Für die Adventszeit haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ihr habt jetzt keinen Jingle gehört. Das hat einen guten Grund. Denn wir möchten euch zum Jahresende gerne nochmal unsere Top-Hey-Diggis-So-geht-Lern-Heute-Folgen vorstellen. Wir zählen runter an den kommenden Adventssonntagen. Lasst euch überraschen, wir haben wirklich unsere stärksten Folgen mitgebracht und ganz, ganz tolle Gäste, die ihr jetzt nochmal hören könnt. Ja, du sagst unsere Lieblingsfolgen. Es sind ja eigentlich eure Lieblingsfolgen. Die Folgen, die am meisten gehört, am meisten geteilt wurden, ja auch auf LinkedIn, auf Social Media ganz gut diskutiert wurden. Aber der erste Punkt ist, das sind die meistgehörten Folgen 2025.

Da hast du natürlich völlig recht, Gerd, aber das sind sie ja auch aus gutem Grund. Denn es sind natürlich Folgen mit sehr starken Gästen, mit ganz viel Mehrwert. Und wir dachten uns, das wollen wir euch nicht vorenthalten. Und bring euch die nochmal in der Vorweihnachtszeit aufs Ohr. Ja, und die erste Folge, da geht es ums Geld. Viele wünschen sich ein bisschen Geld zu Weihnachten, aber das soll man ja nicht nur einfach ausgeben. Und was man damit am besten macht, das verrät uns Carmen Mayer. Dr. Carmen Mayer, um genau zu sein, obwohl sie ja in Biochemie, glaube ich, promoviert hat und dann einen sehr interessanten Weg gegangen ist zur Finanzexpertin. Aber genau das hört ihr in der Folge. Und ich würde sagen, Gerd, damit wünschen wir jetzt einfach mal viel Spaß. Jetzt geht's los.

Hey Diggis, So geht Lernen heute. Der Wissenspodcast mit Viola Patricia Herrmann und Gerd Mengel. Hey Diggis, So geht Lernen heute. Heute mit einer brandneuen Folge, einer langen Folge, einer Interviewfolge. Und die Gästin hat Viola mitgebracht. Viola, erzähl mal, wen haben wir heute zu Gast? Ja, Gerd, finde ich persönlich ein ganz spannendes Thema.

Finanzielle Bildung ist auch das, was ich von meinen großen Kindern immer wieder höre. Mama, was machen wir mit dem Geld? Wir erfahren darüber nichts in der Schule. Und das würde uns doch aber interessieren, wie das eigentlich alles so funktioniert. Und ehrlich gesagt, obwohl ich nun einige Jahre älter bin als ich. Ja, ist auch in allen Umfragen immer ganz vorne mit dabei. Ja, das denke ich mir. Da ist ein großer Painpoint bei den Kindern und Jugendlichen. Aber darauf wollte ich gerade hinaus. Ich sag's dir, Gerhard, ganz ehrlich, bei mir auch. Ich habe das Gefühl, auch meine finanzielle Bildung hätte durchaus mal ein Upgrade bekommen können. Und so bin ich nämlich auch über Dr. Carmen Mayer gestolpert. Ich habe im letzten Sommerurlaub ihr Buch gelesen, das heißt Mommy Goes Millionaire. Und weiß ich auch nicht, der Titel hat mich irgendwie angesprochen. Sehr pinky, das Buch. Sie ist ja insgesamt auch sehr feminin und unterrichtet auch hauptsächlich Frauen im Bereich finanzielle Bildung, aber auch ganz viele Männer. Also der langen Rede kurzer Sinn. Ich fand das spannend, hat mich sehr gecatcht. Das Buch fand ich auch gut. Und dann dachte ich, schreibe ich die Carmen doch einfach mal über Instagram an. Und siehe da, super freundlich, super süß, hat sie direkt geantwortet und gesagt, Ich komme in euren Podcast. Wichtiges Thema, ich bin dabei. Ja, dann sollten wir jetzt unsere Zuhörerinnen und Zuhörer nicht länger auf die Folter spannen. Jetzt geht es los mit Finanzcoachin. Carmen Mayer Dr.

Carmen Mayer ist promovierte Biochemikerin, Unternehmerin, Aktienexpertin und auch noch Spiegel-Bestseller-Autorin. Als junge Mutter wollte sie für ihre Familie ein Zuhause in München erwerben.

Stellte dann aber fest, dass das entsprechende Budget fehlt. Sie beschloss, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Carmen hat ihr Unternehmen gegründet, weil sie Menschen dabei helfen will, ihre Finanzen selber in die Hand zu nehmen, groß zu denken und sich endlich das Leben zu ermöglichen, das sie sich wünschen. Wir sprechen heute mit ihr über die Relevanz von finanzieller Bildung, das richtige Mindset und auch darüber, wie wir mit unseren Kindern über Geld, Vermögensaufbau und Altersvorsorge sprechen können. Herzlich willkommen, liebe Carmen. Hallo, liebe Viola. Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich. Ich freue mich auch sehr, weil ich dieses Thema finanzielle Bildung sehr interessant finde und auch das Gefühl habe, dass es noch viel zu sehr vernachlässigt wird, ehrlich gesagt. Von daher gehen wir das gerne mit dir zusammen an. Denn du hast ja auch selber eine ganz eigene spannende Historie mit der finanziellen Bildung. Du bist, wie gesagt, eigentlich promovierte Biochemikerin, hast aber nach einigen Jahren Berufserfahrung dann einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Was hat dich denn dazu veranlasst? Ja, also aus der Not, ehrlich gesagt.

Ich habe unheimlich gerne studiert und auch promoviert und ich wurde dann von Roche eingekauft. Es ist so ein großes Pharmaunternehmen und ich sage mal so, bei mir in der Bubble war das schon so, wow, und alles ist super gelaufen. Aber ich war dann schwanger mit meiner ersten Tochter, Leni, und mir konnte es das Haus nicht leisten. Das hat mich so geärgert und habe gedacht, das kann doch nicht sein. Ich kann doch jetzt hier nicht studiert, promoviert haben und dann in einer Zweizimmerwohnung leben. Also irgendwo ist hier ein Fehler und irgendwas habe ich in Bezug auf Finanzen noch nicht verstanden. Und mir war klar, ich hatte da irgendwie so eine Stadowissenslücke und die wollte ich schließen.

Und dann habe ich mich auf die Suche begeben und bin auf Aktien gestoßen und habe mich wirklich verliebt. Ich habe auch alles dazu gelesen, studiert, diese... Charts hoch und runter analysiert und das mit so einem freien Kopf, muss ich sagen. Also ich hatte früher im Bekanntenkreis nur einen einzigen, der in Aktien investiert hat und der hat auch promoviert in VWL, aber ich sage mal so, der war jetzt nicht so super erfolgreich und dann habe ich mir den auch nicht so zum Vorbild genommen und habe gedacht, okay, wie machen das die richtig Rich Boys? Weiß, was ist möglich und was geht. Und bin dann auf super viele Konferenzen gefahren, habe super interessante Kontakte geknüpft und ja, und habe mich verliebt. Und dann habe ich einen Podcast gestartet, Mami, ich bin Millionär. Und letztes Jahr kam ein Buch raus mit dem gleichen Titel, auch Mamikos Millionär, wo ich einfach auf verständliche Art und Weise Finanzen rüberbringen möchte, aber gleichzeitig auch mit einem tiefen Know-how, weil ich finde, entweder wird das viel zu kompliziert gemacht oder viel zu oberflächlich. Und als Wissenschaftlerin will ich ja schon, dass man die Sachen versteht, weil alles, was ich verstehe, brauche ich nicht fürchten, ist ja von Marie Curie.

