Hey Diggi, so geht gewinnen. Wir haben alle Schulen, alle Gewinner-Schulen vom DSLK, Schulpreis Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ja, richtig toll. Wir freuen uns, alle fünf Preisträger hier nochmal begrüßen zu dürfen. Und es kommen ja auch nicht nur alleine die Schulleitungen, sondern was ich ganz, ganz toll finde. Schulleitung plus Schüler oder umgekehrt Schüler plus Schulleiter. Ja, genau. Also diesmal werden ja auch die Kinder mal das Mikrofon übernehmen und kommen zu Wort. Und natürlich ist es so, dass alle fünf Schulen sich ihren Preis redlich verdient haben und uns von ihrer spannenden Reise bis zum heutigen Abend erzählen werden. Jetzt geht's los.
Jetzt der große Nachklapp. Wir haben das zwar schon in der letzten Folge gesagt, dass es das geben würde, aber wir haben uns entschieden, wir geben den Schulen nochmal extra Raum und wir sprechen über den DSLK Schulpreis Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ihr erinnert euch, wir hatten da eine große Folge auch mit Dr. Luk Scheiter von der UNESCO und Udo Beckmann vom DSLK. Und jetzt haben wir die Preisträger hier. Damals haben wir aufgerufen, jetzt sitzen sie hier. Wir haben sie gefunden. Ja, super. Herzlichen Glückwunsch an der Stelle an Jona Dücker und Robin Schnell von der berufsbildenden Schule, von den berufsbildenden Schulen, muss man sagen, am Museumsdorf Kloppenburg. Also erstmal ganz, ganz herzlichen Glückwunsch. Ja, vielen lieben Dank. Vielen Dank.
Ich würde gerne mal fragen, jetzt habt ihr gewonnen. Also die Standardfrage wäre jetzt, wie fühlt sich das an? Und natürlich werdet ihr euch freuen und happy sein, aber die Konkurrenz war ja sicherlich sehr stark. Erzählt doch mal so ein bisschen auf eure Reise, wie ihr hierher gekommen seid. Was hat euch dazu inspiriert, überhaupt teilzunehmen? Und ja, wie denkt ihr, habt ihr das jetzt bis ganz nach oben geschafft und diesen Preis gewonnen? Ja, vielen Dank erstmal für die Frage. Aber es ist natürlich so, dass wir schon sehr selbstbewusst sind und auch wissen, was wir an der Schule leisten. Gerade wenn man sich so mit anderen Schulen vielleicht auch im Umkreis so ein bisschen vergleicht. Und da wissen wir natürlich, dass wir relativ gut sind, relativ viel machen. Aber wir wissen natürlich auch, dass das vielleicht nicht bei jedem immer so ankommt, gerade in der Bevölkerung. Und dann sind wir auf die Idee gekommen, okay, da gibt es doch genug Preise. Warum wollen wir uns nicht bei jemandem, der da bei einem Preis, der gut passt, bewerben? Und dann haben wir uns im April dazu entschieden, die Bewerbung für diesen DSLK-Schulpreis zu stellen. Und da sind wir natürlich super froh drüber, dass das auch noch so erfolgreich ist. Ja, muss ich natürlich drüber lachen. Ich kann mir jetzt auch einen Oscar wünschen. Aber ich muss ja auch irgendwas leisten, um ihn zu bekommen. Also du sagst jetzt so, haben wir mal den Preis abgeschickt, als wäre es eine Lotterie. Ihr habt ja schon was vorzuweisen. Jonas, erzähl mal.
Ja, also die Schule brachte natürlich viel im Bereich Nachhaltigkeit. Ich persönlich bin ja Schüler an der Schule und bin Auszubildender, das heißt ich bin dort in der Berufsausbildung an der Schule und für mich persönlich gab es den Assistenten für Nachhaltigkeitsmanagement, den die Schule angeboten hat und das war ein positiver Impact ja auch für meine Ausbildung und den konnte ich da sehr, sehr gut gebrauchen. Das war beispielsweise ein Baustein der Nachhaltigkeit an der BBS der Museumsdorf. Bildung ist sowieso am nachhaltigsten. Das haben wir gerade von Ranga Yogeshwar gehört. Ein fantastischer Vortrag. Auch hier nochmal der Verweis. Da haben wir auch eine super lange und super tolle Folge. Aber der hat nochmal eine Schippe draufgepackt. Also ich bin total entzündet und angesteckt. Was ist denn der Nachhaltigkeitsassistent? Also der Assistent für Nachhaltigkeitsmanagement ist eine Weiterbildung, die die BBS zusammen mit der IHK erarbeitet hat.
Und es ist ja so, dass Unternehmen in eine Berichtspflicht reinkommen. Berichtspflicht bedeutet nach den CSRD-Richtlinien und die Unternehmen rutschen da rein und sie brauchen eben jemanden, der sich genauer damit befasst, genauer auseinandersetzt, was bedeutet CSRD eigentlich, was bedeutet Nachhaltigkeit im Unternehmen und ja, dafür ist der Nachhaltigkeitsmanager da. Ihr schafft sozusagen Experten für dieses Thema. Strahlt das auch auf die anderen Berufsbilder aus? Ihr merkt es spät, ne? Ich schneide das nicht raus. Also auf die anderen Berufsbilder aus? Ja, ich gebe die Frage mal an dich. Ja, an den Chef. Obwohl, ihr beide seid, glaube ich, auf Augenhöhe. Kann das sein? Wir kennen uns beide gut aus, ja.
