Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge unseres Formats Pitch des Monats. Im Pitch des Monats könnt ihr, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ganz viel darüber erfahren, welche neuen Ideen es im Bildungssektor gibt, welche Trends aktuell entwickelt werden und wie ihr von diesen Ideen ganz persönlich für euch und eure Arbeit profitieren könnt. Den Pitch des Monats hört ihr immer zu Beginn jeden Monats, um gut informiert und mit frischen Ideen direkt starten zu können.
Und heute geht es um ein Thema, das viele Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen bewegt. Nämlich, wie kann man Kinder sicher an die digitale Welt heranführen? Und ich freue mich, denn dazu habe ich eine ganz besondere Gästin eingeladen, Anja von Lohm, Senior Vice President bei Xplora. Schön, dass du da bist, liebe Anja. Ja, vielen Dank. Ich freue mich sehr. Super, dass es auch geklappt hat dann heute. Anja war ein bisschen krank in den letzten Tagen, haben wir nochmal einmal verschoben. Aber jetzt starten wir direkt mit frischem Wind in unsere Aufnahme, liebe Anja. Ja, ich hoffe, meine Stimme macht mit, aber ich habe hier einen Tee neben mir stehen, das sollte klappen. Na klar, wunderbar. Sag mal, Anja, bevor wir tiefer in das Thema digitale Sicherheit einsteigen, das ist ja etwas, was uns bei den Digis auch immer wieder beschäftigt, ist ja ganz wichtig, Kinder natürlich heranzuführen an die digitale Welt. Aber die Frage ist immer, wie machen wir das und wie machen wir es vor allen Dingen auch sicher? Sei du doch erst mal so nett und stell uns doch mal in einer Minute Pitch die Marke Explorer vor. Ja, gerne. Also Explorer ist ein norwegisches Technologieunternehmen. Und wir bei Explorer glauben daran, dass Kindheit aus echten Erlebnissen bestehen sollte, nicht aus Bildschirmzeit. Deshalb haben wir die weltweit führende Smartwatch speziell für Kinder entwickelt.
Und ja, die Smartwatch soll Kindern die Freiheit geben, sicher auf Entdeckungsreise zu gehen, während Eltern immer mit ihnen in Verbindung stehen können und ein sicheres oder gutes Gefühl dabei haben. Und die Features wie GPS-Standortfunktion, Anruf und Nachrichten, ganz wichtig, ohne Zugang zum Internet und zu Social Media, ja, geben Kinder die Freiheit, neugierig, aktiv und sicher unterwegs zu sein. Und darüber hinaus motivieren wir Kinder noch, sich in der realen Welt mehr zu bewegen und dadurch einen ausgewogenen und gesünderen Lebensstil zu haben. Wir haben die einzigartige Explorer-Aktivitätsplattform GoPlay gegründet. Das heißt, die EU hat einen Schrittzähler und Kinder können auf dieser Plattform, die ist dann wiederum online, aber in einem sicheren Rahmen, auch mit der Eltern-App verbunden, können sie aktiv sein und mit den Schritten, die sie im täglichen Leben machen, dort an Aktivitätskampagnen teilnehmen. Und wir sehen, das funktioniert richtig gut, weil wir sehen, dass Kinder, also von unseren Kindern, die ein Explorer-Smartwatch tragen, können wir sehen, dass Kinder, die dort aktiv sind, so im Schnitt am Tag 2500 Schritte mehr machen.
Und ja, zu guter Letzt so circa eine Million Familien Vertrauen-Explorer und wir definieren neu, was Technologie für Kinder bedeuten kann. Und zwar keine Ablenkung, sondern Empowerment und ja, mit der richtigen Technologie zum richtigen Zeitpunkt, sprich immer altersgerecht. Wow, das war ja jetzt mal ein Rundum-Pitch.