Und genau, das ist das, was ich machen wollte. Also kann ich wirklich bestätigen an der Stelle, ich habe dein Buch ja selber gelesen und bin so auch auf dich gestoßen. Und das ist echt ein tolles Buch, weil es gut verständlich ist. Also man muss keine Scheu vor dem Thema haben. Und man kriegt auch immer so ganz praktische Tipps zur Umsetzung. Also jedes Kapitel endet ja eigentlich damit, mit Aufforderungen selber zu handeln. Also schreib das auf, überleg dir jenes und so. Das ist natürlich auch ein Stück eigene Arbeit, die da fällig wird, das muss man sagen. Aber sehr zielführend und auch natürlich lohnenswert als Investition in die eigene geistige und dann auch finanzielle Zukunft. Aber sag mal, ich wollte gerne nochmal zurückkommen auf deine Vorbildung. Du sagst, du warst neugierig, du hast dir das angeeignet, du hattest auch einen gewissen Druck oder weil du gemerkt hast, Mensch, ich kann mir das Haus nicht leisten, das kann doch wohl nicht wahr sein. Aber welche finanzielle Bildung hast du denn mitgebracht? Hattest du vielleicht auch schulische Grundlagen oder wo standest du zu dem Zeitpunkt? Also ich hätte gar keine finanzielle Bildung. To make a long story short. Also ich wusste nicht mal, was eine Aktie ist. Ich habe gedacht, dass das so wie so ein Stück Papier, wie eine Anleihe ist. Aber im Endeffekt ist ja eine Aktie ein Teil eines Unternehmens. Und das war mir, ich kannte das Wort, das ist ja oft so. Wir kennen gewisse Wörter, aber wir wissen nicht, was das wirklich ist.

Und so ging es mir auch. Aber ich habe ja ganz viel mit Glaubenssätzen auch gearbeitet. Welche Glaubenssätze habe ich zu Geld? Was glaube ich über Geld? Und das war ganz witzig. Ich bin ja... Mit Feja nach Deutschland gekommen. Mein Opa war Unternehmer. Wo bist du hergekommen, wenn ich fragen darf? Bitte? Wo bist du hergekommen? Aus Polen. Ich bin in Polen geboren. Und damals war ja Kommunismus in Polen. Und die Läden waren leer. Die Leute denken immer, dass Kommunismus so schön ist. Sie haben es aber nie erlebt. Hallo, wie meldet sich der Podcast-Praktikant? Ja, der Herr Menge. Ich bin ja am Sozialismus groß geworden in der DDR. Wirtschaftlich schön war es nicht. Da können wir unsere Erfahrungen teilen. Ja. Und es gab wirklich gar nichts in den Läden. Es gab gar nichts in den Läden. Die Läden waren leer und meine Eltern haben gesagt, das geht so nicht weiter und sind quasi nach Deutschland geflüchtet.

Und mein Opa war, also Oma und Opa hatten aber ein Geschäft und das lief sehr gut. Und zwischendurch dürfen sie es auch nicht betreiben und so weiter und so fort. Meine Eltern waren ganz normal angestellt und die hatten so komplett unterschiedliche Glaubenssätze zu Geld. Meine Eltern, die ich sehr liebe, haben immer gesagt, Carmen, sehr fleißig, studiere, Dann wirst du ein gutes Leben haben. Und das habe ich ja auch getan. Und mein Opa hat immer gesagt, lieber ein Pfund Business als ein Zentner Arbeit. Und da habe ich gedacht, hä? Ich habe gedacht, man muss hart arbeiten und schwer arbeiten. Und dann, wo ich anfing, dieses ganze Thema Glaubenssitz und Thema Geld aufzuarbeiten, ist mir bewusst geworden, dass ich diese zwei Herzen in meiner Brust habe. Auf der einen Seite das, was der Opa gesagt hat und der Opa einmal Geld hatte und mit Geld ganz anders umgegangen ist und so voll in der Fülle war. Und auf der anderen Seite, wie es bei mir zu Hause war, wo wir einfach immer wenig Geld hatten und immer sparen mussten, meine Eltern immer hart gearbeitet haben und da habe ich gedacht, uns wird ja eine Illusion verkauft. Das stimmt ja alles gar nicht, was wir lernen. Die Glaubenswürde, die wir haben, prägen unser Leben, machen das, wie es dann aussieht. Deswegen arbeiten so viele so hart und haben kein Geld und investieren nicht, weil sie glauben, es ist gefährlich und so. Diese Glaubenssatzarbeit ist an sich das Allermächtigste. Es ist auch schwierig, weil du siehst es ja nicht wirklich.

Aber damit, das war das, wo ich gedacht habe, okay, ich verstehe, reiche Menschen denken ganz anders über Geld als arme Menschen. Sie denken anders über Geld, über sich, über die Möglichkeiten, über alles. Sie haben einfach ein komplett anderes Denken. Und dieses andere Denken führt zu anderen Ergebnissen. Und ich habe verstanden, ich muss mein Denken umprogrammieren, um Vermögen zu werden. und ja, es ist mir auch gelungen, ich bin ja in vier Jahren, habe ich die erste Million gehabt und ja, mittlerweile habe ich auch ein siebenstelliges Depot und also es ist, Es ist halt auch viel Arbeit, die man so auf den ersten Blick gar nicht sieht. Ich sage erst, wird man von innen reichen und dann folgt es im Außen. Obwohl, da würde ich jetzt mal einsteigen an der Stelle, weil wir können gleich auch über Coaching und so was sprechen und auch über Kinder sicherlich, wie man, wenn es darum geht, eine andere Einstellung zum Geld zu entwickeln. Du hast jetzt gerade über Polen gesprochen, über die Vergangenheit. Da kam ja noch eine Sache hinzu. Selbst wenn man Geld hatte, wenn man Slotty hatte oder auch DDR-Mark, ja, die konnte man haben. Die haben ja nichts genützt. Man brauchte in Polen oft auch Dollar oder eben D-Mark. Hat man Opa auch immer gehabt. In Polen oft auch Dollar. Dollar immer. Es gab ja die Läden, wo man einkaufen konnte, die hießen Pervex und da konntest du nur in Dollar bezahlen.

Finanzcoach zu sein, ist im europäischen, im deutschen Kontext sowieso schon mal ganz schwierig. In anderen Konten, also Amerika, auch im angelsächsischen überhaupt, wird viel lockerer damit umgegangen. Da wird über Geld gesprochen. Du hast von Glaubenssätzen gesprochen. Wie sind da deine Erfahrungen? Wie sind da die Reaktionen, wenn du als Finanzcoach hin unterwegs bist? Also die Erfahrungen sind sehr positiv, muss ich sagen.

Zu mir kommen hauptsächlich Frauen und Frauen sind komplett offen neugierig. Ich würde sagen, in der Männerwelt ist es was anderes. Es gibt einige kritische Männer, aber bei den Frauen erlebe ich das nicht. Bei den Frauen erlebe ich unglaublich viel Zuspruch, unglaublich viel Dankbarkeit. Frauen brauchen auch Vorbilder und sie sind froh, dass es Frauen gibt, die diesen ersten Weg gehen, die sagen, ich habe es auch gemacht, ich habe es auch gelernt und du schaffst es auch. Und das motiviert Frauen und ich sage mal, dadurch, dass ich promoviert bin, ist den Leuten auch in der Regel klar, dass ich jetzt nicht einfach irgendwas rede, wovon ich keine Ahnung habe. So, also das ist einfach super spannend. Da öffnet auch der Doktor einfach auch Türen und jetzt auch dadurch, dass ich viermal auf der Spiegel-Bestsellerliste, auch das gibt eine Autorität einfach, ja. Kriegt man nicht geschenkt. Und vor allem, das habe ich hier noch nicht gelobt, du hast sogar ein goldenes Mikrofon.

