Hey Diggis, so geht Lernen heute. Der Wissens-Podcast mit Viola Patricia Herrmann und Gerd Mengel. Wir sind heute in Rostock. Die Messe heißt Bildung digital. Wir starten jetzt hier, nehmen wir es. Viola Patricia Herrmann, natürlich mit Gerd live vor Ort für die Diggis unterwegs. Und heute ja auch auf dem Panel.
Genau, nachher auf dem Panel um 15 Uhr Frauen machen digital, auch ein super wichtiges Thema. Das werden wir sicher nochmal in einer unserer kommenden Folgen aufgreifen, wie das gelaufen ist. Ich bin gespannt. Genau, aber so eine Bildungsmesse läuft natürlich nicht ohne jemanden, der das organisiert. Und den haben wir jetzt hier neben uns stehen, ist der Wieland Knifka und die Bildung digital. Kannst du uns mal ganz kurz abholen, was ist das eigentlich? Die Bildung digital ist eine regionale Bildungsmesse, auf der wir bundeslandbezogen die Schulträger zusammenbringen mit den Schulleitern und mit den Lehrkräften.
Und alle vernetzen über ein Kongressprogramm. Und in diesem Kongressprogramm besprechen wir im Grunde genommen die Themen bzw. Die Lösungen, die in diesem Bundesland aktuell relevant sind. Und da präsentieren wir gemeinsam mit den Ausstellern Lösungen. Und das machen wir mit regionalem Bezug, einfach weil wir in dem Moment den Leuten genau das an Themen und Lösungen bringen können, die sie tatsächlich anwenden können. Das machen wir mittlerweile an sechs Standorten. Also wir sind nächstes Jahr beispielsweise im März in Mainz unterwegs. Im April sind wir in Magdeburg. Dann sind wir nächstes Jahr das erste Mal in Berlin am 10. Juni. Dann kommt unsere traditionellste Messe am 27. August. Da sind wir in Erfurt. Da haben wir vor sechs Jahren angefangen. Dann kommt Essen und am 10. November sind wir dann wieder hier, wo wir jetzt sind, nämlich in Rostock und dann zum dritten Mal. Wir bringen alle Infos nochmal in den Shownotes. Wir verlinken das, sodass die Lehrkräfte und die Schulträger, aber auch die Startups und Ad-Hacks hierher finden. Du hast gesagt, regionaler Charakter.
Was wäre denn, wir sind jetzt in Rostock, was macht den regionalen Charakter hier aus? Ich war ja in Essen, waren wir ja Selbstaussteller, also mit meiner neuen Firma Manage Now. Was macht den regionalen Charakter hier in Rostock aus? Also im Prinzip genau das, was ihn in Essen ausgemacht hat. Wir arbeiten hier in Rostock mit dem Ministerium für Bildung in Schwerin zusammen. Die platzieren beispielsweise die Themen auch bei uns im Programm, die sie im nächsten Jahr kommunizieren möchten. Die stellen hier ihre Pläne vor, was an Strategie ist angesagt im nächsten Jahr hier in Mecklenburg-Vorpommern. Und solche Themen werden hier beispielsweise präsentiert. Das Zweite ist, dass wir natürlich vom Landesinstitut auch als Fortbildungsveranstaltung anerkannt sind. Und da werden eben auch genau die Themen behandelt, die die Lehrkräfte hier im nächsten Jahr auf die Tatsache bringen. Themen, die auf die zukommen und dann mixen wir das natürlich auch aufgrund unseres Netzwerkes mit anderen Bundesländern, die vielleicht in dem einen oder anderen Problem schon etwas weiter sind und da eben auch hier sich mit den Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern austauschen, wie gehen wir denn mit dieser Herausforderung, die da vor uns ist, um. Also ganz viel Netzwerken, ganz viel Best Practices.
Vielleicht kannst du in dem Zusammenhang auch uns nochmal etwas zum Stichwort Dänemark erzählen. Da gibt es ja auch eine spannende Reise, soweit ich weiß. Vorhin gesagt, wir sind jetzt zum zweiten Mal hier in Rostock. Wir haben im Laufe der letzten 14 Tage festgestellt, Mensch, wir haben hier 25% dänische Aussteller. Wow. Ja, das hat uns selber auch sehr überrascht. Und dann kommen noch ein paar, wir haben noch drei Schweden dazu und dann haben wir überlegt, was kann man eigentlich machen? Und ich selber stamme aus Bremen und wir waren ja 1440 schon Gründer der Hanse und Rostock gehörte dazu. Und die stärkste Region, wo die Hanse tätig war und Handel betrieben hat, war halt die Ostsee. Und so kam die Idee, dass wir gesagt haben, Mensch, warum entwickeln wir die Bildung digital Rostock nicht dahin, dass sie ein Hub wird für die baltischen Anrainer, für die Ostsee-Anrainer aus Schweden, aus Dänemark, aus Estland.
Rostock ist der Standort, wo man sich zum Thema Bildung austauscht. Das klingt ja nach einer ganz spannenden Vision. Ist das jetzt erstmal nur ein Wunsch oder wie konkret sind da schon die Pläne für die Umsetzung? Ich habe tatsächlich, also ich bin da immer dann sehr, sehr spontan und greife zum Hörer. Und ich habe bereits mit einem deutschen Verband gesprochen, der das toll findet, die Idee. Und mit dem würden wir das gemeinsam auch für die Schulträger entwickeln. Ich habe dann bereits mit einem schwedischen Kongressveranstalter gesprochen. Der macht eine große A-Tech-Veranstaltung in Malmö. Der würde sich gerne einbringen. Ich habe mit einer Keynote gesprochen, die kommt aus Estland. Und gestern habe ich mit dem Sachsen-Anhaltinischen Ministerium gesprochen. Die fanden das gut und haben gesagt, eine Ebene, wie Land, hast du vergessen, nämlich die ministerielle. Aber da kümmern wir uns drum. Okay, wir sind gespannt, wie es weitergeht. Wir sind am Start und jetzt bereiten wir uns mal auf unser Panel vor, oder? Ja, weiter geht's. Vielen Dank. Tschüss. Tschüss. Vielen Dank. Die Bildung Digital hat ja bundesweit einen Partner und das ist das Bündnis von Bildung. Der Vorsitzende ist heute hier, Alexander Schöpke. Hallo Alex. Hi, der Geschäftsführer ist da, das muss ich korrigieren, aber sonst hast du mit allem, was du gesagt hast, total recht. Wir sind jetzt als Bündnis für Bildung Partner der Bildung Digital und dürfen dann im nächsten Jahr auf allen sechs Standorten ein exklusives Schulträgerprogramm umsetzen und das ist eine große Freude. Es hat auch heute hier in Rostock wieder viel Spaß gemacht.