Sehr schön. Ja, sehr gut, sehr gut, sehr gut. Ja, also in der Tat versuchen wir natürlich diesen Nachhaltigassistenten auch nicht nur auf die Wirtschaft, sondern vielleicht auch auf andere Bereiche auszudehnen. Auf die Sozialpädagogik, auf den Bereich des Gesundheitswesen. Und da wollen wir natürlich in den nächsten Jahren so ein bisschen hin, dass wir da noch ein bisschen mehr Werbung machen, sodass dieser Nachhaltigkeitsassistent natürlich auch breit gestreut wird und möglichst viele davon profitieren. Besser kann man das eigentlich jetzt hier fast gar nicht abschneiden. Eine Frage habe ich immer noch zum Schluss. Ja, eine habe ich noch tatsächlich, denn ihr habt ja auch einen tollen Spendencheck bekommen. 10.000 Euro gab es jetzt zum Gewinn des DSLK Schulpreis für nachhaltige Entwicklung. Was passiert mit den 10.000 Euro? Wo soll die Reise weiterhin jetzt hingehen? Ja, das ist natürlich eine sehr schöne Frage, eine sehr spannende Frage. Wohin geht der Urlaub?
Das wäre gut, wenn man das so ausgeben könnte. Aber in der Tat haben wir da noch nicht so unheimlich viele Gedanken zu gemacht. Ich würde mir natürlich wünschen, dass wir uns vielleicht für den Agrarbereich, für den ich bei uns an der Schule zuständig bin, ein paar Experten mal leisten, die vielleicht ein bisschen sagen, okay, wie kann man Agrofrost in die Fläche reinbringen? Wie kann man was tatsächlich für den Windschutz tun, für den Erosonschutz, auch diesen Wege? Da muss ich auch, glaube ich, noch ein bisschen mit meinem Schulleiter verhandeln. Spannend. Also auf jeden Fall ganz herzlichen Glückwunsch und sicherlich weiterhin ganz viel Erfolg auf dieser abenteuerlichen Reise. Absolut. Ich muss jetzt noch einmal ein bisschen sticheln. Berufsbildende Schule am Museumsdorf. Viele Schulen sind ein Museumsdorf. Ihr seid dann nur in der Nähe von. Macht weiter so. Vielen herzlichen Dank. Ja, vielen lieben Dank. Dankeschön. Vielen Dank.
Es geht Schlag auf Schlag, ja. Und schon ist die nächste Preisträgerschule bei uns. Wir haben den Aufruf gestartet, ihr habt es gehört. Die Kloppenburger Schule hat die Podcastbox verlassen. Und jetzt ist hier sogar eine Bekannte für mich, und zwar die Nikola Köppers. Aber noch, ich kenne die noch nicht, die Nils Ritter. Und zwar von der Grundschule am Dichterviertel in Mühlheim an der Ruhr. Herzlich willkommen. Ihr seid Preisträger. Was habt ihr gemacht? Ach, du hast das übrigens ganz fantastisch auf der Bühne gemacht. Das muss man erst mal bringen. Also, live. Nee, wir sind nicht live. Das schneiden wir auch nicht raus. Wir sind nicht live. Aber was soll ich noch mal?
Warum habt ihr den Nachhaltigkeitspreis gewonnen? Was habt ihr getan? Also wir haben viel an unserer Schule umgesetzt mit den Nachhaltigkeitszielen. Haben die Ziele benutzt und haben die umgesetzt, zum Beispiel mit Zielen, die wir unterstützen mit den Eltern und mit den Lehrern und mit den Kindern, die wir alle zusammen erledigen. Zum Beispiel haben wir ein Stück vom Regengewald gekauft und haben uns gegen eine Rutsche dazu entschieden, konnten wir alle zusammen entscheiden. Also ich muss erst mal sagen, ich finde das ganz toll, wir haben auch eine Premiere, weil Nils ist unser erstes Kind bei Hey Diggis, So geht Lernen heute. Wir reden ja wirklich ganz viel, eigentlich schlimm, ich wollte gerade sagen, wir reden ganz viel, shame on us, wir reden ganz viel über euch, aber noch ganz selten.
Mit euch, genau. Von daher ist das toll. Nein, es ist toll, dass du da bist. Bevor wir zu deiner Schulleiterin kommen, würde ich von dir gerne noch wissen, sag mal kurz was zu dir. In welche Klasse gehst du und wie bist du zu dem Projekt gekommen? Macht ihr da alle so mit? Seid ihr alle gleich ganz begeistert gewesen? Oder gab es auch einige, die gesagt haben, Nils, ich weiß gar nicht, was du dich da so engagierst? Also ich bin jetzt in der vierten und komme jetzt bald in die fünfte. Wenn ich ehrlich bin, ich war noch gar nicht so richtig da, als das entschieden worden ist, weil ich bin auf die Schule gekommen, ich habe eine Schule gewechselt und dann bin ich halt da hingekommen.
Aber trotzdem war es auf jeden Fall so, dass es viele gab, die wollten sehr gerne eine Rutsche, weil die das noch nicht gewusst haben und noch nicht erkannt haben, dass es wichtig ist, den Regenwald zu pflegen und auch andere Sachen. Aber es gab auch viele Kinder, die das schon wussten und mitgemacht haben. Und dann war es am Ende die Stimme dafür, dass wir ein Stück vom Regenwald kaufen. Und das war auch meiner Meinung nach jetzt auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Du treibst solche Projekte immer voran, ne? Ja. Das ist ja nicht euer erster Preis, den ihr gewonnen habt. Nein, das ist richtig. Was ist die Motivation? Ist es wirklich dieses, die Kinder zu motivieren, ihnen das Lernen beizubringen und auch den Kindern zu vertrauen? Wir haben heute ganz viel von Selbstwirksamkeit gehört. Ist es dieses Vertrauen in die Kinder, das wird gut? Es ist das Vertrauen in die Zukunft und der feste Glaube, dass wir, ich möchte den Kulturwandel, über den wir heute gesprochen haben, hervorheben, dass diese Struktur, wie wir Bildung denken, so nicht mehr ausreicht und verantwortlich die Welt von morgen ist.
Human, wertebasiert, menschenrechtsorientiert zusammenhalten zu können. Und das heißt, da sind die Nachhaltigkeitsziele nicht ein Add-on oder es ist nicht nur als Projekt zu verordnen, sondern ich bin davon überzeugt, dass Verantwortungsübernahme nur durch Selbstwirksamkeit, durch Gestaltungskompetenz, durch auch die Saat der Liebe des anderen oder diese Empathiefähigkeit gelegt werden kann. Und das macht sich natürlich in erster Linie im guten Unterricht bemerkbar. Also neben den Projekten, können Kinder selbst steuern, selbst wählen? Wie geben sie Rückmeldungen? Wie holen sie andere ein? Also das ist ganz konkret im Unterricht, aber natürlich auch in Projekten.