Nochmal eine andere Frage in dem Kontext und so ein bisschen deutet ja dein Buchtitel auch darauf hin. Kannst du Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen, wenn sie investieren? Welche Rolle spielt da auch das Thema Nachhaltigkeit? Ja, Frauen investieren viel nachhaltiger. Nachhaltig bedeutet, sie wollen wissen, also A, über eine längere Zeit und nicht mal eben eine schnelle Nummer. Irgendwo kommt ein Stock, der jetzt durch die Decke geht, sondern wirklich, dass sie übergehen. Dann ist klar, das ist ein Spiel, was man über Jahre betreibt. Und sie fragen sich auch immer ethisch, ob das in Ordnung ist. Zum Beispiel das Thema Rheinmetall ist ja jetzt, die Aktie ist so durch die Decke gegangen und ich zum Beispiel investiere auch nicht in Rheinmetall, weil ich möchte keine Kriege auf dieser Welt haben und ich sage auch immer, es gibt andere gute Aktien, es gibt genug Aktien und auch diese bewusste Wahl, also weil klar, wenn du S&P 500 nimmst, das sind die 500 größten amerikanischen Unternehmen drin, das ist einfach alles, das ist ein Blumenstrauß und du weißt ja gar nicht genau, welches Unternehmen da alles drin ist. Klar, man kann das nachgucken, aber.

Aber dieses Bewusste, okay, keine Ahnung, ich trage Arcbons, ich schaue mir die Deckers-Aktie an, ich habe ein iPhone, ich schaue mir Apple an. Das machen Frauen schon sehr und die wollen auch so einen Bezug zu der Firma haben. Aber mir geht es auch so. Ich ticke auch so und ich finde das auch schön und das macht die Sachen einfach und rund und nachhaltig und cool. Und Männer, denen ist das oft egal, die wollen einfach nur Rendite machen, egal was dahinter ist und wieso, weshalb, aber es ist ja auch spannend von der Geldenergie. Geld kommt, wenn wir gute Sachen machen. Die Leute fangen etwas an, nur des Geldes wegen und das führt oft nicht zum Erfolg. Ich sage auch immer, ich habe einen Podcast gestartet, der war komplett kostenlos und ist immer noch kostenlos. Da ist keine Werbung drauf, das ist mein Kanal und ich spreche, was ich will. Und.

Und das schätzen sich auch die Leute, dass sie wissen, da ist jemand da und der macht die Sachen, weil er wirklich dahinter steht. Eine letzte Frage noch in dem Bereich, dann geht es an Viola. Wir hatten hier vor kurzem auch, und ja, die Leute schätzen das, Glaubwürdigkeit, Authentizität, aber es ist natürlich auch ein Publikum, was du dir erschließen musst.

Wir hatten hier vor einiger Zeit einen Gast, der heißt Arthur Landwehr, der war USA-Korrespondent und den hatte ich wirklich in der Tat vor kurzem zu Gast in meiner Schule. Da ging es um das Thema Aktien auch und da sagte er, in Amerika wird da schon ganz anders drauf geachtet. Für die Menschen ist das wichtig zu sehen, wie verhält sich der Aktienmarkt, weil so ein Rentensystem, so ein Sicherheitsdenken haben die Amerikaner nicht. Wenn die Aktien runtergehen, sind die Renten nicht sicher. Wenn die Aktien runtergehen, werden Leute kurzfristig entlassen. Also dieses ganze soziale System, wie wir es kennen, gibt es nicht. Da ist schon eine Notwendigkeit, das System zu verstehen, ist einfach schon in der Bevölkerung angelegt. Richtig. In Deutschland haben sich ja immer alle auf die Regierung verlassen. Der Staat wird es schon richten. Wir können das ja sehen, jetzt hatten wir ja Neuwahlen. Die Leute verhalten sich so wie in den 80er Jahren. Da war die Inflation noch nicht so hoch und da hat es gereicht, was zu studieren und darin zu arbeiten und dann gut zu leben. Aber heutzutage, wir sind im Jahr 2025, reicht das bei Weitem nicht mehr. Wir können nicht mehr das Leben führen aufgrund der hohen Inflation. Alles ist so teuer geworden und wir müssen neue Wege gehen.

Heutzutage finde ich, wenn man einigermaßen gut leben möchte, nicht mehr drumherum, entweder ein Business zu starten oder irgendeine intelligente Investition mit seinem Geld zu machen. Das war in den 80ern noch anders.

Unsere Eltern haben das nicht in dem Sinne gebraucht. Ja, weil die, das muss man ja auch verstehen, das erkläre ich auch zum Beispiel in meinem Buch, Aktien machen nicht immer Sinn. Wenn wir zum Beispiel einen Leitzins von 10% hätten, hätten wir 11-12% auf Anleihen, auf diese Schatzbriefe, wie wir das nennen. Und dann kann ich risikolos, mein Opa hat das zum Beispiel in den 70er Jahren gemacht, Da war das so. Hatte das Geld in Anleihen gesteckt und risikolos 14 Prozent bekommen in Polen. Aber wenn ich null Zins habe, so wie ich das jetzt viele Jahre hatte, dann muss ich in Anleihen oder Immobilien gehen. Und wenn ich jetzt zwei Prozent habe in der Anleihe, dann lohnt sich die immer noch nicht. Warum? Weil die reelle Inflation höher ist als das, was ich für die 2% Rendite bekomme. Und ich habe nur einen Vermögenszuwachs, wenn die Rendite höher ist als die Inflation. Und das ist wichtig, dass ich diese Grundlagen auch verstehe, dass ich weiß, wann macht was Sinn, wo gehe ich wann rein. Aber wenn die Zeiten schwer sind, entstehen Gründe. Tolle neue Fähigkeiten und wir lernen und wir können besser werden und das ist sehr mächtig. Und das darf man auch als Chance sehen und nicht nur meckern, weil Geld bleibt nicht bei Meckerern. Das ist ganz wichtig. Wir müssen aktiv werden und intelligente Entscheidungen treffen. Du sprichst da ja auch das Thema Eigenverantwortung an. Also wir können uns nicht auf den Staat verlassen. Wir müssen gucken selber, wo wir bleiben, finanziell auch gesehen.

Merkst du denn, dass du mehr Zulauf auch hast? Also was du sagst, macht ja komplett Sinn. Aber ist denn das Mindset bei den Frauen oder natürlich auch bei den Männern schon so ausgeprägt, dass es da angekommen ist? Ich sag mal so, ich habe letzte Woche einen kostenlosen Online-Workshop bei dir mitgemacht, dein Webinar, was du anbietest. Ganz toll, auch live und du bist auch ganz ausführlich auf die Fragen eingegangen, die dann noch im Live-Chat am Ende gestellt wurden. Also das war wirklich auch sehr bereichernd, vieles aus deinem Buch, aber nochmal sehr komprimiert zusammengefasst. Aber ich habe dann auch so bei den Fragen gemerkt, das sind so viele Ängste, so viele Unsicherheiten, so viele, ja, was halt nicht verstanden wird, Sorgen natürlich auch, die da reinspielen. Also merkst du, dass da finanzielle Bildung auch als Grundlage fehlt? Ja, genau. Die Deutschen, das ist wahr, die haben Sorge und die haben Angst. Und was im Internet ist, kontrollieren die viel mehr als im normalen Leben.