Großes Schulträgerprogramm, sagst du. Was erwartet uns da und wann in etwa? Vielleicht so ein kleiner Ausblick? Also wir setzen das Programm jetzt, glaube ich, zum dritten Mal in diesem Jahr um, am dritten Standort und werden dann nächstes Jahr quasi auf allen sechs Standorten der Bildung digital vertreten sein. Und was wir uns eigentlich vorgenommen haben mit diesem Programm, ist quasi einen Raum zum Austausch zu geben für Schulträger. Wir wollen, dass Schulträger mit Schulträgern gern auch länderübergreifend in den Austausch kommen, weil wir fest davon überzeugt sind, diese 5.500 Träger, die es in Deutschland gibt, müssen das Rad nicht alle neu erfinden. Wir brauchen mehr Austausch, Best Practices sichtbar zu machen und dafür versuchen wir einen Raum zu steuern. Letzter Satz, Bündnis für Bildung. Was kann man sich darunter vorstellen? Und du vertrittst ja sehr viele. Und was ist das Besondere bei euch? Das Besondere bei uns ist, dass wir das Thema digitale Transformation in den Blick nehmen und dafür zwei Akteursgruppen zusammenbringen, die aus unserer Sicht entscheidend sind, dass das gelingt, nämlich die öffentliche Hand auf der einen Seite und die Unternehmen der Bildungswirtschaft auf der anderen Seite. Dafür versuchen wir einfach verschiedene Dialogformate, Austauschräume zu schaffen, damit diese beiden Sphären miteinander in den Dialog kommen, um gemeinsam gute digitale Transformationen möglich zu machen. Super, das ist genau das, was wir wollen. Viel Erfolg weiterhin und dann bis zum nächsten Mal. Hat Freude gemacht, vielen Dank. Ciao, ciao.
Also, spinnen die Dänen? Wieland hat uns ja erklärt, 25 Prozent der Aussteller, die heute auf der Messe sind, aus Dänemark. Sven hat selbst lange für ein dänisches Unternehmen gearbeitet, arbeitet jetzt für School2Go.
Spinnen die Dänen ist das Thema deines Vortrags heute bei Bildung Digital. Worauf können die Leute sich freuen? Ich meine, die freuen sich ja einfach darauf, mal zu hören, wie das dänische Schulsystem geändert wird. Das ist eine grundlegende Änderung, die da vorgenommen wird. Man nimmt Lehrpläne weg, man reduziert die Lernziele. Um 90 Prozent möchte man das gerne reduzieren und das wird sehr spannend. Also mehr Selbstbestimmung für die Lehrkräfte, mehr Selbstbestimmung für die Schulen in Zusammenarbeit mit den Schülern ist das entwickelt worden, mit Schülervertretungen, Elternvertretungen, mit der dänischen Industrie, sodass man da eben ein Gesamtheitskonzept gemacht hat. Was ist überflüssig, was wollen wir und wie können wir das Ganze verbessern, sodass es mehr inspiriert, mehr frei wird für die einzelnen Schulen, da den Unterricht zu gestalten. Das war ein wunderbarer Satz. Ich wünschte, ich hätte den mal von Friedrich Merz gehört, denn ich sage mal so, da könnte sich Deutschland wahrscheinlich eine dicke, fette Scheibe von abschneiden im Aussortieren von Dingen, die überflüssig sind im Lehrplan, oder? Ja, er hat kurz angefragt, ob man den Satz nehmen darf, aber den nehme ich lieber selber. Nein, ist natürlich klar, aber man darf das ja auch nicht verwechseln, dass Dänemark ist ein kleines Land und hier ist es ja auch kein Föderalismus in Dänemark, sondern in Deutschland. Und so ist natürlich, man kann Dänemark dann vergleichen mit Bayern, mit Niedersachsen oder oder oder und die können das dann umsetzen. Aber als Deutschland ist es schwierig umzusetzen wegen dem Förderungssystem.
Und dann müssen die Strukturen geändert werden. Klar, wir haben natürlich Strukturen, andere als in Dänemark, in denen wir drin hängen. Aber gibt es nicht trotzdem viele Best Practices, die eigentlich auch unbürokratischer und problemloser umzusetzen wären, wenn man denn wollte?
Es ist alles einfach umzusetzen, wenn man es will. Und das ist nicht, dass man Gedanken hat, sondern dass man einfach das machen will. Wir wollen das jetzt machen und dann findet man auch einen Weg dahin. Das muss halt denjenigen geben, der sich da Einsatz führt, der die Leute inspiriert und sagt, jetzt wollen wir das machen, weil das hat den Vorteil für uns und wir kommen besser in die Zukunft. Es wird einfacher für die Schülerinnen und dann kann man da alles machen. Eine Sache, die man jetzt ganz oft liest, überall oder auch hört, Dänemark dreht die Zeit zurück. Das Rad der Geschichte wird zurückgedreht, Digitalisierung wird wieder abgeschafft, Schiefertafel und Ritzel wird wieder eingeführt. Was ist da dran, was stimmt nicht? Also es stimmt alles nicht, weil die Digitalisierung wird nicht zurückgefahren. Man hat halt in den letzten zehn Jahren sehr viel gelernt und auch gesehen, was nicht so gut ist. Und das passt man jetzt an. Man nimmt die Endgeräte von den Schüler und Schülerinnen aus dem Unterricht raus, wenn sie nicht genutzt werden. Das heißt, alle sozialen Medien, alle Nachrichten von den Eltern, na mein Schatz, was möchtest du heute Abend essen? Weg, weil die den Unterricht stören, weil die Konzentration stört. Und wieder zurück, dass wir uns darauf konzentrieren, was wir sollen. Und wenn digitale Endgeräte genutzt werden sollen, dann kommen sie aus den Schränken, aus den Taschen raus, dann werden sie auch genutzt. Und da ist es, wann macht es Sinn, dann nutzen wir sie und ansonsten weg, weil dann brauchen wir sie nicht. Vielen Dank Sven Jensen und viel Erfolg nachher auf dem Panel. Herzlichen Dank und ich freue mich auch.
Gerd und ich sind jetzt am Stand von FrontRead und hier geht es um ein Thema, was ich super spannend finde. Lesekompetenz und Textverständnis gezielt stärken. Ist natürlich so die Grundfähigkeit für alles, was dann kommt. Und ich spreche jetzt mit Jonathan Grönbeck von FrontRead. Jonathan, erzähl uns doch mal ein bisschen, was ihr macht, was euer digitaler Ansatz ist, um die Lesekompetenz der Schüler und Schülerinnen zu stärken.