Wenn meine Kinder diese Welt nicht verantworten lernen, wenn sie sich kennen und lieben lernen, werden sie zukünftig auch nicht verantworten und politisch auch tragfähig Entscheidungen treffen. Und in dieser WUCA-Welt brauchen wir andere Kompetenzen als früher. Und deswegen versuchen wir wirklich in unserem gesamten schulischen Sein und daher die Preise, das zieht sich durch, Selbstwirksamkeitserleben, Verantwortungsübernahme und hohes ethisches Handeln als Grundvoraussetzung, Kinderrechte, menschenrechtsbasierte Arbeit bei guter Qualität zu ermöglichen. Und da sind wir halt auch viel digital unterwegs und reisen in andere Länder, konferieren mit Taiwan, machen mit Schulen in Trondheim, vergleichen die Kinderparlamente, die Demokratien. Das sind alles entscheidende Sachen, ja. Toll. Ich habe wieder Lust anzufangen. Ja. Also, bei dir würde ich arbeiten. Danke, ja, das ist auch mein... Hast du eine Stelle? Aber für dich immer.
Jederzeit. Naja, habe ich auch gerade gedacht. Also wirklich Schulleitung richtig mit Herz, aber natürlich auch ganz viel Verstand und Plan dahinter. Und ganz tolle Schüler offensichtlich auch an der Grundschule am Dichterviertel. Herzlichen Glückwunsch von unserer Seite und natürlich die Frage, sehen wir euch nächstes Jahr wieder hier mit dem Spendencheck?
Ach, ich denke, das geht nicht unbedingt. Also der Preis ist wichtig für die Sichtbarkeit, um Mut zu machen, um andere da anzufeuern, zu sagen, hey, wir sind auch schon auf einem guten Weg und das Finanzielle ist das eine. Aber was wir damit machen, haben wir schon besprochen, Nils. Willst du es mal erzählen? Ich kann es nicht gut erklären, machst du es lieber. Echt? Ja, ich kann es nicht gut erklären. Okay, dann mache ich es.
Ja, wir haben natürlich gesagt, wir sind eine partizipative Schule. Wir bestimmen das jetzt natürlich in erster Linie. Die Kinder, die werden entscheiden, was wir mit dem Preisgeld machen, wo das hingeht. Und wir werden natürlich dann auch das Team und die Eltern mit einbeziehen. Aber entscheidend ist, dass wir mit der ganzen Schule gemeinsam überlegen, wo können wir auch dieses Geld nachhaltig veräußern. Also es wird keinen One-Shot geben, nichts irgendwie, was eine einmalige Aktion ist, sondern vielleicht zum Aufbau von Netzwerken mit anderen Schulen, dass sich Kinder systematisch treffen können, um gemeinschaftlich Dinge voranzutreiben, zu besprechen, zum Beispiel Regenwaldbotschafter werden oder so. Fantastisch. Und du hast ja eine große Chance nächstes Jahr. Ich habe ja auf der Bühne gehört, du bist ja nur noch ein halbes Jahr da. Ja. Du kannst ja nächstes Jahr wiederkommen. Du kannst ja mit einer anderen Schule wiederkommen, wo du dann am 5. bist. Erzählst du, wie toll das war? und dann kommst du wieder und dann reden wir nächstes Jahr wieder. Was hältst du davon? Also ich fände es cool und weil ich dann auch bestimmt euch wieder sehe, und ich finde das gut und ich würde das wahrscheinlich auch probieren, dort rein zu bringen und ja. Okay, abgemacht. Hand drauf. Also bis nächstes Jahr. Vielen Dank. Danke, gerne.
Ich weiß gar nicht, ob man es hier im Hintergrund ein bisschen hört, aber die Stimmung steigt beim DSLK. Unsere Podcastbox kommt langsam an ihre Grenzen. Die Party ist hier schon in vollem Gange. Aber wir freuen uns, noch einen Preistereger bei uns begrüßen zu können, nämlich Axel Grote vom Johannes-Falkhaus. Herzlich willkommen und erstmal herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung. Super, herzlichen Dank für die Einladung. Ich komme gerne, um mit Ihnen einen Podcast aufzunehmen und vielen Dank für die Glückwünsche. nehme ich gerne entgegen. Das Johannes-Falk-Haus, nehmen Sie uns doch mal mit, welche Art von Schule ist das denn? Das Johannes-Falk-Haus ist eine private Ersatzschule. Wir sind in Trägerschaft des Kirchenkreises Herford, sind aber keine streng konfessionelle Schule. Wir sind eine Schule für Kinder mit Einschränkungen. In Nordrhein-Westfalen heißt das für das Schwerpunkt geistige Entwicklung.
Das ist der sonderpädagogische Förderschwerpunkt. Das bedeutet, dass alle Kinder, Jugendlichen und auch jungen Erwachsenen, wir haben auch teilweise junge Erwachsene bei uns in der Schule, eine geistige Behinderung haben. Teils dann auch eine körperliche Behinderung mit dabei. Wir haben teilweise Schwerbehinderte und auch mehrfach behinderte Kinder.