Aber die haben einen unglaublich hohen Zulauf. Und gerade auch seit dem Buch, weil das Buch hat vielen nochmal Selbstvertrauen gegeben. Weil viele vorher gedacht haben, na gut, Kam hat promoviert, ich schaffe das nicht. Und jetzt lesen sie aber das Buch und denken sich, na gut, das verstehe ich auch. Und dann auch diese Community ist so wertvoll. Wir haben ja so eine ganz, ganz, ganz starke Community. die ja bleibt. Und diese Frauen stärken sich gegenseitig. Und diese Sisterhood ist das, was wir so brauchen. Aber es ist auch das, was ich jetzt sehr, sehr spüre, dass die Zeit dafür reif ist. Diese Selbstverantwortung ist gekommen, auch so ein Vertrauen und dadurch entsteht einfach auch eine Magie, muss ich sagen.

Wir sind unglaublich dankbar und happy und können es mich ja selber gar nicht glauben, wie viele Menschen zu uns kommen und wie viele Menschen wir begleiten und ausbilden. Es ist wirklich toll. Es ist wirklich toll. Und die Frauen, die zu uns kommen, es kommen auch Männer, aber es ist, ich sag mal, 90 Prozent weiblich, sind auch alle super nett. Das ist einfach tolle Menschen. Da haben wir ziemlich einfach gute Vibes an. Jetzt geht es natürlich auch darum, wir wollen ja unsere Kinder fit machen im Bereich finanzielle Bildung. Also wir haben ja bei den Digis zum Beispiel auch die Digi-Wirtschaftskreislauf, um halt auch solche Systeme einfach mal grundlegend in den Unterricht zu bringen und Ansätze auch da zu verankern. Du bist selber Mama von zwei Töchtern. Wie können Können wir den gut mit unseren Kindern über, Geld sprechen? Empfindest du das als schwieriges Thema oder ist es was, was Kinder eigentlich relativ leicht verstehen können? Also wie können wir das vielleicht auch in unseren Klassenzimmern umsetzen? Da ein positives Mindset und eine offene Grundeinstellung erstmal zum Geld verdienen und zu den positiven Seiten des Geldes zu vermitteln. Ich kann von meinen eigenen Kindern mal erzählen. Ich unterrichte noch keine Kinder. Ich plane auch ein Kinderbuch zu schreiben. Das liegt auf der Hand. Das liegt auf der Hand. Wie viele Anfragen hattest du? So viele Verlage haben gefragt. Gut so. Nein, bleibst du gerne. Gut so, ja.

Ich erzähle mal von meinen eigenen Kindern. Das ist das, was ich einfach am besten erzählen kann, weil ich unterrichte aktuell keine Kinder. Also nicht so in Gruppen oder so. Also das ist ganz witzig. Meine Tochter Leni ist sieben Jahre alt und hat einen totalen Geldkanal. Sie ist so geldaffin, das ist wirklich irre. Sie will immer verkaufen. Sie will Marketing machen. Das ist so krass. Und ich sage auch, das ist das Geschenk, was sie mir mitgebracht hat. Ich finde, jedes Kind bringt auch dir als Mutter ein Geschenk. Und sie hat mich so mutig werden lassen und so unternehmerisch werden lassen. Ich lasse sie zum Beispiel auch immer verkaufen. Keine Ahnung. Wir pflücken Äpfel. Sie macht Apfelmus und verkauft das vor der Tür. Oder sie verkauft ihre alten Bücher, die sie nicht mehr will. Klar, sie wachsen ja irgendwann aus diesen Kinderbüchern so raus. Und sie hat total den Geldkanal. Sie will auch immer im Restaurant bezahlen.

Und ich bringe jetzt zum Beispiel auch bei, dass Verkaufen eine mega wichtige Disziplin ist, weil in Deutschland wird das ja so madig geredet. Warum? Weil wir so viele schlechte Verkäufer haben, die so schmantig sind. Aber ich habe das in der Wissenschaft erlebt. In der Wissenschaft sind die Leute sehr introvertiert und oft hochintelligent. Aber... Es gibt so viele gute Medikamente, die nie auf den Markt gekommen sind, weil die Wissenschaftler weder Marketing noch Sales können oder verstehen. Und dann bleibt alles in der Schublade. Und das ist der Horror. Und überleg dir immer, wenn du ein gutes Produkt hast, dann musst du, jeder Top-Unternehmer ist Top-Verkäufer. Du musst verstehen, wie Verkaufen funktioniert, wie Marketing funktioniert. Und deswegen können Kinder ruhig auf dem Flohmarkt verkaufen, können das Geld zusammenzählen, um Mathe zu üben. Du kannst es komplett ändern. Ich kaufe auch Aktien für meine Kinder und die sehen die Entwicklung. Die gucken sich auch unglaublich gerne Charts an und können sehen, geht der Chart hoch, geht der Chart runter. Also es ist natürlich altersabhängig. Jetzt irgendwelche hohen Analysen braucht man auch gar nicht am Anfang zu fahren, aber einfach zu sehen.

Normalerweise kaufe ich etwas und das wird wertlos. Das ist das, was alle kennen. Irgendwann schmeißen wir alles weg, wie diese Spielsachen, die man irgendwann wegschmeißt, weil die Kinder da rausgewachsen sind. Aber es gibt Investitionen. Das bedeutet, wir kaufen etwas, sprich eine Aktie und die wird wertvoller. Und das ist auch mindblowing. Das ist eine total tolle Erfahrung für die Kinder. Und auch diese Dankbarkeit zu haben für die Fülle, die wir haben. Auch das möchte ich meinen Kindern mitgeben. geben. Also ich bin echt gespannt, dass man eine Idee mal machen wird, aber ich glaube, die wird geschäftstrauen. Die hat so ein coolen Geschäftsinn. Die Kleine ist wirklich krass, was das angeht. Und das versuche ich schon immer zu fördern. Ich nehme die auch immer mit ins Unternehmen. Und wenn ich so neue Ideen mache, Marketingideen oder jetzt mache ich einen Onlineshop mit so Produkten, nehme ich sie in die ganze Planung mit rein. Sie hat super Ideen und ist einfach so komplett so ein Freigeister. Das ist super. Da würde ich gerne noch einmal nachhaken, weil jetzt könnte man natürlich auch sagen, naja, jetzt hat es deine Tochter ja auch leicht. Die hat dich als Vorbild und so. Aber wie soll man das denn jetzt machen, wenn man da 25 Kinder in der Schule hat? Oder ich bin selber vielleicht eine Mutter oder ein Vater, die nicht so viel mit dem Thema am Hut haben. Ich würde mir das... Ja, stand heute wenig Geld. Ich würde es mir für meine Kinder aber anders wünschen. Also was könntest du, was würdest du da raten und mitgeben wollen? Eine Aktie kaufen, raussuchen, beobachten. Da einfach mal gucken.

Oder einfach nur ein Papierkonto das kaufen. Dass man sieht oder entwickelt sich was nach oben über die Jahre. Das kann man auch bei der Klasse wunderbar machen. Kann man ein Papierkonto aufmachen und jedes Kind sucht sich zwei Unternehmen aus oder drei Unternehmen aus. Und dann sieht man einfach mal eine Entwicklung. Und dann kann man ja gucken, was macht das Unternehmen, was verkauft das Unternehmen, was macht das für einen Umsatz.