Also vor meiner Zeit hier bei Frontread, da war ich auch selber als Lehrkräft tätig. Und ich vermute, die meisten Lehrkräfte, die wollen gern differenziert unterrichten. Das ist aber eine große Herausforderung, weil das unglaublich viel Zeit fordert. Und da bieten wir eine Lösung an. Also man kann mit Frontread differenziert lesen. Das Programm ist so eingestellt, dass es adaptiv ist. Das heißt, wenn die Schüler die erste Aufgabe gemacht haben, dann hat das Programm eine Geschwindigkeit jeder Schüler festgestellt. Und diese Geschwindigkeit ist jetzt unser Ausgangspunkt für die anderen Aufgaben, die wir gerade trainieren.
Und habe ich das zum Beispiel richtig gut gemacht. Wir haben einige Übungen gemacht, wir haben einige Texten gelesen. Das Programm sagt, wir steigern die Schwierigkeit ein bisschen. Ebenso hatte ich einige Fehler gemacht. Dann sagt das Programm, wir machen das ein bisschen einfacher. Es kann auch sagen, wir bleiben auf dasselbe Niveau. Das heißt, das Programm sorgt immer dafür, dass wir uns in der Zone der nächsten Entwicklung befinden.
Und das ist so das besonders Gute an Frontread ebenso. Dazu haben wir auch so eine Verwaltungsplattform. Das heißt, eine Plattform, wo die Lehrkräfte arbeiten. Das heißt, wir haben in einer Klasse zum Beispiel 30 verschiedene Schüler. Und in einer vierten Klasse, da gibt es fünf Schüler, die haben gewisse Schwierigkeiten mit dem Lesen und deswegen kann ich als Lehrkräft verschiedene Textpakete auswählen. Wir stellen uns vor, Jonathan hat gewisse Schwierigkeiten mit dem Lesen, deswegen bekommt er ein Textpaket für die zweite Klasse.
Und deswegen kann man immer ein passendes Niveau finden für jede Schüler. Das Stichwort ist individuelle Förderung. Und ihr könnt auch die Daten auswerten, sodass die Lehrerinnen und Lehrer, wie man heute sagt, evidenzbasiert Lehrpläne erstellen können. Also das heißt, jeder Schüler hat ein Profil im Programm. Und alle die registrierten Schüler, die können wir anschauen. Und man kann individuelle Statistiken machen, kann das Programm sofort machen. Man kann auch Klassenstatistiken machen, man kann auch Schulstatistiken machen, damit man die Klassen in der Schule miteinander vergleichen kann. Also da gibt es sofort verschiedene Möglichkeiten, wo man sehen kann, wie geht es eigentlich mit meinen Schülern. Ganz spannend finde ich auch, ihr habt ja eine Textbibliothek schon mit über 1100 Texten und nicht nur das, sondern die gibt es auch in vier verschiedenen Sprachen. Welche Sprachen bietet ihr denn an? Dänisch und Deutsch, selbstverständlich und dazu Englisch und Norwegisch. Du sagst Dänisch, selbstverständlich, warum?
Kann man vielleicht auch auf meinen Akzent hören. Wir sind ursprünglich aus Dänemark und wir sind auch wirklich gut verbreitet in Dänemark und mittlerweile auch ganz gut verbreitet in Deutschland. Das sind die zwei größten Märkte für uns. Vielen herzlichen Dank. Euch noch gutes Gelegenheit, noch eine gute Messe und danke für den Einblick in eure Lösung und wie in Dänemark gelernt wird. Bitte schön und ja, ich wünsche euch auch eine schöne Messe. Danke. Wieland hat uns ja vorhin erklärt, Skandinavien wird ein Schwerpunkt in Rostock werden für die Bildung digital. Das ist jetzt schon ein Schwerpunkt und wir haben jetzt gerade nach Dänemark geschaut und jetzt schauen wir etwas weiter. Obwohl, so von Rostock ist das auch gar nicht so weit weg. Hat eine direkte Verbindung mit einer Fähre. Wir schauen jetzt nach Schweden. Hallo. Hallo. Schön, euch zu sehen. Ja, Sarah ist jetzt ganz neu bei Magma...
Magma Mathe in Deutschland. In Schweden wäre es Magma Maths. Okay, und Sarah kennen wir natürlich noch von der Vodafone Stiftung, wo du, ja, wie viele Jahre, fünf, sechs Jahre? Dreieinhalb Jahre. Ah, gut. Wir kennen uns lange, auch schon mal einen anderen Podcast gemacht zum Thema KI. Du bist da tief in der Bildungsszene verankert. Jetzt bist du in Schweden. Erklär uns doch mal, was ihr genau macht. Ja, letztendlich fand ich es ganz spannend, dass man, wenn man in Schweden ins Klassenzimmer geht, eine ganz andere Situation sieht als in Deutschland. Man sieht nämlich, dass alle Schülerinnen und Schüler in der Klasse auf das gleiche Lernziel hinarbeiten, aber auf ganz unterschiedlichem Weg dahin. Das ermöglichen wir auch mit Magma Mathe. Bei uns können Schülerinnen und Schüler eben mit Handschrift Matheaufgaben lösen und kriegen dann formatives, personalisiertes Feedback von unserer kleinen Lava, unserer kleinen KI-Flamme. Die Schülerinnen und Schüler dann schrittweise eben auch an die Lösung heranführt und die Lehrkraft.
In Echtzeit Feedback, wo steht jeder Schüler bei jeder Aufgabe, bei jedem Thema. Das heißt, sie kriegen so eine sexy Heatmap, wo ich dann grüne und orangene und pinke Farben sehe und eben schauen kann, welche Schülerin, welche Schüler hat das Thema einfach noch nicht ganz richtig verstanden oder gibt es einzelne Aufgaben, wo viele Schülerinnen und Schüler noch Probleme haben, wo ich dann eben nochmal gesondert reingehen muss. Das kann die Lehrkraft dann machen, das kann sie selber machen. Das kann, wir helfen aber auch, weil wir unsere KI dann auch den Schülerinnen und Schülern sehr differenziert eben Aufgaben dazu spielt, wo sie noch Schwierigkeiten haben. Ich habe gerade, als ich euren Stand entdeckt habe, ja auch so vor mich hingemurmelten und gesagt, oha, das ist das Angebot, was ich in der Schule immer gebraucht hätte. Und Sarah, du sagst, manchmal macht es dir so viel Spaß mit Magma, dass du dich jetzt auch mal an das Thema herangetraut hast. Woher kommt das eigentlich, dass Mathematik immer noch so ein bisschen das ungeliebte Kind ist? Also ich merke das ja auch bei meinen Kindern, Mathe ist irgendwie immer, hat gleich so das Attribut, schwierig zu sein und verstehe ich nicht, auch wenn die Kinder teilweise gar nicht wissen, welches Thema kommt, sich eher unterschätzen, als da an ihre Fähigkeiten zu glauben. Ja, und ich glaube, also Mathematik ist ja wirklich auch das angstbesetzteste Fach, was es so gibt.