Du hast schon gerade gesagt, die richtige Technologie zum richtigen Zeitpunkt. Also wenn wir jetzt mal so auf die ursprüngliche Idee hinter den Explorer-Produkten gucken und auch auf eure Zielgruppe eigentlich. Also wir sprechen natürlich in Richtung Schule, Lernen, digitale Bildung. Wo fängt denn so eure Zielgruppe an und wie entwickelt die sich vielleicht auch? Also unsere Kernzielgruppe sind eigentlich Kinder im Grundschulalter. Und dann ist aber ja jedes Kind unterschiedlich weit entwickelt. Und eigentlich so ab dem Zeitpunkt, wo die Kinder so ihre ersten eigenen Wege machen. Und das fängt ja eigentlich mit der ersten Klasse an, dass sie den Schulweg alleine machen sollen. Meine Kinder sind mittlerweile aus dem Grundschulalter raus. Aber ich weiß noch, das war damals ein großes Thema, dass man für die Eltern selber, Für dich als Mutter oder als Vater, dass es ja so wahnsinnig schwierig ist, auf einmal loszulassen und das Kind zu sehen, oh, es ist auf einmal selbstständig, macht Erfahrung, ich kriege gar nicht mehr eins zu eins alles mit. Ja, und die Uhr soll definitiv dabei helfen.
Kinder haben natürlich einen Bewegungsdrang und auch einen Drang nach Selbstständigkeit und das soll auch gefördert werden, weil in unserer Gesellschaft hat sich das ja leider so entwickelt, dass wir die Kinder eher so ein bisschen überbehüten und die Uhr hilft definitiv dabei, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass du einfach ein besseres Gefühl hast und deinem Kind wieder mehr zutraust. Und das ist ja genau dieses spannende Thema eigentlich, dieser Spagat zwischen Sicherheit und kindgerechter Freiheit. Und da sind ja wir Eltern auf der einen Seite, in der Schule sind es dann die Lehrer und Lehrerinnen, da werfen wir auch gleich noch einen Blick drauf, wie ist so eine Smartwatch in der Schule zu sehen. Und dann das Kind, was diesen Drang hat, was auch merkt, Mensch, ich bin ein Schulkind, ich werde immer größer oder vielleicht dann auch später der Übergang auf die Oberschule, wenn sich das Produkt, sage ich jetzt mal, auch weiterentwickelt.
Ja, wie geht ihr so mit diesem Spagat um? Ist das ein Konfliktfeld, auf das ihr sehr eingeht? Ja, also wir haben oft so Diskussionen, dass das mit der Uhr eine Überwachung und eine Kontrolle ist. Das sehen wir aber gar nicht, so möchten wir natürlich auch gar nicht. Grundsätzlich hat man ja auch als Eltern eine Aufsichtspflicht. Und ich glaube, bei Kindern im Grundschulalter ist es schon so, Kinder dürfen, darf man kurzzeitig alleine lassen, aber man muss immer erreichbar sein. Und genau das ist das. Man soll natürlich mit der Uhr auch nicht die Kinder einfach losrennen lassen und sich keine Gedanken mehr machen. Es ist ganz wichtig, dass man mit den Kindern im Gespräch ist, dass die zum Beispiel auch wissen, dass man über die Eltern-App jederzeit sehen kann, über die GPS-Ortungsfunktion, wo sich das Kind befindet. Also, dass das Kind weiß, Mama und Papa können das sehen, wo ich bin.
Ja, und Kinder sollen einfach sich sicher fühlen und sich was zutrauen. Aber, und das ist in dem Alter ja auch noch ganz wichtig, immer diese Sicherheit haben, Mama und Papa sind schon irgendwo da und in der Nähe. Wenn ich sie brauche, kann ich anrufen und eine Nachricht schicken. Und aus eigener Erfahrung, ich weiß noch, meine Tochter ist jetzt 14, aber damals war sie sechs, als Explorer auf den deutschen Markt gekommen ist und diese Produktkategorie noch ganz neu war. Und da haben wir die Uhr natürlich getestet. Und ich weiß noch, sie wollte immer allein zum Bäcker gehen, da war sie sechs. Und wir wohnen in Hamburg in der Großstadt, also es ist ein kleiner Weg bis zum Bäcker. Wir haben immer gesagt, das geht ja nicht, ist ja viel zu gefährlich. Sie wollte aber unbedingt. Und ich weiß noch, dass sie dann gesagt haben, ja klar, dann mach das, zieh dich an und geh. Und da hatten wir die U noch nicht. Und da ist mein Mann ihr hinterhergelaufen wie so ein Detektiv und hat geguckt, ob alles klappt. Und sie kam wahnsinnig stolz wieder nach Hause. Und dann hat man gesagt, ja, das macht natürlich auch was mit Kindern, wenn sie was schaffen und man ihnen was zutraut. Und solche Situationen gehen natürlich mit der Kindersmartwatch.
