir sicherlich mit ihr ins Gespräch kommen. Auf jeden Fall. Also es ist ein weites Feld, ein wichtiges Feld und wir gehen ja auch das Thema mit den Digis an. Wir haben zum Beispiel die Digi zum Thema Pubertät, wie du so gesagt hast, sexuelle Identität und so weiter und so fort. Also da einfach mal wieder den Blick in die Digithek wagen, klicken in den Shownotes, dann kann man sich da orientieren. Und ich würde sagen, wir steigen jetzt direkt mal ein mit unserem Gespräch mit Paula Lambert.
Paula Lambert ist eine bekannte Journalistin, Kolumnistin und Fernsehmoderatorin. Aber vor allem ist sie eine von Deutschlands führenden Sexpertinnen. Paula hat an der Axel Springer Akademie in Berlin studiert und arbeitete unter anderem als Redakteurin bei verschiedenen Publikationen wie zum Beispiel Die Welt. Sie hat auch für renommierte Magazine wie Geo, Die Zeit und Emotion geschrieben. Zudem ist sie als Fernsehmoderatorin aktiv und hat als Autorin mehrere Bücher veröffentlicht, in denen sie sich mit Themen wie Körperakzeptanz und emotionaler Gesundheit auseinandersetzt. In ihrem Podcast Paula Lieben Lernen spricht sie offen über Themen rund um Sexualität, Beziehungen und persönliche Erfahrung. Und Paula hat gerade ihre erfolgreiche Live-Tour Sex Education, die lustigste Gruppentherapie der Welt, beendet und ist quasi von der Bühne direkt in unser Podcast-Studio gekommen. Herzlich willkommen, liebe Paula. Wie schön, dass du da bist. Dankeschön für die Einladung. Ja, ich habe es gerade gesagt, du hast unlängst deine Live-Tour beendet und bist sicher noch voller Eindrücke. Ein bisschen was hast du uns jetzt schon im Vorgespräch erzählt, aber ich würde gerne nochmal von dir wissen, was denkst du, mit welchen Erwartungen sind die Zuschauer in deinen Sex-Education-Programmen gekommen und wie war die Live-Erfahrung vor allen Dingen auch für dich?
Also ich habe keine Ahnung, welche Erwartungen Sie hatten. Der Titel war ja sehr breit aufgestellt und das lag auch daran, dass ich für gewöhnlich das Programm entwickle, während ich toure.
Ich wusste, ich wollte etwas über die menschliche Sexualität sprechen und ein paar Tipps geben. Ich wollte aber vor allen Dingen erreichen, dass die Leute miteinander sprechen. Danach. Das war so das große Ziel. Und ich wollte, dass sie lachen. Und das ist, glaube ich, gelungen. Es gab Städte, wo es super, also wo eine ganz, ganz tolle Stimmung war. Dann gab es Städte, wo die Leute richtig mit so, na, dann erzähl uns mal was, Haltung saßen.
Und alles in allem war das aber, also, ich würde es jederzeit wieder machen. Oh, spannend. Ja, das ist gut. Du bist ja eine seriöse Journalistin. Und du hast ja dieses Thema ausgesucht. Ja. Ich versuche das mal wie Markus Lanz. Du musst dazu noch mit so Karten in der Hand wedeln. Was hat sie zu diesem Thema getrieben? Die Freude am Geschlechtsverkehr.
Nein. Ich habe tatsächlich, also mein Kind, mein erstes Kind hat mich dahin getrieben, kann man so sagen. Ich konnte dann nämlich oder wollte nicht mehr so viel reisen, sondern ich wollte bei diesem Kind sein. Und dann habe ich angefangen, eine Sexkolumne zu schreiben für ein Magazin, was es, glaube ich, gar nicht mehr gibt oder nur noch online ab und zu. GQ. Eine Männerzeitung eigentlich. Genau, eine Männerzeitung. Also es entstand aus der Männervogue. Also es ging um Autos, Uhren, wie man sich anzieht, bisschen Sex, bisschen Party, wie man die richtigen Drinks mixt. Und ich hatte immer das Stillkissen so um mich rum, habe mein Kind draufgelegt und dann habe ich Texte geschrieben. Das gefiel mir so gut, weil ich dann gemerkt habe, es ist wirklich ein spannendes Thema, aber nicht das Wie, sondern vor allem das Warum. Und dann habe ich 2010 mein erstes Buch geschrieben und dann bin ich mit dem Buch ins Fernsehen gekommen. Dann wurde mir eine Fernsehsendung angeboten und und und. Also war eigentlich alles gar nicht geplant. aber.
Für mich festgestellt, wenn man sich dem Leben so hingibt, dann fließt es immer genau in die richtige Richtung. Ja, und da hast du ja auch eine wahnsinnige Entwicklung gemacht, so gesehen. Aber sag mal, ist es dir denn immer schon leicht gefallen, über das Thema Sex zu sprechen? Weil das ist ja gerade so im Bereich der Sexualerziehung, glaube ich, für viele Lehrkräfte auch manchmal ein bisschen schambehaftet oder schwierig. Wie war das für dich? Also in der Rückschau, ich weiß jetzt natürlich nicht mehr, wie ich mich gefühlt habe, als ich so 14, 15 war, aber unter Freunden haben wir immer schon darüber gesprochen, was mir nicht so leicht fiel war, dann mit den betroffenen Geschlechtspartnern drüber zu sprechen, weil ich gar kein Selbstwertgefühl hatte. Aber die Sache an sich, das fiel mir schon leicht, darüber zu sprechen, solange ich nicht persönlich betroffen war, bis zu einem gewissen Alter. Aber in der Schule kommt ja nochmal hinzu, dass man dann nochmal in so einer anderen Metaebene spricht. Ich glaube, da hat sich in den Jahren jetzt ganz viel schon verändert, dass man da direkt die Themen dann auch anspricht. Aber wenn sie betroffen sind, das bleibt ja. Also das ist ja in uns auch angelegt, Scham und so eine gewisse natürliche Distanz oder auch Zurückhaltung über sowas zu sprechen.
Ja, ich glaube nicht, dass es in uns angelegt insofern, dass es gesellschaftlich nicht geübt wird. Obwohl es ja ein ganz, ganz wichtiger Teil des menschlichen Erfahrens ist. Und ich weiß noch, als unsere Biolehrerin, nicht Dr. Heller, den ich im Vorgespräch erwähnt habe, weil es eine gewisse Ähnlichkeit gibt, sondern Dr. Linke, die musste, warum hatten die eigentlich alle Doktortitel?