Das kann man wunderschön machen. Oder einfach mal Bargeld in die Hand nehmen und mal drüber streicheln und mal sagen, was zählt mit dem Geld? Das ist eine ganz magische Übung, weil wir ja oft gar nicht mehr mit so Cash zu tun haben. Aber da ist eine hohe Magie drin und wir brauchen auch das Bargeld. Einfach mal ganz bewusst Geld in die Hand nehmen, zu gucken, was assoziiere ich damit.

Und wirklich auch, wenn man an der Kasse ist, versuchen bar zu bezahlen und das mit Liebe und Freude bezahlen und auch das Rückgeld dankbar annehmen. Dass man einfach sagt, okay, dafür habe ich das jetzt bekommen. Dass man das alles viel mehr, viel mehr, viel mehr wertschätzt. Ich hatte so ein kleines Aha-Erlebnis. Aber als du über deine Tochter gesprochen hast, da fällt mir eine Geschichte ein, die mir ein guter Freund erzählt hat. Ich nenne nicht den Namen, aber der Junge, der hat wirklich auch mit sechs Jahren dann in dem Garten in Schweden, Pflaumen gesammelt. Und er hat, aber der war richtig clever, er hat noch die Nachbarsjungen eingestellt.

Der betreut heute große Accounts und macht Optimierungen von Social Media Accounts von sehr bekannten Leuten, also weltweit bekannten Künstlern und so weiter. Der ist 27 Jahre alt.

Aber der hat einen Weg, der hatte dieses, und der sagt der Vater, er versteht es nicht, also der ist auch gut unterwegs, aber was er von seinem Sohn schon gelernt hat und dieses, es ist eine Haltungsfrage und er hat es einfach früh begriffen. Grüße gehen an meinen Cousin raus, wir kommen nochmal in die DDR zurück und der hat einen Otto-Katalog gehabt und da gab es Gardinenstangen aus Holz. Ziemlich hässlich, aber damals wollte man eben die Sachen, die man im Katalog gesehen hat, wollte man unbedingt in der DDR haben, in Polen wird das ähnlich gewesen sein. Er hat mit zehn Jahren, es ist ungelogen, hat er angefangen, die Dinge nachzudrechseln und hat alle Lehrer damit versorgt, die ganze Verwandtschaft und er hat richtig ein Business aufgebaut. In den Ferien hat er nur gedrechselt und hat diese Gardinenstangen verkauft. Und beim Abitur hat er hinter Möbel repariert von den Lehrern und solche Dinge. Sehr geschäftstätig, heute auch unterwegs in diesen Bereichen, hat Wohnungen dann schon saniert mit 18, 19. Und die Eltern haben immer gesagt, finden wir gut, mach das, interessant. Also auch so eine Frage nicht, geh mal in Sicherheit, geh mal, werd mal Beamter, sondern mach das, wir unterstützen dich. Das ist immer auch eine Frage, wie die Eltern dahinterstehen. Ich komme nochmal zurück, du hast gesagt, wir sollen positiv damit umgehen. Wir haben Schulbanker zum Beispiel bei uns in der Schule gehabt, also wo die Kinder genau diesen Umgang mit Aktien kennenlernen. Das ist von der Sparkasse ein Projekt, wo dann auch ein Wettbewerb ist und da arbeiten die nicht alleine, sondern als Team zusammen. Aber das Thema Wohlstand ist ja eigentlich, das ist der Kern der sozialen Marktwirtschaft.

Aber wir haben verlernt, über Wohlstand zu reden, was Ludwig Erhard formuliert hat. Das ist ja heute teilweise verpönt. Richtig.

Und das ist auch der Killer. Und deswegen brauchen diese jungen Menschen Verantwortung. Diese jungen Menschen sind so frustriert, aber dass man denen die Sachen erklärt. Am Ende des Tages arbeiten die meisten Menschen einfach für Geld und machen einen Job und Sachen, die sie gar nicht machen möchten. Und dann vertoffeln sie das Geld. Und dieser Konflikt macht sie krank und mürbe.

Sie kriegen nur Negatives zum Geld. Folglich ist das, was sie denken, das ist halt so ein Brainwash einfach. Das ist ja nachvollziehbar, aber es führt dazu, dass dann wieder Armut entsteht. Das ist wie Sommer und Winter. Das ist wie die Sinuswelle. Wenn ich etwas aber nicht kenne, wie zum Beispiel den Sozialismus, dann denke ich, es ist toll. Wir können das Spiel des Geldes oder des Wohlstands nicht gewinnen, wenn wir die Regeln nicht kennen. Und das Problem ist, die Menschen kennen die Regeln nicht. Ich sage immer, wenn ich Schach spielen würde, würde ich immer verlieren, weil ich weiß nicht, wie das Pferd springt, wie die Königin läuft. Ich habe keine Ahnung, also verliere ich das Spiel. Das ist einfach so. Und das Geldspiel verlieren so viele Leute in Deutschland. Die sind fleißig und nett und ehrlich und alles ist gut, weil ihnen niemand die Regeln ballbringt und man ihnen nur Angst macht. Und dann ist man automatisch ein Verlierer und frustriert. Und das ist sehr gefährlich und das ist nicht gut. Und deswegen habe ich mich kurz mit und der gestritten. Aber deswegen ist mir das einfach wichtig, weil ich hatte auch keine Ahnung. Keine Ahnung, keine Chance.

Aber ich habe da nochmal eine Frage kam, weil da war es von Mindset gesprochen und wir können jetzt die politische Entwicklung nicht ganz ausbinden. Vorsicht, wir sind kein politischer Podcast, aber nichtdestotrotz leben wir in einer politischen Welt. Es heißt ja heute nicht mehr Schulden, heute heißt das Sondervermögen. Und wir erleben ja gerade, wo eine Billion Sondervermögen gebildet wird. Ich will jetzt gar nicht über den Inhalt oder über Politiker sprechen. Wir haben gleichzeitig viele, viele Kinder und Jugendliche, die heute schon mit Schulden, also gar nicht, ich rede jetzt nicht von prekären Verhältnissen, wo Eltern in Armut leben, sondern wo Kinder schon Schulden angehäuft haben durch Handy und so weiter.

Handy, Kaufsucht, Ratenzahlung mit überholten Zinsen und so weiter. Da gibt es ja viele, viele, viele Dinge in unserer Gesellschaft. Da würde ich doch hinterdenken, na gut, Schulden ist doch gar nicht schlimm. Wenn der Staat jetzt eine Billion aufnimmt, dann kann ich auch Schulden haben, irgendeiner hilft mir. Ist das nicht auch schon ein Problem? So eine Vorbildhaltung? Müssten wir nicht als Gesellschaft vorangehen und sagen, wir müssen eigentlich in so eine Vermögenshaltung reinkommen, anstatt nur in so eine Schuldenhaltung? Sondervermögen heißt es zwar, aber de facto sind es Schulden. Ja, ja. Ne, wir können das Kind auch beim Namen nennen. Das ist sehr wichtig, weil die Sprache ist so wichtig, um Klarheit zu schaffen. Und deswegen werden diese Worte auch extra schön gedreht. Aber es sind Schulden. Und es ist eine verdammt gefährliche Geschichte, die hier passiert. Ich war letztens und habe meinen Kindern eine Okulele gekauft, damit sie Okulele spielen. Und da war ein, ein Mann, dem der Land gehört hat und da hat es mir nur gesagt, es sind so ewig ins Gespräch gekommen, es war so super nett und er sagt, er war damals 68er und Revolution.