Ja, sind aber ganz klar im Bildungsauftrag des Landes Nordrhein-Westfalen unterwegs. Das heißt, wir sind keine Einrichtung der Erziehungshilfe oder Betreuung, sondern wir sind eine Schule. Ich höre daraus, dass Sie viele Klassenstufen umfassen, richtig? Also man kann das jetzt nicht differenzieren nach Grundschule oder Urschule, sondern vielleicht erzählen Sie uns da noch ein bisschen was drüber, wie ist Ihre Schule aufgebaut? Von welcher Klasse bis zu welcher Klasse geht das? Ja, man kann schon differenzieren. Das Land Neutrhein-Westfalen differenziert nach Primarstufe, Sekundarstufe 1 und dann Sekundarstufe 2. Also von der Grundschule bis hin zum Berufskolleg. Und genau in dieser Altersstruktur sind wir auch unterwegs. Die Kinder, die zu uns kommen, werden sehr häufig bei uns eingeschult mit sechs Jahren als E-Männchen und dürfen laut Schulgesetz des Landes bis zum vollendeten 24. Lebensjahr bei uns in der Schule bleiben. Das versuchen wir zu vermeiden. Bei uns verlassen die Schülerinnen und Schüler in der Regel mit 18 oder 19 Jahren die Schule. Und dann ist es unsere Aufgabe zu gucken, wo das Anschlussangebot ist. Wir haben wenige Schüler, die dann auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle finden. Eine Ausbildung schafft niemand von unseren Schülerinnen und Schülern, weil halt die kognitive Eingeschränktheit, da ist es halt die geistige Behinderung. Ja, das ist eine gute Brücke.
Trotzdem hat sich ihre Schule, oder gerade deshalb hat sich ihre Schule für den DSLK Schulpreis Bildung für nachhaltige Entwicklung beworben. Denn ich kenne das Thema, es wird immer als Inklusion beschrieben. Ich habe eine Mannschaft, Sie haben gesagt Menschen mit einfacher und mehrfacher Behinderung, ein Basketballteam gegründet. Wir haben jetzt mittlerweile in der dritten Stadt, kommt das nächste Team, es ist schon sehr spät, ich verhaspel mich manchmal. Welche Widerstände man da auch immer hat. Und das hat doch nichts. Das ist kein Leistungssport. Und wir fahren jetzt nach zweieinhalb Jahren zu den Special Olympics. Das ist auch nur so eine Geschichte. Und ihr habt jetzt hier den DSLK Schulpreis geholt. Welche Widerstände hat man da manchmal auch auszuhalten, weil den Kindern und Jugendlichen ja oft viel zu wenig zugetraut wird. Ja, das ist ein super Punkt. Viel zu wenig zugetraut. Ich verwende, Sie sagten eingangs das Thema Inklusion, ich verwende den Begriff Inklusion nicht sehr häufig. Ich mag ihn auch nicht. Ich sage mal für alle. Ja, genau, für alle. Wir sprechen bei uns über Teilhabe und das ist bei uns Ziel des Unterrichts. Wir gucken für jeden Schüler individuell, welches Teilhabeziel hat dieser Schüler in diesem Schuljahr oder in dieser Woche oder auch an diesem Tag. Und dann bemühen wir uns, dass wir die Teilhabeziele der einzelnen Schüler vernünftig hinbekommen an der Stelle. Und ja, genau, wir haben uns nicht trotz, sondern wegen des Schwerpunkts beworben beim Schulpreis hier für Bildung für nachhaltige Entwicklung, Weil wir gesagt haben, ja, Moment, wir können es auch. Wir können es vielleicht sogar besser als andere, zumindest genauso gut wie andere Leute.
Weil wir versuchen unseren Schülern die Welt zu erklären. So, bei BNE haben wir 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und die 17 Ziele umschreiben die Welt.
Die 17 Ziele umschreiben die Welt und die Aufgaben, wo wir im Sinne der nachhaltigen Entwicklung unterwegs sein müssen. Wir versuchen unsere Schüler so zu ertüchtigen, dass sie eigenständig und selbstbewusst durchs Leben gehen. Und dazu müssen sie verstehen, an welchen Stellen sie wirksam sind. Bei unseren Projekten, bei unserem Unterricht, ich kann gleich gerne auch nochmal erzählen, wie der Unterricht aufgebaut ist für die nachhaltige Entwicklung. Bei unserem Unterricht ist es so, dass die Schülerinnen und Schüler nicht so sehr aufs Problem gucken. Sie gucken auf die Lösung. Das ist auch so ganz nebenbei im Sinne von Greenpeace hier am Nebenstand. Es ist der Greenpeace-Stand, das fand ich ganz interessant, hatte ich noch in einem Gespräch, dass sie auch bemüht sind, die Schule dahingehend zu entwickeln, dass nicht zu viel problematisiert wird, weil davon haben wir keine Lösung. Und mit unseren Schülerinnen und Schülern entwickeln wir Lösungen und leben die Lösungen. Wir gehen in den Garten, wir kümmern uns um die Bienen, wir ernten den Honig. Wir gehen in den Schulgarten und pflanzen dort Gemüse oder Obst an, ernten das und sehen den Kreislauf. Und die Schüler erleben das und merken, okay, wir müssen aufpassen. Wir müssen aufpassen, dass wir genug Wasser haben. Wir müssen aufpassen, dass wir sorgfältig mit Wasser umgehen. Wir müssen aufpassen, dass wir die Pflanzen gut hegen und pflegen.
Und wenn sie das bei uns gelernt haben, in der eigentlichen Separation, das ist eine Förderschule, dann greift aber unser Teilhabe Gedanke. Weil wir haben ihnen das in der Ruhe, die sie brauchen, beigebracht. Und dann gehen wir raus. Dann finden wir Freunde, dann finden wir Förderer, dann finden wir Partner, dann finden wir Industrieunternehmen, dann finden wir jetzt als Beispiel einen Landwirt, der uns eine Wiese zur Verfügung stellt und mit dem Landwirt zusammen und im Auftrag unseres Schulträgers.