War die Zeit. War die Zeit. Jedenfalls, sie stand vorne und hat wahnsinnig rumgedruckst und es war so realitätsfremd, was sie uns da erzählt hat. Ich würde als Lehrkraft immer sagen, passt auf Leute, das ist mir irre unangenehm und ich will eigentlich gar nicht wissen, was ihr da so macht in eurer Freizeit, aber es gibt ein paar Sachen, die müssen wir besprechen. Und dazu gehört Consent, dazu gehört sexuelle Gesundheit und dazu gehört, was passiert, wenn ihr zum Beispiel auf Verhütung nicht aufpasst und wo ihr euch vernünftig informieren könnt, wenn ihr bestimmte Themen tiefer erarbeiten wollt. Und das ist eigentlich gar nicht so schwer. Es wird aber ein riesen Borei drum gemacht. Du kannst doch Kindern sowieso nicht genau sagen, was passieren wird, weil das ist ja eins der Felder im Leben, wo man Learning by Doing machen muss. Ein offenes, ehrliches Gespräch darüber anzufangen ist viel, viel wichtiger, als dann schlussendlich bestimmte Themen abzuhaken. Außer diese drei. Ich glaube, viele Lehrkräfte fühlen sich auch einfach unvorbereitet, weil Sexualerziehung auch in der Lehrerausbildung immer noch gar nicht so wirklich Thema ist. Es gibt wenig Training, wenig Schulung diesbezüglich. Du hast dann irgendwie einen Rahmen Lehrplan und musst da ran an das Thema, aber keiner weiß so wirklich wo. Und dadurch entstehen natürlich auch Unsicherheiten, die dazu führen können, dass manche Themen halt nicht behandelt werden oder dass die vermittelten Informationen ungenau oder halt auch veraltet einfach sind.
Du bist jetzt schon ein bisschen in die Richtung gegangen, aber kannst du vielleicht nochmal so ein paar Tipps geben, wie man das Thema Sex, Sexualerziehung ohne Scheu im Unterricht besprechen kann?
Also erstens, ich verstehe nicht, warum das nicht Teil des Ausbildungsplans ist, weil du hast, gerade wenn du in der Mittel- oder Oberschule bist, du hast es mit hormongebeutelten Wesen zu tun, die an nichts anderes denken. Ja, Sex ist Thema Nummer eins im Zweifelsfall. Masturbation oder mit jemandem zusammen oder sexuelle Identität, übrigens auch noch ein super wichtiges Thema. Es muss, muss, muss angesprochen werden, gerade weil es ein Vertrauensverhältnis schafft auch. Ja, der Lehrer oder die Lehrerin wird dann als Mensch wahrgenommen und das fällt ja Schülern doch manchmal schwer. Also Tipp, ich würde immer, wenn es so ist, in Gespräch, weil, oder auch wenn es nicht so ist, weil es ist auch den Schülern unangenehm, wenn ich ein Gespräch anfange, dann würde ich sagen, pass auf Leute, das ist mir unangenehm. Am liebsten wäre es mir, wir würden gar nicht drüber sprechen. Ich rede lieber über Mathe mit euch. Aber ich will, dass ihr sicher durchs Leben geht. Und dafür ist Folgendes wichtig. Nämlich Consent, wie ich eben schon sagte.
Und ein bisschen Wie, aber das Wie finden die selber raus, sondern nur was drumherum ist. Zum Beispiel Nein sagen. Bedeutet das auch Consent? Nein? Kannst du auf das Wort nochmal kurz eingehen? Ja, klar. Also genau, die Zustimmung beider einholen quasi währenddessen, damit man sicher geht, dass das, was passiert, auch im freien Willen geschieht. Und gerade Mädchen tun sich ganz, ganz schwer, weil auch das gesellschaftlich nicht so geübt wird, da eine Grenze zu ziehen und zu sagen, das will ich und das will ich eigentlich nicht. Also, dass man allen beibringt, und zwar nicht getrennt, sondern voreinander, also die dürfen einander hören, dass Nein das wichtigste Wort ist, was sie bei Sex jemals lernen werden. Und dass das immer zu achten ist. Und wie gesagt, ich glaube, was die meisten Lehrkräfte glauben, ist, dass sie denen sagen müssen, wie Sex geht.
Müssen sie aber nicht, das finden die schon raus. Das Drumherum finde ich viel wichtiger. Und dann erspart man sich auch die Peinlichkeit, dass die dann sagen, der Herr Müller, der macht es bestimmt so und so. Ja, will man ja nicht. Es gibt ja immer wieder Situationen jetzt in der Schulzeit. Und ich muss jetzt an der Stelle sagen, ich bin Schulleiter, bin auch Klassenlehrer, haben jetzt gerade entschieden, das Thema von der achten Klasse in die siebte zu nehmen, weil es eben in meiner Klasse gerade auch Thema ist und diskutiert wird. Ich werde jetzt nicht auf Details eingehen, aber die Sprache, wie wird darüber gesprochen, über Sex? Ich sage mal so, im Schuller-Jong, was hauen die für Sprüche raus, die sie aus dem Internet haben oder, weiß ich, breit zugänglich, Pornografie?
Alles ist zugänglich, da werden Sprüche aufgeschnappt, die dann auch in der Schule angebracht werden. Das ist ja auch eine Frage, weil du sagst, im Lehrplan, es ist eigentlich dann dran, wenn es dran ist. Also, dass man das dann auch erkennt, wir werden es auch auf dem Elternamt jetzt zumindest kurz besprechen, dass man aber deutlich macht, wir haben jetzt so entschieden, nicht mehr Klasse 8, es muss jetzt in Klasse 7 besprochen werden, weil die Schüler extrem damit unterwegs sind und eben auch, weil es eben zu Verletzungen auch schon verbaler Art gekommen ist. Also das beschäftigt die auch. Leider ist das deutsche Schulsystem ja nicht so, dass man die Dinge bespricht, wenn sie dran sind. Üblicherweise, also das müssen die Lehrer oder Lehrkräfte dann immer individuell entscheiden. Und sollen sie auch dürfen, finde ich, weil vernünftige Menschen draus zu machen, ist viel wichtiger als Informationen reinzudreschen.
Kannst du mal ein Beispiel sagen, was die so sagen? Ich kann mal zwei Beispiele machen. Ich war nicht aus meiner Klasse. Ich hatte zum Beispiel einen wirklich schwierigen Fall, weil du über Mädchen gesprochen hast. Ich hatte ein Mädchen, die in der fünften Klasse schon extrem groß war und auch schon immer extrem weit. Weil sie schon Brust und Hintern hatte. Die hatte ganz große Probleme damit, das zu verbergen. Also kleiner werden konnte sie nicht. Und die anderen Jungs haben sie geärgert ohne Ende. Und die hatte extreme Schwierigkeiten. Wir haben es dann mit Gesprächen, Schulsozialarbeit und so weiter haben wir es gelöst. Also für sie gelöst.