Ich selber muss auch sagen, ich war früher eher schüchtern und zurückhaltend in Mathematik. Vielleicht war das auch so ein bisschen noch so ein Gender-Bias. Mädchen können halt einfach kein Mathe. Das ist tatsächlich was, was ich sogar im Nachhinein, finde ich das ganz schlimm, von der Lehrkraft auch schon gehört habe. Und meine Mutter erzählt immer ganz gerne die Geschichte, dass nachdem ich mit diesem Selbstkonzept nach Hause kam, Mädchen können keine Mathe, meine Kompetenzen tatsächlich abgenommen haben. Warum habe ich plötzlich Lust, Mathe zu üben? Wenn ich bei Magma bin, macht mir das einfach Spaß, dass ich durch dieses personalisierte, formative Vielmehr.
Ob der Lava rauskommen aus dieser Stresssituation vor der ganzen Klasse, auch vielleicht die Hand heben zu müssen oder sprechen zu müssen. Und vielleicht darf ich da auch noch eine kleine Anekdote erzählen. Ich war jetzt neulich in der Schule, wo ich Magma im Einsatz gesehen habe. Das ist die erste Schule, Pilotschule, das Wilmsgymnasium in der Elmenhorst. Die Magma jetzt schon einsetzen und uns ganz viel Feedback gibt jetzt für Deutschland. Und da habe ich gesehen, wie der Lehrer ganz bewusst Schülerinnen und Schüler vorne die Lösungen, die richtigen Lösungen von Schülerinnen und Schülern an die Klasse vorne geworfen hat, von denen er weiß, dass sie kein gutes Selbstkonzept oder mathematisches Selbstkonzept für sich haben, eigentlich eher wenig selbstbewusst sind. Und das dann zu sehen, wie stolz die Schülerinnen und Schüler waren, dass dann ihre Lösungen den Unterricht und das Unterrichtsgeschehen gestaltet haben, das hat mich total gefühlt. Wie schön. Also wenn man auch die Erfolgserlebnisse dann verdeutlicht und den Kindern klar macht, doch, du kannst es, versuch es einfach mal. Und wir werden auf jeden Fall Magma auch in den Shownotes verlinken, damit sich die Lehrkräfte euer Programm angucken können. Und ja, vielleicht kommst du dann auch noch über Delmenhorst hinaus. Ja, würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank. Die Sarah hat uns gerade erklärt, dass man Magma sehr gut an der Tafel erklären kann. Aber um diese Lösung Magma oder auch Digis an die Tafel zu bringen, dafür gibt es jetzt eine ganz tolle Lösung. Egal welches Endgerät man hat, wir sind nochmal bei einem dänischen Start-up bei Airtame. Ist das so richtig?
Ja, das ist richtig. Wir sind ein dänisches Unternehmen mit der Hauptsitz in Kopenhagen. Ich sehe die Plattform für digitale Klassenzimmer, für Bildschirmfreigabe und digitale Anzeigetafel. Klingt spannend und du hast hier auch so eine kleine runde Platte in der Hand. Und kannst du uns mal abholen, was das ist und wie RTM funktioniert?
Ja, sehr gerne. Airtame ist ein Dongle mit einer Software drauf und wenn ich diesen Dongle über den Kabel mit meinem Klassenzimmermedien verbinde, das kann Beamer, das kann digitale Tafel sein, das kann Display sein, habe ich die Möglichkeit mit jedem Gerät, mit jedem Betriebssystem auf diese digitale Tafel meine Inhalte zu teilen, mit jedem Protokoll, Airplay, Miracast, Googlecast. Ich brauche dafür nichts installieren. Der Lehrer kommt einfach mit seinem Endgerät in den Klassenraum. Er muss auf die Seite von RTM gehen, die auf dem Beamer zum Beispiel angezeigt ist. Er muss den Code eingeben und schon ist er mit dem Beamer verbunden und kann seine Inhalte direkt projizieren. So eine Art Apple TV für alle Betriebssysteme und für alle Sharing-Protokolle. Die Horrorvorstellung eigentlich immer. Sondern man kommt in die Klasse, man will was machen und dann der Beamer haut nicht hin, die Tafel. Da habt ihr jetzt eine Lösung, weil irgendeine Schnittstelle fehlt, es haut nicht hin und da hilft er Themen auch Stress zu vermeiden. Also ich habe das gehasst, wenn irgendwas nicht... Funktioniert hat, der Schweiß läuft in den Rücken runter, man geht panisch. Die Schüler werden unruhig, das ist ja dann auch immer eine Steilvorlage. Ich erinnere mich an meine Schulzeit, da war es dann der VHS-Rekorder oder was auch immer nicht funktioniert hat.
Wie sind denn eure Erfahrungen mit dem deutschen Markt? Wird das gut angenommen? Ist das Interesse groß? Ja, Interesse ist sehr groß. Denn es ist tatsächlich so, dass viele Schulen sich immer noch mit Apple TV helfen, wenn sie über Airplay teilen können. Aber sobald eine Schule sich so frei fühlt, auch Windows-Geräte einzuführen oder der Lehrer mit einem Windows-Gerät gerne arbeitet, sind die Schulen da ziemlich alleine gelassen. Da gibt es unterschiedliche Lösungen, unterschiedliche Sticks von asiatischen Herstellern, mit denen man sich dann versucht zu helfen.
Deshalb greifen viele dann auch auf Airteam, weil sie mit dieser Lösung eigentlich sich keine Sorgen machen müssen, mit welchem Endgerät der Lehrer gerne arbeiten. Das ist ja auch ein Case oder ein Gap, was es in den Schulen gibt. Die Lehrer haben oft Windows, Laptops und für die Schülerinnen und Schüler gibt es iPads. Und da hat man ja genau dieses Thema. Das habt ihr gelöst. Vielen herzlichen Dank. Wir wünschen euch viel Erfolg damit. Und es sieht wirklich sehr leicht aus zu bedienen. Das ist keine Raketentechnik. Das stimmt. Sehr einfach, sehr lehrerfreundlich und sehr IT-freundlich.