Er wirtschaftet in Anführungsstrichen durch die Schüler im Rahmen eines Sponsorenlaufs bzw. Einer Bewegungswoche. Pflanzen wir da, was haben wir gesagt, 45 Apfelbäume an, aber machen das öffentlichkeitswirksam, um zu zeigen, was wir können. Wir machen es öffentlichkeitswirksam, um zu zeigen, wir haben es begriffen, unsere Schülerinnen und Schüler haben es begriffen. Und nebenbei tun wir etwas Gutes für den Sozialraum Herford, weil dann können die Äpfel geerntet werden und dann können wir wieder Apfelsaft pressen und den dann an bedürftige Familien wieder weitergeben. Insofern ist das par excellence die Teilhabe unserer Schülerinnen und Schüler, weil das, was sie gelernt haben, wenden sie in ihrem Lebensumfeld an. Der DSLK Schulpreis bringt natürlich auch eine gewisse Sichtbarkeit mit sich. Glauben Sie, dass Sie auch eine Art Leuchtturmschule sein können für andere Förderschulen, die das hören oder sie vielleicht auch sehen und denken, wow, das ist auch mal vielleicht doch ein mutiger Weg, Den gehen wir auch. Wir werden auch viel zu wenig gesehen. Unsere Schüler, Schülerinnen werden viel zu wenig gesehen. Das ist auch mal ein Impuls, den Sie nach außen tragen. Ja, das stelle ich auch immer wieder fest, dass Schulen, auch häufig Förderschulen, ein Stück weit ihr Licht unter den Scheffel stellen und sagen, ah nee, da gehen wir jetzt nicht mehr nach außen. Ob es reicht, wer weiß. Und ja, ich möchte gerne zeigen, es reicht, was wir tun, weil wir machen guten Unterricht, wenn wir individuell fördern, wenn wir über die Teilhabe der Schülerinnen und Schüler sprechen.
Guter Unterricht und wir müssen es zeigen, A, um zu zeigen, wir sind eine gute Schule, aber das ist nur nebenbei, sondern zu zeigen, dass das, was wir tun, für die Schüler Kompetenz bedeutet. Die Schüler zeigen, was sie drauf haben und zeigen, dass sie Teil der Gesellschaft sind. Ich erhoffe mir auch ein Stück weit, dass andere Kollegen dann sagen, okay, erzähl mal ein bisschen von dem Projekt und dann kann ich ein bisschen von dem Projekt erzählen, weil wir den Unterricht tatsächlich verändert haben. Die Klassen, die hier dran beteiligt sind, sind einige bei mir in der Schule, machen 14 Stunden pro Woche Unterricht nur für BNE, jede Woche, das ganze Schuljahr durch. Und das ist schon etwas Besonderes, das ist projektorientierter Unterricht. Und in dieser Zeit wird unter dem Leitbild BNE, Deutsch, Mathe, Sachunterricht, Sport, wird alles gemacht, aber alles mit dem Leitbild BNE. Und das ist eine Weiterentwicklung von Unterrichtskultur. Das wäre nochmal eine richtig große Folge. Also das hört sich nach einer richtig langen Folge mal an. Also ihr hättet richtig Lust da nochmal mehr drüber zu erfahren. Jetzt nehmen wir nur kurz auf, aber das wäre nochmal eine tolle lange Folge. Können wir gerne nochmal einen Nachgang machen. Also auch in die Schule zu kommen oder wir treffen uns so zu einem Gespräch. Toll, das machen wir sehr gerne und bis dahin, Herr Grote, weiterhin viel Erfolg und herzlichen Glückwunsch natürlich auch an alle Schüler, Schülerinnen und das pädagogische Personal des Johannes-Falkhaus. Super, vielen Dank, das nehme ich mit, gebe ich gerne weiter und es ist auch schon bei Instagram hochgeladen, unser Pragerverkehr, dass das Ding kommt. Ja, toll.
Die nächste Preisträgerschule ist bei mir und ein fantastischer Name, Familiengrundschulzentrum Sonnenstraße. Da ist ja der Nomen ist Omen, also das ist so ein schöner, klangvoller Name. Und ihr musstet ja beim DSLK Schulpreis Bildung für Nachhaltige Entwicklung gewinnen. Ihr hattet ja Heimvorteil, ihr seid aus Düsseldorf. Bei mir sind Cornelius Kneddel, der Schulleiter, und Sazu Kohlmeier.
Wer fängt mal an? Schulleiter muss anfangen, ihr seht das leider nicht, aber zwei stolze Menschen hier in der Podcastbox. Könnt ihr euch das erzählen mal? Was habt ihr genau gemacht und warum habt ihr gewonnen? Oder seid ausgezeichnet worden? Ihr habt ja, sind ja fünf Preisträger und das finde ich auch schön, die gleichwertig eine Auszeichnung bekommen und gemeinsam nachhaltige Bildung fördern. Bitte. Genau, also wir sind ausgezeichnet worden, nicht nur weil wir in Düsseldorf sind, sondern natürlich, weil wir unseren Friday seit nunmehr fast zweieinhalb Jahren umsetzen. Das bedeutet, dass unsere Kinder jeden Freitag in der Woche an den Zielen für nachhaltige Entwicklung arbeiten. Sie können sich Themen aussuchen, sie können sich für Themen entscheiden, die auf die 17 Bildungs- und Nachhaltigkeitsziele einwirken. Und das ist das, wofür wir uns beworben haben und wofür wir den Preis gewonnen haben. Ich erinnere mich auch mal an die Folge, die letzte Folge, da hatten wir Tobias Veitgenhauer, die Folge, die am Samstag gekommen ist, der ist der Geschäftsführer von Friday. Informiert euch da gerne, kontaktiert den Friday. Und jetzt kommt Sasu, die war gerade auf der großen Bühne, hat vor 1000 Leuten gesprochen.
Was passiert da beim Friday? Sasu, kannst du mir das mal erklären? Ja, also manche Klassen aus meiner Schule, die haben ein bestimmtes Thema. Und wir haben auch Projekte, nach denen wir arbeiten, zum Beispiel Filmen oder Musik machen oder auch Theater. Und ich bin in der Filmgruppe und...
Ich weiß schon, was du gespielt hast, aber erzähl mir mal erst mal, was ihr für einen Film gedreht habt. Worum ging es? Um Aliens, die die Erde besuchen, die die Erde retten wollen, weil der Klimawandel gar nicht gut läuft. Was geht da schief beim Klimawandel? Wird es einfach zu warm oder zu wenig Wasser? Es wird zu warm, es gibt zu wenig Wasser, es gibt zu wenig Pflanzen, sehr viel. Welche Idee haben die Aliens?