Die hatte sehr, sehr viele Gespräche, die man da führen musste, bis sie sich als Schulleiter eingreifen musste. Das ist eigentlich unüblich, also an dieser Stelle, aber weil es einem zu schwierig war. Das ist ein Thema, was eben vorkommt und ein anderes Thema sind eben so diese Sprüche, ja, Lutsch, ich sag mal, ich kann das jetzt, könnt ihr das auf Amerikanisch sagen und, oder, oder andere Sachen, die die Jungs sich dann an den Kopf knallen. ziehen. Ihr merkt ja selbst, dass es mir auch nicht einfach fällt, darüber zu sprechen. Aber es sind natürlich Themen und deswegen haben wir gesagt, wir müssen aktiv werden. Ich hoffe, es gab ein Gespräch mit der ganzen Klasse, weil das vielleicht im Verborgenen noch mehr beschäftigt.
Hätte ich mir gewünscht, ich habe auch Riesenbrüste gehabt plötzlich von einem Tag auf den anderen, mehr oder minder, durfte dann nicht mehr mit den Jungs spielen, habe überhaupt nicht verstanden, was los ist und bin dann immer leicht gebeugt mit verschränkten Armen rumgelaufen. Mir hätte ein Gespräch in der Klasse total geholfen und vor allen Dingen hätte es allen geholfen zu lernen, dass es normal ist, dass manche größer sind, manche kleiner, manche Riesenbrüste haben, manche kleine und ich finde, das muss im Lehrerkollegium geübt werden, dass man darüber locker spricht und nicht so rumdruckst. Dann denken die nämlich, es ist was Verbotenes, Außergewöhnliches, Schreckliches irgendwie. Dann kann man das auch als Druckmittel benutzen. Also ein offenes Gespräch darüber, wie gemein das auch ist, sich über die Körperlichkeit eines anderen lustig zu machen, die gar nichts dafür kann. Kann man übrigens prima direkt die Biologie mit einflechten und nochmal erklären, woraus Brustgewebe eigentlich besteht und wofür das später ist und was die Hormone damit zu tun haben und, und, und. Und auch übrigens zu erwähnen, dass die, die ärgern, möglicherweise versteckte Ängste haben, dass sie aber auch keine Ängste haben müssen, weil eben das zeitlich alles unterschiedlich läuft. Bei jedem individuell.
Und das Zweite ist, wenn die sagen, suck my dick oder irgendwie sowas, ja, A, darüber sprechen, ob sie überhaupt verstehen, was das technisch ist, wissen sie wahrscheinlich. Aber egal, bringt sie zum Reden darüber, wo sie das gesehen haben und dann auch, was das möglicherweise mit anderen macht. Ich würde das immer in der großen Klasse diskutieren und sagen, pass auf, es hat was, keine Ahnung, wie die Situation. Jetzt war ja total Erniedrigendes aus den und den und den Gründen. Und eigentlich ist es besser für euer Leben, wenn ihr versteht, dass wir uns gegenseitig erheben sollten und nicht runtermachen.
Und dann kann man, finde ich, auch das ist ein Thema, was viel zu selten gesprochen wird, natürlich auch darüber reden, wie es zu Hause eigentlich los abgeht. Wie, dass man als Kind lernt, wie zu Hause gesprochen wird oder wie mit angesprochen wird durch Kopie des Zuhauses. Und dass man sich aber auch dagegen wehren kann und dass man reflektieren kann und, und, und. Also im Grunde dient alles dem Zweck, dass die Kinder sich angstfrei einander öffnen können. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es geht. Es geht nämlich in anderen Ländern auch. Zum Beispiel Island, zum Beispiel Finnland. Ich habe viel Schulreportagen auch gemacht. Da wird ganz, ganz anders damit umgegangen. Da gibt es eine Studie von der BZGA.
In der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2022, die sagt, die Schule ist für 69% der Jugendlichen eine der Hauptquellen der Sexualaufklärung. Weitere wichtige Quellen sind Gespräche mit den Eltern, die kommen gleich danach, 68%. Und dann kommt schon das Internet mit 59%. Dabei zeigt sich, dass die Verfügbarkeit von Ansprechpersonen im Familienumfeld stark von der soziokulturellen Herkunft abhängt. Und das ist ja auch ein Punkt. Es gibt ja auch Familien, wo aus verschiedensten Gründen nicht darüber gesprochen wird oder gesprochen werden kann. Darum ist die Schule so wichtig. Da sind wir in der Schule schon verantwortlich. Hast du da schon mit zu tun? Denn die werden ja nicht bei dir im Publikum sitzen. Doch, die Erwachsenen, die früher solche Kinder waren, die sitzen bei mir im Publikum. Der Satz, der immer wieder fällt, ist, ich wünschte, das hätte man mir früher gesagt oder ich hätte jemanden gehabt, mit dem ich darüber reden könnte. Und auch wenn Lehrer total überlastet sind und dieses ganze Bildungssystem einfach verrottet, meiner Meinung nach, ist es total wichtig, die menschliche Wirksamkeit der Lehrkraft immer noch über die akademische zu stellen.
Und es hilft jedem Kind, wenn es hört es ist okay, Angst zu haben es ist okay, sich zu schämen es ist völlig okay dass es zu Hause nicht so läuft, aber es ist wichtig, darüber zu sprechen darum, Ja, die positiven Erfahrungen, damit kommen die schon klar, aber die negativen, die müssen irgendwie aufgefangen werden oder möglich entstehende negative Verhaltensmuster, sexuelle Übergriffe im familiären Umfeld und, und, und, und, und. Das ist so, so wichtig.
Absolut. Wir haben ja auch da einige Digis, mit denen wir den Lehrkräften unter die Arme greifen wollen. Also zum Beispiel zum Thema Pubertät oder auch die Geschlechtsorgane und ihre Funktionen. Und auch ganz wichtig, du hattest es vorhin schon so ein bisschen angeschnitten, sexuelle Orientierung, Liebe in allen Farben, heißt die Digi. Finde ich auch ein sehr schöner Titel, ganz spannender Inhalt, toll verpackt. Was sind denn deiner Meinung nach die wichtigsten Aspekte, die in der Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen heutzutage behandelt werden sollten? Na, also A, ich finde solche Broschüren, Bücher, Aufklärungsmaterialien darf man nicht zu sehr intellektualisieren, sondern es muss lebensnah sein. Berichtet von, darum war Dr. Sommer so erfolgreich. Du hattest das Gefühl, jemand fragt, der hätte ich sein können. Und das, so muss man es eigentlich machen, weil die wollen in ihrer eigenen Welt abgeholt werden. Die wollen nicht von oben hören, so machen wir es übrigens und irgendwann könnt ihr es auch so machen. Sondern die haben brennende Fragen. Zum Beispiel, ich habe das Gefühl, ich fühle mich zu jung hingezogen als Junge oder so. Bin ich komisch? Und dann könnte man also wirklich das ganz basic runterbrechen. Nicht zu sagen, so und so viele Teile der Bevölkerung sind übrigens homosexuell. Gibt es auch im Tierreich und so alles gut. Das ist viel zu...