Vielen Dank. So, das ist sehr schön, dass ich mal das Intro machen darf. Musst du jetzt Gert hier erstmal mit dem Ellenbogen zur Seite schieben, denn wir sind bei seinem Steckenpferd Basketball macht Schule. Natürlich direkt hier in Rostock mit den Rostock Seawolves auch. Martin ist bei uns. Martin, für alle, die euch noch nicht kennen, erzähl doch mal grob, was Basketball macht Schule eigentlich für die Schüler und Schülerinnen anbietet. Ja, hallo. Danke, dass ich da sein darf. Was macht der Basketball-Macht-Schule e.V.? Wir gehen an die Schulen und an die Kindergärten und versuchen dort vor Ort ein Angebot zu etablieren für die Kinder. Das heißt, im Kita-Bereich reden wir über Bewegungsangebote. An den Schulen, an den Grundschulen, Oberschulen reden wir natürlich über basketballspezifische Angebote. Uns ist ganz wichtig, dass wir die Kinder genau da erreichen, wo sie den Großteil ihres Alltags verbringen. Und das ist der Alltag in der Schule und im Kindergarten. Das heißt, die Kinder, die dort den Sport treiben können, sind nicht darauf angewiesen, dass ihre Eltern im Nachmittagsbereich für sie Zeit und Ressourcen haben, sie von A nach B zu bringen, sondern wir kommen zu ihnen in die Schule, in den Kindergarten. Und auf diese Art und Weise versuchen wir und erhoffen wir uns, so viele Kinder wie möglich zu bewegen und damit natürlich einen wertvollen Beitrag in ihrer Entwicklung zu leisten. Jetzt muss ich ja mal ein bisschen ketzerisch fragen. Wir sind ja bei der Bildung digital.
Wir reden ja viel über den Ausgleich. Es geht ja um die Balance zwischen digitaler und analoger Welt. Ist das der Beitrag, den ihr da leisten wollt? Habe ich das jetzt genauso richtig erfasst oder was macht ihr hier bei einer digitalen Messe? Ich hätte wetten können, dass du diese Frage so stellen wirst. Wir haben heute das öfter schon gesagt, wir sind heute analoge Wolfs im Schafspelz, aber Spaß beiseite. Eigentlich ist es genau das. Wir sind natürlich hier, weil wir uns vernetzen wollen. Wir haben die Hoffnung, dass wir mit dem Basketball-Machschule ein großes Netzwerk in ganz MV etablieren können, was den Akteuren hilft, miteinander Leistungen auszutauschen, egal ob das Schulen sind, ob das Vereine sind, ob das Ämter sind. Aber grundsätzlich wollen wir natürlich dafür sorgen, dass die Kinder nicht nur vor dem Fernseher hängen und mit digitalen Medien ihren Alltag verdatteln, sondern wir wollen, dass sie in Gemeinschaft Sport treiben, dass sie auf andere Kinder treffen, dass sie Körpergefühl entwickeln. Das liegt uns am Herzen. Ich glaube, das ist einfach eine gute Komponente und ein gutes Gegenstück zum Thema Digitales als auch digitale Bildung. Wie ist es jetzt? Jetzt hören das hier Schulen, Lehrer, wir hören ja unseren Podcast in Mecklenburg-Vorpommern. Auch wenn die jetzt mit euch in Kontakt treten wollen, was könnt ihr ihnen anbieten? Jetzt meldet sich meinetwegen Lehrer aus Torgelow.
Das wäre ein Traum, wenn sich Lehrer oder die Lehrerin aus Torgelow meldet. Wir haben natürlich eine Homepage, die jeder erreichen kann, basketball-machtschule.de. Dort findet man ganz unkompliziert einen Link, ein Kontaktformular, wo man mit uns entsprechend in Kontakt treten kann, sodass wir dann auch schnellstmöglich versuchen, die entsprechenden Personen zurückzurufen, zurückzumählen und zu schauen, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es gibt. So ein Verein hat natürlich auch gewisse Kosten, wenn man da unterstützen will. Wie geht das?
Es geht auf drei Arten. Natürlich, das Wichtigste ist, dass wir Mitglieder finden. Das heißt, wir haben Schulen und Kindergärten, wo die Kinder bei uns Vereinsmitglied werden, weil das hilft. Weil jedes Kind ist auch ein Botschafter der guten Sache im eigenen Haushalt. Und trägt dazu bei, dass sich die Eltern, die Familie sich für das Thema Sport und Basketball interessiert. Die zweite Möglichkeit, die ganz, ganz wichtig ist, ist natürlich, jeder kann bei uns Pate werden. Das heißt, wir haben verschiedene Pakete an Patenschaften für Firmen, für Privatpersonen, die uns mit ihrem Beitrag unterstützen können. Das heißt, du wirst Pate einer AG für einen bestimmten Betrag und kannst damit Sorge tragen, dass in deiner Region, in deiner Stadt, in deinem Dorf Sport möglich wird für deine Kinder. Und die dritte Möglichkeit, die immer geht, ist natürlich zu sagen, ey, ich kann mir vielleicht nicht dauerhaft ein Engagement leisten, aber ich möchte gerne auch heute einen Beitrag leisten. Ich möchte jetzt direkt was spenden. Auch das kannst du tun. Lieben Dank, Martin. Aber ich würde jetzt auch noch mal gerne von dir wissen, Gerd, warum hängt eigentlich dein eigenes Herz so sehr bei Basketball macht Schule drin? Denn ich weiß, dass es ein Thema ist, was dir wirklich wichtig ist. Nun bin ich bei den Rostock Seawolfs, aber wir sind ja auch ein Verein.
Unsere Profimannschaft spielt in der Bundesliga, die spielt im Europapokal, da begeistert die Leute. Aber wir sind ein Verein und wir haben viel, viel, viel mehr Mitglieder. Und die Kinder sind natürlich die Basis unseres Vereins. Und diese Idee, über Rostock hinauszutragen ins ganze Land, das ist wichtig. Und Bewegung stärkt die Kinder. Martin hat es auch schon gesagt. Klar, Digitalität gehört heute mit dazu, aber da gehört eben auch dazu, Sport zu haben, Freude zu haben. Und jedes Kind, das Basketball spielt, kommt nicht auf dumme Gedanken. Jeder Jugendliche, der im Team ist, der lernt Fairness und gutes Miteinander. Ja, und vielleicht ist da sogar die stille Hoffnung, dass wir den nächsten Dennis Schröder irgendwo in Torgelow-Ecke sehen, auf Rügen entdecken und der vielleicht hier in 10, 15 Jahren mal bei den Rostock-Sivors spielt. Aber das ist so das allerhöchste Ziel. Das Wichtigste ist, ganz, ganz, ganz viele Menschen in Bewegung zu bringen. Absolut. Vielleicht darf ich Gerd nochmal zur Seite springen.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass der Basketball in Rostock es geschafft hat, den Sport von seiner besten Seite zu zeigen. Er begeistert nicht nur die Fans in der Halle für Profisport, sondern er hat Gemeinschaft geschaffen. Und diese Gemeinschaft bringt Ehrenamtler hervor. Schiedsrichter, Sponsoren, Mitarbeiter. Aber er sorgt dafür, dass Menschen zusammenkommen, die sich vielleicht im Alltag nicht begegnen würden. Und das finde ich ist eine der schönsten Seiten des Sportes, das haben wir in Rostock geschafft und deswegen ist es uns eigentlich allen so wichtig, diesen Sport, diesen geilen Sport ins Land zu tragen mit all seinen positiven Nebeneffekten. Vielen Dank, ich denke genau da müssen wir den Fokus auch drauf setzen. Natürlich ist Digitalität wichtig und natürlich haben wir da noch einiges aufzuholen in Deutschland, aber genau dieser Gemeinschaftsgedanke, der wirklich Austausch One-on-One, Wenn wir uns sehen, wenn wir miteinander spielen, vielleicht auch im Wettbewerb sind, da sind ganz viele Learnings dabei, die auch unheimlich wichtig für unsere Schüler und Schülerinnen sind. Vielen Dank.