Sie werden von Menschen erstmal angefunkt und die Aliens kommen dann auf die Erde, schauen, ob das wirklich echt ist. Und dann machen die etwas dagegen und sowas wie der Endgegner ist der Ehrgeiz, also die Gier, den werden wir besiegen. Wollen wir mal verraten, welche Rolle du gespielt hast? Ich war eines der zwei Aliens. Fantastisch, also die Aliens als Retter, einfach mal anders als wie man das sonst in den Filmen kennt, dann sind die immer böse und wollen alles kaputt machen. Ihr wart genau anders, ihr sagt, ihr müsst was ändern, damit die Erde so schön bleibt, wie sie ist. Ist das richtig so? Wie sie war. Wie sie war, okay. Was kann man daraus lernen? Welche Botschaft habt ihr den anderen Kindern gesendet? Wir haben zurückgesendet, also die Menschen, es sind in dem Fall ein Mädchen und ein Junge in dem Film, Die, äh, ähm... Haben ein Funkgerät im Keller gefunden, haben uns kontaktiert und wir haben das dann in der Alien-Zentrale, wo drei Aliens sind, gesehen.
Und dann haben wir zurückgefunkt. Ich weiß aber noch nicht was, die Zähne haben wir noch nicht gedreht. Ich habe mal eine Frage. Wenn du dich dann so auf dem Monitor siehst, wenn ihr den Film gedreht habt, was fühlst du da, wenn du dich da so spielen siehst? Ich bin richtig aufgeregt. Ich hatte auch schon mal einen Film gemacht, der ist aber nicht so gut geworden. Aber bist du auch ein bisschen stolz? Findest du das toll, wenn du das siehst, was dabei rumkommt? Ja. Wenn der richtig gut ist, hat mein Filmlehrer gesagt, kommt der vielleicht sogar in Hollywood. So musst du immer denken. Der höchste Maßstab Hollywood und dann den Oscar. Aber ihr habt ja heute schon mal gut angefangen mit dem DSLK Nachhaltigkeitspreis. Ich gebe jetzt nochmal an deinen Schulleiter. Medien spielt eine große Rolle. Habt ihr auch andere Themen, die ihr bearbeitet? Die Medien sind ja nur ein Thema. Ihr bearbeitet ja trotzdem, sind ja nur Mittel zum Zweck. Genau, das sind die Werkzeuge quasi, wie wir das vielleicht auch dokumentieren können, wie wir es aber auch den anderen Kindern zeigen können und zur Verfügung stellen können, natürlich auch unseren Sozialraum und unseren Eltern. Aber wir haben zum Beispiel eine Schulgarten AG, wir haben auch das Thema der Mülltrennung des Upcycling, also es sind verschiedenste Themen, die die Nachhaltigkeit betreffen.
Und die Kinder kommen auf Ideen, die dann versucht werden umzusetzen. Und das ist wirklich total interessant, da zu sehen, was alles möglich ist. Letzte Frage geht an dich, Sasu. Was hast du alle schon gelernt am Freitag? Ich kann mehr schätzen, wie die Natur und auch der Klimawandel sich verändert. Auch besser sagen, ob die ja etwas ändern müssen oder ob es so bleiben muss, wie es ist. Eigentlich muss man jetzt gar nicht mehr sagen. Und alle, ich möchte mal eine Botschaft senden, du bist ein ganz tolles Mädchen, du hast es hier super erklärt, besser kann das kein Erwachsener machen. Es geht auch mal raus an die Schulen, wo Kolleginnen und Kollegen sich quälen, die so ein Format an ihrer Schule etablieren wollen, die sagen, da lernen die Kinder nichts. Wer jetzt auf dieses Mädchen gehört hat, oder auf dich gehört hat, Sasu.
Du bist die beste Botschafterin für den Friday. Das war richtig toll. Vielen herzlichen Dank, dass du heute hier warst. Und du zappelst schon so ein bisschen. Du möchtest tanzen. Du hörst die Musik im Hintergrund. Jetzt wird noch getanzt, oder? Wenn man gewonnen hat, muss man auch feiern. Also viel Spaß euch beiden. Dankeschön. Danke sehr. So.
Letzter Podcast-Take für heute. Und das Beste kommt zum Schluss. Lisa und Fabian sind jetzt bei uns. Und jetzt Herausforderung. Realschuh am... Jetzt Realschule am Kattenberge in Buchholz in der Nordheide. Mein lieber Scholli, da hast du aber ordentlich zu tun, wenn du da mal so ein Kuvert beschriften musst.
Ja, schon. Also es gibt ja Buchholz in der Nordheide, die Abkürzung IDN. Also I.D.N. Gott sei Dank. Jetzt muss man Gerds Intro noch ein bisschen ergänzen. Lisa, du bist ehemalige Schülerin der Schule. Genau, ich bin ehemalige Schülerin. Und Fabian Linder? Ich bin der Schulleiter der Schule. Von der Realschule am Kattenberg in Buchholz in der Nordeide. Wunderbar, das geht auch ganz geschmeidig. Das stimmt allerdings. Also natürlich herzlichen Glückwunsch erstmal an euch beide zum Gewinn des Preises. Wie ist denn euer Weg bis zum heutigen Abend gewesen? Was hat sich da so getan? Wann kam die Idee auf teilzunehmen? Und was ist euer Input? Also es hat sich sehr viel getan in den ganzen Jahren. Wir haben schon 2022 angefangen. Dort haben wir bei der Büchereitzentrale Lüneburg angefragt, ob wir die Saatgutbibliothek bei uns beginnen dürfen. Also es hat alles mit einer Saatgutbibliothek angefangen, mit Saatgut. Also wir haben Saatgut von der Büchereitzentrale bekommen. Im Endeffekt ist das wie eine Bibliothek, bloß nur mit Saatgut.