Da hat man auch mal, als sie mit Uhr unterwegs war, das passiert ja auch manchmal, Kinder, wenn sie noch jung sind, zum Beispiel auch stehen beim Bäcker und dann ist die Schlange lang und dann wusste sie nicht, soll ich jetzt warten oder doch wieder nach Hause kommen, weil wir auf sie warten, hat sie kurz angerufen. Und man merkt, sie gewöhnt sich so dran, aber irgendwann ist die Sicherheit da und dann rufen sie auch gar nicht mehr so oft an, wenn sie unterwegs sind. Ja, ja. Ganz wichtig, da so auch die Balance zu finden natürlich. Den Kindern immer mehr zuzutrauen, sie loszulassen, aber ihnen auch das Gefühl zu geben, ich bin da. Also so ein bisschen unsichtbar, aber ohne halt Kontrolle wirklich auszuüben. Jetzt gucken wir doch mal so ein bisschen auch auf die andere Seite. Ich weiß natürlich auch von Lehrkräften, die sagen, oh, diese Uhren und dann piepen die im Unterricht. Und was soll denn das überhaupt? Das muss doch nicht sein. Die Eltern wissen doch, das Kind geht von A nach B, von zu Hause ins Klassenzimmer und das ist doch alles komplett unnötig. Und empfinden diese Uhren als Störfaktor. Also das ist halt bei meinen Kindern auch immer mal wieder Thema im Unterricht oder beziehungsweise beim Elternabend zwar nur so am Rande. Letztlich kommt auch nie eine finale Lösung. Genau, ja.
Aber trotzdem bewertet die Schule das oft anders als die privaten Familien. Wie habt ihr denn das Thema Schule, Unterricht, Smartwatch aufgegriffen? Ja, also die Uhr hat einen Schulmodus. Das bedeutet, also grundsätzlich richtet man ja und steuert die Uhr von der Eltern-App, die man auf dem eigenen Smartphone hat. Also das Kind kann keine Einstellung auf der Uhr selbst vornehmen. Das macht man alles in der Eltern-App und dort gibt es einen Schulmodus, den stellt man ein und das ist ja wie ein Ruhemodus, den man ja vom eigenen Smartphone kennt. Du stellst Tage und Zeiten ein und dann ist die Uhr inaktiv. Was bedeutet, sie ist eine ganz herkömmliche Uhr. Also in der Schulzeit können die Kinder nur die Uhrzeit ablesen. Und wenn man jetzt Oma als Kontakt hinterlegt hat und Oma anruft, geht der Anruf nicht durch. Also die Uhr klingelt nicht. Man hat keine Ablenkung im Unterricht. Und.
Ja, aus meiner Erfahrung klappt das ganz gut. Es ist ehrlich gesagt immer so ein bisschen, wenn die Lehrer selber Kinder haben, verstehen die das und kennen die Uhr auch oft und haben da kein Problem mit. Wenn die Eltern, die Lehrer selber keine Kinder haben, dann sehen sie ja, ein Smartwatch ist wie ein Handy, ist erstmal grundsätzlich verboten. Da muss man natürlich ins Gespräch gehen. Und es geht ja darum, Kinder sicher in die digitale Welt heranzuführen. Und eigentlich sollten auch Lehrer ein Interesse daran haben, dass sie eben nicht dann in der dritten Klasse auf einmal ein Handy im Rucksack haben. Da ist die Smartwatch deutlich sicherer. Ich gebe sonst immer den Tipp, wenn die Lehrer das absolut nicht erlauben, dann soll man dem Kind beibringen, dass es die Uhr halt in Schulranzen packt, wenn es in der Schule ist. Dass es wirklich dann auch aus dem Blickfeld kommt und der Fokus komplett auf dem Unterricht ist. Wir haben jetzt die ganze Zeit über die Smartwatch gesprochen, aber ihr habt ja jetzt auch ein Smartphone vorgestellt. Also ein neues Produkt, was jetzt auf den Markt gekommen ist. Was war denn der Gedanke hinter dieser Entwicklung? Also durch diesen Sprung zu machen von einem Gerät, das man am Arm trägt, bis hin zu einem doch eher älteren, erwachsenen Gerät wie einem Smartphone.