Unser kleines Roundup hier bei der Bildung Digital in Rostock. Und Gerd und ich sitzen am Tisch mit einem wahrhaftigen Spiegel-Bestseller-Autor, ganz frisch gekürt. Nikolaus Kolzmann, erstmal herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg. Herzlichen Dank. Man muss sagen, dein Buch trägt ja den wunderbar passenden Titel Digitale Bildung und was Deutschland jetzt dringend angehen muss. Da hätte man sicherlich auch tausende von Seiten füllen können. Du hast dich ein bisschen begrenzt und das ist wahrscheinlich auch die Formel des Erfolgs in Teilen deines Buchs. Vielleicht kannst du uns mal mitnehmen, was ist dein Fokus und was muss Deutschland denn jetzt dringend angehen? Ich habe angefangen, das ein bisschen zu reduzieren, weil ich mir überlegt habe, wenn ich jetzt meine komplette Geschichte aufschreibe und alle Perspektiven auf der Bildung und jede kleine Schraube mit aufliste, dann wird das ein Werk, was gar nicht für die breite Masse gedacht ist, sondern das lesen dann die zehn Spezialisten, die sich vielleicht heute hier eh treffen. Und das wäre schade. Deswegen war die Überlegung, wie schaffe ich es, dass es massentauglich ist und wie schaffe ich die Basis des Bildungssystems auch mal beispielsweise Eltern nahe zu bringen, die mit ihren Kindern in der Schule zwar Berührung damit haben, selber aber frustriert sind, weil sie vielleicht nicht verstehen, welche Stellschrauben im Hintergrund des Systems noch mitgreifen.
Und am Endeffekt geht es immer wieder darum, Bildung eine höhere Priorität zu haben, Bildung gerade auch im Einkauf und in der Beschaffung sehr viel mehr zu vereinfachen. Also denjenigen auch die Ausstattungsverantwortung zu geben, die pädagogische Verantwortung tragen, weil es ja irgendwo nicht sein kann, dass drei, vier Leute in irgendwelchen Hinterzimmern, sei es von Möbeln bis irgendwelchen Software-Tools, einkaufen, die nicht zum Unterricht passen und sich niemand damit beschäftigt, was brauchen eigentlich die Lehrkräfte. Darum geht es der Menschheit klar zu machen. Lassen wir die fantastischen Lehrkräfte, die wir im Land haben, nicht nur mehr ihren Job machen, sondern auch mehr Freiheitsgrade, um kreativ umsetzen zu können, was sie sich vornehmen. Wie hast du da recherchiert? Wo warst du überall? Ich verfolge das ja auch auf LinkedIn. Du bist ja auch viel im Ausland. China habe ich zum Beispiel gesehen. Aber wo hast du überall recherchiert? Was ist alles in dieses Buch eingeflossen? Jetzt ist die Frage, wie man eine Recherche definiert. Also ich würde mir nicht anmaßen, in einem wissenschaftlichen oder journalistischen Level recherchiert zu haben, sondern ich habe viel auch meine persönlichen Eindrücke von diesen ganzen Bildungsreisen mitnehmen dürfen. Ich war eingeladen als Speaker in Korea, ich war in China eingeladen, in Japan, also viel im fernen östasiatischen Raum. Im Nahen Osten durfte ich auch ein, zweimal hin. Ich war in den USA, Mexiko, natürlich aber auch Großbritannien, Skandinavien, Baltikum. Und ich habe versucht, immer wieder mit den Menschen vor Ort zu sprechen, was sie so besonders macht und was sie differenziert.
Und in allen anderen Ländern ist das Thema digitale Bildung immer dann erfolgreich gewesen, wenn Bildung insgesamt einen Stellenwert hatte, der gesellschaftlich nicht auf der vorletzten Stelle steht, wie man es manchmal hier in Deutschland das Gefühl hat. Naja, bei den Wahlen steht ja immer beste Bildung für alle auf den Plakaten. Ja, genau. Und wenn es dann aber darum geht, wer möchte Bildungsminister werden oder wer möchte dieses Ressort führen, dann hat man manchmal das Gefühl, dass es so der allerletzte Posten ist, der noch vergeben werden muss. Es ist kein Streit darum. Ich habe mir auch den Spaß erlaubt, das Gedankenexperiment in dem Buch zu machen, dass ich sage, die Vizekanzlerin oder der Vizekanzler, je nachdem wie man es sehen möchte, müsste immer das Bildungsressort leiten. Das heißt, Kanzler auf der Eins, passt soweit, können wir uns einigen.
Vize-Regierungspräsidentschaft, wie auch immer man das nennen möchte, ist immer vom Bildungsressort gegeben. Und jede Grundsatzentscheidung muss getroffen werden nach der Frage, was bedeutet das für unsere Zukunft, was bedeutet das eigentlich für unsere Kinder. Eins deiner Kapitel trägt ja den wunderbaren Titel, alle unsere Probleme, eine Antwort, Bildung. Genau das ist es ja eigentlich, wenn man es runterbricht. Und eigentlich, seien wir mal ehrlich, wissen das auch die Politiker und Politikerinnen. Also das ist natürlich nun in einem Land, was keine großen Vorräte an anderweitigen Bodenschätzen hat, ist das unsere wichtigste Ressource. Was denkst du, warum ist Bildung immer noch so auf den vorletzten Plätzen, wird so stiefmütterlich bedacht?