Wir wären damals auf die Straße gegangen. Aber heute geht irgendwie keiner mehr auf die Straße. Das ist das Problem und deswegen, wir lassen alles irgendwo zu, aber wir müssen uns auch immer wieder selber informieren und nicht immer alles glauben, was irgendwo steht. Auch das, dass ich, klar, ich kann am Tisch nicht mitsprechen, wenn ich keine Ahnung habe. Und das ist das Problem. Die Leute haben alle studiert, glauben, sie sind schlau wie ich und ich hätte aber kein Geld. Dann ist hier ein großer Fehler. Das kann nicht sein. Dann habe ich eine riesen Bildungslücke und die muss ich schließen. Und da bin ich auch immer selber in der Verantwortung. Wir können uns helfen und man kann auch selber immer was tun. Gibt und halt vom Staat, finde ich es auch nicht verkehrt, wenn wir das auch gemeinschaftlich auch teilen. Wir wollen ja nicht alle zu Egomanen machen. Solidarität gehört ja auch mit dazu. Man gibt dann ja auch gern. Natürlich, ja, klar. Aber ich sage auch immer, die Politik ist jetzt da und sie machen ihre Sachen und das kann ja einen zu Hause zermürben. Und damit es ein Zuhause nicht zermürbt, kann man gucken, dass man sich zu Hause in der Familie gut verträgt und sich was aufbaut.

Das ist das Versprechen der 50er Jahre gewesen. Das ist das bundesdeutsche Versprechen. Wir bauen uns was auf. Jeder hat die Chance. Ja, und mit dem Wissen, was du ja auch teilst, ist die Chance ja durchaus da. Und ich möchte das auch nochmal vielleicht ein bisschen greifbarer machen, wenn man jetzt denkt, naja, vorhin hat die Carmen gesagt, ja, man kann entweder mal mit der Klasse oder auch mit den Kindern zu Hause mal eine Aktie kaufen, 20, 50 Euro und die Entwicklung beobachten. Aber wie kann ich das denn machen? Ehrlich gesagt, mir wäre es vor einem Jahr auch noch so gegangen und ich habe jetzt aber gelernt durch diese ganzen Neo-Broker, ich sage mal simpel, die Apps, die man sich runterladen kann, die auch vertrauenswürdig sind, das kann man leicht recherchieren, da gibt es so eine Handvoll Anbieter und da kann man das wirklich sehr simpel machen. Das ist ganz, ganz easy. Man kann einen Sparplan anlegen oder man kann auch ein komplettes ETF da besparen oder einzelne Aktien. Das ist dann keine Raketenwissenschaft mehr. Das muss man sich einfach mal angucken und schauen. Wie du sagst, Carmen, mit einem Betrag rangehen, den man für vertretbar hält und sich die Entwicklung dann einfach betrachten.

Das wachsen lassen. Und ich finde es auch schön, was du gesagt hast, Herr Gerd, was du ja auch schon angesprochen hast, dieses Wachsen gemeinsam auch mit den Kindern, von den Kindern lernen, Impulse bekommen und sich auch gegenseitig zu befruchten. Vielleicht auch in der Klasse mal zu sagen, hey, ihr seid jetzt hier siebte, achte, neunte Klasse. Ich bin mir sicher, es gibt einige von euch, die haben da vielleicht auch ein Interesse dran. Ja, genau. Es gibt so viele Systeme, dass man sagt, erzählt doch mal, was macht ihr? Mein Sohn, der ist jetzt 17, der wirft mir immer mal wieder im Gespräch so daneben an den Kopf, ja, der ist jetzt ja gerade im Auslandsjahr sein Freund, aber der macht auch so viel in Krypto. Aber gut, er wird dann trotzdem zurück in die 11. Klasse gehen und dann geht der Satz schon irgendwie weiter, wo ich denke, ach guck, irgendwie jetzt einer in der 11. Klasse macht in Krypto. Also das ist ja schön und gut, aber das ist ja auch ganz viel Wissen, was man vielleicht schon im Klassenraum vertreten hat und von dem man dann einfach mal profitieren kann, auch so ehrlich zu sein und zu sagen, ich weiß es nicht so gut, aber ich bin gerne bereit von euch zu lernen. Ja, obwohl ich auch Menschen kennengelernt habe, ihr kennt auch die Bewegung der Minimalisten.

Die erwarten jetzt auch nichts vom Staat, die haben einen sehr, sehr geringen Anspruch an das, was Konsum betrifft und so weiter, sie richten sich mit sehr wenig ein und richten ihr Leben danach anders aus. Die haben aber auch einen inneren Reichtum und engagieren sich vielleicht oder sagen, mir reichen 300 Euro, damit kann ich mich einrichten im Monat. Ich kenne wirklich solche Menschen. Oder haben einen Beruf und sparen das weg und wollen damit 50 aufhören, um die Welt zu bereisen. Auch das ist ein Lebensentwurf. Die haben ja trotzdem eine positive Einstellung zu dem, was sie machen. Und Reichtum kann eben auch sehr unterschiedlich sein.

Was ich noch sagen will zum Thema Minimalismus, Fülle ist unser Geburtsrecht. Das steht schon in der Bibel. Und das haben die Leute vergessen. Klar, dann gibt es Bewegungen zum Minimalismus und klar, vielleicht ist es auch gut aufzuräumen und einiges auszusortieren. Das ist auch sehr, sehr wichtig für eine hohe Geldenergie. Also Geld bleibt auch nur bei Ordnung und nicht im Chaos.

Deswegen ist Ordnung und Klarheit sehr, sehr wichtig, wie im Innen so im Außen. Ich glaube, der erste Schritt zum Reichtum, zum Wohlstand, ist, den zuzulassen. Und sagen, ich habe es verdient. Natürlich habe ich es verdient. Natürlich habe ich es verdient, ein fantastisches Leben zu führen, so wie ich es mir ausmale. Und das ist unterschiedlich. Nicht jeder will oder braucht eine Yacht oder ein Jet oder was auch immer. Aber ehrlich mit sich zu sein, zu sagen, wenn alles möglich wäre, wenn alles möglich ist, was möchte ich haben und wie soll es sein? Und diesen Mut zu haben, diese Frage zu stellen und dann dafür auch loszugehen. Das verändert so unglaublich viel und es ist so eine wunderschöne Reise. Und ja. Carmen, wir haben ja gerade jetzt eine Situation an den amerikanischen Axelmärkten, vor allen Dingen, die einige schon ein bisschen schlottern lassen. Da passiert ja jetzt so viel, auch bedingt durch Donald Trump und hin und her. Es ist sehr viel Bewegung da drin, um es mal so zu formulieren. Welche Trends siehst du denn vielleicht in der Finanzwelt, die Anleger in den kommenden Jahren beachten sollten? Also auch nochmal im Hinblick auf unsere Kinder, wirklich mittel- und längerfristig investiert. Gibt es Branchen oder Technologien, die du für vielversprechend hältst? Wenn ich jetzt sage, ich gucke mal nach einer Aktie, hast du vielleicht eine Richtung, eine Tendenz, wo du sagst, das könnte interessant werden für unsere Kinder? Es ist sehr volatil. Also die Schwankung an den Börsen ist aktuell so hoch. Corona hat es uns gezeigt, von heute auf morgen kann alles anders sein. Wir leben in einer irren Welt. Das muss man einfach so sagen.

Deswegen, es ist sehr schwierig zu sagen, in zehn Jahren wird Apple immer noch funktionieren. Das kann ich aktuell einfach so nicht sagen. Ich weiß es nicht. Aber was wichtig ist, ist, ihr müsst immer suchen, dass die Aktien steigen und stark sind. Das heißt, sie machen genug Umsatz, jedes Jahr mehr und jedes Jahr auch mehr Gewinne. Und dann auch in.