Du sagst es nämlich genau, ein Erwachsenengerät, alle Smartphones, die auf dem Markt sind, sind für Erwachsene konzipiert. Wir sagen immer, es sind kleine oder mini-Supercomputer eigentlich, die wir unseren Kindern geben. Und ich habe ja eben schon gesagt, auf der einen Seite überbehüten wir unsere Kinder so ein bisschen, trauen ihnen nicht zu, Dinge allein zu machen. Da sitzen wir bei den Hausaufgaben noch daneben und erinnern immer daran, du musst noch lernen, weil du eine Arbeit schreibst. Und dann, wenn es, um Smartphones geht, geben wir ihm einfach das Smartphone in die Hand und kümmern uns nicht mehr so wirklich darum.
Hat natürlich damit zu tun, dass diese Entwicklung wahnsinnig schnell vorangegangen ist und es ist aber definitiv allgegenwärtig, das wissen wir alle, dass Kinder viel zu früh auf Social Media unterwegs sind. Ursula von der Leyen hat jetzt selbst in ihrer jährlichen Rede darauf hingewiesen, dass EU weit nach einer höheren Grenze nicht gekämpft wird, wie sagt man, dass sie sich dafür einsetzen. Australien waren die Ersten. Dort ist Social Media jetzt sehr offiziell erst ab 16 erlaubt.
Und ja, wir finden, es ist sehr wichtig, weil so im Alter, ich sag mal so ab 10, 11, 12, fängt das ja an, dass die Kinder so eine Selbstfindungsphase haben. So wenn sie aber diese ganzen Eindrücke von außen, von dieser Online-Welt bekommen und das ist nicht kontrolliert, Da prasselt alles auf sie ein und es ist ja nicht nur das, sie geraten ja auch in einen Algorithmus und werden dann in eine bestimmte Richtung gedrängt eigentlich. Grundsätzlich ist das ja ganz schwer, eigene Werte zu erfahren, zu entwickeln, sich selbst zu definieren. Und da sehen wir als Firma oder als Technologieunternehmen definitiv die Aufgabe, dass an uns ein kindgerechtes Produkt erstmal überhaupt anzubieten, weil es das bis dato nicht wirklich gab. Es gibt natürlich Kindersicherungs-Apps, die viele nutzen auf dem Smartphone, aber grundsätzlich ist das Smartphone erstmal für Eltern konzipiert. Deswegen war unser Gedanke, wir entwickeln was, wir sagen, was safe out of the box kommt. Also das Smartphone, was wir mit AMD zusammen entwickelt haben, das.
Dort haben wir diese Eltern-App-Funktion in das Betriebssystem mit eingebaut. Sprich, du bekommst das Telefon, packst es aus, aktivierst es und erstmal hast du keinen Zugang zum Internet, zu keinen Apps, gar nichts. Du kannst aber dann die Eltern über die Eltern-App, je nachdem wie groß das Kind ist oder was es für Bedürfnisse hat, Zum Beispiel, wenn es mit dem Bus immer zur Schule fahren muss, braucht es vielleicht hier die Busuhrzeiten auf dem Handy. Dann könnte man, in Hamburg ist HVV, zum Beispiel die HVV-App runterladen und freigeben. Oder eine Zahlungsmöglichkeit, dass das Kind mit dem Handy bezahlen kann.