Das ist eine Ebene drüber. Jedenfalls das Wichtigste ist, glaube ich, dass jeder Mensch und vor allem die Mädchen verstehen, der Körper gehört ihnen und es darf nur das damit gemacht werden, was sie wirklich wollen. Und kein Mensch auf der Welt hat das Recht, da übergriffig zu sein. Ist natürlich, wie du vorhin sagtest, soziokulturell, gerade an Brennpunktschulen, super, super schwierig.
Nichtsdestotrotz finde ich es nicht schädlich, den Samen zu setzen, weil wer weiß, ob die sich daraus entwickeln können, in freie... Frauenwelt quasi. Dieses Fragen vorher, was jetzt in Skandinavien praktiziert wird, ich glaube in Dänemark oder Schweden haben sie es zur Pflicht gemacht, Schweden auf alle Fälle, finde ich auch wichtig beizubringen. Fragt euch vorher, ob ihr das wirklich wollt. Das kann nicht so schwierig sein. Man muss ja nicht Partner sein mit der Person, mit der man gerade Sex hat. Also die haben ja auch viel One-Night-Stands oder schmusen so rum. Und das fängt ja schon bei Knutschen an. Willst du knutschen oder nicht?
Eigentlich nicht. Ja, okay, dann lassen wir es. Das ist das Allerwichtigste. Ich fand das vorhin, hat mich so ein bisschen an meine eigene Schulzeit erinnert, Paula. Da hattest du gesagt, ja, du würdest das auch ruhig vor der ganzen Klasse besprechen. Das können dann auch alle hören. Und das ist jetzt natürlich sehr themenabhängig und ich verstehe das auch in Bezug auf das, was du da vorhin als Beispiel gesagt hast. Ich erinnere mich aber früher, als ich in der Oberstufe war und das Thema dann im Unterricht behandelt wurde, da haben das die Lehrer aufgeteilt. Die Mädchen waren, ich glaube, sagen wir mal, es war eine Unterrichtseinheit von sechs Stunden. Wir hatten zwei Stunden nur bei einer weiblichen Kollegin und die Jungs waren bei einem männlichen Kollegen. Und ich habe das damals als sehr positiv und angenehm empfunden, muss ich sagen, weil es wie so ein geschützter Raum war, wo man mal unter Frauen genau die Fragen stellen konnte, die wirklich gedrückt haben, ohne dass es peinlich ist oder ohne dass man denkt, da kriegt man später in der Pause einen doofen Spruch. oder so. Vielleicht mal die Frage an euch beide, Paula, mit deiner Erfahrung, aber Gerd, auch du als Schulleiter, wird sowas praktiziert? Findet ihr das gut? Macht das Sinn?
Also es ist total Usus, meiner Erfahrung nach, dass man das trennt. Dann können auch die Mädchen den Jungs Fragen stellen, per Zettel oder so und umgekehrt. Und ich würde das auch machen, um das quasi aufzulockern und wirklich die Fragen rauszuholen, die Mädchen vielleicht die Periode betreffen oder was weiß ich, Pilzinfektionen, keine Ahnung, nur so stellen wollen. Trotzdem würde ich danach die Ergebnisse im Großen besprechen. Das ist nicht, das nicht heißt, Mathilda hat hier diese Frage gestellt, sondern wisst ihr eigentlich, was bei uns drüben für Fragen hochgekommen sind? Und dann könnten nämlich alle voneinander lernen und auch verstehen, dass man das schamfrei besprechen kann. Also gerade, keine Ahnung, Pilzinfektionen, Ausfluss oder Jungs, irgendwelches Gejucke, das passiert ja logischerweise. Sie müssen bloß wissen, auch das ist normal.
Und ich würde das immer teilen, weil das kollektiv dann den Erfahrungsschatz miteinander erleben kann. Macht viel mehr Sinn, meiner Meinung nach. Vor allem, weil du dann lernst, ich kann auch mit Männern, Jungs drüber reden, weil die wissen, worum es geht. Sonst ist das alles so ein großes Mysterium. Was ist die Klitoris? Wie funktioniert eigentlich Menstruation? Dann kommt Pipi und Blut aus dem gleichen Loch. Das ist eine Frage, die ganz, ganz oft gestellt wird von Jugendlichen. Die haben keine Ahnung, obwohl man es ihnen im Querschnitt tausendmal gezeigt hat. Aber es bleibt eindrücklich, wenn Mädchen zum Beispiel erklären, wo das Tampon reinkommt später, falls die Tampons benutzen oder eine Menstruationstasse und, und, und. Die lernen voneinander mehr als von Lehrern, tausendprozentig. Aber trotzdem muss man ja einen Rahmen schaffen, einen Raum schaffen, wo dieser Austausch stattfindet. Mir fällt in dem Zusammenhang ein, der noch nie an solcher Veranstaltung was an der Schule teilgenommen hat. Also das ist jetzt vielleicht auch nochmal die Möglichkeit, nicht vielleicht gleich da reinzuplatzen am Anfang, aber dass man da einfach auch, zumindest jetzt, wenn es meine Klasse betrifft, da auch nochmal den Anschluss sucht und sich interessiert zeigt. Ja, oder mal so eine Projektwoche zum Thema.
Wir starten jetzt ja, die haben sogar schon angefangen und da ist auch die Sozialarbeiterin mit dabei. Also die finden dann auch schon einen Gesprächsraum geschaffen worden. Also den hat man schon geschaffen, das ist wichtig. Aber auch, also ich fände das sensationell und das interessiert auch jeden, eine Projektwoche Liebe, zum Beispiel auch, was mache ich bei, wenn ich verliebt bin, was mache ich, wenn ich Liebeskummer habe, wie fühlt es sich an, was passiert übrigens im Gehirn, ist ganz interessant bei Liebeskummer oder Verliebtheit, kann man auch wieder Biologie mit einpflegen und dann, was passiert mit Sex, da kriegt man es nämlich auch leichter an den etwas hysterischen Eltern vorbei, die man ja überall hat, die sagen, mein Kind soll nicht so viel über Sex reden, so ein Blödsinn.