Dass man das anpflanzt, hochwachsen lässt und dann halt die, sagen wir mal, Chilischoten. Die Chilischoten sind dann fertig und dann kann man die Kerne da drin trocknen lassen. Und dann hat man im Endeffekt wieder die Saat. Man kann das jederzeit immer wieder einpflanzen. Und die Saatbibliothek ist eigentlich genauso wie eine Bibliothek. Man leiht es aus, pflanzt es an, gibt es dann zurück, wenn die Saat neu da ist. Und das funktioniert auch in 30 Prozent der Fälle. Achtung, Überleitung, und die Saat, die ihr damals gesät habt? Als zu Hause. Die habt ihr heute geerntet. Das war ja jetzt aus der wirklich aus der Alexander... Wie hieß er? Aus dem Handbuch für kleine Podcaster.
Aus der Florian Silbereisen-Moderationsschule. Ja, danke. Ich nehme das einfach mal als Kompliment. Also alle lieben Zuhörer, Zuhörerinnen, die jetzt hier uns lauschen, vielleicht auch zu einer zivilen Zeit. Man merkt, wir vier haben schon einen langen, aufregenden Tag hinter uns mit ganz viel Input, ganz viel positiver Aufregung natürlich auch. Fabian Linder, ich würde Sie gerne noch mal als Schulleiter fragen. Wie war denn so Ihr Eindruck des Weges? Sind die Schüler, Schülerinnen, offene Türen eingerannt, als sie gesagt haben, wir wollen mitmachen, wir wollen da ein Teil von sein? War das vielleicht auch Ihre Idee?
Nein, das war nicht meine Idee. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Idee. Ich habe mich überfordert zum Teil. Das ging so schnell, so holter die polter bücherheizentrale 3d drucker recycling fabrik kooperation mit dem bruch in den schulen die nachbarschule nachbaut und so weiter ich konnte nur ja sagen es habe ich überzeugt weil ich hatte nur glückliche kinder und mit elan und freude sind die reingekommen die schule morgens um sieben waren die da vor mir abends um acht waren die teilweise noch da nach mir naja natürlich nur manchmal als guter nein die haben so viel zeit und ideen und kraft da rein gesteckt da konnte ich als Lehrer oder als Verantwortliche nur Ja sagen. Es ging manchmal ja darum, können wir das bezahlen? Ja, Geld haben wir im Landkreis Harburg. Können wir das machen? Ja klar, es ging. Und das war immer, immer Freude. Und heute bin ich hier stolz, im Podcastraum zu sitzen und den Abend zu genießen. Ja, aber da nochmal eine Nachfrage. Ich konnte immer nur sagen, können wir das machen? Ja, das können wir machen. So oft hören wir doch überall, nein, das geht nicht, nein, das können wir nicht machen. Haben wir noch nie so gemacht. Haben wir noch nie so gemacht, brauchen wir auch nicht so machen. Wie kommt diese Offenheit und dieser Fluss, der sich daraus ergibt, einfach zu sagen, ja klar, machen wir, geht.
Ja, weil das um Schülerinnen und Schüler geht. Wenn Schüler sagen, wir machen das oder wir wollen das machen oder wir haben tolle Ideen, die umsetzbar, umsetzbar heißt ja in der Regel, irgendwas Sinnvolles für die Zukunft machen. Was soll ich denn bitte da ein Nein sagen? Ich kann mir nicht mehr in den Spiegel abends gucken. Und die Schülerinnen und Schüler haben so tolle Ideen gehabt. Die ganzen Jahre, über 15 Jahre geht das Projekt letztendlich schon, wenn man die Zeit genau betrachtet. Seit 15 Jahren haben Schüler bei uns Ideen, die weiterentwickeln. Das ist hier nur ein Ausschnitt, was hier gerade heute Abend prämiert wurde. Wir haben eine Bibliothek, die fantastische, ich glaube die beste Bibliothek in ganz Niedersachsen. Wir haben eine Bühne, die wird für alle möglichen Aktionen benutzt. Die ist besser als die Bühne der Stadt Buchholz, weil wir einfach, die Schüler machen das. Und ich als Verantwortliche kann nur sagen, Geld, okay, ich versuche Spenden zu bekommen, weil Buchholz ist eine relativ reiche Stadt mit vielen Firmen, dann organisiere ich ein paar Spenden. Aber mehr mache ich ja gar nicht. Und die Kinder, also ihr, ich kenne hier seit der 5. Klasse, ist unglaublich. Ich will da mal hin zu euch. Wir müssen mal in eine Schule. Das wäre eigentlich die Schule, mit deinem Buch entfangen. Also wenn ihr da... Wir würden... wir werden euch überlegen. Ich glaube, euch wäre richtig gut. Also mich sehen sie da leider ja nicht. Aber du kommst doch dann auch vorbei. Ich komme immer vorbei, ja, wenn ich die Möglichkeit habe. Aber das ist ja eigentlich immer die Möglichkeit. Sie müssen das ja nur mit Fabian Linde abklären und vorbeikommen, wann das passt. Und dann kann man ihnen ja die Mediothek zeigen, unsere 3D-Drucker, wie es jetzt gerade aufgebaut ist mit unseren ganzen grünen Lesen. Das ganze Projekt.
Mich würde mal interessieren, Lisa, was hast du am Friday oder an diesen Projekten alles gelernt? Oh, sehr viel. Was du jetzt auch so mitnimmst. Du bist ja, bist du jetzt im Gymnasium, machst du eine Berufsausbildung? Ich mache eine Berufsausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in Fachrichtung Bibliothek. Bei den Hamburger Bücherhallen. Genau, bei den Hamburger Bücherhallen. Ich habe sehr viel mitgenommen. Ich habe ja auch die ganze Saat auch mit katalogisiert teilweise. Also wir haben ja auch das alles katalogisiert und ich habe das auch mitgemacht. Und damit hat es ja auch im Endeffekt begonnen. Wir haben auch die ganzen Sachen, ich zeichne auch sehr gerne. Und dann habe ich die Hochbeete besprayt, natürlich ein bisschen bemalt, auch ein paar andere Sachen. Das hat mir nicht immer gefallen, diese Kunst, die ja entstanden ist. Ja, vielleicht. Doch, manchmal. Fabian, bitte unterbricht die Lisa nicht. Selbstverständlich. Wir haben es trotzdem so gemacht, wie wir es wollen. Auch wenn er gesagt hat, es soll blau, haben wir mal gesagt, nein, es wird nicht blau, es wird blau-pink oder einfach nur pink oder ganz andere Farben, einfach bunt. Es muss ja nicht immer eine einheitliche Farbe sein, es kann bunt sein. Genau. Und so bunt, ich habe noch einen gelernt bei Florian Silbereisen, so bunt wie eure...