Also wir restriktieren nicht, sondern wir machen es genau andersrum. Das Telefon kommt quasi mit nichts und dann geben wir frei, wenn das Kind so weit ist. So ist das erstmal für die Kinder auch einfacher zu verstehen. Und eben ganz wichtig, dadurch, dass diese Art Kindersicherung im Betriebssystem ist, und das ist nur bei unserem Produkt, das ist, wenn man eine herkömmliche Kindersicherungs-App sich runterlädt, ist das leider nicht so, da können die Kinder das umgehen. Das glaube ich, weiß auch jeder, wie schnell Kinder sind. Gibt so YouTube-Zeit ein, weiß ich nicht, eine Viertelstunde und wundert sich, warum sie nach einer Stunde immer noch auf YouTube sind. Das haben die ja ganz schnell raus. Genau, da gibt es ja auch schon Tutorials, wie man diese umschiffen kann als Kind. Da sind sie ja sehr schlau. Das ist aber nicht möglich, wenn diese App im Betriebssystem schon integriert ist, kann man es nicht umgehen.
Deswegen ist es deutlich sicherer. Also ein Produkt, was wirklich auch von der ganz anderen Seite gedacht ist. Also wirklich vom Kind her gedacht ist und dann weiter freigegeben wird, was dem Kind ja auch eher das Gefühl einer Erweiterung gibt und nicht was wegnimmt im Sinne von meine Eltern kontrollieren alles und schränken mich ein, sondern umgekehrt, sie vertrauen mir und ich kann Schritt für Schritt da weitergehen. Das ist ganz lustig, wie du das so beschreibst, weil ich das halt auch selber nachvollziehen kann. Also meine Zwillinge sind ja zehn und ich habe eure Produkte ja auch getestet. Schon vor einiger Zeit die Smartwatch, wo das auch so anfing, ja, ich würde mal denken, so vor zwei Jahren, das finden sie natürlich zum einen, sehr attraktiv sowas am Handgelenk zu haben. Das macht dann schon groß was her. Und natürlich auch so ein paar Funktionen sind dann sehr spannend. Und jetzt kam so ab und an mal von meiner einen Zwillingstochter, ja, mit dem Handy findet sie interessant. Sie sieht das natürlich auch bei ihren Klassenkameraden und Kameradinnen. Wobei, da muss ich ehrlich sagen, das finde ich teilweise halt auch so schon erschreckend. Ich sage es mal so deutlich, wenn die Kinder einfach ein Handy beim Klassenfest um Hals hängen haben und dann auch immer wieder darauf gucken, dann sich schon in der vierten Klasse teilweise kleine Grüppchen bilden, die dann um dieses Handy hängen und TikTok-Videos gucken oder YouTube. Und das ist natürlich genau das, was wir eigentlich nicht wollen.
Den Kindern da unbegrenzten Zugang zu Inhalten zu gestatten, die auch absolut nicht altersgerecht sind. Und das war für mich auch der Grund zu sagen, ich gucke mir euer Smartphone mal näher an, weil ich verstehen will, wie das gedacht ist und ob das Sinn macht. Und bisher kann ich nur sagen, funktioniert das wirklich gut für uns. Sie sind zwar noch sehr...
Schon limitiert in dem, was sie tun können, aber hauptsächlich, dass ich auch weiß, sie kann mal eine Nachricht schreiben mit einer Freundin, die ich hinzugefügt habe oder die wir gemeinsam hinzufügen. Ich spreche natürlich auch mit ihr darüber, was brauchst du, warum denkst du das zu brauchen und was ist jetzt gerade sinnvoll. Dann fügen wir einen Kontakt hinzu und dann kann sie auch mal eine Verabredung alleine machen. Ja, genau. Das finde ich nun wiederum auch toll, weil das entlastet mich als Mutter und gibt ihr aber auch so das Gefühl, sie ist kompetent und kann ihre Dinge in ihrem kleinen zehnjährigen Radius so ein bisschen selber regeln. Und dann bleiben wir im Gespräch und gucken halt einfach Schritt für Schritt, was sie mehr möchte. Im Moment stagniert es ein bisschen, finde ich auch wunderbar. Dann ist es einfach so ein Nebeneffekt, dass es das Handy gibt. Aber wir haben halt die Option weiterzugehen und das mag ich eigentlich an dem Gerät. dass es alle Möglichkeiten bietet, man aber nicht alles nutzen muss. Ja, genau. Und wie du sagst, ist es ganz wichtig, dass man mit den Kindern auch im Gespräch ist. Ja, absolut. Also dass man auch darüber spricht. Oder wenn du sagst, Freundinnen zufüge, die schreiben sich Nachrichten, dass man eben auch mal nachfragt, wie das denn so funktioniert und wie sie sich dabei fühlen.