Weil man sagt, Projektwoche Liebe, wir lernen, wie wir miteinander umgehen, bla bla bla und dann kann man alles wieder einfließen lassen. Das ist ja auch eine wunderbare Möglichkeit, die Ebenen einfach zu den Schülern nochmal so zu verbessern, weil über Liebe kann man ja wirklich wunderbar auch einfach von Mensch zu Mensch reden und ich denke, genau auf der emotionalen Ebene sich da zu begegnen, macht dann auch einen viel leichteren Zugang zu dem Thema Sexualität. Plus, du könntest sogar noch ja, also Poesie mit einem fließen lassen, keine Ahnung. Wilke hat dieses Gedicht übrigens damals geschrieben, als er verliebt war in bla bla bla und seht ihr, wie der Reimrhythmus, ich erinnere mich überhaupt nicht, wie das ganze Zeug heißt, so und so gestaltet ist, weil er so in Flamme war, bla bla bla. Ihr versteht, was ich meine, aber das ist, ich finde das ein geniales Thema, das macht bloß niemand. Es ist nicht mal viel Mühe, das vorzubereiten. aber dafür sind wir ja hier, um genau diese Impulse zu geben. Und wenn das so eine fächerübergreifende Projektwoche daraus sich entwickelt, dann ist das doch super. Genau das wollen wir ja mit den DGs auch erreichen. Vielleicht kann man ja sogar, es gibt bestimmt irgendeinen Mathematiker, der gerade vorhanden.
Keine Ahnung, irgendein Gesetz erfunden hat, weil er Liebeskummer hatte und zu viel in seinem Studierzimmer saß. Weiß ich nicht. Aber egal, man kann alles da reinbringen. Und das wäre, es geht ja ausschließlich, also wirklich ausschließlich darum, den Leuten beizubringen, miteinander zu reden. Das ist alles. Mehr muss man nicht machen.
Ich überlege gerade, ob ich das mal, ich werde das auf alle Fälle mal mitnehmen als Idee, dass man das verankert, wenn man die Kommunikation letztendlich, du hast es gerade gesagt, die Kommunikation verbessert und der Alltag dadurch leichter ist, kann man da Zündstoff rausnehmen. Noch eine Idee für den Schulalltag, was ja vielleicht die Sache leichter macht, dass alle immer, man weiß nicht, wie das mit den Klassen verbünden ist bei euch, wir sind auf so einer super freien Schule, aber dass jeder am Tag sagt, was hat dich besonders fröhlich gemacht und was hat dich so richtig verletzt oder traurig gemacht. Einfach, dass die das üben für das Leben, weil das, was die Welt ins Elend stürzt, ist, dass jeder in seiner Angst alleine sitzt und sich so ein Süppchen kocht und dann, keine Ahnung, abdriftet in die eine oder andere Richtung.
Aber eben nicht in den Mut kommt und in die Freude und so. Und wenn man übt, dass negative Emotionen auch eine Berechtigung haben, die dürfen da sein, die sind nicht gefährlich und wir können das auch wieder heilen, indem wir zum Beispiel sagen, tut mir leid, ich wollte dich nicht blöde Kuh nennen oder was weiß ich, wahrscheinlich Schlimmeres heutzutage, dann tut man wirklich was für die gesellschaftliche Entwicklung und lesen kann man immer noch, wenn man will. Du hast jetzt nochmal eine Tür aufgemacht, die haben wir noch gar nicht gesprochen, weil da der Algorithmus folgt den niederen menschlichen Instinkten, wir reden über Social Media. Auf Twitter sind die Schüler nicht, also wo die Empörung vor allem um sich greift. Auf TikTok spielt ja das Thema verächtlich machen, vermeintlich witziges, was sich auch gut teilt, das will ich jetzt nicht verallgemeinern, aber auch gerade grenzwertiges.
Man kann ja auch lachen, ich war jetzt nicht in deinem Programm, du wirst sicherlich auch die Grenzen ausloten, aber gleichzeitig, man kann Grenzen überschreiten und hat trotzdem niemanden verletzt und man kann Grenzen ganz bewusst überschreiten und kann Menschen verletzen und das passiert ja unter anderem auch auf TikTok und damit sind Kinder und Jugendliche unterwegs.
Ja, aber die Lösung ist doch ganz, ganz einfach. Sprecht drüber. Also da kann man ja morgens sagen, keine Ahnung, guten Morgen, liebe Klasse. Ich bin gestern Abend in so ein richtiges TikTok-Loch gefallen. Das ist das, was die auch machen. Also Zugänglichkeit schaffen. und da habe ich, ich muss euch mal sagen, ich habe mir jetzt aufgefallen, ich habe ein Video gesehen, das hat mich so richtig gekränkt und dann habe ich ein Video gesehen, wo ich dachte, okay, es ist ein ähnliches Thema, aber es hat gar nicht so starke Emotionen in mir ausgelöst oder so ungefähr. Dann zeigst du diese zwei Videos, was denkt ihr denn drüber? Seht ihr, was ich meine? Das, was die Person da mit der macht, das finde ich so verletzend und kränkend, aus den und den Gründen, das macht was mit mir, Zack, ist das Hirn offen bei denen. So, und die werden beim nächsten Mal drüber nachdenken. Ist das so, wie der Gerd gesagt hat für mich? Ah ja, stimmt, ich fühle mich eigentlich auch nicht wohl damit. Und so weiter.
Sich menschlich machen. So, fertig. Das sind zehn Minuten am Tag für die Lehrkraft und es ändert die ganze Welt. Man hat als Klassenlehrer oder als Klassenlehrerin hat man oft einen leichteren Zugang. Ich finde, das ist auch eine schulkulturelle Frage, dass wir dann so in Fächern, Schubladen und so weiter sprechen. Das haben wir zumindest hier schon angedeutet, gerade im Gespräch. Und da wird es dann sozusagen von der Schule auch strukturell hingelegt. Der Klassenlehrer kümmert sich jetzt oder die Klassenlehrerin, ihr sprecht das mal an. Es müsste breiter gefasst werden. Also es ist wie eine kulturelle Frage, dass man eine Kultur hat, wo man jeder, also wo jeder Schülerin, wo jeder Schüler das Gefühl hat, ich könnte das jetzt ansprechen. Wir hatten ja die Silke Müller bei uns zu Gast im Podcast. Die ist Schulleiterin in Hatten. Ich weiß nicht, ob die ihr vertraut es auch eine, die schreibt auch Bücher, wir verlieren unsere Kinder, da geht es auch um sexualisierte, unter anderem auch um sexualisierte Gewalt, was Kinder und Jugendliche in den sozialen Medien erleben oder eben auf frei zugänglichen Pornoseiten, weiß ich, wo die unterwegs sind. Und.
Die hat ja eine Social Media Sprechstunde bei sich an der Schule. Also da, die hat es strukturell verortet, Kinder und Jugendliche können sich dorthin, wenn sie mit Dingen konfrontiert wurden, wie du sagst, wo sie sich unwohl fühlen. Ich bin total gegen solche, also nicht dagegen. Ich finde bloß, die sind nicht zielführend. Das betrifft wieder nur die Kinder, die eine gewisse Reflexionsfähigkeit haben. Die meisten musst du aber dahin bringen, dass sie überhaupt drüber nachdenken. Und das ist Quatsch zu sagen, wenn dich etwas juckt, komm zu mir. Sondern morgens direkt sagen, pass auf, das und das ist mir passiert. Ich habe mich richtig erschrocken. Wie denkt ihr darüber?