Ausstieg haben, falls mal eine Aktie nicht gut läuft. Wir wissen nicht immer genau warum, aber man kann auch mal wieder zurück ins Cash gehen, also dass man einfach sagt, okay es ist hier wild, dann steige ich mal aus. Oder ich suche eine neue Aktie, die jetzt gerade gut läuft, weil es gibt immer Aktien, die gut laufen. Das ist auch das Schöne an dieser Aktienwelt. Ja, der Tecma korrigiert stark, alles okay. Aber es gibt, keine Ahnung, Unternehmen, die jetzt trotzdem gut laufen. Und da muss man einfach wachsamer sein. Dieses Easy-Peasy-Bein-Holt ist aufgrund unserer Welt mit dieser Hundenverschuldung, die passiert und allem, was so drumherum ist, schwieriger geworden. Schwieriger zu investieren. Das muss man ganz klar sagen. Wenn sich das wieder beruhigt, dann hat man super Einstiegsmöglichkeiten. Das ist ja auch eine Riesenchance. Und es gibt immer Unternehmen, die gut laufen. Und das muss ich einmal verstanden haben. Und dann darf man Ängste ablegen. Ich habe ein gewisses Risiko an der Börse, aber meine Chancen sind endlos groß und das muss ich verstehen und dann lohnt sich das. Da braucht man Geduld. Das ist so wie mit Kindern in der Schule.

Mit den Aktien und die wachsen. Die werden angereichert. Das Bild ist mir gerade spontan gekommen, aber vielleicht ist das sogar so ein Bild, dass man einfach Geduld haben muss, auch ein Auge drauf haben und sorgsam damit umgehen, eine gute Einstellung und dann besteht da eine Chance. Es wird kommen, wir kommen gar nicht drumherum. Wir haben ja auch die aktiengestützte Rente bekommen, da hat sich die Politik auch zu durchgerungen. Wir haben uns viele Lehrerinnen und Lehrer, die vielleicht auch sagen, okay, ist jetzt für mich auch nochmal eine Sache, ist auch alles nicht mehr so sicher, wie es früher war, ist das auch eine Möglichkeit, aber vor allem, was wir hier besprochen haben, eine gesunde Einstellung zum Thema Finanzen zu.

Bekommen, hier auch die Eigeninitiative zu stärken und nicht zu sagen, Vielen Dank. Auf Dauer. Das wird schon irgendwie. Das richtet einer. Nein, wir haben da alle eine Verantwortung als Lehrerinnen und Lehrer, eben auch solche Projekte in die Schule zu holen. Vielleicht mal kam es, Buch zu lesen. Vor Ort den Bankberater einzuladen. Jede Bank hat ein Team. Oft kommen auch Auszubildende. Ihr habt zum Beispiel, um ein Positivbeispiel noch zu nennen, meine Schüler haben einen Podcast mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse aufgenommen und der hat ihnen die Sachen erklärt. Der war auch Brokerin, also es gehörte zu seiner Ausbildung, hat er darüber gesprochen. Also auch das sind kleine, einfache Dinge, um sich über das Thema auseinanderzusetzen. Es muss nicht immer das Arbeitsplatz sein. Holt euch die Menschen in die Schule. Es ist ein wichtiges Thema und es wird uns unser ganzes Leben begleiten. Wird es und von daher nicht nur das Arbeitsblatt, sondern natürlich auch unsere Digis, die da helfen. Aber Carmen, an der Stelle großen Dank für deinen wunderbaren Input. Ich werde auf jeden Fall dein Buch verlinkt. Mami goes Millionaire. Natürlich auch den Podcast, den höre ich nämlich auch sehr gerne, wenn ich nicht gerade Digis höre.

Nein, das ist wirklich immer wieder einen großen Mehrwert, den du da lieferst und ganz herzlichen Dank auch an der Stelle für deine wichtige Arbeit. Dankeschön. Vielen, vielen Dank für das Tolle Interview.

So Gerhard, jetzt haben wir ganz viel Input bekommen rund um Geld, Finanzfluss, Aktien, Investments. Ich kannte Carmen ja schon durch ihr Buch, hatte auch einige ihrer Podcast-Folgen gehört. Du hast sie ja ganz neu kennengelernt. Was nimmst du mit? Was war jetzt so dein Eindruck? Mein Eindruck ist erstmal, dass wir ja über unsere gemeinsame Vergangenheit im Ostblock da eine gewisse Schnittmenge hatten und, Das durchaus zu schätzen wissen, wie man gewiebt sein musste, um geschäftstüchtig zu sein. Denn das Thema Geschäftstüchtigkeit war zum Überleben wichtig oder wenn man sich ein bisschen Standard erarbeiten wollte im Sozialismus. Sonst war man da ein bisschen ausgeliefert. Das war, glaube ich, ein ganz guter Anker, um sich da näher zu kommen. Und dann ist natürlich sehr interessant, wie sie versucht hat, aus ihrer Rolle heraus, aus einer Situation, aus einer Notlage heraus etwas zu ändern und sich einem Thema genähert hat mit sehr viel Energie. Und das ist ja auch ein Zeichen fürs Lernen. Also wenn ich ein echtes Gap erkenne und wenn ich etwas verändern muss.

Dann will ich ja auch lernen. Und was Carmen gemacht hat, steht eigentlich sinnbildlich dafür, wie wir lernen, woher die Motivation kommt. Sie war motiviert, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, mit einem Thema, was sehr männlich dominiert ist. Sie hat von Rich Boys gesprochen. Da ist sie in dem Feld sehr stark unterwegs. Das hat mich überzeugt. Das war sehr interessant. Man muss ja nicht in jedem Punkt übereinstimmen, um jemandem Achtung und Interesse entgegenzubringen. Und das hat sie auf alle Fälle, meinen Respekt hat sie. Ja, absolut. Also ich denke auch, sie hat natürlich eine unglaubliche Dynamik und da steckt ganz viel Energie bei ihr dahinter, aber auch diese Liebe zu dem, was sie tut und was du sagst, finde ich auch sehr interessant, diese Lernkurve, die sie selber bei sich beschreibt, die sie gemacht hat. Also klar, sie war dann eh Akademikerin, hat promoviert auch als Biochemikerin. Das ist ja jetzt auch schon ein langer Weg dahin. Aber dann nochmal komplett umzusatteln und ein eigenes Unternehmen aufzubauen, wie du sagst, also das nötigt mir auch einigen Respekt ab. Das macht sie schon toll und auch so, wie sie die Frauen, aber auch Männer, wie gesagt, ich weiß, dass es auch viele Männer gibt, die sich für ihre Art des Unterrichtens interessieren, wie sie die Menschen einfach da abholt und mitnimmt, das macht schon Spaß und begeistert für das Thema Finanzen.

Sie hat natürlich ein Thema, das ist das Thema Aktien. Das ist in Deutschland jetzt nicht so populär. Er steht nicht so im Fokus. Wir haben ja auch über das Thema Bundesschatzbriefe gesprochen oder das klassische Sparen. Das Thema Aktien, das liegt doch so ein bisschen in der deutschen Mentalität, sehr sicherheitsgesteuert. Man will da nicht ins Risiko gehen. Das ist natürlich in anderen Ländern anders. Ich glaube, Friedrich Merz hat ja auch so einen Vorschlag gehabt von der CDU. Ich habe das jetzt im Koalitionsvertrag nicht gehört, dass für die Kinder so ein Aktien sparen, so 10 Euro sollten in Aktien monatlich investiert werden und das sollte dann mit 18 ausgezahlt werden. Ich weiß gar nicht, ob das in die Umsetzung kommt, aber ob das Thema, Donald Trump hat sowas auch vorgeschlagen. Aber ich möchte die beiden nicht in einen Topf werfen.