Ja, weil es am Ende des Tages ein sehr, sehr langfristiges Problem ist. Wenn du jetzt in Bildung investierst, wenn du jetzt in die nächste Generation reingehst, dann bringt dir das halt an der nächsten Wahl keine Stimmen, also zumindest nicht im Direkten. Und Bildung ist halt ein brutales Investment und eben so langfristig gesehen, dass die meisten Politiker gar nicht den Horizont dafür haben, weil sie selber vielleicht nicht mehr von ihren eigenen Entscheidungen profitieren können. Und du glaubst ja nicht, dass da einer mal reingehen würde und sagen würde, ich räume jetzt hier mal richtig vier Jahre auf, weiß, dass ich mich aber so unbeliebt mache, dass ich nicht nochmal gewählt werde. Dafür hinterlasse ich aber ein besseres Land. Das wäre aber schön, weil wenn wir da mal wieder auf die Wahlplakate zu sprechen kommen, genau das ist es ja. Es wird überall plakatiert und ich muss auch ganz ehrlich sagen, Gerd, ich habe die Plakate natürlich auch gesehen. Ich kann es wirklich nicht mehr sehen, weil du eigentlich weißt, es ist allen Teilen ein Witz. Sie schreiben das rauf, weil es das ist, ja, was die Wähler, Wählerinnen hören wollen. Na offensichtlich, der Bedarf ist ja da nach besserer Bildung, aber in der Umsetzung nach der Wahl, nichts hört man mehr. Oder es verfällt in so ein Aktionismus, wo man glaubt, mit so einer Maßnahme jetzt werden Kopfnoten wieder eingeführt oder wir machen eine Stunde mehr von irgendetwas. Das sieht man, das ist doch vielleicht abbrechenbar und ich will jetzt auch gar nicht den Effekt, gar nicht als positiv oder negativ, aber das hat so einen ganz schnellen Effekt. Aber die grundlegenden Veränderungen, die gehen ja viel tiefer. Wenn wir zum Beispiel das Thema Digitalität nehmen, was in Deutschland noch stiefmütterlich behandelt wird.
Eine Zahl, 69% der Lehrer nutzen schon oder nutzen erst, kann man ja auch sagen, digitale Tools für ihren Unterricht. Das kann aber auch sein, dass die mal nachgeguckt haben, was sich im Vertretungsplan geändert hat. Das ist ja auch Unterrichtsvorbereitung, wenn die Vertretungsstunden haben. Das heißt noch nicht, dass die jetzt versiert mit Textprogrammen oder mit KI-Tools etc. Arbeiten. Was empfiehlst du den Kollegen oder auch vielleicht Schulleitungen? Worauf sollten die achten? Was sind so ein bisschen auch die Trends, die du beobachtest?
Was ich im Buch beschreibe, ist vor allem dieser wilde Westen, dieser Bildungs-Bubble-Rundum-Schule. Und das Problem, was dabei entsteht, ist, dass die Produkte, die gebaut werden, so ein bisschen am Bedarf vorbeigebaut werden und dann derjenige gewinnt, der das dickere Marketing-Budget hat und eine Landeslizenz verkauft. So, das ist dann die Firma, deren Idee in die Fläche getragen wird, aber ob das wirklich der Lehrkraft jetzt nachher hilft, wissen wir nicht. Später in der Adaptionsrate merken wir dann das Beispiel, die haben nur 8% wirklich Adaption, was eine Vollkatastrophe ist, wenn man mal ehrlich ist, weil wir für das gesamte Land bezahlt haben. Das heißt, wir müssen eigentlich diesen gesamten Mechanismus, wer darf in Schule kommen, wer nicht und wie wird dort angewandt, den müssen wir grundlegend neu denken. Und das war das, was ich vorhin auch versucht hatte zu meinen.
Lieber kaufen wir als einmal zentral ein, einigen uns mit allen Anbietern da draußen, die es gibt, zu welchem Preis, bei welcher Nutzung sie was abgeführt bekommen. und andersrum lassen wir dann aber wieder die Lehrkräfte vor Ort entscheiden, was wirklich funktioniert. Und was wir als, ich sag mal, gesamte Branche machen müssen, ist da sehr, sehr viel transparenter werden, wie gut welches Tool wirklich funktioniert. Weil geh doch mal als Lehrkraft auf so eine Messe wie heute und versuch rauszufinden, welches von diesen Tools eine Released Beta ist, wenn die Leute überhaupt wissen, was dieser Begriff bedeutet, wissen, wie viel in anderen Bundesländern das wirklich schon zum Tragen kommt und wo das ganze andere Lehrkräfte-Feedback herkommt. Das heißt, wenn der Staat diese hoheitliche Aufgabe übernimmt, zu kontrollieren, was in Klassenräumen passiert, dann muss er wenigstens die Eingangstür sichern und nur noch reinlassen, wer nach gewissen Kriterien funktioniert und wiederverwettbar ist. Also so eine Art Schuldtüff?
Basically. Und das kannst du relativ einfach aufziehen. Wir machen es in Deutschland immer zu kompliziert, weil wir immer erst hingehen und sagen, alle müssen 15-fach durch den TÜV, um dann zugelassen zu werden. Und ich sage, lass erstmal alle fahren und jeder darf sich selber einen TÜV-Stempel drauf machen und dann kontrollieren wir stichpunktartig und schmeißen all die wieder raus, die den Regeln gar nicht entsprechen. Das heißt, du würdest nicht sagen, alle zwei Jahre müssen alle einmal zur TÜV-Stelle vor Ort kommen, sondern wenn du der Meinung bist, du hast dein Auto selber kontrolliert und das funktioniert nach anderen Kriterien, darfst du weiterfahren. Aber du musst davon ausgehen, dass irgendwann mal eine kleine SWAT-Einheit bei dir kommt und sagt, so ihr Lieben, jetzt an der Stelle wollen wir sehen, ob das wirklich technisch ist. Und wenn, dann bekommst du sofort deinen Führerschein entzogen. Also ich bin da für mehr Freiheit, aber dann radikalere Umsetzung.
Dass dein Buch mit dem Titel Digitale Bildung bei der Messe Bildung digital offene Türen einrennt. Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Aber mich würde interessieren, auch der Untertitel, was Deutschland jetzt dringend angehen muss, hast du vielleicht auch schon anderes Feedback bekommen? Stichwort Politik oder Entscheidungsträger, die wirklich sagen, Mensch, da stehen Impulse drin, die sollten wir wirklich mal bedenken. Vielleicht Türen, die dir dafür geöffnet wurden. Wie sieht es da aus oder welche Wünsche hättest du auf der Ebene? Vielleicht bedanke ich mich erstmal nicht nur bei der Messe hier, sondern bei allen Partnern, die hier auch dabei sind und Unterstützern. Weil ich glaube, so ein Buch wäre nicht in der Geschwindigkeit Spiegel-Bestseller geworden, wenn nicht die gesamte Branche und wirklich alle, die was mit Bildung zu tun gehabt haben, da mitgeholfen haben. Und an der Stelle ist es, glaube ich, auch super spannend, weil das definitiv politisch Türen geöffnet hat. Vielleicht die ein oder andere etwas ungewollte auch, weil man manchmal in Diskussionen reinredet, wo man gar nicht so richtig weiß, was man an der Stelle noch dazu beitragen kann. Die meisten Türen, die jetzt aber geöffnet worden sind, da sind die Leute zumindest erstmal gesprächsbereit und finden die Ansätze interessant. Ich merke aber, dass es jetzt nicht so aussieht, dass sie das morgen als Grundlage nehmen, um ihre Arbeit umzustrufieren. Aber darum geht es ja auch erstmal. Erstmal darüber sprechen und ein bisschen was bewegen.