Was fühlt ihr dabei? Aber vielleicht schließt das eine ja das andere nicht aus. Also ich finde dein Ansatz wirklich allgemein zu sagen, wir steigen so in den Tag ein, einfach um die Kinder erstmal geistig abzuholen, bevor wir jetzt irgendwie fächerspezifisch einsteigen. Und dann trotzdem aber ein Angebot zu haben, für die zu wissen, okay, wenn ich jetzt weiterführend darüber reden möchte, dann kann ich in die Social Media Sprechstunde gehen. Und die Silke Müller, das ist auch echt eine super Folge, die ich allen Zuhörenden an der Stelle nochmal empfehlen möchte, die hat nämlich mit der Sprechstunde sehr gute Erfahrungen gemacht. Die hat sich das sehr etabliert, weil die Annahme, die Akzeptanz der Schülerschaft auch stetig gestiegen ist und weil die teilweise gesagt haben, wow, wir müssen irgendwie mehr Lehrkräfte dafür einsetzen, wir kommen dem Bedarf gar nicht mehr hinterher. Ja, aber was du sagst, fängt das natürlich super auch nochmal in der Breite dann auf. Das ist ja ganz, ganz häufig in der Schule.
Und das liegt daran, dass irgendwie der Glaube sich festgesetzt hat, man muss das total individualisieren. Stimmt aber gar nicht. Und natürlich wird diese Sprechstunde angenommen von denen, die in der Lage sind, über ihre Gefühle, über ihre Bedürfnisse und so zu sprechen. Aber das Sinn ist trotzdem ein Bruchteil. Du machst es viel einfacher, wenn du den Leuten beibringst, dass du als Lehrkraft von einer gewissen Sache angefasst wurdest und deren Meinung hören möchtest. Die sind wichtig für dich, sagst du ihnen damit. Und du möchtest verstehen, wie sie darüber denken.
Dann fühlen die sich ernst genommen. Die sind den ganzen Tag zehntausendmal aufmerksamer, hundertprozentig.
Und das kannst du in jedem Fach machen. Du kannst ja sogar sagen, das muss man dann irgendwie als Rubrik oder so etablieren, das nicht so schräg wirkt. TikTok des Tages.
Ja, Fachbereich Mathe. Ich habe heute, keine Ahnung, den Kanal von Thorsten Müller entdeckt. Der hat Infinitesimalrechnung so erklärt, wie ich es als Lehrer oder Lehrkraft noch nie gesehen habe. Aber er hat total recht. Wollen wir mal darüber sprechen, wie der das erklärt? Zum Beispiel Mathe. Und übrigens, dann ist mir noch ein Video aufgefallen, da hat irgendeiner, irgendein newtonsches Gesetz demonstriert, indem er seinem Freund richtig feste von hinten gegen die Beine getreten hat. Witziger physikalischer Effekt, schrecklicher menschlicher Effekt, weil stellt euch mal vor, euer Freund würde euch bla bla bla und so weiter. Es geht wirklich nur darum, mit denen ins Gespräch zu kommen. Das ist alles.
Wir haben jetzt schon so ein bisschen die Grätsche gemacht von Dr. Sommer. Ich unterstelle mal, es ist eine Zeit, aus der Paula, du und ich gekommen. Ich hatte sowas nicht. Also einmal in der Woche die Bravo, natürlich nicht Gerd, die Bravo in der Mitte aufgeschlagen und gehofft, dass eine Frage bei ist, die mich interessiert. Also eine von sechs Fragen einmal pro Woche und das war jetzt auch so mit meiner Art der Aufklärung bis zu dem großen Sprung heutzutage, wo fast alles online zugänglich ist. Ja, das ist ja auch ganz, ganz viel mehr Input, mit dem die Kinder und Jugendlichen da konfrontiert werden und irgendwie umgehen müssen. Also da hat sich in Bezug auf das Verständnis von Sexualität auch so viel verändert, auch in Bezug auf Gender und sexuelle Orientierung. Was denkst du, was genau hat sich da eigentlich, was hat sich da entwickelt in den letzten Jahrzehnten? Du hast es vorhin schon angesprochen, auch das Thema die eigene sexuelle Orientierung. Kennenlernen, ergründen in dem Alter, wo man sich vielleicht teilweise noch gar nicht so sicher ist, wohin die Reise gehen mag. Wie erlebst du das? Du bist ja selber auch Mama von zwei Söhnen. Ja, was ist so dein Empfinden an der Stelle? Erstens gibt es ganz, ganz tolle Studien mit herrlichen Schaubildern, was mit dem Hirn passiert von regelmäßigen Pornokonsumenten.
Und dann sieht man, wie sich die Hirnstruktur verändert und da gibt es auch Kinder und Jugendliche oder jugendlichengerechte Formulierungen für, was das mit dem Empathievermögen macht und so weiter. Damit würde ich, also das würde ich auch mal erwähnen, das wird nämlich gerne totgeschwiegen. Und bei mir zu Hause, also hier haben wir es immer so gemacht, ich habe sowieso darüber gesprochen, habe sie dann aber auch gefragt, was die sich so für Videos hin und her schicken. Ja, teilweise, also es war jetzt nicht ganz so schlimm, glaube ich, das geht noch schlimmer da draußen, aber da habe ich auch dachte, puh, bin ich froh, dass ich das nicht hatte und habe dann aber immer im Gespräch das ja quasi in die Realität übertragen, was da gerade passiert und wie Sex wirklich ist, weil mir es wichtig war, dass die verstehen, so ist Sex nicht. Wissen sie auch insgeheim, aber ich will nicht, dass meine Jungs sowas mit Frauen machen. Und dass sie auch verstehen, warum Frauen das nicht verdient haben, so behandelt zu werden, wie in diesen Pornoclips. Oder Männer, egal, niemand.
In der Schule, das ist natürlich ein bisschen kniffliger, weil du mit einer Elternschaft zu tun hast, im Zweifelsfall, die sich dem Thema total verweigert. Du willst mit deinen Schülern zwangsläufig keine Pornos gucken, aber ich würde immer erwähnen, warum das, was im Porno gezeigt wird, nichts mit der Realität zu tun hat, weil ja ganz, ganz viele junge Männer inzwischen schon wirklich Potenzprobleme haben, weil deren Gehirn gar nicht mehr... Den Mangel an Reiz verarbeiten kann, der bei echter Sexualität entsteht, im Vergleich zu dem, was du in Pornografie erlebst. Die Realität kann da nicht mehr mithalten. Einfach weil die Dopaminausschüttung beim Porno so stark ist, dass also vermehrte Potenzprobleme sind ein totales Thema, mit dem ich konfrontiert werde und es liegt an der Pornografie. Der Umgang damit funktioniert meiner Meinung nach in der Schule wirklich nur durch ehrliche Gespräche, dass man sagt, okay, ich verstehe, warum euch das so hochpusht, weil nämlich Dopaminausstoß und, und, und, da würde ich durchaus mit dem Biologieunterricht kontern, aber folgende Faktoren sind schadhaft, darüber müssen einfach reden und bei Potenzproblemen, damit kriegt man sie eigentlich immer relativ schnell, ehrlich gesagt, kleiner Trick.