Buchbild, ne? Ja. War auch, glaube ich, diese Folge, die wir jetzt aufgenommen haben. Also wir haben so verschiedene Schulen kennengelernt. Man müsste eigentlich, müsste man mit der Kamera losziehen und Videopodcast machen. Jede Schule fahren und das zeigen. Also auch du, ihr beide habt so eine fantastische Energie. Es waren einige jetzt hier im Raum, die auch so dafür brennen oder andere, die jetzt auch so, ist ja auch so eine Genugtuung manchmal, dass man so gegen Wände rennt. Habe ich jetzt bei euch nicht den Eindruck. Ihr seid schon einen Schritt weiter. Aber dass es auch eine Wertschätzung gibt für so ein Engagement, wie ihr es vorlebt. Das, was wir jetzt auch alles vorgestellt haben, ist ja noch nicht alles. Wir haben noch sehr viel anderes in Planung. Was wir jetzt nur noch, also es ist alles noch in Planung, noch nicht 100% in Umsetzung. Aber das wird demnächst passieren. Also natürlich dauert das immer ein bisschen, aber es wird dann auch passieren. Wie kommt es eigentlich, du bist ja gar nicht mehr an der Schule, dass du noch so engagiert bist. Das ist doch der Wahnsinn. Es bringt mir sehr viel Spaß. Es hilft mir auch in meiner Ausbildung weiter. Ich habe auch sehr viel Selbstbewusstsein dadurch erlangt. Wir haben ja auch bei den Büchern selber Saatgutbibliothek, also die Saatgutbibliothek allgemein. Ist sehr begehrt überall auch. Super. Ganz, ganz spannend und natürlich absolut verdient, dass ihr auch Preisträger des Deutschen...
DSLK Schulpreis für Bildung, für nachhaltige Entwicklung geworden seid. Also ganz herzlichen Glückwunsch nochmal an die Realschule am Kattenberge und weiterhin alles Gute. Dankeschön und auf Wiedersehen und auf Wiederhören.
Viola, das war's jetzt ich kann auch nicht mehr obwohl das so gut war, hier war so viel Energie in der Podcastbox, oder? Doch, ich muss sagen, hat mich auch wirklich nochmal gepusht die fünf Schulen, weil die sind natürlich voller Freude, über den Gewinn, aber auch darüber hinaus merkt man, wie viel Herzblut einfach in diesen Schulen steckt und ich weiß, dass es da draußen noch ganz, ganz, ganz viel mehr tolle, Schulleiter, Schulleiterinnen gibt die tolle Visionen und Ideen haben Und vor allem tolle Schülerinnen und Schüler. Absolut. Und die alle zusammen wunderbare Schulgemeinschaften bilden, die auch ganz viel auf die Beine stellen können. Auch wenn es dafür nicht immer Preise gibt oder es so sehr in die Sichtbarkeit kommt. Wir schätzen euch wirklich wert mit eurer Arbeit. Es ist so wichtig, da jeden Tag engagiert voranzugehen. Ja, und vielleicht seid ihr ja nächstes Jahr schon mit dabei, wenn es wieder heißt DSLK Schulpreis, Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Ausschreibung geht bald wieder raus. Bleibt dran und guckt auch mal auf die Schulen, die wir hier im Podcast hatten. In den Shownotes findet ihr auch die entsprechenden Kontakte und da kann man sich mal austauschen, denn die beste Bildung ist die, die man miteinander teilt.
Absolut. Und wir hatten ja jetzt auch Schulen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Fantastisch. Also wirklich so ein ganz breites Bild, was da auch gezeigt wird. Da kann man wirklich von deren Best Practices viel lernen. Und ich weiß, das sind alles auch Menschen, die ihre Türen öffnen und sagen, meldet uns, meldet euch bei uns, kommt rein, wir erzählen, wir gehen in den Austausch. Also wirklich sehr viel Mehrwert, der da auch kommuniziert werden kann. Und wenn wir heute ein bisschen albern waren am Ende, das ist jetzt wirklich nach 20 Uhr. Aber wir sind seit, ich bin seit um fünf auf den Beinen. Ja, ich weiß. Nach Müde kommt ein bisschen blöd. Aber wir sind überhaupt nicht blöd. Wir haben so viel gelernt. Genau diese Schulen geben uns noch mal Mut. Es lohnt sich. Bleibt dran. Bleibt neugierig. Folgt hier auch unserem Podcast gerne, denn wir werden, wir haben uns schon beschlossen, wir werden viel mehr solche Schulen jetzt auch in die Sichtbarkeit bringen. Das müssen wir hier regelmäßig machen. Auf jeden Fall. Es bleibt spannend. Wir freuen uns, wenn ihr uns auf dieser Reise begleitet, denn sie wird noch lang und sehr aufregend, denn es gibt so viele Facetten in unserem Bildungssystem. Wir können natürlich die negativen Seiten beleuchten, das müssen wir auch, aber wir können genauso gut zeigen, wo es funktioniert und daraus auch alle miteinander viel Kraft schaffen und wirklich dazu gewinnen, um die Bildung in die Zukunft zu fördern, sodass unsere Schüler und Schülerinnen davon profitieren. So machen wir das. Bis bald. Bis dann.
Das war Hey Digis, der Bildungspodcast mit Viola Patricia Herrmann und Gerd Mängel. Immer dienstags auf allen Podcast-Plattformen.