Super. Nikolas, weiterhin ganz viel Erfolg auf deinem Weg. Der hat ja gerade erst angefangen, wie du sagst, die Türen öffnen sich. Mal gucken, welche Flure sich dir noch zeigen werden. Wir bleiben auf jeden Fall dran. Verlinken das Buch gerne in den Shownotes und weiterhin viel Erfolg. Eine letzte Frage. Viola hat es schon abmoderiert. Ein Buch für unsere Hörerinnen und Hörer, was wir verlosen können. Super gerne. Natürlich, klar. Vielen herzlichen Dank. Die Bildung digital in Rostock ist vorbei.
Viola, die ihr gerade noch gehört habt, ist schon wieder auf dem Weg nach Berlin. Aber neben mir sitzt Christine und.
Und Christine hat die Bildung digital in Rostock maßgeblich mit vorbereitet. Christine, wie sieht dein Fazit aus? Ich bin glücklich. Ich habe mir also natürlich ein paar Dinge erhofft und sie sind auch eingetreten. Meine Erwartung war schon recht hoch, weil ich sagen muss, das Programm, das dort auf die Beine gestellt wurde, war nicht von schlechten Eltern. Wir hatten nicht nur großartige Speakerinnen und Speaker, sondern auch wirklich Themen, die gebrannt haben. Und wir haben es auch gemerkt, wenn in der Ausstellerhalle die Leute nicht da waren, dann waren sie in den Seelen und die waren gut besucht. Und in den Pausen sind sie also dann wieder zu den Herstellern gekommen. Ich weiß, unsere Zahlen sind gestiegen. Wir haben 40 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher erreicht als im letzten Jahr. Ich glaube, das ist ein solides Ergebnis, auf dem wir aufbauen können. Wir freuen uns, dass es am 10.11.2026 wieder heißt Bildung digital in Rostock. Ein Panel, da ging es ja rund um Frauen in IT. Wie ist da dein Fazit? Ich durfte ja so, Wieland hatte mich als Quotenmann, als unkaputtbarer Quotenmann angekündigt. Vielen Dank an dieser Stelle. Aber wie ist dein Fazit zu diesem Panel? Das muss ich sagen, war, ja, ich hatte am Anfang des Tages, ich habe gedacht, Mensch, das läuft alles und ganz viele Besucher kommen. Und wir hatten einen guten Zustrom. Und dann habe ich gedacht, Mensch, jetzt sind die Keynotes gelaufen.
Die Schulträgerkonferenz war dann eben auch im Ausklang. Und ich habe gedacht, na, jetzt sind die meisten Leute doch bestimmt müde. Einige hatten doch echt eine weite Anreise. Nicht, dass die jetzt fernbleiben. Und ich muss sagen, dann haben wir wirklich noch mal einen richtigen Schwung erlebt. Und ich glaube, das Panel war eines der bestbesuchtesten an dem Tag. Und wir hatten also ein buntes Publikum, das, so wie ich das beobachtet habe.
Bei uns war, die ganze Zeit interessiert, die Blicke an uns gehalten hat. Aber auch im Nachgang habe ich das natürlich mitbekommen, dass gleich einige Speakerinnen, hier muss man ja nicht auf das Geschlecht achten, es waren ja Frauen, dass die also direkt von der Bühne weggekascht wurden und es wurden gleich nochmal Fragen gestellt. Das war natürlich einfach auch nochmal schön, dass man sagt, okay, das Grand Final der Bildung digital an dem 2025 war jetzt also einmal, dass wir Frauen in den Mittelpunkt rücken, denn sie sind sehr stark im Bildungswesen vertreten, aber immer noch nicht sichtbar genug. Und das haben wir, glaube ich, gut sichtbar gemacht. Nennen wir die doch jetzt einfach mal. Ich fange mal an. Frau Dr. Meier-Pinger.
Viola Patricia Herrmann. Nina Mühlhens. Christine Vandermeer. Ja, Christine Bach. Danke, Quotenmann Gerd Mengel. Okay, nochmal lieben herzlichen Dank an alle, die dabei waren. Ein paar Frauen, die waren jetzt hier auch im Podcast, Sarah Franke und so weiter, die habt ihr auch gehört. Und wir haben ja auch ganz lange über das Buch Digitale Bildung gesprochen mit Nikolaus Kohlsmann. Und jetzt, Überraschung, ihr habt es ja schon ganz kurz gehört, im Podcast. Nikolas hat gesagt, das Buch kann man gewinnen und wir verlosen drei Bücher. Schreibt mir einfach auf LinkedIn, einfach unter meinem Klarnamen, findet mich oder auf Instagram. Oder schreibt an Viola, Patricia Herrmann, die findet ihr auf Instagram unter die Bildungsexpertin. Findet ihr auch alles in den Shownotes nochmal erklärt. Einfach uns eine PN schreiben, ein Smiley reicht und dann verlosen wir unter allen Einsendern dreimal das Buch.
Ja und Christine, für mich auch noch ein schöner Moment. Die Bildung digital hast du noch mit vorbereitet, noch sozusagen als Freelancerin. Und jetzt bist du ja bei Manage Now. Herzlich willkommen an der Stelle auch. Vielen, vielen Dank. Ich freue mich sehr mit dabei zu sein und ja mit diesem großen Tanker jetzt die Bildungslandschaft in Deutschland sicher mitzugestalten. Ihr werdet mit Sicherheit hier nicht das letzte Mal auch von Christine gehört haben. Da haben wir auch ein paar Sachen vor, zusammen mit den Digis. Vielen Dank. Und ihr müsst nur noch eine Sache machen. Klar, hier das Kommentieren, euch das Buch holen und natürlich den Podcast abonnieren. Dann heißt es bald bei euch wieder, hey Digis, so geht Lernen heute. Das war Hey Digis, der Bildungspodcast mit Viola, Patricia, Herrmann und Gerd Mängel. Immer dienstags auf allen Podcast-Plattformen.