Plus natürlich die Art, wie Menschen dort behandelt werden. Plus Berichte über die Industrie. Man muss das nicht totschweigen. Das ist einfach Menschenhandel im Zweifelsfall. Das wird schon schwieriger, aber wir können es ja nicht rauslassen. Und wir müssen darüber reden. Und es ist auch schwierig, ja allein schon. Aber es stößt auch an Grenzen. Zum Beispiel, wenn dann bestimmte Filme.
Ausweidende Sexszenen haben. Nehmen wir ein Beispiel, nehmen wir das Thema, da ist wirklich, Blau ist eine warme Farbe. Und das wurde mal empfohlen als Schulfilm. Und eine Kollegin von mir ist dann, glaube ich, ist auch hingegangen. Also nicht mit den Schülern, sondern hat sich das angeschaut. Und gab auch Material dazu. Das lief bei uns im Arthouse-Kino. Ich glaube, da sind 20 Minuten, 20 Minuten, glaube ich, oder gefühlt sexy, ne? Ewig lang, ja. Also ich kann es mir nicht vorstellen, das mit den Schülern zu besprechen, aber vielleicht mit älteren Schülern, die verkraften das. Ich will jetzt gar nicht anekdotisch werden, aber das sind ja auch so Sachen, wo uns ja eigentlich auch vom Jugendschutz, wo eigentlich das Thema, der Film ist auf zwölf zugelassen oder vielleicht 14, 16, aber dann selber an so eine Sprachlosigkeit kommen, weil wir das in dem Moment nicht aufgelöst haben. So, das muss ich auch sagen. Total. Also blau ist eine warme Farbe, der ist glaube ich auch für viele Erwachsene einfach ein bisschen zu mittendrin, sagen wir mal so. Weiß ich, ist er zehn Jahre her ungefähr? Zehn, 15 Jahre wird der für ihm her sein. Ja, also der ist schon, das ist das halt richtig so wie Sex ist, ne?
Aber, oder zumindest es gab ja auch ganz viele homosexuelle Frauen, die das dann bewertet haben. Nein, so sei es nicht und so weiter, aber so zumindest ist ungefähr normaler Sex. In dem Fall zwischen zwei Frauen. Aber es gibt zum Beispiel eine Serie, die sehr gelobt wird dafür, dass sie Sex auf einer sehr wie sagt man denn?
Consensual auf Deutsch. Einvernehmlich, danke schön. Eine einvernehmliche Art und Weise darstellt und das ist Outlander. Outlander ist so ein bisschen Fantasy. Sie hat quasi die Fähigkeit zwischen den Jahrhunderten hin und her zu gehen und hat äh, 1700 irgendwas, stolpert sie durch Schottland und hat so einen jungen schottischen Typen da, keine Ahnung. Auf jeden Fall die Art, wie die Dialoge geschrieben sind und wie die Sexszenen gestaltet sind, ist extrem einvernehmlich gemacht. Das ist was, was man denen zeigen kann zum Beispiel und man kann ja stoppen an der Stelle, wo es dann richtig zur Sache geht, aber das Vorgeplänkel, wie es abläuft, ist vorbildlich. Und dann könnte man vielleicht zum Beispiel ein Gegenbeispiel zeigen, ganz klassisch, der Film ist irre harmlos, Fifty Shades of Grey. Ich weiß nicht, wie die Elternschaft darauf reagiert, aber man sieht bei Fifty Shades of Grey siehst du nichts, bloß das ist absolut nicht einvernehmlich. Der Typ ist extrem kontrollierend und auch es ist wahnsinnig dämlich, mal abgesehen davon aus Erwachsenen Sicht.
Ja, unfassbar. Aber das sind gute Beispiele, wo man sagen kann, pass auf, guckt mal, dieser Film ist so geschrieben, dass alle sich wohlfühlen. Dieser Film ist so geschrieben, dass niemand sich wohlfühlt. Und da musst du die Sexszenen gar nicht zeigen. Es geht, wie gesagt, nur darum, dass die verstehen, es gibt Unterschiede. Super. Also ganz konkrete Tipps jetzt wirklich auch schon für den Unterricht. Ich glaube, jetzt haben wir ganz viel drin in der Folge. Zum Abschluss würde ich dich gerne nochmal fragen, Potter, was würdest du dir denn für eine zeitgemäße Sexualerziehung an unseren Schulen wünschen? Ich würde mir wünschen, dass dem viel, viel mehr Raum gegeben wird. Einfach, weil es tatsächlich Leben retten kann. Ich finde, was wahnsinnig, also wirklich sträflich vernachlässigt wird, ist das Missbrauchsthema. Und ihr wisst, wie die Statistiken sind. Jeder von euch kennt Kinder, die missbraucht werden. Wir wissen es nicht, aber es passiert oder verprügelt oder gedemütigt. Und diese Themen sind so wichtig und es gibt leider nur die Schule, die das auffangen kann. Und dem muss ganz viel Raum geben.
Weil wir in Zukunft, wir werden nicht mehr überlebensfähig, indem wir Rilke rezitieren können oder Kurvendiskussionen beherrschen. Wir werden überlebensfähig, indem wir wieder zu Menschen werden, die Acht geben aufeinander und die verstehen, dass wir unsere einzige Rettung im Grunde ist, dass wir uns mit Liebe begegnen und uns gegenseitig verteidigen gegen die Menschen, die uns keine Liebe geben. Und das ist, ja, das ist einfach Schule, ist der wichtigste Ort und gute Lehrer und Lehrerinnen sind einfach die, die Leben retten können. Das war bei mir so, das war bei ganz, ganz vielen Freundinnen von mir so. Gute Lehrer sind Gold wert und teilweise wirklich einflussreicher als die Eltern, die uns so zugeteilt werden. Paula, ich danke dir für dieses wunderbare Abschlusswort. Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen. Wir arbeiten dran, wir bleiben dran. Danke für deine Impulse an der Stelle und ja, noch einen wunderschönen Start in das neue, frische 2025. Danke für die Einladung.