Also meine Tochter ist 14, aber ich kann mich auch noch daran erinnern, als das dann anfing, dass sie mit Freundinnen geschrieben hat. Das wissen wir auch. Wenn es nur geschrieben ist, liest du es ja oft ganz anders. Wie oft da auch so kleine Missverständnisse entstanden sind. Und da muss man sie eben, wie du sagst, begleiten. Und man muss dabei sein. Absolut. Also das ist gar keine Frage, denke ich, so gut wie auch eure Guardian-App ist, also die Eltern-App. Trotzdem geht ja nichts über den persönlichen Kontakt und den Austausch mit dem Kind, um da wirklich sicher digital begleiten zu können. Anja, wenn du Explorer jetzt insgesamt so in drei Vorteilen zusammenfassen müsstest, welche wären das? Ja, also ein Vorteil würde ich sagen, dass Explorer erst mal Kindern Sicherheit im Umgang mit digitalen Geräten gibt.
Und ich weiß, dass wir als Explorer natürlich immer die Bedürfnisse von Kindern und Eltern im Blick haben und daraufhin auch unsere Produkte immer entwickeln. Ich würde sagen, ja, Explorer bietet Selbstständigkeit und Unabhängigkeit für Kinder. Das habe ich auch schon, glaube ich, gesagt, was ja auch ein natürlicher Drang ist und was für die Entwicklung wichtig ist. Das Ganze ist aber kindgerecht gestaltet, ohne dass die Kinder den Gefahren ausgesetzt sind. Also wir sagen ja nicht, sie sollen gar nicht online sein. Das sollen sie schon, weil das ist ja auch der Zeitgeist aktuell und natürlich, das müssen sie auch lernen. Aber sie sollen halt den Zugang zu den Vorteilen haben und nicht zu den Gefahren, die da draußen lauern.
Und der dritte Vorteil, ja, wir bieten Technik zur richtigen Zeit, sprich zum richtigen Alter an, was auch ganz wichtig ist. Ja, absolut. Und somit auch der sanfte Einstieg begleitet in die digitale Welt, ohne einfach zu sagen, hier ist das Handy und los geht's. Genau. Also da ist natürlich auch noch wahnsinnig viel zu machen.
Das wäre so ein bisschen meine Frage. Kannst du mal einmal kurz die Explorer-Tür ein bisschen aufmachen und mich durchgucken lassen? Ich habe tolle Ideen in der Pipeline. Was hast du denn da vielleicht noch als kleinen Ausblick parat? Also wir haben es noch nicht offiziell bekannt gegeben, deswegen werde ich den Namen des Produktes jetzt nicht nennen, aber es wird dieses Jahr noch ein Produkt rauskommen, was so das Gap schließt zwischen Smartwatch und voll funktionsfähiges Smartphone. Oh, das klingt ja spannend. Ja, also der Schritt wäre ja nach der Smartwatch, dass die Kinder ihr erstes Smartphone haben wollen. Und dann sind wir der Meinung, braucht es ein Produkt, was den Look und Feel eines Smartphones hat, aber nicht diese vollständige Funktionsweise. Eher die Funktionsweise der Smartwatch hat. Dass sie eben Zero Zugang zum Internet hat und dass über die Eltern-App die Einstellungen vorgenommen werden und man genau sehen kann, mit wem das Kind kommunizieren kann, mit wem nicht.
Okay. Spannend. Das klingt ja sehr interessant. Anja, ich danke dir vielmals für das tolle Gespräch und die interessanten Eindrücke. Ich danke dir. Ja, ich weiß, dass es auch immer wieder kritische Stimmen gibt. Natürlich, die sagen, ach naja, das ist doch Richtung Überwachung. Aber ich glaube, du hast sehr gut dargelegt, wie man das betrachten kann und welche Möglichkeiten mit Explorer einfach auch eröffnet werden. Und ich bin gespannt auf alles, was noch kommt von euch. Ja, vielen Dank.