Das machen andere, aber die haben eben von Politik keine Ahnung. Vielen Dank. Da müssen wir viel mehr Interesse entwickeln, das Thema verstehen, weil es in Zukunft eine viel größere Rolle spielen wird. Deswegen müssen wir es auch in der Schule behandeln.

Ja, da würde ich auch gerne nochmal einen Tipp geben, sowohl als Lehrerin als auch als Mutter. Es gibt ja jetzt diese sogenannten Neo-Broker. Was ist das? Also quasi Apps, die man sich runterlädt, verschiedene Broker, über die man Aktien handeln kann, aber auch wie ein Konto benutzen kann und sein Geld dahin legen kann. Ich weiß, die haben auch Sitz in Deutschland, einige auch in Berlin, also sind so gesehen auch abgesichert. Und man kann in diesen Neobrokern auch erstmal mit Papiergeld üben, also quasi Papiergeld, natürlich virtuelles. Das heißt, man kann sich da rantasten und das vielleicht auch mal mit einer Schulklasse ausprobieren und zu überlegen, wie würde man denn jetzt mit gewissen Beträgen umgehen, wo könnte man das investieren und das passiert dann komplett risikofrei.

Einfach weil es nicht richtiges Geld ist, sondern man einfach so ein Gefühl dafür entwickeln kann. Und das finde ich auch einen ganz spannenden Weg, Kinder da ranzuführen oder das einfach mal weiterzugeben, dass es die Möglichkeit gibt. Und dazu gibt es mittlerweile auch, wer das vielleicht mit seinen Kindern mal machen möchte, die Möglichkeit von Kinderdepots. Also dass man selber für die Kinder, ja wie du sagst, wie eine Art Sparbuch anlegt, aber nur mit dem Unterschied, dass es 2025 eben ein ETF ist oder vielleicht eine Aktie oder wo auch immer man investieren will. Also auch das geht heutzutage viel, viel einfacher, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Ja, man kann ja auch zu seiner Bankberatung gehen. Also jetzt kommen wir mal zum Thema Schule. Und bei uns in der Schule war das so, unser heutiger stellvertretender Stiftungs, also jetzt sage ich noch unser, ich bin ja nicht mehr in der Schule.

Der Kollege bei mir, der mittlerweile jetzt in der Schulverwaltung ist, der hat mit den Schülern jedes Jahr Schulbänker gemacht und hat mit den Schülern das einmal durchgespielt. Und die waren ausgesprochen erfolgreich, die haben auch, Die Schüler jedes Jahr in seinem Wirtschaftskurs haben dann auch Preise gewonnen. Ich weiß, dass es eine Auszeichnung gab, dann durften die nach Berlin fahren. Also man kann sich dem Thema heute schon in Schule widmen, auch schon länger.

Das zeigen ja auch Kollegen, die das dann schon beispielhaft gemacht haben. Und man kann dann auch mit anderen Schülern agieren, sich austauschen und das auch spielerisch erlernen und sich annähern. Und dazu möchte ich ermutigen, da gibt es einige Möglichkeiten. Wir hatten zum Beispiel bei uns auch die Ostseesparkasse als Partner in der Berufsorientierung. Die sind regelmäßig in die Schule gekommen, haben ein bisschen finanzielle Bildung gemacht, aber auch die Berufe vorgestellt. Da packe ich auch mal in die Show-Notes mit rein. von dem Podcast-Projekt, was wir gemacht haben. Da sind die Schüler, haben den CEO, den Carsten Panwitt interviewt und Auszubildender, haben wir auch einen Podcast gemacht. Da haben wir gefragt, was ist das eigentlich mit den Aktien oder was sind die Berufe, die man in der Finanzwelt ausüben kann, welche Berufe kann man dort erlernen. Ich verweise nochmal auf die Sonderfolge OMR und LearnTech. Da habe ich ja.

Invested interviewt, das ist auch ein Rostocker Startup, Social Impact, die Philipp Westermeyer ausgewählt hat, dort auch auszustellen. Und die hatten auch die große Bühne und die gehen auch in Schulklassen und vermitteln genau dieses Aktienwissen. Also es gibt Möglichkeiten, ihr findet bei uns auch in den Shownotes den Link. Genau und an der Stelle auch nochmal vielleicht den Tipp, den Unterricht da einfach zu öffnen, auch wenn man selber sagt, oh, ich fühle mich trotzdem nicht so firm in dem Thema. Es gibt genügend Experten und Expertinnen, die in die Schulklassen kommen und da einfach mal ihr Wissen weitergeben. Wie du sagst, Gerd, ein ganz spannendes Thema auch für unsere Kinder. Es wird wichtiger. Es wird immer wichtiger, du musst bedenken, schon heutzutage sind über 20 Prozent der Jugendlichen verschuldet. Das heißt, die starten schon mit Schulden, bevor sie die Volljährigkeit erreicht haben. Also das hatte ich auch nochmal ein paar spannende Fakten rausgesucht in der Kurz- und Gut-Folge vom letzten Dienstag. Unbedingt mal reinhören, denn das ist schon erstaunlich und teilweise erschreckend, wie wenig Kinder über den Umgang mit Geld wissen. Und da müssen wir ran und das können wir über diese Wege sehr gut machen. Und natürlich auch haben wir dazu die passende Digi, den Wirtschaftskreislauf, wo genau das erklärt wird, sowohl als Unterrichts- als auch dann in Ergänzung als Selbstlern-Digi. Die macht definitiv Sinn für den Unterricht und nimmt da auch ganz viel Arbeit ab. Erschließt euch das Thema, wenn ihr jetzt nicht Wirtschaftslehrer seid, das kann auch mal was für eine Klassenleiterstunde sein.

Mathematik. in Mathematik fächerübergreifend an das Thema ranzugehen. Es wird wichtiger, wir müssen uns dem widmen. Und wie gesagt, alle Umfragen, die Schüler wünschen sich das, darüber mehr zu lernen. Ich finde es ja immer ein bisschen erschreckend, wir möchten etwas über Steuern lernen.

Ich würde ja lieber ein Buch lesen oder etwas anderes, wenn jetzt Steuern nicht so... Spannend, aber für die Kinder, da steckt Bedürfnis hinter. Na klar. Weil das für sie so mysteriös ist oder mystisch. Und sie meinen, dass es etwas ganz Schlimmes ist, vermutlich auch durch die Eltern, die immer schimpfen, die steuern und die steuern. Deswegen müssen wir das behandeln. Deswegen müssen wir da eine ganz klare Aufklärung machen und die Schülerinnen und Schüler stark machen, auch für diesen Teil ihres Lebens, der nicht immer so prickelnd ist, aber wichtig. So sieht es aus. Und wir danken euch ganz herzlich für das Zuhören an der Stelle. Und wenn ihr keine Folge mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Kanal, gebt uns eine Fünf-Sterne-Bewertung auf Spotify, lasst uns einen Kommentar da auf Apple Podcast, dann seid ihr immer die Ersten, die HeyDiggis so geht lernen, heute hören. Bis bald. Das war HeyDiggis, der Bildungspodcast mit Viola Patricia Herrmann und Gerd Mengel. Immer dienstags auf allen Podcast-Plattformen.