So Gerhard, das Thema der heutigen Folge lautet ja Let's Talk About Sex, oder? Und wie hast du denn jetzt das Gespräch mit der Paula Lambert empfunden? Ich habe das als sehr kommunikativ empfunden. Also da ist ja auch ihr Ansatz, redet darüber, sprecht darüber, tabuisiert es nicht. Sie hat natürlich ihre Ideen für den Unterricht, da kann man nochmal ein bisschen schärfen, da werden wir vielleicht gleich auch noch über Angebote reden. Als Türöffnerin, also auf das Thema nochmal zu transportieren, da fand ich Paula richtig gut. Man hört ihr gerne zu, sie weiß, wovon sie spricht und wir haben die verdammte Pflicht auch, das Thema in Schule zu besprechen. Absolut. Es ist ja einfach ein Thema, was uns alle umgibt und gerade unsere Kinder, Jugendlichen, Heranwachsenden, für die ist es natürlich ein besonders spannendes Thema, das muss man so auch sagen. Und wenn du auf der anderen Seite immer wieder hörst, dass sich Lehrkräfte durch ihr Studium auch nicht ausreichend vorbereitet fühlen, Sexualkunde unterrichten und da im Bereich der sexuellen Bildung auch aktiv zu werden, dann muss man natürlich sehen, wie kann man das auffangen. Also wie können wir als Lehrkräfte es schaffen, das Thema in den Unterricht zu integrieren, ohne dass es uns sehr unangenehm wird, ohne dass es vielleicht für die Kinder auch unangenehm wird, sondern die Tür öffnen für eine offene Kommunikation und auch für ein Ohr für die Bedürfnisse und teilweise vielleicht auch Nöte unserer Schüler und Schülerinnen.
Sie hat ja verschiedene Themen angesprochen. Wir reden jetzt einmal über die körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Da kann man relativ früh ja auch schon einsteigen mit dem Thema. Ich zeige mal ein kleines Beispiel. Du kennst sicherlich auch Jan Weiler, Huberti. Und da wird ein Projekt beschrieben, das haben damals meine Zwillinge, die haben das auch in der Schule gehabt, in der Grundschule bei uns. Und das machen wir heute auch noch als Projekttag in unserer Grundschule.
Spermagent und Zyklisch Show, wo die Kinder auf eine sehr spielerische und vor allem auch eine sehr unaufgeregte Art und Weise sich mit dem Wunder des Lebens auseinandersetzen. Man findet eine Sprache, wo die Kinder sich wiederfinden und wo man in das Thema einsteigt. Gibt ja gerade eine Partei, die sagt, bloß nicht über sowas in der Grundschule reden. Ihr wisst sicherlich, welche Partei das ist. Muss ich nicht nennen, muss ich hier keine Alternativen anbieten. Und ein zweites Thema, was Sie angesprochen haben, was ich sehr, sehr, sehr wichtig finde, die Prävention sexualisierter Gewalt. Das geht uns alle als Lehrerinnen und Lehrer an. Ich bin Schulleiter einer katholischen Schule. Da haben wir eine Geschichte, da gab es schlimmste Dinge. Unsere Kollegen machen regelmäßig Fortbildungen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt. Wir sind darauf sensibilisiert. Wir schauen hin und das ist uns wichtig. Noch ein zweiter Punkt. Schulen, die sagen, sie haben kein Problem, die haben Probleme. Das fängt bei der Sprache an. Wie reden wir mit Schülern? Bis hin, wie schützen wir Schüler? Können sie zu uns kommen und können über Probleme sprechen? Und präventionssexualisierter Gewalt ist auch das, was ich im Vorgespräch, glaube ich, schon gesagt hatte. WhatsApp-Gruppen, Beschämung von Schülern und so weiter. Es ist eine große Fortbildung, die sehr tiefgründig und sehr umfassend ist.
Ganz wichtig bei dem Thema aufmerksam zu bleiben, sensibilisiert zu sein und da wirklich auch die eigene Verantwortung wahrzunehmen, das denke ich auch hinzuhören, oft fängt es ja auch an mit der verbalen Gewalt vielleicht im schulischen Umfeld, also dass man da wirklich früh dagegen wirkt und sich auch als Ansprechpartner anbietet für Kinder, die da den Bedarf fragen und eventuell auch Nöte haben. Und ich würde gerne auch nochmal verweisen auf mein Gespräch mit der Karolin Strehmel der letzten Kurz-und-Gut-Folge. Die Karolin ist ja die Gründerin der Nobody-App, also geschrieben mit K-N-U-W, setzt sich zusammen aus Know und Body, also so wie Kenne den Körper, darum geht es. Das ist eine App für sexuelle Bildung und die ist einsetzbar ab der sechsten Klasse. Die Carolin erklärt das wunderbar in dem 15-minütigen Gespräch, was ich mit ihr führe. Schaut da gerne nochmal in die Folge von der letzten Woche.
Und die Nobody-App kann man sich runterladen. Da gibt es Schullizenzen, das ist alles nicht besonders kompliziert und das sind vorgefertigte Unterrichtseinheiten, ganz individuell auch aufbereitet, die euch im Unterricht unterstützen können, das Thema anzugehen und von verschiedenen Facetten aus auch zu beleuchten. Also wirklich ein Tipp an der Stelle. Ich verlinke die App gerne auch noch mal in den Shownotes, denn da gibt es konkrete Hilfestellungen und Anleitungen für den Unterrichtsalltag.
Darüber hinaus empfehle ich, wie im Podcast ja auch erwähnt, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die auch Materialien zur Verfügung stellt, auch Statistiken oder Materialien, mit denen ihr selber Unterrichtsmaterial erstellen könnt, vielleicht auch in Kombination. Und es gibt ja schon einige Digis, die das Thema auch behandeln, womit ihr einsteigen könnt, aus diesen verschiedenen Angeboten sicherlich eine sehr gute Unterrichtseinheit basteln könnt. Ja, das denke ich auch. Also wir hoffen, dass wir euch mit der Folge eine große Hilfestellung auch nochmal gegeben haben, vielleicht die eigene Hemmschwelle zu überwinden, das Thema anzugehen, wie gesagt, sensibilisiert zu sein und hinzuhören und auch aktiv sich einzubringen. Und egal ob mit den Digis, der Nobody-App oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, gibt es gute Pakete, die dabei helfen, das Thema sexuelle Bildung vernünftig in den Unterricht zu integrieren. So machen wir das. Wenn ihr keine Folge mehr verpassen wollt und immer die Ersten sein wollt, die diesen Podcast hören, um solche Informationen zu bekommen, dann abonniert diesen Kanal, gebt uns gerne ein Feedback, gebt uns gerne eine Sternebewertung auf Spotify. Bleibt dran, dann heißt es bald wieder, hey Diggis, so geht Lernen heute. Das war Hey Diggis, der Bildungspodcast mit Viola Patricia Herrmann und Gerd Mängel. Immer dienstags auf allen Podcastplattformen. Musik.